Wand itie Steuup 1’25° ®wt *'^0,000 t »n.1.. " dicker. 8k Tribus. MitflcT 'nen Wahl habeir e Wählenden sich ^en, deren Wahl 'nswerth erschien. :n wollen, können \ Herrn D. Heil lify ßeht es jedem >b jie durch andere Wähler. rerung durch die aulhof. im Anstrich, rasch und- iftrtidjtn erforderliche etc. JHäustorg. bliebet ■blieb«6”' ig um 4 Uhr. taz Donnerstag den 17. Juni Str. 138 1880. Gießener Myeiger Aszkigk- md Amtsblatt für den Kreis Gieße«. } Schulstr-ß- B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlobn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Der ewige Friede. Obwohl auch feindliche Völker stets nach dem Kriege einen „ewigen Frieden" schließen, so weiß man doch, daß die diplomatische Phrase in den Friedensverträgen noch lange keine Ewigkeit bedeutet. Auch im tausendjährigen Kampfe zwischen Deutschland und Rom soll nächstens wieder einmal ein Friede für ewige Zeiten geschloffen werden, den man nach den Erfahrungen der Geschichte richtiger als einen Waffenstillstand aus längere Zett bezeichnen kann. Wenn man vom wahren ewigen Frieden spricht. so versteht man darunter das Ziel jener Humanitätsfreunde, welche einen frischen fröblichen Krieg nicht sür ein reinigendes Gewitter, sondern sür den Fluch der Menschheit halten, ein Ziel, das erst erreicht sein wird, wenn der Krieg ein überwundener Stand- punkt sein wird. Das Streben nach dem goldenen Zeitalter des tausendjährigen oder ewigen Friedens ist ideal; es steht leider allem Anschein nach ein Resultat ebenso in weiter Ferne, als bet dem Streben nach andern Idealen. Ist doch auch die Zeit noch in unabsehbare Ferne gerückt, in welcher es heißen soll, es werde eine Heerde und ein Hirt auf Erden sein. Es gab schon vor Elihu Burrttt Kämpfer für das Ideal des Wcltfrte- dens, und bekanntlich zählt auch unsere Zett begeisterte Anhänger der Idee. Zuweilen nehmen sie in Congreffen einen Anlauf, um Propaganda bei Fürst und Volk zu machen, vor großen Kriegen lassen sie gern ihre warnenden Stimmen ertönen, zuweilen regen sie in den Parlamenten die allgemeine Ab- rüstung der Armeen an und bet politischen Congreffen die Idee der internationalen Schiedsgerichte bei Streitigkeiten der Völker oder bet Conflicten von Dynastien. Merkwürdigerweise haben die Schwärmer sür den Weltfrieden in der Socialdemokratie einen großen Anhang gewonnen, aber sie besitzen auch Sympathien bet den Gelehrten, besonders unter den Förderern des internationalen Völkerrechts, ja selbst aus einen Fürsten können sie als Bundesgenoffen Hinweisen. Es ist Herzog Peter von Oldenburg, der im Lager der Höfe, im Bannkreise der monarchischen und dynastischen Interessen, die Standarte der Kämpfer sür den ewigen Weltsrieden hochhält. Der humane Fürst, der manche Philippica wider den Krieg veröffentlicht hat, ist stets zu finden, wo es gilt, die Wunden der Kriegführung zu Hellen. Er hat soeben im kriegslustigen Rußland, in Petersburg, das er zu seinem Wohnsitze erkoren, die „Russische Gesellschast sür internationales Recht" feierlich gestiftet. Durch die Anwesenheit von Prinzen, des Ministerpräsidenten Gras Walujeff, des Stellvertreter Gortschakosfts Giers und anderer Geheimräthe und Würdenträger gewann die Friedensdemonstration eine gewiffe Bedeutung. Der russische Kaiser hat die Statuten der Gesellschaft genehmigt, deren Zweck, wie Herzog Peter sagte, ein geheiligter sei, nämlich die Grundlagen deö Völkerrechts zum Gemeingut zu machen, die Nationen fester zu verbinden und die Lasten zu erleichtern, welche der Krieg den Regierungen und Völkern auserlege. Gerade im Hinblick aus fcie Stimmung in Rußland könnte man wünschen, daß der edle Herzog mit den Worten, die sür alle Fürsten und Völker beherzigenöwerth sind, in Ruß. land Anklang finden möge: „In trüben Zeiten leuchtet doch in der Ferne der wohlthuende Stern des Friedens! Der Wunsch nach dem Frieden herrscht überall vor, und wenn erst der Wohlstand in den Hütten gedeiht, dann wer- den die Throne gesichert sein!"__________ Deutschland. Berlin, 14. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." ist ermächtigt mitzu- iheilen, daß der Reichskanzler sich über die Kirchenvorlage einem befreundeten Abgeordneten gegenüber dahin ausgesprochen hat, daß dre Stellung der Regierung zu der Vorlage heute dieselbe sei, wie bei der Einbringung derselben. Die Regierung halte sich sür verpflichtet, unabhängig von den Verhandlungen mit Rom ihren katholischen Unterthanen Alles zu gewähren, was ohne Schä- digung der Gesammt- Interessen des Staats gewährt werden könne. Dem kirchlichen Bedürsniffe der katholischen Preußen weniger zu gewähren, als ohne Schädigung des Staats gewährt werden kann, würde dem landesväterltchen Jntereffe des Königs nicht entsprechen. Die Regierung würde daher an der Vorlage sesthalten müffen, bis sie sich einer amtlichen Ablehnung durch eines der beiden Landtagöhäuser gegenüber befinde. — Die abermalige starke Steigerung der Roggenpreise aus 197 etii ■ Darmstadt, 15. Juni. Der Großherzog ist heute um liy2 Uhr nach Wien abgeretst. r New-Uork, 15. Juni. Der peruanische Geschäftsträger erhielt eine Depesche des peruanischen Generalconsuls in Panama, wonach Tacna nach dreitägigem Kampfe eingenommen wurde. Der Gesammtverlust an Todten und Verwundeten betrug 8000 Mann. Tacna wurde sodann wieder durch die verbündeten Armeen belagert. General Montero nahm 1000 Chilenen gefangen. Die Generale Leiva und Montero schloffen die chilenischen Truppen vollständig ein. . - o k. „ Innsbruck, 15. Juni. In der gestrigen Sitzung des Landtags wurde eine Erklärung der Bischöfe von Trient, Br'xen und Salzburg verlesen, worin dieselben gegen die vollzogene Bildung von zwei evangelisch^ Psarrge- metnden, welche wider Willen und mit Verletzung der heiligsten Gefühle der Tyroler erfolgt sei, protestiren und um Ausnahme dieser Erklärung in das Landtagsprotokoll ersuchen. r , _ . Berlin, 15. Juni. Der Kaiser conferirte gestern Nachmittag mit dem Furst-Ebmarck Beurtbktlung der Sachlage, wenn behauptet wird, daß die Botschaft^ Konferenz Grkchen and ein Occupatio,rs- Mandat übertraaen weide. Vor Ziehung einer Grenzlinie durch eine Com. Mission an Ort"und Stelle und durch die Mächte gebilligten Feststellung der- Ken ist eine Ottupation sür genau regulirtes Gebiet nicht vorhanden. Dresden, 15. Juni. Die sächsische Oberlausitz ist von Wolkenbrüchen gestern schwer getroffen worben. In Oderwitz sind Häuser eingesturzt und Menschen um'S Leben gekommen. Man zählt bisher 8 Todte. Die Mandau AM« Ge Die - all» T-rii (Orig w a*af Vs von L 4083) ? fiscaWen ' Arbeiten: Maurerarbeit, Zimmerarbeit, S-reinerarbr Tchlofferarbe! Wrißbinderari sollen im S werden. Voranschlh bei uns zur die Offerten mit bezüM bis zum 19. 10 Uhr, elnzi mine deren i Gießen, ot 3- Montag von f soll das hilsi titca 11g M vnk-ignt »( t Drr Jnfot FlißmG ©rog-IBufei ®*< Bürg 4076) 8 408o) i i“ (J8 gemorb Cai *J096) Eis ^omnik 4013) 6,1 ’M so W N) 2?* ■ Äh» «) -igh und die Neisse sind aus ihren Ufern getr-ten. Von Zittau und Dresden ist Militär an die Unglücksstättc abgegangen. Der Minister des Innern ist ebenfalls dorthin gereist. t r v. m ,, n- Paris, 15. Juni. Man glaubt hier, daß stch für die Berliner Conserenz England den diesseitigen Anschauungen anschließt und für diese Anschauung durch Instructionen, welche Seitens der anderen Mächte ihren Bot- schaftern sür die Konferenz spätestens heute zuzehen, principtelle Uebercinstimmung aller Mächte gewonnen wird. Für die Ausführung der Grundgedanken werden wohl unmittelbar nach der ersten ArbeitSsitzung der Conferenz die Experten in Juni. Der König begab stch heute, von den Ministern v. Nostiz und v. Könneritz begleitet, in di- Oberlausttz, wo der gestrige Wolkenbruch schwere Opfer gefordert hat. In Ober-Oderwitz wurden etwa 100 HLuscr zerstört und blieben 6 Menschen tobt. In Nieder-Oderwitz blieben 8 Menschen tobt, in Herrnhut werben 14 Menschen vermißt. Das Elenb ^London, 15. Juni. Unterhaus. Unterstaatssecretär Dilke erklärt auf Befragen Simon's. Die Regierung berathe mit anderen Mächten behufs gemeinsan«r Vorstellungen in Marokko zugunsten der Religionsfreiheit. Derselbe erwidert auf Erring- ton's Anfrage: Die beabsichtigte zwangsweise Conoertirung des Elg.nthums des Collegiums der Propaganda zu Rom Seitens der italienischen Regierung beruhe auf gesetzlichen Bestimmungen; eine Einmischung sei daher unthunllch. Errington meldet einen Antrag an, der auf Erhebung bez. Vorstellungen gerichtet ist. — Monk beanstandet Odonnel's Interpellation, betreffend Challemel-Lacour. Der' Prmrdent erklärt, Odonnel handele auf eigene Verantwortlichkeit. D'lke antwortet Odonnel und widerlegt alle gegen Challemel in Odonnel's Anfrage enthaltenen Anschuldigungen. Redner erklärt, Challemel sei nie zum Botschafter in Berlin ernannt, ebensowenig habe die deutsche Regierung privatim der französischen angcdeutet, daß er nn Falle seiner Ernennung nicht empfangen werden würde. Gras Münster habe seit Anmeldung der Interpellation Lord Granville benachrichtigt, jene Insinuation entbehre jeder Begründung und hinzugcfügt, falls Challemel-Lacour ernannt worden wäre, würde er in Deutschland mit äußerster Herzlichkeit empfangen worden sein. Odonnel ist mit der Antwort nicht zufrieden und will seine Behauptungen unterstützen. Das gibt Anlaß zu einer sehr le^aften Scene. großen Mißbrauch solche Anschulbirgungen gegen einen fremden Botschafter nicht m der regelrechten Weise, durch Ankündigung einer Resolution vorzubringen. . c m .... . Odonnel setzt seine Rei»e dennoch fort, woraus der Premier Gladstone den Antrag stellt, dem Redner das Wort zu entziehen. Parnell beantragt Vertagung d.er Debatte. Er habe keine Sympathie für den Gegenstand der Interpellation, aber Glad- stone's Antrag sei eine Beschränkung der Redefreiheit Andere Redner, u. A. Rorth- cote sprechen die gleiche Ansicht aus. Die Regierung erklärt, sie müsse den Botschafter gegen