S?r. G3 Erstes Blatr. Sonntag den 14. März 1880, ebener HtnMgcr K»M- uci AMtsdlstl ftr hta Kttis Gießt». WtectteMInmtm r | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme deö Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Ringer lohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher TKeit. Gefundene Gegen st ände: Ein schwarzes Halstuch, ein weißes Körbchen, ein Taschenmesser, ein schwarzer Filzhut. Die gefundenen Geaenstände sind auf der Polizeiwache (Schloßgasse 258) aufbewahrt. Gießen, den 13. März 1880. Großherzogliche Poltzeiverwaltung Gießen. Fresenius. Das Großherzogliche Steuer-Kommissariat Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Diejenigen von Ihnen, welche die Gewerbspatente noch nicht zurückgesendet haben, ersuchen wir um deren Wiedereinsendung bis längstens zum 15. L M. Gießen, 12. März 1880.S ü f f e r t. Deutschland. Darmstadt, 12. März. Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 7) enthält: 1. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großherzoglich Hessischen Ludewigs-Universität zu Gießen im Sommerhalbjahre 1880 gehalten werden und am 15. April ihren Anfang nehmen. 2. Nachtrag zur Uebersicht der für das Jahr 1880 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Erbach. 3. Erhebung in den Adelstand. 4. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 5. Dienstentlassung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- pnädtgst geruht: am 4. März den Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Pfeddersheim Karl Adam Gerstenmoyer seines Dienstes zu entlassen. 6. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrstelle an der Gemeindeschule zu Zeilhard mit einem Gehalt von 900 Jt. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemcindeschule zu Leihgestern mit einem Gehalt von 900 Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfeddersheim mit einem Gehalt von 900 jl. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gadernheim mit einem Gehalt von 900 Jl.; daS Präsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Herrn Grasen von Elbach-Schönberg zu. Zsrarrkrelch. Paris, 11. März. Die Aufregung über den Sieg der Jesuiten im Senat ist ungeheuer. Der „Rappel" bezeichnet das Tagesereigniß als einen Selbstmord des Senates und Freycinet's, bedauert die Consequenzen, nämlich das Wiedererstehen der clertcal-reaktionären Senatmehrheit und den Constict zwischen beiden Kammern, den Steg Roms und der Jesuiten. Der „Rappel" schließt mit der Aufforderung an das Ministerium, einem stärkeren den Platz einzuräumen, wenn es sich zu schwach fühle. Die „Republique francaise", das Organ Gambetta's, schreibt: Das Votum betrübt uns zunächst um des Senates willen. Man weiß, wie schwer es dem Lande fällt, die Nothwendig- feit eines Oberhauses und einer Control^ und Reoisions-Kammer einzusehen. Das gestrige Votum wird die Anhänger des Einkammersystems an Zahl verdoppeln. Wenn eine Körperschaft so wenig Selbstachtung besitzt, Herrn Jules Simon zu ihrem anerkannten Vertreter zu machen, so begeht sie gewissermaßen einen Selbstmord. Artikel VII war selbst nur ein Compromtß, man weist ihn zurück? Desto bester! Man will nicht, daß die Jesuiten vom Unterricht ausgeschlosten seien, so wird man sie kurz und bündig aus Frankreich ausschließen, dazu bedarf es keiner legislativen Maßregel. Ein administrativer Befehl genügt. Die Administration aber hängt vom Cabtnet und das Cabi- net hängt von der Deputirtenkammer ab. Was auch komme, der National- Wille wird triumphiren. England. London, 11. März. Der „Standard", ein Blatt, welches der englischen Regierung nahesteht, bringt in seiner Berliner Correspondenz eine Nachricht, die nicht verfehlen wird, Aufsehen zu erregen. Danach hat die russische Regierung, als Deutschland sich weigerte, Oesterreich an der Besetzung von Bosnien zu hindern, der französischen Regierung einen Plan zu gemeinsamen Angriffen auf Deutschland vorgelegt. Gleichzeitig wurden russische Truppen gegen die deutsche Grenze vorgeschoben. Waddington und Grevy lehnten den russischen Vorschlag ab, obgleich einige französische Minister unternchmungs- lust'ger waren. Aebnltche Pläne gegen Oesterreich wurden der italienischen Regierung von russischer Sette vorgelegt Nur die Ablehnung dieser russischen, allerdings etwas fragwürdigen Anerbietungen Seitens der besonnenen französischen und italienischen Staatsmänner hätte die von Rußland geplante, gegen Deutschland gerichtete Tripel-Allianz vereitelt. Fürst Bismarck erfuhr diese russischen Zettelungen kurz vor seiner Abreise nach Gastein, und man kann sich, selbst wenn