Leisters (2521 2 dis z nethen.. £MartfdT chA. ^«hend aus Sobintammem, "eyuemlichkeit^ rr. M Teultvg. t möbltrt& Zms- ;u etrmittben i Stübchen zu ver- fiügelStzasse 95. Tit Stadtbaumstt. ^ebenhaus 2.6t, . 'ß unbtrnitit zu lecker, gniof.' ag «ab Lager: mietdtn. Wwe., Kreuz. ügtigen. n, in Haus-und wirb auf Johanni Karltftraße 209. men Lehrling. if Kröll trtwffl. 750 (tinfommen Reisenden, rvdurcbdcn ^abtifatc, :«n. Biibcrn, iüidern. 6p Itugniffc und Lsici. Lffer' !t. M. 2. Boto süM ((0nial®flar n' tr 9h) v 3* ,5 geübt Md sich r,ich!" will, wnd i Stpebüwn dm-s hüte /fltibengtwai^ rt «er Jg N^sbmg _®JL- |U j!"' WNlllkid. Zi-AL »-»AA» > - Nr 83. Dienstag den 13. April 1880. Anzeige - uk) Awtsblait fir den Kreis Gießen. ßi Redaetioasbureau r ErpedMsnSbureau r | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. ■avTiwuen-.iwmewr»./,MIIMIH ITH HIV-HriTlir-1"111 F‘ Amtlicher Ttz«il. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Polizeiwache von Montag den 12. l. Mts. an sich in dem seitherigen städtischen Schulhause Weidengaffe Nr. 93 befindet. Gießen, den 10. April 1880. Grobherzogliche Polizetverwaltung Gießen. Fresenius. Deutsche Industrie in Australien. Außer den blutigen Kämpfen, in welchen Völker und Völkerstämme mit einander ringen, vollzieht sich geräuschloser, aber darum nicht weniger nachhaltig in seinen Folgen ein friedliches Ringen, deffen Preis zunächst nicht die politische Suprematie ist, die sich auf Bajonett,e und Panzerschiffe stützt; sondern dieses Ringen ist die friedliche Arbeit, des Bürgers Zierde, und deren Segenspreis ist der schnelle und gewinnbringende Absatz ihrer Producte. „Die Zetten ändern sich" — dieser Ausspruch der Volkswetsheit zeigt sich nicht blos als zutreffend im Hinblick auf die Kriegführung verschiedener Jahrhunderte, sondern auch in Bezug auf die Mittel, durch welche die Völker die schon angedeuteten Ziele friedlichen Strebens zu erlangen suchen. Und doch behält, wenn wir auf den Kern der Erscheinungen achten, der weise Ben Akiba mit seinem „Alles schon dagewesen" Recht. Abgesehen davon, daß unsere Sänger- und Schützenfeste mit ihren Wettkämpfen in jenem „Kampfe der Wogen und Gesänge, der auf Korithons Landcsenge der Griechen Stämme froh vereint" ihr Urbild finden, daß die Schienengeleise unseres modernen Dampfrosses in den Stetngeletsen ägyptischer und griechischer Tempelwege ihre Anfänge sehen, haben auch die Schaustellungen der Jahrhunderte alten Jahrmärkte und Messe?, in den Weltausstellungen nur die denkbar größte Vervollkommnung erfahren, die bei der größeren Annäherung der Völker nicht auSbleiben konnte. Wie zu einer Brautschau der großartigsten Weise brachten die civtlifirten Völker der verschiedensten Himmelsstriche nach den Handelsmetropolen des Erdballs die Werke ihres Fletßes, die Erzeugnisse ihrer Künste und Wissenschaften. Die Braut, um deren Gunst sie buhlten und deren Zuneigung in immer häufiger wiederkehrenden Weltausstellungen erhalten oder erworben werden sollte, sind die vielgestaltigen Bedürfnisse der Menschheit. Die Gunstbezeugungen, mit welchen diese viel umworbene Braut einzelne ihrer Bewerber beglückt oder beglücken soll, sind erhöhte Nachfrage, zahlreiche große Aufträge und — last not least — der metallne Ausgleich. Darüber, ob nun auch die internationalen Ausstellungen wegen ihrer großartigen Anlage oder vielleicht gerade trotz derselben ihren Zweck im Großen und im Ganzen erreichen, herrscht sehr verschiedene Meinung. Allerdings ist in den 7 Ausstellungen, welche zwischen 1851 und 1878 abgehalten wurden, der Ausstellungsraum stetig größer geworden (von 93,000 qm auf 300,000 qm); auch der Zufluß von Besuchern schwoll fast ununterbrochen zu einem immer größeren Völkerstrome an; ferner wurde auch die Zahl der Aussteller eine immer größere, und wenn Philadelphia (1876) hiervon eine Ausnahme machte, so lag dies einestheils nur au der räumlichen Entfernung von den Centren der hochgesteigerten Cultur Europas, anderntheils an der mißlichen Lage der Industrie des europäischen Festlandes nach dem großen Krach der vorhergehenden Jahre. Daß aber diese Frequenz der Weltausstellungen keineswegs ein sicherer Beweis für die vollkommene Zweckmäßigteit^derselben ist, geht aus der Thatsache hervor, daß nach Prof. Hoyels Berechnung ein Besucher der letzten Pariser Ausstellung 6 Monate Zeit gebraucht hätte, um bet täglich fünfstündiger Besichtigung jedem Aussteller nur eine Minute Zett zu widmen. Diese Thatsache wird tndeß etwas abgeschwächt in ihrer Beweiskraft durch die Erwägung, daß fast jeder Besucher mit einem