Freitag den 12. November 1SMI srr. 283 irz, 71 Erscheint mit Ausnahme des Sch ulst raße B. 18. Vom 15. November I. I. an wird der seitherige Droschkenhalteplatz, Ecke der Wallthoistraße und Brandgasse, an das Seltersthor, Ecke der (Q CD iiten und ?nde CD ff) TJ o 3 ff b’ tte« ßergaüer' Frankfurterstraße und Südanlage, verlegt. Gießen, den 10. November 1880. 2* CO ?co Prei4 vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch b« Poft bezogen vierköljährlich 2 Marl 50 Pf. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. , „ Zahllts iehtoi = cd1 ®i Z« o Len hödmn Töchter- t unb find mir ton | IbiiKtiontnbie bereu, worden. Ge- k . btn Schönhe«^ | t ihnen eine # I nähme. J- I Betreffend: Die Ableistung des Verfaffungsetdes. Gießen, am 10. November 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die GroHherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Diejenigen, welche unser im Anzeiger enthaltenes Ausschreiben obigen Betreffs vom 29. v. Mts. noch nicht beantwortet haben, an die baldige Erledigung deffelben. __________Dr. Boekmann.__________________________________________________ Betreffend: Volkszählung im Jahre 1880. Gießen, am 10. November 1880. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir theilen Ihnen zur Nachachtung mit, daß es nach hoher Verfügung vom 6. Juli I. I. auch bei der diesmaligen Volkszählung keinem Anstand unterliegt, die Lehrer als Zähler zu verwenden und für die nöthige Zeit in den betr. Schulen und Schulklaffen den Unterricht auszufetzen. Dr. Boekmann. Kisten I m I tt- M ® „ Dtt» » Jia ausg luv sstis- Leürer-Conserenz des Eonferenz-Bezirks Gießen—Grost-Linden—Lollur Mittwoch den 17. Novbr., Vorm.^10 zu Giesten Lehrer-Conferenz des Conferenz-Bezirks Grost-Bufeek Donnerstag den 18. Novbr., Vorm. 10 Uhr, zu Grost Buseck. Gießen, den 10. November 1880. Büchner, Kre'sschulinsveclor. Nrotocoll über die General - Versammlung deS landwirthschastlichen BezirksvereiuS Gießen am 1 November 1880 zu Lich. Nach Begrüßung der Versammlung durch den Director des Vereins erhält zu dem angefünbigten Voitrage über Viehhaltung Generalsecretär Dr. Weidenhammer das Wort. Derselbe führt m einem längeren Vortrage u. A. aus: Die Landwirthschaft habe eine stets steigende Concurrenz durch die Producte anderer unter günstigeren Verhältnissen befindlichen Länder 'Rußland, Amerika, Indien, Aegypten, Australien) zu bestehen. Sich hiergegen durch Zölle schützen zu wollen, erscheine unmöglich. Gegenüber den von der Landwirthschaft errungenen Zöllen feien solche der Industrie in noch viel höherem Maße zu Theil geworden. 93ei_ weiterer Absperrung würde nun verhungern. Redner betrachtet es daher als seine Pflicht, darauf aufmerksam zu machen, daß man aus dieser Quelle keine Hoffnung schöpfen dürfe. Hilf dir selbst, fei auch hier der Wahlspruch. Das einzige Mittel, welches der deutsche Landwirth ergreifen müsse, um mit Erfolg probuciren zu können, sei bas, baß er de- beutenbe Mengen von Dünger erziele und daß der Dünger nichts, oder doch wenig koste. Anderwärts könne man künstliche Düngemittel kaufen, wir seien auf den Ltall- mist angewiesen. Die Viehhaltung fei daher der einzige Anker der deutschen Landwirth- schast. Wo der Dünger theuer sei, würden auch die Producte theuer sein. Alsdann könne man aber mit dem Auslande nicht coucurriren. Bei der Viehhaltung sei besonders zu beachten: 1) Daß die Thiere die größtmöglichste Leistungsfähigkeit besäßen und daß daher nur das allerbeste Vieh zur Zucht ausgewählt werbe Sonst nütze alle Pflege unb Sorgfalt nichts. 2) Daß man bei der Fütterung diejenigen Stoffe reiche welche zum Erzielen der gewollten Producte nöthig seien. Das meiste Futter diene zur Erhaltung des Thieres. Die Hauptsache sei ober das Producttonssutter. Die arme Fütterung sei die theuerste. Je mehr ein Thier sresse, umso besser sei es. Die Umwandlung der Rohmaterialien in neue Werthe erscheine als die Hauptaufgabe jedes Producenten. 'Die Futterstoffe müffen in Fleisch und Milch umgesitzt werden, wcßhalb in sm Futtermitteln bestimmte Verhältnisse zu beobachten sind. Tausende gehen jährlich wodurch verloren, daß der Landwirth nicht berechnet, welche Stoffverhältniffe er in feinen Futtermitteln habe. Seit einer Reihe von Jahren enthält jeder Kalender Tabellen über die Zusammensetzung der Futtermittel. Deren Gehalt an Eiweis unb Fett s,- hauptsächlich zu beachten. Habe man bas Erforberliche nicht, so müsse bas Fehlende gekauft werden, sonst verliere man den Erfolg seines Futters ganz und gar. Von großem Einfluß sei sodann noch die Aufzucht des Jungviehs, besonders der Kälber ' Bei 11/2 Jahren müsse das Rind so entwickelt fein, daß es zum Stiere kommen könne. ,Dieses setze kräftige Ernährung in der Jugend voraus. Das Kalb habe die erften 3—4 Wochen süße Milch zu erhalten Nach 9 Wochen müsse das Thier