Angriffe schützen, bestehe daher auf dem Antrag, worauf Parnell's Antrag mit 245 gegen 106 Stimmen verworfen wird. Rolan beantragt Vertagung des Hauses. Dieser Antrag wird nach abermaliger längerer Debatte verworfen. Lord Elcho beantragt hierauf Vertagung der Debatte. Es entspinnt sich abermals eine sehr lebhafte Discussion Gladstone zieht hierauf feinen Antrag zurück. Schließlich begnügte sich Odonnel, eine Interpellation ohne Rede anzukundigen; er werde dieselbe am Donnerstag begründen. Damit ist der Zwischenfall erledigt und wird die Sitzung geichlossen. London, 15. Junt. Unterhaus. Rlcharo beantragt schritte zu Gunsten «luer gleichzeitigen Entwaffnung Europa?. Glabstone erklärt, burch bi- Kriege in Europa seit 30 Jahren seien Zustände geschaffen worben, welche einen perman-nteren Trieben begünstigten. Die Einigung Italiens, bie Reconstruction Deutschlnnbs, bie jüngste Befreiung bei Slaven hätten nicht mit frieblichen Mitteln erreicht werben können. Es sei erwünscht, rationellere minber kostspielige Mittel als ben Krieg zur Schlichtung bei Differenzen bei Nationen nt finben. Der Regierung muß bie biscrettonäre Beurthetlung in Betreff bet Leit unb Umstände einer so belikaten Frage überlasten bleiben- Courtney be- antragt ein Amenbement, wonach es Pflicht bei Regierung sei, jebe pastenbe Gelegenheit zu ergreifen, ben fremben Regierungen eine Entwaffnung anzu- empfehlen. Glabstone will bas Amendement nicht empfehlen, aber auch nicht bekämpfen. Richarb'S Antrag wirb abgelehnt, Cvurtney's Amenbement genehmigt. Oberhaus. In bet Specialbebatte bet Begräbniß-Bill werben mehrere von bei Regierung bekämpfte Amenbements nach längerer Debatte angenommen, wonach bie Beerbigung bet Neuconformisten auf ben kitchlichen Ftiebhösen nut zulässig ist, wo bie Neuconfotmisten keine Gottesäcker besitzen unb wonach ferner bie consecrirten Theile der Friebhöse von ben Bestimmungen der Vorlage aus- geschlosten bl-iben. London, 16. Juni. „Reuters Bureau" meldet aus Konstantinopel: Die Pforte hat die Botschafter benachrichtigt, die Befchlüffe der Berliner Conferenz könnten für ste nicht bindend fein, da die betheiligten Parteien von der Conferenz ausgeschloffen feien. unseres Platzes bewährte sich in der altgewohnten Weis-, denn Zahlungseinstellungen kamen nur sehr vereinzelt und von untergeordneter Bedeutung vor. Bezüglich der Einführung der neuen Gerichtsorganisation bemerkt der Jahresbericht: Die am 1. October v. I. in Kraft getretenen neuen Reichsiustizgesetze können als ein sehr bedeutender Fortschritt bezeichnet werden, weil sie ein einheitliches Rechtsverfahren für ganz Deutschland sichern und dem deutschen Volke in erweitertem Maße eine Mitwirkung bei der Vollziehung zutheilen, wenn auch manche Bestimmungen Abänderungen wünschenswerth machen. Ist es doch ganz natürlich, daß fast alle neuen Einrichtungen, die ursprünglich auf theoretischer Grundlage gefchaffeu werden, erst in der Praxis Fehler entdecken lassen, deren Beseitigung erforderlich ist. Bis jetzt haben ich solche Mängel vor Allem bezüglich der Höhe der Gerichtskosten, des Gebührenwesens im Allgemeinen und desjenigen der Gerichtsvollzieher insbesondere, sowie der Art und Weise der Erhebung dieser Gebühren herausgestellt, und wir haben darum die Annahme des Antrags auf baldige Revision der Verordnung, die Gerichtskosten und Gebühren betreffend, seitens der Kammern des hefsischen Landtags begrüßt. Wir erwarten zuversichtlich, daß die Ausführung der für das rechtsuchende Publicum höchst nothwendigen Erleichterungen von Grobherzoglichem Ministerium recht bald in's Leben gerufen werde, in der Ueberzeugung, daß dieselben nicht nur von dem hessischen, sondern von dem ganzen deutschen Volke als eine große Wohlthat empfunden werden, da die einschlägigen Klagen nach mannigfachen Richtungen hm bereits aus den verschiedensten Theilen Deutschlands laut geworden sind und überall klüftigen Wiederhall gesunden haben. t L Unserem Ersuchen vom 27. April 1878, daß auch bet dem hiesigen Landgerichte eine Kammer für Handelss achen errichtet werden möchte, ist von Seiten Großherzoglicher Regierung willfahrt worden, und statten wir dafür an dieser Stelle besten Dank ab. Zugleich wurde auch unseren Bedenken dagegen, daß die Zahl der im Ganzen aus dem Handelsstande zu designirenden Richter auf zwei beschränkt werden sollte, Rechnung getragen, indem von Seiner Königlichen Hoheit d:m Großerzog auf gutachtlichen Vorschlag der Handelskammer hin drei Handelsrichter und ein Ergänzungsrichter ernannt wurden. „v r., Wir wollen hoffen, daß das neue Institut, welches, in ähnlicher Zusammensetzung, als Handelsgericht sich jenseits des Rheins so ausgezeichnet bewährte, im flamen deutschen Vaterlande die gleichen Sympathien, rote dort, erwecken und in seiner Gestaltung in allen beteiligten Kreisen als nützliches und nothwendiges Glied im Organismus der rechtsprechenden Factoren anerkannt werden wird. (Forts, folgt-) Lokales. Gießen, 16. Juni. (Sterblichkeit in Gießen ]. In der Woche vom 6.