Deutschland. m. Darmstadt, 10.Octbr. Dem von den Abgeordneten Küchler und Böhm erstatteten weiteren Berichte des besonderen Ausschusses der zweiten Kammer über den Gesetzesentwurf, die allgemeine Bauordnung betreffend, ist zu entnehmen, daß, abgesehen von Titel 1 der Gesetzesvorlage, welcher von der Baubenchtigung und den Bauvorschriften im Allgemeinen handelt, und bezüglich dessen ein Dissens beider Kammern nicht besteht, zu den Titeln 2 („Von der Anlage der Orte und den Ortsstraßen") und 4 („Von der Zuständigkeit der Behörden und dem Verfahren in Bausachen") von dem Ausschuß durchweg Beharren auf den früheren Beschlüssen zweiter Kammer beantragt wird, zwei Artikel ausgenommen, in welchen eine Minorität für Beitritt zu den jenseitigen Beschlüssen ift Bei Titel 3, welcher die für die einzelnen Bauten maßgebenden polizeilichen Bestimmungen enthält, wird bei mehreren Puncten von nicht principieller Bedeutung Beitritt zu den Beschlüssen der ersten Kammer beantragt, im Uebrigen Beharren bei den früher gefaßten Beschlüssen. Letzteres namentlich auch bezüglich des Art. 39, dessen vierter Absatz nach der Regierungsvorlage bestimmte: „In der Nähe von Friedhöfen dürfen in einer Entfernung von weniger als 100 Meter von denselben weder Wohngebäude errichtet, noch Brunnen gegraben werden." Die zweite Kammer beschloß hierfür folgende Fassung: „Ortsstatuten bleibt es überlassen, zu bestimmen, in welcher Entfernung von Friedhöfen Wohngebäude errichtet und Brunnen gegraben werden dürfen." Die erste Kammer stimmte der Fassung der Regierungsvorlage bei, doch können nach dem weiteren Berichte die dort angeführten Gründe den Ausschuß zweiter Kammer nicht zu einer gegentheiligen Meinung bringen: derselbe hält vielmehr nach wie vor an der Ansicht fest, daß es am zweckmäßigsten sei, die Bestimmung über diesen Gegenstand den Gemeindervertretungen zu überlassen, welche je nach Lage der örtlichen Verhältnisse wissen werden, das Nichtige zu treffen, und welche die durch zu große Nähe der Friedhöfe zu erwartenden ungünstigen Wirkungen keinesfalls unberücksichtigt lassen werden. Berlin, 9. Octbr. Die außerordentlich großen Dimensionen, welche der Eisen»xport Deutschlands in diesem Jahre angenommen hat, finden ihren Ausdruck in den Zahlen der Handelsstatistik, welche das jüngst publtcirte August- heft der RetchSstattstik mttthetlt. Darnach hat die Ausfuhr in den ersten acht Monaten d. Js. umfaßt: 2,328.574 Doppel-Ceutner Roh- und Bruch- rtsen, 4,346,073 Doppel-Centner Materialeisen und grobe Eisenwaaren und 384,796 Doppel»Centner Maschinen. Auf Roheisen reducirt repräsentirt diese Ausfuhr ein Quantum von mehr alS 8j/2 Millionen Doppel-Crntner. Hält der Export auch in dem letzten Drittel des Jahres in ähnlichem Umfange an, so würde die deutsche Eisenindustrie zu einer Jahresausfuhr von beinahe 13 Millionen Doppel-Ceutner g langen. Keine andere Eisenindustrie der Welt, mit Ausnahme der englischen, kann auch nur entfernt eine gleiche Exportfähigkeit aufwetsen. — Auf besonderen Wunsch der Kaiserin wird, wie der „Berl. Börs.-C." vernimmt, während der Feierlichkeit der Einweihung des vollendeten Kölner Domes in der Kreuzblume des Thurmes ein Document eingemauert werden, das ihre Nameusuntirschrift trägt. Es beziiht sich daffelbe auf die Frauen- thätigkeit in Bezug auf Krankenpflege im Kriege und im Flieden und wird späteren Geschlechtern ein Bild geben von dem humanen Wirken, welches die Vereine, deren Protectorin die Kaiserin ist, in unserer Zeit geübt haben. Das Document wird von dem Maler Karl Emil Döpler im Auftrage der Kaiserin gezrichnet. — Die ultramontanen Agitatoren haben mit der Kölner Dombaufeier entschieden Unglück. Das schöne nationale Fest verspricht wieder einmal die Masten des katholischen Volks am Rhein dem trüben Dunstkreis des kirchlichen Fanatismus zu entreißen und die „würdige Zurückhaltung" findet selbst in den eigenen Reihen der Centrumsanhänger keinen rechten Beifall, vielmehr manchen Widerspruch. Einen großen Coup glaubte die klerikale Actionspartei sodann mit einer Immediateingabe an den Kaiser auszuführen. Das Schriftstück wird jetzt von der „Köln. Ztg." veröffentlicht. Es ist für die ultramontane Denk, wcise und Taktik charakteristisch. In unserem constitutiomllen Rechtsstaat, wo das Gesetz gilt, das über dem