1880. Freitag den 13. Februar Nr. S7 üt>Ädieielbitrc?nd das neue System. Der ehemalige Minister des Cultus konnte die Rede des gegenwärtigen, und Herr v. Putlkamer die Red- seines Vorgängers unter- schreiben, wenn auch daö -in- Mal der Applaus von rechts das andere Mal eon linker Seite kam. Beide Minister halten an der Staatsschutzwehr s st und erkennen nicht an, was Windthorst verlangte: die Unterw-isuug unter das Kreuz von Golgatha. Beide Männer sind tiefrel gios, aber auch deutsch genug, um di- Zumuthung, zu Kreuze zu kriechen zurückzuweffeu. So sanden wir denn auf einmal Herrn v. Puttkamer an der ®ett«t ®r. Fa»s, und, was die Hauptsache war, die Ultramontanen erblickten sich aus einmal von ten Conservativen verlaffen. Allerdings bleibt trotzdem der himmelweite Un- i.rschied zwischen den Systemen Puttkamer und Falk bestehen, aber in der patriotischen Erhaltung der Staatsautorität den zu weit gehenden An- wrüchen der römischen Kirche gegenüber sind sie einig. Wir sind nicht der Meinung, daß der Culturfrieden nunmehr erschwert oder aar unmöglich sei. Nur wird nunmehr die Kirche Concessionen zu machen daben und wenn letztere auch dem Centrum wenig schmackhaft erscheinen werden io ist eS doch, wie Windthorst hervorhob, gehorsam dem Vatikan, und selbst wenn die vom heiligen Stuhl bewilligten Concessionen von einzelnen «kminmsmännern subiecttv nicht gebilligt werden würden, so gilt für die SS»Sei für die gesammte deutsche Curie das klare Wort der kleinen Excellenz: „Sind die Concessionen vom heiligen Stuhle gemacht, so beugen wir uns in Ehrfurcht!" t Kculjchland. 11 Februar. Zweite Kammer der Stände. 43. Sitzung . m- fnrt in der Berathung des Gesetzentwurfes, die allgemeine Bau« Die Kammer fahrt Antrag Kugler's eine zweite Lesung be- ordnung betreffend, zu welcher yeme be§ Ausschusses zur 'chlofsen wird. Zu.Art. 48 des rsniwu^v b burd) 25 bide Backsteinwand !kC' nrnD50 Meter statt der im Entwurf enthaltenen 25 Meter wonach bei einer geringeren Entfernung als 3 Meter ——-------- «teil vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit K tngerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. von der Eig-nthumsgr-nze die Errichtung einer Brandmauer erlassen Eden. kann soll die Scheidewand in ausgemauertem Machwerk ^-ustbllett lem, d T, . t KMZMZMMW we d n müssen, wird nicht deanstandet, ebenso Art. Ü9, welcher and feteftÄÄ’ÄÄÄÄ ffinriAti gehörig n Luftwechsels erhalten Absatz 2, welcher MenT^nIafleflDO^UffioSnun9^l%änJli<^ unter die Erdoberfläche sKeUerwohnungen °-r- bietC*' De'vierte MA ^handel, von.der Zuständigkeit d-r Behörden und dem Vmahren L.^!ge1e"D-batte63 Äf((t Über^H-ndhabung de?BanpM-/nn Kreis- stihrt Die Maiontä ^ Aus^u ^ hi>nntrnat die Ausübung der Baupolizei IN den Städten, aus weicye me ^rnore Ordnung Anwendung erleidet, dem Bürgermeister zu übertragen , ^bUtltch . d r. Oberaufsicht d-s Kreisamtes, vorausgesetzt, daß in d'-sin Städten e,n ®tabWaumet)t angestellt ist welcher die Staatsprüfung im Bausach bestanden hat. 5ur Sieben An traa der Majorität treten namentlich die Abgg. Kugler Osann, Diehl Betz und Schröder ein, wahrend Regierungsrath Freiherr v. Lagern, soime der B-ncht. erftatter Aba Ki'lchler, sich entschieden dagegen cmviprechen. ^on Setten der ^e- ruckter Zeit nicht zu Ende geführt