kill. 15 Uhr>. aJoCl,ner Elb ls$el Mbwt»U än Vereint Str. 2S8 Donnerstag den 4. November 1880« Hichener Mutiger Aaxeigk- M AmtMti fit des Kreis Sich«. «edaettonSbureau t «rpedittonSdureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh^ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 WjODen. n. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Die am 15. Juli l. I von uns anqeordnete Sperre des Wagenverkehrs in der Bahnhofsstraße wird hiermit wieder aufgehoben. Gießen, den 3. November 1880. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Lehrer-Conferenz des Conserenz-Bezirks Lich Hungen: Montag den 8. Novbr., Vorm. 10 Uhr, in Lich. Lehrer Conferenz des Conferenz-Bezirks Grünberg: Donnerstag den 11. Novbr., Vorm. 10 Uhr, in Grünberg. Gießen, den 1. November 1880. Büchner, Kreisschulinspector- lßeia. upt. bcrt. in Barmen. ir’schen ßucb- hen Musikalien- i Nebensaat er geschlossen, ast anäe. :, Abends tsgcbäuiies. t künstliche Dar« nbfioffc. von geologisch (7157 imS ttuomitttn (7197 ■fdjölte bei aus und öS- iss n«4 >"u"° ± ,n werden- Üeberziebeu .rotrb rasch ieo »ÖD(639d ikerH]/ cht nnier w» ns- r jt)O bei Deutschland. m. Darmstadt, 2. November. Wie bereits kurz gemeldet, ging der zweiten Kammer der Stände unterm 25. October von Seiten Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz ein die Ausübung und den Schutz der Fischerei betreffender Gesetzesentwurf sammt Motiven zur verfassungsmäßigen Berathung und Beschlußfassung zu. Derselbe wurde dem Gesetzgebungsausschusse der zweiten Kammer überwiesen und wird Namens desselben der Abg. Dr. Schröder an das Plenum der zweiten Kammer Bericht erstatten. Der nunmehr im Druck vorliegende Entwurf enthält: L Allgemeine Bestimmungen (Art. 1 und 2); II. Einschränkung der Fischereiberechtigung, Ausübung der Fischerei und Beseitigung der wilden Fischerei (Art. 3—13); III. Anordnungen zur Sicherung der Fortpflanzung und Vermehrung der Fische «Art. 14—30); IV. Vorschriften zur Sicherung einer wirthschaftlichen Fischereiausübung OArt. 31—47) • V. Sicherstellung der Fischereiberechtigungen gegen äußere Beeinträchtigungen (Art. 48 bis 60); VI. Strafbestimmungen (Art. 61—64) und VII. Schlußbestimmungen (Art. 65—67). Die dem Gesetzesentwurf beigegebenen sehr eingehenden Motive führen u. A. aus, es sei eine allgemein constatirte Thatsache, daß der Ertrag unserer Ströme, Flüsse und Bäche an werthvollen Fischen in der Neuzeit außerordentlich abgenommen habe, so daß an vielen Orten die Grenze einer völligen Verödung der Fischwasser nahezu erreicht sei. Dagegen seien der Begehr an Fischen und deren Preise in gleichem Maße gewachsen. Die Motive erläutern sodann speciell die dieser unerfreulichen Thatsache zu Grunde liegenden verschiedenen Ursachen und führen aus, die Fischzucht bedürfe einer sorgfältigen Pflege von Seiten der Gesetzgebung und eines festeren positiven Schutzes innerhalb der Grenze ihrer Existenzberechtigung, wenn dieselbe im Stande sein solle, der gänzlichen Verödung der Gewässer wirksam zu begegnen. Nicht minder erheische auch der Fischereibetrieb oder Fischfang einer sorgfältigen Regelung durch die Gesetzgebung, da auch von diesem die Bevölkerung der Gewässer, und zwar oftmals in ganz anderen Theilen des Stromgebiets bedingt sei. Jede wirksame Fischereigesetzgebung und rationelle Fischereiwirthschaft in offenen Gewässern werde in der Regel einen internationalen