w, 1880 Mittwoch den 16. Juni Nr. 137 ießener Anzeiger Mise- md Amtsblatt fit ita Kreis Gieße« WHdl**itWCe*nt \ Schulstrahe B. 18. GWebe lasten wir nach seinem Wortlaute hier folgen. „An hohen Vundesralh »n Berlin " Während der letzten Session des hohen Reichstages hatten sich die Weinproducenten der Pfalz erlaubt, sowohl an diesen w e an hc( er. Bun- desratb eine Petition um Verbot der Weinfabrikaiion zu richten. Seitens des hohen Reichstages wurde dieselbe dem Herrn Reickskani empfohlen. Der im September v. Js. zu Koblenz stattgehabte deutsche Wein Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Evrrespsvderrr • Berlin, 14. Juni. Die Meldung der „Times", daß s-imr Zeit die Ernennung Challemel Lacour's zum französischen S8cWaft” £ Schwierigkeiten begegnete und nicht erfolgt fei,. weil Fürst Bismarck nicht wünscht-, mit einem Republikaner so unzweifelhafter Farbe in Berührung ge- bracht zu werden, ist di- „Rmdd. Allg. Ztg." b-auf ragt, als eine jeder that- sächlichen Unterlag- entbehrende Eifindung zu bezeichnen. Die Ernennung Challemel's war, soweit in Paris überhaupt beabsichtigt, weit entfernt, in Berlin irgendwelche Schwierigkeiten zu finden, wnrde vielmehr, als man hier ^nöthigt war anzunehmen, daß das Ausscheiden des gegenwärtigen französt- chen Boffcka tersSt Ballier ungeachtet der dieffeitigen Wünsche dennoch bevorstehe und in Folge dessen das deutsche Cabinet in üblicher Wei e ver- jnaulich sondirt wurde, gerade als di- für Berlin am meisten, erwünschte hier bezeichnet. Bundesrath bestätigte den in erster Lesung gefaßten Beschluß, betr. den Zollanschluß der unteren Elbe, heute In zweiter Beratung. ... «rei» MWiif 2 Mar! 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ’fdjä[l Witwe, =.40, g u n g von »lern, Wtintu ttt. w jeder Stein- Ausführung rung bestens steine von alte. — Die von lass er fragliche e billiger liefern agl. Herrn diese lllfl arte Zemke, usstellung 30. lbkk 1880. utschrv Reiche statt« is zoologischen Gartens ücllung kmstgrwerb' röan. Einttitt-prei- f * Abends electrtsme ht 'Sein: unb Bicr- n des piUlptgeöäudes lettische Eisenbahn, nt, Rheinischen unb — durch Pferdebahn, irkischnl Eisenbahn. i'iraße 5ir. 5. miß--M ilL im,«0,000.- cherten zu. , 1,103,702.(14 l'ramie 6ir*lM ii.M |. i™ Mp,j „theil an dem [tber^hu^« | ijio? faßt die I ... -z'uernor y|ii :i i .Kaeafllrer »» richten-________ -Ssr H«*-1»fleine ‘Re>fenI \ Rio de Janeiro, 14. Juni. Die Chilenen haben am 7. Juni Arica gestürmt und die Garnison gefangen genommen. Die peruanische Cor- vette „Manescapas" wurde in den Grund gebohrt. Berlin, 14. Juni. Für die am 16. Juni um 2 Uhr beginnende Berliner Conferenz in der griechischen Frage ist analog der Geschäftsbehandlung im Congreste eine geschäftliche Erledigung in zweifacher Behandlung in Aussicht genommen. Einmal die Conferenz-Verhandlung selbst, an welcher die Experten nicht theilnehmen, zweitens die Arbeit der Experten auf Grund des vorangegangenen Conferenz-Antrages. Die bet dem Congresse üblich gewesene dritte Art der diplomatischen Ausschußberathung kommt bei dem begrenzten Charakter der Conferenz in Wegfall. Die türkischen und griechischen Vertreter nehmen an der Conferenz nicht Theil und haben keine directe Stellung zu dieser. Es bleibt ihnen überlasten, durch die Vertreter der einzelnen Mächte ihre Wünsche vorzubrtngen. — Fürst Bismarck empfing heute die auswärtigen Delegirten zur Fischerei-Ausstellung. London, 14. Juni. Layard ist hier etngetroffen. — Laut Telegramm der „Times" aus Kabul vom 13. ds. begegnen die Unterhandlungen mit Abdurrhaman wegen Annahme der Emirwürde von Afghanistan Schwierigkeiten; die Rückkehr von Jakub Khan sei möglich. — Laut Telegramm der „Times" aus Calcutta hat der Aufstand in Oberblrma sein Ende gefunden. — Einem Telegramm des „Standard" aus Bombay zufolge erklärte Gordon, er gehe nach China, um der chinesischen Regierung vom Kriege mit Rußland abzurathen. Le Mans, 14. Juni. Kriegsminister Farre besichtigte die hiesigen Truppen und hielt bet einem Banket eine Ansprache, in welcher er erklärte, er freue sich, inmitten einer vornehmlich Ackerbau treibenden Bevölkerung zu sein, welche die Grundlage einer gut dtsciplintrten patriotischen Armee bilde, die ihre militärischen Pflichten mit über jedes Lob erhabener Hingebung erfülle. Paris, 13. Juni Senat. Leon Say nimmt Besitz von dem Präsidium und hält folgende Ansprache: Die republikanischen Institutionen, noch jung, aber kräftig, können durch die Eintracht der großen