1880. 6,e»8ee. Mittwoch den 18. August Str. 191 AMige- md AÄsW fir dm ßrns G-M «edaetionSbureaur \ Schulstraß ELvedttiouSbureaur J e B. 18. die Krankenpflege und Unterachtung mit. am 10. August 1880. Darmstadt, i •T f Anzeigers indes unter ie bei den chreiben, 'i Inserate ischte Aus- 4- 1S-A 18-22 70-7* 5^68 1H> 2ßtr erinnern Sie an die Einsendung der Schülerverzeichnifse^in rubr. Betrefs. Dr. Hoffmann, RegierungSrath. Zur Finanznoth. Dem schlichten Sinne des Volkes ist es unverständlich, daß die Ftnanz- mintster aller Staaten, die politischen „Genies" und selbst eine Anzahl großer Leitungen fortwährend Klagelieder von einer herrschenden Finanznoth singen und die seit vielen Jahren mit Erfolg betriebene Jagd nach neuen Steuer- objecten fortdauert. Es müßte doch zunächst einmal festgcstellt werden, ob denn die Lage des Reiches und der einzelnen Staaten eine so traurige ist, daß zur Rettung aus größter Nolh neue und große Steuern unabwetslich «oth- wendig sind. Durch den Zolltarif und neue Steuern indirecter Art sind doch bereits höchst beträchtliche Mittel aufgebracht worden, und es ist männiglich bekannt, daß die Einnahmen des Reiches dadurch in den nächsten Jahren noch bedeutend steigen werden. Sollte es denn völlig unmöglich sein, in Ftnanzsachcn warten zu können? Es ist höchst wahrscheinlich, daß in 2 bis 3 Jahren die Ueberschüsse des Reiches sich stark erhöhen, und wenn dies der Fall ist, so genügt es, vorläufig sparsam zu wtrthschaften und mit den späteren Ueberschüsse« das Minus der Gegenwart zu begleichen. Unsere gegenwärtige Lage ist natürlich keine rosige; sie ist schlimmer als die Lage der Egvpter nach den sieben mageren Jahren Pharaonis , denn das neue deutsche Reich besaß zwar «ine große Anzahl von Volkswirthcn, welche die Sparsamkeit, und von Ftnanzmänncrn, welche ihre Finanzwissenschaft lobten, aber keinen Joseph, der Fürst und Volk den guten Rath «rthctlt hätte, in den vorangegangenen fetten Jahren der Milliarden und der Gründeret ein Paar hundert Millionen für schlechtere Zeiten zurückzulegen. Wir haben viel Geld in unproductiven Anlagen verloren; wir sind genöthigt, eine starke und kostspielige Landesvertheidtgung zu erhalten; unsere Ernten sind höchst mittelmäßige gewesen; der Handel und die Industrie haben schwer gelitten und btt Arbeitsgelegenheit hatte sich gemindert; mit dem Sinken der Löhne und der Beschäftigungslosigkeit war der wirthschaftliche Verfall vieler „kleinen Leute verbunden. In Folge dieser widrigen Umstände haben sich die Steuercrträge vermindert, und sämmtlichc Einzelstaatcn haben mehr oder minder beträchtliche Defictts zu verzeichnen, zu deren Deckung die Ueberschüsie der Einnahmen des Reiches nicht ausreichen. Diese schlimme Lage ist aber ganz ebenso eine vorübergehende, als die gute, zu krast- und saftvolle Situation der Mtlltarden- Aera. Wäre dies nicht der Fall, so thäte die ganze Nation wohl daran, in irgend ein gelobtes Land auszuwandern; aber so schlimm sieht es in Deutschland nicht aus, und viele Anzeichen deuten darauf hin, daß wir am Anfänge b^"°Aber"gcrad? aus^dtescm Grunde ist es eine verkehrte Finanzpolitik, sofort neu- und beträchtliche Steuern auszuklügeln und durchzusetzen. Bessern sich