Samstag den 14. August 1880 Kr. 188 Eichener Wizeiger AMP- «ab AMswN fir dra Kreis Gieße« NedaettonSbureaur l Schulstraße B. 18. VrvedittonSbureaur j w Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Kreises Gießen mit schwerem Fuhrwerk betreffend. cd. Preis vierteljährlich 2 Warf 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P§» n 6l|tin . W ,r' i"*' ' verkaufe voo heiü! Spruch ießüdltche- iecheage, als -säzeii, Spannfäp d. MrUestazen x; i izichn, Schräukch YM, Blechschttm, mergle, Cutr» । halbrunde, ßachW äaart unter Saranhi. brmkfchloß (oibfniht, mmokeschloß, ÄeUm der, Gfarnitre, Boi : imb Man/chaken, LmÄetlen, luftalt» LttvMen unb alle Keutschland. Aus Rheinhessen, 10. August. Das Ueberhandnehrnen der Commis ieti., schreibt man dem „Rh. Kur." : Die große Roth, in welche viele stellen- sucheude Ccmmis gernthen sind, wurde neulich in einer zu Berlin abgehaltenen Versammlung besprochen und es wäre zu wünschen, daß dieselbe von jenen Eltern beherzigt würde, die ihre Söhne dem Handelsstande widmen wollen. Es ist in neuerer Zeit dahin gekommen, daß selbst Söhne von Taglöhnern sich für zu gut halten zur Erlernung eines Handwerkes- Man rühmt in der Theorie das Handwerk mit seinem goldenen Boden, aber selbst jene begeisterten Lobredner des Arbeiterstal des dünken sich zu vornehm, ihre Söhn« bei einem Handwerker in die Lehre zu thun. Den Herren Kaufleuten ist dieser Zudrang zu ihren Geschäften sehr angenehm. Viele nehmen drei, vier, selbst noch mehr Lehrlinge an, die ihnen keine» Pfennig kosten. Wir kennen Geschäfte, in denen neben einer ansehnlichen Anzahl von Lehrlingen nur ein, höchstens zwei bezahlte Commis thätig sind- Auf diese Art vermehrt sich von Jahr zu Jahr die Zahl der Commis, welche nur sehr schwer Stellen finden können, da die meisten Stellen immer wieder mit neuen Lehrlingen besetzt werden. Ist es da zu ver- Wundern wenn selbst sehr brauchbare Commis nur mit großer Mühe eine Stelle finden und oft in große Roth geraihen?! Wandert bann so ein Commis in seiner Verzweiflung nach Amerika aus, so muß er oft die niedersten Handarbeiten verrichten, während der tüchtige Handwerker guten Lohn erhält. Möge man doch endlich einmal die falsche Scham der Erlernung eines Hand- irerks ablegcn! Verschiedene Handwerke bieten talentvollen Jünglingen ein ibenso ergiebiges Feld für Verwerthung ihrer Kenntnifle wie der Handel. Theoretisch und praktisch tüchtig ausgebildete Bauhandwerker, Möbelschremer, Mechaniker, Schlosicr, Tapezierer u. A. stehen wohl aus gleicher Stufe mit bem Kaufmanns. Berlin, 11. August. Dem jüngsten Militärproceß in Würzburg wegen scheußlicher Mißhandlung von Soldaten folgt wenigstens die erfreuliche Nachricht in der „Vofi. Ztg.", daß man es jetzt mehrfach in höheren militäri- schen Kreisen für opportun erachtet, eine Verordnung zu erlassen, wonach jede körperliche Mißhandlung eines Soldaten bet dem nächsten Vorgesetzten zur Anzeige gebracht werden muß. Eine solche Verordnung ist vor einigen Mo- raten für das bayerische Kontingent erlassen worden. Sehr an richtiger Stelle fügt die „Vofi. Ztg." ihrer Miitheilung hinzu: „Es wäre auch eine würdige Aufgabe der deutschen Volksvertretung, in der nächsten Reichstags- Session eine Interpellation über die unerhörten Grausamkeiten, die in neuerer Zeit von Vorgesetzten gegen gemeine Soldaten begangen worden, einzubringen Md nicht eher zu ruhen, bis eine Garantie gegeben ist, daß innerhalb der militärischen Organisationen, unbeschadet der nothwendigen Disciplin, die Forderungen der Humanität zur Geltung gebracht sein werden." — Das Ereigniß des Tages bezüglich der inneren Angelegenheiten ist die Ernennung des bisherigen Staaissecretärs des Innern und preußischen handelkministers Hofmann zum Staalssecretär in ElsastLothringen. Die Sache war streng geheim gehalten, auch die nächstbeiheiligten Kreise sind davon nicht Mterrichtet gewesen. Der Rücktritt Hosmann's hat nicht überrascht; man war darauf seit der Berathung deS Bundesralhs über die Sternpelsteuer-Vorlage in welcher der Vorsitzende, Hofmann, bem Geh. Ober-Pvstrath und Director der III. Abteilung bes Reichspostamts, Dr. Fischer, gestattete, sich im Namen der Postverwaltung gegen bic Vorlage auszusprechcn) allseitig vorbereitet. In den Kreisen des Bundesrathes, im Reichsamt des Innern und ganz besonders im preußischen Handelsministerium wird das Scheiden Hosmann's beklagt. Vor fünf Jahren an die Stelle Delbrück's zur Leitung des damals nach vielen Richtungen hin bedeutsamen Reichtkauzleramts berufen, hat Hofmann nach