1890. Sonntag den 9. Mai Erstes Blatt srr. 107 eti.rtUi.n8l.Mr.au: i B- ls- Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagK. Gießen, am 2. Mat 1880. nb 3 Mtr. Gießen, den 8. Mai 1856. Abschrift. ir Birten bei Teilnahme. jlhmersiiche er und Sohn Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Koq8 l Uhl (3218 k* • ■ Joseph. tubenten unb Landbevölkerung. — Die Generalbiscussion wirb geschloffen. — In ber Specialbiscussion werden bie Artikel 1 unb 2 ohne Weiteres genehmigt. — Bei Artikel 3 begrünbet v. Kleist-Retzow feinen Antrag, ber hauptsächlich redaktionelle Bedeutung hat. — Witte bittet, den ganzen Art 3 wegen juristischer Bedenken abzu- lehneu. — Kiefer befürwortet Artikel 3, wahrend Lasker dagegen spricht. — Staats- jecretär v. Schelling bittet, bei den Beschlüssen zweiter Lesung zu bleiben. — Volk erklärt sich gegen den Antrag Kleist-Reyow und gegen eine fünfjährige Verjährungsfrist für Rückforderung des wucherischen Darlehens — Artikel 3 und der Antrag Kleist- Rctzow werden angenommen; ebenso mit sehr bedeutender Majorität das ganze Gesetz; dagegen stimmen die Fortschrittspartei und einzelne Nationalliberale. — Gras Bismarck begründet die von ihm beantragte Resolution auf Beschränkung der Wechselfähigkeit: der Wechsel fei von einem für die Geschäftswelt unentbehrlichen Verkehrsmittel zu einem Werkzeuge herabgesunken, wodurch leichtsinnige Menschen fick leicht Geld zu verschaffen wissen. Von der Wechselfähigkeit müßten hauptsächlich Beamte, Militärs, Frauen und kleine Landwirthe ausgeschlossen werden. Staatssecretär v. Schelling erklärt, daß er nicht berechtigt sei, im Namen der verbündeten Regierungen eine Erklärung abzugeben, aber conftatiren müsse, daß die verbündeten Regierungen im vorigen Jahre anläßlich des Antrages Reichensperger in ihrer Mehrzahl eine Einschränkung ber allgemeinen Wechselfähigkeit nicht für möglich unb zulässig hielten. — Beseler ist gegen bie Resolution, weil ein Bebürfmß bazu nicht nachgewiesen sei. Man bürfe ben jetzt so sensiblen Crebit nicht in solcher Weise beunruhigen. — Reichensperger befürwortet bie Resolution: es fei nothwenbig, baß die Regierung bie Frage erörtere Die Wechselorbnung fei burch die Aufhebung ber Schuldhaft schon sehr alterirt; ihre Revision bezüglich der allgemeinen Wechselfähigkeit notwendig. — In namentlicher Abstimmung wird die Resolution mit 136 gegen 99 Stimmen angenommen. Das Viehseuchengesetz wird in dritter Lesung durch unveränderte Annahme der Beschlüsse der zweiten Lesung erledigt. — Nächste Sitzung Sonnabend Tagesoidnung: Wahlprüsungen unb Elbschiffsahrts-Acte. Lasker's Vorschlag, auch feinen Antrag betr. bie Einverleibung Altonas unb St. Paulis in bas Zollgebiet auf bie Tagesvrbnung zu setzen, wirb abgelehnt. Berlin, 7. Mai. Der „Reichs Anz." enthält einen Eclaß des Fürsten Bismarck an die preußischen Gesandten bei den Bundesstaaten, betr. die Hamburger Frage. Der Erlaß constatirt den einstimmigen Beschluß der Bun- desraths-Ausschüffe, nur über die technische, nicht über die verfassungsrechtliche Seite dem Bundesrathe Bericht zu erstatten. Der Erlaß betont ferner die Nothwendigkcit, verfassungsrechtliche Interpretationen im Interesse der Eintracht möglichst zu vermeiden. Die Ausscheidung preußischer Gebietstheile aus dem Hamburger Freihafenbezirk sei ein unbestrittenes Recht Preußens. Die beabsichtigte