besonderen Fachtntereffe die Ausstellungsräume betritt und für dieses gewiß vollkommene Befriedigung findet. Es könnte nach diesen Erörterungen zweifelhaft sein, ob der deutsche Industrielle die Weltausstellung des gegenwärtigen Jahres im fernen Melbourne auf dem Festlande der „neuesten Welt" beschicken solle oder nicht. Und doch sind bereits über die Erfolge, weiche deutsche Kunst und deutscher Gewerbefleiß in dem Völkercongreß von Sidney im vorigen Jahre errungen hat, die günstigsten Berichte über die Weiten zweier Oceane zu uns herübergedrungen. Dadurch ist in uns die freudige Hoffnung angeregt worden, daß eine erneute Ausstellung deutscher Maaren auf australischem Boden unserem deutschen Handel eine neue Bahn, unserer deutschen Industrie ein neues Absatzgebiet eröffnen werde. Es erscheint uns als ein neues Verdienst des jungen „Centralvereins für HandelSgeogrophie und Förderung deutscher Interessen im Auslande" (Sitz in Berlin), nenn derselbe durch sein Organ, den „Export", zur rechten Zett ein ernste- Mahnwort seines australischen Correspondenten an die deutschen Aussteller ergehen läßt. In verständiger Weise dämpft jener Correspondent die allzu hoch gespannten Hoffnungen deutscher Industrieller, die schon ganz Australien als für den deutschen Handel gewonnen betrachten. Naturgemäß haben auch in Australien noch die handelsmächtigen Briten die Vorherrschaft, so daß diese auch bet der Sidnry-Au-stellung den Haupttreffer zogen. Dazu waren die deutschen Maaren durch frühere schlechte, nicht probemäßige Lieferung Seitens deutscher Firmen so mißcredttirt, daß die Wiedergewinnung Australiens für Deutschland sich vicht mit einem Male vollziehen konnte. Aber schon muß un- die Thatsache mit Freude erfüllen, daß Deutschland wenigstens gleich nach England die größten niateruöen Erfolge in Sidney erzielt und dadurch sich eine gute Zukunft in Australien angebahnt hat. Jene australische Correspondenz des „Export" gtebt den Werth der Aufträge, welche deutsche Häuser in Sidney erlangten, auf 30,000 Lstr. an. Ein großes Feld wird sich in Australien aber nur für diejenigen deutschen Fabrikanten eröffnen, welche dem bekannten Grundsätze : „Billig und schlecht", ganz entsagen und streng probemäßig liefern. Eine einzige nicht probemäßige Lieferung heißt nach dem wiederholten Uitheile des ReichScommissars das deutsche Geschäft für immer zu Nichte machen. Nur dann, wenn eine solide Lieferung nicht die Ausnahme, sondern die Regel bildet, wird Deutschland der englischen Concurrenz mir Erfolg begegnen können. Haben wir nun in Sidney unzweifelhaft et neu großen Vorsprung erlangt (namentlich Frankreich. Oesterreich und Jtali.n gegenüber), so wird Deutschland auf feiner Hut fein müssen, daß es den erlangten guten Ruf behält; dieses Ziel zu erreichen, muß Melbourne Deutschland gut gerüstet sehen. Cz. AeulMand. Darmstadt, 9. Aprl. Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 11) Mhält: 2. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial-Direction Oberhessen, das Aufbringen der Mittel zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschast der Proonz Oberhessen für 1880 betreffend. 2. Ueb^rsicht der für das Jahr 1880 von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von (Sommunal - Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Heppenheim. 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Offenbach, die für das 1. Vierteljahr 1880 zur Bestreitung der Communal-Bedürfniffe der Stadt Offenbach zu erhebenden Umlagen betreffend. 4. Ordensverleihungen. 5. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 6. Namensveränderungen. 7. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit ^der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 22. Febr. den von dem Stadtvorstande zu Gießen auf die erste evang. Pfarrstelle zu Gießen präsentirten Gymnasiallehrer Dr. Karl Naumann zu Worms für diese Stelle zu bestätigen; am 11. März dem zweiten evang. Pfarier Karl Mattes ton Gedern die evang. Pfarrstelle zu Jugenheim, am 13. März dem evang. Pfarramts-Candidaten Friedr. Jacobi aus Ober-Nosbach die evang. Pfarrstelle zu Schwarz zu übertragen. Am 6. März wurden Heinrich Steuernagel aus Strebendorf und Konrad Kohler aus Heidelbach zu Aufsehern an dem Landeszuchthause, am 12. März wurde der Feldwebel tm 3. Großh. Jnfant.