Delbrück einen schweren Stand gehabt. Seiner großen Gewandtheit und Ge> schästskenntniß, seinem liebenswürdigen und milden Wesen gelang es bald, sich ben vollen Boden zu gewinnen. Man rühmt besonder- seine eifrige und tTfolß» reiche Wahrnehmung der Interessen de- preußischen Handelöresiorts; bezüglich der Nachgiebigkeit und Gefügigkeit einem höheren Willen gegenüber ist er b s an die äußerste Grenze gegangen. Hofmann war von 186« bis 1872 als rbliebenev- ag 3 Uhr »W ^SeF9e*- t in 1U($)en Ü e ln Gießen. teberbnnger ernt KunstM. Großh- Hessischer Gesandter Mitglied des Bundesrathes, von 1872 bis 1875 als Nachfolger Dalwigk's Hessischer Minister-Präsident und seitdem Leiter des Reichskanzleramts. Uebcr den Nachfolger Hofmann's im Reichsamte wie im preußischen Handelsministerium ist noch keine Bestimmung getroffen. — Die neuen furchtbaren Ueberschwemmungen in Schlesien haben zu- näckst die Frage der Oder-Regulirung wieder in Anregung gebracht. Man weiß, daß in Preußisch-Schlesien alle weiteren Arbeiten so lange unnutz und zum Tbeil unmöglich sind, bis inOesterreichtsch-Schlesien, das fast alljährlich durch Oder Ueberschwemmungen zu leiden hat, die uothwendigsten Regulirunzs- Arbeiten gesckebui sein werden. Für die augenblickliche Roth wird der Staat wohl einspringen müflen, die Prioatwohlthätigkeit ist seit zwei Jahren fort- während In solchem Maße in Anspruch genommen worden, daß dieselbe zur Zeit für größere Anforderungen erschöpft scheint. In Schlesien selbst ist man sich dieses UmstandeS bewußt. — Ucber die Frequenz der deutschen Universitäten tm Winter-Semester 1879/80 berichtet die „Allgern. Ztg." : Auf den 20 deutschen Universitäten studirten in diesem Semester 20,172 Jünglinge. Mehr als tausend befanden sich in Berlin (3608), Leipzig (3227) München (18061, Breslau (1309), Lalle (1098); unter 300 nur in Rostock (198) und in Kiel (242); zwischen 300 und 500 in Gießen (353), Freiburg (392), Jena (451), Erlangen (481); -wischen 500 und 1000 in Heidelberg (502), Greifswald (531), Marburg (552), Königsberg (737), Straßburg (752), Würzburg (848), Bonn (881), Göttingen (965), Tübingen (994). Berlin, 11 August. Die bisher auf die von einigen Regierungen auggegangene Aufforderung eingegangenen Gutachten in Betreff der vom Grafen Wilhelm Bismarck veranlaßten Resolution wegen etwaiger Beschränkung der allgemeinen Wechselfähigkeit lauten mit erfreulicher Einstimmigkeit ablehnend. Tie Handelskammer von Karlsruhe hat ihr verneinendes Votum dem badi- schen Handelsmintsterium zugestellt, die Münchemr einstimmig in gleichem Sinne beschlofien. Es ist dies um so erfreulicher, als jede Beschränkung der Wechselfähigkeit Hunderten schaden müßte, wo sie Einem nutzt. Wurde doch schon daö Wuchergesetz vollkommen mißverständlich hier und da von «actio» nären Stimmen gegen die so segensreich wirkenden Genofienschaften ausgebeutet, die gerade ein wesentliches Heilmittel gegen das Wucherimwesen sind, so daß der Begründer des Genofienschastswesens sich zur Abwehr und Klarstellung des wirklichen Sachverhalts genöthigt sah. Rußland. Moskau, 9. August. Die allgemeine drückende wirthschaftliche Lage des russischen Volkes, welche durch eine ganze Reihe von Unglück und Heimsuchungen, wie Mißwachs, Feuersbrünste, Epidemien, Getreidckäfer, Hefien- fliege u. bergt. Landplagen zum Theil Herbeigesührt worden, offenbart sich in einzelnen Thatsachen des öffentlichen Lebens, die einen sprechenden Beweis für das Sinken des materiellen Wohlstandes geben. Es genügt, einen Blick in die Criminal-Statistik zu thun, um sich von der Wahrheit deS Gesagten zu Überzeugen. Die Zahl der Verbrechen gegen das Eigenthum namentlich hat sich in letzter Zeit in steigender Progression vermeßt. Es wird 9eWen' “*" Brod zu kaufen, es wird gestohlen, nur um im GefängnG Staatsbeköstigung zu haben, was die Diebe vor Gericht offen bekennen. Wenn solch««W' innigen in Folge socialer Umwandlungen bei steigender Concurrenz und Theue- rnng in Ländern, wo thatsächlich Uebervölkerung statt hat, natürlich sind und massenhafte Auswanderungen Hervorrufen, so beruhen dieselben in einem Lande wtt Rußland auf ganz anderen Ursachen. Es gibt auch in welche bei ungünstigen Bodenbedingungen beziehungsweise übervölkert sind, das russische Volk aber hat unmittelbar vor seiner HausthurimSudenmdOsten des Reiches Steppen von solcher Ausdehnung, daß »och viele -Millionen von Einwanderern sich in denselben niederlaffen können. Weshalb wandern sie nicht aus? Sie brauchen nicht Über den Ocean zu gehen und sind wie weit sie auch gehen mögen - immer in der .rh®eL®.rl'nt’ ? darin, daß ihnen die Auswanderung zu schwer gemacht wird. Wir haben in Rußland zwar Auswanderungs-Gesellschaften, jedoch von teuer Art, welch« Zeigen. 