sittai (660j SRI lter Leitmn e. s Pfg. vüng. lnweikung rn statt. »i» Freunde (6595 Bürgermeister. und Later !n spendeten, ebenen. Nr. 237. Erstes Blati. Sonntag den 10. October 188«. Kichener Änreiger __Anjkige- null Amtsdlntt fit len Kreis Gießen. i 1 Schulsiraße B. 18. HrschüMt täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerloha. 1 > Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pf. Amtlicher Hßeit. Bekanntmachung. Gefunden: 1 Pferdeteppich, 1 Herrenhemd, 1 Manschettenknopf, 1 brauner Sonnenschirm, 1 Taschenmesser. Zugelaufen: 1 schwarzer Hühnerhund. Die gefundenen Gegenstände sind auf der Polizeiwache (Weidengaffe 93) aufbewahrt. Gießen, den 9. October 1880. Großherzogliche Polizetverwaltung Gießen. _________________________________ Fresenius. Bekanntmachung, ien Wintereursus der Ackerbauschule deS landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffen zu Friedberg pro 1880/81 betreffend. ” „ x Der diesjährige Wintereursus der hiesigen Ackerbauschule beginnt Dienstag den 2. November in 2 Elasten und währt bis gegen Ende März. Der Unterricht erstreckt sich auf die Fortbildungsfächer, sowie aus die verschiedenen Zweige der Naturkunde und Landwtrthschaftslehre; er wird in diesem Winter von zwei ausschließlich für die Anstalt angestellten Landwtrthschaftslehrern, von dem Großherzoglichen Kretsvetertnärarzt. dem Veretnswiesenbaumeister, dem Culturingenteur und mehreren anderen geeigneten Hülfslehrern erthcilt. Die nöthige Anschauung wird durch vorzügliche Lehrmittel, sowie durch Exursionen auf nahe gelegene Gutswirthschaften erreicht. Aufnahmsfähtg sind alle unbescholtenen Jünglinge, welche die Volksschule durchgemacht haben. In die 2. Elaste werden nur solche junge Leute ausgenommen, welche früher die 1. Elaste mit Erfolg besucht haben, oder Nachweisen, daß sie sich anderswie die Kenntniste an- geeignet haben, welche das Lehrziel der 1. Elaste bilden; olle anderen Schüler kommen in letztere. Dos Schulgeld beträgt für die 1. Klaste 45, für die 2. Klaste Anmeldungen nimmt das unterzeichnete Curatorium und der Anstaltsdirigent, Profeflor Dr. Tobisch, entgegen, von welchen beiden Stellen auch gewunschtenfalls anderweitige bezügliche Auskunft ertheilt wird. Friedberg, den 7. September 1880. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr- Braden, Kreisrath. Küchler, Kreisafsefsor. Schmidt, Kreisschulinsvector. rtunbtn und l Uhr unsere ebenen. 3 Uhr vom rtt it hie traurige nach sch^em Utto, Tch»- ncr * ft »'■ o«.4”' Deutschland. Darmstadt, 8. Octbr. Sicherem Vernehmen nach werden Seine Königliche Hoheit der Großherzog den Feierlichkeiten in Köln, da Allerböchst- dieselben noch in Schottland weilen, nicht beiwohnen; Seine Königliche Hoheit haben jedoch Seine Großh. Hoheit den Prinzen Heinrich mit Allerböchstfetner Vertretung bei dem Feste beauftragt. (D. Z.) m. Darmstadt, 8. October. Der Gesetzgebungsausschuß der zweiten Kammer beantragt nach den desfallS von dem Abg. Küchler erstatteten Be- richten unveränderte Annahme der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz vorgelegten Gesetzesentwürfen in Betriff des Rechnungsjahres für den Gemeindehaushalt und in Betreff des Rechnungsjahres für den Haushalt der Provinzen und der Kreise. — Der zur Vorberathurg des Gesetzentwurfes, die allgemeine Bauordnung betr., von der zweiten Kammer ntedergesetzte besondere Ausschuß beantragt nach dem von seinem Vorsitzenden, Abg. Küchler, in Folge der Recommunicatton der ersten Kammer erstatteten weiteren Bericht, dem von der ersten Kammer in ihrer Sitzung vom 1. Juli d. Js. gefaßten Beschluffe beizutreten, wonach an die Regierung das dringende Ersuchen gerichtet wird, den Landständen