»arten. Skr. 290» Samstag den 11. December 1880. ä Meßmer Wrzemer Ag etc ** .. AMlge- M AMsdlM für kn Kreis Gießen. ’Ser, gärtner. Stegen, g 1 vorgerückter 8 (7934 g leim, o $9Dc®ca Vertretung late onbeitn Suilabung, ontag, de« » in der gi^eijtai i: erstand fchgefielllni für die Zeil m m enthaltend Hn> ining der Evixm einer AushiW srstandes: lenftn an BtbirtV b V\ hnm Aach Dörtng. Dorstand. Nen. itev. .g.Ärwbander M 16 k U.Ü**“ in»«1 ^(&| 16 • ' 16 o • I 1b > . । 16 M s Ions rc. 8t[(tmfldooHer w SU** Mt meinen früher^; ?7 rt* Mercnüu*"6; rpreditn J» lj* geb. Mt'tl w hl b. i8. .»-.ich Mi. w ~9*- g nsCT Amtlicher Hsteil. Das Großherzogliche Steuer-Commiffariat Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Wir ersuchen Sie bis Ende l. M. Bescheinigungen über die im laufenden Jahre abgebrannten oder niedergelegten und an derselben Stelle bis dahin nicht wieder aufgebauten Gebäude, und zwar für jede Hofraithe auf einen besonderen halben Bogen, aufzustellen und hierher vorzulegen. Die Ortsexemplare der Brandkataster wollen Sie, zur Wahrung dieser Veränderungen und der Besitzwechsel, falls solche nicht mit Declarationen noch an uns gelangen, gleichfalls in dem genannten Termine etnsenden. Gießen, den 9. December 1880. Großherzogltches Steuer-Commiffariat Gießen. I. B. G- St. C.: Schäcker, Distrtcts-Etnnehmer. Deutschland. Darmstadt, 9. December. Der „Frkftr. Ztg." wird geschrieben: .Das von den benachbarte preußischen Bahnen gegen die hessische Ludwigs- bahn-Gesellschaft beliebte Verfahre hat im Lande unliebsames Aufsehen erregt; in der zweiten Kammer Hal die allgemein gefühlte Mißstimmung beredten Ausdruck gefunden. Man ventilirte hierbei die Frage, wie es gekommen, daß die Rente der Main-W!serbahn von Jahr zu Jahr sank, bis die Bahn als reife Frucht in den preußischen Schooß fiel. Es gewinnt fast den Anschein, als ob man ein ähnliches Vorgehen gegen die hessische Ludwtqsbabn-Gesellschaft beabsichtige, um günstigere Conjuncturen zu dem Ankauf ihrer Linien zu gewinnen. Denn daß der Ve'kauf dieses Bahnnetzes über kurz oder lang eine Nothwen- digkeit ist und daß Preußen oder das Reich — in Wirklichkeit in diesem Falle ja ziemlich identisch ,—■_ den käuflichen Erwerb dieser auch strategisch sehr wichtigen Linien ernstlich in Betracht zieht, darüber gibt man sich in weiter blickenden Kreisen keiner Täuschung mehr hin. Mainz, 8. Decbr. Nach dem eben veröffentlichten Protokoll hat sich die hiesige Handelskammer in ihrer letzten Sitzung eingehend mit der preußischen Eisenbahn-Politik beschäftigt. Die Kammer verurtbetlte auf das Schärfste die ausgesprochene Absicht der preußischen StaatSbahn-Verwaltungen, sämmt- liche Verkehre, an welchen preußische Staatsbahnen betheiligt sind, durch die für die letzteren günstigen Linien zu bedienen. Die Leitung der Frachtsendungen über naturwidrige Umwegsrouten und die vollzogene Kündigung der bestehenden binden Tarife mit der hessischen Ludwigsbahn und über dieselbe hinaus bezeichnet die Handelskammer als mit den Vorschiilten des Betrtcbs- Reglcments und der Reichsverfaffung unveretnbarlich, und faßte in Folge besten den Beschluß, die hessische Staatsregierung zum Schutze der bedrohten Jn- teresten der einschlägigen Frachtempfänger, die für ihre Güter den naturgemäßen bitecien Weg verlangen müssen, anzurufen unb gleichzeitig bei bem Reichskanzler gegen bi? gegen Geist und Inhalt der Reichsverfaffung verstoßenden Verkehrsmoßregeln der preußffcken Staatsbahn-Verwaltungen den nachdrücklichsten Protest zu erheben. Der Reichskanzler soll gebeten werden, in Gemäßheit der desfallstaen Vorschriften der Reichsverfastung Remedur eintreten zu lasten. Berlin, 8. Decbr. Gegenwärtig ist wieder in Erinnerung gebracht worden, daß Militärpflichtige, welche sich freiwillig zu einer vierjährigen Dienstzeit bei der Kavallerie verstehen, während der Friedenszeit von Reserve-Uebun- gen befreit sind und nur drei Jahre in der Landwehr zu dienen brauchen, so daß ihre Lan.dwehrpflicht um zwei Jahre verkürzt ist. Mannheim, 7. December. Auf den gegründeten Verdacht hin, daß mehrere Arbeiter der Fabrik von Bopp und Reuther hier sich an strafbaren soctaldemokratischen Umtrieben bethetligen, fanden gestern Vormittag Haussuchungen in den Wohnungen der betreffenden Arbeiter und gleichzeitig Durchsuchungen der meisten Arbeiter in der Fabrik selbst statt. Die Recherchen waren sehr eingehende, doch ist uns über das Resultat selbst bis jetzt nichts bekannt geworden. Hauptsächlich ist diese Maßregel dadurch veranlaßt worden, daß der hiesigen Polizei bekannt geworden ist, mehrere Arbeiter hätten neulich einer socialistischen Versammlung in Eberstadt angewohnt, welche verbotene Agitationen zum Zweck gehabt. (N. B. L.