1 ^ finden Tj^L^Jonotn. Ihie Ä. bnotbert bie j; iingtim fieiben oiwtet, Schwaz" Loettlreglement, die Benutzung der Straßen von Hungen nach Laubach, sowie von Hungen über Hof-Graß und Rodhetm nach Langv S innerhalb des Kreises Gießen mit schwerem Fuhrwerk betreffend. Rach Anhörung der Localpolizeibehörden und mit Zustimmung des Kreisausschufies für den Kreis Gießen wird mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. Juli 1880 zu Nr. M. I. 16374 hiermit ungeordnet: 1) Die Räder der Lastfuhrwerke, welche die Straßen von Hungen nach Laubach, sowie von Hungen über Hof-Graß und Rodheim nach Langd innerhalb des Kreises Gießen gewerbsmäßig oder regelmäßig, wenn auch nur zeitweise mit Erzen, Eisen, Kalk, etemen, Steinkohlen, Schwerspath, Natrou, sowie in Kalk oder Schwerspath eingekochtem Holzessig befahren, müflen eine Felgenbreite von wenigstens 12 Eentüneter haben. 2) Die Eigenthümer der unter 1 bezeichneten Fuhrwerke, deren Räder die erwähnte Felgenbreite nicht haben, werden nach § 366, pos. 10 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich mit Geldstrafe bis zu fechszig Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. 3) Gegenwärtige Vorschriften treten mit dem 1. October 1880 in Kraft. Gießen, den 2. August 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann- ______________________ _________ piifeld- 47. ae Gerhardt. rkel , (Fr. E. Fehsenfeldl id bckbrmdtn 3"i* ifg. Zw-iml mA jeden Auswanderungsversuch illusorisch, wenn nicht unmöglich macht. Diese । Gesellschaften bestehen eben aus Capitalisten-Speculanten, welche die Kronlän- dereien am Schwarzen Meer, im Kaukasus und in den Uralsteppen von den Baschkiren zu einem Spottpreise gekauft haben und sie den Auswanderern Anfangs unter anscheinend günstigen Bedingungen „verpachten", um die letzteren später zu drücken, auszusaugen und thatsächlich zu ihren Sclaven zu machen. Die Regierung hat die Initiative aus der Hand gegeben und die Colonisation in diesen Grenzgebieten von gewissenlosen Wucherern abhängig gemacht. Die Unterstützung, welche Auswanderern gewährt wird, ist kaum der Rede werth. Es genügt j-doch nicht, wie z. B in Centralasten am Syr-Darji, den Einwanderern Land zu geben und zu sagen: „Hier habt ihr Land, seht zu, wie ihr fertig werdet." Die Einwanderer werden natürlich nicht fertig tn Gebieten, wo die eingeborenen Usbeken mit Noth und Elend zu kämpfen haben. leltgraphische Depeschen. rvag«er's telegr. dtmfptnlata ■ Soec®. Berlin, 12. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Notiz der „Hamb. Reform" über den Ankauf des Gutes Silk durch den Fürsten Bismarck, soweit sie dazu dienen solle, die daran geknüpften Folgerungen zu begründen, in allen Punkten als unrichtig. Silk sei von dem Fürsten Bismarck bereits vor 6 Jahren erworben worden, weil es das einzige größere Gut sei, welches an der Sachsen-Waldgrenze und zu dessen Arrondtrung geeignet gewesen sei. Die Dreistigkeit, womit diese tendenziöse Erfindung verbreitet werde, zeige von Neuem, wie kein Mittel gescheut werde, um in Anknüpfung an das Privatleben des Reichskanzlers denselben mit ebenso gehässigen, wie plump ersonnenen Verleumdungen zu verdächtigen. Eine solche perfide Art, politische Gegner zu bekämpfen, sei wohl in keinem anderen Lande denkbar; nur in der deutschen Oppositions-Presse stoße man auf diese verdächtige Kampf- weise. Heutzutage sei es einem Theile der freihändlerischen Presse Vorbehalten, dieses Gebiet der „Reichsglocke" auszubeuten. — Kaiser Wilhelm traf heute früh um 83/4 Uhr wohlbehalten auf der Station Großbeeren ein und begab sich von da zu Wagen nach Babelsberg, wo der Kaiser von der Kaiserin und sämmtlichen anwesenden Mitgliedern des königlichen Hauses empfangen wurde. Glasgow, 12. August. In Folge des Strikes eines Theiles der Bergwerks-Arbeiter setzen die Fabrikanten ungefähr 50 Hochöfen außer Tätigkeit. Wien, 12. August. Der Fürst und die Fürstin von Rumänien reisen morgen nach Ischl. Ebendahin hat sich auch Feldmarschall Graf Moltke heute zum Gebrauch der Kur auf mehrere Wochen begeben. Brüssel, 12. August. Der „Moniteur belge" ist ermächtigt, die Nachricht des „Osservatore romano", der Kaiser von Oesterreich und der König von Bayern hätten Schreiben an den König der Belgier gerichtet, worin sie ihre Ansichten über die belgische Kirchenfrage darlegten, für völlig