Samstag den 7. August 1880 Mr. 182. 15. r Abends. AllMk- Mi WsM str btn Kkis Gießen «edaetton-bureaur l Schulstraße b. is. SxpedittonSbureau r J w ___________ Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. S - dl © c L © = ö 5 C X © L 3 © © L 5 CQ x cö ® w £ § © i T *Ä Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh» Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 katholischen Kirche machen. ,n _ T. Ist nun etnerseitß allerdings der Weg zum Widerrufe des am 19. Juli 1870 verkündeten Dogmas noch offen, so haben wir doch die Ueberzeugung, daß Leo XIII. nicht der Mann ist, der diesen Weg einschlagen wird. Leo flucht und poltert nicht, wie sein Vorgänger es gethan, indeffen hat er bewiesen, daß er nicht weniger, wie jener, die Herrschaft der Kirche anstrebt. Hierfür zeugt sein persönlicher Brief an den deutschen Kaiser, worin ausdrücklich betont ist. daß die Gerichtsbarkeit des Papstes sich nicht blos auf die Katho- Ilten, sondern über jeden Einzelnen erstrecke, der getauft sei. Der so denkende „.heilige Vater" wird auch an seine eigene Unfehlbarkeit glauben oder winde- Kens verlangen, daß die Welt daran glaube. Wir sind deswegen zu der An- nähme geneigt, daß das Concil, welches wahrscheinlich in Florenz zusammen- treten tolri), nach seiner Wtederberusung nicht den früheren Beschluß aufheben, vielmehr denselben dahin tnterpretiren wird, daß das oberste Kirchenregiment Deutschland. Berlin, 4. August. Da es vorgekommen ist, daß einzelne Ortsarmen, verbände hülssbedürftige Kranke, welche deren Fürsorge in Anspruch nehmen wollten, unter Verabreichung einer geringen Unterstützung veranlaßt haben, sich an einen benachbarten Armenverband zu wenden und von diesem die Aufnahme in ein Krankenhaus zu fordern, so ist auf die reichsqesetzliche Bestimmung hingewiesen worden, wonach zur Fürsorge für einen hülssbedürftigen Deutschen vorläufig derjenige Ortsarmcnverband verpflichlet ist, in dessen Bezirk stch derselbe bei dem Eintritte der Hülfsbedürftigkeit befindet; die vorläufige Unterstützung, vorbehaltlich des Anspruchs aus Erstattung der Kosten, bezw. auf Uebcrnahme des Hülssbedürftigen gegen den hierzu verpflichteten Armenverband erfolgt, weil dasselbe Verfahren auch hülssbedürftigen Ausländern gegenüber zu beobachten ist. Hiernach ist jede eigenmächtige Weiterbeförderung Hülssbedürftiger, um sich derselben zu entledigen, ungerechtfertigt, und es unterliegen Ortsvorstände, die dagegen verstoßen, der Bestrafung im Wege vielmehr denselben dahin tnterprettren wrrv, vay oas nrr^enregrmeur , I Die Fortsetzung des Concils von 1870. Am 19. Juli 1870 wurde in Berlin die officielle Kriegserklärung Napoleons III. übergeben. Dir Welt war von diesem Ereigniß in dem Maße erregt, daß eine zweite, an dem gleichen Tage stattgehabte Thatsache von ebenso hoher geschichtlicher Bedeutung nur eine wesentlich abgeschwächte Beachtung fand. Am 19. Juli 1870 wurde auch in dem Dome St. Peteros zu Rom das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit verkündet. Von 1037 Prälaten , die zu dem öcumenischcn Concil nach der „ewigen" Stadt berufen waren, hatten nur »wei gegen den Antrag auf Verkündigung des Dogmas gestimmt, »ährend 533 dafür gestimmt hatten, die übrigen aber, obwohl Gegner des Antrags sich der Abstimmung entzogen, weil sie „dem Statthalter Gottes auf Erden" nicht unbedingt entgegentreten wollten. Unter Denjenigen, die sich ihrer Stimme enthielten, befanden sich namentlich viele, deutsche Bischöfe, deren Ueberzeugung durchaus nicht dem Dogma entsprach; sie hatten dies bet den Verhandlungen des Concils offen erklärt, aber sie hatten nicht den Muth, der Erklärung gemäß zu handeln, und ordneten somit ihre Ueberzeugung dem Willen des Papstes unter. Das Dogma wurde also beschlossen und das Geschick wollte, daß die Verkündigung desselben mit der Uebergabe der fran- zöstschen Kriegserklärung zusammenfiel. An einem Tage war somit ein großer militärisch-politischer Krieg und zugleich ein Krieg auf religiösem Gebiete in Scene gesetzt, der den Kampf der weltlichen Mächte bei weitem überdauert hat und dessen Ende auch heute noch nicht abzusehen ist. Die rein religiöse Seite des Dogmas von der päpstlichen Unfehlbarkeit würde schwerlich eine besondere Wirkung gehabt haben, wenn dieser neue Glau- benssatz nicht zugleich dazu bestimmt gewesen wäre, dem Gebäude der römischen Hierarchie die Krone aufzusetzen, Rom alle weltliche Macht auf Erden tu unterwerfen. Es sollte den Päpsten die Weltherrschaft in die Hände ge- spielt werden; deswegen stimmten jene 533 Prälaten auf dem Concil dafür, ihnen göttliche Eigenschaften beizulcgen. Es konnte nicht fehlen, daß die weit- lichen Mächte, in erster Linie die Cabinete der nichtkatholischen Staaten, gegen diese Anmaßung auftraten. Zuerst wurden in Preußen durch die Maigesetze die Grenzen zwischen der Staatsgewalt und der Macht der römische» Hierarchie gezogen. Im Laufe der Zeit traten dann auch andere Staaten, besonders Belgien und Frankreich, mit in den Cultuikampf «in. Inzwischen