Nr. 239. Mittwoch den 13. Oktober 1889. Hichener ^Anzeiger AWgk- sck A«KdI»tt für K« Kreis Gieße«. NedaettonSbureair t GrpeditionKbureau t | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS« PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh», Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Amtlicher Hherl. Betreffend: Die Wahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde zu Gießen. Bekanntmachung. Bei der am 11. l. M. vorgenommenen Wahl sind zu Mitgliedern des Vorstandes der israelitischen RcligtonSgemeinde gewählt worden: Herr Meyer Homberger, Fabrikant, mit 45 Stimmen, Herr Sigmund Heichelheim, Banquier, mit 36 Stimmen, Herr Isaak Hanau, Fabrikant, mit 33 Stimmen. Es wird dies mit dem Anfügcn öffentlich bekannt gemacht, und den Gewählten besonders verkündigt, daß während 3 Tagen, nämlich den 13., 14. und 15. d. Mts. das Wahlprotocoll mit allen Anlagen auf dem Bureau des 1. Vorstehers Herrn Meyer Homberger offen gelegt sein wird und daß während der unerstreckltchen Frist dieser drei Tage jeder Stimmberechtigte sowie jeder Gewählte von dem Wahlprotocoll und deffen Anlagen Einsicht nehmen und auch Einwendungen gegen die Wahl oder gegen die Gewählten, beziehungsweise auch Ablehnung der Wahl, bet Vermeidung des Ausschlußes bet Groß- herzoglichem Kretsamte Gießen Vorbringen kann. Gießen, am 11. October 1880. Der Wahl-Commifsär: Dr. Hoffmann, Regterungsrath. Die Kurzsichtigkeit unseres Geschlechts. Auf dem diesjährigen Natursorschertage besprach der, als eine Autorität auf dem Gebiete der Augenheilkunde bekannte Professor Dr. Hermann Cohn aus Breslau eine Erscheinung unserer Zeit, welche die allgemeinste Theilnahme und die ernsteste Beachtung verdient: die Zunahme der Kurzsichtigkeit. Nach den Ausführungen des genannten Gelehrten sind in Europa und Amerika über 40,000 Kinder auf die Sehkraft ihrer Augen untersucht worden, und man hat gefunden, daß in den Töchterschulen 10 bis 24 pCt., in höheren Schulen 20 bis 43 pCt. kurzsichtig sind. Die Kurzsichtigkeit wird in den oberen Klaffen der Schulen stärker, so daß in Prima und Sekunda der höheren Knabenlehranstalten sogar 70 bis 80 pCt. kurzsichtig erfunden worden find. In einem Zeitraum von ii/2 Jahren, in welchem Profeffor Cohn die Schüler eines Breslauer Gymnasiums zweimal untersucht hatte, waren von den bei der ersten Untersuchung als nolmalsichtig Befundenen inzwischen 17 PCt. kurzsichtig geworden. In den Dorfschulen fand sich so gut wie gar keine Kurzsichtigkeit vor. Unter den Studtrenden grassirt die Kurzsichtigkeit gleichfalls sehr bededeutend. Unter den von Cohn untersuchten jungen Medi- cinern waren 56 pCt. kurzsichtig, und Profeffor Gärtner in Tübingen consta- tirte unter 600 Theologen sogar 79 pCt. Kurzsichtige. Angesichts dieser Zahlen, die eine immerhin bedenkliche Entartung des Heranwachsenden Geschlechtes repräsentirten und leicht durch Vererbung zu einer nationalen Calamität Anlaß geben könnten, wird man den Andeutungen, die Profeffor Cohn in Uebereinsttmmung mit zahlreichen anderen Autoritäten der Medicin über die Ursachen der erschreckenden Zunahme der Kurzsichtigkeit in Deutschland macht, Beachtung schenken und ihre praktische Berücksichtigung bei den Einrichtungen unserer Schulen ernsthaft in Aussicht nehmen muffen. Nach Cohn ist es der Kernpunkt der Maßregeln zur Herbeiführung gesunderer Sehverhältnisse bet unseren Kindern und dem nächsten Geschlechte, daß jeder äußere Anlaß fortfalle, der die Kinder verleitet, die Augen zu nahe über die Schrift zu bringen, resp. daß man die Kinder hindere, sich beim Schreiben oder Lesen auf den Tisch zu legen. Die Einrichtungen, welche jetzt dazu an- reizen, in dieser Beziehung eine ungesunde Körperhaltung anzunehmen, sind zunächst die alten gebräuchlichen Schulbänke, die den Größenverhältntssen der Kinder nicht angepaßt find und, da sie keine genügende Möglichkeit zum Anlehnen bieten, wegen der Ermüdung der Nackenmuskeln die Kinder zwingen, sich vornüber zu beugen. Alsdann trägt einen Theil der Schuld an den beklagten Thatsachen die Neigung der deutschen Kurrentschrift in einem Winkel von 45 Grad von links nach rechts. — Man kann es überall beobachten, wie der Kopf des Kindes, um den Schriftzügen zu folgen, unwillkürlich nach links und vorn sinkt, bis er endlich häufig ermüdet auf dem linken Arm ruht und die Augen die Schrift links von der Seite onsehen. Professor Cohn machte darauf aufmerksam, daß diese Stellung unserer Kurrentschrift erst fett verhältnißmäßig kurzer Zett in Gebrauch ist, während noch vor 70 Jahren senkrechte Schriftzüge allgemein üblich waren. Durch Versuche ist festgestellt, daß die Kinder so lange grade sitzen, als sie in senkrechten Zügen zu schreiben haben. — Im Allgemeinen hält Cohn die Einschränkung des Schreibens in den Schulen, etwa durch Einführung der Stenographie, für wünschenswerth. Im Ferneren wird die Anwendung zu kleiner und zu eng laufender Schriften im Druck, sowohl in Büchern als in Journalen, getadelt und auch verlangt, daß