Dienstag den 15. Juni 1880 Str. 138 Mchemr Wn;eiger ftOücitoMImteattt \ «*lirRrrt6, R etVAtttowtowtMH / 6<6uI1i"6e B" *’• Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag». flflO Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Bahn, welche provisorisch mit nur einem Geleise angelegt worden sind, in zweigeleistge zu verwandeln- Das Reich besitzt nunmehr einen, die äußerste Nordostgrenze mit der Westgrenze dircct verbindenden Schienenweg. Von Berlin bis Metz mißt derselbe 8iO3/4 km, während die bisherige Linie Berlin- Frankfurt-Saarbrücken-Metz 823 km lang ist. Da die neue Linie nur an wenigen größeren Städten, nämlich blos an Trier, Coblenz und Nordhausen vorbeiführt, so dürfte der Güterverkehr, wie auch der bisherige Erfolg zeigt, nur von untergeordneter Bedeutung sein, wenn ihr nicht mit der Zett ein Theil dks Transitverkehrs zwische.. Pans und Petersburg zufällt. Desto größer ist dagegen die strategische Bedeutung, welche überhaupt bet Anlage der Bahn ausschlaggebend war. Im Kriegsfälle unter einheitliche Leitung gestellt, kann vermittelst derselben innerhalb weniger Tage das erforderliche Truppenmaterial an die Grenze geworfen und unabhängig von Personen- oder Güterverkehr Kriegsmaterial und Proviant in beliebiger Menge befördert werden. Von besonderer Bedeutung ist es dabei, daß die Linie fast ausnahmslos fruchtbare Distrtcte durchschneidet und damit die Möglichkeit bietet, die in Etappen zu befördernden Truppen selbst im Falle eines längeren Krieges mit Leichtigkeit mit Proviant zu versorgen. Aus Baden schreibt man der „Voss. Ztg." : Als ein bet den Reichs- tagSberhandlungm außer Acht gelassenes Moment gegen die Nothwendigkeit von Wuchergesetzen mag eine interessante Entscheidung des Landgerichts zu Freiburg im Breisgau angeführt werden, welches dieser Tage einen Wucherer mit der von demselben etngeklagten Forderung in Höhe von 300 Jl. abwies, von der Erwägung ausgehend, daß das in Frage kommende Rechtsgeschäft sich als ein offenbar wucherisches charaktrrtsire, welches nicht auf dem Wege gerichtlicher Klage geltend gemacht werden könne, weil solches gegen die guten Sitten verstoße und somit nach dem L-R. S. 1133 nicht klagbar erscheine. Der Verklagte hatte formell die nngeklagte Wechjelfosderung zuqestanden, dagegen aber eingewendet, die geliehene Summe durch entsprechende Abschlagszahlungen bereits völlig getilgt zu haben, welche Zahlungen der Kläger auch zugab, doch mit der Behauptung, dieselben hätten lediglich die Prolongation und Provision gedeckt. Das Gericht nahm seinerseits indeß an, diese Zahlungen hätten die Schuld getilgt und erkannte daher auf Abweisung des Klägers. Metz, 12. Juni. Heute Morgen 8J/2 Uhr fand auf dem Außenbahnhofe in Folge falscher Weichenstellung ein Zusammenstoß zwischen einem Rangir- zuge und einem von Pagny kommenden Personenzuge statt. Zwei Personen wurden schwer, mehrere leicht verwundet. Oesterreich. Wien, 12. Juni, Abends. Meldung der „Polit. Corresp." Der vom griechischen Cabinet in consultativer Mission zur Berliner Conferenz ent- sendete griechische Diplomat Arment Bratlas ist in Wien etngetroffen; er ist begleitet von dem Generalstabs-Hauptmann Ltcoud, dem Vice-Consul in Janina Fouults und dem Attache Metaxas. Wien, 12. Juni. Die Einladung Deutschlands zur Conferenz ist in Form einer Verbalnote ergangen und hat folgenden Wortlaut: Unterzeichneter hat bte Ehre, Folgendes mitzutheilen: Die Regierung Sr. Maj. des deutschen Kaisers und Königs von Preußen hat Kenntniß genommen von der Mitthetlung, welche der Staatssecretär des Auswärtigen Ihrer Maj. der Königin von Großbritannien an die deutsche Regierung über die griechische Grenzfrage gerichtet. Da diese Mittheilung nunmehr eine wohlwollende Aufnahme von Setten aller Cabinete gefunden, hat die Regierung Sr. Maj. des deutschen Kaisers, geleitet von dem Wunsche vollständiger Durchführung des gemeinsamen Werkes, das durch den Berliner Vertrag besiegelt worden, die Ehre, jenen Mächten, deren Vermittlung durch Art. 24 des Berliner Vertrages tn Aussicht genommen, vorzuschlagen, daß sie ihre Botschafter in Berlin beauftragen mögen, sich daselbst zu einer Conferenz am 16. Juni f dem Zwecke zu versammeln, sich mit der tn bezeichnetem Artikel festgesetzten Aufgabe zu beschäftigen. R e u ß. Pesth, 12. Juni. Das amtliche Blatt veröffentlicht die Ernennung des Abg. Pronay zum Staatssecretär des Innern. Pesth, 