Ausscheidung von St. Pauli sei kein preußisch s Interesse, da im Ja- tertffe Altonas das Verbleiben von St. Pauli außerhalb des Zollvereins wünschenswerth sei. Mehr im Interesse Hamburgs sei jene Zolllinie oorge- schlagen. Der Bundesrath könne eme Zolllinie beschließen, ohne die Verfassungs-Interpretation bis zum Confl ct zu schärfen. Die Regierungen, welche durch Abtrennung St. Paulis das Verfaffu^gs recht verletzt oder berührfglLtt- ben, können gegen den Antrag stimmen. Die Zolllinie fällt alsdann, wenn die Majorität dafür ist, mit der Preußisch-Hamburger Landesgrenze zusammen. Der Erlaß legt entschieden Verwahrung ein gegen Begründung der Vota durch unrichtige Auslegung der Reichsverfassung. Der Reichskanzler würde in solch m Falle dem Kaiser nicht zu einem Verzicht auf die zweifellose Aufrechterhaltung der Verfassung rathen. Es wird ferner die Noihwendigkeit unge- trübtet Erhaltung der Einigkeit der Regierungen betont und die Hoffnung ausgesprochen auf Erledigung der Arvtäze Preußens und Hamburgs im Bundesrathe durch Verständigung ohne Entscheidung durch Majoritäten und Minoritäten. Preußen werde jeden sich in -erhalb der Reichsverfassung bewegenden Antrag gern erwägen, vorausgesetzt daß bie Bundesregierungen d -rüber einig seien, den Versuchen einiger Reichsti^smitglieder zur Beschränkung der verfassungsmäßigen Autorität des Bundesraths einmüthig entgegenzutreten. — lieber den von der Reichstags-Commission vorgestern bezüglich der Elbsch-ffsah'tsacte beschlossenen Vo-behrlt, daß die gegenwärtig auf der Elbe bestehende Zollgrenze nur durch Gesetz an eine unterhalb dieser Grenze gelegene Stelle verlegt werden könne, schreibt die „Nordd. Allg. Ztg." : Die Vorlage werde, wenn die Rrg crung diesen Vorbehalt annehme, für diese Session erledigt fein. Für die Bundesregierungen werde es unmöglich sein, auf daS in Art. 7 der R-ichlvefassung gewährleistete Recht zu verzichten. Der Bundesrats setzte 1868 in Ausübung dieses Rechtes die jetzige Zolllinie fest und werde auch weitere Modtficationen der Zolllinie nach seiner verfassungsmäßigen Zuständigkeit fortsetzen. Von der Ausschuß-Mehrheit könne nut darüber Streit erhoben werden, ob der Bundesrath verfassungsmäßig competent sei, über die Lage der Zollgrenze 1880 ebenso zu beschließen, w'e er 1868 unter Mitwirkung und persönlicher Zustimmung deS damaligen Ministers Delbrück gethan. Ein Bede cken, ob der Bundesrath ohne neues Gesetz dazu befugt sei, sei Delbrück damals nicht gekommen. Der Bundesrath werde innerhalb seines verfassungsmäßigen Rechtes unbeirrt beschließen, was er im Interesse des Reiches für nützlich halte. — Wie es in Reichstagskreisen heißt, sei der Schluß der Session für Montag in Aussicht genommen. Konstantinopel, 7. Mai. Das Kriegsgericht verurtheilte den Mörder des russischen OberstlieutenantS Kummerau zum Tobe. Töten, 7. Mai, Abends. Meldungen der „Polit. Corresp." Aus Cettinje: Der Fürst beschloß die Aufstellung eines aus 18 Bataillonen in voller Kriegsstärke brstehenden Observarions Corps an der Grenze von Montenegro unb Albanien. — Aus Skutatt: Der Miriditen.Fürst Prenk ist hier mit 2600 Miriditen angekommen. Pesth, 7. Mai, Abends. Das Unterhaus beschloß, dem Ersuchen des Gerichtes um Auslieferung der Abgeordneten Verhovay, MenyanSku. Komajthy und Uechtritz wegen der Duell-Angelegenheit Verhovay -Majchenyi zu entsprechen. Hannover, 