140* Samstag den 19. Juni 1880. Aichener Mmeiger APkigk- nib Amtsbistt fil Lkll Kreis Gikßkn._________________ .. - .. ■■■ i- -----------------------------— Drei- vierteijührttch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. ex L B 18 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. die Post beiogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gr-edM^«Ob«reckN r / w ’ p _____________ __________.———ggg Zmlticher HHeik. Schotten, den 16. Juni 1880. Betreffend: Die Aushebung des Großherzoglichen Rentamts Schotten. Schotten und Ulrichstein, sowie die Obersorstereten Etchelsdorf, Feldkrucken, IbenhainDomantalgefälle aus den Oberförstereien Etchelsdorf und die Obersörsterei Laubach dagegen dem Rentamt Gießen zuzutheilen, ferner die U h g s Schotten. im Uebrtgen die Erhebung der und Schotten sowie thetlweise aus den Obersörstereien Feldkrucken und in Nr. 6 des dies- Domanialgefälle aus der Obersörsterei Feldkrücken dem Tnstrictsemnehmer zu Ulrichstein zu übertragen sind, gemäß 9 **■*• Si*.»- >m W.*. «*» >. *"■ Großherzogltches Rentamt Schotten. Heim.— Pfarr-Conferenz. Pfarr - Confer-nz auf dem Schiffenberg künftigen Mittwoch den 23. Juni, Nachmittags 1 Uhr. Lang.Göns, den 17. Juni 1880. ' Strack, Dekan. Deutschland. Darmstadt, 16. Juni. Das beute ausgegeben- Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 20 enthält das Gesetz, Maßregeln gegen die Reblaus betr. Darmstadt, 17. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht: Am 14. Juni den praktischen Arzt Dr. Hermann Dannenberger zu Crumstadt zum Kreisärzte des Kreis-Gesundheits-Amtes Lauterbach zu ernennenden, gunf. Im vorigen Monat wurde in Bielefeld der fünfte westfälische Lehrertag abgehalten. Bet dem gemeinschaftlichen Mahle, welches sich den Verhandlungen anschloß, bracht- der R-gi-rungs- und Schul- ratb Hielscher aus Minden einen Trinkspruch aus, in welcher er dl- Verdienste des Ministers Falk um die Schule feierte. In einer -weiten Red- auf b e tüchtigen, braven Lehrer machte er einige maßvolle Bemerkungen über die schweren Vorwürfe, di- dem preußischen Lehrerstande geawcht worden seien und bk in dem Umfange, der ihnen gegeben, und an der Stelle, wo sie aus. gesprochen worden, „vielleicht nicht verdient gewesen" se en. Er nannte nicht den, der jenen Vorwurf erhoben hatte; die Zuhörer aber wußten, daß die unglücklichen Aeußerungen des Ministers v. Puttkamer im Landtage g-münt waren. Und Herr v. Puttkamer hat nicht gezögert, seinerseits Herrn Hielscher zu widerlegen. Er hat dies allerdings nicht gethan, indem er für seine Kritik des L-Hrerstandes die Beweise beibrachte, sondern indem " H-rn'Hielscher von Minden nach Gumbinnen versetzte. Wir entsinnen uns nicht, daß Herr Falk jemals auf den klugen Gedanken gekommen wäre, einen Mangel an Gründen in solcher Weise durch schlagende Thatsachen zu ersetzen. (Köln.Ztg.) — Man erinnert sich an den Vorfall im R-tchtstage, daß der Abg. v. Stzbel di- Centrumspartei beschuldigt hatte, bei Erwähnung des Kaisers aelaibt zu hoben. Die „Germania" griff Herrn v. Sybel deshalb heftig an und überreichte ihrem Liebling ein Bouquet von Artigkeiten, besten mittelste Blurne der Vorwurf der „Verlogenheit" bildete. Herr v. Sybel verklagte deshalb den verantwortlichen Redacteur der „Germania , Herrn Falkenberg, und dieser ist jetzt von der Strafkammer des Landgerichts I zu sechs Wochen Gesängniß verurtheilt worden. — Die deutsche Corvette „Ariadne" ist wegen der pölitischen Vorgänge in Buenos-Ayres noch in Montevideo zurückgehalten worden. Belgien. Brüste», 16. Juni. Die nationale Ausstellung wurde heute feierlich eröffnet unter großer Betheiligung deS Publikums. Der König und die Mal« sowie Graf und Gräfin von Flandern mit ®efolge langten unter den erwbu sta'stIschen Zurufen ter Bevölkerung um 2 Uhr vor dem Ausstellungs- Palaste an, empfangen von dem Comits der Ausstellung Das dip.omat sch- Korvs war vollständig vertreten, ferner waren anwesend zahlreiche Deputirte ..