12. Juni, Abends. Das Unterhaus nahm die Zuckersteuer. Vorlage als Grundlage der Spectaldebatte an. Nagusa, 12. Juni. Die Ortschaften Elbaffan, Crota, Cavaja und Tibana sandten Vertreter für die albnesische Liga nach Skutart. Die Liga verlangt, Montenegro solle Trtncere und Golobosce räumen, widrigenfalls die Feindseligkeiten wieder beginnen würden. IranLrcrch. Paris, 12. Juni. Das Amtsblatt veröffentlicht die Ernennung Challemel-Lacour's zum Botschafter in London und Arago's zum Botschafter in Bern. General Clinchant ist nunmehr zum Gouverner von Paris ernannt. Es heißt, Freycinet werde die Amnestievorlage am Montag etnbrtngen. Dem Journal „Voltaire" zufolge sind den Präfecten die bestimmtesten Instructionen behufs Ausführung der Märzdecrete zugegangen. Die Jesuiten-Anstalten seien bis 30. Juni nöthigensalls mit Gewalt zu schließen. Jeder Aufschub sei un- statthaft. Die Jesuiten könnten eins oder zwei ihrer bez. Mitglieder zur Ueberwachung der VermögenS-Objecte in ihren Liegenschaften zurücklaffen. Migr- Mi Amtsblatt fit b'tn Kreis Meße» ASM it sAS'ö gÄ r Hause in den Schieß, r Slock (3 Zimmer, ' Zubehör), Anfang innicthen Konrad Leib. £ ssamilienlrgis von mit Borgarten rc. ium 1. Juli zu ver- Pütz, Ingenieur. :io(f meines Hauses, • :ammer und Wasser- , Juli oder August zu ; Krausgrill. rrc-Wohnung in mei- t erg, ist zu vermiethen I. beziehbar. kenftein, Halzhdlg. n Stock meines Hauses : von 4 Zimmern mit vermiethen. echtsanwalt Briel. e Stock unsms Hauses nmern rc-, ist auf den im. „ , - ($o., Alicenitra^ innig im ^orderhause t debalb )U btjitbtn- -uqoft Krolls ^'.enlvgis und Md - , errnichen. reätöimSntä jttiibSüJnWJL— ;ult!° SSiTüiiürfyM jttnift M. ^oberes bei “■ (3992 c Die amerikanische Präsidentenwahl. Die republikanische Partei der nordamerikantschen Union besaß bei der Wahl des Präsidenten Hayes nur eine geringe Majorität, indessen haben die Demokraten während der Regierung des jetzigen Präsidenten bedeutend an Einfluß und Anzahl verloren, und wan glaubt mit Sicherheit annehmen zu können, daß ein Republikaner mit großer Majorität zum Präsidenten gewählt werden wird. Bei dem Uebergewicht dieser Partei gewinnen natürlich die Vorbesprechungen und Vorwahlen derselben eine große Bedeutung, denn man kann in dem Manne, auf welchen sich die Delegirten zum Parteitage einigten, den zukünftigen Präsidenten der Union erblicken. Die vielbesprochene National- Conventton von Chicago ist nichts anderes, als (in republikanischer Parteitag, der mit der später e-folgenden Präsidentenwahl nur insofern in Verbindung steht, als er eine Directtve für die einhellige Stimmenabgabe der Partei oder vielmehr der Wahlmänner giebt, denn bekanntlich erfolgt die Wahl des Präsidenten tndirect, da vorher jeder Staat zu dieser Wahl die seiner Bevölkerungsziffer entsprechende Anzahl von Wahlmännern wählt. Der Erwählte der National-Convention von Chicago ist der Senator von Ohio, James A. Garfield. Die Wahl ist überraschend, denn erst bei der 29. Abstimmung erhielt Garfield 2 Stimmen; vorher war sein Name r icht einmal genannt worden. Es ist nämlich eine alte amerikanische Sitte, tn dem Falle, daß eine Einigung der persönlichen Parteien nicht zu erzielen tfj, plötzlich einen ganz neuen Candibaten in die Abstimmung hineinzuwerfen. W.ntg schmeichelhaft nennt man einen solchen Neuling the dark Börse — das dunkle Pferd! Die ermüdeten Parteigänger aber werfen sich zuweilen gemeinschaftlich auf dos dunkle Pferd und die gefährdete Einigkeit wird durch einen mein:arteten Kompromiß hergestellt. Nicht weniger als sechs Candidaten waren vorher in Frage, vou denen man Grant und Blaine als die eigentlichen Gegner, Edmunds, Waschburne, Sherman und Windom als Neben-Candt- daten bezeichnen konnte. Die entschiedenen Republikaner verwarfen den General Grant, der zum dritten Male Präsident werden sollte, nicht nur, weil sie mit seiner früheren eigenmächtigen Verwaltung nicht zufrieden waren, sondern weil sie das lächerliche Gerede von einer „Dynastie Grant", von irgend einem Staatsstreich wider die republikanische Verfasiung zum Schweigen bringen wollten. Die Anhänger Grant'S haben eine Niederlage erlitten, aber da sie .. icht dazu zu bringen gewesen wären, für Blaine zu stimmen, so siegte — das dunkle Pferd. Und um den Schein zu wahren, stellte ein Anhänger Grant's, Senator Conkling, den Antrag, die Ernennung Garfield's zu einer einstimmigen zu machen. Der Antrag