5tr» 108. Dienstag den 11. Mai 1880. Hichener Mnzeiger AüLize- unii Amtsbkti fit äen Kreis Gießen. SS. } ^u'st'°r° B. ». Erschoß «#H. Mi. -.usnahme des Mo,..««». Amtlicher HH ei t. Gießen, am 4. Mai 1880. Betreffend: Die Aufstellung neuer Stundenpläne. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir 'sehen der Aufstellung neuer Stundenpläne und Einsendung derselben bis Ende l. Mts. entgegen. Dieselben sind in möglichster Uebrreinsttmmung mit den Normal-Stundenplänen, wie sie in der Verordnung vom 2. December 1874, betreffend die Einthetlung der Volksschulen in Klassen ic., gegeben find, aufzustellen und uns in dreifacher Ausfertigung einzusenden. Insbesondere machen wir darauf aufmerksam, daß bei den einklassigen Schulen da, wo es die Räumlichkeiten ohne Benachtheiligung der Gesundheit der Schüler gestatten, bezüglich der Zuziehung der verschiedenen Altersklassen zu dem Unterricht genau nach jener Verordnung zu verfahren ist. Der aufzustellende Stundenplan ist von dem Schulvorstand zu brrathen, die Nothwendigkett etwaiger Abweichungen eingehend zu begründen. In dem Stundenplan für das Sommerhalbjahr sind die zwei Stunden für weibliche Handarbeiten nach dem Normalplan festzusetzen, so daß Mittwoch und Samstag Nachmittag frei bleibt, in dem Winterhalbjahr können nach Vereinbarung mit der Lehrerin Mittwoch und Samstag Nachmittag je 2 Stunden angesetzt werden. Die Stundenpläne für Sommer- und Winterhalbjahr sind auf einem und demselben Bogen getrennt mit Anfang des Unterrichts im Sommer um 7 Uhr, im Winter um 8 Uhr aufzustellen. Zugleich wollen Sie Sorge dafür tragen, daß den Lehrern Schüler-Versäumntß.Listen nebst Umschlagbogen, betr. Jahresstattstik rc., Umschlagbogen 12 Etnlagebogen ä 10 H, von I. B. Krämer, Verlag von Ackermann in Weinheim, unter dem Ansügen zuzestellt werden, daß dieselben von dem Tage des Empfangs an genau zu führen sind. Dr. Boekmann. Deutschland. Darmstadt, 8. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Obersten v. Treskow, den Kanzler der Landes-Universi'ät Profeffor Dr. Wasser schieben, den Hoftheater-Director Wünzer, den Oberamtsrichter Allwohl, von Bad Nauheim, den Oberförster Klip st ein von Groß-Gerau, den Major L la suite Frhrn. v. Rabenau, den Hofjägermeister v. Werner und den Hofstallmeister v. Wtllich. Die Abreise Seiner Königlichen Hoheit ist auf morgen Früh 7 Uhr 50 Minuten festgesetzt. — Am 5. Mai wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Friedberg Johannes Keil mit Wirkung vom 1. l. Mts. auf Nachsuchen seines Dienstes " tlaffen. Berlin, 8. Mai. Der Reichstag erledigte Wahlprüfungen und nahm den Commissionsantrag, die Wahl Kloh's (Berlin) und des Prinzen Radziwill ^Beruhen) für gültig zu erklären, an Während brr weiteren Berathung, kurz vor 3 Uhr, erschien der Reichskanzler im Reichstage. Ferner erklärte der Reichstag den Commissions-Anträgen entsprechend die Wahlen der Abgg. Rack, Dewitz, Saro und o. Plessen für gültig und beanstandete die Wahlen v. Friedenthal's, v. Bethmann-Hollweg's, des Erbprinzen Hohenlohe und Schlickmann's. Es folgt die zweite Berathung der revidirten Elbschifssahrts-Aktc Berichterstatter Delbrück bezeichnet als Schwerpunkt der Sache die Zollgrenze aus der Elbe. Dieselbe liege gegenwärtig oberhalb Hamburgs Art. 4 der Elbschiffsahrts-Akte lasse aber eventuell die Verlegung der Zollgrenze nach unterhalb Hamburgs zu. Gegenwärtig beruhe die Freiheit von der Zollcontrole aus der Unterelbe auf Gesetz. Die Mehrheit der Commission sei daher der Meinung gewesen, daß die zur Zeit auf der Elbe bestehende Zollgrenze nur durch ein Gesetz an eine unterhalb dieser Grenze gelegene Stelle verlegt werden könne und habe einen dahingrhenden Antrag angenommen. Fürst Bismarck: Ich gebe zunächst meinem Bedauern Ausdruck, baß ich aus Gesundheitsrücksichten nicht eher den Berathungen des Reichstags beiwohnen konnte. Ich habe heute von dieser Zurückhaltung eine Ausnahme gemacht — nicht, weil die Vorlage sehr wichtig ist, denn wir kommen auch ohne Genehmigung des Vertrags aus, den ich heute nur im Namen des Kaisers vertrete; solche Pression, wie sie der Commissionsbeschluß beabsichtigt, brauchen wir uns also nicht gefallen zu lassen. Die Reichsregierung wird sich ihr in keinem Falle fügen. Das preußische Landesgesetz besteht nur noch, weil der Bundesrath von seiner verfassungsmäßigen Befugniß, dasselbe zu ändern, bisher keinen Gebrauch gemacht hat. Es handelt sich heute um das Verfassungsrecht, dessen Hebung bisher ohne allen Zweifel