jene Nachrichten nur thetlwetse auf Thatsachen beruhen sollten, um so weniger wundern, daß er in Gastein die vollständige Wendung seiner Politik zu Oesterreich vollzog. Es wurde in Wien bekanntlich in Gegenwart des Kaisers Franz Joseph von den Ministern beider Reiche ein Protokoll vollzogen, welches am 15. October in irgend einer Art von beiden Kaisern genehmigt wurde. Der österreichische Minister Haymerle hat kürzlich Andeutungen gemacht, wonach fcafc Bündniß beider Staaten noch enger und bestimmter ist, als aus din bisherigen Mtttheilungen zu schließen war. Und in der That erfahren wir, daß das Bündniß zwischen Oesterreich und Deutschland sehr genau formulirt ist. Der Casus foederis tritt übrigens nur dann ein, wenn einer der beiden Staaten von zwei Seiten zugleich angegriffen werden sollte. Amerika. San Franci-eo, 11. März. Der Führer der den Chinesen feindlichen Arbeiterpartei, Kearney, ist wegen neuerdings gehaltener aufrührerischer Rchen verhaftet, aber gegen Caution freigelassm worden. Die Stadt ist ruhig. Telegraphische Depeschen. Waguer'S telegr. Correspvrrveur ■ Bure»«. Berlin, 12. März. Der Bundesrath genehmigte heute das Wucher» gcfetz nach den Anträgen des Justizausschuffes mit einigen Abänderungen und nahm den Antrag an, die Zollaversin sür die Hansestädte von 3 auf 5 JL. per Kopf der Beeölkerung zu erhöhen. Berlin, 12. März. Reichstag. Die Budget-Commission berichtet über die Positionen des Militär-Etats: 300,000 für den Neubau eines Casernements für das Garde-Schützrnbataillon in Lichterfelde und 110,000 JL für den Bau eines Casinos bei der Cadettenanstalt daselbst. Die Commission hält ihre Anträge auf Bewilligung aufrecht. Das Haus tritt dem Anträge bei. — Es folgt die erste Lesung des Nachtrages zum Postetat. Staatsseeretär Stephan empfiehlt die Annahme der Vorlage, die im engsten Zusammenhang mit dem Postetat stehe, da die dez. Bedürfnisse sich erst zur Evidenz herausgestellt hätten, als der Etat bereits festgestellt gewesen sei. Richter erklärt sich gegen die projectirte neue Ministerialdlrectorstelle, deren Nothwendigkeit er bestreitet. Auch Lingens vermag das Bedürsniß der neuen Organisation nicht anzuerkennen. Staatsseeretär Stephan vertritt nochmals die Regierungsforderung. — Der Nachtrags-Etat wird in zweiter Lesung mit 107 gegen 1U5 Summen angenommen. Hierauf folgen mündliche Berichte der Budget-Commission über Theile des Postetats. Auf Anfrage Nichter's theilt Bundes-Commrssar Kramm mir, daß allerdings die Absicht bestehe, die Zahl der Postbestellungen an Sonntagen für Berlin zu beschränken. Stumm und Lingens sprechen sich für die projectirte Maßregel aus, welche den Wünschen des Hauses entspreche. — Richter gönnt den Beamten die Sonntagsruhe, wünscht aber, daß Briefe, die in der Nacht zum Sonntag eintreffen, am Sonntag noch bestellt werden. Möring will bei aller Rücksicht auf die Ruhe der Beamten doch darunter die Interesse des Handels und Verkehrs mcht leiden lassen. Ober-Postrath Kramm constatirt, daß das Vorgehen der Regierung bezüglich der Resolutionen des Hauses seine Begründung habe. Stumm weift auf England hin, wo ohne Schaden für den Handel nur ein Mal Sonntags Briefe ausgetragen würden. Sonnemann gibt der Postverwaltung anheim, für den Briefoerkehr das sogenannte amerikanische System zu adoptiren Bundes-Commissar Micßner bezweifelt, daß Angesichts der verschiedenen Verkehrsgestaltung in Deutschland und Amerika das amerikanische System bei uns sich einbürgere. Windhorst meint, das „Gebot", den Sonntag zu heiligen, sei der wichtigste Gesichtspunkt; ihm müßten alle anderen Erwägungen und Bedenken sich unterordnen. Nach weiteren Bemerkungen Frege's, Lasker's und von Maltzabn's wird die Diskussion geschlossen und das Kapitel der Einnahmen der Post- und Telegraphen-Verwaltung bewilligt. Zu dem Capitel der Ausgaben beantragt die Commission, die Titel 1 bis 55 unverändert zu bewilligen. Sämmtliche Titel werden nach kurzer Debatte bewilligt, worauf sich das Haus bis Sonnabend 1 Uhr vertagt Konstantinopel, 12. März. Die russische Botschaft verlangte aus Grund der ihr von Gortschakoff zugegangeren Weisungen die exemplarische Bestrafung des Mörders des Obersten Komaroff. Der Großveztr hat in Folge dessen ongeordnet, daß die Untersuchung schleunigst zu Ende geführt werde. Wien, 12. März. Die Abendblätter melden die Verbastung des pen- sionirten Feldmarschall-Lteutenants Baron Prohaska und die ^des Liquidators des Wiener Kaffenvereins Franz Krteghammer. Die Details über die Verhaftung liegen noch nicht vor. London, 12. März. