wie». er: rx (7842 an^r(. W ij " b-l-gt »ttOlll. >"r geAoschii, '** b'S '/4 vor n aufgehoben und ^ungiooH 1880* Samstag den 4. December Nr. 284. Avieizk- m AMMtt fik dm Kreis Gichn. RedaelionSbureaur ) Schulstraße L. is. VxpedilionSbureau: j " Erscheint «»glich mit Ausnahme des Montags. Gießen, am 1. December 1880. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark SO Pst Betreffend: Die Wahl der Schulvorstandsmitglieder in dem Kreise Gießen. e Das Großherzogliche Kreisamt Gießen ».... ... *•*. •* protocolle in rubr. Betreff innerhalb 3 Tagen. . Dr. Boekmann.________ __ HewseÄ wersichn.- 'tha beftnbtt itzB.M'. —----— lf se C. 129, nqegenstande mit ffen, Thür: mi Glaswaaren jir rnbf ßrinn runj. birüiip M. m die Renten an iq Vormittage U Ubr in meiner Sinhänkigung in nicht bekannt (intji 16; und Aufenthalte-: ablungeu geWit Pb^Müller^ crung. d, je»t b« j, Löfer iqueiir «« i«if rk> * ^^beiten- . ' ^UDkir* uirt* .«inen ett Deutschland. in zu Ler niedrigen Stände liegen, und diese werden dadurch nicht günstiger, daß die Waarenpreise in die Höhe getrieben werden und einige wenige Großpro- ducenten große Unternehmungsgewtnne einstretchen. — Es wird sicher für die Landwirthschaft und für das ganze allgemeine Volk von großem Segen sein, wenn die Jntereffenten der Landwirthschaft das Vorurthetl fallen taffen , daß sie von Lebensmittelzöllen einen Nutzen haben, und wenn sie , wenn diese ge- fallen sein werden, mit in die Bewegung eintreten zur Unschädlichmachung des Zolltarifs von 1878. ■ . St^Und"*wenn nun durch bie betr. Getreidezölle einer größeren Zahl von Reichsbürgern ein erheblicher Nutzen geschaffen würde I Aber das ist durchaus nicht der Fall. — Die Steigerung der Getreidepreise resultirt zumeist aus dem Ausfall der Ernten, und in Rücksicht auf düse Steigerung der Preise verwögen die Zölle den Import durchaus nicht abzuhalten, sondern nur ihn auf Kosten der Consumrnten zu vertheuern. Der Vortheil der Preissteigerung kommt nur wenigen Großgrundbesitzern zu Gute, wie düs schon häufig ausgeführt worden ist, da die erdrückende Mehrzahl der in der Landwirthschaft erwerbenden Personen Getreide und Brod kaufen müffen, ein anderer kleinerer Theil aber wenigstens nicht oder nicht erheblich verkauft. Und was etwa von den Großgrundbesitzern in Folge der Zölle an höheren Preisen gewonnen wird, das müffen sie reichlich wieder verausgaben in den steigenden Preisen der Jn- dustrüwaaren in Folge der Zölle auf diese, die ja nur durch den Compromtß der Agrarier mit den Industrie-Schutzzöllnern durchgesetzt worden sind. — Mögen es die schutzzöllnertschen Vertreter der Landwirthschaft doch nur endlich einsehen, daß sie bet den Compromiß-Mantpulattonen bei Gelegenheit der Tarifvrrhandlungen die Dupirtrn gewesen sind. Die Zölle auf Jndustriepro» ducle repräsentirten erheblich höhere Verhältntffe zum Werthe der Maaren als alle landwtrthschaftlichen Zölle, sodaß, wenn die Producenten von Wetzen, Roggen und anderen lundwirthschaftlichen Produkten 2 biS 3 pCt. durch den Zoll verdient haben, sie 15 bis 30 pCt. und mehr für ihren Bedarf an In« dustrtewaaren mehr zu bezahlen haben. Und Wetter muß ihnen doch nun endlich klar werden, daß die Zölle auf Lebensmittel auf die Dauer nicht zu halten sind, daß sie über kurz oder lang fallen müffen, und daß die Industrie, »öüe sie vielleicht lange überdauern werden. Die liberale Partei im deutschen Reiche hat es ja ausdrücklich erklärt, daß sie die