Donnerstag den 8. Juli »tr. 186 1880 Meßmer Mitzeiger Aireigk- md AmisbIM str de« Kris Gieße« Medaetts«SV«reaor \ «AltrOt.rt6> t, 1fl / ®4uIftra6e B" *’• Erscheint täglich mit Ausnahme des MvUtagS ontag 1 Uhr. -erhardt, Linden- Äderung durch die :hulhof. I Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. neuen Quartals, io! »jnnemtnt. n bie Coaeerte (4592 Rom seine rechtmäßige Stellung wiedergeben würde, so bereitschaft von Staat und Kirche in Deutschland dafür, mit ihnen die Menschen und Ansichten sich inzwischen haben. daß bie Revolution spricht die Friedens- daß die Zelten und bedeutend geändert Politische Ruhe. AuS der Reise des Fürsten Bismarck nach Friedrichsruhe dürfte mit Recht zu schließen sein, daß vorläufig dem deutschen Reiche keine neuen Ueber- raschungen bevorpehen und die hohe Politik noch alter guter Sitte Sommerferien wacht. Das Bild völliger Ruhe kann allerdings zur Zeit weder Deutschland noch Europa gewähren, denn wie schon in unserem eigenen Lande eine ganze Anzahl wichtiger Tagesfragen in der Schwebe ist, so bietet der ganze Continent den Anblick eines wogenden Sees, und wenn auch kein Ungewttter sich entladet, so stehen doch schwere Wetterwolken am politischen Horizont, und das Leuchten ferner Blitze hält Europas Völker in Spannung. Die Verhältnisse Deutschlands sind ohne Zweifel gesichert, aber es hat Frankreich und Rußland an seinen Grenzen und Rom in seiner Mitte; es kann dem Himmel danken, daß der Führer seiner auswärtigen Politik auch in Friedrichsruhe auf der Wacht bleibt und die etwa heraussteigenden Gefahren erkennt. Ein englischer Diplomat behauptete einmal von der auswärtigen Politik Deutschlands, was Andere nur muthmaßen, sei für Bismarck eine Thatsache, und gerade jetzt, wo so mancherlei Anfeindungen gegen den Kanzler hervortreten, muß man sich in's Gedächtniß rufen, daß er stets zuerst die Ge- fahren, die unserem Vaterlande drohten, erkannt und sie mit festem Entschlüsse rasch abgewendet hat. Deutschland. Aus Hessen, 4. Juli. Bekanntlich hat sich die zweite Kammer bet ihrem Zusammensein eingehend mit dem Gertchtskostenwesen, namentlich insofern es die ntchtstrettige Gerichtsbarkeit betrifft und demnach partikularrechtlich geordnet werden müßte, beschäftigt und ist schließlich zu dem Ersuchen gelangt, die Regierung möge die fragliche Gesetzgebung einer Revision in den zur Sprache gebrachten Richtungen unterziehen. Die erste Kammer trat diesem Ersuchen hternächst bet, wie denn auch die Regierung sich bereit zeigte, die einschlägigen Punkte in nähere Erwägung zu ziehen, sobald sich einigermaßen aus der Erfahrung reden laffe. Neuerdings hat nun die Negierung die Ge- richte zur bertchtlichen Aeußerung über die revisionsbedürftigen Stellen der betr. Gesetze bezw. Verordnungen aufgefordert und dürften demgemäß bald manche bisher hervorgetretene Desiderien ihre Erledigung finden. Für die Preffe ist der jetzige Moment besonders geeignet, gerechtfertigte Wünsche zur öffentlichen Kenntntß und bezw. Geltung zu bringen. Berlin, 5. Juli. Mit Bezug auf die im Reichstage auf Antrag des ^tvg. Grasen