-Ztg.). Aus Elsaß-Lothringen, 8. December. Man scheint den Versuch gemacht zu haben, die Agitation gegen die Juden auch in die militärischen Kreise des Reichslandes zu tragen. In Folge dcffen hat der Feldmarschall v. Manteuffel dieser Tage einen Befehl an die Officiere und Beamten deS 15. Armee-Corps erlassen, sich von der Agitation der Antisemiten-Liga fern zu halten und in gleichem Sinne auch bet ihren Untergebenen zu wirken. Irankrerch. Paris, 6. December. Mit dem heutigen Tage sind die seit mehr als 13 Jahren unterbrochenen diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Mexiko wieder hergestellt. Um 2 Uhr empfing der Präsident Grevy den Gesandten der mexikanischen Republik, Herrn Velasco. welcher ihm feine Beglaubigungs-Schreiben mit folgender Ansprache überreichte: „Herr Präsident I Indem die mexikanische Regierung diplomatische Beziehungen mit Frankreich wieder anknüpft, gehorcht sie nur den Gefühlen und Wünschen des mexikanischen Volkes, welches für Frankreich warme Sympathie hegt. Wenn man die Geschichte der Civilisation in Mexiko studtrt, erkennt man auch überall, in den Sitten, wie in den Gesetzen des Landes, den Einfluß des liberalen und fortschrittlichen Frankreichs. Meine Regierung und daS Volk von Mexiko waren, als sie mir den Auftrag ertheilten, sie bei Euer Excellenz zu repräsentiren, vor Allem von bem Wunsche geleitet, den Handelsund gewerblichen Verkehr zwischen den beiden Ländern gefördert zu sehen, welche mehr als irgend etwas Anderes dazu beitragen werden, die Bande alter Freundschaft, welche die beiden Völker schon umschlingen, noch enger zu ziehen. Für diese mir anvertraute Aufgabe, an der ich ohne Unterlaß arbeiten will, vertraue ich, Herr Präsident, auf Ihren und Ihrer Regierung gütigen Beistand." Der Präsident der Republik dankte dem mexikanischen Gesandten für diese freundlicken Gesinnungen und versicherte ihm, daß dieselben von Seiten Frankreichs auf das Herzlichste erwidert würden. ^ParkS, 7. December. Rochefort's Gesuch betreffs Errichtung eines Denkmals zu Ehren der Commune wurde heute im Gemeinderath vorgelegt; derselbe aber ging mit 33 gegen 29 Stimmen zur einfachen Tagesord- nung über. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Covrespondenz-Bureair. London, 9. December. Im City-Artikel der „Times" wird mitge- theilt: Hier eingegangene Telegramme melden einige große Fallissements von Kaffee-Spekulanten in Amerika; die zwei größten sanden in New-Aork statt, es in Boston, wodurch Panik am Kaffeemarkt verursacht wurde. Das Ge- schäft in Mincinglane scheint nicht beeinflußt. — Ein Gerichtsexecutor wurde während der Vornahme einer Pfändung bei einem Pächter unweit Cookstown (Grafschaft Tyrone in Irland) erschossen. Der Mörder hat sich geflüchtet. Nom, 9. Decbr. Wie verlautet, werden der Handelsvertrag mit der Schweiz, die Handels- und Schifffahrts-Verträge mit Belgien und England, sowie der Schifffahrts-Vertrag demnächst auf ein Jahr verlängert. Bezüglich Deutschlands dürfte sich Italien, da die Verlängerung des italienisch-deutschen Handels-Verirages nicht zu Stande gekommen, mit Festsetzung der Reciprocttät auf Grundlage des Verhältnisses der meistbegünstigten Nationen begnügen. — Nach Mittheilungen, die dem Minister des Auswärtigen zugegangen, sind die Hauptschuldigen, welche sich an italienischen Fischern in Myttlene vergriffen, Tücken, und bereits verhaftet. Petersburg, 9. December. Bei dem gestrigen Georgsfest fand um 12j/2 Uhr im Winterpalais ein feierlicher Gottesdienst statt, welchem sämmt- liche anwesende Ritter des Georgs-Ordens unb Inhaber des goldenen Ehrensäbels beiwohnten. Nach dem Gottesdienst schritt der Kaiser in Begleitung des Großherzogs von Oldenburg die Front der Truppen ab und begrüßte dieselben. Abends war Gala-Tafel, an welcher der Kaiser, die Mitglieder der kaiserlichen Familie, der Großherzog von Oldenburg und die Ritter des Georgs- OrdenS theilnahmen. Während der Tafel traf ein Gratulations-Telegramm des Kaisers Wilhelm ein, nach dessen Verlesung Kaiser Alexander einen Toast auf das Wohl des Kaisers Wilhelm, des äliesten Ritters des Georgs-Ordens, ausbrachte. Berlin, 9. Decbr. Abgeordnetenhaus. Berathung des Cultusetat. Die Einnahmen werden ohne Debatte genehmigt. Bei Cap. 109 der dauernden Ausgaben erklärt Windthorst, er und seine Freunde würden den Cultusetat wiederum benutzen, ihre Klagen vorzubringen. Die noch bestehenden