werden. - Fortsetzung der Berathung nwrsem Mainz, 11. F-bruar. Das Rhemeis hat stch >°"en IN Bewegung gesetzt; der Rachenoerkehr ist aufgenommen, morgen werden di- Dampfboote wieder^Tbastg gebruar. Die Einberufung des Reichstages auf den 12. Febivar hat wieder die Frage der Aufeinanderfolge von Landtag und Reichstag in den Vordergrund gerückt. Die Eröffnung des Reichstages konnte nicht länger hinausgeschoben werden, wenn der Ekat bis zu den: verfaffungs- mäßigen Termine durckberathen sein soll. Andererseits stnddi- einzelnen Landtage in Preußen, Bayern, Hessen rc. noch weit davon entfernt, ihr Pen- (um aufgearbeitet ju haben. Der preußische Landtag hat nicht einmaldw Lälste der Arbeiten beendet und muß nun überstürzt seine Thätigkeit abbr-chen. Das sind jedenfalls unheilvolle Zustände, di- noch dadurch erhöht w-rd-n, daß ein großer Theil der Landtagsmitglieder auch im Reichstage sitzt. Die Folge davon wird wieder fein, daß eine nicht unerheblich-Zahl non Landtagsmitgliedern, die zugleich R-ichstagsmitglteder sind, nicht . Reichstage erscheinen werden, so daß dieser dadurch viell-icht besch «ßunfah iedensalls aber sehr beeinträchtigt wird. Auch die Wahlkreise letven un r diesem Zustande, der jedenfalls auf die Dauer nicht b^b-h°1teu werden kann. Die A-nd'rung muß eintreten; -s fragt sich nur, welch e art Je feto foU. Verschiedene Vorschläge find diesbezüglich gemach mord n Man hat von liberaler Seite beantragt, den Reichstag v°ransg-hen zu lasi-n, und den Landtagen, di- mehr Zeit in Anspruch nehmen.wie• b„ »riJMafl, b« 8« na^ dem Reichstage zu <>^uar, 'spätestens bis Ende F-bruar been> ^uglelch^ Körverschaften zusammen tagten. Endlich beab- stchtigt bekanntlich die Reichsregierung, die Einrichtung zweijähriger Budget- J L n? in einem olahre immer eine kurze Reichstagssession emtreren 1 p r.rbc ^reukisckk Regierung wünscht, daß in einem Jabre der Reichstag, vlCiuliu vuu y« D-r Gefreite Georg Zoller der 8. Compagnie 1. Großh. H-ff. 3nfanterie<^bgarbe»)^ ,u ®le6en' *** am 17. Januar 1857, gegen welchen das kriegsgerichtliche im hi-fig-n Militär-Gerlchtslveal (Riedeselstraße Nr"60) anstehenden Termin unter dem Bedrohen vorgeladen, daß er bei euerem Ausbleiben für Deserteur in contumaciam erklärt und mit einer Geldbuße von 150 bis 3000 X b°>-g^ELen wird.^ @ro^ (25.) Division. Darm stadt, den 5. Februar ivvri. ießener 'Mmeiger KnM- 11b Amtsblatt für bei Kreis Gießei. Lokales. zu chlgtn: L : ’S?. Nchn Rur Hvng lut lut $lut V. n n , 11 , L Flur I. . 11 , H . n « V] , IV „ IV fition. Jedenfalls aber muß irgend etwas geschehen, um die Uebelstände zu deseirlgen. 754) ®! md Mmn b ti-W, mrlme1 .jn Urhmbin r Vermischtes. Mainz, 9. Februar. Leider hat der Rhein gestern wieder ein Opfer gefordert. Zwei Knaben und ein Mädchen von hier belustigten sich am Nachmittag mit Schlittenfahren auf der .G'f Hesterreich. Wie«, 10. Februar. Ihber die Mimsterkrisis in Oesterreich wird uns geschrieben: Die Krisis besteht und steht. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Die Rechte scheint nicht den Muih zu haben, den Kampf bis zu Ende zu führen, weil sich die Anzeichen mehren, daß mit der Bildung eines klerikalen Ministeriums die Loosung zur Zersetzung der eigenen Partei gegeben würde. Auf der andern Seite haben di« klerikalen Führer nicht Lust, nun die ausgespieltc Kart- des Cuiturkampfes zurückzunehmen und den Fortbestand des gegenwärtigen Ministeriums zu ermöglichen. Es scheint, als handle es sich darum, einen modus vivendi zu finden und als würde die Rechte darein willigen, von ihrem Streben, das Ministerium völlig zu beherrschen, wenn die Regierung darein willigt, das Budget von Monat zu Monat zugetheilt zu erhalten, so daß die Krisis in jedem Augenblick wieder den akuten Eharakter annehmen kann. Stremayr hat noch nicht demissionirt, und ist der Rücktritt des gesammten Cabinets verschoben. IlranLretch. Paris, 10. Februar. Der Eonseil-Präsident und Minister des Aeußern, Freycinet, empfing von dem Botschafter Frankreichs in Konstantinopel ein Telegramm, worin derselbe meldet, daß der Kaimakan von Alexandrette definitiv abgesetzt ist und daß Alle diejenigen, welche an dem Angriff auf die französischen Seefoldaten betheiligt waren und angeklagt sind, von den eompetenten Gerichten abgeurtheilt werden sollen. Die etwa zuerkannten Strafen sollen sofort und strenge vollstreckt werden. — Die heutige „Röpublique fran^rise" wendet fich in einem Artikel gegen die Verbreitung beunruhigender und unheilschwangerer Gerüchte. Die französische Nation, die ihr- Geschicke selbst leite, richte ihre Gedanken aus den Frieden und werde sich durch Nichts in Aufregung versetzen laffen. Ent- schloffen, jede Provokation seinerseits zu vermeiden, strebe Frankreich nur dahin, etc Ueberzeugung zu befestigen, daß eS eifriger als je sich der Arbeit in Ruhe und Sammlung htngeben wolle. sont ersten Eis' jn begründen, ( Wibungrn do Anträge in da< sttllung des Le W errichteten Jnsbesor .ßungtn, Langs! mmjtitut, sow ftficfe der Eintr« ßnrerblitel „Er gK: „Da- «r hing Langd befi l i( U I" T» Gieße«, 10. Februar. fAus den Verhandlungen der Grohherzogl. Handelskammer Greßen. Sitzung am 31. v. Mts.) 1. Der Vorsitzende berichtet über 24 Eingänge. 2. Das Präsidium des Deutschen Handelstages übersendet in Ausführung eines Be- schlusses des bleibenden Ausschusses einen Abdruck des von einer Commission ausaearbeiteten Entwurfs eines ReichsgeseheS über die deutschen Handelskammern, und ersucht um dessen Begutachtung. " Die Kammer beschließt nach Prüfung des Entwurfs, im Allgemeinen die Erklärung abzugeben, daß sie das seither zu Recht bestehende Preußische Gesetz, welchem sich das Großh. Hessische im Wesentlichen vollständig anschließt, bis auf die Gesichtspunkte, die überhaupt nock nicht berücksichtigt waren, für die einheitliche Organisation der deutschen Handelskammern in nahezu allen Punkten zur Annahme empfehlenswerth erachte. Im Uebrigen werden theils in nicht vollständiger Übereinstimmung mit dem Entwurf, theils in Abänderung desselben nachstehende Bestimmungen vorgeschlagen: a) Die Befugniß der Errichtung einer Handelskammer, die Festsetzung der Zahl der Mitglieder, die Abgrenzung des Bezirks und die Bestimmung über den Sitz der Handelskammer steht der Landesregierung nach Einvernehmen mit dem Reichskanzler zu. b) Die im Entwurf den Vorständen der staatlichen und kommunalen gewerblichen Unter- nchmungeü, welche im Handelskammerbezirk ihren Sitz haben, eingeräumte Berechtigung, an der Wahl der Mitglieder Theil zu nehmen, auch wenn dieselben nicht in das Handelsregister eingetragen