Samstag den 18. September 1880 Kr. 218 chießener "TKuxiaer Artige- «O AmtsW fir dm Kms SM «edaetionSbureau r l S ch u l st r a ß ExpeditionSbureau r f ____ Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. e B. 18. ft Rad)^1 Am mit der bic anblung, chaftliche Ws ö. Grossherzogs Deutschland. Darmstadt, 16. Sept. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Alkrgnädigst geruht: Am 8. Septbr. den außerordentlichen Professor bei der philosophischen zakultät der Landes-Universität und zweiten Lehrer der Forstwissenschaft, Dr. Herwann St ötzer, auf sein Nachsuchen von seiner Dienststelle, mit Wirkung vom 1. October d. Js. an, zu entlassen. — Nachdem Seine Königliche Hoheit der Großherzog am Dienstag Abend Berlin verlasien und Mittwoch Vormittags mehrere Stunden die Ausstellung in Düsseldorf besucht hatten, sind Allerhöchstdieselben gestern Nachmittag mit J.J. K. Gr. H H. dem Erbgroßherzog und den Prinzessinnen Irene und Alix in Köln zusommengetroffen und über Vliessingen nach Erg- lanb abgereist. m. Darmstadt, 16. September. Auch der Finanzausschuß der PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 pattgehabten und noch stattfindenden Berichtigungen der Grundbücher über Domänen des Großh. Familienfideicommisses und des Landesetgenthums. Berlin. (Die Aufgaben des Reichstages). Welche hohen idealen zweiten Kammer der Stände ist auf Donnerstag den 23. d. M. zu einer Sitzung einberusen, in welcher verschiedene Berichterstattungen erfolgen sollen. Nachmittage desselben Tages wird sodann eine gemeinschaftliche Sitzung Vertretern Großh. Ministeriums stattfinden in Betreff der Vorlage wegen Rußland und der Orient. Von Zeit zu Zett taucht in Rußland der Gedanke wieder auf, der ganze Orient existire nur noch von Rußlands Gnaden, und da die übrigen Großmächte zu langsam vorgehen, so sei der russische „Protektor" verpflichtet, sein Werk der Glaubensbefreiung durchzuführen. Die Halsstarrigkeit der Pforte bietet den besten Vorwand für eine neue Intervention, und daß die nächste russische Exekution weniger uneigennützig sein dürste, als im vorigen orientalischen Kriege, dürfte wohl klar sein. Man fängt in Rußland auf's Neue an, panslavtstisch zu wühlen; eine Spitze der Agitationen richtet si-b gegen die Türkei, die andere gegen Deutschland und Oesterreich, welche beiden Mächte tu London und in Petersburg die bestimmte Erklärung abgegeben haben, sie würden nicht dulden, daß russischerseits neue Confltctc im Orient unter philantropischen Vorwänden entfcsielt würden. England und Rußland sehen mit dem größten Mißtrauen auf die encr- Me Haltung von Oesterreich und Deutschland der ortentaltschen Frage gegenüber hin. Die Moskauer und Petersburger Presie feuert wieder ganze Breitseiten slavtschen Ingrimms auf Deutschland-Oesterreich ab. Die galizische Wserretse liegt den Ruflen noch immer im Magen, denn je enthustastischcr die Polen den österreichischen Kaiser begrüßten, um so anti-russischer erschien die Reise. Darauf folgte die unerwartete Zusammenkunft Bismarck's mit Baron von Haymerle, welche den Rusten und den Engländern Unbehagen verursachte. Von England aus suchte man zu verbreiten, man habe in Friedrichsruhe über den Beitritt Italiens zu einer mitteleuropäischen Allianz debattirt, aber der Z-reck dieser Ausstreuung ist zu durchsichtig: man will Frankreich, indem man ihm einredet, Deutschland und O-sterreick würden den Franzosen in Tunis und im Mittelmeer durch die Unterstützung der Italiener unbequem werden, mit Deutschland und Oesterreich verfeinden und zu einer englisch-russischen Manz hinüberziehen. Um das europäische Concert ist es jedenfalls schwach bestellt; die Stärke der Türkei liegt in der Schwäche der vereinigten, aber doch uneinigen Groß- Mächte. Die Gerüchte von eigenmächtigem Vorgehen Englands und neuerdings Rußlands sind bezeichnend für die „europäische Einigkeit." Wie weit die englischen und russischen Hetzereien wirksam sein oder gar den Frieden bedrohen könnten, läßt sich heute noch nicht beurtheilen. Nur so viel steht fest: Gehen England und Rußland eigenmächtig in der Türket vor, so wird auch Oester- reich seine Heeressäulen vorwärts schieben, und Deutschland wird ihm den Rücken decken. Steuern, in einer stetig wachsenden Belastung des Volkes durch neue Abgaben Ein Reichstag, der wirklich eine unabhängige Vertretung des freien Bürger- und Bauernstandes, der breiten und mächtigen