die Zetten, so werden sich auch die Einnahmen der Einzelstaaten und d-S Reiches besiern; sind nun aber dringende Ausgaben nöthig, existirt wirklich die große Finanznoth, die Geldverlegenheit der Staaten, zu deren Abwendung an den Patriotismns, an neue Steuer- Opfer willig kett deS Volkes appelltrt wird, so wäre es viel richtiger, di-Mittel zur Deckung durch Anleihen aus- zubringen, als durch Steuern. Das auswärtige Großkapital, ganz besonders in Amerika, dem abermals eine glückliche Ernte überflüssige Millionen in den 16 16 2° 16 ' 16 9 4 JSl >ttft” M. Zu -nß-rst billigen xiüsch, M D-mck teMerfö* ®dt’ loben. All- °°rl°°«" liä ^geführt. Billige unfltn. Händler, Baue 100 k WwÄ */ Llc. lUm 2U.D; Schoß wirft, sucht eine solide Anlage, und es ist außer Zweifel, daß eine große deutsche Reichsanlethe leicht und gut ohne Verlust zu pl-ciren «st; auch soll ja in Deutschland viel Geld müßig liegen. Der große Unterschied zwt. schen Anleihe und Steuer ist aber bekanntlich, daß die Anleihen das Geld nur dort nehmen, wo es willig und frei ist, während die Steuerer es ohne Unterschied der nützlichen productiven Verwendung entziehen und, weil sie Jeden in seiner Erwerbsthätigkeit beschränken, wtithschastltch um so nachthetliger wirken, je höher und mannigfaltiger st- werden. Die Steuer muß ferner von der Gegenwart gegeben werden, die Anleihe wird von der Zukunft getilgt. Sei tausend Jahren aber gab es-keine „Gegenwart", die mehr-an Gut und Blut für die Zukunft geopfert hat, als unsere Zeit, und darum würden d e unftb gen Bürger Deutschlands nichts begreiflicher finden, als daß ihre Vorfahren ihnen auch gestatten, ein Scherfletn zu den Kosten betzutragen, welche die Eini- gung und der erste Ausbau des Reiches veranlaßt baben. Deutschland. Darmstadt, 16. Slug. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht: ^sten Assistenzärzte bet der Landes ° Irrenanstalt, Dr. Eduard Werte, den Charakter als „Medictnalrath zu verleihen, ün demselben Tage den seitherigen provisortschen Assistenzarzt bet der Landes-Irrenanstalt, Dr. med. Eugen Wittig aus Holzhausen, im König- reich Württemberg, zum zweiten Assistenzärzte bei der Landes-Irrenanstalt zu Cln«»«■ Di.,.. »7-d § wohl nur ein antiquarisches Interesse und ei" solche-' b-r CuOost ät. Tha sz»lick> wird Niemand im Ernst daran denken, daß solche pergamentenen jeet^te e a lttnd aemach?w-rdm könnten Es mag interesstren, zu erfahren, haß die lc gcueno gematyi ßtnoaä von Mecklenburg" vom letzteren sich A dFlben Jahres zwischen Mecklen- bur^g und Schweden in Malmö abgeschlosienen V-rtrag- halten. Kraft dieses ^7» h ( von Schweden an den Herzog von Mecklenburg- SÄ X L.» -i»., Summe von 1,250,000 Hamburger Bankthalern auf 100 Jahre das ^tutz x« Satin b* ^tsch, 8 Uhr. Eingan? Kirche "~T----_J=4I2 iez- Cassel 8 Stnn’ KKSL' SMW» @en>intt ur^nfelbenatotd)|elnb m ^affcn für Bier und um ^1,50- Täte», on, aber 20 4 An die evangelischen Decanate des Landes. Wir beehren uns Ihnen eine Anzahl Abdrücke unserer Ansprache vom Heutigen mit der ergebensten Brite nntzuthetlen, tn den evangelischen Gemeinde« Ihres Bezirks auf eine möglichst erfolgreiche Collecte beim Sedan-Gotttsdte^ B Der Vorstand des Hülfsvereins