Bismarck gefaßte Resolution, betr. die Beschränkung der Wechsel- sählgkeit, hat der Reichskanzler das auswärtige Amt beauftragt, die verbündeten Regierungen um ihre Bethülfe für Sammlung des Materials zur Vorbereitung eines näheren Eingehens auf die Frage zu ersuchen. Das in Folge deffen vom Fürsten zu Hohenlohe unterm 9. v. Mts. erlassene Circular bemerkt über bie Stellung M Reichskanzlers zu der Resolution des Reichstages Nachstehendes: Die R,Elution sei auS der Anschauung hervorgegangen, daß die allgemeine Wechselsähigkeit über das Bedürfniß hinausgehe und wucherlicher Ausbeutung Vorschub leiste. Auch könne nicht ohne Grund behauptet werden, daß die Gewährung der Wechselsähigkeit den an dem Geld- und Handelsverkehr nicht teilnehmenden Berufsklaffen keinen Nutzen bringe. Es komme darauf an,, den Umfang festzustellen, in welchem die Wechselsähigkeit ein wirth- schaftliches Bedürfniß sei. Von diesem Gefichtspunkle aus werde wohl kaum bezweifelt, daß gewisse Kategorien von Personen sich völlig fern von dem Wechselverkehr halten können, z. B. Soldaten, Studenten, Gelehrte, Geistliche, Lehrer und andere Beamte, während Kaufleute, Fabrikanten, Bergwerkbesttzer, Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschasten, gewerbliche Hülfskaffen rc. denselben nicht entbehren könnten. Bei einer Reihe von Berufsarten aber erschienen die Grenzen des wirthschaftlichen Bedürfnisses in hohem Grade zweifelhaft. Vornehmlich gelte dies von den Grundbesitzern und solchen Gewerbtrei- bendkn, die nicht im Sinne deö Handelsgesetzbuches Kaufleute find. Es dränge sich die Frage auf, ob der Wechselcredit dem größeren oder auch dem kleineren Grundbesitz, ob er dem mit gewerblichen Unternehmungen verknüpften oder auch dem auf landwirthschaftlichen Betrieb sich beschränkenden Grundbesitz, ob er dem städtischen wie dem ländlichen Grundbesitz offen zu halten sei, ferner wie wett das Bedürfniß verbiete, den Gewerbtretbenden, nautentltch den Handwerkern, den Wechselverkehr zu verschließen. Zur Beantwortung dieser Fragen fehlte eS bis jetzt an ausreichendem und zuverlässigem Material. Bei der Bedeutung des Gegenstandes für daS Gedeihen jener Berufsklaffen und für das Gesammtwohl halte der Reichskanzler sich für verpflichtet, die Vornahme der zur Aufklärung der Sache geeigneten Ermittelungen anzuregen. Das auswärtig/ Amt sei daher vom Reichskanzler beauftragt worden, die Bundes- RegierMt^en ju er (uchtn, Ermittelungen fibei die Frage veranrafsrn zu wollen. „ob das wtrthschaftliche Bedürfniß es erheischt, den nicht zu den Kaufleuten gehörenden Grundbesitzern und Gewerbtretbenden, namentlich Handwerkern, die allgemeine Wechselfähigkeit zu erhalten »der ob es nicht vielmehr eine Beschränkung derselben sowohl zuläßt als erfordert", und im Falle der Bejahung des letzteren Theils der Alternative, „welche gesetzlich bestimmbaren Grenzen für die Beschränkung zu ziehen sind?" Im Anschluß hieran werde es sich empfehlen, der Frage nachzugehen, welche in den der Resolution des Reichstages vorausgegangenen Verhandlungen übrigens auch schon bet Berathung der