Wjen. 13iob w »te r " NN ? Stunden dit Tüchern' 7° 'n bet Er- ^rngenoinmen .^tlbung und ’c” für das ^'k. Event. die Exped. __J24U Kost ‘TM-b. Bl. KM? nothigen Vor- ^nfession. d. d- Bl. Ml Miatioi blt“ m ' S. April sium. We ft’/tMtjr. imilienbillets die )n Buhandlms :nb in der Rn- n - Handlung zu __M SL K «r »hl^e gMG Kwö 2 E- JfJrt* :tsg , L- d" hn“ ,u W*. ° ft V «, M"- ,8et Jf g(0<- !■ W-g»" ß-. ’JV ,U"° i Nr. 82. Freitag den 9. April 188«. WWW IKim^r Ayeige- uib AmtsöM ftr bte Kreis Gieße«. Redaetto«Sbure«nt r ExpedittortSbnreM»: Cchulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MorrtagA, PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pst Amtlicher Hheik. Bekanntmachung. Der Stadtbach und Stadtringgraben werden von vielen hiesigen Einwohnern als Ablagerungsplätze für sämmtlichen Unrath, Kehricht, Schutt, Steine, Asche, Scherben, alte Vlechgeschirre und dergl. benutzt und wird dadurch der Wasserlauf gehemmt. Wir sehen uns veranlaßt, wiederholt öffentlich auf das Strafbare dieser Handlungsweise hinzuweisen mit dem Anfügen, daß das Aufsichtsperjonal angewiesen ist, jede derartige Zuwiderhandlung, strafbar nach Art. 120 des Polizeistrafgesetzes mit 1 bis 17,14 Reichs-Mark unnachsichtlich zur gerichtlichen Bestrafung anzuzeigen. Gießen, den 6. April 1880. Großherzogliche Poltzeiverwaltung Gießen. __________________________________________________________Fresenius.__ Am 29. v. Mts. wurde bet Weilburg die Leiche eines unbekannten Mannes geländet. Größe: 1 m 75 cm. Alter: ca. 50 Jahre. Haare: braun. Backenbart. Bekleidet mit: 1 blauen Kittel, 1 leinenen Kamtsol, 1 braunen gestrickten Unterjacke, 1 Paar leinenen Hosen, darunter 1 Paar schwarze Tuchhosen, 2 leinenen Hemden, 1 wollenen Halstuch, 1 Weste von geripptem Stoff, 1 Paar wollenen Strümpfen, 1 Paar guten ledernen Schnürschuhen, die Sohlen stark benagelt und um den Leib ein lederner Riemen geschnallt. In den Taschen fand sich ein Täschchen mit 3 und 4 kleine Schlüffe!. Ich ersuche um Nachforschung nach Namen und Heimath des Verlebten und. event. um Nachricht. Limburg, den 2. April 1880. Der Königliche Erste Staatsanwalt. .Heinzmann. Die zunehmende Auswanderung. Die Tabaksindustrie wird durch das Monopolproject des Kanzlers wieder schwer beunruhigt, in einem Augenblick, wo schon die einfache Steuererhöhung des vorigen Jahres beginnt überaus nachtheilige Folgen für die Industrie zu äußern. Kaum ein Tag vergeht, wo nicht in der Preffe aus Grenzorten über ein Gefecht mit TabakS-Schmugglern berichtet wird. Die inländische Fabrikation leibet dreifach unter dem mit der Verlheuerung abnehmenden Verbrauch, dem Schmuggel und der zunehmenden Surrogatverwendung. Die Regierung selbst nahm 1879 eine Verminderung des Tabaksverbrauchs als Folge der hohen Steuer um 20 pCt. an. Das bedeutet, wie, damals ein Redner der Fortschritt? artei hervorhob, den Verlust des bisherigen ErwerbS^wriges für 40,000 Familien. Und da nach den Zeitverhältmffen ein Unterkommen in anderen Erwerbsverhältniffen nicht zu finden ist, so bleibt dm Erwerbslosen nichts übrig, wie auszuwandern. Mit klingendem Spiel, so möchte man es fast nennen, wanderten in dieser Woche aus Altona und Ottensen Ctgarrenarbeiter aus. Unter Vorantritt der Liedertafel und mit Gesang von 200 Personen begleitet, zogen 25 als kräftige und ordentliche Leute bekannte Ctgarrenarbeiter auf das Auswanderurgsschiff nach Amerika. Ueber 100 Genoffen waren schon vorher in den letzten drei Wochen voraufgegangen, da bie schleswig holsteinischen Tabaksfabriken zahlreiche Arbeiter entlasten müffen. Jede Woche soll eine gleich große Anzahl folgen, zuerst die Unverheiratheten, alsdann nach dem 1. Mat auch dte Verheiratheten. Wie m Hamburg so ist auch in Bremen eine starke Zunahme der Auswanderung bemerkbar. Em einziger Lloyd-Dampfer nahm dort am Gründonnerstag 1600 Zwischendecks-Passagiere mit nach Baltimore. Im Februar d. Js. landeten in New-Aork 