tm Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, als Landesverein der Kaiser-Wilhelms-Strftung für deutsche Invaliden. Weber, Ministerial'rath, A. Buchner, Rechtsanwalt, Vorsitzender. Schriftführer. __ DreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 ® 1 Gießen, am 16. August 1880. Betreffend: Die Fortbildungsschule. ~ Die Großherzoaliche Kms-Schul-Commisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. • — Lang-GönS, am 16. August 1880. Su Das GroHer^ogliche evangelische Dekanat Gießen an sämmtliche Pfarrämter. Unten anstehend theile ich Ihnen das von dem Vorstand des Hülfs-Vereins im Großh. Hessen für stützungd^ld^ der Kaiser-Wilhelms-Stiftung für deutsche Invaliden erhaltene Schreiben zur Be- Strack. —— •** ketten""bald 8Ur ®Oin:I,Won- Hoffentlich würden die Schwierig. la"J* und Oesterreich betreffs der Donau-Sommisston, sondern zwischen Oester- reich und Bulgarien, sowie zwischen Oesterreich und Rumänien, betreffs der (VrnpnmfnA _____rt /i ___11 Laut Meldung aus Quettah wurde gestern das britische Lager bei Kacha- madan von einer starken Abtheilung Pathans angegriffen; letztere wurden aber zuruckgeschlagen und zwei Meilen wett verfolgt. Der britische Verlust belief sich auf 80 Tobte. ntcßungsrecht der Stadt und Herrschaft Wismar und der Aemter Poel und Neukloster ab. Es ist selbstverständlich, daß dies nichts als eine staatsrechtliche Formalität war, die mit ewiger Uebcrlaffung gleichbedeutend war. Berlin, 15. August. Der Kölner Dom hat cs nun einmal an sich, daß er des politischen Charakters nicht zu entkleiden ist. Haben Heinrich Heine und seine pessimistischen Genoffen ihn in seiner vermeintlichen Nicht- vollendbarkeit als Symbol der nie wieder zusammenzuflickenden Reichsgiieder betrachtet, so haben die Eretgniffe der letzten zehn Jahre dafür gesorgt, daß die Nachfolger Heine's — diesmal von Hause aus Getaufte — nicht ausstarben; Leute, die das neu erstandene deutsche Reich nicht mögen, weil cs nicht nach dem Herzen der heutigen Curie ist. Diese möchten die Kreuzblumen von dem herrlichen Gotteshause am liebsten heruntcrreißen und nicht eher wieder aufsetzcn lassen, als bis das deutsche Reich nach ihren Wünschen sich rinrichtet: als Dienerin des Papstes zu Rom. Es schien eine Zeit lang, als wenn man auch in hiesigen Kreisen, mit denen unter allen Umständen gerechnet werden muß, bic festliche Begehung der Vollendung des großen Werkes nicht sonderlich gewünscht hätte. Diese Stimmung aber, wenn sic überhaupt je vorhanden war, ist umgeschlagen. Man wünscht ein großes, ein glänzendes Domfest, sei cs jetzt oder nach Entfernung der Gerüste; einerlei, ob bis dahin die Führer der rheinischen Ultramontanen sich entschloffen haben werden, an der Feier theilzunehmen ober nicht. Es wäre auch gar zu seltsam, wenn das deutsche Fest — ein solches ist das Domfest — , auf welches sechs Jahr- Hunderte herabsehen, wegen einer Handvoll solcher Leute unterbleiben sollte, welche das deutsche Reich nie geliebt und überhaupt nie gewollt haben. Das Dombanfest hat denn doch eine Bedeutung, welche die derzeitigen kirchenpoiiti- schcn Wirren überragt; liegen doch zwischen Grundsteinlegung und Vollendung des erhabenen Werkes viele und viel größere Revolutionen, die sich