Staatsgewalten alle erhofften Früchte bringen. Diese Eintracht braucht der Würde und Unabhängigkeit der Kammer oder des Senats keinerlei Opfer aufzuerlegen; sie ist als schützender Mantel ausgebreitet über die Republik, über die parlamentarische Regierung und die modernen Ideen. Diese Eintracht ist vorhanden; der Senat in seiner tiefen Erkenntniß der politischen Nothwendtgkeiten wird dieselbe zu erhalten wissen und so die Aufgabe der Executivge- walt erleichtern, welche bei freien Völkern immer so schwierig ist. Der Senat Wird demgemäß dazu beitragen, in den Geist des Volkes die Principien einzuprägen, welche es für untrennbar von der Idee der Republik erachtet: die Achtung vor dem Gesetz und die Erhaltung der Ordnung. — Der Berichterstatter der bez. Commission übergibt den Bericht über die Petitionen gegen die Deccete vom 29. März. Dieser Bericht, welchem die Petitionen für unbegründet zu erklären empfiehlt, soll am 24. Juni im Hause zur Debatte gelangen. Lokales. Gießen, 15. Juni. Dem hiesigen Turnverein wurden von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog Corporationsrechte verliehen. Verwischtes. Frankfurt, a. M. Der Ausschuß des Landes-Pferdezucht-Vereins im Groß- herzogthum Hessen tagte hier am 11. Juni im Hessischen Fürstenhofe auf der Zeil. Der Hauptgegenstand der Verhandlungen betraf die Aufstellung einer „Ordnung zum Ankauf von Füllen in Hannover und Oldenburg", welche im Entwurf von dem auf weitere 3 Jahre wiedergewählten Vorstand des Vereins zur Berathung und Beschlußfassung gebracht wurde. Die Ankaufs - Commission wird unter Leitung des Hofstallmeisters t. P. Freiherr von Schaeffer-Bernstein, nachdem der Bestellungstermin (ausschließlich für Mitglieder des Vereins) am 15. Juli geschlossen ist, im Spätsommer die Pferdezucht-Bezirke zwischen Ems und Elbe bereisen. Darmstadt, 12. Juni. In Sachen des Muttermörders Pfaff ist dessen Gnadengesuch, nachdem die Acten vom Reichsgericht zurückgelangt, nunmehr Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog unterbreitet. Der Umstand, daß alle Vorkehrungen zur Hinrichtung getroffen, so z. B. der Scharfrichter verständigt ist, sich auf telegraphische Berufung bereit zu halten, der Platz für das Schaffst bereits hergerichtet und die Arbeiten zu dessen Herrichtung vergeben, das Armesünderglöckchen wieder mit Läutevorrichtung versehen und Beerdigungsanstalten getroffen sind, falls die Leiche von den Verwandten reclamirt werden sollte rc., hat zu der wachgehaltenen Behauptung immer wieder neuen Anlaß gegeben, daß das Gnadengesuch abgelehnt sei. Bis zur Stunde ist indeß noch eine Allerhöchste Entscheidung nicht getroffen. Alle Vorkehrungen sind nur eventuelle und sie müssen getroffen sein, weil sich die nöthigen Arbeiten und Bestellungen in der Gnadenfrist von 24 Stunden doch sicherlich nicht bewerkstelligen ließen. (Tgbl.) — Die Hamburger „Reform", die täglich an der Spitze der Zeitung ein Bild in der bekannten Witzblatt-Manier bringt, enthält in einer ihrer letzten Nummern einen lustigen Scherz, überschrieben „Zur künftigen Zollsperre bei Cuxhafen". Das Bild stellt den Meeresgrund dar und m der Meeresfluth schwimmen Fische von allerlei Gestalt umher; unter ihnen aber ragt ein mächtiger Stör durch seine imposante Größe hervor. Ihm gegenüber steht ein Taucher in dem bekannten Costüme des Capitän Boyton, der durch einen mächtigen deutschen Re chsadler, den er auf der Brust trägt, sich als unterirdischer Zollwächter characterisirt- Der Dialog, der sich nun zwischen diesem submarinen Zollwächter und besagtem Stör entspinnt, ist folgender: Zollwächter: „Halt, wohin wollen Sie?" — Fisch: „Mein Name ist Stör. Ich komme aus dem Meere und gehe in die Elbe, um zu laichen." — Zollwächter: „Da müssen Sie erst den Zoll auf Caviar bezahlen!" Kassel, 13. Juni Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr entlud sich bei einer Temperatur von 25 Grad R- ein heftiges Gewitter über unserem Thalkessel. In unserer Stadt schlug der Blitz an verschiedenen Stellen ein, glücklicherweise ohne zu zünden Das Gerüst am Neubau der höheren Töchterschule wurde an einzelnen Stellen in kleine Splitter zerspalten, während die dort beschäftigten Arbeiter theilweise betäubt zur Erde fielen, glücklicherweise ohne Schaden zu nehmen- Ferner schlug der Blitz durch den Schornstein in ein Gebäude auf dem Weinberg und zertrümmerte verschiedene Gegenstände in der Küche, das sich in der Küche befindende Dienstmädchen blieb unversehrt- Bei diesem Falle muß der Umstand