Maigesetze würden in allen wesentlichen Punkten streng angewendet, obwohl der Minister möglichst versucht habe, Erleichterungen zu verschaffen. Das Centrum habe dem .gegenüber kein anderes Mittel als fortdauernd die Hauptbeschwerden vorzutragen, bis sie schließlich zu einer Stelle gelangen, von wo Abhülfe geschehen kann. Der Versuch einer Erleichterung der. Lage der Katholiken war verfehlt; dazu hätte das Centrum seine Hand nicht bieten können- Redner fuhrt einzelne Beschwerden des Centrums aus. Die Regieiung habe Ursache im Laufe der Session aus Abstellung von zu weit. gehenden Bestimmungen der Gesetze zu sinnen und eine organische Gesetzgebung vorzubereiten. Das Centrum wurde solche Anträge stellen und kündige einen Gesetzentwurf an, der das Spenden der Sacramente und Lesen der Messe für straffrei erkläre. Redner fragt an, ob die Regierung beabsichtige, die Unterhandlungen mit Rom wieder aufzunehmen, ob Schritte in dieser Richtung geschehen und wann sie die Wiederaufnahme vorzunehmen gedenke. Wenn gesagt worden, daß der passive Widerstand gegen die Gesetze unzulässig sei, so würde man zum denkbar ärgsten Byzantinismus gelangen. Es sei unwahr, daß das Centrum zur Verletzung der Gesetze 'aufforderte. scheu Hofcaity, zu ein schmaler Streifen Land. Dieser S:retfen Land ist unmittelbar an der Knicrim'schcn Scheuer zu einem Graben verlieft. An oeqcloen Stelle ist aber oa3 oben er wähnte Gäßchen so schmal, daß man es mit einem Wagen nicht gut paaren kann. Das Eigenthum an dem fraglichen Streifen Land schreibt sich die Louis Knu-rim's jß.tt.oc .u< während Nicolaus Funk ihre veßfallsigen Ansprüche nicht anerkennen will, sondern behauptet', daß das betreffende Gelände zum Gäßchen gehöre. Am 4. October l. I. wollte nun Karl Funk, ein Sohn veS NicolauS Fnnk einen W>- gen Mist auf einen von seinem Vater gepachteten Acker fahren- Bei dieser Fahrt mußte er oaS fragliche Gäßchen passiren und um ein Umfallen des Wagens zu verhindern, besch.oß er, den an der Kmerim'ichen Scheuer befindlichen Graben mit Steinen zuzusetzen. Ec begann auch sofort mit der Ausführung dieses Vorhabens, er war jedoch mit seiner Arbeit noch nicht zu Ende gekommen, als der Friedrich Knicrim, ein Sohn der LouiS Knierim's Wittwe erschien und ihm erklärte, daß er bas Zusetzen des Grabens nicht dulde. Knierim begann auch sofort damit, die Steine wieder aus dem Graben herauszuwerfen, wogegen Funk, sowie dessen m der Nähe befindliche Mutter Einspruch erhoben. Knierim fuhr aber trotzdem mit dem H rauswerfen der Steine fort. In Folge dessen gerieth Funk so in Zorn, daß er den Bickel, den er bet dem Zusetzen des Grabens gebraucht harte, erzriff und damit dem Knierim dergestalt auf den Kopf schlug, daß derselbe sofort blutend zu Boden stürzte. Funk versetzte hierauf dem am Boden Liegenden noch einen Schlag mit dem Bickel auf den Rücken und entfernte fich sodann. Nach der Entfernung des p. Funk wurde Knierim in sein elterliches Haus getragen und erklärte der herbeigerufene Arzt seine Wunde für lebensgefährlich, da eine Impression des Schädels vorhanden sei. Auf die von dem Vorfälle gemachte Anzeige erschien alSbalb das Gericht in Romrod, dasselbe konnte jedoch den Verwundeten nicht vernehmen, da sich derselbe in bewußtlosem Zustande befand. Am 8. Octobrr trat sodann der Tod Knierim- ein und ergab die Sektion der Leiche, daß sich an der linken Seite de« Kopfes eine erhebliche Impression des Schädels, verbunden mit drei Fissuren, befand. Nach dem Gutachten der Gerlchtsärzte ist diese Schädelverletzung als die alleinige Ursache des eingetretenen Tooes zu betrachten. Karl Funk ist 21 Jahre alt, evangelisch, ledig und noch unbestraft. Die Geschworenen erkannten denselben, unter Annahme mildernder Umstände, für schuldig und wurde er demgemäß in eine Gefangnißstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten ver- urtheilt. — 2) gegen Heinrich P etri von Reiskirchen, 29 Jahre alt, ledig, wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit. Derselbe ist angeklagt, daß er am Morgen des 6. September d. I. an der Ellsabetha Nürnberger zu Reiskirchen, als dieselbe zwischen 4 und 5 Uhr von einer Tanzbelustigung, woran dieselbe Thcll genommen, sich nach Hause begeben wollte auf der dortigen OrtSstraße mit Gewalt unzüchtige Handlungen vorgenommen habe. Die Geschworenen hielten sich von der Schuld des Angeklagten aber mcht für überzeugt und sprachen daher das „Nichtschuldig" aus, worauf derselbe auf freien Fuß gesetzt wurde. — Heute Morgen wurden zwei Arbeiter verhaftet, welche gestern Abend an dem Güterschuppen