glicht». "U Mit guten 3tU0' SÄ’“*'* z SXau,eint® ■1 °n btt Ervtd. foul Äbam. °>nmts für (somit. Schnftljchk "«bttjultjen bdber 's nn en erfaßen _ber Exved. d U p'triitfa Eeure's tu groß, •wit Latte unb alle biüigst verliehen, «tri, Zcunsweg. ter! Mn wnbtn Agenten Zmerv.-Gesellschaft ngungen angesteüt. ' S. 16 postlagernd ««»Lehrlina. HrSli; altes Visen, Zinn, tzlasscherben kauft ■othenberger, cnweg 193. ungen von 12 Zähren id>r, meld)fr täglich rifa trtfjäkn kann. dir. 33. Erstes Blatt. Sonntag den 8. Februar 1880. K i diene r Wyciger AuMk- 8ib AwtsM fit bei Kreis Gießen. Es^ n beute ^nplatzes. axäk— l>. jebruar , fonttrn eiter . iä'teUuoS- 1iinflen Deutschland. Darmstadt, 3. Februar. (Schluß des Antrages des Abgeordneten Freiherrn Nordeck zur Rabenau über den Bau von „Secundärbahnen" zu Nr. 32 Blattes.) „Eine solche Bahn besteht z. B. im Elsaß zwischen Straßburg und JiappoItSroeilcr, und weitere derartige Bahnen sind dort projectirt Bei der Erwägung der Frage, ob in dem einen oder anderen Fall eine normalspurige oder schmalspurige Bahn den Vorzug verdient, kommen verschiedene Verhältnisse in Betracht; so z B. ob der zu erwartende Verkrhr mehr oder weniger bedeutend ist, ob derselbe mehr in Güterverkehr als in Personenverkehr, oder umgekehrt, bestehen wird, welcher Art der Güterverkehr ist, wie die Terrainverhältnisse beschaffen sind, ob Staatsstraßen vorzugsweise, nur theilweise, oder gar nicht benutzt werden können rc. rc. Normalspurige Bahnen werden immer weit höhere Anlagecapitalien beanspruchen, als schmalspurige Straßen- bahnen; letztere sind auch nur zur Bedienung des Localverkehrs bestimmt; sie können k' bescheidenen Ansprüchen in weniger verkehrsreichen Gegenden recht wohl dienen, sie sind ober nicht mit Hauptbahnen in Parallele zu stellen. In verschiedenen Theilen von Deutschland bestehen theils normalspurige Zweigbahnen, welche von Gemeinden, Kreisen oder Provinzen erbaut wurden und auf deren Kosten betrieben werden, theils auch fchmalspurige Secundärbahnen, die ebenso von (Korporationen oder von Actien-Gesell- ichaften angelegt worden sind und betrieben werden. Diese Zweig- und Secundärbahnen Nnd theils ohne, theils mit Staatsunterstützung erbaut worden. So weit uns bekannt : A noch in keinem deutschen Staat allgemeine gesetzliche Bestimmungen über die (jrbauung von sekundären Localbahnen mit Beihülfe des Staats, der betreffenden Provinzen, Kreise und Gemeinden erlassen worden, wenn der Gegenstand auch mehrfach m Kammern verhandelt worden ist, bekanntlich aber gegenwärtig bei dem preußischen trandtag in Berathung steht. Die Großh. Regierung hat seither schon die Frage wegen Erbauung von Secundärbahnen im Allgemeinen in's Auge gefaßt. Mit der Fertig- itellung der Seitens der Hessischen Ludwigs-Eisenbabn-Gesellschaft im Großherzogthum vertragsmäßig noch zu erbauenden Eisenbahnen dürften auf längere Zeit weitere Pro- jette wegen Herstellung von Eisenbahnen für den Großoerkehr ruhen. Es wird aber i- nunmehr der Pflege des Localverkehrs in allen Provinzen besondere Aufmerksamkeit ■ ruzuwenden und hierfür wird die Anlage von Secundärbahnen in geeigneten Fällen : thunlichst zu fördern sein. Bereits sind auch der Großh. Regierung derartige Projekte aus verschiedenen Landestheilen mitgetheilt worden. Die Großherzogliche Regierung ■ ist gerne bereit, auf den von dem Abgeordneten Frhrn. Adalbert von Rabenau m der zweiten Kammer der Landstände gestellten Antrag näher einzugehen; sie ist gewillt, die gewünschten Untersuchungen eintreten zu lassen und den Ständen demnächst über das ' Guttat derselben Vorlage zu machen. Auch kann schon jetzt bemerkt werden, daß die Großherzogliche Regierung bereit ist, die Mitbenutzung vorhandener Staatsstraßen zur , Anlage von Straßen-Eisenbahnen, überall da, wo solches zulässig erscheinen wird, zu gestatten " Der Ausschußbericht bemerkt dazu: „Die Frage der Erbauung von Secundär- Eisenbahnen zur Erleichterung und Belebung des Verkehrs innerhalb des Großherzog- j Hurns gelangt nicht zum Erstenmal vor die zweite Kammer der Stände. Bereits am ; Schlüsse eines Schreibens vom 19. März 1877 hatte Großh. Ministerium der Finanzen i Erörterung darüber, wie die Anlage und der Betrieb oer Secundärbahnen zweckmäßig ; zu behandeln fei, und die Einbringung einer Vorlage hierüber in Aussicht gestellt, wozu der Finanzausschuß seine Zustimmung ausdrücklich ausgesprochen hat. Wenn nun- ! mehr dieser hochwichtige Gegenstand eine weitere Anregung erfahren hat, so kann sich der Ausschuß nur mit aller Bestimmtheit dafür aussprechen, daß derselbe mit Benutzung der in anderen Landern bereits gemachten Erfahrungen, in eingehendster Weise geprüft 1 und sobald als irgend thunlich durch sachgemäße Vorlage zum Austrag gebracht wird. - Die Bereitwilligkeit, mit welcher die Großh. Staatsregierung kundgegeben