innerhalb der christlichen Kirche vollzogen, als es die heutigen sind. Es wird von der Neigung der Kölnischen Bevölkerung abhängen, wann sie daS Fest begehen will. Die Unterstützung und — so «st zu hoffen — die Theilnahme der hohen und höchsten Kreise von hier aus wird ihm nicht fehlen. Will man einen der Gegenwart entnommenen Thcil für das Dombaufest haben, so begehe man die Feier des Gottesbauses. das so viele Bedrängniffc über die christliche Kirche gehen sah, in Hoffnung und als Vorzeichen früher oder später wiedcrkehrendcr Eintracht oder doch Verständigung. Was beiderseits die lebende Generation nicht erreicht, darf sie doch für spätere Generationen erhoffen, und über den Parteikämpfen unserer Tage gibt es denn doch noch ein gemeinschaftliches Höheres, in welchem man sich einträchtig begegnet. (K. Zig.) England. London, 15. August. Die Eisenhüttenbesttzer im Westen von Schottland hielten am 11. ds. eine Versammlung in Glasgow, um die Lage des Eisen- und Kohlengeschäfts in Erwägung zu ziehen. Man verständigte sich darüber, daß gegenwärtig ein Lohnaufschlag nicht gerechtfertigt wäre; und itn Hinblick auf den allgemein werdenden Strike der Kohlengruben-Arbeiter in Lanarkshire wurde bcschloffen, sämmtliche Hochöfen in der Grafschaft, die den in der Versammlung vertretenen Firmen gehören, sofort auszulöschen. — Em amtlicher Ausweis klärt über die Verluste auf, welche die Eng- länder im jetzigen afghanischen Kriege bis zum Schluffe des vorigen Jahres erlitten haben. Auf dem Schlachtfelde blieben 8 englische und 2 indische Osficiere, an Krankheiten starben deren je 14 und 21, dienstunfähig wurden ihrer je 62 und 43. Von Gemeinen blieben in den Schlachten 17 Mann englischer und 75 Mann indischer Truppen ; an Krankheiten starben ihrer 315 und 1129; invalid wurden ihrer 1176 und 1586. Gesammtverlust 4476 Officiete und Mannschaften. lelegraPhischr Depeschen. teUfl«. u den andern Mächten. Wien, 16. August. Internationaler Getreide- und Saatenmarkt. Nach Eröffnung der Versammlung wird Raschauer (Wien) zum Präsidenten und Stmg (Stuttgart) zum Vieepräsidenten erwählt. — Der Erntebericht von , 6nt ,Bt™V mit nmb bet ’5 «ihre gfei^lw ^Ach°lt«-»mbe J*’ nur ™ * Stieren gelegt. Sl1 ° \<* mA, ncTtmg eineS TeizhGz yeljeiM gemeldet: 3n »« «arten-, wohnte seit •annnter Mann, der in -euke Morgen 6 Uhr ein Stftaunen die Lhjn ihm em entsetzlicher Im erdrosselt am Boden, gefunden haben. Da8 eMt. 68 kann keinem ttaLt auf drei Schlächter- o- Ob sich dieser Ler- :ajw. Die eS heißt, soll "A> *< i--Är 1'b-gn beiÄa* e6tere mH.,, #3^' 8erl, »\a.6tt t-ea Eoneursgericht ringt )rgr in Lhili verhaftet ■nem m dem Äartenfelde ymn desselben," Wilcher in dringen. Der Later färfen könne, weil er ;e rnn 3unge nicht daran gn^rvd)e auf eine solche n sei nock nicht Untn? T Bas versichere ich Sie, Mia! schm, wie sie M < Zaj/ftnb' muß unsere (fiten so lange hier von tnto^ng cm die 6tabt -, It aetzern ein geuckh' tirt Wlchm von etwa „ Sait» l””1«"" .... tatatifr*" "te S«** 1 “ ta ■ „ ,8 ,8 tu®1 -• Me’w« "tX i, bi' -' cn , .