Mittelschicht des deutschen Volkes ist, wird also in erster Linie alle neuen unnöthigen Belastungen abweisen und dahin streben müsien, die indirecten Abgaben, welche die ärmere Klasse ungerecht belasten, zu beseitigen. Die Wahrung der constitutionellen Rechte ist daher selbstverständlich. Man könnte nun leicht eine ganze Reihe wirthschaftlicher und politischer Wünsche des Volkes al« weitere Aufgaben für den Reichstag aufstellen. D«r allgemeine Charakter der Wünsche liegt aber immer darin, daß das Volk die wirthschaftliche Freiheit als die Grundlage der materiellen Wohlfahrt erhalten zu sehen wünscht; die weiteren „Revisionen" der Gewerbeordnung müsien ver- schwinden, und von der Beschränkung der Wechselfähigkeit will das Volk ebenso wenig etwas wisien, wie der deutsche Juristentag. Die religiösen und politischen Fragen sind gewiß hochrnteresiant, aber als nächste und wichtigste Aufgaben des Reichstages erachtet man das Beseitigen der unruhigen Zeiten für das Wirthschastslebcn, die Förderung des Wohlstandes der Nation- Berlin, 15. Septbr. Der König und die Königin von Griechenland verabschiedeten sich heute Vormitttag 9 Uhr von der Kaiserin, kehrten aus dem Palais in'« Schloß zurück, wo inzwischen der griechische Gesandte Rangabe sich eingefunden hatte, und fuhren um 10 Uhr 20 Min. mit dem Herzog von Cambridge auf der Nordbahn nach Neu-Strelitz, wo auch der König von Dänemark anwesend ist. Von dort treffen sie am Nachmittag, der Herzog von Cambridge Abends 11 Uhr hier wieder ein. Um 8 Uhr Abends erfolgt die Abreise des griechischen Königspaares auf der Anhaltischen Bahn. Gestern Abend gab es eine Theegesellschast, an welcher der Kronprinz Rudolf, der Großherzog von Mecklenburg und der Herzog von Cambridge theilnahmen. — Erzherzog Rudolf begab sich heute Vormittag 8 Uhr vierspännig mit Gefolge und Ehrendienst nach Lickterfelde und traf dort mit unserem Kronprinzen zu- sammen; beide besichtigten alsdann die Cadettenanstalt. Von dort kommen beide Mittags nach Berlin. Erzherzog Rudolf giebt Nachmittags 1 Uhr im Gardes du Corps-Saal des königl. Schlaffes dem Officier-Corps des Kaiser- Franz-Garde-Grenadier-Regiments und seines 11. Ulanen-Regiments ein Dejeuner. Zum Diner begibt er sich zum Kronprinzen nach dem Neuen Palais, woselbst auch die Kaiserin, die Mitglieder der königl. Familie und die fremden Fürstlichkeiten speisen. Morgen fährt er zu seinem Ulauen-Regiment in's Cantonnement. Am Samstag wird er Berlin wieder verlasien. — Der Großherzog von Hesien ist gestern Abend 10 Uhr nach Düsseldorf abgereist. Berlin, 15. Septbr. Aus Süddeutschland schreibt man: Herr v. Varnbüler hat in seinem am 5. ds. zu Ludwigsburg gehaltenen Rechen- schaftsbericht als Vater des neuen Schutzzoll-Tarifs feine Leistungen auf diesem Gebiete und seine Grundsätze über die indirecte Besteuerung in ausgedehnter Rede behandelt und dabei auch des Tabake Monopols warm empfehlend gedacht. Nach Zeitungsberichten äußerte er sich u. Ä. dahin, daß man durch das Monopol, bei einem Gewinn von 150,000,000 für das Reich, gar „nicht bedeutend" theurer rauche als bisher und daß mau die Luxus-Cigarren noch viel theurer als bis jetzt, die geringeren Lorten deshalb verhältnißmäßig billiger abgeben könne. Dieser Appell zu Gunsten „der Pfeife und Cigarre des armen Mannes" klingt recht vielversprechend und würde das Monopol in rosigem Lichte erscheinen lasten, wenn nur Herr v. Varnbüler nicht vergesten hätte, sein vermuthlich bei Emsichtnahnie d-r Straßburger Tabaksmanufaktur entdecktes Geheimniß mitzutheilen, die bekanntlich jener Schtlderung ganz entgegengesetzte Wirkung staatlicher Tabaksregien aufzuheben und in’« Gegentheil zu verwandeln. Denn die Erfahrungen in Oesterreich, Frankreich rc. lehren, daß die Preise der geringeren und resp. billigen Tabaksfabrikate fortdauernd gesteigert werden mußten (in Frankreich z. B. bei ordinärem Tabak bis auf ca. 660 pCt. der Selbstkosten), und dagegen dtp feinen Cigarren und ganz besonders die importirten Sorten mit einem nur knappen Nutzen lastenden Aufschlag auf den Kostenpreis verkauft werden mußten. Letzteres deshalb, um bie Defraudation durch trotzdem in kolossalem Umfang betriebenen Schmuggel einigermaßen zu hemmen. Beim Monopol muß also der ärmere Mann — als Coiisumeut der Mastenproduction geringerer Tabaksfabrikate — einen nicht unbedeutenden Theil der Steuer mitbezahlen, welche ’ben reichen Raucher treffen sollte. , , , , . Potsdam, 14. Septbr., Abends. Zufolge einer so eben bei oem Kronprinzen aus Ferrol eingegangenen Nachricht ist Sr. Majestät Schiff „Prinz Adalbert", an besten Bord sich Prinz Heinrich befindet, dort glücklich eingetroffen. "S.