so bald wie möglich eine Vorlage in Betreff der Einführung eines neuen Expropriationsgesetzes zukommen zu lasten. Berlin, 7. Octbr. Die Kaiserin hat an das Central - Comit6 der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz folgendes Handschreiben erlösten: Das deutsche Certral-Comit6 hat Mir durch seine Beglückwünschung an Meinem Geburtstage eine um so größere Freude bereitet, als sie Mir den erwünschten Anlaß gibt, in warmer Anerkennung des günstigen Verlaufes deS soeben bet lebhafter Betheiligung abgehaltenen zweiten Veretnstages der deutschen Landesvereine vom Rothen Kreuz dankbar zu gedenken. Die zukünsHe Aufgabe der freiwilligen Hülfsthätigkeit im Kriege, wie ihre Vorbereitung im Frieden, ist durch das Ergebniß der in Frankfurt a. M. gepflogenen Berathun- gen nicht nur in gedeihlicher Weise gefördert worden, sondern es hat gewiß auch das unverkennbare Einvernehmen aller versammelten Mitarbeiter an diesem gemeinsamen guten Werke dazu gedient, die Freudigkeit für die wettere Entfaltung destelben neu zu beleben und zu befestigen. Ein so schöner Erfolg ist für alle Diejenigen, die ihren Antheil an demselben sich gewissenhaft erworben haben, der beste Dank; Ich spreche ihn aber an dieser Stelle noch beson- ders dem deutschen Central-Comit6 auS, besten Hingebung und umsichtige Leitung Mich hierzu in hohem Maße berechtigt. Baden-Baden, 4. Oktober 1880. gez.: Augusta. — Die Stadt Berlin hat soeben einen wichtigen Proceß gewonnen. Das Landgericht I hat entschieden, daß der Fiskus verpflichtet sei, die pirsön- lichen Kosten sür das Feuerlöschwesen und die Nachtwache zu tragen. Es handelte sich bet dem Proteste zunächst nur um 190,000 «X, die Kosten einrs Jahres. Jndeffen wird die Stadt, wenn sie den Proceß endgültig gewinnt, eine sehr bedeutende Summe, man spricht von 8,000,000 Jt., vom Staate einzuziehen berechtigt sein. — Höheren Ortes ist die Weisung ertheilt worden, gegen unbefugte Verkäufer von Arzneimitteln, namentlich gegen die, welche damit auf dem Lande 1 hausiren, strengstens vorzugehen. Einer solchen Maßregel kann nur allseitiger Beifall gespendet werden. Berlin, 7. Octbr. Nach dem jetzt bestehenden Programm für die Feier deS Kölner Dombaufestes trifft der Kaiser um 9 Uhr 20 Min. auf dem Bahnhofe ein, wo er von der Generalität und den Spitzen der Civilbehörden empfangen wird. Dann erfolgt die Fahrt nach dem Regierungsgebäude, wo die deutschen Fürsten und die Vertreter der freien und Hansestäädte bereits versammel» sein werden. Um 9% Uhr findet der Festzug der Dombauvereine, Gewerbe rc. vor dem Regierungsgebäude und um 10 Uhr der Gottesdienst in der Trinttatisktrche statt. Um 11 Uhr Empfang am Fuße der Frei- treppe des Wrstportals des Doms durch die Dombauverwaltung und demnächst im Portale durch das Domkapitel, Ansprache des Domdechanten, Tedeum, um 11 Vs Uhr Ausgang durch das Südportal nach der Tribüne, Verlesung und Unterzeichnung der Urkunde, sowie Vortrag der Feftcantate. Die Urkunde wird auf den südlichen Thurm geschafft und in den Schlußstein ntedergelegt. Nach verschiedenen Ansprachen wird der Schlußstein der Kreuzblume eingefügt und die Standarte auf den Thürmen des Domes aufgehißt, worauf sich der Schlußstein unter dem Donner der Kanonen, dem Läuten aller Glocken und Cborgrsang langsam senkt und so den Dombau vollendet. Sonnabend den 16. October findet um 11 Uhr der historische Festzug auf dem Domhofe statt. Atakierr. Florenz, 7. Octbr. Die „Natione" veröffentlicht ein Schreiben des französiichen Ministers des Aeußern, Barthelemy St. Hilaire, an Prof. Degu- bernatis. Ersterer erklärt, er sei ein Freund des Friedens mit Italien und werde sein Möglichstes zur Erhaltung der guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern beitragen. Er wünsche, daß die italienische Preffe sich beruhige und werde er in demselben Sinne auf die französische Presse etnzuwirken suchen. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspoudenz-Bureau. Berlin, 8. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt betreffs des Kölner Dombaufestes, Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, die königlichen Prinzen und Prinzessinnen, der König von Sachsen und die großherzog- ltch badischen Herrschaften würden im Schloß Brühl absteigen. Die Mehrzahl der übrigen deutschen Fürsten habe bereits ihr Erscheinen fest zugesagt; nur drei seien der Einladung zu folgen verhindert. Von wenigen Souveränen, darunter der König von Bayern, fehle noch die Entscheidung, ob sie dem Feste beiwohnen wollten. — Der heute hier zusammengetretene bleibende Ausschuß des deutschen Handelstages beschloß, die Plenarversammlung auf den 19. und 20. November etnzuberufen und folgende Angelegenheiten auf die Tagesordnung zu setzen: Zweite Stückgutklasse, Etsenbahngarantien, Mittheilungen über die Weltausstellung in Berlin, Währungsfrage, Bildung eines Volkswirthschaftsrathes. London, 8. Octbr. „Daily News" glaubt, das europäische Einver- ständniß werde bald seine praktische Wirkung durch eine gemeinsame Action der Mächte bethättgen. Die Anwendung von Gewalt erscheine unvermeidlich. Eine Blokirung dürfte eher angewendet werden, als ein Bombardement. Voraussichtlich werde es nothwendig sein, die Türket zu zwingen, ihre Schulden zu bezahlen, indem man die Einkünfte ihrer europäischen und asiatischen Häfen an die Gläubiger abführte. Wenn der Sultan diese Absicht erkenne, dürfte er nachgeben, anderenfalls sei feine Absetzung möglich. Wahrscheinlich sei es, daß die Lösung in dieser Weise erfolge. Wien, 8. Octbr. Meldung der „Polit. Corresp.": Das britische Carnet ist seit heute im Besitze zustimmender Erklärungen sämmtlicher Cabi- nete zu seinem auf Besitzergreifung von Pfandobfecten im Archipel gerichteten Coercitvorschlag- Der Commandant der vereinigten Flotten in der Bucht von Teodo ist verständigt, Alles innerhalb 48 Stunden zum Abgang der Flotten nach dem neuen Bestimmungsorte vorzubcreiten. Atom, 8. Octbr. „Dtrttto" zufolge hatten die Mächte die Absicht, die auf die Türket bezüglichen Fragen eine nach der anderen zu beantworten. Da aber die Pforte die montenegrinische, griechische und armenische Frage zusammen behandelte, so fänden sie sich veranlaßt, ein Gleiches zu thun, um die gleichzeitige Lösung aller Fragen zu erreichen. Als wahrscheinliche Fälle würden angesehen: Abberufung des gesammtrn diplomatischen Corps aus Konstan- ttnopel, Entsendung einer internationalen Flotte nach Konstantinopel. Ferner gelte es für wahrscheinlich, daß die Mächte die Türket verhingern würden, Munition und Soldaten nach den der Pforte noch unterworfenen griechischen Provinzen zu senden. Im Uebrtgen will „Dtritto" wisien, England erkenne die Nothwendtgkett, praktische Vorschläge zu formultren, welche das Etnver- ständntß aller Mächte aufrechtzuerhalten vermöchten. Vermischtes. Vom Rhein, 6. October. Das eiserne Dumpfboot „Pfalz 2.", welches Anfangs September bet Rhein-Dürkheim in Brand gerteth und versank, ist nun soweit wieder über Wasser gehoben, daß sich die Zerstörung, welche das Feuer angerichtet hat, genau überblicken läßt. Heute oder morgen wird das Wrack an's Land geschafft, um vollends zerlegt und nach seinen vielleicht noch brauchbaren Bestandtheilrn untersucht zu werden. Zwei Schleppkähne der Mainzer Schleppschifffahrtsgesellschaft waren zur Hebung herbeigeholt worden, dieselben hatte man durch 