Str. 112 Samstag den 15. Mai 1880. Hichener Anzeiger Alijkigt- uib Amtsblatt fit bei Kreis Gieße». HOadteitfNratetut EkpedUionOvneea« r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag«. Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 42. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht: Am 1. Mat den Forstmeister Dr. Eduard Heyers zu Dieburg zum Forstmeister des Forstamts Lorsch zu ernennen; an dems. Tage den Pfandmeister bei dem Rentamt Groß-Umstadt Gottfried Haubach, sowie den Steueraufseher Christoph Zimmermann zu Mainz in Rücksicht auf seine gestörte Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen; an dems. Tage dem Distr'ctseinnehmer der Districtseinnehmerei Groß- Gerau I Heinrich August Schreiber, aus Veranlassung seines fünfzigjährigen Dienstjubiläurns, den Charakter als „Rendant" zu verleihen. Berlin, 12. Mai. Von den dem Reichstage zugegangenrn Vorlagen, Anträgen rc. sind folgende unerledigt geblieben: Das Gesetz, betr. zweijährige Etatspertoden, ist gar nicht zur Berathung gelangt. Die Abänderung des Münzgesetzes (SilberauePrägung) mit allen inzwischen dazu gestellten Amendements ist unerledigt; ebenso die Brausteuer- und die Stempelabgaben-Vorläge, sowie das Küstenfrachtfahrts-Gesetz. Ferner das Gesetz über das Pfandrecht an Eisenbahnen und über das Faustpfandrecht, endlich über die Besteuerung der Dienstwohnungen. Das in Aussicht gestellte Gesetz wegen Versorgung der Wittwen und Waisen von Reichsbeamten ist im Reichstage gar nicht eingegangen. — Zum Abschluß gebracht hat die Session immerhin eine große Reihe seht wichtiger und zum Theil in unser staatliches und bürgerliches Leben tief eingreifender Gesetze: Das Budget, das Militärgesetz, das Wuchergesetz, das Socialistengesetz, die Abänderung der Gewerbeordnung (Tbeaterfrecheit, Auctionswesen, Innungen), das Gesetz wegen Aufhebung des FlachSzolles, die Elbschifffahrtsocte, die provisorischen Handelsverträge mit Belgien, Oesterreich- Ungarn, der Schweiz, die Verträge, betr. die Consulargerichtsbarkeir in EgYP- ren, Bosnien und Herzegowina. Erledigt sind endlich eine große Anzahl ton Petitionen und Wahlprüfungen. — Das Cenrrum ist entschlossen, gegen das Gesetz wegen Verleihung dtscretionärer Gewalten an die Regierung bezüglich Anwendung ter kuchen- politischen Gesetze, welches ohne Frage sofort bei Beginn der Nachsession dem Landtage zugehen wird, zu stimmen und vielmehr die Aufhebung der Maigesetze zu verlangen. Da auch die Fortschrittspartei und ein Theil der Conser- vativen, denen der Schritt der Regierung ebenso wie dem Centrum als nicht gei ügknd zur Beilegung des kirchenpolitischen Conflicts erscheinen müßte, da- gegen stimmen dürfte, so wird die Vorlage vermuthlich nur bann angenommen werden, wern es dem Kanzler gelingt, die im Vorjahr gesprengte Majorität gemäßigt conservativer und gemäßigt liberaler Eleu ente wieder um sich zu vereinigen, von der er in seiner Rede sprach und für welche auch Herr p. Bennigsen platdirte. — Die Summe, welche der Reichskanzler in der abgelaufenen Session durch neue Steuern aufzubringen gedachte, beläuft sich auf etva 32 Mill. davon kommen etwa 12 M,ü. auf die Braustetier, 11 Mill, auf die Stempelsteuer und 10 Mill, auf die Wehrsteuer. Man ist gespannt darauf, ob die Reicksregierung dem nächsten Reichstage diese Vorlagen wieder zugehen lassen roiith