Ä2 fcart. SibliotMA >cptylt ‘Miet der*!"1 rten "gasse- Ku"den aups gsvoll Orth «Ph. ' Fwr cbule ber. Mfet Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correfpondenz-Brrreau. Ragusa, 16. September. Der englische Viceadnnral Seymour über- nimmt am 20. ds. das Commando der vereinigten Kriegsschiffe der^Liächte. Derselbe h^t das Avisoschiff „Helikon" zur Recognoscirung in die Gewässer von Dulcigno entsendet. Von österreichischen Kriegsschiffen nehmen nur zwei Panzerfahrzeuge unter dem Befehle eines Schiffs'Capitans an der Flotten- Demonstration Theil. c Berlin, 16. Septbr. Die aus den 17. ds. angesetzte Sitzung des llusdrücke auch die politischen Parteiprogramme für die Zukunft anwenden, in letzter Linie handelt es sich beim „constitutionellen System" wie bei der „parlamentarischen Regierung" um — Geld. Für den Fürsten Bismarck handelt t? sich nicht um wirthschaftliche Probleme und Sonderinteresten, sondern um - bie finanzielle Vermehrung der selbstständigen Einnahmen ves Reichs. Er arbeitet nicht für die Privatkafle der Fabrikanten, sondern für den Reichs- Bms, besten Unabhängigkeit von den Partikularstaaten er erstrebt hat. Der Reichstag hat dem gegenüber die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß durch die Vermehrung der indirecten Abgaben weder die productive Kraft der Ration Md der freie Verkehr, noch auch das vollkommen unentbehrliche Vndgetrecht des Reichstages beeinträchtigt werde. Wie dies zu erreichen ist, bildet den Kernpunkt der parlamentarischen Rümpfe. Die liberale Partei hat ihre gouvernementale Stellung verloren, die nicht viel werth war, denn sie hatte alle Verantwortlichkeit und keinen Einfluß, olle Pflichten ohne Rechte. Die Gesetze der neuen Aera, anfänglich brauchbare Ellmpromisie zwischen der liberalen Partei und der conservativen Negierung, fltib nicht mehr schöpferische Neuerungen, sondern Beschränkungen des Ge- slhaffenen; schöpferisch war die conservativ-klerikale Reaction nur in neuen 1880. (4615 » b. Main-Neckar-Baho. nF.NestlerE 5,2. 20. AM: st , Zinsser. i, September K [einr. Fink unb allen F sie" u (2506 irr art Curatoriums der Retchsbank ist lediglich durch die Bestimmung des § 25 des Bankgesetzes veranlaßt, wonach das Kuratorium sich vierteljährlich einmal versammeln soll. Die Gerüchte, welche dieser Sitzung eine erhöhte Bedeutung beilegen, entbehren jeder Begründung. Kopenhagen, 16. Septbr. Der Flußdampfer „Braunschweig", auf der Fahrt von Bremen nach Stettin, ist in der Nordsee gesunken; eine Person ist ertrunken,. 12 sind gerettet, in Skagen gelandet und heute in Fcederiks- Haven eingetroffen. London, 16. September. „Times" meldet aus Konstantinopel vom 14. ds.: das türk sche Cabinet habe demtssionirt, weil der Sultan auf Said Pascha's Rath darauf bestanden habe, keine Concessionen zu machen und in einer scharfen Circularnote gegen die Flottenkundgebung zu protestiren. Es sei aber Ursache vorhanden zu glauben, die Circularnote werde schließlich eine viel versöhnlichere Form annehmen. Frankfurt a. M., 16. Septbr. Die Königin von Dänemark und der König und die Königin von Griechenland sind heute hier eingetroffen und im „Englischen Hof" abgesttegen. Nach eingenommenem Frühstück begaben sich dieselben nach Rumpenheim. Karlsruhe, 16. Septbr. Die hier tagende Hauptversammlung des Gesammtvereins der Gustav-Adolf-Stiftung hat mit Bezug auf die bereits bekannte Erklärung der Tyroler Bischöfe hinsichtlich der Glaubenseinheit in Tyrol folgende Resolution gefaßt: Der Gesammtveretn der evangelischen Gustav-Adolf-Stistung drückt die zuversichtliche Hoffnung aus, daß die Glaubensgenoffen in Tyrol durch festen Zusammenschluß und treues Festhalten an der evangelischen Gemeinschaft sich in Wort und Wandel des evangelischen Glaubens würdig erweisen werden und sichert denselben die möglichste Unterstützung des Vereins zu. Berlin, 16. Septbr. Ihre Majestät die Kaiserin ist heute Abend nach Coblenz abgereist. Wien, 16. Septbr. Für weiland die Herzogin Helene von Württemberg ist eine achttägige Hoftrauer vom 19. ds. an angeordnet. Petersburg, 16. Septbr. Graf Loris Meltkoff ist heute aus Livadia hierher