der Oberhess. Bahn mehrere Gußrohre gestohlen hatten und dieselben dahier ver- werthen wollten. — Heute Vormittag fanden Hierselbst diverse Haussuchungen nach socialdemokcattschen Schriften statt. Der Cultusminister erklärt: Wenn man so weit geht, zu sagen, die Maigcsetz- gebung könne nur darauf ausgehen, die katholische K'rche zu vernichten oder zu verfälschen, so kann ich dem nur gegenüberhalten, was em treuer Sohn dieser Kirche in einem seiner neuesten Werke sagt: Man kann die Kirche nicht mehr schädigen, als daß man übertreibt. Die Staatsregierung theilt den Schmerz und die Betrübniß, daß man heute nach Jahren voll Ringen, Mühen und Kämpfen im Ausgleich der kirchenpolitischen Gegensätze nicht weiter gekommen ist, und blickt mit großer Besorgniß in die Zukunft der ktrchenpolitischcn Verhältnisse; sie sieht dieselben mit einem dichten Schleier vedeckt, durch den kaum ein Lichtstrahl durchdringt. Das Centrum that bisher auch nichts, was die Regierung veranlassen könnte, den Weg zu betreten, den eS als den einzigen zur Verständigung geeigneten erklärt. Die Regierung hat in dem kirchenpolilischen Gesetz das Mittel zur Erreichung des inneren kirchlichen Friedens geboten, muß aber die Insinuation zurückweisen, als ob sie mit dieser Vorlage irgend welche Nebenzwecke zu verbinden beabsichtigt hätte. Mit der Abänderung der Vorlage ist aber der Regierung die Handhabe zur Anbahnung dieses Frieden? vollständig zerbrochen und sieht sie sich daher gezwungen, jede Verantwortung dafür, daß nicht mehr geschehen, abzulehnen. Die Regierung wird hiernach eine abwartende Haltung annehmen, die durch schonende Handhabung des bestehenden Gesetzes gekennzeichnet wird. Petri spricht sich bedauernd über die Verwaisung der Pfarreien aus. Die Schuld an der Verwaisung der Pfarreien liege daran, daß die kirchlichen Organe die Anzeigc- pflicht nicht befolgten. Rom sei an der Verwaisung Schuld, denn wenn es seine zu Unrecht erworbene Macht dem Staate gegenüber nicht aufrechterhalten könne, dann frage sie nie nach den Gemeinden. Langerhans weist auf die Beschränkung der kirchlichen Freiheit in der protestantischen Kirche, das Wachsen der Orthodoxie und das Verhalten des Ministers bei der Generalsynode gegenüber dem Schulaussichtsgesetz hin. — Stengel verwahrt die Frei- Conservativen gegen die Vorwürfe Windthorst's. — Jagdzewski schildert die Folgen des Culturkampfes tn Posen, wo Abhilfe dringend nöthig sei. Die Ausführung des neuen kirchenpolitischen Gesetzes geschehe nicht in dem gewünschten Umfang. — Minister v. Puttkammer entgegnet, es sei unrichtig, wenn angenommen werde, er könne nach dem neuen Gesetz den einzelnen Geistlichen gegenüber die Staatsleistungen wieder auf; nehmen; das könne nur für ganze D'öcesen geschehen, vorausgesetzt, daß eine gewisse Ordnung daselbst hergestellt sei. Der Minister erörtert im Einzelnen die von dem Vorredner angeführten Klagepunkte und rechtfertigt das in diesen Fällen beobachtete Verhalten der Regierung. Den Vorwürfen Langerhans gegenüber rechtfertigt er seine Haltung und weist auf die bereits früher gemachten diesbezüglichen Aeußerungeu hin. Seiffarth nimmt die Lehrervereine in Schutz gegen die in dem Erlaß des Cultus- ministers enthaltene Beschuldigung agitatorischer Bestrebungen. Das Verfahren des Ministers schädige das Ansehen des Lehrerstandes. v. Puttkamer weist den Vorwurf zurück, daß er gegen die Lehrer Anschuldigungen ausspreche ohne Nachweise beizubringen. Disciplinarische Bemerkungen seien keine Vorwürfe. Der Majorität des Lehrerstandes habe er ein lobendes Zeugniß ausgestellt und nur die wenigen Lehrer getadelt, die nicht so seien, wie sie sein sollten. Auch ein Theil der Lehrerpresse zeitige die verderblichsten Früchte. Grumbrecht wendet sich gegen die Ausführungen Windthorsts und weist zurück, daß er mit der neulichen Aeußerung, der passive Widerstand des Centrums sei ein unberechtigter, dem Byzantismus das Wort geredet habe. — Rickert constatirt, daß die Rede des Ministers vom 11. Februar geeignet gewesen, den Lehrerstand zu verletzen. Der Minister habe heute sein Urtheil wesentlich modificirt. — Der Cultusminister bestreitet die Nothwendigkeit, sein Urtheil einzuschränken. Sollte das in irgend einem seiner heutigen Worte gelegen haben, so ziehe er dasselbe ausdrücklich zurück Er habe die Pflicht, dafür zu sorgen, daß an dem reinen Schild des Lehrerstandes kein Makel hafte und deßhalb rücksichtslos die Mängel zur Sprache gebracht, welche er mit amtlichem Auge an dem Lehrerstande erblickt habe. — Strosser bedauert den Kulturkampf, nimmt