die Zeilenlänge kürzer gehalten werde, als jetzt. — Das Wesentlichste selbstverständlich zur Erzeugung normaler Sehkraft bei den Kindern ist eine genügende Beleuchtung der Schulzimmer, und für dieselbe wird ein Minimum von 30 Quadratzoll Fensterfläche auf einen Quadratfuß Bodenfläche von den Sachverständigen verlangt. — Zu alledem müßte aber noch htmutreten, wie es der hygienische Congreß in Nürnberg vor drei Jahren beschlossen hat, daß den Kindern längere Ruhepausen während des Unterrichts gegönnt werden, und daß man die Zahl der häuslichen Arbeitsstunden möglichst reducire. Man erinnere sich in Beziehung auf diese letzte Nothwendtgkeit der kürz- ; lich veröffentlichten Ergebnisse der Untersuchungen anderer medtcintschen Auto- : ritäten über die Häufigkeit krankhafter Nervosität, ja selbst von Jrrsinnfällen i bei Schülern und Schülerinnen höherer Lehranstalten! In der That will es uns scheinen, als ob den Forderungen der Hygiene viel zu wenig Einfluß auf die Einrichtungen unserer Schulen gegönnt werde. — Was nützt uns eine gelehrte Generation, wenn sie zugleich eine gebrechliche und kurzlebige ist! Mens sana in corpore sano 1 — Hoffentlich finden die fortgesetzten Warnungen und Mahnungen der Aerzte endlich einmal Gehör bei unseren Schulverwaltungen — zum Heile unserer nachwachsenden Generation und der Gesundheit und Frische der deutschen Nation überhaupt! Deutschland. Darmstadt, 11. October. Die „Darmst. Ztg." meldet: Der Großherzog hat die Reise zu den Kölner Festlichkeiten aufgegeben in Folge eines Telegrammes des Kaisers, welcher die Vertretung durch den Prinzen Heinrich vocschlug, weil die Königin von England sehr die event. abermalige Abkürzung des Besuches in Balmoral beklagt, welcher schon verschoben worden war durch die Reise des Großherzogs nach Berlin. Darmstadt, 11. Octbr. Der König und die Königin von Dänemark statteten beute dem hiesigen Hofe einen Besuch ab. m. Darmstadt, 11. October. Der Abgeordnete Racke hatte am 28. Octbr. 1879 in der zweiten Kammer den Antrag eingebracht, dieselbe wolle beschließen, an Großh. Staatsregierung das Ersuchen zu stellen, die dermalen im Großherzogthum geltenden Bestimmungen über die Besteuerung des Haustrhandels einer durchgreifenden Revision zu unterwerfen und in dem der Kammer vorzulegenden Gesetzesentwurfe besonders darauf Bedacht zu nehmen, daß die Benachtheiligungen, welchen das Gewerbe bei stehendem Betriebe dem Hausirhandel gegenüber ausgesetzt ist, möglichst beschränkt werden. Der nunmehr von dem Abg. Möllinger Namens des Finanzausschusses der zweiten Kammer in dieser Materie erstattete Bericht constatirt zunächst, daß der Antragstellerbeabsichtige, vermittelst der veränderten Besteuerung eine Beschränkung des Hausirhandels zu erzielen, und sagt dann weiter: „Wir begegnen hier wieder, wie seiner Zeit bei den Wanderlagern, einer vollständig unzulässigen Art der Beschränkung von Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung. Wenn man der Ansicht ist, diese zu verändern, so hat man sich an den Reichstag und die Reichsbehörde zu wenden. So lange eine Aenderung dort nicht beliebt wird, darf auch nichts gethan werden, indirect eine solche erreichen zu wollen. Und es entspricht wohl nichts mehr dem Rechte, als wenn, wie bei uns in Hessen, das Hausirgewerbe in derselben Weise besteuert wird, wie ein stehendes Geschäft gleicher Art. Der inländische Hausirer hat seine Staats- und Gemeindeabgaben in dem seinem Gewerbesteuerkapital entsprechenden Betrag zu entrichten, wie der Inhaber eines festen Geschäftes. Bei dem Ausländer werden keine Gemeindeabgaben erhoben, weil derselbe in seinem Wohnorte bezahlen muß und, wenn man ihn für die Zeit seines Gewerbebetriebs an den anderen Orten jeweilig besteuern wollte, dies auszuführen ein Ding der Unmöglichteit wäre. Eine Beziehung auf die Wanderlager kann wohl kaum zugegeben werden, da bei diesen doch die Verhältnisse thatsäch- lich ganz anders liegen. Sie sind stehenoe Geschäfte in einem Local, allerdings mit kurz bemessener Zeitdauer, während der Hausirer von Dorf zu Dorf, von Haus zu Haus wandert." Die Großh. Regierung hat, wie der Bericht mittheilt, in einem an den Referenten gerichteten längeren Schreiben dieselben Ansichten entwickelt. Auch sie erachtet das bestehende System der gleich hohen Besteuerung der Hausirer mit den stehenden Geschäften für richtig und die Heranziehung derselben zu Gemeindeabgaben für unausführbar. Der Ausschuß, ohne daß alle Mitglieder sich mit den angeführten Gründen einverstanden erklären, schlägt der Kammer vor, zu beschließen, dem vorliegenden Antrag keine Folge zu geben. — Ein Mitglied (Abg. Schröder) ist mit diesem Antrag nicht einverstanden, behält sich die Motivirung seines Antrags für die mündliche Verhandlung vor und beantragt: Die Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, die dermalen im Großherzogthum geltenden Bestimmungen über die Besteuerung des Hausirhandels einer Revision im Sinne einer Erhöhung der Besteuerung zu unterziehen. lieber