Monarchen steht, wenden sich die Petenten an das landesväterliche Herz des Königs um Abhülfe für die selbstverschuldeten Notbftände der Kirche. Und doch steht es noch in frischester Erinnerung, wie schroff ablehnend die Kurie sowohl als das Centrum den ersten Versuch zurück- gewiescn haben, einige Erleichterungen zu gewähren. Wahrhaftig, dieser erste Versuch konnte nicht zur Wiederholung einladcn. Es hätte ja in der Hand des Centrums gestanden, durch Annahme der kirchenpolitischen Vorlage aus der vorigen Session dem Kaiser und seiner Regierung die gesetzliche Fähigkeit zu V irk 'dann wcr- Bedienuug, ’Ö der dieselbm Stlltt, it 154. ’/o Mit. liegt« ^maschine ün aujjn adel tragi. 8v? sagt die _______(6531 M Wund ai& en Herrin gsten Prchu zante Anzüge ein Bolknim |"on, von 36 Men von i 17-30 JL Ä, finabciv und Schlns- und das falls prompt rmann, da. .thorstrahe). ein. sch nimmt iina späterem w- 6 S C°7 nfsknschWvll -rr. 238. Dienstag den 12. Oktober L88O. Alchener "Anzeiger Agjkip. »Ä AMddtt str des Kreis Gieße« Erscheint täglich mit Ausnahnie des MontagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohq» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 AedaetionSbureaur 1 h ir «rpeditionSdur.au : f Schulstraßev^ Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen werden im Kreise Gießen, wie folgt, abgehalten werden: !• Im Bezirke der I. Compagnie (Gießen). 1. Zu Gießen am 30. October 1880, Vormittags, im Oswald'schen Garten und zwar um 8 Uhr für sämmtliche Reservisten der Infanterie, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppenthetle und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um 9 Uhr für sämmtliche Reservisten der übrigen Waffen und die am Schluffe näher bezeichneten Wehrleute. Hierzu gehören die Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg, Heuchelheim, Klein-Linden, Oppenrod. 2. Zu Lollar am 1. November 1880, Nachmittags 12V4 Uhr, neben dem neuen Bahnhossgebäude. Hierzu gehören die Orte: Mendorf a. d. Lumda, Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lumda, Trohe, Wieseck. 3. Zu Grünberg am 2. November 1880, Vormittags 81/2 Uhr, am Bahnhose. Hierzu gehören die Orte: Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Hattenrod, Harbach, Keffelbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen mit Appenborn, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddtngshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirrberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainer Hof, Winnerod. II. Im Bezirke der II. Compagnie (Lich). 1. Zu Hungen am 9. November 1880, Nachmittags 12V4 Uhr, am Friedhöfe. Hierzu gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. 2. Zu Lieh am 10. November 1880, Vormittags 9 Uhr, am Bahnhose. Hierzu gehören die Orre: Mach, Allendorf a. d. Lahn, Birklar, Dors-Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Grüningen, Hausen, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich mit Albacher Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Hof-Gill, Rieder-Bessingen, Ober-Bessin- gen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg. Es haben aus diesen Orten zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden beurlaubten Militärs aller Waffen des Deutschm Re chs zu erscheinen, welche zur Reserve gehören, zur Disposition der Truppentheile beurlaubt oder zur Disposition der Ersatz» Behörden entlassen sind, sowie diesen gen der Landwehr angehörigen Mannschaften, welchen eine besondere Ordre zur Gestellung bei der Herbst Control Versammlung vom Bezirksfeldwebcl zugegange" ist. , Alle übrigen Mannschaften der Landwehr erscheinen nicht und haben ft'ch von jetzt ab bei den Frühjahrs-Control- Bersamurlungen zu gesteüen. Die Ersatz-Reservisten haben ebenfalls nicht zu erscheinen. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und muffen darauf bezügliche Gesuche spätestens 8 Tage vor den betreffenden Control-Versammlungen auf dem Dienstwege eingereicht werden. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben sich der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen. Es wird noch bemerkt, daß die Leute mit dem Militär-Paß und Führungs-Attest versehen, in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben und vor dem Beginn der Control-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen rc. fortzulegen sind. F r a n ck, Oberstlieutenant z. D. und Bezirks-Commandeur. juckt nus. feinen j aus's W ?s Bi# lutrei und fr Leine ine. 1 (6101 fuhr- Itt'lt „Hit 5«* „ gotl«- )!b«WÜÜ> likb 0l»e” (tter W verleihen, den abgesetzten Erzbischof zurückzurufen und auch sonst einem großen Thell der katholischen Beschwerden abzuhelfen. Allein schroff und trotzig wurde ein Gesetz zurückgewiesen, in welchem nach Auffassung aller Liberalen viel mehr geboten war, als der Staat bieten durste. Und trotzdem jetzt ein Bittgesuch an den Landesherrn, dem er nach Lage der Gesetzgebung gar nicht entsprechen könnte. Die kaiserliche Antwort auf das Ansinnen, eine Immediateingabe solchen Inhalts entgegenzunehmen, ist denn auch nicht auSgeblieben. Der ganze ultramontane Feldzugsvlan gegenüber dem Dombaufeste ist voll falscher Berechnungen und darum voll Enttäuschungen. Berlin, 9. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Eröffnung des Landtags am 28. ds. als keinem Zweifel mehr unterliegend. Das Staatsmtnistertum werde einige Tage vor dem 15. October zu einer Plenarsitzung zusammentreten, um die Festsetzung der wesentlichen Landtagsvorlagen herbeizuführen. — Daffelbe Blatt hört, die diesjährigen Erntebertchte würden bis Ende dieses Monats veröffentlicht werden können. — Bezüglich der Regu- lirung der Weichsel und der Nogat schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Nachdem der Minister für Landwtrthschaft jetzt an Ort und Stelle die zumeist in Betracht kommenden Uferstrecken besichtigt habe, stelle sich die Frage auf's Neue zur Erwägung, welches Regultrungsproject vorzuziehen sei. Dem Der- nehmen nach wünschten die tnteresstrten Bewohner Westpreußens überwiegend, daß dem großen Projekte der Vorzug gegeben werde, weil dadurch eine große Fläche der Marienburger Niederung und des Danziger und Elbinger Werders der Landwtrthschaft wtedergegeben und den Detchverbänden eine große Last abgenommen werde. Inwieweit diesen Wünschen nachgegeben werden solle, sei zur Zett noch nicht bestimmt. — Ueber den heute Nacht um halb 1 Uhr unweit Spandau stattgehabten Eisenbahnunfall auf der Lehrter Bahn meldet der BetriebSinspector Kling dem „Staats-Anz.": Der Unfall fand in Folge der ruchlosen Lockerung der Fahrschtene statt. Weder Reisende noch Fahrpersonal erlitten nennens- werthe Beschädigungen, dagegen wurde das Material des Zuges bedeutend beschädigt. Die Maschine stürzte von dem Bahnkörper in einen Graben. München, 9. Octbr. Das Central-Comtts des deutschen Schützenbundes beschloß, das 7. deutsche Bundesschießen in der Woche vom 24. bis 31. Juli 1881 auf der hiesigen Theresienwiese abzuhalten. Zur Thetlnahme an den Sitzungen sind Fabrtctus und Best aus Frankfurt a. M. eingetroffen. — Der König hat den Gesandten v. Rudhart auf deffen Ansuchen unv unter Bestimmung anderweitiger dienstlicher Verwendung deffelben aus Berlin abberufen. An deffen Stelle ernannte der König den Legationsrath an der königl. Gesandtschaft in Wien, Grafen Hugo v. Lerchenfeld, als Gesandten am preußischen Hofe. IrarrLreich. Paris, 9. Octbr. Meldungen der „Agence Havas." Aus Cattaro: Riza Pascha hat am 8. October alle regulären Truppen aus dem Dtstrtct Dulcigno zurückgezogen. Man glaubt, er wolle die Montenegriner auf diese Weise zum Angriff veranlassen, um sich selbst mit den Albanesen zu verbinden, welche unter dem Befehle Iussuf Socotich'S die Mazurahöhen besetzt halten. Als nächstes Ziel der Flotte werde Malta angegeben. — Aus Skutart L In Montenegro wohnende und dort Handel treibende christliche Albanesen wurden ausgewiesen und gezwungen, ihre Maaren mit bedeutenden Verlusten zu verkaufen. Die montenegrinische Regierung nahm das aus dem Verkaufe erzielte Geld in Beschlag. Viele Ausgewtesene sind hier eingetroffen. Paris, 9. Octbr. Der internationale Postcongreß ist heute im Ministerium des Aeußern eröffnet worden. Postenmtnister Cochery führt den Vorsitz. In einer Eröffnungsrede hob derselbe hervor, daß Frankreich, wo Jedermann die Erhaltung des Friedens wünsche, die von den Conferenzen ausgehenden Vorschläge stets günstig aufnehmen werde, weil sie die Vollendung des friedlichen Werkes, daö die ganze Welt interesstre, bezweckten. tzngtand. London, 9. Octbr. Die Minister Granville, Northbrook und Spencer confertrten gestern