ÄLUrten. Sonntag den 13. Juni 1880 Zweites Blatt. Nr. 13S RedacttOHtSb«rea«r 1 p i* f bchulstr-tz-B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Verwischte-. X, Oesterreich-Ungarn 37 Jahre 1848 einem Deutschland England Frankreich Spaniln Italien Nußland 2,96 1,86 1,68 1,48 1,40 0,84 0,28 37 17 28 74 der Schulen 60,000 58,000 30,001» 71,000 20,000 47,000 32,000 Schüler 6,000,000 3,000,000 3,000,000 4,700,000 1,600,000 1,900,000 1,100,000 Schüler 100 52 100 66 56 40 36 bereits im EdsnComptoir- unb kleine ReiM in L8ute Stelle. S besorgt die (fo). V PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. sebr reparaturbedürftigem Zustande. Es wird beschlossen, nach beendeter Sitzung vorerst Einsicht an Ort und Stelle zu nehmen. — Der Rest der im Voranschlag für die Räumung der Fiuthgräben vorgeiebenen Summe von 400 X wird zur weiteren Verwendung für gleichen Zweck bewilligt. — Dem Gesuch des Philipp Wilhelm um Ueberlassung städtischen Geländes am Wieseckerweg wurde im Sinne des Antragstellers entsprochen und der Preis pro LH Meter auf 2 x 50 4 festgestellt. — Dem Weißbinder Wilhelm Seipp wird die theilweise Ueber- brückunq des Grabens vor seinem im Bau befindlichen Hause an der Grünbergerstraß« gestattet, desgleichen dem Johannes Dern von Watzenborn. — Dem Gesuch des Bäckermeisters Ludwig Kröneberg um Ueberlassung eines Holzlagerplatzes am Lutherberg wird unter den üblichen Bedingungen Genebmigung eriheilt — Die Versammlung erthe-lte ferner folgenden Bau Erlaubniß- Geiuchen die Zustimmung: Georg Euler am Walltbor lVcränderungen am unteren Stock seines Hauses und Unterführung eines Schornsteins), Schmiedemetster Georg Becker (Schornstein-Verlegung in seinem Hause am Wallibor), Schmiedemeisters Emil Mai (Bauveränderungen an einer Werkstätte), Fabrikant Karl Jughardt (Dauverändcrungen), Friedrich Rüger am Kreuz (Ver- ändFungen an seinem Laven), Wilhelm Orbig (Erbauung eines Hinterhauses in der Wagen- gofse), Daniel Wichard (Erbauung einer Waschküche), Wilhelm Reiber (Errichtung eines Lavens tm ebemals Heinemann'schen Hau e), Christian Löber I. Wittwe (Erbauung eines Schuppens) auf Widerruf; Melchior Schäfer (Anlegung einer Einfriedigung und eines Windfanges an seinem Hause auf der Grünbcrqer Straße), Jacob Thomas (Errichtung einer Ein- friedrgung am Schiffenbergcr Weg), Dr Diefenbach idesgl. an der Frankfurter Straße), Frau Dr. Bruel Wittwe (Errichtung einer Gartenhütte), Johannes Buch (Errichtung einer Wasserbude an der Reichensand-Bahnhofstraße). — Mehrere Kosten-Rechnungen werden gehemigt. — Das Gesuch des H. Kehler, den zur Aufführung des Rübsamen'schen Hauses am Hamm be- nöthigten Sand und Kus cm linken Lahnufer ausladen zu dürfen, konnte nicht befürwortet werden. — Da sich die Pumpe am Friedhof in defectem Zustande befindet, was schon zu verschiedenen Klagen Anlaß gab, wird beschlofien, dort eine eiserne Pumpe aufzustellen und werden die hierfür nöthigen Kosten incl. der Aufstellung im Betrage von 245 X bewilligt. Politische Uebersicht. Zwei gute Diplomaten einigen sich schwer, aber wenn sie ein Ueber- einkommen erzielen, so ist das Geschaffene besser, als ein Werk der Stümper. Das diplomatische Genie des Papstes Leo XIII. scheidet ibn scharf von seinem