von der Milch ab.'ewöhnt sein und mit einer Tränke, etwa aus Leinkuchen und Hafermehl, ernährt werden. Dies könne man 4—5 Monate so fortsetzen, worauf Trockenfutter zu geben sei. Hierdurch würden der Rumpf und die Verdauungswerkzeuge ausgebildet Mit 12 Monaten müsse das Thier große Mengen von Nauhfutter vertragen können. Gefährlich sei den Kälbern grüner Klee. Um größere Erfolge in der Landwirthschaft zu erzielen, müßten jedoch auch die nöthigen Vorbedingungen geschaffen werben. Bei zerstückeltem Grunbbesitz sei eine richtige Fruchtfolge, eine zweckmäßige Benutzung bes Ackers unmöglich. In biesem Falle könne nur eine Zusammenlegung ber Grunbstücke Helsen. Weiter müsse unter ben Gemeinbevorstänben bas Verstänbniß herrschen, baß für bie Viehhaltung auch Opfer zu bringen feien- Nicht bie billigsten Bullen bürsten gekauft, nicht bem Wenigsinehmen- ben bürsten sie vergeben werben. Was solle aus ber Lanbwirthschast werben, wenn man nicht mit aller Energie gegen bie brohenben Gefahren vorgehe? Es müsse so weit kommen baß in jeher Gemeinbe eine bestimmte Richtung in ber Viehzüchtung planmäßig eingeschlagen werbe. Wolle man Zugviel)Milch- ober Mastvieh? Eebirgs- ober Nieberunasschlag? Dies sei nach ben localen Verhältnissen, ber wnthsihaftlichen Lage ber Gemeinbe zu bemessen Es müßten auch Rinbvsihzuchtvereine gebilbet werden, womit man im Kreise Erbach kürzlich ben Anfang gemacht habe. Ebenso sei bas Prämiirungswesen sorgfältig und planmäßig zu handhaben, wie in Preußen und Bayern geschehe. In Preußen würden besondere Staatspre.se, die mindestens 100 X betrügen, gegeben und in Bayern wende der Staat jährlich an 40,000 x für Prämiirungen auf. , , . . , Redner gibt sich schließlich der Hoffnung hin, daß es auch bet uns immer mehr Licht werbe unb baß bie Bestrebungen ber Lanowtrthe mit Ersolg gekrönt sein mochten- (fridkner -Anzeiger Anzeige- A«iMii für den Kreis Gießen. Schreiben des Präsidenten des Landes-Pferdezuchtoereins vom 4. und 10. Octoder lfd. Js. verlesen. Gutsverwalter Beilstein von Obbornhofen und Bürgermeister Bopp von Bellersheim sprechen sich über die in diesem Jahre bezogenen Saugfohlen norddeutscher Race sehr lobend auS; der Preis betrage nur etwa 210 JL pro Stück. Nach einer wegen der vorgerückten Zeit nur kurzen Discussion, woran sich Dr. GroS und Stadtverordneter Wortmar,n belherligen, wurde die weitere Verhandlung wegen der damit zusammenhängenden Frage über die Unterstützung des Unternehmens aus der Vereinskasse auf die demnächst stattfindende Budgetberathung vertagt und damit die Versammlung geschlossen. Der Director: Der Secretär: Dr. B o e k m a n n, Provinzial-Director. Nover, Kreisasjessor. A l l g e m e i n e r A n z e i g e r. Zur bevorstehenden Dolkzählung. Im Leben der deutschen Nation sind wiederum nahezu fünf Jahre seit der letzten großen Volkszählung verflossen. Am 1. December dieses Jahres soll diese wichtige Staatshandlung im neuen deutschen Reiche zum dritten Male stattfinden. Alle aus deutscher Erde weilenden Personen sollen an diesem Tage aus Millionen von Zählkarten oder Haushaltungs-Listen verzeichnet, um von da weiter auf die Hauptbücher der Einzelstaaten und schließlich in dir tabellarischen Uebersichten des Reiches übertragen zu werden. Wir Bürger der modernen Staaten haben es bequemer als die Bewohner des römischen Reichs zur Zett vor Christi Geburt, an welche „ein Gebot vom Kaiser Augustus erging, daß alle Welt geschätzt würde . . . und Jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein Jeglicher in seine Stadt." Wir werden geschätzt und gezählt, ohne daß wir unsere Wohnung zu verlassen brauchen. Der Zähler bringt 1 oder 2 Tage vor dem 1. December die Zäh- lungsltsten in jedes Haus und der Staat verlangt weiter nichts, als daß alle Haushaltungsvorstände die Formulare aufmerksam durchlesen und die verschiedenen Rubriken am Morgen des 1. December gewissenhaft ausfüllen, damit sie an demselben oder am nächsten Tage von dem Zähler wieder abgeholt werden können. So einfach und mühelos auch diese Aufgabe für jeden einzelnen Bewohner ist, so gtebt es doch leider Viele, welche den Volkszählungen argwöhnisch gegenüberstehen und dahinter fiskalische ober militärische Zwecke vermuthen. Beides ist unbegründet. Der Fiskus und die Militärbehörden kommen auf anderen Wegen zu ihren Zielen und wiederholen alljährlich ihre Nachforschungen ; aber die Volkszählungen finden in jedem Jahrzehnt nur zweimal statt und dienen lediglich zur Kenntntß des allgemeinen Zustandes der Bevölkerung. Alter und Geschlecht, Familienstand und Religion, Beruf und Erwerb, Staats- und Ortsangehörigkeit der Bewohner sollen in einem Gesammtbilde dargestellt werden. Staat und Reich können sich nicht um die Altersverhält- nisie und Lebensschicksale jedes Einzelnen kümmern, sondern verlangen nur Klarheit über die