Mr. 181. Mittwoch den 9. Zum 1880, Kichener Htnzeiger A«M- Mil AMlatt fit iten Kreis Gießen. WOMitowtlnmatu 1 S(buIflta6e B 18 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». GkZ^ottionAvnreOO r / ' p ' ____ Prei» viertekjährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Der neue Zolltarif. Es ist nun bald ein Jahr her, daß der neue Zolltarif im Reichstage zum Abschluß gebracht wurde. Wir haben uns dieser „Reform", wie sie sich unter der stetS wachsenden Begehrlichkeit der Sonderinteresien gestaltete, nach Möglichkeit widersetzt; nachdem sie dann einmal zum Gesetz erhoben war, sind wir der Ansicht gewesen, daß man ihr Zeit zu einer „ehrlichen Probe" lasien müße. An dieser Ansicht halten wir auch heute noch fest. Aber gerade weil es sich um eine „Probe" handelt, wird man die Entwickelung des neuen Systems unausgesetzt beobachten und sich in angemessenen Zwischenräumen über die Gesammtwirkung desielben Rechenschaft geben muffen. Zu leugnen ist nicht, daß unmittelbar nach Einführung des neuen Tarifs von sreihändle- rischen Organen vielfach ein gar zu großer Eifer im Aufzetgen nachtheiliger Folgen bethätigt worden ist. Nur allzuost laufen derartige Erörterungen auf Haarspaltereien hinaus, welche zum mindesten Niemanden überzeugen. Aber wenn wir uns heute an die Verheißungen erinnern, von welchen der Reichstagssaal in den Juniwochen des vorigen Jahres Tag für Tag wiederhallte, da drängt sich, meinen wir, einem jeden unbefangenen Beurtheiler eine Wahrnehmung auf, welche die überzeugende Kraft in sich selbst trägt, die Wahrnehmung nämlich, daß jene Verheißungen, soweit sie wenigstens ein allgemeines Wiederausblühen unserer Volkswirthschaft betrafen, bis jetzt nicht in Ersüllung gegangen sind. Wäre das Wiederausblühen wirklich eingetreten, so würde das freilich, wie auch ein conservativer Abgeordneter im Reichstage sehr treffend vorhersagte, für das neue Schutzzollsystem noch gar nichts bewiesen haben. Gerade die Freihändler sind ja stets der Ueberzeugung gewesen, daß unsere Volkswirthschaft sich von dem Krankheitszustande, der nach den Ausschreitungen der ersten siebziger Jahre über sie gekommen, naturgemäß wieder erholen wird; sie haben nur behauptet, daß Hetlungsversuche, wie der in der vorjährigen „Zollreform" gemachte, den Gesundungsproceß ehet stören als fördern würden. Und was wir bis jetzt sehen, ist schwerlich geeignet, diese Behauptung zu entkräften. Der momentane Aufschwung, dessen sich die Eisenbranche in Folge bekannter Einwirkungen von Außen in den ersten Monaten dieses Jahres zu ersreuen hatte, ist von den Schutzzöllnern selbst nicht für das neue System in Anspruch genommen worden. Nichtsdestoweniger wollen wir nicht in Abrede stellen, daß der neue Zoll wie in der Eisenbranche, so auch in anderen Gewerbs- zwetgen manchem Unternehmer Vortheil gebracht hat. Aber wo bleibt das allgemeine Wiederausblühen? In schutzzöllnerijchen und ähnlichen Blättern lesen wir noch immer dieselbe Versicherung, mit der man vor Jahresfrist alle Einwendungen niederzuschlagen meinte: die Nation hat Vertrauen zu der neuen Wtrthschastspolitik. Nun, die kolossalen Auswanderungsziffern, welche die osficielle Reichsstattstik soeben bekannt gibt, liefern eine eigenthürnliche Illustration zu dieser Versicherung, — eine Illustration freilich, die nicht überraschen kann. Daß durch die vorjährige „Reform" die Bestreitung der Lebensbedürfnisse gerade den unteren Klaffen vertheuert worden ist, wird Niemand mehr zu bestreiten wagen; von einer entsprechenden allgemeinen Erhöhung des Arbeitslohnes aber ist bis jetzt nichts bekannt geworden. Kein Wunder also, wenn Derjenige, der von der Hand in den Mund zu leben gezwungen ist, das Vertrauen, das er vor Jahresfrist vielleicht besessen, inzwischen verloren hat. Ungesunde Coursbewegungen an der Börse oder gar das Wiederauftauchen des Herrn Strouöberg werden ihn schwerlich anderen Sinnes machen können. Hat sich aber auf der einen Seite von den Verheißungen bis jetzt wenig oder nichts erfüllt, so ist auf der anderen Seite in schutzzöllnertschen Kreifen ein höchst interessanter Umschwung der Anschauung eingetreten. Im vorigen Jahre that man, als sei der Export unserer Fabrikate von ganz untergeordnetem Interesse; Herr v. Varnbüler bekämpste aufs Heftigste die Politik der Handelsverträge; die Consequenz seiner Theorie würde die vollständige Abschließung gegen das Ausland sein. Dagegen läßt die Retchsregierung ihre schutzzöllnerische Egeria jetzt nachträglich in diesem Punkte höchst unzweideutig desavoutren; und wie man in schutzzöllnerischen Kreisen denkt, zeigt