ging durch und Garfield wurde enthusiastisch als Prästdentschasts-Candidat proclamtrt. Mehr als hunderttausend Amerikaner, welche den Sitzungssaal der Convention belagerten, jubelten diesem Resul- C ^James A. Garfield, der zukünftige Präsident, ist aus armer Familie, er ist ein self-made man. Erst Kutscher, Dootssührer, Zimmermann, erwarb er sich später Kenntnisse und wurde Lehrer, Geistlicher, Abgeordneter zum Repräsentantenhause. Im Bürgerkriege avancirte er zum Oberst. Später Sachwalter für Eisenbahnen wurde er Lieferant und Spekulant, schließlich ein reicher Mann, bei dem man nicht mehr fragt, wie er das Geld erworben hat. Als Blaine in den Bundesstaat trat, wmde Garfield Führer der republikanischen Partei im Repräsentantenhause. Bemerkenswerth ist, daß man eine besonders fitlen- strenge Verwaltung von ihm nicht erwartet, und bezeichnend, daß das Deutsch- thum für diesen Mann keine Sympathien hat. _______________________ Deutschland. Berlin, H. Juni. Die „Nat.-Ztg." schreibt: Was in der gestrigen Sitzung M Staatsmmistertums beschlossen worden ist, darüber liegt authentischer B.dcht noch nicht vor: darf man aus der heutigen Haltung des Cultus- ministers einen Schluß ziehen, so geht die Abficht einstweilen dahin, die Dinge ihrem natürlichen Laus zu überlasten und die Leitung der Parteien noch nicht in die Hand zu nehmen. In die entscheidende Plenarlesung treten fast alle entscheidende Factoren mit völlig freier Hand ein. „Tagbl." erfährt aus Rom: Die päpstliche „Aurora" bringt ihren sechsten Artikel über die Ver- Handlungen zwischen der Curie und der Berliner Regierung. In diesem Artikel behandelt das genannte Blatt die Situation nach Abbrrch der Verhandlungen, welche „unerwartet" erfolgte. Das Papstthum stehe nachher Mößer da, denn vorher. Die Schuld läge lediglich an Preußen, welches die Revision der Maigesetze versprach (? ?), dann aber das Versprechen brach (!) Die neue Maivorlage sei unannehmbar, weil sie die Lage dec Kirche verkümmere, aber der Papst vertraue auf das katholische Volk Deutschlands. Der Papst könne warten, nicht so die Berliner Regierung, welche die confer» »ativste Weltmacht, die Kirche, zu entkräften trachte, während die Soctalisten Preußens Existenz bedrohen (?). Schließlich sagt „Aurora : „Der Stern des Vatikans glänzt in neuem Lichte, der Stern Berlins aber erblaßte wie ein untergehendesb^e^^^glied der directen Linie Berlin-Wetzlar-Metz, nämlich die Strecke Letnefeld-Eschwege, ist, wie der „Magdeb. Ztg" geschrteben wird, in aller Stille dem Betrieb übergeben worden und es ist somit die ganze Linie fertig gestellt; es bleibt jetzt nur noch übrig, diejenigm Thetle der geht über. Türkei. Juni. Die identischen Noten der Congrest 12. Telegraphische Pepeschen. ist nicht die passende Badezeit- .. x,_ — ^Gewohnheitstrinker.) Elsässische Blatter veröffentlichen oconomische Rathschlage Regierung heftig angreist, beantragten Tagesordnung stürmische. in Armenien. Petersburg, 13. Juni. Die Feier der Enthüllung des Puschkin- Denkmals ist auf unbestimmte Zett verschoben. Bukarest, 13. Juni. Es ist unrichtig, daß Fürst Karl demnächst «ine Reise in'« Ausland antreten werde; der fürstliche Hof begibt sich diese Woche nach der Sommerrcsidenz Sinai. Paris, 13. Juni. In Chambery wurde Parent (Republikaner) mit 292 Stimmen zum Senator gewählt; der konservative Gegenkandidat Armingo erhielt 96 Stimmen. Paris, 14. Juni. Bei der gestrigen Wahl eines Mitgliedes des Pariser Municipalrathes im Quartier Charonne erhielt Trtnguet (Communist) 379, Letalle 246, Depardon 192, Galopin 173 Stimmen. Eine Stichwahl ist nothwendig. Vermischtes. Kassel, 11. Junt. Auf hiesigem Bahnhofe verunglückte heute ein Maschinenputzer, welcher bei Gelegenheit des Putzens einer Locomotive, die noch Dampf enthielt, von dem durch eine unvorsichtige Bewegung Plötzlich hervorstürzenden Dampf gräßlich an Brust und Armen verbrüht und von der Maschine heruntergeschleudert wurde, so daß seine Ueberführung in's Landkrankenhaus erfolgten mußte. , , Würzburg, 8. Juni. sDefraudation.) Gegen einen Bierbrauer von Kitzingen ist -ine Untersuchung im Gange wegen einer großartigen Accisdefraudation an nach Würzburg imvortirtem Bier, die eventuell zu einer Geldstrafe von einigen Tausend Mark führen dürfte. Arolsen, 5. Juni. Ein schaudererregender Selbstmord, welcher dieser Tage in dem unweit von hier gelegenen Flecken Adorf verübt wurde, hat in der