Dienstag den 7. December 1880 srr. 286 k??cdactio«sburean: 1 iq Cti«MHOnSl.u«au. / ®4u[,‘ra6c B' 18' Erscheint täglich mit Ausnahme des Montagö Gießen, am 3. December 1880. GlLssino. anspori sEH »erben biefelBen in Zahlung ge« ,(n Maschiuen, 1 >n Fslqe 6e» nhren gebracht 8 ft Original :>nßtn Qualität »6 dir Ctlatool Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. $ L- dullh ihre finn herzu Betreffend: Die Taubstummen-Statistik im Großherzogthum Heffen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern diejenigen ton Ihnen, welche noch im Rückstände sind, an die Einsendung de- in obigem Betreff zu erstattenden Bericht-. Dr. Boekmann. _______________________________ Meige«. ter M s«b nn.A Hamel, Bekanntmachung. Neuerdings kommen wieder Viele außer der zulässigen Zett ans Amtsgericht und Manche berufen sich sogar auf ihre Burgermeist», die ihnen gesagt hätten, sie würden stet- angenommen werden. Wir erwarten von den ^Großherzogltchen Orttgerichtsvorstehern, daß sie die Leute im Gegenthetl belehren, wann die geeignete Zeit ist, und bringen nochmal- zur allgemeinen Kenntniß, daß, abgesehen von sehr dringenden Fällen und selbstverständlich voni Vorladunge: , die Richter nur Mittwochs zu sprechen sind, Anträge bet den Gerichtsschretbereten aber gestellt werden können jeden Mittwoch und Samstag, Morgens zwischen 10 und 12 Uhr, an den anderen Wochentagen Nachmittags zwischen 3 und 5 Uhr. Gießen, den 1. December 1880. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Langsdorfs. den Bemerkungen des Abg. Böhm spricht Abg. Grünewald für den Miuoritäts- antrag, besonders betonend, daß neben den finanziellen auch bie volkswirthschaftlichen Rücksichten maßgebend sein müssen. — Ministerialrath Fink verweist aus die stets sinkende Frequenz der Oberhessischen Bahnen, auf ^inAussichtgenEmcneirbe- deutenden Aufwendungen für dieselben, in Bezug aus Bedurfmsse ,m Bahnhöfe Gießen, auf Beschaffung anderen Betriebsmaterials u. s. w. und rechtfertigt daraus das Bestreben der Regierung, nach Möglichkeit zu sparen. Man habe die Frage erwogen, ob dort nicht Secundärbetrieb einzuführen sei, doch habe sich ergeben, daß man ^ann auf alle Anschlüsse verzichten müsse. Die Regierung weise Übrigens d-e Entscheidung dieser Frage noch nicht von der Hand. — Die Berathung wird morgensortgeietzt. In einer heute Nachmittag 1M= Uhr stattfindenden Sitzung wird die Besprechung einer Reihe von Antworten erfolgen, welche die Regierung auf Interpellationen ertheilt hat. - Darmstadt, 4. Decbr. Auf bie in der Sitzung der zweiten Kammer der Stäube vom 12. November gestellte Interpellation des Abg. Dr. Osann in Betreff bes Feuerlöschwesens im Großherzogthum hat unterm 16. v. Mts. bet Minister bes Innern und der Justiz, Frhr. v. Starck, Exc., in einem an den Präsidenten der zweiten Lämmer gerichteten Schreiben erwidert: „Die Großh. Regierung erkennt bie Wichtigkeit der in der Jnterpella- Hon angeregten Fragen und insbesondere die Förderung, welche dem Feuer, löschwesen durch die Bildung freiwilliger Feuerwehren zu Theil werden kann, in vollem Maße an. Sie hat darum auch nicht Unterlasten, diesem in guter Entwickelung begriffenen Institut ihre Fürsorge und Unterstützung zuzu^nden, wo sich Gelegenheit dazu ergeben hat. In diesem Sinne ist von Großh. Ministerium des Innern insbesondere unterm 19. November 1878 ein Aus- schreiben an die sämmtlichen Kreisämter erlasten worden, aus welchem auch bie Austastung hervorgeht, welche bie Großh. Regierung über die Frage hegt, ob die dermalen bestehende Gesetzgebung genügenden Raum für die Bildung freiwilliger Feuerwehren und ihre zweckmäßige Einfügung in dem Rahmen des Gemeinde - Löschwestns bietet. (Ein Abdruck dieses Ausschreibens liegt der Antwort bei). „ . . . ~ Was die tatsächliche Entipickelung deö Instituts der freiwilligen ^ucr- wehren angeht, so ist dieselbe allerdings bis in die neuere Zeit nur eine langsame, wenn auch stetig fortschreitende, gewesen. Während nach einer , m den Mittheilungen der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik Nr. 140 (vom Juni 1875) veröffentlichten Zusammenstellung im Jahre 1873 im Großherzog, thum nur 44 „organiflrte Feuerwehren" (freiwillige und sogen. Pfllcht,euer- wehren) mit 3781 Mitgliedern gezählt wurden, bestanden nach einer im Som. mer 1877 vom Großh. Ministerium des Innern angeordneten Aufnahme um die letztere Zeit allein 69 freiwillige Feuerwehren mit 4774 (freiwilligen) Mitgliedern, neben welchen noch etwa 70 solche Pflichtfeuerwehren aufgezäh t wurden, welche den freiwilligen Feuerwehren ähnlich organistrt sind und regel- mäßige Hebungen halten. Eine erneuerte Aufnahme ist gegenwärtig m der ^oiber^tung begriffen^ Vermehrung dieser