Die Meinungen darüber sind sehr getheilt. Die Wehrsteuer in ihrem jetzigen Umfange dürfte keinenfalls wieder eingebracht werden. Inzwischen wird die Vorlage als solche doch nicht aufgegeben werden, da ihr in manchen Beziehungen auch im Reichstage Sympathien entgegengebracht worden sind. Man glaubt indesien, daß der Reichskanzler sich mit neuen Plänen für die finanziellen Operationen trägt. Köln, 10. Mai. Fortwährend passtren Auswanderer aus dem Oberlande mit den Dampfschiffen unsere Stadt. Fast jedes Boot hat eine neue Zahl der Europamüden an Bord. Die meisten der letzteren kommen aus Baden und Württemberg, weniger groß ist die Zahl derer, die Bayern ver- lasten. Alle diese Auswanderer besteigen in Mannheim die Dampfboote. Aber auch auf der Fahrt nach Köln kommen noch auf den einzelnen Stationen Auswanderer aus der Pfalz, Hesten, Nastau und auch aus der Rheinprovinz auf die Schiffe. Die Direction der Köln-Düsteldorfer Dampfschifffahrts- Gesellschaft läßt seit zwei Monaten jede Woche einmal ein besonderes schiff dlrect von Mannheim bis Rotterdam fahren. Diese Schiffe sind stets ganz mit Auswanderern besetzt. E>n Gleiches geschieht Seitens der Direction der Niederländischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft. Ein The,l der Auswanderer fährt vermittelst Dampfschiffes nur bis Köln. Die Leute setzen dann auf der Eisenbahn ihre Reise nach Antwerpen oder Bremen weiter fort. JranLreich. Paris, 11. Mai. Das Pariser Handelsgericht hat gestern den „Figaro" wegen Vertragsbruchs zur Zahlung von 100,000 Frcs. Schadenersatz, vorbehaltlich anderer Kosten, an die Banque Parisienne verurtheilt. Am 10. Mai 1879 hatte der „Figaro" der genannten Bank die Abfassung des finanziellen Theils des Blattes gegen eme jährliche Zahlung von 150,000 Frcs. überlassen. Mittlerweile mochte ihm die Erwägung gekommen sein, daß der Preis zu niedrig sei, oder es mochte eine Concurrenzanstalt der Banque Pari- flenne ihm mehr geboten haben; wie dem auch sein mag, am 7. Januar b. I. kündigte der „Figaro" plötzlich den Vertrag auf Gründe hin, welche gestern das Handelsgericht als unzulänglich verwarf. In Folge dessen wurde daher der „Figaro" zunächst zu 100,000 Frcs. Schadenersatz, zur sofortigen Aufnahme des Finanzberichts der Bank und zu 2000 Frcs. Schadenersatz für jeden Tag Aufschub der Aufnahme und schließlich in die Kosten verurtheilt. — Wenn Fürst Bismarck einst im Reichstage äußerte, daß die deutschen Blätter so viel über die französischen Kammerdebatten brächten, während die fremden Zeitungen die Vorgänge im deutschen Parlament fast mit Stillschweigen übergingen, so paßt das heute jedenfalls nicht mehr, denn alle hiesigen Blätter bringen seit 8 Tagen lange Berichte über die Sitzungen des Reichstags und widmen denselben, aber namentlich der letzten Rede des Fürsten, lange Leitartikel. Ob der Reichskanzler aber heute sonderlich von der Aufmerksamkeit der Franzosen erbaut ist, dürfte fraglich bleiben. Die Artikel der republikanischen Blätter über die letzten Vorgänge in Deutschland zeigen sich noch vorsichtig und halten zurück; die klerikalen Blätter schimpfen dagegen aus allen Tonarten. Im Allgemeinen ist der Franzose keineswegs betrübt über die innern Wirren im deutschen Reiche und commenlirt mit Wohlbehagen die Stellen der BismarckMen Rede, „in welchen die Veru orrenheit in Deutschland