ganzen Umgegend Entsetzen hervorgerufen. Ein junger, erst im vorigen Jahre verheiratheter That gehindert werden. m n _ .... Katzhütte in Thüringen. [23om eigenen Vater erschlagen.) In dem freundlich gelegenen Katzhütte in Thüringen wohnte ein fleißiger Glasarbeiter Namens Tischler, bei sich durch feine bisherige Unbescholtenheit die Achtung sämmtlicher Bewohner erworben hatte. . Vor mehreren Tagen war der Alte auch wieder in gewohnter Wc,sc bei der Arbeit, als plötzlich der Sohn in angetrunkenem Zustande hereintritt und den Alten auf alle Weise belästigt Der Vater verweist ihm dies ernstlich und heißt ihn gehen. Der Sohn geht auch, — um schon im nächsten Augenblicke mit einem Beil zurückzukehren und auf den Vater loszugehen Kaum aber hatte ersterer einige Schritte gethan, als er plötzlich, wie eines Besseren sich besinnend, stehen bleibt, gleich darauf aber Tisch und Stuhl zertrümmerte; hierbei fällt ihm ein Gewehr in die Augen, welches er sofort ergreift und auf den erschrockenen Vater anlegt. Der Alte, Alle- befürchtend, flieht vor dem wahnwitzigen Sohne, dieser aber folgt ihm mit dem Gewehre. Draußen sieht der Alte einen Knüppel stehen, er ergreift ihn und führt einen so unglücklichen Schlag nach seinem Verfolger, daß derselbe mit zerbrochenem Hirnschädel zusammenbricht. Der unglückliche, von Schmerz zerrisiene Vater hat sich selbst dem Gericht gestellt. London. In dem Keller eines Hauses in Harley Street, welches seit fünfundzwanzlg Jahren eine Familie Namens Henriques bewohnt, wurde am Donnerstag eine schauerliche Entdeckung gemacht, die in ihren Umständen lebhaft an das ,.Easton-Sqare - Geheim- ni|j", welches vor zwei Jahren so viel von sich reden machte, erinnert. In einem unter einer Cysteme liegenden Meblfasie fand man durch die Einwirkung von ungelöschtem Kalk bis zur Unkenntlichkeit entstellte Leiche einer Frauensperson, die nach den Aussagen der Gerichts- ärzte bereits seit 2 oder 3 Jahren tobt ist. Die Leiche touT vollständig unbekleidet, aber einige in dem Fasse vorgefundene Kleidungsstücke, wie ein Hemd, ein paar Strümpff und Unterbeinkleider dürften möglicherweise zur Jdentifieirung der Leiche führen. Das Alter der Tobten wirb auf ca. 40 Jahren geschätzt. Ob ein Mord vorliegt, ist bis jetzt noch nicht constatirt worden, aber alle Anzeichen sprechen dafür, daß man es mit einem Verbrechen zu thun hat. Die Geschickte beschäftigt augenblicklich die Phantasie der meisten Londoner Hausfrauen und es sollen zahlreiche „Kcllerdurchsuchungen" angeordnet worden sein. Bis jetzt hat die Polizei noch nicht constatren können, wer die unglückliche Person ist. — Die verstorbene Kaiserin von Rußland wendete der Schule eine ganz besondere Aufmerksamkeit zu, insbesondere Den weiblicken Unterrichtsanstalten Sie hegte in dieser Richtung liberale Auffassungen und war eine Gegnerin der klösterlichen Abgeschlossenheit. Man erzählt sich von der Ansicht der Kaiserin in Betreff der Erziehung der Mädchen Folgendes: Das sogenannte Jnsiitut Smolnoje hatte zur Direetrice die Generalin Leontjew, eine an den alten Traditionen Mailende Dame. Bei einer Prüfung daselbst stellte die Kaiserin in Gegenwart der Direetrice an eine der Schülerinnen die etwas sonderbare Frage: „Was ist liebe?' Daß Mädcher, erröthete und blieb die Antwort schuldig. Die Direetrice trat in großer Verlegenheit hervir und machte die Kaiserin aufmerksam, daß über diesen Gegenstand hier nichts gelehrt worder. sei und das Mädchen wahrscheinlich das Wort gar nicht verstanden habe. Die Kaiserin antwortete ziemlich strenge: „Es ist das sehr zu bedauern, weil das Leben einer Frau nur aus Liebe besteht, zuerst aus der Liebe zu ihren Eltern, dann zu ihrem Manne und endlich zu ihren Kindern. Wenn die Mädchen keinen richtigen Begriff von der Liebe haben, sind sie schlecht für ihr Leben vorbereitet." Es blieb nicht bei dieser Rüge allein, denn unmittelbar darauf vnfügte die Kaiserin die Absetzung der Direetrice - kZoolvftischcr Garten ,u Frankfurt a. M l Der Thierbestand des zoologischen Gartens hat in neuester Zeit wieder verschiedene werthvolle und interessante Bereicherungen erfahren, unter denen zunächst die Geburt von 2 schwarzen Pantern (ca 18 Gläschen) 1,80 Frs. Der Schnapstrinker zahlt also für 10 Liter seines Lieb- lingstrankes 5 Frcs. und außerdem 13 Frcs. dem Wirth. Die Blätter geben nun folgenden Rath für die Gewohnheitstrinker: Macht Eure Frau zum Pintenwirth, leihet