in so aufopfernder und gemeinnütziger We.se wirkenden Körperschaften bisher nicht stattgefunden hat, und namentlich einzelne Bezirke noch ziehung aufweisen, so mögen hier zum Theil Hindernisse entgegengestanden haben, welche neuerdings hoffentlich immer mehr verschwinden werden. Insbesondere wird die Bestimmung des Art. 1 des Gesetzes vom 10. September 1878, die Landes-Brandversicherungs-Anstalt betr., wonach aus den jährlichen Einnahmen dieser Anstalt ein nicht unansehnlicher Theil auch zur Förderung des Feuerlöschwesens, namentlich zu Beiträgen an Feuerwehren und Gemeinde verwendet'werden soll, Gelegenheit geben, wie seiemchon geschehen, auch durch finanzielle Unterstützung bi«■ ®iIbu"S freiwilliger Feuerwehren in größerem Maße, als flüher möglich war, zu för- bern und dieses Institut auch in solchen Gemeinden in - ^ben zu rufen, welche ohne staatliche Beihülfe dadurch vielleicht finanziell Au schwer belastet werden würden. In diesem Sinne hat denn auch die Großh. gung von Beihülfen aus jenem Fond an Gemeinden zur Anschaffung von Löschgeräthschaften die Großh. Kreisämter jedesmal angewiesen, nicht nur ihre jedes tzE-s Deutschland. m. Darmstadt, 3. December. sZweite Kammer der Stände. 67. Sitzung.) Die Kammer fährt fort in der Berathung des Gesetzesentwurfes, den Bau und die Unterhaltung der Kunststraßen im Großherzogthum betreffend. Art. 21 des Entwurfs bestimmt, daß zum Neubau von Kreisstraßen 1. zwischen der Waldmichelbach-Hirsch- borner und der Fürth-Erbacher Straße, 2. von Lenheim nach Geinsheim, bezw. an den Rhein, 3. von Schlitz nach Salzschlirf und 4. in dem südlichen Theile des Vogelsberg? der Regierung zu 1) 48,000 X, zu 2) 17,000 x, zu 3) 24,000 X und zu 4) 50,000 X zur Verfügung gestellt werden und daß die im Bau begriffene Straße durch das Gorx- heimer Thal Staatsstraße bleibt. Der Ausschuß beantragt Annahme mit den Modi- ficationen, daß statt der unter 3 vorgesehenen Summe von 24,000 X eine solche von 33,000 X zu sehen sei und daß an der unter 4 vorgesehenen Summe von 50,000 X, die in Folge der Nothstandsvorlage bereits verwilligren 20,000 X in Aufrechnung zu kommen haben. Die Minorität (.Abg. Wadsack) will weiter die Straße durch den Grebenauer Grund aufgeführt sehen und für diese primär die Summe von 42,287 X, eventuell die Hälfte eingestellt sehen. Nach kurzer Debatte, an welcher die Abgg. Ellenberger, List, Schröder, Wadsack, Küchler, Betz, Möllinger, sowie Ministerialrath Jaup Theil nehmen, wird Art. 21 des Entwurfes nach dem Ausschuß- anttag gegen 5 Stimmen, der eventuelle Minoritätsantrag mit 28 Stimmen angenommen. — Das Gesetz im Ganzen wird sodann gegen 4 Stimmen angenommen. Der zu dem Gesetzesentwurf, die Ausübung und den Schutz der Fischerei betr., von dem Abg. Heinz er ling beantragte Zusatzartikel 63a wird heute nach dem Antrag des Gesetzgebungsausschusses ohne Debatte einstimmig angenommen, ebenso das Gesetz im Ganzen. — Der Gesetzesentwurf, die Abänderung des Wildschadengesetzes vom 6. August 1810 betreffend, worüber s. Z. mündlich Bericht erstattet wurde, wird dem Antrag des Ausschußes gemäß für erledigt erklärt. Es folgt Berathung über den Antrag des Abg. Büchner, betreffend Con- cessionirung und Unterstützung einer Zweigbahn vom Viaduct Eberstadt nach Pfungstadt. Der Ausschußantrag geht dahin, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, ein eventuelles, auf der Basis der in dem vorliegenden Antrag enthaltenen Angaben ausgearbeitetes Project zu prüfen und, ein günstiges Ergebniß dieser Prüfung, sowie die Zusicherung entsprechender Beitragsleistung durch die Gemeinde Pfungstadt vorausgesetzt, den Ständen wegen einer der Bahnlinie Eberstädter Viaduct-Pfungstadt zu gewährende Beihülfe Vorlage zu machen. — Abg. Büchner ist mit diesem Antrag nicht befriedigt, erblickt vielmehr darin nur eine weitere Verschleppung des ohnehin schon lange schwebenden Gegenstandes. — Ministerialrath Fink betont die Sympathie, welche die Negierung dem projectirten Bahnbau stets entgegengebracht habe, hält jedoch Mangels eines jeden Projectes, auf welches sich der Antrag Büchner gründe, lediglich den Ausschußantrag für annehmbar. — In gleichem Sinne spricht sich Abg. Metz aus, der besonders hervorhebt, daß neben der sehr wahrscheinlichen Rentabilität der Bahn zunächst die große Entwicklungsfähigkeit Pfungstadts in Betracht komme, das er mit Offenbach zur Zeit des Abschlusses des Zollvereinsvertrages vergleicht- Er bitte die Regierung, wenn möglich die zur Feststellung der Baukosten nöthigen Vorarbeiten zu beschleunigen, daß vielleicht noch diesem Landtag die betreffende Vorlage zugehen könne. — Ministerialrath Fink erwidert, es sei Sache der Interessenten, in derselben Weise, wie