Jndustrtezölle vorläufig nicht angreifen wolle, dagegen sich verpflichtet halte, die Lebensmittelzölle sobald als möglich zum Falle zu bringen. Mas haben dann die Agrarier für einen Nutzen von ihrem Compromiß mit den Jndustriezöllnern? — Der vermeint- Uche Vortheil, den sie sich aus den Lebensmittelzöllen versprachen, ist ihnen entrtffrn, der Nachthetl in den höheren Preisen der Jndvstltewaaren, den sie durch die Bewilligung der Jndustrtezölle sich und dem Volke geschafft, der aber bleibt ihnen vorerst sicher. . Es ist kein Zweifel, das Jntereffe der Landwirthschaft fällt mit dem Jntereffe der Eonsumenten zusammen; denn erstens ist die überwiegende große Zahl der landwirthschaftlichen Grundbesitzer nur als Producenten für den eigenen Bedarf, im Uebrtgen aber als Consumenten zu betrachten und zweitens ist eine günstige Absatzmöglichkeit für die zum Verkauf producirenden Land, wirthe um so eher wahrscheinlich, je bester die Verhältnisse der Arbeiter und Die landwirthschaftlichen Schutzzölle. Weizen 209, Roggen 211, so lautet nüchtern und trocken die Schilderung, welche der Berliner Waarenbericht In diesen Tagen von einem Rothstande ent- wirft, der in dem unmittelbar bevorstehenden Winter erst zu seiner schlimmsten Ausdehnung gelangen muß. Es ist kaum Aussicht vorhanden, daß die Preise für Roggen im Laufe der nächsten Monate erheblich heruntergehen werden, denn, angereizt durch den hohen Werth der Waare, ist die einheimische Production sicher schon zum größten Therl verschlosten, und ein stärkerer Import, als er bisher stattgefunden hat, ist in keinem Falle zu erwarten. Es wird also wohl zunächst dabei bleiben, daß der Roggen höher im Preise steht, als der Weizen, das Brod der Armen theurer ist, als das Backwerk der Reichen — und doch zeigt sich noch immer keine Geneigtheit, den verkehrtesten und ungerechtesten aller Zölle, den Getreidezoll, aufzuheben, ja, im Gegentheil, es ist von einer Sette die Angesichts des Nothpandes unerhörte Forderung erhoben worden, den Kornzoll noch erheblich zu erhöhen. . Mau hatte früher auch Getreidezöüe, aber trotz aller Begünstigung der Großlandwirthfchaft, die dem junkerlichen Regtmente immer eigenthümlich war, hatte man es doch stets für nothwendig gehalten, den Zoll zu suspendiren, sobald die Preise für Weizen und Roggen nahe kamen, ja es bestano sogar eine Bestimmung in früheren zollpolitffchen Abmachungen zwischen den zollver- bündelt n deutschen Staaten, wonach jeder einzelne Staat für sich berechtigt rrar, die Kornzölle zu suspendiren, wenn der Roggenprets 187 pro 1000 Kilogr. erreichte. Es liegt auf der Hand, daß eine Erleichterung der traurigen Lage des Volkes, die aus der Höhe der Roggenpreise resultirt, gegen- wärtig schlechterdings nur durch die Aufhebung der Zölle auf Getreide geschafft werden kann, weil ein Niedergang der Preise der Zerealien vorläufig eben «icht zu erreichen ist, und weil die ErwerbsauSstchten keineswegs im befte16en„i18 einem Techniker, der zur Vorsehung der Stelle eines KreisbauousseherS m Narmftadt. 