unversöhnlichen Vorgänger Pius IX. und über die diplomatische Befähigung des Fürsten Bismarck Worte zu verlieren, hieße Wasier in's Meer tragen. So gewinnt denn die überraschende Nachricht, daß der zerrissene Faden zwischen Rom und Berlin wieder angeknüpst worden ist, eine hohe politische Bedeutung. Es wäre kleinlich, wollte man daS erneute Entgegen- kommen des Vatikans nicht freudig begrüßen, denn es ist nicht nur damit bei der Curie der gesunde Gedanken zum Durchbruch gekommen, daß es nicht gut ist, den Bogen zu straff zu spannen, sondern von Neuem dem wahren und tiefen Friedens bedürf»iß Ausdruck gegeben. In einer Ueberzeugung sind Fürst Bismarck und Leo XIII., die deutsche Nation und die katholische Kirche, die Freisinnigen und Ultramontanen einig, nämlich darin, daß sich der Cultur- kampf überlebt hat. Ist das aber der Fall, so muß auch der Geist, der lebendig macht, den Buchstaben, der tobtet, überwinden, so muß auch die richtige Form für den Culturfrteden zu finden sein. In kurzer Zett sind drei bedeutende Eisenbahn-Unglücke in Deutschland einander gefolgt — Halle, Blumenberg, Lampertheim. Bisher galten die deutschen Bahnen als die sichersten, und die Statistik gab in Bezug auf die geringe Zahl der Tödtungen vor allen fremden Ländern Deutschland, und in ihm Sachsen, Bayern und Preußen die Palme sür sichere Betriebsführung. Es ist zu hoffen, daß man in eingehender Weise den Ursachen der Vorfälle näher tritt und sich bemüht, dem deutschen Reiche seinen schönen und humanen Ruf zu erhalten. In Oesterreich gewann die Kaiserretse nach Prag eine große politische Bedeutung, weil sich an den Monarchen die Confltcte zwischen dem Deutschthum und dem Slaoismus herandrängten. Das österreichische Kaiserhaus wird nicht umhin können, nächstens zu Gunsten des Deutschthums Stellung zu nehmen, welches stets die treueste Stütze des habsburgischen HauseS war. In der Hofburg machen die E'jen und Slava keinen vollgültigen Eindruck, denn man hält daselbst treu zum deutschen Reich und vergißt nicht, wie oft die Ungarn und Polen mit Napoleon, d'.e Ungarn mit den Türken, die Czechen mit Rußland geltebäugelt haben, und wie insbesondere noch in den jüngsten "Tagen die Jungczechen denselben Gladstone gebeten haben, England möge den Slaven seine Thetlnahme zuwenden, der Tags vorher den österreichischen Kaiser beleidigt har. Die Trauerseierltchkeiten für die verstorbene Czarin drängten m Rußland alles politische Jnteresft in den Hintergrund. Die rasche Abreise des deutschen Kronprinzen und des österreichischen Erzherzogs Wilhelm sprechen nicht dafür, daß die Beziehungen der Mächte zum russischen Reiche intimer geworden seien. Die heilige Allianz ist für immer begraben. In Frankreich erregte neben der Duellmanie die Angelegenheit des Herzogs von Padua viel Jniereffe, den man am liebsten als Wahlfälschcr ehrlos machen möchte. Da der Herzog keineswegs zur selben Zett, sondern mehr als ein Jahr darauf in einem Bezirke, wo er auch begütert ist, noch einmal gewählt hat, so ist die doppelte Wahlausübung nur ein verzeihlicher Jrrthum, aber die Republikaner suchen krankhaft alle Hebel in Bewegung zu fetzen, um ihre Gegner zu dtscredtttren. In Belgien haben die Liberalen bei den Wahlen ihre frühere Majorität