unbegründet zu erklären. Der „Osservatore" habe augenscheinlich seine Anschauungen den Souveränen untergeschoben. Ebenso unrechtig seien die Nachrichten, welche der „Osservatore" mit jener Mitthetlung in Verbindung gebracht habe. London, 12. August. Unterhaus. Otway fragt an, ob es wahr sei, daß England der Türkei angedeutet habe, daß, im Falle sie den Vorschlägen der Berliner Conferenz nachkomme, ihr der Besitz des übrigen Theiles der europäischen Türkei garantirt werden solle. Unterstaatssecretär Dtlke erwi- derte hierauf, derartige Andeutungen seien überhaupt nicht gemacht worden. Dem englischen Cabinet sei jedoch von gewissen Seiten der Vorschlag gemacht worden, gegen den es im Principe nichts einzuwenden habe, daß, im Falle die Türkei einwillige, die ihr durch den Berliner Congreß oder die Conferenz vorgeschrtebenen Bedingungen zu erfüllen, die Mächte sie wissen lassen sollten, daß sie keine weiteren Zugeständnisse fordern würden. Auf Anfrage Bourke's erklärte Dilke, seit den letzten Mittheilungen Earl Granville's habe sich nichts ereignet, was die Regierung zu glauben veranlassen könnte, daß die Pforte den gerechten Forderungen der Mächte bezüglich Montenegros nicht nachkommen würde. Dilke theilte ferner mit, der König von Samoa habe den Rath Englands bezüglich der Verwaltung der Inseln nachgesucht. Der Generalsecretär für Irland, Forster, antwortete auf eine Anfrage O'Brien's, eine Bande von 60 Mann habe zur Nachtzeit ein auf der Fahrt von Antwerpen nach New-Dort begriffenes Schiff, welches wegen schlechten Wetters in die Rhede von Cork etngelaufen war, überfallen und auf demselben 47 Gewehre fortgenommen. Es seien seitdem mehrere Verhaftungen erfolgt. Vermischtes. Darmstadt. Die Großh. Staatsregierung hat tn Uebereinstimmung mit dem Retchs- eisenbahnamt die Fahrgeschwindigkeit des von der Verwaltung der Hessischen Ludwigsbahn nach dem Plane ihres technischen Directtonsmitgltedes, Herrn Thomas, erbauten Dampfwagens auf 40 Km. pro Stunde normirt, gleichzeitig aber angeordnet, daß an dem fraglichen Wagen ein sogenannter Geschwindigkeitsmesser angebracht werde, um von Zett zu Zett constatiren zu können, ob diese neuerliche Normirung der Geschwindigkeit (bisher war dieselbe nur auf 30 Km. pro Stunde festgesetzt) Seitens des Locomottvpersonals nicht überschritten wird. Darmstadt, 10. August. Man sollte glauben, die vielen und schweren Unglücksfälle, welche das Kugelsuchen schon im Gefolge gehabt, würden dem dieser Beschäftigung nachgehenden Theil der Griesheimer Bevölkerung die Lust an diesem Handwerk gründlich verleiden. Doch weit gefehlt, wie die kaum glaubliche Thatsache beweist, daß gestern bei einer dort stattgehabten Execution der Gerichtsvollzieher unter dem Kissen eines Bettes zwei scharf geladene Granaten vorfand, welche natürlich nicht Gegenstand der Pfändung wurden. Mainz, 9. August. Heute Nacht gegen VI Uhr wurde in der Neuen Anlage von einem hier einfahrenden Eisenbahnzug ein Unterofficier des 117. Infanterie-Regiments überfahren. Der Mann ist schrecklich verstümmelt, indem die Räder sowohl den Kopf abfuhren, als auch den Körper zermalmten. Wahrscheinlich liegt hier ein Selbstmord vor. Nidda, 9. Aug. Forstwart Debus von Glashütten ist heute Nachmittag mit seinem Hühnerhund vom Blitz erschlagen worden. Er war im Begriffe, nach dem Walvdtstrict Schetd- wald zu geben, als ihn das Gewitter noch im Orte überraschte und er vor demselben Schutz unter der Linde vor dem Orte suchte, wo er und sein Hund von dem Blitzstrahl getroffen und augenblicklich gelobtet wurden. Langens ch walbach. Vor einigen Tagen wurde hier ein polnischer Schnorrer wegen Bettelns verhaftet. Derselbe trug eine werthvolle goldene Uhr nebst goldener Kette, mehrere goldene Ringe und, außer einer bedeutenden Summe in baarcm Gelde, Werthpapiere im Betrage von 10,000 «X bei sick. Fulda, 5. August. Eine grausige That wurde beute auf dem Felde bei Morschen begangen. Dort gerieth ein mit Roagenschnetden beschäftigtes, noch junges Ehepaar in Streit, ! tn Folge dessen der zornige Mann seiner Frau den Kopf mit der Sense abhieb. Nach voll- ! brachtem Gattenmord ergriff der Mtsietbäter die Flucht. Marburg, 10. August. Das gestern Nachmittag hier sich nur mit einem grellen , Blitz und nickt sebr starkem Donner entladene Gewitter hat auf dem Felde bei dem benach- I barten Dorfe Schröck in einen Weizenhaufe« eingeschlage« und ei« daselbst Schutz fi**ib*8 | 18jähriges Mädchen aus Schröck erschlage«. > Marburg, 5. August. Der unseren Gartenbesitzern im verfloffenen Winter durch