1- December. sZweite Kammer der Stände ,65. Sitzung. Säiluß I Nachdem Abg Schröder seinen Antrag bttailirt begrünbet, erflart ©täatf^ min er Frh? v S t a r ck Excl., ber Antrag Wolfskehl sei für d,e Regierung anuehm- darin eine Stärkung der Selbstverwaltung in ber Hand der Provinz erblicke- der Antrag des Abg. Schröder dagegen erscheine unannehmbar, da.dasAtereste des Staates an Verbindungswegen zweiter Slaffe nicht so weit gehe, daß der,elbe b.e SMeumÄ Wer Art, 12 verbunden. ‘ÄS'Äof'en “baue, hierdurch nicht gedeckt sind, werden dieselben der Welle ^gebracht, dab^ Straße berührt werden, ein Vierthell der in ihrer Gemarkung außerhalb des Ortes entstehenden Baukosten und außerdembie fTmSen Kosten der Ortsdurchfahrt zu bestreiten haben, Ab^M^ö l U n g"e ^un? Ge^chstn^be^ntra^en, pos. 2 zu fassen: „von dem Rest *^.8 6,amr„8en roinfdinüuna b0ei' Absatzes' Auch können Gemarkungsinhaber, für welche eine Straße ® mit einem entsprechenden Beitrag zu- S Allen sähe 'm Kalle Ar Nichtvereinbarung auf Antrag des Kreis- ?g Hs von dem Pr°°in,chlau,schub"ngch evntradietvrischer Verhandlung festgesetzt wird. Ein Reeurs an das tberste Verwaltungsgerrcht findet nur aus den >u Art. 67 des ^^rr^eL ü^^S^urÄ^Higen sich nach die Abgg Frei- hprr D N ordeck zu r Rabenau, der für den Antrag Schroder eintritt, B u ebner, h STro8iftm M-tz° lÄ'te Sta @t“e“V«?(Ä- ZU Kl ^d L^er^tre Schrader und Gen-llsen mit^ge^n 2° StiNU £Äl>lÄ Lnpätimmmder von° d°em Ausschuß sür be.de A.llkel Weiter filmmi ow -r > » » .. in ben Motiven zu der Gesetzesvorlage von d:r W“??"SSef stufaae3 der Dotation der Provinzen in Erfüllung geht. Regierung gemachtt Z , von Eilend er g er und Genossen beantragten Zusatz . 7k, „L smniiinaer und Genossen beantragten Modistcation der pos. 2 Äen"m.nen "Ebenso^ gelanget^hier^ der von M ö l l i n g e r ,u Art. 9 beantragte Zu- 6'«™ m" 146"8 @nlrourf e8, zu welchem von den Abgg. Seubert und Schröder Abänderungsanträge eingebracht werden, muß der vorgerückten Zeit wegen abgebrochen werden. - Nächste SsAnh m 66. Sitzuug.s Di, K°mm?r sÄ in der »erÄn" de« Gllchesen.wurses, de» Bau und die Unt«; l)a,tunMuÄ b Art-/? ^eis ist aehalten spätestens zu dem Termin der Uebernahme der KreisstSn Mt 6) das ersorderl.che technische Personal anzustelleu. Dasselbe hat 2. »ZUoßenworten, deren Minimal,ahl das Ministerium des Inner» und der Justiz bestimmen kann- Ansatz - Rur Ueberwachung des unter ,... ~ ««-y- SS tragen den Zusatz. „Auf Antrag eines £ ' ber Krcisstratzen an stelle des Ueberwachung des Neubaues und der Unüiha tung^ o beauft GQt werden." - Abg. unter 1 genannten ^echnikers von> der Staatsr g e^ung Artikels Strich Osann beantragt wr. Jutereste der Selbsw rwaltu g^ Schröder, Schönberger, ber Worte : ..d«en M'n.malzahl m s. w. ^-^in beantragen für Art. 14 folgenbe Ellenberger Wadsack, PUtban und Ha^nl Termin der Uebernahme der Fassung: „Jeder c‘0^?,Vxiid)er on5t an Straßenwarten anzustellen, deren Kreisstraßen (Art- 6) das ersvlderlicye P i ber Justiz bestimmen kann. Die Minimalzahl das Ministerium ^ 3 ßj führt die locale Staatsbüu- Leitung der Neubauten wie der Unter^^"ung erklärt sich im Uebrigen behörde." - Abg^ Sch r o Ä ler zieht seinen Antrag zu mit dem Antrag Osann emverstanden. ^-?,herr v- Nord eck zur Rabenau L^uimmil^ä'bekwL'Ä Wort „kann" im Eingang des beantragten Zusatzes durch „wird" ersetzt und der Schluß entsprechend abgeändert wird. Staatsminister Freiherr v. Starck erklärt den Vorschlag, das nothwendige technische Personal, das zur Verwaltung der Kreisst aßen gehört, nicht von dem Kreise selbst anstellen zu lassen, sowohl für systemwidrig, als für unzweckmäßig. Mit dem Antrag der Abgg. Küchler und Möllinger könne er sich einverstanden erklären, ebenso lege er mit Rücksicht aus den Antrag Osann keinen übertriebenen Werth aus die Beibehaltung des Schlußsatzes des