Aafstelle et; JM.219 ‘ mir ab-'. Sender" LNr^ 5/m orbtnt- »eit SnvlbliL *mtnciiy^ welcher^cken' "^^üttenr ^umDienst Äed. d. A, kann bet L""> i@T~ SerKusde. ”«i 1880, Uhr. Ben;, ^öschborn, itb übernommen. Sfltl Keßler, Itr können Kost | tersweg C. 61. gesucht bä _@rün6ergerffr- lereüv oben Dienfiaz er des Tvrnnr- äeis 7 llhr. «rstand. »siege. ,6t, fhibet im kalversam«- laten treiben. erstand. MMN. : wirb in dem wen WW I vrstand. _ irßcrci )(n aller Äth £ , Decke«'l □ckerei» Oft 1OS m x^tMjbXX V ßafe ^fL jahiten- bet Mittwoch den 17. Marz Str. «S. ISSO Kietzencr Anmger Alljkize- uib Amtsblatt fit sie« Kreis Gieße«. ESSZXZL}«"»-»"»-B-«rsch-in. m« »«smchm. d-, ».«»as». JÄT Keutschland. Berlin, 12. März. Die gestrige Verhandlung im Reichstage über die Brausteuervorlage hat mit ziemlicher Sicherheit ergeben, daß der Gesetzentwurf auf Annahme keine Aussicht hat; nicht einmal die Ueberweisung an eine Commission ist beschlossen worden, wie es doch bei einem so schwierigen technischen Gegenstand geschehen sein würde, wenn eben irgendwelche Aussicht vorhanden wäre, daß eine wettere Berathung Erfolg hätte. Nur die deutsch- conservattve Fraktion erklärte sich für Annahme des Gesetzes. Von allen andern Seiten wurde hervorgehoben, daß man die Brausteuerfrage nur im Zusammenhangjntt der Erhöhung der Branntweinsteuer geregelt sehen wolle und daß man überhaupt den gegenwärtigen Zeitpunkt zur Einführung neuer Steuern nicht für geeignet halte, da der finanzielle Erfolg der (m vorigen Jahre vorgenommenen Steuerreform sich noch gar nicht übersehen lasse. Die Vertreter der Regierung machten nur ziemlich schwache und erfolglose Anstrengungen, die Argumente der Gegner zu widerlegen, den vom Reichstag wiederholt betonten Zusammenhang zwischen der Brau- und der Branntweinsteuer in Abrede zu stellen und die vorgeschlagene Brausteuer als ein nothwendiges Glied der im vorigen Jahre begonnenen Steuerreform erscheinen zu lasten. Berlin, 14. März. Reichskanzler Fürst Bismarck hat an sämmtliche Reichsbehörden eine Verfügung erlassen, welche besagt, daß in seiner Vertretung in erster Reihe Herr Graf Otto zu Stollberg-Wernigerode, in zweiter Reihe Herr Staatssecretär Hofmann und in Abwesenheit dieser Beiden der jeweilige Vorsitzende des Bundesrathes zeichnen soll. Als Form der Zeichnung ist vorgeschrieben: „Der Reichskanzler. In Vertretung N. N." Anlaß zu dieser Verfügung bot der Umstand, daß der Chef der Admiralität, Herr v. Stosch, den Gesetzentwurf, betr. die Pensionsverhältniffe der Bediensteten an dem Marinelazareth in Dokohama, an den Reichstag gelangen ließ, indem er denselben zeichnete: „In Vertretung des Reichskanzlers, v. Stosch." — Das persönliche Verhältntß zwischen dem Fürsten Bismarck und Herrn v. Stosch ist niemals ein sehr intim-freundschaftliches gewesen. — Von der Marine wird aus Kiel geschrieben: Von glaubwürdiger Sette erfahren wir, daß auf der kaiserlichen Werft zu Kiel an der Ausrüstung der erst im vorigen Jahre vollendeten kaiserlichen Dacht „Hohenzollern" mit allen Kräften gearbeitet wird. Die Indienststellung soll schon zu Anfang April erfolgen. Wie wir hören, wird der Kronprinz auf der Dacht nach Italien gehen, seine Gemahlin aus ihrem dortigen Winteraufenthalte abholrn und gemeinschaftlich mit ihr der auf der Rückreise befindlichen Corvette „Prinz Adalbert" entgegenfahren, welche bekanntlich den Prinzen Heinrich von Preußen nach seinen zweijährigen See-Abenteuern heim bringt. — Die Osterferien des Reichstages werden spätestens am 19. ds. beginnen. — Vom Kricgsministerium ist -ine Verfügung ergangen, worin erklärt wird, daß alle Schriftstücke fernerhin in der bisher gebräuchlichen alten Orthographie abgesaßt werden sollen. — Nach einem dem Reichstage zugegangenen Bericht des Reichskanzlers über die Thättgkett des Reichscommtssars für das Nuswanderungswesen während des Jahres 1879 nebst dazu gehörigen statistischen Nachweisen ist die Bestimmung erlassen worden, daß in den Ueberfahrtsverträgen ausdrücklich ersichtlich zu machen ist, ob die Beförderung nach dem überseeischen Hafen direct vom Etnschiffungshafen oder ob und über welche Zwischenhäfen sie zu bewirken