28 mächtige Stämme mit einander verbundcn und zwar derart, daß sie einen Zwischenraum biloeten, in welchem das Wrack an 14 starken eisernen Ketten mitttelst großer Schrauben emporgewunden wurde. Obwohl nicht weniger als 56 Mann daran arbeiteten, ging die Hebung doch nur langsam von Statten, da die Last des mit Waffer gefüllten Wracks eine ungeheuere war, wovon auch die Stämme zeugten, die unter der ihnen auferlegten Wucht eine Biegung von fast 3 Fuß zeigten. Schiffsbaumeister I. Pohl aus Köln leitete diese Arbeiten. Von dem Sckiff ist übrigens nur das eiserne Gerippe übrig geblieben, alle Holztheile sind bis auf den letzten Spahn in Flammen aufgegangen. , — [2Bie unterscheidet man echte Geldstücke von den nachgemachten?] lieber die Echtheit unseres Goldgeldes herrscht im Publikum noch viel Jrrthum, so daß im geschäftlichen Verkehr die Goldstücke oft wegen der Farbe und Klanglosigkeit zurückgewiesen werden. Der Kiang hängt von der Prägung ab; werden die Stücke geprägt, ohne zu glühen, so sind sie hart und haben wenig oder gar keinen Klang. Die schöne gelbe Farbe erhalten die Stücke durch Glühen und Kochen in verdünnter Säure, die röthltchen jedoch sind letzterem Verfahren nicht unterworfen gewesen. Der Gehalt an feinem Gold ist bei den gelblich röthlichen wie bet den grau röthltchen ganz gleid). Die Klanglosigkeit rührt auch sehr oft von Heinen Riffen oder Blasen im Golde her. Mithin ist weder die Klanglosigkeit noch auch die Farbe eine Gewähr für die Unechtheit. Darüber, ob die Stücke echt sind, kann man sich sehr leicht durch folgendes Verfahren überzeugen. Wiegt man ein 20-Markstück, so muß es genau 8 Gramm wiegen und das 10-Markstück 4 Gramm, vergleicht man ein Stück mit dem anderen von gleichem Werth, so muß es gleich groß und stark sein. Kein anderes Metall steht in Stärke, Größe und Gewicht dem Golde gleich, mithin kann man ruhig ein Goldstück, welches die genanten Eigenschaften besitzt, annehmen. — jDie Gehaltsbezüge des Fürsten Bismarck.] Rach der jüngst erfolgten Ernennung zum Handelsminister bekleidet Fürst Bismarck gegenwärtig folgende Acmter: den Posten eines Reichskanzlers, eines preußischen Premierministers und Ministers des Auswärtigen, eines preußi- schen Ministers für Handel und Gewerbe und eines Präsidenten des Reichsbank-Kuratoriums. Außerdem ist Fürst Bismarck Landwehr-General der Kavallerie und Minister außer Dienst für Lauenburg. Die Bezüge für alle diese Posten und Würden betragen nur 63,000 Jü jährlich. Als Reichskanzler nämlich bezieht Fürst Bismarck jährlich 54,000 JL, worin schon 18,000 Repräsentationsgelder eingeschloffen sind, und als pensionirter Minister für Lauenburg 9000 JK Alle übrigen Armier werden unentgeltlich vom Reichskanzler verwaltet. In Preußen ist es übrigens niemals Gebrauch gewesen, dem Inhaber zweier Minister-Poretfeuilles auch doppelten Ministergehalt zu geben. Die Minister ohne Portefeuille beziehen auch keinen Gehalt. Posen, 3. Oetober. Gestern Abend brach in einem Lokomotivschuppen der Märkisch- Posener Bahn, muthmaßlich durch Unvorsichtigkeit, Feuer aus, welches unter den dort befindlichen mit Oel und Fetten getränkten Putzlappen so rasch um sich griff, daß das ganz aus Holz errichtete Gebäude in kurzer Zeit vollkommen in Flammen stand und es nur mit großer Mühe gelang, eine der drei im Schuppen befindlichen Lokomotiven herauszuschaffen; die beiden anderen, namens „Bomst" und „Elbe", blieben der Gluth des Feuers ausgesetzt. Vom brennenden Schuppen pflanzte sich das Feuer auf die in der Nähe befindlichen Bahnsckwellen fort, von denen erwa 2000 verbrannten; der Wind trieb sodann die hoch aufiodernde Flamme nach zwei großen Steinkohlenhaufen mit