-Regim. Nr. 117 Johann Georg Weniger aus Leihgestern zum Ministerialkanzleidiener bei dem Ministerium der Finanzen, mit Wirkung vom 1. April l. Js. an, am 13. März wurde der Gefangenwärtergehülfe bei dem Provinzialarresthause zu Darmstadt Johannes Arheilger zum Gefangenwärter bei dem Haftlocale zu Darmstadt ernannt; am 15. Mürz wurde der von dem Heim Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosen- berg und dem Herrn Grafen Erbach-Schönberg auf die Lehreisteüe an der Gemeindejchule zu Böllstein präsentirte Schulamtsaspirant Johan« Georg Fritz aus Albig für diese Stelle bestätigt; am 18. März wurde der Schulamts- aspiranl Philipp Jacobi aus Nieder-Rosbach zum Lehrer an der Vorschule des Gymnasiums zu Gießen unter Belassung in der Kategorie der Volksschul- lehrer ernannt. 8. Cbarakterertheilung. 9. Ruhestandsversetzung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst: am 13. März den evang. Pfarrer Friedrich Adolf Groß zu Stadecken auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Juli l. Js. an, in den Ruhestand zu versetzen. 10. Concurrenzeröffmmgen. Erledigt sind: Die evang. Pfarrstelle zu Osthofen; dotationsmäßiger Gehalt 2850 (Sine mit einem kath. Lehrer an ter Gemeindeschule zu Herrnsheim mit einem Gehalt von 900—1000 Jt Darmstadt, 10. April. Das heute ausgegebene Großh. Regierungsblatt Nr. 9 enthält die Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, den Ausschlag der directen Steuern für daS Etatsjahr 1880/81 betreffend. Berlin, 10. April. Der Reichstag überwies das Wuchergesetz an eine Commission von 21 Mitgliedern und genehmigte die Verordnung, betr. die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten durch Schluß .bstimmung. Es folgt die weitere Berathung der Militär - Vorlage. Zu S 3 beantragte Richter, die Zahl der zu den Uebungen einberufenen Ersatzreservisten erster Clajse kommt nach Verhältniß des Jahresdurchschnitts der Uebungszeit und die Friedensprasenzstärtk in Anrechnung. Richter begründet seinen Antrag und erklärt, seine Freunde und er würden für die einzelnen Nummern des $ 3 stimmen, weil dieselben sachgemäß seien; sie würden aber gegen den ganzen Paragraphen stimmen, weil für die durch denselben erhöhten Lasten des Militäretats keine entsprechenden Erleichterungen in Aussicht stünden. Bundes-Commissar Major Funk erklärt den Antrag für unannehmbar. Der Antrag Richter's wurde abgelehnt — für denselben stimmten Fortschritt und Centrum — und Absatz 1 des 8 3 angenommen. Die Absätze 2 bls einschließlich 8 des 8 3 werden nach unerheblichen Discussion angenommen. Im Anschluß an $ 3 liegen noch zwei Anträge vor. Richter (Hagen) beantragt die Befreiung der Geistlichen vom Militärdienst durchweg auszuschließen und dieselben auch zu Reserveübungen heranzuziehen. Heeremann beantragt die Freiheit der Geistlichen vom Militärdienst überhaupt auszusprechen. Heeremann begründet seinen Antrag, gegen den sich im Namen der Reichsregierung Major Funk erklärt. Richter (Hagen) empfiehlt die Annahme seines Antrages. Windthorst fragt, wie es in Zusammenhang zu bringen sei, daß während man so oft aus dem Munde des obersten Kriegsherrn die Mahnung höre, daß die Religion in das Volk zurückgeführt werden müsse, die Militärverwaltung hier eine der Religion feindliche Erklärung abgebe. — Präsident Graf Arnim bemerkt dem Redner, daß er ein Hereinziehen der Person des obersten Kriegsherrn in die Debatte nicht billigen könne. Windthorst beruft sich darauf, daß Abg. Rickert gestern dasselbe gethan, ohne gerügt zu werden; übrigens werde er sich dieses Recht nicht verkümmern lassen, da es doch unerhört sei, daß man in einem monarchischen Staate nicht den König nennen solle. Kein Paragraph der Verfassung verbiete dies; er werde diese Frage zu gelegener Zeit zum Austrage bringen. Der Präsident Graf Arnim erwiderte: Ick war gestern nicht an dieser Stelle, als der Abgeordnete Rickert sprach; ich weiß nicht, was er gesagt, behauptet habe ich nur, daß es gegen die Praxis des Hauses ist, die Person des Kaisers in die Debatte zu ziehen. Ich werde darauf halten, so lange ich an dieser Stelle stehe. — Windthorst tritt nochmals für den Antrag v. Heeremann ein. — Abg. Wittich empfiehlt den Antrag Richter. — Der Antrag Richter wird gegen die Stimmen des Centrums und des größten Theiles der Deutsch-Conservativen angenommen; für denselben, also für Streichung der Exemption der Geistlichen von der Uebungspflicht der Ersatzreserve, stimmt auch Adg. Gral Moltke. Die von v. Heeremann vorgeschlagene Aenderung des Militär- gesetzes wird gegen die Stimmen des Centrums abgelehnt. Der Rest der Militärnovelle wird unbeanstandet in zweiter Lesung angenommen. An dieselbe schließt fick der de- kannte Bühler'sche Abrüstungsantrag, dahingehend, einen - Staaten.