war. Der Herr Vorredner hat seine Argumentation in vieler Hinsicht aus die Bestimmungen des alten abgeschafften Elbzolles gestützt. Dadurch werden sie hinfällig. Ist es dem Vorredner auch nicht gelungen, einen rechtlichen Unterschied zwischen Ober- und Unterelbe; zu constatiren, die bisherige zur Bequemlichkeit der Schisser geübte Praxis ändert das Verfassungsrecht nicht; ebensowenig wie die Bequemlichkeit der Seestädte. Der Herr Vorredner hat als Präsident des Reichskanzleramtes selbst das unzweifelhafte Recht des Bundesraths anerkannt, die Zollgrenze auf der Elbe zu verlegen- Ich habe hier ein Aktenstück in der Hand, wo der Herr Vorredner diese Auffassung eigenhändig bestätigt- Auch die Vertreter Hamburgs und Bremens im Bundesrath haben dies anerkannt. Der Kaiser kann das Verfassungsrecht des Bundesraths nicht alteriren lassen. Die Annahme des Commissionsantrages würde der Versagung der Genehmigung des Vertrages gleich kommen. Wir würden dann die Folgen solchen Verfahrens erwägen müssen. Der Reichskanzler verliest hier Aeußerungen liberaler Staatsrechtslehrer, welche seine Rechtsansicht bestätigen und fährt fort: Niemand denkt daran, das Freihafenrecht Hamburgs anzutasten. Ich habe stricte erklärt, daß dieses Recht nur mit Zustimmung Hamburgs aufhören könne. Der Hamburger Senat antwortete selbst auf eine Beschwerde der Bürgerschaft, daß nicht er, sondern der Bundesrath zur Abgrenzung des Freihasenbezirks competcnt sei. Der Partikularisinus widerstrebt jetzt mehr als je der Einheit Deutschlands und muß ich daher von dieser Stelle vielleicht zum letzten Mal in meinem Leben dem nationalen Gedanken Ausdruck geben gegenüber den partikula- ristischen Bestrebungen. Sollte mich Gott leben lassen, so erhebe ick vielleicht noch einmal von der Abgeordnetenbank aus meine Stimme für den Gedanken der nationalen Einheit, der seit 10 Jahren in Abnahme begriffen ist. Wenn mein bewährter Mitarbeiter an der Reichsverfassurg zusammen mit dem Centrum und den Gegnern der Reichsverfassung geht, so muß ich warnen. Es ist das erste Mal, daß im Bundesrath und Reichstag Differenzen über Verfassungsfragen entstehen. Ich sehe mir gegenüber das Centrum und die Freihandelspartei, die im vorigen Jahre einander bekämpften. Ich hoffte, das Centrum in wirthschaftlichen Fragen wie in anderen Fragen für mich zu haben und war deshalb und bin noch Zugeständnissen bereit, die uns in 14 Tagen im preußischen Landtage beschäftigen sollen. In dieser Hoffnung sehe ich mich getäuscht. Die Parteien, welche uns bisher unterstützten, sollten sich die Consequenzen neige^aroartigen, wenn sie der Regierung dauernd opponiren. Es ist gewiß am meisten gefährlich für die liberale Partei, wenn sie die Verfassung dauernd anzweifelt, wenn sie den Partckularismus unterstützt, der ohnehin noch lebendig genug ist. Ich habe mich nicht von parlamentarischen noch von partikularistischen Bestrebungen überlaufen lassen und denke darin fest und sicher zu bleiben. Der Frieden beruht auf Verständigung, auf dem Zusammenhalten der Regierungen und auf der Festhaltung strenger Beachtung des Bundesvertrages. Es ist in der That gefährlich , die dauernde Frage anzuregen, w rd der Vertrag gehalten'-' Cie spielen en bedenkliches Spiel, wenn sie zwischen den Bundesregierungen Zwietracht und Uneinigkeit säen. Vor nahezu 30 Jahren trat ich bei dem Bundestage ein. Seit 18 Jahren stehe ich an der Spitze der preußischen Regierung. Das Einzige, was mich m der Stellung hält, ist der Wille des Kaisers- Wenn ich sehe, mit welchen Hindernissen ich kämpfen muß, wenn ich für die Einheit des Reiches einzutreten habe, liegt mir oft der Wunsch nach Ruhe in der Einsamkeit nahe. Halten sie aber die Macht des Centrums für unüberwindlich, dann würde ich Sr. Majestät im Interesse des inneren Friedens bei meinem Rücktritt Vorschlägen, das nachfolgende Ministerium so zu wählen, daß es möglich sein wird, die Wünsche des Centrums und der Conservativen zu vereinigen- Ob dann der Fortschritt oder bei Freihandel den Weg nach Canossa gehen, — ich kann es aushalten. Aber ich kann sagen, ich bin müde, todtmüde, und werde es vollends, wenn ich sehe, wie meinen Bestrebungeil gegenüber dauernd daran gearbeitet wird, dieselben zu durchkreuzen, indem die liberalen Parteien nicht daran denken, in geringeren Fragen da nachzugeben, wo es sich um die Fortdauer des Reiches handelt. Verlangen sie nicht meine Mitwirkung, wenn ein Jeder sich für berechtigt und berufen hält, die Grundlagen des Reiches, welches