besonders heroorgehoben werden, daß sich auf dem fraglichen Gebäude drei Blitzableiter in durchaus gutem Zustande befinden. In Rothenditmold wurde ein Telegraphenbeamter in seiner Privatwohnung an einer Seite vom Blitze gestreift, ebenso sein in der Nähe stehendes vierjähriges Söhnchen, welches von der Wucht des Schlages unter's Sopha geworfen wurde; die anderen im Zimmer befindlichen Familienglieder kamen mit dem Schrecken davon, im Hause selbst wurde eine grauenhafte Verwüstung angerichtet. In Kirchditmold schlug der Blitz mehrmals in den an der Kirche befindlichen Blitzableiter; auch soll dortselbft ein Bauernsohn, welcher die Bodenluke schließen wollte, vom Blitze getroffen und gelähmt worden sein. In Wehlheiden schlug der electrische Strahl in einer Gastwirthschaft mitten unter die Gäste, ohne zu verletzen. Auf der Gastwirthschaft zur Druse! schlug es ebenfalls ein; ferner wurde dem Vernehmen nach in Wolfsanger ein Schäfer erschlagen, während der tödt- liche Strahl in Niedervellmar in eine Schafheerde fuhr und eine Anzahl töbtete. In Hersfeld kam das Militär gerade während des Gewitters vom Exercierplatze zurück, plötzlich fuhr ein Blitzstrahl unter die Soldaten und schlug einen Mann zu Boden, welcher sich jedoch bald erholte. Kassel, 13. Juni. Das gestern mit außergewöhnlicher Heftigkeit zum Ausbruch gekommene Unwetter hat, so viel bis jetzt bekannt, sich bis auf die Provinzen Hannover und Sachsen, sowie Thüringen ausgedehnt, wo durch wolkenbruchartigen Regen vielfacher Schaden angericytet wurde. Namentlich haben die entfesselten Elemente dem Eisenbahnverkehr gar übel mitgespielt- Am meisten hat der schon so oft in unfahrbaren Zustand gerathene hohe Effenvahndamm der Berlin-Coblenzer Bahn bei den Stationen Frielendorf und Oberbeisheim leiden müssen. Derselbe soll an einzelnen Stellen bedenklich gerutscht, an anderen Stellen durch herabgeschwemmte Erdmassen mehrfach verschüttet worden fein. Der Verkehr auf der Strecke Malsfeld- Treysa hat dadurch eine plötzliche, gewaltsame Unterbrechung erfahren. Auch der Eifenbahndamm der Bergisch-Märkischen Bahn wurde zwischen Altmorschen und Rotenburg auf einem Geleise von herabgeschwemmten Erbmassen überschüttet, so daß der nach Kassel fahrende Nachmittagsschnellzug nach Rotenburg zurückkehren und das zweite Geleise zur Weiterfahrt benutzen mußte. Auch auf der Strecke Northeim-Nordhausen trat gestern Nachmittag eine Verkehrsunterbrechung ein, da der Bahnkörper in Folge Überschwemmung und herabgestürzter Erdmassen unfahrbar war. Zwischen Scharzfeld und Lauterberg derselben Strecke wurde überdies ein Schafheerde dermaßen von den plötzlich heranstürzenden Fluthen in die Enge getrieben, daß ein Theil derselben — man sagt 40—60 Stück — elendiglich ersoffen. Auch btt Salzderhelden wurde der Bahnkörper, wie man mir mittheilt, theilweise überschwemmt und verschüttet. Wahlershausen, 13. Juni. Bei dem gestrigen Unwetter schlug der Blitz in das Wohnhaus des Maurers Burghardt, wodurch das auf dem Boden befindliche Heu rc. in Brand gerieth; das Feuer wurde jedoch durch die glücklicherweise herbeigeeilten Nachbarn sofort gelöscht Der Blitz fuhr durch das Dach am Schornstein herunter in die Wohnstube und zersplitterte einige Balken, so daß das Haus einer Ausbesserung bedarf. Die Hausfrau, eine Wöchnerin, kam mit dem Schrecken davon und mußte in das Nachbarhaus gebracht werden Der Bruder derselben, welcher neben dem Ofen stand, wo der Blitz herunter m den Keller fuhr, wurde derart betroffen, daß er mit offenem Munde und starren Augen auf dem Boden wie tobt liegen blieb und ärztliche Hülfe herbeigeholt werden mußte; derselbe ist jedoch heute (am 13 ) wieder soweit hergestellt, daß er allein gehen kann. Melsungen, 12. Juni. Fünf Gewitter sammelten sich heute Nachmittag über unserer Stadt und der Nachbarschaft- Unaufhörlich rollte der Donner, völlige Dunkelheit herrschte, ab und zu durch Blitz auf Blitz erleuchtet, völlige Oede auf den Straßen, alle Fenster geschlossen — es war ein düsteres unheimliches Bild. Gegen 4 Uhr entluden sich heftige Blitze, gleichzeitig vernahm man nie gehörte, fürchterliche Donnerschläge. Der Schrecken trieb Viele an's Fenster, um zu sehen oder zu hören, was geschehen; mehrere Hülferufe ertönten. In der Burgstraße schlug der Blitz ein und töbtete die junge Frau Stern. Kurze Zeit darauf hörte man wiederholt Hülferufe: das Dach eines Hauses war aufgedeckt und rechts und links auf die nebenstehenden Häuser geworfen, der im Hause wohnende