ihr 5 Francs, damit sie 10 Liter Schnaps kaufen kann und zahlt ihr dann für jedes Gläschen auch 10 Cts- Während Ihr so 10 Liter consumirt, wird Eure Frau 18 Frcs. eingenommen haben, Euch die 5 Frcs. zurückerstatten und sich, wenn Ihr weiter trinkt, nach und nach ein kleines Kapital ansammeln können, daraus sie Euch verpflegen kann, wenn Euch das Trinken heruntergebracht hat, wenn alle Welt sich voll Ekel von Euch abkehrt, bis endlich die Grube für den Trunkenbold sich über Euch schließt- — Aus dem Spieler-Paradiese Monaco wird Folgendes berichtet: Ein junger Obo- triten-Sohn, Sprößling einer altadeligen Familie, hatte das große „Schwein", an zwei aufeinanderfolgenden Abenden die Bank zu sprengen und einen Gewinn von etwas über 300,000 Frcs. einzuhcimsen. Am Morgen nach dem zweiten Glücksabend war das gewonnene Geld aus der Chatoulle des Gewinners verschwunden und mit ihm zugleich der Kammerdiener des Barons. Der biedere mecklenburgische Jüngling war hochbestürzt, weniger über den Verlust des Geldes als über die Untreue seines alten „Johann', den er von Hause mügebracht, der bereits seit vielen Jahren in der gräflichen Familie als Haasiuventar galt und auf besten Treue und Ehrlichkeit man mehr Eide als auf Die meckienburgiiche Verfassung abgelegt hätte! Er telegrafiert sofort in seine Heimath an den Baron-Vater und erhielt noch an demselben Tage die nachfolgende drastische Antwort: „Johann ist hier, mitsammt das Geld. Er hatte Bange, daß Du die Silberlinge auf bemfelbigen Wege alle machen würdest, auf dem Du dazu gekommen bist, was er für gegen seine Disciplin hielt und es lieber hierher in Sicherheit brachte. Also nun komm man auch zu Hausei Dein Vater." - Ungarn. Man meldet dem „P. L." aus dem Szabolcser Comitat, daß in dem zwischen den Orten Senyö, Vaja, Oer und Bogdan aufgestiegencn Grundwaffer ein Fifch- reichthum vorhanden ist, auf den fast das Sprüchwort paßt: , Es gibt mehr Fleisch als Brühe." Man greift die Fische int vollsten Sinne des Wortes mit der Hand heraus. Ein Zentner Fische — fette Karpfen und Hechte — wird gern um 4 bis 5 Gulden verkauft. Es war davon die Rede, die das Ackerfeld überströmende Fluth abzuzapfen, die „Hochwaffer- beschädigten" jedoch, welche bisher mindestens das Zehnfache ihres regelmäßigen Jahresertrag' niffes gelöst haben, protestiren energisch gegen diese „Rettung". — (Unglaublich, aber wahr.) In Reichenhaü wurden unlängst sammtliche Backer gestraft weil sie das Brod — größer machten, als im Tarif angegeben war. Man möchte eS nicht glauben, aber es ist buchstäblich wahr. Nach einer ortspolizeilichen Vorschrift haben gemäß 4 „Die Bäcker in der von ihnen angegebenen Gewichtsgröße auszubacken". । — In Witten versuchte ein mit seiner Ehefrau in schlechtem Frieden lebender Mann, I seine Gattin aufzuhängen. Er hatte derselben bereits einen Strick um Den Hals geschlungen j und konnte nur durch das rechtzeitige Herbeieilen einiger Nachbars-eute von seiner verbrecherischen Lokales. Gießen, 14. Juni. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am | Donnerstag, den 17. Juni 1880, Nachmittags 4 Uhr, im alten Realschul- gebättDc :^ Reparatur des Wehrs an der Ober-Mühle. 2. Offerte der Johannes Jsterlings Erben bezüglich ihres Hauses m der Bahn- 3 Tauschverirag zwischen der Stadt Gießen und Fuhrmann Ludwig Pfaff. 4. Die anderweite Verpachtung des früheren Pfandhauses. 5. Das Gäßchen Flur XVII Nr. 178a in der Scheppecke. 6. Gesuch des Schreinermeisters Philipp Bauer II. um Anlegung eines Spaliers u. s. w. in dem vorbezeichneten Gätzchen. 7. Den defecten Zustand eines Canals auf dem Seltersweg betr. 8. Straßenanlagen in der Nordanlage. 9. Straßen- und Trottoirpflasterungen m der Bahnhofsstraße 10. Die Verbreiterung des Weges von der Wetzftelngaste nach dem Oswaldischen 11. Gesuch des Gerbers Wilhelm Plank um Bauerlaubniß. 12. Gesuch des Kunstmühlen-Besitzers Ferdinand Burk um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen. _ , L „ 13. Gesuch des Photographen Louis Orth um Erlaubmß zur Vornahme von Bauveränderungen. 14. Desgleichen des Lederhändlers Löb Bar. 15. Gesuch des Rentners Friedrich Bücking um Erlaubniß zur Erbauung eines Hintergebäudes. 