haft Nr. S Mittwoch ben 7. Januar 1880 ’ Ukr ' 3ö)>Dtik (135 A«M- nih Amtsblatt fit bell Kreis Gieße» 6. er Ä«»«KH»w66wre»*t 1 „ , „ f «chulstraße B. 18. Erscheint ISgttch mit Ausnahme des Montags oart. drei untersten umgeschlagen Hardt MA, Die dem Staaismtnisterium und die dem Ministerium des Innern und 4 Arutschland. itr. m. 1.80 i Eentner dem n der ein zweireihiger Aufschlägen. mann, rrm ent- ar 17 ne«* Sterbeber Degen in seitheriger Form mit der seitherigen Degenquaste. Zur Befestigung der letzteren an den Degen dient ein gewirktes g^deues Band. Der Degen wird unterhalb der linken Hüfte durch den Rock gesteckt getragen; als Ueberkleid kann der seitherige Paletot von dunkelgrauem Tuche getra gen werden. lang- schwarze Beinkleider mit Goldtreffen längs der äußeren Nähte; dreieckiger Hur in der seitherigen Form; weiß/ offene W/ste; weiße Halsbinde; * Peet» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohu. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 1.20 1.30 fert — Laut einer am 22. v. Mts. ergangenen neuen Verfügung des General" Postamts sind nicht nur die nut dem Hektographen, sondern auch „mittelst eines ähnlichen, zur Beförderung gegen die ermäßigte Taxe nicht berechtigenden Verfahrens hergestellten Schriftstücke", sofern sich aus ihrer Verpackung, Fran- ktrnng u. s. w. entnehmen läßt, daß der Absender sie als Drucksachen bat angesehen wissen wollen, als vorschriftswidrig beschaffene Drucksachen zu behandeln. „Derartige Sendungen sind daher, falls dieselben im Jnlande zur Einlieferung kommen, nicht abzusenden, sondern dem Absender, wenn derselbe bekannt ist, wieder zuzustellen." — Die Anmeldungen zu der Anfangs October dieses Jahres in Mel. 1*' Politische Hoffnung. Das neue Jahr tritt uns gleich einem unschuldigen Kinde entgegen, ver- borgen in der Zukunft Schooße liegen die heitern und die schwarzen Loose. Unsere Wünsche find die Väter der Gedanken, welc^n bei dem Abschiede von dem Unglücksjahre 1879 bewegen, aber wir können nicht wiffen, ob das Schicksal der Völker und der Menschen ihnen Erbörung gewähren wird. In- deffen mag es immerhin das Herz erleichtern, wenn wir auch einmal ohne Pessimismus dem neuen Jahre ein günstiges Horoskop stellen, sei es aus die Gefahr bin, daß die Ereigniffe uns Lügen strafen. In erster Linie stehen die Combinationen für den Weltfrieden. In Frankreich gedenkt allem Anschein nach Präsident Grevy nicht in den Fehler seines Vorgängers zu verfallen und dem radikalen Andringen gegenüber von seinem Platze zu weichen; damit ist zu gleicher Zeit eine Bürgschaft geschaffen, M die Revanchepolitik nicht zur Geltung kommen kann. Auch in Rußland durfte der wahnsinnige großrussische Chauvinismus von seinem Feldzuge gegen Deutschland Abstand nehmen, indessen ist die russische Orientpolitik, welche soeben ihren Druck auf das serbische Eisenbahnwesen geäußert hat und in Kon- stantinopel intriguirt, nicht minder beunruhigend, als das englische Ultimatum und vor Allem werden die Schwierigkeiten der völligen Durchführung des Berliner Vertrages noch mehrfach hervortreten. Die Hoffnung aber, daß auch der alte Krebsschaden Europas. die orientalische Frage, im neuen Jahre ae- , ist ebenso berechtigt, als die Erwartung, daß Rußland ' tinb England in Centralasien eine feste Grenze ziehen und getreue Nachbarschaft halten werden. dunkelblauer Rock mit umgelegtem Kragen und runden Auf der Vorderseite b,finken sich zwei Rethen von je 6 vergoldeten Chiffreknöpfen, von welchen jedoch nur die zwei oder zugeknöpft werden, da die oberen Brusttdecke nach Außen getragen werden. Auf den Rockschöße-; sind hinter zwei senkrechte Taschenleisten angebracht auf welchen sich je 3 vergoldete Chiffrekrivpfe befinden; äi in g e- 45 1 atarev an । Mslkwerken WÜimbMN Hartmann, nnacher, ,14 «r- 30. ftrtouf oOk und ««•«* n:ifjnr:a;=. die Rentämter unb Cotreimie^mereien, dir HauptßeuerSmterlrc. untergeordnet. • ,. Darmstadt, 4. Januar. Das Großh. Regierungsblätter. 