«116. beite ntre 70 pfg. eil nicht nur able d’höte Seilschaften fei, ------ ergehende mobbte rstrake B. 151,s gehend aus 3 ZM > sonstigen Äcquem' ^ielhcn. Näheres Lit. D. 57. _ stock meines Hauses Garten, bestehend allem Zubehör, ist Z. B. Singer, zes möblirtes Zim- mnieihen. In & Schmidt. ? ßinlmtr mit Kost Muftabt D. 85. p's ju Dcrmitttjcn- uhl, Lteinstratze, rtsrld._______________ mmrr ,u verm'.e- frttli, Ga-tield. imtr mt oder ohne Lethen. __H. Kuhn. dergehende möblirte llilhclmstraste 18. les. lowie ein un- irrmiethen. tt oder ohne Iben, zuerst. >. Bl. (66LS ob in der Nähe^ nuar 1881 zu ver- ^Semmler. t Laden rsiraßezuv^ ^res bet & >Ao? b/i Dieige». id*l“ littagsiilt >1bonnk>ü5^' roiÄI idermach^', flllget n ne» ’ SB»- aitn Kicßener "g(n;eigcr AMize- md AmtsblE sm itn Kreis Gieße«. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag-. Prei- Viertesjährlich r Mark 2d Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. / Schulstraße S. IS. Aeutschkand. Darmstadt, 4. Novbr. In heutiger Sitzung der zweiten Kammer gelangte folgende Antwort Sr. Excellenz deS Herrn Staatsmintsters Freiherr« v. Starck auf die Interpellation de- Herrn Abg Schröder, den von Großh. Oberconflstorium in einem Berichte an die evangelische Landessynode gegen den von den Volksschullehrern des Landes ertheilten Religionsunterricht und dessen Grgebniß ausgesprochenen Tadel betreffend, zur Verlesung: „In dem Bericht, welchen das Oberconststortum in Ausführung des § 135 der evangelischen Kirchenverfaffung an die Landessynode erstattete, wird sich neben Anderem auch über den Stand des Religionsunterrichts an den Volksschulen des Landes, über die Wirksamkeit, die Teistungen der Volktschul- lehrer als Religionslehrer verbreitet, und wird in dieser Hinsicht über einen nicht kleinen Theil der Volksschullehrer ein entschieden ungünstiges Urtheil gefällt. Als der Inhalt dieses Berichts nach dessen Uebergabe an die Landessynode zur Kenntniß des Ministeriums gelangte, fand sich die Ministerin!- Abtheilung für Schulangelegenheiten alsbald veranlaßt, wegen dieser Angelegenheit mit dem Oberconststortum tn's Benehmen zu treten, und insbesondere dieser Behörde gegenüber der Auffassung Ausdruck zu geben, daß nach ihrer Kenntniß der Dache und nach den ihr vorliegenden Berichten der Kreisschul» commtsflonen das in dem Berichte an die Landessynode gefällte Urtheil dem wirklichen Sachverhalte nicht entspreche. — Bei der Wichtigkeit der Sache wurden weiter die Kretsschulcommisstonen zur eingehenden auf Grund collegia- lischer Berathung abzugebenden Äußerungen über die Wirksamkeit der Lehrer als Religionslehrcr, über deren religiös-stttliches Verhalten, über die Ergebnisse des Religionsunterrichts bet den in den letzten Jahren abgehaltenen Schulvisttationen rc. aufgesordert. Der Inhalt der von den Kreisschulcom- misstonen hierauf erstatteten Berichte bat die Richtigkeit der oben erwähnten in der Zuschrift an das Oberconflstorium niedergelegtcn Auffassung durchaus bestätigt. Unter nahezu 2000 Lehrern wird es immer eine Anzahl gering befähigter Personen geben, deren Leistungen nicht befriedigen können, und werden bei einer so großen Zahl auch einzelne Fälle nicht ausbletbea, in denen das Auftreten, das Verhalten eines Lehrers zu schweren Klagen, zu ernstem Einschreiten Anlaß gibt. Einzelne, namentlich jüngere Lehrer, mögen durch ungeeignete Gesellschaft oder ungeeignete Lectüre auf Abwege gerathen sein. Irreligiöse Lehre ist jedoch nirgend- vorgekommen. Weiter liegt es in der Natur der Sache, daß junge Lehrer, denen noch die religiöse Lebenserfahrung und die dienstliche Uebung mangelt, öfters der Wärme und Gewandtheit in ihrem Religionsunterricht entbehren. Verstandesmäßige Naturen, wie sie unter Geistlichen und Lehrern sich finden, sind wenig geeignet, das religiöse Gefühl leb- Hafter und nachhaltiger anzuregen. So war es immer und so wird es immer sein. Die weit überwiegende Anzahl der Lehrer — das geht aus den Berichten der Krelsschulcommissionen zweifellos hervor — ertheilt den Religionsunterricht im Gefühl ihrer hoben Verantwortlichkeit mit Wärme, Geschick und Erfolg. Die Religionskenntniffe der Schuljugend haben sich gehoben, in dem religiös-sittlichen Verhalten derselben ist kein Rückschritt, vielmehr ein Fortschritt erkennbar. Gestige Regsamkeit, Streben nach weiterer Ausbildung haben bet dem Lehrerstande in erfreulicher Weise zugenommen. Das Verhält- niß zwischen Geistlichen und Lehrern war fast durchweg ein befriedigendes. — Von dem Ergebniß der angestellten Ermittelung wurde dem Oberconflstorium unter Mittheilung sämmtlrcher Berichte der Kreisschulcommtssionen Kenntniß gegeben. In seinem Antwortschreiben glaubt das Oberconflstorium zunächst darauf aufmerksam machen zu müssen, daß die betr. Stellen in dem Berichte an die Landessynode, in welchen das abfällige Urtheil gesunden werde, einzeln herausgegrtffen allerdings hart lauteten, im Zusammenhang und im Vergleich mit dem übrigen Inhalt des Berichts aber viel an ihrer Schärfe verlören, und daß, wie etnestheils einer Reihe von Lehrern in dem Berichte an die Landessynode ein