Gerichtsvollzieher W- war an der Schulter verletzt, nach ärztlicher Aussage hoffentlich nicht lebensgefährlich; zum dritten Male schlug es zwischen zwei niedrigen Häusern ein und töbtete dort ein Huhn. Alle drei Schläge haben glücklicherweise nicht gezündet In Ostheim wurde die Kirche durch den Blitz getroffen und fast zerstört; die Wassermassen waren so ungeheuer, daß vieles Vieh in den Ställen umkam. Hier in Melsungen herrschte völlige Windstille bei mäßigem Regen; aus dem Bttsethal wird Hagel und Wolkenbruch gemeldet. Die Fulda wächst und ist sehr trübe, sie führt viele Hölzer mit sich. (H- M.) A. C. Düsseldorf, 11. Juni. Die Gewerbe-Ausstellung, welche am 9. Mai d. I. eröffnet wurde und bis Ende September dauern soll, zeigt alle Probucte der wirtschaftlichen Thätigkett von der Land- und Forstwirthschaft an bis zum Kunstgewerbe. Das Ausstellungsgebiet umfaßt die beiden Provinzen Rheinlanv und Westfalen, den Regierungsbezirk Wiesbaden (das frühere Herzogthum Nassau mit der Stadt Frankfurt a. M.), ferner die kleineren angrenzenden Fürstenthümcr Schaumburg-Lippe, Lippe-Detmold und Waldeck, das oldenöurgtsche Fürstenthum Birkenfeld und endlich den Kreis Hohenzollern. Die Ausstellung liefert, trotz den mannigfachen Lücken m der Textil-Industrie, ein glänzendes Bild der Erwerbsthätigkeit des Ausstellungsgebietes. Namentlich sind der Bergbau, die Montan- und Maschinen-Jnvustrie und die Metall-Verarbeitung in einer überraschend großartigen Weise vertreten. Wer die reiche Mannigfaltigkeit der rheinisch-westfälischen Industrie kennt, wird mit großen Erwartungen nach Düffelborf kommen; wer die Ausstellung aber besehen hat, wird, wie alle bisherigen Berichte bezeugen, mit dem Gefühle heimkehren, daß seine Erwartungen übertroffen wurden. Wenn die Gewerbe - Ausstellung sich auf einen Theil Deutschlands beschränkt, so zeigt die IV. Allgemeine Deutsche Kunst-Ausstellung, welche mit der Gewerbe-Ausstellung verbunden ist, dem Besucher, was die Deutsche Kunst — und sie umfaßt auch Deutsch-Oester- reick — in den letzten 12 Jahren geschaffen hat. Kunst und Gewerbe stehen ebenbürtig nebeneinanvcr. Als drittes verbindendes Glied ist die Ausstellung kunstgewerblicher Alterthümer anzusehen, welche einen erheblichen Theil der im Ausstellungsgebiet befindlichen kunstgewerblichen Leistungen unserer Väter und Altvordern gesammelt und nach den verschiedenen Kunst-Epochen geordnet bat, um dem Handwerk und der Industrie der Jetztzeit als Muster und Vorbild einer intimen künstlerischen Durchdringung der Gewerbsthättgkeit zu bienen. In Deutschland hat bisher wohl keine Ausstellung kunstgewerblicher Alterthümer von dem Umfange und der Reichhaltigkeit stattgcfunden, wie sie die Düsseldorfer Ausstellung darbietet. Nachdem die Provinzial-Nusstellung zu Hannover (1878' und die Ausstellungen zu Berlin und Offenbach (1879) der Industrie der betreffenden Bezirke zu Ehren und Nutzen gereicht und in jeder Beziehung einen erfolgreichen Verlauf genommen Hat, darf erwartet werden, daß die Düsseldorfer Ausstellung, welche diese Vorgängerinnen wett übertrifft, noch in verstärktem Grade das Ansehen und den Ruf der deutschen Gewerbthätigkeit heben und zugleich für alle Besucher eine Quelle der Belehrung und Anregung werden möge. Als statistischen Nachtrag fügen wir binzu, daß der etwaige Ausfall der Ausstellung durch zwei Garanttefonds gedeckt wird. In erster Linie steht ein Fonds von mehr als 100,000 uMa, welcher aus Zuschüssen des Staats, beider Provinzen, der Stadt Düffeldorf und der drei großen Eisenbahn-Gesellschaften gebildet ist In zweiter Linie haftet ein Fonds von 391,000 JL, dessen Beträge meist in der Stadt Düffeldorf gezeichnet sind. Die Gewerbe-Ausstellung zeigt mehr als 2600 Nummern, worunter einzelne, welche große Collectiv-Ausstellungen umfaffen; die Kunst-Ausstellung zählt gegen 1200 Kunstwerke. Außer dem Hauptgebäude, welches eine Fläche von 32,000 Qm. bedeckt, gibt es noch 60 Annexbauten mit insgesammt 12,000 Qm. bedeckten Raumes. Sämmtliche Gebäude befinden sich auf Dem erweiterten Terrain des Düsseldorfer zoologischen Gartens, welcher für die Ausstellungszeit vom Vorstande gemtetbet ist und der durch seine hübschen, mit Hügeln und Seen belebten Anlagen den Besuchern angenehme Erholungs- und Erfrischungsplätze bietet. A. C. Düsseldorf, 10. Juni. Das Ergebniß des Besuches der Ausstellung bis einschließlich vorgestern war Folgendes: für Personen Einnahme Bis incl. 1. Juni waren Tagesbillete (ohne Abonnements«, Wochen- und Freikarten) verausgabt...... 