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Shanghai von heute: Gerüchtweise verlautet, der chinesische Gesandte Chunghow, der den Kuldscha-Vertrag mit Rußland abschloß, sei enthauptet. In Peking ist ein Aufstand ausgebrochen. Bukarest, 12. März. Das „Amtsblatt" veröffentlicht das Gesetz, wonach den Städten Galatz und Braila sür 10 Jahre die Rechte der Privilegien alS Freihäfen belassen, den Häfen Tultscha und Kustendsche die gleichen Rechte für dieselbe Zeit verliehen und die Freihäfenrechte Sulinas bestätigt »eiben. — Der Minister-Präsident Braliano ist nach Berlin abgereist; der Minister des Innern, Cvgainiceano, führt interimistisch den Eonseilvorsitz, der Kriegsmtnister Lecca die Geschäfte des Aibeitsministeriums. Paris, 12. März, Abends. In Regierungskreisen gilt es als gewiß, daß die Regierung keine neue Redaction des Art. 7 des Gesetzentwurfs, bett, ben höheren Unterricht, vorlege unb bei bet zweiten Lesung besfelben im Senat nicht tntervenire. Anlanzenb bie von Mitgltedein der Kammer beab- sichtigte Interpellation scheine die Regierung genetzt, eine Tagesordnung zu acceptiren, worin ihr die Sorge überlassen werde, die Steilung der religiösen Congregattonen unter ihrer Verantwortung und gestützt auf bestehende Gesetze zu regeln. ____________________________________________ Lokales. Gießen, 13. März. (Schlußvortrag deS Herrn Artchtekten A u g. H ug über daS Wohnhaus.) Mit Beginn und Ausdehnung des Christenthums vollzogen sich an Tempel und Wohnhaus verschiedene Veränderungen, jedoch zeigt das Wohnhaus der frühromanischen Zeit noch ziemlich dieselbe Grundrtßanlage wie das römische. Erst mit dem Aufblühen der Städte bildete sich, besonders in Deutschland, das mittelalterliche Wohnhaus aus. Eine Thüre mit Sitzen zur Sette führt entweder direkt von der Straße, oder durch eine vor dem ganzen Hause sich hin- ziehende Laube in eine große Halle, zu deren Setten seltener Wohnzimmer, etwa für den Hausmeister (concierge), häufiger Kaufläden, oft mit darüber entresolartig angelegten Comptoirlokalen sich befinden. Von hier führt die Treppe (meistentheils Wendeltreppe) tn das Obergeschoß und eine Thüre tn den Hof, um den sich Werkstätten und andere Gewerbs. und Wirthschaftsräumc rethen. Das obere Geschoß enthält eine meist schmale, aber sehr tiefe Prunkhalle mit dem Erker und ein Paar Nebenzimmern; nach dem Hof hinaus eine Gallerte, oft auch eine lange, nicht sehr tiefe Bankethalle, die Küche und Zubehör. War die griechische Architektur hauptsächlich Tcmpelbau, beruhte auch im christlichen Mittelalter der Schwerpunkt des architektonischen Schaffens in den kirchlichen Denkmalen, so steht bei der Renaissance der Profanbau im Vordergrund. Seit der Römerzeit hatte der Profanbau nicht mehr diese Bedeutung gehabt; jetzt aber tritt er entschieden hervor, und indem er sich vor Allem der Verherrlichung des Einzeldasetns widmet, erhebt sich hierdurch der Profanbau zur höchsten Stufe künstlerischer Bedeutung. Das Wohnhaus, vom fürstlichen Palast bis hinab zu der einfachsten bürgerlichen Form erhält jetzt zum ersten Male seit dem römischen Alterthum eine mustergültige Behandlung. Bequeme Verbindung schön gruppirter Räume von edlen Verhältnissen unb reichlicher Beleuchtung; AuSdruck der inneren Wohlordnung durch ein lebensvoll gegliedertes Aeußere: das ist das Programm, welches keine Zeit je so vollkommen gelöst hat, wie die Renatffance. — Es liegt im Charakter des Nordländers, namentlich des Deutschen, daß er das Wohnhaus ganz anders betrachtet und künstlerisch behandelt, als der Südländer das seintge. Bet uns ist tn dem rauhen Klima das Haus in der größten Zeit des Jahres die Zuflucht Aller, der Mittelpunkt des Familienlebens, der Geselligkeit, unb wird dcßhalb zum warmen anheimelnden Sitz gemüthlichen Verkehrs ausgebildet; während z. B. der Italiener seinen Palast zu einem monumentalen Kunstwerk stempelt, und das Haus nach Kräften zum Palast erhebt. Von der prächtigen und doch zugleich wohnlichen Ausstattung damaliger Bürger- Häuser erfahren wir durch die Schilderung der Zeitgenossen; namentlich zeichneten sich die Prachthäuser der reichen Nürnberger Kaufleute durch ihren Luxus und Geschmack aus. Reiche Schätze von Kunstwerken der Renaissance-Zeit finden wir in den verschiedenen Museen unb im Privatbesitz. Das Wohnhaus blieb im Aufbau und Grundriß den mittelalterlichen Traditionen treu. Der Grundriß des Hauses ist meistentheils schmal unb in die Tiefe gestreckt. Ein Hof verbindet tn der Regel das Vorderhaus mit den Hintergebäuden, welche meist nur auf einer Seite miteinander zusammenhängen. Hölzerne Gallerten vermitteln die Verbindung und