es andere Eisenbahncomites gethan, ein Project bearbeiten und der Negierung zugehen zu lassen. — Abg. Schröder empfiehlt den Ausschußantrag, namentlich da eine bestimmte Erklärung der Gemeinde Pfungstadt fehle, wie weit sie mit ihren Leistungen zum Bahnbau zu gehen gedenken. — Auch Abg. O s a n n spricht für den Ausschußantrag, für den er Seitens des Abg. Büchner etwas mehr Dankbarkeit erwartet hätte. — Abg. Büchner zieht hierauf seinen Antrag zurück und erklärt, auch gegen den Ausschußantrag stimmen zu wollen. — Nach weiteren kurzen Bemerkungen der Abgg. Metz und Osann und einem Schlußworte des Berichterstatters, Abg. Wolfs- k eh l in welchem derselbe wiederholt die Sympathien hervorhebt, welche der Ausschuß dem Gegenstand entgegengebracht, wird der Ausschußantrag gegen die Stimme des Abg. Buchner angenommen. Einer Eingabe des Peter Acker VIII. zu Seligenstadt, gerichtet gegen den Landtaasabgeordneten W o l z zu Seligenstadt wegen angeblicher Dienstvergehen, wird keine Folge gegeben, ebenso einer Vorstellung des Rendanten Walther zu Gießen, Festsetzung seiner Vordienstzeit betreffend. In der bei letzterem Gegenstand entstehenden kleinen Diskussion wurde sowohl von dem Abg. Haustein, wie von Ministerialrath Müller die ausgezeichnete Dienstführung des betreffenden Beamten hervorgehoben. Zu dem Antrag der Abgg. El len berg er und Genossen, den Fahrplan der -Oberhessischen Eisenbahnen betreffend, beantragt der Ausschuß nach dem von dem Abg. Böhm erstatteten Bericht in seiner Majorität, der Großh. Regierung die Wiedereinführung des vierten Zuges zu empfehlen, insofern jetzt oder in kürzerer Frist es durch anderwette Ersparnisse an Betriebskosten möglich werden sollte, die hierdurch erwachsenden Kosten zu ersetzen. Die Minorität beantragt: 1. die Regierung zu ersuchen, den vierten Zug auf den Oberhessischen Bahnen wieder einzuführen; 2. der Erwägung der Regierung anheim zu geben, ob nicht durch Einführung eines billigeren Betriebs bessere finanzielle Resultate erzielt werden können. Nach einigen den Bericht ergänzen- chichener Anzeiger Aijkige- mH AmlsM fit dm Kreis Gießen. k meines Hauses, rii nebsl allem Zu- -emielhcn und am sieben. Menemcher. Rimmer ju oer- )ogtr, Sdtttfa Je zu vermieden. mied , xntmtm Hause vermeiden und . beziehen- Meint Neider. iogis irubehör in einem i^artenantheil und iu vermeiden und >ta. besondere Aufsicht über eine gute Aufbewahrung und Erhaltung der frazltcheu Gerätschaften eintreten zu lasten, sondern auch dahin zu wirken, daß die Einwohner der in Betracht kommenden Gemeinden in deren Bedienung eingeübt werden, und daß, wenn irgend thunlich, freiwillige Mannschaften zu dresem Zwecke zusammentreten. Es ist zu hoffen, daß unter diesen neuerlich günstigeren Umständen die Errichtung eingeübter Feuerwehren aus freier eigener Initiative der Gemeindevorstände und Gemeindeangehörigen in nächster Zeit wieder lebhafter in Fluß kommt, und daß die Großh. Negierung auf diese Weise der Notwendigkeit enthoben wird, der Erwägung näher zu treten, ob und wie etwa auf dem von dem Herrn Interpellanten angedeuteten Wege weiterer gesetzlicher Regelung des Instituts einexercirter Pflichtfeuerwehren, also des Zwanges gegen Gemeindeangehörige und Gemeinden, welche nicht freiwillig zur Errichtung eingeübter Feuerwehren schreiten, weitergehende Verbesterungen versucht werden sollen. Die Großh. Regierung, wie sie schon im Allgemeinen keine Freundin von Zwangsvorschriften gegen Gemeinden, insbesondere in Bezug auf persönliche Leistungen von Gemeindeangehörigen ist, kann sich der Besorgniß nicht verschließen, daß gerade auf dem hier in Rede stehenden Gebiete durch äußeren Zwang nur Ungenügendes hervorgerufen werden könnte, daß dieses Ungenügende aber überdies als Ersatz und Abfindung für die Herstellung der besteren Ein- richtungen, nämlich der freiwilligen Feuerwehren, betrachtet werden, und somit der Ausbildung dieser Institute unter Umständen geradezu hindernd in den Weg treten könnte. Eine Reihe von denjenigen Leistungen, welche von den eingeübten Feuerwehren gefordert werden, beruhen ja so wesentlich auf freiem und freiwilligem Maße von Eifer, Ausdauer und Opferwilligkeit der einzelnen Mitglieder, daß dieselben ohne allen Zweifel in vorzüglicherem Grade auf der Grundlage freiwilliger Anerbietung der hier fraglichen ebenso ehrenvollen wie gemeinnützigen Thätigkeit erwartet werden dürfen. Von dieser Anschauung geleitet, erachtet es die Großh. Regierung für angemesten, ehe zur Erwägung einer Reform der dermalen bestehenden Bestimmungen in der von dem Herrn Interpellanten angeregten Beziehung — zwangsweiser Einführung von eingeübten Pflichtfeuerwehren — geschritten wird, zunächst noch Zeil