zurückqekehrt. Lokales. Gießen, 17. September. Ihre Majestät die Deutsche Kaiserin verweilte heute Morgen von 810 bis 910 auf hiesigem Bahnhof. — Ein Bürschchen von 14 Jahren, welches in der Burk'schen Mühle aus einem Stalle eine Kartätsche im Werthe von 4 gestohlen, wurde ertappt und eingesteckt. — Ein Bursche von Beuern, schon mehrfach wegen Diebstahl bestraft, wurde, als der neulich hier begangenen Diebstähle aus der Neuen Anlage rc. verdächtig, heute Morgen hier eingeliefert. Berurischtes« Alsfeld, 12. September. Die Wiederherstellung des Rathhauses zu Alsfeld betr., lesen wir im Kretsblatt des Kreises Alsfeld: „Das dahier bestehende Comite, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, nach Kräften dahin zu wirken, vaß das alterthümliche, in gothischem Style erbaute Rathhaus nicht blos auf Kosten der Gemeinde Alsfeld nothdürftig unterhalten, sondern auch nöthtgenfalls auf bem Wege der Sammlung ollmältg in seinen ursprünglichen Zustand verbracht werde, wurde vor Kurzem mit folgender Allerhöchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs erfreut: An das Comtte zur Herstellung des Rathhauses zu Alsfeld. Sie haben Mir den Wunsch ausgesprochen, daß Ich das Protektorat über Ihre Thätig- kcit zur Herstellung Ihres Rathhauses übernehmen möge. Ich komme diesem Wunsche mit Vergnügen nach, da Ich auf keine besiere Weise Ihnen das Jnteresie bezeigen kann, welches Ich an der Erhaltung dieses schönen Baudenkmals nehme, lieber die Fortschritte der Restauration wollen Sie mir von Zeit zu Zeit berichten. Darmstadt, den 11. August 1880. Ludwig Da die von dem Großh. Kreisrath zur Vornahme der allernothwendigsten Reparaturen angeforderten 1500 JL, welche Anforderung von dem Provtnzialausschuß zu Gießen auf 1800 JL erhöht wurde, nunmehr unter der Leitung dks Herrn Kretsbaumerstcrs Wisiell zur Reparatur des Rathhauses wirklich verwendet worden sind, so tritt an das Comite die Aufgabe heran, Geldmittel zur Erreichung des beabsichtigten Zwecks zu beschaffen. Zur Veranstaltung einer Lotterie, wenigstens mit der Ausdehnung auf das ganze Land, wird wohl schwerlich vorerst die staatliche Genehmigung ertheilt werden, wohl aber wird der Veranstaltung einer Collecte nichts im Wege stehen. ' Bereits sind dem Comite einige Beiträge zur Verfügung gestellt worden; schon im Juli X). I. hat sich daffelbe in einem Aufruf bereit erklärt, weitere Beiträge zu dem oben erwähnten Zwecke gern in Empfang zu nehmen. In der Absicht liegt es nun, unter Zugrundelegung der schönen Zeichnungen des Herrn Baurath Horst zu Darmstaot und an der Hand Großh. Baubehörde je nach den vorhandenen Geldmitteln das Rathhaus allmältg in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen Damit daffelbe das plumpe Aussehen verliert und eine gefälligere Gestalt erhält, sollten vor Allem die an der Marktsette befindlichen, ihrer Thurmhelme beraubten beiden Erker mit ihrem Schmuck bald wieder versehen und die gegenwärtig zugemauerten spitzbögigen Arcaden von dem sie verunstaltenden Mauerwerk befreit werden. — Die schon oft zur Sprache gebrachte Frage, ob die der Gemeindekaffe in Folge der Verhandlungen vor dem Provinztalausschuß erwachsenen bedeutenden Kosten nicht zu Gunsten des Fonds für Herstellung des Rathhauses erlaffen werden könnten, ist unbedingt zu verneinen. Da die Gemeinde Alsfeld zur Tragung der bedeutenden Kosten des Verfahrens vor dem Provinztalausschuß uno zur Bezahlung der Aversionalbeträge rechtskräftig verurtheilt worben ist, können die dabei betheiligten Behörden zu Gunsten eines anderen als den in den Erkenntnissen benannten Fonds leider nicht verzichten. Bei der bekannten Freigebigkeit und dem bewährten Gemeinsinn so vieler Alsfelder wird voraussichtlich schon eine erkleckliche Bausumme zusammengebracht werden können, sobald eine Liste in Alsfeld in Umlauf gesetzt werben sollte. Hat es doch nur eines einfachen Aufrufs in diesem Blatie bedurft, um das gegenwärtig bestehende, allen billigen Anforderungen entsprechende städtische Spital für Dienstboten, Lehrlinge rc. aus milden Beiträgen der Alsfelder vollständig wohnlich einzurichten. Die Restauration des Rathhauses ist nicht blos von historischem Werth, sondern bietet auch der hiesigen, namentlich der gewerbtreibenden Bevölkerung mancherlei Vortheile dar. Wir meinen bei Veranstaltung einer Sammlung sollte jeder Bürger auch deßhalb fein, wenn aucb noch so kleines