Character tragen oder mindestens durch Staatsoerträge normirt und geregelt werden müssen. Auch an die Großherzogliche Regierung sei eine Einladung zur Einführung gemeinsamer Bestimmungen über die Fischereien in den diesseitigen Gewässern ergangen, welche zum Abschluß der Uebereinkunft vom 19. Januar ds. Js. geführt habe. In diesem mit dem betreffenden Schlußprotokoll dem vorliegen- den Entwürfe als Beilage angeschlossenen Uebereinkommen sind bereits die wesentlichen Bestimmungen für eine zeitgemäße Fischereigesetzgebung fistgestcllt; Bestimmungen, welche in Uebereinstimmung mit der Preußischen Fischereigesetzgebung stehen und auch in der neueren Gesetzgebung der übrigen deutschen Staaten, sowie der Schweiz über diese Materie sich wiederfinden. In Erfüllung der mit Abschluß des Uebereinkommens zwischen dem Großberzogthum Hessen und dem Königreich Preußen vom 19. Januar ds. Js. übernommenen Verpflichtungen, sowie in Ausführung derjenigen Bestimmungen, welche bei den zwischen den deutschen Rhein-Uferstaaten und der Schweiz gepflogenen Verhandlungen im Juni d. I. adoptirt wurden, legt die Regierung den gegenwärtigen Entwurf eines Fischereigesetzes vor. Die Mittel, durch welche das Gesetz das vorgesteckte Ziel zu erreichen hofft, find in Kurzem folgende: 1. Der wilden Fischerei in den Binnengewässern, der schonungslosen und regellosen Ausübung des Fischfangs durch Berechtigte und Unberechtigte ohne alle Rücksicht auf den Fischbestand und ohne Sorge für die Zukunft muß mit Entschiedenheit begegnet werden. 2. Es muß den Hindernissen, welche den Zug der Wanderfische versperren, thunlichst begegnet und angeordnet werden, daß gewisse unbedingt schädliche Fangarten und Fangmittel außer Anwendung bleiben oder mindestens nur ausnahmsweise zugelassen werden. 3. Die der Fischerei während der Schonzeiten aufzuerlegendcn Beschränkungen müssen geregelt und der Verkauf und Versandt solcher Fische, welche mit Rücksicht auf ihr Maß nicht gefangen werden dürfen, muß durch das Gesetz untersagt werden. 4. Zur Sicherung der Fortpflanzung der Fische, mithin zur Erhaltung und thunlichsten Vermehrung des Fischbestandes, ist es nothig, die natürlichen Laichplätze unter besonderen Schutz zu stellen und schädliche Einflüsse möglichst von denselben fern zu halten. 5. Die Verunreinigung der Gemässer durch Zuführung solcher Stoffe, welche dem Fischbestand schädlich sind, muß, soweit es die Rücksicht auf andere höhere Interessen zuläßt, beseitigt, oder auf das thunlichst geringste Maß beschränkt werden. Berlin, 1. Novbr. Der „Nordd> Allfl. Ztfl." zusolfle ist die Nachricht, Fürst Vikmarck habe die Absicht aufgegeben, den volkswirthschaftlichen Rath zurächst nur für Preußen zu berufen, trrthümlich. Der volkswirthschaft- liche Rath solle ein Deutscher werden, vorläufig jedoch ein preußischer sein. Zur Herstellung der analogen Einrichtung für das Reich bedürfe es einer Verständigung der Regierungen untereinander und der Mitwirkung des Bundes- rathes. Durch kaiserliche Initiative könne dem volkswirthschaftlichen Rathe eine berathende Einwirkung nur auf kaiserliche Entschließungen, nicht aber aus solche des Bundesrathes zugetheilt werben. In Preußen dagegen sei der König als selbstständiger Faktor der Gesetzgebung berechtigt, jeden Nathgeber nach eigener Auswahl zu hören, bevor die königliche Entschließung über einen dem Landtage vorzulegenden