teil. Hat: ** S°chhw nrr* 42,000. A 10- ■ 5.- , 20.- , 2.- • , L- •. , -.50 5. ragen. Directorium *cn Nenllverrias. btitftlbtr, h. ">ncheu ihnftroajditrti .Ikunde, 7 Uhr, in ta n: Ueber die FA ___R G kn angenommen bei: Ixw Hotz- $cinbonblunfl. r Anzeigers I lande« unter | wie bei den । Donnerstag den 5. August Str. 180 1880» | Schul st raße B. 18. NedacttvrrSbrrrearrr GrpedittorrSvrrreair r Wchenek Myeiger AllM- uni Amtsblatt für den Kreis Gießen. - ., . . .. . * cw a v - Aa. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Erschemt täglich mü Ausnahme d-- »towtafl#. Turch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pch Amtlicher Theil. Loealreglement, die Benutzung der Straßen von Hungen nach Laubach, sowie von Hungen über Hof-Graß und Rodheim nach Langd innerhalb deS KreiseS Gießen mit schwerem Fuhrwerk betreffend. Nach Anhörung der Localpolizeibehörden und mit Zustimmung des Kreisausschusses für den Kreis Gießen wird mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. Juli 1880 zu Nr. M. I. 16374 hiermit angeordnet: 1) Die Räder der Lastfuhrwerke, welche die Straßen von Hungen nach Laubach, sowie von Hungen über Hof-Graß und Rodhetm nach Langd innerhalb des Kreises Gießen gewerbsmäßig oder regelmäßig, wenn auch nur zeitweise mit Erzen, Eisen, Kalk, Steinen, Steinkohlen, Schwerspath, Natron, sowie in Kalk oder Schwerspath eingekochtem Holzessig befahren, müffen eine Felgenbreite von wenigstens 12 Centtmeter haben. 2) Die Etgenthümer der unter 1 bezeichneten Fuhrwerke, deren Räder die erwähnte Felgenbreite nicht haben, werden nach § 366, pos. 10 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich mir Geldstrafe bis zu sechszig Mark oder mit Haft btS zu 14 Tagen bestraft. 3) Gegenwärtige Vorschriften treten mit dem 1. October 1880 in Kraft. Gießen, den 2. August 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. _________ Bekanntmachung. Die bezüglich der Rindviehstallungen des Konrad Schäfer in Hausen von uns untrrm 7. Februar l. I. verfügten Sperrmaßregel (s. Anzeiger Nr. 34) sind nach dem Erlöschen der Lungenseuche unter dem Rindvieh des Genannten wieder aufgehoben worden. Gießen, am 3. August 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekm a n n. __________________ Gießen, am 3. August 1880. Betreffend: Den Abverdtenst der uneinbringlichen Feldstrafen vom Jahre 1879. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung von Specialverzeichniffen ttn Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 14 Tagen erinnert. ______Dr. Boekmann.______ Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf die Annonce der sämmtlichen Bäcker in dem gestrigen Gießener Anzeiger sehen wir uns veranlaßt, zur öffentlichen KenntMß zu bringen, daß nach Artikel 185 des Polizeistrafgesetzes es nicht gestattet ist, ohne besondere Eklaubniß der Polizeiverwaltungsdehoroe das Drod zu einem anderen als dem durch Herkommen bestimmten Gewichte zum Verkaufe auszubieten. Das hier in Frage kommende herkömmliche Gewicht ist 2 Kilo und haben die Bäcker zur Aenderung dieses Gewichts die erforderliche Genehmigung bis jetzt weder nachgesucht noch erhalten. Gießen, den 4. August 1880. Großherzogliche Poltzetverwaltung Gießen. ____ Fresenius.-------- --- England in Indien. In gleichem Maße, wie die Möglichkeit des chinesischen Krieges auf Rußland abkühlend etnwirkt, hat die Lage der Dinge in Afghanistan die Engländer still gemacht. Von der Niederlage in Kandahar profitirt in erster Linie die Türkei. In England aber hat das Eretgniß eine so große Bestürzung hervorgerufen, weil man weiß, daß in Afghanistan nicht nur die wenig beneidens- werthe Herrschaft der Engländer über dessen Bergvölker, sondern die Autorität Großbritanniens für das Kaiserreich Indien auf dem Spiel steht. Die großen Fürsten Nordindiens sind keine sonderlichen Freunde Englands, und man will daselbst die Anzeichen tiefer Gährung bemerken. Es wäre dies um so ver- hängnißvoüer, als es nur des Anstoßes zu einer Entstehung der nationalen Idee in Hindostan bedürfte, um England seiner größten Kolonie zu