16. Gesuch des Graveurs Julius Bach um Erlaubniß zur Anlegung drerer Einfallschächte. Gießen, 14. Juni. Die äußerst heftigen Regengüsse am Samstag haben eine Waffermasse heruntergeschafft, daß die Kanäle und Einläufe der Stadt solche nicht aufzunehmen im Stande waren und zeitweise der Verkehr vollständig gehemmt war. Daß infolgedessen auch vielerlei tragi-komische Scenen sich ereigneten, brauchen wir nicht weiter zu erörtern Es regnete von Samstag früh bis Sonntag früh 2 Par. Zoll, eine Menge, welche sonst in einem Monate nicht vom Himmel herunter kommt. Außer dem Blitzschlag von welchem wir in letzter Nr. bereits meldeten, schlug auch der Blitz noch in den Giebel des Wohnhauses des Herrn Kanzler Wasserschleben am Bahnhof ein, ohne daß auch hier größere Zerstörungen angerichtet wurden. — Seit Samstag Vormittag wird der Hausbursche eines hiesigen Geschäfts vermißt. Man vermuthet, daß derselbe sich ein Leid angethan. — Be'. der Anlegung eines Kanals an der Pipp'schen Schanze, resp. Aus- arabungsarbeiten an derselben, wurde außer diversen alten Waffentheilen auch eine runde Granate (sehr alten Ursprungs) gefunden. Die Fundgegenstände werden hoffentlich unserem historischen Museum zugewiesen werden. — In der Nacht von Samstag auf Sonntag ging es wieder ziemlich laut in einzelnen Straßen her. Verschiedene Ruhestörer, sowie auch eine Anzahl Minnesänger, welche unbefugt Ständchen brachten, dabei aber auch die Fensterläden der Nachbarhäuser nicht schonten, wurden abgefaßt und notirt. — Seit Mittwoch verflossener Woche wird ein Junge von 9 Jahren von seinen Eltern vermißt. Es ist Grund vorhanden, anzunehmen, daß derselbe sich vagabondirend herumtreibt . ®82) *5 311 — Deputsitenkammer. , der Reaieruna in die Wahl im Departement Gers und beschuldigt Die Regie- rung, die osficielle Kandidatur Su pflegen. Der Minister des Innern weist nach, daß die meisten Anführungen Cassagnac's entweder unbegründet oder übertrieben sind. Rach einer Erwideiung Casiagnac's, der die republikanische die Kammer zur einfachen von der Regierung Die Sitzung war zum Schluffe eine sehr mächte^züalich der griechischen Grenzregulirungs-Frage sind heute durch die ersien Dragomans der betr. Botschasten dem Minister des Auswärtigen, Abeddin Pascha, überreicht. - Der Sultan erklärte sich einverstanden mit Tlflot's Ernennung zum sranzSsischen Botschafter an Stelle Fourniers. teUfl«. «vreau. London, 13. Juni. Auf dem gestrigen Banket der Fischhändler- Innung sprach Staatssekretär Granville die Hoffnung auf Erhaltung des Friedens und europäischen Einvernehmens aus, wofür augenblicklich die Symptome sehr günstig seien. Wenn auch die Mächte verschiedene Jntereffen und verschiedene Sympathien hätten, so beherrsche doch Ein Jntereffe Alle, nämlich die Erhaltung des Friedens. Auch liege nicht- vor, was eine kriegerische Ver- Wickelung berbeisühren könnte. Falls die gemeinsame Action nicht aufrecht- erhalten werden könnte oder zu keinem Resultate führen sollte, würbe die Schuld nicht an einem Mangel an Versöhnlichkeit, Offenheit oder Entschloffen- hett des britischen Cabinets W»- überreichte identische I für <®bei' ©efefet“' b^'r’'^intinroirtö faäft den Schnaps ein ju 50 Cent. Konstantrnopel, 13. Juni. Die der Pforte überreichte tventifche I ' ßitev £nö f*cnft 2 Sous per Gläschen aus, so erzielt er aus dem Liter Note der Congreßmächte verlangt die Ausführung der Convention bezüglich * p ......— = -- m des Gebiets-Austausches mit Montenegro und die Ausführung des Art. 61 des Berliner Vertrages betreffs Einführung von Ancliorattonen und Reformen M Eintritt' »äbtn an den j N Körperns SÄ Stz» ~ u n. , 1 Bergmann, bisher nur als stiller, ordentlicher und arbeitsamer Mensch bekannt, ent- Caffagnac mterpelltrt wegen der Einmischung I letbte indem er eine Dynamttpatrone in den Mund nahm und entzündete. Der ~ “**k *-**••»»**** Unglückliche wurde in einer grauenhaften Weise vecstümmelt, der Kops war m unzählige Stücke zersprengt, welche auf dem Boden lagen, an den Wänden und an der Decke hingen, der Rumps war cm unförmlicher Ballen. Die Veranlassung soll in ehelichen Zwistigkeiten liegen, Herbeigeführl durch den vor einigen Wochen angekommenen Sprößling. Hart, so heißt der Beklagenswerthe, war evangelischer, seine Frau aber katholischer Konfession. Es entstand nun heftiger Streit zwischen den beiden, bis dahin glücklichen Ehegatten, in welcher Religion das Kind getauft werden sollte. Schließlich wurde dasselbe nach evangelischem Ritus aus den Willen des Vaters getauft und nun schien der Frieden für immer dahin zu sein. Es kam zu heftigen Auftritten zwischen den Ehegatten und die Folge war, daß