81.078 77,031 JL 10 Vom 2. bis incl. 8. Juni wurden ausgegeben: Mittwoch 3135, Donnerstag 2460, Freitag 1576, Samstag 2110, Sonntag 5830, Montag 2606, Dienstag 3280, zusammen..... 20,006 20,125 „ 95 „ Gesammtzahl der Tages-Billete uud -Einnahme 101,084 97,157 05 3, Durchschnittlich pro Tag 3,251 3124 10 H An Abonnements- uud Wochenbillets sind vereinnahmt ca. 81,800 , — „ Gesammt-Ertrag seit Eröffnung der Ausstellung ca. 178,950 A. C. Düsseldorf, 11. Juni. Die höchst intereffante Separat-Ausstellung der kunstgewerblichen Alterthümer (Gruppe XXI im Garten, dem Cafe Bauer gegenüber) wird am 16. d. M. für das Publikum geöffnet werden. Diese sehr merkwürdige Sammlung wird nicht verfehlen, eine besondere Anziehungskraft durch ihren Reichthum, ihre Gediegenheit und Schönheit auszuüben, sowohl für Männer vom Fach, als auch bet Allen, die sich für wertbvolle und künstlerisch bedeutende Arbeiten unserer Vorfahren früherer Jahrhunderte interessiren. Die Kosten des Gebäudes allein, worin die Sammlung enthalten ist, belaufen sich auf mehr als au <3obtn, tDoltenbrJi°ÖInjen !■{*»* fe'Ä Fä Woter in Usr iÄL'Md«- und vtt- d" Bich in Men befindliche Wtaeife hcrbei- l9 _Qm Schornstein 36 yaui einer Aus- Freden davon und ■ben, welcher neben erarl betroffen, daß *bi liegen blieb und ttt (am 13.) wieder ite Nachmittag über ter, völlige DuM- e auf den Straften, Gegen 4 Uhr eitt- achtcrliche Donner- tu hören, was gc- ber Llitz ein und rederholl Hülfemfe: i die nebenstehenden io: an der Schulter zum dritten Male n Huhn Alle drei irbe die Kirche durch i so ungeheuer, daß te völlige Windstille ?ruch gemeldet. Die (H- M.) Idlnng, weite am jrijjt alle Promte der 7i Sllnstgewnbe. Das ilm, m Aegierungs- mffnrt a ».). ferner i/t uflb Äa/bech baß lifc W6 tn Bergbau, -ver überraschend groß' i'Wischen Industrie lasstellung aber besehen Mehren, dah inne kr- fflanbS beschränkt. s° iratTte»au8f«flR ver- it auch DevtschMest«- '„be steh'" ebenbuckz SÄ 6n Uld Vorbild einer J >n Deutschland M afffje und btt Reich' »di' „UlB °»d «"«" ‘‘i »'s J ??*>** . reiche 7« •»•rtZ. t» .'iE" |$late bwtel- Siim-bine „„ «io» ... 77 0’1 * 30,000 und der Versicherungswerth der darin ausgestellten Gegenstände beträgt über drei Millionen Mark. — Daran schon möge man die Bedeutung dieses Theiles der Aus- siellung erkennen. Lebensversicherung. Nach dem in diesen Tagen zur Veröffentlichung gelangten .ausführlichen Rechenschaftsbericht der Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha für 1879 hat diese älteste und größte deutsche Lebensversicherungsanstalt im vorigen Jahre 4090 neue Versicherungen über 27,467,800 «M. abgeschlossen und dadurch, nach Abzug der Sterbefälle und des sonstigen Abgangs, wieder einen reinen Zuwachs Don 1816 Versicherten und 16,895,100 Versicherungssumme erzielt. Ihr Versicherungs- destand erhöhte sich in Folge dessen bis Ende 1879 ouf 54,484 Personen mit 364,014,400 Jt. Versicherungssumme. Ganz besonders günstig waren, da das Geschäftsgebiet der Bank auch im vorigen Jahre von Epidemieen verschont blieb, wieder die Sterblichkeits Ergebnisse; denn es wurden im Ganzen nur 5,842 000 JL für 1094 Gestorbene zahlbar, während nach den Iiechnungsgrundlagen der Bank eine Sterbefall - Ausgabe von 7,417,314 JL für 1229 Personen zu erwarten war. Es ergab sich mithin eine Minder-Ausgabe von 1,575,314 JL für 135 Fälle. Der zum größten Theil (Ende 1879 mit 80,152,159 JL) gegen hypothekarische Sicherheit ausgeliehene Bankfonds erhöhte sich um 6,094,593 «X und wuchs dadurch auf 90,040,073 Jt. an, wovon 68,812,060 die erforderlichen Prämien-Reserven und -Ueberträge begreifen und 1,473,031 zur Deckung sonstiger Verpflichtungen dienen, die übrigen 19,754,982 aber reine Ueberschüfse bilden, welche in den nächsten fünf Jahren an die Versicherten zur Vertheilung kommen und für diese Jahre eine durchschnittliche Dividende von 41% der Jahresprämie erwarten lassen. Im laufenden Jahre beträgt die Dividende 38%; dieselbe wird sich aber im nächsten Jahre auf 39 % belaufen und, wie sich ebenfalls bereits mit ziemlicher Zu- Derlässigkeit feststellen läßt, im Jahr 1882 voraussichtlich auf 42 % und im Jahre 1883 sogar aus 43% erhöhen. Im Ganzen hat die Bank während ihrer nun 51jährigen Wirksamkeit bereits gegen 120 Millionen Mark an fällig gewordenen Versicherungssummen ausgezahlt und -mehr als 52 Millionen Mark als Dividenden an ihre Versicherten zurückgewährt. Handel und Verkehr. Hießen, <5 Juni Auf Dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 0,80 biö^L 0.85, Hühnereier 1 Stück 5 H, 2 Stück 9 Enteneier 1 Stück 5—6 H. Gänseeier 1 St. 10 Käse per Stück 5—10 Käsematte per Stück 2—3 Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 24 -$>, Tauben das Paar 70—80 H, Hühner p. St. JL 1.20—1.50, alte Hahnen p. St. »♦L 1.30—1.70, junge Hahnen 1.00 — 1.70 Wälsche 8.00—9.00, alte Enten per Stück ■JL 1.40—2.00, junge Enten 1.20—1.40, Kartoffeln per 100 Kilo JL 7.50—8, Zwiebeln p. Ctr. JL 25—00, Milch per Liter 16 und 18 Ochsenfleisch 68—00 $ per Pfd., Kuh» und Rindfleisch 50—56 Kalbfleisch 40—46 Hammelfleisch 60—70 Schweinefleisch 60 Kirschen per Pfund 20—30 Frankfurt, 14. Juni. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 42, Nr. 2 40, Nr. 3 JL. 34, Nr. 4 30, Nr 5 JL 24, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 29 50—00, do. I (Berliner Mark-) JL 28.50—00.00, do. II (Berliner Marke) 23.00—00.00. Wetzen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 25.25 - 25.50 , ab unserer Umgegend Jü 25.25—25.50, do. fremder je nach Qualität Jt 25.25—25.50, Roggen, je nach Qualität JL 21 25—22.75, Gerste JL 19-21.00, Hafer JL 13.50—16.50, Kohlsamen JL 00—00, Erbsen JL 19—27, Wicken vH. 16—18, Linsen 20—40, Bohnen, weiße, JL 23—25, Roggenkleie , Weizenkleie, grobe und feine J4 —, Rüböl, detail, 63. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend off erbet: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 14. Juni. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 370 Ochsen und Stiere, 280 Kühe und Rinder, 260 Kalber und 300 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 67—69, 2. Qual. Jt 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 56—58, 2. Qual. 46—52, Kälber 1. Qual. 52—54, 2. Qual. 46 -50, Hämmel 1. Qual. JC. 58—60, 2. Qual. JL. 42-50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — H. Gießen, 14. Juni. fHerberge zur Heimath.) Der Herberge zur Heimath -mürben geschenkt: Von Frau I. M. Jughardl: 3 Tischtücher, 2 Bettüberzüge, 3 Kissenüberzüge, 1 Bratkroppen mit Deckel, 1 Kohlenkroppen und 1 Schüreisen. Von Herrn Wilhelm Klöpper: 1 Betttuch, 1 Tischtuch und 1 Handtuch. Von Herrn Pfarrer Schlosser: 1 Dutzend Servietten, % Dtzd. Handtücher, 1 Dtzd. Eßlöffel, 1 Vorleglöffel. Von Herrn Schreiner Lenz: 1 Küchenschrank. Von Herrn Dr. Baur: 1 Tisch. Von Herrn Dr. Weiffenbach: Diverses Küchengeschirr. Von Herrn Prof. Harnack; 1 Dtzd. neue Messern und Gabeln. Von Fräulein Windecker: 8 Servietten, 1 Tischtuch, diverses Porzellan, %Dtzd. neusilberne Löffel. Von Frau Dr. Brüel: 3 Kiffenüberzüge, 3 Bettüberzüge, 3 Tischtücher. Von Fräulein Stamm: 1 Wiegemesser, % Dtzd. Löffel. Von Fräulein Vigelius: Diverses Porzellan, l/2 Dtzd. Messern und Gabeln, Vz Dtzd. Tassen. Von Frau Wilhelm Faber: % Dtzd. neue blecherne Waschschüsseln. Von Herrn Kaufmann Plank: 1 Stempel zum Wäschezeichnen. Von Frau Klöpper zu Glaubzahl: 2'/? Dtzd. Kaffeelöffel. Den freundlichen Gebern herzlichsten Dank. Der Vorstand. Allgemeiner Anzeiger. Holzverftcigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 21. Juni 1880, von Vormittags 9 Uhr an, soll tm Gießener Stadtwalde in den Dtstricten Neuhege nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennhotz: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. Nadel 45 380 201 6300 B. Bau-, Merk- und Nuhhols: 542 Fichten- und Kiefern » Stämme 132 Fstm., 753 Fichten-Stangen mit 23,29 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Lich an der 1. Schneise. Gießen, den 15. Juni 1880. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4067) A. Bramm. AeUgeöoteues. 4056) Ein feines Sopha, 2 Bettladen, «in vollständiges Federbett und noch einige gut erhaltene Möbel billig abzugeben. Zu erfragen bei Philipp Friebel, Neustadt. 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Das anerkannt erste politische Organ des ehemaligen Kurstaates, seit dem 1. Januar d. I. erheblich vergrößert, bespricht in nationaler und liberaler Tendenz in Leitartikeln und in einer übersichtlichen Tagesschau alle hervorragenden Ereignisse des In- und Auslandes auf den Gebieten der Politik, der Volks- wirthschaft und des Handels. Die Hessische Morgenzeitung, das einzig hessische Blatt, welches täglich zweimal erscheint, ist dadurch im Stande, die neuesten Nachrichten früher mitzutheilen, als die im Bereiche ihres Leserkreises erscheinenden Concurrenzblätter. Ganz besondere Bedeutung wird den Vorgängen in Hessen und Waldeck beigelegt, in ihr spiegelt sich am