Freitag den 13. August isao Nr. IST | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. BKCSS 1) X 14400,— . 33892,18 Summe der Ausgabe . 33892,18 Gießen, wie oben. Nedaettonsbureaur ExpedttionSbureaur 2) 3) 4) 5) . AllM: 4 elwein, wler Tageszeit, ement. 6472,- 20.- 6000,— 1141,71 20,- 50,— 1230,13 4558.34 X 9348,- 9300,— 80,— 400,— 7000,— 300,— 150,— 800,— 1230,13 5,- 220,71 5058,34 ”heutigem die ■at und Bittet, das betragen zu woUen iartenVirihslhast. Rubrik 1. Gemarkungen.......... Gebühren.............. Strafen Kapitalzinsen Ersetzte Kreisunterstützungen . ...... Prozeßkosten....... • • • • • Zurückzuempfangende Beihülfe von Reservisten . . Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren . . . . Summe der Einnahme Forstand. N iartc Itoirkt, ’a* ®°«cert im Einnahme. Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen 1) nachdem f.d. Gemeinde-Umlagen gült. Gesammt-Steuerkapttal a) auf sämmtliche Gemeinden und Gemarkungen . . : bi „ „ „ mit Aus- nähme von Gießen und Grünberg und der besonderen 3. 4. 6. 7. 8. 9. 10. ' 40 •i*«. wurde angenommen. ____________ Voranschlag über Einnahme und Ausgabe der Kreiskasse des Kreises Gießen für 1880. NCERT *tens. Nubrik 22. 23. 24. 25. 26. 29. 30. 31. 32. 33. 39. 40. usstcllm- 30. her 1880. *'SSS * SÄ Rheinischen uvd ' -u l Pferdebahn rfifAtn «•»* Deutschland. Tldrtnftflbt IO. Auaust. lieber die Verfügungen des Krtegsoüntsters, betr. die Einberufung der Ersatzreservisten erster Klasse vernimmt die»Darmst. sita." daü während der nächsten Uebung zu jedem Infanterie- und Jäger Bataillon je 80, und zu jedem Fußartillerte-Bataillon je 60 Ersatzreservtsten Abschluß Gesammtsumme der Einnahme - „ „ Ausgabe . $orii'8«n ihrer f unß- ,M $■'* 1L W*’ ft Die beginnende Str ike lüft. Die Berliner Tischler insceniren soeben den ersten großen Strikc, den seit Jahren die Reichshauptstadt, vielleicht sogar das ganze deutsche Reich auf- mwetsen hat. Sie verlangen eine Lohnerhöhung von 10 pCt-, und da die- selbe nicht allgemein bewilligt wird, stellen sie die Arbeit ein. Locale Arbeitseinstellungen, unter Innehaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist, gestutzt auf die eigenen Mittel der Strikenden, haben wenig Gefährliches; man kann zugeken, daß sie unter Umständen ein natürliches Lohnicgulirungsmittel sind. Der Arbeiter zieht eben sein Arbeitsangebot so lange zuruck, bis die Nachfrage, unterstützt durch ein besieres Lohngebot, an ihn herantrttt. Größere Wichtigkeit würde der Berliner Strtke aber erlangen, wenn er im Allgemeinen für das ganze deutsche Ttschlergewerbe das Signal zur Lohnerhöhung geben würde oder wenn, wie das leider die Erfahrung lehrt, dem Vorgehen der Arbeiter einer Branche auch anderer Berufe Genosien folgen. Seit nahezu sieben Jahren war in allen Industrie- und Erwerbszweigen da« Angebo der Arbeitskraft stärker als die Nachfrage, und man hat dahe von Strikes so gut wie nichts gehört. Der erste größere Sttike k nute sonach von Optimisten al« ein Zeichen der Besserung der Erwerbsverhältnisse gelten und - wäre dies wirklich der Fall — so wurde man, so wenig man für Strikes überhaupt Sympathien hat, eine gewisse Theilnahme für das erste Anzeichen erhöhter Jndustriethättgkeit fühlen. Kann der Arbeitgeber höheren Lohn zahlen und hindert ihn blos ein vorübergehendes Verkennen feines eigenen Vortheils, die Ansprüche seiner Arbeiter ju beftiedgen; sind - mtt anderen Worten - die Forderungen derselben gerecht so wird die öff-nt- liche Meinung gleichfalls auf der Sette der Arbeitnehmer sein. Es ist indessen Kreistagssitzung vom 30. Juni 1880. In der siebenten Sitzung des Kreistages des Kreises Gießen, in welcher außer dem Vorsitzenden, Provinztal-Director Dr. Boekmann, die Kreistags. Mitglieder Bürgermeister Zimmer, Bürgermeister Lang, Beigeordneter Heß, Beigeordneter Keller, Bürgermeister Bopp, Bürgermeister Menget, Bürgermeister Ranft, Fabrikant Hornberger, Freiherr Adalbert von Nordeck zur Rabenau, Bürgermeister Faulsttch, Bürgermeister Bramm Fabrikant Noll, Fabrikant Gatl, Rechner Leidtch, Bürgermeister Nicolaus, Rechtsanwalt Dr. Muhl und das Kreisausschußmttglied Rechtsanwalt Dr. Gutfletsch anwesend waren, wurden folgende Beschlüsse gefaßt. "" Als Mitglieder der Einschätzungs-Commission für die Einkommensteuerpflichtigen der I. Abteilung wurden gewählt: I. Für den Steuer>Commissariatsbeztrk Gießen a)als Mitglieder: Freiherr Adalbert v. Nordeck zu Friedelhausen, Ludwig Kröck zu Heuchelheim und Bürgermeister Lang zu Wteseck; b) als Ersatzmitglieder: Meier Katz zu Steinbach und gewesener Bürgermeister Geißler zu Lollar. II. Für den Steuer-Comtflartatsbezirk Hungen a) als Mitglieder: Kaufmann Köhler zu Lich, Bürgermeister Gör lach zu Eberstadt, Bürgermeister Zimmer zu Villtngen und Burger- meister Bender zu Hungen; b) als Ersatzmttglteder: Kaufmann Sartorius zu Lich und Apotheker Eber wein zu Hungen. III. Für den Steuer-Commiffartatsbezirk Grünberg a) als Mitglieder: Kaufmann Peppler zu Grünberg, Johannes Oehl zu Grünberg und H. W. Moll zu Mendorf a. b. tumb«.; b) als Ersatzmttgliedcr: Bürgermeister Pracht zu Grünberg unb Kaufmann Groos zu Grünberg. Die Prüfung der Kreiskasserechnung und Der Verwaltungsbericht für 1879 gaben zu keinen Beanstandungen Anlaß. Der Voranschlag der Kreiskafle für 1881 wurde nach den Anträgen des Kreisausschuffes festgestellt. . Die bei Revision der Kreiskasserechnung für 1878 von der Revisionsbehörde erhobene Bemerkung wurde durch nachträgliche Credit-Erwetterung erledigt. 6) Zum Mitglied- der Kreisersatz-Commission wurde Großh. Bürgermeister Faul stich von Weitershatn gewählt. o ... 