der unglückliche Mann sich auf oben erzählte schauerliche Weise das Leben nahm. — Der hiesige Wollmarkt findet am Mittwoch den 23. Juni statt und wird nach einer Bekanntmachung des Vorstandes des landwirthschaftlichen Vereins Wolle in reichlicher Menge zugeführt werden. (H. M.) Mittwoch Nachmi. M in bem @eme( Weißbinders ös 11 Accord berge Lang-Göns, \ Bürgei M_S Dienstag r-n t Grifft Cit b,n ; •3768) donnerst« '1007 50 1394 — [Ueber das Baden bald nach dem Essen.) Wenn ein guter Schwimmer beim Baden verunglückt, so wird gemeiniglich angenommen, entweder ein Schlagfluß habe seinem Leben ein plötzliches Ende gemacht, oder ein Krampf habe ihn befalle« und am Weiterschwimmen verhindert, auch daß er sich zu sehr ermüdet habe, daß seine Kräfte ausgegangen seien, und endlich vielleicht, er sei in Wasserpflanzen hängen geblieben, die ihn mit ihren Polypenarmen umschlangen wie die Wassernixen. Die Wiener „Med. Blätter" berichten in Nr. 7, 1880, über 2 Fälle, die em ganz neues Licht auf manchen Ertrinkungstod werfen können. Die beiden Verunglückien hatten sich bald nach dem Abendessen, also mit vollem Magen, in's Wasser gestürzt; der Druck des Wassers auf den gefüllten Bauch und dann die kleinen beim Schwimmen entstehenden Wellen, die schon an sich leicht das Gefühl der Seekrankheit Hervorrufen, bewirkten Uebelfeit und Brechreiz; dadurch versagte plötzlich die Kraft, der Halbohnmächtige sank, fast lautlos, in die Tiefe, erbrach sich unter Wasser und athmete die m den Mund gerochenen Speisemassen. Die Luftwege (Kehlkopf, Luftröhre, Lunge- wurden dabei derart zugesetzt daß auch die augenblickliche Hilfe, wie sie in dem einen Fall zur Hand war, erfolglos bleiben mußte, obwohl das Herz noch schlug, als der Arzt zu Hilfe kam. — Wohl eine Reihe von Unglücksfällen, in denen man Schlagfluß, Krampf rc. annahm, wäre in solcher Weise zu erklären, und es zeigt sich klärlich: Bald nach dem Essen Freitag de von Vorm sollen im hiesig' versteigert werb Maurerarbeit, Stemhauerarbei Zimmerarbeit, ' f aübeckerarbeil Schreinerarbeit, Lchlofferarbeit, Wchbinderarbeii Lieferung von L anschl. zu.. Giehm, 12. $ Großherzogl. T 4030) A. ÜÄi Samstag d< Boom sollen aus der ArnSburg, das decken von 50 । Ort und Stell Laubach, den M__< Dienstag i Nachn soll die der Kon gchörmde Hofrai des Wiesecker We neigerung ausge> Gießen, den 9. W) Lü Äs 8 tr-L Idjer •;Ä ’A i°«c »> J?“s et Ju heftigen Liis- L A”7ij L?f8 DorftandeS eröen- (H.K) Zw'mmer beim UfSstuß habe Ä unb am H ftrne Kräfte 6^ atbhtben, die '« M. batt nach dem ocs Wassers auf WEen, di! toi Uebelfeit und 1X fast lautlos, ™b geralhenen babti derart zuge- ur H?ad war, er- zu hilse kam. — :amPi ic. annahm, » nach dem Essen Mlsche Rathschläge » ein zu 5U Cent. er aus dem Liter 1 Liter seines Lieber geben nun fob i'mlenwirlh, leihet hr bann für jedes iure Frau 18 Frcs. i Ihr weiter trinkt, ich verpflegen kann, Dell Ekel von Euch schlich. ; 6in junger Obo- itir.' an jtnei aufs ; übet 300,0(1(1 Frcs. onntne Aelb aus bet nnener bei Barons, n Verlust 6« Gelbes tachl 6tr bereits seit essen Zreue und Thr- äne! Sr telegraphirt jelbai Jage die nach- Si batte Bange, daß i Du tazu gekommen itrbdt brach". 81 (o ornuat, daß in dem bt mehr «» ; hwd heraus. 61» ° abe, «ms« niepf1 „ ioll« ZrtSfm '* *'<>'» -14" ,rnl i',ii*te«S „ ffi« / D-i l«‘ ^'xS? Erwähnung verdient. In ihrer Heimath, Java, gehört die schwarze Abart des Panters schon zu den Seltenheiten und man findet dieselbe daher auch tn den europäischen Thiergarten keineswegs häufig vertreten. Eine Fortpflanzung dieser Thtere in ©efangen» schäft darf als ein ziemlich außergewöhnliches Vorkommniß angesehen werden, welches alle Beachtung verdient- In dem geräumigen Außenkafige des Affenhauses tummelt sich seit Eintritt entsprechend warmer Witterung eine ansehnliche Schaar kleiner Affen, deren munteres und komisches Wesen auf die Lachmuskeln der Besucher emen unwiderstehlichen Reiz ausübt. Unter den Bewohnern des Aquariums befindet sich eine Anzahl Katzenhaie tScviiium catulus), harmlose Berwandte des von den Seefahrern als Menschenmörder gefürchteten Haifisches, die in neuerer Zeit wieder eine Anzahl Eier gelegt haben Diese Eier stellen taschenartige Körper fast von der Lange und Brette eines Fingers dar, die in einer durchsichtiger Hülle von horuähnlicher Masse einen deutlich als dunklen Körper erkennbaren Dotter enthalten- Lange spiralartig gewundene