und Gelegenheit zur Ausbreitung des Instituts der freiwilligen Feuerwehren offen zu lasten, für welches die bestehende Gesetzgebung, wie bemerkt, genügenden Raum bietet. Einstweilen werden da, wo sich freiwillige Feuerwehren noch nicht gebildet haben, die Vorschriften über zwangsweise Heranziehung der Gemeindeangehö- rigen, wie sie in der Verordnung vom 21. März 1857 und der zugehörigen Instruction enthalten sind, aufrechterhalten und durchgeführt werden müssen. Zur bestimmten Beantwortung der speciellen Frage des Herrn Interpellanten übrigens, ob die einzelnen Bestimmungen jener Verordnung, insbesondere der 3 und 6 derselben; in den Gemeinden deS Großherzogthums durchweg zur Durchführung gekommen sind, mangelt der Großh. Regierung in diesem Augenblick erklärlicherweise das genügende zuverlässige Material, da dasselbe auch in der kurzen Zeit seit Stellung der Interpellation natürlich nicht beschafft werden konnte. Greiz, 3. Decbr. Die , Greizer Ztg." schreibt: Ein geheimnißvoller Akt bat sich soeben vollzogen: die Eröffnung des Landtages. Bei verschlossenen Thüren findet in Reuß ä. L- dieser Akt statt, der in constitutionellen Staaten mit allem Glanze stattzufinden pflegt. In Reuß ä. L. ist nicht Einmal der Presse der Zutritt gestattet. Bei verschlossenen Thüren, gleich als hätte man das Auge der Oeffentlichkeit zu scheuen, findet hier die Eröffnung deS Landtages statt, bei verschlossenen Thüren, als sollte sie der Kenntniß des Volkes entzogen werden, wird hier die Verlesung der Eröffnungsrede vollzogen I Wir sind deshalb auch nicht in der Lage, über den Eröffnungsakt zu berichten, wir vermuthen nur, daß derselbe jetzt glücklich beendet ist. Wie uns nachträg- lich mitgetheilt wird, hat sodann überraschender Weise eine öffentliche Sitzung des Landtages ftattgefunden. Da dieselbe nicht vorher angekündigt war, also Niemand etwas davon wußte, dürfte die „Oeffentlichkeit" auch nur eine nomt- nelle gewesen sein. Straßburg, 4. Decbr. Hypolit Tissot von Nancy, Feuerverfiche- rungs-Agent nnv französischer Reserve-Officier, angeklagt des Landesoerraths, begangen dadurch, daß er Pläne der Festung Diedenhofen, die Stärke der Forts, deren Ausdehnung, Anlage der Kasematten u. s. w. der französischen Regierung zur Kenntniß gebracht habe, wurde heute durch das ständige Kriegs- gericht dahier auf Grund des § 3 des Gesetzes für Elsaß - Lothringen vom 12. Juli 1873, zu einer Festungsstrafe von 3 Jahren verurtheilt. Hesterreich. Wien, 4. Decbr. Die „Polit. Corresp." meldet aus Galatz. Heute hat die erste Sitzung der Donau-Commission stattgefunden. Nach Erledigung der Formalitäten wurde beschlossen, über die der Commission auferlegten Arbeiten in einen Gedankenaustausch einzugehen. Die nächste Sitzung wird am Dienstag abgehalten. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Die Pforte hat ihren Delegirten bei der Donau-Commission angewiesen, gegen die Zulassung des bulgarischen Vertreters einfach zu protestiren und an der Berathung der Commission theilzunehmen. Irankreich. Paris, 4. December. Die Regierung hat beschlossen, bei den Kam- mern den Verkauf derjenigen Kronjuwelen zu beantragen, welche keinen historischen Werth haben. Der zu 5 Millionen angenommene Erlös ist für die nationalen Museen bestimmt. — Die Kammer der Deputirten berieth heute über den Entwurf, betr. den Laien-Unlerricht und den obligatorischen Primär- Unterricht. tzrrgtand. Dublin, 4. Decbr. Das Amtsblatt veröffentlicht einen Erlaß, wonach wegen der unruhigen Zustände in Lettrim die dortige Polizei verstärkt wird. Dublin, 4. Decbr. Das Gericht hat den Antrag Parnell's und Genossen, den Proceß gegen dieselben auf den 25. Januar k Js. zu vertagen, abgelehnt. Italien. Rom, 4. Decbr. „Diritto" zufolge kehrt das italienisch Geschwader zunächst wahrscheinlich nach Neapel zurück. — „D ritto" bezeichnet die Meldung des „Standard" von Unterhandlungen in der griechischen Frage als unbegründet, ebenso die Nachricht von einer angeblichen Erklärung Griechenlands, daß dasselbe entschlossen sei, im F ille der Abberufung der Flotte Krt«g zu führen. Dre griechische Frage sei augenblicklich vertagt. D:e Pforte habe die Behörden von Metelin angewiesen, wegen des Conflrcts mit italienischen Fischern Italien schleunige Genugthuung zu geben. Men. Bombay, 4. Decbr. Der Viceköaig Lord Ripon ist in Folge eineS Fieberanfalles schwer erkrankt. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Gorrespoudenz-Burear». Petersburg, 5. Decbr. Die „Agence rusie" bestätigt die Zurückberufung der veceinigten Flotte, die jedoch keineswegs die Auflösung des europäischen Concerts involvire. Ob das russische Geschwader nach dem Piräus geben werde, sei zu bezweifeln. — E n heute veröffentlichter kaiserlicher Ukas an den Senat verordnet die Aufhebung der Salzaccise v m 1. Januar 1881 ab und die Verminderung der Zollgebühren für Import-Salz. Paris, 5. December. Die „Agence Havas" meldet aus Athen von heute: In der Deputirtenkammer erklärte Communduros, daS Programm deS Cabinets sei die Politik der Action. „Wir bereiten uns vor, um die Beschlüsse Europas auszuführen; wir bemühen uns, den Beistand Europas zu erhalten. Eß liegt kein Zeichen dafür vor, daß die Mächte unS ihre Unterstützung nicht zu Theil werden lassen sollten. Nichtsdestoweniger muß Griechenland feine eigentlichen Gedanken zurückhalten. Die Ehre legt ihm j?deS Opfer auf." Communduros appellirt an den Patriotismus der Opposition und bittet sie Angesichts der obwaltenden Umstände um ihre Unterstützung ohne Vorbehalt. — Das Einnahme-Budget ist eingebracht. Die Einnahmen sind mit 5‘/2 Mill., dir Ausgaben mit 114 Mill. Drachmen beziffert. Der Minister fügt hinzu: Wir werden 80,000 regulärer Truppen unter den Fahnen halten und vielleicht auch die Nationalgarde a ifruien. Washington, 5. Decbr. Schatzsecretär Sherman macht bekannt, daß am 31 Decbr. bie fälligen Zinsen der 6procentigen Bonds gleichet ig mit den zur Rückzahlung präsentlrten Bonds bezahlt würben. — Nach Meldungen der Blätter aus Panama ist die in Ecuador ausgebrochene Revolution unterdrückt word?n. London, 6. Decbr. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Bombay: DaS Befinden des Vicekönigs ist besser. Derselbe konnte in Folge dessen nach Kalkutta zurückkehren. Petersburg, 5. Decbr. Der „Agence ruffe" zufolge gehen die russischen Schiffe des vereinigten Geschwaders nach Neapel und bleiben dort zur Disposition der in Italien reisenden Großfürsten Paul und Sergius. Gießen, 6. December. Von dem Dieb hat man bis jetzt noch Armenbüchse ihres Inhalts von ca. 30 berauol. Lokales. In der Klinik wurde vorgestern die dortselbst aufgehängte keine Spur. — Ein Handwerksbursche, welcher sich in einer Herberge nicht anständig betrug, wurde an die Luft expebirt. Im Zorn hierüber zerschlug er einige Fensterscheiben, welche ihm zu begleichen bleiben. — Wir berichteten in Nr. 274 von einem Gleiberger, welcher beim Durchbrennen aus dem „Gambrinus" in die Stadtbach gerathen war. Nach näherer Erkundigung (e8 wurde uns damals so berichtet tote es im Anzeiger stand) erklären ton hiermit zur Beruhigung von Jnteresienten aus Gleiberg, daß der Durchbrenner aus Vetzberg war. Namen zu nennen, ist jedoch nicht nothwendig. Iß e~F m i s cy t e s. Marburg, 3. December. Das jetzt erschienene Verzeichniß des Personals und der Studirenoen der hiesigen Universität für das Wintersemester 1*80/81 ist das hundertste, also gewissermaßen eine Jubiläumsausgabe. Seil Ostern 1831 erscheinen derartige Verzeichnisse überhaupt erst an der hiesigen Universität. Das gegenwärtige Verzeichniß weist nach in der theologischen Facultät: 6 ord. und 2 außerordentl. Professoren, sowie 2 Privatvocenten; in der juristischen Facultät-. 6 ord. und 1 außerord. Professoren, sowie 4 Privatdoccnten; in der mediciniichen Facultät: 10 ord. und 3 außerord. Professoren, sowie 4 Privatdocenten; in der philosophischen Facultät: 21 ord. und 4 außerord. Profefforen, sowie 6 Privatdocenten und 1 Lecior der französischen Sprache. — Die Gesammtzahl der die Vorlesungen Besuchenden be; trägt 619, davon zählt die theologische Facultät 79, die juristische Facultät 98, bie mebici- nische Facultät 137, die philosophische Facultät 290, 15 besuchen mit Erlaubniß des Rektors die Vorlesungen. Von den Studlrenden sind aus Preußen 522, aus den übrigen RcichS- landern 7ü, aus den übrigen europäischen Staaten 6, aus außereuropäischen Staaken 6. — Die letzten Nachrichten, welche die „Afrikanische Gesellschaft in Deutschland" von ihren Reisenden erhalten hat, ergeben, daß Dr. Lenz Timbuktu rhatsächllch erreiche hat und somit der erste Europäer ist, der von Norden her in diese Stadt gelangte. Bis auf den Verlust zweier arabischer Diener hat Lenz seine Reise ohne Unfall ausgeführt und steht zu erwarten, daß er bereits im nächsten oder übernächsten Monat nach Berlin zurückkehren wird. Hofratb Rohlfs und Dr. Stecker haben am 26. Oktober Kairo verlaffcn, um sich über Suez nach Abessinien zu begeben, wo zur Zeit vollständige Ruhe herrscht, obgleich der Kaiser nicht gerade mit allzugroßer Milde gegen Mubamedaner und christliche Missionäre aufzutreten scheint. Rohlfs gedenkt in 3 bis 4 Monaten wieder nach Egypten zurückzukehren, während Dr. Stecker durch die Gallaländer die Ostküste erreichen will. Major v. Mechow, der das süväquatonale Westafrika sich zum Forschungsgebiet gestellt, hat dm letzten Nachrichten zufolge den Quango erreicht