sehr günstiges Zeugniß ertheilt werde, anderntheils auch bet der zweiten (nicht kleinen) Klaffe von Lehrern der Stand des Reltgtonsunter- richts nicht getadelt, sondern anerkennend beurtheilt und nur gesagt werde, daß es den betr. Lehrern nicht gelinge, für religiöse Herzensbildung und das religiöse Leben ihrer Schüler etwas zu leisten, sowie daß Klagen über mangelnde Wärme in dem Unterricht vorgebrocht worden seien. Auch werde in dem Berichte an die Synode allgemein gesagt, daß Geistliche und Lehrer mit mehr oder weniger Erfolg ihre Schuldigkeit gethan hätten, sowie daß die Kinder tm Ganzen nach Vorschrift von Geistlichen und Lehrern unterrichtet würden und im Durchschnitt das nöthtge Wissen zeigten. Dabet erklärt das Oberconsisto- rium zugeben zu wollen, daß vielleicht manche der bet den Ktrchenvtsttattonen vorgebrachten Klagen nicht so gam begründet seien, und daß hinsichtlich der Persönlichkeit der Lehrer den Kretsschulcommisstonen, welche zu längerer und wiederholter Beobachtung Gelegenheit hätten, ein maßgebendes Urtheil zustehe. Mit lebhafter Befriedigung — erklärt das Oberconststortum weiter — habe es sich deshalb aus den Berichten der Kreisschulcommtssionen überzeugt, daß diese Behörden auf Grund der von ihnen vorgenommenen Visitationen und Jnspec- ttonen den Stand des Religionsunterrichts und das Verhalten der Lehrer sowohl hinsichtlich dieses Unterrtchtszwetges, als auch gegenüber der Kirche und ihren Organen günstiger beurthetlten, als dies von ihm geschehen, und daß namentlich die Zahl der Lehrer, welchen in der einen oder der anderen Beziehung begründete Vorwürfe gemacht werden können, geringer sei, als es annehmen zu sollen geglaubt. Es, das Oberconststortum, werde keinen Anstand nehmen, demnächst, wenn der fragliche Bericht in der Landessynode zur Verhandlung kommen sollte, eine entsprechende Erklärung abzugeben." Eine wettere Antwort Dr. Excellenz des Herrn Staatsministers Frhrn. v. Starck bezieht sich auf die Interpellation des Herrn Abg. Schröder, das Gymnasium zu Laubach betr., und lautet: „Die von dem Gräflichen Hause Solms-Laubach und dem Stadtvor- stände zu Laubach tm Jahre 1875 mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern errichtete und seit 1878 als vollständiges Gymnasium organisirte wissenschaftliche Schule zu Laubach ist mit dem Rechte ausgestattet worden, auf Grund der für die Staats-Gymnasien geltenden Bestimmungen Materi- tätsprüfungen abzuhalten und Maturitätszeugnisse auszustellen. Bet Erthetlung dieser Berechtigung sind nachstehende Erwägungen maßgebend gewesen. — Im Hinblick auf die starke Frequenz der in den größeren Städten des Landes be- findlichen Gymnasien und die Uebersüllung der Klassen erscheint es tm Allgemeinen Wünschenswerth, daß auch an kleineren Orten höhere Bildungsanstalten bestehen, durch welche die größeren Anstalten entlastet werben. Hierzu kommt, daß in kleineren Orten und an kleineren Lehranstalten mehr als in größeren Städten und an größeren Schulen ein unmittelbarer erziehender Einfluß auf die Schüler ausgeübt werden kann, weShalb nicht selten auch solche Eltern, welche in größeren Städten wohnen, sich veranlaßt sehen, ihre Söhne kleineren Lehranstalten in kleineren Orten anzuvertrauen. Für den betr. Ort und die nächste Umgebung aber ist die Errichtung einer höheren Lehranstalt eine Wohl- that, insofern Eltern, welche ihre Söhne nicht an entfernter gelegene Orte senden können oder wollen, in die Möglichkeit versetzt werden, denselben in der näher gelegenen Anstalt eine höhere Schulbildung zu Theil werden zu lassen. — Da nun das Gymnasium zu Laubach aus den Mitteln des Gräflichen Hauses Solms-Laubach, bezw. der Stadt Laubach, gegründet ist und erhalten wird, und von Seiten des Dtaates keinerlei Beihülfe beansprucht, so erschien eS gerechtfertigt, die Bewilligung i n Hinblick auf daS in anderen deutschen Staaten Ungehaltene Verfahren nickt zur Errichtung einer solchen Anstalt zu verweigern und ebensowenig die Befugntß zur Ausstellung wissenschaftlicher Befahtgungszeugniffe für den einjährigen freiwilligen Militärdienst und die Be- rechtigung der Maturitätsprüfung zu versagen. Selbstverständlich konnten diese Berechtigungen erst dann ertheilt werden, wenn in der Organisation der Schule und der Wahrung des staatlichen Aufstchtsrechtes eine hinreichende Bürgschaft für den Bestand und die Leistungsfähigkeit der Anstalt gegeben war. Dies ist geschehen durch die nachstehenden Bestimmungen. An dem Gymnasium zu Laubach dürfen nur solche Lehrer verwendet und bezw. belassen werden, welche von der Ministerial-Abihellung für Schulangelegenheiten nach Kenntnissen trtib Sittlichkeit für befähigt crkannt worden sind. Die Anstellung der Lehrer erfolgt auf Präsentation durch das Curatorium der Anstalt unter «ach- zusuchender staatlicher Bestätigung durch Allerhöchstes Decret. Die sämmtlichen Lehrer sind den gesetzlichen und verordnung^mäßigen Bestimmungen unterworfen, welche für die Dtsciplinar-Berhältnisse der Cwildiener maßgebend sind. Für den Unterricht und die eigentlichen Schulverhältniffe gelten der für die Staats- Gymnasien