sind, wünscht man beseitigt und diese Berechtigung nur denjenigen Vorstandsmitgliedern zugestanden zu sehen, welche in das Handelsregister eingetragen find, da dies im Interesse dcr Gleichartigkeit der Behandlung sowohl, wie in der Erwägung zweckmäßig erscheint, daß diese Ausnahmestellung leicht und oft den Geschäftsgang störende Erörterungen zur Folge haben könnte. ci Die Bedingung zur Wahlberechtigung der im Bezirk der Handelskammer Bergbau treibenden Alletneigenthümer oder Pächter eines Bergwerks, Gewerkschaften und in anderer Form organisirten Gesellschaften solle ebenfalls im Interesse der Vereinfachung und Gleichberechtigung, wie in b), an den Eintrag in's Handelsregister geknüpft werden. ä) Nach dem Entwurf wäre der Wahlvorstand von den bei dem Wahlacte anweienden Wahlberechtigten aus ihrer Mitte zu wählen. Diesem Vorschlag kann man nicht beipflichtea, hält vielmehr auch hier die Anordnung des bestehenden Gesetzes, daß nicht nur der Wahlcom' missär, sondern auch die beiden Urkundspersonen aus der Zahl dcr Wahlberechtigten von der Handelskammer ernannt werden, für angemessen, weil es an sich schon mißlich ist, diese Per sonen erst im Wahl-Local aus der Mitte der Anwesenden wählen zu lassen, und alle diejenigen, welche nicht bei Beginn anwesend sind und sein können, von der Wahl ausgeschlossen bleiben würden. e) Auch spricht man sich gegen eine Wahl aus, bei welcher absolute Stimmenmehrheit entscheidet, und zieht die zu Recht bestehenden Bestimmungen vor, wonach diejenigen, welche dre meisten Stimmen haben, gewählt sind, und bei Stimmengleichheit das Loos entscheidet, da hier der Zweck vollständig erreicht wird und complicirte Anordnungen, wie sie im anderen Falle er forderlich würden, und wie sie der Entwurf vorschlägt, ausgeschlofien bleiben. f) Die Kammer ist nicht damit einverstanden, daß bei Ablehnung bei beendetem Wahlacte die betreffende Stelle durch Wahl der Kammer ersetzt werde, sie möchte in diesem Falle vielmehr eine Neuwahl durch die Wahlberechtigten befürworten, empfiehlt dagegen, daß Vacanzen, welche in der Zwischenzeit durch Tod rc. entstehen, nur dann durch Neuwahl ersetzt werden, wenn die Kammer es für die noch laufende Wahlperiode notwendig erachtet. 3. Die Handelskammer zu Breslau ersucht mit Circularschretben vom 14. Januar d. I., eine Eingabe an den Minister dcr öffentlichen Arbeiten, Herrn Maybach in Berlin zu unterstützen, worin sic den von der Tartfcommission und dem Verkehrsausschuß nunmehr angenommenen Antrag der von ersterer berufenen Subeommission, welcher Abänderungen des allgemeinen Güter Tartf-Schemas der deutschen Eisenbahnen (Einführung einer zweiten ermäßigten Stückgutclasse unter Beseitigung der allgemeinen Wagenladungsclassen) betrifft, einer eingehenden Beurtheilung unterzieht, und hiernach bittet: „Der Minister wolle bic König!. Preußischen StaatSbahn - Direktionen und Königl. Directionen der unter Staatsverwaltnng stehenden Privatbahncn anweisen, von einer Zustimmung zu dem Anträge der Tarifcommission so lange Abstand zu nehmen, bis derselbe, seinem Gesammtinhalte nach, den Handelsvorständen und sonstigen zur Be gutachtung berufenen Organen zur Berathung vogclegen haben wird; nöthigen Falls also einen Vertagungsantrag in der Generalconferenz einzubringen." Ferner bittet diese