Mttwoch den 18. Februar 1880» pitpr tjittipinpr M N M Uz WM^_> M. M r) vk, 11 'ökjffli IaL > AnzkM- vsL Amtsblatt für Le« Kreis Gieße«. — —— 1'. - — ---* ~ ■ " Preis merlchührlich 2 Mark 20 Pf. mit »Mg-rlcchn. Kft«,l M. fl f & • Gießen, den 17 Februar 1880. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. F r e s e n l u s. ___> die nicht damit im Einklang befindlichen deS Staates- Damit drang ein fremdes Element in die Schule und es wäre Thorbrit gewesen, hatte der Staat ultramontanen Priestern ferner die Aussicht über die Erziehung der Jugend anvertrauen wollen; er hals sich, indem er ihnen das Amt abnahm, oder dle kathollschen Getstlichen, welche in ihrer Stellung blieben, zu Staatsbeamten machte, denen er das Amt verleihen und abnehmen konnte. Dieses correcte Ve'hältniß erscheint nun sowohl den evangelischen Orthodoxen als den Ultramontanen, welche gleiche hierarchische Ziele verfolgen, als besei- ^""^10'charakteristisch, daß dieser Kampf um die Herrschaft in der Schulin Italien und O-st-rretch, in Frankreich und Belgien, l° neuerdings foflat m Australien in der Schwebe tst. Der Fastenbrws des Bischofs von M ch-In beschäftigt sich ebenfalls hauptsächlich mit der «chulsrage; er -rk art bie Staacsjchulen für Schulen d-r Apostasie und ruft: »Väter und Mutter, eure große Pflicht ist es, eure Kinder niemals der Pest der Staatsschuien, dieser nahen Gefahr des Verderbens auszusctzen und zu sagens „Lieber sterben, als unsere Kinder diesen Schulen auSltesern i" Das bedeutendste belgische Blatt, di- „Jnd-pedanc-", beme.kt sehr richtig zu diesem Hirtenbriefe: „Der Führer des belgischen Episkopats ist nicht unbescheiden. Was verlangt er? Nicht blos einen Platz sur die Religion in der Schule, nicht blos den ersten Platz, nein, den ganzen Platz. „Das Haus gehört mit 1" Mit Verlaub, das Haus ist unser, wenn auch die Gesetze di- Delikateffe haben, nicht zu sagen: Ihr seid eS, welche aus der Schule heiauszugehen haben. Das Gesetz regelt aber eure Stellung. Ihr wollt davon nichts wtffen. Das ist eure Sache. Aber di- belgische Nation ist zu vernünftig, um sich durch bie Uebertreibungen und Declama- tionen des Episkopats täuschen zu lassenl" Aus Sachsen, 15. Februar. Gegenüber einer Mittherlung, welche die „Dresd. Nachr." vom 10. v. Mts. über „die sog. Halsstarre, als eine in Dresden seit einiger Zeit beim Militär wohrgenommene eigenthümiiche Krankheit" bringen, ist das amtliche „Dresd. Journ." in der Lage, Folgendes an- Auführen. Die stattgefundenen Erkrankungen an Genickkrampf, deren Ent- st-hung nach Ansicht der A-rzt- vornehmlich auf Erkältungen juruckzufuhren st, zeigten sich beim 7. Jnfanterie-Regiment „Prinz Georg Nr. i06 kaser- nirt in Möckern bei Leipzig, ferner in d-r Garnison Dresden und in der Garnison Freiberg. Constatirt sind beim erstgenannten Regiment- vier Er- krankungssälle, wovon drei mit tödtlichem Ausgange; to der Garnison Dresden erkrankten neun Manu, welche särnmtlich auf dem Wege der Besserung sich befinden; aus der Garnison Freiberg ist ein Fall und zwar mit todtl.chcm Verlause gemeldet. Daß das Erforderliche zur Vermeidung weiteren Umsichgreifens der Krankheit ungesäumt angeordnet worden, b-dars nicht erst der Erwähnung fccwtf$en Ostseeküste, 15. Februar^ Es ist jetzt von Seiten der deutschen Admiralität der höchst beachtenswerihe Befehl erlassen, daß sämmiliche auf auswärtigen Stationen befindliche drutscke Kr egsschiffe, wenn irgend möglich, nur deutsche