Fäden an den Enden des Eies dienen dem Fisch dazu, dasselbe an Felsen und anderen festen Körpern anzuhängen. Eine ganze Reihe derartiger Eier finden sich nun m einem Becken derartig ausgestellt, daß das hereinfallende Licht sie vollständig klar erscheinen läßt und die Entwickelung des jungen Fisches mit bloßem Auge bequem beobachtet werden kann. Die Bevölkerung im Aquarium ist durch eine über Hundert Häupter zählende Gesellschaft von Seepferdchen (Hippocampus brevirostris) aus dem Mittelländischen Meere bereichert worden. r Durch die neue Einrichtung im Eisenbahnbettieb, wonach Schülern, welche m großer Zahl in Begleitung der Lehrer Ausflüge machen, bedeutende Ermäßigung des Fahrpreises bewilligt wird, gewinnt eine im zoologischen Garten längst bestehende Ern- richtung an Werth. Es ist dies ein sehr ermäßigter Eintrittspreis für Schulen, welche in den Vormittagsstunden der Wochentage den Garten und das Aquarium besuchen wollen, lieber das Nähere ertheilt die Direction auf briefliche Anfrage die nöthige Auskunft.________________________________________ Handel und Verkehr. Frankfurt, 12. Juni. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner JL 2.50—3.50, Stroh Jü 2.40—3.40 Butter das Pfd. tm Großen 1. Qual. 0.90—95, 2. Qual. 0.90—00, tm Detail das Pfd' Jü 1.20—00, 2. Qual. JL 1.10—00. Eier das Hundert ital. JL 5 50, deutsche Eier 4.50 jC Ochsenfieilch per Pfund 65—70 Kuh , Rind- und Farrenfleisch 45—60 Kalbfleisch' 45-55 H, Hammelfleisch 45—65 H, Schweinefleisch 65—70 ein Hahn JL 2.40—2.60, ein Huhn JL 2.00—2.50, eine Ente JL 2.50—3.00, eine Taube 60—00 H, Kapaunen JÄ 3—3,50. Wätscher Hahn JL 6—12. Kartoffeln 100 Ko. 6.50—,8 Weißkraut das Stück 00—00^, Rothkraut, 1 St. 0—0 H, frische Kohlrabi 6—10 H, neuer Blumenkohl 1 St. 50—100 Wirsing 00—00 H, Zwiebeln 1 Bund 6 Meerretttg 1 Stück 15—20^, Lattich per Portion 10—15 Kopfsalat 6—10^, frische Spargel das Pfund 60—70 Radieschen 3—4 Artischoken 65 junge Erbsen das Pfund — H, Romain-Salat 40—00 neue Bohnen 100 Stück 2.00—0 A. Scheyda« Maurergesellen gesucht von (3995 Pb. Größer junior. 4003) Schloßgasse 251 wird ein anständiges Mädchen zur Stütze der Hausfrau sowohl als auch zur Hülfe in einem feineren Laden gesucht.____________________ 4048) Ein geprüfter Heizer, der Kesfel- und Maschinen Reparaturen vorgestanden hat. sucht ähnliche Stellung. Offerten beliebe man an Herrn Schlossermeister Stohr zu richten. Beste Zeugnisse stehen zu Diensten« 4051) Ein Hut und Stock gestern Abend auf dem Krofdorfer Weg gefunden. Abzuholen gegen Erstattung der Jnserat- gebühren bei Dienstmann Mödus, Wall- thorstraße.__________ Kamillen. sauber abgepflückt, kauft per Pfd. 10 4009) Dr. A Mettenheimer, Apotheker. 4035) Zwei Schüler können bei guter Pflege in Pension genommen werden. Näheres Neue Bäue B. 99. 3988) Ein Mädchen vom Lande wird auf sofort gesucht. Wo? sagt die Exped.. 3970) Ein fleißiger cautionSfähiger Mann findet sofort dauernde Anstellung, als Eincassirer. Schriftliche Offerten mit Angabe der bisherigen Thätigkeit sind unter der Adresse „Eincassirer" an die Exped. d. Bl. zu richten. 4021) Ein junger Mann, welcher eine schöne Handschrift hat, mit den Comptoir- Arbeiten vertraut ist und kleine Reisen zu besorgen hat, findet gute Stelle. Fr. Offerten E. L. 644 besorgt die Exp. b.- Blattes. Geld - Cours. 20-Francs-Stücke . . . do. in Vs • Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . - • JA 16 16-20 16 16—20 20 38—42 16 71 16 65 9 51—55 4 19—22 Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt eine Extra-Beilage: Abonnements-Einladung der „Frankfurter Presse" bei, auf welche wir besonders aufmerksam machen. (4054 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch in Gießen. Ät. WNCÄW*1 Berlin MWn Brn tnlt der Curie, Baten ;u(amm sie weiter: «• Vorlage vom Grund einer Wenn die pre das Mißlingen sie der pa'pM zuvorkam, wie war die Vorlo nachdem die C. hinter der Vo' daß dieser tha Die liberalen < lesen, verfange von der Kaplc turkampses w ständigungsver Papst eingelas irgend ein Ka grrnd jortlau1 Ende oder nei Kulturkampf i dem BMM Io tnufi nun । dient übrMgi EchrMäe zr aufs Neue und der Curi die Hand einf die Vorlage t ausgeschlossen, Vorlage fich e tarn die Curi Ob die klugh Fanatismus, [i ^geheuer gest^ welcher für die Das sollten di und nach allen aunehmrn, mi ®onfer»ativen Plenum v, «füllen, »nfchaffen." ~ Die »ieSßtt^anblu R nicht. N sche 'n einig,