die orthodoxe Geistlichkeit gegen die Angriffe Langerhans in Schutz und ver- theidigt die Haltung des Ministers in der Lehrerfrage. Windthorst dankt Strosser für das Wohlwollen gegenüber den Katholiken bezüglich des Culturkampfes. Die Besserung der Verhältnisse in Baden verdankten die Katholiken der Initiative des Großherzoglichen Paares. Dies ließe hoffen, daß a^rch hier eine derarttge Jnittative ergriffen werden würde. Seitens des Centrums werde nichts übertrieben, wie der Minister meine. Die Behandlung, die das katholische Volk zu erdulden habe, mache das Blut in den Adern kochen. Es sei nicht wahr, daß die bisherigen Erfahrungen die Regierung veranlassen konnten, es unter ihrer Würde zu halten, die Verhandlungen mit Rom wieder anzuknüpfen, wie der Minister gemeint habe. Er vermöge nicht einzusehen, warum der Staat nicht die Initiative zu Vereinbarungen mit Rom ergreife. Das sei selbstherrlich, landesväterlich aber nicht. Der Cultusminister entgegnet, daß ihm ein derartiges Gefühl fernliege. Seine ganze Haltung widerspreche dem. Die Aufforderung zur Initiative müßte an eine andere Stelle gerichtet werden. Bei der Einbringung des kirchenpolitischen Gesetzes habe er ausdrücklich gesagt, weil die Regierung nicht das geringste Entgegenkommen gefunden habe, sei sie gedrängt gewesen, ihrerseits eine Vorlage zu machen. Windthorst verlangt die Vorlegung der Verhandlungsacten, um entscheiden zu können, ob es der Staat wirklich gegen seine Würde halten müsse, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Die Titel 1 dis 10 werden angenommen, bei Titel 11 werden 1200 «X gestrichen. Nächste Sitzung' Freitag. Paei-, 9. December. In dem Zustande der Madame Thiers ist eine leichte Besierung etnqetreten. Die Kammer der Deputirten berieth heute über das Einnahme-Budget. Der von dem Abg. Brisson eingebrachte Art. 3 beantragt, daß die Güter der Congregattonen den gewöhnlichen fiskalischen Regeln unterworfen werden. Freppel beantragt Vertagung der Berathung über diesen Artikel. Die Vertagung wird mit 353 gegen 127 Stimmen abgelehnt. Brisson, Präsident der Budgetcommisston. greift tn längerer Rede die Congregattonen an und beschuldigt sie, daß sie ihr Vermögen verbergen, um es den Forderungen des Fiskus zu entziehen. Brtsion schätzt die Güter der Congregattonen auf 590 Mill. Frcs. Der Art. 3 wird schließlich mit 356 gegen 113 Stimmen angenommen. Altenburg, 9. Decbr. DaS bisher aus 10 Städten und 34 Dörfern vorliegende Resultat der Reichstags-Stichwahlen sind 4118 Stimmen für Große (national) und 6391 Stimmen für Kämpffer (Fortschritt). Lokales. Gießen, 10. December. sS ch w urger i ch t 8 s l tz u ng.j Am 9. December d. I. wurden von dem Schwurgerichtshof der Provinz Oberhessen folgende Sacken abgeurthellt: 1) gegen Karl Funk von Romrod wegen Körperverletzung mit tödlllchem Erfolg. Der Hergang der Sacke ist folgender: Die Louis Knterims Wittwe von Romrod besitzt tn genanntem Ort eine Hofraithe, welche aus Wohnhaus, Scheuer- und Hofraum besteht. — Das Wohnhaus stößt unmittelbar an die von Alsfeld nach Gießen führende Staatsstraße, während die Scheuer etwas von dieser Straße ab im Hofe steht. Hinter der Knierim- schen Hofraithe her zieht ein Gäßchen, an welches das Wohnbaus ves Etsenbahnarbeiters Nicolaus Funk von Romrod grenzt. Ueber gedachtem Gäßchen befindet sich nach der Knierim', Verwischte-. Mainz, 7. Decbr. Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich heute Vormittag ereignet. Das 7jährige Töchterchen eines hiesigen braven Arbeiters ging um 11 Uhr mit anderen Gespielinnen nach der Schule, sein Schwesterchen an der Hand, durch die Heiliggrabgasse, als das Kind vorn Trottoir abrutschte und unter die Räder einer daherfahrenden Rolle aerieth. Die Räder gingen dem unglücklichen Kmde über den Kops, ein schrecklicher Schrei ertönte und gräßlich verstümmelt lag die Kleine tobt auf der Erde. Die Leiche des Kindes wurde den tieföefümmerten Eltern nicht mehr nach Hause gebracht, sondern bircct in das Rochusspital überführt. Frankfurt, 7. Decbr. In der Nacht zum 20. October, dem Eröffnungstage des Opernhauses, waren eine große Anzahl Pamphlete gegen den Kaiser an den Häusern angeschlagen, die in früher Morgenstunde entdeckt und entfernt wurden. Jetzt ist es endlich dem Chef der Criminal-Abtheilung, Herrn Polizeirath Dr. Rumps, gelungen, die Verbreiter dieser Flugschrift zu ermitteln. Dieselben gehören einer socialdemokralischen Verbindung an. Druckrequisiten derselben, sowie Platten und Formen zu der Flugschrift wurden in dem Dachstocke eines alten Hauses