Scherfiein dazu beitragen, weil eine solche allgemeine Beisteuer Zeuqniß gibt von dem alten bürgerlichen Sinn, der seiner Zeit Alsfeld vor vielen anderen Städten des Landes auszeichnete und der dazu bciqetragen hat, daß die Geschichte der Stadt Alsfeld von so großer Bedeutung für das ganze Heffenland geworden ist. Die ganze Bausumme wird freilich sobald nicht bcigesteuert werdcn können, allein dies darf uns nicht abschrecken. Ein gut Ding will Weile haben. Man sollte zur Erreichung des Zwecks selbst d e Aufstellung einer Sammelbüchse in dem RathbauS nickt scheuen, und beim Vorzeigen cer Sehenswürdigkeiten im Rathhaus um eine kleine Beisteuer bitten. Ferner bietet sick bei so mancherlei Veranlaffungen eine Gelegenheit dar, zum Besten des Baufonds zu sammeln. Lassen wir solche Gelegenheiten nicht unbenutzt vorübergehen. Unterstützen wir nach Kräften das löbliche Unternehmen des Comites, fördern wir auf alle mögliche Weise die Herstellung des monumentalen Bauwerks, damit es recht bald nicht blos Alsfeld, sondern dem ganzen Lande zur Zierde gereichen möchte." — sVom Halme zur Backpfanne.) Ein Correspondent der „Kreuzztg." berichtet: Die Leistungen der arbeltersparenden Maschinen Amerikas sind durch die Ausstellung genügend bekannt geworden. Sie streifen bisweilen an das Wunderbare. So hat in jüngster Zeit der Farmer Lawton in Gerieten County, Missouri, ein Kunststück fertig gebracht, bas man als Fabel betrachten müßte, wenn es nicht durch glaubwürdige Zeuqen verbürgt würde. Lawton ließ Weizen schneiden und in 4 Minuten 37 Secunden später offerirte er seinen Gästen Gebäck von diesem Weizen. Um 4 Uhr stand die mit Mauleseln bespannte Mähmaschine im Weizen felbe bereit, den Schnitt zu beginnen. Jede paar Fuß waren Männer in Linie postirt, oeu faßen! en Weizen armvoll aufzuraffen und der zunächst stehenden Dreschmaschine zu überliefern. Ein Mann zu Pferde wartete auf bas Getreibe, um es im Fluge nach Der 16 Ruthen ent« fernten Mühle zu bringen, wo Herr Lawton zur Empfangnahme bereit stand, während Frau Lawton und ihre Nichte alle Vorkehrungen getroffen hatten, mit möglichster Schnelligkeit einige Pfannkuchen und sogenannte Biscutts zu backen. Auf das gegebene Signal zogen die Maulesel an; in 1 Minute 15 Secunden war der Weizen — etwa 8 Quart — im Sack und letzterer in der Hand des Reiters. In 1 Minute 17 Secunden wurde das Mehl an Frau Lawton abgeliefert und in 3 Minuten 55 Secunden nach Beginn der Arbeit der Mähmaschine offerirt die Nichte den Gästen den wohlgelungenen Pfannkuchen, während Frau Lawton beschäftigt war, Biscuits zu bereiten, was ihr in 4 Minuten 37 Secunden nach 4 Uhr gelang. — Der Postvorsteher Dette in Berka a. Werra hatte am 27. Juli einen jungen Storch vor dem Untergänge gerettet und ihm ein Messingplättchen um den Hals gelegt mit der Inschrift : „Reichspost Berka a./W. Germania, den 27. 7. 1880." Auf der Rückseite. „Dette bittet um Antwort." Arn 20. August war in Berka die Abreise der Störche vor sich gegangen, wobei man sich natürlich in der Poft gefragt, ob der gerettete Langbein jemals wiedcrkommen würde. Ueberraschender noch als eine Rückkehr ist folgende am 3. September eingegangene Postkarte: „Tarjeta. Postal. Herrn Dette, Berka a./W. (Sachsen > Weimar.) C Bätsch, Calle Valencia 325. Barcelona, 31./8. 1880. Ich beeile mich, Ihnen mitzutheilen, daß der Storch, welchen Sie mit einem Messingplättchen mit der Inschrift: „Reichspost. Berka a./W. Germania, den 27. 7. 1880", auf der Rückseite: „Dette bittet um Antwort", versehen haben, vor einigen Tagen in der Ortschaft Fornels, Provinz Gerona in (Katalonien, als er auf dem Kirchthurm saß, von einem Einwohner namens Don Narciso Busquets in den linken Flügel geschossen worden. Der Jäger schenkte den Vogel einem Knadeninstilut in Gerona. Der arme Storch ist sicher einer meiner alten Freunde von Gerstungen! DieS theilt Ihnen freundlichst mit obiger Eisenacher." Der Absender dieser Karte, Kaufmann Karl Bätsch, ist ein Bruder des Admirals E. Bätsch. Die Störche haben also zu ihrer Reise von Berka bis nach Spanien kaum acht Tage gebraucht. (Trib.) — Ein lustiges Stücklein ereignete sich bei der, vergangene Woche stattgehabten Prä- miirung der Pfalzgau-Ausstellung. Der bekannte Gießer der Kaiserglocke, Andreas Hamm in Frankenthal, hat vier Glocken ausgestellt, die bei dem jüngsten Besuche der Ausstellung Seitens der Großherzöge von Baden und