ist. Ferner ist zu erwähnen, daß Beschwerden vorgekommen sind, denen zufolge deutsche Einwanderer in Australien in der Regel mit deutscher Münze versehen ankommen, während es fast eine Unmöglichkeit ist, solche dort auch nur zu annäherndem Wertbe gegen Landesmünze umzuwechseln. Infolge dessen ist Veranlassung genommen worden, die Auswanderer in geeigneter Weise hierüber zu belehren. Eine bemerkenswerthe Erscheinung war im verflossenen Jahre die Rückkehr größerer Züge von russischen Auswanderern (meist Mennoniten), welche im Jahre 1877 nach Brasilien ausgewandert, dort aber in ihren Erwartungen getäuscht waren und nunmehr über die deutschen Häsen nach ihrer Hetmath zurückkehrten. Die Verpflegung und die Rückbeförderung dieser zum Theil mittellosen Einwanderer nach Rußland war für die betheiligten Behörden und Rhederelen der deutschen Hasenorte mit nicht geringen Schwierigkeiten und Kosten verbunden. Nach den statistischen Nachweisen sind im Jahre 1879 von Hamburg und Bremen aus dem deutschen Reiche 28,993 Personen, aus nichtdeutschen Staaten 2252 Personen von Bremen und Hamburg aus befördert worden, und zwar aus deutschen Staaten: nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika 27,176, nach Britisch Nordamerika 44, nach Central-Amerika und Mexico 17, nach Westtndten 69, nach Brasilien 942, nach den Argentinischen Staaten 203, nach Peru 48, nach Chile 113, nach andern südamertka- nischen Staaten 64, nach Afrika 22, nach Asten 31, nach Australien 2747 Personen. Berlin, 14. März. Nach den bereits früher mitgethetlten Erklärun- gen des Reichs-Gesundheitsamts betreffs Ausführung des Retchsgesetzes vom 14. Mai v. Js. über den Verkehr mit Lebens- und Genußmitteln wird es, soweit eS sich um öffentliche UntersuchungSAnstalten handelt, lediglich den Gemeinden überlassen bleiben, solche öffentliche Institute einzurichten. Freilich hat diese Einrichtung schon wegen der dazu gehörigen verschiedenen Sachverständigen Schwierigkeiten und auch nicht unerhebliche Kosten im Gefolge, sie dient jedoch dem allgemeinen Besten und dürfte daher von amtlicher Seite angeregt werden. Zu große Erwartungen dürfen jedoch nicht daran geknüpft werden. Nußland. Petersburg, 12. März. Der jetzt in England befindliche Hartmann wird auf Schritt und Tritt durch Petersburger und Moskauer Geheimpolizisten beobachtet. Man hofft dadurch erstlich genügende Beweise seiner Schuld und vor Allem Kenntlich der sich noch in Rußland befindlichen Mitschuldigen von dem Moskauer Verbrechen zu erlangen. Das zweideutige Benehmen der französischen Regierung hat, wie ja nicht anders zu erwarten stand, in Petersburg sehr verstimmt. Nur ein Blatt, es ist der „Golos", unternimmt es, für Frankreich eine Lanze zu brechen, indem er den geharnischten Artikel des officiösen „Journal" angretst und zu beweisen sucht, Frankreich habe vollkommen correct gehandelt und verdiene durchaus nicht die Vorwürfe des Petersburger Blattes. Hieran anknüpfend meint die deutsche „Petersburger Zeitung", man brauche sich nur an die Schmutzsalven zu erinnern, welche die französischen Blätter bei dieser Angelegenheit gegen Rußland abgefeuert hätten, um zu wiffcm woran man sei. „Ein Theil der russischen Gesellschaft, und er ist nicht ganz klein", sagt dasselbe Blatt, „hat geradezu eine unglückliche Liebe für „la bella Franke“, eine Liebe, die sich unmöglich auf den Besitz derselben Chausonetten-Sängerinnen stützen kann, sondern einen tieferen, psychologischen Hintergrund haben muß. Wir sind der — vielleicht irrigen — Ansicht, ein Theil der russischen Gesellschaft liebe Frankreich so sehr, daß es sogar unverhohlene Unbill schweigend hingenommen, daß zwei schwere Kriege, endloses Kokettiren mit dem Polenthum u. s. w. übersehen wird — nur weil Deutschland das Unglück hat, unsympathischer zu sein, als das gallische Wesen. In Deutschland weiß man das, man kennt diese natürliche Abneigung der russischen Gesellschaft gegen Deutschland und hält d ieselbe für eine große Gefahr der Zukunft." Das ist sehr klar und deutlich, drm „gewissen" Theil der russischen Gesellschaft gegenüber aber tauben Ohren gepredigt. Das russische Volk sieht in Harrüwnn natürlich nichts anderes, als den Moskauer Bösewicht, der das Leben seines Kaisers bedroht hat, und ist etwas weniger gut auf bie Pariser zu sprechen, als diese schon erwähnte bessere Classe der hiesigen Gesellschaft. Der „Regter.