—12. Juni starben in Gießen im Ganzen 6 Personen, darunter ein Kind von 4 Jahren an Krämpfen. Bei den verstorbenen Erwachsenen wurde als Todesursache bezeichnet: Altersschwäche, Brightische Krankheit, Krebs, Gehirnentzündung, Rose je einmal- G. Gießen, 16. Juni. Der Jahresbericht der Großh- Handelskammer pro 1878/79 ist erschienen und uns zugegangen. Der Bericht sagt in seiner Einleitung: Zunächst können wir für ben erwähnten Zeitraum nur conftatiren, daß die um aünftmen Geschäftsverhältnisse ohne irgend welche Wendung zum Besseren andauerten, wozu Die herrschende Unsicherheit der Entwickelung des neuen Zoll- und Steuersystems das ^^e^beitrug^^^ iq79 berechtigte zu keinen Hoffnungen auf eine entschiedene Besserung obwohl die Thätigkeit in einigen wenigen Zweigen der Industrie und des Handels allmählich zugenommen hatte; die Stimmung mußte angesichts der aufs Aeußerste reducirten Consumtionskrast, insbesondere des Mittelstandes und der arbeitenden Classen, sowie der dadurch herbeigeführten Einschränkung der Production eine gedrückte bleiben. Diese Kalamität würde durch die mangelhafte Ernhte und den überaus strengen Winter, welche die Roth der unbemittelten Classen in vielen Dfftricten des deutschen Vaterlandes auf's Höchste steigerten, noch weit nachtheiligere Wirkung gehabt haben wenn nicht gegen den Schluß des Jahres hin eine Besserung auf fast allen Industriegebieten und damit die Hoffnung eingetreten wäre, daß man nunmehr die schlimme Lage und den Arbeitsmangel, der so lange angehalten, als beseitigt ansehen dürfe Wir wünschen, daß diese Besserung von Bestand sein werde, daß sich im Gefolge derselben die Verhältnisse in befriedigender Weise gestalten und die wirthschaftliche Krisis, welche alle Jndustrievölker sechs Jahre hindurch heimgesucht hatte, überwunden sein möchte jedoch, darauf Hinweisen zu sollen, daß eine günstige Gestaltung der Lage auf allen Gebieten erst dann zu erwarten sein dürfte, wenn die Beunruhigung der Industrie und des Handels durch stets neue gesetzgeberische Maßnahmen im Bereiche der Holl- und Steuerpolitik aufgehört haben wird. Auch unser Bezirk fühlte in dieser Berichtsperiode die niedergegangenen Geschäftsverhältnisse mehr als in den vorhergegangenen Jahren, — nichts desto weniger sind wir so glücklich, conftatiren zu können, daß die Thätigkeit in fast allen hier vertretenen Zweigen immerhin noch eine relativ günstige war, da Entlassungen von Arbeitern, oder Beschränkungen der Arbeitszeit nur in geringem Maße statft'anben. Die Solidität J«r3 3987) B tottben 56 slyö> von 0,38 BH in dem Lichei der Hand ab Lich, den Großherzogli Vermischtes. 0. Darmstadt. Die Ermittelungen der hiesigen Polizeibehörde über den angeblichen Landwirthschaftslehrer C. G o e t h l i n g in Berlin haben als unzweifelhaftes Resultat ergaben, daß derselbe mit dem ehemaligen Schuhmachergesellen CH. Gg. Goeth- ling eine und dieselbe P.rson ist. Derselbe ist bereits wegen unbefugten Gewerbebetriebes im Umherziehen mit 64Thalern eoent. mit zwei Monaten Gefängniß bestraft unb ist dabei gleichzeitig auf Consiscation der bei ihm Vorgefundenen Bücher über Thierheilkunde erkannt worden- „ Welcher Art die von Goethling feilgebotenen Medicamente sein mögen, laßt sich hieraus nicht ermessen. Leider sollen trotz erfolgter Warnung viele Landwirthe aus den Leim gegangen fein. In einzelnen Orten soll derselbe sogar, wie berichtet wird, für mehrere 100 v*t werthloses Zeug abgesetzt haben. — Die bei der Zugentgleisung in Blumenberg verunglückten Herren Koschcl und Callinich aus Breslau, welche im Leben unzertrennliche Freunde waren, hatten einen Erbvertrag — ein sogenanntes gegenseitiges Testament — abgeschlossen, in welchem jeder den Ueberlebenben zum Erben einsetzte. Es wirb sich nun kaum feststellen lassen, wer von beiben ben anbern überlebt hat, unb es bürfte sich bemnächst eine Streitfrage barüber erheben, wer nun ber Erbe ist. Kassel, 14. Juni. In Folge wolkenbruchartiger Regengüsse ist am 13. er. auf bet Strecke Gesecke-Lippstadt der Westfälischen Bahn die Lämmerbachbrücke ganz und em anderes Brückenbauwerk zum Theil zerstört und ein Geleise auf etwa 300 Mtr. Länge unterspült worden, wäbrend aus der Strecke Malsfeld-Oberbeisheim der Berlin-Wetzlarer Bahn in Folge gleichen Ereignisses eine Wegebrücke eingestürzt ist. Sonstige Unfälle sind hierbei nicht vorgekommen. Die Betriebsstörung wird voraussichtlich auf der ersteren Bahn in etwa 4 Tagen, auf der letzteren in 6 Tagen behoben sein. Bis dahin müsien die Passagiere an den betreffenden Stellen umsteigen. . Elberfeld, 10. Juni. Hebet das eigenthümliche Resultat einet Klage auf rückitandige Miethe im Betrage von 55 „VL liegen der „Elberf. Ztg." die Acten vor. Dem Beklagten, resp. Verurteilten wurden gepfändet und zwangsweise verkauft ein Sopha, eine Wanduhr, ein großer Küchenschrank, ein Blumentisch mit Gewächsen, ein Kleiderschrank, ein