war der Schöpfer des Unfehlbarkeits - Dogmas, Papst Pius IX., gestorben und es schien, als ob sein Nachfolger mehr zur Friedensliebe geneigt, den Regierungen gegenüber zu Concessionen bereit sein werve. Man suchte nach einem „modus vivendi“, aber man fand denselben nicht; es zeigte sich, daß das Dogma einen solchen unmöglich machte und daß nur auf einem Wege der kirchliche Frieden wieder vollständig hcrzustellen ist, wen» nämlich eine Revision des vatikanischen Concils stattfindet und dabei das Unfehlbarkeits-Dogma aufgegeben wird. Wäre zwischen Rom und Preußcn wirklich eine Einigung zu Stande gekommen, so würde dieselbe doch niemals als ein wirklicher Frtedcns- schluß, sondern höchstens als ein Waffenstillstand anzuseben gewesen sein. Die Päpste in ihrer Unfehlbarkeit würden sich niemals an Verträge gebunden er- achten, sobald ihnen dieselben unbequem würden, und die gläubige katbvlische Welt müßte sich unbedingt stets aus die Seite des Vertragsbrüchigen Unfehl- baren stellen. t t _ Wirft man nun auf die feit Verkündigung des Dogmas verfloffenen zehn Jahre einen Rückblick, so muß man sagen, daß die Curie mit der Unfehl- barkeitslehre in der That keine glücklichen Erfahrungen gemacht hat. Die Hierarchie hat nicht an Einfluß gewonnen, sondern sie hat unbedingt verloren. Es ist daher nicht absolut unmöglich, daß man in Rom selbst auf den Gedanken an Beseitigung des Dogmas kommt. Und als vor Kurzem die Nachricht auftauchte, daß die Fortsetzung des Concils von 1870 beabsichtigt werde, lag eine solche Annahme nahe. Vor zehn Jahren ist das vaticamsche Concil nicht geschlossen, sondern nur wegen der politischen Verhältniffe, die stch speciell für Rom aus dem deutsch.französischen Kriege ergaben, vertagt worden. In Folge dessen haben die damals gefaßten Beschlüsse noch keine canonische Rechtskraft, sondern es liegt ihnen nur ein provisorischer Charakter bei, der eine Revision und Rectification zuläßt. Erst der formell ausgesprochene Schluß des Concils würde das Dogma zu einem unabänderlichen Glaubenssätze der beansprucht worden und es ist diese Forderung damit motivirt, daß der Papst als Inhaber des obersten Lehramtes die höchste Weisheit in stch vereinige. Außerdem liegen aber Andeutungen Seitens katholischer Organe vor, die directe Beziehungen zum Vatikan haben, wonach die Curie mit dem Plane umzugehen scheint, dem Papste das Recht und die Pflicht zu übertragen, jedes Staatsgesktz, welches mit den Kirchengesetzen im Widerspruche steht, als null und nichtig zu erklären und dessen Ausübung mit Bann und Kirchenstrafen zu bedrohen. Ein mit solcher Macht ausgerüsteter Papst wäre der oberste Gebieter der ganzen Christenheit, — soweit dieselbe bereit ist, stch dieser Macht zu unterwerfen. Dadurch, daß die Unterwerfung schließlich sowohl bei jedem Einzelnen, wie bei den Staaten freier Wille ist, wird jede Machterweiterung, welche Seitens eines Conciles für den Papst beschlossen wird, sehr Zweifel- Hafter Natur. Freilich wird es Blindgläubige geben, die stch widerspruchslos fügen, aber je stärker die Anmaßung der Hierarchie auftritt, desto größer wird auch die Zahl derjenigen werden, die sich durch Bann und Kirchenstrafen nicht schrecken lassen, und desto entschiedener wird der Widerstand dieser Letzteren auftreten. Es ist daher nur anzunehmen, daß die Kirche um so mehr an Macht und Einfluß verliert, je mehr sie beansprucht. Indessen jeder neue Machtanspruch muß den Kampf lebhaft entflammen, jeder neue Machtanspruch des Papstes enthält zugleich indirect eine Aufreizung der katholischen Staatsbürger gegen die dem Ansprüche entgegenstehenden Staatsgesltze. Will daS Concil „Frieden auf Erden" schaffen, so darf es mithin nicht seine Hand zu einer Interpretation der vor zehn Jahren gefaßten Beschlüsse in dem angegebenen Sinne bieten, sondern muß diese Beschlüsse selbst, wenigstens soweit sie das Unfehlbarkeits-Dogma betreffen, rückgängig machen. ES ® 5 Sh S.5 c/> auf Wunsch auch -Lularbciten- — I n lieben U » = =E V. 20 trO N °°n 6«0tt . ‘ ■ 5- Bartl. ' ' ymann. - wotuiq ' * ftanim. • P. Henk. ' ' » Brandt. * Gutmann. * ‘ • 6ahnanu, ' ' » bchrsft. « Üavnn. • , Boi. der Dtsciplin. Berlin, 4. Aug. Prinz Heinrich von Preußen wird demnächst von feiner Weltumsegelungstour wieder in der Hetmath zurückerwartet. Das Schiff „Prinz Adalbert", welches den jungen Hohenzollernsproß an Bord ha^ ist neuester Nachricht zufolge am Kap der guten Hoffnung ange angt. Es ist dies dem Programm gemäß die letzte Station, welche das Schiff vor feinem Einlaufen in den Kieler Hafen macht. Am Kap wird ein längerer Aufenthalt nicht genommen werden. Von dort segelt „Prinz Adalbert die Westküste Afrika's entlang und nimmt dann feinen CourS nach Plymouth, um sich von dort unmittelbar nach Kiel zu begeben. Hier wird der Kronprinz und wahrscheinlich auch seine Frau den Heimkehrenden nach langer und schmerzlich empfundener Abwesenheit um so freudiger begrüßen- Ueber die weitere Ausbildung des Prinzen Heinrich verlautet noch nichts Bestimmtes. Wie-schon