eine Beschwerde hessischer Gemeinden und Gutsbesitzer wegen der durch Hochwasser des Rheins hervorgerufenen Eigenthumsbeschädlgungen hat Namens des 3. Ausschusses der zweiten Kammer der Abgeordnete Reinhart Bericht erstattet. Die Petenten suchen darum nach: 1) die Strombauten üm Rhein einzustellen und sofort in Erwägung zu ziehen, ob nicht an Stelle des jetzigen schädlichen Systems der Nhein- regulirung ein solches zu setzen sei, welches den Schifffahrtsverhältnissen entspricht und zugleich für die Uferbewohner nicht nachtheilig ist; 2. statt der nutzlosen und schädlichen Wasserbauten die Einengungen und Stauungen zu beseitigen und zum Schuh gegen Hochwasser und Eisgänge die Dämme zu verstärken und zu erhöhen. Da aus einer an den Referenten des Ausschusses gelangten Mittheilung Großh. Ministeriums der Finanzen hervorgeht, daß die Regierung in der hochwichtigen Angelegenheit die nöthigen Untersuchungen anstellen wird und die Zusage erthcilt hat, begründeten Beschwerden Abhilfe zu verschaffen und sich außerdem an der von Reichswegen zusammentretenden Commission zur Untersuchung der Strombauverhältnisse des Rheines betheiligen wird, so beantragt der Ausschuß, die Beschwerde vorderhand für erledigt zu erklären. s» Berlin, 10. October. Die Gutachten gegen die Aufhebung der allgemeinen Wechsrlfähigkeit Seitens der Handelskammern und anderer Corpora- Honen sind keineswegs erschöpft, sondern gehen noch immer im Retchsamt des Innern ein, während Eingaben zu Gunsten der Aufhebung in kaum nennens- werther Zahl vorltegen. Nichts desto weniger war es noch bis vor kurzer Zett fraglich, ob nicht trotzdem die Frage vor den Reichstag gebracht werden sollte. Wie man hört, wäre man an entscheidender Stelle jedoch entschlossen, endgültig davon Abstand zu nehmen. — Die durch den Tod des Professors Harms erledigte Professur für Philosopie an der hiesigen Universität dürfte, wie man der „Voss. Ztg." mtt- theilt, in nächster Zeit noch nicht wieder besetzt werden, weil Lotze in Göttingen die Berufung abgelehnt und die philosophische Fakultät über einen anderen geeigneten Ersatzmann für Harms sich bisher nicht geeinigt hat. England. London, 9. Octbr. Die „Pall Mall Gazette" glaubt zu wissen, England sei jetzt über die Ansichten aller Mächte in Betreff der Coercttio- Maßregeln gegen die Türket unterrichtet. Die Operationen im ägeischen Meere zum Zwecke eines wirksamen Drucks auf den Sultan würden von allen Mächten gebilligt und werden mit deren Zustimmung ausgeführj. Die Aus- führung werde den Flotten von mindestens drei Mächten anvertraut, welche als Mandatare Europas agtren. Amerika. Winnipeg, 8. Octbr. Zwischen amerikanischen und canadischen Indianern, die auf Der Grenze der Büffeljagd oblagen, hat ein Kampf stattgefunden, der den ganzen Tag über dauerte. Ein amerikanischer und viele cana- dtsche Indianer, darunter Frauen und Kinder, wurden getödtet. Telegraphische Depeschen. Wagners telegr. Correspoudenz-Brrreau. Stuttgart, 11. Octbr. Der preußische Generalauditeur Oehlschlä- ger ist der „Württemb. Landesztg." zufolge gestern von hier nach München abgereist zur Fortsetzung der Verhandlungen über die Milttär-Strafproceß- Ordnung. Petersburg, 11. Octbr. Die russische „Petersb. Ztg." gibt noch nicht verbürgte, nachträglich ermittelte Details über eine bereits vor einiger Zett entdeckte, schon vor einem Jahre unweit der Station Alexandrowsk angelegte Mine, um den kaiserlichen Zug in die Luft zu sprengen. Die Mine bestand darnach aus zwei mit Dynamit angefüllten Abtheilungen, wovon eine Drahtlettung seitwärts nach einem Fahrwege führte. Beim Annähern des kaiserlichen Zuges eilte auf dem Fahrwege ein mit drei Pferden bespannter Wagen herbei, welcher beim Zuge wieder davonjagte. Man vermuthet, der Wagen habe die electrtsche Batterie geführt und das Verbrechen sei mißlungen, weil der Draht beim Etngraben durchschnitten worden. Offictelle Nachrichten hierüber fehlen. London, 11. Octbr. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Teheran vom 11. ds.: Kurdische Horden, welche jüngst in Persien etnfielen, plünderten Miandoab und vier große Dörfer, deren Einwohner sie niedermetzelten. Die persische Regierung hat die Entsendung von 12 Bataillonen Infanterie, 2000 Mann Kavallerie und 12 Geschützen nach dem Schauplatze der Rebellion angeordnet. Paris, 11. Octbr. Die „Agence Havas" meldet aus Konstantinopel: Der Ministerrath beschloß die sofortige bedingungslose Uebergabe Dulctgnos. — Felix Pyat wird wegen Vertheidtgung des von Berezowski gegen den Kaiser von Rußland im Jahre 1867 verübten Attentates gerichtlich verfolgt. Hamburg, 11. Octbr., Abends. Ein bet der Hamburger Vereins- bank iangestellt gewesener Commis Namens Haarburger ist unter Mitnahme von 165,000 flüchtig gegangen. Paris, 11. October, Abends. Meldung der „Agence Havas" aus Baosich. In Folge eines Mißverständnisses fand am 6. ds. Gewehrfeuer zwischen Türken und Albanesen bet Nuju statt; es gab mehrere Todte und Verwundete. — Die Nachricht von