Kammer, sich mit ihr zu dem weiteren Anträge zu vereinigen: „Zur Begutachtung des Vorschlages der Tarifcommission den Deutschen Handelstag schleunigst einzubcrufen." Da nach dem in Rede stehenden Antrag der Tarifcommission, statt der bestehenden beiden allgemeinen Wagenladungsclaffen A und B eine neue Wagenladungsclasse ausschließlich für „genannte" Güter unter Erhöhung des Tarifsatzes für Specialtarif 1 (künftige Wagenladungsclasse II) geplant ist, wodurch dann bei Aufgabe von 5000 Kg für einen Wagen die Güter der Wagenladungsclaffe III zu den Sätzen der Wagenladungsclaffe II, und die Güter der Wagenladungsclaffe IV zu den Sätzen der Wagenladungsclaffe III befördert würden, und ferner nach der Kammer gewordenen Mittheilungen die Abänderungen des diesseitigen allgemeinen Tarifschemas so weit gehen sollen, daß die zur gleichen Wagenladungsclaffe (Al oder B) gehörigen Güter nicht mehr, wie es bisher zugelaffcn war, zu einer combinirten Wagenladung vereinigt werden dürfen, wenn dieselben auch noch so gleichartig sind: so beschließt die Kamm» in Anbetracht der hierin liegenden schweren Schädigungen dem Wunsche der Handelskammer zu Breslau in beiden Beziehungen zu entsprechen, umsomehr, als bereits bei der letzten Eisenbahn- Conferenz am 10. v. Mts. in Frankfurt a. M. von den dorr vertretenen Corporationen ein ähnliches Vorgehen in dieser Angelegenheit beschlossen war. 4. Herr Schneider ist nicht mehr in der Lage, die Stelle eines Dieners der Kammer bekleiden zu können, welche in Folge dessen Herrn Heinr. Gengnagel übertragen wurde. Gießen, 12 Februar. Vom 4. bis 9. Februur I. I. sind in den Recurrenshospitälern zu Gießen zugegangen 4 Kranke, als genesen entlassen wiKven 14, gestorben sind 2, sämmtltcb Männer; in Behandlung verblieben 67 Kranke (61 M., 6 W.). Die Gesammtzahl der von Beginn der Epidemie im September v. I. ab in den gesammten Hospitälern aufgenommenen Kranken beläuft sich auf 152 J37 M. 15 W.); von diesen sind verstorben 14 (13 M. 1 W.). (Darmst. Ztg.) —- Die „Volksküche" vertheilte heute 1033 halbe Portionen. Verkauft wurden hiervon 85. 918 Portionen erhielten Arme, Kinder und Handwerksburschen. Flur I. „ L „ I. „ iv. , V. n VI. „ VII X. „ XU . XX „ I. 1 VI. „ VI, , n 1 IX . XI MI. „ X, Flut v MII Flut 1 Flur 1 £tirfi des KZ ■£rf M eck M Miiuvltze c Worin! Stil von bitt i tle« d-°> ®‘ -US ll! Mit au!*'. 3 SochtN./tin »?y Sin«- deutm, aber ganz verschwiegen, daß der französisch- Heeres-Etat welcher 1870 kaum 500 Millionen betrug, jetzt über 900 gestiegen, daß vie sranzosiiche Armee zahlreicher an Köpfen und reicher an guten Waffen als die deutsche sei, daß nicht minder im russischen He,re seit dem Kriege erhebliche Augmen auonen vorgekommen seien. Gegenüber bezüglichen Aeußerungen des orleantstischen Francais", des bonapartistischen „Pays" und der legittmistischen „Un on erklär! ferner die „Nordd. Allgem. Zeitung": Diese kriegerischen Parteien regieren zwar augenblicklich nicht Frankreich, aber ob sie regieren werden, hange von den Entschließungen und Schicksalen Frankreichs allein ab Deutschland wurde nicht hindern können, daß sie Macht in Frankreich ai-. »innen, sobald die inneren Verhältmffe die Möglichkeit dazu bieten. Nach der Sprache dieser Parteien muffe aber für sicher angenommen werden, daß sie