-Anz." ist ermächtigt, die Meldung einiger Blätter, Fürst Orloff sei am Samstag in Parts auf dem vom Minister des Auswärtigen gegebenen Gesellschafts-Abend anwesend gewesen, zu dementiren — ein Zeichen der Zeit und der gegenseitigen freundschaftlichen Beziehungen bei den Regierungen. — Am 27. Februar ist von der social-revolutionären Partei Rußlands ein Aufruf an die Arbeiter erlassen worden, worin es unter Anderm heißt: „Brüder! Man hat versucht und versucht fortwährend, uns in euren Augen als Auswürfe der Menschheit, als Verbrecher und Scheusale hinzustellen! Glaubt daö nicht, liebe Brüder, denkt daran, daß Alles, was wir unternommen haben, nur darauf gerichtet war, euer Loos zu verbessern, unserm gutgesinnten Volke ein menschenwürdiges Dasein zu bereiten. Was geschehen ist, mußte geschehen, denn" u. s. w. Es folgen hier die bekannten Redensarten. — Werra Saffulitsch hat, wie hierher berichtet worden, die Schweiz, wo sie zuletzt im Innern, nicht mehr wie bis vor Kurzem noch in Genf wohnte, gänzlich verlassen und ist nach der russisch - österreichischen Grenze abgeretst. Daher stammte die hier verbreitete Nachricht von ihrer Ankunft in Petersburg, welche die gesammte Polizei nicht wenig in Athem hielt. Augenscheinlich galt es, einen anderen politischen Flüchtling über die Grenze zu bringen und deshalb mußte die Sassulitsch herhalten, um die Aufmerksamkeit der Polizei von dort abzulenken. Telegraphische Depeschen. Waguer's telegr. Correspsndeur - Buresm. Berlin, 15. März. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge sind zur Beseitigung der Klagen über den Druck des der Landesgesetzgebung unterliegenden Immobilien-Stempels Seitens der preußischen Regierung vorbereitende Schritte zur Reform der bezüglichen gesetzlichen Bestimmungen eingeleitet. — Die „Germania" veröffentlicht eine Uebersetzung des bereits stgnalt- sirten Schreibens des Papstes d. d. Rom, 24. Februar a. er. an den Erzbischof von Köln. In demselben heißt es: „Die Gebete und Wünsche, daß Gott die Freiheit der Kirche im deutschen Reiche glücklich wieder schenke, seien zwar noch nicht in Erfüllung gegangen, allmälig werde aber der leere Verdacht und die ungerechte Eifersucht gegen die Kirche aushören. Die Staatslenker werden einsehen, daß wir nicht in fremde Rechte etngreifen und daß zwischen der kirchlichen und staatlichen Gewalt ein dauerndes Einvernehmen bestehen kann, wenn von beiden Setten der geneigte Willen, den Frieden ausrechtzuer- halten und wo nöthig wiederherzustellen, nicht fehlt. Daß wir von diesem Geiste und Willen beseelt sind, steht bet allen Gläubigen zuverlässig fest. Ja, wir hegen diesen Willen so entschieden, daß wir in Voraussicht der für da- Hetl der Seelen und die öffentliche Ordnung daraus hervorgehenden Vorthetle kein Bedenken tragen, Dir flu erklären, daß wir, um dieses Einvernehmen zu beschleunigen, dulden werden, daß der preußischen Regierung vor der canont- schen Jnstttutton die Namen jener Priester angezeigt werden, welche die Bisä öfe der Dtöcescn zu Theilnehmern ihrer Sorgen In Ausübung der Seelsorge wählen. Gieße«^' Montag den ton ü«10’1“ M im M®« wHett ®‘rgri Schttth.Pl a u vl »* *•; Mw 38 M - B. Bau-, Wer 261 Sch'"«' ton 21— 3 $obib®i 2 Buchend Di- 3*1 Lhmff-e "ochN Siefen, am - Sr-fh-rj'S^B Ml Ej MUbam bei der T Lamstag dei Loruiiltags vi Men auf dem 1 Mause: 150 ApfelbLumci 50 Mirabellen- Bäumchen 1000 Stuä Hain versichert weiter Wen, den 1 Grvhh. Bürg 1787) A. \ Lokales. Gießen, 16. März. Neue finanzielle Opfer und Belästigungen schlimmster Art stehen dem Handelsstande in Form der projectirten Stcmpelabgabc, insbesondere der Quittungssteuer, in Aussicht und dürste eine Besprechung dieser Angelegenheit, wie solche der Handelsveretn für heute Abend im Cafe Ebel angeregt, dringend angezeigt erscheinen. — Wir verfehlen nicht, unser theater-Uebendes Publikum auf das morgen, Mittwoch, Abend stattfindende