Steinkohlei, und andere Produkte der> deutschen Industrie an Kleidungsstücken und Schiffsproviant entnebmen sollen. Die Commandanlen aller imserer Kriegsschiffe im Auslände solle > Lieferanten, von denen st- ihren Bedarf beziehen, zu veranlassen suchen, auch» alle ihre Waaren aus Deutschland kommen zu laffen, wenn dies ohne zu beträchtltche Vertheuerung geschehen kann. — Die Commandanlen aller während dieses Jahres zum Dienst bestimmten Kriegsschiffe sind jetzt officiell ernannt worden. Als Coinmandant der im Herbste zur zweijährto-n Weltumsegelung besUmmien gedeckten Schraubencorvette „Hertha" ist der Capitäu zur See von Kall be- stimmt. Es sällt auf, daß als Geschwaderchef desaus den vkr großen Pan- U». SÄ*1?!; w«'«" - n >«e ? I G-rhiüflßtte angehörend) bestimmt wurde, zumal derselbe der Ancieüne.?nach SÄJÄ«» zur See ist. Der älteste Capitanzur See ist der Commandant der jetzt in Japan befindlichen Corvette „P^inz Adalbert", Mac-Lean (ein geborener Ostpreuße), der nach seiner im Herbst zu 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9 10. 11. 12. ~~ ®lc Handelsleute, welche heute den Viehmarkt befahren hatten, beschwerten sich un1) c? ^dcht, über den Schmutz und Schlamm, welcher zwischen den Thorhäusern ^n Neustadtcrthor auf der Straße lagert. So gut wie von Privaten die Reinigung der Straßen verlangt wird, ebenso gut kann man solches von der Stadt verlangen. Der Viehmarkt ist eine der einträglichsten Quellen unserer Gtavtelnnahmen und sollte man dafür sorgen bafc Beschwerden wie vorstehende nicht stattfänden. H 'Volksküche« vertheilte heute 1031 halbe Portionen, verkauft wurden hiervon 81, 950 Portionen erhielten Arme, Kinder und Handwerksburschen. t oon der Armenkasse bei der Stadt Gießen angelegten Kapitalien 2. Die Unterhaltung des Faselvtehs. 5}Q9C Ortsarmenverbands Hamburg gegen den Ortsarmenverband Gießen. Klage des Ortsarmenverbands Gießen gegen den OrtSarmenverband Günterod. Expropriationsverfahren gegen Jeremias Friebel Wittwe und Erben. Expropnationsverfahren gegen den Restaurateur Balthasar Lenz Tonnenetnrichtung betr. Revisionsbemerkungen zur Rechnung für das Jahr 1877. Die Erhebung des Schulgeldes. Gesuch wegen Ueberlassung eines Schulsaals zum Zeichnen-Unterricht. Die Straßen-Bezeichnungen betr. Die Straßen-Beleuchtung betr. 13. Kosten Decreturen. 22. 23. 21. 25. Telegraphische Depeschen. Wagver's telegr. Correspsudenr * ©ureiuu Petersburg, 16. Februar. Anläßlich des Regierungs-Jubiläums des Kaisers, welches, soweit es die Gesundhettsverhältntsse der Kaiserin zulassen, nach dem Präcedenzfall von 1850 begangen wird, sind irgendwelche politische Organisations-Acte gutem Vernehmen nach nicht zu erwarten. Alle Gerüchte bezüglich neuer Finanzprojecte werden von gut unterrichteter Seite als unbegründet bezeichnet. Puri-, 16. Febr. Großfürst Nikolaus von Rußland besuchte gestern Nachmittag 3 Uhr den Präsidenten Grevy und dankte demselben für die der Kaiserin von Rußland während ihres Aufenthaltes in Sannes erwiesenen Auf« merksamketten; der Großfürst fügte hinzu, die Kaiserin leide zwar noch an einer gewisien Abspannung und müße das Zimmer hüten, ihr Befinden sei jedoch weniger beunruhigend. Stuttgart, 16. Februar. Der Abg. v. Hölder begibt sich dem hiesigen „Reuen Tagebl." zufolge heute nach Berlin; die Ablehnung der Wahl zum zweiten Diceprästdenten des Reichstags erfolgte, wie daffelbe Blatt ersah- ren haben will, in Folge besonderer an Hölder gelangter