hat, in diesem Sinne vorangehen zu wollen, läßt es im gegenwärtigen Zeitpunkte überflüssig erscheinen, von Seiten des Ausschusses auf den Gegenstand irgendwie näher einzugehen. Zur Erledigung des vorliegenden Antrags sowohl als zur vorläufigen Erledigung der mehrerwähnten Eingaben stellt der Ausschuß den Antrag: Die Kammer wolle im Linne der Antwort der Großh. Staatsregierung an dieselbe das ausdrückliche Ersuchen vellen, die Frage der Erbauung von Secundäreisenbahnen in den drei Provinzen des Großherzogthums nach allen in Betracht kommenden Seiten hin ohne Verzug einer ein- o sehenden Prüfung zu unterwerfen und auf Grund des Ergebnisses hinsichtlich der für zweckmäßig erachteten Ausführung sowohl, als der Art und Weise der Aufbringung der niSchigen Mittel sobald als thunlich Vorlage zu machen " w. Darmstadt, 6. Februar. Zweite Kammer der Stände. 40. Sitzung. Die Kammer fährt in der Berathung des Entwurfs einer allgemeinen Bauorduuua fort. Mschnitt 2 des 2. Titels handelt von der Herstellung der Ortsstraßen. >$u Art. 20 wird nach dem Antrag des Ausschusses der Zusatz angenommen: Oeffentliche Plätze und Straßen, welche nicht Gerneindeeigenthum sind, aber dem öffentlichen Verkehre dienen, müssen, insoweit nicht eine Verpflichtung Dritter dazu besteht, von den Gemeinden sachgemäß hergerichtet und unterhalten werden". Die Abgg. Diehl Wolfskehl und Betz machen bei dieser Gelegenheit auf viele fiskalische Plätze in den größeren Städten des Landes aufmerksam, deren Unterhaltung die Gemeinden nicht unbeträchtlich belastet. — Art. 21, welcher die Voraussetzungen behandelt, unter welchen die Eröffnung und Herstellung einer Straße zu erfolgen hat, gelangt mit mehreren Zusätzen des Ausschusses zur Annahme, ebenso Art. 22, welcher namentlich von Seiten der Grundbesitzer eine von dem Gemeindevorstand zu bestimmende Caution verlangt bevor sie die Genehmigung zur Errichtung von Gebäuden an einer neu anznlegenden' oder bereits eröffneten Straße erhalten können, welche Cautionspflicht jedoch auf die Unterhaltung der Trottoirs nicht soll ausgedehnt werden können. Ein Antrag des Abg. Wasserburg, diese Cautionspflicht ganz zu streichen oder eventuell die Bestellung nner Hypothek zuzulassen, wird abgelehnt. — Art. 23 wird mit einer unwesentlichen Modifikation angenommen. — Der dritte Titel des Entwurfs behandelt die für die einzelnen Bauten maßgebenden polizeilichen Bestimmungen. Die Art. 24—29, welche allgemeine Bestimmungen enthalten, werden mit wenigen von dem Ausschuß vorgeschlagenen und von der Regierung gebilligten Modifikationen und Zusätzen angenommen. Die folgenden Artikel enthalten Bestimmungen über die Stellung und Lage der Bauten und ihrem Verhältniß zu den Straßen und benachbarten Gebäuden und Grundstücken. Zu Art. 30 stimmt die Kammer im Einverständniß mit der Regierung dem Ausschußantrage zu, wonach es die Gemeindevertretungen fein sollen, welche über die Art der an den Straßen zulässigen Gebäude, sowie deren Stellung die Entscheidung zu treffen haben, während der Entwurf dies den Lokalpolizei-Reglements überlassen wollte. Art. 31 wird mit mehreren Abänderungen angenommen. — Fortsetzung der Berathung morgen. Darmstadt, 4. Februar. Mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs hat das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz folgende Proposition an die zweite Kammer gelangen lassen: Zu Anfang dieses Jahres wurden Seitens des unterzeichneten Ministeriums diejenigen Kreisämter, in deren Kreisen die ärmeren Gegenden des Großherzogthums liegen, angewiesen, falls dort ein besonderer Nothstand hervortreten sollte, zu desien Beseitigung sie eine Hülfe Seitens des Staates zu bedürfen glauben sollten, unverzüglich ausführliche Vorlage zu machen und motivirte Anträge dahin zu stellen, in welcher Richtung und in welchem Maße eine StaatShülfe geboten sein mochte. Von mehreren dieser Kreisämter sind nun solche Anträge gestellt worden: unter Hinweis auf die vielfach äußerst geringen Ernte-Erträgnisse des abgelaufenen Jahres unb die ungünstigen Wirthschaftsverbältnisse der kleinen Grundbesitzer überhaupt, insbesondere aber auf die ungewöhnlich früh und heftig eingetretene langdauernde Kälte, durch die an vielen Orten die Kartoffelvorräthe zu Grunde gerichtet worden sind und die Möglichkeit eines Erwerbs in den Wintermonaten äußerst beschränkt war, glauben dieselben, daß eine Hülfe des Staates wenigstens dafür nicht entbehrt werden könne, daß einer Reihe von Personen im Frühjahr gute Saatkartoffeln umsonst oder gegen billigen Preis verschafft werden, und daß sobald als möglich öffentliche Arbeiten in den bedürftigen Gegenden unternommen werden, um den Leuten Gelegenheit zu Verdienst zu gewähren. Die Mittel der allerdings zunächst zur Unterstützung Hülfsbedürstiger verpflichteten Gemeinden genügten