Donnerstag den 5. Februar 1S8O Kießener Myeiger A«M- flib Amtsblatt fir btn Kreis Gießen »f<>ttr tatet l „ 1R / Echulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Gießen, am 1. Februar 1880. Dr. Boekmann. uift) Heii-chiilfe. aratc . Zurr, i r» Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit L- ingerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 16 16 Die Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin. In der ersten frarzösischen Nationalversammlung wendeten sich, nach Illg. dricht. dch it# gog* —**T^x ! 16 \ 40 bcj biefefi Mirabeau's Tode, bet schwierigen Tagesfragcn, alle Blicke unwillkürlich nach dem Platze hin, wo sonst der gewaltige Redner saß. Unzählige lange und kurze Hülse von Politikern drehten sich in jüngster Zeit nach Varzin hin, um das flüchtige Orakel eines Blickes, eines Lautes, eines Winkes zu erhaschen, und um zu ergründen, ob die Nervenschmerzen an dem Kanzler oder an der en, Mil dieser W- Fjurt -r- ®' Kerrtschsarrd. Darmstadt, 2. Februar. Schluß des Inhalts Großh. Regierungs- politischen Rathschläge den schmerzvollen Zügen des Kanzlers ein flüchtiges Lächeln abgewinnen, sie wollen durch die Fülle ihrer vtctualen Spenden den Konsum des Reichskanzlers mit seinem Zolltarif in Einklang bringen und durch ihre poetischen Ergüsie seiner Schlaflosigkeit entgegenwtrken. Nur setzen die Plagegeister bet dem Kanzler dieselbe Muse voraus, deren sie selber sich, Dank seiner Fürsorge, ersreuen. Der Kanzler ist gerade gegen- Iwärt'ig so mit Geschäften überhäuft, daß man ihn mit allen unnützen Zu» i (7 & HM en verschonen sollte. Auch wäre es eine anerkennenswerthe That Welter Kreise, wenn man nicht allen Mtßmuth über die Politik in der Pnfse und in ^^^iVolksversammlungen aus den breiten Rücken des Reichskanzlers legte, denn es fcheint jetzt Mode zu werden, Alles, was im öffentlichen Leben quer geht, dem Fürsten Bismarck in die Schuhe zu schieben. ynl*er’ Betreffend: DaS Ersatzgeschäft für 188V. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Landes-Universität übertragen; an dems. Tage wurde der Schullehrer Nathan Levy zu Angenrod zum Lehrer an der Vorschule des Gymnasiums zu Gießen, mit Wirkung vom 1. April 1880, ernannt; an dems. Tage wurde dem Wilhelm Schaubach aus Wöllstein das Patent als Geormter 2. Klaffe für den Kreis Alzey ertheilt; am 9. Januar 1880 wurden der penfionirte Aufseher bei der vormaligen Brückengelderhebung zu Worms Joseph Kaiser, sowie die Finanzaspiranten Friedrich Schäfer aus Fürstengrund, Friedrich Vogel aus Nauheim und Adam Volk aus Dieburg zu Eteueraussehern ernannt; am 14. Januar wurde dem Schullehrer Friedrich Wegerich zu Schimsheim eine erledigte Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Zornheim, am 17. Januar wurde dem Schulamteaspiranten Peter Anton Pfuhl aus Habitzheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Neuhausen übertragen. 11. Militärdienstnachricht. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 31. Decbr. 1879 den Prinzen Ludwig von Battenberg, Durchlaucht, unter die Osficiere ü la suite der Artillerie aufzunehmen und demselben zu gestatten, die seinem Range entsprechenden Abzeichen des Hauptmanns zu tragen. 12. Charakterertheilungen. 13. Dienstentlassungen. Am 31. Decbr. 1879 wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Bleidenrod Gustav Nungeffer vom Dienste, am 19. Januar 1880 wurde der Schullehrer an der Gemetndeschule zu Lauterbach Karl Ludwig Feldmann auf sein Nachsuchen aus dem Schuldienste entlasten. 14. Ruhestandsversetz ungen. Am 7. Januar wurde der Reallehrer Karl Schmidt zu Bmgen auf jein Nachsuchen, — am 13. Januar wurde die Lehrerin an der Volksschule zu Mainz Katharina Schaller, — am 17. Januar wurde der Amtsgertchlsdiener bei dem Amtsgerichte Gernsheim Jacob Gloß auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste, — in den Ruhestand versetzt. 15. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zn besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stockhausen mit einem Gehalt von 900 JL Das Präsentationsrecht steht den sämmtlichen Riedesel Freiherrn zu Etsenbach zu. Eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Armsheim mit einem G»halr von 900 JC. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Ensheim mit einem Gehalt von 900 JC. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bleidenrod mit einem Gehalt von 900 «X Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schwabsburg mit einem Gehalt von 900 JL Zwei mit evang. Theologen zu besetzende Lehrerstellen an der Mittelschule zu Gießen mit einem Gehalt von 1800 bis 3600 «X, einschließlich der Vergütung für Versetzung der Mttpredtgerstelle, und 200 bis 400 JL Wohnungsvergütung jährlich. Zu der einen dieser Stellen (an der Stadtmädchenschule) steht dem Stadtvorstaude in Gießen das Präsentalionsrecht zu. Das Concurrenzausschreihen in Beilage Nr. 26 des Großh. Regierungsblattes von 1879 wird hiermit zurückgezogen. Eine Leh- rerstelle an der kath. Schule zu Heldenbergen mit einem Gehalt von 900 16. Sterbt fälle. Gestorben sind: am 30. Decbr. 1879 der Schullehrer Adam Jeseph Krimmer zu Offenbach; am 31. Decbr. der Gymnasiallehrer i. P. Profestor Dr. Johann Hennes zu Mainz; an dems. Tage der Hoftheater- Dramaiurg Dr. Dräxler-Mar.fled zu Darmstadt; am 1. Januar 1880 der Schichtmeister Ludwig Steinberger zu Melbach; am 2. Januar der Fö.ster t. P. Jacob Delp zu Hüttenseld; am 3. Januar der Schullehrer Konrad Wilhelm Huber zu N eder-Weisel; am 5. Januar der Landrichter t. P. Reinhard Thalcr zu Gießen; am 9. Januar der Schullehrer i. P. Philipp Geil zu Essenheim; an d^ms. Tage der Landrichter i. P. Dr. Karl Gilmer zu Gießen; am 11. Januar der evang. Pfarrer i. P. Friedrich Degen von Harxheim. "Onunis 'Mellt. -Wr jungen SSM* “• Velzwaarw ltiung Wir fordern Sie auf, nunmehr mit der Aufstellung ver Stammrollen fpfort zu beginnen und dieselben^ mit^^denjenigen ^für 1878 und 1879 ungesäumt einzusenden. Gießen, am 2. Februanl880. Betreffend: Waisenbüchsengelder. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Hinweis auf unser Amtsblatt Nr. 3 vom 10. Februar 1877 erinnern wir Sie an Einsendung der Waiscnbüchsengelder zwar durch eine Kosten nicht veranlassende Gelegenheit. vr. B o e k m a n n. lultheis jui ®'8 io, $u.ni tu ewle, Die Diplomatie begrüßt wieder ihren Pfadfinder im Herzen des deut- ■VeufiabtM, m teen Reiches, der Kaiser und der Hof, welche Fürst Bisn arck seit dem Juni E nicht mehr gesehen, bedürfen seines Rathcs und seiner ruhigen Zuversicht, die lldlt Minister, vorher wie schwankende Rohre im parlamentarischen Sturme, fühlen k : gestärkt «der entschließen sich wenigstens zu einer Entscheidung, in parla- -- billig» «entarischen Kreisen herrscht die größte Spannung über die Art seines per- Darmstadt, 2. Februar. Die im December v. I. von dem Abgeordneten Betz in der 2. Kammer eingebrachte Interpellation, Ausschreitungen des Militärs mit der blanken Waffe, beziehungsweise Verbot des Tragens des Seitengewehrs Seitens der Soldaten und untersten Chargen außer Dienst betreffend, wurde von Großh. Staatsministerium dahin beantwortet, daß gedachte Ansrage Veranlaffung gegeben hat, Ermittelungen darüber eintreten zu laffen, ob, insbesondere in Mainz, in jüngster Zeit Ausschreitungen von Militärpersonen in vermehrter Anzahl zur Anzeige gekommen sind, beziehungsweise ob seitens der Militärbehörde eine angemeflene Bestrafung etwaiger Excedenten verfügt worden ist- Die Antwort besagt: „Nach den dteserhalb vorliegenden Berichten sind in den Jahren 1877 und 1878 im Ganzen 20 Fälle von Ausschreitungen von Milttärpersonen der Mainzer Garnison, einschließlich der Anzeigen wegen Beleidigung, zur Kennt- uiß der Polizeibehörde gekommen, worunter drei Fälle wegen Körperverletzung durch Seitengewehr. Bet einem dieser Excesse erfolgte Einstellung des Verfahrens, da ein rechtswidriger Waffengebrauch nicht nachgewiesen, vielmehr der Verdacht begründet war, daß die betreffende Verletzung durch eine Civtlperson mit einem Messer verursacht worden sei. In den beiden anderen Fällen trat strenge Bestrafung (bis zu drei Jahren Gefängniß) ein. Da auch in den übrigen Vorkommniffen militärgerichtliches Einschreiten stattgefunden hat, überdies eine Vermehrung der im Verhältnrß zur Stäike der Garnison an sich nicht besonders auffälligen Zahl von Ausschreitungen nach den bezüglichen Berichten auch im verfioffenen Jahre nicht constatirt worben Ist, bm tch nicht in der Lage, die Einleitung der von dem Herrn Interpellanten wegen Verbots des Waffentragens gewünschten Schritte bet der Reichsregierung in Aussicht zu stellen." (D. Z-) Darmstadt, 3. Februar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädlgst geruht: Am 24. Januar den Lehrer an der Realschule zu Alzey Gustav Schwabe zum Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim, an dems. Tage den Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim Dr. Gustav Storck zum Lehrer an der Realschule zu Alzey zu ernennen mit Wirkung vom 1. April d. Js. an; an dems. Tage den Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen Dr. Emil Rausch, mit Wirkung vom 1. April l. Js. an, zum Director an der Realschule zu Alzey zu ernennen. ».Darmstadt, 3.Februar. Zweite Kammer der Stände. 