Riza Paschas Reise nach Podgoritza hat sich nicht bestätigt. Stuttgart, 11. October. Der „Staatsanzeiger" meldet: Der König ist durch Gesundheitsrücksichten verhindert, der vom Kaiser ergangenen Ein- ladung nach Köln stattzugeben und an der Feier der Einsetzung des Schluß, ßetnrs zum Dome persönlich thetlzunehmen. Der König läßt sich dnrch den Prinzen Wilhelm vertreten. New-Bork, 11. Octbr. In Indiana findet eine sehr heftige Wahlagitation statt. In Shelbyville kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Demokraten und Republikanern, wobei der Shertf getödtet, ein Adjunkt und mehrere andere Personen verwundet wurden. Auch in Eoansvtlle wurden gelegentlich der Wahlagitation mehrere Personen durch Revolverschüsse verwundet. Lokales. Giepen, 12. October Wie unsere Leser aus dem Jnseratentheil ersehen, sind Vor- sckläge zur Stadtverordnetenwahl überreich vorhanden. Wenn wir uns hierbei einen Wunsch erlauben dürfen, so wäre es die freundliche Bitte: Prüfet Alle und wählet die Besten. Allgemeine Tanz-Unterricht. 6447) Ich bringe hiermit zur Kenntniß eines geehrten Publikums, daß mein Tanzunterricht Montag den 18. October wieder beginnt. Diejenigen, welche daran Theil nehmen wollen, werden gebeten, sich wo möglich in Gesellschaften von 12—16 Personen zu vereinigen. Anmeldungen wolle man bis dahin an mich gefälligst ergehen lassen. Roese, Univ.-Tan?- u. Fechtmeister. Gießen, 12. Oktober. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag, den 14. September 1880, Nachmittags 4 Uhr, im alten Neal; fchulgebäude: 1. Die Herstellung des linken Lahnufers an der Stadtwiese. 2. Das Entnehmen von Kies und Grund aus dem Lahnbett. 3. Das Lagern von gebaggertem Lahnkies. 4- Die Reparatur des Wehrs an der Obermühle. 5. Anlagen in der Stadtbach betr. 6. Die Grundzinsen betr. 7. Gesuch des Kaufmanns Emil Mühl wegen Errichtung eines Geländers auf der Böschung des Stadtgrabens. 8. Desgleichen des Bierbrauers Christian Lony. 9. Straßenanlagen zwischen Neustadt und Wallthor. 10. Straßenanlagen zwischen Neuenweg und Wallthor. 11. Der Weg von der neuen Anlage nach dem Steg über die Wieseck. 12. Der an der Hofraithe des Wilhelm Seipp beziehende Graben. 13. Die Rinne und der Canal am Wallthor vor dem Hanse des Metzgers Elias Schul;. 14. Klage gegen den Ortsarmenverband des Gutsbezirks Siedlemin. 15. Desgleichen gegen den Ortsarmenverband Frankfurt a. £). 16. Desgleichen gegen den Ortsarmenverband Steinbach. 17. Gesuch des Zimmermeisters Eberhard Feuster in Gießen um Bauerlaubntß. 18. Gesuch des Großh. Universitäts-Rentamtmanns Schmidt um Erlaubniß zur Anbringung zweier Abwetsstetne. 19. Gesuch des Wilhelm Reiber um Erlaubniß zur Anbringung zweier Schächte in dem Trottoir der Löwengasie. 20. Die Verpachtung des Steinbruchs in der Steinrutsche. 21. Pachtvertrag mit Oeconom Friedrich Simou von Gießen. 22. Die jährlichen Hebungen der Ersatz-Reserve I Klaffe. 23. Den Verkauf von Backwaaren uno das Gewicht. 24 Das Feuerlöschwesen betr. 25. Die Ergänzuygswahl zur Stadtverordnetenversammlung für die Periode 1881/89. 26. Gesuch des Turnvereins Gießen um Ueberlaffung eines städtischen Platzes zur Erbauung einer Turnhalle. 27. Gesuch der Juliane Müller um käufliche Ueberlaffung städtischen Geländes. 28. Gesuch wegen Ueberlaffung der Hospttalkirche 29. Gesuch wegen Ueberlaffung eines Schulsaales. 30. Ueberlaffung von Räumlichkeiten an den Gewerbe-Verein. 31. Gesuch wegen käuflicher Ueberlaffung abgestorbener Obstbäume aus städtischen Pachtgrundstücken. Vermischtes. F r a n k f u r t, 9. Octbr. Der Opernhausplatz gleicht einem Ameisenhaufen. Hunderte von Arbeitern rennen geschäftig hin und her. um das Acußere dem Inneren entsprechend würdig auszustatten. Die Candelaber stehen im Unterbau fertig. Die Gerüste werden bereits abgebrochen. Neben dem Apollo wird Recha (aus Nathan) und die Braut von Messina, beide von Bildhauer Herold, aufgestellt. Die Steinmetzen sind fleißig mit Ausfügen beschäftigt, während die Stadtgärtnerei sich anschickt, die Corbeilles, welche dazu bestimmt sind, im nächsten Jahr einen großen Roscnflor aufzunehmen, den man an dieser Stelle zu erhalten hofft, mit Immergrün zu schmücken. Prinz Carl von Preußen besuchte heute Mittag das Haus. In der Hasengaffe fiel ein Arbeiter beim Eier-Transport in eine Mahne mit 300 Eiern. Die Catastrophe war jammervoll — (Ich bin's nur.] In Weißensee war Pferderennen und es ging hoch her mit Einsätzen und Wetten. Eben hatte ein Herr ein 20-Markstück gesetzt und die Hand vom Goldstück zurückgezogen, als sich eine andere schwere Hand darauf legte. Der Herr sah sich zornig nach dem Unverschämten um, schlug aber beschämt die Augen nieder, denn der Mann hinter ihm sagte: „Entschuldigen Sie, ich bin's nur, der Gerichtsvollzieher." Handel und Verkehr. Gießen, 12 October. Auf dem heutigen Wochenmarktc kostete: Butter per Pfd. 1,0.