eine dieser Tage durch die Blätter gegangene Beschwerde über die neuen russischen Eisenzölle. Allerdings, die Regierung hat stets behauptet, daß von dem Boden des neuen Zolltarifs aus sich um so leichter vortheilhafte Handelsverträge würden schließen lassen. Die in den Verhandlungen mit Oesterreich gemachten Erfahrungen scheinen uns aber das Gegentheil zu beweisen. Und was jene Beschwerde der Eisenindustrie anlangt, so macht es einen gar seltsamen Eindruck, wenn die Gefolgschaft des Herrn v. Varnbüler sich über die „chinesische Mauer" anderer Staaten entrüstet und der deutschen Regierung zumuthet, Rußland zu freihändlertschen Concessionen zu zwingen, während man daheim die Abschließung gegen das Ausland predigt. Um aber die Komik des Ganzen noch unwiderstehlicher zu machen, trtumphtrt die „Nordd. Allg. Ztg." darüber, daß auch Australien, welches wir durch Beschickung seiner Ausstellungen soeben unserem Export mehr zu erschließen trachten, das Prtnctp der möglichsten Ab- schließung gegen das Ausland als das Richtige erkannt hat! Man wird zugeben, daß sich unsere neue Handelspolitik zum Mindesten noch in einem recht trüben Gährungszustande befindet.(Hess. Mrgztg.) Deutschland. m. Darmstadt, 7. Juni. Der von der ersten Kammer der Stände zur Vorberathung deS Gesetzentwürfe-, die allgemeine Bauordnung betreffend, gewählte besondere Ausschuß hielt heute Vormittag 11 Uhr unter dem Vorsitze Sr. Durchl. des Fürsten zu Dsenburg-Birstein eine Sitzung ab. Berlin, 5. Juni. Wie aus der „Deutschen Tabaks-Zeitung" zu ersehen ist, hatten sich die deutschen Tabakssabrikanten und Tabakshändler durch ihren Vorstand an das Statistische Amt des Reiches mit der Bitte gewandt, so schnell wie möglich die diesem über den Umfang des Tabaksbaues in den einzelnen Gegenden Deutschlands und die Aussichten der Tabaks-Ernte zugehenden Nachrichten dem das Gesuch stellenden Vorstände zur Veröffentlichung mitzutheilen. Dabet hat sich denn ergeben, daß das genannte Reichs- amt die gewünschten Nachrichten erst spät erhält, die Zusammenstellung erst nach der Ernte würde erfolgen können und Nachrichten über Ernte-Aussichten demselben überhaupt nicht zugehen. Berlin, 6. Juni. Alle Geschäfte einer Actiengesellschaft sind, nach einem Erkenntniß des Reichsgerichts, 5. Senats, vom 20. März d. Js. als Handelsgeschäfte anzusehen und bedürsen einer schriftlichen Form, so weit sie überhaupt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs zu solchen gerechnet werden können (also insbesondere bewegliche Sachen betreffen), ohne daß etwas darauf ankommt, ob der Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ein Handelsgewerbe bildet oder nicht. - c m , Potsdam, 3. Juni. Die osficielle Verlobung des Pnnzen Wilhelm mit der Prinzessin Augusta Victoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg- Augustenburg fand heute auf Schloß Babelsberg start. Die Mitglieder der königlichen Familie und aus deutschen souveränen Häusern, sowie die übrigen Gäste, unter ihnen der Reichskanzler und die Frau Fürstin v. Bismarck, waren im Gesellschafts-Salon und im Runden Tanzsaal versammelt. Hier kündigte der Minister des königlichen Hauses, Staatsminister Graf v. Schleinitz, der Versammlung an, daß er von dem Kaiser beaustragt sei, derselben die so eben erfolgte Verlobung des Prinzen Wilhelm mit der Prinzessin Augusta Victoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augupenburg anzuzetgen. Daraus führte der Kaiser die Hobe Braut am Arme in den Saal, um sie den höchsten Ver- tretern des Staates und des Hofes vorzustellen. Den Platz an der Tafel hatten die Verlobten zwischen dem Kaiser und der Kronprinzessin, der Kronprinz saß dem Brautpaare gegenüber. Die Herzogin von Schleswig-Holstetn- Sondrrburg-Augustenburg war nur bet dem Verlobungs-Acte zugegen. Während der Tafel trank der Kaiser auf das Wohl des Brautpaares und der hohen Eltern. Kanonenschüsse begleiteten diesen Toast, das frohe Familienfest verkündend. . _ „ Kassel, 5. Juni. Die Ausführungs-Bestimmungen zu dem am 1. Juli in Kraft tretenden Feld- und Forstpolizeigesetz sind so wett fertig gestellt, daß sie in allernächster Zett zur Publicatton gelangen können. Dieselben werden im Ministerialblatt mit erläuternden Bemerkungen publtcirt werden. Aus Köln wird geschrieben: „Das neue Waldschutzgesetz beginnt bereits zu wirken: ter Tourist darf in unserer Umgegend ohne besondere Erlaubntß den Weg nicht mehr verlassen und den Wald nicht betreten; die dürftigen Bauersleute können nicht wie früher dürres Holz auflesen und Vtehstreu holen, und den Kindern wird es verwehrt, Preißel-, Erd- und