ich habe mitausbauen helfen, in Frage zu stellen. (Beifall.) Abg. Wolffson erklärt: Obwohl ich Hamburgische Interessen vertrete, bin ich doch fein Partikularist. Richt wir, sondern die preußische Regierung hat den Verfassungsstreit prooocirt- Redner halt die Rechtsaussührungen des Referenten gegenüber den Angriffen des Reichskanzlers aufrecht- — Windthorst bedauert, daß der Reichskanzler wegen seiner Gesundheit verhindert war, die Antwort auf so schweren Angriff zu hören. Das Gentrum empfinde für das Reich ebenso warm wie der Reichskanzler. Wir vertheidigen den föderirten Character des Reiches gegen jeden Angriff. Für unsere Reichssreundlichkeit spricht unsere Bewilligung von 130 Millionen neuer Steuern. Wir haben bisher nach unserer Ueberzeugung von der Sache votirt, im Einklänge mit den Anschauungen unserer Wähler. Wenn der Reichskanzler einen Appell an das Volk machen will, werden unsere Wähler es bestätigen. Unser Votum wird nicht beeinflußt von dem Stande des Culturkampses. Wir haben diesen, schädlichen Kampf nicht provocirt. Er stammt aus Versailles. Wird der Streit nicht beendet, so wird das Reich in seinen Fundamenten erschüttert. Die Samoa-Vorlage haben wir aus finanziellen Gründen abgelehnt. Der Reichskanzler hat nicht mit uns, sondern mit dem römischen Stuhl Frieden zu schließen. Letzterer beeinflußt uns in unserer par- lamentarifchen Haltung durchaus nicht. Es wird nicht gelingen, eine feste Regierungsmajorität zu bilden, bevor der Culffirkampf beendigt ist. Auch eine solche wird nicht zu jeder von der Regierung vorgeschlagenen Maßregel „ja" sagen Wenn wir in dieser Session öfter „nein" gesagt haben, als sonst, so liegt das an den Vorlagen des Bundesraths. Das Haus vertagt hierauf die weitere Berathung bis Montag. Berlin, 8. Mai. Der Protest der Hamburger Bevölkerung gegen die Einverleibung St. Paulis wurde, wie die „Hamb. Börsenhalle" mittheilt, in acht stattlichen Heften mit 57,867 Unterschriften an den Dundesrath abgesandt. 6019 Bewohner und Grundeigenthümer des südlichen Thetles von St. Pauli haben dem Senate eine gegen die beabsichtigte Einziehung dieses Theilcs von St. Pauli in die Zollgrenze gerichtete Eingabe überreicht und gebeten, ihren „Nothschrei" zur Kenntniß des Bundesraths zu bringen. Eine Eingabe gleichen Inhalts wurde im Namen von 1200 Bewohnern St. Paulis durch Vermittelung des neuen Bürgervereins überreicht. — Der nordamerikantsche Gesandte in Berlin, Herr White, stellt in einem an ft ine Regierung erstatteten Bericht den Doctor-Schwtndel in Philadelphia als eine schwere Schande für Amerika dar. Er berichtet nach Hause: „Der Unfug ist so arg, daß er jetzt auf der deutschen Bühne und im deutschen Roman gegeißelt wird. In einem in Berlin mit großen, Erfolge gegebenen Theaterstücke thut eine Person des Stücks, welche einer andern Person desselben. die den Doctortitel führt. Eins anhängen will, die Aeußerung, daß der „Doctor" seinen „Doctorgrad" einfach in Amerika gekauft habe. In einem kürzlich erschienenen Roman eines beliebten deutschen Schriftstellers begibt sich der Schurke der Erzählung, nachdem er der Just z in Deutschland entflohen ist, nach Amerika, und nach den letzten Nachrichten von dort hatte er eine recht einträgliche ärztliche Praxis auf Grund eines von ihm erkauften falschen Doctordiploms." Herr White führt verschiedene direct zu seiner Kenntniß gelangte Fälle von derartigen in Deutschland selbst spukenden amerikanischen Doctordiplomen an und hebt besonders hervor, daß die Aechtheit eines dieser falschen Diplome die Bescheinigung eines Philadelphiaer Notars Namens Greger, früheren Vorstandes eines Lehrerinnen-Semtnars, trägt, welcher bezeugt, daß „The Ämer.can Universtty of Philadelphia" eine geachtete mebicimsche Schule sei. — Der Vorsteher des Erziehungs-Bureau in Washington, Herr Eaton, hat soeben ein Schreiben an den Philadelphiaer Bürgermeister Sto- keley gerichtet, worin er diesen ebenfalls aufmerksam macht, daß Philadelphiaer Schwindel-Doctor-Fabriken noch immer ihr Unwesen treiben, und worin er «ine Untersuchung gegen folgende „Anstalten" verlangt: „The American Uni- versity of Philadelphia and Ecletic Medical College of Pennsylvania, Nr. 514, Pinestr., John Buchanan, Medicinä Doctor, Präsident der Anstalt." Ferner: „The Philadelphia University of Medicine and Surgery, Nr. 203 N. 10 Str., T. B. Miller, Medicinä Doctor, Decan." Ferner: The Pennsylvania Medical University or College, Brownstr., öftl. von 12 Str." Die amerikanischen uns