zusammen etwa 3«»,000 Centner Inhalt, die bald vollkommen in Brand standen. Zwar eilten Spritzen aus den benachbarten Orten, vom Bahnhofe und die Landspritze aus der Stadt Posen zu Hülfe; auch wurden zwei Lokomotiven als Dampfspritzen in Thätigkeit gesetzt; da es aber an Waffer fehlte und die in die brennenden Steinkohlen hineingespritzte, verhältnißmäßig geringe Wassermenge mehr die Gluth förderte als hemmte, so wurde schließlich von ferneren Versuchen, das Steinkohlenfeuer zu löschen, Abstand genommen; eine weitere Gefahr war nicht vorhanden, da die Flammen durch den Wind nach Osten getrieben wurden und nach dieser Richtung dort in der Nähe keine Gebäude stehen. Noch heute Abend standen die Steinkohlenhaufen in vollem Brande und erhellten die Gegend weithin; die Gluth war so stark, daß man nahe heran nicht kommen durfte; auch hatte sich das GeleiS, welches von dem abgebrannten Schuppen nach einer Drehscheibe und von dort weiter nach dem Bahnhofe führt, durch die Hitze so ausgedehnt, daß anfänglich das auf der Drehscheibe befindliche Geleis nicht mehr an jenes paßte. Der angerichtete Schaden soll etwa 100,000 betragen. Schuppen, Lokomotiven, Steinkohlen u. s. w. waren gegen Feuersgefahr versichert. — [cht unter der gewöhnlichen Phrase „mehrere Bürger", fonbem nur allein im Interesse unserer Vaterstadt, und nur die reinste und lauterste Absicht bewegt uns, die Wähler auf einige Persönlichkeiten aufmerksam zu machen. Da wir PUIJ dbr festen Meinung sind, daß es dringend geboten erscheint, daß unsere Stadt auch « santtatlicher Hinsicht, was m Mainz, Darmstadt und Worms schon längst der Fall ist, m ber ^tadtverorbneten-Versammlung vertreten fein muß, so finden wir für rath- sam, auch einen Arzt in Vorschlag zu bringen. Die Aufmerksamkeit sei also hiermit w Ut? ^Sen rtleren/ : 12 Hvnstein, I., Fabrikant, 2) Dr. Gursleisch, Rechtsanwalt, 3) Dr. G lasor, Kreisarzt, 4) Petri, Anton Weißbinder 5) .ft nm- b-rg-r, M...Fabrikant, 6> Wall-nsels, Wilh-lm, Fabrttaftt ' J ® r . Octroyiren wollen wir durchaus nicht, sondern wir beabsichtigen nur, obige An- ftd)t, die wir vielfach von Bürgern vernommen haben, zum öffentlichen Ausdruck zu bringen. Möge nun durch allseitige Theilnahme an'dem Wahlactedie Bürgerschaft Zeugmß ablegen für das Interesse, mit dem sie lediglich das Wsbl der Vaterstadt in's Auge fassende Bestrebungen zu unterstützen gewillt ist 9 ' -Vaterstadt Auszug aus deuStsn-esamtsregistern des Stsndessmls Gießen Vom 2. bis 9. October 1880. Aufgebote. 5. Kaufmann Gustav Friedrich Emil Kautz von Seebergen mit Marie Mer- garethe Busch, Tochter des verst. Kaufmanns Franz Busch von Hamburg. 8. Kaufmann Wilhelm Gottfried Oppermann von Kirberg mit Karoline Wagner, Tochter des Schmiedemeisters Johann Heinrich Wagner von Günterod- 8. Der Sergeant im 2- Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 116 Heinrich Adolf von Sichenhausen mit Christine Auguste Philippme Lomse Schmall, Tochter des verst. Küfermeisters Philipp Schmall von Gießen. „ _, Eheschließungen. 3. Schneider August Wilhelm Huthmann von Roßwein mit Elisabeth Backes, Tochter des verst. Taglöhners Ludwig Backes von Merlau 8. Arbeiter Johann Emil Ludwig Karl Kranz. Wittwer, von Gießen mit Friederike Wilhelmine Marie Gernand geb- Klingelmeier, Wittwe des Rangirers Valentin Gernand von Gießen Geborene. Septbr. 29. Dem Rangirer bei der Cöln - Mindener Bahn Gottfried Länder eine Tochter, Anna Margarethe. 25. Dem Maschinenschlosser Emil Sommerlad eine Tochter, ©nulte Marie. 27. Dem Makler Heinemann Steinfels eine Tochter 30 Dem Fuhrmann Philipp Marx ein Sohn, Heinrich. October. 2. Dem Schmelzmeister' Friedrich Klinkel ein Sohn Wilhelm^ 1. Dem Schreiner Johannes Kinkel ein Sohn, Otto Ferdinand Ludwig. 