Mantelofen, zwei Schtldereien, zwei kleine viereckige Tische, ein Waschtisch. Die Kosten des Gerichtsvollziehers betrugen 52,05, der Verkaufserlös Jt 52,60, so baß dem Kläger noch JL 0,55 ausbezahlt wurden. Kläger hat außerdem bezahlt für Ladung resp. Klage X 4,60, Zustellung der Klage JL 1,25, Urtheil J4 0,70, in Summa 6,55. Rach beendigter Klage, Pfändung und Verkauf der Mobilien ist also die Forderung des Klägers gegenüber dem Beklagten um JL 6 größer geworden, als sie vorher war. — Ein Bild von dem Leben auf einem deutschen Geschwader gibt die „Kielet Zeitung" in Folgendem: „Der Dienst bet Schiffe zerfällt im Allgemeinen in einen äußeren und einen Inneren; der äußere bezieht sich auf alles, was mit dem Geschwader von außen her in Beziehung steht; die Uebungen, die Reinigung, Unterhaltung und Ausbefferung Der Schiffe und Die abzuhaltenden Wachen dagegen begreifen den inneren Dienst. Morgens 4 Uhr wird auf jedem Schiffe Reveille geschlagen oder geblasen. Auf das Signal: „Ueberall, überall!" verläßt die Mannschaft die Hängematten, welche regelmäßig zusammengeschnürt an Deck gebracht und in numerischer Ordnung in bie Finkennetze gestaut werben Nach Reiniguug des Schiffes werben auf bas Kommando: „Backen und Banken!" die Eßtische und Banken heruntergeschlagen die Speisen von der Kombüse geholt. Vierzig Minuten nach Dem Frühstück werben beide Macken auf Deck gepfiffen, um dieses aufzuklaren und Vorbereitungeu zu den Manövern bei ber Flaggenparade zu treffen. Jedes einzelne Schiff richtet sich mit den verschiedenen Abschnitten der Flaggenparade und des Manövers nach dem Flaggschiffe; die Flaggenparade ist um 8 Uhr. Danach erfolgt die Jnspection der Mannschaft, die Reinlichkeit ben vorschriftsmäßigen Anzug und den Gesundheitszustand derselben betreffend. Um 9 Uhr wirb zu den Uebungen und Arbeiten des Tages übergegangen, die in der Regel bis HV2 Ubr dauern. Rach Beendigung derselben hat mit Dem Commando „Klar Deck!" das Schiff sich innen- und außenbords wieder in ebenso kriegsschiffsmäßigem Aussehen zu befinden wie vor Beginn der Exer- citien und Arbeiten. Um Mittag 12 Uhr wird die Wache gewechselt, die immer aus der einen Hälfte der Besatzung besteht; sie wird von einem Officiet befehligt, ber mit ihr eine schwere Verantwortlichkeit übernimmt. Unendlich viel hängt von seiner Wachsamkeit, seinem Eifer und von seinen Kenntniffen ab; seiner Obhut ist die Ehre der Flagge, kostbares Eigenthum des Staates und das Leben von Hunderten seiner Mitmenschen anvertraut. Die Wache dqrf sich nur an Deck, wie immer auch das Wetter sei, aufhalten. Um 12 Uhr wird bas Signal „Alle Mann Mittag!" gegeben, bei dessen Ausführung ebenso wie vor dem Frühstück b erfahren wird. Für Mittagessen und die daraus folgende Freizeit werden in ber Regel V/t Stunden gerechnet. Um 2 Uhr beginnen wieder bie Uebungen und Arbeiten. Das Abendbrot wiro gewöhnlich um 6 Uhr gehalten. Die Zeit nach demselben bis zum Zapfenstreich ist Freizeit. Im Augenblicke, wo bie Sonne unter dem Horizont verschwindet (sei dies sichtbar oder nach ber angestellten Berechnung) findet die abendliche Flaggenparade statt, bei der die Flagge an bet Gaffel heruntergeht und ein Commandozeichen für die Nacht an ihre Stelle tritt. Die Aus» gäbe der Hängematten erfolgt hierauf; um 9 Uhr wird der Zapfenstreich gepfiffen und darf alsdann in keinem Theile des Schiffes die eingetretene Ruhe mehr gestört werden, die durch daß Signal „Ruhe im Schiff — Pfeifen und Lunten aus!" befohlen worden ist. Zu dieser Zeit müsien auch alle Lampen gelöscht werden. Rauchen ist streng verboten. Der erste Offi' eter begleitet von den Unterlieutenants der Decke, dem Ingenieur, den Deckoffieieren und dem Wachtmeister, tritt durch alle Theile des Schiffes die Runde an, worauf er eine Meldung dem Cornmandanten abstattet — tiefe Stille herrscht im Schiff, nur der Ruf der Posten und Schild- wachen „Alles wohl" untereinander unb alle halbe Stunben unterbricht sie. — In Rinteln ist eine eigenartige Abonnements-Einlabung umhergeschickt worden. Dieselbe lautet wie folgt: „Mit Anfang des nächsten Monats erscheint zu Rinteln eine neue „technische Zeitung", herausgegeben von verschiedenen abgegangenen „Autoritäten". Die i Abonnenten erhalten jedes Quartal eine Photographie von einem berühmten Plastiker, zu Ostern eine gestreifte Frühjahrshose und zu Johannis einen neuen Hut. Auch tocrocn den ! Abonnenten unentgeldlich alle sechs Wochen die Haare geschnitten und bie Kuhpocken geimpft. \ Wer drei Jahre voraus bezahlt, bekommt im Sterbefalle einen Sarg oder sechs silberne Löffel * und eine künstliche Zahnbürste. — Dieses Werk wird schon bei ber bloßen Ankündigung so Behörde über den an- n als unzweifelhaftes ejtiltn LH. Gg. Gorth; unbefugten Gewerbe- tti Gesängnitz bestraft ftmdenen Bücher über : fein mögen, läßt sich eie Landwltthe auf oen du beuchtet wird, für lm Herren Koschel und e waren, halten einen eichlofsen, in welchem kaum feflstellen laffgi, nnächst eine Streitfrage t iü am 13. er. auf da r gani unC eui aavned ’ängt UHtmpült worden, Lohn in Sotge gtrtchm itü Mr wxflMmm. ttoa * iaatn, wf dn ■;m an Mn dMHnden wtl,8( ouf Äi°» • rot. Dm Beklagten, toxho, eine Wanduhr, M in! nn Äanltlefot, zwei tr. des Sttubtrvollzuhm .;±,<Ü,55 1,6«. jagten um 6 9I0^fl 0, di.