« bis 0.00, Hühnereier 1 Stück 6—7H, 2 St. 13 Enteneier 1 Stück 7-8^. Käse per Stück 5—12 H, Kasematte per Stück 3—0 H, Erbsen 1 Liter 22 H, Linsen 1 Liter 27 H, Tauben das Paar 45—60 Hühner p. St. JL 0.75—1.00, Hahnen p. St. Jt 0.50—0.70, Gänse pr. Pfd. 43—52^,. Enten per Stück JL 1.25-1.60, Ochsenfleisch 68—UO per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 48—50 Kalbfleisch 50—56 H, Hammelfleisch 50-66 Schweinefleisch 66—68 4, Kartoffeln per 100 Kilo Ju 3.70-5.50, Zwiebeln p. Ctr. JL 6—7, Milch per Stier 16 und 18 H, Weißkraut 100 Stück JL 4.50—5.0, Zwetschrn per Ctr. JL 4.50—5. Frankfurt, 11. October. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 JL. 40, Nr.2 Jü 38, Nr. 3 32, Nr. 4 JL 2x, Nr. 5 23, Roggenmehl % (Berliner Marke) 28.50—29, do. I (Berliner Marke) JL 27.00 -27.50, do. 11 (Berliner Marke) 21.50—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 22.25 22.5 », ab unserer Umgegend 21.75—22.00, do. fremder je nach Qualität 00.00—00.00, Roggen, je nach Qualität JL. 20.75—21.00, Gerste JL. 18-1925, Hafer M. 13—14.00, Kohlsamen 27.25-28, Erbsen JL 19—27, Wicken JL 16-18, Linsen 20 -40, Bohnen, weiße, 23—25, Roggenkleie , Weizenkleie, grobe und feine JL —, Rüböl, detail, J4 63. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend off erbet: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 11. Oktober. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 230 Ochsen und Stiere, 160 Kühe und Rinder, 180 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 68—69, 2. Qual. J4 64—66, Kühe und Rinder 1. Qual. JL- 56 -58, 2. Qual. 50—52, Kälber 1 Qual. JL 52—54, 2. Qual. 48-50, Hämmel 1. Qual. JL 58—60, 2. Qual. 40—50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — 8cMir«herl@!ht. Mitgetheilt von dem Agenten deS norddeutschen Lloyt, C. W. Dietz in Gießen. Bremen, 8. Oktober. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Köln, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Llopd in Bremen, welcher am 22. September von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 8. Oktober. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Neckar, Capt. W- Willigerod, vom Norodeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. September von Bremen und am 28. September von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newvork angekommen. Bremen, 9. Oct. Der Postdampfer Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 25. September von Newyork abgegangen war, ist heute 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 5 Uhr Nachmittags die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 136 Passagiere und volle Ladung. Die „Mosel" wurde während der ganzen Reife durch heftigen Oststurm zurückgehaltcn. r Anzeiger. Zur gefälligen Beachtung! Einem verehrlichen Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich mit dem Heutigen die Wirthschaft „Zur Ludwigshalle" übernommen habe. Für gute Speisen und Getränke, sowie für freundliche Bedienung werde bestens besorgt sein und lade zu zahlreichem Besuche höflichst ein. Gießen, den 8. October 1880. Achtungsvoll Hi01' Sl. Zey. 6100) D°> sy’i ü jgetrefs 6673) A Aadtkaffe Vie -‘g «ob * sigm 8file Schubladschlos 6» 6« Messlngknöpfe, ßohrbrauben i Revolver und das Eisenwaai ifehtli» f*®8 Die Versteige Gießen, du Berstet eines 1 Ein von dem a verein benutzter dl Samstag den Wormlttty in dem neuen Unit hier, Zimmer Nr. steigert werden. $ Ansicht der Jnteref rdt und wollen fn halb an den Hausb »enden. Gießen, den 9 O Großherzogl. Unive 6699) Schm Donnerstag dei VvuMatz sollen in dem Re 10 alte noch br schiedener Größe Pen von Guß, fanbelelfen uni meistbietend versteigt Gegenstände an jene 8,1 eingesehrn werde Gießen, den 8. S Großherzogl. Krri In $er Donnerstag der 66 Hoff > 16 Ö 22 Hoff » »in 14. S j «ontag dm «*n mW«» t8Ä6- ^Wtonh0 r^' daß ^4? Ser« bim, ««f d« laubch. zur 8n: in dem Hobe 1881/89. M‘8 jur Er- Landes. 'WeL Pacht- M h^dene VuchrÄ »üxiia m brttito ab^ ißaa, beide vsn ’öftigt, während i nächsten Jahr h- mit Jauner- mlt 300 Gern. ch hn mit Sin- ) vom Goldstück sich zornig nach !ann hinter ihm erPfd.^1.0.« Hält pn Stint Lauben daL Ö.70, Ganse pr. Psi., Lutz- und Lchwrinesteijch 1—7, Mch pn :tt JL 4 50-5. 2 X 38, 9h. 3 38.50-29, do. 00.00. Wetzen 21.75-22.00, 2O.75-21.0ii, en Jt 19-27, zenlleie JL —. sest. Haupt-. । scnnmtlich pn n. Ingetrieben io 200 Hammel- -66, Sühe und 2-54, 2. Qual. Psi. Schlacht- .deutschen Ltopl, zosttampsn Köln, Tbn von Bremen astdampfn Nnkar. 6 September von 16 ilhr W8 ,ßm Norddeutschen '°ß heute 12 Uh' tn für dort-« forrgestht. ®«- rm zurichehaltcn- ich mU d-°> leif* htunbllfr Bekanntmachung. Betreffend: Die Wahl der Mitglieder jur Stadtverordneten» Versammlung insbesondere Ersatz-Wahl 1881/89. 6673) Mittwoch den 13 d. M. werden Zahlungen an die Stadtkaffe während der gewöhnlichen Geschäftsstunden — 8 bis 12 Uhr Vormittags und 2 bis 5 Uhr Nachmittag- — angenommen. Gießen, den 10. October 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. Versteigerung. 