bezüglicher Aufforderung von liberalen Reichstags-Abgeordneten. Berlin, 16. Februar. Di- „Nordd. Allg. Ztg.", auf die Samoa- Vorlage zuruckkommend, hebt hervor, c$ handle sich nicht einmal um den Ansatz zu einer eigentlichen ColonialPolitik. Was die finanzielle Last betreffe io betrachte cs Jedermann als eine selbstvcrstLndltche Pflicht, daß zum Schutze der deutschen Handelsintereffen Kriegsschiffe in di« fernen Welttheile geftndet und Konsuln ernannt würden. Im vorliegenden Fall- handle es sich für den deutschen Südseehandel, den Verlust der seinen Miltelpunkt bildenden Facto- rewn auf Samoa zu verhindern, wozu nicht Hülfe durch Krtegsschiff-, sondern durch pekuniäre Unterstützung erforderlich sei. Sei dieser Unterschied nicht bedeutend und erheische die Absendung und Stationirung von Kriegsschiffen nickt dauernd erhebliche Kosten? Noch erstaunlicher sei, daß ein Th-il der deutscken Preffe behaupte, es handle sich lediglich um ein Privatunternebmen, während das Ausland das Vorgehen der deutschen Regierung, als durch nationale In- tereffen geboten, an-rkenne. Der Reichstag werde sicherlich seine Entscheidung nach nationalen Gesichtspunkten treffen. Breslau, 16. Februar. Die „Bresl. Ztg." meldet: Bei der die«, maligen Löhnung in der Scharley-Grube ist es zu argen Exceffin aekommen. Das Zechenhaus ist demoltrt, die gewerkschaftlichen Scripiuren vernichtet, die erwartenden Rückkehr höchst wahrscheinlich zum Eontre-Admiral ovanctrt; der zweite der Oberwerft-Director in Danzig, LtvoniuS; der dritte Graf Monts, der die gescheiterte Panzerfregatte „Großer Kurfürst" commandirte und bis jetzt kein Commando mehr erhklt. Kchwetz. Bern, 14. Februar. Wenn nicht besondere Umstände eintreten, hofft man, daß sich am 5. März nächsthin die Arbeiter von der Nord- und Südseite des Gotthard-Tunnels die Hände reichen werden. Am Mont-Cenis wurden die Tunnelarbetten im August 1857 begonnen und der Durchschlag des Stollens erfolgte am 25. December 1870, also nach mehr als 13 Jahren. Im Gotthardtunnel, welcher 2696m länger ist als der Mont-Cenis-Tunnel, begannen die Arbeiten im September 1872; somit werden, Dank den gort» schritten der Technik, für seinen Durchstich nicht ganz ?i/2 Jahr gebraucht werden. Daß am 1. October d. Js. die ganze Gotthardbahn dem Betriebe übergeben werden soll, ist bekannt. Zlrankreich. Paris, 14. Februar. Wie verlautet, beabsichtigt der Kriegsmtnister, die Infanterie und die Kavallerie umzugestalten. Mit den betr. Vorarbeiten ist der Infanterie-General Clinchant und der Kavallerie-General Galltset betraut, welche sofort ihr Gutachten über das vom Minister ausgestellte Programm geben sollen. An der Spitze desselben stehen zwei Gesetzentwürfe, welche das organische Gesetz vom 13. März 1875 ändern sollen. Betreffs der Infanterie wird der Vorschlag gemacht, die Hauptleute beritten zu machen, was die Unterdrückung der „capitaines adjudants majors“ und wahrscheinlich eine Umgestaltung der jetzigen Bildung der Regimenter, Bataillone, Compagnien und Depots nach sich ziehen würde. Beim Entwürfe für die Kavallerie handelt es sich um eine Neugestaltung der Cadres; man findet nämlich, daß die Zahl der Stabsofficiere und Hauptleute zu groß ist, und will diese vermindern. Die übrigen Fragen sind von geringerer Wichtigkeit und bedürfen nicht der Lösung durch das Parlament. Dazu gehören die Umgestaltung der Mil'.