sobald sie an s Ruder kommen, Frankreich in einen Krieg stürzen würden, um ffd) ju halten, ganz in den Traditionen der Napoleonischen Politik. Huf tiefe G°fahr hm muffe Deutschland bei aller Friedensliebe im Jntereffe seiner Sicher- hett dem Beispiele folgen, welches die Nachbarn durch die gewaltigen Rüstungen m den letzten Zähren leider gegeben. Deutschlands Heer sei eine Waffe der SSettljeibiflung, nicht des Angriffs. Wir würden sehr zufrieden sein, wenn fich dasselbe von den Armeen unserer Nachbaren mit Sicherheit sagen ließe ,n London, 11. Februar, Abends. Schoss, ist wegen des von ihm am 10. Januar auf den Geistlichen in Haston Garden verübten Mordanfalles iu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurthetlt. 8 Telegraphische Depeschen. Wegvrr's telegr. Correspouverrr - ««reau. R 8<6r“a.r- Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge wird der Reichstag nicht durch den Fürsten Bismarck sondern durch den Grafen Stol- berg eröffnet. 1 * 3 4 * * * v D«e „Nationalzeitung" hört, über die Nachsession des Landtages sei in bet gestrigen Ministerialsitzung noch kein definitiver Beschluß gefaßt worden. Man wolle noch einige Tage abwarten, ob die Eommisstonsberathungen über das Verwaltungsgesetz zu einer sicheren Grundlage für das Plenum führten. . , 8'bruar. Abgeordnetenhaus. Der Gesetzentwurf betreff, den Erwerb der im Großherzogthum Hessen gelegenen Strecke der Main- Weser-Bahn wird («re bereits vorläufig gemeldet) in zweiter Beraihung -e- nehmigt. - Im Laufe der Debatte tritt Minister Maybach den Einwendungen t 9e9tnu6er und betont, der Entwurf sei bestimmt, ein Verhältnis a6jufdjlie§en, welches 12 Jahre nicht zum Nutzen beider Theile bestanden habe" -p)-r Erwerb der quäst. Bahnstrecke bezwecke diejenige Oekonomie und Ordnung herberzufuhren, welche für eine gedeihliche einheitliche Verwaltung nothwendig sei. Diese. Moment hätten auch die hessischen Kammern gewürdigt. Auch mit den finanziellen Interessen des Staates stehe der Entwurf in vollem Einklänge sm tn)ge6tUflr- ®ie "N°rdd. Allgem. Ztg." schreibt: „Nowoje Wremja such- die Verantwortung für die Verbreitung der zur Verdächtigung der preußischen Politik erfundenen Fabeln von sich abzuwälzen. Das Blatt habe sich aber zum Handlanger jener Erfindung gemacht und di- volle V-r- antwortlrchkeit dafür mitübernommen, indem es dazu bemerkt habe, es hoffe diesmal werde die „Norddeutsche" es bleiben lassen, diese interessante durchaus wahre Thatsache zu bemenhrcn, weil eine Polemik nur neue für die preußische Regierung noch viel unbequemere Enthüllungen herb-isühren könne, welche das Doppelgesicht der preußischen Politik gegen Rußland noch deutlicher feststellten. Für die Berechtigung der „Norddeutschen" zur Zurückweisung solcher unsauberen Hetzereien sei ein weiterer Nachweis nicht nothwendig. Berlin, 11. Februar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." macht aus bic Stellung aufmerksam, welche die katholisch-irländische Partei im Parlamente eingenommen hat. Die Komik habe aufgehört, der Ernst sei eiugetrelen. Gegen bte $tncebur dieser Partei muffe Remedur eintreten. Man sei darauf gespannt was da« Ministerium thun werde. 