gemeldet, ist seine Sendung auf eine Hochschule (Straßburg) sehr fraglich, da er sich ganz und gar dem Marinedienst widmen soll. Zunächst wird der Prinz feinen Wodnsitz in dem für ihn eingerichteten Schlosse zu Kiel nehmen. Kassel, 4. August. Das neue Feld- und Forstpolizeiges.tz hat bekannt- lich nirgends so böscs Blut gemacht, wie in dem ehemaligen Kurhessen. Die Regierung in Kassel erläßt nun zur Beruhigung der Bevölkerung folgende Bekanntmachung über die Handhabung des Gesetzes: „Die während der Berathung des Feld- und Forstpolizeigesetzes im Abgeordnetenbause im hiesigen Bezirke vielfach laut gewordene Besorgntß, daß nach dem Inkrafttreten de« Gesetzes das Betrete» von Feld und Wald, namentlich des Letzteren, zu Zwecken«der Erholung und des Vergnügens dem Publikum verwehrt sein werde, entbehr der Begründung. Der Zweck und die Bedeutung des Gesetzes st^igUch darauf gerichtet, den Felbern und Forste» einen kräftige» Schutz ru g-wahr n und der Nichtachtung des Eigenthums daran in wirksamer Weise entgegen zu treten. Eine zwecklose unnöthige Belästigung der Bevölkerung hatt jui Mn« Zeit in der Absicht der Staatsregierung gelegen. Die königlichen Forstbeamten sind daher angewiesen worden, die Bestimmungen des Gesetzes, insbesondere des § 3, wonach der, welcher ohne Besugmß auf einem fremden Grundstücke sich befindet und der Aufforderung deö Berechtigten zur Entfernung keine Folge leistet, mit Strafe bedroht, nicht zur Belästigung bes P"bUkums anzuwenden, sondern von denselben nur da Gebrauch zu machen, wo die Umstände die An- I »ahme eines unerlaubten Zweckes rechtfertigen, cfccr ",0 ^a8 ®ttleIC.n HM- ! ^2® T •W - ü » K - W llz g e £ "5 5 o TOT C «i r. C £ e .v mit Störung der Ruhe und Ordnung verbunden ist. Zum Sammeln von Beeren, Pilzen und Kräutern in den Staatswaldungen ist bisher das Lösen von Erlaubnißscheinen nicht erforderlich gewesen, auch hat sich seither ein Be- dürfniß, die Verpflichtung zum Lösen solcher Scheine, sei es gegen Entgelt oder unentgeltlich im Wege der Polizet'Verordnung einzuführen, nicht heraus- gestellt. Es soll dies auch in Zukunft nicht geschehen, wenn nicht etwa beim Sammeln von Beeren u. s. w. vorfallende Unordnungen dies im Interesse des Waldes nothwendig machen." Telegraphische Depeschen. «Sag»e»'- telegr. «vn-esp-rr-en • GArrrau. Berlin, 5. August. Die elfte Generalversammlung der Anthropologen wurde heute Vormittag im Sitzungssaale des preußischen Abgeordnetenhauses durch Professor Virchow eröffnet. Im Namen der Regierung hieß Unter« staatssecretär v. Goßler in längerer Rede die Versammlung herzlich willkommen. Gegen 250 Mitglieder waren anwesend, meistens wissenschaftliche Nota- bilitäten, darunter v. Nordenskjoeld und Schliemann. Im Lause der Sitzung erschienen der Kronprinz und die Kronprinzessin mit dem Erbprinzen von Meiningen. Konstantinopel, 5. August. (Ofsiciell). Midhat Pascha ist zum Gouverneur von Smyrna ernannt, der bisherige Gouverneur von Smyrna, Hamyd Pascha, zum Gouverneur von Syrien. Athen, 5. August. Das königliche Decret, welches die Mobtlisirung der Armee anordnet, wurde heute Mittag veröffentlicht. Wien, 5. August. Im nördlichen Mähren sind große Wolkenbrüche gefallen. Mährisch-Ostrau sammt Umgebung wurde überschwemmt und die Brücke der Nordbahn bet Hruschau beschädigt. Der Bahnverkehr dürfte dort auf mehrere Tage gestört sein. Mehrere Personen sind dabei um's Leben gekommen. — Professor Hebra ist heute Morgen gestorben. London, 5. August. Gladstone hatte eine ruhige Nacht. Die Besserung ist in anhaltendem, wennschon langsamem, Fortschreiten begriffen. Paris, 5. August, Abends. „Temps" schreibt: Möge die Flotten- demonstratton statthaben oder nicht, jedenfalls werde die griechische Frage getrennt bleiben von der montenegrinischen; es werde daher viel Zeit hingehen, bevor die Griechen sich in den Besitz von Janina und Metzowo setzen könnten. Die Verhandlungen würden mehrere Monate dauern. Uebrigens sei keine continentale Macht gewillt, materiell zu tnterveniren. — Der Mehrbetrag der Steuereingänge beträgt beinahe 17 Millionen. London, 5. August. Ofsiciell. Quetta, 4. ds. Ausgesendete Boten melden, Ajub Khan habe sich am Sonntag in Sangbar befunden. Ob er weiter vorrücke, sei ungewiß. Es scheine, Ajub Khan habe die Hoffnung auf- gegeben, Kandahar erfolgreich anzugreifen. Die Verluste, welche er erlitten, seien sehr beträchtlich. Wien, 6. August. Der Verkehr auf der Oderberger-Friedländer Bahnstrecke ist in Folge des Hochwassers eingestellt worden. Ueber den Orawitza- fluß werden die Passagiere mit Kähnen befördert. In dem Personenverkehr zwischen Wien und Krakau ist daher keine Störung etngetreten. Der Güterverkehr dürfte in drei Tagen wieder ausgenommen werden. Lokales. Gießen, 6. August. Heute Morgen wurde bei sämmtlichen Metzgern dahier Fleffch- wurst behufs Untersuchung gekauft; einige kommen wegen Verfälschung derselben zur Anzeige. Verwischte-. Lich (Oberhessen), 1. August. Man schreibt der „Didaskalia": „Herr Kofler aus Darmstadt hat in unserer