Gesammtzahl ihrer Männer und Frauen, ihrer schulpflichtigen und wehrpflichtigen Jugend, ihrer Verhetratheten und Ledigen, ihrer Wittwer und Wittwen, ihrer berufsfähigen und berufslosen Volksgenoffen. Wer darüber unrichtige Angaben macht, oder Personen und Thatsachen verschweigt, fälscht das Gesammtergebniß und verletzt eine wichtige öffentliche Pflicht gegen Gemeinde, Staat und Nation! Die Zählung soll in abgegrenzten Zählbezirken und unter Leitung der Localbehörden mit Bethülfe freiwilliger Zähle: ausgeführt werden. Das Amt der Zähler ist ein Ehrenamt und die Wahl ist daher aus solche Personen zu richten, deren Gcmeinsinn und Befähigung dafür bürgen, daß sie die Zählungs- geschäfte mit Umsicht tnstructionsmäßig aussühren werden. Jeder Zähler soll nur 40 bis 50, nach Befinden noch weniger Haushaltungen übernehmen und die Mühe wird daher nicht groß sein. Man darf wohl vertrauen, daß die hohe polit'.sche und sociale Bedeutung des Zählungswerkes überall in deutschen Landen verstanden wird und daß sich am 1. December Millionen Deutsche mit Stolz als Glieder eines Ganzen fühlen werden. Vor 10 Jahren unterblieb die Volkszählung, weil Deutschlands wehrpflichtige Mannschaft in Feindesland stand. Am 1. Decbr. 1871 zählte man 41,058.792, den 1. Decbr. 1875: 42 727,366 Bewohner. Die durchschnittliche jährliche Bevölkerungs-Zunahme von 1871—75 betrug 1 pCt. der mittleren Bevölkerung. Welches Resultat wird das Jahrfünft 1875—80 ergeben? Welchen Einfluß wird der Ueberschuß der Geburten auf der einen und die zunehmende Auswanderung auf der andern Seite ausgeübt haben? Wird das männliche oder das weibliche Geschlecht, die Zahl der Verheiratheten oder Ledigen zugenommen haben? Welche Gliederung der Altersstufen und der Berufsstände wird sich ergeben? Alle diese Fragen sind von größter praktischer Wichtigkeit für alle Staats- und Gemeindehörden, und es liegen darin zugleich tiefe Probleme der Bevölkerungs- und Soctalwtffenschaft verborgen. Die Zählung vom 1. December 1880 wird zu ihrer Lösung neue Bausteine herbeischaffen und die Kenntniß der vaterländischen Zustände erweitern und vertiefen. Deutschland. Darmstadt, 10. Novbr. In der 56. Sitzung der zweiten Kammer der Stände ging folgende Interpellation des Abg. Stephan (Osthofen) ein: Bei der Ausfertigung der Zahlbefehle, Vollstreckungsbefehle und sonstigen gerichtlichen Urkunden durch die Großh. Gertchtsschreiberei wird eine Schreibart angewendet, welche einer Papierverschwendung gleichkommt. Für die Urkunde, welche höchstens eine Bogensette erfordert, werden mindestens 4 Seiten verwendet. Da nun aber für jede Sette 10 H Schretbgebühren erhoben werden, so vermehrt diese Art der Ausführung nicht unwesentlich die ohnedies sehr hohen Gertchtskosten. Ich erlaube mir daher an Großh. Ministerium des Innern und der Justiz die ergebenen Anfragen: 1) Wird diese Aussührungs- art auf Grund Verfügung Großh. Ministeriums oder willkürlich durch die Gerichtsschretbcret geübt? 2) Ist Großh. Ministerium des Innern und der Justiz nicht gewillt, diesen M ßftand zu beseitigen? m. Darmstadt, 10. November. sZweite Kammer der Stände. 57. Sitzung.) Als Einläufe werden verkündigt eine Antwort Großh. Regierung auf die Interpellation des Abg. Schröder, das Landstreicherwesen betreffend; ein Gesetzesentwurf, betr. die Pfändung in dem nichtgerichtlichen Beitreibungsocrfahren, insbesondere in dem Steuerexecutions- und in dem administrativen Beitreibungsverfahren, endlich eine Proposition der Regierung, welche das Ansinnen an die Stände richtete, ihre Zustimmung dazu zu erklären, daß die durch den im Laufe des Baues der Außenarbeiter- und Zellengebäude in Marienschloß eingelretenen Einsturz veranlaßten Mehrkosten aus paraten Mitteln der Großh. Hauptstaatskasse verwandt werden, vorbehältlich etwaiger Ersatz- und Regreßansprüche an von Rechtens nach dem Ergebniß' der bereits eingeleiteten gerichtlichen und administrativen Untersuchung. — Im weiteren Verlauf der Generaldebatte über den Gesetzesentwurf, den Bau und die Unterhaltung der Kunststraßen im Großherzogthum betreffend, wünscht Hallwachs, daß die Regierung an dem von ihr aufgestellten Principe nicht fcstgebalten, sondern zugegeben hätte, daß die Bau- und Unterhaltungspflicht der Vicinalstraßen Staats- oder Provinzialangelegenheit sei. — Abg. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau spricht dafür, daß man im Wegbau so- woyl, wie in der Anlage von Sccundärbahnen die Grundsätze der ausgleichenden Gerechtigkeit gegen ärmere und entlegenere Gegenden müsse walten lassen. — Der Abg. Freiherr v. Wedekind beantragt: Die Regierung wolle der Kammer einen Gesetzesentwurf vorlegen, worin dem Grundsatz Rechnung getragen wird, daß nicht nur die dcrmaligen Staatsstraßen, sondern auch die Vicinalwege für die Folge unter den durch das Gesetz zu bezeichnenden Voraussetzungen wenn nicht vom Staate so doch von den Provinzen übernommen und aus deren Kosten unterhalten werden. — Abg. Freiherr v. Jungenfeld beantragt: Großh. Regierung zu ersuchen, der 2. Kammer einen Gesetzesentwurf vorzulegen, worin dem Grundsätze Rechnung getragen wird, daß auch die Vicinalwege für die Folge unter den durch das Gesetz zu bezeichnenden Voraus- setzungeu vom Staate übernommen, resp. erbaut und unterhalten werden mit der Modification, daß die durch die Erbauung und Unterhaltung derselben entstehenden Kosten nach einem zu bestimmenden Procentsatz unter Staat, die betreffenden Gemeinden und die Kreise vertheilt werden. — Abg Osann beantragt: Die Kammer wolle über die Gesetzesvorlage mit der Bitte zur Tagesordnung übergehen, daß die Großh. Staatsreglerung den Ständen eine Gesetzesvorlage baldthunlichst zugehen lasse, worin grundsätzlich der Bau und die Unterhaltung der Vicinalstraßen unter näher zu bestimmenden Modisicationen vom Staate übernommen werden. — Die Abgg. Schröder und Muhl beantragen, die Kammer wolle, indem sie die Erwartung ausspricht, daß Großh. Regierung baldthunlichst einen anderweiten Gesetzesentwurf vorlegt, welcher den Dau und die Unterhaltung der Vicinalwege unter näher zu bestimmenden Voraussetzungen und Modisicationen dem Staate oder den Provinzen überträgt, zur Tagesordnung übergehen. — Ministerpräsident Freiherr v. Starck Exc. hält an dem Princip des Gesetzesentwurfes fest und bemerkt, die angeregte Idee wegen Uebernahme der gesammten Bau- und Unterhaltungspflicht durch den Staat fei zu neu, um darüber jetzt schon eine definitive Entschließung zu fassen. — Metz ist entschieoen gegen die Ideen des Staatsbauwesens und für den Antrag der Majorität des Aus- fchuffes. — Möllinger beantragt Zurückverweisung des ganzen Gegenstandes an den Ausschuß, welcher Antrag von Racke und Metz unterstützt wird. Letzterer beantragt für diesen Fall Verstärkung des Ausschusses durch den Abg. Möllinger. Die Abstimmung ergibt Ablehnung sämmtlicher Anträge mit Ausnahme des ersten Theiles des Majoritätsantrages, wonach die Kammer die Regierung um Zurückziehung des Gesetzesentwurfes ersucht. Die Vorlage der Regierung wegen des Ankaufs von Gelände zur Anlegung von Kohlenlagerplätzen be der Main-Neckar-Bohnstation Darmstadt wird ohne Debatte einstimmig genehmigt und sodann in die Beratbung der Recommunication der ersten Kammer bezüglich des Gesetzesentwurfes, die allgemeine Bauordnung betreffend, ein- getreten, welche bis incl. Art. 76 zu Ende geführt wurde. Bei einer Reihe von Punkten wird Beitritt zu den Beschlüssen der ersten Kammer beschlossen, so namentlich bezüglich der gesetzlichen Uebertragung der Baupolizei an die Bürgermeister in den Städten. — Nächste Sitzung morgen. Krankreich. Paris, 7. November. Die Belagerung des auf einem Felsen gelegenen Klosters der Prämonstratenser bei Tarascon dauert fort. Die aus Infanterie und Kavallerie bestehende Belagerungsarmee campirt wie im Kriege und hat alle Zugänge mit einem doppelten Cordon. besetzt; die Truppen haben den Befehl, Jede mann heraus, Niemand hinein zu lassen. Gestern erhielten die Belagerer 600 wollene Decken und Proviant für mehrere Tage. ES sollen ca. 1000 Bauern mit den Mönchen im Kloster cernirt sein; 250 Frauen hat man heute Herausgelaffen. Bisher chat kein Zwischenfall stattgefunden. Eine große Menschenmenge ist von Avignon, Taraseon und allen benachbarten Orten zusammengeströmt. Es herrscht allgemeine Aufregung. Das Kloster der Benedictiner zu Solesmes bei Sable hat ebenfalls durch Truppen längere Zeit belagert werden müffen. Nach der Entnahme wurden 20 von den internirten 80 Mönchen mit Gewalt hinausbefördert; die andern halten noch aus und 7 derselben sind hoch oben im Glockenthurme verbarricadirt; sie können um so weniger gefaßt werden, als sie die Treppen haben wegnehmen laffen. — Die Kapuziner und die ärmeren Mönchsorden überhaupt haben mehr getobt als gekämpft, sie hatten weniger zu verlieren, als die reichen Prämonstratenser bei Tarascon, die Benedictiner von solesmes, die Trappisten von Tamin bei Ehambery und von Bellefontaine bei Angers und die Trappisten des Klosters de la Grace de Dieu bei Beaume im Departement des Doubs. Die Mönche, die sich hier der besonderen Gnade Gortes weihten, sind große Unternehmer, Grundbesitzer, Inhaber einer großen Mühle und einer Sägemühle und berühmte Liqueurfabrikanten. Pari-, 8. November. Die Blockirung des Prämonstratenser-Klosters bei Tarascon wurde mit der größten Strenge gehandhabt, da die Bauern der Umgegend in Hellen Haufen zum Entsätze herbeiströmten. Es kam wiederholt zu Händeln, bei denen das Militär einschreit-n mußte. Eine Anzahl junger Leute aus Avignon zeigten sich dabei besonders fanatisch. Laut einer diesen Abend eingetroffenen Prioatdep.esche wurde das Kloster diesen Morgen