berauben. In England täuscht man sich darüber nicht, daß in Indien eine tiefgehende Erbitterung gegen die englische Fremdherrschaft herrscht. Die einigen Indier würden die Engländer mit dem Besen zum Lande hinaustreiben können, aber die englischen Vicekönige haben das „Divide et impera“ verstanden und halten die Indier des Nordens durch indische Regimenter aus dem Süden im Schach. Das Territorium Indiens ist so groß, wie ganz Europa, Rußland ausgenommen; die Bevölkerung zählt 250 Millionen, mehr als ganz Europa. Von diesem weiten Gebiete gehört mehr als die Hälfte dem englischen Staate als Grundetgenthum, nachdem er nämlich, weil das Volk die Steuern nicht erschwingen konnte, ihm zuletzt das Land genommen hat. Der Hindu ist dadurch vom Landbesitzer zum Sclaven der Regierung oder ihrer englischen Pächter herabgesunken. Hunderte von Millionen eines noch vor einem halben Jahrhundert bewunderungswürdigen Volkes sind dadurch aus ein erbärmliches Niveau des Lebensstandes herabgesunken. Sir Thomas Munroe, die beste Autorität indischer Geschichtschreibung, beschrieb vor einem halben Jahrhundert die Indier wie folgt: „Ich weiß nicht genau, was man unter Civilisation des großen indischen Volkes versteht. Theorie und Praxis einer guten Regierung mag ihnen fehlen, aber wenn ein gutes System deS Landbaues, in ihrer Güte unerreichte Fabrikationen, wenn eine Fähigkeit, Alles zu productren, was Bequemlichkeit oder Luxus verlangt, wenn die Einrichtung von Schulen zur Erlernung von Lesen und Schreiben, wenn die allgemeine Gefälligkeit und Gastfreundschaft, und vor allen Dingen, a>enn die gewisienhasteste Achtung und Zartheit dem weiblichen Geschlechte gegenüber zu den Punkten gehören, welche ein ctvtlisirtes Volk kennzeichnen, |o stehen die Hindus in der Civilisation keinem Volke Europas nach. Was ist aus diesem Volke durch 50 Jahre englischer Herrschaft geworden ? Es ist dem Müßiggänge verfallen, verkommen und lüderlich. Die Arbeitsgelegenheit ist verschwunden und entsetzliche Hungersnöthe sind an der Tagesordnung. Das einzige Geschäft, das blüht, ist der schmähliche Opiumhandel. Die Baumwollenernte wird nicht mehr im Lande verarbeitet, sondern geht 10,000 englische Meilen nach England und von dort gehen die Stoffe den langen Weg zurück. An der Stelle der großen Stadt Dacca, welche an die Höfe der ganzen Welt jene feinen Gewebe sandte, die man „gesponnene Luft" nannte, steht heute wildes Gestrüpp, in dem Tiger und Elephanten Hausen. Es müßte sonderbar zugehen, wenn nicht auch dem indischen Volke die Stunde der Erlösung schlüge und der Tag der Rache für die englische Unterdrückung anbräche. __________________________ Deutschland. Aus Hessen. Nach der Strafproceß - Ordnung ist bekanntlich die Strafvollstreckung im Allgemeinen der Staatsanwaltschaft übertragen, der Landesjusttz-Verwaltung jedoch anheimgestellt, für die zur Zuständigkeit der Schöffengerichte gehörigen Sachen die Amtsgerichte mit der Vollstreckung zu betrauen. Von dieser letzteren Besugntß hatte die hessische Regierung bei ihren Ausführungsbestimmungen Gebrauch gemacht, aber nur in beschränktem Sinne, indem man den Amtsgerichten zwar die Vollstreckung der Haftstrafe und der in den Hafilocalen zu verbüßenden Gefängntßstrafen überließ, im Nebligen aber die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft aufrecht erhielt- Die inzwischen gesammelien Erfahrungen haben tndeffen ergeben, daß der hier ge- machte Unterschied zweckmäßigerweise nicht aufrecht zu erhalten war. Während der elbe einerseits mit den mannigfachsten Unzuträglichkeiten verbunden war, war in der Qualification der Amtsgerichte kein Grund zu finden, warum diesen letzteren nicht die Vollstreckung in dem vollen, von der R-ichsgesetzgebung statuirtcn Umfang übertragen werden sollte. Das neueste Regierungsblatt veröffentlicht denn jetzt auch eine Verordnung, welche die Vollstreckung in allen von den Amtsgerichten abgeurtheilten Sachen diesen Gerichten überträgt, unbeschadet der besonderen Bestimmungen für Forst- und Feldrugesachen. (K. Ztg.) Berlin, 2. August. Der