7) Das vorgelegte Statut, betr. die Verlegung des Rechnungsjahres für den Kreishaushalt sowie des regelmäßigen Zusammentrittes des Kreistages hier nicht unsere Absicht, den Berliner Tischlerstrike auf seine Ursachen oder seine Berechtigung zu untersuchen; vielmehr liegt unS daran, abermals vor dem zweischneidigen Schwerte der Selbsthülfe der Arbeiter, vor den Strikes, welche oft zu einer Epidemie werden, zu warnen. Die Erfahrung lehrt, daß die zur Erzwingung höherer Löhne von den Arbeitern unternommenen Arbeitseinstellungen in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt sind; aber stets schädigen sie die Industrien der davon heim- gesuchten Bezirke, sie kürzen das Vermögen der Arbeitgeber unb fuhren den wtrthschaftltchen Verfall der Arbeitnehmer herbei, oft sogar den Ruin der einzelnen Etablissements. Leider ist es oft nicht wahr, daß der Arbeitgeber „kann", wenn er nur „will"; häufig möchte er mehr zahlen, kann aber nicht, ohne selbst Verluste zu erleiden, die ihn allmälig rutntren wurden, so ist denn stets ein magerer Vergleich besser, als der Strike-Proceß, bet bem «8 darauf ankommt, „wer's am längsten aushält , während der Beruf, die In- dustrte darunter leidet, denn auch hier heißt es: ein Tritt tausend Fäden regt, Die Schisfletn herüber-, hinüberschteßen, Die Fäden ungesehen fließen, Ein Schlag tausend Verbindungen schlagt. des Cafe Klein Jij ich nad) wie 6ot scheu Lchreiner :i.'oö liirmi. uen 85. Ausgabe. Besoldungen Diäten unb Gebühren Botenlohn und Verkündigungskosten . ... . Für Bureaubedürfnifle und Geräthschaften . . Kreisunterstützungen......... Für den Lesezirkel der Lehrer-Conferenzen . . Formularien und Buchbinderkosten . . . . Zuschuß in andere Kassen....... Beihülfen an Angehörige der Reserve . . . Beitrag zur Mobilienversicherung . . . . Reservesond für unvorhergesehene Fälle . . . Betriebskapital .......... Der Vorsitzende des Kreistages des Kreises Gießen. Dr. Boekmann. !. X 33892,18 . . . . 33892,18 Vergleicht sich: — — Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlc!,«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. erster Klaffe einberufen werden sollen. UtBer die Klaffe der Einberufung wird . jedes General-Commando sich zuvor mit den obersten Civtlbehörden der betr. ' Provinz in's Einvernehmen setzen, und dem Ergebniß dieser Berathungen — namentlich in Bezug auf den Zeitpunkt der Einberufung — entsprechend wird die Einberufung erfolgen, jedoch so zeitig, daß die davon Betroffenen die erforderlichen Vorbereitungen treffen können, welche etwa ihre zehnwöchige ; Dienstzeit erforderlich machen sollten. — Wie dasselbe Blatt hört, soll schon in diesem Jahre in der Beurlaubung von Mannschaften des stehenden Heeres zur Disposition der Truppenthetle ein Verfahren eingeschlagen werden, welches mit Rücksicht auf die Militär-Novelle von dem bisherigen Modus abweicht; dies soll deshalb geschehen, weil in Folge der Novelle neue Regimenter gebildet werden, und jene Dispositions-Beurlaubung thatsächlich eine zweijährige Dienstzeit als Bedingung macht. — Bezüglich der Erhebung der Zustellungsgebühren Seitens der Gerichtsdiener hat Großh. Ministerium des Innern und der Justiz neuerdings folgende Verfügung erlaffen: 1) Den Gerichtsdienern ist die Erhebung ihrer Zustellungsgebühren durch Postnachnahme nur dann gestattet, wenn dieselbe in anderer, minder kostspieliger Weise nicht ausführbar ist. Dieselbe ist ihnen daher bet Zustellungen in amtsgertchtlichen Sachen stets dann untersagt, wenn der Schuldner der Gebühren in dem Bezirke des Amtsgerichts wohnt und der Gertchtsdiener im Stande ist, die Gebühr persönlich zu erheben. 2) Wenn die Erhebung der Zustellungsgebühr durch den Gertchtsdiener persönlich unausführbar ist, dann ist in solchen Fällen, tn welchen eine Zahlung von Kosten an den Gertchtsschreiber (z. B. auf Grund einer durch den Gerichtsdtener zugestellten Kostenrechnung) zu geschehen hat, in geeigneter Weise, : jedoch ohne Aufnahme der Gebühr tn die Kostenrechnung, darauf Bedacht zu nehmen, daß dte Zustellungsgebühr mit den zu zahlenden Gerichtskosten an den Gertchtsschreiber und durch diesen an den Gerichtsdtener gelangt. 3) Ist die Erhebung der Gebühr durch Postnachnahme durchaus nicht zu vermeiden, dann darf der Gerichtsdtener tn keinem Falle mehr als eine Gebühr erheben. Insbesondere Ist es untersagt, daß der Gertchtsdiener außer der Gebühr das Bestellgeld für dte Ueberbrtngung des durch Nachnahme erhobenen Betrags erhebt. Der Gerichtsdtener hat vielmehr die Beträge der für ihn bestimmten Nachnahme-Postanweisungen stets selbst auf der Post abzuholen und zu dem Ende den erforderlichen Antrag bet der Postbehörde zu stellen, soweit dies nicht schon geschehen ist. Berlin, 10. August. Die zum 1. April 1881 neu zu formtrenben Truppenteile sind nunmehr durch Allerhöchste Cabinetsordre vom 6. Juli d. I. bezeichnet und ihre Dislocation in die verschiedenen Garnisonen anaeordnet worden. Die neuen Truppen- theile erhalten vorläufig nur die Nummer, während ihnen die näheren Bezeichnungen ; der mit den gleichen Nummern versehenen Landwehr-Regimenter vorläufig noch nicht i bergelegt worden sind. Es folgen zur Vervollständigung in dieser Hinsicht die Namen der entsprechenden Landwehr-Regimenter in Paranthese. Es erhalten als Garnisonen angewiesen: Das Jnf.-Regt. Nr. 97 (Lothringisches Res.-Landw.-Bat. sMetzj Nr. 97.j Stab, 1-und Füs.-Bat. Hanau, 2. Bat. Kassel; Jnf.-Regt. Nr. 98. (Unterelsäfsisches . Res.-Landw -Bat. sStraßburgj Nr. 98.) Brandenburg a. d. Havel: Jnf.-Reat. Nr. 99. i (Oberelsässisches Res.-Landw.-Bat- Mühlhausen im El'aßj Nr. 99.) Stab, 1. und Füs.- { Bat. Posen, 2. Bat. Schrimm; Jnf.-Regt. Nr. 128. (Lothringisches Landw.-Reat- Nr. 128.) Königsberg in Preußen; Jnf.-Regt- Nr. 129, (Elsaß-Lothringisches Landw.- Regt. Nr. 129.) Bromberg; Jnf.-Regt. Nr. 130. (Unterelsässisches Landw.-Regt. Nr. 130.) Trier; Jnf.-Regt- Nr. 131.-,iOberelsässischesLandw.-Regt. Nr. 131. Stab und 1. Bat- Paderborn, 2. Bat. Lippstadt, Füs.-Bat. Höxter; Jnf.