Entwurfes. — Abg. Freiherr v. Nordcck zur Rabenau hält es für im Geiste der wirklichen Selbstverwaltung liegend, daß den Kreisen überlassen bleiben muß, ob sie den Kreisbaumetfter mit ihrem Straßenbauwesen belassen wollen oder nicht. — Abg. Dittmar hält den Antrag Schröder für sehr kostspielig und glaubt weiter, daß derselbe eine Vergewaltigung derjenigen Kreise in- oolvire, welche bereits Techniker besitzen. — Schröder und Genossen ziehen ihren Antrag zu Gunsten der Antrages v. Rabenau zurück. Nach einem Schlußworte des Berichterstatters, Abg. Stephan (Heßloch), wird der Regierungsentwurf vorbehältlich der Abstimmung über die einzelnen Amendements angenommen. Der Antrag Osann gelangt sodann einstimmig, derjenige des Abg. Freiherrn v. Nordeck zur Rabenau gegen 8 Stimmen zur Annahme. Der Antrag Seubert fällt damit weg. Art- 15 des Entwurfs bestimmt: „Die Kosten für die Unterhaltung der Kreisstraßen werden nach den für die Aufbringung der Bedürfnisse der Kreise überhaupt geltenden Bestimmungen aufgebracht. Jedoch habe- 1 die Gemeinden die Kosten der Anlage und Unterhaltung von Gossenpflaster, gepflasterten Fußsteigen und Uebcrgängeu und deS Pflasters der Fahrbahn innerhalb der Ortsdurchfahrten direct zu bestreiten; 2. Eigenthümer oder Inhaber von größeren Gewerbsunternehmungen, für welche eine Straße regelmäßig abgenutzt wird, haben einen besonderen Beitrag zu den Unterhaltungskosten der Kreiskasse zu leisten, dessen Höhe, falls sie nicht vereinbart werden kann, von dem ProoinzialauSschuß auf Antrag des Kreisraths nach contradictorischer Verhandlung endgültig festgesetzt wird Ein Recurs an daS oberfte Verwaltungsgcricht findet nur aus den in Art. 67 des Gesetzes vom 12. Juni 1874 angegebenen Gründen statt." Die Majorität des Ausschusses beantragt Annahme; die Minorität (Abg. List) will in pos. 2 hinter dem Worte „Gewerbsunternehmungen" eingefügt haben: „und Waldungen". (Schluß folgt.) Berlin, 2 December. Dem „Frkftr. Journal" wird von hi-r tele- graphirt: Gestern Nachmittag entwickelte sich auf hiesiger Universität ein aus- gedehnterer Skandal wegen der Judenbewegung. Prof. Läsion, welcher vor einigen Tagen im Colleg mißbilligend über die antisemitische Agitation sich ausgesprochen, wurde von einem überfüllten Auditorium mit Spektakel empfangen und stürmisch tnterpellirt. Der Hörfaal war so umlagert, der Lärm so arg, daß der Castellan dem Profeffor, der nicht zu W rt kommen konnte, empfahl, das sogenannte Baracken-Auditorium zur Fortsetzung der Vorlesung zu benutzen, 600—800 Mann stürmten aber auch sofort diesen Saal und der Lärm wuchs. „Hie Trettschke", „hie Läsion", tönten Rufe. Dem Profesior wurde „heraus", „heraus" zugerufen. Schließlich mußte derselbe die Vorlesung aufgeben, was der herbeigeeilte Universilätsdecan verkündigte; um die aufgeregte Menge auseinander zu treiben, wurde gedroht, das Gas auszulöschen, worauf die Auf- lösung erfolgte. Aus Stettin schreibt man dem „Rhein. Kur." unterm 27. Novbr.: Der Stapellauf der GlattdeckS-Corvette 88 ging heute Mittag auf der Werft des „Vulkan" glücklich von statten. Das Schiff erhielt in der Taufe, welche von dem Marineminister v. Stosch vollzogen wurde, den Namen „Carola." In seiner kurzen Taufrede bezeichnete der Minister alö Bestimmung des neuen Schiffes, daß es im Kriege den großen Schlachtschiffen der Marine zur Sette stehen und im Frieden zum Schutze der deutschen Handelsmarine in fremden Gewäflern verwendet werden