und überschritten zwei bisher unbekannte Wasserfälle sind durch ihn nach dem deutschen und dem österreichischen Kaiser benannt worden. Der wichtigste Theil der Reise steht dem Major v. Mechoch noch bevor. Mit einiger Besorgniß wandten sich die Blicke des Vorstandes Ostafrtka zu; hier waren bekanntlich bei dem Ueberfall eines Dorfes unter den Streichen der Truppen dcs Mi- rambo zwei englische Forscher erlegen. Den neueren Nachrichten vom 20. August zufolge dürfte Mirambo selbst j'doch an dieser Schandthat unschuldig sein, sie scheint sogar gegen seinen btreten Befebl ausgeführt, und ist daher Hauptmann v. Schöler, der Führer der deutschen Expedition nach Tanganika mit seinen Reisebegleitern in freudiger Hoffnung aufgebrochen. Die leßten Nachrichten der Reisenden datirten vom 26. Tage nach dem Aufbruch von der Küste. Sie befanden sich sämmtlich bei guter Gesundheit. Noch in diesem Monat werden Dr. Pogge und Lieutenant Wißmann Berlin verlassen und sich nach dem Westen Afrikas einschiffen, um eine etneute Expedition In das Reick des Muata-Uamwo anzutreten, während Pogge selbst in des Agnigs Residenz Niosumbo zurückbletben will, beabsichtigt Dr. Wißmann von da aus Exeur- sionen “^tof^eSbcbenfen eines Rechnungsrevisors.) „Da fordert der Mechanikus W. für Visitation des Blitzableiters 12 JL und zwar für das Hinaufstetgen auf das Just.zgebaude 4 JL für Visitation 4 J4, für das Herabstetgen 1 JL Letzterer Betrag wird gestrichen, denn wenn auch das Aufsteigen und Visitiren im Interesse de« Staates geschah, so war doch das Herabsteigen leviglick Privatintereffe des Meckanikers." _____ SehlffMberieht. Mitgetheilt von dem Agenten deS norddeutschen Lloyd ® ^Bremen, 1.^December. Der Postdampfer Rhein, Capitän ©. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20. November von Newyor. abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 10 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 104 Passagiere und volle Ladung. m r Bremen 1. Decmber. lPer transatlantische« Telegraph.) Der Postdampfer Oder, Capt. E. Undüts'ch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher °m 15 Noobr. von Bremen und am 17. Novbr. von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Wf 30^00, HolM im Gieße" Montag de voll Eiorll Mrict alte ■ A. fc Schelt^ \ Rau Nadel M ß. Bau-, W 1127 F'cht/n' , mit 194 2166 Wes« Die Zusau Hrrcierplatz- Gikßen, den M 1935) A. Vers Fürstl. £ Dienstag i sollen in bei unb Mülbach 418 Fichten- 15-31 9-21 i Inhalt i 319 Fchen- 9-16 ir Inhalt. Mors acht bttatmt, gleichyi ig mß ^ach M-ldunzev Iwolmion imttt» Handel und Werkehe. Frankfurt, 4. December. «Marktbericht.) Der heutig,e Heu-Strohmarkt war SwiÄ4äsl »’S* a*. tss^w 00000000000000000 0010010000000000000000 Meine sämmtlichen Damenwintermäntel, Regen- g u mäntel und Pelzgarnituren empfehle wegen vorgerückter O 8 Saison zu herabgesetzten Preisen. (7934 g B Moritz Heichelheim, g OOaOOODOOODOOOOOlOOiOOlOOOOOODOOODDODDOO große Versteigerung. Mittwoch, den 8. December l. I., von Vormittags 10 Uhr ab und die folgenden Tage werden in der Behausung des Herrn Friedrich Kramm in BadNauheim die sämmtlichen Mbel aus ungefähr 35 Zimmern öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Das Meublement besteht aus: Einer Anzahl vollständiger Betten, bestehend aus Bettlade, Sprungfeder- und Roßhaarmatratze, Kopf-Keilkissen Plümeaux und Kolter, verschiedenen Garnituren in Plüsch, Rips und Damast, Schreib-, runden und ovalen Dschen, einigen Secretären, einigen Sopha's, einem Ptanino, sowie aus Kastenmöbeln, als ein- und zweithürigen Schränken, Kommoden, Eckschränkchen, Waschtischen und Kommoden mit Marmor- und Holzplatten, und com- pletten Waschgarnituren, sehr schönen werthvollen Teppichen und Bettvorlagen, einem Treppenläufer für 2 Stockwerke, einer großen Anzahl Tischdecken, Fensteroorhängen mit Gallerten, Rouleaux und Mänteln aus einigen 30 Zimmern, sehr schönen und werthvollen meist antiken Oelgemälden, Stahlstichen und anderen Bildern, mehreren Regulatoren, Spiegeln in Gold- und Holz- Rahmen und einer großen Parthie silberner und messingener Leuchter und ^^^Es^'wird hierzu noch besonders bemerkt, daß sämmtliche Sachen in sehr gut erhaltenem Zustande und sehr viele derselben noch neu sind. Bad-Nauheim, den 2. December 1880. 7924) Heutzenröder, Gerichtsvollzieher. Holzversteigerung im Gießener Stadtwaide. Montag den 13. Decbr. er., von Vormittags 9 Uhr an, soll im G'eßener Stadtwalde in dem Distrtct alte Viehweide nachverzeich- neteS Holz versteigert werden: A. Brennholz: Scheich. Prüzelh. Stockh. Reith. Raummeter. Wellen. Nadel 84 427,2 275 13900 B. Bau-, Werk- u. Nutzholz: 1127 Fichten- und Kiefern - Stämme mit 194 Festm., 2166 Fichtenstangen mit 125,33 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf dem Exercierplatz. Gießen, den 6. December 1880. Großh- Bürgermeisterei Gießen. 