keineswegs überall, um einen Nothstand abzuhalten und auch die etwa auf Kosten der Gemeinden zu unternehmenden öffentlichen Arbeiten, deren baldige Inangriffnahme übrigens vorgesehen, seien nicht bedeutend genug, um wirklich lohnenden Verdienst zu gewähren. Angesichts dieser Anträge, mit Rückficht weiter auf glaubwürdige Mittheilungen aus anderen Kreisen, aus denen officielle Berichte noch nicht vorliegen, und in Hinsicht auf die fortwährend andauernde Kälte glaubt die Großh. Regierung sich der Ueber- zeugung nicht verschließen zu können, daß zur Sicherung der Existenzfähigkeit eines Theils der Bevölkerung Mittel des Staates möchten in Anspruch zu nehmen fein, und sie glaubt, das gegenwärtige Zusammensein der zweiten Kammer der Stände um fp weniger vorübergehen lassen zu dürfen, ohne die ständische Mitwirkung dazu fn Anspruch zu nehmen, als dieserhalb schon dem ersten Ausschuß derselben eine vorläufige Mittheilung gemacht worden ist. Die Gegenden, in denen nach Ansicht dex Regiernng Hülfe geleistet «erden soll, sind Theile der Provinz Oberhessen und ein Theil des Odenwaldes. Selbst in günstigen ; Jahren doch Seitens des Staats würde geleistet werden müssen; durch dieselben würden. Jahren muß ein großer Theil der Bevölkerung derselben um eine sehr bescheidene ! zugleich Zwecke oes Gemeindewohls gefördert und den betreffenden Gemeinden, sowie Existenz kämpfen, die jetzt mit eigenen Kräften fortzuerhalten und zu sichern die Un- dem Fiscus bleibender Bortheil gewährt. Von den zur Beschaffung von Saatkartoffeln gunst des letzten Jahres und des gegenwärtigen Winters unmöglich macht Die Kräfte ; bestimmten mummen würde voraussichtlich der größte Theil der Staatskasse wieder der Gemeinden sind dort vielfach sehr gering und beruhen hauptsächlich aus der ersetzt werden und dieselbe nur die Zinsen und etwaige Ausfälle zu verlieren haben. Rußland Stadt geg" beim Das eigentliche Opfer, das der Staat nach den vorstehenden Vorschlägen zu bringen haben würde, beschränkt sich daher auf eine verhältnißmäßig nicht hohe Summe, die die Gesammtheit des Landes gewiß gerne aufbringen wird, um eigentlicher Noth den Eintritt in dasselbe zu wehren. Mit Allerhöchster Genehmigung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs beehrt sich hiernach das unterzeichnete Ministerium an die Stände des Großherzogthums und zunächst an die zweite Kammer derselben das Ansinnen zu stellen, zur Abwehr eines Nothstandes in den inneren Theilen des Landes der Großherzoglichen Regierung den Betrag von 100,000 M. aus den paratesten Mitteln der Haupt-Staatskasse zur Verfügung stellen zu wollen. Darmstadt, 5. Februar. Das heute ausgegebene Großh. Regierungsblatt Nr. 3 enthält die Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Gebühren der Großh. Steuer-Commiffatre für die Aufstellung neuer Brandkataster betreffend. Berlin, 5. Febr. Was die neuen Steuervorlagen für da- Reich betrifft, o berichtet die „91.. A. Z-", daß als feststehend vorläufig nur die Brausteuer, die Börsensteuer und wahrscheinlich auch die Qüttungssteuer zu betrachten sind. Die Wehrsteuer scheint also noch in der Schwebe zu sein. Wenn sie durch- gesührt wird, so würde dadurch eine langjährige Forderung unseres großen Statistikers Geheimerath Engel zur Ausführung kommen. Ueber die näheren Bestimmungen will die „Nat.-Ztg." in Erfahrung gebracht haben, es sei die Absicht, jedem Manne, der vom Militärdienst befreit ist, und zwar ohne Rücksicht auf den Grund der Befreiung, also auch wenn dieselbe wegen körperlicher Gebrechen erfolgt ist, für die Dauer der zwölfjährigen Dienstzeit alljährlich eine Steuer aufzuerlegen, und zwar bis zu einem Einkommen von 1000 JL jährlich 4 JL und mit einem festen Procentsatz von höherem Einkommen. Es ist berechnet worden, daß dadurch ein Ertrag erzielt würde, welcher die Mehrausgaben für den Militäretat nahezu deckt. — Am 12. Februar d. Js. findet zu Frankfurt a. M. die Sitzung der ständigen Eisenbahn-Tartf-Commission des deutschen Reichs und des Ausschuffes der Verkehrs-Interessenten statt, um Vorschläge über die Aenderung des Eisenbahntarifsystems für die Generalversammlung der deutschen Bahnen zu sormu- liren, welche durch die Annahme einer zweiten Stückgutklaffe und die Aufhebung der generellen Wagenladungsklaffen erforderlich werden. Es handelt sich namentlich um Einreihung der Artikel in den neu zu bildenden Specialtarif, welche bisher bei Aufgabe von 100 oder 200 Centnern in den generellen Wagenladungsklaflen transportirt wurden. Die Bedeutung dieser Aenderungen des Tartssystems ist zwar den landwirthschastlichen, industriellen und sonstigen am Eisenbahnverkehr bethetligten Kreisen bekannt; es mag aber hier darauf aufmerksam gemacht werden, daß diese Kreise gut thun würden, rechtzeitig die Tragweite der Aenderungen zu erwägen und ihre Aeußerungen