2085 Auswanderer mehr aus Deutschland, als im Februar 1879. Bereits im Jahre 1879 aber hatten sich in den 4 Häsen Bremen, Hamburg, Stettin, Antwerpen 9110 deutsche Auswanderer mehr als 1878 und 11,363 mehr als 1877 etngeschtfft. Die Auswanderung von 1879 überstieg auch diejenige von 1876 und 1875 und begann sich den Ziffern der Jahre 1872 bis 1874 zu nähern, wo dte Auswanderung überall zu lebhaften Klagen, insbesondere den ländlichen Arbeitgebern, Veranlaffung gab. Und die Sache fängt mit dem Frühjahre erst an. Ueberall her aus Deutschland laufen darüber Berichte ein. Aus dem Amt Usingen in Nassau wird z. B. gemeldet, daß in dieser Woche 25 bis 30 Personen allein aus Grävenwiesbach und Umgegend auswandern. In den Kreisen Wongrowttz, ©tiefen, Mogilno, Wirfitz, Schubin und Jnowratzlaw im Posen'schm ist eine förmliche Auswan- derungs-Epidemie ausgebrochen. Aus manchen Dörfern wandern mehr als ein Dutzend Familien aus. Ganze Karawanen unter Führung des Ortsschulzen sollen die bisherige Heimath verlassen haben. Alles dies ereignet sich zu einer Zett, wo angeblich in Deutschland dte Geschäfte wieder im Aufschwung begriffen sind und nach den Versicherungen deS schutzzöllnertschen Agilations-Comrtös dte neue Mrthschaftspolittk des Reichskanzlers überall beginnt dte wohlthätigsten Folgen zu äußern. Das eigentliche Volk muß doch das gerade Gegentheil einer Besserung der Zustände empfinden, ja es muß sogar der Meinung sein, daß überhaupt in absehbarer Zeit eine erhebliche Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland trotz aller schönen neuen Zölle und Steuern und trotz der vermehrten Polizei auf allen G bieten des Erwerbslebens ganz uno gar nicht zu erwarten steht. Für dte ländliche Bevölkerung insbesondere sollte sich nach den Verheißungen des vorigen Jahres eine neue Aera der Glückseligkeit eröffnen. Gerade die ländliche Bevölkerung ist es ober vorzugsweise, welche sich dem Strom der Auswanderung anschlteßt. Im Posen^schen sind es meist bäuerliche Wirthe, kleine Handwerker und Komorinks (Jnstleute), welche eine Kuh und ein Schwein, also doch noch immerhin einige Habe besessen haben. Die neuen schönen Viehzölle vermögen diese Leute nicht zurückzuhalten. Und die Wunder- krast des Getreidezolls versagt in gUichem Maße. Es war am 5. Mai 1879, als im Reichstage bei her ersten Berathung des Zolltarifs der bekannte Vertraute des Kanzlers, Geheimerath Tiedemann, zur Vercheidigung der neuen Zölle auf die Hungersnoth im Spessart hinwies, dessen Bewohner ihr Getreide und Holz nicht mehr verkaufen konnten in Folge der „Ueberschwetrmm'g" Deutschlands mit fremdem Getreide und fremdem Holz. Nun sind die Holzzölle und Getretdezölle in Kraft getreten. Statt Ueberschwemmung mit Nahrungsmitteln herrscht nach dieser Erndte in mehr als einer Gegend Deutschlands der bitterste Nothstand. Und gerade die Bevölkerung im Spessart ze'gt trotz der ihr ganz besonders zugedachten Zölle eben jetzt besondere Neigung nach Amerika anszuwandern. In Heigenbrück daselbst haben sich 70 Männer, Weiber und Kinder zur Auswanderung gerüstet und die bayerische Regierung ist derart von der Nothwendigkeit dieser Enrschl'.eßung überzeugt, daß sie den genannten Personen noch 5500 JL zu den Reisekosten nach Amerika zugofchoffcn hat. Nicht weil der Ertrag de- Bodens für die Bebauer picht verkäuflich ist, sondern weil ihnen der Boden nicht soviel bringt, um auch nur selbst davon leben zu können, wandern diese Spessarter aus. Das Uebermaß der Bevölkerung im Verhältntß zur nationalen Produciion will die bayerische Regierung durch Zuschuß zur Auswanderung vermindert'. Verfolgt man freilich eine Politik, welche verhindert, daß billige Lebensmittel nach Deutschland kommen, so wandern die Menschen aus Deutschland selbst dorthin, wo die billigeren Lebensmittel Herkommen. Jede Beschränkung der Einsuhr ist eine Prämie für die Auswanderung. (N. V.) Deutschland. Gießen, 8. April. Vom