-Congreß behufs gemeinsamer Heeresreduction einzuberufen. Der Antrag wird nahezu einstimmig abgelehnt. Die Vorlage, betr. die Besteuerung von Dienstwohnungen der Reichsbeamten, wird von Bundescommissär Möller befürwortet. Dagegen sprechen v. Benda und Löwe. — Delbrück erklärt, er würde für die Vorlage stimmen, wenn der Gesetzentwurf sich aus alle Wohnungen der Reichsbeamten, nicht blos auf Dienstwohnungen erstreckte. Nachdem noch der Präsident der Reickskanzleramtes, Hoffmann, die Vorlage befürwortet und Sonnemann dieselbe bekämpft, wird die zweite Lesung im Plenum beschlossen. Berlin, 10. April. Nachtrag zum Reichstagsbcricht- Im Laufe der heutigen Debatte über die Militärvorlage fragte Richter an, ob die 14jährige Dienstzeit in den alten preußischen Provinzen nicht bald, bis spätestens 1882, aufhören werde. Kriegs- Minister v. Kameke antwortet, daß die 14jährige Dienstzeit 1882, wo die neue Heeres- Organisation in den süddeutschen Staaten 12 Jahre gewirkt habe, in Preußen aufhören würde. Die Landwehrleute würden bis dahin in den letzten Jahren nicht zu Hebungen herangezogen und stünden also nicht schlechter als der Landsturm, dessen ersten beiden Jahrgänge im Kriegsfälle auch zur Fahne einberufen würden. — Der BuudeSrath wird in der „Post" in folgender Weife abgekanzelt: „Gewiffe Vorgänge in der Sonnabend-Sitzung des Bundesraths geben in den betheiligten Kreisen zu vielfachen Erörterungen Anlaß. Es soll, zum ersten Male seit dem Bestehen des Bundesraths, in jener Sitzung vorgekommen sein, daß Vertreter eines und desselben Staates in Widerspruch mit Art. 6 der Reichsverfassung divergirende Ansichten vorgebracht haben. Ebenso soll das Resultat einer Abstimmung sehr überraschend gewesen sein. Der Besuch des Bundesraths durch die wirklichen Vertreter der verschiedenen Regierungen scheint in dieser Session ein spärlicherer zu sein, wie je zuvor. Man erzählt, daß in der Sonnabend-Sitzung 13 Regierungen durch Substitution vertreten gewesen sind, so daß sich beispielsweise zwei der anwesenden Mitglieder im Besitze von zusammen 16 Stimmen befunden haben. Hierdurch ist wahrscheinlich das eigenthümliche Ergebniß zu Stande gekommen, daß die Minorität bet einer Abstimmung aus den Regierungen von mehr als 33 Millionen, die Majorität aus den Regierungen von 7% Millionen Deutsche, nach Abzug der Bevölkerung von Elsaß-Lothringen, gebildet worden ist. Uns scheinen dergleichen Stimm-Experimente nicht im Jntereffe der Autorität des Bundesraths zu liegen. Formell sind sie zweifellos berechtigt, aber wenn jede formale Berechtigung bis zu ihrer äußersten Grenze getrieben und ausgebeutet wird, so sehen wir nicht ohne Bedenken der verfassungsmäßigen Entwickelung der Zukunft entgegen." Belgien. Brüssel, 10. April. Der Krtegsmintster Liagre befürwortete gestern in der Kammer die neuen Befestigungen der Brückenköpfe im Maasthal, indem er bemerkte, bei der Eventualität eines französisch-deutschen Krieges hätte der Angreifer ein großes strategisches Jntereffe, die Maas zu überschreiten, um entweder den Niederrhein oder Nordsrankretch anzugreifen. Die projectirten Arbeiten werden auf 14 Millionen geschätzt. — Ein päpstliches Schreiben an den Cardinal Erzbischof von Mecheln, das das rebellische Auftreten des Eptsco- pais gegen das Schulgesetz gutzuheißen scheint, erregt allgemeine Entrüstung. Das osficiöse „Echo du Parlament" fordert die Regierung auf, vom Papst eine bündige Erklärung zu verlangen. ZitaNerr. Row, 10. April. Die „Gazzeta usfiziale" veröffentlicht das Dekret, durch welches der von der betr. Commission vorgelegte Liqutdirungs-Entwurf in Betreff der Schulden der Gemeinde Florenz genehmigt wird. Gläubiger, welche bis zum 31. December 1880 ihre Schuldtitel nichr vorgelegt oder der Liquidirung nicht zugestimmt haben, verlieren den ihnen zukommenden Antheil. Kußland. Petersburg, 10. April. Das Befinden des Reichskanzlers Fürsten Gortschakoff hat sich bis jetzt nicht gebessert. Die Athmungsbeschwerden haben nachgelaffen, jedoch ist große Schwäche eingetreten. Charkow, 9. April. Der bei dem hiesigen Militärkreisgericht schwe- bendende politische Prozeß endete mit der Verurtheilung sämmtlicher 6 Angeklagten zur Verbannung nach Sibirien auf 6 bis 10 Jahre. — Die „Agence Ruffe" erklärt, die chinesische Regierung sei von keiner Macht zu einem feindlichen Verhalten gegen Rußland aufgereizt worden. Die Schwierigkeiten bezüglich des russisch-chinesischen Vertrags und die Gefahren, welchen der chinesische Gesandte Tehoungkao ausgesetzt war, seien nur durch bie zur Macht gelangte altchineflsche Partei verursacht, welche gegen alle Europäer gleichmäßig