darüber den Verwaltungen und Behörden zugängig zu machen, damit nicht Klagen über die mangelnde Berücksichtigung großer Interessen erhoben werden können. Freilich fragt es sich, ob die Beschiüffe der Tarifcommtssion noch von praktischem Werth sein werden, da die Retchsregterung wiederholt erklärt hat, in der bevorstehenden Retchstagssesston das seit Jahren erwartete Eisenbahn- Tarifgesetz einzubrtngen, und die Regelung des Tarifwesens wohl nicht von verschiedenen Seiten in Angriff genommen werden kann. Allerdings betonc man, daß der Arbeitsminister Maybach mit der Ausdehnung der Verstaatlichung der 'Privatbahnen das Jntereffe an jenem Gesetze nothwendtg verlieren muß, weil es ihn in der Verwaltung der preußischen Bahnen nur hemmen würde. In anderen, namentlich agrarischen Kreisen, welche auch im Landwtrth- schaftsrath ihre Anschauungen zur Geltung gebracht haben, wird indessen ein so hoher Werth auf dir endliche Lösung der Eisenbahntarif-Frage gelegt, daß lebhafte Erörterungen im Reichstage über die Gründe der Verzögerung bei Einbringung des Gesetzes wohl zu erwarten sind. Berlin, 5. Februar. Als der jüngste Reichstag die vielen neuen Steuern bewilligte, wurden uns goldene Berge verheißen von den Ueber- schüffen, die in die Kaffen der einzelnen Staaten fließen sollten, und von den Erleichterungen, die uns Allen bei den directen Steuern und namentlich den Städten durch Zuwendung eines Thetles der Grund- und Gebäudesteuer erwachsen sollten. Indessen sind alle diese Hoffnungen gescheitert. Das Reich, so scheint es, hat keinen Groschen übrig, sondern bedarf abermals neuer Steuern, um die Militärvorlage und die Erhöhung des Reichsheeres um 25,000 Mann durchzuführen. Als die in's Auge gefaßten Steuern weiten von kundiger Seite bezeichnet: 1) die Börsensteuer mit Einschluß der Quittungssteuer, 2) die Brausteuer, 3) die Militärsteuer für solche junge Leute, die zum Militärdienst nicht etngezogen werden, obgleich sie zum Erwerb nicht unfähig sind. Im Grundsätze muß man eine Steuer dieser Art als durchaus gerecht und billig anerkennen. Es gibt ketne größere Ungleichheit und Unbilligkeit, als daß von zwei jungen Leuten der eine zum dreijährigen Militärdienst etngezogen wird, und der andere, weil er eine höhere Nummer zieht oder wegen eines sonst unerheblichen körperlichen Fehlers dem Militärdienste entgeht, von der schwersten Last, welche der Staat auferlegt, gänzlich befreit bleibt. (Köln. Ztg.) Karlsruhe, 5. Februar. Die „Bad. Landesztg." meldet, die Com- Mission der Zweiten Kammer für das Examen-Gesetz habe in ihrer Schluß- Sitzung gestern Abend mit sämmtlichen 10 Stimmen der Liberalen 2 Stimmen der Ultramontanen und einer Conservattven beschlossen, Plenum zu beantragen, die Berathung des Gesetzentwurfes abzulehnen. Petersburg, 1. Februar. Vorgestern verbreitete sich in der das Gerücht, es sei auf den Thronfolger und auf Drentelen geschossen worden, später hieß es, im Sapernt-Pereulok habe man eine Geheim-Druckerei ausgehoben. Da solche Nachrichten in gegenwärtiger Zeit sehr häufig in Umlauf gesetzt werden und sich später als falsch erweisen, so schenkte man der Sache wenig Glauben. Der „Regier.-Anz." thetlt nun aber mit, daß es mit dem Auffinden der Druckerei seine Richtigkeit hat, und zwar scheint man dieses Mal ganz besonders glücklich gewesen zu sein, denn allem Anscheine nach hat xnax bei der Gelegenheit den Chesredacteur der „Narodnaja Wolja" entdeckt. Der Mann hat sich zwar bereits entleibt, doch ist das weiter kein Schade für die Menschheit. Die Polizei soll aus folgende Weise Wind von der Sache bekommen haben: Einer der Einwohner des Hauses Nr. 10 im Saperni- Pereulok hatte nämlich öfters in der Wohnung Nr. 9 Geräusch vernommen, Mck Ha1 a btt Miet mit-1 Schlitt und 5 Sm mit EiM ed Je «t. 9 M“ o' M e*n‘ M f bi*1*? hn. » 7° gilouiM taß! $jnb MMS- Glittet ’L M seines Re MN aber und AdtlAlM jojl von Hemd Wd Momente, ßj Mckgt kei matt N i denn W Med der n Münch Kollegien theüt öoiin derselbe skler, welche tr iirnßrS sür & ziehen, Mim bittet. „Ich 1 lichen Glanzet llchen Wunsch gen In Milch Ber/l'v PetordmnMa tes K sind folgende Hi Krsürßen" di lurchglkisend. Änie zur Kollisl "cht negirt wei Midereni Lichte ^zergeschlrad .«övig Wilhelm lisch nothwrndie ^pigßen Veih Situation. @in ist Diesen anzunehi i E. Witjtn der wa unb RM-nb. $ Sulfat ke «1 r * lernte i fr. las 2Ä elngtfti Sa"8<»if«n u- Ttraß, 'hrn h, 9‘‘ I tzL feit uns ?