aufgestellte Lehrplan und die für diese Anstalten erlassenen Bestimmungen und Verfügungen. Hiernach ist das Aufstchtsrecht des Staates in ausreichender Weise gewahrt. — Was die unter 2 und 3 der Interpellation gestellten Fragen anbetrifft, so sind dieselben dahin zu beantworten: Die Anstellung des Direktors und der Lehrer an dem Gymnasium zu Laubach verleiht den Betreffenden weder das Recht auf Anrechnung eines gewissen Dienstalters für den Fall des Eintrittes in den eigentlicheli Staatsdienst, noch daS Recht aus den Eintritt in gewisse staatliche Kaffen, wie etwa in die Civildienerwittwen- kaffe, noch irgend welche andere Rechte dieser Art. Die Annahme, daß das Gymnasium zu Laubach eine ausgesprochenermaßen confessionelle Art sei ist nicht begründet." ' ’ m. Darmstadt, 6. November. sZweite Kammer der Stände. 55. Sikuna 1 Der Abg. Theobald bringt die Interpellation ein, ob Großh. Ministerium nickt ae- sonnen sei. in den künftigen Budgets wieder den Poften von 2000, resp 4000 JC iinn Ankauf guter Zuchtstuten, resp. Zucktfohlen in Ausgabe einzustellen und nicht vrelleickt geneigt sek, den Landes-Pferdezuchtverein noch pro 1881 nut den entsprechenden etwa aus dem Fonds für gemeinnützlge Zwecke zu entnehmenden Mitteln zum Zwecke des Ankaufs guter Zuchtstuten zu unterstützen? - Es folgt Fortsetzung der BerMhung des Antrages des Abg. Wolz, Maßregel gegen den Wucher betreffend. Der Antragsteller zieht m heutiger Sitzung pos. 2 und 3 seines Antrages zurück, welche Gesetze verlangen welche bie Hohe des Zinsfußes festsetzen und den Wucher wieder unter Strafe stellen und alle wucherischen Wechselgeschäfte für unverbindlich erklären, hält jedoch pos. 1 aufrecht, welche den Erlaß eines Gesetzes beantragt, das allen nicht in die Handelsregister als Kaufleute eingetragenen Personen die Wechselfähigkeit entzieht. — Abg. Hanstein tritt entschieden für Beibehaltung der allgemeinen Wechsclfähigkeit als einer Hauptgrundlage des über ganz Deutschland verbreiteten und höchst segensreich wirkenden Genossenschaftswesens ein, während Frank dieNothwendigkeit des Wechsels für den kleinen Grundbesitzer und Handwerker bestreitet, den Wechsel sogar für diese Kategorien für sckädlich erklärt und auf das Ausland hinweist, welches den in Deutschland bestehenden Kleinwechselverkehr nicht kenne. — Abg. Freiherr von Nordeck zur Staben au will erst die Wirkungen der neuen Wuchergesetzgebung abgewartet sehen und erst nach der Erkenntniß, daß diese dem kleinen Handwerker und Grundbesitzer nicht den nöthigen Schutz gewähre, eventuell zu einer gewissen Beschränkung der Wechselfähigkeit Mitwirken. — Abg. Schröder bestreitet zunächst die Compctenz der Landcs- gesetzgebung in dieser Materie und spricht sich auf Grund zahlreicher von Vereinen und Eorporationen in unserem Lande entschieden für Beibehaltung der allgemeinen Wechselfähigkeit für den kleinen Manu und empfiehlt Annahme des Wolz'schen Antrages die Abgg. Wolf stehl und Böhm dagegen betonen die Unentbehrlichkeit des Wechsels als Zahlungsmittel für den kleineren Gewerbetreibenden und Landmann. — Auch Abg Büchner emfiehlt, die Wirkungen der Wuchergesetze abzuwarten, inzwischen aber im Wege der allgemeinen Volksbildung die Kennlniß des Wechsels und seiner Folgen nach Kräften zu verbreiten. — Abg. Lautz hält den Standpunkt des Abg. Freiherrn von Rabenau für den einzig richtigen und glaubt, daß die Schädlichkeit des Wechsels als Mittel zum Wucher allgemein zugegeben sei. — Nach einem Schlußworte des Berichterstatters, Abg. Heinzerling, wird auf dessen Antrag gegen 7 Stimmen beschlossen, den Antrag deS Abg. Wolz durch die Erklärung der Regierung und das inzwischen erlassene Reichsgesctz vom 24 Mai 1880, betreffend den Wucher, für erledigt -u erklären. Nächsten Gegenstand der Tagesordnung bildet die Antwort Großh. Regierung auf die Interpellation des Abg. Schröder, die landwirthschstlichen DarlehenskasienVereine betreffend. Bekanntlich hat Großh. Ministerium an die Großh. Kreisämter eine auf Förderung der auf Bildung und Entwickelung von landwirthschaftlrchcn Darlehenskaffen - Vereinen gerichteten Bestrebungen bezügliche Weisungen zugehen lassen. — Abg. Schröder dankt der Regierung für diese Art der Erledigung der Angelegenheit und bittet um Niederlegung eine? Exemplares des betreffenden Ausschreibens auf dem Bureau der Kammer. Hiermit ist dieser Gegenstand erledigt. Zu der Antwort Großh. Negierung auf die Interpellation des Abg. Schröder, das Gymnafium zu Laubach betreffend, ist von 10 Mitgliedern eine Besprechung beantragt. Die Regierung hatte auf die bereits früher m tgetheilte Interpellation geantwortet, daß das Aufsichtsrecht des Staates bezüglich des genannten Gymnasiums in ausreichender Weise gewahrt sei, daß die Anstellung des Directors und der Lehrer an dieser Anstalt den Betreffenden weder das Recht auf Anrechnung eines gewissen Dienstalters für den Fall des Eintritts in den eigentlichen Staatsdienst, noch das Recht auf den Eintritt in gewisse staatliche Kassen, wie die Civildiener-Wittwenkasse, verleihe und daß die Annahme, daß das Gymnafium zu Laubach eine