37. Sitzung. Zu Beginn der heutigen Sitzung verkündigt Vicepräsident Muhl als neue Eingabe eine Vorstellung der Gemeinden des Amtsgerichtsbezirks Wöllstein, die Erbauung einer Secundärbahn betreffend. Die Kammer fährt sodann in der Berathung des Art. 2 des Gesetzesentwurfs, die allgemeine Bauordnung betreffend, fort Die Mehrheit des Ausschuffes stellt heute folgenden veränderten Antrag: 1) den Art. 2, ersten Absatz, in der Fassung anzunehmen: „Soweit dieses Gesetz und künftige Gesetze hierzu ermächtigen oder keine entgegenstehenden ausdrücklichen Bestimmungen enthalten, können die nach den Bedürfnissen der einzelnen Gemeinden erforderlichen besonderen Bestimmungen in Ortsstatuten und in polizeilichen Ordnungen (Localpolizeireglements) über Bausachen ertheilt werden"; 2) den Absatz 2 unverändert anzunehmen; 3) den Absatz 3 in der Fassung anzunehmen: „Zum Erlaß polizeilicher Ordnungen über Bausachen ist die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung, beziehungsweise des Gemeinderaths, sowie des Kreisausschusses und die Genehmigung des Ministeriums des Innern e-nzuholen." Abg. Böhm rechtfertigt diesen Antrag unter speciellem Hinweis darauf, daß sowohl in der Stadt, wie auf dem Lande der Erlaß polizeilicher Anordnungen von der Zustimmung der Gemeinde abhängig sein soll. — Abg. Heidenreich ist für den Antrag der Minorität, da er eine Durchlöcherung der heilsam wirkenden Verwaltungsgesetze nicht befürworten kann. — Staatsmmister Freiherr v. Starck führt aus, wie die Vertreter der Städte die Vorlage des von ihnen lang ersehnten Entwurfes einer allgemeinen Bauordnung als eine Stufe benutzen, um zu einer Machterweiterung zu gelangen für die localen (Korporationen. Wenn dieser Entwurf nicht Gesetz werde, so sei es nur das Bestreben der Städtevertreter nach die>er Machterweiterung, welche im Namen der Selbstverwaltung verlangt werde. Die Selbstverwaltung könne heilsam sein und sei es bei uns schon gewesen in dem Rahmen des Gesetzes, sie werde aber zum Schaden und zur Auflösung des Staates, wenn die gesetzlichen Schranken hrnweggenommen werden. Hier handle es sich um eine solche unüberschreitbare Schranke. Die Staatsgewalt müsse die Besugniß haben, kraft ihrer Verpflichtung für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Staatsangehörigen zu sorgen, in bau-, gesundheits- und feuerpolizeilicher Beziehung Sorge zu tragen. Für ihn sei es eine politische UnmöAlichkeit, auf das gestellte Verlangen einzugehen und er befinde sich darin im Einverstandniß mit allen Mitgliedern des Staatsministeriums. Wenn daher der Antrag der Majorität des Ausschusses angenommen werden sollte, so könne der Entwurf der Bauordnung nicht Gesetz werden. — Abg. Lautz tritt für den Antrag der Minorität ein, indem er auf die Consequenzen hinweist, welche der Antrag der Majorität in Gemeinden mit vorwiegend social-demokratischer Bevölkerung haben könnte. — Abg. Wvlz ist für den Antrag der Majorität, da er in einer Vergrößerung der Rechte der Gemeindevertretungen keine Schädigung des Staatswohls erblickt. — Abg. Betz fürchtet bei einem so minimen Gegenstände durchaus keine Beeinträchtigung des Staatsinteresses, und weift auf die Verhältnisse in Mainz hin, wo sämmtliche baulichen Angelegenheiten von einem hervorragenden Bautechniker behandelt werden. Er ist für den Antrag der Majorität. — Büchner ist auS politischen Gründen für den Antrag der Minorität, Pennrich für denjenigen der Majorität, welcher Stadt- und Landgemeinden gleichstellen wolle, was ihm namentlich m Bezug auf Bingen sehr wünschenswerth erscheine. Regierungsrath Freiherr von Gag er n tritt wiederholt den Ausführungen der Mitglieder- bei Mehrheit des Ausschusses entgegen. — Abg. Baur spricht für den Antrag der Minorität des Ausschusses, Metz für den Antrag der Majorität, indem er die von der Gegenseite angeführten Gründe einfach als Uebertreibungen bezeichnet. — Kugler bedauert, daß man dieser Angelegenheit diese Wichtigkeit beigelegt habe, und glaubt, daß eine Verständigung über den Streitpunkt selbst bei der zweiten Berathung ober gelegentlich der Recommunication der ersten Kammer noch erzielt werden könne. — Abg. Schröder ist aus rein praktischen Gesichtspunkten für den Antrag der Minorität, ebenso die Abgg. Reinhart, Hanstein und Maurer. — Rach einem Schlußwort des Berichterstatters, Abg. Küchler, wird