mit Glodstone; die Unterredung dauerte über eine Stunde. Es heißt, wichtige Depeschen seien von mehreren Mächten emgegangen. Dublin, 9. Octbr. Ein Erlaß der Regierung therlt mit, daß in Rücksicht auf die in den Grafschaften Galway und Mayo herrschenden außergewöhnlichen Zustände eine Verstärkung der Polizeiwache verlangt worden sei. Portsmouth, 9. October. Die Abfahrt des Transport-Dampfers „Assistance" ist auf morgen verschoben, weil derselbe noch 50 Tonnen Kriegs- munttion und 54 Gatlinggeschütze an Bord nehmen soll, welche für das Geschwader im mittelländischen Meere bestimmt sind. — Wie es heißt, beabsichtigt die Admiralität nach dem mittelländischen Meere ein Geschwader zu senden, welches die Bezeichnung „Detached Squadron" führt und augenblicklich bereits segelferiig ist. Montenegro. Cettinje, 9 Octbr. „Glas Czernagora", offictelles Organ von Montenegro, veröffentlicht einen Artikel gegen die Türkei und Riza Pascha, worin erklärt wird: Montenegro habe keineswegs gedacht, nachzugeben; es sei bereit, die Herausforderung der Türket anzunehmen. Der Artikel bedauert, daß die Signatarmächte des Berliner Vertrags die Pforte nicht zur vollständigen Ausführung des Vertrages gezwungen haben. Riza Pascha, der entsandt worden, die Uebergabe von Dulcigno zu bewirken, suche nur neue Schwierigkeiten hervorzurufen, Montenegro zu täuschen und mit den Mächten sein Spiel zu treiben. Türkei. Baostch, 9. Octbr. Der heutige Kriegsrath wurde vertagt. Admiral Seymour, welcher Instructionen seiner Regierung erhalten haben soll, confe- rtrte mit den einzelnen Commandanten. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Correspondenz-Bureau. Paris, 10. Octbr. Die „Agence Havas" meldet aus Baofich: Riza Pascha werde, von Skutari kommend, in Podgoritza erwartet. Man glaube, er werde, wenn möglich, über ein Arrangement mit den montenegrinischen Führern verhandeln. — Die „Agence Havas" meldet: Die Meldung verschiedener Blätter, der Ministerrath habe gestern beschlossen, die Flotte zurückzurufen, ist völlig unrichtig. Die „Agence Havas" will wissen, der Ministerrath werde in nächster Woche über die Haltung berathen, welche Frankreich Angesichts der neuen Lage, die durch die angeblich zögernde Haltung Deutschlands und Oesterreichs gegen- über den englischen Vorschlägen geschaffen sei. zu beobachten habe. — Mouy wurde zum Gesandten in Athen ernannt. Petersburg, 10. Octbr. Die „Agence Russe" bemerkt, die Rückkehr des russischen Gesandten in China, v. Bützow, nach Petersburg, erf.lge nicht aus pessimistischen Gründen, welche die Zeitungen vielfach angäben, sondern bezwecke durch eine mündliche Rücksprache mit dem chinesischen Gesandten, die geeigneten Mittel ausfindig zu machen, um die Differenzen zwischen beiden Reichen beiiulegen. Fulda, 10. Octbr. Der Bisthumsverweser Hahne ist gestern Abend gestorben. Konstantinopel, 10. October. Der deutsche und der französtsche Botschafter machten einen Versuch, den Sultan zur Nachgiebigkeit zu bewegeu. Der Erfolg ist noch unbekannt. Loudon, 11. October. Die heutige „Times" schreibt: Nach einem ihr zugekommenen, Mangels offictellec Bestätigung aber mit aller Vorsicht aufzunehmenden Gerücht, hätte der Sultan nach dem gestrigen Cabinetsrath in die bedingungslose Uebergabe von Dulcigno etngewilligt. „Daily News" erfährt, das britische Cabtnet proponirte das Einlaufen des vereinigten Geschwaders in den Golf von Smyrna, um diese Stadt mit Embargo (Hafen- sperre) zu belegen. Lokales. Gießen, 11. October. Eine eigenthümltche Begriffsverwechslung ließ sich ein Bauer von Watzenborn zu Schulden kommen. Derselbe wurde mit dem hier wohnenden Besitzer eines Grundstückes dahin einig, daß er dessen Kohlrabi gegen Ueberlasten des Krautes nach Hause fahren wollte. Statt jedoch das Kraut für sich zu behalten, heimste er Kraut und Knollen ein und ist nun dieserhalb Strafantrag gegen ihn gestellt worden. — Ein Droschkenkutscher, welcher seinem Herrn Fahrgeld unterschlagen, wurde am Samstag verhaftet. — Bewohner eines Hauses auf der Heuchelheimer Straße lieferten sich in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Gefecht, bei welchem es blutige Köpfe absetzte. — In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde in einem Hauic in der Gartenstraße mittelst Einsteigcns durch ein offenes Fenster