6. Dem Taglohner Heinrich Heller eine Tochter. Gestorbene. 1. Eleonore, 6 I. alt, Tochter des Schutzmanns Adam Hinter. 5. Rentner Albert Geisse, 52J. alt. 5. Dienstmädchen Elisabeth Wölfel, 18I. alt, von Schwaben- rod. 5 Anna Margarethe Laudon, geb. Kümmel, 49 I. alt, Wittwe des Schuhmacher Jacob Martin Laudon. 7. Anna Kauß, 19 I. alt, Tochter des Wirths Johannes Kauß. 6. Wilhelmine Wagner, geb Valentin, 22 I. alt, Ehefrau des Weißbinders Georg Wagner. 8. Anna Gertrud- Margarethe Drescher, 42 I. alt, Tochter des oertt Stadtgerichts-Actuars Georg Ludwig Erhardt Drescher. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 3. October. August Wilhelm Huthmann, Schneider dahier, und Elifabelb Backes, ledige Tochter des verst. Taglöhners Ludwig Backes zu Merlau. y Getaufte Den 3. October. Dem Portier bei der Main - Weser - Bahn Melchior Walldot eine Tochter, Katharine Elise Marie, geb. 3. September. aU0Dt Denselben. Dem Telegraphen - Diätar Carl August Eduard Fran» ein Sobn Johannes Gustav Friedrich, geb. 10. August. ’ ' Denselben- Dem Kaufmann Carl Schlüter ein Sohn, Rudolf Wilhelm Carl geb. 11 September. Denselben. Dem Schuhmacher Carl Steuerwald eine Tochter, Emilie Sovbie Christine Johanna, geb. 14. Anaust. w ' öop9‘e Den 4. October. Dem Locomotivsührer Daniel Friedrich Georg Wiechard eine Tochter, Charlotte Friederike Emilie Dorette, geb. 14. August. ° emc G Beerdigte. ®xns 3A£c£ober- » ®“n«r' Margarethe Christine Katharine Hinter, Tochter des Schutzmanns Adam Hinter dahier, alt 6 I., gest. 1. October. Den 7. October. Albert Geisse, Grubenbesitzer dahier, alt 52 I., gest. 5. Octbr. Denselben- Margarethe Laudon, geb. Kümmel, Wtttwe des Schuhmachers Jacob Martin Laudon, alt 49 I., gest. 5. October. Handel und Verkehr. Gießen, 9. Octobrr. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Vfd ^L0 90 biS JL 1-05, Hühnereier 1 Stück 6-7H, 2 St. 13 Enteneier 1 Stück 9-00 A. Käse per Stück 5—9 Käsematte per Stück 2—3 Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar 40—55 H, Hühner p. St. JL 0.80—1.30, Hahnen p. Sk. JL 0.50—1.10, Gänse pr Pfd. 45—55 Enten per Stück JL. 1.50-1.70, Ochsenfletsch 66-68 per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 48—50 ,$>, Kalbfleisch 45—50 H, Hammelfleisch 50—70 A, Schweinefleisch 66—68 Kartoffeln per 100 Kilo JL 3.00-5 Zwiebttn p. Etr JL 6—7.00, MUck per Ltter 16 und 18 H, Weißkraut 100 Stück JL 5.00—8.0, Zwetschen per Etr. JL 4—4.50. Gießen, 7. October. Auf dem am 5. und 6. d. M- dahier abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben: 8 Stück Pferde, 1012 Stück Rindvieh und 1120 Stück Schweine. Die Preise blieben unverändert; Schweine sehr begehrt und Handel lebhaft bei hohen Preisen. Auf dem am zweiten Tage verbundenen Krämermarkt waren 800 Centner Zwiebeln ausgefahren, per Centner 5—7 Der nächste Markt steht in den Kalendern nur 1 Tag als den 19. d. M. eingetragen, während derselbe zwei Tage und zwar am Dienstag den 19. und Mittwoch den 20. d. M abgehalten wird; am letzteren Tage Krämermarkt (zweiter Zwiebelmarkt). vts Eichen Uabeth Backes, ter Johann Emil Marie Gernand, chm sS W Ä$J» n Uni”, Kem bl f nm Damit *8S tfta ”,»" für S. ”b,r. 5) 6.2 nu[» obige An- ? Abdruck zu ‘ "-Mgersch- Vaterstadt + + nit Marie Mrr- bürg 8. Kans- mer, Tochter des Det Sergeant im J mit Christine Philipp Schmall Gottfried ßnuber Sommeriad eine ie Tochter. 