Absatz 1 des Artikels 2 in der Fassung der Regierungsvorlage mit 24 gegen 17 Stimmen, die Absätze 2 und 3 in der Fassung der Minorität des Ausschusses, mit welcher sich die Regierung einverstanden erklärt, mit 25 gegen 16 Stimmen angenommen. — Artikel 3 des Entwurfes gelangt hierauf mit einem vom Ausschuß beantragten Zusätze ohne Debatte zur Annahme. — Fortsetzung der Berathung morgen. Berlin, 31. Januar. Die Petttions.Commsssion des Abgeordnetenhauses verhandelte in ihrer gestrigen Sitzung über eine Petition, betr- den Bau einer Secundär - Eisenbahn von Hadamar und Westerburg über den Wcsterwald nach Daaden und Betzdorf. Die beiden Referenten beantragten, die Petition der königl. Staatsregierung mit der Aufforderung zu überweisen: sie wolle ihr bisheriges Streben, dem Westerwalde die nothwendigen Eisen- Lahnverbindungen thunlichst bald zu schaffen, energisch fortsetzen. Der Antrag wurde, nachdem sich der Vertreter der königl. Regierung tn wohlmeinendem Sinne für die Petenten ausgesprochen, einstimmig angenommen. Schweiz. Bern, 2. Februar. Wie man vernimmt, hat der Bundesrath tn Sachen der Grenzbefestigungsfrage schon einen tatsächlichen Schritt gethan, indem er das eidgenössische Generalstabs-B ireau und den Chef des GmteS, Herrn Oberft Dumur, mit der Ausarbeitung eines Berichts nicht nur über die an der Grenze, sondern auch im Innern des Landes anzulegenden Fchungs- werke beauftragt hat. Der Bundesrath ist somit den in den hiesigen militärischen Kreisen kürzlich ausgesprochenen Wünschen und angeregten Petitionen zuvorgekommen. Ilraukreich. Paris, 2. Februar. Senat. Der Gesetzentwurf, betr. den Ober- unterrichtsrath, wird in erster Lesung angenommen. — Deputirtenkammer. Präsident Gambetta gibt dem Bedauern über das Ableben von Caffagnac Vater Ausdruck. — Möline gibt als Berichterstatter der Zolltarif-Commission eine Darlegung der Gründe für die von der Commission beschloffenen Wiederhe stellungen von Trrtfsätzen und erklärt, die Commission laffe das System der Handelsverträge zu, habe aber das Prohibitivsystem beseitigt und nur das Compensationsprincip für berechtigt erachtet. — Freycinet muß, dem „Temps" zufolge, wegen eines heftigen Anfalls von Leberkolik das Bett hüten. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Corresponbenr • ©««eiiiu Berlin, 3. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Nachricht verschiedener Blätter, der angeblichte Kaliscber Vorfall sei in Czenstochau passirt, für erfunden. Der Verkehr von preußischen Osficieren des 6. Armee- Corps mit Ofstcieren der benachbarten russischen Garnisonen sei durchaus kameradschaftlicher und freundschaftlicher Natur. Kopenhagen, 3. Februar. Wegen der Eisverhältniffe und Nebel waren die Dampft ch'ffe heute verhindert, die Postsachen über den großen Belt überzuführen. Rom, 2. Februar, Abends. Das Amtsblatt enthält daS Dekret, wodurch das Parlament für jetzt geschloffen und zum 17. Februar wieder einberufen wird. Washington, 3. Februar. Das Repräsentantenhaus hielt gestern eine besondere Sitzung, um das britische Parlamentsmitglied Parnell zu hören. Der Präsident verlas zunächst eine Resolution, in welcher das HauS um sein Wohlwollen für Parnell an gegangen wird. Hierauf wurde Letzterer eingeführt und hielt eine Rede über die irische Agrarfrage und die Nothwen- digkeit, die Pächter in ihren Bestrebungen den Grundeigenthümern gegenüber zu unterstützen. Der Sitzung wohnten wenig Deputirte bei. Die Tribünen waren voll besetzt. Madrid, 4. Febr. In Folge eines heftigen Orkans auf den Philippinen sind viele Handelsschiff- gescheitert, sowie auch das spanische Kanonenboot „Miravelles", dessen Mannschaft ertrank. Rom, 3. Februar. Dem Journal „L'avvenire d'Jtalia" zufolge soll der Krftgsminister Borelli in Folge der von den Generalen im Senate anläßlich der Mahlsteaer-Debatte beobachteten Haltung seine Entlassung einge- reicht haben. Dublin, 3. Februar. Heute hielt das Manstonshouse-Comitö für die Nothleidenden eine Sitzung. Nrch dem erstatteten Bericht sind bereits 41,155 Pfd. Sterl. eingeganqen und 15,400 Pfd. Sterl. vertheilt worden. Ferner wurden Briefe von 30 Bischöfen vorgelesen, welche die Vorwürfe Par- nell's zurückweisen. lieber Lebens-Versicherung. Eine Einrichtung, welche auf volkswirthschaftlichem Gebiete eine hervorragende Stelle einnimmt, ist die Lebens-Versicherung. Die hohe Bedeutung derselben kann nicht besser gekennzeichnet werden, als durch die colossalen Summen, welche im Laufe eines einzigen Jahres von den 53 in Deutschland, Deutsch-Oesterreich