um wenige Stimmen vergrößert. König Georg von Griechenland, in Paris sympathisch empfangen, wird auch in London dahin zu wirken suchen, daß die griechischen Grenzen der Türkei gegenüber erweitert werden. Bezüglich der verfehlten Mission Göschen bei dem Sultan wild es die Engländer kaum mit Freude erfüllen, daß der russische Botschafter v. Novtkow sofort bei Hofe empfangen worden ist und sich der Gunst des Sultans erfreute. vi Mer- Einwohner 42 Mill. 34 „ h„r4 einen tS 00 Er- gute, deutsche tm M möblirte^ HE Herr Balzer ion bei Fulda. lisou 20. Mai. Er- unb Gebirgsluft ge. Kohlensäure» innen und zwar: k m: 1. jod-, brom- - Bomsaciusbrunnen,. - Ztmpdbrunnen, — II Bitter- 3 :• rnrmsser krstoffgashaltige,- Koblevsäurereiche er nach Lchwarz'scher ’>ä»tr au§ Saliid/lir- hool (Homfortabtlte sl und Ttlegravh). HtWoMro, W TOBtt Kurorten, mit jen. - reizende Spa- isichcrei, öoncerte n ' Jom 20. Mai bis m j. bis 20. Septem- jgigte Lagispreise. — ic Dr. Spanholz. - das ganze Zahr him allen größeren Md- fin. - Krunnenschrisr licht werdende nähere Badeverwaltung .flchlirf. (3219 w "°-d »S Stornos rmlg- t tfÄ.* s9« Wotgt gOfl»tag, Exil« zugebracht haben. Arolsen, 8. Ju»i. Nach einer Hierselbst eingegangcnen Meldung der Königlichen Staatsanwaltschaft zu Paderborn sind gegen 1) den Tagelöhner, früher Ziegler Johann Hagemeyer von Willebadessen unv 2) den Ackermann August Hibbeln von Kleinenberg, welche dringend verdächtig erscheinen, am Morgen des 31. Mai die beiden im Dienste des Frhrn. von Wrede stehenden Förster Gieß und Sceinträter meuchlings erschossen zu haben, nicht nur Haftbefehle und Steckbriefe erlassen worden, sondern es sind ferner 1000 «X Belohnung Seitens der Staatsanwaltschaft für die Ermittelung und Ergreifung der ruchlosen Mörder ausgesetzt. Bis jetzt ist übrigens noch nicht mit Bestimmtheit ermittelt worden, ob die beiden Uebelthäter nach Verübung ihrer grausigen That flüchtig geworden sind oder ob sie sich noch in den umliegenden Wäldern verborgen halten. Doch nimmt man allseitig nach dem Thatbefunde mit Recht an, daß diese beiden übelberüchtigten Wilderer die That gemeinschaftlich begangen haben. Wie ferner mitgetheilt wird, sind inzwischen bereits zwei Einwohner von Kleinenberg verhaftet worden, welche verdächtig sind, zu den Wilderern in mehrfacher intimer Beziehung gestanden zu haben. Die Beerdigung der beiden erschoflenen Förster hat am letzten Donnerstag unter einer ungewöhnlichen Betheiligung der Bevölkerung aus Ort und Umgegend stattgefunden. (H. M.) — sGummischtffe gegen Panzerschiffe.) Dieser Gedanke hat nach dem „Fortschritt der Zeit" einem deutschen Profeffor, Namens Löwenthal, vorgeschwebt, als er kürzlich den Vorschlag gemacht hat, statt gepanzerter Schiffe Fahrzeuge aus einem Material zu bauen, das den Kugeln der Feinde einen möglichst geringen Widerstand leisten und doch fast unverwundbar sein würde. Seiner Ansicht nach werden die Fregatten der Zukunft aus Gummi gebaut werden. Unter der Wafferlinie sollen sie durch ein leichtes Rahmenwerk aus Stahl verstärkt werden und hier soll sich die ganze Mannschaft befinden. Eine eben dort angebrachte Dampfmaschine soll die Bewegungskraft liefern. Als Waffe dient dem Gummischiff ein riesiger Torpedo, der an