Frostschaden zugefügte Verlust an Bäumen entziffert sich nach dem „M. Tgbl." folgendermaßen: Vorhanden waren: «epfel: 11,239 Birnen: 2,495 Kirschen: 3,972 Zwischen: 26,629 Wallnüffe: 56d Erfroren sind: 3,049 347 364 6,507 114 Es verbleiben: 8,190 2,148 3,608 20,122 449 zusammen: 44,898 10,381 34,517 Frankfurt, 9. August. DerHeetograph ist schon überholt durch eine neue patentirte und durch die Firma Büttel dahier eingeführte Erfindung. Dieselbe macht jede Form und Maffe 2C. unnöthig. Mit der seitherigen Anilinfarbe wird auf gewöhnliches Papier geschrieben und die Schrift auf ein mit einer Lösung bestrichenes Papier übertragen, worauf man Abzüge nach Belieben machen kann. — Die Schändung des Schumann-Denkmals in Leipzig, an dem das Medaillonbild herausgeriffen wurde,. hatte in Leipzig die größte Entrüstung erregt und man setzte Alles Daran, um den brutalen Thäter ausfindig zu machen. Es ist nun gelungen, den Urheber des Frevels in der Person eines Studenten aus Erfurt zu ermitteln und der königlichen Staatsanwaltschaft zu überliefern. Gerade einem Jünger der Wiffenschaft hätte man solch einen Act des gemeinsten Vandalismus am wenigsten zutrauen sollen. — sZur russischen Justiz.^ Vor einem Friedensrichter in Odeffa wurde im Juni d. I. ein junger Mensch geführt, unter der Anklage, daß er Nachts in das Zimmer des Generals K. eingedrungen sei und vom Tische desselben eine silberne Schelle und andere Kleinigkeiten genommen habe, wobei er jedoch vom General ertappt und der Polizei übergeben worden sei. Die entwendeten Sachen hatte er inbeß vor deren Ankunft im Zimmer selbst hinzuwerfen Zeit gehabt. Nachdem der Friedensrichter die Aussage des Generals und dessen Dienerschaft als Zeugen, wie den hartnäckig leugnenden jungen Menschen angehört hatte, sprach er diesen letzteren wegen unzulänglicher Beweisgründe frei. „Erlauben Sie,' Herr Richter," sagte nun der General, „Sie um Adresse des Herrn da zu bitten." „Wozu das?" fragte jener barsch. „Die können Sie auch ohne mich in Erfahrung bringen." „Je nun", entgegnete der General, „da Sie überzeugt sind, daß er unschuldig ist, obgleich ich ihn zu einer etwas ungewöhnlichen Zeit in meinem Cabinet getroffen habe, so kann ich mir nicht anders denken, als daß er mir hat einen Besuch abstatten wollen. So möchte ich denn nickt gern in seiner Schuld bleiben und seine Adresse wiffen Der Friedensrichter wurde über und über roth, das Publikum aber lachte laut. — Aus Zittau schreibt die dortige „Morgen-Zeitung": „Die jetzt in der Stadt herrschende Abneigung gegen die Wucherer scheint eine permanente bleiben zu wollen. So weigern sich jetzt beinahe sämmtliche Rechtsanwälte, die Vertretung dieser Menschenfreunde in Beleidigungsklagen anzunehmen. Zeitungsausschnitte, die auf solche Biedermänner Bezug haben, werden an die Hausrhüren derselben säuberlich und sehr fest angeklebt. Kurz, es scheint, als sei oas Publicum entschlossen, diese in Zittau allzu Üppig emporgcschoffenen Wucherpflanzen ein wenig zu beschneiden. Ferner betont die Redactton des genannten Blattes, daß ihr bereits einige Fälle des schamlosesten Wuchers mitgetheilt worden sind, welche den Beweis liefern, daß die Zunft der Gurgelabschneider eine sehr ausgebreitete ist. — Eine mehr als curiose Heirath, die binnen Kurzem geschloffen werden wird, hat in der reichen und aristokratischen Welt Londons große Bewegung hervorgerufen. Die Baronin Burdett Courts, die Inhaberin eines coloffalen Vermögens wird ihrem Secrctär, dem Parlamentsmitglied Ashmend Bertlitt die Hand zum Bunde für's Leden reichen. Das Interessante bei dieser Verbindung ist, daß die Baronin sehr wohl die Großmutter ihres zukünftigen Gatten sein könnte, denn während derselbe erst neunundzwanzig Jahre zählt, ruhen auf ihrem Scheitel bereits der Jahre siebenundsechsztg. Nach Eingehen dieser Verbindung wird die Baronin Burdett-Courts laut testamentarischer Bestimmung ihres ersten Gatten einer Rente von zwei Millionen fünfhunderttausend Francs für verlustig erklärt. Aber, was thut man nicht aus Liebe! — — — (Ein gemüthltcher Selbstmörders Die „Preßb. Ztg." meldet: „Am verfloffenen Samstag erhielten zwei Gesellen in Preßburg von ihrem Meister ihren Lohn ausbezahlt und verabredeten sich, am Sonntag sich einen guten Tag zu machen. Gesagt, gethan. Die Beiden verlebten einen Tag voll Wonne und hatten bald alles Geld, das sie vom Meister bekamen, in Bier, Wein und Schnaps umgesetzt. Als der Tag zu Ende ging, ging's auch mit den Unterhaltungen zur Neige und das machte den einen der Gesellen so