7. Mai, Abends. Der ehemalige Justizminister Leonhardt ist Nachmittags 2 Uhr gestorben. Brüssel, 7. Mai, Abends. Deputlrlenkammet Bei Berathung der Vorlage über Verlängerung des Fremdengesetzes kommt es zu einer sehr erregten D batte. Der Justizminister erklärt, die Regierung werde den franzö- ' scheu Jesuiten gegenüber die nämliche Linie einhalten wie gegenüber den-deutschea S in W» dn d.u'Ich'° H, Gießen, 8.1 y®;s. Diebin, welche ein« - In W Kammer von Hu glückte, aus eigner. Mung als ob Her ft hinfäflifl wie auc Dir arbeiten, ji I rtlsLitdaikn auswär! I ausgeschrieben. M b A völlige Handwerker Hchritt im Interesse de! 1 Hasse reprSsentirt, gesch ■ mmaßgebiije Meinung I -in guter arbeit von hi 1 pöthig hat, «uswärtt Zn anderen Städten hei einheimische Handwerker Kietzen so ichwer, dieses hier mehr Loeaixatriotisr Mi W Gießen, 7. U aufgetrieben: 2 Pferde, blieben unverändert, bei Nächster Markt ' ließen, 4 D bi^vÄl.35, Hühnereie 5-0,3). Käse per Stüc 22 H, Tauben bas Paar. AN0,Mische Zwiebeln p. Ln 1! N- und Rindfleisch 4i fletsch 60 4 Eraschttlir 3329) Die diesjähr M den Gräben und benannter Straßen i meistbietend verpachtet auf JU?Ontflß ii ?im %StraBe "VN 1 ..Denselben aus her . St. 21 h ü auf be^St^1100* kl U6 dich um „7“«« 8a ber4°"ft0« d. bürg, Anj.» °°n tz 1,8 »< kirchen von c WbeÄRor Juf der Straße^""1 ^ngsdorf 5rM?On®lf ‘ des Zollvereins Zollltaie oorge» ohne die Ver» ietungen, welche t öllührfM' Munn, wenn enje zusammen, der Vota durch ^tt würde in .Wtoft Lufttcht» iwtnbighit uitze- d die HoffliMg nburgs im Lun» ijftn und Mino» iung bewegenden ,n b rüber einig dnfnng der ver» miutreten. - dn Mf bet » (« Ate»!' * - • Die Bet’ üt bleie ; fti», < 1 ■SÄ.-1 ffS 'S COBPI1'"1 W? Unat -"-'S #>■* brt S'lf’“ ,Sx.: in» " Ersuche «Salden»’ ° * ■■ÄJ Ordensmitgliedern. Der Minister werde, wenn vertriebene Congregationen -sich tn Belgien zu reconstltutren versuchen würden, das Gesetz tn Anwendung Bringen. Berlin, 7. Mat. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist dem Wunsche der deutschen Handelskammern entsprechend ein Berufsconsulat tn Genua errichtet und der bisherige Generalconsul tn Messina, Bamberger, zum 93eruf8= Generalkonsul tn Genua bestellt.__ Lokales. Gießen, 8. Mai. Ein Frauenzimmer schrie gestern Nachmittag in der Nähe tdes Kirchhofs laut um Hülfe. Einem hinzueilenden Schuhmann gab >e an, sie sei von einem Handmerksburschen angefallen worden. Nach näherer Untersuchung stellte sich jedoch cih Sachverhalt heraus, der sich der Oefsenllichkeit entzieht. Das Frauenzimmer erhielt heute Morgen vom Gericht 14 Tage Gcfängniß zudiktirt. — Der wohlmeinende Freund des Fuhrmannes aus Grüningcn, welcher diesem gerathen hatte, seinen Namen der Polizei nicht zu nennen (siehe Lokales in gestriger Nummer) erhielt heute Morgen für seinen guten Rath 14 Tage Gefängniß. Er durfte 'dieselben auch sofort antreten — Gleichfalls erhielt der Handwerksbursche, welcher mit dem Schutzmann in den Bach kollerte, 8 Tage Haft. — Verhaftet wurde gestern die Diebin, welche einer Dirne das Portemonnaie mit 3 Ringen gestohlen, sowie das Frauenzimmer, welche ein Paar Schuhe auf den Namen einer hiesigen Familie ausschwindelte. Letzteres wurde von Groß-Buseck hier eingebracht. — In Bezug auf die in No. 102 des Anzeigers gebrachte Notiz macht uns Herr Kammer von Hungen die Mittheilung, daß