1 enthält üte Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, die Untformirug der Civil- beamten betreffend. Dieselbe lautet: Seine Königliche Hoheit der Großhirzog haben sich veranlaßt gesunden, Folgendes zu bestimmen: Das Reglement, die Ilntformirung der Civilbeamten betreffend/^vom 14. Juni 1852 und die Bestimmungen über das äußere Erscheinen derWivil- üeanten in Uniform vom 7. Juli 1852 sind aufgehoben. Für die Beamten bis zum Rathsrang einschließlich abwärts wird die nachfolgend beschriebene Uniform eingeführt, welche bei feierlichen Gelegenheiten und am Hofe anzulegen ist. Sämmtlichen Beamten ist gestattet, ihre seitherige Uniform aufzutragen. Den^enigkn Beamten, für welche die neu- Uniform nicht bestimmt ist, bleibt bis auf Weiteres gestattet, die seitherige Uniform weiter zu tragen. Von den Beamten bis zum Rathsrang einschließlich abwärts wird als Uniform getragen: 2 cYnnllnr e. c k ~ , — Während des jüngsten bösen Wetters haben die unterirdischen T»l,° , 77 ' IN. L c>'i. »nd Staatshandbuch des Groß. graphen-Leitungen den günstigen Erwartungen durchaus entsprochen, welche ir™ hn« g^r 5, Erschienen. , Aus dem Inhalte bezüglich ihrer Leistungen für den Telegraphenverkehr gehegt wurden. Die »Icktn umfafit nickt ®a8 ftapitel ö6er die Orden und oberirdischen Leitungen wurden zum Schaden des pünktlichen und stcheren ?wen b* ®L,ii«nifi®Cr 4 » 204 Seiten- Von Militärvertretern Dienstes beeinflußt durch das Reißen der Bindedrähte, das Zerbrechen von ftiden ich f ‘nTk Dutzend hessischer Isolatoren, durch muthwillige Beschädigung der letzteren; außerdem brachte Nrenben »»b ©ffanbte !N Darmstadt vertreten: der Sturm sonst vielfach Störungen hervor, während der Frost viele Draht- tzioßbritannien, Preußen und Rußland; eine Reihe anderer Staaten ist durch brüche und das Umfallen der Tragestangen ost auf weite» Strecken herbei- Gesandte und Consuln vertreten, ohne daß jedoch die bei verschiedenen SRe- führte. Von allen diesen Unfälle» können die unterirdischen Leitungen nicht zstrungen accredtt rten Vertreter m Darmstadt domiciliren. Heffen hat blos betroffen werden. tn Berlin und Stuttgart einen Gesandten. Der ersten Kammer aebören 2 Prinzen, 19 Mitglieder des höheren Adels, der oberste katholische und evanae- IIsche Geistliche, der Kanzler der Landesumverfität und 11 von der Realer»»« -rnanntt Mitglieder an. Bon den 50 Sitzen der zweiten Kammer ist einer erlrbiflt Das Ministerium de« Innern und der Justiz ,heilt sich eille Zection für innere Verwaltung (Provinzialdirectionen, öffentliche Gesurrdbeits- oßrge, öffentlichen Cultus, öffentliche Unterrichts- und Bildungsanstalterl Be- oörber d->« -ntt-Mte Elemenl schonungslos Alles vernichtet hat. Die Verwüuungen, die seiner Zeit der Wolkenbrncv bei Heidesheim angerichtet hat, stehen in gar keinem Verhältniß zu dem, was nur auf der Strecke Gustavsburg-Bischofsheim gesehen. Nicht allem, bau der drei Meter hohe Damm der Eisenbahn, sammt Schienen hinweggespült wurde, das Wasser hat an deren Stelle noch den Boden bis zu 2 Meter Tiefe vollständig ausgeböhlü Diese eminente Gewalt erklärte sich dadurch, daß das Niveau des Maines mcht weniger als 9 Fuß höher als das des Rheines stand, als die Katastrophe emtrat Die Schienen wurden durch die Gewalt des Eises wie