genommen. Die Mönche hatten eine Ausfallpforte nicht verbarricadirt, um Verbin- düngen mit ihren heranziehendm „Freunden" nicht zu unterbrechen. Durch diese Pforte drangen die Truppen heute Morgen in's Kloster ein, wo sie dann keinen ernstlichen Widerstand fanden. Unter Kavallerie-Bedeckung wurden die Mönche nach Tarascon gebracht. (K. Z.) ßngtarrd. London, 10. November. Die Rede Gladstone's bei dem Lordmayors- Banket bezeichnet die irische Angelegenheit als eine Hauptsorge seit dem Schluß der Session. Trotz der reichlichen Ernte seien Unordnungen entstanden. So sehr eine Reform oder Verbesserung des Gesetzes nothwendig sein möge, stehe doch die Pflicht, die Ordnung aufrechtzuerhalten, noch höher. Er werde, wenn nöthig, was er aber nicht hoffe, die Verleihung größerer Gewalten nachsuchen. In der Orientfrage habe die Regierung die Ziele des vorigen Cabmets ausnehmen können und gesucht, die Erfüllung deS Berliner Vertrags durch das europäische Concert zu erreichen. „Wir wünschten keine separate Action und hielten es nicht für wünschenswerth, uns von dem europäischen Concert zu trennen. Wir verzweifeln nicht gänzlich, wenigstens etwas durch das euro- päische Concert zu gewinnen. In den letzten 12 Stunden erhielten wir auf Specialbefehl des Sultan- abgesandte Telegramme, nach welchen der Sultan gute Hoffnung habe, heute oder morgen würden befriedigende Nachrichten von Dulcigno eingehm. In den letzten 2 Stunden ist ein Telegramm eingegangen, welches constatirte, der Sultan glaube, die nächste Nachricht werde darin be- stehen, daß die Uebergabe Dulcigno- durchgeführt sei. P t.fb eine » Kenten f » „ jod auch «er ut B-"'> Nittel Jut P Theaters erteilen »lre; , i' gSS" SÄ« Journale meinen, L Tourcomg W M befürcht s Agram, 1 to wird lchnbaren Verlas tzrßern Nacht un spüren. Auch voi at 10000 si. 1 Pari-, 1 Treny geäußert, lösche Maßnah! Kerry gehaltenen Ergebnisse der V Ministerium erhc Pan'S, i Vorsitz im Wer ningen betreffs d Die republilanisä Gießen, 10. herzoglichen £ -1. Ter Bork der Königs. Eisend« Vorstands mit, ba W Main «Murin Mindener Ersendo würden und es d an den alten Err nach deren Bereu geben dwch die Zusammenlegen d Die Lieferung hoSMal im Jahr 1882 erforderlich Ochsensleisch, Schweinchch Schueine- ur Wurst, Brod, Weck und Milch sollimSubmissi und wollen Utl inen Offerten b" dem Unten N die Liefert sehen werden k g'ben. •Nen, am ! ZMllzg d, lllachn SÄ &$! Mgi ÄtliJ Rr.iwi Lokales. ■B Frische Schellfische (7391 empfehlen 4332 7234) Seifensieder. Hiermit weisen wir auf die heutige Annonce des Herrn Braun aus Breslau die geschätzten Leser hin__ cm Mn gelrge- t. $)te aus 3n» ■ wie im ftriege t Truppen haben Kestern erhielten rnr Tnze. El ein; 250 Annen livfalt statigefun« und allen benad)» Aufregung. Das 'i durch Truppen wurden 20 von )tt andern halten e verbamcadirt; n haben wegneh» überhaupt hab^n z die reichen Prä« $, die Trappisten j und die Trappi- Departement deö e Gottes weihten, Mhle und einer Herrn. Aug. Müller, GrIESSBH, Schulstrasse. 7351) Um mit fertigen Kinder- und Damenschürzen, Kinderkleidern, weißen und farbigen Unterröcken, Damen- und Kinder- kragen gänzlich zu räumen, verkaufe dieselben zu und unter Einkaufspreis. Gleichzeitig bringe mein Lager in Leinen-Gebild und Bettwaaren in empfehlende Erinnerung. Die Preise sind äußerst billig gestellt und führe ich nur gute und dauerhafte Waare. Herrenhemden liefere unter Garantie für tadellosen L>itz in kurzer Frist und habe stets g.oße Auswahl in Hemden-Einsätzen. Hochachtungsvoll Herrn. Äug. Müller. Geschäfts -Verlegung. Von heute an befindet fich mein Geschüftstocat in dem von mir neu erbauten Hause auf der Mäusburg. Gießen, den 4. November 1880. zur Herstellung von Strümpfen ohne Naht, sowie allen Phantasieartikeln. Apparate zu 2 farbig Rund- und 1-4 farbig Flachs ricken ohne Abrc>b-n des Fadens, unter deutschem, östreich.-ungar., englischem, franzosrschem und belgischem Patentschutz empftehlt die Dresdener Strickmafchinen-Fabrik Laue & Tunaus Löbtau-Dresden Ä, Mot. Laue’8 Strickmaschinen mit verstellbarem Stahlnadelbett Ci btt Bauern ber ft fam wiederholt tim W gaut emei Hilf« n abitt, um * '(fi‘ Handel und Berkeyr. Ltmburg, 10. November. (Fruchtmarkt.) Rotber Wetzen X 18.75, Weißer Weizen X 00.00, Saatkorn X 00.00, Korn X 16.40, Gerste X 1065, Hafer X 6.55, Erbsen 00 00,' Kartoffeln X 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) Frankfurr, 6. November. (Marktberichts Der heutige Heu- und Strohmarkt war aut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Ltr. X 2.50-4.25, Str.h J4 2.50-3.00. Butter das Pfv. tm Großen 1. Qual. X 0.95-00, 2. Qual. X 0.80-00, im Detail das Vst X 1.25—30, 2. Qual. X 1.15—20. Eier das Hundert X 6—7. Ochsenfleisch ver Pfund 60—70 X Kuh, Rind und Farrenfleisch 50—60 Kalbfletsck 50—70 H, Hammelfleisch 35-65 Schweinefleisch 65-80 .ein Hahn X 1 00-1.50, ein Huhn 90 — 1 50 -ine Ente X 3.50-4.00, eine Taube 50—00 H, Gans X 5.00—8 00, Hasen Las Stück X 3.00-4.00, Feldhuhn X 1.00-1.50, Rehbock das Pfd. 75-80 Kapaunen X 0-000, Wälscher Hahn X 5—6. Kartoffeln 100 Ko. X 4.00—5.50, Kohlrabi 7—9 Blumenkohl 1 St. 15-50 4- Wirsing 15—20 Gelberüben 1 Bund 0-0 Zwiebeln 1 Bund 0 $ Sellerie das Stück 0-00 H, Meerretttg 1 Stück 00—00, Spargel das Pfund 00—00 X Romain-Salat 00- 00 Endivien 10—0 Rothkraut 15—20 Weiß- kraut 15—20 Arttschoken 50 Erbsen das Pfd. 0-' $ Gießen, 10. November. Auszug aus den Verhandlungen der Groß- herzoglichen Handelskammer. 