^Ken-toren di-Civil- und Militär-Behörden, geistliche Würdenträger, «ami ie sand die Aufführung einer Cantate statt, worauf vor der Königs- Tribüne -ine lange Reihe Aussteller und Arbeiter, annähernd 6000, defilirten. S dan b trat der König mit der königlichen Familie die Ausstellung. Auf di- beaiüstende Ansprache des Ministers des Innern erwiderte d r König: Er beglückwünsche das Comitä, deffen wohlwollenden Bestrebungen dieses große nationale Unternehmen zu danken sei, das seinen Platz in der belgischen Geschichte behalten werde. Auf die Ansprache des Bürgermeisters von Brussel, worin der Bemühungen des Königs um Eröffnung neuer H°"d°kwege gedach wurde, erwiderte der König: Di- Industrie könne nicht gedeihen, »en«-man nicht neue Absatzgebiete aufzufinden trachte. Der Handel sei die beste Stutze Telegraphische Pepeschen. »«g«-,'« telegr. «,rr-sp»n»e«i ■ Bure««. Raausa, 17. Juni. Das Eomitö der albanesischen Liga in Skuiari ist nach Tust gegangen, um mit den Befehlshabern der Tnippen zu confertren. — Der britische Consrrl Green begab sich neuerdings nach Cettüije, was den Verdacht der Liga erregt. Der Gouverneur von Skutari versucht unter dem britischen Einfluß die Liga zu überreden, die Entscheibungen der Mächte anjunebmeiL^ Dem „Diritto" zufolge sind Italien, Frankreich und England in Betreff der griechischen Grenzlinie vollkommen einig. Das Blatt meint, auch die übrigen Mächte würden diese Trace acceptiren. Lachwierrg- keiten könnten erst entstehen, wenn es sich darum handle, die neue Grenze praktisch zu ziehen. Es bestätigt sich, daß Crispi sein Mandat als Depu- tirter mU>ergelegt^ hat gestern früh eingeiroffene Großherzog von Heffen hat am Vormittag den hier weilenden Mitgliedern des kaiserl. Hauffs Besuche abgestattet und hieraus den Fürsten Alexander von Bulgarien und den britischen Botschafter Elliot besucht. Nachmittags 5 Uhr gab der Kaiser in Schönbrunn zu Ehren des Großherzogs ein Gala-Diner, welchem außer dem Kaiser und dem Großherzog die obersten Hofchargen, die Minister v. Haymerle, v Bvlandt die Botschafter Prinz Reuß, Elliot und die Suite des Großher» zögs?insgesammt 28 Personen, theilnahmen. Der Großherzog saß dem Kaiser der Industrie; wenn man sein- Ausdehnung fördere, werde man auch der nationalen Industrie einen größeren Wirkungskreis schaffen. Knglaud. London, 16. Juni, Abends. Bei dem von der Stadt London zu Ehren des Königs von Griechenland in der Guildhall gegebenen Dmer waren der Prinz von Wales und Gladstone unter den Tischgästen. Der König erwt. beite auf5 den Toast de« Lordmayors: Er danke sür die Griechenland bewie- ene Sympathie und erachte die ihm erwiesenen Ehren als derSache der Freiheit dargebracht. Der Prinz von Wales diuckie Wunsche für Griechenlands Gedeihen aus. Gladstone sprach seine Befriedigung über die Fortschritte Griechenlands aus, wofür jeder Engländer Theilnahme empfinde. Es fei ein glückliches Zusammentreffen, daß gerade heute die Conserenz bezüglich der griechischen Frage in Berlin zusammengetreten, welche die b-tr. Be- stimmungen des Berliner Vertrages zur praktischen Wirkung bringen werde. Aegypten. Kairo, 16. Juni. Verschiedene Paläste und Immobilien in Abdlrn Ghiz-h und Ghezvich sind durch amtliches Decret zu Staatseigenthum erklärt. Amerika. New-Avrk, 5. Juni. Während der verfloffenen Woche wurden am Castle Garden zusammen 11,502 Einwanderer gelandet. Für den Monat Mai stellt sich die gelammte Einwanderung auf 55,083 Personen gegen 18,325, 11,450 und 9882 in den Jahren 1879 1878 unb 1877 unb 51 317 Personen im Jahre 1872. Während der ersten 5 Monate des lau- senden Jahres trafen im hiesigen Hafen 135,346 Einwanderer ein, gegen 118 382 in 1872, in welchem Jahre die gesammtc Einwanderung für 12 Monate 294 581 betrug. Seit dem 1. Mai 1847, seit welchem Zeitpunkte Castle Garden als Einwanderungs-Depot eingerichtet wurde, bis zum 1. Januar 1880 sind hier zusammen 5,857,025 Einwohner gelandet worden, von diesen tarnen 2,195,938 aus Deutschland, 2,042,046 aus Irland und 1,619,581 aus allen übrigen Ländern. ..... zur Rechten. Nack dem Diner hielt der Kaiser Cercle, woraus elre Spazierfahrt durch den Park statlsand. Um 8 Uhr kehrte der Großherzog nach der Sladt zurück. Am Freitag wird derselbe Laxenburg besuchen, wo Souper und Spazierfahrt stattfindet. Am nämlichen Tage früh wird der Großherzog, der bis zum Sonntag hier bleiben wird, dne Inspektion des Jnfanterie Regiments Großherzog von Heffen 9tr. 14 vornehmen. London, 17. Juni. „Daily News" meldet aus Kabul von gestern: Abdurrhaman marschtrt mit 2000 Mann und 12 Kanonen auf Kabul. — Der „Times" zufolge richtete Abdurrhaman ein Schreiben an die britische Regierung, in welchem er erklärt, er wolle der Aufforderung, nach Chartkar zu kommen, entsprechen. — Bet der Regatta in Henley wurde das Frankfurter achtrudertge