„»-»-LL ■„„„ Mm«»" ™“ : ■” rs****** e««*“nb w 10 ’L KW ■ÄS m Hanö-uo btl ^.^rfchiedtnen «b- uut een . „vaeade ist ?-9K* » i fl11**- uno *•’ nA 2°°tn v »"-’S «* ** °^LS? :?L'5 ; ÄyS ;V,4 iBlJ. dk A^LS , ■ f „ 11 tl 6,17 M'v un - '5 । €»■, t-jepc^J, Bl ?“**»*«» tcmer,tb«N«3; Xs«s ft en, ä^,ben ®*r haben darum «ÄKS Ä» »on »em «Ämtern y ta btmts «us ® lta‘H wZ iJy Wgttityt «?■ ’ ,|Von Stilen atur an dieser Stelle 3flj>l her im Ganzen djronfi werden sollte 1 ^obazog auf gut- unb k'n Erganzungs- ®jnlid)ir Zusammm- 1 bewähne, im ganzen fai und in seiner Gebiges Glied im Orga- Grts. folgt.) viel Aufsehen erregen und so begehrt werden, daß die erste Auflage keine Zeit finden wird, die Presse zu verlasien und dcßhalb sogleich die zweite erscheinen wird. Annoncen aus den Fachkreisen werden in erster Zeit unentgeldlich in unsere Spalten ausgenommen." Die mustergültigste, vollständigste und genaueste Zusammenstellung aller Zeitungen der ganzen Well bietet der soeben ausgegebene Insertions- Tarif (Original.Zeitungspretse) der ältesten und ersten Annoncen-Exstedition von Haasensteln «fe Vogler in Frankfurt a. M. (4077 SehiflTsherielit. Mitgethetlt von dem Agenten deS norddeutschen Lloyd, ®. W. Dietz in Gießen. Bremen, 14. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Habsburg, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. Mat von Bremen und am 1. Juni von Southampton abgegangen war, ist am 12. d. Mts., 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newpork angekommen. Bremen, 14. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hannover, Capt. R. Hoffmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork nngekommen. ■ IIIIII ■M—(m 1QT. Allgemeiner Anzeiger. Zur Reachlunst! 3987) Von unterzeichneter Stelle werden 56 schöne Eichenstämme von 0,38 bis 1,70 Cubikmeter Inhalt in dem Licher Stadtwald lagernd, aus der Hand abgegeben. Lich, den 10. Juni 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. Vergebung von Barlarbetten. 4083) Nachbemerkte, an hiesigen fiscalischen Gebäuden auszuführende Arbeiten: X. Maurerarbeit, veranschl. zu 832,50 Zimmerarbeit, „ „ 366,40 Schreinerarbeit, „ „ 615,50 Schlofferarbeit, „ „ 69.50 Weißbinderarbett, „ „ 1175,70 sollen im Submissionsweg vergeben werden. Voranschläge und Bedingungen liegen bet uns zur Einsicht offen und sind die Offerten versiegelt, portofrei und mit bezüglicher Aufschrift versehen, dtS zum 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, einzureichen, in welchem Termine deren Eröffnung erfolaen wird. Gießen, am 16. Juni 1880. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: Volz, Kreisbauaufseher-Aspirant. Heugras-Perfleigerung. Montag den 21. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeinde.Heugras von chcca 110 Morgen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist wie gewöhnlich bei der Fußmühle. Groß-Buseck, am 15. Juni 1880. Großh. Bürgermeisterei Groß-Buseck. 4076) Wagner. IeUgeöoteves. 4085) 1 Parthie gut erhaltener, aber zu eng gewordener Herrenkleider sind ab? zugeben. Näheres in der Exped. d. Bl- Geräucherten Eürfjs^ empfiehlt (4079 Corl Schwaab. 4096) Eiserne Bettstellen billigst zu haben. Karl Noll, Flügelsgasse A. 94. 4033) Oberndörfer Dickwurzpflanzen verkauft Jungblut, Promenadenhaus. HommersprossenSeile bet GuhUv Gerhardt, 4013)__Lindenplatz._________ irische Hutter ä Psd. 80 Pfg., von 5 Pfd. an, empfiehlt 4092) Julius Wallach. Brennholz, ä Rmtr. Tannenscheitholz, la. Qualität oW. 7.— geschnitten8.— gehackt........ S.- ober per Ctr...... 120 Buchenholz per Ctr..... 1-80 Bei 10 Centner frei in's Haus, liefert 48) Andr. Euler. Bekanntmachung. 4086) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Bergwerksgesellschast Germania zu Kalk bet Deutz unterm heutigen Tage mit dem Eisenerz-Bergwerke „Otto" in der Gemarkung Grün berg, Kreises Gießen, beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bet Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situattonsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 4. Februar 1880. Großherzogliche Obere Bergbehörde. Jaup. Tecklenburg. Bekanntmachung. 4087) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Bergwerksgesellschast Germania zu Kalk bei Deutz unterm heutigen Tage mit dem Etsenerz-Bergwerke „Treue" in der Gemarkung Ettingshausen, Kreises Gießen, mit einem Felde von 497,344 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müffen bet Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situattonsriffes bet der Bergmetsterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 4. Februar 1880. Großherzogliche Obere Bergbehörde. Jaup. ______________________________Tecklenburg. Bekanntmachung. Die Rechnung der Armenkasse zu Gießen für 1879 liegt aus dem Bürgermeisterei-Bureau acht Tage lang zur Einsicht offen. Gießen, den 14. Juni 1880. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. ____________________________A. Bramm.____________________________ Grasversteigerungen. 4095) Das diesjährige Heu- und GrummetgraS der Waldwiesen kommt zur Versteigerung: 1) Im Reviere Gonterskirchen auf ca. 60 Hectaren Mittwoch den 23. und Donnerstag den 24. Juni d. I., jedesmal von 9 Uhr Vor- mittags an, nach Zusammenkunft am ersten Tage in der Armenhäuserwiese, am zweiten auf dem Jägerhaus; 2) im Reviere Freienseen auf ca. 20 Hectar Freitag den 25. Juni d. I. nach Zusammenkunft um 9 Uhr Vormittags bet der Glashütte (Fretenseen); 3) im Reviere Ruppertsburg auf 4 Hectaren Samstag den 26. Juni von 9 Uhr Morgens an bet Gastwtrth E ß auf der Frtedrichshütte; 4) im Reviere Thiergarten auf 16 Hectaren an demselben Tage nach Zusammenkunft um 3 Uhr Nachmittags in der „Hirtenbach". Die Wiesen, welche durch mit Nummern versehene Holzpflöcke kenntlich gemacht sind, können während der Versteigerung nur theilweise vorgezetgt werden. Stetgliebhaber wollen sie daher vorher etnsehen. Nähere Auskunft darüber ertheilen auf Verlangen die betreffenden Gräflichen Untersörster, sowie Wiesenwärter Silß zu Laubach. Laub ach, den 12. Juni 1880.____________Thum, Oberförster. Häcksel-Futterschneid-Maschinen, pramiirt mit 60 Preisen, bewährter Construction in vorzüglichster Ausführung, DRESCH-MASCHINEN für alle Verhältnisse passend mit neuesten Verbesserungen, TRIEUR „Unkrautsamen-Auslese-Maschine“ für Landwirthe und Mühlen fabrioiren als Specialität; Zeichnungen und Preise auf Verlangen gratis. (3936 PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik, Frankfurt a. M. Aufträge nimmt entgegen Herr Heinrich Bellof in ^Viefcieek bei Giessen. 3492) Außer meinen seit Jahren bewährten IWnrlim & MeingeiMcke r« mw», empfehle ich noch Fußbodenlackfarbe, in wenigen Stunden trocknend und rasch erhärtend, als besonders gute Anstrich- maffe für Fußböden. ____________Emil Fischbach. 3KT Zur gefl. Beachtung. 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Keck. ne4094) Ein Familienlogis von 3 Zimmer bst Zubehör zu vermiethen. _________________Bahnhofstraße E. 91. 4104) Die von Frau Appel bewohnte Mansardenwohnung (6 Piecen nebst allem Zubehör) ist per 15. September lfd. Js. anderweit zu vermiethen. PH. Böger, Gartseld 118,6. 4102) Der mittlere Stock meines Hauses vis-ä-vis von Wenzels Garten, bestehend aus 5 Zimmern nebst allem Zubehör, ist bis 1. September oder auch schon 1. August zu vermiethen. I B Singer. Familienlogis. Bel 6tage — Reichensand-Bahnhofstraße 93,6 — per 1. Okt. (3996) Dr. Kübel. 4017) Logis, gleich beziehbar, zu ver- miethen in B. 90 Neuen-Bäuen.________ 2223) Die Parterre-Wohnung in meinem Hause, Seltersberg, ist zu vermiethen und am 1. Juli d. I. beziehbar. S. Katzenftein, Holzhdlg. 39401 Der untere Stock im Hause des Herrn Maurermeister Jünger, Schiffen- berger Weg, ist anderweit zu vermiethen und bis 1. Juli beziehbar. Näheres bei Herrn H. DebuS. 1234) Eine Wohnung im Vorderhause zu vermiethen und alsbald zu beziehen. ___________________Auguft Kröll. 1930) Der mittlere Stock unseres Hauses bestehend aus 6 Zimmern rc., ist auf den 1. Juli zu vermiethen Kauffmann Lk Co., Alicenstraße. 2075) Im unteren Stock meines Hauses ist eine Wohnung von 4 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. Rechtsanwalt Betel. Ein Logis mit allem Zubehör in meinem Vorderhaus sofort zu vermiethen. 2311) I Georg Unverzagt. 4006) Eine Mansardenwohnung, mit Zubehör, ist an eine ruhige Familie zu bis September zur vermiethen bei Balth. Weber, Grünbergerstr. B. 151,,, 3021) Ein schönes Familienlogis von 6 bis 12 Zimmern mit Vorgarten rc. auf dem Seltersberg zum 1. Juli zu vermiethen. Pütz, Ingenieur. 3400) Parterre-Wohnung, bestehend aus zwei größeren Zimmern mit allem Zugehör, zu vermiethen. Schloßgasse A. 258. 3320) Ein neu hergerichtetes Familienlogis bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör ist anderweit zu vermiethen. A. Wallenfels Wittwe 3583) Eine Familienwohnung von fünf Zimmern nebst allem Zubehör, Wasserleitung und Bleichplatz, ist zu vermiethen und am 1. Oktbr. zu beziehen, jedoch nur an eine ruhige stille Familie. Gartenstr. B. Nr. 171 a. d. Wieseckbrücke. 3703) In meinem Hause ist ein kleinerer Laden, worin seither Ellenwaarengeschäft betrieben wird, nebst Familienlogis, auch ein kleines Familienlogis mit verschließbarem Corridor pr. 1. September zu vermiethen. Jean Boeck, Wallthorstraße 223. 3778) Ein schönes Logis von mittlerer Größe, seither von Frau Landrichter Gcyger bewohnt, ist anderweit zu vermiethen. ________August Noll im Stern. 4045) Kleines möblirtes Zimmer auf sofort zu vermiethen bei Chr. PH. Euler, Ludwigsstr. 170,4, Hintergebäude.