1. Der Vorsitzende theilt aus der jüngsten Conferenz zwischen einem Vertreter der Könial. Effenbahndirection zu Hannover, der Handelskammer und des Stadtvorstandes mit, daß man in Anbetracht der Erklärung, nach welcher nut bem Umbau des Main - Weserbahnhofs zugleich die Güterschuppen der Main-Weser- und Koln- Atindener Eisenbahn an dem nordwestlichen Ende des Main^Weserbahnhofs vereinigt würden ur.b cs dann nicht mehr thunlich erscheine, atlch noch einen Stuckgutverkehr an den alten Expeditionsstellen zu belassen, auf dem Verbleiben dieser Expeditionen nach deren Vereinigung nicht mehr beharren wollte Man habe ? ^sem Nach- neben du'ch die Billigkeitsgründe leiten lassen, daß dem Handelsstand durch das Zusammenlegen der Gütersa'Uppcn in größerer Nahe der Stadt ein wesentlicher Vor- ;K'L * «immer einen -ÄÄ t?ttr>ben Ge- La“ ^Nimer Mm, bQß die iugehrn lasse n unter naher ü l(T D>e Mg^ .Erwartung ail£ 'etzescnlwurf vor- "«btt |u bt= 1 Provinzen über- D' 6larck Erc. ?9te Idee wegen -laat fei zu neu, sst tntidjitoen Wt des M ^Nantes an J; Wir« bean- ^vUingrr. Die des ersten Mrtz Zurückziehung des ade zur Anlegung wird ohne Debatte nication der ersten ug betreffend, ein; i_ einer Reihe von sien, so namentlich rgennrister in den theil erwachse und es nicht wohl angehe, der Bahnverwaltung dann auch noch die Beibehaltung der zwei zur Zeit vorhandenen Stückgutexpeditionen zuzumuthen, um so weniger, als im Uebrigen bahnseitig darauf eingegangen wurde, gegen Beseitigung des bekannten, die Bahnaeleise durchkreuzenden Wegüberganges, auf Kosten der Eisenbahn die Herstellung des Zufuhrwegs zu dem neuen Güterbahnhof mit Unterführung durch den Bahndamm am Gerberhäuschen nebst der erforderlichen Ueberbrückung der Wieseck zu übernehmen. 2. Dem Ersuchen des Mittelrheinischen Fabrikantenvereins in Mainz, eine Eingabe an den Reichskanzler, betreffend die Errichtung eines Reichseisenbahngerichtshofes zu unterstützen, wird nicht entsprochen. 3. Die Kammer beschließt, den am 19. und 20. dss. Mts. in Berlin zusammentretenden 9. deutschen Handelstag zu beschicken. Zum Delegirten wird Herr M. Hom- berg^r und in dessen Verhinderung Herr Adolf Noll erwählt. 4. Aus dem Berichte des Präsidenten über die am 8. dss. Mts. in Hannover stattgefundene Eisenbahneonferenz ist hervorzuheben, daß dem von demselben in Gemeinschaft mit dem Vertreter der Handelskammer in Frankfurt a. M eingebrachten Antrag gemäß, betreffend die Entladefrist auf den Eisenbahnen, welchem sich die Handelskammer zu Cassel und einige wirthschaftliche Vereine anschlossen, nach längerer Debatte die sofortige Wiederbeseitigung der jüngst zur Einführung gekommenen, auf nur 6 Stunden beschränkten Entladungsfrist für Gießen zugestanden wurde. Ferner stellten Gießen, Bielefeld und Bremen den Antrag, die Conferenz möge einen zur Tagesordnung eingebrachten Antrag der Handelskammer zu Minden: „Königliche Direction wolle ihren ganzen Einfluß dahin geltend machen, daß „das in der letzten Conferenz am 13. Mai d. I. beschlossene Tariffchema unverzüglich in Kraft trete" als inopportun und nach Lage der Sache zwecklos nicht zur Dlscusston zulassen, welchem Verlangen mit großer Majorität entsprochen wurde. Bezüglich der neuen Verbandsbestimmung, nach welcher die Versendung von Langeisen, falls die Verladung in gedeckten Wagen nicht durch die Seitenthüren möglich ist, nur gegen Zahlung der Fracht von 1000 Kilogr. auch bei dem geringsten ^Gewicht gestattet wird, einigte man sich zum Anschluß an einen von der Bergisch-Märkl- schen Eisenbahn bereits gestellten Antrag, derartige Sendungen erst dann zu befördern, wenn die geeigneten Transportmittel vorhanden sind. Gießen, 11. November. Einige Fortbildungsschüler lieferten sich gestern Abend im Oswalds Garten ein Gefecht. Emer derselben wurde hierbei mit einem scharfen Instrument an der Hand verletzt. — In der auf nächsten Montag, den 15. dss. Mts. anberaumten öffentlichen Sitzung des Provinzialausschusses kommen folgende Gegenstände zur Verhandlung: 1. Reclamation gegen die Gemeinderathswahl zu Altenschlirf. 