Verbrauch an Postkarten hat in der kurzen Zeit des Bestehens dieses Verkehrsmittels einen auß"ordentl>chen Umfang angenommen. Im Jahre 1878 sind in Europa 342 Millionen abgesandt worden. Davon entfallen 111,445,000 auf Großbritannien, hi-rnächst f°l«t De>ü ch- land mit 108,741.000 und dann Frankreich mit 30,522,000 Stuck- Diese Zahlen, so groß sie sind, werden noch übertroffen von dem entsprechenden Merck Donnerstag 1 H in bem Am *et«n btt S bet OWrster L-h- In bin (ä N, Siißin uni (■ g- Babwihrars bin Sich dir [Ql rmktztM »ilt mrdaW B Slejtn, bin 4. Vn° w ^^henn Samstag bl V°rml« *'« ©nah * v-rg-kin tti U«>'«iklt, tei **“•« tu E jSW* zu zu 3?”9 don @ Agtzu ® ®> bm sgj'W. A >•" M57) ^er Selrgraphische Depeschen. telefil. «»-respM»»«Xi • •»«««. Gastein, 3. August. Der Kaiser hat zwar heute gebadet, konnte aber wegen Regenwetter weder eine Promenade noch Ausfahrt unternehmen. Alle Bergspitzen stad mit Schnee bedeckt- Berlin, 3. August. Gegenüber der Mittheilung der Wiener „Reuen freien Presse", daß nicht nur Oesterreich, sondern alle Mächte die Rote an die Pforte in Betreff Montenegros bereits genehmigt hätten und die Hebet- reichung der Rote im Lause der Woche erfolgen werde, kann die „Rordd. Allg- Ztg." bemerken, daß es noch nicht feststehe, ob alle Mächte jene Rote accepttrt hätten und deshalb sich auch jetzt noch nicht absehen laste, wann die Note in Konstantinopel überreicht werden würde. Auch über den von der Neuen freien Preste" urgirten Charakter der Note als eineS Ultimatums laste sich einstweilen noch nichts sagen, da die Fassung, soviel hier bis heute bekannt, noch nicht allgemein angenommen sei. — Die Straskammer des Landgerichts verhandelte heute in der Anklagesache gegen die Reichstagsabgeordneten Fritzsche und Hastelmann wegen Bannbruchs. Hasteimann war nicht erschienen und wurde deshalb das Verfahren gegen denselben ausgesetzt. Der Staatsanwalt beantragte gemäß dem Socta- ltpengesetze und der in dem Gesetze vom 31. Mai 1880 gegebenen Declaration Freisprechung Fritzsche's. Die Straskammer erkannte entsprechend diesem Anträge. Loudon, 3. August- Ein gestern Abend 11 Uhr ausgegebenes Bulletin meldet, daß der Zustand Gladstone's im Lause des Tages ruhiger gewesen sei und das Fieber sich nicht verstärkt hnbe. Das allgemeine Befinden des Premiers sei befriedigend- __ Nach weiteren detaillirten Meldungen der „Times" über die Niederlage des Generals Burrow aus Kandahar vom 2. ds. bestand die Streitmacht Ajub Khaws aus 12,000 Mann und 20 Kanonen. Der Zusammenstoß fand am 27. Juli, Morgens, 50 Meilen jenseits Kandahar, statt. General Burrow wurde nach vierstündigem heißen Kampfe zum Rückzüge nach Kandahar ge- nöthtgt. 20 Ofsiciere, 400 Europäer und 800 Eingeborene wurden gelobtet oder werden vermißt. Der Verlust fand größtentheils auf dem Rückzüge statt. Drei Kanonen wurden auf dem Schlachtfelde im Stiche gelaffcn. — Ans Bombay meldet die Times»: General Phayre hat den Eingang zum Khojas- paffe stark besetzen lasten, um sich gegen feindliche Angriffe zu schützen. London, 3. August. Gladstone hatte eine ziemlich gute Nacht. Weder das Fieber hat zugenommen, noch hat sich die Lungen-Affection verschlimmert. Konstantinopel, 3. August. Die Collcctivnote der Mächte in Be. treff Montenegros wurde Abeddin Pascka beute zugestellt. Berlin, 3. August. Der heutigen Feier des fünfzigjährigen Bestehens der königlichen Museen wohnten der Kronprinz und die Kronprinzessin, Prinz Wilhelm, die Minister Hosman , v. Stosch, Friedberg, Bitter und Dr Lucius, sowie gegen 200 Noiabilitäten bei. Auf die Festrede des Generaldirectors Schöne erwiderte der Kronprinz : Mir selbst ist es seit meiner Ber> fung zum Protcctor eine Ehre und Freude gewesen, an der Sorge um die Entwickelung der königlichen Museen unmittelbar An- theil zu haben Ich kann mir daher auch nicht versagen, auch meinerseits den Mannern, mit welchen mich durch eine Reihe von Jahren ein gemeinsames Wirken verbunden, m dieser Stunde zu danken. Wir wissen und haben eben auf's Neue vernommen, wie in den Tagen unseres größten