Gesetzentwurf erfolge. Für Preußm könne daher die Einrichtung, sobald das Staatsmintsterium darüber einig sei, durch königliche Verordnung so zeitig in's Leben treten, daß der volkswirthschaftliche Rath dir preußischen für den nächsten Reichstag bestimmten Bundesraths-Vorlagen noch rechtzeitig begutachten könne. — Bayern hat beim Bundesrath beantragt, daß auch in München gemischte Privat-Transttlager von Bau- und Nutzholz ohne amtlichen Mitverschluß gestattet werden. Begründet wird der Alitrag mit dem Hinweis darauf, daß in München elf größere Handlungen in ausgedehntem Umfange den Handel mit ausländischem Holz betreiben, welches sie aus Oesterreich-Ungarn beziehen und thetls nach Süddeutschland, theils nach Frankreich, Belgien, Holland, Italien und nach der Schweiz absetzen. 5000 Eisenbahnwagen-Ladungen langen jährlich an, von denen ca. 1000 zur Wiederausfuhr gelangen. — Der Reichskanzler hat dem Bur.desrathe unterm 25. dss. Mts. den Entwurf eines H-tmathsscheines vorgelegt. In dem Begleitschreiben wird auf Grund mehrfacher, in neuerer Zett von der Schweiz geltend gemachter Bedenken erwähnt, daß da deutschen Angehörigen, welche in der Schweiz stch niederlasten wollen, zum Ausweis über ihre Staatsangehörigkeit Heimathsscheine mit einer aus eine bestimmte Reihe von Jahren beschränkten Gtltigkettsdauer ausgestellt werden, eine Aenderung des He mathsschein-Formulars nothwendig ist. Es wird empfohlen, künftig Heimathsscheme auf unbestimmte Zeit nicht mehr zu ertheilen und zugleich bet Bemestung der Zeitdauer der Hetmaths- schetne nach einheitlichen Grundsätzen zu verfahren. Es erscheint daher rath- sam, in diese Scheine den Zusatz aufzunehmen, daß durch die Fristbesttmmung die Verträge nicht berührt werden, welche deutscherseits wegen Uebernahme von Angehörigen oder vormaligen Angehörigen des deutschen Reiches mit anderen Staaten abgeschlossen wurden. Berlin, 1. Novbr. Die stch unausgesetzt erneuernden Gerüchte von dem bedenklichen Gesundheitszustände des Kaisers von Rußland und von einer bevorstehenden Thronentsagung oder einer Theilung der Regierung mit dem Thronfolger werden durch die Umgebung der drei Großfürsten, welche in dieser Woche kurze Zett hier verweilten, als unbegründet bezeichnet, was freilich noch keine völlige Sicherheit der Verneinung bietet. Der Kaiser sei vor einigen Wochen in Folge einer Erkältung durch eine Truppenmusterung einige Tage katarrhalisch afficirt gewesen, auch habe er einige Male asthmatische Anfälle gehabt, aber nicht schwerer und häufiger als sonst. Sein Verhältniß zum Thronfolger- Paare sei ein ganz ungestörtes und von Thronentsagung keine Rede. Zugegeben wird, daß das Verhältniß des Kaisers zur Fürstin Dolgoruki zu einer Verstimmung zwischen dem Kaiser und seiner Tochter, der Herzogin von Edinburgh, geführt habe, welche bekanntlich Jahre hindurch die treue Pflegerin ihrer Mutter war. Auch diese Verstimmung wird für vorübergehend gehalten. — Der Abg. Albert Hammacher, Vertreter des Wahlkreises Lennep- Soltngen, ist, der „Liber. Corresp." zufolge, aus der national-liberalen Fraktion des Abgeordnetenhauses ausgeschieden und der „liberalen Vereinigung" beigetreten. Berlin, 1. Novbr. Ueber die neuerliche Inkraftsetzung des § 28 des Socialistengesetzes schreibt die „Allg. Ztg." : „Daß die Maßregel aus eigener Initiative Hamburgs hervorgeht, ist nur Schein. Die preußische Regierung