Abg. Richter (Hagen) ist folgender Antrag im Reiche tag eingebracht: „Der Reichstag wolle beschließen, zu erklären, daß er eine weitere Erhöhung der Tabakssteuer oder die Einführung deS Tabaks- Monopols für wirthschafllich, finanziell und politisch durchaus ungerechtfertigt erachtet." Es kann wohl mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden, daß dieser Antrag im Reichstag seine volle, gerechte Würdigung finden und zum Beschluß erhoben wird. Wir dürfen zugleich mit Zuversicht erwarten, daß unser Vertreter, Freiherr Nordeck zur Rabenau, dem für unseren, wie für viele andere Bezirke sehr wichtigen Anträge seine kräftige Unterstützung ange- deihen läßt. Darmstadt, 7. April. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 3. April den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Nidda Paul Stör- ger zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Herbstein zu ernennen. m. Darmstadt, 7. April. Erste Kammer der Stände. 12. Sitzung. Die erste Kammer erledigte m ihrer heutigen Sitzung die sämmtlicken auf der bereits mitgetheilten Tagesordnung stehenden Gegenstände durch einstimmigen Beitritt zu den dessallsigen Beschlüssen des anderen Hauses. Eine kleine Debatte entspann sich nur bei dem eisten Berathungsaegenstand die Erbauung einer stehenden Brücke zwischen Mainz und Kastel betreffend. Der Berichterstatter, Herr Wern her, führt aus, wie in der Jetztzeit, gerade so wie früher, eine feste Brücke über den Rhein bei Mainz eine wesentlich militärische Bedeutung habe und wie deßhalb das Reich sich einer Unterstützung des Brückenbaues nicht entziehen könne — Se. Erlaucht der Gras zu Solms- Raubach kann nicht mit freudigen Gefühlen für die Vorlage stimmen, da unser Land von dem Reiche und Preußen gezwungen werde, Aufwendungen für das große Vaterland aus eigenem Säckel zu machen. Jedenfalls sprächen bedeutende Billigkeitsgründe für die Gewährung eines Beitrages zum Brückenbau von Seiten Preußens, da seiner Ansicht nach z. B. für den hessischen Antheil an der Main-Weser-Bahn nicht eine volle Werthemschädigung stattgesunden habe. — Se. Großh. Hoheit der Prinz Alexander schließt sich den Ausführungen des Vorredners an und glaubt, daß Preußen umsomehr veranlaßt sei. einen Beitrag zum Brückenbau zu leisten, als die Stadt Mainz seit dem Jahre 1866 den osficiellen Titel einer Königlich Preußischen Festung trage. — Nachdem noch Herr Domdcchant Heinrich Namens der Mainzer Bürgerschaft ohne Unterschied der Stellung seinen Dank für die große Wohlthat ausgesprochen, welche der Stadt durch die Erbauung der Brücke erwiesen werde, und Herr Lauteren sich Dem angeschlossen, erfolgt, wie bemerkt, einstimmiger Beitritt zu dem Beschluß der zweiten Kammer. — Bei der Vorlage Großh. Staatsministeriums in Betreff der Aufbesserung der Ruhegehalte der vor dem 1. Jannar 1874 pensionirt'-n Eivilstaatsdiener befürwortet Se. Großh. Hoheit der Prinz Alexander die gleichmäßige Erhöhung auch der über 3600 Jt. betragenden Pensionen, worauf Staatsmmister Freiherr von Starck, Exc.. bemerkt, daß eine derartige Vorlage in der zweiten Kammer absolut keine Aussicht aus (in* Erfolg habe. Auch hier wird einfach den Beschlüssen zweiter Kammer beigetreten. — Nächste Sitzung morgen Berlin, 6. Äprtt. Die Zahl der Auswanderer auS dem deutschen Reich betrug 1879 im Ganzen 33,327 und zwar 20,106 männliche und 13,221 weibliche Personen. Preußen stellte in dieser Summe 21,150, Hessen» Nassau 1204. Im Jahre 1878 wanderten 24,217, 1877 nur 21,964 Personen aus dem deutschen Reich auS. Nach verschiedenen veröffentlichten Notizen scheint die Auswanderung in diesem Jahre besonders stark zu werden. AranLreich. Pari», 6. April. Alle conservattven Journale verwerfen die in dem Schreiben des Prinzen Napoleon kundgegebenen Ansichten. In einem Artikel de- „PayS" sagt Caflagnac: Es ist ein unverbesserlicher Fehler. Wenn dies das Kaiserreich ist, welches man uns anbtetet, so