- tärschulen von St. Cyr, Saumur, St. Maixent, La Fleche und Rambouillet, d. h. alle Mtlitärschulen mit Ausnahme der von Fontainebleau; ferner die Verbesserung der Taktik und des Dienst-Reglements, der Recrutirung, der Re- Monte, der Bekleidung der Truppen u. s. w. ItaNm. Ikom, 14. Februar. Mit dem Befinden der Königin von Italien scheint es übel bestellt zu sein. In einer römischen Korrespondenz der Turiner „Gazrtta Piemontese" findet sich folgende b-sorgliche Mittheilung: „Man versichert mir, daß die arme Königin Anzeigen einer traurigen fixen Idee gegeben habe, welche sie ab und zu schmerzlich beherrscht, sie mit Befürchtungen erfüllt und überall Gefahren und Drohungen eines tragischen Endes erblicken läßt. Sie fürchtet sich vor Allem und Jedem und will Niemanden sehen, nicht einmal die Personen, weiche ihr eines Tages theucr und befreundet waren. Man fährt sic zuweilen im Wagen spazieren, um sie zu zerstreuen, sowie damit man sie öffentlich sehe, aber am Hof empfängt sie niemals und nimmt auch weder an den Hostaseln noch an sonstigen Festen Antheil. Man bemüht sich, die Sache auf jede Weise geheim zu halten." Rom, 14. Februar. Das „Neue Wiener Tagebl." bringt aus Rom einen Brief, worin berichtet wird, Königin Margarita, welch- seit dem Neapeler Attentat physisch leidend ist, leide an Verfolgungswahn ganz wie die Kaiserin Eharlotte. Sie ziehe sich furchtsam von den Ihrigen zurück und wähnt ihr Leben von ihnen bedroht. Sie hat Moment- völliger Geistesstörung. Neulich wollte sie durchaus in den Senat, um dort eine Rede über die Mahlsteucr zu halten. Beim Abendeffen spritzte st- den Hofdamen Suppe tn's Gesicht und versicherte, cs sei Weihwasier. Der Zustand flößt den Aerzten schweres Bedenken ein. Gießen, 16. Februar. Da« gestrige, wie immer sehr stark besuchte Concert unseres I ^oncertvereins kann sich nicht ganz gleichberechtigt den vorhergegangenen anschließen. Herr I « dolph Peschrer aus Wiesbaden trat noch mit anzuerkennender Liebenswürdigkeit in der | letzten Stunde an die Stelle des ganz unerwartet verhinderten Herrn Joseph Beck, des Lieb^ I ^8 Frankfurter Publikums. Mit prächtigen Stimmmitteln begabt, geschult durch einen der I bedeutendsten italienischen Meister, konnte der hochangesehene Theatersänger, dem ein bedeutender I vorausging, durch Untugenden, die vielleicht vielen Opernsängern zur Tugend angerechnet I werden, in unserem Concertsaole nicht den „innigen" Beifall erringen, der an dieser Stelle so oft und so gern von Musikverständigen gewährt wurde. Unsere Kritik gilt besonders in Bezug auf die Arie m der Iphigenie auf Tauris, weniger in Bezug auf die aus dem Rossini'schei- Barbier, welche schon eher eine „heitere" (italienische) Auffassung zuläßt, abgesehen davon, daß wir Coloraturgesang überhaupt nicht gern von Männern hören. Sehr zu bedauern war es ^,Herr Pesckier nicht einige Lieder sang, da seine Vorzüge in diesen Vorträgen voraussichtlich noch bedeutender hervorgetreten wären. /-«orts folgt) k 17: 8-d-u°r. Heute Nacht statteten D.eb. tm Kr°usg.ttl'sch-N Hau,- tn bei Bahnhasstraß- einen Besuch ab. Durch ein unveychlosiems Fenster (ileoen fle -in und 2» °N Cin.n Sllb-rschrank ziemlich ganz aus. Der Werth Ist ein zi-mlick b-deutenb-r. - Dl«ichf°llS heute Nacht wurde im g-genüberstehenben Bauunternehmer Ko ch'sch-n Hause ein; zubrechen versucht. Frau Koch erwachte plötzlich burch ein Geräusch, al« wenn Glas -erbrochen wurve; sie zündete sofort Licht an unb im Moment sprang ein Mensch vom Fenster hinweg une | »-'schwand. TI- Diebe