und der Deutschen Schweiz bestehenden Lebens-Verstcherunqs- Gesellschaften ausgezahlt wurden. Gedachte Gesellschaften haben z. B. im Jahre 1876 bei ca. 12,000 Todesfällen die Summe von ca. 34 Millionen Mark unter ca. 12,000 Familien vertheilt. Wie viel Kummer, Roth, Sorge und Elend hierdurch von zahlreichen Familie» abgewendet worden ist, bedarf wohl kaum der Erwähnung. Auch für den Familienvater muß es ein beruhigendes Gefühl sein, wenn er weiß, daß die ©einigen bei einem möglicherweise plötzlich eintretenden Tode doch wenigstens in etwa »or Roth geschützt sind. B Leider wird dieser so wohlthätigen und segensreichen Einrichtung namentlich bei uns noch nicht die Theilnahme geschenkt, die sie verdient. Während z. B. in anderen Gegenden die Lebens-Versicherung beim Beamten- und Bürgerstande gebührende Anerkennung und Betheiligung findet, hat dieselbe bisher bei uns, namentlich in kleineren Städten, sowie auf dem Lande noch sehr wenig Anklang gefunden. Die meisten Leute scheinen gar kein Verstcindniß dafür zu haben. Die Einen, besonders auf dem Lande, haben gegen die Lebens-Versicherung eine förmliche Abneigung, die anderen wenigstens ein sehr großes Mißtrauen. Auch trägt die in weite« Kreisen herrschende Gleichgültigkeit, Putz- und Vergnügungssucht dazu bei, daß man in den Tag hinein lebt und nicht an die Zukunft seiner Angehörigen denkt. Einer der häufigsten Einwände, denen man begegnet, ist, daß wenn man fein Capital auf Zinsen legte, man bedeutend mehr davon habe: Lebe man lange, z. B bis zum 70. Jahre, so hätte man ungefähr den ganzen Betrag eingezahlt und noch dazu die Zinsen verloren; außerdem aber hätte man dabei noch die Sorge, daß die Gesellschaft salliren könne. Was nun den ersteren Einwand betrifft, so machen die Leute die Rechnung ohne den Wirth, denn Niemand kann ja seine Lebensdauer vorher bestimmen. Der zweite Einwand hat aber ebenso wenig zu bedeuten, denn das muß doch Jedem einleuchten, daß es, wie überall, so auch auf diesem Gebiete unsolide und unreelle Gesellschaften gibt und man sich selbstverständlich nur mit einer guten und soliden Gesellschaft einlassen darf. Geistliche, Lehrer, sowie die Tagespresse, sollten es sich zur Aufgabe machen, das Publikum über Wesen und Zweck der Lebens-Versicherung zu belehren, damit diese nützliche und wohlthätige Einrichtung/namentlich auch unter der Landbevölkerung und in kleineren Städten mehr als bisher Betheiligung fände. Lokales. Gießen, 3. Februar. Die Lehrsäle und die Tonnenanlagen der Aeustädter Schule befinden sich zur Zeit in einem derartigen gesundheitswiorigen Zustande, daß die Schließung deS Unterrickts außer Zweifel steht. Möchten darum diese kurzen Andeutungen eine sofortige Be- fichtigung und gründliche Herstellung bezwecken. — Sicherem Vernehmen nach ist die „LahnHütte" an die Herren Gebr. Buderus in Lollar verkauft worden. Da das Objekt nunmehr in sehr guten Händen sich beßndet, dürfte die Aufnahme der Arbeit in diesem schönen Werke baldigst zu erwarten sein. Vergeßt das Füttern der hungernden Kögel nichtl| VI. Gemarkung Utphe. Flur L Nr. 486 dem 150 Rmtr. I. Gemarkung Hungen. Flur 1/ X. Nr. 777 // H 160 Nr. J 1401 946 1090 1775 II. IV. "Hält M Dekret, Zebruar wieder ein- bau! hick gchtrr tglied Pnnell |i welcher ba< $rol auf watbe Letztem unb die NothM mthümern gegenük bei. Die tribüna H n M n u ibI auf den Phtlh- l fvaa.fchr Äanonec 8 109 24 103 96 3700 48 Mia" Mge M dei im &tnatt R • SkitlaffWtz N Äfft unb Nebet 1 über ben große» 4i'*51< vMw Älur H Buchen-Scheitholz, worunter 12 Hainbuchen, sehr brauchbar für Müller Eichen-Scheitholz, Elchenstämme von 16—116Ctm. Durchmesser, von 4—13 Mtr. Flur ii vor dem Namen des Großherzoglichen Ehausseebauinstituts III. Gemarkung Langsdorf. vor dem Namen des Grobherzoglichen BaufiScus. IV. Gemarkung Langd. 256*/io 271 468 678 I6OV10 L die Nachricht ’{; in T^nAoch»» em deS 8. A^re- onfn sei durchaui ncht find W L vrrtbetlt worbn t die Lorwürse Gießen, 4. Januar. ^Sterblichkeit in Gießens Die Zahl der Sterbfälle im verflossenen IMonat Januar belief sich in hiesiger Stadt im Ganzen auf 36, darunter 10 bei Kindern. Von 5 Kindern im ersten Lebensjahre starben 2 an angeborener Schwäche, eins an Krämpfen, eins an Gehirnentzündung und eins an Darmeatarrh. Von Kindern, welche über 2 Jahre alt waren, starb eins an Lungenentzündung, eins an Diphterie, eins an Lungenschwindsucht, eins an Brightischer Krankheit und ein 14jähriger Knabe an Knochenfraß. Bet den 26 verstorbenen Erwachsenen wurde der Tod herbeigeführt: 