vorliegenden Zeitungen versagen den Anstrengungen der Behörden zur Unterdrückung des Schwindels ihre Anerkennung nicht. Aber sie bezweifeln sehr, ob es gelingen wird, das Unwesen vollständig auszurotten. Und sie weisen ferner nicht mit Unrecht darauf hin, daß zur Ausübung des Betruges immer Zwei nöthig sind, vor Allem aber Derjenige, welcher darauf aus ist, sich ein solches Schwindeldiplom zu kaufen. Berlin, 7. Mai. Die Stempelsteuer-Commission des Reichstags beschloß die Besteuerung der inländischen und ausländischen Actien mit 5 pro Mille, lehnte dagegen mit 11 gegen 9 Stimmen die Besteuerung der Lombard- Darlehen und mit 15 gegen 5 Stimmen die Besteuerung der Cheks und Giro-Anweisungen ab. Die Commission vertagte sich darauf bis Mittwoch. — Im 4. hiesigen Landtagswahlbezirk wurde heute Dr. Hermes (Fortschrittspartei) an Stelle des verstorbenen Dr. Zimmermann fast einstimmig zum M'tgl'ede des preußischen Abgeordnetenhauses gewählt. Berlin, 8. Mai. Der Chef-Redacieur des „Militär-Wochenblatts", General L eutenant v. Witzleben, ist gestern gestorben. Dresden, 8. Mai. Das „Dresd. Journal" bringt einen ausführlichen Artikel, welcher die in der Reichstagsfitzung vom 16. April gethane Behauptung des Deputirten Liebknecht, ein sächsischer Staatsanwalt, welcher streng gegen die Socialdemokraten vorgegangen, habe dagegen einen Mann in Freiheit gefitzt, welcher sich schwerer Unzucht schuldig gemacht, in allen Theilen für unrichtig erklärt. Ebenso unrichtig sei die Behauptung des Reichstags- Mitgliedes Sonnemann, eine in Chemnitz am 13. April stattgehabte Versamm- lung sei durch einen Polizei. Cornmissär aufgelöst worden. Oesterreich. Wien, 8. Mai. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Konstantinopel von heute: Die Pforte beabsichtigt in der Montenegro-Angelegenheit eine internationale Enquete an Ort und Stelle zu beantragen. Die Pforte würde nach dem Ergebniß der Enquete bereit sein, im Einvernehmen mit den Mächten weitere Maßregeln zu beschließen. Frankreich. Paris, 8. Mai. Die Vorsteher der nicht autorisirten Congregationen scheinen entschlossen, keinerlei Autorisationen nachzusuchen und im Falle sie durch militärische Gewalt ausgewiesen sein sollten, Verletzung des Domicils und Privateigenthums geltend zu machen. Die Regierung hat diese Eventualität vorgesehen. Es wird versichert, daß die Präfekten nach Paris berufen werden sollen, um mündliche Instructionen bezüglich der Ausführung der Decrete vom 29. März entgegenzunehmen. England. London, 7. Mai. Die amtliche Bestätigung der Meldung, daß das Canalgetchwader auf seiner Kreuzungsfahrt nach den Azoren keiner Spur von dem Schulschiffe „Atalanta" begegnet, hat in Portsmouth die größte Bestürzung verursacht. Man gibt das Schiff verloren unb viele Angehörige der 320 Personen, die sich an Bord deffelben befanden, haben schon Trauer angelegt. Die Admiralität will indeß die „Atalanta" nicht von der Marineliste streichen, noch auch schon jetzt Maßregeln zur Unterstützung der Hinterbliebenen Wittwen und Waisen treffen, bis Bestimmtes über das Schicksal des Schiffes Entdeckt worden. Außland. Petersburg, 8. Mai. Der Proceß des Dr. Weymar ist auf den 18. Mai verschoben worden. Die 11 Angeklagten sind: Adrian Michailow, Orest Weymar, Wladimir Saburow, Leonti Berdnikoff, Leib Löwenthal, Leonid Bulanow, Wasstly Troschtschansky, Maria Kolemin, Alexandra Malinowska, Olga Natanson und Olga Witaniew. Die Ankläger sind die Procureur- Gehülfen der Moskauer und Petersburger Bezirkskriegsgerichte, Oberstlieutenant Keffel und Capitän Rielke. Der Präsident des Gerichts ist GeneralMajor Leicht, die beständigen Mitglieder deffelben die General-Majore W-litschkowsky und Wrubel. Außerdem sind 6 Obersten der hiesigen Garde- Regimenter zeitweilige Mitglieder des Gerichts. Nottugal. Madeira, 8. Mai. Der der Union-Company gehörige Postdampfer „American" ist auf dem Wege nach dem Cip der guten Hoffnung am 23. April in der Nähe des Aequators untergegangen. Sämmtliche Pasiagiere uno Mannschaf-en haben sich glücklich in 8 Booten eingeschifft, wovon 3 von Schiffen ausgenommen, die übrigen 5 aber nach dem Cap Palmas gehend ge- sehen worden sind. «rlrgraphischr Pepeschen. Waguer's telegr. EorrefpmUrut - Darmstadt, 9. Mai. Der Großherzog und die Prinzessinnen Victoria und Elisabeth sind zum Besuch des Prinzen und der Prinzessin von Wales nach England abgereist. London, 9. Mai. Sämmtliche Minister, die sich einer Neuwahl unterzogen, mit Ausnahme Harcoun's, find wieder zu