officiell bestätigt werde." England. London, H. Mai. Die englischen Blätter äußern sich sämmtlich nicht billigend über die letzte Reichstagsrede des Fürsten Bismarck. So schreibt u. A. die „Times": Fürst Bismarck erklärte zum hundertsten Male, daß der Bestand des deutschen Reiches auf dem Spiele steht. Wir haben, ehrlich gestanden, keine so geringe Meinung von der Lebensfähigkeit des deutschen Reiches, zu. deffen Gründung bei Fmst so wesentlich beigetragen hat. Allem die Einheit Deutschlands ist das Product von Kräften, welche lang vor Btsmarck's Laufbahn sich Geliung verschafft hatten und das Ende seiner Acti- vität überleben werden. Die Erhaltung dieser Einheit hängt nicht von ihm ab und erscheint es sogar fraglich, ob seine innere Politik nicht dazu beiträgt, die volle und freie Entwickelung jener nationalen Gefühle zu hemmen, welche die wahren Garantien des Bestandes des nationalen Lebens sind. Der Ver- such, während einer Saison ohne den Kanzler auszukommen, dürfte vielleicht zu dem Beweise führen, daß fein persönlicher Einfluß momentan von zweifel- Haftern Wertbe, jedenfalls kein unersetzlicher ist. Der Unentbehrlichen gibt es Wenige und die Perioden, wo sie unbedingten Gehorsam verlangen dürfen, find kurz. Eine Nation, deren Existenz auf einem einzigen Menschenleben beruht, steht auf schlechten Füßen. Wer sich selber einietet unentbehrlich zu fein, Verbeffert damit seine Laune in keiner Hinsicht. Der Gesundheitszustand des Fürsten könnte nur dabei gewinnen, trenn das Parlament ihn beim Wort nehmen und seinen Rücktritt mit Gleichmuth hinnehmen würde. Wird sich das Parlament dazu entschließen? oder capitultren, wie es dies so oft ge- than? . . > Der Kanzler klagt über Hinderniffe, welche man seinen Einigungsversuchen entgegensielle. In Hamburg hat er in dieser Hinsicht mit wenig Glück operrrt. Weder innerhalb noch außerhalb des Reichstags zeigt sich viel Einheit. Noch kann man sich darüber wundern- Welches ist denn die Einheit, die er verfolgt? Ist es eine Einheit des Geistes oder der Form? Eine Einheit des Lebens oder der gewaltsamen Unterdrückung der Lebens-Impulse? Ein vorübergehender Rücktritt des Kanzlers von der Conirole der deutschen Politik würde kein vollständiges Unglück für das Reich sein. Einmal muß der Schlag denn doch kommen, und würde es ein schlechtes Zeugniß für den Kanzler fein, wenn er das Reich so unsicher geschaffen, daß sein Rücktritt es bis auf die Grundfesten erschütterte. Das ist jedoch nicht zu befürchten; die Kräfte, welche ans deuifchen Staaten ein Reich geschaffen haben, sind stärker, als der Fürst Bismarck sie zu halten scheint. Der Kanzler war eine geschickte Hebamme, allein Deutschland würde auch ohne ihn geboren worden sein und fortleben, falls es seine Dienste zeitweilig oder für immer entbehren müßte. London, 11- Mai. Der Blackburner Spinnerei- und Weberei-Verein hat gestern beschlossen, sämmtliche Spinnereien und Webereien, welche dem Verein angehören, zu schließen, wenn die Arbeiter ihre Drohung, die Arbeit einzustellen, falls ihnen die verlangte Lohnerhöhung von 5 pCt. abgeschlagen würde, nicht zurückjögen. Es steht zu hoffen, daß bei einer heute in Man- chester abzuhaltenden Versammlung des Central-Comitös der Arbeitgeber und der Weber-Deputationen ein Ausgleich vereinbart wird, welcher sowohl Ans- stand"als Sperre verhindert. Die