Heffen mit Jntereffe betrachtet wurden und die regelmäßig durch ihr schönes harmonisches Geläute die Zeiten der Oeffnung und Schließung der Aus stellungslocalitäten anzeigen. Die Glocken hatten die Eintheilung zu einer bestimmten Gruppe nicht gefunden, und so geschah es denn, daß sich die Preisrickter der Gruppe „Metallinbustr.e" auf jene der Gruppe „Musikalische Instrumente" verließen und umgekehrt diese auf Jene, jede Partei in Der Meinung, die andere habe hier zu prüfen. Herr Hamm ging in Folge dessen leer aus. Im Unmuth hierüber fuhr er nach Mannheim, ließ die Klöppel aus den Glockcn herausnehmen und das Geläute hatte ein Ende. Jetzt erst wurden die Preisrichter ihren Jnthum gewahr, und mit vielen Entschuldigungen übersandten sie Herrn Hamm die silberne Medaille. — Der „Niederschlesische Anzeiger" in Glogau meldet folgendes Zollcuriosum - „Unsere Oelmüller bezogen bisher die leeren Petroleumfässer aus Oesterreich, von wo sie zollfrei ein gingen. Jetzt aber müssen dieselben mit 20 jk versteuert werden, denn — die Fässer sind mit blauer Farbe angestrichen und nun behandelt man sie als „bemalte Holzgefäße!" — sWiener Gemüthlichkeit.j An einem der letzten Abende erschien in dem Gasthause des Herrn Kainz, in der Laubongaste zu Wien, ein unbekannter, anscheinend Dem Arbeiterstande angehörender Mann, welcher sich ein Krügel Bier, sowie ein Rindsgulasch geben und dasselbe — nebst zwei Broden — mit staunenswerther Raschheit verschwinden ließ. Kaum fertig geworden, erweckte das von einem anderen am selben Tische sitzenven Gast bestellte Schweinsgulasch aufs Neue den Appetit des Fremden, weßhalb er zum zweiten „Krügel" auch ein Schweinsgulasck mit Kartoffeln und Brod verlangte. Wie diese consurnirte der hungrige Gast auch noch eine Wurst mit zwei weiteren Broden, worauf er den Wirth rief, und, indem er vor demselben ein? stramme „Habtachtstellung" einnahm, die inhaltsschwere Anrede hielt: „I hab'zwei Krügel, zwei Gulasch, eine Wurst und fünf Brode. Hunger hab' i g’nug g'habt, jetzt hab' i geffen und trunken, zahlen aber kann i not, weil i ka Geld not hab. I kumm grab’ vom Bezirksg'richt, wo i Drei Monat g'habt und auf a gut's Nachtmahl speeulirt hab. Jetzt wiffen's es, hauen können's mi schon, aber not z'stark, fünft könnt's mir weh thun." Darauf sprach der gemüthliche Wirth die geflügelten Worte: „Wanns wieder a mal an Hunger haben, nachher seins so gut und gehen's wo anders hin. 83 fr. verzehren, und ka Geld haben, dös könnt a jeder Narr!" — Unter allgemeiner Heiterkeit zog der so billigen Kaufes Gesättigte von bannen. — Ein Berichterstatter Der „Triester Zeitung" berichtet in ergötzlicher Weise von einer merkwürbigen Entbeckung, bie kürzlich in ben Gärten bes Schlosses Miramare gemacht worden ist. „Den Park durchwandernd", erzählte er, „langte ich im Gartenparterre an und bemerkte daselbst zwei Herren. Schlichte blonde Haare umrahmten ihr glattrasirtes Gesicht und mächtige Brillen vervollständigten den Typus des Profefforenthums. Ste standen vor einer groben Glaskugel eines Blumenbeets, dieselbe vorsichtig von allen Seiten betoftrno und sich eifrig Notizen machend. Auck anoeren Besuchern mußte dieses Gebühren der Fremden aufgcfaQcn fein, Denn sie näherten sich denfelden. und als auck ick neugierig hinzutrat, erklärte uns einer Der Gelehrten, Daß er soeben eine merkwürdige Entdeckung gemacht habe, welche gewiß in der ganzen physikalischen Welt ungemeines Aufsehen erregen würde. „Betasten Sie einmal bleie blaue Glaskugel" — begann er — „unb Sie werben bemerken, baß btcfelbe wunberbarerweije gerabe auf ber ben heißen Sonnenstrahlen ausgesetzten Seite kühler ist als auf bet entgegen- gesetzten, beschatteten Stelle, währenb bie anberen, grünen, gelben unb rothen Glaskugeln wie üblich auf ber ber Sonne zugewanbten Hälfte warm anzufühlen ftnb. Die blaue Farbe scheint also außer ihren vielen chemischen Eigenschaften auch bie physikalische zu haben, baß sie b:e Wärmestrahlen burchläßt unb bieselben auf bie inwenbiqe entgegengesetzte bunkle Partie der Kugel leitet." Unb nun fing er an, von Wärmetheorie, Thermochtoien, Frauenhoferschen Linien, btatbermanen unb athermanen Körpern u. s. w. so laut zu predigen, daß sich ein Kreis von Zuhörern um ihn bildete, denen sich schließlich auch Der Gartenaufseber hinzugesellte. Derselbe ersuchte mich um Aufklärung über diesen ungewöhnlichen Zusammenlauf, und als ich ihm