dünne Stränge gebogen und zerbrochen, die Telegraphendrähte auf der Strecke sind zu einem riesigen Knäuel geworden, der kaum Ziehr zu entwirren ist, an einer Stelle wurde der Damm derart durchbrochen, daß die 'Lchienen sammt den Schwellen wie eine Hängebrücke über dem Abgrund hängen. Der Schaden, welcher in den angrenzenden Gemarkungen verursacht wurde, laßt sich kaum ermessen. Wohl 10—20000 Obstbäume allein sind in Bischofsheim durch die Gewalt des Eises theils umgerissen, theils vollständig ihrer Rinde beraubt worden wahrend dw Felder QUf einer unabsehbaren Strecke hin mit Meter dicken Eisblocken besäet sind. Wie hoch sich der Schaden für die Bahn selbst beläuft, ist noch nicht zu bemesten, derselbe durfte auch eine sehr bedeutende Summe verschlingen. , ....... Tag und Nacht sind gegenwärtig übe-. 500 Arbeiter auf der Strecke beschäftigt, um den gebrochenen Damm sobald als möglich wieder herzustellen, damit der Verkett' nicht al'zusehr Noth leide. Die Verwaltung hofft, binnen Ende der Woche wenigstens ein Geleise soweit hergestellt zu haben, daß ein beschränkter Verkehr zwischen Mamz, Frankfurt und Darmstadt wieder in's Leben treten kann; der geregelte Verkehr durfte erst nach vollständiger Herstellung des mehrfach gebrochenen Dammes was noch einige Qeit anbauert, wieder eröffnet werden. Die Eisenbahnbrucke ist, so lange bre Arbeiten an ben Dämmen währen, für den Verkehr, resp. für das neugierige Publ'kum, ooll- ständ'g abgeschlossen. Die Pfeiler der Brücke, sowohl die Land- als muh die Waster- pfeiler haben^ Dank ihrer Stärke, trotz der Gewalt, welcher sie widerstehen mußten, auch nicht den geringsten Schaden davongetragen, unb die selbst durch eme Reihe von Blättern gegangene Mittheilung, daß die Brücke Schaden gelitten habe, ist eine un- ricktige . t 3^^/0Ur,n-) Weilburg, 1. Januar. (Unglücksfälle.) In der Neuiahrsnacht verlor em schon bejahrter Mann von Minkels, welcher mit Dynamitpattonen Frendenschusse los- affen wollte, eine Hand. Heutt ist er nach Gießen abgereist um fernen Armstummel heilen zu las en. - In derselben Nacht durchschoß sich m Almberg em junger Mensch eine Wange Glücklicherweise soll die Verletzung ohne ernstliche Gefahr sein. - IN Elsoff schoß sich ein junger Mann einen Finger ab und in Mittelhofen s^ß sich erne Person beim Abfeuern einer Pistole ben Labestock burch btc Hand. (Rh Ä-) Stuttgart. 31. December. Ein gräßliches Verbrechen ist gestern Abenb m ber Weberstraße 55 b, eine Treppe hoch begangen worden. Der daselbst wohnende, etwa 40 Jahre alte Zimmermann Ferd. Wawel ist sammt seiner Frau und zwei Kindern ermorber worden. Nur eine Tochter von etwa 13 Jahren und em Sohn von etwa 8 Jahren sind, Übrigens ebenfalls mit erheblichen Verletzungen am .Kopie, noch am Leben, allen Andern sind b-e Hirnschalen mittels eines Hainmers ober einer Axt eingeschlagen worden. Der Anblick, den die Wohnung bietet ist grauenhast. Der | Mann auf dem Boden, die Frau im Bett in Blutlachen der I Korbwiege neben der Mutter, kaum mehr als menschliche Gestalt blutbede^t, u erkennen, ein anderes Kind, ebenfalls ermordet, gänzlich nut Vlut bedeckt; Jur , ein I unbeschreibliches Bild des Entsetzens. Der That verdächtig ist ber 43jahrige einäugige Nutzlaud. Petersburg, 4. Januar. Den von der auswärtigen Preffe venti- Ürten Mrsionen über die ganz oder theilwetse beabsichtigte Errichtung einer ReacntUaft wohnt nicht die geringste Begründung bei; nirgends hegt ein Anhalt dafür vor. Bezüglich der Zetrungsmeldungen über zahlreiche Ernen- nunaen für hohe Stellungen im Innern Dienst wird unterrichtetersetts nur die Ernennung Walnjeff's zum Präsidenten