geben jene malerischen Durchblicke, an welchen noch jetzt deutsche und schweizerische Städte reich sind. Bisweilen traten steinerne Arkaden an Stelle des Holzbaues. Die künstlerische Ausbildung des Innern bewegte sich in ziemlich übereinstimmender Richtung. Die Decken der Corridore und Treppenhäuser meist gewölbt, die Wohnräumc aber in früherer Zeit durch die einfache mittels Elterliche Balkendecke gebildet; später aber erhalten Säle und Wohnzimmer geschnitzte Kasetten- decken, oft mit farbigen Intarsien geschmückt. Die Neuzeit brachte nicht nur am Aeußern, sondern namentlich in der inneren %v theilung große Veränderungen hervor. Die fortlaufenden Laubenhallen verschwanden mehr und mehr; die Kaufläden öffnen sich direkt auf die Straße, das Gewcrbsleben zog sich mehr ins Innere der Häuser zurück. Das allmählich aus verschiedenen Modifikationen hervorgegangene moderne Wohnhaus gestaltet sich je nach Umständen sehr verschieden; aber trotz der Verschieven- artigkeit gelten für die innere Einrichtung allgemeine Grundsätze. Vor Allem ist die Wahl des Bauplatzes von Wichtigkeit, da hiervon die Gesundheit und der Geldpunkt, abhängig werden. Für die Lage der einzelnen Zimmer sind in Beziehung zu den Himmelsgegenden folgende Punkte zu beachten: Wobn- und Kinberzimmer nach Süden, damit im Sommer durch die Temperaturunterschiede gut ventilirt werden kann, im Winter dagegen der etwaige Sonnenschein den Be, wohnern eine freundliche und warme Stube schaffe. Das Schlafzimmer nach Osten, damit dieses Zimmer des Morgens früh einen freundlichen Eindruck auf dcn Erwachenden mache, hauptsächlich aber, um mittelst der reinen Morgenluft das Zimmer gut ventiliren zu können. (Gegen Westen wäre ein Schlafzimmer am ungünstigsten gelegen, da im Sommer unerträglich heiß gegen Abend und dcn Stürmen ausgesetzt.) D'e Nordseite eignet sich am besten für Speise zimmer, Küchen und Speisenkammern, Ateliers und Gemäldezimmer, sowie für Aborte; die Westseite dagegen für Salons nnd Badezimmer, Garderoben unb Treppenhaus. Die Wohnräume dürften sich am geeignetsten um etnfn geräumigen Vorplatz gruppiren, von welchem aus jedes Zimmer direkt zugänglich ist, ausgenommen das Schlafzimmer. Dieses Vorzimmer kann zugleich als Speisezimmer oder als Kinder-Spielzimmer benutzt werden. Die Waschküchen sollten möglichst außerhalb des Hauses untergebracht sein, dagegen dürfte tn keinem Hause tm Dachstock der Trockenboden fehlen. Eine richtig bemessene Stockhöhe, sowie gehörige Beleuchtung der einzelnen Räume müssen aus sanitären Gründen stets wohl beachtet werden. Wenn nun tn Städten, wo die Lage des Bauplatzes meistentheils schon festgesetzt ist, nicht immer nach Wunsch mit der inneren Eintheilung verfahren werden kann, so ist es doch in den meisten Fällen möglich, die einzelnen Räume an den richtigen Platz zu bringen. In Bezug auf die constructive Ausführung der Wohnhäuser mögen einzelne Punkte Erwähnung finden. Vor Allem sollten die Kellermauern gegen die aufsteigende seitliche Erdfeuchtigkeit durch Jsolirichichtcn (Asphaltdecke, Luftschichten) geschützt sein. Die sämmtlichen Kellerräume sind mittelst Gewölbe abzudecken, zumal die Kosten hierfür sich kaum höher stellen, als eine dem Verderben lHausschwamm) ausgesetzte Balkendecke. Die Außenmauern der oberen Stockwerke sind aus porösem Material aufzubaucn; bei Anwendung von dichten Baumaterialien oder abschließenden Anstrichen, wird der äußeren Luft der Eintritt in die Jnnenräumc gewehrt, was zur Folge haben muß, daß sich die äußerst unangenehmen und ungesunden Niederschläge im Innern zeigen — Grund zu den schädlichen Schimmelbildungen re. Die Treppen mit Ihren Umfassungswänden sollten massiv, d. h. feuersicher hergestcllt werden, wie es in den verschiedenen Städten Vorschrift der Behörden ist; ebenso trüge es sehr zur Solidität unserer Wohnhäuser bei. wenn wenigstens eine, bester 2, innere Wände (Tragmauern) nicht aus Fachwcik, sondern massiv nnd zwar mindestens 1 Stein stark (25 Cm. > ausgeführt würden (Vorschrift in den meisten Städten), hierdurch würden die Riste an den Decken und Wänden im Innern verhindert. Bei Verwendung von trockenem, gesundem und starkem Holz für die Balkendecken ist die größte Vorsicht zu gebrauchen; ebenso ist auf eine solide Dachconstruction mit deren Deckmaterial zu achten unb find die sog. Kehlen so viel wie möglich zu veimeiven. — Bei der Auswahl der Heizapparate (Oefen) muß neben ästhetischem Gefühl auch die Größe des zu heizenden Raumes beachtet werden; glücklich könnten wir uns schätzen, wenn die so zeitraubenden, kostspieligen, schmutzbringenden