der Spitze eines am Vordertheile unter Waffer angebrachten Stachels befestigt ist. Hiermit geht es seinen plumpen Gegnern, den Riesenpanzcrschiffen, zu Leibe, unbekümmert um deren Schießen. Die großen Bomben fahren harmlos über der Maschinerie und über ben Köpfen der Mannschaften hindurch. Die Löcher, die sie reißen, schließen sich gleich wieder. Wenn der Torpedo Die Seite des Panzerungethüms erreicht, gebt er los, das Panzerschiff sinkt, sein siegreicher Angreifer aber, das Gummischiff, wird nur einige hundert Fuß weit geschleudert. Solch ein Schiff, meint triumphirend der Erfinder, könnte leicht die Flotten der ganzen Welt zerstören, und aller Schaden, der ihm dabei widerführe, könnte mit ein paar Flaschen Leim ausgebeffert werden.^ Oleomargarin, oder „Ochsenbutter", wie man dasselbe sehr bezeichnend in Amerika nennt, ist infolge Beschlusses des Bereinigten Staaten-Congresses von einer aus Chemikern und Mikroskopikern bestehenden Commission einer eingehenden Prüfung unterzogen worden, damit festgestellt werde, ob es als zweckmäßiges Nahrungsmittel betrachtet werden kann. Die Commission begab sich kürzlich nach der in New-L)vrk am Fuße der 49. Straße und North River belegenen Commercial Manufacturing Co., woselbst täglich etwa 50,000 Pfund Oleomargarm bereitet werden, um sich von der Art uno Weise der Zubereitung durch den Augenschein zu überzeugen. Sie sah, wie das rohe Fett von Fleischtheilen u. s. w. befreit, dann durch Wasser gereinigt und hierauf in eine Anzahl von Kesseln zum Schmelzen gebracht wurde. Durch den bei etwa 120° F. vor sich gehenden Schmelzungsproccß tritt das Oel und Stearin nach oben, während die faserigen, unbrauchbaren Bestandtheile zu Boden sinken- Das Oel und Stearin wird dann in granulirtem Zustande in hydraulischen Pressen einem star- Origen. «W& * Schule kommen für den Kopf - der Bevölkerung. — sSchulstatistck.) Nachstehende Tabelle zeigt, wie viel jeder der genannten Staaten Schulen unv Scbüler hat, wie viele Schüler auf eine Schule treffen und wie viel die Schulausgabe für den Kopf der Bevölkerung beträgt, die Zahlen sind, wie ersichtlich, abgerundet Zahl Auf eine Schulausgabe Lokales. Gießen, 12. Juni. (Sitzung der Stadtverordneten am 10. Juni.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herr Beigeordneter Keller, von Setten der Stadtverordneten die Herren Batst, Gatl, Hanstein, Hoch, Homberger, Kauf, Lüdeking, Aug. Noll, Vetrt Pfannmüller, Scheel, Schopbach, Wenzel und Wortmann. — In heutiger Sitzung fand die Ausloosung der nach Artikel 12 der Städteordnung aus dem Colle, aium ausscheidenden Mitglieder statt; nach derselben scheiden in diesem Jahre aus die Herren: Scheel Hanstein, May, Batst, Hoch und Homberger. - Der Antrag in Betreff ver Verwenvung von Holz aus btt Erndte vcn 1879 für Gemeind,zwecke wird genehmigt. Dcsgl. die Ausrückung des Lehrers Spielmann in eine höhere Gehaltsclaffe zufolge bestandener Defini- rorialprüfung — Die Ueberfüllung der 2. Claffe der Stadtknabenschule veranlaßte s. Z. die Versammlung, diese Klasse zu therlen und die Errichtung einer neuen Lehrerstelle zu beschließen. Nach Nescript der Kreisschulcommission hat sich jedoch herausgestellt, daß vor Ostern 1881 ein seminaristisch gebtlveter Lehrer