der Judengasse noch oorgefunben. Bereits 16 Personen würben verhaftet; im Besitze Einzelner sollen sich, biefelben com- promittirenbe, Corresponbenzen mit im Auslande wohnenden Agitatoren vorgesunden haben. Einige der Verhafteten sollen bereits Geständnisse gemacht haben. Ob hier schon hochverratherische Handlungen vorliegen ober nur Vergehen gegen das Socialisten- Gesetz, wird die Untersuchung lehren. Göttingen, 7. Decbr. Die Zahl der immatricuHrten Studirenden beträgt 959 (gegegen 985 im vorigen Semester), davon studiren Theologie 151, Rechte 187, Medicin 149, philosophische Wissenschaften 472 und zwar Philosophie 7, Philologie 126, neuere Sprachen 77, Geschichte 20, Mathematik 134, Chemie 15, Naturwissenschaften 54, Cameralien 2, Lanbwirthschaft 17, Pharmacie 20. Von den immatriculirten Sludiren- ben falle,; auf Preußen 725 (barunter 516 Hannoveraner), auf die übrigen Reichs- länber 190 (darunter 65 Braunschweiger), auf die übrigen europäischen Staaten 19, auf die außereuropäischen Länder 25. Einzelne Vorlesungen besuchen außer den obigen 959 Studirenden 2. Handel und Berkeyr. Limburg, 8. December (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 18.50, Weißer Welzen vMa 00.00, Korn JL 16.35, Gerste JL 10 50, Hafer 6.70, Erbsen JL 00 00, Kartoffeln 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) Irischbäcker in Gietzen. Sonntag, den 12. December. Daniel Rühl, Marktstraße. Martin Lenz, Mark,, platz. Emil Noll, Löwengasse. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde ?u Gießen. Gottesdienst: Sonntag, den 12. December. Morgens 3>/z Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Freitag, den 17. December, Abends 6 Uhr, In dem Gymnasium: Bibelstunde: Pfarrer Dr Naumann. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 12. bis 19. December besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Allgemeiner Anzeiger. Me n I 1 empfiehlt in reicher Auswahl: HK \fIlli 7ß ««putzen, Tücher, Westen, llld Ctlllll£vi Kinderkleidchen, Strümpfe, ~ n r -o Bein-Längen, Gamaschen, Hormenstraße 58. Röcke, Unterhosenu.Jacken, Leibbinden, Handschuhe rc. 7204) zu den billigsten Preisen. Aufforderung. 7033) Alle Diejenigen, welche Bücher oder Kunstblätter aus dem akademischen Institut für Kunstwissenschaft oder von mir entliehen haben, werden gebeten dieselben vor Ende des Jahres zurückzugeben. Gießen, den 10. December 1880. Prof. Dr. H. v. Ritgen. gtartintoi,* 18.50, V'ißer Wch° k .< 00 00, Äartoffd! heute Vormittag tu Jing um 11 Uhr mii >er Hand, durch di- «Mer einer daher- :mbt über den M Klein: tobt auf der lchl mehr nach Hch dem Eröffnung aiscr an b.n HäM urbtn. Jetzt ift Ü Sumpf, gdungtn, 'ocialbimofratifätn ■mtn zu der gluy- noi) vorgeMden- \it), drrlüdm com= iitottn vor-eiundia )t tzndm. Db hier egen das Socialijim- Zludirenden betrag! >gic 151, Rechte 187, jie 7, Philologie 126. alurwissenschasten 51 itriculirtm Studirea- di: übrigen Reichs >oaiichen Staaten 19, }:n außer dm obiga en uSicheil^ 6t ff1»? h, ititlt n5ln" '$4'5, ■* biimn aui6 fr 1 ^»Bie h.R, l»ien ”I! btnt f\ n ln btt ? b'-srauf h,m »tt rb ÄLLrl ,.4 unb 5 Uhr io, ? Jrtfti wollte auf ott r ?ba nicht fit über- I 1 ’xnen gefegt • 1 ®»tnb an btm Gg- 1 »melde, dahin otv >h laeialoemollLttichir. »in iN ilirt« ,ehrn aal b,61S *’ Bekanntmachung 1880, den den Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag ... Dienstag Mittwoch Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittw»ch Donnerstag Donnerstag „ sowie ttmiren. c . Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihrer Gemeinde auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 27. November 1880. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Aeilgeöolenes. 8014) Ein fast neuer Spiegelschrank, sowie ein noch gut erhaltenes Consolchen und ein neuer ovaler Goldrahmenspiegel ist billig abzugeben bei K. Srünebaum. 14. 15. „ ii 16. „ n 18. „ ii 22. „ n 23. 28. „ ii 29. „ H 30. „ „ 4. Januar 1881, 5. ii H 6. ii ii 8. „ ti 12 " " 13. ,, ii Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkaste angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, find nachstehende Termine festgesetzt und zwar: ~ 1 11. December Bekanntmachung. Die auf Montag den 13. Decbr. ausgeschriebene Bauholz-Versteigerung in dem Hattenroder Gemeindewald rnuß wegen sonstigen in anderen Waldungen abgehaltenen Versteigerungen Lis auf weiteres ausgesetzt werden. Hattenrod, am 9. December 1880. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. 8023) Menge!.