Heizapparate durch die Centralheizung (amerikanisches System von Holley) versetzt würden, wo wir die Heizung ebenso miethen können, wie das Gas unb das Wasser. Zum Schluffe sei noch über die Deeoration unserer Wobnräume bemerkt, daß eine verständigt Jnnendecoration sich ebenso von monotoner Einfarbigkeit, wie von verwirrender Bunt- scheckigkeit fern halten soll. Die Einfarbigkeit über einen ganzen in sich abgeschlossenen Wohn- TQum ausgebreitet, ist um so verkehrter, je mehr der Bewohner gerade auf diesen einen Raum angewiesen ist. Eher rechtfertigen läßt sie sich dann, wenn man eine ganze Reihe von Räumen jeden mit einer anderen Farbenoutorität betonten kann, wo durch den Einblik in die verschiedenen Räume das Auge eine angenehme Farbenabwechslung erhält. Möchten die gegebenen Andeutungen dazu dienen, unser „Daheim" in Beziehung auf Gesundheit, Solidität und freundlichen Aufenthalt einzurichten. Gteßeu, 13. März. Die Offenbacher Ausstellung mit ihrer electrischen Beleuchtung und Haustelegrophen re. rc. sind uns noch so frisch im Gedächtnisse, daß man fast gar nichts BeffereS zu sehe» verlangte und doch ließ un8 die Neugierde nicht Ruhe, die von Herrn Uhr- der Provinz Di-nstaq, 16 März, Vormittoqs 8 ffaflsfieberfianh jur ’cioit in btt Orten igtantfa (Stnettl am '28. M. von 6out^ambton er. »' «et: ^lvhr. Die flR '7/Nbfinbtt 6 °°öttbkm noch ^«nlage 'M l<^n kann, °9e Sk'vhnt tDR: Smbbeim fefatn Mrheobalb. -^morbS. tzt..z: ; [ Täublingen M ton Daum-; ”ltt von Bübinain •: 3bl ©eib'io. rb Buß, Wittu-rr, ^warz rrrbarb von Ob«, , Dj. des KaisnS " A- 3 Lr erhöht 2£*Äj* tztcnsoerTI^, ”, *r(fi guiw ruf» S w* lÄ«»* IfiiÄ - * £■«*< * 5%£j «■jy** Li r-Ä s.ch die kluß der Börse ck- ie«i steigende Trn- da§ Geschäft nicht daß von Donners- morgetreten n-are. tu einer größeren • cn Cmnunkrung , tie ja zweifellos aß; wie früher als beionderS Letztere, bäfte nicht bringen, nten zu erstem! behaupteten R' 'berfchlefifchbN uni ;nq w.rd maN've Äldt-S-m» i^m-PnorU^ Handel und Verkehr. Gießen, 13. März. Auf dem heutigen Wochcnmarkte kostete: Buttei per Pfd.^L 1/'0 ViS v*L 1.10, Hühnereier 2 Stück 9—11 Gänseeier per Stück 1 l —12 Enteneier per Stück 6-0 Käse per Stück 5—12 H, Käsematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 24 Linsen 1 Liter 27 Tauben das Paar 0.85, Hühner per Stück JL 1.00—1.80, Hähnen per Stück JL 1.50 bis 2.50, Enten per Stück «X 2.00—2.50, Kartoffeln per 100 Kilo je 6—9.00, Zwiebeln p. Ctr v*L 15—18, Milch per Liter 16 und 18 H, Ocksenfletsch 66-68 per Pfd., Kuh« unb Rindfleisch 48—56 Kalbfleisch 40—46 Hammelfleisch 45—60 Schweinefleisch 60 Auszug aus -en Standesamtsregistern -es Standesamts Gießen Vom 6. bis 12. März 1880. Aufgebote. März. 9. Kaufmann Karl Schulze von Radevormwald mit Emma Marie Elisabeth Kranz, Tochter des verst. Lehrers Konrad Kranz von Jesberg. 10. Der Lieutenant a. D. Siegmund Heinrich Wilhelm Sixt von Arnim gen. von Siebeneichen, Wittwer, von Wetzlar mit Therese Schlich, Tochter des verst. Pfarrers Daniel Schiich von Flonhein. 12. Landwirth Philipp Becker, Wittwer, von Steinbach mit Marte Lich, Tochter des Johann Daniel Ltch von -Londorf. 12. Metzger Joseph Eleartn Schulz von Hungen mit Elisabeth Stock, geb. Schreiner, Wittwe ocs Metzgermetsters und Gastwtrths Heinrich Karl Stock von Roßberg. Eheschließungen. März. 10. Schreiner Heinrich Johann Friedrich Helmuth Jenzen von Krackow mit Martha Elisabeth Schneider, Tochter des verst. Handelsmanns Hermann Schneider von Franken- Lerg. 11. Kaufmann Gustav Adolf Carl Franz von Dilliez von Offenbach a. M. mit Karoltne Dorothea Ruckelshausen, Tochter des pens. UniversitätSpedellen Kaspar Ruckelshausen von Gießen. 12. Maurer Anton Mühlig, Wittwer, von Lang-Göns mit Katharine Elisabeth Ranft, Wittwe Les Holzmachers Peter Ranft von Treis a. Lda. Geborene. März. 2. Elisabeth, Tochter des SchreinerS und Stereotypeurs Georg Hoß. 6. Johanneite, Tochter des Schlossers Sebastian Rieß. 5. Karoline, Tochter des Schreinermeisters Karl Kratzenberger. 5. Wilhelm, Sohn des Taglöhners Aoam Prasch. 4. Karl Christian, Sohn des Schneidermeisters Caspar Weis. 7. Dem Gutsbesitzer Karl Schlenke eine Tochter. 28. Walpurga, außerehelich von auswärts. 3. Karl, außerehelich von auswärts. 3. Wil» chelm, außerehelich von auswärts. 5. Marie Elisabeth Lina, außerehelich von auswärts. Geworbene. März 5. Johann Höck, 45 Jahre alt, von Fulba. 9. Katharine Margarethe Marx, ■geb. Balser, 57 Jahre alt, Ehefrau des Spenglermeisters Jacob Marx. 10. Marte Lampus, geb. Lampus, 74 Jahre alt. Wittwe des Metzgermeisters Johann Melchior Lampus. 