4 mal durch Lungenschwindsucht, 4 mal durch Schlagftuß, 4 mal durch Recurrensfieber, 2 mal durch Lungenentzündung, 2 mal durch Unterleibstyphus, 2 mal durch Altersschwäche, je einmal durch Kindbettfieber, Herzkrankheit, Gehirnerweichung, Lungenblutschlag, Gicht, Darmblutung, Lungenemphysem. Einmal wurde oer Tod freiwillig gesucht durch Vergiftung. Im Januar 187b betrug die Zahl der Sterbfälle im Ganzen 21, darunter bei Kindern im ersten Lebensjahre 4, bet Kindern vom 2. bis 15 Jahre: 1. Im Januar 1879 hatten wir zu verzeichnen im Ganzen 24 Todesfälle, darunter bei Kindern im ersten Jahre: 5 und bei älteren Kindern: 9. G. — Die „Volksküche" vertheilte heute 1013 halbe Portionen. Verkauft wurden hiervon 35, 918 Portionen erhielten Arme, Kinder und Handwerksburschen. Namen des Großherzoglichen Baufiscus. 1880. dimmet im Schloß, oder in die Bureauzimmer des Herrn Kreissecretärs und der landräthlichen Privatbeamten auch nur angetrunken zu kommen, sofort hinausgewlesen resp. einaesperrt werden. Melsungen, den 24. Januar 1880. Der Königliche Landrath Freiherr von Richthofen." Minden, 30. Januar. Das Grubenunglück -’S 1 •; fx.’bie in »«*? „ -,chmins eire 6' ^ prf frw3lf1\, rtnleiid)^ - „ VI. 263 vor bc.u Hungen, den 27. Januar Großherzogliches Amtsgericht Hungen. Krauß. Oeffentliche Aufforderung. 754) Eigenthums- oder sonstige Ansprüche jeder Art an die unten mit Flur und Nummer bezeichneten Liegenschaften, desgleichen an die weiter verzeichnete Berechtigung, welche theils überschrieben, theils verkauft werden sollen, sind, da die betreffenden Urkunden nicht beigebracht werden können, sogewiß innerhalb sechs Wochen 00m ersten Erscheinen dieses an dahier vorzubringen, sowie thatsächlich und rechtlich zu begründen, als sonst die darüber stattgehabten Veräußerungen bestätigt, die Ueber- schreibungen vollzogen, die Einträge „beschränkt" gelöscht und die weiter erforderlichen Einträge in das Mutations-Verzeichniß, auch gleichzeitig die Löschung der zur Sicherstellung des Vermögens der Kinder I. Ehe des Abraham Heß in Hungen am 7. Juni 1863 errichteten Hypothek verfügt werden wird. Insbesondere wird nach Ablauf obiger Frist bezüglich der in den Gemarkungen Hungen, Langsdorf, Inheiden und Utphe gelegenen, dem Großherzoglichen Chaussee- vauinstitut, sowie dem Großherzoglichen Baufiscus vor dem Namen stehenden Grundstücke der Eintrag in das Mutations-Verzeichniß und in das Grundbuch unter dem Erwerbtitel „Ersitzung" und mit aleichzeitiger Berichtigung des Namens des Besitzers als: „DaS Großherzogthum, LandeS-Eigenthum", bezüglich der in der Gemarkung Langd befindlichen, vor dem Namen des Großherzogllchen Forstfiscus stehenden Fischereiberechtigung der gleiche Eintrag „Ersitzung", jedoch mit Berichtigung des Namens des Besitzers, als: „DaS Großherzogliche HauS, Familien-Etgenthum", erfolgen: Länge, worunter sich Eichen befinden von 3—8 Festm. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee von Dorfgtll nach Garbenteich V< Stunde von der Bahnstation Garben- tetch. Der Anfang wird mit dem Brennholz um 9 Uhr gemacht, mit dem Bauholz um 11 Uhr im Flieaeftellt bet Nr. 1. Grüningen, den 2. Februar 1880. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. 763) Letdich. Samstag den 7. d. MtS., Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Bureau folgende Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert werden: ein großer oval. Spiegel mit Goldrahmen, ein Consolschränkchen, eine goldene Damenuhr mit Kette, eine goldene Uhrkette. Gießen, den 4. Februar 1880. 770) Geißler, Gerichtsvollzieher. Donnerstag den S. Februar, Nachmittags 1 Uhr, werden in Treis an der Lumda das zur Eoncursmasse des Marcus Hammer» schlag daselbst gehörige Waarenlager, bestehend in Ellen-, Eisen- und Kurzwaarrn im Ganzen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 31. Januar 1880. 684) M. Vilger, Concursoerwalter. 721) Eine Hofraithe, mitten in der Stadt, aus Vorderhaus, Nedenhaus uud Garten bestehend, ist zu verkaufen. Auskunft ertheilt Herr Rechts-Anwalt Batst. Holzversteigerung. Montag den 16. Februar er., Vormittags 10 Uvr, sollen in dem Gemetndewald Roßbach, D strict Klrschberq: 53 Stück Etchen-Nntzhol stämme von 50—80 Ctm. Durchmesser, bis zu 14 Mtr. Länge, zusammen 83,63 Festm. guter Qualität, 72 Rmtr. E'chen-Stockholz öffentlich meistbietend auf Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist bei Nr. 1. Roßbach, den 16. Februar 1880. Der Bürgermeister: 755)_________ Frink.