weisen wir es mit Widerwillen zurück. Telegraphische Depeschen. Wagrrer's telegr. Eorrespouveur ■ Bureau. Berlin, 7. April. Die Nachricht hiesiger Zeitungen, daß der Reichskanzler schon vor 3 Tagen seine Entlassung gegeben, der Kaiser bereits darauf unter Verweigerung der Demission geantwortet und der Reichskanzler sodann das Demtsstonsgesuch aus Gesundheitsrücksichten erneuert habe, ist vollständig unbegründet. Der Reichskanzler hat gestern sein Demissionsgesuch eingeretcht mit der Motivirung, wie in der gestrigen „Nordd. Allg. Ztg." angegeben war. Eine kaiserliche Entschließung liegt bis jetzt nicht vor. — In parlamentarischen Kreisen wird als sicher angenommen, daß der Bundesrach durch Wiederaufnahme der Verhandlungen über die Stempelabgaben den Anschauungen des Reichskanzlers entgegenkommen werde, um so mchr, als die ReichSverfaflung einen Reichskanzler erfordert, der für die Gesetzvorlage die Verantwortlichkeit übernimmt und solche gegenzetchnet. — Es verlautet, daß die bisherige Art der Vornahme von Substitutionen bei Abstimmungen im Bundesrathe jedenfalls zu einer Initiative führen dürste, wonach dieses Substttuttonsrecht, eine Anzahl von Stimmen verschiedener Staaten in Eine Hand zu legen, zur Vermeidung von Uebelständen die nothwendtge Beschränkung erfährt. — Die Genesung des Kaisers ist so wett vorgeschritten, daß Se. Maj. heute eine Spazierfahrt machen konnte. Petersburg, 7. April. Der „Herold" vernimmt, daß demnächst der Proceß gegen Dr. Wey mar zur Verhandlung kommen werde. Dr. Weymar ist angeklagt, mit seinem Wagen dem Mörder des Generals Mesenzow zur Flucht verholfen und später dem Verbrecher Solowjew Revolver und Gft verschafft zu haben und ferner vor 3 Jahren dem Fürsten Krapotkin, welcher bekanntlich gleichfalls wegen nihilistischer Umtriebe sich im Anklagezustand befand und krankheitshalber im Hospital gefangen gehalten wurde, ebenfalls mit Hülfe seine- Wagen- di- Flucht erleichtert zu haben. Berlin, 7. April. Reichstag. Berathung des Antrages Rickert-Stephani, betreffend die deutsche Rechtschreibung. Stephani bittet, den Antrag rein sachlich zu behandeln. Nichts habe ihm ferner gelegen, als irgend eine politische Tendenz. Der Antrag verlange nichts, was nicht zur Competenz des Reiches gehöre und vermeide ein Eingreifen in die Befugnifse der einzelnen Cultusm'nistcrien. Die Verfügung des preußischen Cultusministers betreffs der neuen Rechtschreibung in den Schulen oerkenxe die Aufgabe der Schulen Die Schüler sollen lernen, toas im Volke sich als Rechtschreibung ausgebildet; nicht aber dürfe man das Volk durch die schule zur Annahme der neuen Rechtschreibung zwingen wollen. Redner beleuchtet weiter die Uebelstände, zu denen das einseitige Vorgehen des preußischen Cultusministers führen müsse. Richt auf dem Wege der Verordnung, sondern der wissenschaftlichen Entwickelung müsse sich die Reform der Rechtschreibung vollziehen. Wenn reglementirt werden solle, müsse es wenigstens für das ganze deutsche Volk geschehen, damit nach Einigung des deutschen Reiches nicht gerade in der deutschen Sprache Zerrissenheit eintrete. — v. Marschall erklärt sich gegen den Antrag, da es nicht zulässig sei, daß der Reichstag Beschlüsse fasse, um bestehende Erlasse der Einzelregierungen zu beseitigen oder deren Durchführung ru erschweren. Stephani habe seinen Antrag durchaus sachlich behandelt; in der Presse seiner Parthei aber habe der preußische Kultusminister eine Behandlung erfahren, die vermuthen lasse, daß die Agitation gegen denselben nicht allein auf orthographische Gründe zurückzuführen sei. Die Verfügung des Cultusministers sei nicht orthographischem Partikularismus entsprungen, sondern sei als nothwendige Initiative gegenüber der herrschenden Verwirrung in der Rechtschreibung mit Freuden zu begrüßen. In Bayern und Sachsen werde dieselbe Orthographie eingeführt; es sei also nicht angezeigt, durch Annahme des Antrags