Umgegend Ausgrabungen an Hügelgräbern vorgenommen, die im Muschenheimer und Langsdorfer Walde liegen. Zwei der Gräber boten sehr wenig des Interessanten, das dritte Grab aber ganz Hervorragendes. Im Langsdorfer Walde liegt eine Gruppe von Hügeln, genannt die „Heidengräber". Einige derselben haben eine Höhe'von 2 Metern und einen Umfang von 30—40 M.; andere erheben sich kaum über den Boden. Das eröffnete Grab erhob sick nur 80 Ctm. über den Boden und hatte einen Umfang von 25 M. In einer Tiefe von 80 Ctm. stießen die Arbeiter auf eine Anzahl Steine, welche in ziemlich kreisrunder Form pflasterarttg den Boden deckten. Der Durchmesser des Kreises maß 4 Meter. Als die Randsteine losgebrochen wurden, fand man 3 größere Schalen und ein Gefäß, von denen nur letzteres erhalten, die Schalen aber, wie die genaue Besichtigung zeigte, in beschädigtem Zustand niedergestellt waren. Unter den Gefäßen befanden sich große Lagen von Asche und kleine tm Feuer calcinirte Knochen. Bei Entfernung der Steine aus der Mitte fand man ebenfalls Asche und Scherben der verschiedenen Gefäße. Unter dem mittleren Stein lag ein vollständiger Bronce- schmuck, bestehend aus einem Halsring von gewundener Form mit schön erhaltenem Schluß; zwei spiralförmigen, ganz dünnen Armringen mit Schluß, die thetlwetse unter der Hano zerbrachen; zwei massiven Armspangen, jede zusammengesetzt aus 3 glatten Reifen; einem spiralförmigen Fingerring, dabei ein Stückchen Bronce, das wohl zu demselben als Zierrath gehörte (aus den Armspangen fiel beim Herausnehmen je ein Reifchen von dünnem, nadeldickem Holz, das mit ganz dünnen Broncen überarbeitet war); zwei Scheiden für spitze Gegenstände von wohlerhattenem Gewebe; einem Gürtel, ganz vermodert, der mit unzähligen kleinen Bronce- buckeln besetzt war, die nicht ganz die Stärke des Materials der sogenannten Wachsperlen hatten; einer ganzen Anzahl halb vermoderter, halb verkohlter ganz dünner Bronce-Zierräthe- einem Broncebeschlag mit zwei Rundnägeln. — fVom Schlafen bei offenem Fenster.) Bezüglich der 'n viele Blätter übergeganqenen Notiz aus einer Berliner Zeitung über die angebliche Erblindung eines Mädchens infolge Schlafens bei offenem Fenster schreibt ein Mediciner, die betreffende Geschichte als eine jedes Jahr wiederkehrende „Seeschlange" bezeichnend: „Zur Sache selbst ist zu bemerken, daß die Verbreitung solcher Nachrichten mehr Schaden anrichtet, als Interesse erregt. Immer wieder wird Angst und der alte Aberglauben vor dem Blindwerden in furchtsamen Leuten erweckt. Und es ist eine unbestrittene Thatsache, baß das Zuführen frischer Luft in die Schlafaemächer die segensreichsten Folgen bat. Ist es nicht klar, daß die Lunge während des Schlafens am gleichmäßigsten und ruhigsten bewegt wird, daß die ausgeathmete Kohlensäure und die übrigen sich entwickelnden schädlichen Gase durch die beständig einströmende Luft verdrängt und so in ihrer Schädlichkeit dem Körper nicht wieder zugeführt werden? Für nervöse und blutarme Leute, die am Kopf leiden, gibt es gar kein probateres Mittel, als das beständige Einathmen guter Luft, also auch das Schlafen bei offenen Fenstern; überhaupt bängt hiervon die ganze Entwickelung und Pflege des Körpers ab. Allerdings muß man Zugluft vermeiden; dieselbe schadet unter allen Verhältnissen. beim Wachen sowohl wie beim Schlafen. Will man sicher gehen, dann öffne man die Fenster in einem Zimmer vor dem Schlafzimmer, so daß die frische Luft aus jenem in dieses einströmen kann. — Endlich »st zu bemerken, baß das ganze neue Heilverfahren bei schweren Krankheiten immer und immer wieder auf die Zufuhr von frischer Luft Bedacht nimmt. In allen Krankenhäusern ist die Ventilation so eingerichtet, daß ein beständiger, sogar wahrnehmbarer Luftstrom durch die Zimmer sich bewegt. "Das ist eben ein Fortschritt der neueren Zeit und sehr viele, ja viellcicht die meisten Aerzte sind derselben Ansicht wie Dr. Niemeyer, sie tragen dieselbe nur nicht rn's Publikum." — E eankenspähne Jean Paul's werden aus dem Nachlasse deffclben in der Wochenschrift „Im neuen Reich" durch Herrn P. Ntrrlich veröffentlicht. Wir geben folgende Blumenlese aus denselben: Voltaire's Haus in Ferney lag am Zusammenflüsse der Htppokrenc des Paktolus und Styx. — Die Löwin sieht zehnmal mehr der Katze ähnlich als der Löwe. — Der Fisch schwimmt nicht eher oben, bis er todt ist. — Die Menschen stechen gleich den Nesseln, wenn man sie gelinde behandelt. — Theologen und Hunde halten den Kopf gen Himmel, wenn sie anbellen. — Die Menschen drehen sich lange im Kreise, ehe sie erwachen — die Hunde ehe sie einschlafen. — Man malet die Engel im Himmel darum männlichen Geschlechts, weil die, d,e es des weiblichen sind, noch auf der Erbe sind. — Ein Kuß ist mehr werth, als zwei oder gar zwanzig. — Unter Mädchen verlernt man Ungeschicklichkeit des Körpers, unter Weibern des Geistes. — Heirathen in der Jugend heißt sich im Sommer einen Ofen miethen; erst im Winier weiß man, ob er heizt oder raucht. — Eine Frau ober Geliebte lernt man in einer