Benefiz des Herrn Albert Gärtner aufmerksam zu machen. Der Benefiziant, von früher her bei dem hiesigen Publikum gut eingcführt, ist eine der besten Kräfte, wenn nicht die beste, der hiesigen Theatergesellschaft. Er verdient es, daß ihm an seinem Benefizabend auch der klingende Lohn werde, ohne den des Künstlers Erdenwallen etwas nüchtern ist. Paris, 15. März. Der russische Botschafter Orloff ist der „Agence Havas" zufolge nach Petersburg berufen mit der Anweisung, den Botschaftsrath v. Kapntst als Geschäftsträger fungiren zu lassen. Orloff wirv wahrscheinlich Mittwoch abreisen. — In Miraude (Departement Gers) ist Georges de Caffagnac an Stelle seines verstorbenen Vaters Granier de Cassagnac zum Deputaten gewählt. In den Wahlkreisen Rambouillet und Narbonne sind zwei Republikaner zu Deputirten gewählt. London, 15. März. Telegramm des „Daily Chronicle" aus Allahabad von heute: Charikar ist wieder vom Feinde besetzt und geplündert worden. Unsere Alliirten wenden sich gegen uns. Die Stämme versammeln sich in großer Zahl. Ein neuer Feldzug scheint unvermeidlich. Karlsruhe, 15. März. Das Finanzgesetz wurde von der Zweiten Kammer ohne Widerspruch angenommen. Die Kammer sprach dabei den Wunsär nach Vereinfachung des Verwaltungs Organismus aus. Petersburg, 15. März. Der „Golos" meldet aus Warschau: Die Polizei entdeckte am 11. ds. eine Soctaltsten-Versammlung, wobei 16 Personen verhaftet wurden, nämlich 2 Ingenieur-Technologen, 1 Student der Medictn und 13 Handwerker. Berlin, 15. März. Reichstag. Erste Lesung des Vertrages mit dem Hawar- Jnselreich. Ministerialdirector v. Philipsborn bittet den Reichstag, dem Vertrage ruzustimmen. Lasker fragt, weßhalb, wenn man hier die Zustimmung des Reichstages für nothwendig halte, der deutsch-österreichische Handelsvertrag verlängert sei, ohne dem Reichstage Gelegenheit zum Votum zu geben. — v. Philipsborn kann int Augenblicke, da ihm die Frage durchaus unerwartet kommt, sich über den ölterreichrschen Vertrag nicht verbreiten, bestreitet indeß die Zulässigkeit der Analogie zwischen diesem und dem vorgelegtcn Vertrage. Das mit Oesterreich getroffene Abkommen sei ein Product des politischen Verhältnisses zu demselben, dazu bestimmt, die engen Beziehungen von dem politischen auf das materielle Gebiet zu übertragen, und enthalte nichts, was der unmittelbaren Genehmigung des Reichstags bedürfte, dessen Prärogative zu beschränken auch nicht entfernt beabsichtigt werde. Vielmehr werde die Reichsregierung die geeignete Gelegenheit benutzen, dem Reichstag eine bez. Vorlage zu machen. Die Absicht des Reichskanzlers gehe dahin, keine Veränderungen m den handelspolitischen Beziehungen zu Oesterreich herbeizuführcn, sondern ihre Stabilität zu sichern. Für heute bittet v. Philipsborn, von einer Discussion hierüber abzustehen. — v. Bunsen spricht Befriedigung über den Vertrag nach feinem materiellen Inhalte aus; die handelspolitische Bedeutung desselben sei unverkennbar von hohem Werth. — Gareis schließt sich den staatsrechtlichen Bedenken Lasker's an. - Nachdem noch Staatssecretär Hofmann den Vertrag vertheidigt hat, wird die erste Lesung desselben geschlossen. — Es folgt der Bericht der Budget-Commission über den Zolletat. . Bei Berathung des Etats der Zölle, Verbrauchssteuern und Aver'-n bringt Richter, unterstützt von Lasker, den Antrag ein, daß der Reichskanzler a'-'.«gefordert werde, den Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn vom 31. December 1879 dem Reichstage zur verfassungsmäßigen Genehmigung vorzulegen. Richter führt aus, daß der Vertrag, da er die Meistbegünstigungsklausel enthalte, zu feiner Gültigkeit der Genehmigung des Reichstags bedürfe. Redner hält die Zett trotz der günstigen Beziehungen zu Oesterreich für den Abschluß eines Handelsvertrages nicht geeignet wegen der von Deutschland betriebenen Schutzzollpolitik- Er unterzieht den neuen Zolltarif bezüglich des Flachszolles, des Verfahrens wegen der Transitläger und des Getreide- zolles einer scharfen Kritik. - Graf Udo Stolberg tritt für die rationelle Wirthschafts- idee ein, die dem neuen Zolltarife zu Grunde liege. Er halte es bezüglich Erneuerung des