Boot im vorläufigen Wettrudern um „The grand Challenge Cupa von dem Londoner Club geschlagen. Das Frankfurter Boot wird in Folge dessen an oem endgültigen Wettrudern um den genannten Preis nicht theilnehmen. Wien, 17. Juni. Der Großherzog von Heffen tnspicirte heute das in der Rudolphs. Kaserne garnisontrende Regiment Heffen in den einzelnen Mannschaftszimmern, geleitet von dem Divisionär, Brigadier und Osficier-Corps. Berlin, 17. Juni. Bei dem Beschluß der Geheimhaltung für die I Conserenz-Arbetten ist nicht blos der Hinblick auf die Preffe, sondern auch der aus Griechenland und die Türket maßgebend. Die Überzeugung überein« stimmender Anschauungen für die der Conserenz obliegende Aufgabe gibt sich bei allen Bevollmächtigten kund. Man hofft auf Erledigung der Geschäfte in 10 bis 12 Tagen. Beschlüsse über Absendung einer Commission sind eventuell erst von der Conserenz zu fassen, die davon auch noch Abstand nehmen könnte. Für die Arbeiten der Delegirten-Commtjsion liegt ein sehr Parkes Kartenmatertal vor. Die österreichischen Generalstabskarten werden, als die zweck- entsprechendsten erachtet, die Grundlagen der Arbeiten der Delegirten bilden. — Abends. Unter den Conferenz-Bevollmächttgten zeigt sich in jeder Weise eine Übereinstimmung, wie solche in früheren Phasen der orientalischen Fragen seit 1876 nicht zu constatiren gewesen. Die Delegirten-Conferenz findet vielleicht erst Sonnabend statt. Ueber die Zeit der Entsendung der Commission an Ort und Stelle wird die Couferenz voraussichtlich in den letzten Sitzungen bestimmen. Die Local-Commission wird die seinerzeit von dec Conferenz bestimmte politische Grenze, welche der technisch-topographischen Arbeit der Delegirten zu Grunde liegt, local traciren. Bet der Frage über die Zett der Entsendung der Local-Commission wird zu entscheiden sein, ob die Commission sofort oder nach Empfang der Antwort der Pforte oder nach Verlauf einer bestimmten Zeit ihre Arbeiten zu beginnen hat. Hierauf wäre auch die persönliche Sicherheit der CommisstonS-Mltglteder zu erörtern. Belgrad, 17. Juni. Nachdem die Minister Jzakovtc, Velikovic, Margetic und Boskovtc zurückgetreten. wurden Milojkovic zum Minister des Innern, Avakumovic zum Justizmtmster, Jovanovic zum Finanz-, Wasstljrvic zum Unterrichts-Minister und Zdravkovic definitiv zum Minister der öffentlichen Arbeiten ernannt. Das Getretde-Ausfuhr-Verbot ist aufgehoben. Darmstadt, 17. Juni. Die Hinrichtung des Muttermörders Pfaff fand heute Morgen um 6 Uhr im östlichen Hofe des Provinzial-Arresthauses statt. Wie bereits gemeldet, war die Ablehnung seines Gnadengesuches dem Condemnaten vorgestern Morgen um d.eselbe Stunde mitgetheilt worden und hatte er diese Nachricht mit derselben Resignation ausgenommen, wie das ihm in der Schwurgerichtssitzung vom 10. April durch den Präsidenten verkündigte Urtheil, daß er auf Grund des Wahrspruchs der Geschworenen schuldig befunden worden sei, „in der Nacht vom 2. aus den 3. März d- I- seine leibliche Mutter m ihrer Schlafkammer zu Nieder-Ramftadt gewürgt und an einem Strick aufgehängt und diese Tödtung mit Ueberlegung ausgeführt zu haben" und deshalb zum Tode verurtheilt werde. Im Laufe des gestrigen Tages erhielt Pfaff noch den Besuch seines Schwiegervaters (welcher ihn ebenso wie seine Ehefrau in der jüngsten Zeit öfters besucht hatte), des Geistlichen, seines Ver- theidigers und verschiedener anderer Personen, darunter auch des Scharsrichters. Seinen Angehörigen soll er wiederholt und fortwährend seine Unschuld betheuert Haden. Nahrung nahm er seit vorgestern Abend außer einem Glase Wein bis $u seinem Todesgange nicht mehr zu sich, obgleich sein Schwiegervater reichlich für alle möglichen Speisen gesorgt hatte. In völliger Apathie lag er den größten Theil des Tages und der Nacht auf seinem Bette mit geschlossenen Augen und sprach mit seinen Wächtern nicht ein Wort. Gestern Nachmittag schrieb er sodann noch einen Brief an seine Frau, über dessen Inhalt uns nichts bekannt geworden. Die Guillotine war gestein Abend um 7 Uhr aus Mainz hier eingetroffen und im Laufe der Nacht aufgeschlagen worden. Schon von 3 Uhr heute früh hatten sich Hunderte von Menschen m der Umgebung des Arresthauses angesammelt. In den Hof hatten nur die durch das Gesetz vorgefchriebenen Zeugen, sowie etwa 100 Personen, welche von der Staatsanwaltschaft Karten erhalten, Zutritt. In einiger Entfernung, zu