nationalen Unglücks, als Alles zu wanken schien, der Gedanke an die idealen Ziele der Menschen sich schöpferisch stark und lebendig erwies. Dankbar dürfen wir heute genießen, was die grundlegende Arbeit ;ener trüben Zelt geschaffen. Aber wir werden dieses Genusses nur froh, wenn wir auch der Verpflichtung eingedenk sind, die er uns auferlegt. Es gilt heute vielleicht mehr denn je, an unseren idealen Gütern festzuhalten und die Erkenntniß ihres Werthes und ihrer rettenden Macht unserem Volke mehr und mehr zu erschließen. Diese Anstalt soll nichts anderes sein, als eine Sammlung des Schönen aller Zeiten zum Nutzen und Frommen der ganzen Nation. Mein Wünschen und Streben wird ferner alle Zeit darauf gerichtet sein, sie ihren hohen Zielen zuzuführen in dem Sinne und Geiste, dem sie ihre Begründung verdankt. Der Kaiser beauftragte mich, die lebhafte Theilnahme auszudrücken, welche er der heutigen Feier entgegenbringt und zugleich Anerkennung und Dank Allen auszusprechen, welche sich um die Leitung des von seinem in Gott ruhenden Herrn Vater begründeten Instituts verdient gemacht haben. Dieser Dank gebührt der früheren und jetzigen Verwaltung und ihren sämmtlichen Beamten, insonderheit auch den Herren, welche in freier Thätigkeit bereit waren, ihre Kenntniffe und ihr sachverständiges Urtheil dem Interesse der Anstalt dienstbar zu machen; er gebührt endlich nicht minder Allen, welche derselben durch Schenkungen und Zuwendungen, sowie in anderer Weise förderlich gewesen sind. Konstantinopel, 3. August. Die „Agence Havas" meldet: Die Collecttvnote bezüglich Montenegros gewährt der Türkei eine dreiwöchentliche Frist, die Convention vom 12. April mit Montenegro auszusühren. Im Fille die Türkei die Convention in der bewilligten Fr st nicht ausführe, würde sie aufgefordert werden, sich mit den Mächten behufs Uebergabe Dulctgios an Montenegro zu vereinigen. London, 3. August. Im Unterhause erklärte Lord Hartington anläßlich einer Anfrage, er glaube nicht, daß der Premier während einer langen Zett an den Sitzungen werde thetlnehmen können. — Gorst antwortend, sagt Hartington, gestern und heute seien keine Nachrichten über die Vorgänge in Kandahar und zwischen Kandahar und der Grenze eingelaufen. Er habe heute ein Privat-Telegramm des Vicekönigs über die Ereignisie in Kabul bis zum 1. August, wenn nicht sogar bis zum 2. August erhalten. Er habe keinen Grund, anzunehmen, daß der Telegraph nach Kabul unterbrochen sei. Dies Telegramm habe keinerlei allarmtrende Neuigkeit enthalten. Sicher dauerten die Unterhandlungen bis 1. August noch fort. Lokales. Gießen, 4. August. sSterblichkeit in Gießen.) In Gießen ereigneten sich im Monat Juli im Ganzen 31 Todesfälle. Hiervon kamen 3 auf Kinder im ersten Lebensjahre, 7 auf Kinder, die zwischen dem 2. und 15. Lebensjahre standen und 21 auf erwachsene Personen. Sämm'tlicbe drei Kinder im ersten Lebensjahre erlagen einer durch fehlerhafte Ernährung hcr- voraerufenen Abzehrung. Von den Kindern zwischen dem 2. btS 15. Jahre starb je ems an Masern, Dtphtheritis, Darmcatarrh, Tuberculose des Bauchfells, Lungenschwindsucht, organischer Herzkrankheit, Krämpfen. 93et den 21 verstorbenen Erwachsenen war Todesurjache Lungenschwindsucht 5mal, Krebs und organische Herzleiden je 3mal, Knochenfraß 2mal, Schiagfiuß, Gehirnerweichung, Bronch'.enentzünvung, Lungenempbyiem, Unterleibstyphus, acuter Gelenkrheumatismus, Altersschwäche je einmal. Bet einem Verstorbenen konnte eine bestimmte Todesursache nickt angegeben werden. v . Bei einem Vergleich mit den gleichnamigen Monaten früherer Jahre sinden wtr, daß tm Juli 1878 auch 31 Perjoncn in hiesiger Stavt starben, unter denen sich 11 Kinder tm ersten Lebensjahre und 6 ältere befanden Im Juli 1879 ereigneten sich nur 2j Todesfälle, wovon 4 bei Kindern im ersten und 5 bei Kindern im 2. bis 15. Lebensjahre. G. Giepert, 4. August. Unsere Leser fanden im gestrigen Blatte eine Kundmachung „sämmtlicher Bäcker", wonach für die Folge das seit altem Herkommen bestehende Brodgewicht von 4 Pfund = 2 Kilo tn 1 Kilo 900 Gramm umgewandelt ist. Daß damit der Polizeibehörde, welche die Pflicht hat, das Publikum vor Uebervortheilung zu jchützrn, ein Schnippchen geschlagen werden soll, brauchen wir nicht weiter auszuführen. Die Antwort sinden wtr denn auch heute schon in einer Bekanntmachung der Polizeiverwaltung (s. d.). 