Handelsvertrages mit Oesterreich für ein Unglück, wenn wir uns wieder auf den Veredelungsverkehr einlassen wollten. Arn Zolltarif heute schon zu rütteln, sei nicht richtig; man möge ihm Zeit lassen, erst zu wirken, und sich dann von feiner Brauchbarkeit überzeugen. — Karsten polemisirt gegen die in den Etatsansätzen angenommenen Zahlen, die er als unrichtig bemessen hinstellt. — Bundes-Commissar Burchardt warnt davor, an Einzeltheilen des Tarifs heute schon zu rütteln; heute müsse man den mühsam zu Stande gekommenen Tarif als Ganzes annehmen und die Prüfung der Einzelheiten späteren Jahren überlassen. Der Bundesrath werde die Aufhebung des Flachs- rolles nicht beantragen, einen bezüglichen Antrag des Hauses aber eventuell ernstlich erwägen. Die Industrie dürfe vertrauen, daß ihre Interessen bei dem neuen Vertrag mit Oesterreich-Ungarn thunlichste Berücksichtigung fänden. — Stumm meint, wenn der neue Taris einzelne Eonsumartikel unerheblich vertheure, so werde das reichlich ausgeglichen durch die erhöhte Arbeitsthätigkeit, die er den Consumenten auf den Gebieten der nationalen Arbeit geschaffen. Stumm spricht sich gegen jede Veränderung des Tarifs aus, will sich aber den Anträgen auf Aufhebung des Flachszolles nicht widersetzen, weil es sich hier nur darum handele, eine Remedur zu schaffen für ein notorisches Versehen, das der Reichstag begangen, als er tm Vorjahre den Flachszoll in dritter Lesung annahm, den er in zweiter Lesung verworfen hatte. v Benda tritt zugleich in Delbrück's Namen den Ausführungen Karsten's bet. Die Ansätze seien nicht richtig. Die Folgezeit werde lehren, ob die Subcommlssion des Vorjahres oder die Regierung das Richtige getroffen. — Burchardt spricht die Hoffnung auf das Zustandekommen des neuen Vertrages mit Oesterreich aus. So werde die Annäherung mit diesem Reiche noch intimer werden als sie sich politisch jetzt schon ge= Halte. — Windthorft kündigt einen Antrag auf Aufhebung des Flachszolls an, dem sich die Regierung wie das Haus confequenter Weise gar nicht widersetzen könne. — Die Titel aus den Einnahmen an Zöllen, Tsbaksstcuer, Rübenzuckersteuer, Salzsteuer und Branntweinsteuer werden hieraus genehmigt. Der Etat der Pensionsverwaltung wird den Commissionsanträgen gemäß genehmigt, ebenso die Etatsemnahme des Reichstages. Cap. 18 des Einnahme-Etats setzt ans den Ueberschüssen des Etatsjahres 1879/80 an Einnahmen 5,987,592 JL in den Etat. Richter beantragt, diesen Titel so weit zu erhöhen, daß für dieses Jahr eine Verminderung der Matrikularbeiträge um 8 Millionen Mark eintritt. Rickert tritt dem Anträge Richter bei, den v. Mmnigerode und Unterstaatssecretär Scholz bekämpfen, worauf beifelbe gleichwohl angenommen wird. Der Rest des Etats wird nach den Anträgen der Commission erledigt und die Sitzung auf Dienstag vertagt. t _ Berlin, 15. Maez. Der Abg. Marquarvjen beantragte in der Reichs- tagscommffsivn für das Socialistengesetz, daß die Gültigkeitsdauer desselben bis zum 30. Juni 1884 festgesetzt werde. Ferner soll die in § 28 sub 3 getroffene Bestimmung (Untersagung des Aufenthaltes in Beziiken rc.), daß dieselbe auf Mitglieder des Reichstages, welche sich am Sitze desselben wäh rend der Reichstags-Session aufhalten, keine Anwel-dung findet. London, 15. März, Abends. Unterhaus. Schatzkarzler Northcote erklärt: Die Vertagung des Parlaments erfolgt am 24. März Nachmittags; unmittelbar daraus erscheint die königl. Verordnung über die Auflösung des Unterhauses. — Oberhaus. Beaconsfield e klärt auf eine Anfrage Dranmore's: Da die Antipacht-Demonstrationen in Irland afcgenomme i, so sei es nicht nothwendig, beim Parlament neue Vollmachten, betr. die Verwaltung Irlands, nachzusucheu. Die Ausnahmegesetze für Irland erlöschen demnächst. Je nach den Verhältniffen werde die Regierung von dem neuen Parlamente entweder deren Aufhebung oder Erneuerung der Vollmachten erbitten. Gießen, 16. März. Ta gesorvnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag, den 18. März 1880, Nachmittags 4 Uhr, im alten Nealschul- gedäuder 1. Die Mitprevigerstelle resp. die Bildung einer dritten evangelischen Pfarrstelle betr. 2. Die Hausmeisterstelle in dem stäbti'chen Harne auf dem Asterweg. 