Arbeiter scheinen die Sache sehr ernst zu nehmen. ________________________________ Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. Gorrefp-ndev, • ***«*«♦ Berlin, 13. Mai. Heftet eine demnächst bevorstehende Reise des Fürsten Bismarck steht bis jetzt nichts fest. Prag, 13. Mai. Kronprinz Rudolf ist heute früh nach Brüssel aftgereist. Bern, 13. Mai. In Anbetracht des demnächst stattfindenden Urthetls- spruche« im Stabio-Proceffe dtrigirt, dem Vernehmen nach, der Bundesrath 3 Compagnien des in Bellinzona stehenden Bündner-Bataillons nach Mendrisio bei Stabio. Die tessinische Regierung hat ebenfalls Militär aufgeboten. Paris, 13. Mai. Die Kronprinzessin des deutschen Reiches ist gestern Abend yler eingetroffen und am Bahnhof von dem Personal der deutschen Botschaft empfangen worden. Berlin, 13. Mat. Fürst Bismarck hat heute Nachmittag um 4 Uhr dem König von Sachsen einen nahezu einstündtgen Besuch abgestattet. Petersburg, 13. Mat. Der „Regterungsbote" meldet: Im Verlaufe der verflossenen Woche traten bet der Kaiserin die Krankhetrsanfälle weniger akut auf. Das Befinden ist besser und die Kräfte halten sich. Lokales. Gießen, 14. Mai. In der heutigen öffentlichen Sitzung des Kreisausschuffes wurde Vie am 15. April l. I. abgehaltene Bürgcrmeisterwahl zu Muschenheim, in welcher Heinrich Becker V. mit nur 2 Stimmen Majorität gewählt war, für ungültig erklärt — Ein Zigeuner von der Kröge bei Biedenkopf gcrteth am Abend des 10. d. Mts. zu Bettenhausen mit einem dortigen Taglöhner in Streit, wobei ersterer einen Mcfferstich in den Unterleib erhielt, in Folge deffen er in der Nacht vom 11. auf den 12. verschied. Vermischtes. Kaufbeuern, 8. Mai. Heute Nacht und den ganzen Vormittag fiel Schnee mit einer Beharrlichkeit, daß man glauben könnte, Weihnachten stehe vor der Thüre. Feld und Wald prangen denn auch heute in schneeweißem Gewände. (Kfd. Anzetgebl.) Mainz, 14. Mai. In dem Stadthausgebäude fand gestern Mittag die Konferenz zwischen einer Anzahl Brauereibe'itzer und dem Herrn Bürgermeister Dr. Du Mont wegen den zu treffenden Anordnungm bezüglich der Bierpressionen statt Nach einer längeren Beraihung einigten sich die Herren Sachverständigen dahin, daß für die Folge sämmtltche hier in Gebrauch befindlichen Pressionen allwöllentlich einmal mittelst Dampfes gereinigt werden muffen. Diejenigen Brauerei Inhaber oder Restaurateure, welche felbst über Dampfkraft verfügen, können die wöchentliche Reinigung ihrer Schläuche selbst vornehmen lasten, während bet solchen Zäpjern, die nicht in der Lage sind, eine amtliche Reinigung der Prefsionsichläuche wöchentlich einmal, und zwar gegen eine Vergütung, vorgenommen wird. Diese Anordnung ist bei dem Bier trinkenden Publikum sehr freudig ausgenommen worden. Bingen, 11. Mat. Zur Belebung der Wetnerntehoffnungen bringt die „Pf. Pr." folgende Aufzeichnungen eines alten Tagebuchs vom Jahre 1788, die da berichten: „Die Wingert waren ganz erfroren, und an Jörgitag noch blind, und viele Leute haben angefangen auszureißen. Die gute Witterung im Mai aber hat den Wingert aufgeholfen', aus dem Kopp sind sie so stark ausgeschlagen, daß mer sein groß Noth gehatt hat von wegen dem vielen Ausbrechen. Aber das Wild Holtz hat viel Schein getrieben, und am Johannestage waren sie schönt verblümt, und hat sel Jahr noch ziemlich viel Wein geben, der gern getrunken