beiden Seiten des Schaffots, hatten Militärpiquets von 50 Mann mit aufgepflanztem Seitengewehr Ausstellung genommen. Die Rundethurmstraße war durch Schutzmannschaft und berittene Gendarmerie abgesperrt. Doch waren die benachbarten Häuser und Mauern, von denen man einen Blick auf die Hinrichtungsstätte werfen konnte, dicht mit Neugierigen besetzt, welche theilweise die Dächer abgedeckt und sich darauf bis zu den Giebeln postirt hatten. „ Vor 5 Uhr erschien der Scharsrichter Brand aus Coburg mit seinen beiden Gehülsen. Der Scharfrichter ist noch ein junger Mann von 26 Jahren und vollzog derselbe heute die 5. Hinrichtung, während sein Vater deren 24 mit dem Schwerte vollzogen. Derselbe erschien im schwarzen Salonanzug (Frack, Cylinder und weiße Handschuhe) und prüfte mit seinen Gehülsen nochmals den Mechanismus des Instruments. Das schwere Fallbeil war gestern neu geschliffen worden. Nachdem die Prüfung vollzogen und dem Staatsanwalt, welcher sich auf das Schaffst begeben, hiervon Meldung gemacht war, versammelten sich zwei Minuten vor 6 Uhr auf einem niederen, schwarz ausgeschlagenen Podium, das am Fuße des Schaffots errichtet war, die Richter, der Staatsanwalt und ein Gerichtsschreiber, sowie der Vertheidiger des Verurthellttn, Rechtsanwalt Metz HL, sämmtlich in Robe und Barett. Aus ein Zeichen des Staatsanwalts wurde der von Pfarrer Dr. Sell begleitete Pfaff durch Gendarmen aus seiner nahen Zelle geführt. Derselbe trua seinen eigenen schwarzen Anzug, weißes Hemd ohne Kragen, sowie eine hohe graue Mütze uud legte den Weg bis an das Schaffst festen Schrittes zurück, vermied es aber, die Augen aufzuschlagen. Der Geistliche legte ihm die Hand auf die Schulter und sprach ein kurzes Gebet vor. welches mit den Worten schloß „Gott sei mir armen Sünder gnädig", welche der Delinquent nachsprach, dann aber noch wörtlich hinzufügte: „Ich betheuere nochmals meine Unschuld an dem so schweren Verbrechen, das man mir auferlegt". Hierauf verkündete ihm der Staatsanwalt Hallwachs nochmals kurz das Urtheil resp. Verwerfung seines Gnadengesuches und schloß mit den Worten: „So übergebe ich den Philipp Pfaff aus Nieder-Ramstadt Euch Henkern dem Urtheil gemäß zu richten vom Leben zum Tode" — worauf der Scharfrichter und seine Gehülsen den Verur- theilten sofort erfaßten und auf das Schaffot führten, dessen etwa 20 Treppenstufen Pfaff gleichfalls festen Schrittes erstieg. Oben angelangt, hals der Delinquent noch selbst beim Ausziehen seines Rockes, worauf er in einer Secunde an das Brett aufgeschnallt und unter das Beil geschoben war. Ein Blitz und der Kopf siel getrennt vom Rumpfe in den zur Ausnahme bestimmten rothen Sack, in welchen das Blut heftig nachströmte. Der Körper selbst gab kein Lebenszeichen mehr, während die Hände noch mehrmals covulsivisch zuckten. Nachdem der sofort erfolgte Tod durch die Aerzte conftatirt war, wurde der Körper nach einigen Minuten abgeschnallt und in den unter dem Schaffot bereit gehaltenen, von dem Schwiegervater des Gerichteten besorgten Sarg (derselbe trug die Inschrift „Ruhe sanft" j gelegt und zwar, einem alten Scharsrichtergebrauch zufolge, das Haupt zwischen die Beine. Die ganze Procedur von dem Austritt des Verur- theilten aus der Zelle bis zum Niederfallen des Beiles währte etwa 4 Minuten und nachdem Pfaff dem Scharfrichter übergeben war, vergingen kaum 40 Secunde» bis zu einer Hinrichtung. Während derselben wurde das Armsünderglöcklein geläutet. Die zahlreiche Menschenmenge außerhalb des Gefängnisses bewahrte eine musterhafte Haltung. Um halb 10 Uhr fand sodann die Beerdigung, wie es das Gesetz vorschreibt, in aller Stille in einer abgelegenen Ecke des hiesigen Friedhofs statt. Die Guillotine wurde alsbald nach der Hinrichtung abgeschlagen und soll heute noch nach Mainz zurückgefahren werden. Hoffen wir, daß dieselbe niemals mehr ihr furchtbares Amt zu verrichten haben möge! (N. H. V-) Lokales. Gießen, 18. Juni. Ueber die Tabaksfabrikation spricht sich der Jahresbericht der Handelskammer folgendermaßen aus: In den Jahren 1878 und 1879 war das Rauchtabaksfabrikationsgeschäft ein sehr lebhaftes, da in beiden Jahren aus Furcht vor der geplanten Zoll- und Steuererhöhung fabricirte Tabake stark gekauft wurden. — Diese Lebhaftigkeit hielt an, bis die Preise des Fabrikats, in Folge der im Juli vorigen Jahres in's Leben getretenen Zoll- und Steuererhöhung, einen Aufschlag