Wechselordnung angeregt ist, nämltch: „ob rücksichtlick der genannten Kategorien vom wirtschaftlichen Standpunkt ein Unterschied zwischen gezogenen und eigenen Wechseln zu machen und ob überhaupt von diesem Standpunkte es geboten ist, neben dem Institute des gezogenen Wechsels das des eigenen Wechsels bestehen zu lassen." — Die „Voss. Ztg." schreibt: Wie wir vernebmen, sind die Reichstags- Abgeordneten Hasselmann und Fritzsche wegen Bannbruchs auf den 20. Juli dieses Jahres vor das Landgericht I in Berlin geladen. Bekanntlich war auf Beschluß des Reichstages während der letzten Session das Strafverfahren gegen die Genannten sisttrt worden; der Reichstag hatte sie aber noch weiter zu schützen geglaubt, indem er bei Gelegenheit des Antrages der Regierung auf Verlängerung deS Soctaltstengesetzes in die betr. Vorlage als Art. 1 eine besondere Bestimmung über die Reichstags-Abgeordneten ausnahm. Unter diesen Umständen muß man auf den ferneren Verlauf der Angelegenheit gespannt fein. Mi 1880: ERT schule fKnaben- den ia Ober.Lchle- acktarz. -»ßkeu Zeitungen em V Die augenblickliche Ruhe in der Politik vermag uns nicht darüber hinwegzutäuschen, daß die Verhältnisse Europas wenig Aussicht auf einen bauern» deu Frieden bieten. Erst vor einigen Tagen hat nach dem Schluß dex Grenz- Conferenz in Berlin ein Diplomat geäußert, ter Friede werde in diesem Jahre erhalten bleiben, im nächsten Jahre würden die Kanonen reden, und 1882 würde eine neue Conferenz tagen. Diese Prophezeiung bezieht sich nicht auf Friedensstörungen, welche dtrect Deutschland betreffen, sondern lediglich auf den Orient. Deutschland ist zu stark und gefürchtet, als daß der französische Radikalismus und der russische Absolutismus in einem Angriffskriege nicht an ihm zerschellen würden. Und wenn früher die römische Curie Jntriguen schmiedete, um Kriege wider Deutschland anzuzetteln, wenn ein päpstlicher Nuntius in Württemberg sogar die Hoffnung aussprach, ' ~ ' Die politische Ruhe im Orient steht dagegen auf so schwachen Füßen, daß möglicherweise schon im laufenden Jahre die Kanonen den Epilog zu der Berliner Nachconferenz donnern können. Es sieht gewiß nicht nach Frieden aus, daß Griechenland und die Türkei mächtig rüsten; es riecht stark nach Pulver, wenn die Großmächte gegenwärtig beschließen, welche Zwangsmaßregeln gegen die Pforte zu treffen find, falls sie das Conserenz-Votum ablehnt. Zunächst soll eine Flottendemonstration den nöthigen Nachdruck geben, und den englischen und französischen Kriegsschiffen werden sich italienische Fregatten anschließeu, um Konstantinopel ihre Flaggen zu zeigen. Gleichzeitig aber — und das ist die bedenklichste neue Post — herrscht in Stambul unter den Muhamedancrn die größte Aufregung; von der Seratlpartet und den Sostas, also von den Säulen der alttürkischen Politik, soll das Schlimmste für den Sultan zu befürchten sein, wenn er in der Griechenfrage nachgiebt. Aengstltche Gemüther fürchten sogar einen Aufstand und die Ermordung der Fremden in Stambul. Oesterreich hat bereits ein europäisches Mandat auf bem Lande, Frankreich und