Heidelbeeren einzusammeln, aus deren Erlös mancher Groschen erzielt wurde. Das versöhnt den armen Mann wenig." Wir sind auf die Ausführungs-Bestimmungen gespannt, nicht minder auf oie Ausführung selbst. Von zuständiger Seite wird allerdings die Behauptung aufgestellt, daß das neue Gesetz vom Publikum überhaupt nicht zu spüren sein werde. Das Publikum selbst verhält sich mißtrauisch gegen solche Verheißungen und vermag nicht einzusehen, weshalb alsdann die rigorosen Bestimmungen in dem Gesetz Ausnahme gesunden haben. Wenn auch im Anfänge Beeinträchtigungen am Waldgenuß nicht stattfinden werden, so ist man doch besorgt, daß eine allmälige Gewöhnung an die neuen Bestimmungen von den Verwaltungsbehörden in's Auge gefaßt wird.__ Telegraphische Depeschen. W«g«er's telegr. E-rresp«n»eirz ■ Bmea«. Berlin, 7. Juni. Am Beginn der heutigen Sitzung der Kircheng^etz- Sommission des Abgeordnetenhauses erklärte der Cultusminister der „Germania" zufolge: Seine Erklärungen in der Commission seien, abgesehen von denjenigen über Art. 4, nicht absolut zu fassen. Da die Stellung der Commission sich nicht absehen lasse, noch weniger diejenige des Plenums, so muffe er vor der zweiten Lesung sich bescheiden, die Commissionsbeschluffe vorläufig ad referendum zu nehmen. Jrn Fortgänge der Sitzung der Kirchengesetz-Commission erklärte der Cultusminister auf eine Anfrage Wtndthorfl's, daß die Depesche Nina S vom 23. März, in welcher die Curie die in dem päpstlichen Briefe an den früheren Erzbischof von Köln gemachten Concesflonen tnterpretirle, früher erlassen wor- den ist, als die Curie den Staalsministertal-Beschluß vom 17. März kannte. — Schließlich wurden alle Amendements zu Art. 9 der Vorlage mit großer Majorität abgelehnt, ebenso Art. 9 der Regierungsvorlage selbst gegen die 5 Stimmen der Conservattven. _ , Petersburg, 7. Juni. Heute erfolgte die feierliche Uebersuhrung der Leiche der Kaiserin nach der Peter-Panls-Kathedrale. Der Zug bewegte sich die Newa entlang. Der Kaiser folgte unmittelbar hinter dem Leichen- tragen zu Pferds. Ihm schlossen sich sämmlliche Mitglieder der kaiserlichen Familie, sowie die höchsten Hof- und Staatswürdenträger an. An den Eingängen zum Platz vor dem Palais tvann trotz heftigen Regens bereits am Morgen große Menschenmaffen versammelt. Mittags hellte sich das Wetter auf. Mainz, 7. Juni, lieber den bereits gemeldeten Eisenbahn-Unfall wird aus guter Quelle noch umgetheilt: Der Extra-Vergnügungszug der Gesellschaft „Moguntta" stieß gestern Abend gegen 10 Uhr in Station Lampertheim mit dem fahrplanmäßigen Zuge Nr. 168 (welcher Abends 8 Uhr 3 Min. von Sachsenhausen abfährt) zusammen. Von dem Zugpersonal wurde Niemand, von den Pastagieren mehrere, meist leicht, beschädigt. Verursacht wurde der Unfall durch Uebersahren des Haltesignals durch den Vergnügungszug. München, 7. Juni. Das hiesige Oberlandesgericht hat die Revt- fionsbeschwerde der Würzburger Staatsanwaltschaft in dem bekannten Würzburger Amsel-Proceß als unbegründet zurückgewiesen. London, 7. Juni, Abends. Oberhaus. Lordgeheimsiegel-Bewahrer Argyll erklärt auf eine Anfrage Stanley's: Unter den obwaltenden Verhält- niffen sei die Aufhebung des englischen Postamtes in Konstantinopel unthunlich. — Granville theilt in Folge mehrerer Anfragen mit: Außer 61,000 Pf. St. für den letzten Februar-Coupon der garantirten Anleihen habe die Pforte die Auslagen für Zinsen entrichtet. Er könne jetzt nicht sagen, welche Politik zweckmäßig sei, um die pünktliche Zahlung der fälligen Beträge der Anleihen Seitens der Pforte zu sichern. — Unterhaus. Die Regierung kündigt an, sie werde die Abschaffung der Prügelstrafe bei Armee und Marine in nächster Session beantragen. — Bet der Specialdebatte erklärte Admiralitäts- Secretär Lesevre: Die Regierung habe den Beginn des Baues zweier neuer Panzerschiffe vertagt und beeile statt desten die Fertigstellung von 2 bereits im Bau begriffenen, des „Ajax" und „Agamemnon", welche nunmehr Ende December 1881, resp. 1. März 1882 fertig sein sollen. — Unterstaatssecretär Dilke theilt auf Befragen Bartlett's mit: Consul Mitchell in Philtppopel habe selbst Urlaub aus Gesundheitsrücksichten gewünscht und erhalten; ein Nachfolger sei nicht ernannt. München, 8. Juni. Der bayerische Gesandte in Berlin, v. Rudhart, ist gestern hier eüigetroffen, sofort nach Schloß Berg beschieden und Abends vom König in Audienz empfangen worden. Rudhart begibt sich mit seiner Gemahlin nächster Tage nach Italien._________________________________________ Lokales. Gießen, 8. Juni. (Spruch liste für das Schwurgericht der Provinz Oberhessen im 2. Quartal 1880.] 