worden ist und viel Kraft gehabt hat." Möge ein Gleiches in diesem Jahre clntteffen I Trier, 9 Mat. Eine eigentümliche Klage hatte eine Karusielbesitzerin gegen den Pfarrer Klanck von Oberemmel am hiesigen Amtsgericht I eingericht. Die Klägerin beanspruchte einen Schadenersatz von 9ü weil der Verklagte, der gleichzeitig Schulinspeetor ist, die Kinder vor dem Besuche ihres Karustels gewarnt und ihr dadurch deren Kundschaft entzogen habe. Die Sache kam gestern vor dem Schöffengericht zur Verhandlung und endete damit, daß die Klägerin auf Grund eindringlichem Zureden des Amtsrichters die Klage zurückzog. (S.-u.M. Z ) Aus der Pfalz, 9. Mai. Das nahe an der pfälzischen Grenze liegende preußische Städtchen Baumholder, Sitz eines Amtsgerichts, ist gestern zum Theil ein Raub der Flammen geworden. 180—200 Gebäude, darunter 120—130 Wohnhäuser, sind niedergebrannt, Menschenleben glücklicherweise nicht ou beklagen Berlin. Im Palais des Kronprinzen ereignete sich ein Vorfall, der als vollständig auf Wahrheit beruhend verbürgt wird. Tag und Stunde thun nichts zur Sache. Auch den Namen des Mannes, der als zweite Hauptperson in der folgenden Scene fungirt, muffen wir verschweigen Genug, diese zweite Person war ein Hamburger Kaufmann, der beim Kronprinzen Audienz hatte. Im Vorzimmer hatte er seinen Paletot abgelegt und war sofort auf Befehl Seiner Kaiserlichen Hoheit vorgelasten worden, der ihn in außerordentlich liebenswürdiger und herzgewinnender Art behandelte, wie das des hohen Herrn Art ist. Nach Schluß der Audienz begleitete der Kronprinz den Hamburger Kaufmann in's Vorzimmer. Um Seine Hoheit, der seinen Gast, wie es schien, noch weiter begleiten wollte, nicht lange aufzuhalten, griff der Hamburger rasch nach seinem Paletot, um ihn anzuziehen und sich zu entfernen. Da trat der Kronprinz näher und half dem Kaufmann beim Anziehen des Ueberziehers. Natürlich wehrte sich dieser und wollte durchaus nicht dulden, daß ihm die Hand des künftigen deutschen Kaisers Dienste leiste. Lächelnd aber zwang der huldvolle Kaiserssohn den sich Sträubenden, den Höstichkeitsdienst zu dulden, mit den Worten: „Es ist dies eine Pflicht, die sich kein Gentlemen gegenüber einem andern ® am Anger ?c., Maurerarbeit d zu - - - Chaussirarbeit a k-, veranschla Lieferung der ( veranschlagt) Aufsehen derjelb zu... - Sanddccke derse schlagt zu. Anstrich der £)' Wegweiser, v Lieferung der V steine an die Wagt zu. Aufsehen beifell iu ... . MMagen, bk Herstellung der Banquets, yx Steindeckerarbeii veranschj. zu Großen Buse« Großh. Bürgern Gegen die Kök-äch-k' Londorf, lkreiS zogthum * uit ist die Ui 3») Dienstag fnr, , Tornnttc ■ÄS; fr 6 * L 533 25 sollen in Ä H'-kel s $> 3« Sät Von h.H. „Gka teste Zuhie Men, M Bekanntmachung. 3387) Der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung festgestellte Voranschlag über Einnahme und Ausgabe der Gemeinde Gießen für die Zeit vom 1. Januar 1880 bis Ende März 1881 wird während acht Tagen zur Einsicht jedes Betheiligten auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Erhebung etwaiger Eiawendungen während dieser Frist offen gelegt. Gießen, den 14. Mai 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Gegen die Dienstmagd Elisabeth Korbacher, 21 Jahre alt, aus Londorf, Kreis Gießen, im Großher- zogthum Hessen, welche sich verborgen hält, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, die p. Korbacher zu verhaften und in das Gefängniß zu Wetzlar abzuliefern. Wetzlar, den 12. Mai 1880. Der Königliche Amts-Anwalt. 