feindselig auftrete. Es wäre indeß verfrüht, ernste Verwickelungen zu befürchten, da ja die chinesischen Propositionen noch gar nicht bekannt seien. Rußland sei übrigens gar nicht gewohnt, einen abgeschloffenen Vertrag als nicht vorhanden zu betrachten und wenn neue Verhandlungen nothwendig werden sollten, so würden solche unter Bedingungen stattstnden, die geeigneter seien, die Ausführung des Vertrages zu sichern. Puris, 11. April. Die katholischen Journale veröffentlichen neue Bischofsbriefe gegen bie Decrete vom 29. März. Die „France" will wissen, bie Regierung beabsichtige Maßregeln, um diesen blschöstichen Kundgebungen Einhalt zu thun. Die „France" hält für w chrscheinlich, daß ein Ministectal- schreiben den Bischöfen bie Vorschriften oes Concordats tn Erinnerung bringen unb den festen Entschluß der Regierung betonen werden, den Gesetzen Achtung zu verschaffen. Petersburg, 11. April. Der Reichskanzler Fürst Gortschakoff hatte eine sehr unruhige Nacht. Das fieberhafte Phantaflren hörte erst Morgens auf. Die um 10 Uhr Vormittags stattgehabte ärztliche Untersuchung consta- tirte eine große Schwäche des Patienten. New - Bork, 11. April. Der Dampfer „Scandinavia" collidicte beim Verlaffen des Hafens mit einem anderen Schiffe, mußte zurückkehren und seine Ladung löschen. Madrid, H. April. Der Mmtsterrath hat sich gegen die Umwandlung der Todesstrafe Otcro's ausgesprochen. Petersburg, 11. April. Der Kaiser stattete dem kranken Fürsten Gortschakoff heute Nachmittag 3 Uhr einen Besuch ab und ließ den beiden Söhnen des Reichskanzlers teiegraphlren, sich zu ihrem Vater zu begeben. Gegen 5 Uhr war der Zustand des Kranken etwas ruhiger; derselbe hatte auch etwas Nahrung eingenommen. Lokales. Giesien, 12. April. Der unjeren Lesern wohl noch erinnerliche Prozeß der Stadt Hamburg g-gen Den Ortsarmenverband Gießen wegen Zahlung von Reisekosten für eine Familie nach Brasilien, wurde in legtet Instanz, vom Bundesamte für Heimathwesen, endgiltig zu Gunsten Der Stadt Gießen entschieden Hamburg wird neben seinen voreiligen Auslagen für die überseeische Fahrt nun auch noch die nicht unbebeutenoen Prozeßkosten zu tragen Haven. — Die Stavlkirche war gestern Vormittag übervoll besucht. Galt es doch Der Einführung und Vorstellung des neuen 1. Stadtpfarrers Herrn vr. Naumann in sein Amt. Mit von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten sprach der Herr Pfarrer tn seiner Antrittspredigt zu seiner Gemeinde. Mögen die Wünsche, welche Die Gemeinde für ihren Seelsorger hegt unD welche auch in bei Brust des Letzteren jedenfalls Entgegenkommen finden, tn reichstem und schönstem Maße sich erfüllen. — In einfacher Weise geschah heute Vormittag die Ueberführung der höheren Töchterschule tn ihr neues prächtiges Schulhaus am Asterweg und die Einweihung deö Letzteren. Wir bedauern, unfern Leiern nicht ausführlicher hierüber berichten zu können. Die einfache Feier gestattete es wohl nicht, daß man Die Presse mit einer kurzen Einladung beehrte. — Ein Kutscher, welcher seinem Collezen einen kleinen Geldbetrag gestohlen, wurde gestern verhaftet. Vermischtes. Grünberg, 8. April. Gestern Abend verunglückten im Bergwerk bei Stangenrod zwei Arbeiter durch die Explosion einer Dynamitpatrone. Dem Einen wurden drei Finger abgerissen und Dem Anderen sprang, durch die Erschütterung veranlaßt, das Trommelfell. Der Unfall ist dadurch hervorgerufen worden, daß die Patrone versagte und Der eine Arbeiter dieselbe dadurch zum Explodiren brachte, daß er sie mit einem Bohrer bearbeitete. (Gr. A.) Rödelheim, 9. April. Der Wirth im hiesigen Frankfurter Hof bot in vergangener Nacht seinen überlauten Gästen Feierabend. Es kam darüber zu Streit und zu Thätlichkeiten, tn deren Verlauf Der Wirth todtgeschlagen wurde. — sAus Kindermunds Karl: „Sag' einmal, Tante, warum wäschst Du Deinen Mund nicht?" — Tante: „Wie kommst Du zu dieser seltsamen Frage, Kind?" — Karl: „Nun, die Mutter sagte gestern, Du hättest ein ungewaschenes Maul." Theater. M. L'Arronge ist zweifellos einer der beliebtesten Theaterschriftsteller der Jetztzeit, überall werden seine Stücke mit gleichem Erfolge gegeben. In allen weht cm kräftiger Hauch gegen krankhafte Ucberspannung, Allen dient Erfahrung zur Folie, daß von Dem Erhabenen bis zum Lächerlichen nur ein Schritt ist. So ist es in „Mein Leopold" Die übertriebene Siebe, Die Affenliebe eines Vaters zu seinem Sohne und in „Wohlthätige Frauen" eine krankhafte Wohl« lbätigkeit, bie Bazarwohlthätigkeit, welche L'Arronge in einer geistreichen satyrischen Weise bekämpft. — Die Aufführung ist eine