1. Beigeordneter Joseph Vetter, Burggrafenrod. 2. Landwirth Georg Ewald IV., Ockstadt. 3. Muller Friedrich Philippi, Büdesheim. 4. Fruchthändler Juda Eulau, Rohrbach. 5. Landwirth Wilhelm Seibel, Ratnrod. 6. Landwirth Gerhard Hörle, Kaichen. 7. Landwirth Konrad Franck, Langenbergheim. 8. Müller Wilhelm Brotzler, Büdingen. -9. Bäcker Wilhelm Kircher, Laubach. 10. Fabrikant Karl Trapp, Friedberg. 11. Müller Karl Geiß, Klein-Felda. 12. Gemeinderechner Konrad Opper, Trais a. d. Lumda. 13. Gemeinderechner Philipp Kammer III., Bellersheim. 14. Fabrikant Otto Zinscr, Schlitz. 15. Schlosser Karl Stohr, Gießen. 16. Bürgermeister Johannes Göbel II., Pfordt. 17. Landwirth Ludwig Balser I., Albach. 18. Kaufmann Ernst Friedrich Häberle, Friedberg. 19. Gastwtrth Heinrich Velten III., Groß-Linden. 20. Landwirth Johannes Faber I., Lang Göns. 21. Fürstlicher Kammerassessor Drehwald, Büdingen. 22. Kaufmann Bernhard Schwarz, Reichelsheim. 23. Johannes Pommer, Kirch-Göns. 24. Wirth Christoph Siegfried, Groß-Duseck. 25. Landwirth Christian Bück, Grünberg. 26 Isaak Flörsheim, Romrod 27. Georg Menz, Eifa. 28. Uhrmacher Theodor Geismar, Gießen. 29. Agent Johann Baptist Spiegel, Gießen. 30. Friedrich Wetz, Münzenberg. Gießen, 8. Juni. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag, den 10. Juni 1880, Nachmittags 4 Uhr, im alten Realschulgebäude : 1. Die Ausloosung der aus der Stadtverordnetm Versammlung ausscheidenden Mitglieder. 2. Die Holznatural-Rechnung für 1879 betr. 3. Ausrückung eines Lehrers in eine höhere Gehaltsclasie. 4. Die Ueberfüllung der zweiten Classe der Stadtknaben-Schule, hier Errichtung einer neuen Lehrerstelle. 5. Versteigerung von Bauplätzen in der Schillerstraße. 6. Die Reparatur des Wehrs bet der Ober-Mühle. 7. Die Aufräumung der Fluthgräben im Neustädter Feld- 8. Gesuch des Philipp Wilhelm um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes. 9. Gesuch des Weißbinbermststers Wilhelm Seipp um Erlaubniß zur thetlwcisen Ueber Wölbung eines städtischen Grabens. 10. Gesuch des Johannes Dern von Watzenborn um Erlaubniß zur Ueberbrückung eines städtischen Grabens. 11. Gesuch des Bäckermeisters Ludwig Kroneberg um pachtweise Ueberlassung eines Lagerplatzes für Holz am Lutherberg. 12. Gesuch des Georg Euler um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen. 13. Gesuch des Schneidermeisters Johannes Becker um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungcn. 14. Gesuch des Schmtedemeisters Emil Mai wegen desgleichen. 15. Gesuch des Fabrikanten Karl Jughardt um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen. 16. Gesuch des Friedrich Rüger wegen desgleichen. 17. Gesuch des Wilhelm Orbig um Erlaubniß zur Erbauung eines Hinterhauses. 18. Gesuch des Daniel Wichard um Erlaubniß zum Erbauen einer Waschküche. 19. Gesuch der Christian Löber I. Wittwe um Erlaubniß zur Erbauung eines Schuppens. 20. Gesuch des Melchior Schäfer um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung und eines Windfangs. 21. Gesuch des Jacob Thomas um Erlaubniß zur Errichtung einer Einfriedigung. 22. Gesuch der Frau Dr. Bruel Wittwe um Erlaubniß zur Erbauung einer Gartenhütte. 23. Gesuch des Johannes Buch um Erlaubniß zur Aufstellung einer Wasterbude. 24 Decretur von Kosten-Rechnungen. Gie ßen, 8. Juni. Heute Morgen wurde ein Frauenzimmer (Dienstmagd), welche bet einer Frau, wo sie nach einer Stelle fragte, 5 Jt gestohlen hatte, verhaftet. Gie ßen, 8. Juni. Am 5. I. Mts. wurde in einem Gesträuche bei der Uniermühle zu Hungen die Leiche eines Schweinehändlers aus Hungen aufgefunden. Die gerichtliche und ärztltche Antersuchung eonstatirtc Selbstmord durch Erschießen.____________ Verwischtes. Mainz, 7. Juni. Seit gestern Abend 11 Uhr ist unsere Stadt in keine geringe Aufregung versetzt. Mit Telegraph langte heute Nacht die Mittheilung hier ein, daß der Vergnügungszug des Vereins „Moguntta" in der Nähe der Station Lampertheim mit einem andern Zuge zusammengestoßen und — wie das Gerücht erzählt — Todte und Verwundete die Strecke bedecken. Der Verein „Moguntta" war an dem Morgen mittelst eines Extrazuges nach Heidelberg gefahren und nachdem sich hier die aus 300 Personen bestehende Gesellschaft auf bas Beste vergnügt hatte, wurve gegen 10 Uhr die Rückreise angetreten. Kaum hatte aber der Zug die Station Lampertheim verlassen, als ein fürchterlicher Stop erfolgte und sämmtliche in dem Zuge befindliche Personen mit ungeheurer Gewalt gegeneinander gestoßen wurden. Die Jnsasien der Wagen drängten nun alle nach den Thüren, um zu sehen, was geschehen war, und