Unterhausmitgiledern gewählt. In Leeds erfolgte fast einstimmig die Wahl Herbert Gladstone's, des Sohnes des Premier-Ministers. Lokales. Gießen, 10. Mat. Seine König!. Hoheit ver Großheizog haben allergnävigst geruht, einer unterthäntgsten Bitte des Vorstandes des evangelischen Kirchengesangvcretns zu Darmstadt stattgebend, bem;dben nachstehende allerhöchste Resolution zu ertheilen: Sie haben den Wunsch ausgesprochen, daß Ich das Protektorat über Ihren Verein, sowie über die mit demselben unter dem Namen „des evangelischen Kirchen-Gesang^Vereins für Hessen" verbündeten Vereine übernehmen möge. Ich erfülle diesen Wunsch mit besonderem Vergnügen in gerechter Würdigung ter Verdienste, welche sich der Verein um die Hebung des Kirchengcsangs und dadurch um die Förderung des kirchlichen Lebens erworben hat und noch fortwährend erwirbt, und ebenso in dankbarer Anerkennung seiner Mitwirkung bei so mancher, durch Ereignisse in Meiner Familie veranlaßten kirchltchen Feier. Daß die Bestrebungen des Vorstandes, die Erreichung der Vercinszwecke im ganzen Lande zu ermöglichen und dereinst vielleicht die Gründung eines evangelischen Kirchen^Gesang-Vereins für ganz Deutschland herbeizuführen, von Erfolg sein möchten, das ist Mcrn aufrichtiger Wunsch. Darmstadt, den 26. April 1880. Ludwig. Gießen, 10. Mai. Gestern Vormittag fand die Eröffnung der Soumissionen zur Erbauung der Festhalle rc. zum V. deutschen Turnfest in Frankfurt a. M. statt. Es erhielten den Zuschlag für Erbauung der Festhalle Gebr. Helf mann für 26,000 JL, Personentribüne Hanke für 16,000 JL, verschiedene Küchen Zimmermann Metzger für 11,880 JL, 8 Btcrhallen Gebr Helfmann 7000 J4, Eingangsportal Zimmermeister Söldner 1,350 jt, 4 Kassenhäuschen Zimmermann Metzger 1921 äußere Einfriedigung H. Bock 4790 Jt, innere Einfriedigung (Gerätheplatz) L. unv F. B ock 1179 JL, 50 Mastbäume 1000 JL, 2 Tanzböden Ztmmermeister Söldner 1400 JL, Musikpodium (derselbe) 489 Jt, 2 Dienstgebäude (Post, Telegraphie, Aerzte u. s. w.) 4100 JL, Planirarbett 4271 J4. Ferner erhält Baron v. Rothschild für leihweise Ueberlassung des Platzes 9600 JL Die Vergebung der Turngeräthe erfolgt in den nächsten Tagen. Für die decorative Ausstattung des Festzuge« wurden 35,000 Jt. verwilligt, für Musik 15,000 j-L Es wurde ferner in der gestrigen Sitzung des Krcisausschusies u. A. beschlossen, daß eintägige Festkarten (Sonntag) unter Verzicht auf Quartier an Turner zu 2 ausgegeben werden sollen. Gießen. 10. Mai. Am Mittwoch, den 12. Mai, wird Emil Palleske im Saal des Hotels „zum Einhorn" Kletst's klassisches Lustspiel „Der zerbrochene Krug", einige Scenen aus Shakesspcare's „Sommernachtstraum" und Fritz Reuter'sche Dichtungen vortragen. Näheres in unserem Jnseratenthe»!. Handel und Verkehr. Frankfurt, 8. Mai. es Ge« meinde-Backhauses im Orte Salzböden veranschlagt: für Maurer zu 2007,74 „ Stetnhauer zu 192,20 „ Zimmermann zu 279,03 g Dachdecker zu 352,91 Jt, g Klempner zu 79 98 Jl. „ Schreiner zu 247,95 «X, w Glaser zu 61,12 J,.. „ Schlosser zu 235 — JL, zusammen auf 3455,93 JL., soll dahier Donnerstag den 20, d. Mts., um 10 Uhr, vergeben werden. Kostenanschlag, Bauriß und Bedingungen liegen hier zur Einsicht. Crofdorf, den 5. Mat 1880. Der Bürgermeister: 3259) Colnot. Hvlzverkaus. Donnerstag den 13. d. Mts., um 9 Uhr, läßt die Gemeinde Salzböden aus Dtstrict „Hardt und Schottenholz": 2 Rmtr. Eichen-Knüppel, 704 „ Eichen« und 100 „ Buchen-Reifer, im Locale des Wirths Weißbrod in Salzböden versteigern. Crofdorf, den 5. Mai 1880. Der Bürgermeister: 3260)______Colnot.__________ Main-Weser-Bahn. Verkauf alter DahnschweUen. Die durch den Umbau der Geleise zwischen Gießen und Lollar gewonnenen c'ten unbrauchbaren Bahnschwellen sollen öffentlich verkauft werden und zwar: Freitag den 14. Mai d. I., des Nachmittags um 4 Uhr, bei dem Bahnwärterhause No. 162 südlich der Badenburg, sodann Samstag den 15. Mar, des Vormittags um 9 Uhr zu Gießen bei dem Nrustädter Viaduct anfangend. Gießen, den 7. Mat 1880. Der Bahnmeister, 3210)__________Gerhard. V ersteigerung eines Schoppens. Der im Hofe des alten Provinzial- Arresthauses befindliche, an die Ringmauer gegen die Bahnhossstraße sich anlehnende Holz-Schoppen von 19 m Länge und 4 m Breite, soll Samstag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, an -Ort und Stelle auf den Abbruch versteigert und kann derselbe nächsten Mittwoch und Samstag, Vormittags 9—10 Uhr, eingesehen werden. Gießen, 10. Mai 1880. Großherzogl. Kretsbauamt Gießen. In Vertretung: 3274) Klein, Kreisbauaufseher Aspirant. Holzversteigerungen in der König!. Oberförsterei Krofdorf genehmigt. Die am 26. und 27. April ds. Js. zu Krofdorf abgehaltenen Versteigerungen über Holz aus den fiskalischen Waldungen der Oberförsterei Krofdorf sind genehmigt worden und können sofort die Bürgschaftslisten an die Königliche Forstkasse zu Krofdorf eingelicfert werden. Krofdorf den 7. Mai 1880. 