Getreuesten die provinzielle Entwickelung wieder. In neuester Zeit findet der feuilletonistische Stoff die größte Beachtung. Unser Organ bringt Novellen und Erzählungen von hervorragenden Autoren, beleuchtet die Erzeugnisse der Kunst und Literatur in durchaus unabhängiger kritischer Weise. Mit der Sonntagsnummer wird den Abonnenten ein besonderes, illustrirtes Unterhaltungsblatt kostenfrei geliefert. In Anbetrncht des 12maligen Erscheinens in der Woche ist die Hessische Morgenzeitung nicht allein das größte und inhaltretchste, sondern auch das billigste Blatt des Regierungsbezirks. Der Abonnementspreis beträgt nur 3 JL 75 4 pro Quartal. Die fortwährend steigende Verbreitung und die gute Aufnahme des im 22. Jahrgang stehenden Blattes in den besser situirten Kreisen der Einwohnersch ist in Stadt und Land, sichern den der Hessischen Morgenzeitung zugewiesenen Anzeigen den besten Erfolg. — Die Einrückungsgebühr beträgt 20 H, im Regierungsbezirk Cassel 15 H für die gespaltene Petitzeile. Cassel, Juni 1880. perlag und Kedaction der Hessische» Morgen;eitung. Stets frisch gebrannten reinschmeckenben 687> IÄ11 iVoO per Pfd. SOtf. 1.30, 687) W 1.70 und 1.90, empfiehlt Robert Stuhl, Marktstraße 23. Alle Sorten Oelfarben, dick, sowie zum Anstrich fertig, schnell und hart trocknend. ^ufiboden-Anstrich, Fußboden-Lack, Damarlack, Copallack, Petersburger Möbellaök, Eifenlack, Seccatif, (3494 Leinölfirniß, empfiehlt in besten Qualitäten die Material - und Farbwaaren - Handlung von Gg. Wilh. Weidig, Markt 8. i Heinzerling As Tribus. 4062) Einige Wähler nach Amerika erhalten billige und reellste Beförderung durch die J. M. Schulhof 1396) Ein Familienlogis zu vermiethen. Zakob Reiber, Gartfeld 4074) Specialisten Fr. Seibel, Mäusburg. (4065 I Abonnement - Coneert Entree 50 Ffg. Anfang 7 Uhr. i 1701) empfiehlt 2951) zu ersetzen. 4073) Agentur von 1427) Restauration Schnell Heute, Dienstag Abend 8 Uhr: Grstes Auftreten des Tonkünstlers, Komikers und Musik- w Die Liste zum Abonniren liegt an der Kaste auf. Bei ungünstiger Witterung finden die Coneerte iw Saale statt. Die soeben erschienene Rr. 37 enthält: Die Eichhofs. Roman von Moritz von Reichenbach. (Fortsetzung). — Ein Räuberhauptmann des Alterthums. — Die Laterna magica in verbesserter Auflage. Mit einer Abbildung. — Desertirt. Kriegserlebnis von S. Oswald. — Einige Münzsprüche aus der guten alten Zeit. — Ein Gefängniß der Neuzeit. I. Die Anstalt und ihr Organismus. Mit 5 Origi- nalzeichnungen von E. Henseler. — Am Familientische: Der Hofkalender Sand- wichinseln. — Celluloidbilder. Gesundheitsrath. — Hauswirthschaftliche Fortschritte. Mit 2 Abbildungen. Mit einer illustrirten Beilage: Von der Berliner Hundeausstellung. 2739) Memen Möbelwagen halte bet bevorstehenden Umzügen einem verehrten Publikum unter billigster Berechnung bestens empfohlen. F. Fierst Wttie» Friedrich Welker, Neustadt 154. Todes - Anzeige. 4066) Gestern Vormittag um 11 Uhr entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Großvater, der Weichensteller Peter Ihibeler. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 15. Juni 1880. Die Beerdigung findet statt Mittwoch Nachmittag um 4 Uhr. Wenzel’s Garten Donnerstag -en 17. Juni: ZU vermiethen. (4061 (4'UUvil Lit. C. 184, Seltersweg. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch in Gießen. Ergänzungswahl zur evangel. Gemeindevertretung. Wie bei der 1874 und dann 1877 stattgefundenen Wahl haben auch diesmal einige Wähler zur Bequemlichkeit der Wählenden sich erlaubt, eine Liste solcher Gemeinveglieder aufzustellen, deren Wahl in die Gemeindevertretung ihnen besonders wünschenswerth erschien. Die Wähler, welche von dieser Liste Gebrauch machen wollen, können dieselbe bei Herrn Buchhändler Ferber oder bei Herrn D. Hei! (Kirchenplatz) in Empfang nehmen. Selbstverständlich steht es jedem Wähler frei, Namen aus dieser Liste zu streichen und sie durch andere n h Tosten-Anzeige. 4057) Freunden und Verwanden die schmerzliche Nachricht, daß unser Sohn und Bruder August Weil den 13. Juni, Abends 9 Uhr, gestorben ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Eltern und Geschwister. Die Beerdigung findet Mittwoch um 3 Uhr Nachmittags vom Sterbehause, Sandgasse, statt. Obwohl Stieben" W«l gtifbenäwrtrif fiampfe Misch« für nch« M Wie richtig«' Wenn man voi Ziel jener Hun ttn reinigendes Ziel, das erst punkt sein wird, rigen oder ewig Resultat ebenso Ist doch auch t soll, es werde Es gab s dens, und bek< Zuweilen nehm und Volk zu Stimmen ertön rüstung der Ar taten Schiedsg Dynastien. D der Socialdemi Eyupaihien be raten Mine iintttilen. Es ist He> Bannbüsi dn Kämpfer für de Philivpica widi die Wunden di Rlißtand, in h Geschäft |üi brit von Prinz Gortschakoss's i Fried enödemonll Statuten der iZ geheiligter sei, machen, die 31at «t Stieg den f Stimmung ■ °rn Worten, V W Anklang fi ?vhlthuende uüttaH «ot, nn d"-rhr°ne Todes - Anzeige. 