3. Gesuch des Bäckermeisters Christian Fatz um Erlaubnis zur Lagerung von Holz an der Grünberger Straße. 4. Die Holzversteigerung vom 8. d. Mts. betr. 5. Die Erbauung einer Turnhalle für die höhere Mädchenschule. 6. Die Erbauung einer neuen Kaserne 7. Gesuch des Georg Stühler um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes. 8. Desgleichen des Steueraufsehers Fink. 9. Gesuch der Firma Nattmann & Weidig um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes. 10. Gesuch mehrerer Bewohner der Frankfurter Straße um Fortsetzung der Banquet- Pflasterung 11. Die Aufnahme des Hamm in den städtischen Bauplan. 12. Die Verpachtung der Pippischen Schanze. 13. Die Unterhaltung der städtischen Wiesen. 14 Gesuch des Maschinenschlossers Heinrich Baum II. um Angabe einer Baulinie. 15. Desgleichen der Jeremias Friedel Wittwe. 16. Gesuch des Sattlermeisters Wilhelm Friedel um Bauerlaubniß. 17. Gesuch des Schreinermeisters Johann Jacob Schmidt um Bauerlaubniß. 18. Desgleichen des Weißbinders Karl Euler. 19. Desgleichen des Kaufmanns Louis Plank. 20. Desgleichen der Brüder Heinrich und Jacob Ketzler von Annerod. 21. Desgleichen des Weißbinders Christian Petri V. 22. Gesuch des Holzhändlers Susmann Katzenstein um Erlaubniß zur Erbauung zweier Hallen. 23. Kosten-Decreturcn. Gießen, 16. März. sSchwurgerichtsverhandlnngen.j Am 15. März d. I. wurden folgende Sachen ubgeurtheili: 1) Gegen Heinrich König von Lindheim, 20 Jahre alt, wegen Versuchs der Nachzucht an einer 75jährigen Frau. Derselbe wurde für schuldig erkannt, jedoch wurden mildernde Umstände angenommen und Angeschuldigter in eine Gefängnißstrafe von einem Jahre und in die Kosten verurtheilt. 2) Gegen Marie Weber von Udenhausen, 20 Jahre alt, Dienstmagd, wegen Kindesmorv. Die Weber war angeklgt: daß sie am 6. November v.J. in Elbenrod in der Behausung des Johannes Faust, bei welchem sie als Magd diente, ein von ihr geborenes Kind männlichen Geschlechts in oder gleich nach der Geburt vorsätzlich gelobtet, indem sie das Kind in oder gleich nach der Geburt am Halse gepackt und gedrückt und bann, nachdem sie es fest in eine Schürze gewickelt, zu sich ms Bett gelegt und die Bettdecke fest darüber gebreitet habe. Da die Lebensfähigkeit des Kindes nach dem Gutachten des Experten. Herrn Professor Birnbaum, nicht als erwiesen angenommen wurde, so sprachen die Geschworenen das „Nichtschulvig" aus, worauf der Gerichtshof auf Freisprechung erkannte. — Die Nachbarschaft des „Rusi. Hofes" war am Samstag Nachmittag 4 Uhr einigermaßen erstaunt, daß der Leichenwagen in den Hof desselben gelenkt wurde, ohne daß man wußte, ob in dem betr. Hause eine Leiche liege. Bei näherer Erkundigung ergab es sich, daß der Leichenwagen in der Klinik eine Leiche abholen sollte, dort der Sarg vom Schreiner aber noch nicht abgeliefert worden war und daß bis zu dessen Ankunft der unheimliche Wagen sich in der Nähe aufhielt, ohne daß er zum Schluß seinen Zweck erreichte, denn nach Ablauf von 3/< Stunden fuhr der Wagen in die Stadt zu einer Beerdigung, die um 5 Uhr stattfinden sollte. — Seit Sonntag ist auf dem Oswalds Garten ein Zirkus aufgeschlagen, dessen Besuch wir unfern Lesern empfehlen können. Man findet dort allerdings nicht jene Pracht der Ausstattung, Dekorationen k., mit welcher ein Renz, ein Salamonsky die Manege in einen Feenpalast zu verwandeln wissen — aber die Leistungen der Gesellschaft verdienen alles Lob und alle Anerkennung. Ja, wenn man an die reichen Mittel denkt, über welche die renommirten Zirkus^ Inhaber verfügen und durch welche sie zu wirken pflegen und dagegen die engen Verhältnisse betrachtet, welche die hiesige Gesellschaft beschränken und hemmen, so wird man über das hier Gebotene staunen müssen. Der Direktor, ein vorzüglicher Reiter, besitzt gute und wohldrejsirte Pferde. Da ist ein Schimmel, er hat allerdings bi: Blüthe seiner Jahre hinter sich, aber er ist ein Schulpferd, welches einem größeren Zirkus Ehre machen würde. Ebenso das Schul- und Springpferd Kolumbus. Von den drei Schecken, die wir gestern Abend auftreten sah«, ist das eine Baar beinahe eben so