11. Laglöhner Franz Ganowirz, 42 Jahre alt, von Zirp. 11. Katharine Möser, geb. Brück, 49 Jahre -alt, Ehefrau des Dienstmanns Johannes Möser. 12. Karl Adalbert, 13 Tage alt, Sohn des Schlossers August Sudheimer. 11. Johannetre Juliane Möhl, 72 Jahre alt, ledige Tochter Les verst. Metzgermcisters Walentin Möhl. ■— .........Illi .. ■—1 ui ii ■mmiiii i imiiiiiih |»|»I»|||W|IW| ■mui m wilmuu—i Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 10. März. Heinrich Jenzen, Schreiner dahier, des verst. SchreinerS zu Krakow August Jenzen ehel. Sohn und Elise Schneider, des verst. Handelsmanns zu Frankenbera Hermann Schneider ehel. Tochter. Getaufte. Den 7. März. Dem Gastwirth Melchior Schäfer eine Tochter, Anna Helene Friederike, geb. den 10. December. Denselben. Dem Kaufmann Christian Wallenfels ein Sohn, Gustav Karl August, geb. den 1. Februar. Denselben. Dem Schlosser Heinrich Laval ein Sohn, Johannes, geb. den 3. Jauuar. Denselben. Dem Schreiner Justus Bärrn eine Tochter, Anna Margarethe Karoline, geb. den 14. Januar. Den 8. März. Dem Schlosser August Sudheimer ein Sohn, Karl Adalbert, geb. den 28. Februar. Den 10. März. Dem Hilfsführer Ludwig Wilhelm Schmehl eine Tochter, Wilhelmine Georgine Louise, geb. den 18. Februar. Den 11. März. Dem Ztnngießer Johannes Zufall eine Tochter, Thekla Marte Martha, geb. den 22. Februar. Denselben. Dem Briefträger Philipp Kramer ein Sohn, Heinrich Johann, geb. den 9. August. Beerdigte. Den 7. März. Fritz Meesmann, deS Grubenbesitzers Friedrich Meesmann ehel. Sohn, alt 20 I. 6 M. 5 T., gest. den 5. März. Den 11. März. Katharine Marx, geb. Balser, Ehefrau deS Spenglers Jacob Marr, alt 57 I. 5 M. 18 T., gest. den 9. März. Durch eine plötzliche Verhinderung des Geistlichen kann Heute, Sonntag den 14. März, kein altkatholischer Gottesdienst in der Hospltalkirche stattfinden. Allgemeiner Anzeiger. Holzverfteigerung Donnerstag den 18. März, Vormittags von 8y2 Uhr an, ^oll im Alten-Busecker Gemeindewald, Distrikt Lercheswald, Struth rc. nach- verzeichnetes Holz versteigert werden: 28 Stämme Eichen-Bau- u. Werk- holz mit 4,05 fm, 37 Stämme Nadel-Bau- u. Werk- Holz mit 7,76 fm, 21 Eichen-Derbstangen mit 1,08 fm, 569 Fichten- „ „ 15,75 „ 946 Fichten-ReiSstangen „ 7,60 „ 13 Rmtr. Buchen-, Eichen- und Nadel-Scheitholz, 23 „ Buchen-Knüppelholz, 101 „ Eichen- „ 2 „ Nadel- 2450 Wellen Buchen-Reisholz, €600 „ Echeri'Reisholz (Durchforstung), 3085 „ Nadel-Retsholz, 20 Rmtr. Buchen-,Eichen- u. Nadel- Stockholz. Der Anfang ist im Lercheswald am Vicinalweg nach Daubrtngen. Bemerkt wird, daß zuerst das Stamm- und Stangenholz, welches sich vorzugsweise zu ArbettSholz und Garten- spaltr eignet, zum Ausgebot kommt. Alten-Buseck, am 12. März 1880. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. 1734)_____Wagenbach._______ Holzversteigmmg. Donnerstag den 18. März er. sollen im Grüninger und Dorf-Gtller Markwald: 80 Stück Elchenstämme von 11 bis 67 cm Durchmesser und 4 bis 15 m Länge mit 43 fm, 116 Stück Nadel-Stämme von 10 bis 30 cm Durchmesser und 9—20 m Länge, mit 52 fm, 4675 Fichten-NeiSholzstangen, theilweis zu Bohnenstangen. 11 Eickenstangen. Der Anfang beginnt um 10 Uhr Vormittags. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee von Dors-Gill nach Garbenteich. Grüningen, den 11. März 1880. Großh. Bürgermeisterei Grüntngen 1697) Letdich.____ cn. 20 Körbe^voll,zu"haben im Köruer'schen Garten, Eichen. (1702 HolzoersteiMMg. Montag den IS. März sollen bei Friedelhausen nachverzeich- nete Holzsorttmente versteigert werden: 18 Pappelstämme von 26—46 cm Durchmesser und 5—11 ■ Länge, 18 Rmtr. Erlen- u. Pappel-Scheit, 72 „ Erlen- und Pappel-Knüp- pel, 3800 Wellen Erlen- und Pappel-Reis- Holz, 12 „ Buchen- und Eichen-ReiS- holz. Der Anfang ist Mittags 1 Uhr diesseits der Lahn bei Odenhausen. Staufenberg, am 12. März 1880. In Auftrag: Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. 1700)_______Vogel___________ Dirnstag den 16. Mär;, Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Bureau zwei vollständige Bette» und ein Küchenschrank mit Glasaussatz meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Gießen, den 13. März 1880. 1732)_______Geißler, Gerichtsvollzieher. Dirnstag den 16. Mars, Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Bureau ein Sopha, ein ovaler Spiegel mit Goldrahmen und ein Consolchen meistbietend gegen Baar- zahlung versteigert werden. Gießen, den 13. März 1880. 1731)_______Geißler, Gerichtsvollzieher. Dienstag den 16. März, Vormittags 11 Ubr, soll auf meinem Bureau ein Kleiderschrank meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Gießen, den 13. März 1880. 