__________ Mittwoch den 13. lfd. MtS., Vormittags 10 Uhr, loll die Fertigung eines Dchneeschlittens unb die Lieferung von 100 Stück ledernen Ieuereimern mitt-lft Submission auf dem städtischen Baubüreau vergeben werden, woselbst auch an den Vormittagen die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können. Güßen, den 9. December 1880. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 8032) A. Bramm.________ Versteigerung. Dienstag den 14. ds. Mts., von Vormittags 9 Uhr au, werden in dem früheren Laden des Kaufmanns C. Tclzcr dahier — Nordanlage — folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 2 Sopha's, 5 Tische, 3 Betten, 2 Bettladen, 3 Kleiderschränke, 3 Spiegel re., sodann eine vollständige Ladeneinrichtung, Waagen, eine große Parthie Maaren — Kaffee, Reis, Gerste, Dürr- obst, Häringe, Stearinkerzen, Seife, Bürsten, 1 Kiste Zündhölzer und dgl. — Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 10. December 1880. 8022) Geißler, Gerichtsvollzieher. 7982) Die hier belegene, noch im Betrieb sich befindende, s. g. Lahn- Mühle mit 3 Mahlgängen, Oel- mühle und Bäckerei-Einrichtung, großem Hofraum und Stallung, mit voller Wasierkraft, soll theilungshalber Freitag den 17. December, Nachmittags 2 Uhr, in meiner Wohnung öffentlich versteigert werden. Bei annehmbarem Gebote wird der Zuschlag sofort ertheilt. Wetzlar, den 6. December 1880. Anton Fohrer. Samstag „ 15. „ » Die Interessenten werden daher auf- «efordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legi- Davidis, Oenr., Praktisches Kochbuch für die stew. u. feinere Küche, elegant und dauerhaft geb. V 4,50, - (8031 vorräthig in der Ferber’schen TJniv.-Buchh.andl, Gelegenheit Mr Deckung billiger 7956) Weihnachtsgeschenke. 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Fuhr, 7789) Sonnenftraße. 7193) Zur Saison erlaube ich mir mein reichhaltiges Lager in allen Arten Pelzwaaren in empfehlende Erinnerung zu bringen. Reparaturen, sowie alle in daS Kürschnerfach einschlagende Ar- beiten werden gut und billigst aus- geführt.__ H. Rübsamen, i Kürschner unb Kappenmacher. ! Piano, noch sehr gut erhalten, preis- würdig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. (7632 I Hausmacher-Feinen, um damit zu räumen, zu Selbstkostenpreisen bei Aug. Haubach. 7828") Wegen Aufgabe des Ladengeschäfts Ausverkauf von Leinen, Wollwaaren und Wäscheartikeln. Herrn* Auff. Müller, Schulstraße. Nürnberger Lebkuchen aus der Fabrik des Herrn Jacob Goess in Nürnberg empfehlen Gebrüder Adami, 7971) _____im Ritter. Regenschirme (792« für Damen und Herren empfiehlt zu billigen Preisen , Jobs. Zufall, früher Marte Lang, 86 Neuenbäue 86. NB. 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Rudolph, Giessen, 6879) Ein neu restaurirtes Familien logiS ist zu vermiethen und alsbald oder spater zu beziehen im _____________Darmstädter HauS. 7698) Möblirte Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Mäusburg D- 16. 7989) Ein kleines möblirtes Stübchen zu vermiethen. Neuenweg 116- 7997) Möblirtes Zimmer nebst Kost zu vermiethen. Frankfmterstraße 31,5. 7986) Die von Herrn Baumeister Neuling bewohnte Wohnung ist auf sofort oder später zu vermiethen. H. Lüerner, Bismarcksträße. 6806) Eine neuhergerichtete Wohnung, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speichcrkam- tnern, HolzstaU rc. sofort zu vermiethen. __Näheres Blechstraße Lit- E- Nr. 39,5. ~7103) Ein großes schön möblirtes Zimmer zu vermiethen- Gartenstraße 165,6. Vermischte Anzeigen. Vermielchungen. 8018) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Karl Wenzel 8016) Das seither von Herrn Professor von Liszt bewohnte Logis, 6 Zimmer, Speicher und Mägdekammer, Küche mit Wasserleitung und etwas Garten, ist ander- weit zu vermiethen, auf Verlangen kann Stallung zugegeben werden. Ph. Größer I. 8026) Die beiden von der Firma Dort er & Katz gemietheten Läden mit Logis sind einzeln oder vereinigt ander- weit zu vermiethen, beziehbar am ersten April 1881. Labroise, Rechtsanwalt. 7969) Ein neuhergerichtetes Familien- Logis, bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör, ist bis zum 15. Februar 1881 anderweitig zu vermiethen u. kann dasselbe auch früher bezogen werden. A. Wallenfels Wittwe. 8013) Einen braven Burschen sucht als Knecht sofort oder Weihnachten. Inderthal, ____________Groß-Mühle bei Alt-Buseck. Gesucht ein tüchtiges Dienstmädchen auf Weihnachten. Näheres in der Exp- d. Bl. (8015 8025) Ein kl. Saal od. größeres Zimmer wird 311 miethen gesucht von einer kl. Versammlung, zur Besprechung von religiösen Fragen für zwei Abende in der Woche lauf 3 Monat). Offerten werden in der Exped. d. Bl- erbeten. 