England sollen es zur See erhalten, um der Pforte den Gehorsam für die Wünsche Europas etnzuschärfen, Rußland würde wahrscheinlich auch nicht lange fackeln, falls die Türket nochmals zu den Waffen griffe, und darum dürfte, wenn die politische Ruhe im Orient gestört wird, das Endresultat deS türkischen Verzweiflungskampfes die rasche völlige Vernichtung der europäischen Türkenherrschaft sein. alt» alte pn Pft. TtüL Ar. 2 u 2°Moon 3»,» Neste verkaufen wir von jetzt ab unter -em Fabrikpreise. II« lloclistVilter Söhne. Carl Deines, Landsrchaftsgärtner 4525) Für den großen Bedarf an Obstbäumen zur nächsten Verpflanz- zeit habe mir eine große Anzahl Stämmchen gesichert und erlaube mir ver- ehrliche Gartenliebhaber und Gemeindevorsteher zu ersuchen, jetzt schon Ihren etwaigen Bedarf anzugeben, um allen Anforderungen im Herbst genügen zu können. 4556) Eine Wirthfehaft, in Mitte der Stadt ger legen, zu verpachten. Nab. bei J. Blitz. Heugrasversteigerung -er Stadt Allendorf a./Lda. Freitag den 9. Juli I. I., Vormittags 7 Uhr ansangend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, ca. 40 Morgen, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Unter- thor. Allendors a./Lda., am 6. Juli 1880. Gr. Bürgermeisterei Allendors a./Lda. in 5-, 2-, 1', 72» und V4'Pst^Beuteln mit Preis, Firma und Stempel versehen, sowie in Säcken. Sämmtliche Kaffees sind aus den edelsten Sorten, ohne jede Neues Heu kauft; wer sagt die Exped. d. BI. (4600 Neue holl. Vollhiiringe empfiehlt (4494 Emil Fischbach. Apotheker R. Brandts Schweizer - Pillen die unschädlichsten besten Blutreinigungs- u Abführpillen Nur diejenigen sind ächt, welche in der Etiquette meinen Namenszug 1L das weiße Schweizer-Kreuz in rothem Felde tragen. Per Schachtel 35 Pf. in den Apotheken. 4425 Buchenholz per Ctr. . „ 1.30 Bei 10 Gentner frei in's Haus, liefert 8.- 9— 1.20 im Preise von 90 H an bis 1,70 per i/2 Kilo, gebrannten Kaffee von eAL 110 bis «AL 2.— per Vr Kilo, empfiehlt H. F. Nassauer, B. 114 am Kreuz B. 114. Seltersweg H. liÜBlll Seltersweg Papier- ntib Schreibmalerialieu - Handlung, 4200 Buchbinderei. Agentur und Lager von J. C. König & Ebhardt in Hannover. Während baulicher Veränderung meines Ladens befindet sich der Eingang zu demselben von der Löwengasse aus. Vorzüglichen la. Schweizerkäse, „ la. Limburger Mai-Käse, empfiehlt H. F. Nassauer, B. 114 am Kren; B. 114. Lannenfcheitholz, la. Qualität JL 7 geschnitten rfn ^nbtti btt Ä’S"’8 f" * 'ÄM Institut £ als Doceut tnwirb sein L ' ’flnt Verbiknstr bei »alnltrtvl erkannt sinb die pract,scheu Ber-' "U gtogen Opfern an • .er apothefen, Wegfall nicht nur die Bil» -E tut große Oesahr drr Heilmittel ein -?e zur Würdigung brr r-^er er bie Folgen ber . KLinn) nachanes. Die IHl. tas er leider nicht r namhaftesten Vertreter - uer gewonnen hatte. : Guckheim in Gießen •'■ostt gewesen, PüöbuL '.crmutelnber Rtchumg, den nicht gmngstm er Wichamkeit abberufen. vminer hier die mache- mtv Luf als ordentlicher Heugras von zwei Wiesen im Heegstrauch zu verkaufen bei (4591 Carl Malkomesiuö, Neuenweg. Brennholz. ä Rmtr. O01 Äfl cfl- Freitag