Stunde mit einer dritten Person besser kennen, als mit sich in zehn. — In der Liebe will man Gefühle, in der Ehe ihre Besiegung und Vernunft. — Die Wetber lieben Gott nur, weil er wie eine Mannesperlon abgebildet wird. — Ein Mann, der sich ungern und ein Mädchen, das sich gern in'v Gesicht sehen läßt, sind Beide verdächtig. — Manche Weiber tragen ihre Männer auf den Händen, nur sind an diesen nicht die Nägel beschnitten, die verwunden. — Die Religion der Meisten ist nur ein Stoßgebet tn der Noth. — Das Meiste und Gewöhnlichste, was Jugendfreunde an einander nach spätem Wiedersehen be» merkten, ist, daß sie dicker geworden. — Die Keuschheit wohnt weder in den oberen, noch unteren Ständen — sondern in den mittleren. — (Ein Herzloser.) In einem feineren Gartenrestaurant der Potsdamerstraße in Berlin saß vor Kurzem Abends eine recht heitere Gesellschaft von Damen und Herren beisammen- Es wurde tapfer vom Besten gegeffen und getrunken, da man einen Geburtstag feierte. Plötzlich wurde die Lustigkeit einen Augenblick durch einen Bettler unterbrochen, der von der Straße aus herantrat und um einen Almosen bat Der Arme, dem Anscheine nach aus besseren Ver« hältniffen in tiefes Elend gerathen, erregte bet der heiteren Gesellschaft Mitleid, einige Damen und Herren griffen in ihre Taschen, um eine Geldspende für den Bettler hervorzuholen. Dieser edlen Regung trat jedoch ein Herr mit den Worten entgegen: „Lieber Mann, hier haben Sie eine Adresse, da gibt es etwas für Sie, wodurch Sie Ihrem Jammer ein Ende machen können!" Dabei drückte er dem Bettler etwas tn die Hand und winkte ihm vornehm, abzutreten. AIS der Mann die ihm tn die Hand gesteckte Gabe untersuchte, fand er eine Geschäftskarte, welche den Namen und die Adreffe eines bekannten Waffenhändlers enthielt, der seine gut und sicher treffenden Pistolen und Revolver empfiehlt! Mit thränenerstickter Stimme wandte sich der Bettler bei dieser Entdeckung sogleich an den Wirth des Locals, dem er die Karte übergab, sich über die Rücksichtslosigkeit jenes hartherzigen Gastes bitter beklagend. In Folge dessen trat Ersterer an den Tisch der heiteren Gesellschaft, die er in heftigen Worten aufforoerte, sofort sein Local zu verlaffen, welcher Aufforderung sie klug genug waren, eiligst nachzukommen. Allen voran ging der würdige Waffenhändler. Der Bettler war schon zuvor davon gegangen, so daß ihm eine Seitens des Wirthes zugedachte Unterstützung nicht behändigt werden konnte. Bei der Handlungsweise des Herrn, der als beste Hülfe tn der Noth seine Revolver empfiehlt, fällt uns das Coupletrefrain von David Kalisch ein: „Da schämt man sich, em Mensch zu fein !" Gernsheim, 1. August. Unsere hiesigen Spitzbuben können wahrlich ihren Collegen in anderen Orten als Muster dienen, so sinnreich ist nachstehende Gauneret ausgedacht. Ein hiesiger Lnndwirth ließ dieser Tage seine gemähte Gerste ausgebreitet auf dem Acker liegen, damit dieselbe recht austrocknen sollte. Als er sich des folgenden Morgens zum Binden htnaus- begab, da lag sie auch noch fein säuberlich ausgebreitet, allein — die Aehren fehlten! Die Spitzbuben haben die Halme mittelst eines scharfen Instrumentes abgeschnttten, in Säcke gefüllt und dem Bestohlenen das leere Stroh liegen lasten. Dem Manne soll dadurch ein Schaden von 25—30 entstanden sein. Möge es den Nachforschungen unserer Poltzetorgane gelingen, den oder die Thäter zur gerechten Strafe heranzuziehen. (Rh. B.) — In Eigelfingen wurde einem Manne die Nase förmlich abgeschnitten; als derselbe in den Stall treten wollte, fiel eine dort an der Wand aufgehängt gewesene Sense herunter und dem Manne so unglücklich auf sein Riechorgan, daß dasselbe durch die Hand des Arztes wieder an Ort und Stelle angenäht werden mußte. Metz, 1. August. Im Anschluß an das Frankfurter Turnfest hatte eine größere Anzahl von Turnern einen Ausflug nach Metz unternommen. Dieselben trafen am vergangenen Donnerstag Abend per Extrazug hier ein; sie wurden vom hiesigen deutschen Turnverein feierlich empfangen und mit Musik nach der Stadt geleitet. Am nächsten Tage wurde den Schlachtfeldern vom 16. und 18. August ein Besuch abgestattet und es waren namentlich die Denkmäler des sächsischen (12.) Armee-Corps und des preußischen Garde-Corps, denen besondere Huldigungen dargebracht wurden, dem ersteren von dem Leipziger Turnverein, dem letzteren von dem Alten Breslauer Turnverein. Reichliche Kranzspenden wurden an diesen Denkmälern, wie auch au den übrigen Gräbern, niedergelegt. Wie wir erfahren, beabsichtigt auch der Ktrner Turnverein aus Anlaß der 10jährigen Wiederkehr jener großen Gedenktage den Schlachtfeldern von Mars la Tour — Vionville und Gravelotte — St. Privac einen Besuch abzustatten. Es steht überhaupt tn diesem Jahr ein größerer Besuch zu erwarten und die Gräber sind deßhald von den Wärtern mit ganz besonderer Sorgfalt hergerichtet worden, zumal der verflossene strenge Winter auf dem unwirthltchen Hochplateau einer Menge junger Bäumchen und Zierpflanzen auf den Gräbern argen Schaden