________ 4043) Ein schönes Familienlogis, bestehend aus 6 Zimmern ncbst Zubehör mit Bleichplatz und Gartenantheil, in der Nähe der Aula und des Gymnasiums, ist sofort zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.______________________________________ 4039) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei ________________Louiö Pimper. 3792) In meinem Hause im Gartseld (Steinstraße) ist eine schöne Wohnung, bestehend aus drei Zimmern, Küche,' Bodenkammer, abgeschlossenem Corridorj und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und per 15. Juli l. I. beziehbar. M. Seultng. 3866) Ein schönes großes möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause des Herrn Merz, Reichensandbahnhofstraße, 2 Tr. rechts.___ 2870) Mein seitheriges Geschäftslocal im Einhorn habe ich zu vermiethen. 8. Reutlinger, 1396) Ein Familienlogis zu vermiethen- ___________Jakob Reiber. Gartseld 4012) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Löwengasse C- 160. 4072) Eine freundliche Mansardenwohnung zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar, bei F. Werner Wwe., Ludwigsstraße. 4059) Ein anständiger Arbeiter kann Schlafstelle erhalten. Marktstr. D. 218. 3541) Laden mit oder ohne Logis zu vermiethen. Hermann Euler. 3308) Eine Scheune mit Ställ^'er 1. Juli zu vermiethen. Spruck, Asterweg. vermischte Anzeigen. 4081) Ein Mädchen gesetzten Alters sucht Stellung als Stütze der Hausfrau oder als Wirthschafterin. Adressen unter A. D. Nr. 4081 bittet man in der Exped. d. Bltts. niederzulegen.____________________ Reisender-Much. 4091) Für ein Liqueur- und Spirituosengeschäft wird ein Reisender gesucht, der die Branche kennt, und namentlich schon gereist hat. Offerten an die Exped. d. Bltts. 4089) Ein ordentliches Dienstmädchen, welches die Hausarbeit gut versteht und schon längere Zeit gedient hat, wird zu miethen gesucht. Zu erfragen bei F Holberg, Kirchenplatz. Zu kaufen gesucht: (für eine Voliere) Distelfinken, Hänflinge, Buchfinken, Zeisige, Blutfinken rc. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 4099) In Anlagen von elektrischen und pneumatischen Haustelegraphen empfiehlt sich unter Garantie F. Baumann, Uhrmacher, Neuenweg. Wenzel’s Garten. Donnerstag den 17. Juni: C406& 1 Abonnement - Concert. Anfang 7 XJhr. — Entree 50 Ffg. MM- Die Liste zum Abonniren liegt an der Kaste auf. Bei ungünstiger Witterung finden die Coneerte iw Saale statt.__ Geschäfts - Verlegung. 4082) Mein Lager und Comptoir befindet sich von jetzt ab Lindenplutz A. 247, £5 Wü Gust. Gerhardt. Zugleich empfehle Werkzeuge aller Art unter Garantie^ sowie Bauartikel und sämmtliche Kkeineisenwaaren zu billigen Preisen. ________Meinr» Butlenfeld. Das zweite Kirdiengesangfest der vereinigten Kirchengesangoereine für Hessen findet Sonntag -en 27. Juni d. I. in der S t a d. t k i r c h e zu Friedberg statt. Anfang der Fe Ifeier 3y2 Uhr Nachmittags. Preise der Plätze : reservirter Platz M.. 2, nicht reservirter Platz im mittleren Raume der Kirche Jt. 1, für die Seitenräume der Kirche, sowie für Stehplätze 50 Das Programm der Mufikauffübrung wird später veröffentlicht. Friedberg, den 15. Juni 1880. 4078)Das Fest-Comite. Wilhelm Klee, Papier- & Schreibmateriatienhandtung, G-iessen, Marktstraße, empfiehlt sein Laaer in jämmil. Schulbüchern, Heften und allen sonstigen Schulartikeln, ferner tn Büreau-Requisiten aller Art. (2550 Todes - Anzeige. Gestern Abend 8 Uhr starb unser unvergeßlicher Sohn und Enkel Carl (4090 im Alter von 4y4 Jahren nach kurzem Kranksein. Wir bitten um stille Theilnahme. Carl Loth und Familie. Gießen, den 16. Juni 1880. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr statt. Maurergesellen Ä?Kbe 4103) bei Chr. Haubach. Loiiy's Bierkeller. 3762) Eine Frau empfiehlt sich im gewöhnlichen, sowie im feineren Glanz ügeln und Kleidermachen. Näheres im Hinterhause des Herrn Metzgermftr. Nuppel, Ludwigsplatz. non ausgekämmten Haaren werden bestens angefertigt bei Ehrifttau Frech, Marktstraße. (1718 ♦ § ❖ 4105) Die glückliche Ge- ❖ ♦ burt eines kräftigen Knaben ♦ J melden hocherfreut $ Professor Dr. Braune, A A Sophie Braune, geb. Lange. J 4003) Schloßgasse 251 wird ein anständiges Mädchen zur Stütze der Hausfrau sowohl als auch zur Hülfe in einem feineren Laden gesucht.____________________ 4063) Ein Junge kann dos Rasir- und Friseur-Geschäft erlernen. Näheres durch die Exped. d. Bltts. Heute, Wittivoch Abend 8 Uhr: Auftreten des Tonkünstlers, Komikers und Mufik- 4101) Spectalisten A. Deininger aus München. Geld - Cours. 4048) Ein geprüfter Heizer, der Kessel- und Maschinen.Reparaturen oorgestanden hat, sucht ähnliche Stellung. Offerten beliebe man an Herrn Schlossermeister Stohr zu richten- Beste Zeugnisse stehen zu Diensten. 20-Francs-Stücke . . . do. in Va • Englische Souoereigns . Russische Imperiales Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . 16 16-20 16 16-20 20 38—42 16 68—72 16 65 9 51-55 4 19-22 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch in Gießen.