ausgespeochenermaßen con- fessionelle Anstalt fei, nicht begründet sei. Nachdem Abg. Schroeder seine Interpellation mit der durch die Errichtung des Privatgymnasiums zu Laubach eingetretenen Schädigung der in Oberhessen bestehenden und mit großen Opfern des Staates erhaltenen Staatsgymnasien begründet, auch darauf hingewiesen, wie der Director der Anstalt diese selbst in einer in norddeutschen Zeitungen erschienenen Annonce als eine consessionelle Anstalt bezeichnet habe, erklärt Geh. Staatsrath Knorr, die Staatsaufsicht über das betreffende Gymnasium, was als eine Wohlthat für die dortige Gegend bezeichnet werden müsse, sei genügend und habe der Director, falls er eine Annonce der angeführten Art erlassen, seine Befugnisse Überschritten. Weiter denke die Regierung nicht im Entferntesten daran, dem Gymnasium ru Laubach den Character einer Staatsanstalt zu verleihen. Nach einigen Bemerkungen der Abgg. Maurer, Dittmar, Freiherr von Nordeck zur Rabenau, Osan, Jöckel und Ellenberger, welch Erstere die Errichtung einer höheren Bildungsanstalt in der dortigen Gegend mit Freuden begrüßen, während Letzterer darin eine Schädigung der Frequenz des Büdinger Gymnasiums erblickt, wird dieser Gegenstand verlassen. Die Antwort Großh. Regierung auf die Interpellation des Abg Schröder, den von Großh. Ministerium in einen Bericht an die Landessynode gegen den von den Volksschullehrern an den Volksschulen des Landes ertheillen Religionsunterricht und dessen Ergebniß ausgesprochenen Tadel betreffend, wird ebenfalls auf Antrag von 19 Mitgliedern einer Besprechung unterzogen. Die Antwort der Regierung ging bekanntlich dahin, daß nach ihrer Kenntniß der Sache und den ihr vorliegenden Berichten der Kreisschulcommissionen das in dem erwähnten Berichte gefällte Urtheil dem wirklichen Sachverhalt nicht entspreche und daß das Oberconsistorium erklärt habe, mit lebhafter Befriedigung habe es sich aus den Berichten der Kreisschul- commissionen überzeugt, daß diese Behörden auf Grund der von ihnen vorgenommenen Visitationen und Inspektionen den Stand des Religionsunterrichts und das Verhalten der Lehrer sowohl hinsichtlich dieses Unterrichtszweiges, als auch gegenüber der Kirche und ihrer Organe günstiger beurteilten, als dies von ihm geschehen, und daß namentlich die Zahl der Lehrer, welchen in der einen oder anderen Beziehung gegründete Vorwürfe gemacht werden könnten, geringer sei, als es annehmen zu sollen glaubt. Das Oberconsistorium werde keinen Anstand nehmen, demnächst, wenn der fragliche Bericht m der Landessynode zur Verhandlung kommen sollte, eine e tsprechende Erklärung abzugeben. — Abg. Schröder erblickt in dem Berichte des Oberconsistorn-rns einen verdeckten Angriff auf die neuere Schulgesetzgebung und die oberste Schulbehörde, wogegen Geh. Staatsrath Knorr das gute Einvernehmen derMin>sterialabtm.'ilung für Schulangelegenheiten mit dem Oberconsistorium hervorhebt. — Abg. Diehl beleuchtet speciell die Verhältnisse der Volksschulen in Darmstadt als mit dem Inhalte des Berichtes in direkten Widerspruch stehend. Der Gegenstand ist hiermit erledigt. Einer Vorstellung mehrerer Bürger in Büdesheim, Kreis Bingen, die Abhaltung der kirchlichen Stiftungen in ihrer Pfarrkirche betreffend, wird in Uebereinstimmung mit einem bereits gefaßten Beschluß der ersten Kammer aus formellen Gründen keine Folge gegeben. — Weiter beharrt die Kammer gegen 7 Stimmen auf ihrem ablehnenden Beschluß bezüglich der Beschwerde der zur Abstimmung über Einführung einer gemeinsamen Schule zu Nieder Saulheim berufenen Katholiken über die Abstimmung.— Eine Beschwerde des Gemeinderathes zu Bensheim, die Niederlegung des sog. Ninnen- thores betreffend, wird schließlich, als mit den Gesetzen gänzlich unvereinbar, mit 17 gegen 10 Stimmen verworfen. — Nächste Sitzung Dienstag. Tagesordnung: Weggesetz. Berlin, 5. November. Die „Deutsche Landeszeitung", das Organ der preußischen Agrarier, spricht sich für eine Erhöhung der Getreidezölle aus, und die Art, wie sie ihre Forderung begründet, verdient in weiteren Kreisen bekannt zu werden. „Je dürftiger die Ernte ausgefallen ist", heißt es namentlich darin, „um fo mehr ist die Erhöhung der Kornzölle geboten. Es ist nicht mehr als billig, daß diejenigen Leute, die ihr Brot vom Auslande kaufen und dafür unser sauer verdientes Geld in's Ausland schicken, zu erhöhten Zöllen herangezogen werden, damit sie Sparsamkeit erlernen. . . . Mit der Noth des armen Mannes haben wir uns hier nicht weiter zu befassen. Wir haben nur die Frage aufzuwerfen: Hat die Noth des armen Mannes, als Metz und Paris belagert waren, dieselben vermocht, zu capituliren? Im Gegentheil, die Noth macht erfinderisch, und wir, die ehemals so stolzen und so reichen Sieger, wir elfen heute die Kuustbutter, welche die Pariser erfanden, als sie durch uns belagert waren. Sie hungerten und leisteten Widerstand, um sich nicht unterwerfen zu müssen; wir wollen hungern und Widerstand leisten, um unsere wirthschaftliche Unabhängigkeit vom Auslande zu bewahren! Daß man so schnell nicht verhungert, hat erst vor Kurzem Dr. Tanner bewiesen, als er volle 