gestohlen: 1 Muschel-Portemonnaie mit 5 JL, bestehend aus Silber- und Nickelmünzen, einem Uhrschlüffel und 3 Briefmarken Inhalt ; t golv. Damen-Cylinderuhr Nr. 11422, Reperatur Nr. B. 1634, mit blauen Stahlzetgern, weißem Zifferblatt mit römischen Zahlen, auf dem Rückdeckel befindet sich in Emaille der verschlungene Namenszug M. P, nebst kurzer goldener Kette aus platten Gliedern, an der Kette fehlen zwei Quastchen; 1 Notizbuch, schwarz eingebunden; 1 Taschenkaiendcr; 1 dlcker goldener Ring (Alterthum) mit 1 großen Achat und im Innern A. D. 8. eingramrt; 1 silberner Ring mit der Inschrift „Gott schütze Dich"; 1 silberner Ring, glatter Reif, ehedem vergoldet, mit der Inschrift „6. Juni 1819"; 1 goldener Ring mit 5 Granaten; 1 kleines eisernes Kreuz ; 1 kleine kupferne Kriegsdenkmünze mit dem Bilde Napoleons; 1 Frauenhose, welche mit Stickerei verziert und am Bund M. P. gezeichnet ist; 1 Frauenstrumpf von rother Wolle, gezeichnet M. P.; 2 gebrauchte welßleinene Taschentücher, gezeichnet M. P. und 1 kleine schlanke Stickscheere. — Eine Familie, bestehend aus Mann, Frau und 2 Kindern, wurde am Samstag aus einem Hause der Kaplansgaffe durch einen Gerichtsvollzieher cxmittirt. Spät am Abend wurden die Kinder als Unterkunftslos auf die Polizei-Wache verbracht, jedoch durch den Vater wieder abgeholt. Letzterer ist seit gestern verschwunden mit dem Bedeuten, daß er nicht wtederkomme. — Heute Nacht gegen 1 Uhr vergnügte sich auf dem Ltndenplatz ein junger Mann mit dem Exercttium einer 12 Fuß langen Diele. Stramm und fest wurde Gewehr auf und ab gemacht. Die Schutzleute haben jedoch kein Verständniß für solche Liebhabereien und notirten sich den nächtlichen Krieger. Vermischtes. — Die Actiengcsellschaft des bürgerlichen Brauhauses zu P t l s e n ist in der Lage, jedem der 140 brauberechtigten Häuser in Pilsen als Jahresgcwtnn einen Betrag von 1200 fl. zu verthetlen. Ein Beweis, welch' glänzende Geschäfte mit dem Pilsener Bier gemacht werben. — (Gehärtetes Papier.) Man hat vor Kurzem die Entdeckung gemacht, daß, wenn man Papier oder Papierganzzeug der Einwirkung von Chlorzink unterwirft und dann einem starken Druck aussetzt, man eine Substanz erhält, welche die charakteristischen Eigenschaften des Leders und Holzes zugleich befigt. Es bestehen noch einige andere Methoden, in Folge deffen Papier in eine Pergament oder lederartige Substanz von verschiedenen, von der betreffenden Behandlung abhängigen Eigenschaften verwandelt worden >st. Eine der seltsamsten und nützlichsten Anwendungen solchen Papiers besteht darin, cs in paffenden Rollen ober Blättern als Packpapier zu benutzen, oder, wenn in das Papierganzzeuq Graphit hineingemischt wird, ein treff- liches Packungsmaterial für Dampfmaschinen und Pumpen zu erhalten. — (Das Meter-System.) Das Meter-System wurde im Juli dieses Jahres in Spanien und seinen Colonien obligatorisch eingeführt. Auch die türkische Regierung macht Anstalten, dieses System in allen ihren Provinzen incl. Arabien bekannt zu machen und so der Einführung desselben vorzuarbeiiten. Gingesandt. In den beiden Besprechungen des letzten Extra-Concertes des hiesigen Concert-Vcreins hat weder das Urtheil, noch die Stimmung des hiesigen Publikums entsprechenden Ausdruck gefunden. Die competentesten Berliner Kritiker wie Würst, Gumprecht, Ehrlich, Reißmann u A. haben die Leistungen des Frl. Lilli Lehmann schon so oft gewürdigt unv die Jnvioibualilät der Künstlerin als cinztge und unvergleichliche bezeichnet, sodaß man in Gießen bet einer solchen Erscheinung darauf verzichten sollte, eine verletzende Kritik in Loralblättern zu üben. Wir haben nur zu constatiren, daß die Vorträge von Frl. Lehmann ungetheilte Begeisterung hervorriefen und daß dieselben über jeb, Kapaunen 0-0.00, Wälscher Hahn JL 0—0. Kartoffeln 100 Ko JL 5.50—6 Kohlrabi 6—8 H, Blumenkohl 1 St. 20—50 3>, Wirsing 10—15 H, Gelberübcn 1 Bund 10—20 H, Zwiebeln 1 Bund 6 Sellerie das Stück 6 Meerrettig 1 Stück 00—00 H, Spargel das Pfund 00—00,3), Romain-Salat 30 - 00 H, Endivien 10—0 3>, Rothkraut K—20 H, Weißkraut 10—20 H, Artischoken 50 3s, Erbsen das Pfb. 00 3s, Bohnen 1 Ctr 10—14 Gurken das Hundert JL 0.50— 1.50. I* Seit«1 6673)J ritN-dtka« 6 Gi-ßi"- AusgeM Dem ""bekon 6m« Zacob Dogt' tt-gd-sH-«"»' flfiisch unter der JE? raithe Flur - Swang« verste ?on 20.000 4 e Uittmch den 1 Porunuag seine etwaigen Ans, raithe und Einwe' Versteigerung unter deS Verlustes gelt Gießen, den 8. Grvhhnzozlik Gel «672) Amt Neidhart. 