sein Knecht, welcher in Nidda verunglückte, aus eigner Veranlassung und ohne sein Wissen nach Gießen reifte. Die Unterstellung als ob Herrn Kammer eine Schuld an dem hilflosen Hierherkommen treffe, ist hinfällig wie auch von unserer Seite ein Wissen des gedachten Herrn nicht vorausgesetzt wurde, da Herr Kammer in Hungen und nicht in Nidda wohnt. Eingesandt. Die Arbeiten zur Erbauung der Turnhalle für die höhere Mädchenschule hat man in verschiedenen auswärtigen Zeitungen: Frankfurter Journal, Darmstädter Zeitung u. s. w. ausgeschrieben. Mit diesem Schritt hat die Großh. Bürgermeisterei wohl beabsichtigt, aus« , Lauben das Paar ".70—0.90, Hühner per Stück JL. 1.20—1.50, Hahnen per St. JL 1.30 Lis 1.70,IWälsche Jt. 6—7, Enten per Stück 2.70—0.00, Kartoffeln per 100 Kilo JL 5—6, Zwiebeln p. Ltr JL. 18—20, Milch per Liter 16 und 18 H, Ochsenfleisch 66-68 H per Pfd. Kuh« und Rindfleisch 48—56 H, Kalbfleisch 38—46 H, Hammelfleisch 60—70 H, Schweine fletsch 60 H Auszug aus denStandesamtsregistern des Standesamts Gießen Vom 1. bis 7. Mai 1880. Aufgebote. „ V", 51 Postschaffner Georg Wilhelm Kumpf, Wittwer, von Beerfelden mit Katharine Forster, Tochter des Forstwarten Georg Christoph Förster von Dannenrod. _ , Eheschließungen. Mai. 1 Schuhmacherineister Karl Sack, Wittwer, von Gießen mit Auguste Katharine Hahn, Tochter des verst. Gastwirths Johannes Hahn von Groß Buseck. 5. Müller Heinrich Zell, Wittwer, von Beuern mit Wilhelmine Arnold, Tochter des Ackermanns Johannes Arnold von Groß-Buseck. 5. Bautechniker Christian Adolf Münch von Idstein mit Marie Gertrude Rüsing, Tochter des Wirths Anton Rüsing zu Gießen. Geborene. April. 29. Ein außerehelicher Sohn von auswärts. 30. Elsa Amalie Dorothea Lina, Tochter des Kaufmanns Wilhelm Hansult. 30. Dem Heizer Philipp Hupfeld ein Sohn. Mai. 4. Dem Pfarrer Georg Schloffer ein Sohn. 4. Dem Heizer Karl Bindewald eine Tochter. April. 29. Dem Oeconomen Friedrich Cost ein Sohn. Mai. 4. Elisabethe Auguste Karoline Georgine, Tochter des Fabrikarbeiters Heinrich Friedrich Paul. April 27 Dem Glasermeister Heinrich Keck ein Sohn. Mai. 6. Anna Karoline Christine, Tochter des Schreiners Georg Lamp. Gestorbene. April. 30. Schuhmachermeister Balthasar Walther, 63 Jahre alt. 29. Fabrikarbeiter Ludwig Becker, 32 Jahre alt, von Rödgen. Mai. 1. Katharine Wagner, geb. Werner, 40 Jahre alt, Ehefrau des Ludwig Wagner von Groß-Linden 2. Maurer Heinrich Arnold, 58 Jahre alt. 2. August Heinrich, 1 Jahr alt, Sohn des Eisengießers Jacob Wallbrecht. 3. Anna Marie, 1 Jahr all, Tochter des Geschirrhändlers Philipp Pfeiffer. 2. Rentner Wilhelm Marx, 72 Jahre alt. 2. Bergmann Konrad Schneider, 35 Jahre alt, von Niederbiel, KreiS Wetzlar. 3 Auguste Marie Elisabeth, 10 Tage alt, Tochter des Drechslermeisters Jacob Häuser. 3. Friedrich, 4 Jahre alt, Sohn des Taglöhners Philipp Klmkcl. 4. Johannes, 5 Monate alt, Sohn des Schloffers Heinrich Laval. 