3 Donnerstag den 13. Mai, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dakiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Karl Kauß II. Flur. Mtr. I. 232710 163 Hofraithe in der Kaplans- ßQffe t t nochmals versteigert werden und wird mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt. Gießen, den 7. Mai 1880 Großherzogliches Ortsgericht Gießen- 3189)________Müller.____________ Mittwoch den 19. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem RathhauS bte den Erben des in Butzbach verstorbenen Calculators a. D. Moritz Jäger gehörigen, d.ihier gelegenen Immobilien, bestehend in: a. 276 Meier Hofraithe, (Wohnhaus, Scheuer und Stall nebst Umbau) in der Marktgasse; b. 656 ID Meter Grabzarten, htn- terrn Thurm; unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, welche auch schon vorher auf unserem Büreau eingesehen werden können, öffentlich ver- steigert werden. Die Hofraithe liegt unmittelbar an der Hauptstraße, ist in gutem Zu- stände und eignet sich zu jedwedem offenen Geschäfte. Allendorf a. d. Lda., am 5. Mai 1880. Gr. Ortsgericht Allendorf a. d. Lda. 3209) Bieber. Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 13. Mai d. 3., Vormittags 9 Uhr, sollen im Rathhaussaale zu Heuchelheim öffentlich in Accord versteigert werden: 1. Zimmerarbeit mit Material, veranschlagt zu 176 2 Schlosserarbeit mit Material, veranschlagt zu 43,60 Heuchelheim, den 7. Mai 1880. Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim. 3237) Jung. Wenzels Garten. Dienstag den 11. Mai DV" Nachmittags 2 Uhr lasse ich eine größere Anzahl Garten - Tische unb Bänke, sowie eine Anzahl Stühle und ausrangirtes Porzellan gegen gleich daare Zahlung freiwillig versteigern. Z W. Wenzel. JeUgeöotenr». Neue Matjes-Häringe empfiehlt (3269 Emil Fischbach. 3249) Ein guter Hofhund billig zu verkaufen.___Ernst Jughard. _ Metie flelmmlmdjcr 3279) bei H. Kühn.__ Confirmanden-Handschuhe, Binden, Hosenträger, Kragen und Manschetten empfiehlt zu billigsten Preisen Wilh. Wirsig, Hmdschuvrnacher, 3196) Schulstraße B. 11. Höchst wichtig!! Von heute Dienstag an sollen binnen nur wenigen Tagen in Gießen im Berliner Ausverkauf unter strengster Reelli- tät schnellstens geräumt werden: Prachtvolle Zwirnhandschuhe 30 seidene Filet-Handschuhe 60 H, 1 Posten breiter seidener Bänder, per Meter 30 schwarze Spitzentücher von 50 H an. 1 Parthie feinste franz. Mulls für die Hälfte des Ladenpreises, gestickte Taschentücher, weiße Unterröcke, Oberhemden, Chemisettes, Kragen, Shlipse, Cravattes spottbillig. Gestickte Kinderstrümpfe 25, 30, 40 H, gestrickte Kinderjäckchen 50 biS 75 gestrickte Kinderröcke 75 H, große aestrickte Damenröcke von 2 JC., Soptnschoner von 25 H an, Stickereien,Reste in den neuesten reizendsten Mustern, 7 Ellen von 50 Pf. an, ebenso Trimmtng zur Wäfche-Confek- tton, 16!/2 Ellen 75 ein Posten prachtvolle Zwirngardtnen-Reste von 1—4 Fenster, Fenster schon von 2 JL an, ganz breite hochelegante engl- Tüllaardtnen, Elle 80 H, weiße Taschentücher Vr Dtzd. 65 solche in Neinleinen V2 Dtzd. I1/*—l3/< Battisttücher mit Kante i/2 Dtzd. 1 JL große echtfarbige Herrentücher 25 Gesundheitshemde» 1, 11/z—-3 JL, seidene Knüpftücher 30 Herren-Cachenez, Herren-Stulpen 3 Paar 45 Damen-Stulpen 3 Paar 75 H, für Kinder 3 Paar 50 Nähtischdecken 60 H, Auswahl von Panzer-CorsettS 1 Vr und 2 JL, reinleinene Küchen Handtücher 6 Stück 1 75 reinleinene Drill-Stuben- Handtücher 6 Stück 3—3*/, JL, Leinen-Wischtücher mit Kante 3 Stück 1 JL prachtvolle Wagen« und W'ezendecken spottbillig, gestrickte Darnen- strümpfe 40—75 Herrenstrümpfe 25—50^, seidene Herren-Cravatten 15, 20—50 ^x, Bindeihltpse, 4 fach gelegt, 3 Stück 50 bis 1 «X, reizende Kinderschürzen 25 große HauS- und Küchenschürzen um das ganze Kleid 60 leinene Latzschürzen 50 garnirte Alpacca- und Moiree-Schürzen für Damen 75 für Kinder 40 H; prachtvolle Briefbogen 100 Stück 80 die bestcn Brief-Couverts 100 Stück 40 Pf., die besten Stahlfedern für jede Hand, in Auswahl, spottbillig, Notizbücher, Faber-Bleistifte, alle Nummern, 12 Stück npr 50 H rc. rc. Verkauf unter strengster Reellität beginnt heute Dienstag und dauert nur wenige Tage. Einzig und allein Im Laden Seltersweg 1S4, im Hause des Herrn Worms. 