erfuhren. Seit dieser Zeit hat der Consum der Rauchtabake, obgleich die Preissteigerung durchgehends noch nicht den vollen Steuer- und Zollzuschlag erreicht hat, sehr abgenommen, und ist seitdem die Fabrikation eine recht schleppende geworden. Der unbemittelte Theil der Bevölkerung, welcher früher die billige Pfeife sich erlauben konnte, ist durch die hohe Belastung gezwungen, entweder auf den Genuß des Tabaks zu verzichten, oder doch wenigstens den Verbrauch desselben sehr einzuschränken. Diese Klagen sind nicht local, sie kommen gleichlautend aus allen Gegenden Deutschlands, und steht ein dauernder Rückgang des Consums des Pfeifentabaks unter diesen Umständen außer Zweifel. Der so bedeutend erhöhte Zoll und die Tabaksteuer erfordern zum Betrieb Der Geschäfte bedeutend größere Capitalien als seither, und läae es daher im Interesse der ganzen Tabaksbranche, wenn, wie früher, ein längerer Zollcredit bewilligt würde. Gießen, 18. Juni. Gestern Abend wurde die Leiche des seit verstossenen Samstag vermißten Ausläufers an der Militär-Schwimmanstalt in der Lahn gcländet. — Nicht weniger denn 6 liederliche Frauenzimmer, welche ihr Unwesen am Bahnhofe und auch innerhalb der'Stadt trieben, wurden gestern Abend eingesteckt. Vier derselben wurden heute Morgen vom Gericht zu diversen Tagen Gefängniß verurtheilt. — Ein Mädchen von auswärts, welches sich bei einer hiesigen Vermietherin einige Zeit aufgehalten hatte, entwendete derselben eine Taschenuhr. Eß gelang jedoch, die Diebin, nachdem sie sich heimlich entfernt hatte, cinzuholen und ihr die Uhr wieder abzunehmcn. Auf inständiges Bitten ließ man sie hierauf ohne Inanspruchnahme der Schutzmannschaft laufen. Vermischte-. Darmstadt, 17. Juni In der Provinz Oberheffen sind Masern hin und wieder verbreitet und neuerdings aufgetreten in der Stadt Schotten, nachdem die Epidemie in anderen Orten des Kreises: Nieder- und Ober-Seemen, Volkartshatn, Burkhards, Kaulstoß und Eschen rod erloschen waren. Im Kreise Friedberg sind die Masern in rascher Verbreitung in den letzten Tagen in Rödgen aufgetreten, insbewndere unter den Schulkindern; die Epidemien in Kaichen und Heldenbergen im Erlöschen begriffen. Im Kreise Gießen herrschen Masern zur Zett noch in Alt-Buseck mit geringer Intensität. Darmstadt, 17 Juni. In den Kreisen Friedberg, Gießen und Büdingen, in welchen erfahrungsgemäß Milzbrand seit langer Zeit fast stets unter dem Viehstand vorkommi, scheint diese Seuche neuerdings wiederum bäusiger aufzutreten und sind insbesondere aus den Orten: Glauberg, Alt Buseck, Leihgestern, Lollar, Gießen und Bad Nauheim einzelne Fälle desselben bekannt geworden/ In Bad Nauheim wurde der Besitzer milzbrandkranker Kühe tnficirt und ist derselbe der Krankheit erlegen (D. Z.) Berlin, 13. Juni. (Feuer.) Ein furchtbares Feuer, das für den ganzen Süden und Süd-Osten Berlins von den schrecklichsten Folgen hätte begleitet sein können, wüthete während der ganzen vergangenen Nacht aus dem Grundstück Kohlenufer 1/2. Auf diesem Grundstück, das nur durch eine niedrige Mauer von den Retortenhäusern und Gasometern der in der Gitschinerflraße befindlichen städtischen Gasanstalt getrennt wird, befindet sich außer Wohngebäuden die Pohlborn'sche Oelfabrik. Am gestrigen Sonnabend Abend gegen 11 Uhr, also mehrere Stunden nach Feierabend, bemerkte der Besitzer in dem Kesselhause, welches zum Sieden von Harzölen bestimmt ist, plötzlich einen Feuerschein. Herr Pohlborn signalisirte sofort an sämmlliche Wachen Klein-Feuer", welche Meldung durch das inzwischen benachrichtigte Polizei-Revier auf ' Mittel-Feuer" verstärkt wurde. In 15 Minuten waren die Mannschaften der 2. Compagnie nebst Dampfspritze, sowie der Branddirector Major Witte und der Centralzua zur Stelle Bei ihrem Eintreffen stand der ganze westliche Theil der Fabrik, namentlich aber das sich anschließende Oellager in Flammen, während die Gasanstalt m der größten Gefahr schwebte, jeden Augenblick in die Luft zn fliegen. Die große Gefahr der Situation sofort erkennend, rief der Brandirector durch die Meldung „Groß-Feuer auch die Mannschaften der 1., 2. und 5. Compagnie zur Hülfelefftung herbei, die denn auch alsbald mit noch zwei weiteren Dampfspritzen auf der Brandstätte eintrafen. Alle drei Dampfspritzen, sowie sieben große Handdruckspritzen, die sämmtlich am Canal Aufstellung nahmen und von dort her Wasser pumpten, vereinigten sich an der