1730) Geißler, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Donnerstag den 18. März, Nachmittags 2 U(>r, werden in der Judengasse in der Hof- raithe des verstorbenen Balthaeer Schmidt Heu, Strob, Hehlt, Pflug, Egge, ein Wagen, Pfuhliaß, drei Haufen guter Kuhmist und sonstige Oeconomie- geräthschasten öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert. Auch wird ein Nollseil, eine Walze, ein Schraf und sonstige Metzgergeräthschaften mit versteigert. Im Auftrag: Müller, Donnerstag den 18. I. M., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhaussaale versteigert werden: Jl. Maurerarbeit, veranschl. zu 130,43 Zimmerarbeit, „ „ 163 95 Schretnerarbeit, „ „ 372,56 Schlosserarbett, „ „ 365 85 Malerarbeit, „ „ 57,40 Wetßbtnderarbeit, „ „ 82,32 Spenglerarbeit, „ „ 108,— Gießen, am 13. März 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 1741) A. Bramm. Dienstag den 16. März, Vormittags 11 Uhr, soll auf meinem Bureau ein Revolver und ein Secirbesteck öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Gießen, den 13. März 1880. 1733)_______Geißler, Gerichtsvollzieher. Anton Reusch auf der Scheidemühle bei Groß-Buseck laßt nächsten Dienstag den 23. d MtS. daselbst öffentlich versteigern: 150 Ctr. Heu, 200 Ctr. Stroh unb 100 Ctr. Grummet. (1699 Scheidemühle, den 12. März 1880. Aleilgeöoteues. 1716) 1 Sopha, 6 Stühle, 1 Ausziehtisch und 1 Glasschrank sehr gut gehalten, sind zu verkaufen. Näheres in der Exped. dieses Blattes._____________________________ Gr. C. Hisgen’s deutscher Oel-Glanflack, das anerkannt vorzüglichste Material zu schönem und dauerhaftem Anstrich für Holz, Gisen re. insbesondere für Fussboden-Anstrich in Blechflasch?» von 1, 2^ u. 5 Kilo per Kilo «X 2.40 allein ächt bei 1680) Emil Pislor. tcST" Man bittet genau auf die Filma, den Namenszug und die Schutzmarke des Fabrikanten zu achten da mehrfach Nachahmung versucht wird. "1715) Gin altes Clavier billig zu verkaufen- Bei der Expedition dieses Blattes zu erfragen__ 1722) Eiserne Tragbalken, gebrauchte Eisenbahnschienen, Säulen, Dachfenster, Abtritt- rohre, sowie sonstige Bauarttkel, empfiehlt Carl Hensel. 171z) Gut gebrannte Ruffensteine werden preiswürdig abgegeben bei Frau Eichenberg. iPariS, Sonntags. 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(664 1701) Don Marko. Zhye, Regisseur. Montag Abend: im Lindenhof Friedrich Welker, Neustadt 154. große Flschergasse, empfiehlt einem geehrten Publikum, sowie Geschäftsreisenden billiges Logiren, sowie Restauration im Leib'fchen Saale. Der Vorstand. erlaube mir mein reichhaltiges Schuh- u. Stiefel-Jager ZU festen Preisen in empfehlende Erinnerung zu bringen. (1740 Wilh. Herbert am Markt. vermischte Anzeigen. In der Nähe von Wenzel's Garten ist ein Garten zu verpachten, desgleichen ein Haufen M ist zu verkaufen. Näheres zu erfragen Lit. B 201.__(1703 1723) Gartenarbeit wird übernommen. Näheres bei Herrn Karl Keßler, Neustadt._____ 1727) Lehrling gesucht von ______________August Schlcsfinger._ Die Wormser Lrauer - MaSemie, stets zahlreich besucht von Bierbrauern aus allen Ländern, beginnt daK Sommersemester am 1. Mai. — Programme und Auskunft durch die Worms. Direction Dr. Schneider. Der heutigen Nummer liegt eine Beilage betr. „Sicherste Hülfe gegen Gicht und Rheumatismus und deren Folgen" von Wilhelm Donnerstag in Stettin bei. (1736 . Handelsverein. Generalversammlung Dienstag den 16. März, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebek Tagesordnung: 1) Eingänge. 2) Abänderung des §. 9 der Statuten. 3) Reichsstempelabgaben. Theater iü Giessen. Sonntag, den 14. März 1880 Wegen anderweitiger Benützung des Locale feine Vorstellung. Montag, den 15. März: (10. Vorstellung im 1. Abonnement) Herr Bischoff.'als Gast. Gin Fallissement. Schauspiel in 4 Aufzügen von Björnstjerna Björnson. Nach dem Norwegischen von W. Lange. (In der Charwoche incl. Palmsonntag ist das Theater gesetzlich geschlossen.) 1728) Die Direction. ZastwirUchasi zum „Straßburger Hof Frankfurt a. M., Julius Schulze, Sonnenstraße 38. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühjl'schen Ilniv.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in (Sieben. Hierzu ein zweites Blatt und eine Beilage ausgenommen. Hebamme Muffig Feste und lohnende Anstellung als Reisende zum Verkauf eines couranten Artikels finden tüchtige gewandte Leute, die in hiesiger Gegend bekannt sind. Schriftliche Offerten mit Angabe der bisherigen Thätig- feit befördert die Expedition d. Bl. unter Chiffre L. S.