30. i Sch mehmeister dnkcl ein Sohn, ichtcr. x. 5. Rentner von Schwabm- >es Schuhmachers ViNh^ Johannes des Weißbinders Tochter deS verst. Wen. er, und Elisabeth lau. Melchior Wallbot Figyz ein Sohn, ,lf Wilhelm Carl, •r, Emilie Sophie org Wicchard eine ^athariae Hinter, ^,(1.5.0*. £**431* aifh Jt09° '1 jjo, HW fßpS ÄgSfc m 800 Centner nüt 1 Tag «xS Donnerstag den 14. Oktbr., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Rentamts-Hofe dahier 10 alte noch brauchbare Oefen Der* schiedener Größe, Ofenrohre, Pumpen von Guß, Dachkandel nebst Kandeleisen und sonstiges Eisenwerk meistbietend versteigert und können die Gegenstände an jenem Tag von 8 Uhr an eingesehen werden. G'eßen, den 8. Oktober 1880. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: Faust, 6610) Kreisbauaufseher-Aspt. Dienstsg den 12. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, werben im Hause der Gebrüder Köhler im Gartfeld dahier ein feuerfester Kasse - schrank, ein Comptoirpult, eine Copirpresse und einige andere Comptoirrequisite öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. (Sieben, den 8. October 1880. 6581) M. Pilger, Massecurator. Dienstaq den 12. d. Mts., " Mittags 1 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier zwei Schränke meistbietend versteigert werden. Gießen, den 9. October 1880. 6644) Geißler, Gerichtsvollzieher. Aeisgeöotenes. 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U Q 6609) Eduard Zang. 0 DOOÖÖOO OOOOOD The (102 Singer Hannfacluring Co., New-York. Me früheren Jahre überflügelt! Original Singer Stähmaschinen im vorigen Jahre verkauft oder nahezu 1OOO Maschinen pro Tag. Dieser enorme Absatz und die stete Zunahme im Verkauf, wie keine anderweitige Fabrik solche auch nur annähernd aufzuweisen hat, liefert den besten und sprechendsten Beweis, daß unter allen andern ausaebotenen Maschinen keine existirt, die i,ch an Güte, Leistungsfähigkeit, leichter Handhabung und vorzügliche Construction mit den Original Singer Nähmaschinen vergleichen läßt und so allgemein beliebt ist, wie d«ese^ Anschaffung dieser für den Haushalt wie für den Gewerbebetrirb gleich vorzüglichen Maschinen Jedem zu ermöglichen, werden dieselben geaeu wöchentliche Zahlungen von JL 2 an abgegeben, unb alte und nicht zweckentsprechende Maschinen aller Systeme tn Zahlung genommen. Vollständige Garantie wird geleistet und Unterricht gratis ertheilt. wenn die Maschinen vorstehende Fabrikmarke, sowie auf dem Arm derselben die Firma „The Singer •KTiwy ädlt Manufacturing Co “ tragen und von' einem mit meiner Unterschrift „G. Neidlillger" versehenen Garantie- " *** <*^***> jchxju begleitet find, alle sonst unter dem Namen „Singer" ausgebotenen Nähmaschinen sind nachgemachte. (>• Neidlillger. dessen. Reichensand-Bahnhofstrasse 226. Singer Maschinen-NaUvIu pro Stück 5 Pfg., pro Dtzd. 50 Pfg.__________________ Z F. fJ. F. Montag: Hebung. 6625) Eine kräftige gesunde Frau wünsch! ein Kind mitzustillen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__________________ Gebackene Fische 6615) in der Pulvermühle. Bekanntmachung. 6613) Die bet der Pfand- und Leih-Anstalt des Unterzeichneten ver- fallenen und nach wiederholter Aufforderung weder etngelösten noch prolongirten Pfänder, bestehend tn Herren- und Damenkleidern, besonders Winter- Üeberzieher, Weiß- und Bettzeug, Leinwand, Gold- und Silbersachen, goldenen und silbernen Taschenuhren, Ringen, Brochen, Medaillons, einem Theodolit von Siener, einem Nivelierinstrument von Breithaupt, Nähmaschinen und verschiedenen anderen Gegenständen, werden nunmehr aus der Hand verkauft, was htermtl zur Kenntntß gebracht und dabet bemerkt wird, daß die Einlösung oder Prolongation der Pfänder so lange geschehen kann, als deren Verkauf nicht erfolgt ist. Gießen, den 8. October 1880. A. Henrich. IermietHungen. 4364) Wohnung von 5 Zimmer ist zu vermiethen. Wallthorstraße 145. 