5. Christine Gutbub, geb. Franz, 55 Jahre alt, Ehefrau des Schuhmachermeisters Karl Gutbub> Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 2. Mat. Carl Sack, Schuhmacher dahier, ein Wittwer, und Auguste Katharine Hahn, des verst. Gastwirths Johannes Hahn von Groß-Buscck ehel. Tochter. Getaufte. Den 2. Mai. Dem Schuhmachermetster Konrad Alt ein Sohn, Philipp Martin Carl, geb. den 11. März. Denselben. Dem Rangtrer Balthasar Becker ein Sohn, Ludwig Wilhelm, geb. den 15. April. Denselben. Dem Dachdeckermeister Wilhelm Dietz ein Sohn, Wilhelm Emil Martin Friedrich, geb. den 1. April. Denselben. Dem Gensdarm Leonhard Hübner ein Sohn, Gustav, geb. den 3. April. Denselben. Dem Mechanikus Carl Hatz eine Tochter, Anna, geb. den 21. März. Den 4. Mat. Dem Locomotivführer Heinrich Dotzenrodt eine Tochter, Louise Katharine Caroline, geb. den 10. März. Den 6. Mat. Dem Weichensteller Christian Arnold ein Sohn, Heinrich Carl Wilhelm, geb. den 18. Januar. Beerdigte. Den 2. Mat. Balthasar Walther, Schuhmacher dahier, 63 Jahre alt, gest. 30. April. Den 4. Mai. Heinrich Arnold, Maurer dahier, 58 Jahre alt, gest. 2. Mat. Gras-Versteigerungen. 3329) Die diesjährigen Grasnutzungen an den Graden und Böschungen nachbenannter Straßen sollen in den da- J&ei bemerkten Terminen an Ort und Stelle meistbietend verpachtet werden und zwar: 1) Montag den 10. Mai auf der Straße von Gießen gegen Rod- heim, Anfang Morgens 8 Uhr, jenseits der Lahnbrücke. Denselben auf der Straße von Klein- Linden nach Dudenhofen, Anfang Nachmittags 2 Uhr, bei Abtheilungsnummer Nr. 21. 2) Mittwoch den 12. Mai auf der Straße von Gießen bis Lang-Göns, Anfang Morgens 8 Uyr in der Nähe der 'Veterinäranstalt. 3) Donnerstag den 13. Mat auf der Straße von Lang-Göns bis Butzbach und von Pohl-Göns gegen Niederkleen, Anfang Morgens 8 Uhr bei Abtheilungsnummer 45. 4) Samstag den 15 Mai auf der Straße von Gießen gegen Marburg, Anfang Morgens 8 Uhr in der Nähe des „Pfau". 5) Dienstag den 18. Mai auf der Straße von Gießen über Reiskirchen, Anfang Morgens 8 Uhr in der Nähe des Schützenhofs. 6) Donnerstag den 20. Mai auf der Straße von Gießen über Lich gegen Langsdorf, Anfang Morgens 8 Uhr in der Nähe des Gießener Friedhofs. 7) Samstag den 22. Mai auf der Straße von Lich gegen den Hessen- brücker-Harnmer, Anfang Morgens 9 Uhr M der Nähe des Friedhofs zu Lich. 8) Montag den 24. Mai auf der Straße von Lich bis Hof-Gill, Anfang Morgens 9 Uhr in der Nähe des Eifenbahn-Viavucts. Die resp. Großherzogl. Bürgermeistereien werden ersucht diese Versteigei ungen im Interesse ihrer Gemeinde besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 7. Mai 1880. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: Volz, _______Kreisbauausseher-ASpircmt._______ 3255j 18 eiserne Gartenstühle, wie neu, billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Allgemeine Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 12. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, sollen im Bürgermeisterei - Büreau zu Daubrtngen die nachverzeichneten Ar» beiten öffentlich wenigstfordernd in Accord gegeben werden: «X H Plantrarbeit der Straße auf der Haide, veranschlagt zu 210 — Chaussirarbett daselbst, veranschlagt zu 126 — Steinbrechen, Fahren u. Aufsetzen, veranschlagt zu 674 — Sanddecken, Fahren und Auf» setzen, veranschlagt zu 22 50 Pflasterarbeit mit Material» ^lteferung, veranschlagt zu 255 — Steinbrechen, Anfahren, Auf- setzen und Schlagen zur Unterhaltung der Wege, veranschlagt zu 470 — Daubrtngen, am 6. Mat 1880. Großh. Bürgermeisterei Daubrtngen. 3244) I. A.: L. Hahn, Bezirksbanaufseher. Arbeitsbersteigerung. Donnerstag den 13. Mai b. X, Vormittags 9 Uhr, sollen im Rathhaussaale zu Heuchelheim öffentlich in Accord versteigert werden: 1. Zimmerarbeit mit Material, ver- anschlagt zu 176 Jl. 2. Schlosserarbeit mit Material, veranschlagt zu 43,60 JL Heuchelheim, den 7. Mai 1880. Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim. 3237) Jung. 1 Wnrrzerttinkttrr vertilgt sofort Wanze mit Brut, ä Fl. 50 H. Erfolg garantirt. Niederlage bei Carl Hoffmann. x Anzeiger. 3224) Zufolge der gegenwärtig außergewöhnlich guten Waldwege tn hiesigem Gemeindewald, wird das Abfahren von ersteigertem Holz, allen Jntereffrnten hierdurch nochmals tn gefällige Erinnerung gebracht. Lich, den 7. Mat 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. ___________' Walz.____________ Zur Beachtung. Die bis jetzt tn keiner Weise übertroffenen, von jeher im besten Rufe stehenden Dachziegel aus der städtischen Ziegelei dahier, werben der starken Concurenz halber, von jetzt ab per 1000 zu 20 verkauft. Lich, den 7. Mai 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. 3223)_______Walz.___________ Mittwoch den 19. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus die den Erben des in Butzbach verstorbenen Calculators a. D. Moritz Jäger gehörigen, dahier gelegenen Immobilien, bestehend tn: 8. 276 llj Meter Hofratthe, (Wohnhaus, Scheuer und Stall nebst Umbau) in der Marktgaffe; b. 656 Hi Meter Grabgarten, hin- term Thurm; unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, welche auch schon vorher auf unserem Büreau ein» gesehen werden können, öffentlich versteigert werden. Die Hofratthe liegt unmittelbar an der Hauptstraße, ist tn gutem Zu. stände und eignet sich zu jedwedem offenen Geschäfte. Allendorf a. d. Lda., am 5. Mai 1880. Gr. Ortsgericht Allendorf a. d. Lda. 3209) Bieber. I Versteigerung. Montag den 10. dieses Mts., Nachmittags 1 Uhr, werden in der Hofratthe des L. Flett (Gasthaus zum Schwanen) dahier folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigeit: 2 runde polirte Tische,3 Sopha,2Consol- schränke, 2 Tischchen mit Marmorplatten, 3 Kommoden, 2 Sophagestelle, 1 Ofen, 12 polirte Stühle, 1 Standuhr,! EtagLre. Gießen, den 7. Mai 1880. 3195)Bühner, Gerichtsvollzieher. Wenzels Garten. Dienstag den 11. Mat lasse ich eine größere Anzahl Garten-Tische und Bänke, sowie eine Anzahl Stühle und ausrangirtes Porzellan gegen gleich daare Zahlung freiwillig versteigern. § W. Wenzel. AeUgeöotene». 3249) verkaufen. Ein guter Hofhund billig zu _________Ernst Iughard. verbesserte Janclipumpe und Spritze mit Frostventil, leicht aufzu- stellen und auseinander zu nehmen, transportabel, verstopft sich nie, zum Preis von 30 bis 40. Vorräthig bei Ph. Mayfarth & Co. In Frankfurt a. Main, 3060) Baumweg No. 7. 3226) Franz Webt, Kaminfeger 3239) 3222) .HUMOR“ Der Vorstand. 3227) Der Vorstand. 3238) Wtlh. Herbert miethen- ,HUMOR.“ 3221) Montag: Grün. Emtl Pistor. Permischte Anzeigen. Unserem lieben Freunde Ferdinand W ....... r zu seinem morgigen Geburtstage ein dreifach donnerndes, schallendes und an der scharfen Ecke in den Reuen-Bäuen verhallendes Lebehoch !!! Unserem lieben Freunde Emtl M.... r zu seinem heutigen Geburtstage ein drei-- faches Lebehoch 111 Textors Hardt. Von heute an Verzapf des Sommer- lager-Exportbteres aus dem neuerbauten Kunstkeller Es ladet ein 3236) Onkel Nothe. 