den 9. Juli, Mittags 2 Uhr, sollen bei Musikus Geller aus dem Reichensand verschiedene Gegenstände gegen gleich Baar versteigert werden: «ine große Kinder-Bettstelle mit Läusen und eine große Bettstelle, 200 Stück Falzziegel, ein Spinnrad u. s. w. (4564 Mike Vorhänge aller Art, Rouleaux-Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Deeorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung bei (4458 Th* Brück« Hchloßgaffe D. 1. Abends 7 Uhr, findet für die Ausschuß-Mitglieder und die von diesen eingeladenen Gäste ein Probebankett statt; am 18. Juli, Mittags 1 Uhr, ein allgemeines Bankett. Die Theilnahme der Damen ist willkommen. Der Turnplatz wird täglich um 6 Uhr geöffnet werden. Die Feuerwehr hat bereits den Ordnungsdienst übernommen. Abonne- ments^Karten werden außer an der Festcasse, bei Schottenfels, Fuchs (Zeil) und Keller verkauft werden. Aus dem Kinzigthale. Nach den im Kreise Gelnhausen durch die Ge- meindebehörden vorgenommenen Ermittlungen sind in diesem Winter in den 71 Ortschaften 40,666 Obstbäume erfroren und zwar 16,336 Aepfelbäume, 685 Birnbäume, 21,424 Zwetschenbäume, 1195 Kirschbäume und 1026 Nußbäume. Es entfallen dabei auf den Amtsgerichtsbezirk Gelnhausen 11,115 Stück, Amtsgerichtsbezirk Meerholz 12,974 Stück, Amtsgerichtsbezirk Bieber 4640 Stück, Amtsgerichtsbezirk Wächtersbach 8006 Stück und den Amtsgerichtsbezirk Birstein 3931 Stück. Unter den einzelnen Ortschaften hatten den größten Verlust Niedermittlau mit 4850 Stück, Öieblo§ mit 2846, Somborn mit 2228, Wächtersbach mit 1809, Niedergründau mit 1601, Lanzingen mit 1597, Rothenbergen mit 1417, Wolferborn mit 1332, Roth mit 1322, Meerholz mit 1144, Altenmittlau mit 1095, Birstein mit 1060, Neuenhaßlau mit 1003 Stück u. s. w. Ganz verschont waren nur 2 Orte geblieben, Fischborn und Völzberg, die am höchsten liegen. Für die „Wafferbeschädtgten der Lausitz" sind bei uns eingegangen: P. P. 5 E. G. 1 JL F. N. 12 JL, Fri. Mühlbeck 2 JC., L. Bücking 10^, N. N aus Hungen 50 JL Mit dem in Nr. 149 qutttirten Betrage nunmehr 180 JL Um Zuwendung weiterer Beträge bittet Die Expedition des Gießener Anzeigers. ‘"‘»titelt SS; »er bt" t'Kn t r öle Qqbi .nö 2 Qn baittn int h‘töbt: ÄrtL"nen 9 nen eine ,?rQnfbeiten, 01)ereR Älter? N> unb fup kj A.^ie ° 110 DoratFn Rber Wtt), Mans*'1'1« « tarn 4442) Empfehle frei in's Haus geliefert feinstes Licher Exportbier a Flasche 18 W, feinstes Gießener Actienbier ä Flasche 23 Pfg. Georg Dörr Ww., Flaschenbierhandlung, Canzleiberg B 66. Alle Sorten Oelfarben aufs Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, sowie sämmtliche Sorten Lack-, Oel- u.Weingeiststrniffe empfiehlt in anerkannt vorzüglichen Qualitäten (1423 Fritz Flimm, Materialist, Wallthorstraße. Vermischtes. Wiesbaden, 5. Juli. fSchach-Congreß.j Gestern Morgen 9 Uhr begann im weißen -und rothen Saale des Curhauses das Turnier der Meister, sowie die Nebenturntre. Es wurde im Haupturnier in Gruppen, im Nebenturnier in Gängen gespielt. Im Meisterturnter bat bekanntlich Jeder mit Jedem eine Parthie zu spielen. Es sind von den Meistern alle berühmten