«Sa* 8 *Sl4 14 . Wh ?' '«ü» Steuerfähigkeit der Einwohner, die im laufenden Winter vielfach gemindert morden ist- Was nun die Art und Weise betrifft, in der dürftige Einwohner zur Beschaffung von Saatkartoffeln, eventuell auch von Saatfrucht, wo etwa die Herbstsaat zu Grunde gegangen ist, Hülfe geleistet werden möchte, so glaubt die Großh. Regierung, daß es sich empfiehlt, den Gemeinden, in denen das Bedürfniß hervortritt, aus der Staatskasse unverzinsliche Vorschüsse zu gewähren, damit dieselben ihrerseits ihren einzelnen Einwohnern dieselben Vergünstigungen einräumen können. Diese Vorschüsse würden dann etwa bis zu Ende des Jahres wieder zu ersetzen sein, wobei freilich nicht ausgeschlossen werden dürfte, daß, wenn eine Gemeinde nicht in der Lage ist, den größeren Theil der ihr gewährten Beträge von den einzelnen Debenten wieder zu erheben, die Regierung zu ermächtigen wäre, einen entsprechenden Nachlaß zu gewähren. Einer solchen Maßregel würde die Regierung stets eine genaue Prüfung der Frage vorausgehen lassen, ob die betreffende Gemeinde rechtzeitig entsprechende Beitreibung eingeleitet und fortgesetzt hat, und in allen einen Kreis berührenden Fällen das Gutachten des Kre.saus- schusses einholen. Den Bezug guter Saatkartoffeln, eventuell geeigneter Saatfrucht glaubt die Regierung durch die Mitwirkung der landwirthschastlichen Vereine für genügend gesichert erachten zu dürfen, die jetzt schon mehrfach sich dafür thätig erweisen und die unzweifelhaft den Organen der Regierung ihre Erfahrungen und .hre Kräfte bereitwillig leihen werden. Zu alsbaldiger Inangriffnahme öffentlicher Arbeiten auf Kosten und unter Mitwirkung des Staates bieten sich in Oberhessen dermalen zwei Möglichkeiten. Seit Jahren wird nämlich schon an Fertigstellung eines umfassenden Projects zur Herstellung von Wegen in den größeren Domanialwald-Compleren der Provinz gearbeitet. Die für das laufende Rechnungsjahr hierfür bestimmten Mittel sind aufgezehrt, die Vorarbeiten für die Fortführung des Projects aber so abgeschlossen, daß sofort mit weiteren Wegbauten wird begonnen werden können, sobald die Mittel bereit gestellt sind, die den Einkünften des Großh. Famllieneigenthums zu entnehmen wären. Durch diese Arbeiten würden in den Forsten Romrod, Nidda und Grünberg viele Menschen namentlich dann wenn die Holzernte beendet sein wird, Beschäftigung und Verdienst finden können, zugleich aber würde der Zeitpunkt nüber gerückt werden, in dem durch Fertigstellung solcher Wege der Ertrag der betreffenden Waldungen nicht unerheblich zunehmen könnte. Die zweite Möglichkeit, durch alsbaldigen Beginn von öffentlichen Arbeiten Verdienst zu schaffen, bietet sich im Kreis Büdingen. In dem vor Kurzem den Ständen übergebenen Entwurf eines Gesetzes über den Bau und die Unterhaltung der Kunststraßen ist die Gewährung eines Zuschusses aus Staatsmitteln an mehrere Gemeinden des genannten Kreises zum Bau neuer Vicinalftraßen vorgesehen, nachdem die Gemeinden sich im Allgemeinen zu diesem Bau bereit erklärt haben. Es sind dies die Straßen von Wenings über Gelnhaar nach Bergheim hin, von Wenings nach Hitz- kirchen, von Kefenrod nach Nieder-Seemen, von Gelnhaar nach Bindsachsen und von Usenborn nach Hirzenhain Durch den Bau würde einem dringenden Bedürfniß, das schon seit Jahren empfunden wird, abgeholfen werden und durch den nach Versicherung des Kreisamts möglichen sofortigen Beginn der Arbeiten die Roth gerade in den ärmsten Orten des Kreises erleichtert werden. Der Ortsoorstand von Wenings hat sich ganz neuerdings bereit erklärt, die Mittel zu dem Wegbau in der Gemarkung Wenings sofort aufzubringen, wenn ihm die entsprechende Quote aus dem in dem Entwurf des erwähnten Gesetzes vorgesehenen Zuschuß zur Verfügung gestellt würde; auch der Ortsvorstand von Gelnhaar hat gebeten, daß sofort mit dem Wegbau in der Gemarkung Gelnhaar begonnen werde, und es läßt sich wohl annehmen, daß auch andere der betheiligten Gemeinden sich zu alsbaldiger Bereitstellung der außer dem Staatszuschuß erforderlichen Mittel bereit finden werden. Unter diesen Umständen wird es wohl gerechtfertigt erscheinen, wenn die Großh. Negierung die sofortige Zuwendung des entsprechenden Theils des vorgesehenen, zu beinahe einem Drittheil der Gesammtbaukosten berechneten Zuschusses an die Gemeinden, die die weiteren zwei Als einmaliger Zuschuß zu den Mitteln der Staats-Unterstützungskasse würde ein Betrag von 5000 M. genügen, der je zur Hälfte in den Rechnungsjahren 1879-80 und 1880—81 zu verwenden sein würde. Hiernach würde das jetzt vorhandene Bedürfniß sich im Ganzen auf 100,000 M. berechnen. Der größte Theil dieser Summe, die Aufwendungen nämlich für Wegbauten jn Oberhessen, dürfte sich nur als eine anticipirte Zahlung darstellen, die in späteren \ Drittheile aufwenden wollen, in Aussicht nimmt. Neben der Förderung dieser Arbeiten wird die Regierung darauf Bedacht nahmen, daß die ordnungsmäßig vorgesehenen, auf Kosten des Staates zu bewirkenden öffentlichen Arbeiten in den Gegenden, in denen Noth herrscht, baldmöglichst in Angriff genommen werden, und wird insbesondere da, wo dies noch nicht geschehen, Anordnung treffen, daß die in den Gemeindevoranschlägen vorgesehenen