Stephani die sich anbahnende Einigung in der Rechtschreibung zu zerstören. Das deutsche Buchdruckereigewerbe begrüße das Vorgehen des preußischen und des bayerischen Cultusminlster mit Freuden und wünsche, daß die anderen Staaten folgen möchten. Er und seine Freunde würden gegen den Antrag stimmen. — Günther (Nürnberg) hält den bestehenden Zustand, wobei vier orthographische Systeme neben einander gelten, für unerträglich und erklärt sich für den Antrag. Reichensperaer iCrefeld) bezweifelt die Competmz des Reiches. Man solle die Entwickelung der Rechtschreibung ruhig sich weiter selbst überlassen Es sei schon viel zu viel reglementirt worden. Die ganze Frage sei hauptsächlich von Schulmännern angeregt- Die Klagen darüber seien sehr übertrieben, v Kardorff erklärt, das Reich allein sei dazu berufen, die deutsche Rechtschreibung zu ordnen. Er sei aber überhaupt gegen eine Ordnung der Rechtschreibung durch Reglements und beklage daher das Vorgehen des preußischen Cultusministers, das nur geeignet sei, die Verwirrung zu vermehren. Er werde mit seinen Freunden gegen den Antrag Stephani stimmen. Gareis erklärt sich gegen den Antrag, weil durch denselben die Fortentwickelung der Rechtschreibung gehemmt werden könnte und weil er ein Veto gegen Verfügungen der Einzelstaaten enthalte v Treitschke ist gegen die Beschränkung der freien Entwickelung der Rechtschreibung durch Reglements. Er werde dem Anträge Stephani zustimmen, indem er ihn konservativ auffasse und jede neuen Reglements vermeiden wolle. Windthorst erklärt sich aegen den Antrag Stephani. Die germanistischen Gelehrten hätten eine solche Auflösung in die Grundlätze der Orthographie gebracht, daß die Schulverwaltung sie nicht dem einzelnen Lehrer überlassen könne, sondern sie generell regeln müsse. Das Reich als solches sei zur Regelung nicht competent. Der Reichskanzler als solcher würde, wenn er sich dazu aufwürfe, seine Competenz überschreiten und aufhören, Reickskanzler zu sein. — Staatssecretär Hofmann erklärt, er könne zu den Ausführungen des Vorredners nicht schweigen, um durch Stillschweigen nicht etwa zu bestätigen, was Windthorst über die Stellung des Reichskanzlers in der Frage gesagt Der Reichskanzler habe in seinem Erlaß angeordnet, daß die Rcichsbehörden bei der bisherigen Schreibweise stehen blecken sollen, bis eine reicksgesetzliche Regelung herbeigesübrt worden sei. Damit habe der Reichskanzler die Zuständigkeit des Reiches in der Frage anerkannt. Er könne der Reicksregierung darin nicht prajudiciren lassen. — Zum Schluß tritt Rickert nochmals für den Antrag ein. — Der Antrag Stephani- Rickert wird darauf g>.gen eine starke Minorität (bic liberalen Fraktionen» abgelehnt. Reichspartei, Centrum und Comervatire stimmen dagegen. — Die Wahl v. Arns- waldt's (Hannover) wird nach dem ?l «trage der Wahlp'.üfungs:Commission für ungültig erklärt. — Es folgt die erfte^Berathung des Viehseuchengesetzes. Staatssecretär Hofmann empfiehlt die Vorlage wohl wollender Aufnahme und behält sich die Begründung der Einzelbestimmungen für die Specialberathung vor. v. Wedell Malchow und Graf Behr beantragen die Ucberweisung der Vorlage an eine Commision von 23 Mitgliedern. Der Antrag wird angenommen. Nächste Sitzung Donnerstag. Tages- ' ordnuNg: Wuchergesetz und kleinere Vorlagen. Berlin, 8. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Ueberblickt man die Haltung deö Journals „Germania" feit dem Erlaß des Bce»e vom 24. Februar, so möchte man glauben, daß die Generale, welche sich bei dem Kampfe besser stehen als tm Frieden, den Versuch gemacht hätten, die Curie dahin zu bestimmen, daß sie die Verwirklichung der Ankündigung des Breve an unmögliche Modalitäten und Bedingungen knüpfe. Sollte die Nachricht sich bestät'g-n, so sind wir doch nicht geneigt, zu glauben, daß diese Versuche bei Leo XIII. Erfolg haben werden. Die Nordd. Allg. Ztg." erörtert die Nachtheile der Substitutionen