nicht zu erhalten ist, aus welchem Grunde die Anstellung von 2 Aspirantinnen für die Mädchenschule und die Versetzung eines Lehrers von der Mädchenschule nach der Knabenschule beschloßen wird, mit dem Htnzufügen, daß den provisorisch anzustellenden Aspirantinnen keinerlei Ansprüche auf definitive Anstellung zustehen. — Die nochmalige Versteigerung der Plätze 2, 3 und 4 an der Schillerstraße, welche gegen die vorige Versteigerung einen Mehrerlös von 800 X ergab wurde auf Antrag ver Baudeputation genehmigt. — Dem Gesuche von Earl Demnih, ihm zu seinem in der Schillerstraße erworbenen Gelände behufs Aufführung eines Neubaues noch weitere 6 Fuß städtischen Geländes käuflich zu überlaßen, wurde statt- gegeben. - Einer Eingabe deS Mühlenbesitzers Burk zufolge befindet sich das obere Wehr in chiehciicr "Umeiger m) AMMÄ sm den Kreis Gießen. — (Deutsches Turnfest ) Für diejenigen Turner, welche _ , Turnverein angchört haben unv das deutsche Turnfest zu Frankfurt mitzumachen beabsichtigen, ist für Somstag, 24. Juli, ein Fest-Commers in Aussicht genommen. In der Main-, Rhein- unv Taunusgegcnd finden wir noch eine große Anzahl alter Turner, vornehmlich in den Städten Darmstadt, Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Hanau, Offenbach, Homburg, Höchst, Usingen, Gießen, Kassel, Anspach nnv Rödelheim. An die alten Turner, welche sich an diesem Commers betheiligen wollen, ergebt das Ersuchen, Name, Stand, Alter, Jahr der Aufnahme und ob sie heute noch einem Turnvereine angehören, Herrn Kreisvertreter Emil Reuter in Darmstadt mit; zutheilen, der das Weitere mit dem Frankfurter Festcomite veranlaßt. Dieser Abend der 1848er wirv jecenfalls ein recht gemüthlicher, zumal unter denselben einige sind, die längere Zeit im 1919) in Zur gefl. Beachtung ä 74r maffe für Fußböden. Emil Fischbach, (3841 empfehle M äußerst billigen Preisen 3750 'S-' Spiere 893) V ;*• WinzeNheimer Riesling-Auslese ä Ltr......... Monzinger Rothwein (Bur- Shie T SWei?’ Tc von Rabenau, Lucke, Dr. Schäfer und Modroro Dtc (Statuten zur Begründung einer Gesellschaft festgestellt, welche in der bezeichneten Richtung ihre Thätigkeit entwickeln soll. — Aus dem uns vorliegenden Geschästsreglcment der Gesellschaft ist ersichtlich, daß das Hauplbcstreben darauf gerichtet ist, ihren Mitgliedern einerseits taugliches Zuchtmaterial zu liefern, andererfeits aber auch die Produkte derselben zu placiren und dadurch den Zwischenhandel vollständig zu beseitigen. — Jeder wird Mitglied, der einen Antheilschein der Gesellschaft (X 150) besitzt. Auf Grund dieses Anttieils hat jeder Besitzer das Recht für x. 75 Zuchtmaterial «Hühner, Enten oder Gänse rc.) zu beanspruche. und für die verbleibenden 75 ist derselbe Mitbesitzer des Eigenthums der Gesellschaft und an dem Gewinn derselben, den sie durch den Verkauf der Produkte ihrer Mitglieder und durch den übrigen Geschäitsdetrieb erzielt behelligt. — Bei der anerkannten Nothwendigkeit der Hebung der deutschen Geflügelzucht und bei dem unbestreitbaren Werth der Sache für unsere Landwiithschaft erachten wir es deßhalb für angemessen, selbst für das Project einzutreten und zu einer recht regen Betheiligung aufzufordern, indem wir hoffen, daß diejenigen, welchen es möglich ist, die