Namen, mit Ausnahme Zuckertorts, welcher ausblieb, vertreten. Wir bemerkten die Meister Stetnitz, L. Paulsen, W. Paulsen, Blackburne, Bird, Masson, Winawer, Schwarz, Minckwid, Englisch, Schalopp, Schottländer, Fritz, Dr. Knorre, Dr. Schmidt und Dr. Schwede. Nachdem von Morgens 9 bis theilweise 8 Uhr Abends mit aller Scharfe des Geistes gegen «inander gekämpft worden war, vereinigte ein solennes Mahl die sämmtlichen Meister und Jünger des edlen Spieles, bei welchem es an geistreichen und launigen Ljedern und Toasten ^tcht fehlte^ ^bricht der Untersuchungs-Commission über das Tay-Brücken-Unglück (Dundee) ist erschienen. Mr. Rothery, der Wrack-Commissär ist der Ansicht, daß der Bau schlecht gezeichnet, schlecht ausgeführt und schlecht erhalten worden und daß fein Zusammensturz auf natürliche Feh.lcp zuruckzufuhren sei welche em Unglück früher oder -später unvermeidlich machten- Für sämmtliche Fehler sei Sir Thomas Bouch hauptsächlich verantwortlich, für den fehlerhaften Entwurf gänzlich, für die mangelhafte Con- siruction in erster Linie, da er bei gehöriger Ueberwachung die Fehler hatte entdecken und befeitiaen müssen, für die ungenügende Erhaltung gleichfalls m erster Lime, da er ^unterlassen ttne Jnspection des Baues aufrecht zu erhalten, welche dessen Ver- -fassung so dringend erheischte. Die anderen Mitglieder der Commission werden je einen Ao^rbericht Central-Ausschuß für das Turnfest hat beschlossen, daß die Abonnements-Karten vom 14. Juli ab Gültigkeit haben sollen. Am 17. Juli, empfiehlt ihren täglich frisch gebrannten Kaffee, in feiststen Qualitäten, zu folgenden Preisen: Nr. 1 per Pfund Mk. 2.— O fremde Beimischung gebrannt und behalten monatelang ihr reines Q Kaffee-Aroma. q Durch vervollständigte Einrichtung kann jeder gerechten Anfor- — derung sofort genügt werden. Bettsederu und Daunen, Drell, Barchent u Federleinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung empfiehlt Die Möbelfabrik u. -Lasier von Th- Brück,’ (44 59 Schlossgasse Lit. B. Nr. I. efufjfjoöenfaröen in allen Nüanc-n, rasch u. hart trocknend sowie I^einoislccatlf zum Einölen empfiehlt Fritz Flimm, Materialist, 1422) Wallthorstraße. 4446) Die noch vorräthigen Strohhüte verkaufe von heute an zu bedeutend herabgesetzten Preisen. O Ite Oft». Schulstraße 19. Eine große Parthie moderner Sommer- Kleiderstoffe, Beige, sowie neuester Kleider- Kattune, verkaufe, wegen vorgerückter Saison, gegen Baar 10°/0 unter jbtqoglifrn £anW Hemberger, |owie die i rtzNLN- u:tn rottbtn ihcils den ra^burg, welche bn beut- inaj een Btrc in dm bttbtdigten bat aufs Neue eine irr radakssadckantm ufi Zusamnenstelliuig von » r.q.ni angefüzte dies- . : öilaldung des Ge^m» ■yrijirihrung bie )ntn- unv Dorflb unseres i^mrüicheS Mnilierium -!-nitn, baß die Großh- der Snahburger - y. itlit «ushebung alL • an 6. M > KefferschM jjt scheuer beS Zaeob ßcheuer deS WF tzcherishausen eine dem- [(tn Johann 8titt Schmidt 7t z° ‘ *‘•'jjrfliif n JU' SflMWin tU " , bi- Uh- »» „„.»„rotn '“K'äK? tfA, <• * 6. 3«1> 1880’ „ n-lch-r - PaisUS/ w ' <■ Daß ich ,4.. . DflB jM .... & <”* u AeUgevotenes. 