6700) Donnerstag den 14. dieses- Monats, Morgens 9 Uhr anfangend, und eventuell die folgenden Tage, soll im Laden des Heinrich Battenfeld dahier (Lindenplatz) eine große Parthte Eisenwaaren, als: Sägen, Feilen, Bohrdrauben, Hobeleisen. Meisel, Fuchsschwänze, Zimmer» mannswerkzeuge, ordinäre und feine Schweizerzangen, Schrankschloß, Schubladschloß, Zapfenband, Ftschband, Kistenband, Riegel, Bohrer, Bettbeschläge, Sarggrtffe, Sargschilder und Sargverzierungen, Sargschrauben, Messtngknöpfe, Glaskuöpfe, Zirkel, Schraubenzieher, Schränketsen, Drill- bohrdrauben für Holz und Metall, geschmiedete Scheeren, Hämmer, Revolver und Patronen, eine große Parthte Kartätschen und sonstige in das Eisenwaarenfach einschlagende Artikel, öffentlich freiwillig gegen Baarzahlung versteigert werden. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 12. October 1880. Bühner, Gerichtsvollzieher, zu Gießen. Versteigerung eines Flügels. Ein von dem academtschen Gesangverein benutzter älterer Flügel soll Samstag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, in dem neuen Universitätsgebäude dahier, Zimmer Nr. 13, öffentlich versteigert werden. Derselbe steht zur Ansicht der Jntereffenten daselbst bereit und wollen sich dieselben dieser» halb an den Hausbeschlteßer Stork wenden. Gießen, den 9 Oktober 1880. Großherzogl. Universitäts - Rentamt. 6699) Schmitt.__________ Donnerstag den 14. Oktbr., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Rentamts-Hofe dahier 10 alte noch brauchbare Oefen verschiedener Größe, Ofenrohre, Pum» pen von Guß, Dachkandel nebst Kandeletsen und sonstiges Eisenwerk meistbietend versteigert und können die Gegenstände an jenem Tag von 8 Uhr an eingesehen werden. Gießen, den 8. Oktober 1880. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: Faust, 6610) Kretsbauaufseher-Aspt.________ Donnerstag den 28. ^ctober, Nachmittags Vr3 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Georg Völckner dahier, als Flur. Klftr. 26/2M,i 66 Hofraithe am untersten Riegelpfad, 26/a58,5 16 Grabgarten daselbst, 26/M9/1 22 Hofraum daselbst, 26/259,5 12 Grabgartcn daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 14. September 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 6007)_____Müller._________ Montag drn 18. Moder, Nachmittags 1 Uhr, werden im Hause des verstorbenen Herrn Rentners Wirth tu der neuen Anlage dahier mehrere Sopha mit dazu gehörigen Stühlen, Commoden, Schränke, Tische, Spiegel, Bettstellen mit Bettwerk, Küchen- und sonstige Hausgeräthschaften freiwillig flegen Baarzahlung versteigert. Bemerkt wird, daß die zu versteigernden Gegenstände gut.erhalten sind, und am Versteigerungstag Morgens von 10—12Uhr angesehen werden können. Gießen, den 12. October 1880. I. 21.: 6686) M. Pilger. Zu verkaufen. 2@ine vollständige noch neue kleine Haushalteinrichtung r Möbel, Betten, Glas, Porzellan, Küchen- geräthe u. s. w. ist aus der Hand billig zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. a (6678 Donnerstag den 28. Oct., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke der Christian Horeyseck Eheleute, als: Flur. Mir. 19/i65-i63 2443 Acker am Mittelweg, r4/i,g 3819 Acker am halben Zehnten, 29/19 2875 Wiese am Erdkauterweg meistbietend versteigert werden. Gießen, den 13. September 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen, 5977) Müller. Ieikgeöolenes. 6688) Die bekannten Pferde- und Bett- Teppiche ä Mk. 3.50 Ünd etngetroffen. K. Grünebaum. 6624) Eine Hofraithe im Gartfeld, enthaltend 11 Zimmer, 3 Küchen, Keller, Werkstätte, zu Fabrikbetrieb eingerichtet, ganz neu erbaut, sowie daran anstoßend noch 2 Bauplätze, ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. larinirte Häringe empfiehlt (6691 Emil Fischbach. 6695) Metzger-Werkzeuge, Füllmaschinen, Spalter, Hack u. Schlachtmesser, Stähle. Schleifsteine rc. bei ______________Emil Piftor Steinkohlen, Braunkohlen und Hol? zu verkaufen. (6702 ____________I. Georg Unverzagt. Jtal. Maronen empfiehlt (6568 Hmil Fischbach. Ä* a B Strickgarne, Franenstrümpse, Kinderstrümpse, Socken, Beinlängen, Gamaschen, A 2* er W S’ empfiehlt zu billigen Preisen (6399 Robert Stuhl, Marktstraße 23. Buchenes und tannenes Brennholz, Eichen- und Buchen-Dohlen verschiedener Stärke bei (6511 H. Keck. 6640) Einen Ladenschrank verkauft H. Kühn, Seltersweg. Verein -er -eutschen Fortschrittspartei Zur Berathung der Statuten und zur Wahl eines definitiven Vorstandes findet Dienstag den 12. October, Abends 8 Uhr, eine Generalversammlung im Saale des Cafe Mb statt und bitten wir sowohl diejenigen, welche sich bereits als Mitglieder eingezeichnet Haben, wie auch solche, welche unserem Verein noch beizutreten wünschen, um zahlreiche Betheiligung. 6675)Der provisorische Ausschuß. Neue italienische Haselnüsse eingetroffen. (6639 JPiT. Seibel. Sommersprossen-Seife bei Gustav Gerhardt, 4013)_______________Lindenplatz.__________ Süßer und raufcher Aepfelwein bei Xj. Herbert, 6257)__________Mäusöurg._______ 6413) Eine größere Stetnfammlung mit schönen Versteinerungen billig zu Der; kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Prima Gummischuhe billigst (6692 L. Frohnhäuser. Mermietßungen. 