alsbald wurde festzestellt, daß der Zug Nr. 170, von Worms kommend, mit dem 23 er- gnügungszug zusammengestoßen sei. Die Aufregung der Paffagiere 'st kaum zu beschreiben; die Damen sanken ohnmächtig auf daß Perron, die Verwundeten riefen um Hülfe, es war bet der herrschenden Dunkelheit ein wahres Bild der vollständigen Rathlosigkeit. Als sich die Aufregung etwas gelegt und die Passagiere sich sämmtlich in dem Wartesaal zusammengefunden hatten, da war man doch insofern erleichtert, daß das Unglück keine Opser gefordert hat. Verwundungen sind sehr viele, doch zum Glück nur drei schwere Verletzungen vorgekommen, Quetschungen, besondeis im Gesicht, waren sehr zahlreich. Schwer verletzt sind: Herr Kaufmann Lippel von hier, demselben wurde die Fußsohle und die Ferse zum Thetl abgerissen, ferner die Frau des Dampfmühlenbesitzers Herrn Schäfer von hier; diese trug einen Bruch des einen Beines davon, währenddem Herrn Mathias Sautter von hier durch eine Fensterscheibe die rechte Seite des Gesichts vom Auge bis zum Kinn vollständig zerrissen wurde. Die beiden in Lampertheim wohnenden Aerzte hatten alle Hände voll zu thun, um den Verletzten beizustehen, doch wurde sehr darüber Klage geführt, daß auf der Station kein Verbandzeug vorhanden war und mußten die Reisenden ihre Taschentücher als Verbandzeug hergeben. Nach 4 VJtünbigem harten kam endlich ein Extrazug von Mainz, welcher die Reisenden aufnahm, nur Herr Sautier und Frau Schäfer mußten, weil sie nicht transportfähig waren, in Lampertheim zurück- bleiben. Um 4 Uhr heute Morgen langten endlich die „Vergnügungszügler" hier ein, von ihren Verwandten, welche in größter Besorgni» waren, auf dem Bahnhof in Empfang genommen. Eine Untersuchung über den Unglücksfall ist bereits eingeleitet. — Dem Magistratsbericht pro 1879 von Berlin entnehmen wir über die dortige Feuerwehr folgende interessante Notizen: Das Corps der Reichshauptstadt besteht gegenwärtig aus dem Direetor. bim Brandinspector, 5 Branbmeistern, 6 Felbwebeln, 49 Oberfeuermännern, 4 Maschinenmeistern, 202 Feuermännern unb bet 513 Köpfe zählcnben Spritzenmannschaft. Für seine Bewegung werden 92 Pferde mit 46 Kutschern gehalten. Die gesammte Mannschaft ist in 5 Compagnien eingekeilt. An Fahrzeugen waren vorhanden 2 Dampfspritzen nebst 2 dazu gehörigen Schlauchwagen, 22 große Handspritzen mit 16 Schlauchwagen, 13 Wasserwagen, 33 zweirädrige Wasserwagen und 4 Utensilienwagen. Allarmirmungen fanden 1635 statt, darunter 28 zu großem, 52 zu Mittel- und 1390 zu kleinem Feuer. An Wasser wurden verbraucht 2,743,213 Liter, im Ganzen war die Feuerwehr über 625 Stunden thätig. Körperliche Verletzungen erlitten 44, darunter nur 6 erhebliche. Verunglückt oder in Lebensgefahr waren 113 Personen, von denen 43 durch die Feuerwehr gerettet wurden. Zieht man die Ausdehnung von Berlin in Betracht, so muß man die Leistungen dieses Corps als mustergültig bezeichnen. Magdeburg, 2. Juni. Ueber das schreckliche Eisenbahnunglück bei Blumenberg gehen der „Magdeb. Ztg." noch folgende nähere Mittheilungen zu: Glücklicherweise war ein Arzt (Ober-Stabsarzt Dr. Schilling aus Halberstadt) im Zuge und ein zweiter (Dr. Boye aus Wanzleben) zufällig in der Nähe des Unfallortes, so daß den Verletzten sofort die nöthige Hilfe gewährt werben konnte; auch folgte dem ersten Hilfszuge mit Betriebsbeamten von Magdeburg bald ein anderer mit mehreren Aerztcn (Sanitätsrath Dr. Hageborn mit zwei Assistenten), unter deren Leitung der Transport der Schwerverwundeten in das Magdeburger Krankenbaus erfolgte. Wunderbarer Weise ist das am meisten exponirie Locomotivpersonal mit leichten 23er lktzungen davongekommen. Wie schon oben erwähnt, ist die Ursache des traurigen Unglücksfalles noch nicht zu ermitteln gewesen. Maschine und Wagen, die sofort durch Sachverständige untersucht wurden, befanden sich im besten Zustande und ebenso war der Zustand des Geleises vor der Unfallstelle, wie unter Zuziehung mehrerer höherer Eisenbahntechniker und in Gegenwart des Herrn Amtsvorstehers Baron v, Kotze constatirt wurde, ein durchaus normaler, was schon daraus hervorgeht, daß das Geleis nachgewiesenermaßen erst im vorigen Herbste sorgfältig revidirt und durch Einziehung zahlreicher neuer Schwellen verbessert war. In der unmittelbaren Nähe der Entgleisungsstelle fanden sich einige auffallende Spurerweiterungen, die ohne Zweifel eine Folge der Stöße der in starke Schwankungen (sog. Schlingern) gerathenen Loco- motive waren; an der Unfallstelle selbst war das nördliche Geleis auf etwa 150 Meter Länge total zerstört, während das südliche Gleis, welches die entgleiste