^ehen :e*,? „T 2an«^"i - npd Mti $at :r - <2*« ... -rafrta wieder •Än °N 1 -J» < «itb* lätH- Die mustergültigste, vollständigste und genaueste Zusammenstellung aller Zeitungen der ganzen Welt bietet der soeben ausgegebene Jnsertions- Taris (Original.Zettungspretse) der ältesten und ersten Annoncen-Expedition von Haasenstein «Er Vogler in Frankfurt a. M. (4077 Handel und Verkehr. Gießen, 17. August. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter prr Pfd. 0,86 biß JL 0.90, Hühnereier 1 Stück 5—6 H, 2 St. 11 Enteneier 1 Stück 0—6 Käse per Stück 4—8 Käsematte per Stück 3—0 Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 22 Tauben daß Paar 65—75 H, Hühner p. St. JL 0.70—1.20, Hahnen p. St. «X 0.60-1.00, Wälsche X 0.00—0.00, Enten per Stück 1.50—2.00, Ochscnfieisch 68—00 per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 50—56 Kalbfleisch 40—50 H, Hammelfleisch 65-70 Schweinefl.eilch 64—68 Kartoffeln per 100 Kilo ,M 5.50-6, Zwiebeln p. Etr. JL 8—8.50, Milch per Liter 16 und 18 H. Frankfurt, 16. August. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 JL 41, Nr. 2 JL 39, Nr .3 JL 33, Nr. 4 29, Nr 5 JL 23, Roggenmehl «/, (Berliner Marke) JL 28.50—29, do. I (Berliner Mark-) JL 27.00—27.50, do. II (Berliner Marke) JL 22.5,0—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 23.00—23.50, ab unserer Umgegend Jü 23.50—24.00, do. fremder je nach Qualität JL 23.50—24.00, Roggen, je nach Qualität JL 17.50—20.25, Gerste JL 17—18.75, Hafer JL 14—15.50, Kohlsamen JL 27.25—00, Erbsen JL 19—27, Wicken JL 16—18, Linsen 20—40, Bohnen, weiße, JL. 23—25, Noagenkleie JL —, Weizenkleie, grobe und feine JU —, Rüböl, vetcül, JL 63. Stimmung rubtg. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoügewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 16. August. Der heutige Bichmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 330 Ochsen und Stiere, 300 Kühe und Minder, 280 Kalber und 300 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JC. 68—69, 2. Qual. JL 64—66, Kühe und Rinder 1. Qual. JL. 58—6.0, 2. Qual. JL 45—50, Kälber 1. Qual. JL 40—55, 2. Qual. 40—50, Hämmel 1. Qual. 58—60, 2. Qual. JC. 40—50 per 100 Pfd. Schlacht» gewicht. Schweine je nach Quülität daß Pfund — H. Berlin, 14. Augull. Daß Reichßbankvirectorium erläßt folgende Bekanntmachung: „Vor einigen Tagen ist in Haynau in Schlesien eine falsche Preußische Banknote ä 500 JL angehalten und der Verbreiter derselhen festgenommen worden. Wir empfehlen daher, auf die Banknoten & 500 JL sorgfältig zu achten und erwarten bei etwaigem Vyrkommen von ähnlichen Falsifikaten sogleich Anzeige. Die vorerwähnte Nachbildung trägt die Nr. 142.859 d and den Nam-n „Sellin" alß außfertigenden Beamten. Daß dazu verwendete Papier ist etwaß dicker, daß Wasierzeichen ist eingtzprekt und er^ scheint, gegen daß Licht gesehen, ^blank. Die grüne Farbe ist aelblicher. alß bei den ächten Noten und der Druck erscheint matt. Die feinen Schraffirungen fehlen und^stnd du^ch eine geschloffene Fläche ersetzt. Die Textworte Wd durchweg mit der Fedex mittelst dunklerer Tusche nachgezogen. Colmar im Elsaß, 13. August. Heute früh 6 Uhr fand im Hofe deß hiesigen Gefäng- nisseß mtttelß der (seit 1869 nicht mehr angewandten) Guillotine die Hinrichtung deß Ludwig Weber auß Oberehnhetm i. E. statt, welcher einen Mitgefangenen im Zuchthause zu Ensißhetm tzurck 28 Mefferstiche