3375) Moritz. Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 19. Mai, Nachmittags 3 Uhr, follen im Rathhaussaal zu Großen» Buseck nachverzeichnet? Arbeiten öffentlich wenigstnehmend in Akkord gegeben werden. JL H Planirarbeit an der Straße am Anger 2C., veranschl. zu 555 — Maurerarbeit das., veranschl. zu........ 448 50 Chaussirarbeit am alten Weg re-, veranschlagt zu. . . 855 — Lieferung der Chaussirsteine, veranschlagt zu ... . 667 50 Aufsetzen derselben, veranschl. zu........ 133 50 Sanddccke derselben, veran» schlagt zu......71 25 Anstrich der Ortstafeln und Wegweiser, veranschlagt zu 45 — Lieferung der Unterhaltungssteine an die Wege, veranschlagt zu...... 330 — Aufsetzen derselben, veranschl. zu........66 — Steinschlagen, veranschl. zu . 616 — Herstellung der Gräben und Banquets, veranschlagt zu 260 — Steindeckerarbeit ander Kirch? veranschl zu.....30 — Großen Buseck, den 14. Mai 1880. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. I. A.: L. Hahn, 3369) Bezirksbauaufseher. Dienstag den 1. Juni, Vormittags 11 Ubr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Bäcker Emtl Sauer: Flur. Nr. Mir. I. 383 75 Hofraithe auf dem Seltersweg, I. 533 25 Hofraum, Miststätte daselbst, I. 530,1 756 Grabgarten daselbst, I. 557 44 Hofraum daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 13. Mai 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 3367) Müller. Verfleigerungsluyeige. Donnerstag den 20. Mai er., Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Locale der Heinrich Hinkels Wwe. in Bisses: 34 Säcke (ca. 22 Ctr.) Grassaamen von dem Unterzeichneten gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert werden. Nidda, den 12. Mat 1880. Kuhn, 3373) Gr. Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 19. Mai, Nachmittags 2 Ubr, lasse ich bei meiner Wohnung in der Sandgasse 3 Wagen, Pflüge, Egge, eine Fegemühle, Strohbank, verschiedene sonstige Gerätschaften, Stroh, einen Haufen Mist meistbietend versteigern. Gießen, den 13. Mai 1880. 3368) Fr. Müller. Holzversteigemng im Leidenhofer Gemeinde-Wald. Freitag den 21. Mai, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im Lechenhofer Gemeindewald, Schlag „Altenheeg": 304 Rmtr. Bnchen-Scheitholz, 45 „ „ -Prügelholz, 84 „ „ -L-tockholz, 660 „ „ -Rkislwlz, 1 Parthie Eichen- und Erlen»Nutz- bolz, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist tm obengenanntem Walddtstrtct. Allendorf a./Lda., am 12. Mai 1880. 3372) Bieber, Bürgermeister. Aeitgeöotenes. 2418) Eine Ladeneinrichtung zu verkaufen. Näheres bei M. Weißbäcker. „Musikwerk^ Ein sehr seines Musikwerk mit sichtbarem Glockenspiel und Harmonium, Verhältnisse halber unter Fabrikpreis zu verkaufen. Näheres bet der Expedition ds. Blattes.__(3371 Für Offiziere. •3376) Pferdeausstattungen für Offiziere aller Waffengattungen sowie sehr billige Sommerdecken stets vorrätbig V Wilh. Corr eil, ________Mainz, Schillerplatz. Bettscdcrn und Daunen, Drell, Barchent u. Federleinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung empfiehlt Die Möbelfabrik u. -Lager von Th. Brück, (44 Schlossgasse Lit, 8. Nr. L Heue ManMcher 3378) bei H. 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