Sache zu unterstützen, wir meinen unsere Oeconomen , Brauer, Müller rc. Mitglieder werden, damit der erste Versuch, der auf diesem Gebiet mit Ernst gemacht wird, nicht gegen das allgemeine Interesse an der Unbereitwilligkeit derjenigen scheitert, denen unter den heutigen Verhältnissen die Unterstützung eines gemeinnützigen Unternehmens eine Pflicht sein soll. — Wie aus den Statuten ersichtlich ist, werden 800 Antheile ä jt 150 aus- gcgeben und ist die Geflügel-Anstalt in Oberursel zu allen näheren Auskünften und gratis Ueberlassung der Statuten gern bereit. billig ausgeführt___ ~~ 3927) ~~ Verkauf einer Bettlade mit Sprungrahmen und ein Sopha bei A Haubach. X 1,60 X 2,— X 2,- Pueinte Ri Priorato s Priorato i Badalono Gamacho Sherry Malaga Madeira Vino Rane' Bekanntmachung. 3971) Die Lieferung von 20 Mtr. Buchen-Scheitholz bester Qualität für das Haftlccal dahier soll an den Wenigstnehmendea vergeben werden. Schriftliche Angebote sind bis zum 10. Juli l. I. dahier einzureichen. Lich, am 4. Juni 1880. Die Gerichtsschreiberei Großherzoglichen Amtsgerichts Lich. Will. Gr< 3jahr Zur kann, ihre nad verwechselt zu obigem Fabrih Die Lieferung von 34 Nmtr. Buchen-Scheitholz soll auf dem Submissionewege vergeben werden und sind deßfallst «e Offerten bis zum 21. lsd. Mts. bei Armenkafferechner Wittich verschlossen abzuglben. G >ßen, am 7. Juni 1880. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. A. Bra m m. Ti F. Holberg Kirchenplatz: Die schon seit längerer Zeit aus der Weinhandlung des Herrn O. Mögen- bürg bezogenen Monzinger Weine verkaufe zu den alten Preisen und zwar: 75r Weißwein ä Ltr. . • • X 1,20 genti 0. König j x Eine große parthie mrückgesetzter Kleiderstoffe Louis Scharmant), Uhrmacher, Giessen, Schlossgasse, empfiehlt sein Lager aller Sorten Herren- und Damenuhren, Wanduhren , Regulators, Pendules, Weckern etc. etc. Reparaturen werden rasch und gunder) ä Ltr. 3980)______C. Fr. Semmler. Möbel-Lager. Kirchenplatz Lit. B. Ur. 6, 2. Stock. 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Juni, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Wohnung der Frau Sekretair Eckstein, Seltersthor E- 96, sehr gut erhaltene Möbel, als: einige Sophas mit Stühlen, Tische, Commoden, Bettwerk, Küchen und Haus- geräthe, Waschbütten, Holz und Kohlen meistbietend versteigert werden- Die Gegenstände können am Tage der Versteigerung von Morgens 10—12 Uhr eingesehen werden- Gießen, den 9. Juni 1880. 3935) Müller. Montag den 1L. Juni, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Hosraithe des Herrn Flett (Gasthaus zum Schwanen) nachstehende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 2 Schränke, 1 Sopha, 1 Kommode, Gießen, den 10. Juni 1880. 3985) Bauer, Gerichtsvollzieher. w wurden auf ' Heiverbeverem Vorzüge dieser einzelner^ werden zu W ken Druck ausgesetzt, wodurch das Oel (Oleomargarin) abtropft, während das Stearin zurückbleibt. Auf je 100 Pfund Oel werden dann 30 pCt. Milch zugesetzt und das Ganze in mit klargeftoßenem Eise gefüllten Behältern rasch m feste Form gebracht, nachdem man vorher noch einen leichten Farbstoff zugesetzt hat. Dann wird die Maste, um sie compacter zu machen, in Handpressen gepreßt und ist zum Gebrauch fertig. Die Commission gab folgendes Gutachten ab: Als Nahrungsmittel ist Oleomargarm ebenso dienlich wie Butter, die aus Kuhmilch hergestellt wird; es ist schmackhaft und gesund, kann billiger als Butter verkauft werden und ist, da es weniger lösliche Fette wie Butter enthält, dem Ranzigwerden ntchi so leicht ausgesetzt. Nun, „de gustibus non est disputandum!