Maschine durchbrochen hatte, nur auf einige Schienenlängen vernichtet war und nach wenigen Stunden wieder fahrbar her- gestellt wurde. Endlich erhält das genannte Blatt noch von seinem Braunschweiger Corre- spondenten folgende Zuschrift: Der fragliche Zug fuhr bald nach 11 Uhr Mittags von Magdeburg ab und hatte eben Blumenberg passirt, als ein furchtbarer Stoß die Passagiere auf das im nächsten Moment erfolgende Unglück vorbereitete. Zunächst sei bemerkt, daß der Zug von — so viel ich weiß — bergisch-märkischem Personal begleitet wurde. Die Maschine leitete ber Lokomotivführer Müller. Hinter derselben ging der Tender, dann folgten Packwagen und 5 Personenwagen, zwischen welch letztere Der Postwagen geschoben war. Der oben erwähnte Stoß nun war dadurch hervorgerufen worden, daß Maschine und Tender vom Geleise ab gesprungen und sich von dem übrigen Train losgerissen hatten. Unglücklicherweise fand diese Trennung des Zuges an einer Stelle statt, an welcher der Bahndamm gegen 15 Fuß aufs geschüttet worden ist. Die Maschine und ber Tenber liefen links ab über das zweite Geleis, zerschnitten dasselbe und stürzten an der andern Seite den Damm hinab. Merkwürdiger Weise setzten die Wagen des Zuges rechts ab und fielen auf der andern Seite der Böschung hinunter. Nur die beiden letzten Wagen blieben auf dem Damme stehen, nachdem die Koppelung zerrissen war. Das Wehgeschrei, welches aus dem Wagen ertönte, war furchtbar. Zunächst waren die gesund gebliebenen Personen vor Schreck vollständig unfähig, den verwundeten Reisegefährten beizuspringen. Schon ein Blick auf die Trümmer Der in der Tiefe liegenden Wagen, welche sich tief in das Erdreich hineingebohrt hatten, ließ die schreckliche Gewißheit vor das Auge treten, daß es grauenhaft in denselben aussehen mußte, zumal der Zug gut besetzt war. Die Wagen waren zum Theil förmlich ineinanocr geschoben. Als man sich erholt hatte unv nun an das Rettungswerk ging, zog man zunächst aus einem Coupe zweiter Classe des vorberen Wagens die Leichen zweier Männer, von denen eine als die eines Kaufmanns aus Breslau recognoscirt.wurde. Die Papiere dieses Herrn und seine Werthsachen wurden in sichere Verwahrung genommen. Die zweite Leiche soll einen fürchterlichen Anblick gewährt haben und im Augenblick nicht haben recognoscirt werden können. Soweit es ging, wurde zunächst den im Zuge befindlichen Damen Hilfe geleistet, von denen einige sehr schwer ver-etzt schienen Im Ganzen mögen, von den beiden Tobten abgesehen, fünfzehn Passagiere erheblich verletzt worben sein. Gräßlich sah ein Postbeamter aus, bem der Kopf gänzlich zerschmettert war; ber Unglückliche soll auch alsbald, wie ich höre, den schweren Verletzungen erlegen sein. Vom Fahr- personal würbe ein Schaffner am Arm, ein anberer an den Beinen und burch eine Brust- quetschung schwer beschädigt. Der Zugführer und ein dritter Schaffner sind heil geblieben, ebenso auch drei braunschweigige Fahrbeamte, welche einen Extrazug nach Magdeburg geführt hatten und den Schnellzug zur Rückfahrt benutzen wollten. Diese drei Herren konnten nun wacker mit Hülfe leisten, um die Passagiere aus den Wagen zu schaffen und die Postsachen zu bergen. Vorn Packmeister habe ich nichts vernommen, auch darüber nicht, wie es möglich war, daß der Locomotivführer gänzlich unbeschädigt blieb; der Heizer Dagegen kam nicht ganz unverletzt davon, doch wird er bald wieder seinen Dienst verrichten können. Locomotivführer und Heizer werden sich wohl durch einen kühnen Sprung von der Maschine gerettet hahen. Frankfurt, 5. Juni. In der vielbesprochenen Sache Sachs u. Com. werden täglich neue Einzelheiten laut, die an das Empörendste grenzen. So erschien dieser Tage auch ein Mann aus Aschaffenburg, um sich mehrere Hundert Mark Zinsen zu holen. Er fand da8 Geschäftslocal verschlossen und war nicht wenig erregt, wie ihm von anderen ßeuten die Mittheilung wurde, daß feine Gläubiger ausgcrisscn seien. Auch er muß sich mit Liquidirung Der Forderung im Concursverfahren begnügen. Hauptsächlich laufen auch die Liquidationen von Forderungen der Betrogenen aus kleinen Orten Württembergs, Badens, Hessens und selbst aus den Reichslanden ein, theils in sehr beträchtlicher Höhe. Uebrigens dürften den bedeutenden Passiven doch einige, wenn auch nur geringe Activen gegenüberstehen, da die Durchgänger die ihnen anvertrauten Papiere theils stückweise, theils in Pausck und Bogen gegen geringe Summen bet hiesigen Bankhäusern versetzt haben sollen. — Leider hat bis jetzt sich die Verhaftung der Brüder Sachs noch nicht bewerkstelligen lassen. — Die Vesuvbahn ist fertig, aber es scheint, daß die beaufsichtigende Behörde noch Ausstellungen zu machen hat, so baß ber Betrieb noch nicht eröffnet ist. Die Führer verwünschen bie Bahn unb hoffen, baß nächstens ein Lavastrom das Ding zerstören werde. Der Vesuv war jüngst wieder in größerer Aufregung, so daß ein Ausbruch erwartet wird. Prof. Palmieri ist indeß anderer Ansicht, der Seismograph ist immer bei Doll- und Neumond unruhiger als gewöhnlich, verräth aber keinen Ausbruch. — Die Königin hat den Vesuv bestiegen. Mainz. 