ermordet hat. Weber, 41 Jahre alt, war früher schon alß Strafgefangener in Cavenne gewesen und batte 1871 sich für die deutsche Nationalität erklärt. Bereitß häufig weaen anderer Verbrechen bestraft, war er zuleöt zu langjähriger Zuch^haußstrafe verurtheilt. Pesth. Die beiden Gymnasialschüler Isidor Kohn und Samuel Klein sind Studien- aenoffen und ihre Eltern wohnen in der Deffewffsygaffe 13. Seit drei Tagen bemerkte nun die Mutter filein’ß, daß ihr Sohn schlecht außsebe, keinen Appetit habe und sich weigere, auch nur daß geringste zu effen, auch die Eltern Kohn'ß machten bei ihrem Isidor dieselbe Beobachtung. Die besorgten Eltern schickten nach dem Haußarzt. Dieser nahm die beiden Knaben in’ß ®ebOt und dieselben beichteten ihm, daß sie die Berichte über Tanner'ß Fastenprobe gelesen und sodann miteinander gewettet hätten, wer länger fasten könne. Dem Arzt blieb natürlich nichtß anders übrig, alö den beiden Knaben - je eine Tracht Prügel zu verschreiben. London 11 August. Dem unter dem Namen „Der fliegende Schotte" (Flying Scotaman) bekannten regelmäßigen Kurierzug von Edinburg nach London stieß gestern Abend ein mit Verlust von Menschenleben verknüpfter ernster Unfall zu. Der Zug verließ Edinburg wie gewöhnlich um 10 Uhr Morgenß und sollte um 7 Uhr Abendß in Kingß-Crosß, London, eintreffen Unweit Marshall Meadowß, etwa 4 Meilen nördlich von Berwick, entgleiste infolge eines Achsenbrucheß die Locomotivc und zog die zehn Waggons des Zuges mit sich, die in wenigen Augenblicken einen Trümmerhaufen bildeten. Der Locomotivführer und ein Eonducteur wurden auf der Stelle getödtet, während der Heizer so schwere Verletzungen erlitt, daß sein Aufkommen bezweifelt wird. Ein Paffagier und der Zugführer wurden ebenfalls schwer verletzt und einige andere Paffagiere trugen leichte Verletzungen davon. Unter den Paffagieren befanden ftcb itoei Aerzte, welche den Verletzten sofort verbanden. Glücklicherweise war der Qufl nicht stark besetzt, sonst wäre der Lebenßverlust bei Weitem größer gewesen. Eß ist überhaupt ein Wunder, baß so viele Paffagiere mit dem bloßen Schrecken davonkamen, da der Zug vollständig zertrümmert wurde. — In einem Berliner Sommertheater sollte, wie die „Tribüne" erzählt, vor einigen Taam das Benefiz eineß sehr beliebten Komikerß stattfinden und hatten die Annoncen ein rahlreicheß Auditorium herbeigelockt. Als der Vorhang in die Höhe ging, trat der Benefiziant, oder wankte vielmehr, von zwei Collegen geführt, auf die Bühne und sprach: „^eine Herr- Schäften ’ Aus purer Herzenßfreude, daß Sie alle gekommen sind, habe ich mich berauscht. Vormachen kann ich Ihnen nun heute nichtß. Nächste Vorstellung desto beffer. Guten Abend wünsche ich allerseits." Unter donnerndem Bravo deß Publikums senkte sich darauf der Vor» hang wieder._________ _ __ 8ehitr®berieiit. Mitgetheitt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd C. W. Dietzen G test en. Bremen, 13. Aug. fPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Hermann, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. Juli von Bremen abgegangen war, ist Kestern wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 15. August. fPer tranßatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Donau, Capt. P. Berdrow, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1. August von Bremen und am 3. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittagß wohlbehalten in.Newyork angekommen. Allgemeiner Anzeiger. Zum 2. September! Die zehnjährige Wiederkehr der großen Entscheidungötage von 1870 legt uns besonders nahe, jener Zeit, der großen nationalen Güter, die sie uns brachte, und der Männer, mit deren Leben und Gesundheit diese Erfolge erkauft wurden, dankend zu gedenken. Und so kommen wir zum bevorstehenden Nationalfest vom 2. September wieder mit der Bitte um Gaben für die Invaliden und die Hinterbliebenen gefallener Soldaten jenes Krieges. Wir bitten, überall, wo man an jenem Tag, in Gotteshäusern oder bet son» stigen Vereinigungen, dieses Fest feiert und sich deffen erinnert, was vor zehn Jahren geschah, auch jener Opfer des Krieges dankend zu gedenken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beizutragen, daß ihr Loos auch weiterhin ver- besiert werde. Wir bitten insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarrämter und KirchenVff^^^^ gemäß der ihnen von Großherzoglichern Ober-Consistoriurn ertheit^ß Erlaubniß, bei den Festgottesdiensten des 2. September Collecten für jenen Za^ck zu erheben. Unsere Aweigvereine ersuchen wir, wie seither möglichst für Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle, welche uns demnächst die Erträgnisie von Sammlungen zu über- Mitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatz- meister, Herrn Hauptstaatskasie-Director Mtchell dahier, etnzusenden. Darmstadt, am 10. August 1880. Der Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, als Landesverein der Kaiser-Wilhelms-Stiftung für deutsche Invaliden. A. Weber, Ministerialrath, A. Buchner, Rechtsanwalt, Vorsitzender._____________ ___________Schriftführer.___________ Mifsionsfest zu Münzenberg. 5432) Der lutherische Misstonsverein für Oberhesten gedenkt D. v. Mittwoch den 25. August, von Vormittags 10 Uhr an, sein Jahres- fest zu Münzenberg zu feiern. Festprediger r Pfarrer Kolbe aus Marburg und Pfarrer Faulhaber aus Stuttgart. Alle Freunde der Mission werden zu recht zahlreichem Besuch des Festes hiermit fteundiich eingeladen. WiSSeHm Papier- & Lchreibmaterialienhandlung, G-iessen, Marktstraße, empfiehlt sein Lager in jämmtl. Schulbüchern, Heften und allen sonstigen Schulartikeln, ferner in Büreau-Reqiüsiten aller Art. (2505 Bunte Bettzeuge, Federleinen, Zwilch, Burchent, Strohsuckleinen empfiehlt in Prima Qualitäten 5059) J. Chr. Retter. 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Bemerkt wird, daß die Aufstellung bis zum 8. nächsten Monats vollendet sein soll. Annerod, den 16. August 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Annerod. 5428) Engelhardt. Jeikgeöotenes. 5054) Ein Wohnhaus mit Hinterhaus und Garten in sehr guter Lage preiswürdig zu verkaufen. Näheres Flügelsgasse A- 87. Kogel- Kaffee-Brenner neuester, wesentlich verbesserter Construction in 7 Großen, von 2’/« bis 90 Kilo Füllung. Vorzüge r Unsere Brenner werden mit ausaemauerter Feuerung geliefert, sind leicht transportabel, nehmen den möglich kleinsten Raum in Ausprnch und liefern bei überaus leichter Handhabung den regelmäsigsten Brand. Spohr & Kraemer, Frankfurt a./M.