-Regt. 132. (für diese i Nummer gibt es noch kein entsprechendes Landwehr-Regiment, es wird die höchste Regiments-Nummer in der deutschen Infanterie) Glatz. Das bisher nur aus zwei ' Bataillonen Mammengesetzte 2. Grotzherzoglich Hessische Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 erhalt ein FüsilierOataillon und wird diesem die Garnison Gießen angewiesen. Das Feld-Artillerie-Regiment Nr. 31 kommt mit dem Stab und der 1. Abtheilung nach Metz, die 2. Abtheilung nach Hagenau. Von den weiterhin zu formirenden 24 Feldbatterien tritt je eine der 1. und 2. Abtheilung des 1. Garde-Feld-Aitillerie-Regiments und der Feld-Artillerie-Regimenter Nr. 1-11 hinzu und werden diese Batterien in den Garnisonorten ihrer betreffenden Abtheilungen untergebracht. Die 15. Feld-Artillerie- Brigade erhält Straßburg als Stabsquartier; es ift dies die einzige Brigade, welche formirt wird und an deren Spitze ein Generalmajor, bezw Oberst mit dem Range als Brigade-Commandeur steht; sonstige Generalsstellen werden durch die Neuformätion nicht geschaffen. Das neu zu errichtende Fuß Art.-Regt. Nr. 11 erhält Thorn als Garnison, das neue Pionier-Bataillon Nr. 16 Metz. Gleichzeitig nut diesen Neuformationen und deren Unterbringung treten nachfolgende Dislocations-Aenderungen ein: Der Stab und das Füsilier-Bataillon des 2. Ostpreußlschen Gren.-Regts. Nr. 3 werden von Königsberg i. Pr. nach Gumbinnen, das 1. Bataillon desselben Regiments von Bartenftein nach Insterburg verlegt. Das 2. Bataillon des 6. Ostpreußischen Jnf.-Regts. Nr. 43 geht von Königsberg i. Pr. nach Bartenstein, der Stab und das 1. Bataillon Westfälischen Füs.-Regts. Nr. 37 von Posen nach Krotoschin, das 2. Bataillon desselben Regiments von Schrimm nach Ostrow, das 3. Bataillon desselben Regiments von Posen nach Pieschen, das 2. Bat. 3. Niederschlesischen Jnf.-Regts. Nr. 50 von Ostrowo nach Nawitsch, das 2 Bat. Niederschlesischen Fnß-Art -Regts Nr. 5 von Thorn bezw. Graudenz nach Posen, der Stab, das 1. und 3. Füsilier-Bat' des 1. Posenschen Jnf.-Regts. Nr. 18 von Glatz nach Gleiwitz, das 2. Bat desselben Regiments vcn Glatz nach Beuthen, die 5: Escadron Schlesischen Ulanen-Regts. Nr. 2 von Gleiwitz nach Ratibor, die 5. Escadron 1. Westfälischen Husaren-Regts. Nr. 8 von Lippstadt nach Paderborn, das 2. Bat. 7. Rheinischen Jnf.-Regts Nr. 69 von Dieden- hofen nach Trier, der Stab, das 1. und Füs.-Bat- 8. Rheinischen Jnf.-Regts Nr 70 von Trier nach Diedenhofen, das badische Pion.-Bat. Nr. 14 von Straßburg i.E nach Rastatt (vorläufig), die 2. Abtheilung Feld-Art.-Regts. Nr. 15 von Metz nach Straßburg und das Pion.-Bat. Nr. 15 ebenfalls von Metz nach Straßburg. Berlin, 10. August. Die „Nordd. Allq. Ztq.", einen Artikel des Blattes „Export" über die Freihafenstellung der Hansestädte besprechend, sagt • Deutschland habe nicht ein Interesse daran, daß Hamburg und Bremen Welt- Märkte seien, sondern daran, daß es durch Hamburg und Bremen einen Weltmarkt besitze. Nur diesem Ziele, im Falle daflelbe unter der freiwilligen Mitarbeit der Hansestädte zu erreichen sei, könne das Reich allenfalls auch Opfer bringen, d. h., das Reich könnte für den Fall des Verzichtes von Hamburg und Bremen auf die Freihafenstellung sich an den Kosten der Erbauung zollfreier Entrepots betheiligen. Dte Beibehaltung der Freihafenstellung und dennoch Reichsbauten sei aber eine Forderung, die am Besten die Einseitigkeit der in dem fraglichen Artikel erhobenen Ansprüche kennzeichne. Der „Export" selbst habe übrigens den veröffentlichten Aufsatz in einem späteren Artikel widerlegt. Stuttgart, 10. August. Seit dem 1. d. M. ist in unserer schwäbischen Residenz die schon längst avtstrte, viel besprochene und 8 Lage lang vor Eröffnung kontinutrltch in allen hiesigen reichstreuen Blättern 4spaltig angekündtgte „Verkaufsstelle der kaiserlichen Tabaks-Manufaclur in Straßburg" in's Leben getreten. Der „Verschleißer" der Niederlage ist eigenthümlicherweise (oder hat sich Niemand sonst dazu hergegeben?) ein Oesterreicher und Besitzer der schon lange am hiesigen Platze sich befindenden österreichischen Tabak-Trafik; es ist also in der Person befleißen nun Halb' und Ganz-Monopol zugleich und würdig vertreten. Bei der ausgiebigen Reklame, die schon seit Monaten in dieser vorarbettete, konnte es nicht fehlen, daß Viele dte Eröffnung des Ge- faum "Darten konnten, und so strömte tn den ersten Tagen so ziemlich Alles, was rauchte, dorthin. Das Personal tn dem betr. Laden mußte üep Äußert werden, unsere hiesigen „gewöhnlichen" Tabak- und Cigarrenhändler befürchteten schon, schließen zu müssen, doch es kam anders. Der Zulauf hat schon jetzt, wie man genau beobachten kann, bedeutend nachgelassen. Es sind cm bte£ Straßburger Fabrikate — und es sagen dies selbst Solche, dte der Manufaktur mit Wohlwollen entgegenkommen — im Allgemeinen nicht nach unserem Geschmack, und Viele finden, daß die kaiserliche Manufaetur zu starken Tabak bietet. Die Straßburger Manufactur wird zwar, so lange sie hier bestehen wird, immer eine fühlbare Concurrenz für die betr. hiesige Geschäfts- Je^*> aöetn f° gefährlich scheint sie nicht zu werden, wie allgemein geglaubt und befurchtet wurde. Bezüglich des Tabakmonopols ist hier so ziemlich Alles stille. Außer dem „Beobachter", der mit dankenswerther Energie dagegen zu Felde zieht, nimmt leider kaum eine der anderen hiesigen Zeitungen irgendwie Notiz von dieser wichtigen Sache; da wird eben einfach Alles todtgeschwtegen. Man wurde jedoch irren, wollte man daraus den Schluß ziehen, dte Württemberger seien dem Monopol so günstig gestimmt, wie s. Z. dte Berliner „Post" behauptet hat. 1 . 10. August. Ein Hauptgrund der Ueberschwempiungen, unter denen fett J chrzehnten Mitteleuropa leidet, wird seit längerer Zeit bekanntlich von Sachverständigen tn der übermäßigen Abholzung unserer Gebirge und überhaupt in der Devastirung d-r großen Forsten gefunden. Auch die Heber- schwemmungen der Loire und Rhone gaben zu dieser Ansicht schon vor Jahr- *en Anregung. Angesichts der neueren über daS preußische Oberschlesten, Mähren und Böhmen durch die Ueberschwemmungen herbetgeführten Unglücks- fälle wird darauf htngewtesen, daß dte preußische Staatsforstoerwaltung dem Holzanbau ihre besondere Aufmerksamkeit bereits zugewendet habe. Besonders suche sie auf den Holzanbau in den Waldungen der Privaten und Gemeinden 2C. dadurch fördernd und anregend einzuwirken, daß sie gutes Pflanz- material zum Selbstkostenpreise denjenigen Waldbesitzern auf Erfordern abgebe, welche die Gelegenheit und Mittel nicht besitzen, sich die erforderliche Pflanzen selbst zu ziehen und wird noch wettere Benützung