den Grund deffelben mittheilte, lachte er so laut auf, daß sich Der Professor erzürnt umwanbte unD ihn mit Der Frage anherrschte: „Wiffen Ste vielleicht bester zu erklären, warum gerabe diese Kugel im Gegensatz zu ben anberen auf ber Sonnenseite kühler ist?" - „Gewiß", erklärte btt Gartenaufseher, „ich habe biese Kugel vor wenigen Minuten umgebreht." Handel und Verkehr. Gießen, 14. Septbr. Der heutige Viehmarkt mar in Folge bes israelitischen Feiet tages nicht stark befahren. Aufgetrieben waren 540 Stück Rinbvieh unb 255 Schweine. Dir Preise blieben unveränbert. Nächster Markt Dienstag, ben 5. unb Mittwoch, ben 6. Oktober, am letzteren Tage auck Krämermarkt (Mickaelismarkt) und findet an diesem Tage Morgens 8 Uhr das Verlesen der Krämerstände statt. Irischbäcker in Metzen. Sonntag, den 19. September. Hermann Tpieß, Wallthorstraße. Heinrich Faß, am Lubwigsplatz. Daniel Nühl, Marktstraße. 6048) Wen iuteau zur ® lez-gen^ Termin Mo«' Friedl B B-Huss aller unterzeichnen liehen F-tst Z tinnen. Sießer Ito l 6055) ___ Eisenba Bezirk Eisenbahn-^ (Main-) Samstag i sollen eine g rangtrter Bo lichen Berstet, und zwar, bt bei dem Bai südlich der Bai selben Tage Ä bei dem ffidr Rodberg unb u Mer Viaduct Gießen, ben Der 6027) ( Ieil 5851) ssine. Wohnhaus, Ne Stallung, Hofrai Geschast geeignei Wn, vreisM HEckl tzo empfiehlt Carl 2 M nllen $ •hlli Kirchliche Anzeigen der evangclischenKemeindesuKießen. Gottesdienst: Sonntag, ben 19. September. Morgens 9^2 Uhr: Pfarrer Dr Naumann fKatechismuslehre für bie männliche Jugenb.j Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. (Vor- unb Nachmittags wirb eine Collecte für bic kirchlichen Bebürfnifse ber Deutschen in Pans gesammelt.) Nächsten Sonntag, ben 26. September toirb bas heil. Abenbmahl gefeiert werben. Die Pfarrgeschäfte für bie Woche vom 19. biS 25. September besorgt Pfarrer Dr. Naumann raf Wen-pj ßifltti «kl?» W F pH. te mäh btt gj^Ln w Ä 6i0„ vor R* :H'r ”«■) 6 Ö N-ilra, ta * <« :016 « auf t, *" Unten jii, '"»"«■ D,,^ fnunbiiti *• t» tm Bn), M ««6 Sn», B „ t (iHi.) nattgebabtt,,». ’M««» «amm J JuefteUung ®Wt ’M»»9 d» z- ,,|hmmtfn ®m,, ' r/®^oDinbu(hr auf jent, iK l9 in Folge t.f ■ aus den @icf PuiSrtchtcr ife Hamm bw filbit lairiofum- lzUti: toI> sie zollftei t Fäsin find t i in dem W. dem Brbeiterßc: geben und M um fertig gtttoiit chulajch aafiia öchweinsgulch • ^uch nocd eine mjdben ein? fhcn 'rügel, zwei AM gessen und Inidt rfßg'rid)!, wo i kf Hauen kennen tt» gemü/H/lche fct sein's |‘o gut ut |tbtx ftanV - n. ix Mir von M ur gemacht »röt. nt an und bunnt Keficht unb moto r vor einer zn-! ituD unb sich Fremden mifg^’ , «klärte uns ® * welche gewiß in t | n Sie einmal N Ü )t wunderbarer« .< j auf der tntgiz j l)tn Whigtln: blaue Farbe !öc ” haben, baß pi' - dunkle Partie luenboserfchen^ '. z sich ein M1 t ^ugeiellte. ®n'- unb als ich ‘ zürnt umwandt! - warum gnad! i .Gewiß". * z israelitiithm? 255 Schveinel ■6d>, »l»6' Cg. ,N'- ** n «je«" Ift w «•* , Kf^' Allgemeiner Anzeiger. Friedberg - Hanauer Gisenbahn. 6048) Die Anlieferung von 300 cbm lagerhaften Quarzitsteinen oder festen lagerhaften Sandbruchsteinen nach Bahnhof Friedberg soll im Ganzen oder getrennt vergeben werden. Submisstonsformulare und Bedingungen liegen auf dem Abtheilungs- bureau zur Einsicht aus und können ebendaselbst gegen Erstattung von 50 H bezogen werden. Termin zur Eröffnung der Offerten Montag den 27. September, Morgens 10Vs Uhr. Friedberg, den 16. September 1880. Der EisenbahN'Baumeister: Francke. Bekanntmachung. Betreffend: Die Wahl des Vorstandes der israel. Religions- Gemeinde Gießen. Behufs einer demnächst stattfindenden Ergänzungswahl liegt die Liste aller Stimmberechtigten zur Einsicht der Betheiligten auf dem Büreau des unterzeichneten ersten Vorstehers drei Tage lang offen, binnen welcher unerstreck- lichen Frist Einwendungen gegen den Inhalt der Liste vorgebracht werden können. Gießen, den 18. September 1880. Der Vorstand der israelitischen Religions-Gemeinde. «055)M. Homberger. Eisenbahn-Directions Bezirk Hannover. Eisenbahn-Betriebs-Amt Cassel. (Main-Weser-Bahn). Verkauf alter Bahnschwellen. Samstag den 18. Septbr. er. sollen eine große Parthie alter aus- rangirter Bahnschwellen einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden und zwar, des Vormittags um 10 Uhr bet dem Bahnwärterhause Nr. 163, südlich der Badenburg, sodann an demselben Tage Nachmittags um 3 Uhr bet dem Wärterhause Nr. 165 am Rodberg und um 4 Uhr an dem Neu- städter Viaduct. Gießen, den 15. September 1880. Der Bahnmeister: 6027) Gerhard. Jeitgeöotenes. 