4596) Buchen- und Tannen-Scheit- nnd Knüppelholz, letzteres waggonweise, ist billig abzugeben bei JBL. Jung JTF., __________________in Klein-Linden. 4603) Eine Partie Cigarren ist billig abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 8 Feinster Dorsch-Leberthran, rast geruch- und geschmacklos in Flaschen i 60 X 1 und »AL 1,70. (3397 Derselbe eisenhaltig 1 JL. pr. Fl. ___C F. Semmler. la. Äepfel-Geloe, „ Jwetschen-Gelse, „ Bienenhonig, empfiehlt (4607 n. F« Nassauer, V. 114 am Kreu; B 114. 4518) Eine fast neue Laden^hüre, sowie 2 Klappläden werden billig abgegeben. Markt. B. 15. Feinstes Salatöl per Vr Liter 62 Pfg-, empfiehlt 4609) H. F. Nassauer, JB. 114 am Kreuz II. 114. Jerwietyungerr. 4601) Ein fein möblirtes Zimmer im ersten Stock vermiethet ________ Metzger Kiefer, Neuenweg. 4613) Ein schön möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen- Zu erfragen Wallthorstraße 99, im 2. Stock. 4538) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Sonnenstraße B. 106. 3703) In meinem Hause ist ein kleinerer Laden, worin seither Ellenwaarengeschäft betrieben wird, nebst Familienlogis, auch ein kleines Familienlogis mit verschließbarem Corridor pr. 1. «September zu vermiethen. Jean Boeck, Wallthorstraße 223. 3320) Ein neu hergerichtetes Familienlogis bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör ist anderweit zu vermiethen. A. Wallenfels Wtttwe. 3021) Ein schönes Familienlogis von 6 bis "12 Zimmern mit Vorgarten rc. auf dem Seltersberg zum 1. Juli zu vermiethen. Pütz, Ingenieur. 1930) Der mittlere Stock unseres Hauses, bestehend aus 6 Zinzmern rc., ist zu vermiethen. Kauffmann Eo'^Allcenstraße. 4537) Der erste Stock meines Hauses, 3 Zimmer u. s. w-, alsbald zu vermiethen. __________H Bellof, Sonnenstraße. 3486) Der 2. Stock meines Hauses, Mitte August beziehbar, zu vermiethen. __________H Möser II., Alicenstraße. Ein Logis mit allem Zubehör in meinem Vorderhaus sofort zu vermiethen. 2311) I. Georg Unverzagt. 3583) Eine Familienwohnung von fünf Zimmern nebst allem Zubehör, Wasserleitung und Bleichplatz, ist zu vermiethen und am 1. Oktbr. zu beziehen, jedoch nur an eine ruhige stille Familie. Gartenstr. B. Nr. 171 a. d. Wieseckbrücke. 1234) Eine Wohnung im Vorderhause zu vermiethen und alsbald zu beziehen. August Kröll. 4560) Alicenstraße E. 100 eine Wohnung mit 8 Zimmern rc. sowie ein Hinterhaus mit 3 Zimmern, Pferdestall, Remise und Bodenraum von October ab, zusammen oder getrennt zu vermiethen. 4560) L. Ehr. Rübfamen. 4554) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ________________Neue Baue B. 86. 4487) Ein Logis zu vermiethen. __Maigasse Nr. 14. 4104) Die von Frau Appel b-.'wohnte Mansardenwohnung (6 Piecen nebst allem Zubehör) ist per 15. September lfd. Js. anderweit zu vermiethen. _________PH. Böger, Gartfeld 118,6. 4045) Kleines möblirtes Zimmer auf sofort zu vermiethen bei Ehr. PH. Euler, Ludwigsstr. 170,4, Hintergebäude.________ 4084) Zwei schöne Zimmer (Bel-Etage) mit oder ohne Möbel per 1. August zu vermiethen._________Gartfeld A- 1155/iq. 4519) Ein gut möblirtes Zimmer mit Kabinet per 1. August zu vermiethen. Markt B. 15. 