östlichen Front des Grudstücks zu einem on-masse-Angriff, während zwei Spritzen zur Sicherung der Gasanstalt commandirt wurden und dort Posto saften- Trotz der wolkenbruchartigen Wassermassen schien das Feuer eher größer als kleiner zu werden; eines der Oelfaffer platzte nach dem anderen und ergoß sich der Inhalt in das Flammenmeer, das,elbe zu neuer Gluth anfachend. Krachend und prasselnd stürzten Balken und Eisentheile in hochglühendem Zustande, sowie die im Thurm befindliche Uhr in das Innere, alles darunter Liegende in Brand setzend. Todesmuthig drangen Feuerwehrleute geleitet von ihren Officieren und ungeachtet der umherspritzenden siedenden Oelmassen, m die brennenden Räume vor, und haben Oberseuermann Hohenfeld, Feuermann Ewmger bedeutende, mehrere Andere unbedeutendere Brandwunden, namentlich an den Futzen, erlitten. Bald nach 3 Uhr war das Feuer an allen Punkten als gelöscht zu bezeichnen. Gegen halb 4 Uhr konnte das Gros die Brandstätte verlassen, wahrend sich die Aufräumungs-Arbeiten bis in die sechste Stunde hinzogen. Ueber die Entstehung war Bestimmtes noch nicht zu ermitteln. Der Schaden beläuft sich auf ca. 90,000 und ist, abgesehen von der städtischen Feuer-Societät, von der Schlesischen Feuerversicherung zu tragen. Krischbiicker in Gießen. Sonntag, den 20. Juni. Wilhelm Hartmann, Neustadt. Emil Noll, Löwen- gasie. Ludwig Keil, Neue Bäue.____________________ en Jahreßfest Morgens 9*/a Uhr: Pfarrer Schlosser. (Katechismuslehre für die weibliche Jugend.) Nachmittags 2 Uhr: Dr. Buchhold. Der Gießener DecanatS-Zweigveretn ver Gustav-Adolf-Stiftung feiert sein in Watzenborn Nachmittags 2 Uhr. Die Pfarraeschäfte für die Woche vom 20. bis 26. Juni besorgt Pfarrer Schlosser. ÄS Äi3“’b (3iLmu|t.erbaitt "Nschreibt, tn und soll beut. btt Jahresbericht ZeMg"'w!lH ™9gezwungen, in§ den verbrauch imen gleichlautend lang des Konsums n zum betrieb Der er m Anteresse der willigt würde. dnstofiillkn Samstag wesen am Babnhofe in derselben warben metbtnn tmiqe ^eit k die Diebin, nach: lunebmtn. Lus in; mnichast laufen. ÄW» ein S\u«» Am-r- IW.Mt n, bis ’ «eben getretenen 11 hat der Konsum den tofcn 'M Die ivahritflfi«» empfiehlt ihren täglich frisch gebrannten Kaffe«, in den feinsten Qualitäten, zu folgenden Preisen: (4128 a ö m tA 2 3 4 1,60 1.40 O o a Rauchfleisch, Delieateß-Rollschinken, ohne Knochen, Cervelatwurst, Zungenwurst, $3 G S-9* ,G ^3 rs Blamenpflanzen. Levkoyen, Astern, Petunien, Geranium, Fuchsten, Blattpflanzen empfiehlt (3937 Carl Deines, Gieße«. Acilgevotene». 4116) EinHosthor ist bill^abMg^bkN. Lonto Wenzel, fließen, Heltersweg C. 63, Lithographische Anstalt, Buch- und ("80 Steindruckerei für alle Arten Druckarbeiten. 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Ortsgencht. 3880)Müller. jein bin unb waber i üsiltmu in anderen SauljtoB und Eschen r Verbreitung in den r.\ bie övidtmien in chen JÄajcin zm Zeit Tübingen, in welchen tont poifommt, idieint btte au8 den Orten: mieln: Zille desselben •fn übt msirirt und (Md für den ganzen V)önt W ^runbfiM nvondmRttoüen- äbtiiäm Gasanstalt che Dcliabrit «« >a nach F-'Mben°. n Harzölen bemmiM n ammllicke fachen .tePolizei-Reo^M Len der 2- Eom- unD der kenlra,ug er,Mik, namentlich ' Gasanstalt m M Die Ibung Mg berbel,.d-e otnn Me einttafen. All .: mtiidi am Kanal L än der östlichen Vm lUt^trUn6 pn^f nbrudjartig^ ' dasselbe »u ^'senthcile m ■n un) MM in das J < jt(t von in die ^urrmaiw „i.* an den ö mi-.™, beze'chNv 8^'0' » jass** oo3aaaaaDaaaoQDaDaaaDDaDDQOOQODQOOQai Die § Damps-irassee-Rrennerei Die Herberge zur lleimalli >» Giessen, Bahnhossstrsste 935, nahe der Westanlage, Bietet wandernden Gesellen für billigen Preis eine gute Unterkunft. 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Lari 8chwaa8's Belicalefien - Handlung empfiehlt (4137 frisch ein getroffene achte Nürnberger Lebkuchen. 2418) Eine Ladeneinrichtung zu ver- kausem Näheres b°i^ Feinstes Frankfurter Export-Vier .aus der Brauerei Leschhorn's Nachfolger liefert frei in's Haus ä Flasche 23 4150) I. Weber, Ltadt Mel. Westph. Schinken mit und ohne Bein, empfieblt in feinsten Qualitäten (4143 Emil Fischbach- Hauspäne werden abgegeben. (3932) Louis Lony. 4113) Ein Bauplatz im Gartfeld zu verkaufen.Seltersweg 10. Mein- und Bierstaschen zu ver kaufen. (4098 I. Rothenberger, Lindcnplatz. floszversteigerung in der Obcrförstcrei Schiffcnbcrg Donnerstag den 24. 