40 Tage lang gehungert; und daß man mit sehr wenigem sich sehr lange einrichten kann, hat Jeder, der in seinem Leben Noth erfahren (und wer von uns hätte nicyt schon einmal Noth erfahren), an sich selbst erprobt! . . . Aus dem Gesagten geht zur Genüge hervor, daß es Pflicht der überwiegenden Mehrheit der deutschen landwirthschaftlichen Bevölkerung ist, noch in diesem Jahre einer dürftigen Ernte, noch in diesem Winter auf eine Erhöhung des Kornzolles 1)is auf mindestens 25 pEt. des Marktpreises zu bringen und sich in diesem gerechten Verlangen durch fein heuchlerisches Geschrei vorlauter Minderheiten, überhaupt durch nichts beirren zu lassen." Die Hülfe dieser Freunde wird dem Reichskanzler schwerlich willkommen sein. Berlin, 6. Novbr. Die Budget-Commission des Abgeordnetenhauses genehmigte die Regierungsvorlage über die Weichsel-Städtebahn unverändert. — v. Helldorff, bisher der nationalliberalen Partei angehörig, ist der Secessto- nistcn-Gruppe beigetreten. Ilrankreich. Pari-, 6. November. Die Ausweisung der nicht autorisirten Congre- gationen ist beute in Lille, Roubaix, Alby, Valenctennes, Paux und in anderen Provinztalstädten vor sich gegangen. Hier in Parts wurde heute keine weitere Schließung vorgenommen. — In dem Gerichtssaale in Nantes wurde der Präsect ausgeztscht. Der Mair drohte den zischenden Personen mit Verhaftung. Zwei Advocaten wurden wegen einer im Saale des pas perdus geführten Unterhaltung verhaftet. Der Präsident protestirte bet dem Staatsanwälte gegen die Verhaftungen. — In Nimes wurden vorige Nacht gegen das Präfectur- Gebäude Bomben geworfen. — Tardit, Mitglied deS Conflicts Gerichtshofes, hat seine Entlastung eingereicht; ebenso Bradel, Präsect des Oise Departements. — Das Zuchtpolizeigericht in Parts verurthetlte heute 5 Personen, welche gestern verhaftet waren zu 10- btS 30tägtgen Gefängnißstrafen. Sötatfeille, 6. Novbr. Rochefort, der aus Mailand zurückkam, theilte mit, daß Garibaldis Gesun dhiitezpstand ein sehr bedenkl'chrr sei. England. London, 6. Novbr. „Slcmsarb" erfährt, das Canal-Geschwader unter Admiral Hood sei beordert, am Dienstag nach btr Irischen Küste abzusegeln. Die irische Landliga erließ einen Aufruf zu Geldbeiträgen zur Bildung emeS Vertheioigungsfonds. Türkei. Philippopel, 6. Novbr. Das Urtheil gegen die Mörder der Frau Skobeleff »st veröffentlicht: zwei Montenegriner sind zum Tode, ein Macedo- nier ist zu zwölfjähriger Zwangsarbeit, der Bruder des Uzaffs als M'.tschul« diger und Hehler zu 16jähriger G-fäng.^ßstrase verurthrilt. Telegraphische Depeschen. Wagner'S teiegr. Eorrespondenz-Bureau. Frankfurt a. M., 7. Noobr. Die heute Morgen hier abgehaltene sehr zahlreich besuchte V-rsammlung von Vertrauensmännern der hessischen Fortschrittspartei aus allen Thecken des Landes beschloß nach längerer Debatte mit allen gegen 2 Stimmen folgende Erklärung: Die hessische Fortschritts- Partei seit ihrer Gründung die Vereinigung der national und l beral gesinnten Männer Hessens, findet in den jüngsten Parteibewequngen und der darin ausgedrückten Verschiedenheit der Anschaunaen keine V-wanlastang von Trennung, sie erkennt vielmehr darin, da diese verschiedenen Anschauungen in der hessischen Fortschrittspartei nach ihrer Organisation und ihrer seitherigen Entwickelung sehr wohl neben einander zur Geltung kommen können, Angesichts der Gefahren. welche der nationalen Einheit wie der freiheitlichen Entwickelung vo i verschiedenen , namentlich von ultramontaner und reactionäcer Sette drohen, die ernste Aufforderung zu einmüthtgem Zusammengehen der national und liberal gesinnten Männer Heffens. London, 7. November. Vom Cap wird gemeldet: Montaga, welches der Basuto-Häuptling Moletsane befestigt nnb besetzt hatte, würbe am 31. October gestürmt. Während des Sturmes griffen 5000 Basutos das Detachement der Eolonial-T'uppen, welches das Dorf Therothovi besetzt hatte, an und zwangen daffelbe, zurückzugehen. Die Tembus sind in vollem Aufruhr. Nach den Hauptpunkten wurden Verstärkungen gesandt. Paris, 7. November. Die E nschließung der Prämonstcatenser bei Tarascon dauert fort. Dieselben haben Protest erhoben. Der Uuterpräsekt erklärte, die Regierung wolle keine gewaltsame Ö ffnung des Klosters, werde aber die E nschließung, wenn nöthig, einen Mo mt aufrechtbalten. D^e Prä- monstraienser entfernten alle nicht in's Ordenshaus gehörigen Personen, die nur unnütze Weise den Proviant, womit sie auf lange Zeit verseh-n zu sein scheinen, rnitverzehren würden. — Die Trappisten in Tarnte (Savoyen) hatten alle Eingänge ihres Klosters fest verbarrikadirt und brauchte die Polizei drei Stunden, um einzudringen. — Dufaure gab als Vorsitzender des Comit6z für juristische Competenz-Fcagen im Auswärtigen Amte seine Fntlaffung; an seine Stelle tritt Bertrauld, General-Procurator am Caffationshofe. — Eine zahlreiche Versammlung im Circus Fernando nahm einstimmig eine Resolution auf Abschaffung des Caltusbudgets und Trennung der Kirche vom Staate an. Besancon, 7. Novbr. Der akademische Rath des Doubs Departements erkannte gegen den Schaldirector Montroland, welcher ausgewiesene Jesuiten