müssen sich j-benfalls vorher orienttrt haben unb mit ben häusliche» 93cI^Itn,'ffen 0etoe'cn !ein' Es spricht bles schon dafür, baß sowohl Herr Krau«- grill als auch Herr Koch von Hause abwesend stnb unb nur bie resp Frauen allein sich be- fanden. Hoffentlich werden die Spitzbuben baldigst ermittelt. _ „ ~ Gin total bekneiptes Frauenzimmer, welches sein Logis auf einer Labentreppe am Seltersweg aufgelchlaqen hatte unb bie hellsten Töne sang, verursachte gestern Xbenb ein« ziemlichen Auflauf. Die Polizei verschaffte ihr Nachtquartier. 91 m l7- Seit. Vom 9 bis 14 Februar I. I sind In ben Reeurrenshospitälern zu Gießen zugegangen 13 Kranke (11 M., 2 SB.), baiunter 3 Kinder unter 15 Jahren; genesen ent asten wurden 8; Sterdefälle sind nicht »orgekommen; es verblieb «m 14. gbenbg ein Krankenbestand von 72 (64 M., 8 SB.). Die Zahl bet vorn Beginn bet Epibemie an Ins- gefammi aufgenommenen Kranken betrug 165 (148 M., 17 SB.); von bielei fino ber Krank- «8" VJL3 'W>- 3? bem Reeurrenshospltale'z'u 14. ßebtuat 28 Kranke, sammtlich mannl.chen Geschlechts, barunter einet untet 15 Jahren. ®i_njelnc Falle befanden sich in Behandlung in den Hospitälern zu Lauterbach, Rieder-Weisel, Büdingen und Darmstadt; zuvor in Butzbach, Ortenberg, Rainrod (Kreis Schotten) und Saasen. ($). g.j x » ^cht. unerqui ckliche Zustände herrschten heute bei der Schutzmannsckaft. Richt weniger denn 9 Schutzmänner von 14 waren als Zeugen vor das SchLffengericht geladen. Es blieben also noch 5 Mann übrig. Bedenkt man, daß für heute, wo em starker Viehmarkt war, 4 bei-- Oben auf dem Markte notwendig sind, zwei Leute auf dem Bureau und der Wache ihre volle Beschäftigung haben und ein Mann einen freien Tag haben sollte, so kann der polizeiliche Schutz durch solche Verlegenheiten in Frage gestellt werden. Wie wir die Sache kennen unb verliehen, sind es der Mannschaften zu wenig, um in unserer ausgedehnten Stadt den Dienst regelrecht versehen zu können. p 14. Straßenanlagen zwischen Neustadt und Wallthor. 15. Die städtische Lastwaage betr. 16. anfrage bes Schteinetmeisters Philipp Bauer II. bezüglich bes Elgenthvms bet Stabt an bem Gäßchen Flut XVII Nt. 178» in bet Scheppecke. 17. Gesuch des Schreinermeisters Philipp »euer II. um Bauerlaubniß. 18. Gesuch des Geometers Korner um Bauerlaubniß. ®e|"u$ ^ks Turn und Schwimmlehrers Rübsamen um Bauerlaubniß. 20. Gesuch des Peter König um Bauerlaubniß. 21. Gesuch des Dachdeckeimeisters WnrffhtM lim fövlnitftntG liir (SvAaiiiih» ßo^nfaffe abhanden gekommen und die Beamten mißhandelt. Zur Herstellung der Rübe mußte Militär requtrttt werden. ,, dkvm- l6. Februar. Heute ist eine päpstliche Encyclica vom 10. ds. über tne Ehe veröffentlicht worden. Der Papst weist darin zunächst auf die Wvhlthaten der Kirche für die Gesellschaft hin. Die Ehe sei von Gott etn- gksetzt, Der ihr bie wesentlichen Merkmale der Einheit und Beständigkeit verlieh. Durch die heidnische Corruption gesunken, sei die Ehe von Christus zur vornehmsten Ehre wieder aufgerichlet und zur Würde eines Sakraments erhoben. Die Ehegertchtsbarkeit gehöre demnach der Kirche. Der Papst -adelt ote Usurpation der weltlichen Gewalt. Alle Völker stellten die Ehe unter dcn L-chutz d-r geistlichen Autoriläk, dcn heiligen Charakter der Ehe ihrC,lf*,*'ib' n «ubte anabhängig von der wclilichcn Gewalt ihre Rechte betriffs der Ehe aus. Der Papst weist die gegnerische Au- schauung widerlegend nach, daß der Heirathsvertrag vom