400 Mark werden bis 1 Januar 1881 gegen 5% und '/^-jährliche ratenweise Rückzahlung zu leihen gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. (8024 Reparaturen u. Ueberziehen von Regenschirmen wird rasch und gut besorgt von (6390 J. Weitzenliorn, Kreuz. liier OD Suppenanstalt 8020) Stabt .Mainz Licktenhainer 7803) Wenzel's Garten gegenüber, B- 163,3, mittlerer Stock, 5 Zimmer zu vermiethen. 7629) 2 Stuben, Küche und Kammer sofort an ruhige Leute zu vermiethen. ' Lit D- 25. 7474) Mehrere große Zimmer mit oder ohne Möbel zu vermiethem M. Weißbacker. - 7350) Das seither v. Hrn.^Hauptmann von Gerhardt bewohnte Logrs ist durch dessen Wegzug anderweit zu vermiethen. Gießen. Dr. Gaquotn. 7661) Laden, sowie eine möblirte Wohnung zu vermiethen bei Gustav Gerhardt, Lindenplatz. Anstich Zamstag den 11. Decbr. ■ aufgenommen ajWBlIVfil Hebamme Müssig in Mannheim.(664 in der Herberge ?ur Heimath, Bahnhofstraße. Ausgabe der Suppe täglich von 11V2 bis 1 Uhr Mittags. Preis der Portion (% Liter) 10 Der Vorstand. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag Wenzel s WI iileKPalmen ) Garten. Sonntag den 12. December: GROSSES CONCERT (ä 9a Strauss) von der Capelle des II. Gr. Hess. Inf.-Regts. Nr. 116 unter Leitung ihres Capeilmeisters Herrn C. Krausse. Anfang & Uhr. Entree Pfj. Bier im G-las. NB. Verehrt Publikum zur gell. Nachricht, dass für die Folge der Anfang der Concerte. ganz bestimmt zur angegebenen Stunde präcis beginnt. (8028 Gießener Zitherkranz. Die auf Sonntag den 12. d. Mts. festgesetzte Abend-U nterhaltung kann nicht staltfinden. Der dafür bestimmte Tag wird durch den Gießener Anzeiger bekannt gemacht. (8027) Der Vorstand. Weihnachtsbescherung der Klemkinder-Bewahranstalt. Indem wir Herst ch danken für alle Gaben an Geld und passmden Gegenständen allerlei Art, die uns in Folge unserer Bitte in überaus reichem Maße zu unserer Wethnachlsbescherung übergeben worden sind, bitten wir alle Diejenigen, die uns etwa noch Geschenke zuqedacht haben, freundlichst uns dieselben alsbald zukommen zu lassen, da am Sonntag den 19. Decbr. d. I. die Bescheru'g stattfinden soll und wir darum zu Anfang nächster Woche die Herrichtung der Gaben, die Eintheilung derselben, Einkäufe rc. zum Abschluß bringen müßen. Gießen, den 10. December 1880. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt: Dr. Naumann, Pfarrer. Tostes-Anzeige. g 8017) Gestern Morgen 4i/2 Uhr verschied nach kurzem Leiden I Frau Margarethe Rusche WMwe in einem Alter von 79 Jahren. Gießen, den 9. December 1880. Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag um 3 Uhr statt. I »Hfl—......■■III Mi.............I --— Todes-Anzeige. 8029) Heute verschied nach kurzem aber schwerem Leiden unser geliebte ©alte, Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Oecvnom Georg Hr. Lony im Alter von 72 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten hier» mit ttefbktrübt anzeiaen. Gießen, am 9. December 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Mühlgasse, statt. 7987) Eine geübte Kleidcrmacherin sucht noch für einige Wochentage Beschäftigung. Nähere Auskunft ertheilt Metzgermeister Pirr, Neue Bäue. 7016) Lumpen, altes Eisen, Zinn, Kupfer, Messing, Flaschen und Zei- tungspapicr rc. werden angekauft Louis Rothenberger, Neuenweg 193. Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4«8. Dillenburg 6", 12, 4«*, 9'. (6777 Stegen 6«, 12, 4?». Wetzlar 6", 8«, 10, 12, 4«, 76, 7», 95. Der heutigen Nummer unserer Zeitung liegt ein Prospekt über das bekannte Kochbuch von Henriette Davidis bei, auf Den wir besonders unsere geehrten Leserinnen hiermit aufmerksam machen. Davidis Kochbuch kann als billiges und praktisches Weihnachtsgeschenk für »krauen und junge Mädchen nicht warm genug empfohlen werden, und dürste nebenbei mancher Hausfrau auch vor dem Feste schon gute Dienste leisten, indem es für jede Art von Kuchenbackere. eine Fülle der besten Necepte und Anweisungen giebt. her BrShl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch' in Gießen. Die Giej Berlii nach, in rächs fichten hört 1 Entwurf anl Tabakssteuer -Di vorzulegen, Abgeordnete sehr unlirbsa eine Pression m Abgeordn des Cultusei Führern Her lachen Verleu Partei soll u Seele dieses: rann öagem Wmr Bezieht/! helfen veifnch Kassel pachstehendr nlajfen: „Das ■ »u richtenden veise ich und mit entschiede M Sgttattl n jefunben Ein, I® früh durchs ^ehet -Telegraph: , «orrmaliges: dnzuwerfen, von der Tür L Brest dreistündige i Achsenbruch, h Agra Wc nicht u Pari! welche jWtiitm >«Ä'I 7 auch bei j Mllch bOn w