sollte. Das neue Kriegsschiff solle den Namen der Gemahlin eines unserer Kriegshelden tragen, die selbst hervorrage durch die Unermüdlichkeit, mit welcher sie sich der Sorge um die Verwundeten und um die Nothletdenden ihres Landes hingebe. Im Auftrage des Kaisers taufte Redner das Schiff auf den Namen der Königin von Sachsen, Carola. Hanau, 30. Novbr. Auch an das hiesige Oberbürgermetsteramt ist unterm gestrigen Tage durch Herrn Dr. B. Förster, Charlottmburg, die Aufforderung ergangen, sich der Verbreitung der beigefügten antisemitischen Peti- tion unterziehen zu wollen. Herr Oberbürgermeister Rauch hat darauf die nachstehende Erwiderung abzesandt: „Auf das mir zugegangene Circular, betr. eine an Se. Durchlaucht den Reichskanzler v. Bismarck zu richtende Petition behufs Einschränkung deS Einflusies der Juden, wollen Sie die Erklärung entgegennehmen, daß ich es zurückwetsen und ablehnen muß — wie mir zugemuthet wird — „Kraft und Einfluß" aufzubieten, Ihren in der geschehenen Weise kund- gegebenen Bestrebungen Förderung oder Unterstützung zu gewähren. Weder halte ich Ihre Bestrebungen mit dem Grundgebot der christlichen Lehre, d. h. dem von unserem Erlöser gepredigten Evangelium der Nächstenliebe vereinbar, noch kann ich die in der Petition zum Ausdruck gelangte geringschätzige Meinung vom deutschen Volksthum theilen, als sei dessen nationaler Verfall von einem Ueberwuchern des Judenthums zu befürchten. Vielmehr erachte ich es als eine ernste Pflicht, jedem Versuch, Unfrieden unter Mitbürgern zu stiften, und religiösen Haß hervorzurufen, offen und energisch entgegenzutreten, und soviel an mir liegt, soll dieser Pflicht genügt werden." Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau. Agram, 2. December. Die Universitäts-Vorlesungen beginnen am 13. December; die Einwohner kehren allmältg wieder zurück. Konstantinopel, 2. December. Die Pforte ordnete Uaterfuchuna an wegen eines Confl cres zwischen italients hen und Meteliner Fischern. Der italienische Botschafter Corti v rlangte Genugthuung für die italienische Flaaae Bestrafung der Schulvigen, Schadenersatz und Absetzung des Gouverneurs von Metelm. Petersburg, 2. Decbr. Die Entdeckung einer geheimen Druckerei in Charkow wird bestätigt. Dagegen beruht die gestrige Nachricht des „Herold von der Entdeckung der südrussischen revolutionären Druckerei in Kiew auf einer Verwechselung mit den in Charkow gemachten Entdeckuna-n. ^Madrid, 2. Decbr. In Folge heftigen Rügens fanden in der Gegend von Malaga Ueberschwemmungen statt. — Auf einem Banket der konstitutionellen Partei zu Lertda sprach der Deputirte Baloguer gegen die Zulassung aus Frankreich ausgewiesener Ordens, leute in Spanien. London, 3. December. Parnell, Biggar, Sullivan, Sexton und Dtllon beabsichtigen eine weitere Vertagung ihres Procesfts zu beantragen weil der festgesetzte Termin auf den 28. December sie hindern würde, ihr ver> fasiungsmäßiges Recht der Thetlnahme an den Parlaments-Sitzungen ausw. üben. Parnell ist plötzlich nach Dublin zurückgekehrt. — Earl Granville bat ven österreichischen Botschafter Karolyi empfangm. Lokales. Gießen, 3. Decbr In gestriger Sitzung der Stadtverordneten machte Herr Bürger meister Bramm vor Eintritt in die Tagesordnung die Mitthcilung, daß auch ibm oon Seiten des Crntral-Comit6 8 der Antlfemltcnbewegung eine Petion mit der Aufforderung luat- oanflen fei, dieselben mit Unterschriften verseben zu lasten Allein, gerade wie in