zugefüg^ hatte. Für die Kriegergräber von Gravelone, Rezonvtlle, Vionville und Mars la Tour ist ein Kriegergräberwärter tn Gravelotte, für die Gräver bei St. Privat, la Montagne und St. Marie aux Chenes ein solcher tn St. Privat angestellt; dieselben führen genaue Listen der Gräber, soweit dies zu ermitteln war, auch namentliche Listen der vorhandenen Ernzelgräber, so daß dieselben jede nur mögliche Auskunft zu geben tm Stande sind. Auch Sendungen von Kränzen re. können an dieselben per Post gemacht werden. Es genügt die Adreffe: An den Gräbcrwärter in Gravelotte, resp. St. Privat bet Metz, zur sicheren Bestellung. Es wird vielleicht mancher Angehörige von Gefallenen von dieser Notiz Gebrauch machen. Aachen. Folgendes Gaunerstückchen hat sich in unserer Nähe abgespielt. Vor circa einem halben Jahr kam in Kornelimünster bei Aachen ein Pater zugereist, meldete sich bei dem dortigen Bürgermeister und Caplan und bat dieselben, daselbst die verwaiste Klause verwalten zu dürfen, was ihm, da er gute (tote sich später heraussteüte, gefälschte) Papiere vorzeigte, gestattet wurde. Kurze Zeit später kam ein zweiter Bruder an und verblieb ruhig auf der Klause. Kurze Zeit nach Frohnleichnam kam der Herr Bürgermeister aus Zülpich hier an und verhaftete den zuerst angekommenen Bruder als ein steckbrieflich verfolgtes Individuum, welches früher Bergarbeiter war, und wegen Unterschlagung, Sittlichkeits- und anderer Verbrechen verfolgt wurde. Weßhalb man den zweiten Bruder rubig sitzen und die Andachten weiter abhalten ließ, ist unbekannt, so viel steht jedoch fest, daß kurze Zeit später ein Verhaftungsbefehl in Cornell Münster ankam, wovon der Bursche rechtzeitig auf diese oder jene Weise Witterung hatte, denn als man ihn endlich festnehmen wollte, war die Klause verwaist. Neben der raffinirten Täuschung der weltlichen und geistlichen Behörden ist die große Beliebtheit bemerkenswerth, welche sich die beiden Betrüger beim Publikum, namentlich bei dem weiblichen, zu erwerben wußten. — — Einer recht höflichen Redeweise befleißigen sich die Münchener Volksblätter. So wendet sich z. B. die „N. Fr- Volksz." mit folgenden Worten an den bekannten Dr. Sigl, Verüber des „Vaterland": „Dr. Bor ücus Sigl erinnert tn seinem Käspapicre daran, daß es am Sonntag zehn Jahre waren, wo er als DaterlandSvcrräther gelyncht resp. gehenkt werden sollte. „Die Bande war aber zu feig dazu", fügt er hinzu. Wir glauben aber, daß es weniger Feigheit, als vielmehr die ganz richtige Ansicht war: daß es schade um den Strick sei." Bochum, 3i. Juli. Gestern ist bei Herne wiederum ein Mord an einem jungen Mädchen verübt worden. Die 20jährtge Magd Minna Pott begab sich zwischen 8 und 9 Uhr Morgens in die Herner-Mark, um dort zwei Arbeitern das Frühstück zu bringen und dann selbst den bereits gemähten Roggen zu binden. Das Feld, auf welchem die Arbeiter mit Mähen beschäftigt waren, lag nicht weit von der Arbeitsstelle des Mädchens entfernt. Zwischen 10 und 1J Uhr, als die Arbeiter frühstücken wollten, fanden sie das Mädchen nicht auf dem Felde vor, doch stand das Frühstück dort bereit. Da sie annahmen, daß das Mädchen sich wieder nach Hause zurückbegeben habe, gingen sie nach eingenommenem Frühstück wieder an ihre Arbeit, ohne sich weiter um dasselbe zu kümmern. Als man tndeffen Mittags erfuhr, daß das Mädchen vom Felde nicht zurückgekehrt sei, schickte man, Verdacht schöpfend, sofort zur nächsten Polizeibehörde, von welcher nun sogleich die umfangreichsten Nachforschungen angestellt wurden. Gegen 5 Uhr fand man die Leiche nicht weit von der Arbeitsstelle und am Saum des Waldes theil- weise entblößt vor. Es war offenbar, daß ein Sittlichkeitsverbrechen an ihr verübt und sie erdroffelt worden war. Wenige Schritte von der Leiche fand man Spuren, als wenn ein Körper daher geschleift worden sei. Von dem Mörder ist bis jetzt noch nichts ermittelt. Möge es den vereinigten Anstrengungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft baldigst gelingen, desselben habhaft zu werden. Es ist dies nun schon das fünfte Attentat dieser Art innerhalb weniger Wochen. Bei den anderen Fällen kamen die unglücklichen Opfer wenigstens doch mit dem Leben davon. Aus Anlaß dieser sämmtlich am Hellen Tage begangenen Verbrechen war noch vor kurzem die Gendarmerie des Landkreises Bochum bedeutend vermehrt worden. — Dem Prinzen Wilhelm von Württemberg ist ein Sohn geboren worden. Ist das so wichtig? Ja. Der Prinz ist der Vetter des kinderlosen Königs und wirb jedenfalls dessen Nachfolger auf dem Throne. Vor der Geburt des betr. Prinzen war die Aussicht nahe gerückt, daß die Erbfolge an den katholischen in Oesterreich lebenden Stamm des Hauses Württemberg fiel, nämlich an den Herzog Philipp, Sohn einer Prinzessin von Orleans und vermählt mit üm Sonntag, dm ■ DI- Ps»> Schern Erst ftn ßtltungen ge» *tafienti W Haasensteiu Die ianbh zur Sinti nächsten Postanstc ienbungen, Posta bestimmt ftnb ttnb lieftninfl dieser ® M der W tlchn demselben I «Seitens des Land' leguntz deS Buches gewühlt weiden. 