6. Juni. In unserer Nachbarstadt Caste! hat sich gestern Mittag ein bedauerlicher Unglücksfall zugetragen. Ein Beamter der Nassauischen L-taatsbahn befand sich zu dieser Zeit in Caste! und wollte einen nach Wiesbaden fahrenden Zug benutzen, um nach seiner Station zurückzukehren. Der Zug hatte sich bereits m Bewegung gesetzt, als der Beamte, ein schon bejahrter ManN, demselben nacheilte und auf das Laufbrett springen wollte. Der Beamte verfehlte aber sein Ziel und fiel so unglücklich zwischen die Wagen, daß ihm beide Beine abgefahren wurden. Der Schwerverletzte liegt hoffnungslos darnieder. — Der Provinzialtag der Provinz Rheinhessen wird künftigen Samstag den 12. Juni seine diesjährige öffentliche Sitzung in dem Saale der Stadtoerordneten-Versammlung abhalten. Es werden zehn Gegenstände, welche auf der Tagesordnung stehen, zur Berathung kommen. (D. Z.) — Der Pariser „Rappel" erzählt: Auf einem Uebungsmarsche von Romans nach Chatcauneuf d'Jsdre wurde der Lieutenant Ponsard vom 22. Linien-Jnfanterie- Regiment durch einen seiner Leute, einen Corsen Namens Peraldi, erschossen. Lieutenant Ponsard hatte auf dem Marsche die Tornister der Soldaten revidirt, wobei sich herausstellte, daß Peraldi nicht vorschriftsmäßig gepackt hatte. Lieutenant Ponsard gab ihm dafür vier Tage Arrest. Der Mann erwiderte nichts und setzte sich ruhig an den «’Ä sAr- fonnen. 5_11 X Aastmattr Pk o.oo, " «viebeln p- ® Jt , fy, und RindM ‘ M 60 4 Kistchen Gras-Vers, Montag den Nachmitta soll das diesjährige -Malischen oberen Z unb auf ber Kohlgr weise öffentlich veiß Zusammenkunft ir Fcrffhaus Sttupbo Der Königl. 3923) Baun 44 Jeikgeßo kaufet ^eine Laben Mittwoch dk Vormittag; Rotten in meinem G stehende Gegenständ! Baarzadlung öffentlii 1 Kleiderschrank, 1. 2 Sopha, 1 Kon 1 Wegei mit Go Tisch. _ Gießen, am 22. s 3900) Bauer, Donnerstag - .. .NachimW wb aus drrn Mraer Wlchck eine Treschmc wnt Lokomobile) ö gegen Baarzahlung v Men, 24. Mai 1 39*0) Bühner Donnerstag £ .... Morgens di° Unterzeichn Htr, t Ä,** * 3910) ’ ' "°ch gut, 16T^S -—$Jßriner N Ne M ten. ^°r ""' von ihren ^°"g genomS ?J635 st-tt, da-' Qll« würben otis \ari3- Körperlicht '"ch'sahr waren dir Äusbkbnun, bezeichnen. V-umnbng zehen 5fi,e war ein Arzt r hDr. Bvve aus " du nvthige Hilie rn tcn Mogdebllig ( -wei Sisistniten), ;1II9ei itrankenbans il mit leichten Btr "b'r t,e dortige Ö gegenwärtig ^"urmännern aas ^''dritzen nt^ 'i ^•äS irauTigfn UngM- ri Eachoeistänbige 'M de8 Geleit er und tn Teztn- u8 normaler, was n Hndste iorgsältig $n btt unmittel- imingin, die ohne ) flnatbrntn Loco- ß 150 Meter Lange durchbrochen hatte, wieder fahrbar her- aunschweiger Corrr- Ubt Mittags von B die Pasfaglere auf mtth, daß bei Zug Die Majchine leitete tw daekwagen und Der oben eiwädnte n vom Eiltijt ab chenveiie fand diefe ikflen 15 H flöh tag fDfitt erkrrtildlgtt SBtift Svfchunz bmunltt. JtswM V* ÄAächß waren die vetrn Jteifegefährten nden Boflfn, welche jbttl vor dar W befehl war. Dir rbolt hatte und nun 5 aße deS vorderen unnb flui Breslau iren in sichere -berührt haben und » ide zunächst den im , (Bt fchienen J« lich verlegt -orven tert war: der Un- «»»8* , .tA eine Brust- Na-drbura geehrt Herren !°nnM nvn ’ Mt Kosttachcn i« ,,,»>** «i "141 ganz unoer- 'M-m'dd'» «° *2*» *-’Z i«»> a,‘ d" gumn,«fl t rff- «n - 'A--"1 ■'' i>-< ■ < $d>®«' *» ,*•1 7 in ,-t" ®(t 3) Rand des Weges Als die Ruhezeit vorüber war, gab der Lieutenant dcn Trommelschlägern Befehl, das Signal zum Antreten zu geben. Kaum hatte er die Worte gesprochen, als ein Schuß aus nächster Nähe krachte Lieutenant Ponsard fiel durch den Kopf geschossen, tobt nieder. Der Mörder war Peraldi, der, das Gewehr in der linken Hand, mit der rechten eine zweite Patrone zu erfassen suchend, davonllef. Der Unter; Lieutenant kam ihm nahe, da wandte sich Peraldi und schlag auf ihn an mit den Worten: „Noch einen Schritt und Sie sind tobt!" Dann wanbte er sich wieber zur Flucht und verschwand. — (Gute Probe.) Hauptmann zu zwei Offizieren, iwelche bei ihm zu Gaste sind : ^,Wie, meine Herren Sic glauben, daß wir drei diese Bowle