gelungene zu nennen. Clementine, bie stolze Geheimräthin von Praß und Ottilie Möpscl, bie romantische LeDerhänblersfrau von Der Firma „Möpsel, Mayer & Co." sinD zwei Typen, wie wir sie im Leben so oft treffen, bie eine stolz unb unnahbar , bie anbere gesprächig unb sich leicht anschließend, beide von einer Herzensgüte, welche aber auf dem von L'Arronge angegebenen Wege zur Carrieatur wurde. Die Darstellerinnen beider Rollen, Frau Debauer und Frau Schubert Schneeberger, leisteten Anerkennungswerthes. Diesen beiden Typen angekränkelter Wohlthätigkett stellie L Arronge geschickt m der Gestalt deö Major von Rodeck einen Repräsentanten bet ächten Wohlthätigkeit gegenüber. Rauh ist bie Schale, aber edel ber Kern des Herrn Majors unb bet Herr Major bes Herrn Müller war ganz vortrefflich. Frau Müller war als Anna eine allerliebste Erscheinung, sie hatte eine „spitze Zunge" unb ben Mund auf Dem rechten Fleck Ihr gewandtes und sicheres Spiel zeigt uns, mit welchem anerkennenswerthen Eifer uno Verständniß sie bi? ihr zufallenben Rollen studirt. Fräulein König spielte bie Erzieherin Martha in gewohnter Weise, sie hat auch in bietet Rolle burch ihr anmuthiges Benehmen unb ihre einschmeichelnbe Sprache bie Herzen Aller gewonnen. Sebr erheiternb wirkte bas Spiel Des Herrn Gärtner unb des Fräulein Werner, welch' letztere in höchst drolliger Weise den Gymnasiasten Julius barstellte. Hoffentlich wird beim Lesen dieser Zeilen Der Schmerz über ben mißlungenen Aufsatz einer Freude Platz machen, welche Jeden ergreift, wenn er seine Leistungen aneifannt sieht. Herr Gärtner war urkomisch in seiner Doppelrolle als Diener des Henn Möpsel und Factotum ber wohlthätigen Frau Möpsel; für sein Spiel eitire ich nur seinen eigenen Lieblingsausspruch: „Bumm, bas gefällt mit sehr gut!" Erheiternb wirkten auch die Leistungen bes Herrn Schubert als Friedrich Möpsel, wie überhaupt Alle wiebetholter Beifall unb oft stürmische Heiterkeit lohnte. Wir hörten gestern zu unserer Fteube, baß bie Dtrection beabsichtigt, in nächster Zeit bie auf ben größeren Bübnen mit so sensationellem Erfolge gegebene Novität „Gräfin Lea" von Paul Linbau aufzufühten. Ich glaube ber Name bleses geistreichen Autors und bie Be- reltwilllgkctt ber Directlon erlangen burch ein volles Haus Die beste Anerkennung. Handel und Verkehr. Frankfurt, 10. April. (Marktbericht.) Der heutige Heu- unb Strohmattt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität ber Centner 2.50—3.20, Stroh 2.50—3.20. Butter bas Pfunb im Großen 1. Qual. JL 1.00 — 00, 2. Qual. JL 0.90, im Detail das Pfund -X 1.30—00, 2. Qual. .X 1.20—00. Eier bas Hunbert itaL JL 7.00, beutsche Eiet 6.00 Jt. Ganze Erbsen bas Pfd 20—26 geschälte Erbsen 32—37 H, Bohnen 27—29 H Linsen 40—oO Weißkraut bas Stück 20—25 Rothkraut, 1 St. 25—30 H, Kohlrabi — Kohlkraut 12 -15 Blumenkohl 1 St. 40—6" Wirsing 10-2o H, Kartoffeln 10O Ko. 7, Zwiebeln 1 Bunb 6^. Merrettig 25 St. — 1 Stück 12—15 Ochsenflet)ch per Pfund 65—70 Rindfleisch 45-60 H, .Kuhfletsch 45-60 Kalbfleisch 45—55 Hammelfleisch 40—65 Schweinefleisch 65 — 70 ein Hahn JL 2.00—2.10, ein Huhn JL 2.00 - 2.80. eine Ente 2.70—3.50, eine Taube 60 Wälscher Hahn „M 5—11, Kapaun JL 3. — sRetourbillc ts.j Der prcuß. Minister Der öffentlichen Arbeiten ist geneigt, für den Verkehr ber beoeutenben Plätze bes Landes von kommerzieller ober politischer Bebeutung unter einander und mit Berlin bezüglich ber Retourbillets Die Erleichterungen, welche gegenwärtig schon auf ber Strecke Berlin-Trier bestehen, für ben Fall eintreten zu lassen, daß solche in ben, einem wirklichen unb hervorragenden Bebürfnisse entsprechenden Grenzen gehalten werden, ohne weitere Berufungen unb erheblichere finanzielle Einbußen besorgen zu laffen. Es ist tn Aussicht genommen, bie Gültigkeitsbauer der Retourbillets bei Entfernungen von mehr als 200 Km. auf 3 Tage, von mehr als 300 Km. auf 4 Tage, von mehr als 450 Km. auf 6 Tage, von mehr als 600 Km. auf 8 Tage auszubehnen, ben Tag ber Lösung eingerechnet. Zunächst sind die i Königlichen Direetionen angewiesen worben, die Ansichten ber wirthschaftlichen Korporationen \ über ben Gegenstanb zu hören, mit Denen sie zu Konferenzen zusammentreten. >\w 1 I. SRont« Miss« * cbm, S Stroh v* - Mi i ji * .^i-c1 1. ßantm«1' : 4i'’iJ'0O-2> 3. | tri* futun6tn ?x.V „edr ®r . öon °'7, (1f 6 M!|| find ^ <■. J ^ßtatiD i dn Jetztzeit, überall J haltiger Hauch gegen n Srbabenen bis zm i* bertnebene Liede, die E lint krankhafte WO I ! salyrifchm Wtije be; I it stolze Aeheimrälhin I tn Firma >WV f Die eine stolz and » r HerzenSgüle.welche Die Darstellerinnen I znerkennungswerthes. j rf: m ter Gestalt W iber Rauh ist d>e es Herrn Müller war i fi, batte eine „W \nli Still >->«' ™ ■ «WS Ars ia. „ T.