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In unübertroffener Weise beschafft Beides die älteste Annoncen - Expedition Haasenstein durch die Hand des bene eine größere «nzahl i -« vergangenen Donners- Zimronem feierlich em e -urde den tzchlachtfeldetn »entlich die Denkmäler der werten tzefondere Huldigungen cn Itjtntn von dem Allen ftafmiltn, toit auch an .3 £rr ftitna iunwetew Echlachtfelbern von Mate» fallen. tzS steht '* ;:a sind deßhatd von den et vechvsirne sirenge Winter i unt Aeryslanzen auf den ron -rave'bvtie, «e-onville, ;:(vrte, für tu Sräver bc tr m Et. dvvae angeßellil -:T, auch namentliche LifKr ..»'anft zu geben un blank v;i siachl werden. 6» tznvar bei Äeß, Herren von dieser Nolh abgeipielt Lot cm: •r.nfc meldete sich bn '■-ncaiße -lause enwaltei -u, Papiere vorzeigte, f ... -eb ruhig auf dn AlM w* biet an und verM -* - cjum. welches W «.^tet verbrechen verfch ■ -t. weiter abbalten M Ausverkauf. Wegen Aufgabe meines Geschäftes verkaufe ich von heute an mein sämmtliches Waarenlager zu Einkaufspreisen. Darunter empfchle ich besonders guten Qualitäten Leine», Handtücher, Tischtücher, Servietten, Herren-Hemden, Kragen und Manschetten re., ferner Bett- Drell, Barchent, Bettzeug, Cattun, verschiedene gute Qualitäten Shillings, Pique s u. s. w. Gießen, den 13. Juli 1880. 4723) A. «üttringhans. Fr. Baumann, Uhrmacher, Neuenweg, empfiehlt sich in Anlage von electrischen & pneumatischen Hausletegraphm. Mässige Preise. (4319) Garantie. Linden.________ Zu Verkäufer?. Das Anwesen von J.Anzer (die frühere s. g. Lohmühle) mit Wasserkraft:c., ist tu verkaufen, event. zu verpachten durch 5130)__I VUtz. Neues Grünkvru empfiehlt (4988) Carl Hoffmann. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde?uGiehen. Gottesdienst: Sonntag, den 8. August. Morgens 91/2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. sKatechismuslehre mit der männlichen Jugend.^ Nachmittags 2 Uhr: Dr. Buchh 0 ld. Am Sonntag, den 15. August, findet die Feier des heil. Abendmahls statt; die Beichte Tags zuvor Nachmittags 2 Uhr. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 8. bis 14. August besorgt Pfarrer Dr. Naumann. DOOODOODODODIDOOO o Frankfurter gFest-Aepfelwein 8 von Gebe. Freieisen O bei H R. Engbrocks o 528«) im Stern. OOOODOODOOOODOOOOOOOOOD 1 “ i,,c" ■ 6mif •' w„e«i ‘faxe ri auf befliß , .Ka #i®‘ U 1 ru „iltC *. Iärlben M ® ;• --i . ihre W sei J altz |- die Exped. d. Bl. ______ — 5064) Tannene Prügel find bei Abnahme von 1 Waggon Bahnhof Gießen der Meter zu * Mk. 20 Pfg. abzugeben bei «. Jung ZF. in Klein- -lltD Feinste Menbackier Würste empfiehlt (5227 _______Jos. Stein Wwe. Steingut als Emmach-Töpfe in allen Größen empfiehlt billig. (5129 Philipp Pfeiffer, Tiefenweg D. 48. Arbeitsversteigerung. Montag den 9. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Rathhauszimmer zu Klein- Linden Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 140,68 öffentlich durch Versteigerung in Accord vergeben werden. KleiN'Linden, am 6. August 1880. Großh. Bürgermeisterei Klein-Linden. I. A.: 5228) Seuling. ' Bekanntmachung. 5220) Die auf morgen anberaumte Versteigerung des Eisschrankes fällt aus. Gießen, den 6. August 1880 5220) Geißler, Gerichtsvollzieher. Einmachfässer. 5027) Frisch entleerte Weinfässer in allen Größen billigst bei Wilh. Kohlermann, Neustadt D. 56. Neue holl. Vollhäringe, per Stück 12 Pfg., wieder eingetroffen. (5197 H. F. Hassau.er, Kreuz B. 111. Häcksel-Futterschneid-Maschinen, prämiirt mit 60 Preisen, bewährter Construotion in vorzüglichster Ausführung, DRF^PH MASCHINEN für alle Verhältnisse passend mit neuesten Verbesserungen, Unk” «ir Landwirthe und Mühlen fabriciren als Specialit'ät; Zeichnungen und Preise auf Verlangen gra is. PH MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik, Frankfurt a. M. Aufträge nimmt entgegen Herr Heinrich Bellof in Wleseek bei Giessen Bunte Bettzeuge, Federleinen, Zwilch, Barchent, Strahsackleinen Samstag den 7. August 1880: CONCERT veranstaltet vom Giessener Zither hran& im Saale des gontj'fdjen Bierkellers. Kassenöffnung 7*/2 Uhr. - Anfang 8 Uhr Abends. Gntree 33 Pfg. 5202) Programm- empfiehlt in Prima Qualitäten j. Chr. Retter 5059) (5077 Programme an der Kaffe. aufzu- im 5221) 4816) Geld- Cours Alle Sorten Fr. Seibel, Mäuslmrg. 10. Kanarien-Polka 11. Die Sängerin 12. Immer heiler 5. 6. 7. 1. 2. 3. 4. v H f/ Kamm. P. Renk. Brandt. Gutmann JL 16 16 20 16 16 9 4 ir H i> ir empfiehlt 2951) Gutmann- Schesi'l. Kamm. Bök. von f/ billig. 5144 Frau Zöllner, Tiefenweg D. 54 bei Wittwe Fürst, parterre. Vorräthig bei Ph. Mayfarth & Co. hin Frankfurt a. Main, 5215) Baumweg No. 3. Aufträge nimmt entgegen unser Agent Herr H. Bellof in Wtefeck bei Gießen. Die Hsndelsgürlnkre, von Friedrich Georg, 1) Berichterstattung. 2) Referat über den Gauturntag und das Gauturnfcst. 3) Bericht über das V. allgemeine deutsche Turnfest. 4) Allgemeine Vereinsangelegenheiten. . Der Vorstand. Kohlknhandlung, Kaplansstraße, am Kreuz. 