hat den Antrag Hamburgs erst dadurch erzwungen, daß sie dem dortigen Senat Mittheilung von ihrem Entschluß machte, über. Altona u. s. w. den kleinen Belagerungszustand zu verhängen. Dies vorausgesetzt, mußte sich Hamburg nicht sowohl gegen seine eigenen Soctaldemokraten schützen, als gegen diejenigen, die Preußen aus seinem Gebiet ausweisen würde." — Nach einer von der deutschen Postverwaltung mit der französischen getroffenen Verabredung soll aus den Abschnitten der Postanweisungen, die im Verkehr zwischen Deutschland und Frankreich zur Uebermittlung der auf Grund von Postausträqen eingezogenen Baarbeträge an die Auftraggeber dienen, fortan der Name desjenigen, von welchem das Geld etngezogen worden, Seitens der die Postanweisung ausfertigenden Postanstalt vermerkt werden. Berlin, 1. November. Der Herr Finanzminister Bitter hat dem Abgeordneten- bause in üblicher Weise die Nachweisung zugehen lassen über die Anzahl der für das laufende Etatsjahr zur Klassen- und klassisicirten Einkomme steuer veranlagten Personen und über den Betrag der veranlagten Steuer. Diesem Nachweise zufolge finden sich unter der Beoölkernng von 26,368,096 Personen 3,674,163 Einzelnsteuernde und 22,673,933 Personen, welche der Veranlagung nach Haushaltungen unterliegen. Von letzteren sind 6,326,822 Personen Haushaltungsvorstäude, die übrigen 17,367,011 Personen Haushaltungsangehörige. Es entfallen somit im Durchschnitt auf jede Haushaltung 4,26 Personen. Die zur klassisicirten Einkommensteuer herangezogenen, d. h. zu einem Einkommen von mehr als 3009 jährlich eiliges chatzte Bevölkerung beträgt 634,249 Personen gegen 620,378 Personen im Vorjahre Von ihnen steuern 29,731 Einzelne, 144,582 als Haushaltungs-Vorstände mit 4o9 936 Haushaltungsangehörige. Es kommen somit auf jeden einkommensteuervfOchUiM Haushalt 4,18 Personen. Der Klassensteuer unterliegen von der Gesammtbevölkerung 2c>,733,847 Personen, von denen (6464 K. Grünebaum Giessener Gaswerk. (6603 Gas-Kochapparate und -Herdchen bewährtester Construction in allen Grössen empfiehlt Bervatschtes. Köln, 1. November. In der Recht vom Samstag auf Sonntag ist der Rhein hier» selbst bis zu 23 Fuß, gleich 7,53 Meter gesttegen. Im Laufe De8 gestrigen Tagrs biS Nachmittags 5 Uhr wuchs der Strom nur noch um 0,03 Meter. Um oiese Zett beöeJie .baS Wasser die ganze Uferstrecke von der Nhemgasse bis zur festen Brücke, auch am Thürmchenstyor war es über bas Werft getreten. Die Hafengasse und ein großer Theil der Mauthgass- standen ebenfalls unter Wasser; durch das Rdeingassenthor reichte dasselbe bis in die Rhetngasse hinein ; in der Friedrtch-Wilhelmstraße stanv cs über den Eingang des Rheinbergs hinaus. Der Steg, welcher hier über das Wasser bis auf die Schiffbrücke gelegt war, erwies sich bet dem großen Andrange des Publikums, das von der Brücke aus den Anblick des mächl g angeschwollenen Stromes genießen wollte, als viel zu schmal, so daß zeitweise arges Gevränge entstand. Es wurde erwartet, daß der Strom im Laufe der Nacht wieder fallen werde. München. Am 26. v. M. hat sich hinter der Pinakothek ein sunger Student aus Smyrna erschossen. Derselbe kam von der Universität in Athen und wollte sich auch auf der hiesigen einschreiben lassen. Man vermuthet, daß der Unglückliche als Opfer eines amertkansschen Duells fiel. Thal bei Eisenach, 29. October Emil Palleske, in den wertesten Kreisen als Shake