6606) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen._____________Lindenplatz A- 29. 6607) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen.__Lindenplatz A. 29. 6622) Der 1. und 2. Stock unseres neuen Hauses an der Gartenstraße mit Gas- und Wasserleitung, Gartenantheil rc. zu vermiethen. Nähere Auskunft ertheilt Herr Architect Stein. ___Hch. u. Jac. Keßler. 6629) Zwei kleine möblirte Zimmer zu vermiethen._______Lindenplatz A. 242. 6621) Zwei möblirte Parterre-Zimmer zu vermiethen. __Aug» Nauheimer Wwe. 6616) Möblirtes Zimmer mit Cabinet in nächster Nähe der Aula zu vermiethen. Buchbinder I. P. Sann, ____________________Bismarckstraße. , 6633) Schön möblirte Zimmer zu vermiethen. A. Wilker, Alicenstraße E. 104 (Nebengebäude). 6637) Ein Familienlogis per 1. November zu vermiethen. ______________L. Orth, Photograph. Gin Laden zu vermiethen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl.(6638 6641) Mehrere Zimmer mit oder ohne Möbel sofort zu vermiethen. ____________________H. Kühn. 6636) Zwei incinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. __________Jüngst, Wilhelmstraße 18. 6642) Ein einfach möblirtes Zimmer ist an einen Realschüler oder Gymnasiast billig zu vermiethen, auf Wunsch auch mit Kost. 2Bo? sagt die Exped. d. Bl. Vermischte Anzeigen. 6635) Ein Mädchen für alle häuslichen Arbeiten wird auf den 1. Novbr. gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl.__________ fleneraMflent für eine erste, alte und überall renommirte Vieh-Vers.-Ges. unter sehr annehmbaren Bedingungen gesucht. Vertreter anderer Branchen erhalten den Vorzug. Tüchtige und fleißige Persönlichkeiten hier oder auswärts wollen sich unter der Aufschrift: »Diehversicherüng" an Rudolf Masse in Frankfurt a. M. wenden.(6619 LOUIS WENZEL Giessen, Seltersweg C. 63. LITHOGRAPHISCHE ANSTALT Buchdruckern ä- Lteindruckerei für alle Arten Druckarbeiten. Schnellste Anfertigung von Verlobungsanzeigen, Visitenkarten, Einladungskarten, Todesanzeigen etc. Siegelmarken. 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Eintrittskarten sind vorher bei Herrn Friseur Welcker, Neustadt, bei den Vorstandsmitgliedern, sowie im VercinSlocal zu haben. (6440 Der Vorstand. HanstmerKerschule öes fleroeröoeretns. 6570) Wegen baulicher Veränderungen in unserem Schullokale kann der Abendunterricht vorerst noch nicht stattfinden. Der Beginn derselben wird bekannt gemacht werden. Im Auftrag deS Vorstandes: Aug. Hug. Stadtverordneten -; ahl. 6530) Es gilt unabhängige Männer als Candidaten aufzustellen, welche mit der nöthigen Kenntniß der städtischen Verhältniffe auch Gesinnungstüchtigkcit vereinen. Als solche Herren werden vorgeschlagen: J. Hanstein, Fabrikant. M. Hemberger, Jabrikant. Heinr. Flick, Kaufmann. Dr. Glaser, Kreisarst. Julius Hoch, Bauunternehmer. Dr. Gutfleisch, Rechtsanwalt. Lony s Bierkeller. 6632) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von Montag den 11. d. MtS. die Wirtschaft vom Bterkeller in die früheren, jetzt neu her- gerichteten Winterlocalttäten verlegt habe und bitte auch da um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll _______________Lony» | Todes Anzeige. I W 6601) Allen Freunden und Bekannten statt besonderer Anzeige 1 N die traurige Mittheilung, daß heute Morgen nach 9 Uhr meine liebe M M Tochter Anna nach langem schwerem Leiden sanft verschieden ist. W M In meinem und meiner Kinder Namen. M N Wilhelmine Drescher, geb. Pilgram. R & Gießen, den 8. October 1880. Ä D Die Beerdigung findet statt: Montag den 11. October, Vor- W N mittags 10 Uhr, vom Sterbehause (Balserstiftung, Wtlhelmsstraße) aus. N MMN, MNMIiMMdMUMWWI» Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu ein zweites Blatt und eine Beilage.