20-24 18-22 38-42 70-75 65 53-58 18-21 I. Theil. Gesellschastsmarsch, für 6 Schlag-Zithern, Guitarre und Flöte Oesterreichische Volkslieder ........ Ein Herz und ein Sinn, Walzer . . • • • • • • • • Russtsches Gebet, für 2 Streich- und 2 Schlag-Zithern - . ■ II. Theil. Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12 4la. Dillenburg 6", 12, 4«, 9». Sieaeu 6", 12, 4,«. . „ Wetzlar 6", 8>°, 10, 12, 4«, 7« , 95_ * bedeutet Schnellzug. <387» Borlbeck. . Bartl- Gutmann. Roscowicz- ordentliche Hauptversammlung Cafe Cbel (C. Balzer), oberes Local Tagesordnung. mit Frostventil, leicht stellen und auseinander zu nehmen, transportabel, verstopft sich nie, zum Preis von JL 60 bis 40. Freiya-Marsch, für 6 Schlag-Zithern, Guitarre und Flöte . Schöne Gedanken, Ländler, Duett ..... Rendezvous im Zillerthal, Potpourri, arr. ...... 8. Gruß aus der Ferne, Polka-Mazurka III. Theil. 9. Meeresstille, Solo für Schlag- und Streich-Zither . • 5217) Gesucht ein zuverlässiger Schweizer« der das Füttern des Viehes gut versteht und melken kann- Lohn 240-—300 bei freier Station. Offerten unter D. c. 61606 an Haasenftein A Vogler, Frankfurt a M. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen. 20-Francs-Stücke. . • do. in Vr . Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische fl-10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . • • Stückkohlen, aew. 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Btllete ü Person 60 — Kinder von Mitgliedern fahren frei. 5229) Der Vorstand. vormals Carl Deines (Gartfeld) ,m»w sich I« «.fülle.« S Ä.C”„„?Hto*«b!« geschmackvoller Ausführung, große Auswahl von Blatt, und bluq enden Topfpstanzen, sowie alle in dieses Fach etnschlagenvcn Arbeiten. Mermiethungen. 5219) In meinem Hause in der Sandgasse ist der obere Stock zu vernnethen und sofort zu beziehen. 5224) Ein kleines FamilienlogiS ist ru vermiethen onQ Kathannengaffe C- 208. 5223) Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Speisekammer re- zu vermiethen bet Jakob Wagner, Grunbergerstr. 3513) Ein freundliches Logis, 3 Zimmer mit allem Zubehör, sowie Theil am Garten, alsbald zu vermiethen. ' Gartfeld Nr. 121. ”2056) Mansardenwohnung in unserem Hause am Ludwigsplatz auf sogleich zu Eitth-n. g $ A. Petri. "331) Der 2. Stock meines Hauses ist r» vermiethen und «l-'ch^iehba^^^ Vermischte Anzeigen. 4861) Hardtfteine können aus meinem Steinbruch täglich abgefahren werden, auch wird grober Bauschutt unentgeldUch abgegeben. Nauheimer Wwe. Weinsaal. Mittagstisch im Abonnement. Hiesiges Actienbier. Sonnabend und Sonntag: ff. Cutmbacher Expori-Bier. 4936) A. Saame. 50ÖÖ) Ein junger Mann aus guter Familie kann bis zum 1. October in em hiesiges Cigarrenfabrik - Geschäft als Lehrling eintreten. Näheres in der Exped. d. Bl. 5216) Ein silberner Kneifer auf dem Weg vom Seltersberg um die Schoor verloren. Gegen Belohnung abzugeben m der Exped. d. Bl. _________________. 5225) Unserem lieben Freunde Jean H .... r zu seinem heutigen Wiegenfeste em dreifach donnerndes Hoch. Humor. Turnverein. Dienstag den 10. August c., Abends S Vhr : BollltCll *Äi, ' 5057) Mäusburg Lit. B- 4a ~ 52001 Sine gebildete Dame von mittlerem Alter wird gesucht zur Führung der Haushaltung und als Gesellschafterin füx einen älteren Herrn- Näheres bei bet Exped. d. Bltts._______ J 5203) Ein Ladenmädchen wird in ein hiesiges Colonialwaaren-Geschäft gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Unterricht Handarbeiten, Nähen, Stricken, Gestricktstopfen, Sticken, Häkeln, Zeichnen, Kunststricken, Filiren, sowie alle nur vorkommenden weiblichen Handarbeiten lehrt sowohl Kindern als auch erwachsenen Mädchen gründlich und 5198) Zwei ineinandergehende, am Kreuz gelegene, gut möblirte Zimmer, Bel- Etage, per 1. Oktober zu vermiethen. Näheres in der Exped- d. Bl. -5U33) Ein Stall veVst Bodenraum zu vermiethen bei Bellof Wtv. ~ 5058) Ein Familienlogis von 5 Zimmern mit Zubehör Gartenantheil und Bleichplatz, per August M vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. 4933) Gut möblirtes Stübchen zu vermiethen. Seltersweg-5E_ " 5194) Mehrere Familienlogis, größere und kleinere, in meinem Hause am Kirchenplatz zu vermiethen. ¥ Hermann Euler. 5143) Ein freundliches Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei Heinrich Arnold II., Schloßgasse, im Herbert'schen Hause. " 5123) Auf der Grünbergerstraße ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. . 5124) Möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen- Gartfeld 1146/iq. ~ 5195) Ein Logis, 2 Zimmer, Cabinet, sjicke. zu vermiethen. ÄUa) ' 8 Adolf Hoß, Schießgärten. Ein tüchtiges Mädchen für Kinder, sowie ein solches für Hausarbeit zu Michaelis gesucht. Näheres durch Ferd. Schnitzler m Wetzlar. (5066 Gesucht ein ordentliches Dienstmädchen. 5206) Schulstraße 21, 2 Treppen hoch. 5211) Ein braves Dienstmädchen ge- sucht. Wo? sagt die Exped. d- Bl- 4801) Zur Ausführung von Blitzableiter-Anlagen in bewährtester Construction, empfiehlt sich Carl Stohr, Gießen D- 207. 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