*(1689 Gesucht ein möblirtes Zimmer in der Mitte der Stadt. Offerten sind in der Exped. d Bl. von 50 an bis zu den feinsten, sowie das Neueste in Damen- kragen, Kraufen, Lavalieres, Barben, Dorstecker, Schürzen, Corfetten rc. rc. in sehr großer Auswahl zu wirklich Circus Don Marko auf dem Oswalds Garten zu Gießen. Hiermit die ergebenste Anzeige, daß ick mit meiner Gesellschaft hier eingetrofsen- bin. Dieselbe besteht aus 36 Personen, worunter Reiter und Reiterinnen aus den größten Circussen sich besinden; sowie 18 gut tressirten Pferden, einem dressirten Esel^. einem dressirten Steinbock und einer Anzahl tressirter Hunde. Auftreten des Don SB ar ko (Artist aus dem Circus Salamonski) mit feinen drefsirten spanischen Stieren. Der Circus ist elegant decorirt und bequem und zweckentsprechend eingerichtct.. — Musik von der eigenen Musik-Capelle. Die Vorstellungen finden Sonntag den 14. März und an den darauf folgendem Tagen statt. Jeden Tag werden zwei Vorstellungen gegeben: Nachmittags 4 und Abends» 8 Uhr. — Abends Haupt-Vorstellung. Alles Nähere auf den Plakaten. Montag Nachmittag 4 Uhr: Kindervorstellung. Statt besonderer Anzeige. Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Mittheilung, daß heute Mittag um 3 Uhr unsere innigst geliebte Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Charlotte Treppirrger nach längerem Leiden sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden. Hinterbliebenen• Gießen, den 12. März 1880. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Ludwigsplatz, aus statt. (1725 Für die lebensversicberuügs- Ersparnissbaok in Stuttgart vermittelt Abschlüsse von Versicherungen Der Agent: A. Scheyda, in Gießen. 1742) Zur Saison Urtllfl* DOn ausgefallenen Haaren wer- dt'Vpiv den bei prompter Bedienung billigst angefertigt von all Ein gewandter und braver Bäcker bursche, der einem Geschäfte selbstständig vorstehen kann, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. ^^^^^^^^1677 WftfpJWtt werden gereinigt, sowie l Vt-L H das betreffende Bettzeug gewaschen, in und außer dem Hause, zu billigen Preisen von Frau Ernst Franz, geb. Tippel, ____________1691______________________ 1694) Eine noch wenig gebrauchte Eisenbahnconducteurs Uniform nebst schwarzem Bärenpelz enorm billig zu ver kaufen. I. Rothenberger, Lindenplatz. IEiu wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbstbefleckuug (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: (263 Dr. Uetau's Selbstbewahrung 77. Anfl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Mk. Lese es Jeder, der an den schrecklichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufricktigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durcb (5. Pönicke's Schul - Buchhandlung in Leipzig, sowie durch jede Buchhandlung in Gießen Aermietyungen. 1717) Der dritte Stock meines Hauses, 7 Zimmer nebst Zubehör, ist zu vermiethen. Chr. Petri, Alicenstraße. 1729) Ein Familienlogis zu vermiethen und den 1. April beziehbar. _____Christian Roll Kaplansgasse. 1719) Eine kleine Mansardenwohnung vermiethet Heinrich Ruckstuhl, __Gartfeld._________ 1711) Ein freundlich möblirtes Parterrezimmer zum 1. April zu vermiethen. Näheres zu erfahren in der Exv- d. Bl. 1708) Ein möblirtes Zimmer zu Det= miethen bei Cbr. Reiber, am Kreuz. In meinem Vorderhaus sowie m meinem Nebenhaus 2 Logis mff Garten-Antheil zu vermiethen und gleich beziehbar. 1693)________I. Georg Unverjagt.__ Laden mit zwei geräumigen anstoßenden Zimmern zu vermiethen. Näheres in der Expedition b.J8l.______(848 1681) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.___________Brandgasse Nr. 220. 1714) Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen. Gambrinus, 1 St. hoch. Montag: Schirmer. 1624) Zwei Pensionäre finden zu Ostern gute Aufnahme.Markt B. 32. 1738) Hiermit zur gefälligen Nachricht, daß der Ausstug morgen Sonntag auf den Windhof statt- stndet. Achtungsvoll _______________F, Schmidt. Gesangverein Liederkranz. Heute, Sonntag, den 14. März, Abends 7 '^XThr Ab en dunterhallu/ng 1724' Ein Mann, der mit Pferden umgehen kann und den Ackerbau versteht, wird in Dienst gesucht Näheres auf der Exped. d. Bltts.___________________________ öon ausgtkämmten Haaren werden bestens angefertigt bei Christian Frech, Reich-.nsand. (1718 1709) Ein braves junges Mädchen für Nachmittags zu Kindern gesucht. __Die Exped. sagt Weiteres._____________ 1707) Einen Handlanger sucht auf Die i Hierzu gehören d Hierzu gehören \ und zwar um 7 imb um 8% W aus den Orten: Vchedlllov« Herzu gehören d Hierzu zchören \ _ Es Hai Deutschen I »er Ersatz-z Ti- kc - Dcheat Die ot , Schließ,,, 1,1 93e8ir.n $ie lefteutrum 3$?*-'M 6 seinen der INen", ^nerelle» hl»Wil «Ä