________________ Samstag den T Februar, Vormittags 11 Uhr, soll auf meinem Bureau ein Küchenschrank mit Glasaufsatz und Schiebgefachen öffentlich meistbietend versteigert weiden Gießen, den 4. Februar 1880. 772) Geißler, Gerichtsvollzieher. J. Nr. 1110 I. 1111 I. 1112 IV. 679 V. 632 VI. 671 VIII. 548 X. 517 XIII. 469 XXIV. 72 I. 406 VI. 487 VI. 494 XXVII. 7 IX. 297 XI. 589 vor d I. Nr. 610. 611. 877. Samstag den 7. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, lollen auf meinem Bureau zwei vollständige Betten und ein Küchenschrank mit Glasaufsatz öffentlich meistbietend versteigert »erben- Gießen, den 4. Februar 1880. 771) Geißler, Gerichtsvollzieher- Aseilgetrotenes. Aechte ital. Maeearoni, Extrafeine Gemüsenudeln, Apfelspalten, (von Edelobst), Birnen, Brünellen, Pflaumen, Catharina, Awetschen, Bamberger, ewpfiebli (637 Emil Fischbach. Frische Schellfische g u. Rheinlachs J. A. Busch Söhne. Ktemgemachtes Host kann täglich auf meinem Zimmerplatz abgeholt werden. 780)____________Peter P,tz. Apfelsinen empfiehlt (639 Gg. Wilh. Weidig. 434) Häckselmaschinen und Tchrotmühlen mit Den neuesten Verbefferungen empfiehlt zu billigen Preisen. August Bröll9 Seltersweg. Bäckerei, sehr frequent, billig zu verkaufen durch 320)________________J. Blitz. ooBaaoaaQaaaiooaaQQaoaaoa 8:202) Carl Metz 8 X in Heidelberg, Maschinenfabrik- 9 o Specialitäten “ 8 in Spritzen u. Feuerlöschgeräthen O g Jllustrirte Cataloge gratis u. franco S ooaQOOoaoaoDioooaoQooooaö Schellfische eingelroffen. (778 Cg. Willi. Weidig. Bergmanns Vaseline-Seife gegen rauhe Hände und Frostwunden ein vorzügliches Mittel ä Stuck 50 H bei 499) Gustav Gerhardt. la. Hanfeouverts mit Firmen druck per 1000 Stück zu JC 3,50 und JL. 4,— empfiehlt (87 ________________Louis Wenzel- Eiserne Träger, Säulen und sonstige Bauartikel zu hohen bei August Kröll, 435) Seltersweg. Irische Schellfische empfiehlt (766 Emil Fischbach. 590) Eiserne Tragbalken, gebrauchte Eifenbahn-Schienen, Säulen, Dachfenster, sowie sonstige Bauartikel «mpfiehit Carl Hensel, Wallthorstraße. Strickwolle empfiehlt sehr billig 377)_________________A» Haubach. 404) Die so sehr beliebt gewordenen Altheebonbvns empfiehlt Gg. MUH. Weidig. 773) Die erwartete Sendung Lachsforellen, sowie Bückinge ?um Rohessen, eingetroffen. J. A. Busch Söhne• Cokes. Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt Mk. 1.- per Centner. „ „ an's Haus geliefert „ 1.05 „ Der Transport an das Haus erfolgt von der Gasanstalt aus bei Abnahme von mindestens 5 (Beninern, von Herrn Emil Ptstor auch in kleineren Quantitäten. Wird das Zerkleinern der Cokes gewünscht, so wird hierfür 10 H per Centner berechnet. (626 Feinen holländischen Tabak der Firma Henricus Oldenkott = H. Zoon <& Cie. I te Amsterdam * 20) empfehlen .£ Carl Schwaab. | <*. C. Spruck, alleinige Depots in GIESSEN. z ro s* cv Maryland en Java Half Canaster . A Zoort . . . De Jager . . T Zoort . . . R Zoort . . . Mufti Mufti . . H Zoort . . M Zoort . . . Fyne Shag . . pro Pfd. pro Pfd. 80 Varinas en Portorico . . . 130 90 „ Canaster .......145 n 95 n Superfyne Varinas . . . . 145 „ 100 n Varinas I...... .170 100 „ Bahia Krüll ......190 ” 100 , Varinas 0.......210 105 „ Cuba Canaster..... 260 ” 120 n Maracaibo ....... 270 „ 120 n Venezuela ....... 300 „ 120 n Curacao „...... 320 n Akademisches Krankenhaus. Es sind in letzter Zeit wiederholt ganz leicht Erkrankte noch zu später Nachtstunde behufs Aufnahme in das Krankenhaus gekommen. Um unnöthige Störungen, namentlich der anderen Kranken, in Zukunft zu vermeiden, machen wir darauf aufmerksam, daß die regelmäßige Aufnahmestunden Vormittags 8—1 Uhr und Nachmittags 4-6 Uhr find und daß außer dieser Zeit nur dringende Fälle ausgenommen werden können. Die Direction. 760)_______________________________________________Riegel._________________ Mein Geschäftsloeal befindet fich von heute an im Spaufe des Herrn Geil fuß, Neustadt. - Rheinischer Kleider-Bazar, Hierdurch die ergebene Anzeige, daß wir dem Herrn jFrieiti'» leihet den Alleinverkauf unserer Fabrikate für Gießen und Umgegend übertragen haben. Ahaus, 23. Januar 1880. Herrn. Oldenkott & Söhne, Tabakfabrik. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, empfehle hiermit die Fabrikate der vorgenannten Herren zur geneigten Abnahme und erlaube ich mir besonders auf die Sorten * S und T aufmerksam zu machen. (630 Gießen, 27. Januar 1880. ________JFr. Seibet9 Mäusburg. Bürger-Club. 727) Das auf der Karte unterm 8. Februar angesetzte Maskenkränzchen findet nicht an viesem Tage, sondern Montag den 9. Februar in dem auf der Karte bezeichneten Locale statt. ____Der Vorstand. Thüringer .Kunftfärlierci -Königfee, Chemische Reinigung etc. etc. 426) In allen Stoffen und Farben unübertroffene Ausführung bei ermäßigten Preisen. Aufträge vermitteln unentgeldlich Geschw. Heers, Neuenweg. fuche per 1. Mai eine Wohnung von 3 bis H Zimmern für eine ruhige Familie, mögl. in der Nähe des SeltersthorS und erbitte gefl.Lffert. mit Preisangabe. W. Rudolph, Mustkal.