Weg- und ähnlichen Arbeiten alsbald vorgenommen werden. Eine Beihülfe des Staates durch Verabreichung baaren Geldes zu gewähren, liegt im Allgemeinen nicht in der Absicht der Regierung; indessen läßt sich nicht verkennen, daß Zustände eintreten können, in denen der Verwaltungsbehörde ermöglicht sein muß, birect über gewisse Mittel zu verfügen, um einem Nothstand abzuhelfen. So hat sich im Kreis Büdingen ergeben, daß ungefähr 200 Schulkindern die erforderliche Fußbekleidung fehlte; in solchen Fällen lediglich die Gemeinde zur 21 bhülfe anzuhalten, ist nicht iiMMer durchführbar und zweckmäßig, und werden die Kreisämter hierzu öfters auf die ihnen aus der Staatsunterstützungskasse zur Verfügung gestellten Mittel greifen müssen. Nun haben sich aber diese Credite gerade in den von der Noth bedrohten Kreisen jetzt schon als unzureichend erzeigt, und dürfte, da die Staatsunterstützungskasse überhaupt in hohem Maße in Anspruch genommen ist, eine einmalige Erhöhung des Staatszuschusses zu derselben, speciell zum Zweck der Erhöhung der den Kreisämtern in ärmeren Gegenden daraus zur Disposition gestellten Credite, angezcigt erscheinen. Die ziffermäßiae Berechnung des Betrags, der zur ErrerAung der angegebenen Ziele erforderlich fein möchte, unterliegt selbstredend großer Schwierigkeit. Vielfach läßt sich das Bedürfniß nicht vollständig überblicken, Verwilligungen in einer Gegend werben bis jetzt nicht gewohnte Ansprüche aus anberen Gegenben Hervorrufen unb bie Ungewißheit bes Eintritts ber Zeit, in ber viele jetzt hülssbebürstig erscheinenbe Personen burch eigene Arbeit sich wieber werben ernähren können, läßt nicht beurtheilen, auf wie lange geholfen werben muß. Wenn bie Regierung bahcr unternommen hat, in Nachstehenbem die Summen, bereu sie zu bebürfen glaubt, zu specificiren, so muß sie zugleich um die Ermächtigung nachsuchen, je nachdem in der einen ober anderen Richtung größere Bedürfnisse sich ergeben, innerhalb der ganzen von ihr angeforberten Summe nach ber einen ober anberen Seite größere Mittel zu oerroenben, wie sie denn auch jetzt schon die Versicherung abgibt, die ihr zur Verfügung zu stellende Summe nur im Falle wirklichen Bedürfnisses und mit größter Sparsamkeit verwenden zu wollen. Für den ärmeren Theil des Odenwaldes ist der Bedarf an Saatkartoffeln auf 1000 Malter angegeben, für den Kreis Alsfeld auf nur 100 Malter; im Kreis Büdingen sind neun Gemeinden als solche bezeichnet, in denen Hülfe zu leisten wäre, ohne daß indessen bis jetzt der Bedarf näher angegeben ist. Nimmt man den Preis guter Kartoffeln auf höchstens 10 M. per Malter an, so würden mit einem Aufwand von 25,000 M. wenigstens 2500 Malter Kartoffeln geliefert werden können, eine Quantität, die wohl hinreichen möchte, um eine genügende Aussaat auch in den ärmeren Districten für das nächste Frühjahr zu sichern. Für Wegbauten in den Dominalwaldungen der Provinz Oberhessen könnten nach Versicherung der oberen Forstbehörde in den nächsten Monaten bis zu 100,000 M verwendet werden; es erscheint aber wohl nicht geeignet, diesen ganzen Betrag jetzt schon dafür aufzuwenden, da er in Hinsicht auf das, was in anderen Gegenden geschehen kann, als zu hoch erscheinen möchte; dagegen könnte wohl eine Summe bis zu 50,000 M. jetzt für diese Arbeiten bestimmt werden. Der in dem Entwurf des Straßengesetzes für Bau von Vicinalftraßen in dem Kreis Büdingen vorgesehene Zuschuß betragt 50,000 M. Werden zunächst nur die in den Gemarkungen Wenings und Gelnhaar gelegenen Straßen gebaut, so würde dadurch ein Kostenaufwand von etwas über 60,000 M. erwachsen, von dem nach dem oben angegebenen Verhältniß ca. 20,000 M. von dem Staat zuzuschießen sein würden. Da diese Summe nicht sofort in diesen Gemarkungen allein würde verbaut werben können, würbe eine in biefent Betrag jetzt erfolgende Verwilligung wohl hinreichen, um auch anderen Gemeinden, die den auf sie fallenden Kostenantheil alsbald aufbringen wollen entsprechenden Zuschuß vorerst zu gewähren. Telegraphische Depeschen. 0' ixt liehen, pflegen; das dient zum Wohle des Landes. Die Herren des Landes- ausschuffes leben hoch! London, 6. Februar, Abends. Unterhaus. Auf Befragen Wolfes erklärt Unlerstaatssecrerär Stanhope: In einem Telegramm an Schir Ali im Jahre 1869 habe der damalige indische Staatsjecretär Argyü die Worte: Königin von England, in die Worte: Königin von Großbritannien und Irland und Kaiserin von Indien abgeändert. Auf Ashyb^S Anfrage theilt Stanhope ferner mit: Es sei eine gewisse russische Correspondenz in Kabul entdeckt und jetzt im Besitze der Regierung. Nach reiflicher Erwägung sei es nicht für zweckmäßig und dem Staatsinteresse entsprechend erachtet worden, die Correiponoenz zu veröffentlichen oder irgendwie Auskunft über deren Inhalt zu geben. Berlin, 6. Febr. Der dem Bundesrathe vorgelegte