Punsch nicht leeren können? Ich wette mit Ihnen, daß mein Bursche die Bowle auf einen Zug leert. Was meinst Du, Wenzeln?" — Wenzel: „Ich bitt', Herr Hauptmann, um fünf Minuten Bedenkzeit". (Nach fünf Minuten wieder eintvetenb): „Ja, Herr Hauptmann, Sie können wetten"-. — Hauptmann: „Na, das haft Du vor fünf Minuten nicht gewußt? — Verzeihung, Herr Hauptmann, ich hab's er ft mit Bier probirt!" Handel und Verkehr. Gießen, 8 Juni. Auf dem heutigen Wochenmarku kostete: Butter per Pfd. X 0,80 <-^X 0.92, Hühnereier 1 Stück 5 H, 2 Stück 9 Enteneier 1 Stück 5—6 H Käse per ^>tück 3—11 H, Käsematte per Stück 3H, Erbsen 1 Liter 20 Linien 1 Litei 24 H, Tauben das Paar 70—80Hübner *>. , Kalbfleisch 40—46 Hammelfleisch 60—70 H, Schweinefleisch 60 Kirschen per Pfund 40 iiwiwii'iMmtaniMTiwiwt'iMraiiWMaB—MaaBsi—im— Frankfurt. 7. Juni. (Fruchtbrncht.) Mcbl Nr. 1 X 42, Nr. 2 X 40, Nr. 3 X 34, Nr. 4 x 30, Nr 5 X 24, Roggenmehl «/, (Berliner Marke) X 29.00—00, do. 1 (Berliner Mark») X 27.ou-00.o0, do. II (Berliner Marke) X 22.00—00.00. Weizen effcetiv hiesiger ab Babnhos hier x 25.25 -00.00, ab unserer Umgegend X 25.00—25.25, do. fremder je nach Qualität X 25.00—25.25, Roggen, je nach Qualität X 20 75—21.75, Gerste X 18 00-21.00, Hafer X 13—16.50, Kohlsamen X 00-00, Erbsen X 19—27, Wicken X 16-18, Linsen X 20—40, Bohnen, weiße, X 23—25, Roggenkleie X —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 63. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund ZoÜgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 7. Juni. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrteben waren ea. 370 Ochsen und Stiere, 3<»0 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 400 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 67—68, 2. Qual. X 60—64, Kühe und Rinder 1. Qual. X- 56-58, 2. Qual. X 48 --50, Kälber 1. Qual. X 50—55, 2. Qual. 48-50, Hämmel 1. Qual. X 56—61, 2. Qual. X 44 -50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — H. SehifiTsberie-ht. Mitqethetlt von dem Agenten des norddeutschen Lloyt, U. W. Dietz in Gießen. Bremen, 5. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer General Werder, Eapt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. Mai von Bremen und am 25. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newvork angekommen. Kltgemeiner Anzeiger. Gras-Versteigerung. Montag den 14. Juni er., Nachmittags 3 Uhr, soll das diesjährige Heugras auf den fiscalischen oberen Strupbacher Wiesen And auf der Kohlgrundwtese parcellen- weise öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft im Oberförsterethof. Fvrsthaus Strupback, 7. Juni 1880. Der König!. Oberförster: 3923) Baumann. Mittwoch den 9. Juni, Vormittags 11 Uhr, ffollen in meinem Geschäftszimmer nach- ft'chende Gegenstände meistbietend gegen Baarzablung öffentlich versteigert werden: 1 Kleiderschrauk, 1 Küchenschrank, 1 Bett, 2 Sopha, 1 Kommode, 1 Sekretair, 1 Spiegel mit Goldrahmen, 1 runder Tisch. Gießen, am 22. Mai 1880. 3900) Bauer, Gerichtsvollzieher. Donnerstag den 10. Juni, Nachmittags 2 Uhr wird aus dem Bürgermeisterei-Büreou zu Wieseck eine Dreschmaschine (Dreschwagen obne Lokomobile) öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, 24. Mai 1880. 3925) Bühner, Gerichtsvollzieher. Donnerstag den «0. Juni, Morgens 10 Uhr, läßt die Unterzeichnete eine Parthie Thüren, Fenster, Oefen, Falzziegel, altes Bauholz rc. meistbietend versteigern. I. Friebel Wwe., 3916) Reichensand-Bahnhofsstraße. IleilgeSotenes. 3918) Meine Ladeneinrichtung zu verkaufen. _________H «sthn, Papierhandlung. 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Gedicht von Stephan Waetzoldt- — Rechtsrath. Mit einer illustnrten Beilage: Der porter in der Kunstausstellung.^ Geld - CourS. 20-Francs-Stücke. . . do. in */a . Englische Souvereigns . Russische Imperiales Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . «41 16 16—19 16 16-19 20 38—42 16 71 16 65 9 51—55 4 19-22 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Br.ühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen. Zu der Geveralversa« Landwirthschast ers ] ] 1 I 1 Gießen Die Vordere v, oJ'1 lut « ^95 te..Nl Die joutnal rathung wichtiger i durchberathen hat. der Pttjse ebenso So fünu man fidj her ßomtniifwii M machen, trotz aller i blT rine hauynpunl angenommen versehen, der den; zumal Confrivattz Erquickliches. Sehr wenig der Reichskanzler W- daß mit bei NWenbe Haltu, rulucksaüe, welche bülste der Kanzler nicht mehi wjig nach § ft« persönlich i 2 b ef Müdigkm Dmifiion. 8 cd .. ^dessen ist -787 lu S'wd s Ä“ rung 6 b(n, «'»Iffen fc®' SÄ 4^*5?