6682) Zwei möblirte Zimmer (eines mit Cabinet) zu vermiethen. ______________________Schützenhof. 6689) Ein kleines FamilienlogiS ist an eine ruhige Familie zu vermiethen und den 1. November beziehbar. ____________Marktstraße 97r. 29. Im älteren Hause des Kocb'schen Gartens am Selterstbor, E. 96, sind zwei Zimmer, getrennt oder zusammen, sogleich beziehbar, zu vermte- then.______________________________(6650 6685) Em Zimmer zu vermiethen, auf Wunsch mit Kost. Neustadt D. 94. 6696) Mehrere fein möblirte Zimmer zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. ds. Bltts._______ 6001) Neue freundliche Wohnung, nahe des Marktes, 6 event- 4 Piecen mit Zubehör, preiswürdig abzugeben. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5160) Zwei möblirte Zimmer und ein desgleichen mit Cabinet zu vermiethen. _____________Bismarckstraße B. 170,12. 6600) Zwei Zimmer mit Küche rc., in den Mansarden, werden vermiethet _________________________Alicenstraße 98. 6589) Das von Herrn Rechtsanwalt Steinberger bewohnte Logis ist vom 15. October d. I. an anderweit zu vermiethen.____________________A. Petri. 6583) N uhergerichtete Familienlogis zu vermiethen bei______Herm. (Euler. 6226) Ein möblirtes Zimmer, zu ver- miethen. S. Katzenstein, Seltersberg. 5603) Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen bei Kennel am Riegelpfad. 6641) Mehrere Zimmer mit oder ohne Möbel sofort zu vermiethen. ____________________H. Kühn. 6636) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. __Jüngst, Wilhelmstraße 18. 6621) Zwei möblirte Parterre-Zimmer zu vermiethen. ________Ang. Nauheimer Wwe. 6622) Der 1. und 2. Stock unseres neuen Hauses an der Gartenstraße mit Gas- und Wasserleitung, Gartenantheil rc. zu vermiethen. Nähere Auskunft ertheilt Herr Architect Stein. __Hch. u. Iac. Keßler. 6561) Der untere Stock meines Hauses in den Schießgärten, 3 Zimmer mit Zubehör, ist, Ende Oktober beziehbar, zu vermiethen. Konrad Leib. 6557) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen bei Knoll.__________________ Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei E. Eichenberg Wwe., 6523)__________Reichensand C. 224. 6183) Freundlich möblirtes Zimmer in der Nähe des Justizgebäudes. Näheres in der Exped. d. Bltts.______________________ 6143) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen in Lit. E. 16?, Ecke des Seltersbergs und Wilhelmstraße. 4152) Der erste Stock des August Ackermann'schen Hauses, Frankfurter Straße Lit. E. 41, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speicherkammern, Keller, Holzstall rc», ist per 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. 4364) Wohnung von 5 Zimmer ist zu vermiethen.________Wallthorstraße 145. 5880) Ein kleines Familienloais von 2 Zimmern, Cabinet nebst Zubehör, ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Näheres bei________I Blitz. 5582) Eine hübsche Mansardenwohnung zu vermiethen._______ W. Seuling. 5178) Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen._________Neue Bäue B. 79. 6598) Eine freundliche Mansardenwoh- nung zu vermiethen. Frankfurterstr. 30Viq. 6616) Möblirtes Zimmer mit Cabinet in nächster Nähe der Aula zu vermiethen. Buchbinder I. P. Sann, __________________Bismarckstraße.______ Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen^ Bahnhofstraße 92. 6651) Der mittlere Stock meines Hauses in der Bahnhofstraße, zum 1. Januar 1881 beziehbar, zu vermiethen. __ ____Wilhelm Neider. Ein Laden zu vermiethen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl.____________________(6638 6256) Eine Scheuer nebst Stallungen für 4 Pferde zu vermiethen von Aug. Nauheimer Wwe. Vermischte Anzeigen. 6681) E. gebild. Mädch., welch. Elavier- unterricht ertheil. kann, sucht in einer kl. Familie eine pass. Stelle zur Stütze der Hausfrau. Gute Behandl. w. hoh. Salair vorgezogen. Gefäll. Off. A. B. C. post- lagernd Marburg.________________ Fackheu kaufen (6684 Kauffmann Ls Co., Lampenfabrik. 6677) Einen Schuhmachergesellen auf starke Arbeit, sowie einen Lehrling sucht Philipp Kinkel, Darmstädter Haus. Stricklumpen kauft zu höchsten Preisen 6453)Aug. Haubach. «gmeras-Ägmt für eine erste, alte und überall renommirte Vieh-Vers -Ges. unter sehr annehmbaren Bedingungen gesucht. Vertreter anderer Branchen erhalten den Vorzug. Tüchttge und fleißige Persönlichkeiten hier ober auswärts wollen sich unter der Aufschrift: »Viehvcrsicherung" an Rudolf Mosse in Frankfurt a M. wenden.___________(6619 § Schüler erhalten Privatunterricht in den alten und modernen Sprachen gegen mäßiges Hdno- rar. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. ZUM Lindenhos. porziigl. Mittagstisch inu. außer Abonnement. 6657) Ich warne hiermit Jedermann, meiner Tochter K ät hch en, welche das väterliche Haus heimlich verlassen hat, auf meinen Namen etwas zu borgen, indem ich für Nichts haste. Gießen, den 10. October 1880. Karl Hardt. Herrengarderobe wird gut und billig gewaschen und gewendet bei (6530 H. Seibel, Marktstraße Nr. 29. WWMM o 15/10 8 U. Cans. I. Gr 67oi) Dal. II. u. III. Gr. Stadtverordneten-8 19 ahl. 6687) Als durchaus geeignete, selbstständige und ehrenhafte Männer werden vorgeschlagen: Richard Scheel. Ludwig Georgi. Julius Hoch. Rechtsanwalt Baist. Jean Haustein. ________Heinrich Bogt.