des Minister-Comit^s als bevorstehend angesehen. Die Meldungen über umfaffende Veränderungen bei den Generalgouverneurs-Stellen werden als unrichtig bezeichnet. Amerika. New-Aork, 4. Januar. Der „New-Kork Herald" meldet aus Panama vom 3. Januar: Pterole wurde am 22. Decbr. zum D.ctator von Peru ausgerufen und von der Armee-Reserve in Callao und Lima und von der Marine anerkannt. Pierole ernannte Petro Calderon zum Chef des Ca- btnets. Der seitherige Präsident Prado kam am 27. Decbr. in Panama an. Das peruanische Torpedo-Boot, daS Panama unter hawaiischer Flagge verließ, wurde von den Chilenen weggenommen. __ 5. Gesuch wegen Ueberlaffung Der Turnhalle. 6. Gesuch der diesigen Gerichtsvollzieher um Stellung eines Pfandloeals 7. Gesuch des Karl Kämmerer um Erlaubniß zur Errichtung einer Einfriedigung. Expropriationsverfabren gegen die Wittwe und Erben des Jeremias Friedel. 9. Einziehung von Kapitalien. 10. Die Erbauung einer neuen Kaserne. 11. Kosten-Decreturen. 12. Die Wahl des Controleurs für 1880. — Aus Frankfurt ging uns von den dortigen ^Zachäus-Brüdern" (einer lustigen Gesellschaft mnft älterer Herren, die den h. Zachäus als ihren Schutzpatron erwählten) der Betrag von 10 jfc 10 H mit der Bitte zu, solche für die Nothleivenden in Oberheffen zu verwenden. Wir werden ven Betrag und etwa unS noch weiter rugehende milbe Gaben an Großh. Kreisamt Schotten absenden, weil gerade aus diesem Kreise zunächst über Nothstand geklagt wird. Den Zachäus-Brüdern aber im Uebrigen den herzlichsten Dank! __ In der Volksküche war hkine der Bedarf ein vermehrter und war die Nachfrage größer, als Suppe toorbanfren. Es wurden 783 Portionen vertheilt, davon 97 verkauft, die übrigen 686 wie gewohnt abgegeben. Bruder des Ermordeten, ein Mühlarzt, der seit einigen Tagen hier zum Besuch bei seinem Bruder war und flüchtig ist. Gestern Abend horte eine Hausbewohnerin Streit und nach 10 Uhr heftige klatschende Schläge; sie glaubte, es seien, was in den ■lebten Tagen öfters vorgekommen sein soll, Händel in Waibel's Wohnung ausgebrochen und achtere deßhalb nickt weiter darauf. Der Mörder ist n den Kleidern des Ermordeten entflohen aber bereits am folgenden Morgen verhaftet worden. Der Inhalt der Behältnisse des Waibel liegt in den beiden Zimmern der Waibel'schen Wohnung zerstreut, so daß ein Raubmo d vorzuliegen scheint. Am Aufkommen der beiden noch lebenden Kinder wird gezweifelt. — Ern Rezept aus dem Jahre 16f'.4 lautet: Willst du einen Tag lang vergnügt sein, so laß ttd) binbiren; willst du es eine Woche lang sein, so gehe zu einem Hockzeitsschmaus; willst du es dnen Monat laug , so kauf' ein gutes Reitpferd; willst du es ein halbes Jahr lang, io baue an Haus; willst da es ein ganzes Jahr sein, so nimm ein junges, schönes Weib; .willst vu cs aber ein Leben lang sein, so sei — mäßig. Handel und Verkehr. Gteprn, 6 Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. X 0,75 jt l.vO, Hübneraer per Stück 7—8 Käse per Stück 5—10 Käsematte per Stück 3 H, Erbicn 1 Liter 18 Linsen 1 Liter 20 H, Tauben das Paar 70 H, Hübner per Stück jt 0.90—o.oo, Habnen per Stück X 0.75-0.00, Enten per Stücks 1.3O—1.8O, Gänse pr. Pfund »i(i—50 Kartoffeln per lOO Kilo X 6.00—7.00, Weißkraut, 100 St. X 6—8, Zwiebeln p. Ctr 4t 9—10, Milch per Liter 16 und 18 Ocksenfleisch f>8 per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 48—56 X Kalbfleisch -10 — 50 Hammelfleisch 50 — 60,$, Schweinefleisch 60 Truthähnen per Stück — X Frankfurt, 5. Januar. (Fruchtbertcht.) Mehl Nr. 1 X 43, Nr. 2 «X 41, Nr. 3 4t 35, Nr. 4 X 31, Nr. 5 X 25, Roggenmehl «/, Berliner Marke) X 28—28 50, do. 3 (Berliner Marke) X 27.m‘—C-0.