2Bu unfeteiOcitS glauben, daß die Herren Bäcker mit threr Bekanntmachung einen Bock geschossen haben. Wenn dieselben 2 Kilo Brod vollwichtig nicht für 62 oder 56 geben können, Dann ist doch nichts einfacher und folgerichtiger, daß sie ihren Preis erhöhen und das Gewicht belasten. (Sehen wir z Ä. in dieser Beziehung den Modus in Frankreich: dort versteht es sich am Rande, das man Brod nach dem Gewicht kauft; fehlt an einem Leibe ein bestimmtes Quantum, dann wird solches einfach von einem anderen Leibe zugelegt.) Zu was sollen Die von unseren Bäckern beliebten Relationen führen? Das Publikum hat sem gutes Recht, daß es für sein Geld gute und vollwichtige Waare bekommt und es hat ferner das Recht, daß die Behörde es hierin schützt Im Uedrigcn wollen wtr einfach die Folgen abwartcn, welche das Vorgehen der Backer nach sich ziehen werden. Wir glauben versichern zu dürfen, daß sie sich gründlich verrechnet haben, und können dem Publikum die beruhigende Mittheilung machen, daß seine Sache voll und ganz vertreten wird. — Ein hoher Korb voll unreifer Birnen wurde heute Morgen auf Dem Markte mit Beschlag belegt und der Verkäufer zur Anzeige gebracht. — Gestern Abend wurde dahier ein Arbeiter verhaftet, welcher einem anderen das Porte» monnaie aus der Rocktasche gestohlen hatte. — Gestern Abend fand in einer hiesigen Bierwirthschaft eine kleine Keilerei statt. Die Ursache des Streites soll ein Mädchen gewesen sein. Vermischtes. Mainz, 31. Juli. In einer Stadt am linken Rhetnufer kam folgender in seiner Art einzig dastehender Fall vor: Ein Herr trat in ein Cafö und trank Bier. Beim Zahlen der Zeche begann er mit dem Kellner folgendes Gespräch: Herr: „Sie scheinen sich sehr gut hier zu stehen ; wie viel betragen denn ihre Nebeneinnahmen? Gewiß monatlich an 30 Mark. Kellner: „Das wäre schön, wenn es nicht mehr betrüge; ich kann ganz gut 100 annehmen. So," sagte der Herr, „das ist ja recht gut und schön!" und empfahl sich. Der Kellner erhielt bald darauf einen Steuerzettel, der enorm hoch gegriffen war. Er ging deßhalb zu dem Steuer Commissarius und reclamirte gegen die Steuerhöhe. Aber welche Ueberraschung wurde itzm hier zu THcil? Der Herr Steuer Commiffar war genau derselbe Herr, der kurz vorher mit dem Kellner die vorbemerkte Unterhaltung pflog! „Es bleibt bet dem Ansatz," sagte der Herr Commistar. — Kommentar tst nicht nöthig. (M. A.) Groß-Umstadt, 30. Juli. Vor einigen Tagen mußte ein Einwohner von Wembach zu seinem Nachtheile erfahren, was es beißt, Quacksalber statt Aerzte zu Nathe zu ziehen. Der Mann hatte nämlich eine'kranke Kuh, die er einem gewisten Empirtker tn Behandlung gav. Der viehvcrständiqe Heilkünstler rieb Die Kuh mit Quecksilber.albe derart ein, daß derselben sterbensweb wurde und nachdem das Mittel allzu probat selbst von Herrn Eisenbart erachtet wurde, sah man sich in der Lage, einen Thierarzt zu-cholen, jedoch zu spät das Thier mußte getödtet werden. - Unterdessen erkrankten aber auch die anderen Thtere und der Schrecken des s und des »m»“ mb»'"- piouni' .. in Unterhalt' v^ Kshntii zu k ondett v neu9bi sich der He' ^nitto fa en Mich" istabtT' 1 Zb-n W’ 7»ck-t h-b D--b Uatril-l eingetragen ^enbütgen w de ol« zur katholischen i He übrigen Betbech - In Oestri unter Iberen Wi selchen ßmgen Betitel Sonnenbu Hochzeit. 