dieser Bezugs- quelle gewünscht. Berlin, 9. August. Soeben ist die Verordnung über dte Ergänzung der Offictere des FrtedesstandeS, welche unter dem 11. März er. die Sanction des Kaisers erhalten hat, im Druck erschienen (Deckens Verlag). Sie enthält in § 16 die Bestimmung: „Der Cursus der Oberprima (des CadettenhauseS) schließt mit der Abiturientenprüfung nach dem Lehrplan der Realschule erster Ordnung." Es ist damit von allerhöchster Stelle eine erfreuliche Anerkennung der Brauchbarkeit des Lehrplans der Realschulen erster Ordnung für höhere Berufszweige ausgesprochen, um so erfreulicher gerade jetzt, wo von so mancher, zum Theil ganz unberufener Seite tn demonstrativer Weise Zwetfel gegen die- selbe geltend gemacht worden sind. Aus Baden, 10. August. Der Vollzug des Tabakssteuer-Gesetzes veranlaßt immer neue Klagen. In einzelnen Orten hatten Grundbesitzer, weil ihre Weinberge Heuer so gut wie Nichts ertragen, während doch Steuern und Umlagen dafür bezahlt werden müssen, tn die Weinberge Tabak gepflmzt. Nun bestimmt das Tabakssteuergesetz, auf einem Grundstück, welches mit Tabak bepflanzt sei, dürfe nur Tabak gebaut werden. Diese Vorschrift will aber doch jedenfalls in einem vernünftigen Sinne verstanden sein, d. h. dahin, daß, wenn auf einem Tabaksfeld auch Obstbäume stehen, nicht die Obstbäume weichen müssen, wenn Tabak angebaut wird, oder umgekehrt. Nun ist tn der letzten Zeit vorgekommen, daß amtlich bekannt gemacht wurde, der tn den Weinbergen aepflanzte Tabak müsse unverzüglich entfernt werden. Wozu diese Anordnung? Der in Wembergen gepflanzte Tabak ist doch naturgemäß äußerst leicht zu übersehen und zu controliren, weil jedes Rebgelände in geraden Reihen ange- legt ist. Ich frage: „Ist dte eben mttgethejlte amtliche Anordnung gerechtfertigt; war sie nothwendig?" Man muß alle bet der Ausführung des Tabakssteuer-Gesetzes gemachten Erfahrungen sammeln, um sie bet einer Aende- rung des Gesetzes zu berücksichtigen, event. auf Grund ihrer die Aenderung oder Interpretation des Gesetzes herbetzuführen. Hesterreich. Wien, 10. August. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Da dte Meldung der „Neuen freien Preffe" aus Aussee, daß dte Grazer Statthalteret jeden officiellen Empfang deS deutschen Kaisers verboten habe, in der vorliegenden tendenziösen Form zu Mißdeutungen Anlaß geben könnte, sind wir zu der Erklärung ermächtigt, daß jene Verfügung mit Rücksicht auf den wiederholt ausgesprochenen Wunsch des deutschen Kaisers, sein Jncognito auf seinen Reisen zum Kurgebrauche tn Oesterreich vollständig gewahrt zu sehen, getroffen wurde. Im Uebrtgeu dürfte der außerordentlich herzliche Empfang, der dem deutschen Kaiser unter Mitwirkung aller Kreise bereitet wurde, der obenerwähnten tendenziösen Nachricht ohnedies die Spitze abbrechen. 8e!rgraphischr Depeschen- W«g«er'S telege. • öntcmu Posen, H. August. Laut Bekanntmachung des Polizeipräsidenten Staudy ist die Prosna auf sehr weite Strecken hin über ihre Ufer getreten; in Folge dessen sind die anstoßenden Felder sämmtlich überschwemmt und alles Getreide von den Fluthen fortgeführt. Es werden auch sehr große Ueberschwemmungen durch d!e Warthe befürchtet. Berlin, 11. August. Der 11. Anthropologen-Congreß wurde heute Nachmittag mit einer längeren Rede Virchow's geschloffen, worin derselbe namentlich der Unterstützung und Förderung des Unternehmens durch die Regierung dankend gedachte. Dte nächste Generalversammlung findet in Regensburg statt. — Der „Reichs'Anz." bezeichnet dte Mitthetlungen gewisser Organe der Tagespreffe, daß der Minister der öffentlichen Arbeiten wegen Erwerbung von weiteren Eisenbahnen für den Staat in Verhandlung getreten sei, wobei mit größter Bestimmtheit solche Unternehmen, darunter das Bergtsch-Märktsche und Anhalter, genannt würden, als jeglicher thatsächltcher Unterlage entbehrend. — Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Zeitungsmeldung, daß dte Antwort auf die letzte Erwiderung der Pforte in der griechischen Frage in Berlin redigirt werde und mit deren Entwerfung die Secretäre der Conferenz, Busch und Mouy, beauftragt seien, für gänzlich unbegründet. 51 ® n«t ‘L flut &,e' -L chdi-M 'd-M bet w ffi »Ift M Mr ®- *f«r*t* koadov, 11- nM-dM H- iR A-rochel mi W jat beute eine nonfli Stewart wil Vbrr-FlörShe Msn Hamstern be 600 Schn eingebracht. Uba Wen Vmnehi jch Mverth von un tnnsiji W diese Land Sulin, 8. Aug zwii Un gefordert, bi fen ta ch noch Den ym Mi Linder im za Mini tnmgerufen h< Iieiv-Vork, 7. Wzeit. Krnst Dohm Mobl Nun DaS hrifi, tor M t\nt% Hüt WaS vor ihm Die Kirche Die Kirche - Doch mürbe In so unalcr Glücklicher 5 Wie würd' i Könnt' man In Rheinwei Einö Nag' ich Lon diesem g Noch mehr: j An ganz Sm AlS Skeptiker Von Dr. Ta, Essen. Auf der Mn, ganz besonders in W Won an Ort unb Sä'* Jj. »i«i'£ Ä“'8S; SÄ, M Mh Len 1 ’°“ i» kttteüh» »te’ bitt,, tv? «'■ M Ui 5*4 wft** fil®w ""»n g'zlM 0 Alles *ba*! * !*b»t« f^'9(W®legen »ftliner ,P^. □mun9‘n, unter ö'U belnnnM « * tbitä' und .N die Ueter. doi J,hr, b< OberWru, *<«« UnglucK. '»tmaltanj bem Jbt Besinders tn unb Ozmein» « 8«te8 W-nz. Scforbtrn ab- btt trforbtrH^.’n I bitftr Bejugsr r dir Srgin^ng et bit Smctioo Sie enthält > TibettenhiuseS) MW« erster licht Änerkennunz »lttwg für höhere o von so mancher, Geisel gegen bie» unb&tftyr, mtü >ch Steuern un'b libal Mrnzt. mit TM :tft will aber bvih . b. bahiu, baß, ^SLLume weichen i ist in ber letzten a bto Weinbergen diese Anorbnuag? äußerst leicht zu den Reihen mgr- lorvoung gerecht- Lu-sührung ber her emer * t die Aenbervng 8t; Da die Mel' Ltatthaltttei 2 m der vorlie- M, stob wir zu . den wiebel' auf seinen Itba aussen Ä -« :.