1. M. ^on tn dem Distrikt Franzenwald, Abtheilung Stempelschlag, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 24 rm Eichen-Scheiter, 30 „ „ Knüppel (Schälholz), 5100 Wellen „ Reisig desgl. 25 rm „ Stöcke, 200 Eichen-Stangen mit = 2.52 fm. Zusammenkunft Vormittag» präeis 9 Uhr in dem Holzschlage. Gießen, den 17. Juni 1880. Grvstherzogliche Oberfvrsterei Schiffenberg. 4135)__Georgi______________________________ Heugras - Versteigerung in der Obersörsterei Schiffenberg. 4136) Freitag den 23. l. M. soll, Vormittags S Uhr beginnend' bas Heuaras von den cameralfiscalischen Wiesen in den Gemarkungen Leth^ gestern, Schiffenberg und Watzenborn tn dem Rathhause zu Watzenborn ver fleigert werden. Gießen, den 17. Juni 1880. Großherzogliche Oberförsterei Schrffenberg. Leorgi. 4145) Neueste Gartenmöbel, Garten- werkzeuge bei__________Emil Pistor. 4119) Ein Acker weißer Klee zu verkaufen bei Karl Malkomesius, _____Neuenweg.______ Schöne Valencia-Orangen empfiehlt (4130 Carl Schwaab. 4097) Ein viersitziger Comptoirpult, wenig gebraucht, und ein großer Kücken- schrank mit Glasaufsatz billig zu verkaufen. I. Rothenberger, Lindenplatz. (414b 0if Danksagung zu vermiethen- I. B. Singer. UH - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. CHr- Pietsch in Gießen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. 3 Die । Tie, 4144) Gartenhäuschen oder Bauhütte am Rodberg oder Marburgerstraße zu mietben gesucht- ■ Näheres bei der Exped d. Bltts. Zur gefl. Beachtung. 4149) Feine, herrschaftliche und Hötel- Wäsche wird sauber und zu ganz soliden Preisen gewaschen bei Graveur Konradt, Schoor D. 145. Arrmietyungen. Zwei ineinandergehende möblirte per sofort oder 1. Juli zu ver- Frau Antonie Löber, 4134) Zimmer miethen. 4138) Ein Lehrling mit guten Sckul- kenntnissen wird für ein Agentur- und Commissionsgesckäft gesucht. Selbstgeschriebene Offerten besorgt die Exped. d. Bl. unter Nr. 4138. Brillant-Fontaine mit Aufsatz und. Farben und. bengalische Beleuchtung d.es ganzen Gartens 3n( mWH'idk S 4131) Heute fiüh entschlief sanft, in festem Glauben an ihren Gott und Erlöser, nach letztem schweren Kampfe, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter ckrau Amalie Koch, geb. Schön, Wittwe des verstorbenen Dekans Konrad Koch zu Burkhards, lm acht und siebenzigsten Lebensjahre, was wir allen lieben Verwandten und Freunden mit der Bitte um stille Thetlnahme hierdurch mittheilen. — Beerdigung Samstag den 19. Juni. Lich, den 17. Juni 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. Bis Abends 8 Uhr ist der Eintritt zum Garten frei. Zum Schluß des Feuerwerkes: Zu kaufen gesucht: (für eine Voliere) Distelfinken, Hänfling.', Buchfinken, Zeisige, Blutfinken rc. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. : 4063) Ein Junge kann das Rasir- und Friseur-Geschäft erlernen. Näheres durch die Exped. d. Bltts. Danksagung. 4140) Für die uns bewiesene Theilnahme bei der Beerdigung unseres lieben unvergeßlichen Söhnchens * und Enkels Carl sagen hiermit Allen den herzlichsten Dank. Carl Loth und Familie. Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12 446. Dillenburg 6", 12, 4«, 95. Sienen 644, 12, 4,4$. Ä”r 6«, 8*8, 10, 12, 4*», 7°' S-. * bedeutet Schnellzug. (6o7o* mberger Straße B. 149. 4152) Der erste Stock des August Ackermann'schen Hauses, Frankfurter Die Ein sch) liegenden Na Süchfin, ganz verhrelende U überschwemmt und zahlreiche Holzlager, @i an Berglehne, sie abgespült: ist groß und f fyiDatwofyltföi rufe nicht verg DnM mente, und de überflüssig, üb ein Unglück V meinen, und e Deutschland, i den Römlinge, wird. Aber i Deutschland ei losenden Sturz vernichtet habe, als sie vorher, morden sind. N sß b«r ö Mist Kzl Italien herrink welche die tegnliren, »erür Rto1;!; W li'fm « k?' "'cht mehr a . Wurde | t n^1 ?EUchen. D. dar , an die 4043) Ein schönes Familienloais, be- stehend aus 6 Zimmern nebst Zubehör mit Bleichplatz und Gartenantheil, in der Nahe der Aula und des Gymnasiums, ist sofort zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4100) Möblirtes Zimmer und Cübinet zu vermiethen- Mäusburg D. 19. Dn i®es?ßn »äSto ™«n rA Reisender-Zksuch. 4091) Für ein Liqueur- und Spiri- tuosengeschäft wird ein Reisender gesucht^ der die Branche kennt, und namentlich schon gereist Hst. Offerten an die Exped. d. Bltts. _________________________ 4118) Eln tüchtiger Pferdeknecht auf sofort gesucht von Heinzerling 86 Tribus. Vermischte Anzeigen. 