anderen Städten ttjuibt aucb hier die« Ansinnen entschieden zurückgewiesen und folgende Resolution ctnftimmia angenommen: >» Indem die Stadtverordneten Versammlung der Provinzial-Hauvtstadt Gießen ihrem Bedauern und ihrer Entrüstung darüber Ausdruck giebt, daß in Deutsch, land, dem Lande der höchsten Aufklärung und der größten Religionsfreiheit, sich heutzutage noch Manner finden, welche die gesetzliche Gleichberechtiaunn vom Staate anerkannten Religionsgemeinschaften anzugreifen wagen, geb, dieselbe über daS Anstnnen deS Central • Comite's der Antisemitenbewea'uua zur Tagesordnung über. H B Herr Stadtvcrordn. Hornberger drückte namens seiner und seiner Glaubmsgmossen ben ° Kundgebung aus und fügte hinzu, daß cr von dem Hocksinn vieler Versamnilunq Anderes nicht erwarten konnte und nicht erwartet habe. — (Wir glauben in Anbetracht Der ob gen Reso. lution uns der Hoffnung htngeben zu dürfen, daß unsere Einwobnerschaft, sollte ihr eines Taqei ein gleiches Ansinnen gestellt werden, solches energisch zurückwelst. Sollte ober, und wag wär, nicht alles möglich, die Bewegung einen bedrohlichen Charakter annehmen, so wird man willen wer mit dem Feuer gespielt bat, man wird aber auch reiften, wen man zur Verantwortung zu ziehen hat. Ob der „m u t h i g e Mann", wie Der Hofprediger Stöcker vor 2 Jahren im „Daheim" genannt wurde, mit sammt seinen Anhängern sich dann verantworten kann wird sich zeigen.) Gießen, 3. December. Wir erhielten nachstehende Zuschrift: In dem nicht zutreffenden Referat im gestrigen Anzeiger über eine Ansprache. welche ich am letzten Sonnabend an die Versammlung des Vereins der deutschen Fortschrittspartei richtete, ist am Schluffe der Passus enthalten: „und im Anschluß hieran kam unser seitberiger ReickSiagsabgeordneter wegen seine« „zweifelhaften Verhaltens auch nicht ungerupft davon, welchem gegenüber td) mich zu der Erklärung genöthigt sehe, daß es mir nickt in den Sinn gekommen ist und kommen konnte, von einem zweifelhaften Verhalten des Herrn vonRabenau »u sprechen.M. Homberg er. Vermischtes. Darmstadt, 30. November. fPostpersonalnachricktcn st 1. Angestellt sind: d,e Post- assistenten Schnabel in Neckar-Steinach und ßangenfelD in Nieder Olm al8 Postverwalter; 2. Versetzt ist: Der Telegrophenaftistent Range von AlSfelo nach Gießen. Temperatur in Gießen. November 1880. Niederste............ 4 5 o r. Mittlere..........+ 3,16 „ ‘ Mittel früherer Jahre . .......4- 2,59 Höchste........... +10,0 " Niederschlag an 12 Tagen.......0,95 Par. Zoll. „ im Mittelfrüherer Jahre an 15 Tagen . . 1,82 „ Irischbäcker m Metzen. Sonntag, den 5. December. Daniel Rühl, Marktstraße. Carl Steinberaer, Löwengasse. Eduard Roll, Marktstraße. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst: Sonntag, den 5 December. Morgens SM/t Uhr: Gymnasiallehrer Stamm. Nachmittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Freitag, den 10. December, Abends 6 Uhr, in dem Gymnasium: Bibelsiunde: Pfarrer Dr Naumann. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom bis 5. bis 11. December besorgt Pfarrer Schlosser. Allgemeine Soeben sind eingetrvssen: Ebers, der Kaiser, 2 Bände, geb. M. 12. — Freytag, Ahnen, 6. Band, geb M. 7. — 7855)_____ •f. Ricker, Empfehlung! Unterzeichnete empfiehlt sich den geehrten Damen von Gießen im Klei- dermachen und Weißzeugnähm, überhaupt in allen in dieses Fach einlchlaaen- d n Arbeiten. 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