8m nachf sich» Seminar zun Lchwefier der Brav •er attabe zur Hand Schwägerin, währen ohen,ollern heute Vormittag gegen 8 Uhr 30 Mm. in Sicht des Katsnlrchen Panz-rge- schwaders, welches in der Höhe von Stubbenkammer unter Dampf lag , kam- Als die kronprtnzliche gelbe L-tandart- auf der „Hohenzollern deutlich z erkennen war, gab das Admiralsschiff Panzerfregatte „Friedrich Karl das Paradesignal, und im selben Augenblick enterten die Matrosen n die Raen, während die S-esoldatcn mit ihren Spt-lleuten unterm Gewehr aus dem Ach er- theil ihrer Schiffe antraten, und sich auf allen Masten die Festflaggcn entfa- teten. Punkt 9 Uhr begann das Admiralsschiff mit dem Feuern des Saluts, in welches die Panzerschiff- „Preußen", „Sachsen" und „Friedrich der Große beim »wetten Schuß einfielen. Die Matrosen tn den Raen ließen ihr drei- maltaes Lurrab ertönen, die Scesoldaten präsenttrten das Gewehr, die Tam- bours schlugen den Präsenttrmarsch an und die Matrosen Capelle mtontrte die Nationalhymne. Langsam umfuhr die „Hohenzollern , auf deren Commando- brücke man deutlich den Kronprinzen tn großer Generalsuntform, Prinz Wil- Helm Admiral v. Stosch und den Schtfftcommandanten, Corvetten-Capltän n sj?nßii die übrigen Ofsiciere auf dem Pavillon erkannte, das scheinbar vor Anker liegende Geschwader. Sämmtliche Osficiere der Panzerschiffe salutir.en den Kronprinzen militärisch durch Anlegen der rechten Hand an den Dreimaster- Nach der Umfahrt wurden einige der schlanken weißen Boote der „Hoycn- »ollnn" in die See gelösten, vom Kronprinzen, Prinzen Wilhelm, Admiral v. Stosch und dem Gefolge bestiegen; einige kräftige Ruderschläge von den wetterharten Seeleuten der „Hohenzollern" brachten die hohen Herrschaften an das Fallreep des Flaggschiffs „Friedrich Karl." Aus der Hohenzollern senkte sich, auf dem „Friedrich Karl" entfaltete sich tn diesem Augenblicke dt- kronprtnzliche Standarte unter den Klängen des Präsentirmarschis. Jnzwrscyen hatte sich die Luft geklärt, der die ganz« Nacht gefallene Regen hörte auf und die Sonne brach allmälig durch. Langsam setzte sich dar Geschwader norb< wärts in Bewegung, passirte gegen 10 Uhr unsern Leuchtthurm, und gleich darauf erdröhnte auf ein Flaggensignal vom Flaggschiff ein Allarmschuß vom Panzerschiff „Preußen", worauf fast im selben Moment auf allen Schiff-n das Signal „Klar zum Gefecht" mit Trommeln, Hörnern, Seemanns- vfeisen u. s. w- gegeben wurde. Nun begannen auf allen Panzerschiffen die Mannöver, und in schneller Fahrt dampfte das Geschwader tn der Richtung nach der Insel Fehmarn ab. Arankreich. Paris, 2. August. Die französischen Osficiere, welche den großen Manövern in Deutschland beiwohnen sollen, sind: Brigade-General Fay; Kavallerie-Oberstlieutenant Ränault Moliöre; Artillerie - Hauptmann d Astier de la Niger,-; Jnsanterie-Lieutenant Allmayer; Oberstlieutenant de S-smat- sonS, erster Mtlitär-Attachä tn Berlin; der Jnfant-rle-Oberst Sorellt de Serrcs, »weiter Milttär-Attachö in Berlin ; Lieutenant Schmitz vom 19. Jager-Bataillon, Ordonnanz-Osficter des Generals Schmitz (derselbe ist der Sohn des Generals Schmitz, welcher während der Belagerung von Parts Chef des Generalstabs des Generals Trochu war). Ztußkand. Petersburg, 1. August. Aus dem Innern «erden große Feuersbrünste gemeldet; so brennt gegenwärtig die Stadt Rjäsan zum dritten Male in einem Monat, dreißig Häuser stehen noch tn Flammen. Verschiedene Dörfer find ganz niedergebrannt; tn Brest-Lttowsk zerstörte das Feuer 105 Häuser, zwei davon waren aus Stein. Je 50 Kilogramm kosten Mark und Pfennige. «5 o Z L) M S MS MS b E E © »^4 S\M. S) S 65 40 55 i80 20 — 25 -68 — 87 -44 — 70 115 60 G. IL (5145 Planirarbeit, veranschl. zu u maffe für Fußböden. Emil Fischbach., 1486 60 45 59 40 Buchenholz per Ctr. . . Andr. Euler, 4610) B. 114 am Kreuz B. 114. 4457) 'M. 60 910 •s § Ed E^ d Q AI gehackt . . . oder per Ctr. 48 's CQ I. A.: Seultng. 40 48 97 — Hausen, am 2. August 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Hausen. -d $irtinglon anläz- trtbrenb einer langes M antwortend, sagt öder die Vorgänge ii iiifm. Er habe W fit in Kabul big zun alten. Er habe feinte interbro-en sei. ®itl ilten. Sicher bauerten Mchereiverpachtung. Donnerstag den 12 l. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in dem Amtszimmer des Unterzeichneten der Fischereibezirk Nr. IIL der Oberförsterei Schiffenberg „die Lahn in den Gemarkungen Heuchelheim, Gießen und Allendorf von dem f. g. Badwehrgraben an abwärts" für den Rest der laufenden Bestandszeit, bi- zum letzten December 1882, ander- weit verpachtet werden. Gießen, den 4. August 1880. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 5190) G e 0 r a i. meldet: Du eine dreiwöchentliche führen. J-n Fch aasführe. würde fit rrzabe DulcigioS an Bern, 30. Juli. Der Sturm, der letzten Montag in der Schweiz wüthete, hat auch auf oem Neuenburger See ein Unglück zur Folge gehabt. Ein Schiff, auf welchem sich ver ehemalige Deputtrte von Grandcour, L. Perriard, seine Frau und sein Bedienter befanden, ist gegenüber Auvernier umgeschlagen und mit seinen Insassen zu Grunde gegangen. — Auch auf dem Thuner See richtete der Sturm große Verheerungen an. Ein mit Korn beladenes Schiff, welches in den Hafen von Oberhofen einlaufen wollte, wurde von dem Anprall des Windes erfaßt und bis auf die Höhe von Spiez mit rasender Schnelligkeit vor dem Winde hergetrieben, obscbon die Schiffsleute sofort das Segel hatten fallen lassen. An der Merliger Nase schlug ein Schiff um und man ist sehr besorgt um einige Personen, über deren Verbleib man vorgestern noch nichts wußte. Schon in der Nacht nachher, als der See ruhiger geworden war, fuhren zahlreiche Schiffe zur Aufsuchung der Vermißten aus. Aus Kasch au wird der „W A. Z." berichtet: „Jüngst hat sich hier ein fürchterliches Unglück ereignet. Die Batterien des 5. Artillerie-Regiments zogen früh auf den Exercterplatz zu den Uebungen; gegen 10 Uhr Vormittag wurde vom Hauptmann Gasser der Befehl zum Defiliren im Trab gegeben. Die Geschütze passtrten den Defiltrungspunkt und noch drei Munitionswagen waren zurück. Da erfolgte eine fürchterliche Detonation; als der Alles verdunkelnde Pulverrauch sich zu verziehen begann, sah man, daß ein Munttionswagen in die Luft gesprengt war und die einzelnen Thetle wett umhergeschleudert waren. Der unmittelbar dem Karren folgende Unterofficter wurde tödtltch verwundet und sein schwer verletztes Pferd jagte in die Stadt. Fünf andere Unterofficiere und ihre Pferde sind gleichfalls verwundet, dagegen blieben die vier Pferde, welche den Karren zogen, unverletzt, und die auf der Protze sitzende Bedienungsmannschaft kam mit dem Schrecken davon. Die Ursache der Explosion ist nicht zu ermitteln. Dte in dem Kasten liegenden -40 Exercierpatronen waren sorgsam in Werg gewickelt, so daß Reibungen nicht stattfinden konnten. Man glaubt, daß dte Sonnengluth den blechernen Kasten derart erhitzt hat, daß der Sprengstoff sich entzündete." Verzeichnis der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat Juli 1880. Lieferung von Steinen, veranschlagt zu . . . . Fertigung eine- Canals, veranschlagt zu . . . . Fertigung von Traben, veranschlagt zu . . . . — C/ Arbeitsversteigerung. Samstag den T d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Rathhaussaale zu Hausen 50 56 MS) Vergebung Don Wegbauarbeiten im Gießener Stadtwald. Samstag den 7. ds. Mts., Vormittags 1t Uhr, Hollen im Saale des alten Rathhaus- gebäudeS nachfolgende Arbeiten öffentlich vergeben werden, als: Mannes und des Ortes war groß; man vermuthete den Ausbruch einer Seuche. Die Furcht legte sich aber, nachdem von zwei Thierärzten die Sektion der getöbteten Kuh vorgenommen war, die zu Resultat hatte, daß cer Dr. Eisenbart dieselbe nach seiner Art — tobt curirt hatte. Es war Quecksilbervergiftung eingetreten und die anderen Thiere hatten dte bei der Kuh ver- wendete Salbe abgeleckt und ebenfalls leichtere Anzeichen dieser Erkrankung gezeigt, ohne jedoch Schaden zu nehmen. Wie leicht hatte hier noch größeres Unglück angerichtet werden können und ?wer ersetzt dem Mann den Verlust?! Wann wird der Bauernstand so klug, sich nicht mehr -solchen Schmierern in dte Hande zu liefern. , (O. B.) Braunschweig, 1. Aug. Einige größere hiesige Derlagsgeschäfte stehen gcgen- Ivärtig in Unterhandlung wegen Erwerbes einer Erfindung, welche die Buchbinderei in ganz andere Bahnen zu lenken geeignet sein dürfte. Die Erfindung ist bereits in den meisten Ländern «Europas — neuerdings auch im deutschen Reiche — patentirt worden. Das neue Verfahren unterscheidet sich von dem alten