Reichshaushalts- Gtat pro 1880/81 balancirt in Einnahme und Ausgabe mit 544 888,184. Die fortdauernden Ausgaben betrugen 467 409,847, die einmaligen 77,478,697. hrt Stadt । -M' X* Sat- , a CfÖfll asfe oumm» *rMbtn btihH fi* ln)e5 der Grob- ,rflMh Kitteln Ntm$, e® jnntrn und bte Ausstellung betrifft, Lauffeuer, bte "tuchlcn find, trau sie bur^ uasrreZ großen ’K die näheren b». eS sei die W vhnr Mck, tM körperlither lßjeit alljährlich i von 1000 x Sintommen. Es Her die Mehr. Vie Zißung bet ) deS Äusjchuffes erung des Eisen- rhnen zu form- - id die Aushebung Zs handelt sich den Specickaris, i den generellen - itjtr AenbeMgm ien und sonstigen . aber hin daraus | en, rechtzeitig die j azen darüber den ; acht -lagen über t werden können. * noch von prakti« ? Mit bat, in . rtete Eisenbahn' * wohl mchl vso i Vterdmgs betont , tag der Lerstud lhwendig verlieren harn nur henmen im Lanbioirth' wird indeffen ein ffrage gelegt, daß ^erzözemng bet Nachts durcharb-tt-n hören und verschiedene v-rdächtig- Gegenstände in und aus der Wohnung d-s Miethers schaffen seben. Er theilt- dies -mem Polizn- OiNcier mit, durch welchen es General Surow erfuhr. Dieser beschloß, der Sache aus den Grund zu komm.,,. Ein Beamter der Geheimpol.ze, miethete sich sofort in dem Hause Nr. 10 ein und beobachtet- den Unbekannten auf Schritt und Tritt. Es dauert- nicht lang- und man hatte heraus, daß sich im Quartier Nr. 9 ein- Geh-im. Druckerei befand, wie es schien die des Volkswillei s" (Narodnaja Wolja). Es kam nun darauf an, das ganze Nest mit Einem Schlage auszuheben, d. h. die Arbeiter mitten in der Arbeit wenn sie vollrählia versammelt waren, zu überraschen. Am 17. Januar, Nachts, -rbielt Surow die Meldung, daß im Quartier Nr. 9 -mfig gearbeitet würde; „ befahl babtr das ganze im Liteivyt-Stadttheil gelegene Haus Nr. 10 zu umüwln und dann vorsichtig in das Quartier Nr. 9 einzudringen. Alles wurde bestens besorgt, allein es fand sich, daß alle Thüren des Quartiers Rr. 9 fest verschlossen waren. Es war 3 Uhr Morgens. Man entschloß «ch iut Gewalt zu schreiten. Die Thüren wurden gesprengt und die Polizei drana ein. Man überraschte drei Herren und zwei Frauen bei der Arbeit, die sofort Revolver aus den Blousen zogen, als sie der Polizei ansichtig wurden Es wurde nun tüchtig losgeknallt, das Zimmer füllte sich jedoch im Nu mit Pulverdampf, so daß das Zielen unmöglich wurde, und so ist es denn a,kommen, daß glücklicherweise blos ein GenSd'arm einen Streifschuß an der Hand davontrug. Der Bewohner des Quartiers Nr. 9, welches sehr elegant Anaerichtet ist, richtete, da an kein Entkommen zu denken war, den letzten Sckuß seines Revolvers gegen seine Stirn und erschoß sich, die beiden Frauen- ümmer aber und die übrigen zwei Männer fuhren fort zu schießen und ließen L ih«m Widerstand nicht früher nach, als bis sie gebunden zu Boden lagen. <>n her Wohnung fand man eine Druckpresse (Handpresse) und eine große qaM von Exemplaren der „Narodnaja Wolja", ferner mehrere falsche Siegel end Dokumente, Gifte und Explosionsstoffe und eine galvanische Batterie. GS unterliegt keinem Zweisel, daß die Polizei diesmal einen guten Fang ge> nacht hat, denn jedenfalls war der Mann, der sich erschoß, ein hervorragen- des Glied der nihilistischen Partei. «•A«« te Dielen neuen von den Heber* imi, Md [*“ ab nanuiM bl" wb 8^*" /warf »iuM i(, 3l«d$!etl : Zkeuern ■ ■, »m b(; für i sie ia«i8tel äbite JW!“ « ‘ L Militür- ’•« gib>B Waguer's trlegr. Eorrespo»»«», - Bure«». München, 6. Febr. In der heutigen Sitzung der beiden Gemeinde. Kollegien theilt- der Bürgermeister E-Hardt ein Schreiben des Königs mit, worin derselbe jenen Abschnitten des Programms der Wittelsbach.Jublläums- lei-r, welche aus die Einleitung der Festtage, auf die Abhaltung des Gottesdienstes für (Sivil und Militär und die Veranstaltung der Schulfeier sich 6c «dien zustimmt, sidoch von prunkvollen Festlichkeiten Umgang zu nehmen bittet Ich weiß mich und mein Haus auch ohne Entfaltung solch äußerlichen Glanzes mit meinem Volke -ins, und spreche demgemäß meinen könig- Utben Wunsch aus, daß von der Durchsührung so kostspieliger Unternehmun- °en in München und den übrigen Landesorten abgesehen weide." Berlin, 6. Februar. Das soeben ausgegebene Beiheft dis Marine. Perordnungsblattes enthält einen aussühilichen Bericht über den Untergang des .G'.oßen Kuisürsten" nach den amtlichen Uniersuchungs-Acten. Demselben sind folgende Hauptpunkte zu entnehmen: Die gegen die Seeberettschast des .Kurfürsten" oorgebrachten Bedenken erachtet das Kriegsgericht nicht für durchgreifend. Daß di- enggeschlossene Geschwade,-Forwaiton in Dvppelk.el- Linie zur Kollision und Katastrophe wesentlich mit beigetragen , kann fug ich nicht negirt «erden; doch erscheint das Versahen des Admirals in wesentlich milderem Lichte mit Rücksicht aus di- knappe