* 31*! Li.S»A „**«« =«b ** Allgemeine Holeversleigertmg in den Waldungen des Großherzoglichen Hauses der Oberförsterei Nieder Ohmen. 806 2 26 15 56 Es werden versteigert: r M. Montag den 19., Dienstag den 20., Mittwoch den 21. und Donnerstag den 22. d. Mts., in den Districten Lichterwalv, Eichholz und Etsenkaure bei Bernsfeld: Eichenstämme von 16—78 c* Durcdm., 6—15 m Länge — 778 ebn», (darunter viele sehr schöne Stämme, auch 1 Mühlweüe, 1 Schmiedstock und mehrere Kmmmlinge), Birkenstämme von 22 u. 33 cm Durchm., 2 u. 7 m Länge = 0,68 cbm, Buchenstämme von 34—76 „ „ 4—8 „ „ = 29 „ Hainbuchenstämme v. 24—31 „ „ 4—7 „ „ ----- 6 „ Kiefern* und Fichtenstämme von 21—41 cm Durchm., 6—17 m Länge = 45 cbm, 220 rm Rothbuchen-Scheiter J 14 „ Hainbuchen-Rundscheiter ! sehr gut. 12 „ Etchen-Scheiter 1 Zusammenkunft jeden Tag Morgens 9i/2 Uhr im Distr. Lichterwald. Am Donnerstag werden die übrig gebliebenen Eichen, die Buchen, Hainbuchen, Birken, Kiefern- und Fichtenstämme, sowie die Scheiter verkauft. Das Holz lagert dicht nebett der Staatsstraße, 5 Kilometer von der Station Mücke und ist sehr gut abzufahren. II. Freitag den 23. d. M. in der Forstwartei Lumda: 86 Eichenstämme von 16—34 ern Durchm., 4—12 m Länge = 18 cbm, (meist Wagnerholz), 1 Buchenstamm von 34 cm Durchm., 7 m Länge — 0,64 cbm, 117 Fichtenstämme von 15—40 cm Durchm., 9—19 m Länge ----- 43 ebrn, 15 Eichen, 209 Buchen, 281 Ftchten-Wagnerstangen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Distr. Kaspershaag. 111. Samstag den 24. d. M. in der Forstwartei Atzenhain: 13 Elchenstämme von 16—26 cm Durchm, 5—10 rn Länge = 3 cbm, tl Buchen „ „ 32-49 „ „ 5—11 „ „ =10 „ 238 Fichten ., „ 15-26 „ „ 7—19 „ „ =38 „ 10 Eichen, 25 Buchen, 1238 Fichten-Wagnerstangen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Distr. kleiner Finkenwald. IV. Mittwoch den 28. d. M. in der Forstwartet Nieder-Ohmen: 295 Etchenstämme von 15—50 cm Durchm., 5—13 m Länge = 81 ebrn, (meist Wagnerholz), 16 Fichten» und Lärchenstämme von 16—24 ein Durchm., 8—17 rn Länge — 4 cbm, 13 Eichen, 204 Fichten-Wagnerstangen, Zusammenkunft Morgens 9i/2 Uhr im District Mittelst Köpfel. V. Freitag den 30. d. M. in der Forstwartei Merlau: 1 Ulmenstamm von 34 cm Durchm, 7 m Länge = 0,64 cbm, 78 Fichten, Kiefern- und Lärchenstämme von 16—40 cm Durchm., 9 bis 27 m Länge = 38 cbm, 79 Ftchten-Wagnerstangen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr am Pflanzgarten. An demselbenTage von Mittags 12 Uhr an in der Forstwartet Lehnhetm: 13 Etchenstämme von 16—34 ern Durchm., 5 — 11 rn Länge = 2,38 cbm, 1 Buchenstamm von 60 cm Durchm., 5 m Länge = 1,50 cbm, 8 Kiefernstämme von 21—37 cm Durchm., 8—19 m Länge = 8 cbm, 1752 Ftchten-Wagnerstangen, thetlwetse zu Sparren geeignet. Zusammenkunft an der Pfarrwiese. Wetter kommt in diesem Jahr ketn Stamm- und Stangenholz mehr zur Hüter. 2561) if Benner. 2525 Die 141 390 319 für die Frühjahr- und Sommerjatson trafen bei mir ein. Gleichzeitig empfehle ich mein reich osiortirtes Lager in Strohhüten, Bändern, Stoffen rc. zu wirklich billigen Preisen. Verwerthung. Grünberg, den 9. April 1880. Großherzogltche Oberföisterei Nieder-Ohmen. Lei No. 403. Treis a. d. Lda., den 9. April 1880. Gr. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Holzversteigerung. Ja den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. d. Lda. werden versteigert: 1. Donnerstag den 13. April d. I., Zu den Districten Aspenstrauch und Neuewald: 163,4 rm Buchen« und 1 rm Eichen-Scheit, „ „ 4 „ Nadel-Knüppel, „ Stammreisig, „ „ und 70 rm Nadel-Zovsreisig. 2 Freitag den 16. April d. I., in den Districten Hainbuch, Buchwald, Alt-Urner, Pftngstkopf, Heege und Bo mm en st ein: 16 Eichenstämme von 21—45 Ctm. Durchm. und 2—12 Mir. Länge, 36 rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Scheit, 85 „ „ Aspen- und Nadel Knüppel, 740 „ „ und Nadel-Stamm- und Zopfreisig. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal präcis 9 Uhr am I. Tage im District Neuewald bet No. 1 und am II. Tag im District Hain buch 2258) 4. Fangmann, Kirchenplah. r Anzeiger. Aufforderung. Nach am 26. Januar 1875 bestätigten Kaufbriefen hat Katharine geb. Reinschmidt Edkfrau des Jakob Ambach von Steinbach in dasiger Gemarkung den Ack-r Flur XVII Nr. 584 an Kaspar Röders Eheleute von da und den Acke Flur III Nr. 57,2 an Karl Reinschmidt verkaufe. Die aus Martini 1875, 1876 und 1877 fällig gewesenen Kausschtllinge sotten bezahlt sein. eS kann aber, da Verkäuferin verschollen ist, feine Quittung beigebracht werden. Sie oder ihre Rechtsnachfolger oder wer sonst Ansprüche aus die Kaufichllinge hat, wird ausgefordert, solche so gewiß binnen 6 Wochen hier geltend zu machen, als sonst angenommen werden wird, daß ausbezahlr sei, und die zur Löschung des beschränkten Eintrags des Mutations-Verzetchnisies erforderliche Verfügung ertasten wird. Gießen am 6. April 1880. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 2565)____Langs dort f.________ Uersteigerungsaryeige. Donnerstag den 2S. April, Nachmittags 2 Uhr, soll die den Herren Adolf Jinßer und Otto Schmidt dahier gehörige Hosraithe mit Garten Rlur I Nr.—__\ auf dem tfiur i. ^-4753/^1 Seltersweg an Ort und Stelle einer freiwilligen Versteigerung abtheilungshalber ausgesetzt werden. Die näheren Bedingungen sind bei Obigen und dem Unterzeichneten zu erfahren. I. A.: L. Kauf, 2563) Ortsgerichtsmann. Mobilienversteigerung. Dienstag den 20. April 1880 und den folgenden Tag, von Vormittags 9 Uhr an, (2564 sollen in der Wohnung des verstorbenen C. Haberkorn in Grünberg nachstehende Gegenstände meiftbiehnb gegen baave Zahlung versteigert werden: Kleider- und Küchen-Schränke, 4 Com- moden, 1 Ausziehiisch, dm. andere Tische, Stühle, Sopha's Bilder, 6 vollständige Betten und Bettladen, Teppiche, Weißzeug, Nachttische, Uhren, Porzellan, Gläser, Haus- und Küchengeräthe, ein Röder-Herd, 10ekonomiewagen, Flinten, Jagdrequisiten, Rehgeweihe u. s. w. Letztere kommen Mittwoch früh 9 Uhr zur Versteigerung. Die Gegenstände können vorher angesehen werden- Dienstag den 20. d. M., Nachmittags 3 Uhr, sollen die zum Nachlaß der Joh. Jtzter- Ifna Ww. gehörende Immobilien: Flur. Nr. Mtr. L 359,2 51 Hofraithe im Tiesenweg, I. 359,4 25 Hofraithe daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 10. April 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 25-36) Lüdeking. __________ Mrsteigerung. Mittwoch den 14. April er., Nachmittags 1 Uhr, sollen im Hause der verstorbenen Lehrer N.rton Rumpf Ww. zu Großen-Buseck verschiedene Haus-, Küchen- und Oeko- nomie-Geräthe, noch in gutem Zustande, meistbietend gegen baave Zahlung versteigert werden. (2486 Großen-Buseck, am 9. April 1880 Mittwoch den 14. Aprit t.A, Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Geschäftszimmer nachstehende Gegenstände, meistbietend gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1000 Cigarren, 4 Uhren, 1 Schrank,, 1 Tisch, 2 Kommoden, 1 Ring, 2 Spiegel, 1 Frauenrock, 1 Ucberzieher, ,1 Bett, 1 Sopha, 1 Kleiderschrank, 1 Nähtisch ch en, 1 Teppich, 1 Hand-Nähmaschine. Gießen, den 24. März 1880. 2580) Bauer, Gerichtsvollzieher. Jeitgevolenes. 2573) Gebrauchte, gut erhaltene Wagen, als: Halbverdeck-Kalefchen (Break) und ein 12fitziger Omnibus stehen billig zu verkaufe». ________________Ehr. Horeyseck. Aratbückinge neue Sendung eingetroffen. (2579 Gg. Milh. Meibig. 2569) Fette, gelbe, schnittreife Limburger Käse % 32 Pfg. in Kisten ä 9 Pfd. Netto zollfrei und franko gegen Postnachnahme. 3 Kisten 60 Pfg. Rabatt. In Kisten ä 37 und 57 Pfd. Netto ab hier pr. Bahn als Frachtgut zollfrei per Pfd. 23 Pfg. Jeder Käse in Pergamentpapier eingewrckelt (wodurch das Zerfließen verhindert wird) per Pfd. 1 Pfg. theurer. 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März 1879. L. d. H. Prof. Dr. Dräsche. Bei Magen- und Darmkatarrh, hab. Vorräthig in den meisten Apotheken und allen renommirten Mineralwasser- Depbts. Depots werden auf Verlangen überall errichtet durch die Versendungs- Direction in Budapest. (461 KS3 das anerkannt wirksamste aller Bitterwässer. *13-,"VXT T awka Erlangen : „Die Franz Josef Bitterquelle Axz» W - JueUue, wirkt sicher und macht keinerlei Beschwerden. Selbst in Fällen, we es bei reizbarem Darme verabreicht wurde, erzielte das Wasser schmerzlose Wirkung“. Erlangen, 26. December 1878. Stuhlverstopfung, Appetitlosigkeit, Blutanschoppung, Hämorrhoiden, Leberleiden und Frauenkrankheiten wurden vorzügliche Erfolge erzielt.“ 1878. T\y TT£1TTOT* 4-VSI TM-i Och. San.-Rath, Mitglied des kgl. deutschen ***'" • Gesundheitsamtes, Frankfurt a. M. : „Empfiehlt sich vor allen, wo es gilt, dem Magen geringe Wassermengen zuzuführen. Das Wasser wird (oft auch für längere Zeit) leicht vertragen und gerne genommen“. Frankfurt a. M., 27. April 1879. Frof. Dr. v. Scanzoni, ist ausnahmslos rasch, zuverlässig und schmerzlos“. Würzburg, 26 Juli 1877. K. k. Allgem. Krankenhaus, Wien. 2hfhmen" r U VII. U. FRANZ JOSEF" [BITTERQUELLEJ blei i flau ft* S’ftÄ bbt j*1«!