melancholisch, daß er zu seinem Kameraden meinte: „A was, i henk' mt auf!" Der Kamerad nahm die Worte für einen schlechten Spaß und rührte sich von der Schenke nicht, als der Andere fortgegangen war. In der Folge aber ließ cs ihm keine Ruh' und er spürte nach, wo wohl der Selbstmordcandioat hingegangen fein mochte. Nach langem Suchen und Herumfragen fand er den Kameraden richtig am Rosalienberge, wie er an einem Aste baumelte. Der Lebensüberdrüssige wurde abgeschnitten. Das „bischen Baumeln" scheint ihm nicht besonders geschadet zu haben, denn kaum, daß er festen Boden unter sich spürte, lief er wieder davon. — Die Buchbinder Deutschlands und Oesterreichs stehen im Begriff, einen Verband zur Hebung der Kunstindustrie ihres Gewerbes und Förderung ihrer materiellen Jntereffen zu begründen. Auf den ersten Aufruf haben 107 Orte der verschiedensten Gegenden dem Verbände ihren Beitritt erklärt. Ein Aufruf zum Zusammentritt in Dresden am 29. August d. I. ist von vielen Buchbinder-Innungen und selbstständigen Fachgenoffen unterzeichnet uno begrüßen wir sowohl die Sache selbst mit Freude, wie auch die Tendenz, den Jahresbeitrag auf nur 3 X zu normiren, um jedem Buchbinvermeister den Beitritt zu ermöglichen. Thatsächlich liegt kein Kunsthandwerk so darnieder, wie gerade die Buchbinderei und Fein zweites Handwerk ist so mittellos wie dieses. Anmeldungen nimmt entgegen die Redaction der Jllustr. Buchbinder-Zlg. in Dresden-Blasewitz, die auch nähere Auskunft ertheilen wird. Irischbäcker in Gießen. Sonntag, den 15. Angnst. Konrad Haas, Wallthorstraße. Heinrich Kuhn, am Kreuz. Daniel Nnhl, Marktstraße. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinderuGießen. Gottesdienst: Sonntag, den 15. August. Morgens 9i/z Uhr: Gymnasiallehrer Stamm. sFeier des heil. Abendmahls.) Nachmittags 2 Uhr: Candidat Adolph. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 15. bis 21. August besorgt für Pfarrer Schloss er. Pfarrer Dr. Naumann. In allen Zeitungen der Welt findet man Stellengesuche, Vacanzen An- und Verkaufs-Gesuche rc., billig und dtscret besorgt durch Haasen* stein Vogler in Frankfurt a. M. Ein Beweis, welch' allgemeines Vertrauen diese älteste Annoncen - Expedition besitzt und sich zu bewahren versteht. (4212 welche am Tage der Aufgabe erscheinen sollen AlllCvUlCf bitten wir bis längstens Vormittags 10 Uhr ^5 v an uns gelangen zu lassen. Im Interesse der rechtzeitigen Fertigstellung unseres Blattes sind wir zu dieser wiederholten Bekanntgabe genöthigt. Die Expedition des ^Gießener Anzeigers". SM btt S * i"r * fenbungen, W SksiiMt [M «" ich» btmlelbtti gtfttnä bt? ((jung bei Buch -tmhrt merten. D- bie|e Mittel $u seine, auf bos Bestehe Darmst tej von Wei Montag Sonn joQberfiprbti fMifäen M von Meßt tie Meistbietende Zahr verpachtet1 Die ßujamtr Ladnbrüäe dchie Gießen, den £ Großherzogl. f 3n? 5332) g Kreisbauau Samstag kn Vonni! sollen in der gltti em Kleiderschrank, 1 Wanduhr und 3 steigert werden, «tu, bm 12. 53i7) Stißl ..Wn l ÄÄ,d|in« 6.3h. e Dienstag b( eine Pach^U 9uta< Ad Klammern tte’"8“ und «uid) haare Zahlf ___Aug. 4i. Htmri-d M ™ werd« wird, hat, ?mfen. Dir Äm n örmtär, dra Pch -r^. Ds8 '•‘-tH zukMftlzrn 9itr? mien auf ihrem 6^ -ung wirs dir ia nun Krott von j« vrs chut man mchi ’ss der: ,8m vnflch» ra &bn ausbrzahll a .-. gerbun- Die 8e> ."2 ffitito btfamtn, 1 1 s auch mit btn Untc vnich, bch n p \tua 1 vir Vnrr fin ewe fottgtgangtn w ji , vrr SdbfbnotbtaNM frwb n tffl Raml« miibctbTÜingt amu «= griLrda zu hader, ttu ;cn ***, - «77 «»■*' uod W mw (»4 : Stgnff, nnen Bndur aatmtilen 11 ideqtnDcn ttm 2m 29. Luzust d. J« mznchnet uns brgch^ ]abreebfihag auf [i$n. Lhatsächlich I'y , iwntrs Hanbvnk^: [ )Lukr. Luchdmdv-^ .190 ,148 .608 ,122 ^17 »rtz ÄR* 61 «&“ö -fta “ ®wbe ün I'w t-sF.1 MgS “ft0” *53% ■ ,N* mm btt iit SU Itnn barsch Öiattei, faj ihr bneu Stoni liefern, b » Äi» "7>-L , dii« 1«^' Zur Urgeschichte der Menschheit. Die Anthropologie ist eine Wissenschaft neueren Datums, deren Fördernng auch in Deutschland mit der unserem Volke eigenthümlichen Gründlichkeit und Wissenschaftlichkeit lebhaft betrieben wird. Der in Berlin tagende Anthropologen - Congreß leate dafür Zeugniß ab, und Namen wie Virchow, Schliemann, Humann, Ecker, Fraas, Ratzel, Klopffleisch, Schaaffhausen u. A- werden auch neben dem berühmten Gaste Nordensskjöld mit Achtung und Anerkennung genannt- r , , Man widmet gegenwärtig den zahlreichen Ueberresten einer vorgeschichtlichen Leit dem Inhalt von Steinaräbern, Ueberrejten von Pfahlbauten, sowie den Einzel- 6ind'en in