4535) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__________Sonnenstraße B. 59. 4551) Sandgasse D. 165 ist das untere Logis zu vermiethen. Näheres in meiner Wohnung Schicßgärten- Adolf Hoß. 4567) Familienwohnung, 4 Zimmer, Gartenantheil und alle Bequemlichkeiten, zu vermiethen. O. Mögenburg, Weinsaal. 3778) Ein schönes Logis von mittlerer Größe, seither von Frau Landrichter Gehger bewohnt, ist anderweit zu vermiethen. __________August Noll im Stern. Familienlogis Bel 6tage — Reichensand-Bahnhofstraße 93,6 - per 1. Oft. (3996) Dr. Kübel. 4093) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei H Keck. 4173) Ein größeres und ein kleines Logis zu vermiethen bei _______________I. Mannberger. 4424) Der obere Stock meines Hau-es, bestehend aus 6 Zimmern, Gartenantheil u. s. w-, ist vom 1- Okt. an zu vermiethen. _______August Wehn, Alicenstraße. 4513) Ein Familienlogis mit Zubehör ist per 1. October zu vermiethen. Näheres bei LouiS Lony, Marktstraße. 2223) Die Parterre-Wohnung in meinem Hause, Seltersberg, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. S. Katzenstein, Holzhdlg. Aermischle Anzeigen. 4573) 6000 JC auf 1. Hypothek zu verleihen. Näheres bei I. Blitz. 4595) Ein erfahrener Krankenpfleger, gestützt auf ärztliche Empfehlungen und gute Zeugnisse, empfiehlt sich für die Privatpfleae. Werthe Aufträge werden im Russischen Hof angenommen. Entlaufen. 4614) Eine junge, schwarz nnd weiße Dogge, gespaltene Schnauze, gestumpfte Ohren, ist entlaufen, und erhält Wiederbringer eine gute Belohnung Universitätsstraße 78. Vor Ankauf wird gewarnt. aDOOKOQaaoaaiODQöcroDoööä 4605) Unserem lieben Freunde, Kollegen und Stammgast 61. 6l zu seinem heutigen 21. Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch, daß der ganze Neuenweg wackelt. Seine Freunde. ooooDacaaooc oaaooaaaaana 4608) Eine anständige Frau sucht Stelle als Kinderfrau oder Hauhälterin. Näheres bei der Exped. d. Bl._____________________ Zimmergesellen gesucht von (4602 Heinrich Ruckstuhl I., Wallthor. Zur gest. Beachtung. 4149) Feine, herrschaftliche und Hotel- Wäsche wird sauber und zu ganz soliden Preisen gewaschen bei Graveur Konradt, Schoor D. 145. 4571) Ein Professor an der Univ, sucht bis zum 15. August oder spätestens bis zum 1. Oktober eine Wohnung von 2—3 schönen möblirten Zimmern. Offerten unter Z. 20 bei der Exped. d. Bltts. ab- zugeben._______________________________ Zu dem Sonntag den 11. Juli stattfindenden yMS* BALL laden ergebenst ein Gebrüder Eich, Salzhausen. Kurhauspächter. (3931 4348) Ein braver Junge, welcher Schreiner lernen will, wird gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Sängerfest des liiisiickerllial-|jiiiiiles am Sonntag den 11. Juli zu Treis a. 3. Das' Mndk 4. Dem a d 5. In. « 6. 3M ititi Uebrr die Ord. vm 28. Set Brztzlich jpecielle Ladu Darmßi , L Aus Mai W litt bie @ln ®et»8 du $ott w Mtnlin 3b«n Nm unb »M, ®(n„ «ta Mitlmb lierouf W, '" W'bm p tz, 1*6 halt n Wem, fcQg |n Wjteft würden. M d'- Nach i!« « durch । •Nm baj, ( btä A, pK SÄ ■»J*. 1. Sv V. «W