7935) A. Bramm. Bauholz- Bersteigerrrug in der sowie alle in dieses Fach einschlagende Artikel. Joha. Zufall. Zinngießer. 7903) Italienische Apfelsp. lten, Brünellen, türkische Zwetschen, geßoßene Raffinade, Ceylon-Zimmet, Citronat, Orangeat und Anisformen bei Emil Pistor. DaoaocxaoaoDOicDCXXxaaQcxxä ZZur gefl. 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M übtigm R-chi- Staaten t>. in Dwis-Hlanb' w bild) tntufct bat uuj B,z auf btn SttluÜ , ü,kf in erwntttn. nad) Ibtifinitni1 9 ®obifä aebenft • l,. «no bttn m»' rÄijrt: i ttnifn”;^ bt8 bß(6 68 Sä* V*1 ", ,»* W e* Geschästs - Uebevgabe. 7932) Theile einem verehrten Publikum hierdurch mit, daß mit dem Heutigen Herr Carl Berger, Kunstgärtner, mein Geschäft käuflich übernommen hat. Indem ich bitte das mir seither geschenkte Vertrauen auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen, zeichne Hochachtungsvoll _________Otto Garn, Handelsgärtner. Regenschirme1 (7926 für Damen und Herren empfiehlt zu billigen Preisen Jobs. Zufall, früher Marie Lang, 86 Neuenbäuk 86. NB. Ueberziehen und Reparaturen werden rasch und billigst besorgt. Donnerstag den 9. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, oll im alten Rathbaussaale eine zu >1,19 JL veranschlagte Führtet» lung versteigert werden. Güßen, den 6. December 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 7925) A. Bramm._________ Montag btn 20. December, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Christian Reinhardt dahier Flur. Nr. Mtr. 17 287Vi« 1000 Hofraithe bei dem Jug- hardsbrunnen, rechts an der Landstraße. versteigert werden. Gießen, den 9. November 1880. Großherzogl. OrtSgericht Gießen. 7352)Müller. 5187) Ein geräumiges, gesund belege; nes Zimmer ist mit oder ohne Möbel billig an eine ruhige Person zu vermie- then. Sonnenstraße, dahier, Nr. 77. 7846) Zwei möblirte Zimmec zu ver- miethen. Ph. Kreiling im Gambrinus. 7612j) Ein schönes Familienlogis (im 2. Stock), bestehend aus 2—3 Zimmern, Küche, Corridor, Balkon zc., -per 15. Jan. beziehbar, zu vermiethen. D. Weller V., Heuchelheimer Str. 7092) tzamilienlogis, 1. Stock mit Man- sarde, bestehend aus 7 Zimmern, 2 Cabi- nets und Küchen nebst allem Zubehör, ist zusammen oder getrennt zu vermiethen und alsbald zu beziehen. ______________Frankfurter Straße 323. 6806) Eine neuhergerichtete Wohnung, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speicherkammern, Holzstall rc. sofort zu vermiethen Näheres Bleichstraße Lit- C- Nr. 39,5. 6879) Ein neu restaurirtes Familien Ivßis ist zu vermiethen und alsbald oder spater zu beziehen im ______________Da'mftädter HauS. 7103) Em großes schön möblirtes Zrm- mer zu vermiethen. Gartenstraße 165,6. 7698) Möblirte Zimmer mit Cabinet zu vermiethen._____Mäusburg D- 16. 7848) Laden mit Werkstätte zu oer- miethen.______ Sonnenstraße B 106. 7876) Ein kleines Familienlogis, sowie ein kleines möblirtes Zimmer zu vermie- then bei Theodor Schmidt, Gartfeld. 7374) Ein Pferdestall mit Remise und großen Heuböden (am Seltersweg) zu vermie- then und alsbald zu beziehen. Näheres bei J. Blitz. 7661) Laden, sowie eine möblirte Wohnung zu vermiethen bei Gustav Gerhardt, Lindenplatz. vermischte Anzeigen. 7944) Ein Dienstmädchen sucht sofort Frau Schreiber, im Gartfeld. 7939). die miethen. Neustadt D. 86. X Erfüllung des Rathschluffes Gottes durch die Wieder- X kunft Christi. Dermietyungen. 7938) Ein möblirtes Zimmer zu ver- X Der Zutritt ist frei und wird hierdurch freundlich ein- M geladen. (7871 g ____________________________Seltersweg C. 59. Laden - Eröffnung. x Drei Vorträge X gehalten: lieber die Merkmale unserer Zeit und 7930) Einem geschätzten Publikum zur Nachricht, daß ich im Laden des Herrn Gustav Gerhardt am Lindenplatz eine Filiale meiner Manzen- und Blumenhandlung etc. errichtet habe. Empfehle daselbst Kränze und BouguetS jeder Art, sowie Blattpflanzen und blühende Pflanzen, wie solche die Saison bietet. Täglich frische Veilchen. Achtungsvoll Carl Berger, Kunst- u. Handelsgärtner. xxxxxxxxxxxxixwxxx«»«$mx$m X Im großen Saale des Hotel „Einhorn" || 3t werden Montag den 6., Donnerstag den 9. und M Montag den 13. Deeember, 5 jedesmal Abends 8 Uhr, W von dem Retseprediger W. A. Mozart. (1756—1791.) L. van Beethoven. (1770-1827.) Jos. Haydn. (1732-1809.) Moritz Hauptmann. (1792—1868.) Preise der Karten (für Nichtmitglieder), welche in der Rick ersehen Buchhandlung und R u d o I p h’schen Musikalienhandlung (woselbst auch Texte zu 10 H) zu haben sind : Sperrsitz................3 Nichtnummerirte Plätze im Schiff der Kirche und auf der ersten Emporbühne.........: 2 „ Auf der zweiten Emporbühne.........1 „ Die Hirciie ist geheizt. Garten. 