1) Heinrich Si Londorf, zuletz ballend, 31 Jo 2) Peter Scho aus Keffelbach, aufhaltend, 32 3) Peter Bräu Merlau, zuletzt haltend, 38 Ja 4) Peter Spr, aus Lmda, p 33 Iche alt, 5) Jost Rede Merlau, zull haltend, 26 I deren ÄchchM werden beschuldigt a * bez-r. als A «ehr ohne Erlauk ju sein, Uebertret 3fr 3 des Strafen Dieselben toeibr Mwch di» l;j Vormitta J» das Großh. M Ho loben Del unentfch § bet Stra s-fe äW«8 d-n im । Euitttaa ^ll in fogr an Hw V-V' Wau«'» ->»m Mit M W ril"'8Hn ®„ „In «HJb "M,., *ä Äouh W nicht n- sondern *t", b(t * ‘«iben *»6„b 54>ln<8atn I ' ®ffa« ehteg I ” "adi Haujt F nb Knollen ein f ’> wurde am I in der Nacht nVnkchch ' w« mit 5 Nttlt; t golD. I iitiyrn, wechem I ,tT Widjluti^ne I iilte setzten wti I : qoltitnet Rinz I deiner Rinz mit I ■’ROlöet, mit der I i kreuz i 1 kleine | üt Stickerei ver- I Mchnet A. k.; I Etickjcheere. un Samstag aus I im Sbend wurden I )tn Vater wieder 6t »leberfomme. n junga Mann lemefir auf und in und notirten ch in der Lage, t raz ven 1200 ft I gemacht werden. I , üaj, wenn man F mn einem starken i tffan deS Leders | je btfitn Papier senden Beband- unb nützlichsten ittetn als Pack- wird, ein tress- tzres in Spanien macht Anstalten, 3 der rinsühtung । Lookeü-Vereins kchenden Aasdruil , Reihmann u. t 6,e Jndimdualiia! n bei emet * oben. Mh-da terung amp-znirl'' ist lrtuosträt bedeutend rector Treibers sijchen Werken Jungen und W Dank der W -r-je" w«4 “* 15- 60 \ 1.3» ” 8;n3 ®'*e ufro Lund Äft-ooA 0 X * \ &tt \ M*" Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Betreffend: Die Wahl der Mitglieder zur Stadtverordneten- Versammlung insbesondere Ersatz-Wahl 1881/89. 6673) Mittwoch den 13. d. M. werden Zahlungen an die Stadtkaffe während der gewöhnlichen Geschäftsstunden — 8 bis 12 Uhr Vormittags und 2 bis 5 Uhr Nachmittags — angenommen. Gießen, den 10. October 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Aufgebotsvcrfahren. Dem unbekannt wo? abwesenden Cmil Vogt, Sohn des Bäckers Jacob Vogt dahier, wird auf Antrag des Herrn Rechtsanwalts Dr. Gutfleisch unter der Eröffnung, daß die in der Wallthorstraße gelegene Hof- raithe Flur L, Nr. 917, auf dem ZwangSwege versteigert und ein Gebot von 20,000 -X eingelegt worden sei, aufgegkben, spätestens in dem Termine, Mittwoch den 15. Dezember er., Vornmrags 10 Uhr. seine etwaigen Ansprüche an diese Hof- raithe und Einwendungen gegen diese Versteigerung unter dem Rechtsnachtheil des Verlustes geltend zu machen. Gießen, den 8. Oktober 1880. Großherzogltches Amtsgericht. Gebhardt, 6672) Amtsrichter. Neidhart, Gerichtsschretber. Ladung. 1) Heinrich Stier, Taglöhner aus Londorf, zuletzt daselbst sich auf- haltend, 31 Jahr alt, 2) Peter Schomber, Schreiner aus Keffelbach, zuletzt daselbst sich aufhaltend, 32 Jahr alt, 3) Peter Bräuning, Knecht aus Merlau, zuletzt daselbst sich aufhaltend, 38 Jahre alt, 4) Peter Sprankel, Taglöhner aus Lumda, zuletzt in Flensungen, 33 Jahre alt, 5) Jost Reder, Taglöhner aus Merlau, zuletzt daselbst sich aufhaltend, 26 Jahre alt, deren Aufenthaltsorte unbekannt sind, werden beschuldigt als beurlaubte Reservisten bezw. als Wehrleute der Landwehr ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein, Uebertretung gegen § 360 Nr- 3 des Strafgesetzbuchs. Dieselben werden auf Mittwoch den 15. Dezember 1880, Vormittags 8 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht zu Grünberg zur Hauptverhandlung geladen Bet unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach § 472 der Strafproceßordnung von dem Großherzogl. Landwehr-Bezirks- Commando zu Gießen ausgestellten Erklärung verurthetlt werden. Alsfeld, den 8. Oktober 1880. Der Großherzogliche Amtsanwalt. 6653) Sandmann._______ Uersteigerungs-Anzeige. Montag den 18. Oktober, Vormittags 10 Uhr, soll in der Wagenhalle des hiesigen Postamts ein ausqemusterter Güterpostwagen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gleichzeitig kommen noch verschiedenartige Ausstattungsgegensiände zur Versteigerung u. A. 1 Bettstelle, 1 Schalter- Fenster und 1 Schalter-Laden, mehrere Botenranzen, Beutel, Taschen, Laternen u. s. w. Die Bedingungen werden am Ort der Versteigerung bekannt gegeben werden. Gießen, den 10. Oktober 1880. Kaiserliches Postamt. I. V.: 6656) Ritsert. , Dienstag den 12. Dktoder, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause der Gebrüder Köhler im Gartseld dahier ein feuerfester Kasseschrank, ein Eomptoirpult, eine Copirpresse und einige andere Comptoirrequisite öffentlich gegen Baarzablung versteigert. Gießen, den 8. October 1880. 