2. Klage des Orts - Armenverbandes Mainz gegen den Land - Armenverband Gießen wegen Unterstützung des Eckhard Aff. rp. 3. Der Expropriationsantrag des Ch- W- Bruce Ferm gegen L- ^h- FelsiNg und die Ehefrau des H. Becker zu Gießen. m — Bezüglich des gestern gemeldeten Brandes zu Oppenrod hat bereits die Verhaltung des der Brandstiftung dringend verdächtigen Gebäude-Eigenthümers statt- gefunden. _____ Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. Eorresv-nden,.«ur«a». Frankfurt a. M., 10. Novbr. Heute fand hier eine von Frhrn. v Fechenbach etnberufene Vtrsammlmig vou conservatiom Socialteformern statt" die aus allen Theilen DeutschlanvS zahlreich besucht war. lieber wich- tige Programmpunkte wurde ein Etnverständntß erzielt, über weittragende Fra- aea Referenten g-oählt behufs Berichterstattung bei dem allgemeinen Partei- taac, welcher während der Reichst-Mssioa nach Berlin einberusen werden soll. Letzterer soll auch hinsichtlich der heutigen Beschiüfft, darunter auch über die Mittel zur Beilegung des Kulturkampfes, nochmals Beschluß sasien. Die Gründung eine Partei ist nicht beabsichtigt. Pesth, 10. November. Der Minister deS Innern bewilligte dem deutschen Theaterdlrector Müller die Abhaltung von Vorstellungen für das ganze Land, ausgenommen Pesth. Gleichzeitig wurde Müll-r angewiesen, in Bezug auf Pesth sich an den Stadthauptmaun zu wenden, der ihm bte Bewilligung „theilen wird, sobald er die Theaterbewilllgung von der autonomen OrtS- jurisdictlon erwirkt hat. Pari». 10. Novbr. Die hervorragendsten republikanischen Journale, darunter der „Siede", das „Journal des DebatS" und die „Republique francaise" meinen, daß bei den gestrigen Kammerdebatten ein beklagenswerthes Mißversiändniß vorgekommen fei und hoffen, das Ministerium heute wieder aus seinem Posten zu sehen. Die Journale der radikalen Partei verlangen ent- weder ein neue« Cabinet, oder die Auflösung der Kammer. Die conservaiiven Journale meinen, das Cabinet muffe fallen, weil ihm die Conflstent fehle. — In Tourcoing ist die Ruhe wieder hergestellt, doch werden neue Ruhestörun- aen befürchtet. Agram, 10. November. Der durch das Erdbeben verursachte Scha- den wird approximativ auf 3 Millionen geschätzt, abgesehen von dem unberechenbaren Verluste in Kirchen; namentlich die Domkirche ist arg beschädigt. Gestern Nacht und heute früh waren abermals ^einige schwache Stöße zu verspüren. Auch vom Lande werden allenthalben Schäden gemeldet. Der Kaiser hat 10 000 fl. für die Geschädigten flefpenbet. Pari«, 10. November, Abends. Dem Journal „Soir" zufolge hätte Grevy geäußert, daß nach dem Sturze des gegenwärtigen Cabinets die einzige logische Maßnahme die Auflösung der Kammer sein würde. Ja dem heute bei Ferru gehaltenen Cabinetsrathe tauschten die Minister ihre Ansichten über die Ergebnisse der Verhandlungen der Gruppen der Linken aus. Man glaubt, das Ministerium erhalte seinen Beschluß des Rücktrittes aufrecht. Pari«, 11. Novbr. Die Minister traten gestern Abend unter Grevy s Vorsitz im Elysee zusammen. Allseitig wurde anerkannt, daß öffentliche Erktä- rungen betreffs des Verhaltens der Regierung unumgänglich nothwendig seien. Die republikanische Linke richtet heute eine Interpellation an das Cabinet. S- action unb ’&T- e*1 ' ’Äk MlgeSoienes. 6413) Eine größere Steinsammlnrrg mit schönen Versteinerungen billig zu öev= kaufen. Wo? sagt die Exped- d- Bl. _ Feinste MiffeldorserKunschessenj in verschiedenen Sorten empfiehlt (7282 Ed Lind. Die Lieferung des für das Bürger- Hospital im Jahre 1881 und I. Quartal 1882 erforderlich werdenden Bedarfs an Ochsenfletsch, Schweinefleisch, Schreine- und Nierensett, Wurst, Brod, Weck und M'.lch soll im Submissionsweg vergeben werden und wollen Uebernehmer ihre deßfall- ft.ien Offerten biS zum 22. l. M. bei dem Unterzeichneten, bet welchem auch die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können, verschloffen ab- g^ben. Gießen, am 8. November 1880 Wittich, Armenkasierechner. Samstag den 13. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier 3 Oefen, 1 Tischchen 1 Secretar, 1 neuer Stoßkarren und 2 Kleiderschranke meistbietend versteigert werden- Gießen, den 11. Novbr. 1880- 7396) Geißler, Gerichtsvollzieher. J. A. Busch Söhne. 6746) la. Stück-, Nuß-, und meltrte Steinkohlen, Cokes, trockene Braunkohlen (ä Cntr. 68 4 bei Ladungen), Tannenholz, Kohlenkasten (broncirt und lackirt), Cokestrommeln, Ofenschirme, Feuergeräthe rc. bei __Emil Ptftor. Frische Bratbückinge, Frische Hechte, = Frische Backfische, = Gänseleber-Pasteten im .— Anschnitt, = Gänsebrüste, = Geräucherten Lachs, Kieler Sprotten, Ital. Maronen, = Frischer Pumpernikel heute eingetroffen bei (7396 _T Linsen, Nene I,vu Erbsen in vorzüglicher Qualität, sind eingetroffen und empfiehlt billigst (7393 Fr. 