dadurch, daß das Heften überflüssig geworden, der Schnitt vor der Herstellung des Buche« gemacht und dcßhalb auch ganz beliebig verziert werden kann. So Iahen wir Schnitts, auf denen einzelne Lagen vergoldet waren, während andere Lagen verschiedene schöne Farben trugen. Das Verfahren ist unter Anwendung der dazu gehörigen Formen höchst einfach. Nach dem Beschneiden des Rückens wird die Papierfaser aufgelöst und durch ein Bindemittel mit der rauhen Seite eines Barchentstretfens verbunden. Die einzelnen Pa- -pterblätter werden so fest mit dem Gewebe vorbunden, daß sie geradezu herausgerissen werden müssen, wollte man si« von demselben trennen. Wolfhagen, 27. Juli. Eine noch junge Frau zu Niederelsungen, welche schon seit einem Jahr so stark an Rheumatismus leidet, daß sie das Bett nicht verlassen kann, war auf Änrathen einer Nachbarin bereit, sich einer Radtcalcur zu unterwerfen, welche in „Schwitzen im Backofen" bestehe und der Rathgeberin auch geholfen haben sollte. Eines Tages, Anfangs dieses Monats, wurde dann die Kranke von 4 Frauen, nachdem eben das gebackene Brod herauSqenommen, in den noch heißen Backofen mit den Beinen zuerst geschoben, so daß der Kopf außerhalb auf einem angebrachten Kissen ruhte. Nach einer Viertelstunde wurde die Arme besinnungslos, welche Situation die Umstehenden für einen sanften Schlaf hielten. In Diesem Zustande wurde dieselbe, nachdem sie eine halbe Stunde in dem Schwitzbade zugebracht hatte, in ihr Bett zurückgebracht, wo dann einige Zeit nachher die Besinnung wieder eintrat. Nun ist leider Heilung nicht eingetreten, wohl aber bat die Aermste bis heute noch unsägliche Schmerzen von den nicht unerheblichen Brandwunden an Beinen und Füßen. lW- A.) — fEhe der 3dt ] In Petrozsenh in Ungarn sind ein Israelit und eine Katholikin -mittelst schriftlichen Vertrages eine Ehe auf drei Jahre eingegangen. Das Spaßigste an dieser Geschichte ist aber, daß der gestrenge Herr Stuhlrichter, wie ungarische Blätter ernsthaft versichern. den Vertrag nicht allein alS Zeuge unterschrieben, sondern auch sein Amtssiegel bei- yedrückt hat. Da ein Knabe, der aus dieser seltsamen Ehe hervorgegangen, in die israelitische Matrikel eingetragen wurde, kam die Angelegenheit in Folge einer Klage des Bischofs von Siebenbürgen vor den ungarischen Eultusminister und dieser hat angeordnet, daß der Knabe, alS zur katholischen Religion gehörig, aus der Matrikel gestrichen, gegen den Stuhlrichter und die übrigen Betbeiligten aber die Untersuchung eingeleitet werde. — In Oestrich im Rheingau wurde durch die Schelle bekannt gemacht, daß junge Leute rmter 18 Jahren Wirthsbäuser bei Strafe von 2—8 M nicht besuchen dürfen. Wirthe, welche lolchrn jungen Leuten Getränke verabreichen, trifft dieselbe Strafe. Sonnenburg. Am 22. v. Mts. feierte der Seminarlehrer L. zu Drossen leine Hochzeit. Am nächstfolgenden Vormittag wollte nun die bei dem jungen Paare auf dem königlichen Seminar zum Besuche anwesende an einen Kaufmann in Sonnenburg verheiratete Schwester der Braut sich verabschieden. L. schenkte aus diesem Anlasse aus einer Flasche, die ’ gn unstttckils ~ Wrnn b* roch mchtS ' l tzrhtv wu z.r Haut«. m,"± ■ . ' wn »in * n« ri-!m ’jii, j *** „I M * I antlOT W»^| , , ,(jttilttii 11 «eigneten sich im 9Rona\ Üihiniiafyit, 1 wi i vx\ nwochstnr Pnsonrr 'r-.tnbrssr Lmähwng bn-- \Y itaxb \t tinS a DI8a* ■ -ii LodtSuriaäu ‘ -Lkrss-t 2mal, Lchlaz^ . ItopM acuter TeleM» | . ir ant WhmmU TsdstL lfT finbtn ttii, tai «! ßch 11 Ämfctr un tot .25 robczfällt, wce".; 7— 8— 9— 1.20 f. _______ - . . „ 1-30 Bei 10 Gentner frei in's Haus, liefert Lannenschettholz, I». Qualität M geschnitten. ....... Wegen Geschäftsübergabe werden von jetzt ab bis zum 15. August alle vorräthigen Artikel in Kurz» und Weißwaaren, Wollwaaren re. zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft. 4822_____________ Georg Vogt, Reinschmeckende KafEee’s, roh, im Preise von 90 H an bis tM. 1,70 per i/2 Kilo, gebrannten Kaffee von 'M. 1.10 bis 2.— per Va Kilo empfiehlt H. F. 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