“ Einstweilen wird gut behandelte Milchbutter noch linnrer einen höheren Preis behalten, als die noch so sorgfältig bereitete Kunftbuttcr, denn das feine Aroma welches guter Milchbutter eigen, kann durch den Zusatz der Milch beim Verbuttern des Margarins doch nicht erreicht werden. In England wird gute deutsche Butter noch immer so bezahlt, daß die Absender X 1.50-60 netto für sich übrig halten, wenigstens ist dies in einigen westfälischen, genossenschaftlich betriebenen Kalt- wa'ssermolkereien bis heute noch der Fall gewesen. — lZur rationellen Hebung der Geflügelzucht) Nachdem am 27. April eine Versammlung von Landwirthen und Freunden der Geflügelzucht in Frankfurt a. M. stattgefunden hatte, in welcher man allgemein die Nothwendigkett der Hebung unserer einheimischen und speciell provinziellen Geflügelzucht anerkannte, bat nunmehr die von den Versammelten erwählte Commission, die Herren von Hemskerck, von Erlanger, Versteigerung. Mittwoch den 16. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahier 17 Centner frische Butter, sowie 10 Cmtner Weiße Hammelwolle, unter den vor Anfang der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedinaungen, zur alsbaldigen Lieferung öffentlich versteigert. Marienschloß, den 8. Juni 1880. Großh. LandeszuchthauS-Direktion. 3955) Kattrein. Samstag den 26. Juni, Nachmittags 5 Uhr, soll Verhältnisse halber auf hiesigem Ortsgericht die Hosraithe „Restauration zum Taunus" dahier verbunden mit Garten- wirthschaft und heizbarer Kegelbahn unter günstigen Bedingungen freiwillig mit sämmtlichem Inventar versteigert werden. Dieselbe ist tn langjährigem Betriebe und läßt sich mit Vortheil ein Bäcker- oder Metzgerschaft damit verbinden. Grünberg, den 30. Mai 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gründerg. 3836) Pracht. Acilgebotenes. 39821 Eine Partie Packkisten zu verkaufen bei _________Julius HooS am Markt. 3990) Meine selbstgefertigten Meise Artikel, als: Holrkoffer in allen Größen, Handkoffer, Courier-, und Damentaschen, Hosenträger bis zu den feinsten Sorten, empfehle zu biWam Preisen. Karl Moll, Sattler, Kaplansgasse. NB. Reparaturen werden gut und billig ausgeiührt. _______________________ gefälligem Besuche entgegen. 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Wieseckbrücke. 3400) Parterre-Wohnung, bestehend aus zwei größeren Zimmern mit allem Zugehör, zu vermiethen. __________________Schloßgasse A. 258. 3320) Ein neu hergerichtetes Familienlogis bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör ist anderweit zu vermiethen. A. Wallenfels Wittwe. 2732) Ein Familienlogis zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar, bei Ehr. Roll III., Canzleiberg B. 66. 3986) Eine Familienwohnung zu vermiethen, Anfangs Juli beziehbar. H Seibert, Mäusburg. 2541) Eine Familienwohnung, alsbald beziehbar, zu vermiethen. Neuenweg 134. 