behielt, auf Schließung seiner Schule auf zwei Monate. Dem Vernehmen nach legte der Schuldirector Berufung bei dem Oberaufstchts. rath ein. Washington, 7. November. Präsident Hayes ist hierher zurück- gekehrt. Paris, 8. Novbr. Die „Agence Havas" meldet aus Ragusa: Die Albanesen erklären jetzt, sie würden Dulctgno um keinen Preis an Montenegro , wohl aber an Oesterreich übergeben. Lokales. Gießen, 8. November. Stets bestrebt, dem Publikum etwas Neues und Angenehmes zu bieten, arrangirte Herr W i l b. W e n z e l in seinem Saalbau einen Winter - Palmeu- gavten. Die Eröffnung desselben fand gestern unter zahlreicher Bethciliqung des Publikums statt. Wir verachten vorläufig darauf (weil das Arrangement noch nicht vollständig ist), eine ein gebende Beschreibung zu liefern; das bis jetzt Gebotene verspricht jedoch etwas qanz Brillantes zu werden. Wir wollen nur hoffen und wünschen, daß der Wintergarten Anklang bet dem Publikum finden und es dadurch dem Wirthe ermöglicht wird, stets Neues und Schönes zu bieten Wie uns mitgetheilt worden, betrugen die ÄuSflattungSkosten eine anständige Summe. Gewiß eine Ausgabe, welche verdient, daß der Wintergarten reckt oft besucht werden möge. — Im prachtvoll geschmückten großen L e i b'schen Saale feierte gestern Abend unter saft zu zablreicher Betbeiligung von Gästen der Gesangverein „Liederkranz" sein 43jähriges Stiftungsftft. Ein reickhaltiges und sehr gewähltes Programm, in welckem Ehorlieder, Quartett uno komische Vorträge eine schöne Abwechselung boten, machten den Aufenthalt recht angenebm und amüsant. Namentlich erregte die Quadrille, sowie „Die drei Schusterjungen" den lebhaftesten Beifall der Zuhörer. Wir wünschen dem Verein, welcher unter Leitung des anerkannt tüchtigen Dirigenten Herrn Kaufmann steht, noch lange Jahre des blühenden Gedeihens und Wohlergehens. Gießen, 8. November Soeben l l i/z Uhr Vormittags wird großer Brand in Lang- Göns gemeldet. Unsere freiwilligen Feuerwehren sind sofort nach dort abgerückt. — Bei dem gestern in Frankfurt a. M. im Hotel Drexel abgebaltenen Feuerwehrtag des Hessischen Landesverbandes kam Nachfolgendes zur Verhandlung: Aus dem Bericht über die seitherige Tbätigkeit ist hervorzuheben, daß pro 1878/79 durch die BrandversicherungS- Eommission nachfolgende Gelder verwilligt wurden: Für verunglückte Feuerwehrleute 2140 Jt, zur Förderung des Feuerlöschwesens 19,160 (davon erhielten im Kreise Gießen Allen- dorf a. d. Lda. 500 Jt, Heuchelheim 1000 J£)- Dem Landcsausschuß deS hessischen Feuerwehrverbandes wurden 500 JL bewilligt, weitere 5000 JL bleiben als Reservefonv zur Unter, stützung verunglückter Feuerwehrleute. Außerdem wurde beschloffen. Großh. Ministerium den Antrag zu unterbreiten, die hessische Feuerlösckordnung von 1857 einer gründlichen Revision nach braunschweigischem Muster zu unterwerfen. — Der Landes - Ausschuß soll von jetzt ab aus 6 Mitgliedern (für jede Provinz 2) und einem Abgeordneten derjenigen Feuerwehr, welche die Abhaltung des jeweiligen Feuerwehrtagcs übernommen hat, bestehen. Der Antrag der Feuerwehren von Worms, bei Großherzoglichem Ministerium zu beantragen, Unterricktskurse zur Ausbildung tüchtiger Feuerwebr-Jnstructoren nach dem Muster anderer Staaten ins Leben zu rufen, wurde, weil das hierzu benöthigte Material (zusammengestellt von Bender-Worms) ein ca. 100 Seiten starkes Aktenstück war, dem Landes-Ausschuß überwiesen, welcher demnächst das Weitere zu veranlaffen hat. Das gleiche geschah mit Dem von der freite. Feuerwehr zu Lollar gestellten Anträge, Großh. Ministerum wolle den Bürger meiftereien aufgeben, Diejenigen Mannschaften, welche gesetzlich zum Löschdienst verpflichtet sind, mindestens jährlich 2 Mal zu den Uebungen der freite. Feuerwehren heranzuztehen. Weiter SDill-".' tt»«1"*. »di *<«' i b.t, B° 61 lato Ni« I. Jus dn « II. n n NI. n « DaS Gmnbttg der Kauf ihre Gebote J sörsterei oder die Eröffnung Grü Beim 7214) Die! Lollar, mit wd leiten verbunden, ab im Wege de verpachtet werbet Die beMichi unserem Teere können auch dühren ai. 50, ReslcctMen ein kurzer Leber Atteste und ein polizeibchörde l schr,st„Aerpach ration Lollar" r vember er. hie Tage, Dormit öffnung im Be werber ftattfinb Cassel, den 2! Königliches W An 7179) Au mitoalt Metz ^iajt V. D( twer der mir &6«rtn: Kath, Konrad und D dikjeuigm, Del Nachlaß der dc Emili aus Ober-W ßffordert folch Mittwoch r Dorr ptenb ju m, jwuift autof kl” M legi! ““gefolgt ttet «Mch pn ^'Nachlaß Online bei l Hfllttn ®t.« K ist hieckr zurück i DouM Drvnte. I Ld)tt MS^lviesrnk i Aoiate. Dem i ?tm ObrraHG> welches 31. Octo. DüLcheinent l bitte, an 1 Aufruhr. Nch as Ragch ' Die PrriS an Montk« imon|tüatea|er bei Der Uiilerpräsekt 8 Slostrrs, aerbe »alten. D< Prä- lcn Personrn, die it verseh >n zu sein (Sioonen) hatten !e die Polizei drei ider des Eomilöz Sntlafjuag; an m^ofe. nahm einstimmig I mrung der Arche I u *h9 ^’lt’ne «, “ Wchm wsm. hL (tl yrtnnlm ab C« d°n« au«. 1 ” d-r h-,sisch^ bet ttfeftt.ig gOl oet> Mm, di! ””1 unt /t6ent SC“ jeuH und 8nfltnt6mtl Winter-PaiE nl(ounq befi W4flä M-ndiz G et®a« qMjWta* ,an(n «nklan? btt» Sad und LL°M rtne anständig Sumst Mr werden ni°z'- ,t, „,n- . ' - fein 43]«^ ;*I4« 5b»’1»1*; s'Ä MS- sa,n! »«7'L° ?