5851) (Sine Hofraithe, bestehend aus Wohnhaus, Nebcnhaus, Scheune und Stallung, Hofraum und Garten, zu jedem Geschäft geeignet, in sehr schöner Lage gelegen, preiswürdig zu verkaufen durch ___________________________I. Blitz. Feinsten Holländer, Edamer und Gouda-Käse empfiehlt (6059 Carl Schwaab’s Delikatessen-Handlung Sknöpfige Glace-Handschuhe in allen Farben, per Paar Mk. 1,30, empfiehlt (6003 Julius Schulze. 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Löwe und Eugen Richter haben ihr Erscheinen zugesagt. — Zu dem Besuche des Parteitages sind nur Parteigenoflen berechtigt und sind Karten von unserem Schriftführer, Herrn Kaufmann W. Langenbach in Darmstadt, zu beziehen. Der Localverein der deutschen Fortschrittspartei für Darmstadt-Dessunaen. 6046)________Professor Dr. L. Büchner________W. Langenbach. Restauration )iun Gamdrinus! Unterzeichneter beehrt sich ergebenst anzuzeigen, daß er die „Restauration zum Gambrinus" übernommen hat und bittet, das ihm früher geschenkte Vertrauen auch auf das jetzige Local übertragen zu wollen. Angenehmes großes Local mit Nebenzimmer und Gartenwirihschast. CaftL Vorzügliches Bier und Apfelwein. Reingehaltene Weine. Restauration zu jeder Tageszeit. Mittagstisch in und außer Abonnement. Billard. Karl Fuhr, 5279) früher Restaurateur des Cafe Klein. Danksagung 6057) Für die vielen Beweise der Theilnahme bet dem uns betroffenen Verluste unserers geliebten Töchterchens Johanna sagen wir hiermit unseren wärmsten Dank. Gießen, den 17. September 1880. H. Belten, Frau und.Schwiegermutter. bei I. Blitz. 5938) Zu mielhen gesucht Paterre, 3 Zimmer, 1 ohne und 2 mit Möbel. Näheres 6058) Ein junger Mann, mit der ' olo- nialwaarenbranche vertraut, sucht ander- weite Stellung, möglichst in derselben Branche. Schrift!. Offerten wolle man gef. unter Nr. 6058 an die Exped. d. Bl. r-chten. Teiles-Anzeige. 6050) Gestern Abend 9 Uhr starb unser liebes Töchterchen Minna fl im Alter von 4 Monaten, was wir Verwandten und Freunden mit » der Bitte um stille Theilnahme hierdurch mittheilen. Gießen, 17. September 1880. Louis Lichtenberger und Frau. 5987) Eine» Lehrling sucht Will). Hosch, Mechanikus. 6014) Gesucht wird für 1 Pferd ein evang.Fuhrknecht von 18—26 Jahre -, der sich im Rechnen und Schreiben etwas zu helfen weiß, guter Lohn wird zugesichert, von Gebr. Haaö zu Wissen an der Sieg. 5587) Zwei Schüler von Auswärts welche die hiesigen Lehranstalten besuchen wollen, finden mit oder ohne Beköstigung, gegen mäßige Vergütung, bei einer ruhigen Familie freundl. Aufnahme. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 6045) Ein verh. junger Kaufmann sucht durch schriftliche Arbeiten, Beitragen von Büchern rc. seine freie Zeit auszufüllen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. £ St" SfiS ö a sBg -3 ' st! ♦ 2 2 Die soeben erschienene Nr. 50 enthält: Allein. Eine stille Geschichte von L Nordheim. Hermann von Nathusius, ein deutscher Landwirth der Gegenwart. Von Dr. Karl Müller. — Für Gouvernanten und Erzieherinnen. — Die Erbin wider Willen. Novelle von Sophie Junghans. (Fortsetzung.) — Perückei^ und falsches Haar. Kulturgeschichtliche Skizze von Fr. v. Bülow. Mit 10 Illustrationen. — Am Familientische: Em Bild von Ludwig Knaus: Der Freibeuter. — Auch noch zum Sprachschatz. Mit einer illustrirten Beilage: Mittags- brot im Restaurationsmagen. Meine -Ik’lcfjtafll'cfjmieöe befindet sich Neuenweg, tm Hofe des Gasthofs „zum Löwen". Empfehle mich ferner zur Ausführung aller Schmiedearbeiten und Uebernahme von Reparaturen zu soliden Preisen. Hochachtungsvoll 3123) J* HÖSS. 'Rrtttflt von ausgekämmten Haaren wer- cPUpfv den bei prompter Bedienung billigst angefertigt von Friedrich Welker, 1701) Neustadt 154. Geld Cours. 20-Francs-Stücke . do in ‘/a . Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische st. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . vH. 16 11-15 16 11—15 20 32-37 16 67-72 16 65 9 60-65 4 21-24 IBKtl Mi B H W IHM I MF M G ener al-Aus verkauf in Ließen. Nur für ganz kurze Zeit werde ich am hiesigen Platze einen großartigen Ausverkauf von fertigen Herren- und Knahen-Kleidern, vom Einfachsten bis zum Elegantesten, abhalten. 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