3270) FF Jacoby aus Berlin. Das Neueste in Krausen, Damenkragen ck Mauschelten, Barben, Lavallieres, Schleifen, in allen Farben, Corsetten und Schürzen empfiehlt in schöner Auswahl zu billigst gestellten Preisen. 2878) J. H. Fuhr, Sonnenstraße 104. Zu verkaufen: Das Anwesen (Villa! des verstorbenen Herrn Professor Bullers, an dem Hardtberg dahier gelegen, ist zu verkaufen eo. zu verpachten durch 3020) I. Blitz. Preisgekrönt auf mehreren Ausstellungen! Weibezahn's Prüp. Hafermehl wohlschmeckend, leicht verdaulich und sehr nahrhaft. Aerztlich empfohlen als bestes Kindernährmittel wie auch als vorzügliche Speise für Blutarme, Magenleidende, Wöchnerinnen rc. Zur Herstellung schmackhafter und kräftiger Suppen für den allgemeinen Familientisch allen Hausfrauen sehr zu empfehlen. Anmen- dungsart bequem und einfach. Preis H per Pfund - Paquet mit Anweisung » 50 4- In Gießen bei Emil Fischbach. Man verlange stets H Wcibezahn'S Hafermehl, Schutz- W marke: eine Krone. (1604 H Wafchklammern per Hundert 60 Pfg. bei 2718) Wilh. Kohlermann 3218) Mehrere Wagen: Break, Halbverdeck und Ponnywagen zu verkaufen bei «kr. Sck.wan Weblav. Keu I Äeu! Gasöl-Kochapparate und Gasöl empfiehlt (2853 Wilhelm Orbig am Markt. Gesangbücher, das neue für Hessen vorräthtg. Ebenso halte für Gemeinden, welche das neue Gesangbuch vorläufig nicht einführen, die alte Ausgabe stets am Lager. Ernst Balser, 3215) Buchbinderei._______ —2381) Kranz. Bettstellen in Nußbaumholz empfiehlt 3. Heck, Schreiner, Bleichstr. Kleesamen, Grassamen empfiehlt (2995 Wilh Seibert, Marktstraste. 3178) Eine kleine Parthie Kordsache» zum Einkaufspreis bei C. Fr. Conrad. Eiserne Träger, Säulen und sonstige Bauartikel zu haben bei August Kröll, 435)___________Seltersweg.________ IJiirnrnhStempcT empfiehlt (237* Mermiethunge«. Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die Trauer-Anzeige, dass unser innigstgeliebter guter Gatte, Vater und Schwiegervater der Fabrikant Arnold Müller im Alter von 53 Jahren gestern Nachmittag unerwartet und allzu früh für uns Alle verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 10. Mai 1880. Therese Müller, geb. Franken. Max Müller. Heinrich Müller. Gustav Müller. Agnes Franken, geb. Marek. Die Beerdigung findet Dienstag 4!/2 Uhr Nachmittags vom Sterbehause, Marburgerstrasse A. 167, aus statt. Alle, welchen aus Versehen oder Zeitmangel keine besondere Benachrichtigung mehr zukommen sollte, mögen diese Anzeige als solche betrachten. (32vO mietben. Frankfurterstraße 33,1. 3272) Laden zu vermielhen. ___Wolkengasse C- 95. 3271) Logis zu vermiethen. Wolkengasse C. 100. 3273) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. __ Flügelsgasse 94. 3139) Zimmer mit Cabinet mit oder ohne Möbel zu vermiethen bei Werner Ww., Ludwigsstraße. 2870) Mein seitheriges Ge- fchäftsloeal im Einhorn habe ich zu vermiethen. ________8. Reiitlinger. 2776) Ein Logis von 5 Zimmern ist zu vermiethen. Näheres bei ______3.JBH*. _ 1881) Eine Wohnung für eine kleine Familie zu vermiethen. __________Adolf Hoß Schießgärten. 2732) Ein Familtenlogis zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar, bei _ Ehr^NoU III., Canzleiberg B. 66. 1396) Ein FamilienlogisHermiethen. __Jakob Retber, Gartfeld 3177) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.________________Mäusburg 48. "3190) Ein kleines Logis zu vermiethen ________bei K. Krausch, Schloßgasse. 2777) Ein Lagerraum, welcher ai ch zur Werkstätte geeignet, ist zu vermiethen. Näheres bei I. Blitz. Photographische Anstalt von 6. Backofen Jloröheutfdje <9age(lJer|idjerun08= ist für Ausnahmen bis zum 1. Juni geschlossen. (326i Emil Palleske liest am lUlttwocll den 12. Mai im Saal des Hotels Einhorn: 1) der zerbrochene Krug, Lustspiel von H. v. Kleist; 2) die Probe im Walde, aus Shakespeare’s Sommernachtstraum; 3) Fritz Reuter’sche Humoresken. Billets ä M. 1,50 sind Abends an der Kasse, im Vorverkauf ä I M., für die Herrn Studirenden ä 75 Pf. in der Ricker'schen Universitäts-Buchhandlung und in der Rudolph’schen Musikalienhandlung zu haben. 3262) Anfang 8 Uhr. F. St. F. 3277) Heute, Montag, Abend General-Versammlung SVrUhr bei Albold. T.-O.: Die neue Ordnung (Schluß). Ohne Uniform._________»er Vorstand» Wohnungs - Veränderung. Hiermit die ergebenste Nachricht, daß ich von heute ab im ehmaltgen Kaminfeger Reuttnaffchen Hause, Wilhelmsträsse No. 19, wohne. Bestellungen nimmt auch Herr Buchbindermeister Steinhäuser, Neue-Bäue No. 84, entgegen. 