Sakramente untrenn- ^irf«birtinän d-r °hn- Zuhülfenahme der kirchlichen Jurisdiction abgeschlossenen Ehen auf und verweist auf den bei einigen Gesetz- gcbungeu erörterten Plan der Einführung der Ehescheidung hin. Er betont die verhängnißvollen Folgen der letzteren, welche die menschliche Begierde von jedem Zugel befreien und di- Ehen den bösen Leidenschaften überantworten Eb-n. Die Kirche machte sich um die Gesellschaft verdient, indem sie die Heiligkeit und Unauflösbarkeit d-r Ehe verthetdigte. In wohlwollendem Tone fordert der Papst die weltlichen Behöiden auf, den Rechten der Kirche bezüg. “V» Eh° Ächtung zu verschaffen, gleichwie die Kirch- wünscht, daß die einschlägigen Rechte des Staates geachtet werden. Schließlich appellirt der Papst in warmen Worten an die Eintracht der geistlichen und weltlichen Behörden. Gesuch des Bauunternehmers Hoch um Erlaubniß zur Erbauung eines Anbaues. Gesuch des Spenglermeisters Moll um Erlaubniß zur Vornahme von Bauver- anderungeu. Gesuch des Kaufmanns Emil Loos um Erlaubniß zur Vornahme von Bauver- anderungen. Gesuch des Restaurateurs Balzer um Erlaubniß zur Vornahme von Bauver- anberungen- Sckupp?ns ^^^ckermeisters Joseph Ruckstuhl um Erlaubniß zur Erbauung eine« Lokales. Gießen, ^-Februar. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am ßfbäube^0' * * * * * * * * * * 19 * * * * * *‘ ^bruar 1880, Nachmittag- 4 Uhr, im alten Nealschnl- 1 Mt bezüg. M die eia- appellirt der und rveltlichev iut Hinm 1 vvlll 1y k. 6on To».e 'ftänbigtttt t>» Ä*Ä Wranientt 'A’g b" Lh- ^",rM an. ln/nte Ufitttnn, , et kirchliche eln'9‘n Schtz. 6t betont ! Stgkrtt non überantworten ludern fie die lünl-tzttzuna am ltw Realschvt. dien krband Girhtn. rnd GLntnbd. tben. Tickt. i Eizenlhums der nit- uLniß. TXl* rr Ifrbauung eines tinrö Inbauti. nt ton Bautv- Ml ton Vauvn- fast eon Bauen- 1 ^9^ „,n DW te fioncett unseres anscktleßnl. hm SmürU-keit in der b Seck, des LA li durch einen ttr n tin dedeutmber ufltnb angerechnet /dieser Stelle so .sonders m Bezug dem Aossinisch« titbm davon, dch bedauern W* W« ** ,a bedeutender. - „91.8 ,nb-°»-> j“»" nU den h-usltch» ’n ßen - vMltrepdeae ^ ,m° ?!?*•/*» ■’Ä r' 7c. 3-) tf.At W h Lehrlings-Gesuch. 972) Am 1. April a. c. findet ein Lehrling auf dem Comptoir uns. Fabrik- und Landesproducten-Geschäfts Stellung. Berecht. z. D. als einj. Freiwilliger erwünscht. Kost und Logis im Hause. Gebrüder Born, Erfurt. 894) Durch Anlage einer Hobelmaschine empfiehlt deutsche unr schwedische Hobelbretter in allen Dimensionen Die mech- Bau- und Möbel-Fabrik von O. Stückrath, Gartfeld 104. Bestellungen werden auch in meinem Lager, Kirchenplatz Nr. 6 entgegen genommen. Wirthschafts - Verlegung Von heute ab befindet sich meine Restauration Kirchenplatz Ur. 6 unb halte mich mit guten Speisen und Getränken bestens empfohlen. Achtungsvoll . 62) Möblirte Zimmer mit Cabinet auf ogletch billig zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 8K' Messina-Orangen 3W* Valenzia-Orangen “3hm 3W* Feinste Blut-Orangen ~3hC empfiehlt (ioz2 Carl Schwaab’s Delicatessejihandlung. Theater - Anzeige. . ^056) Die ergebenst Unterzeichneten erlauben sich bekannt zu geben, daß sie die Theater-Salson im Local des Herrn Leib mit folgender Gesellschaft Donnerstag den 19. Februar eröffnen werden: ö Herren r Director E. Schubert, gesetzte und Conoersationsliebhaber (führt die Regie). Herr Debauer, vom Stadttheater Bamberg, erste Helden und Liebhaber. " Müller, vom