im Bundesrathe und schreibt diesbezüglich: Wir glauben, daß es Aufgabe des Präsidium- sein wird, der Schädigung, welche die Entwickelung unseres Verfassungslebens durch Verminderung der Theilnahmr an den Arbeiten de- BundesratheS erleiden kann, durch Anträge auf Reform der Geschäftsordnung entgegenzuwirken. Es dürfte angezeigt fein, eine Sonderung der Arbeiten vorzunehmen, vermöge welcher die wichtigeren derselben sich auf einen Zeitraum zu concentriren hätten, der so kurz bemessen sein würde, daß den leitenden Mini- steril die Theilnahme ohne Schädigung ihrer verantwortlichen Geschäfte in der engeren Hemath gestattet wäre. Lokales. Gießen, 7. April. Vom 1. bis 5. April l. I. ist in den Recurrenshospitälern zu Gießen ein Kranker ausgenommen worden, während die Zahl der Entlassenen sich auf 8 belief; es verblieb ein Bestanv von 15 (12 M., 3 W.) In dem Recurrenshospital zu Friedberg hatte ein Zugang von Kranken nicht statt, genejen gingen ab 4, und es verblieben in Behandlung 13 (M ). Einzelne Fälle an Rückfalltyphus befinden sich zur Zett ferner in Behandlung in bett Hospitälern zu Darmstadt und Worms. (D. Z.) — Der „Darmsi. Ztg." ist die Mittheilung geworden, daß daS mit dem Vorstand der zoologischen Station zu Neapel, Herrn Profesior Dr. Anton Dohrn, getroffene Uebereinkommen, wonach der Großherzoqlichen Regierung bas Recht zusteht, die Hälfte eine« Arbeitsttseyes in dem genannten Institut zu wissenschaftlichen Forschungen diesseits zu bezeichnenden Gelehrten zur Verfügung zu stellen, bis zum Frühjahr 1882 verlängert worden ist. Gesuche um Benutzung dieses Arbeitstisches sind an Großherzogliches Ministerium deS Innern unv der Justiz zu richten. Vermischtes. Göttingen, 1. April. Der durch seine Wetterprognosen sehr bekannte Profeffor Klinkerfues beging am 29. v. M. sein 25jährigeS Doctor Jubiläum. Der Profeffor W. Klinkerfues ist am 29. März 182: zu Hofgeismar geboren. Seine Neigung zur Mathematik brachte ihn nach vollendetem Schulbesuche in das Amt eines Feldmeffers, welche« er verwaltete, dis er die Universität Marburg bezog. Von hier kam er 1851 nach Göttingen als Assistent von Gauß. In Göttingen erwarb er sich auch dann Den philosophischen Doetortitel am 29. März 1855. Nach Gauß' Tode wurde Klinkerfues Observator und Mitglied des Direetoriums der Sternwarte. In dieser Stellung blieb er bis 1^67, in welchem Jahre er zum Dircetor der Sternwarte ernannt wurde. Es geickah dies in Folge eines Rufes als Director an die Sternwarte zu Hamburg, welchen Klinkerfues Ende 1>*66 erhielt, aber ablehnte. Neben seinem Lehramte entwickelte unstr Jubilar eine reiche literarische Thättgkeit. Von seinen Geistesproducten in dieser Richtung nennen wir folgende: „Theoretische Astronomie", ein sehr geschätztes Lehr buch; ferner „Aberration der Fixsterne nach der Weltentheorte", „Untersuchungen aus der analytischen Optik, insbesondere über den Einfluß der Bewegung der Lichtquelle auf die Berech. nung", „Tbeorie des Bifilar-Hygrometers", „Versuche über die Bewegung der Erde und der Sonne im Aether", „Ergebniffe der Spektralanalyse in Anwendung auf die Himmelskörper von W. Huggins, übersetzt und mit Zusätzen versehen von W. Klinkerfues", „6tiot, Versuche über die mathematische Theorie des Lichtes, übersetzt und mit Zusatz versehen von Klinkerfues", „Beobachtung der totalen Sonnenfinsterniß 18. Juli 1860 zu Eullera (Spanten)". Zu dieser Beobachtung war Klinkerfues von der hannoverschen Regierung nach Spanten geschickt. Außer- dem schrieb er eine große Zahl von Abhandlungen, welche tn den „Nachrichten Der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen" erschienen sind. Auch auf dem Felde der Entdeckung und Erfindung hat der Jubilar sich einen sehr bekannten Namen gemacht Außer seiner Entdeckung von sechs Kometen nennen wir hier die zweite Erfindung der GaSzünder, welche wett vollkommener ist als die erste, ferner die Erfindung deS Dtstancemeffers