3234) Stückkohlen, Nuß- und melirte, sowie Ziegelkohlen in la. Qualität em- Hochachtungsvoll 2. Walther W*ittwe Schuhen - Verein Giessen. Sonntag den 9. Mai, von 4 Uhr an: Eröffnung«* (Ringel-) Schiessen» Montag den 10. Mai, von 2 Uhr an: Fortsetzung. Von Abends 6 Uhr an Preis- Vertheilung und gesellige Unterhaltung auf ver Germania. Wohmmgs - Veränderung. Hiermit die ergebenste Nachricht, daß ich von heute ab im ehmaltgen Kaminfeger Reulina'schen Hause, Wilhelxnsträsse No. 19, wohne. Bestellungen nimmt auch Herr Buchbindermetster Steinhäuser, Reue-Bäue No. 84, entgegen. Verantwortliche Rebaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu ein zweites Blatt. 3228) Eine ordentliche Haushälterin: von gesetztem Alter auf sofort gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Kölnische «gagel; versicheruilll8-Mt>ffschlist. Grundkapital: Neun Millionen Mark. Baar Einzahlung: Eine Million 809,000 Mark. Neferven Bestand: Eine Million 307,909 Mark. Pramiensumme (1879) : Eine Million 090,000 Mk. Die Gesellschaft besteht fett 26 Jahren, ihre Wirksamkeit ist in land- wirthschaftlichen Kreisen überall Vortheilhaft bekannt. Sie versichert zu festen Prämien Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Glasscheiben gegen Hagelschaden und leistet zweifellose Gewähr für vollen und prompten Schadenersatz sowie aeaen jedwede Nachzahlung. 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Ministerium für landmirthschastliche Angelegenheiten genehmigten ö u „besonderen Versicherungs-Bedingungen für §andwirthe Uord- und Mitteldeutschlands" eröffnet die ^^^llschaft den Anhängern der Gegenseitigkeit in einer für die Betheiligten überaus vortheilhaften Weise eine reelle Aussicht auf eine rationelle Gewinnbetheiligung resp- auf weitgehende Pramienermäßigungen, ohne daß denselben eine beunruhigende Verpflichtung zugemuthet wird. ’ u Alles Weitere ist zu erfahren durch die unterzeichneten Vertreter der Gesellschaft. Hung», Autz Reuning II. .in Nidda. Ant.Welckha^dt ... Butzbach. F Schade in Grünbera. W. Schu in Gninb^rg. E. F. Schleuning m Friedberg. 3231) W. Wolfschmidt tn Schotten. B Pöschels Bier-Halle. Sonntag den 9. Mai: Grosses Goncert 3254) Lehrling mit guten Schulkennt- nissen gesucht von _____________August Schlesstnger. 3253) Ein junges Mädchen sucht Kose und Logis in einer Familie. Näheres Seltersweg Lit. C. 178. 3233) Ein ordentliches Mädchen (israel.) wird in einer kleinen Familie für sämmtl. Haushaltsverrichtungen gesucht. Näheres in der Exped.____________________________ 3242) Nr. 167 hat den Lappenteppich gewonnen. Unter einem Ort, an welchem ' an welchem die jste Preises und der Co Besriedigungsmittel Zeit, ersteres Vorzug den Spekulanten, theilung des Capital ersahrungsmäßig, gli es die höchsten Zinse vom Capital geleistet auf dem Geldmarkt Wechselverkehr ist bi Effekten in Rechnung Nach einer ia' Deutschland beffere1 Gelbabundarz Chiwä Geld für alte und ni und der Grundbesitz i ihr die Unternehmuni Wie innig dir hältnisse mit dem T und semsühlend die dem Parqnet der B Ereignisse auf dem scheu Markte verfolg bei @dbtnc •sMflen, benn es b\ momentanen Lage des schwung des Gelds, ar wtrthschaftlichen Lage zu verzeichnen, und Deroute, mit der t inneren Verhältniffe , ... Die Börsenbesi huldigten noch vor n ; h^8 unmotivirten i ! £“7 Schon vor d« | des wirthsä ! LALL' Ii5t. 5.