-Hdlg. 769) Mädchen sucht Stelle als Amme Näheres bei der Exped. d. Bl. OD Tägl. Expedition an alle -- Zeitungen — 10 Liebfrauenstrasse 10. U aasenstein Vogler 3 Frankfurt a. M. Aeltestes Annoncen-Bureau. Iermietyrrngen. 759) Der dritte Stock meines Hauses-' bestehend aus 7 Zimmern nebst Zubehör^ ist zu vermiethen. ___________Chr. Petri, Alicenstraße. 758) Zwei Familienlogis zu vermiethen- ____Neuenweg B- 138. 762) Möblirtes Zimmer nebst Schlafstelle zu vermiethen. ________________Flügelsgasse Lit- A. 87. Logt»* 768) Ein Logis von sieben Zimmern, mit allem Zubehör auf der Neuen Anlage zu vermiethen und per 1- April zu beziehen- Näheres bei_________ I. Blitz. 776) Ein heizbares Sttlbchen mit Bett zu vermiethen. Wetzsteingasse A^33. 779) Etn Logis, gleich beziehbar,—zu vermiethen in B. 90, Neuen Bäuen- d2) Möblirte Zimmer mit Eabinet aus sogleich billig zu vermiethen- Wo? sagt die Exped. d. Bl. _______________ 444) Eine kleine freundl- Wohnung ist wegzugshalber zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres ___________________Universitätsstraße 78*. 530) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen b. W. Mathias, Caplansg. 196. 675) Ein Logis von 3 Zimmern zu vermiethen- Näheres in d. Exp. d. Bl- 198) Der mittlere Stock meines Hauses an der Ostanlage, 7 Zimmer, Küche mit Wasserleitung, Kammern 2C., (Pferdestall und Remise) ist zu vermiethen. ____________L. Kauf. 290) Wohnung (5 Zimmer rc., im April beziehbar) zu vermiethen bei __________Jng Merz, Bahnhofstraße. 339) Ein Logis im Vorderhause, zwei Zemmer, zwei Cabinetten nebst Zubehör, zu vermiethen bei __Louis Benner a. d. Schoor. 485) Die seither von Herrn Professor Dr. Schürer innegehabte Wohnung ist zu vermiethen und am 1. April er. beziehbar. __Ph. Strack. 613) Kleine Wohnung vermiethet * Wilh. Kohlermann, Neustadt 56. vermischte Anzeige«. 756) Ein tüchtiges Mädchen, welches- die Hausarbeit versteht und waschen fann, wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. Menßurg. Von heute an ist die Schlittschuh- Bahn nach der Badenburg gut gekehrt. Der Saal daselbst lst gut gebeizt. (757) Chr. Duill. 761) Meine Wohnung befindet fich von heute im Hause des Herrn Stadtverordneten May (früheres Haus des Herrn Rechner Wittich). Karl Klees, Agent- 775) 1580 X liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit- Näheres bei der Exped. d. Bltts.___________________ Giessener Zilherkranz. 767) Sämnttliche Mitglieder werden gebeten, Donnerstag Abend im Vereinslocal zu erscheinen. __Der Dorstand. 765) Ein Mädchen sucht Stelle als Ladenmädchen für hier oder auswärts. Offerten unter 765 durch die Exp- d. Bl. Dienstmädchen gesucht in einen besseren kleinen Haushalt. Näh. in der Exped. d- Bltts-______________(733 Gesucht 746) Für ein Specereiwaaren-Geschäst in Hanau wird ein gewandter Verkäufer gesucht, welcher in gleicher Branche gelernt, mit der Buchführung vertraut und militärfrei ist. Anmeldungen unter Beifügung der Zeugnisse sub Chiffre R. M. 140» an Rudolf Hloseie (Ernst Treusch) in Hanau.___ 666) Eine ruhige Familie sucht per Ostern d- I- ein kleines Logis von 2—4 Zimmern nebst Küche und Zubehör. Offerten wolle man unter Chiffre A. 8. in der Exped. d. Bl- niederlegen- Ein Kellner gesucht. Wo? sagt die^Exp. d Bl- (753 724) Für einen Jungen von 12 Jahren wird ein Lehrer gesucht, welcher täglich zwei Stunden Unterricht ertheilen kann. Mathematiker erhalten den Vorzug. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Verantwortliche Redaction: A- Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Ggedttü Gro mit der diesj gegeben vnd Gie Sn PW ’J ^längst s "i Hb sj. p'tut k tz? h Nicht al ach gediegen, bullte 3nbu| bitfit ihrer Er Wort „Billig nun auch cm Philadelphia man doch nich man von da schmaä und ( Miffmnaßrn Schimpf abzr In Za keineswegs oi erkennt bobtl 1876 flitifyei Künste unh b 'eit langen Jai fltjWtt grichr mit Entwüfien Ichlicßliche Aul Notare gew, grlchmmkoolle itell das erste 'Wteren St Kunstindust tamtn, daß gt and )ttl @il'i S«L°br,t MwOPen Ei d*t Mertr, Einztlnt 8 ’M befon M‘|e Ans uian n vi-l bei ” lft JMnn be