3239)________Frans JWel»l9 Kaminfeger. Die Dampf-Schönsärberci, Druckerei & Chemische Wasch-Anstalt von Louis Braubach in Butzbach empfiehlt sich im Färben von Seide, Sammt, Blonden, Federn, Tüchern, wollener und halbwollener Stoffe und Möbelstoffen aller Art in den modernsten Farben; Herrenkleider werben unzertrennt gefärbt, wieder wie neu hergerichtet und für Nichtabfärben garanlirt; deS- gleichen auch Damenkleider. Chemische Wascherei. Alle Arten Damen-Garderobe, mit den reichsten Verzierungen, wer» den bestens gereinstt; ebenso Sonnenschirme, Glaye-Handschuhe und Straußfedern, latere werd n schönste, s gekräuselt. Wascherei von Tisch- Sf Bettdecken, Vorlagen, Läufer, Stickereien re. in den zartesten Farben. Herren-Garderobe jeder Art, werden ohne jede Veränderung der Farbe und Fayon ohne Ewalden gründlich gereinigt. Kürzeste Lieferzeit. Trauergegenstände finden sofort Berücksichtigung. Eine Annahmestelle für vorgenannie Gege-.iiände habe lch für Gießen und Umgegend im Putzgeschäft bei Frl. Louise Noth, Seltersweg C. ISO, errichtet und liegen bet derselben die neuesten Muster zur g fl. Auswahl offen. (2356 Melffchasl in $er(in. Diese bei weitem größte aller Hagel. Verstcherungs' Gesellschaften versichert Feldfrüchtr jeder Art und zahlt nach Feststellung des Schadens sofort die ermittelte Entschädtaung. Geschäfts-Resultat pro 1879: 28660 Mitglieder mit 264,300,335 Mark Versicherungssumme und 1,919,123 Mk. 30 Pfg. Prämie. Durchschntttsprämte pro 100 Jt. Versicheurgssumme: 72^^, in den letzten 5 Jahren: 75i/z seit Bestehen der Gesellschaft 833/4 H. Reserven: 941,667 Mk. 79 Pfg. Zn jeder gewünschten näheren Auskunft, sowie Aufnahme von Anträgen sind die unterzeichneten General-Agenten sowie die Haupt-und Special-Agenten jederzeit gern bereit. Wolf & Thomas, General - Agenten in Mainz, Rheinstraße 47. I. Kornemann in Gießen, , L. Müller in Bellersheim, Schultheiß Wagner i Krofdorf, 2949) D. Jullmann in Lich. Daiiksagunst. Allen, welche unseren unvergeßlichen Gatten, Vater und Sohn Philipp Schmidt VI. zur letzten Ruhestätte begleiteten und an unserem herben Verluste so innigen Antheil nahmen, danken herzlichst Lollar, den 10. Mat 1880. (3265 Die trauernden Hinterbliebenen. 3186) Ein Laden mit Logis zu vermiethen. Laden kann auf Verlangen sofort übergeben werden. Gust. Gerhardt, Lindenplatz. vermischte Anzeigen. 3263) Ein junger Mensch in der Kaufmannschaft bewandert, sucht eine passende Stellung. Näheres im hiesigem Klinikum bei Fräulein Eichbaum. AVIS. 2530 Wie in früheren Jahren, so liefere auch in diesem Jahre alle bis zum 1. Juni eingehende Bestellungen billiger als die, welche nach diesem Tage einlaufen. Preiscourante, sowie kleine Probe-Sendungen stehen zu Diensten. Job. Braun Fabrik eingemachter Gemüse und Früchte in Blechbüchsen. in Mombach bei Mainz. 3268) Ein anständiges Frauenzimmer, ges. Alters, welches gute Zeugnisse besitzt, nimmt Stelle zur selbstständigen Führung eines Haushalts oder auch als Köchin. Näheres in der Exped. d. Bl.____________ Tüchtige Steinhauer gegen hohen Lohn auf sofort gesucht. (3281 Aug. Nauheimer Ww. Lebens-Versicherung, gewöhnliche, .mit jährl-, Vrjährl-, Vijahrl. und monatl. Prämien-Zahlungen, sowie Arbeiter Versicherung mit Wochenbeiträgen. Hierfür werden tüch tig e Agenten gesucht und erbittet sich directe Offerten: Emil Kahlert, F r a n kf u r t a. M. (3266 Gefunden ein Trauring. Näheres in der Expeditton d.' Bltis.(3267 3202) Ein erfahrenes Kindermädchen sucht auf sofort Frau Rechtsanwalt Metz. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hk. 1°L Expedition^ Die Test Mbit auf drei 2) die freien Stad. Das bezei dasjenige der Fi kannilich einer n einfach der der Die Vorrechte n Geldbedürsniß a: Reiche, vor All den Werth und neueren Zeit fiel jenige des allen Zur Zeil Augenblick richlia auf den Traditio eine künstliche Fi tion mißlang oo Man suchte und Zwischenhandels Wirthschaftsgebil fich noch in der mittel. Dies rc Hamburg, nicht in der Bedrutu See- und Land und weil fit Le, biete bei fidj do welches die Std der für Handels Aber diese' Da man praltis Sorgen. Man Häßlichen Blut veränderten Sa politische und Beachtung. Tl Am so wenig' Ne von Alr nrr Geschäfte a ... Die grünt und thatfäch wickelten Cull lchreitende x'cht verleiht, pichen einer D * und diese Ur,b tn ft; Der p n iK^rlande! äte Z.L & * A.£ ö“ vereuki w höt tzu^schleu lebet de I! den Hnk^e r SÄ