gut abgerichtet Auch die übrigen Pferde, welche von den Mitgliedern der Gesellschaft geritten werden, genügm den Anforderungen Die Dresiur des Stieres erregt Bewunderung. Besonderes Interesse erregen die Leistungen der jugendlichen Künstler; die kleine Henriette als kühne Voltigeurin, ein frischer Knabe, als kecker Reiter und munterer Klown, ein jugendliches, kaum dem Säuglingsalter entwachsenes Wesen, das sich auf dem pfeilschnell dahin rasenden Roste tummelt. — Am verflossenen Freitag Abend wurde in der Lahn bei Heuchelheim die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden. Nach Besichtigung derselben durch das Amtsgericht und den Arzt wurde die Leiche am Samstag in Heuchelheim beerdigt. — Die „Volksküche" veriheilte heute 997 halbe Portionen. Verkauft wurden hiervon 49, 948 Portionen erhielten Arme, Kinder und Handwerksbjchen. Handel und Verkehr. Gießen, 16. März. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd.^L 1.05 bis JL 1.12, Hühnereier 2 Stück 10—11 H, Gänseeier per Stück 11 Enteneier per Stück 6—0 Käse per Stück 5—11 Käsematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 23 H, Tauben das Paar JL 0.85, Hühner per Stück l.tiO—1.80, Hahnen per Stück JL 1.50 biß 2.50, Enten per Stück 2.0l)—2.50, Kartoffeln per 100 Kilo JL. 6—9.00, Zwiebeln p Etr X 15—18, Milch per Liter 16 und 18 Oäüenflcisch 66-68^ per Pfo., Kuh- und Rindfleisch 48—56^, Kalbfleisch 40—46 Hammelfleisch 45-60 H, Schweinefleisch 60 H. Frankfurt, 15. März. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 «X 43, Nr. 2 «4L 41, Nr. 3 m 35 Nr. 4 Jt. 31, Nr 5 JL 25, Roggenmehl % (Berliner Marke) JL 2b 50—00, do I (Berliner Marke) 27.00—00.00, do II (Berliner Marke) 20.00—21.00. Weizen effectin hiesiger ab Bahnhof hier JL 24.50 OO.Oo, ab unserer Umgegend v»L 23.75—24.00, do. fremder je nach Qualität JL 23.75—24 50, Roggen, je nach Qualität JL 19.50—20.50, Gerste J4 1800-21, Hafer JL 14—16.25, Kohlsamen JL 27—29.00, Erbsen „4L 19—27, Wicken JL 16 — 18, Linsen JL 20-40, Bohnen, weiße, JL 23—25, Roggenkleie JL —, Weizenkleie, grobe und feine H. i Ätz 8. n ^u.n9 am MU«: bett, ln9 60öH an ®flänbe6. ** Üäbtiiajen n9 btt 8anqu(t. ' " daulinik. rubniß. ^^auung zweier d. 3- wurden niud;6 btt Roth- wnrden mildernde « Zähre unb in Btgen Linbesmord. ehällsmig des 30; b männlichen 9c «d in oder gleich i in eine Echürze Herrn Professor »efchworenen das ag 4 Uhr einiger: ne daß man wußte, es sich, daß der iiieinei aber noch Lagen sich in bei ui von V< Stunden >chten- Stämme von 16,30 fm, 4 Elsbeer-Stämme von 0,21 fm und 4 Klischbäume Palmengarten in Frankfurt a. M. Beginn her grossen Frühjahrs - Mimen- unö Manzen-Ausstellung. Die Ausstellung, sowie sämmtliche Räume des Etabltffements sind täglich von 7 Uhr Morgens an geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 1 Jt. P-r Person, für Kinder 50 Auch werden Monatskarten für Fremde gegeben und zwar Familien- karten i 8 M., Einzelkarten ä 4 jl. . Täglich Eoncert der eigenen Capelle, Nachmittags von 4-6 Uhr und Abends von 7>/a bis 10 Uhr. . In den großartigen Gesellschaftsräumen, welche neu fertiggestellt und bedeutend vergrößert und vermehrt worden sind, Restauration ersten Range Diners und Soupers für größere und kleinere Gesellschaften. Fralnkfurt a. M., den 12. März »88(1 „49) Der Perrnaltungsralh. Holzverfteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 22. März 1880 von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem District Brauhos nachverzeichnetes Holz Versteigert werden: A. Brennholz: Länge, 2400 E chen-Durchfo stungs-Wellen. Der Anfang ist im District Kuntz- gesberg am Vicinalweg von Garben- teich nach Grüningen, sodann in Fletten- berg bei der Kretdegrube, wo hauptsächlich die Schichthaufen zur Ver- steigerung kommen. Fortsetzung im Beckertswald und Markwald. Garbentetch, am 13. März 1880. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. 