1 8 |pa c . ~ ^^"Tagesordnung der in den letzten Tagen des Februar statt- findenden Ausschußsitznng des Eentralverbandes deutscher Industrieller zur Beförderung und Wahrung der nationalen Arbeit steht u. A. die Wahl einer Deputation, welche beauftragt werden soll, bei Fürst Bismarck emeAudi-nz be^ÄeTu üÄgen.^ ®UI^bt‘n9"n8 ber Z°°«form den Da.k U. ÄJs "Ä LL ÖPto» eine Druckpresse, viele Exemplare der revolutionären Zeitung .Die Schwarze ^^sverthetlung (Tschorny perdel), mehrere Pud Druckschrift, Blankets zu Puffen, gefälschte Pässe und drei Revolver, von welchen zwei ae- i ", 2Bo^nunÖ befindlichen Personen wurden verhaftet. Untersuchung ist etngelettet. 91 neueste ärztliche Bulletin .konstatirt eine Befferung in dem Befinden der Kaiserin. " n Fhrtstiaua, n/ F-b'uar Der König hat heute Mittag 1 Uhr das -Dtorthing eröffnet; in der Thronrede wird h-rvorgehob-n, daß der Druck der ans W Erwerbszweigen laste, noch fortbauere, aber der Beginn einer Besslrung bemerkbar sei. Unter den Vorlagen befindet sich abermals der Gesetzentwurf betreffs der birecten Steuern ferner wird di- Erhöhung der Tabakssteuer vorgeschlagen. Außerdem werde» angefunbigt ein Gesetzentwurf betreffend das Glaubensbekenntniß der «Staatsbeamten und ber Entwurf eines W-M-laefekes Februar. Di- „Badisch- Landeszeitung" m wetn »tsthumverweser Kübel hat sein kürzlich erlaff-nes Dispensverbot m t-lst Schreibens an den Großherzog ausdrücklich zurückgenommen. Berlin, 12. Februar. Die „Nortd. Allg. Ztg." wendet ück a-aen die französischen Blätter, welche die deutsche Militärvorlage in kriegerischem s, !h, t'd s, AM ?• V- l ' .! .: ■’ ■ L W MtUtun» •ngta »fiten theilS jR ^mng be8jd6en ych Mejinj dn Zahl btr dri haklüSklUMn ■uifüfcning eines ®t lrvrtM MSgtotbtiititn 0,6 erjuihr um btfia Die Srkläriu!, f!*® da« GrG bt- Die llberbaopt nei t" Handrlökaimnern in - 8'8lee Exped._b. Bl. 444) Eine kleine freundl. Wohnung ist wegzugshalber zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres ___________________Universitätsstraße 78'. 321 > Ein Logis im Vorderhause, sowie ein solches im Nebenhause, zu vermiethen bei August Kröll, Seltersweg. 924) Der zweite Stock meines Wohnhauses (7 Zimmer, Magdkammer, Wasserleitung, Bleichplatz 2c.) ist per 1. April und der dritte Stock (dieselbe Räumlichkeiten enthaltend) per 9. Mai zu vermiethen. Rechtsanwalt Lauer. vermischte Anzeigen. 907) Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen, für Küche und Hausarbeit, auf 23. Mürz gesucht. Frau Buchhändler Ferber, _______ Grünberger Straße Nr. 157/. 50 Hk. Belohnung Demjenigen, welcher genügende Anhaltspunkte geben kann, um den Leger von Hasenschlingen in der Nähe der Lötzschen Lacksiederei zu ermitteln. Näheres in der Erped. d. Bltts. (720 Offerier reine Rahe Weine (eigenes Wachsthum) prima, zum Verkauf: 7 Stück 1874t ä Stück 1500 7 Stück 1875r ä Stück 1200 Jt. 11 Stück 1878r ä Stück 1100 Gebrüder Jac. und Allen. Sahler, i 90!) in Crerrznach. Achmer Loncett-Verein. Viertes Concert (Kammermusik - Abend) Sonntag den 15. Februar 1880, Abends präcis*) 5 Uhr, im Clubsaale unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Eduard Rappoldi, königL preuss. Professor und königl. sächs. Concertmeister (Violine) und. der Frau Laura Rappoldi, königl. sächs. Kammervirtuosin aus Dresden, sowie des Herrn Joseph Beck, erster Baritonist am Stadttheater zu Frankfurt a. M. 892) PROGRAMM. I. Theil. 