-K. ber oben’ «oli^iprästdenteu *»’ -72 ,, „I w> * s«* J «* *" •Am* *255 ^^ehrevv- ■* daß die^" rM'6 Krfs ariden, 11. August. Der Dampfer „Djeddah" ist auf dem Wege von Sinaapore nach Djeddah mit 953 Pilgern an Bord bei Cap Guardasui ge- scheitert. Von allen an Bord des Dampfers befindlichen Personen wurden nur der CapitLn, seine Frau, 3 Officiere und 16 Eingeborene gerettet. Die Geretteten sind hier angekommen. Petersburg, 11. August. Die „Agence rufle" schreibt, die orienta- lischen Angelegenheiten blieben fortdauernd auf dem Wege, welcher eine Lösung in der den Wünschen der Mächte entsprechenden Weise günstig sei. Die allarmirende Sprache gewisier Organe sei nur eine Folge von Beunruhigungen, welche durch die Regelung der schwebenden Fragen bald beseitigt werden dürften- Cherbourg, 11. August. Die Festlichkeiten endigten gestern mit Linem Banket der Munictpalttät. Nach dem Banket fand eine Gefechtsübung des Vertheidigungs - Geschwaders gegen Torpedoschiffe statt. Heute früh ist Hrevy abgereist. Paris, 11. August. Die Präsidenten Grevy, Say, Gambetta und die Minister sind wieder tn Parts etngetroffen. Auf der Rückreise beim Anhalten des Zuge- sprach der Pfarrer von Carenton dem Präsidenten Grevy 'da- Gefühl der Achtung für die Regierung der Republik und die Bitte um Schutz der Religion aus. Grevy erwiderte: Die Religion hat nichts zu fürchten, da sie durch das Gesetz und die Negierung geschützt ist; die Religion ist überall eine Kraft, vornehmlich in Frankreich. Auf eine Ansprache deS Pfarrers von Listeux. welcher Vertrauen und Ergebenheit für die Regierung erklärte, erwiderte Grevy: Er wünsche ihm Glück zu diesen Gesinnungen; würde sein Beispiel befolgt, so würden Beziehungen zwischen Regierung und Geistlichkeit verträglicher werden. Aden, 11- August. Der Dampfer „Djeddad" mit Pilgern an Bord ist nicht, wie der Capttän, der das Schiff verlaffen, behauptet hatte, untergegangen, sondern ist, durch den Dampfer „Anteonos" in's Schlepptau genommen, hier etngetroffen; an Bord Alles wohl. London, 11. August, AbendS. Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Stmla vom 11. ds : Die britische Besatzung von Kandahar^bestand mehrere Scharmützel mit den Umwohnern der Stadt siegreich. Emir Abdurrah- man hat heute eine Unterredung mit General Stewart in Sherpur bei Kabul, wonach Stewart mit seiner Armee nach Gundamne aufbrechen wird. Vermischte-. Ober-FlörSheim, 7. August. ES wurde diese Woche mit dem Einfangen von Mausen und Hamstern begonnen. Bei der heutigen Ablieferung wurden 19,000 Mäuse und 600 Hamster eingebracht. Für eine MauS wird 1 und für einen Hamster 5 $ bezahlt. Bei der schnellen Vermehrung dieser Thiere und dem großen Schaden, den sie anrichten, ist es §ehr lobenswerth von unserem Gemeindevorstand, daß hier keine Kosten gescheut werden und energisch gegen diese Landplage vorgegangen wird. , Berlin, 8. August. Die Explosion tn der „akademischen Bierhalle" hat nun bereits zwei Opfer gefordert, die morgen beerdigt werden sollen. Die Untersuchung ist eingelettet. Don den zehn noch Verwundeten sind die meisten in Lebensgefahr; sie haben fast sammtltch Frauen und Kinder im zartesten Lebensalter, so daß das Unglück Noth in vielen unbemittelten Familien hervorgerufen hat. , New-York, 7. August. Dr. Tanner beendete heute Mittag glücklich seine 40tagige Fastenzeit. Ernst Dohm ruft heute in seiner „Ungereimten Chronik" des „D. M.": Gottlob! Nun ist sie vorbei, die Frist, und wieder esien kann er — Das heißt, wenn er's im Stande ist — der Hungerdoctor Tanner. Als eines Helden wird genannt sein Nam' in allen Landen; Was vor ihm noch kein Mensch bestand, er hat e8 nun bestanden. Die Kirche selbst beneidet den Mann um seinen guten Magen ; Die Kirche — sagt der Dichter — kann bekanntlich viel vertragen, Doch würde sie nur mit Schwierigkeiten und ungern sich bequemen. In so unglaublich langer Zeit gar nichts zu sich zu nehmen Glücklicher Tanner, könntest du doch deine Kunst uns lehren! Wie würd' in aller Seelenruh' das Esien man entbehren, Könnt' man das schöne Geld, für das man jetzt muß Speisen kaufen, In Rheinwein, Rothwein, Bier vom Faß oder sonst wie ver--trinken! EinS klag' ich nur: daß, wie sofort von Anfang an mir klar war, Von diesem ganzen Hungersport auch nicht ein Wörtlein wahr war. Noch mehr: ich gehe weiter noch — zwar trotz' ich jetzt dem Hasie Von ganz Amerika, jedoch »ich hab'S gewagt" — ich lasse Als Skeptiker von Consequenz da8 Recht mir nimmer rauben, Von Dr. Tanner'S Existenz auch nicht em Wort zu glauben. Essen. Auf der Krupp'schen Gußstahlfabrik ist in der letzten Zeit wieder vollauf zu Ihun, ganz besonder« in Kanonen. Auf Geschütze liegen so bedeutende Bestellungen vor, daß sie für ein ganzes Jahr Beschäftigung liefern. Eine Sendung nach Chili ist unterwegs, vielleicht schon an Ort und Stelle; für Peru stehen zwei Batterien fertig, können aber nicht ab- flefanbt werden, weil die Häfen PeruS von den Chilenen blockirt sind. Rußland hat allein 100 Feldgeschütze in Auftrag gegeben. — sRuchlose That.j Aus Dortmund, 4. August, wird geschrieben: Gestern Nacht sind auf der Zeche Kasierftuhl 6 Kisten Dynamit gestohlen worden. Heute Morgen wurde in aller Frühe unsere Polizei requirirt und zum Höschener Stahlwerk beordert, woselbst beim Wirth Schulte mehrere Dynamitpatronen aus Rache durch ein Ladenfenster geworfen wurden, weil ^der Wirth Vorsorge getroffen hatte, um den wiederholten Einbrüchen ein Ziel zu setzen. Die Maaren im Laden waren, mit wenigen Ausnahmen, vernichtet, 3 Wände des ZtmmerS in Folge der Explosion ihres Mauerwerks total beraubt. Die Familie, welche über dem Ladenlocal schlief, ist zum Glück mit dem Schrecken davongekommen. Die Glätte bietet ein grauenvolles Bild der Zerstörung. Wie wir hören, soll es der Polizei gelungen sein, zwei der That verdächtige Subjecte zu inhaftiren. Hoffentlich gelingt e8 der Polizei auch, die -gsitohlenen Kisten Dynamit zu entdecken, um die gerechtfertigten Befürchtungen deS Publikums zu beseitigen^ guß Vor zwei Monaten bemerkten die -u Halifax (Nordamerika) wohnhaften Eheleute Francis und Mary Ducthors an einem Feiertagsabende in später Stunde durch die Thür des Zimmers ihrer nebenan schlafenden sechzehn- -jähriaen Tochter Alice ein ungewöhnliches Licht und glaubten zugleich schwere Mannes- trifte au vernehmen. Da es jedocb bald wieder ruhig und dunkel wurde und ste sich auch im Halbschlummer getäuscht zu haben glaubten, gaben sie der Sache kein Gewlcht und schliefen ruhig ein- Am Morgen, als