<««- frisch ein in Kartons u. Flaschen bei ?322) C» Sehwaab in Gießen. Brennholz Bau- u. Nutzholz. Knüppel Scheiter. Stämme. Nadel Aspen Buchen Aspen Buchen Rm Rm Rm I. Aus der Oberförsterei Hainbach . . 300 140 600 Das Holz lagert 3 —10 Kilometer von den Stationen Ei)ringshausen, Nieder-Gemünden, Mücke und (7328 Homberg - • Nieder-Ohmen 1000 1626 300 Montag den 20. Dezember, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Schreiner Hermann Werner dahier, als: Flur. Nr. Mtr. 27 77,34/ioq 483 Hoftaithe am kleinen Steinweg meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. November 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 7320) Müller. Grünberg der Öberhkssischen Eisenbahnen. Kausliebbaber wollen sich wegen Besichtigung des Holzes rc. an die betreffenden Obersörstereicn wenden und ihre Gebote pro Fm resp. pro Rm verschlossen franco entweder bis zum 28. d. M. bei der unterzeichneten Ober- sörsterei oder im Termin am 29. d. M. im Gasthause zum wilden Mann dahier etnreichen, woselbst Morgens 10 Uhr die Eröffnung der Gebote in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgen soll. Grünberg, den 4. November 1880. Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Ohmen. Schober. Handel und Verkehr. Frankfurt, 6. November. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität der Etr. X 3.00—4.25, Stroh X 2.50—3.00. Butter da« Pfd. tm Großen 1. Qual. X 0.95—00, 2. Qual. X 0.80—85, im Detail das Pfd. X 1.25—36, 2. Qual. X 1.15-20. Eier daS Hundert X 6—8. Ochsenfleffch per Pfund 60—70 Kuh-, Rind und Farrenfleisch 45—60 H, Kalbfleisch 50—70 Hammelfleisch 35—65 Schweinefleisch 76—80 ein Hahn X 0.80—1.30, ein Huhn 90—1.20, eine Ente X 3.50—4.00, eine Taube 50—00 H, Gans X 5.00—8.00, Hasm das Stück X 3.00—4.00, Feldhuhn X 1.00—1.50, Rehbock das Pfd. 75—80 H, Kapaunen X 0-0.00, Wälscher Hahn X 5—6. Kartoffeln 100 Ko. X 4.00—5.50, Kohlrabi 7—9 H, Blumenkohl 1 St. 15—50 j,, Wirsing 15—20 H, Gelberüben 1 Bund 0—0 Zwiebeln 1 Bund 0 H. Sellerie daS Stück 0—00 Meerrettig 1 Stück 00—00, Spargel das Pfund 00—00 3), Romain-Salat 00 -00 Endivien 10—0 Rothkraut 15—20 Weißkraut 15—20 Artischoken 50^, Erbsen das Pfd. 00^. Vermischtes Dillenburg, 1. Novbr. Ueber einen im höchsten Maße betrübenden Vorfall haben wir heute zu berichten. Gestern Abend befand sich der hiesige Executor Pf. in dem Laden des Kaufmanns Schn, dahier, um sich für eine Pistole, welche er mitgcbracht halte, paffende Patronen zu kaufen Die Pistole lag auf der Ladenthekc und der im Laden mit anwesende Photograph H., welcher sich Cigarren gekauft hatte, nahm dieselbe in die Hand, kvabrschetnlich um sie näher zu betrachten. Kaum aufgehoben, ging die Schußwaffe los und der Schuß dem gegen< überstehenden Executor in die Brust. Sowohl der Getroffene, wie der harmlose Thäter sanken beide ohnmächtig zurück. Das Mitleid für beide Betheiligte ist bier allgemein, um so mehr alS der brave Beamte so schwer getroffen sein soll, daß sein Aufkommen zweifelhaft er- II. III. JieikgeVolenes. Einige runde Haustöcke, sowie eine Parthie Hackbretter sind billig abzugeben, auch können zusammengesetzte Haustöcke auf Verlangen geliefert werden durch Jung IV., Klein-Linden. scheint. Bis jetzt ist es den Aerzten noch nicht gelungen, die Kugel in der Wunde tzes Be- dauernSwerthen zu finden. Pf- ist verheirathet und Vater mehrerer Kinder. (Z. f. d. D.) Fm 100 w„rde beschloßen, die Berichte über die Verhandlungen von jetzt ab den Corps gedruckt zu übersenden. Betreffs der Einführung eines Normalgewmdcs wurde das Carl Metz'sche acceptirt, und der Antrag in Betreff der Einführung eines möglichst gleichmäßigen Exercitiums, gleicher Uniformen und Signale, einer Commission (Herren I u st u s, W e i l, S ch e r e r und B e n d e r) überwiesen. Der Antrag auf Verlegung der Abgeordneten-Versammlungen von Frankfurt nach Darmstadt wurde abgelehnt. Rm 600 Verkauf von Bau-,Nutz- ».Brennholz im Forste Grünberg Es sollen im Submisfionsweg verkauft werden: Nadel Rm Bekanntmachung. 7214) Die Bahnhofs-Restauration zu Lollar, mit welcher Wohnungsräumlichkeiten verbunden, soll vom 1. Januar 1881 ab im Wege der Submission anderweit verpachtet werden. Die bezüglichen Bedingungen liegen in unserem Secretariat zur Einsicht auf, können auch gegen portofreie Copial-Ge- bühreu ad. 50 H von uns bezogen werden. Neflcctanten wollen ihre Offerten, denen ein kurzer Lebenslauf, sowie Qualifications- Attefte und ein Leumundszeugmß der Orts Polizeibehörde beizufügen sind, mit der Aufschrift „Verpachtung der Bahnhofs-Restauration Lollar" versiegelt bis zum 20. November er. hierher einsenden, an welchem Tage, Vormittags 10 Uhr, deren Eröffnung im Beisein der erschienenen Bewerber stattsindet. Cassel, den 28. Oktober 1880. Königliches Eisenbahn-Betriebsamt (Main-Weser-Bahn). Krug. Aufgebot. 