7941) Erklärung. Bor allen Dingen bitte ich ein verehrliches Puhlikum wegen des eine Stunde verspäteten Anfangs beim gestrigen Concerte um gütige Nachsicht. Das gestrige, um 5 Uhr stattfinden sollende Eoncert konnte, trotzdem es bereits zwei Tage vorher in dem „Gießener Anzeiger" annoncirt, erst um sechs Uhr seinen Anfang nehmen, indem durch den gestern Nachmittags zwei Uhr (an mich durch Herrn Capellmeister K r a u s s e) gelangten polizeilichen Befehl der Anfang von 5 auf 6 Uhr festgesetzt wurde. Als Grund dieses sonderbaren und ausfallenden Befehles wurde der um fünf Uhr anfangende Nachmittags Kirchendienst unterlegt. Es wirft sich bei diesem Falle die Frage auf, ob die polizeiliche Behörde oder der Kirchen-Vorstand resp. die Seclensorger der Gemeinde das Recht haben, den staatlich festgesetzten Gottesdienst von zwei bis drei auf fünf Uhr zu verlegen, ohne die gefchäftStreibenden und steuerzahlenden Bürger zu schädigen. — Mit diesem noch von dem Großh Hess. Ministerium zu bestätigenden Erlaß würden speciell Etablissements wie das meinige unmöglich gemacht werden, da nur Sonn- und Feiertage gerade die Quellen sind, um meine sich auf circa 2000 belaufenden Steuern zu er;d)roingen. Es liegt gewiß nicht im Sinne der Regierung, ihre Steuern zahlenden Unteithanen auf irgend eine private Ansicht hin schädigen zu wollen. Sodann fragt es sich sehr, ob diese neue Abänderung des Nachmitlags-Kirchen- dienstes ein Verlangen der Majorität der Bürgerschaft gewesen ist. Mit dem Nicht Beginnen der Concerte um fünf Uhr erwächst mir ein pekuniärer Schaden, welcher auf einer anderen Seite hin nicht gedeckt werden kann, indem bei Anfang der Concerte um fünf Uhr stets der Saal für Bälle und Gesellschaften rc. rc. verwendet werden konnte, welches bei Anfang der Concerte um sechs Uhr eine Unmöglichkeit wird. Zweitens stellt mir die Umgegend Gießens, namentlich Wetzlar, Dillenburg rc. einen großen Theil meiner geehrten Sonn- und Feiertags-Gäste, welchen es, sollte dieses noch nicht staatliche verfügte Gesetz in Kraft bleiben, unmöglich gemacht werden würde (Eisenbahn Verhältnisse), für die Folge diese Concerte zu besuchen. Der Schaden liegt sehr klar zu Tage und ich glaube nicht, daß es mit der Billigkeit in Einklang zu bringen ist, wenn man ein Etablissement wie das meinige, auf das Gießen (ohne unbescheiden zu sein) stolz sein kann, auf diese Weise beschädigt. Ferner sei bemerkt, daß mit dem Verlegen des Nachmittags-Kirchendienstes es auch dahin gestellt fein kann, ob nicht mit der Zeit bei den Freitags- Abonnements-Concerten, welche doch so allgemeinen Beifall sich errangen, bet »ttfong auch abhängig gemacht werden könnte? Beweise stehen mir genügend zur Hand, daß gerade mein Etablissement schon genug durch locale polizeiliche Verordnungen zu leiden hat, indem an iedem ersten Oster- und Pfingstfeiertage in der Residenz Darmstadt und Mainz Theattr und Concerte abgehalten werden, mir aber stets verweigert wurden. Man sollte doch annehmen, daß in dem Großherzogthum Hessen nur ein Gesetz für alle Untertbanen gleich gemacht worden wäre. In der Landestrauer-Periode Sr. Konto!. Hoheit beS verstorbenen Grotz- herzogs Ludwig III. wurde mein Concert verboten, wahrend in Mainz und Darmstadt selbige stattfanden. Warum? kann ich nicht beantworten. Zum Schluß bin ich fest überzeugt, daß ich im Sinne der ganzen geschäftlichen Welt Gießens erklären zu können glaube, man möge den schon seit hundert Fahren und von der Regierung gesetzlich bestimmten Nachmittags-Gottesdienst von i o Uor bestehen lassen, rote es unsere Väter gewohnt waren und hoffentlich mit demselben seug geworden sind. Hcbtung3öon Wilhelm Wenzel, Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unto.-Druckeret (Fr. Chr. Pietich) in Gießen. Hierzu eine Beilage. Expefiti-ns Zur 8 in Gemäßheit d Mmtttagsgott 2) Di- Mer uns gW am Dienstag bei unsere Anordnur erschienenen Gie innkjam gemach 3) Dl sehunzen. Ncn emfäliefelid) bi llche Vorschr recalpolizeibea! selbst versteht, seine Conceri Concerte rc. nl Gies Darm haben Aüergnä Am 27. Rarloss, at treuen Dienste an dmj. iiim Ministerin Wöllstadt, )oö -enalcalculatt )U ernennen. “■ Dar, 3n der Nach mit crdmmg, welche -rtheilt halte. a J betreff der H Schreibweise bta oelche bt& in \ itnßabi jungen, ohni ^nt.’peUattßn S'chlel Abg. Tl Snterpeüßt sotlkiunaeanft *nb empfiehlt °en Eegensianl btr Dorilf0enbc Anstalt für un ' jia 3u der E S'ptember betreffend, un! jjntttpenönt ei 0 Qnn besün ^"wehren, > ^Aiie zu einn ^?ge, wie buc Le‘, Tas Eesi fiitnmt . und »uMhen be§, M Äfler'al: & die t der M Eta? ssta 500^ Dinges