< 0, do. II (Berliner Marke) X 20.00—21.00. Weizen effectiv hiesiger ab Bahnhof hier X 24.25- 24.50, ab unserer Umgegend X 23.50—24, do. fremder se nach Qualität X 24.25—25, Roggen, je nach Qualität X 18.75—2O.dO, Gerste X 17.00-21, Hafer X 13—15.50, Kohlsamen X 27—28.00, Erbsen X 19—27, Wicken «X 16—17, Linsen X 20—40, Bohnen, weiße, X 23—25, Roggenkleie X —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 65. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Hollgewicht — 100 Kilo ) Frankfurt, 5. Januar. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen und Stiere, 190 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 69—70, 2. Qual. X 64—66, Kühe und Rinder 1. Qual. X- 58—60, 2. Qual. X 50—52, Kälber 1. Qual. X 54-56, 2. Qual. 50-52, Hämmel 1. Qual. X 54-56, 2. Qual. X 40-50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — H. Temperatur in Gießen. December 1879. Niederste —25,0 o K. Mittlere — 8,82 „ *) Mittel früherer Jahre — 0,26 „ Höchste 4~ ^,0 „ Niederschlag an 10 Tagen ...... 1,72 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 17 Tagen . 1,88 „ •) Der kälteste December und überhaupt der kälteste Monat seit 1851, b. h. seit der Zeit der regelmäßigen Beobachtungen. Eingesandt für Hausfrauen. Es ist eine bedenkliche Sache für den Hausherrn, in der Küche eine Kritik üben zu wollen. Man gibt ihm meistens in solchen Fällen zu verstehen, daß er über Dinge urlheile, die er nicht kennt und die er nicht versteht. Diese Erfahrung mußte ich kürzlich machen, als ich beim Betraten meiner Küche das Dienstmädchen erblickte, in der rechten Hand eine Bürste haltend und mit der linken den angefeuchteten Tisch mit einem weißen Pulver bestreuend, welches ich für Sand hielt. Was machen Sie denn da, fragte ich, Sie werden den Tisch doch nicht mit Sand scheuern? Das verursacht ja ein höchst unangenehmes Geknirsch, wenn Teller und Schüsseln auf einem mit Sand gescheuerten Tisch hin- und hergeschoben werden; außerdem verderben Sie auch die Vutzbürste damit - Das ist ja kein Sand, antwortete das Mädchen, das ist Hudson's Seisen-0xtiact, den Ihre Frau Gemahlm in unserem Hause eingeführt hat und womit wir jetzt Alles scheuern, waschen und putzen. Wenn ich meinen Sonntagsausgang habe, putze ich sogar meine Schmucksachen damit, die dann sofort wie funkelneu aussehen. Sie werden doch schon bemerkt haben, daß uns in letzter Zeit die Aushülfs- Putzfrau nickt mehr ins Haus kommt. Wir bringen die Putz und Wascharbeit jetzt besser und schneller ohne diese fertig, weil uns Hudson's Seifen-Extract viel Zeit und Mühe spart Teller, Messer und Gabeln reinige ich ebenfalls im Nu damit, ohne denselben zu schaden. Während dieser kurzen Zeit hatte das Mädchen den Tisch mit der Bürste gescheuei t und den dadurch erzeugten dicken weißen Seifenschaum mit reinem Wasser abgewaschen. So, sagte es, jetzt ist der Tisch schon gescheuert, und wenn Sie sich denselben mal ansehen wollten, wenn er trocken ist, werden ^e finden, daß er blüthenweiß geworden ist. Ich that dieses und mußte zugeben, daß er nicht schöner sein konnte. Kurze Ze t darauf sprach ich von dieser Sache in Gegenwart eines Arztes, der sich viel mit Hygieiue beschäftigt. Derselbe bemertf*’, daß er das nämliche Wasch- und Putzmittel während einer Studienreise in England in fast allen Hospitälern und Casernen, die er besucht, angeti offen habe, wo es von hoher Wichtigkeit fei, die größte Reinlichkeit aufrecht zu erhalten. Die betreffenden Vorsteber hätten versichert, daß Hudson's Seifen-Extract für diesen Zweck das am besten geeignete Mittel s i, weil die Anwendung