6581) M. Pilger, Massecurator. Dienstag den 12. d. Mts., Mittags 1 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier zwei Schränke meistbietend versteigert werden. Gießen, den 9. October 1880. 6644) Geißler, Gerichtsvollzieher. Ieilgeöolenes. 6624) Eine Hofraithe im Gartfeld, enthaltend 11 Zimmer, 3 Küchen, Keller, Werkstätte, zu Fabrikbetrieb eingerichtet, ganz neu erbaut, sowie daran anstoßend noch 2 Bauplätze, ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Feinste Franks. Würstchen empfiehlt (6670 Gmil Fischbach. Schirme! in guter Seide und Zanella zu äußerst billigen Preisen. Reparaturen werden schnellstens besorgt. (6655 Johanna Lang, am Markt. Aegulir-Füllofen, Wormser Ofen, Patent-Kochherde n schöner Auswahl empfiehlt (5404 ________A. Kröll, Gebrochene Aepfel, sowie Wirsing und Weiß-und Rothkraut zu verkaufen bei HL. Simon, 6634)B a h n h o f st r a ß e. 6647) Ein schön gelegenes neues gut gebautes Wohn» Haus ist preiswürdig zu verkaufen. Auskunft ertheilt J. JWattmaim. Fast verschenkt! 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Verein der deutschen Fortschrittspartei Zur Berathung der Statuten und zur Wahl eines definitiven Vorstandes findet Dienstag den 12. October, Abends 8 Uhr, eine Generalversammlung im Saale des Cafe Kib statt und bitten wir sowohl diejenigen, welche sich bereits als Mitglieder eingezeichnet haben, wie auch solche, welche unserem Verein noch beizutreten wünschen, um zahlreiche Betheiligung. 6675) Der provisorische Ausschuß. Betres! Bei der a (6390 und flut besorgt von miethen. Marburgerstraße 179. 6669) Näheres bei I. Blitz. ♦ Crefeld, den 9. October 1880. Bahnhofstraße 92. miethen. miethen. A. Wilker, Näheres bei I. Blitz. Zuspruch. Die trauernden Hinterbliebenen 6658) Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brülhl'schen Univ.-Druckerei (Fr. CHr. Pietsch in Gießen. ♦ ❖ <3> 6676) Als Candidaten für vie nächste Stadtverordneten-Wahl schlagen wir vor: I. Haustein. M Hornberger. I. Hoch. Th. Baist. R. Scheel. Heinrich Vogt, Ortsgerichtsmann. Mehrere Bürger, I. Haustein, Heinrich Vogt, Ph Uhl, M. Homberger Jul. Hoch, Anton Petri. Stadtverordneten - Wahl. Die reinste und lauterste Absicht bewegt mehrere Bürger im Interesse unserer Stadt die Wähler auf einige Persönlichkeiten aufmerksam zu machen. Wählet Männer als echt bürgerliche Vertreter, die gerne Zeit opfern zum Wohle des Bürgerstandes. Deshalb schlagen wir vor: Es wird i unb 15. d. Mts. i während der unnfl und auch Einwendi herzoglichem Kreise Gießen Reparaturen u. Ueberziehen von Regenschirmen wird rasch Zur gefälligen Beachtung. 6665) Bekanntlich sind schon verschiedene Herren als Stadtverordnete in Vorschlag gebracht worden unb wäre es Wünschenswerth, daß auch zu diesen noch Herr Hermann Völker als Kandidat aufgestellt und gewählt würde. Mehrere Wähler. An unsere Mitbürger! 6674) Wir können es uns nicht versagen, unsere verehrten Mitbürg, r auf die bevorstehende Stadtverordneten-Wahl aufmerksam zu machen und Bitten unsere Mitbürger bei der Wahl nicht muß g zusehen zu wollen, denn es gilt Bürger zu wählen, welche unsere Sache ganz vertreten, und ihre besten Kräfte dem Wohle der Stadt weihen, denn solches thut unserer lieben Vaterstadt noth. Wir schlagen Euch folgende Herren vor: Ötrnar Weidig, Nechrsanwalt. Karl Krailing, Schlosser. Joseph Mann, ^LLLiek.' M. Homberger, Fabrikant- Julius Hoch, Bauunternehmer. Konrad Simon, Oeconom. Wäblet sie, ihr werdet wohl daran tfrr. Achtungsvoll (’ftr. Lony Todes Anzeige 6654) Teilnehmenden Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser geliebter Vater 6369) Herren hüte werden zu Damenhüten nach neuesten Formen umgeändert. C. L. G-ail, Schulstraße 19. 