Torfmooren oder Erdschichten, welche Elsenbahnbauten oder andere Anlagen durchschneiden, eine erhöhte Aufmerksamkeit. Ausgrabungen an historisch berühmten Orten erregten die Theilnahme der ganzen gebildeten Welt- Die nach dem wissenschaftlichen Wirken der Lyell, Darwin, Huxtey, Häckel u. A. gewaltig reformirten Ansichten über die Urgeschichte der Menschheit und der Erde trieben den anthropologischen Vereinigungen eine Reihe gelehrter Mitglieder zu, welchen das Studium der Anthropologie und Archäologie wenn nicht eine Lebensaufgabe so boc^ eine ßieblin0§bef<^äfti0un0 wurde. In Deutschland war es hauptsächlich der universelle Gelehrte Virchow, der die Führung auf dem Gebiete der Urgeschichte übernahm und sich durch Studium und seltene Begabung auch auf diesem Gebiete eine Autorität erwarb, an welche heute schon die bedeutendsten Forscher fremder Länder in heiklen Fällen zu appel- liren pflegen. Bisher war die Forschung versplittert, allmälig aber traten die empirischen Resultate sich näher und heute krönt sie ein stolzer wissenschaftlicher Bau. Die Museen, voran das germanische Museum zu Nürnberg, begannen eine neue systematische Anordnung ihrer prähistorischen Schätze; gleichzeitig entstanden immer zahlreichere Privatsammlungen und kleineren Museen, welche sich in kurzer Zeit durch Unterstützung der Gebildeten und Überweisung von Funden zu interessanten Lehrstätten für Jung und Alt entwickelt haben. Es gibt kaum anregendere Institute als die Museen für Altertümer, denn die Zahl der Hülfswissenschaften, welche sie 'benutzen, ist Legion- Die Liebhaberei ist längst von dem streng wissenschaftlichen Charakter der Anthropologie in den Hintergrund getreten; in dem dunklen Drange, der zu ihrer Förderung anreizt, liegt die Erkenntmß, daß die Geschichte unserer ältesten Vorfahren für die sämmtltchen Wissenschaften von hohem Werthe ist. Mit Freuden ist daher der Plan begrüßt worden, ein Reichsmuseum für Anthropologie zu errichten und feine rasche Ausführung ist gesichert. ——MM Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Die Landbriefträzer führen auf ihren Bestellungsgängen Bücher mit sich, welche zur Eintragung der ihnen vom Publikum zur Beförderung nach der nächsten Postanstalt übergegebenen Sendungen mit Werthangabe, Einschreibsendungen, Postanweisungen, gewöhnlichen Packeten und Nachnahmesendungen bestimmt sind und zu größerer Sicherheit für die richtige und rechtzeitige Ablieferung dieser Gegenstände dienen. W'-ll der Absender die Eintragung selbst bewirken, so hat der Landbriefträger demselben das Buch vorzulegen. Bet Eintragung des Gegenstandes Seitens des Landbriefträgers muß dem Absender auf Verlangen durch Vor- legung des Buches die Ueberzeugung von der stattgehabten richtigen Eintragung gewährt werden. Da diese Einrichtung und das dem Publikum durch dieselbe gebotene Mittel zu seiner Sicherstellung nicht genügend bekannt zu sein scheint, so wird auf das Bestehen derselben besonders aufmerksam gemacht. Darmstadt, den 31. Juli 1880. Der Kaiserliche komm. Ober-Postdirector. Hagemann. Verpachtung von Meiden-Nutzungen. Montag den 16. August, Vormittags 9 Uhr, soll der Korbweidenschnitt in den fiscalischen Pflanzungen an der Lahn* strecke von Gießen bis Heuchelheim an die Meistbietenden für das laufende Jahr verpachtet werden. Die Zusammenkunft ist auf der Lahnbrücke dahier. Gießen, den 9. August 1880. Großherzogl. Kretsbauamt Gießen. In Vertretung: 5332) Faust, Kreisbauaufseher-Aspirant. Iamstsg den 14. ds. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier ein Kleiderschrank, 2 Commoden, 1 Tisch, 1 Wanduhr und 3 Bilder meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. August 1880. 5347) Geißler, Gerichtsvollzieher. 5299) Wegen Uebergabe meines Geschäfts lasse ich in meiner Hofraithe, Selters- thor, Ltt. C- Nr. 40 Dienstag den 17. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr, eine Parthie Rüstzeug für Maurer, bestehend in: guten Stangen, Hebeln. Bohlen und Klammern, mehrere gute 2spännige Pferdewagen und Karren öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigern. Aug. Nauheimer Wwe. Ieilgeöotenes. 5349) Ein sehr schöner Eber, 3/< Jahre alt, (Bärschrace) ist zu verkaufen bei Gutsbesitzer H. Bingel in Sichertshausen. Bernstein-Oel-Lackfarbe, sofort trocknend, neuestes, verbessertes, sehr haltbares Fabrikat zum Anstreichen der Fußboden empfiehlt (5326 Kritz Fl,mm. 5348) Sechs gut erhaltene Tapezierleitern verschiedener Größe billig abzugeben __________bei Ehr. Reiber, Kreuz. Steingut als Emmach-Töpfe in allen Größen empfiehlt billig (5271 Philipp Pfeiffer, Tiefenweg D. 48. wwt e • von vorzüglicher WW AIIIPQQIff Qualität,ftet§ frisch IVVIUvOOlw gestvß. gelbes und grünes Senfmehl, sowie sämmtliche zum Einmachen nöthigen Gewürze empfiehlt (5327 Fritz Flimm» Zu verkaufen. Das Anwesen von J.Anzer (die frühere s. g. Lohmühle) mit Wasserkraft rc., ist zu verkaufen, event. zu verpachten durch 5130) I. Blitz. 