____________ 6690) Als Candidaten für die nächste Stadtverordneten- Wahl schlagen wir vor: Ludwig Bersch, Rentier. Johs. Fischer, Kohlenhändler. Carl Münch, Rentier. Heinrich Plank, Rentier. Friedrich Müller, Ortsgerichtsmann. Heinrich Noll IV., Rentier. Mehrere Bürger. 6679) Ass Candidaten für die nächste Stadtverordneten-Wahl schlagen wir vor: I Haustein. M. Homberger. I. Hoch. Th. Baist. R. Scheel. Heinrich Bogt, Ortsgerichtsmann. Erganzungswahl her Stadtverordneten. Obschon viele Vorschläge gemacht worden sind, so wünschten wir doch, daß alle Wähler, welche mit den Ansichten, die in Nr. 237 dieses geschätzten Blattes Ausdruck gefunden haben, einverstanden find, folgenden Männern ihre Stimmen zuwenden: Z. Haustein, Fabrikant. Dr. Gutsteisch, Rechtsanwalt. Dr. Glasor, Kreisarzt. M. Homberger, Fabrikant. Anton Petri, Weißbinder. 6405) Wilh. Wallenfels, Fabrikant. Slodtrerorclieeteii» Wtihl Als besonders geeignet machen wir auf die Herren: W. flomöerger, Dr. H »Wisch, Richard Sdjeef, L.Heorgi, Fabrikant Julius Hoch, Heinrich Vogl, aufmerksam. v (6698 6693) Zur bevorstehenden Stadtverordneten Wahl empfehlen wir unseren Mitbürgern auf's Angelegentlichste nachstehende Herren: M Homberger, Fabrikant. Jul. Hoch, Bauunternehmer. Theophil Baist, Rechtsanwalt. Joseph Mann, Sattler. Wilh. Wallenfels, Fabrikant. Fr. Habenicht, Fabrikant. Eine Anzahl Bürger. Zu bevorstehender Stadtverordneten-Wahl schlagen wir unseren Mitbürgern, als sehr geeignet und größtentheils bewahrt, folgende Herren vor: J. Haustein, Fabrikant. Julius Hoch, Bauunternehmer. M. Homberger, Fabrikant. Teophil Baist, Rechtsanwatt. FritZ HOCh 'N Firma Koch 8t Kraatz. ! 6662) Heinr. Vogt, Ortsgerich^smann. | StnöfneroiönetcihlUaör. j 6694") Im Interesse der Bürgerschaft schlagen wir folgende i Männer, welche mit den städtischen Verhältnissen vertraut sind, i als Kandidaten vor: I. Haustein. M. Homberger. G. K. Simon, Oeconom. Fr. Koch, in Firma Koch 8$ Kraatz. Joseph Mann. Julius Hoch. ___________ ________Mehrere Bürger, Mitbürger Für die uns bevorstehende und hochwichtige Wahl der Stadtverordneten erlauben wir uns allen Denen, welche ein Interesse an der städtischen Verwaltung und Einrichtung haben nachfolgende in jeder Beziehung rechtlich und uneigennützige Candidaten vorzuschlagen: Hanstein, Phil. Uhl, Jnl. Hoch, Anton Petri, Meyer Hornberger, Andreas Enter. Wir glauben umsomehr obenstehende Herren unseren verehrten Mitbürgern zur Wahl empfehlen zu dürfen, da sich dieselben durch ihr langjähriges Interesse für die städtischen Einrichtungen rc. verdient gemacht haben und außerdem in dem städtischen Bau- und Schulwesen unübertroffen dastehen. «697)Mehrere Bürger. Stadtverordnete»- Wahl. 6668) Im Interesse der Bürgerschaft schlagen wir folgende Männer, welche mit den städtischen Verhältnissen vertraut sind, als Candidaten vor: I. Haustein, Fabrikant. Fr. Habenicht, Fabrikant. K. Krailing, Schlosser. K. Loos, Kaufmann. Adolf Weidig, Rentner. Wilhelm Wallenfels, Fabrikant. Mehrere Bürger. Stadtverordneten - \ ahl. Die reinste und lauterste Absicht bewegt mehrere Bürger im Interesse unserer Stadt die Wähler auf einige Persönlichkeiten aufmerksam zu machen. Wählet Männer als echt bürgerliche Vertreter, die gerne Zeit opfern zum Wohle des Bürgerstandes. Deshalb schlagen wir vor: I Hanstein, Heinrich Vogt, Ph Uhl, M. Homberger, Jul. Hoch, 6669) Anton Petri. | Danksagung. I 6683) Allen, welche unsere unvergeßliche Tochter, Schwester, ■ I Schwägerin und Tante Alinea Kauss ■ zur letzten Ruhestätte geleiteten und reiche Blumen spendeten, sagen ■ ■ hierdurch den herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brü.hl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen. Bet Diejenis Erledigung dersei m. Darm Dr. Schröder' batyn Men, die strecke Mschen $ den Rhein zu er zweiter Kammer an, daß unzweife daß in dntr Sät nügt, einen Steil ganzen Ausdehnui den beiden genann brachen. Eei ßün| binziehend, benutzt Bodenbeschafsenhei einem an den Ref e8 sei sehr wünsche durch ihre Technik Summen, welche würbe. Diese Lui gemeinen Auffullui geschlagen, den so gewonnenen Erde baumeistrr vvn M geiurvchen; die 9 diesem Landtage! bereit, bei Ausstel riehen. Der Fin Bedeutung des ir Mfallung notf/wt langten Summe e boten, bie Frage d Ki.cht nur eine Au möglicherweise bur wnb die Anlieseim Weiter wird im $ Mischen Nierstein 3 Wochen lang, mchen, nähere Er Heilungen an die -> .L Der dritte Freiherr Gedult t ^uchtsrath Mau ohdi sür definiti KMchtsrath Dr K^keordnet^r vberlandesgmch^ ,, Berlin ^graphisch tw Wenn 2 In ihr vor daß S* u * I L,"chuhÄ, '«A i-, d,s f Sch-Wj |u *nltt 4 borden ist. m) S" i'-'k Ä > St 6® fe* ft Wji. c.» bei MM i-n jf, friiH. r‘ «irtit.i