sehr bequem und dasselbe nicht den unangenehmen, ungesunden Geruch zurücklasse, wie schwarze Seife oder andere Putz- und Waschmittel. Hudson's Seifen-Extract ist jetzt auck in Deutschland in allen Material-, Colonial- und Droguengeschästen zu haben. Man beachte die Bekanntmachung im Jn- seratentbeil. (187 Unter den vielen Hausmitteln, welche gegen Katarrh und Lungenoerschleimung empfohlen werden, verdient vor Allem die vom Apotheker Karl Engelhard in Frankfurt a. M. dargestellte Isländisch-Moos-Pasta angeführt zu werden. Dieselbe wirkt beruhigend auf den lästigen Hustenreiz und vermindert den schleimigen Auswurf, ohne bei längerem Gebrauche, wie so manche andere Mittel, einen nachtheiligen Einfluß auf den Magen auszuüben. Die Moos-Pasta ist in den Apotheken zu haben. 8 Eine practische Hausfrau schreibt: „—Ich habe das mehrfach in den Zeitunaen empfohlene Buch: ,®in Wort an alle Hausfrauen" mit Interesse gelesen und bin dadurch auf Einrichtungen verfallen, welche meinem Haushalte nach verschiedenen Richtungen hin zu Gute kommen rc." — Jnd'-m wir dies Urtheil hier abdrucken, mach-n wir darauf aufmerksam, daß die Firma: Th- Hohenleitner .n Leipzig und Basel das fragliche Buch gegen Briefmarke gratis und franko versendet. 1880. den Häute - Versteigerung werden daher auf- Kcorg Völckner dahier, als: zu M. 3,50 das Paar empfehlen (17 Docter 8. u. Antiq Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag 100 137 75 Mtr. 413 gehackt . . . . ober per Ctr. Buchenholz per Ctr. raithe des Flur. Ä/l58/*/10 ^/zss/Vio Hofraithe und Hofraum am untersten Riegelpfad, Grabgarten daselbst, Hofraum daselbst, Grabgarten daselbst, bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihrer Gemeinde auf orts- Lbliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1879. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Freitag den 13 Februar, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- Freitag den 9 d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen folgende Gegenstände in dem hiesigen Pfandlocale öffentlich meiftbietenb versteigert werden: 1 Sckreibpult,! Ladeneinrichtung,! Tisch, 3 Stühle, 1 Sessel, 1 Commode, 2 Klei, derschränke, 1 Sopha, 1 runder Tisch, 1 Faß Notbwein, 6'/r Tausend Cigarren. Gießen, den 6. Januar 1880. 191) Geißler, Gerichtsvollzieher. Freitag den 9. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in dem hiesigen Pfandlocale ein Kückenschrank mit Glasavssatz öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 6. Januar 1880. mancherlei Störungen veranlassen. Gießen, den 1. Januar 1880. ~ E. Heinemann’s 7 Fr. E. Feiiscnfeld Bei 10 Gentner frei in's Haus, liefert 48) Andr. Euler. 9.- 1.20 1.30 7. Januar 8. „ 10. „ 13. 14. „ 15. „ Bekanntmachung.! Betr.: Die Stellung der Rechnung der Stadt Gießen für 1878. 189) Die Rechnung der Stadt Gießen für 1878 nebst Verwaltungs- rechenschaft liegt während acht Tagen zur Einsicht jedes Betheiligten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Gießen, am 5. Januar 1880. A. Bramm, Bürgermeister. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses .Jahres sällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar: 1%) «eißler, Gerichtsvollzieher. Tanuenschcitholz, la. Qualität X 7. geschnitten ti Brennholz. ä Rmtr. Samstag „ 17. Die Interestenden gefordert die Zahlungen an diesen Tagen n Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu .legitimtren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Jnteressenden der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen 26/2M 213 Acker daselbst, ' meistbietend versteigert werden. (190 Gießen, den 6. Januar 