1 Bleiciiseife wieder angekommen. Fritz Flimm. Java-Ausschust- Cigarren mit amerikanischer Einlage per Stück 3 Pfennige empfehlen (4991 J. A. Basch Söhne. gioaoooooooooc 'futter ; [»felwein: Fteieisen R ei rbrocks Stern. ____________ (XJOOODQCOOO Fahrer hinkende Bote.Is Wandkalender, g Keichsbole, | * 5142) bei "Wilhelm Klee. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt Obstbäume. 4525) Für den großen Bedarf an Obstbäumen zur nächsten Verpflanzzeit habe mir eine große Anzahl Stämmchen gesichert und erlaube mir der. ehrliche Gartenltebhaber und Gemeindevorsteher zu ersuchen, jetzt schon Ihren etwaigen Bedarf auzugeben, um allen Anforderungen im Herbst genügen zu können. GieHev. Carl Deines, Landschaftsgärtner, Steinstraßk 121 (Ioutzi'sche Besitzung). Auszug aus der Rechnung der Spar- und MhKasse )u Rodheim a. d. Bieber (Gingetragene Genoffenschaft), gegründet Ende 1878, pro 1879. Einnahme. x H 1. Kaffevorrath ... — — 2. Aufgenommene Kapitalien 68,697 70 3. Zurückgezahlte Kapitalien 2,245 62 4. Zinsen v. ausgeliehenen Kapitalien .... 1,146 60 5. Güterkaufgelder . . 1,387 28 6. Einlage von Mitgliedern 1,800 — 7. Sonstige Einnahmeposten 499 25 Summe 75,776 45 Ausgabe. x H 1. Ausgeliehene Kapitalien 56,755 — 2. Abgetragene Kapitalien 9,009 — 3. Zinsen von aufgenommenen Kapitalien . . . 1,789 29 4. Für angekaufte Güter- kaufschilltnge . . . 2,646 83 5. Zurückgezahlte Einlagen an Mitglieder ... — — 6. Druck u. Verwaltungskosten 201 28 7. Sonstige Ausgabeposten 880 35 Summe 71,281 75 Abschluß. x H Die Einnahme beträgt . . 75,776 45 „ Ausgabe „ . . 71,281 75 Verglichen bleibt Ueberschuß 4,494 70 und dieser besteht: x H a) in Baar . . 4,443 70 b) , Ausständen 51 — Zusammen wie vorher 4,494 70 Bilanz am 31. December 1879. Activa. x 4 a) Ausgeliehene Kapitalien 54,509 38 b) Güterkaufschilltnge............. 1,280 08 c) Mobilien................ 287 95 -. d) Guthaben an Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien bis Ende December 1879 3,779 27 e) An Vorlagen............... 5 50 f) „ Ausständen 51 — g) „ Kaffevorrath . • 4,443 70 h) Guthaben an Stempelmarken 97 — Summe: Activa 64,453 88 Passiva. a) Anlehen 59,688 70 b) Guthaben der Mitglieder 1,800 — c) Guthaben der Darleiher an Zinsen bis Ende Decbr. 1879 1,789 29 Summe: Passiva 63,277 99 Vergleichung. Die Activen betragen 64,453 88 „ Passiven „ 63,277 99 Verglichen bleibt Ueberschuß 1,175 89 Ueber die Verwendung des verbliebenen Ueberschuffes wurde in der heute stattgehabten Generalversammlung beschloffen: x H 1) zur Bildung des Reservefonds 450 — 2) Vertheilung an Dividende ä 14% mit . . . 252 — 3) Für verschiedene stattgehabte Verwaltungskosten 380 — 4) Disponibel zu milden Zwecken...... 93 89 1>175 89 Vergleicht sich Rodh etm cu d. Bieber, am 5. August 1880. Für die Richtigkeit: 5356) Der Director: Der Rechner: Der Contryleur: Bender. Schneider. Bechtold II. Bunte Bettzeuge, Fe-erleinen, Zwilch, Barchent, Strohsuckleinen empfiehlt in Prima Qualitäten 5059) j. ehr. Retter. Englische Dampf-Dresch-Maschinen, deren wir schon an 100 Satz abgesetzt haben; in Paris mit der goldenen Medaille prä- miirt sind, halten grosses Lager und liefern unter Garantie mit Zahlungserleiehterungen. — Kleine Dampf-Dresch-Maschinen von Kmk. 2450.— an. (2b7b PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik in Frankfurt a. M. Englische Original-Dampf-Dresch-Maschinen. Ueber 700 complette Sätze wurden bis jetzt von mir verkauft. (4781 Kleine Dampf-Dresch-Maschinen von M. 2740 an. Lieferung fco. jeder Bahnstation, Probezeit, Garantie, Zahlungs-Erleichterungen. Heinrich Lanz in Mannheim & Regensburg. 80 * T) n n Petersburger Möbellack (3494 Specereiwaaren. Astrachan-& Elb-Caviar. Gänsebrüste. Blum, Arrac, tzognac. <8 Eingemachte Gemüse. Champignons, Trüffeln. Maizena. Vanille. Mineralwasser. (5077 90 95 100 100 100 105 120 120 120 n n n 145 170 190 210 260 270 300 320 Eifenlack, Seccatif, Leinölstrniß o P l son- (2505 d •H M O d h Maryland en Java . - Half Canaster . A Zoort...... De Jager T Zoort R Zoort Mufti Mufti H Zoort ...... M Zoort...... Fyne Shag Maccaroni, italienische. d O Ü o H d d o N B