1. Sonate für Violine und Pianoforte (D-moll) . . a) Introduction bewegt. b) Sehr lebhaft, c) Einfach leise. d) Sehr bewegt. 2. Liedervorträge: a) „Am Meere“ b) „Keine Antwort“ . ....... 3. a) Präludium und Fuge in C, b) Arabeske, c) Etüde, d) Etüde in F-moll 4. Serenade und Sommernachtspuk (für Violine) für Pianoforte II. Theil. 5. Liedervorträge : a) „Allein“ b) „Vergissmeinnicht“ .... 6. Polonaise in E’s (für Pianoforte) 7. 1) Sonate in G-dur a) Andante, b) Allegro, c) Presto 2) Etüde für Violine von JL Schumann. „ Iran; Schubert.. „ Kichard iUiirft- „ Aach-Liszt. „ Schumann. » Denseit. » Liszt. „ Damrosch. von A. Storch. „ Kranz v. Suppst „ Chopin. „ Tartini. „ Paganini. Der Concertflüpel von Blüthner in Leipzig ist aus dem Piano- fortelager von W i 1 h. Rudolph dahier. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der R u d o 1p loschen Musikalienhandlung ä «X 2,50 (Sperrsitz 3,50) zu haben. *) Der Zutritt zum Concerlsaal findet nur durch den Neben»aal statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen. 921) Die alljährliche ordentliche Generalversammlung des Krankeuunterstülzungs- u. Sterbekasse-Vereins (eingeschriebene Hülsskaffe) findet Montag den 16. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale der Friedrich Führer Wwe. statt. Tagesordnung: 1) Nechnungsablage pro 1879. 2) Ausscheiden und Neuwahl des Vorstandes- 3) Vereinsangelegenheilen. Es wird um zahlreiche Betheiligung ersucht. __Der Vorstand. Die Mormser Srauer = -flfitiöemie, stets zahlreich besucht von Bierbrauern aus allen Ländern, beginnt das Sommersemester am 1. Mai. — Programme und Auskunft durch die Worms. Direction Dr«, Schneider Gestern Abend 8y2 Uhr verschied sanft, aber nach längerem B schmerzlichen Krankenlager, meine unvergeßliche gute Frau Fanny Stroh, geß (Emmelm-s. I Um stille Theilnahme für sich und sein unmündiges Kind bittet Stroh; Großh. Districts-Cinnehmer. Gießen, den 12. Februar 1880. (910 K Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 3 Uhr statt. 896) Lauffrau gesucht. Wo? fngfr die Exped d. Bltts. Capitalien bis zu JL 4000 sind gegen Sicherheit zu verleihen. Offerten bittet man unter 866 an die Expedition ds. Bltts. gelangen zu lassen. (866 858) Ein tüchtiges Mädchen zu miethen gesucht bei Adam Reinig, Seltersweg. 645) Ein Lagerraum, trocken und leicht zugänglich, zu miethen gesucht. Zu erfragen bei A. Kröll. Geld - Cours. 20-Francs-Stücke . . . do. in Vr • Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ..... Dollars in Gold . . . v*L 16 17-21 16 16-20 20 27-31 16 66-71 16 65 9 51—55 4 17-20 Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brü huschen Univ.-Druckerei (Fr. Chr- Pietsch) in Gießen. 3" stkhaidr Dur Wir linnen 8 Taa m. Daru Die zweite Kau meine Banordw ttagung der Äl tungsbehörden, stipuliren soll, Diehl, Was 'm Gügerr Stimmen zur Berichterstattei bleiben soll, n gungsrechk ju Mijeibeamten M. 68 dagegei vor Einsendung dem Projekte ii Mr Entscheide Matzregeln zu üefsen find- ; und gelangen Art- 74 wird oder Lolcholi toiidfiditigeni Nt dadurch M längerer Wm und K 'Wes gegen 1 roytandes rrso xeindevorstande A 75-84 d. ™ We Beri Mung der Bes Vespi Mrplan der f Schr Verhältnisse der die ReblAs bei Wenino d, Mnhn ht" "nb M in 11 Irgenb W,e eing, JJ“* tot tu ' Oktober i in nn i'bimih J6 sw*,