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Müller. Meitze Vorhänge aller Art, Rouleaur-Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Deeorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung bei (45 Th» Hriicke Kchloßgaffe V. 1 in empfehlende Erinnerung der künftig immer mehr durch Erweiterung und Aufnahme neuer gediegener Zeitschriften das Wohlwollen des Publikums sich erringen wird: Deutsche Rundschau, Erholungsstunden, Berliner Wespen, sind neu ausgenommen, so daß 26 verschiedene Blätter darin enthalten sind. Der Preis beträgt vierteljährlich nur 3 Mk. 30 Pfg., wofür wöchentlich 2mal je 6—8 Journale frei ins Haus getragen werden. Gest. Beitrittserklärungen erbitte möglichst bald, da spätere Aufnahmen Aeilgeöotenes. 128) 3—400 Gentner gutes Heu zu oerfaufen. Wo? sagt die Exped. b- Bltts. Cöluer Dombau - Loose sind auch dieses Jahr wieder in Poften und einzeln bei dem Unterzeichneten zu haben. Moritz Streue* junior, in Mainz, 62) Generalagentur, Staatseffecten- u. Loosen-Geschäft. DasNeueste in Pariser Ballblumen eingetroffen. (154 F. C. Weber, Reichensand-Babnhofstr. 934. Donnerstag den 8. Januar, Abends 8 Uhr, werden die Häute, welche der Viehverstcherungs Gesellschaft im Laufe des Jahres 1880 zufallen, im Locale der Frau Führer versteigert. e (188 Gießen, den 6. Januar 1880._______________K. Simon. 134) Bn Beginn des neuen Jahres werden Abonnements zu sämmtlichen Zeitschriften entgegengenommen und solche prompt geliefert. Gartenlaube, Bazar, Fliegende Blätter, illustr. Zeitung rc. beginnen soeben ihren neuen Jahrgang. Probenumwern gratis. Gleichzeitig bringe ich meinen Journal - Lesezirkel 164) IVTiii* Ö z.kf wenn die Etiquette den Namenszag J. V. Liebig in 1^ tli «4C III blauer Farbe trägt. Fleisch-Extract ist eingekochte Bouillon und dient zur sofortigen Herstellung einer sehr billigen und vortrefflichen Kraft-Suppe, sowie zur Verbesserung und Würze aller unserer Suppen, Gemüse und Fleischspeisen. Zu haben in Giessen bei den Herren : J. A. Busch Söhne, L. Kalkhof, Emil Fischbach, Apoth. Knoch, Apoth. Dr. Mettenheimer, R. Göbel, Gg. Wilh. Weidig, Apoth. Dr. C. W. Hempel, Carl Schwaab, Heinzerling & Tribus. Liebig Company s Fleisch-Exlracl aus FRAY-BENTOS (Süd-Amerika). Danksagung. mitten Denen, die unsere unvergeßliche Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Marie Leng, geborene Hoch, zur letzten Ruhestätte begleiteten, statten -wir v ren innigsten Dank ab. > f ZWEITE AUFLAGE! soeben erschienene 2. 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Tagesordnung: Besprechung über den Maskenball. ___________________Der Vorstands )6«) Ein möblirtes Zimmer zu ver- nriethen._________Sonnenstraße B. 103 Ä7Ö) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Seltersweg 10, W Dcni W UMiü tteff Les V *?/ nachdkn angenommen zurüi Wft eine | ccnt ‘•hta m Anlage ihr J Jahre 18 äs Wt ttattn *0- Giessen ^ELTERSWEG C. qj. Papiere & Bureau-Requisiten ageH^üR und ^ager ▼on J. C. König & Ebhardt, Hannover pESCHÄFTSBÜCHBR - J^ABRIK J-INIIR -^NSTALT __ 127) Ein Mädchen sucht sofort eine Stelle. Zu erfragen bei der Erpedition d. Bltts. Aermietyungen. 174) Ein schönes Loais zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bltts. eitnLfö’nJT ?^i8en Familie wird etn vogis von 3-4 Zimmern nebst «ube- b°r, möglichst IN Mitte der Stadt ver 1*'s' Marz l. I. zu miethen gesucht Ost mit Preisangabe bittet man in der Erv d. Bltts. unter Nr. 4001 niederzulegem ' «4"i das 5. 9.5” ®*s* iri's o,l Ä“ u«b Jjy I« > d'i> Ziehung 24. Fehr. 1880. Lotterie zum Neubau einer kath. 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