-Sachsenhausen. 5422) Prospecte gratis. Vertreter für Gießen und Umgegend: Fr. Seibel, Gießen. Neues la. Grünkorn eingetrpffen. (5437 He Fe Nassauer, B. 114 am Kreuz B- 114. 4456) Rouleauxstangen, Weinflaschen ein viersihiger Comptoirpult, flro^r Kücheuschränk, 1 Pivan werden billig abgegeben. I. 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Neu Mal an ein senden Beheb geweiblichen ist leicht dar lien stammen wegen velpp sorgen; nicht faufeute mfy gung einzntret nur eine beso selben öcvnom srlbststLndigen menschliche B lausmännische auch ibres E Leider I dauernd ander andere Weill butiven Enver Weise vermehr W bei gestei trageS und da noch denkbar i Köpfe der Bn Personen, Mel 440,000 |elb( in den kansm thun, die übe würde bei de Geschäfte nu die Erwerbe! man doch sü gleichen Verl im kaufmänn Mal bei dei N M ting. t ml in gt’ längere Rete Zch t »I g «mitte! hi fr be" ' N wird. i Diätes über fr™ Utt ein;! uni 3n amtl d>iid et Änt, j Restauration )imi Gambrinus! Unterzeichnet» beehrt sich ergebenst anzuzeigen, daß er mit Heutigem die „Restauration zum Gambrinus" übernommen hat und bittet, das ihm früher geschenkte Vertrauen auch auf das jetzige Local übertragen zu wollen. Angenehmes großes Kocal mit Nebenzimmer unb Gartenwirthschast. Cafe. Vorzügliches Bier und Apfelwein. Reingehaltene Weine. Restauration zu jeder Tageszeit. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ--Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. empfiehlt ihren täglich frisch gebrannten Kaffee, in den feinsten Qualitäten, zu folgenden Preisen: per Pfund Mk Die Dampf-Aassee-Vrmnerei von Chr. Wallenfels ™ Giessen Vermischte Anzeigen. Das Betreten des früher Joh. Peters'- scheu Hauses hinter den Eichen, ist allen Denjenigen die nicht direct mit mir oder meiner Familie zu verkehren haben, verboten. Lebensversicherungsbankf. Deutschland inGotba. 5423) Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß wir die durch den freiwilligen Rücktritt des Herrn A. Ricker erledigte Agentur unserer Anstalt in Gießen dem Herrn W. Gros daselbst übertragen haben. Gotha, den 29. Juli 1880. Das Bureau der Lebensverficherungsbank f. Deutschland. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich den zur hiesigen Agentur gehörigen Versicherten zur Vermittelung ihrer Angelegenheiten mit der Bank und lade zur weiteren Theilnahme an derselben ein. In Folge ununterbrochen fortdauernden Zuganges ist der Derficherungsbestand auf . . 371,328,900 jt. der Bankfonds....... 92,400,000 „ gestiegen. Im Jahre 1880 beträgt die Dividende der Versicherten 38 Proeent. Gießen, den 29. Juli 1880. _____________________Franz Gros, Bismarckstraße 170. Evangelische Kirche zu Giessen. Mittwoch den 18. August 1880: Wlldie Musik - iiiiroiirniig gegeben von Frau Alexandrine Doetsch, Sängerin aus Cöln. Anfang Abends 8 Uhr. Freiwillige Beiträge werden am Eingang der Kirche entgegengenommen. (5412 ' // 2 ,, „ // tt et et 4 „ in 5-, 2-, L, 1/2* und Vi'Pfd-'Deuteln 5429) Am Montag Abend zwischen Gießen und Mainzlar vier Federn von einem Damenhut verloren (2 schwarze und 2 weiße). Dem Wiederbringer eine Belohnung bei der Exped. d. Bl. r