6625) Eine kräftige gesunde Frau wünschr ein Kind mitzustillen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Zu bevorstehender Stadtverordneten Wahl schlagen wir unseren Mitbürgern, als sehr geeignet und größtentheils bewährt, folgende Herren vor: J. Hanstein, Fabrikant. Julius Hoch, Bauunternehmer. M. Homberger, Jabrikant. Teophil Baist, Vechtsannmlt. Fritz KOCh in Firma Koch 8» Keaetz. 6662) Heinr. Vogt, GrLsgenchtsmann »rprdttionsbu Diel Auf dem di auf dem Gebiete aus Miau eine unb die ernsteste 2 Nach den und Amerika über Norden, und man In höheren Schulen In den oberen Klass höheren Knabenlehrc find. In einem Ze Schüler eines Brei den bei der ersten H Mi. kurzsichtig keine KircMM gletchsM sehr dch einem waren 56) ttrte unter 600 T Angesichts bi fajnUMtyenben G, Mtfonalen ßalatnifr Professor Cohn in Medicin über die ] Deutschland macht, b«i Einrichtungen i Nach Cohn I lunwer SehverhLl ««äußere Anlaß b( Stoff JU blii obtT Lesen aus der reizen, in dieser B M bf. «U j »ichi ange Vbnra bieten, ne, W6ir «S b?e ÄS* tafc" Ard SÄ iide, MbibÄ1 ® feto 8 Wermiethungen. 6661) Ein kleines Logis zu vermiethen bei Adolf Hoss, Schußgätten. 6659) Eine kleine Wohnung an e.ne ruhige Familie zu vermiethen im Vorderhaus bei Dachdecker Joseph Ruckstuhl, Gartfeld._________ 6666) Ein großes schön möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause des Herrn Merz, 2 Treppen hoch._______________ 6660) Em möblirtes Zimmer zu vermiethen an einen Herrn. Dr. Weber. 6651) Der mittlere Stock meines Hauses in der Bahnhofstraße, zum 1. Januar 1881 beziehbar, zu vermiethen. Wilhelm Reiber. J. Weitzenkom, Kreuz. 6649) Meine innigsten Gefühle bewegen mich, für die Spende den herzlichsten Dank dem Ungenannten zurufen zu müssen. CK 5143) Ein freundliches Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei Heinrich Arnold II., Schloßgasse, im Herbert'schen Hause. 6598) Eine freundliche Mansardenwoh- nung zu vermiethen. Frankfurterstr. 30'/io. Ein schön möblirtes Zimmer zu ver- Acplei werden gekauft von Emil Schmall 6083)________im Frankfurter Hof. 6657) Ich warne hiermit Jedermann, meiner Tochter K ä 1 h ch e n, welche das väterliche Haus heimlich verlassen hat, auf meinen Namen etwas zu borgen, indem ich für Nichts haste. Gießen, den 10. October 1880. Karl Hardt. Alicenstraße E 104 (Nebengebäude). Ein kleines Familienlogis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei 6187)________W. Böger, Seltersweg. 6547) Ein möblirtes, sowie ein un- möblirtes Zimmer zu vermiethen. ZUM Lindenhof. Z Vorzügl. MHtagstisdi in ii. außer Abonnement. 6635) Ein Mädchen für alle häuslichen Arbeiten wird auf den 1. Novbr. gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 6664) In meinem neuerbauten Hause (Grünberaerstraße) ist der 2. Stock mit abgefchl. Vorplatz und sonstigen Bequemlichkeiten auf sofort zu beziehen. __________________Georg Stühler. 6115) Durch Wegzug des Herrn Philipp Braun ist die von demselben innegehabte Wohnung, bestehend aus 6 Zimmern und allem Zubehör per sofort oder 15. Januar zu vermiethen. August Ackermann. 6560) EM möblirtes Zimmer in der Marktstraße auf sogleich zu vermiethen. ______________ LouiS Lony. 6184) Zu vermiethen: Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, ebener Erde, in der Nähe der Klinik. ___________Frankfurter Str. Lit. E. 28. 5875) Ein freundliches Familienlogis, 5 Zimmer mit allem Zubehör, sowie Theil am Garten alsbald zu vermiethen bei Chr. Keller, Grünbergerstraße. 5544) Zwei tneinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. _________Grünberger Straße B. 151/. 6582) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi« net zu vermiethen bei _______Heinrich Sauer, Neuenweg. 6574) Ein gut möbl. Zimmer zu oer- 6616) Möblirtes Zimmer mit Cabinet in nächster Nähe der Aula zu vermiethen. Buchbinder I. P. Sann, __________________Bismarckstraße.______ 6629) Zwei kleine möblirte Zimmer zu vermiethen.__Lindenplatz A. 242. 6633) Schön möblirte Zimmer zu ver- Vermischte Anzeigen. 6663) Am Sonntag Abend den 3. Oktober wurde beim Banket der freiw. städt. Feuerwehr ein dunkler Sommerüberzieher mitgenommen. Der jetzige Inhaber wird gebeten denselben Neustadt D. 93 abzu- geben.__ 6385) Die neuen Muster der Damenhüte sind eingetrofftn und werden alte Filzhüte billigst nach denselben umgearbeitet. Louis G-ail, Mäusburg. 6650) Gründ!. Vorbereitung für die Ginj.'Freiw.-Prüfung bei Dr Müller in Lindheim (Oberhessen). Mäßiges Hono- rar für Pension und Unterricht-