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Nachricht, dass für die Folge der Anfang der Concerte ganz bestimmt zur angegebenen Stunde präcis beginnt. (7392 an meinem Unterricht im Maatznehmen, Zuschneiden und Anfertigen von Damenkleidern können jederzeit eintreten und werden in dem fu^en Zeitraum von vier Wochen befähigt, jedes Kleidungsstück nach jeder Mode selbstständig anzufertigen. Johanna Rothenberger, Lindenplatz. Herrn Wilh. Montanus käuflich über lassen habe. Indem ich für das mir so reichlich geschenkte Vertrauen verbindlichst danke, bitte ich, dasselbe auf meinen Nachfolger gütigst übertragen zu wollen. Mit Hochachtung Wilh. Flett. Leere Kisten kauft (7381) Gg. Wilh. Weidig. Stuttgart, den 11. April 1880. Bielleicht entsinnen Sie sich noch des wenigen Vertrauens, mit dem ich mich am 26. November 79 Ihrer Kur anvertraute, ir d jetzt kann ich Ihnen zu meiner und der Meinigen größten Freude mittheilen, daß ich trotz der größten Aufregung nicht eine Spur von dem schrecklichen Kopfschmerz gehabt habe. Nur wer eine Idee von dem schr.cklrchen Leden hat, gegen welches viele Aerzte vergebens ihre Kunst angewendet, bei mir den Zustand sogar verschlimmerten, wird ermessen, daß Worte es nicht vermögen, die Innigkeit des Dankes zu schildern. Genehmigen Sie ic. rc. Göda bei Bautzen (Sachsen), den 1. April 1880. 7394) Frau Malwine Pilz, geb. Trantsch. 15. November in Gießen Hotel zum Einhorn, 9 4 Nhr. Die soeben erschienene Nr. 6 enthält: Severe. Eine Familiengeschichte von E. Härtner. (Forts.) — Vom Rhein zur Donau. Von Fromme!. — Wie stellen wir unsere Zukunft sicher? Von E- Hasse. — Die niederen Volksklassen im Orient. Von M. Lüttke. Mit einer Abbildung: Mohammedaner im Gebet. — Hausgenossen Eine lustige Geschichte von Hans Arnold. (Forts.) — Am Familientische: Das Licht als T'äger der menschlichen Stimme. Mit zwei Abbildungen. — Närrische Freude. Zu dem gleichnamigen Bilde vou Jean Lulobs. Mit zwei illustrirten Beilagen: Vom grün angestrichenen und weißen Winter. Mit der Abbildung: Früher Winter. Zum erstenmale unter Null. — Umschau in fernen Landen. — „Denkt auch der Rosse vom Regiment!" Mit Originalzeichnung von G- Krickel: Ein Veteran von Mars la Tour. — Umschau auf gewerblichem Gebiete. Mit eiüer Abbildung. £•9-9- « 3 Kopfleiden (Migräne), halbseitigen nervösen Kopfschmerz (häufig mit Erbrechen), Kopsgicht, Kopskramps, Gesichtsschmerz, rheumatischen Genick- und Kopfschmerz, die damit verbundenen Nervenleiden werden sicher i ach l-n^jähnger Erfahrung rationell beseitigt. Nicht allein daß durch meine Heilmethode derartige Patienten für die Dauer wie bekannt die ersehnte Hilfe finden, wird gleichzeitig das Blut- und Nervensystem reorganisirt und gekräftigt. G. H. Braun aus Nreslau, Zwingerstraße Briefe mit genauen Angaben erbitte direct Breslau. Am Montag, den 15. November, im Hotel „Zum Einhorn", Vorm. 9 bis a Uhr Nachm. zu sprechen. Von Jemand beauftragt, ersuche ich S'.e um umgehende Zusendung einer Kur geg ar nervöses Kc pflewen, von dem Sie m r bereits im vorigen Jahr zweimal sandten. Dieses Mittel half sowohl meiner Frau, wie einer anderen Dame, welche beide Jchre lang mit diesem Leiden behaftet waren. Hochachtungsvoll Th. Roell, Polizeikommissür, Skadtpolizeiamt. VerantworUiche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gteßen. Geschäfts - Uebergabe. 7348) Hiermit beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, daß ich von mir an hiesigem Platze seit 35 Jahren betriebene (£oloma(maaren - Zeschttst Häckselschneid Maschinen. 7085) Als bedeutrndstms Etablissement in dieser Specialität biete ich die arößte Auswabl und die neuesten Constructionen zu äußerst billigen Preisen. Aus Anfragen werden Beschreibungen, Preise und Abbildungen gratis zugesandt. Heinrich Lanz, Maschinenfabrik in Mannheim. Lanz'sche Maschinen liefert zu Fabrikpreisen Ang. Kröll in Gießen. 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Mai 1858, bit vom 22. floDtmfa Voranschlags bette smerelle Revision ~ Aus demselben ^ssalls rrstattetei Ausübung der Jc kurzer Debatte bti Kurses, die at Wxanp, d> vncher über die; bktr, bunt Am ^.airober unb unb Mtil »Ausschu» 6eo "treten utib mei und Sf.lr «mannte S,IU"9 ein,eh K?» jungen wegen ?.Ausses ber $ 'Men Antrag b Frage der Er ^riogthums nack ökhendcn Prüf,.? -ZS KZ W tNtn fla6en bdrfajon Seeni >-t^rt ■Äh’! Vermischte Anzeigen. 7389) Eine gesunde Frau wünscht ein Kind mitzustillen. Näb. sagt die Exped. woouLÄyuÄS Wenzel s Winler-(Palmen)-Garten Freitag den 12. November: y Neu möbl. Zimmer. Gute Küche. U m Feine Weine. Div Biere. Aufmerk- > i 11 fame Bedienung. Mäßige Preise. I 11 Trambahn-Verbind. m. d. Bahnhöfen. 11 ly -cr-n—------- 7390; Das seither von Herrn Rechtsanwalt Steinberger bewohnte Logis ist sofort oder per 1. Januar 1881 ander- rveit zu vermiethen.________A. Petri. 7341) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Auf Wunsch mit Kost. Näheres bei _________Joh. 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