^ »5'S » Selb« >> M mit bt5 ’« S. k ®8 ? d-l dn 7 °I »j,d-n SÄ ? ""'n vor /inen fac, bi.L . r 2?bem ich beabsichtigte von hier wegzureisen, ermächtigte ich meinem Sohn Karl Walther seine Geschäftsanzeige in No. 105 b. 991. zu insertren. Da jedoch mein Kö'perzustand nicht zuläßt eine Reise zu unternehmen, werde ich das seither von meinem fei. Manne seit langen Jahren betriebene Sdjiitjmadjergefdjiiff von nun an in meinem Namen mit meinem Sohne weiter führen und bitte ich das uns seither geschenkte Vertrauen auch auf mich und meinen Sohn übertragen zu wollen. Unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung bittet um geneigten Zuspruch. Gießen, den 7. Mai 1880. Dampf-Apparat M Reinigung vonMersapfapparaten (Pressionen). Wir bringen hierdurch zur Kenntniß unserer Abnehmer, daß wir einen Dampf-Apparat rur Reinigung von Bierprefsionen angeschafft haben und denselben gegen Vergütung des entfallenden Arbeitslohnes für die Ausführung der Reinigung der Bierprefsionen zur Verfügung unserer Kundschaft stellen. Anmeldungen bitten wir in unseren Geschäftsstuben abgeben zu wollen. (3230 ____dkclien-Btrauerei Giessen» Landw. Local Verein Gießen. Probepflügen, Prüfung von Ackerinstrumenten am Freitag -en 21. Mai, Nachmittags 2 Uhr, in der Nähe der Gail- schen Wollspinnerei. Antritt unentgeltlich. Gäste willkommen. Vorräthig in A. Goldstein'S Buchhandlung, Frankfurt c. M., welche jedes Buch für 60 H in Briefmarken franco versendet. (550 Die A-mmistrationscasse J. W. Günther in Frankfurt a. M., große Efchenheimerstraße 39 übernimmt 1) Vermögens-Administrationen in allen Zweigen, insbesondere di Verwaltung und Verwahrung von Werthpapieren und Hypotheken, «inlöfuna von Coupons. 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(1718 iilcttrauen könnenkranke nur zu einem solchen Heilver» fahren fassen, welches thatsächliche Erfolge für sich hat. Die bereit- in 2.Auflage erschienenen Specialbücher: ,,Die Gicht" und „Die Stuft: und Lungcnkrankheiten" geben allen Jenen, die an 1 ßsar G-icht -WB ' Rheumatismus, Gliederreissen etc. leiben, ober aber an einer Brust- oder Lungenkrankheit, wie Tchwindsucht rc. dahinsiechen,' neue Hoffnung, benn die darin enthaltenen Danke-äuberungen über glückliche Heilungen beweisen, daß selbst Schtvertranke oder anscheinend hoffnungslos Darnrederliegende noch die erfehnle Hilfe fanden. — Jtein Honorar, ürzUicher Beirath vielmehr unentgeltlich l Jede« der obigen Bücher kostet 50 Pf.' Prospeet gratis und franco durch Th. Hohenleitner, . . Leipzig und Basel. k Giessen ^ELTERSWEG C. IT). Papiere & Bureau -Requisitei AGEU^R und ^AgeR J. C. 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Frau Professor Buff, ____ Seltersberg E- 82. 3256) Zwei Wohnungen mit und ohne Werkstatt zu vermiethen. ____________________Wallthorstraße 145. 3248) Mein Haus mit Laden, Schloßgasse 252, per 1- Juli anderweit zu ver- Cachemire-Fichus, Cachemire-Chales, Tüll Chales und Tütt-Fichus, empfiehlt in schöner Auswahl 3145)_________________J« di» Rsttsr, Der Unterzeichnete, als Geometer I. CI. für den Kreis Giessen paten- tirt, erlaubt sich die Mittheilung, dass er sich zur Ausübung der geometrischen Praxis hierselbst niedergelassen hat und empfiehlt sich zur Ausführung aller geometrischen Arbeiten, sowie technischer Vorarbeiten. Hohler, Grossherzoglicher Geometer I. CI. Wohnung: am Kreuz 114, 1 St., im Hause von Frau Bieler. (3243 3218) Mehrere Wagen: Break, Halbverd'ck und Ponnywagen zu verkaufen bet _______Fr. Schwan, Mtzlar. 3235) Gartenmöbel, Gartenwerkzeuge, landwirthschaftl. Maschinen bei Emil Pistor.