Kgl. Schloßtheater Ansbach, Charakterrollen u. Jntriguants. " Artner, DOm Stadttheater Hanau, Humoristische und Heldenvater. „ Mahler, vom Stadttheater Wesel, jugendl. Liebhaber „ Horny, vom Stadttheater Stettin, Gesangs- und Charakterkomiker. „ Paul, (Jnspicient) Chargen. Damen: grmi Debauer, vom Stadttheater Bamberg, Heldenmutter und Anstandsdame. Frl. Werßner, vom Kgl. Schloßtheater Ansbach, erste Liebhaberin. vom Kgl. Schloßth. Ansbach, muntere Liebhaberin u. Soubretten- Frl. Werner, vom Stadttheater Wesel, muntere und naive Liebhaberin. Frau Gärtner, vom Stadttheater Hanau, Charges. „ Rothe, vom Stadttheater Bamberg, II. Liebhaberin. „ Bauer, Soufleuse. Nach den ersten Probe-Vorstellungen (Donnerstag d. 19. u. Freitag d. 20. Febr.) beginnt das Abonnement, 12 Vorstellungen umfassend, und wird zu denselben eine Liste behufs Emzeichnung circuliren. Das Repertoire für die Abonnement-Vorstellungen besteht größtenteils aus Novitäten oder classischen und gewählten älteren Sachen und wtrd in der Abonnements Liste bekannt gegeben. Die Spieltage sind gleich früher Sonntag, Montag, Mittwoch und Freitag, und werden die geehrten Vereins-Vorstände höflichst ersucht auf dieselben gütige Rücksicht nehmen zu wollen. Sich dem Wohlwollen geehrter Theaterfreunde bestens empfehlend zeichnen Hochachtungsvoll Die Direktion: J. Oe & Emil Schubert®. Giessen ^Selters weg c. ryy Papiere & Bureau-Requisiten age^^r u nd ^AgeR ▼on J. C. König & Ebhardt, Hannover pESCHÄFTSBÜCHER - pABRIK J-iniir -^Anstalt SteINDRU __________)_2_______________1042 Auszüge (Fahrstühle) für Lagerhäuser, Fabriken und Wohnhäuser, für Hand- und Maschinenbetrieb liefern in bewährter Construktion Wiefche 8? Scharffe, 1047)Frankfurt a. M Dämpfer aufjo, Dich Sl ffltinunj |n $e 189 Eichen-Derbstangen mit 11,81 cbm, zu Wagner-Werkholz geeignet, 1024 Fichten-Derbstangen mit 28 69 cbm, zu Leiterbäumen u. Hopfenstangen geeignet, 1400 Fichten Reisstangen mit 21,23 cbm, zu Hopfenstangen und Baumstangen geeignet, 32y4 rm Fichten Nutzreiser, zu Bohnenstangen. Der Anfang ist Vormittags 9 Uhr. Die Zusammenkunft am Victnalweg nach Hungen, Distrikt Buchwald. Villingen, den 14. Februar 1880. Großh. Bürgermeisterei Villingen. 1049) Zimmer.__________ Mittwoch den 18. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in meinem Geschäftszimmer folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1 Schrank, iS*1“"I -«*=».■ Gießen, den 4. Februar 1880. 1034)_______Bauer, Gerichtsvollzieher. Donnerstag den 19. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen im Gemeindehaus zu TretS an der Lumda nachstehende (Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung öffentlich ver- stelgert werden: 1 gut erhaltenes Tafelklavier, 1 Kuh. Gießen, den 15. Februar 1880. 1051) Bauer, Gerichtsvollzieher. Wervüctstungen. 1044) Marburger Str. 163 im unteren Stock ist in abgeschlossenem Corridor eine Wohnung von vier Piecen, Küche mit Wasserleitung und allem Zubehör an eine ruhige Familie, im Mai beziehbar, zu ver- miethen._____________________ <"l038) Im Doflein'schen Hause ist die Wohnung im mittelsten Stock anderweit zu vermiethen und bis zum 15. Mai zu beziehen. Chr. Dix, am Neuenweger Thor. 1057) Ein kleines Familtenlogis'is^ vermiethen und den 1. April beziehbar ____________A. Wallenfels Wwe. 870) Ein Logis von 4 Zimmern mit Gartenantheil nebst Zubehör und eine Mansardenwohnung von 3 Zimmern nebst Zubehör alsbald zu vermiethen. __I Iutzi, Gartfeld A. 121. ~ 587) Wohnung mit Werkstatt bei ______________ Chr. Horehfeck. 