die sonst immer früh erwachte Alice unsichtbar blieb und daher die Eltern ihre Kammer betraten, war das Bett leer, die Fenster offen und Spuren einer unordentlichen fluchtähnlichen Entfernung vorhanden. Erschreckt und bekümmert machten die trostlosen Eltern sofort alle Schritte, Anzeigen u. s. w., um der wahrscheinlich entführten Tochter auf die Spur zu kommen; allein es war alles vergebens. Nach mehreren Wochen begehrte eines Abends ein kleiner, mit der Tochter verschwundener Hund, den die Eltern in ihrer Seelenangst gar nicht vermißt hatten, an der Hausthüre scharrend, Einlaß. Froh erstaunt bewillkommnete das Elternpaar den Hund, und der Vater gerieth auf den Gedanken, denselben als, wenn auch sehr problematischen, Wegweiser zur Auffindung der Verlorenen zu benutzen. Freudig lief der kleine Hund vor den ihm Folgenden her — einige Nachbarn hatten sich beigesellt — bis an das äußerste Ende der New-Havenstreet, wo er vor einer kleinen Gartenthür heftig wedelnd stehen blieb. „Hier muß sie sein", dachte der zu neuer Hoffnung erwachte Vater, „und nichts soll mich von hier wegbringen, bis ich Gewißheit habe." Man erkundigte sich in der Nachbarschaft und erfuhr, daß Dr. Emerole, ein sehr gelehrter Franzose, in dem Hause, zu welchem der Garten gehöre, wohne. Auf Ansuchen der Begleiter Ducthors' rückte eine Abtheilung Police-Officiers vor das Haus und begehrte sofort Einlaß. Ein alter Diener, eine nicht viel jüngere Haushälterin und ein kleiner Negerbursche erschienen und berichteten, „es sei Niemand zu Hause — der Doctor verreist". Dem Andrängen des unglücklichen Vaters nachgebend, ward förmliche Haussuchung gehalten, jedoch vergebens. Man hatte vom Boden bis auf den Keller und Garten alles auf das Genaueste durchsucht und war eben im Begriff, sich wieder zu entfernen, als der mitgenommene kleine Hund Ducthors' gegen das Studirzimmer des Doctors, das.man bereits durchsucht hatte, hinlief. Man kehrte zurück und in einer Ecke der beiden Gartenfenster in einer breiten Mauernische stand eine große dichtverhängte Luftpumpe und bei näherer Untersuchung und Weghebung des Stoffüberzuges zeigte sich eine regungslos unter dem Glascylinder der Luftpumpe hingestreckte nackte Mädchengestalt, in welcher der unglückliche Ducthors sofort seine Tochter erkannte Man riß die Glasglocke weg, allein das Mädchen war starr und todt. Nicht lange darauf stand Dr. Emerole vor dem Schwurgerichte, angeklagt des vorsätzlichen Mordes, der ßewaltsamen Entführung und Störung des Hausfriedens. Der Angeklagte, ein 70jähriger Greis mit schneeweißen Haaren, ist Sohn armer Eltern aus dem Elsaß, hat durch die Gunst hochgestellter Personen die medicmischen Studien und zwar mit glänzendem Erfolge absolvirt und eine Zeit lang die Praxis in der Heimath ausgeübt, bis ihn die Sehnsucht nach Wissen und Erfahrung in die neue Welt trieb. Im Anfang die Unionsftaaten unstet durchwandernd, war er, wie er erzählte, von einem Drange zu chemischen und wissenschaftlicheu Experimenten, insbesondere zu solchen mit Luftpumpen, erfüllt; die Leidenschaft verwandelte sich aber später in unwiderstehlichen Zwang. Vor allem andern habe ihn Tag und Nacht unausgesetzt die Frage beschäftigt, wie lanae wohl ein menschliches Wesen unter der Luftpumpe auszuhalten im Stande sei. jahrelang habe er mit dem zum Versuche ihn antreibenden Dämon in seinem Innern gekämpft und in bangen schlaflosen Nächten den immer kräfttger auftretenden Drang nach Ausführung des Experiments in seiner Seele niederzuhalten sich abgemüht, bis er die 16jährige Alice Ducthors kennen lernte, sie vermöge ihrer Wohlgestalt für ein zu solchem Experimente taugliches Object hielt und den Entschluß faßte, sich ihrer zu bemächtigen, den Versuch bis zu einem gewissen Punkte anzustellen und so das Problem seines erregten Geistes zu lösen. Verwegene irländische Arbeiter, die er schon öfter zu archäologischen Ausgrabungen benutzte, hatten sich ihm angeboten, und so vollführte er in einer stürmischen Nacht das Wagestück. Sechzehn Tage habe er an dem Mädchen, welches er zu diesem Behufe entkleidet und gefesselt hatte, seine aörotechnischen Experimente wiederholt: Morgens habe er sie unter den Cylinder gebracht, bis Abends bei ab- und zugepumpter Luft beobachtet und dann, wenn sie ermattet entschlummert war, wieder zu Bette gebracht. Am letzten Tage aber sei er bei einem eben begonnenen Experimente plötzlich zu einem entfernten schwer Erkrankten abberufen worden und habe in der Eile vergessen, in den nur hastig überdeckten Cylinder Luft einströmen zu lassen. Der sonst scharf bewachte Hund müsse durch Unachtsamkeit der übrigens in die Sache nicht eingeweihten Dienerschaft entkommen sein und habe so die Entdeckung herbeigeführt. Er rufe Gott zum Zeugen an, daß es nicht seine Absicht gewesen sei, das Mädchen zu tobten, sondern in einigen Tagen, wenn er durch ihre Abhärtung und Gewöbnnng an die Entziehung der Lust sie dahin gebracht haben würde, ihm annähernd seine Frage zu lösen, sie reichlich beschenkt zu entlassen. Da nun das Unglück eingetteten sei, so biete er sein Leben für das ihrige und erwarte das gerechte Urtheil, indem er auf jede Vertheidigung verzichte. Tief ergriffen faßte der Staatsanwalt die Thatsachen zusammen und begehrte das „guilty“ (schuldig). Die Vertheidigung plaidirte auf Unzurechnungsfähigkeit und begehrte die Jnternirung im Jrrenhause. Allein es erfolgte das „Schuldig" auf vorsätzliche Tödtung, die Verurtheilung zu lebenslänglicher Haft und Entschädigung von 50,000 Doll an die Eltern._________ . SeKiffeberlelrt. Mitgetheilt von dem Agenten deS norddeutschen Lloyd, C. W» Dietz in Gießen. Bremen, H. August. Der Postdampfer Oder,, Capitän C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 31. Juli von Newyork abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgen« wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Pasiagiere, Post und Ladung 8 Uhr MorgenS die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 135 Pasiagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Frankfurt, 11. August. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Sttohmarkt war schlecht befahren. AlteS Heu kostete je nach Qualität der Centner JL 4.00—0.00, neues Heu JL 3.00—0.00, Stroh JL 2.50—3.00 Butter daS Pfd. tm Großen 1. Qual. JL 0.90—95, 2. Qual. JL 0.80-00, im Detail daS Pfd. JL 1.15—20, 2. Qual. JL. 1.10—00. Eier daS Hundert ital. JL 6.00, deutsche Eier 4.80 JL, Ochsenstetsih per Pfund 65—70 Kuh-, Rind» und Farrenfleisch 45—60 H, Kalbfleisch 45—55 H, Hammelfleisch 40—65 Schweinefleisch 65—70 H, ein Hahn JL 2.00—2.50, ein Huhn JL 1.90-2.50, eine Ente JL 3.00—3.50, eine Taube 50—00 j,, Kapaunen 3-3.50, Wälscher Hahn >4 5—11. Kartoffeln 100 Ko. JL 6—7, das Gescheid 10—12H, Kohlrabi 3—6 H, Blumenkohl 1 St. 40—80 Wirsing 00—0 H, Gelberüben 1 Bund 6—10 H, Zwiebeln 1 Bund 20 Sellerie das Stück 50^, Meerrettig 1 Stück 00—00 H, Spargel das Pfund 00—00 Radieschen 0—0 H, Artischoken 50 X Erbsen das Pfund 20 Romain-Salat 30-00 H, Bohnen 100 Stück 0.00—0 Jt, Gurken 6—0 H. Limburg, 11. August. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 19.35, Weißer Wetzen 00.00, neuer Weizen JL 19.00, Korn J4 14.70, Gerste X 11.40, Hafer, 8.65, Erbsen . (Durchschnittspreis pro Malter.) Kartoffeln (50 Kilo) JL 0.00. Die mustergültigste, vollständigste und genaueste Zusammenstellung oller Zeitungen der ganzen Welt bietet der soeben ausgegcbene Insertions- Tarif (Original.Zettungspreise) der ältesten und ersten Annoncen-Expedition von Haasensteln Vogler in Frankfurt a. M. (4077 Samstag den 14. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in der Flett'schen -Hoftaithe dahier eine Nähmaschine meistbietend versteigert werben. Gießen, den 12. August 1880. 5345) Geißler, Gerichtsvollzteher. Samstag den 14. ds. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in ber Flett'schen Hofraithe dahier rwei vollstündiae Betten und ein Küchen- Ichrank mit Glasaufsatz meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. August 1880. -5346) Geißler, Gerichtsvollzieher. Allgemeiner Anzeiger. Ausverkauf. Wegen Ausgabe meines Geschäftes verkaufe ich von heute an mein sämmtliches Waarenlager zu Einkaufspreisen. Darunter empfehle ich besonders meine anerkannt guten Qualitäten Leinen, Handtücher, Tischtücher, Servietten, Herren-Hemden, Kragen und Manschetten re., ferner Bett- Drell, Barchent, Bettzeug, Cattun, verschiedene gute Qualitäten Shirtings, Piquo'S u. s. w. Gießen, de» 13. Juli 1880. 5333) A Lüttrirrghans. Samstag den 14. ds. Ms., Vormittags 9 Uhr, sollrn in der Flett'schen Hofraithe dahier ein Kleiberschrank, 2 Commoden, 1 Tisch, 1 Wanduhr und 3 Bilder meiftbietent) ver- August 1880. 5347) Geißler, Gerichtsvollzieher. Samstag den 14. ds. Ms., Vormittags 9 Uhr, soll in der Flett'schen Hofraithe dahier ein Sopha meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. August 1880. 5344) Geißler, Gerichtsvollzieher. Verpachtung von Weiden-Nutzungen. Montag den 16. August, Vormittags 9 Uhr, soll der Korbweidenschnitt in den fiscalischen Pflanzungen an der Lahnstrecke von Gießen bis Heuchelheim an die Meistbietenden für das Laufende Jahr verpachtet werden. Die Zusammenkunft ist auf der Lahnbrücke dahier. Gießen, den 9. August 1880. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: 5332) Faust, Kreisbauaufseher-Aspirant. Holzverfteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 16. August er., von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Heegholz, Venusberg und Alteviehweide nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 137 Rmtr. Radel-Scheitholz, 144,5 „ „ -Prügelholz, 52 „ „ -Stockholz, 3370 Wellen „ -Reisholz, 184 Fichten- und Kiefern-Stämmc mit 50 Festmtr., 369 Fichtenstangen mit 19,65 Festm. Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb an dem Exercierplatz. Gießen, den 10. August 1880. Großh- Bürgermeisterei Gießen. 5317) A. Bramm. Freitag den 2ZU Septbr., Morgens 10 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien der Georg Linker Wwe. dahier: Flur. Mtr. 4/9 3/5 2350 Acker, stößt auf den Wismarer Weg, 4/94,5 2350 Acker daselbst, 7/62 2662 Acker auf den Gleiberger Weg, 16/47 2600 Acker auf der Hohlelche, 7/52 3850 Acker auf den Leufertsröder Weg, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. August 1880. Großherzogl. Ortsgericht Gießen- 5342)_____Müller.__ Versteigerung. Samstag den 14. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfandlocal dahier: 1 Kleiderschrank, 1 Sopha, 2 Nachttische, 1 Bank, 3 Tische, 1 Kiste, 1 Pult, 1 Lampe, 2 Bilder, 1 Handwagen, 2 Wanduhren, 1 Taschenuhr gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 10. August 1880. 5340)_____________ Horn. Freitag den 13. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Fletschen Hoftaithe (Gasthaus zum Schwanen) nachstehende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 2 Schranke, 3 Kisten, 4 Uhren, 1 Backtrog, 2 Kommoden, 3 Bilder, 2 Spiegel, 3 Sopha, 2 Tische, 1 Sekretär, 1 Glasschrank, 1 Petroleumapparat, 2 Nähmaschinen, 2 Küchenschränke, 1 Kleiderschrank, 1 Stuhl. Gießen, 2. August 1880. 5331)Bauer, Gerichtsvorzieher. Ieitgeöotenes. 4456) Rouleauxstangen, Weinflaschen, ein viersiüiger Comptoirpult, 1 großer Küchenschrank, 1 Divan werden billig abgegeben- t 5263) Eine große Parthie Eininstchfässer in allen Größen billigst bei ____________Carl Heil, Schloßgasse. 5054) Ein Wohnhaus mit Hinterhaus und Garten in sehr guter Lage prerswür- ,u 87, Einmackfässer in jeder beliebigen Größe sind sehr billia zu haben bei (4948 S. Elsoffer, Bahnhofsstraße. '5358) Sechs gut erhaltene Tapezierleitern verschiedener Größe billig abzugeben __________bei Ehr. Reiber, Kreuz. 5337) Neues Kornstroh zu verkaufen. Balth. Schmidt Wwe., _________________Marktplatz A. 6. Gulsvrrksul. Ein Bauerngut in fruchtbarer Gegend am Ausgange des Ebsdorfer Grundes, 1 Stunde von Station Fronhausen, ca. 80 Casseler Acker groß, mit guten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Ge« meindenutzen (Vß Antheil an circa 153 C. Äcker Wald mit gutem Boden und Holzbestand) beabsichtigt der Besitzer Familienverhältnisse halber mit der diesjährigen Erndte und komplettem Wirthschafts-Jnventar zu verkaufen. Termine hierzu sind auf Mittwoch den 18. August und Mittwoch den 25. August er., jedesmal Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des Herrn Bürgermeisters P i eh zu Erbenhausen bestimmt. Bei annehmbarem Gebote kann der Zuschlag schon im ersten Termine erfolgen. Nähere Auskunft ertheilt der Unterzeichnete. Fronhausen, 10 August 1880. 