4132) Als Ausläufer einen anständigen jungen Mann mit guten Zeugnissen gesucht- Näheres in der Exped. d. Bl. 4139) Eine Wiese, 1288 Klftr. auf ter Hohleiche, mit sehr schönem Gras zu verpachten. H. M. Jughard. 4133) Allen Denen, welche uns bei dem uns betroffenen schweren Verluste unseres durch den Tod entriflenen lieben Gatten, Bruders und Schwagers Julius Malkomefius so tröstend zur Seite standen und besten irdische Sülle zu Grabe geleiteten, sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. Gießen, den 17. Juni 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. Sonntag clen 20. Juni 1880 findet daS durch ungünstige Witterung ausgefallene «=— Brillant-Kunst-Feuerwerk statt. Entree 35 Pfg ä Person. Sauerkraut, ä Pfd. 10 H, empfiehlt (4142 Carl Roloff, Brandgaffe. 4122) Eine Kaute Mist ist billig abzugeben bei PH. Malkomefius. Maurergeselle, iÄ 4103) bei Clir. Hauhach. 4109) Ein Familienlogis per 15. Juli zu vermiethen bei ________Georg Stieber, Marktstraße. 4114) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Seltersweg 10. 331) Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und gleich beziehbar. Emil Pistor. <2st der Zustand eine» Leidenden auch besorg- nißerregeiid oder scheinbar hoffnungS- io8, so wird er auS dem Buche „Praktische Winke für Kranke" neu« Hoffnung schöpfenu. volle« Vertrauen zu einem Heilprincip gewinnen, welches sich durch große Einfachheit, ganz besonders aber durch nach» weis bare Wirksame eit aus. zeichnet. Diein dem Buche: Praktische Winke fürKranke abgedruckten Briefe glücklich &t belltet beweisen, daß selbst solch Kranke noch die ersehnte Hrilun sanden, welche anderweitigvergeblt« Hilfe suchten. ObigeS Buch lan daher allen Leidenden wärmsten empfohlen werden, umsomehr als au Wunsch die Cur brieflich und utteal geltlich durch einen praktischen Ars geleitet wird. Die Mittel sind übera leicht zu beschaffen; ein Versuch fa kostenlos. Gegen Franco-Zusendun von 20 Pf. zu beziehen durch Ti Hohenleitner in Leipzig und Basel Straße Lit. E. 41, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speicherkammern, Keller, Holzstall rc-, ist per 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen._______________ 4072) Eine freundliche Mansardenwohnung zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar, bei K. Werner Wwe., Ludwigsstraße. 3979) In meinem Hause, Grünberger Straße B. 166,6, ist der 2. Stock, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, zu vermiethen und am 1. September zu beziehen. _____________I Weißgerber. 3513) Ein freundliches Logis, drei Zimmer und aller Zubehör sowie Theil am Garten, alsbald zu vermiethen. ________________Gartfeld A- 121. 4058) Die neue hergerichtete Man- sarden-Wohnung in meinem Vorderhause, bestehend aus 7 Wohnräumen nebst allem Zubehör per sofort, ganz oder getrennt, zu vermiethen. August Ackermann, Franks. Str. E. 41. 4104) Die von Frau Appel bewohnte Mansardenwohnung (6 Piecen nebst allem Zubehör) ist per 15. September lfd. Js. anderweit zu vermiethen. _________PH. Böger, Gartfeld 118,6. 4102) Der mittlere Stock meines Hauses vis-k-vis von Wenzels Garten, bestehend aus 5 Zimmern nebst allem Zubehör, ist bis 1. September oder auch schon 1. August Bier im Glas. liierlutlle» Samstag den 19. Juni: flaues Höenb=Oncert 4148) von der Regimentsmusik. Anfang V28 Uhr. -------- Entree 25 Pfg. Restauration Schnell. Heute Freitag und morgen Samstag, Abends von 8 Uhr an: Auftreten des Tonkünstlers, Komikers und Mufikspecialisten A. Deininger 4141) aus München 4084) Zwei schöne Zimmer (Bel-Etage) mit oder ohne Möbel per 1. August zu vermiethen. Gartfeld A- H55/iq. 4080) Familienlogis, 3 — 4 Zimmer, verschließbarer Corridor rc-, zu vermiethen. W. Wendel, Gartfeld. 4045) Kleines möblirtes Zimmer auf sofort zu vermiethen bei Chr. PH. Euler, Ludwigsstr. 170,4, Hintergebäude.________ 2870) Mein seitheriges Ge- schäftsloeal im Einhorn habe ich zu vermiethen. 8. Rewtlinger. 3792) In meinem Hause im Gartfeld (Steinstraße) ist eine schöne Wohnung, bestehend aus drei Zimmern, Küche Bodenkammer, abgeschlossenem Corridorj und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und per 15. Juli l. I. beziehbar. r W. Seuling. 4012) Ein möblirtes Zimmer zu ver^ miethen. Löwengasse C- IbO. 2056) Mansardenwohnung in unser em Hause am Ludwigsplatz auf sogleich zu vermiethen. . L. 86 A» Petri.