2725) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei H. Hochftatter Ww., __________________am Brand._______ 3449) Ein kleines Familienlogis in meinem Nebenhause zu vermiethen. Heinrich Schomber, Heuchelheimerstraße. 3502) Ein Familienlogis, bestehend in 5 Zimmern rc., alsbald zu vermiethen. B. Strauch, Bleichstraße. Ein Logis mit allem Zubehör in meinem Vorderhaus sofort zu vermiethen. Liederkranz. Sonntag den 13. 3uni er.: parifjic aus tztausenberg mittelst Extrazug nach Jollar. Abfahrt 2'/r Uhr. ------- Rückfahrt 9l/* Uhr. bei Btllete für Hin- und Rückfahrt ä 60 bis Mittags 12 Uhr Herrn Polizei-Secretär Krämer und später am Bahnhöfe zu haben. Kinder von Mitgliedern, unter 14 Jahren, fahren frei. 3983) Der Vorstand. Alle Sorten Ää auf das Feinste gerieben, feitig zum Anstrich, rasch und UeilÄlr Oeil hart trocknend, sowie alle zum Anstreichen erforderlichen Lacke, Firnisse, Pinsel etc. empfiehlt 2951) Fr. Seibel, Mäusburg. Das Bureau für Stellen-Vermittelung des Kaufmann. Vereins 419) in Frankfurt a. M. (unter Patronat der Handelskammer), welches die weitverzweigtesten Verbindungen unterhält, besetzte in den letzten 5 Jahren etwa 4200 Commis- und Lehrlingsstellen (auch für Nichtmitglieder i. An die Handwerksmeister. Di- „Herberge zur Heimath" wll keineswegs daS Stro- merthum drtördern, sondern den wandernden Gesellen, Die noch an gesittetem Leben und Liebe zur Arbeit haben, di- b-Ifend- Hand reichen, um sie vor dem Versinken im Vagabundenleben zu bewahren und der redlichen Arbeit zu erhalten, öte null also in erster Linie dem so vielfach bedrängten Handwerk dienen. Wir richten daher an alle hiesigen HandwerkSme.ster d>° d«n- aende Bitte, uns in diesen Bestrebungen fördernd entgegen zu kommen, und vor allem sich wegen ihres Bedarfs an Arbeitern an den Hausvater Meister, der darüber Buch zu führen bat, wenden und uns so in den Stand setzen zu wollen, den Arbeitsuchend n sichere Arbeit nachzu- weisen. 383 5)_________________________ 3973) Ein Krankenpfleger, ärztlich empfohlen und gut attestirt von Privaten und Anstalten, empfiehlt sich zur Privatpflege. Werthe Aufträge erbeten bei Herrn Schirmer, im Nussischen Hof. 3393) Sichere 4 Heilung #; K garantire Allen, die an Krank-I ® ■«r Seiten der Blase r (insbes. Bettn.3 e I schmerzh. Urin, Stein rc.), der 3^ ^^Haut: (Flechten, unreiner Teint, 5'Z. * ^sowie alle Ausschläge), des Blu-K^ g’et teS: (Blutarmuth, Schärfe, 3,» Z ^Schwäche rc) selbst in ben^S schlimmsten und veraltesten Fällen Z ” leiden. 3 AZ Verfahren ohne Berufsstörung und mit wenigen Kosten ver-" F bunden. Unbemittelte finden Be-Z^ 35 rücksichtigung. Brieflich zu wen-3» K den an £© F. C. Bauer, ZH 65 Specialist, Wertheim a. Der Verstand. Köpfe von ausgekämmtem Haar werden für t M. gemacht Für güte dauerhafte Arbeit wird garantirt. Val. Reuter, Frisenr 3056) ___________Gießen.________ 2739) Meinen Möbelwagen halte bet bevorstehenden Umzügen einem verehrten Publikum unter billigster Berechnung bestens empfohlen. F. Fürst Witte. 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James ein self-madi W« Kemch iantenhause. fc Eisenbah bei dem man !n Bund *m Repräsenl ll/engeVew, W für die h)(tb iVle Sitzung s,» Aer Id J Wat natüt «"Wat, wat; J)( S«"8en ’W bebc b‘*ngen, Mß-r da J* der R’ a* ein 22**