5335) G. Homburg._________ 5341i Montag, Mittwoch und Kret- tag von 9 Uhr an frischen Zwiebelkuchen. Heinrich Fas», Ludwigsplatz. Bohnen-u. Gurkenfässer empfiehlt (5045 __Louis Lony. 1 Zwiebelkuchen Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens von 9 Uhr an bei Fr. Hennings, Seltersw. Neue Häringe, per Stück 12 Pfg., | Neue Essiggurken, bei C. Roth, Neue Baue. 4616) Eine Parthie zurückgesetzte leinene Kragen von 20 H an das Stück, sowie bunte Hemden verkauft, um damit zu räumen, zu sehr billigen Preisen __________H. Rubgamen, Zur Einmachzeit empfehle: Ch. A. Pasteur’s Essigessenz Frankfurter Essigessenz, begutachtet von den Herrn Hofrath Dr. Rud. von Wagner in Würzburg, G'h. Hofrath Professor Dr. R- Fre;enius, Wiesbaden, Prof- Rud. Böttcher, Frankfurt, und verschiedenen anderen ärztlichen Autoritäten. Einfachste Mittel zur Herstellung eines gesunden dem Verderben nicht ausgesetzten Weinessigs. Eine Flasche ä Jt. 1 gibt 5 Liter besten Einmachessig oder 10 Ltr- Speise-Essig. Zu haben bei (5199 Fr Seibel. | jFrankfurter J ZIefl-AepfelweinI ♦ von Gebr. Freieisen. ♦ Restauration Fr. Lony ♦ ♦ 5297) Maikistraße. Sommerröcke verkauft um damit zu räumen unter Einkaufspreisen (4617) H. Rübsamen. Wermietyungen. 5334) Ein möblirtes Zimmer mit Kost zu vermiethen._________Neustadt D. 85. 4364) Wohnung von 5 Zimmer rc. zu vermiethen._________Wallthorstraße 145. 4347) Familienlogis zu vermiethen. ___Knoll, Kirchendiener. 4152) Der erste Stock des August Ackermann'schen Hauses, Frankfurter Straße Lit. E. 41, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speicherkammern, Keller, Holzstall rc., ist per 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. 5195) Ein Logis, 2 Zimmer, Cabinet, Küche, zu vermiethen. __________Adolf Hoß, Schießgärten. 5198) Zwei ineinandergehende, am Kreuz gelegene, gut möblirte Zimmer, Bel- Etage, per 1. Oktober zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl._________ 4346) Das von Herrn Verwalter Krebs bewohnt gewesene Familienlogis, im früher Thorn'schen Hause in der Frankfurterstr., ist zu vermiethen und am 1. October zu beziehen.__ 4671) Ein Familienlogis mit Zubehör ist per 1. October zu vermiethen. Näheres bei Louis Lony, Marktstraße. 4768) Der obere Stock meines Hauses, Anfangs October beziehbar, zu vermiethen. _______Heinrich Vogt, Ludwigsplatz. 4994) In dem von mir erkauften Liittringhaus'schen Hause auf dem Seltersweg sind 2 schone Familienlogis, bestehend aus je 3 Zimmern mit Cabinet, schöne Küche, sowie allem Zubehör zu vermiethen und per 15. September beziehbar Friedrich Kühne jun., Seltersweg. Bad Nauheim. Umzugshalber ist eine Wohnung, im ersten und zweiten Stock, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Keller, Wasser, Waschküche nebst Benutzung des Gartens sogleich zu vermiethen. Näheres bei der Eigen- thümerin zu erfragen. (5239 N. Milant, Fürstenstraße 334. 5178) Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen._________Neue Bäue B. 79. 5214) Ein freundlich möblirtes Zim- mer, in der Nähe des Justizgebäudes, zu vermiethen. Näheres durch die Exp. dBl_ Wermischte Anzeigen. 5338) Bohnen-Mafchine zu verleihen ___________________Mühlgasse D. 84. 5339) 2 tüchtige Arbeiter finden Beschäftigung bei _______I Schleuning, Oekonom. CX oft werden stets von jeder Gegend natigennefen durch (4912 Treusch, Fahrg. 63, Frankfurt a. M Lehrling für ein hies. Detailgeschäft gesucht. Schriftliche Offerten befördert die Exped. ds. Bltts.____________________________(5305 5303) Ein Mädchen sucht einen ^^61^ dienst. Näheres bei der Exped. d. Bl. Stelle-Gesuch. Zwei starke Mädchen, welche gegenwärtig noch in Marburg dienen, suchen auf Michaeli d. I. Stelle in Gießen. Näheres bei der Exped. d. Bl. (5295 5256) Ein schwarzer Hühnerhund, aus den Namen Hector hörend, ist mir entlaufen. — Dem Wiederbringer eine Belohnung. Ferd. Burk, Kunftmühle. 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Gießen, den 10. August 1880. iSeinr» Battenfeld.) Lindenplatz A. 247, im Hause des Herrn Gustav Gerhardt. Der Journallesezirkel von E. Heinemann s Univ.-Buchh. 8» 2lntiq. (Fr. E. Fehsenfeid) enthält 26 verschiedene illustrirte Journale unterhaltenden und belehrenden Inhalts. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich nur 3 Mk. SO Pfg. Zweimal wöchentlich Wechseltag. Abonnenten werden jederzeit ausgenommen. 3809) Todes- Anzeige. 5336j Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser liebes Kind Lina gestern Mittag um 4 Uhr nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Eltern August Hilgardt und Frau. Gießen, den 11. August 1880. Todes Anzeige. 5343) Gestern Abend um 6 Uhr verschied nach längerem Leiden unser innigstgeliebter Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Bruder, der Universitäts-Instrumentenmacher J. Th. Haubach. Gießen, den 12. August 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Seltersweg Nr. 187) aus statt. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen. bit L-nuM de« Nch AhölUl HB des Natron, I 2) Die Eign Strasgese 3) Eezenwäi Dießen, de Aus Rhein IBctr., schreibt man t ! I suchende Emmis $ Werfavunlung tiefon Mern beherzigt tri »Es ist in neuem J IM für zu gut halt Theorie taS Haubtrc toiebntr btb Mit. in bie & 'ii ihren Keschäflen fei -chrlinge an, die ihnei rshn einer ansehnliche ß-ommis thLtig sind, tsr Commis, Leiche ©teilen immer miedet t-undirn, wenn selb Stelle finden und । 6-ommis in seiner Ve Landarbeiten verricht Möge man doch end i^erks ablegen! Ve rdrnso ergiebiges ge. Aoretisch und prak Mechamker, Schlöffe dem Kaufmanne. Berlin, 11. Mtidjt in d« ,^6* gibia^i fee K fu9‘ di' „$0i 65 bei SÄ Det Hmani frei!, k” III . »J?!,M| Äh* M fünf T Hand, n n Qn t ftÄ« «,