4064) Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Gatte, Bruder und Schwager Mus Mutkomessms, welcher zum Besuche von Hoboken bei uns weilte, gestern Nachmittag 6 Uhr nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden. Hinterbliebenen. Gießen, den 15. Juni 1880. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 5 Uhr von der Klinik aus statt. Alle Sorten auf das Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, rasch unfr wXX&toX W'fer&iL hart trocknend, sowie alle zum Anstreichen erforderlichere Lacke, Firnisse, Pinsel etc. 3759) Ein Familienlogis zu vermiethen und per 15. Juli zu beziehen. I. Häuser, Drechsler, Neuenweg. 3843) In meinem Hause in den Schieß- gärten ist der zweite Stock (3 Zimmer, Küche und sonstiges Zubehör), Anfang Juli beziehbar, zu vermiethen. Konrad Leib. Bi sie Zöpfe von ausgekämmtem Haar werden für 1 M. gemacht Für gute dauerhafte Arbeit wird garantirt. Val. Reuter, Friseur 3056)Metzen. Aenmetyungen. 4058) Die neue hergerichtete Man- sarden-Wohnung in meinem Vorderhause, bestehend aus 7 Wohnräumen nebst allem Zubehör per sofort, ganz oder" getrennt, zu vermiethen. August Ackermann, Franks. Str. E. 41. 4060) Ein Logis von 4 Zimmern mit abgeschlossenem Corridor von einer ruhigen Familie per 1. Septbr. zu miethen gesucht. Offerten in der Exped. d. Bl. ntederzulcgen. . Berlin bi ju bet i ®e Nltrnng ® ‘ ih, M bet ®, B«di bei ?'"Ü«bei i fts * cr ^lden £Qn Men W von ausgekämmten Haaren wer- v den bei prompter Bedienung billigst angefertigt von '♦ !ai? - Die Herberge zur lleimalli t» Giessen, Bahnhofgstraße 935, nahe der Westanlage, bietet wandernden Gesellen für billigen Preis eine gute Unterkunft. Luftige Schlafräume, vortreffliche Betten, billige und gute Beköstigung, freundliche Behandlung, Nachweis von Arbeit. (3831 4001) Zwei ältere Leute suchen bis 1. August ein Logis von zwei Stuben oder Cabinet mittlerer Größe mit Zubebör, am liebsten in der Nähe der Stadt. Offerten wolle man in der Exp. d. Bl. niederlegen. 4035) Zwei Schüler können bei guter Pflege in Pension genommen werden. Näheres Neue Bäue B. 99.__________ 4047) Ein anständiges Mädchen kann das Kleidermachen gründlich erlernen. Bei wem? sagt die Expedition d. Bltts. Kbensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Stand am I. Juni 1880. 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Werner Wwe., Ludwigsstraße. 3761) 1 möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause des Herrn Metzgermstr. Ruppel, Ludwigsplatz. Logis. 3717) Ein Logis von 6 Zimmern mit allem Zubehör in der Nähe des Selters- thors zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Näheres bei I. Blitz. 4059) Ein anständiger Arbeiter kann Schlafstelle erhalten. Marktstr. D. 218. 4012) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.____________Löwengasse C. 160. 4036) Eine Mansarden Wohnung zu vermiethen und gleich beziehbar bei Metzger Pirr, Neue Bäue. vermischte Anzeigen. 4063) Ein Junge kann das Rasir- und Friseur-Geschäft erlernen. Näheres durch die Exped. d. Bltts. ______________________ 4069) Ein Kellner sucht Beschäftigung als Lohnkellner, auch würde er volles Engagement annehmen. Näheres _________Schießgärten D. 115,11. Eine goldene Brille wurde Montag Morgen vom Asterweg nach dem Lindenplatz verloren. Gegen Belohnung von 3 Mk. abzugeben auf der Oxped d. Bl. (4075 3772) In meinem Hause, Seltersweg C- 66, sind die Keller- und Lagerräume nebst Comptoir vom 1. Juli, sowie eine Familienwohnung (allein stehendes Haus) von jetzt ab zu vermiethen. Auf Wunsch mit Gartenantheil. Otto Schmidt. 4011) Ein Logis zu vermiethen bei ___________Carl Heil, Schießgärten. 3957) Ein Familienlogis und möblirtes Zimmer zu vermiethen. ___________Sonnenstraße B. Nr. 106. 2732) Ein Familienlogis zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar, bei Ehr. Noll III., Canzleiberg B. 66. 3486) Der 2. Stock meines Hauses, Mitte August beziehbar, zu vermiethen. _________H. Möser II., Alicenstraße. 3697) Ein Logis von fünf Zimmern mit Stallung und Remise (am Seltersberg) zu vermiethen. Näheres bei I. Blitz.