1784) Schwarz. Durchmester und bis 15 rn Länge, Nadel-Derbstangen 3,47 fm. Brennholz: Dreitag den 18. März: ---Rmtr. Buchen-Schetlhotz, „ -Knüppel, Eichen-Scheit, „ „ -Knüppel, Wellen Buchen-. Eichen- und Nadei-Reioholz, Rmtr. Buchen-, Eichen- und «adel-Stockholz. „ „ -Knüppelholz „ „ -Siockholz, ov Wellen „ -Reisholz, 53 Nadel-Schichthaufen von 5 Mir. 1792) Zur Saison empfehl- sämmtliche Neuheiten 'n Damenkragen - Krausen, LavallisreS, Vorstecker, Schurzen, Perlkragen- Chen.lle- «chu», gestickte Unterröcke, Taschentücher, Corsetten, sowie Handschuhe 'N größter AuSwabl zu den 6lQt1fteu Preffen. Robert Haas, Seltersweg C. 59. Die Samenhandlung von Mlu lAarn empfieh't r ' M. Weißbacker. 1652) 12—15000 JL werden gegen erste Hypothek zu leihen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. "1624) Zwei Pensionäre finden zu Ostern gute Aufnahme. Markt B- 32- Gesucht ein tüchtiger Geselle von (1783 I. Becker, Schmiedmeister, Wallthor. Logis. 1570) Zwei Logis von je 7 Zimmerrr mit allem Zubehör sind zu vermiethen und vom 1. April bezw. I.Juli ab zu beziehen Näheres bei I Blitz., -1708) Ein möblirtes Zimmer zu oe^ miethen bei Chr. Neider, am Kreuz. Faden mit Jogis § alsbald zu vermiethen. Lit. D. 23. Fluche Na-Hdw d-siübe hinmü i WH*»*** Strohhüte für Herren uyd Damen werden gewaschen, gefärbt und modernisirt. Muster liegen zur Ansicht bereit. (1542: Louis Gail, Mäusburg D- 8. "”1727) Lehrling gesucht von ______________August Schlesffnger 1640) Ein braves Mädchen vom Landiv mit guten Zeugnissen versehen, kann bei e ner stillen Familie alsbald eintreten Auskunft m der Exped. d. Mts. 109) Zur zeitweisen Führung den Bücher empfiehlt sich ein in der doppelten Buchhaltung erfahrenerverh.Mann, welchen auch im Versicherungswesen bewandert ist^ Gef. Adr. werden unter F. M. 2510 in der Exped. d. Bl erbeten- ___ Cirkos Dm Marko. Oswalds Garten. § 1807) Auf 5. April gegen guten Lohn ein tüchtiges Mädchen gesucht. _____________________________Turnhalle. 1555)^Gesucht auf Ostern ob. 1. April ein zuverlässiges erfahrenes Mädchen für Küche und Hausarbeit. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Vermischte Anzeigen. 1804) Ein in häuslichen Arbeite» bewandertes Mädchen, das gut kochen unk bügeln kann, wird auf Ostern gesucht von Dr. Weder. 1814) Eine Lauffrau gesucht. Näheres' bei der Exped d. Bl. Toffee Mzeifie. 1786) Gestern Abend starb nach 4tägiger Krankheit mein lieber Sohn Hermann am Typhus im Alter von 21 Jahren. Gießen, Den 15. März 1880. Die nestramrnde Mutter Frau Dr. Zinsser. Der unterfertigte C.C. erfüllt hiermit die traurige Pflicht, die alten Herren und Dreunde des Corps, sowie vie gesammte akademische Bürgerschaft von dem nach ^tägiger Erkrankung am Typhus gestern Abend erfolgten Tod seines Rennoncen Hermann Zinßer stud. philos. geziemend in Kenntniß zu setzen. Die B'erdigunff find-l Mittwoch 3hd)m-tag 4>/, Uhr vom Stcrbehous (Bleichstraße) aus statt. Gießen, den 15. Märt 1880. Der C.E. der Hassia. 3- A.: 19/37^. Rec. Kais. Geb. (l72i P ietsch) in Gießen. «-H P< Kreitag 19/3 6V2 Nhr Generalversammlung (1788 der Wittwen - und Wolfen-Kaffe. ad pos im Jahr 1880 noch vor nächst« landw. Bezirkst, Fried Mittwoch den 17. und Donnerstag den 18. März: Die letzten Vorstellungen wobei sich em h:es. Bürger mit dem Stier- bündiger, Ringer und Athleten des Cirku^ ringen wird. 300 Demjenigen der beit Athleten mit beiden Schultern auf b:e Erde wirft. Ich fordere hiermit tic Stärksten der Stadt Gießen und Umgegend auf, den weiteren Ringkampf mit dem Athleten aufzunebmen. Die Vorstellungen finden statt Nachmittags 4 Uhr; in den Nachmittags-Vorstellungen hat eine jede Person auf den Sitzplätzen ein Kind frei, Haupt-Abend-VorsteUung 8 Uhr, verbunden mit Ringkampf. (1803 Do» Marko. Berlin, Prinzen Mährin Tochter des versti ...Berlin, Mn,«- int)., bet gi .. »®« NI »li „ k( *, btt & ttbit »• Wo», bn gelt b( ^rlchskanzlrrn Mtttbirt, 8 i (",n Iö"9eren 7"«N ßeiben von RiiSi Menten“' “"»i'lbtbautr kit M J ’N ?!?? 1796) Die gegen Schuhmacher Kaspar Müller beim Herrn Pfarrer ausgesprochene Beleidigung nehme ich hiermit zurück. Karl Hörle, Groß-Buseck. Theater in Giessen. ZumBenefii für Hrn. A. Gärtner Mittwoch den 17. März: Eine B^nut auf Sieferuuß Lustspiel in 4 Acten von Tietz. Zu dieser meiner Benefizvorstellung erlaube ich mir, ein geehrtes Publikum ganz ergebenst einzuladen. Hochachtungsvoll 1812) Albert Gärtner.