für Infanterie, Artillerie und Marine, das Bifilar Hygrometer, Den Apparat zum gleichzeitigen telegraphiren mehrerer Depeschen auf einem Drahte. Ein nicht geringes Verdinst hat Klinkerfues sich außerdem dadurch erworben, daß er der Erste gewesen ist, welcher die Wetterprognosen zum Besten der Landwirthschaft veröffentlicht bat. Dos Gebiet dieser Veröffentlichungen ist ein sehr ausgedehntes. Wie man hört, erhalten täglich acht der größten Zeitungen Deutschlands auf tele» graphischem Wege die Anzeige des murhmaßltchen Wetters von Profeffor KlinkerfueS. Theater. M. Mosenthal's Deborah und Lessings Nathan! Hier lebendige Poesie, da crasse Wirklichkeit, bier die Offenbarung eines Genius, gerichtet an die, welche ihn begreifen können, an die Auserwählten, da das Werk eines talentvollm Schriftstellers, sich wendend an Alle, Die es lesen oder hören, an das ganze Volk, beide aber entspringen derselben Gesinnung, beide predigen Toleranz, Nächstenliebe. — Dies kurz die Gedanken, welche uns gestern Abend bet der Aufführung von Mosenthal's Deborah bewegten. Mosentbal führt unS wirkliche, lebende Gestalten vor Augen und darum fühlen und leben wir Alle mit ihnen, er spricht in einer edlen und zum Herzen dringenden Sprache durchs Volk zum Volke Es ist daher schon erklärltch, daß dieses Stück in kurzer Zeit die Runde über alle oeutichen Bühnen gemacht und mehr wie sedes andere Stück in das Repertoir derselben dufgenonmmen worden ist. Es freute uns daher gestern Abend, einer so gelungenen Aufführung desselben beiwohnen zu können. Die Titelrolle fand in Frau Schubert Schneeberger eine sehr gute Vertretung. Diese schon an und für sich durch eine klangvolle unv sympathische Stimme beglückt, verstand eS sehr gut, jede Uebertretbung, wie sie bei der glühenden Sprache des Dichters nahe gelegen, zu vermeiden. Maßvoll in der Darstellung einer „maßlosen" Liebe und eines „maßlosen" HaffeS, ganz erfüllt von der Idee des Dichters, riß sie die Zuschauer zu wiederholtem Beifalle hin. Herr Weltzin, der die Rolle des Joseph übernommen, war von derselben Begeisterung für diese durchdrungen. Einer solchen Deborah gegenüber war es auch nicht leicht anders möglich. Frl. König bot uns als Hanna ein liebliches Bild, und ruhig und ergeben wie ihre Liebe selbst, war auch der Ausdruck derselben. Frau Debauer hat ix ihrer an sich kurzen Rolle recht SuteS geleistet, wie auch Herr Gärtner als Lorenz und Herr Müller als Schulmeister ihren Rollen Ehre machten. Kurz Alle haben zu einer würdigen Aufführung des Stückes beigetragen und uxS dadurch einen genußreichen Abend verschafft. Handel und Verkehr. Limburg, 7. April. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 20.00, Weißer Wetze« JL 19.60, Korn JL 15.35, Gerste JL 11.50, Hafer, jtL 7.60, Erbsen JL —. (Durchschnittspreis pro Malter.) Kartoffeln (50 Kilo) JL. 0.00. Frankfurt, 7. April. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Eentner 2.00— 3.50, Stroh Xi 2.00—3.40. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. Jt 0.90—00, 2. Qual. 0.80, im Detail das Pfund JL 1.20—00, 2. Qual. JL 1.10—00. Gier daS Hundert ttal. JL 7.00, deutsche Eier 5.00 Jt, Ganze Erbsen das Pfd. 20—26 geschälte Erbsen 32—37 H, Bohnen 27—29 Linsen 40—50 Weißkraut das Stück 15-25 H, Rothkraut, 1 St. 20-30 H, Kohlrabi — 4 Kohlkraut 12—15 H, Blumenkohl 1 St. 20—8'^, Wirsing 10-20H, Kartoffeln 100 Ko. 7, Zwiebeln 1 Bund 6 Merrettia 25 St. —1 Stück 14—16 H Ochsenfittich per Pfund 60—70 H, Rindfleisch 45-60 Kuhfleisch 45-60 Kalbfleisch 45—55 H, Hammelfleisch 40—65 Schweinefleisch 65—70 ein Hahn JL 2.10—2.50, ein Huhn JL 2.00—2,50. eine Ente « »601 bei bt» di. 6u " ,fl Hdje ' Ä*t Ä?" M ^l'iorbnung ^„»-bkitm oeitraum w M.n «in,, We tn btr kannte Prvfrsivr )n Prosrsior K »ur Mathematik l<8 « vermattete, 'S«" all Äjfistm httl am 29. März DnrclorillmS der |um Dlrertor bei tot an die Etrrv- t. ledert feinem n öriHprotocim ir grichätzteS Lehr tKw aui der ana: le aui die Lerech der Erde und der zunrnetSkörper von tot, versucht über von ilinMuti“, itn)“. Ln dieitt geschickt. Außer-- i dkl r Entdeckung und ftintt Entbeckunq «eiche weit v»ü- fanttrit, Irliame zra-hiren mehrerer sich außerdem da- ien zum Äeßm bn ift ein sehr ache- atichlanbö auf tete« Inikerfurl. * pis r&ff *"*54 Mi- tfiütaN * SffL «rf« htr»6*" , £*** Po^re, da craffe t begreifen können, wb eren Verzinsung aufhört. Gießen, den 7. April 1880. Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde. 2463) M. Homberger. IIolsrer«teigert anderen Hauses e, um bezüglich des licher Rechtsanwä! anmalte regelnden sleller und den P> Anwaltstandes sei welchem Zeitpunkl ordnung bettefs Berlin, nrrgt überall t liche Veranlaffl nahm Preußen auch von Post aber in eutsckie mts bekämpft, jungen die Ltei demnach fltgtti. Mb. Mg. f- üerlai fhmunfl des A, im Buüesrathe. ^gelegenheit ar lvnsirvaliven A Sonnabend-Eikl nichts Geringere Reichskanzlers. N über tif9j ff" eine große »I« B-fnimg, Wßfkndunsen, Bundesst rutti.ren und M diejenigen «anntlich 58 "^staatliche ®ti ,T Maatltä nn; M einzeln^ M Müihü Die P t(e| $tl! Ulllerlrg^ j">d «Oi, Är w‘« 1 "lht, wie jefct 3nn’ Man , ile r\. -l ,Q! t ^lttung-st fe IV"« u jene 91 8,n die ®{lf Gute Rockarbeiter sucht Z. A. Mumenfeid. Ein zuverlässiges Haupt-Agentur einer alten deutschen Lebensversicherung aus Gegenseitigkeit mit einem nicht unbedeutenden Prämien - Jncasso ist sofort anderweit zu besetzen. Cautionsfähige Bewerber oelleben sich unter Z. 1689 bei Rudolf IHosae (Jean Bo eck) @ief?en zu melden.__(2392 Gesucht ein Lehrling mit guter Schulbildung und den nöthigen Vorkenntnissen für das Comptoir einer hiesigen Fabrik. Event. Offerten sub P. 20 befördert die Exped. Höhere und erweiterte Mädchenschule ZU Gießen. 2445) Die Aufnahmeprüfung findet Samstag den 10. April,. Morgens zwischen 9 und 12 Uhr, im Schulbaus auf dem Oswalvs-- berg statt. Die Anmeldungen werden Freitags, Nachmittags von 2—4 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten in der Luvwigs- straße mündlich oder schriftlich entgegengenommen. Die Kinder, die noch keine Schule besucht haben und der Vor^ schule der höheren und erweiterten Mädchenschule zugeführt werden, sollen, werden ebenfalls am Samstag Morgen um die angegebene Zeit auf dem Oswaldsberg angemeldet. 'Erforderlich ist der Impfschein sowie eine genaue Angabe des Geburtstags und -Orts der Kinder, sowie des Namens und Standes der Aeltern bzw. Pfleger. Das neue Schuljahr beginnt Montag den 12. d. M., an welchem Tage das neue Schulhaus bezogen wird. Der Unterricht nimmt seinen Anfang Dienstag den 13. April, Morgens um 7 Uhr, für die oberen und mittleren Klaffen, um 8 Uhr für die unteren. Die Aufnahme der Schüler für die Staotknaben- und Mädchenschule erfolgt am ersten Mai und wird darüber besondere Bekanntmachung erlaffn. Gießen, am 6. April 1880. Die Direktion: VigvlrrrS. Ä Mo», sn1 >°°r btt Zu vermietheu. 2334) In meinem Hause auf der Nord anlage die erste Etage, bestehend aus fünf Zimmern, Küche, zwei Bodenkammern, Gartenantheil und allen Bequemlichkeiten und per 1. Mai beziehbar. _________________W Seuling. 2324) Ein Stübchen mit Belt zu ver- miethen.Wetzsteingasse A. 33. 2471) Ein Heckenstümpfer empfohlen. Zu erfragen in 2460) Für das Pfarrhaus zu Rechtenbach bei Wetzlar wird ein ordentliches Dienstmädchen, welches in allen Haus- und Küchenarbeiten erfahren ist, auf sofort gesucht. riäQQOäDOöaioadooTOääag Marie Frohnhäuser g B Christian Rosenberg d o Verlobte. g C U g Ludwigshütte, Giessen, ö Verlobungsanzeigeii, Visitenkarten) Einladungskarten) Todesanzeigen, etc. etc. liefert in kürzester Frist zu billigen Preisen die Buch- und Steindruckerei von (1171 Eonis Weuzel, Giessen. 2369) Die Schneidemühle von Andreas Guter übernimmt Werkholz zum Schneiden und rechnet von heute ab 2 H pr. Q'. 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