486) Die seither von Herrn Gerichts- diener Seitz innegehabte Wohnung, best. aus 5 Zimmern mit Zubehör ist zu vermiethen. C. Port, Pflastermeifter, ___________________Lindengasse 229. 906) Der 2. Stock sowie eine Mansarde zu verm. bei Karl Herbert, Nahrungsb. 996) Familtenwohnung, 4 Zimmer mit Gartenantheil, Bleichplatz und Zubehör, zu vermiethen.____________Weinfaal. 444) Eine kleine freund!. Wohnung ist wegzugshalber zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres _________________ Universitätsstraße 78'. 961) Ein heizbares Stübchen mit Bett zu vermiethen. Wetzsteingasse A. 33. 1002) Der zweite Stock meines Vorderhauses, bestehend in drei Zimmern (Cabi- net) nebst Zubehör, ist zu vermiethen und rm April beziehbar. __Ludwig Möser, Neuenbäuen. 1005) Ein großes und ein kleine- Zimmer zu vermiethen. _______ Seltersweg 10. 1018) Ein kleines möblirtes Zimmer billig zu vermiethen. Markt B. 15. 1021) Eine Stube zu vermiethen. _____Neue Bäue B. 80. 81«*1, faßtet ®mi8« gtnorbi Redensart, [D. «Kttinung, na ” »che unb b,r,ch» »«Her laufen. H die 1°*^ außerdem «ei^taa i Wiutt uitb. Ilf®8 W ’N1«; nut | ^ffdbaden ja» SH*- 'kann nu natütltd R. ist ( das f h UH Pariser Kopfsalat rmpfikblt (1058 Curl Schwand. 799) Ein schwerer Wagen, noch neu, wird billig abgegeben. Zu erfragen bei ___August Kröll. Weiße Vorhänge aller Art, Rortle arrx-Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Deeorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung bei (45 Th» Brück« Schloßgasse K. 1 859) Bettstellen mit Feder- matratzen billigst bei __Öhr. Boreyseche 1040) Ein neuer zweispänniger Wagen (Marburger Construction) zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Tagschnetäer, zuverlässig, bei dauernder Beschäftigung, sucht (1041 ______S. A Blumenfelv. 907) Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen, für Küche und Hausarbeit, auf 23. März gesucht. Frau Buchhändler Ferber, _________Grünberger Straße Nr 157,?. 871) Tüchtiges Dienstpersonal aller Branchen für Hotels, Restaurationen und Private findet stets Stellen, durch Ritters Placirungs-Bureau, Webergasse 15, Wiesbaden. Für kommende Saison gesucht: tücht. Köchinnen, Küchenhaushälterinnen Zimmer- und Küchenmädchen, Kellnerinnen, Büffet-Mädchen rc. und männliches Hotel-Personal. Nur gut empfohlene Leute werden berücksichtigt. Zeugniß-Abschriften und Photographien mit Retourmarke baldigst erbeten.________ 674) Lumpen, altes Eisen, Zinn, Zink, Papier. Glasscherben kauft Louis Rothenberger, Neuenweg 193. Aermifchte Anzeigen. Ein braver Junge der das Schneidergeschäft erlernen will, wird in die Lehregesucht von (1003 __I Becker, Herrnkleidermacher. frljrlldlc Frankfurt a. M. 1048) Auf Ostern kann ein junges^-»- Mädchen in die Lehre eintreten zur Erlernung für Putz und Weißwaaren. Kost und Wohnung im Hause. Franco-Offert, u. K. K. bef. die Centr.- Annoncen - Expedition von G. L. Daube & Co., Frankfurt a. M.___________ 1059) Ein Mädchen aus anständiger Familie sucht Stelle als Ladenmädchen, hier ober auswärts. Eintritt kann sofort oder Ostern geschehen. Näheres zu er- frageu in der Exped. d. Bl.______________ 872) Tüchtige Mädchen zu aller Arbeit willig finden stets Stellen in Wiesbaden durch Ritters Placirungs-Bureau da- stlbst._______________________________________________ 1054) Ein tüchtiges Dienstmädchen ge- sucht von Gcfchw. Peth.