7179) Auf Antrag des Rechtsanwalt Metz Namens des Heinrich Kraft V. von Alienhain als Vertreter der minderjährigen Kinder des Letzeren: Katharine, Helene, Elisabeths, Konrad und Marie Kraft werden alle diejenigen, welche Erbansprüche an den Nachlaß der dahier verstorbnen ledigen Emilie Werner aus Ober-Widdershetm haben, auf- oefordert solche im Termin Mittwoch den 8. Decbr. l.J., Vormittags 8 Uhr, geltend zu machen, widrigenfalls sie hiermit ausgeschlossen und der Nachlaß den sich legttimtrt habenden Erben ausgefolgt werden würde. Zugleich sind Forderungen an den rubc. Nachlaß bis zum vorgesetzten Termine bei dem als Maffecuratur bestellten Gr. Bürgermeister Bender dahier anzumelden und zu begründen bei Meldung der Nichtberücksichtigi ng. Hungen, den 14. Oktober 1880. Großhrrzogl. Amtsgericht Hungen. Krauß. ___________________Steller. 7262) Ein Mädchen für den Nachmittag von jetzt bis Neujahr gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 7321) Der unterzeichnete Schulvorstand ersucht die hiesigen Aeltern taubstummer Kinder in schulpflichtigem Alter, ihm, behufs Aufnahme derselben in die Taubstummenanstalt mit Beginn des nächsten Schuljahres, baldige Mit- theilung über dieselben zugehen zu lasten. Für den Schulvorstand Gießen: V i g e l i u s, Director. RaMümm i A Fangmann (88L9 Gebratene dto. (7252 J. Heiter. Neue türk. Zwetschen, ttal. Brünelleri, getr. Süßbirnen in schöner Waare empfiehlt Laubsägenholz in Ahorn, Mahagoni und Nußbaum, empfiehlt in aroßer Auswahl (6749 Wilhelm Seibert, Marktstraße. '86 A -Mu-WM MJtOAl W/2 Uhr. Entree 35 Pfg. ... ................ Bier im Grlas. »» <*e*cb äfls- Eröffn tmg. ’■ 7335) Dem verehrten Publikum, Freunden und Bekannten zur Nachricht, i baß ich Bahnhofstraße Nr. 131 ein Cabinet zum Rastreu, Haarfchneiden und Fristren errichtet habe und bitte bei guter und freundlicher Bedienung um recht zahlreichen Besuch. Das Ansertigen von Zöpfen wird schnell und pünktlich besorgt. Achtungsvoll i____________________ B. Melier. Mchäsk-sterlegung. Von heute an befindet fich mein Geschäftslocal in dem von mir neu erbauten Hause auf der Mäusburg. Gießen, den 4. November 1880. 7234) */• Mobs» ___________Seifensieder. Ich beehre mich hiermit anzuzeigen, dass ich am hiesigen Platze unter der Firma Albert Kaufmann ein Bank- und Wechselgeschäft errichtet habe. Ich empfehle mich zum An- und Verkauf von Werthpapieren, Wechseln und Geldsorten, sowie zur kostenfreien Einlösung von Coupons und zur Rückzahlung gekündigter Werthpapiere. Auskunft ertheile ich bereitwilligst. (7292 Hochachtungsvoll Albert Kaufmann. Giessen, den 8. November 1880. ____________Bureau: im Lotz’schen Hause, Kirchenplatz. 7331) Sonntag Morgen 9 Uhr verschied nach langem ■ | Leiden mein innigstgeliebter Sohn Carl • im Älter von ■ | 13V2 Jahr. Um stilles Beileid bittet Johanna Röhner Ww., geb. B e r g a u e r. I Beerdigung : Dienstag Mittag 3 Uhr vom Trauerhause, I ■ Wagengasse. $ E d Die soeben erschienene Nr. 5 enthält: Severa. Eine Familiengeschichte von E. Härtner. (Forts.) — Wilhelmshafen. Von Neinhold Werner. Mit Originalzeichnung dom v. Schlicht. — Die Entdeckung von Ueberresten der Franklin- Expedition. Von R- Andree. Mit Portrat Sir John Franklins und einem Ueber- sichtskärtchen. — Hausgenossen. Eine lustige Geschichte von Hans Arnold. (Forts.) — Italienisches Mädchen. Nach einem Gemälde von Gustav Richter. — Am Familientische: Zu Gustav Richters Italienischem Mädchen. — Der Niedergang der Türken. — Gesundheitsrath. Mit einer illustrirten Beilage: 2ßett= rennen von Droschken I. Klasse in Weißensee. 7329) Ein Kneiflorgnette ist auf dem Wege über die Neue Anlage nach dem Friedhöfe zu verloren gegangen. Gegen eine Belohnung abzugeben Wolkengasse im v. Löhr'schen Hause, 1 Treppe.__ 7327) Die Beleidigung gegen Flurschütz K. Kltngelmeier nehme ich zurück. I. Amend. 7291) Em junger Mann, Manufac- turist, der doppelten und einfachen Buchführung mächtig, sucht, gest. a. gute Referenzen, per 1. Januar 1881 Stellung als Eomptoirist Gest. Off. bef. die Erped. d. Bl. sub E. Z. 716. 7295) Eine geschickte selbstständige Köchin zu sofortigem Eintritte gesucht von Frau Professor LtSzt. Zu sprechen von 9—11 B, 7302) Ein braver Junge, welcher alsbald eintreten kann, gesucht im Darmstädter HauS. von ausyekämmtem Haar werden für 1M. gemacht Für gute, dauerhafte Arbeit wird garantirt. Val. Reuter, 6012) Friseur, Gießen. 7016) Lumpen, alteS Eisen, Zinn, Kupfer, Messing, Flasche» und Zet tungSpapier rc. werden angekauft Louis Rothenberger, Neuenweg 193 Geld - Cours. 20-Francs-Stücke. . - do. in Vs • Englische Souoereigns . Russische Imperiales . Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . S}, 16 12-16 16 11-15 20 28-32 16 69-74 16 65 9 58-63 4 21—24 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'fchen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Betri Wir e Die & len MonatS - G ieß^ Darm? bn 1878, die Ge^VuckilM In bei Höhe Beiträge zunä nähme on den zur Förderung ren und Gern Innern vtttveli Jahre von dem brr gutachtliche aus der pro li den Anträgen d 1 Zur 1 nähme denen II. Zur K Gtmeir Dm Landes * Der Freiwil n n * n » ii " n Der greltoil Dn gteiwil Dm Sprtz iaufei Dm Sm Rohn D«r ®mt(| ff ,, D» greimii Der Frelwj, Sreftoin, ®'me(nb M II U n n n u ii n