Zett für die Ausbildung des Panzergeschwaders. Capitän-Lieutenant Klausa leitete die Rudergänger des König Wilhelm" nicht so fest und bestimmt, wie es militärisch und seemS». Nisch noihwindlg ist; doch übernahm Klausa die Wach- unter den denkbar um gütigsten Verhältnissen und war hinsichtlich des Ausweich ns in fd)«kil0fiet Situation. Ein falsches Manöver des Grasen Monts auf dem «Großen Kurfürsten" ist Angesichts der widersprechenden Zeugenauksagen nicht alS «rwiesen anzunehmen. Bezüglich der Frage, ob die Verschlußrolle des «Kurfürsten" vorschriftsmäßig sicherpestellt war, ergab die Untersuchung, daß daS Ver- schließen der wasserdichten Thürme niemals praktisch g>ubt war. Den Etrn wand des Commandanten, welcher aus den seinerzeitigen unsertigen Zustand des Schiffs und die beschränkte Zeit htnweist, erachtet das KriegsgeUcht für durchgreifend. Die Wahrscheinlichkeit ist an un-hrnen daß das Zeichen zur Verschlußrolle rechtzeitig zweimal vor und nach der Colliston ersolgte. N-ch dem Resultat der Untersuchung ist nicht zu verkennen, daß die wasserdichten V-rschlußthür-n des Backbord-Wallganges bei der Katastrophe offen waren. Ebenso ist di- Behauptung der rechn,scheu Sachoerständge-i nichianzuzweifeln daß das Kentern und der Untergang des Schiffes lediglich durch das Offenstehen der Thüren des Backbord-Wallganges herbeigefuhrt wurde. Das Kriegsgericht konnte jedoch nicht die U-berzeugung gewinnen, daß ans dem Offenstehen der Thüren ein strasbares Verschulden des Grafen Monts sich ergebe, da er strikten Befehl zum fortwährende» Verschluss- gegeben habe. Stuttgart, 6. Februar. Der „Staats-Anz. meldet: Wegen^zunehmender Eisbildung auf dem Bodensee sind die regelmäßigen D -mpsschiff- fahrten eingestellt; es bestehen nur noch Verbindungen zwischen Fiiediichshafen, Lanaenaroen und Romanshorn. n l Straßburg, 6. Februar. Die „Elsaß-Lothr. Zig. melbet an der Spitze ihrer heute erschienenen Nummer: Bei der gestern«bend zu Edren des Statthalters seitens des LandesauSschusses gegebenen Tafel brachte Präsident Schlumberger folgenden Toast aus den Statthalter Sr. Masi de« Kaisers aus • Es ist eine große Freude für uns, daß der kaffer!. Statth >lter von Elsaß-Lothringen unsere Einladung angenommen hat, und tm Namen des Ltndesausschusses danke ich Ew. Exc-Uenz für die uns erwiesene Ehre. Ich möchte di- heutige Gelegenhiit auch benutzen, »m Excellenz unseren herzlichsten Dank auszudrücken für die wohlthuenden Worte, welche Hochd'efelben in der »eulich vor uns gehaltenen Rede ausgesprochen. Nun, meine Herren, leeren Sir di- Gläser auf das Wohl und die Gesundheit des Statthalters von -- 3» d..,. •tbnen fvrr Drästdent, für die freundlichen Worte, die Sie gesprochen, und ttinke 'a?f da?Wohl der Mitglieder des Landesausschusie» ; ob ob abwesend, ich meine ste alle, denn in den Toast istganz Elsaß-Lvihriug n etngeschlossen. Befinden stch die Herren so recht wohl, dann werden sie die Wünsche des Landes in vollster Offenheit aussprechen und ihres hohen nffes in dem Gefühle der Rechte und der Selbstständigkeit, die ihnen ver Lokales. Gießen, 7. Februar. (Sitzung der Stadtverordneten am 5. Februar.) Anwesend Herr Bürgermeister Bramm, die Herren Beigeordneten Keller und Heß; von Seiten der Stadtverordneten die Herren Batst, Dtery, Grüneberg, Hoch, Hornberger, Kauf, Lüdektng, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Pfannmüller, Scheel, Wenzel und Wortmann. Unter Anwesenheit des Herrn Pfarrverwalter S ch ö n e r, als Vertreter des 1. Stadtpfarrers, der beiden Herren Rechner Koch und Wirth, welchen laut Testament das Mitbesttmmungsrecht über die Vergebung einer Pfründe aus der Löber'schen Stiftung zusteht, wurde dieselbe in dem Betrage von 260 X einer bedürftigen Wtttwe durch Abstimmung mittelst Stimmzettel bewilligt. Der im vorigen Jahre verstorbene Kupferschmiebemeister Karl Ludwig Kirsch hat in seinem Testament der Skavt fl. 1500 mit der Bestimmung vermacht, die jährlichen Zinsen hiervon an tm Wittwenstanve lebende bedürftige hiesige Bürger zu verthetlen. Von den Zinsen weiterer 200 fl. soll die Stadt für die Instandhaltung und Ausschmückung der Gräber des Erblassers und seiner Ehefrau sorgen. Nachdem die Versammlung dieses Dermächtniß angenommen, wird die Verzinsung desselben mit 4' M N neuester geniessen Porto Ermässigung, wie alle I Vervielfältigungs-Apparat mit 4 Copirflächen. Liefert mindestens 200 tadellose tief schwarze mit Buchdrucker-Schwärze verfertigte Abdrücke. Verfahren einfach und schnell. Preis eines completen Apparates mit allem Zubehör für jedes Format passend M. 20.— Versandt gegen Nachnahme. 8ST Abdrücke hiervon gemessen Porto Ermässigung anderen Drucksachen. ""ja® Wilhelm SimeonsTnöchst a. M. Handel und Berkehr. Gießen, 7. Februar. Auf vem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd.^L0,85- H6