speare Vorleser und Biograph Schlller's bekannt, ist nach mehrmonatlichcm schmerzvollem Krankenlager am 28. Oktober in seiner Billa zu Thal bei Eisenach entschlafen. Sein erst vor Kurzem erschienenes Buch über „die Kunst des Vortrags" hat zahlreichen Gebildeten Belehrung und Anregung gebracht und darf als literarisches Vermachtniß des in rüstigem Mannesaller dahin gerafften Vertreters seiner Kunst betrachtet werden. Palleske war als Sohn unbcmitt.lter tzltern am 5. Januar 1x23 in Tempelburg (Pommern) geboren. - Adeline Patti, die „Königin der Nachtigallen", will definitiv dem Kunstleben entiagen. Sie hat soeben Paris verlassen, um eine Kunstreise durch Deutschland anzutreten, nach deren Beendigung sie nach Paris zurückkehrt, wo sie während der Wintermonate am „Thöä.re deS Nations" noch eine Reihe von Gastrollen geben wird. Im künftigen Frühjahr schifft sie sich nach Amerika ein, um dort, wo sie ihre Künstlerlaufbahn begonnen, dieselbe für immer abzuschließen. Im Vollbesitze ihrer Mittel, im Zenith ihres Ruhmes entsagt sie einem Wirken, wie die Annalen der Kunst es erfolgreicher selten verzeichnet haben. Rußland. Petersburg, 1. Novbr. Es scheint, daß der jetzige Cbes des Finanzministeriums , Greigh, In kur.er Frist aus dieser Stellung scheide» und an seinerstatt Abaza als Finanzminister treten wird. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 2. Novbr. Fürst Hohenlohe begibt sich morgen zum Besuche des Herzogs von Ratibor nach R '.nden in Schlesien und kehrt, sobald es seine Gesundheit gestattet, nach Paris zurück, um die Leitung der Botschaft zu übernehmen. . — Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Meldung eines Wiener Blattes, Lokales. Gießen, 3. November. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 24. bis 30. October belief sich im Ganzen auf 10 und wurden hiervon 7 Kinder und 3 Erwachsene betroffen. Bei 2 Kindern im ersten Lebensjahre konnte eine de stimmte Todesursache nicht angegeben werden, 2 andere starben, erst wenige Wochen alt, an allgemeiner Schwache Von älteren Kindern starb eins an häutiger Bräune, eins an Dypthe-, r.tis, eins an Lungenentzündung. Bei den erwachsenen Personen war organische Herzkrankheit. Lungenschwindsucht, Tuberkulose des Bauchfells je einmal Todesursache. G. Georg Petri, Friseur, 50 Seltersweg 50, empfiehlt sein neu eingerichtetes Cabinet zum Damenfrisiren, ■ ■■- separat —--- den verehrten Damen zur gefälligen Benutzung. Geschmackvolle Aasführung, pünktliche Bedienung wird neben billigen Preisen zugestchert. Abonnements w und außer dem Hause angenommen. daß der Reichkanzler seine Entlassung gefordert habe oder zu fordern gedenke, als jeglicher Begründung entbehrend. Kassel, 2. Novbr. Der vormalige Oberpräfident v. Möller ist heute an einer Lungenentzündung gestorben. London, 2. Novbr. Das Gerichtsverfahren gegen Healy und Walsh wegen der Einschüchterung des Pächters Maaning wurde gestern in Bantry eröffnet. Die Verhandlung endete mit der Verweisung der Angeklagten vor die Assisen. Die Angeklagten wurden gegen Caution fretgelassen. Gent, 2. Novbr. Der „Bien Public" veröffentlicht ein längere« aus Rom dalirtetz und von dem Papste unterzeichnetes Document, wodurch dem früheren Bischof von Tournai, Dumont, jede kirchliche und weltliche Jurisdiction in der Diöcese Tournai entzogen wird. Neapel, 2. Novbr. Der Vesuv ist in libhafter Bewegurg. Die Ausströmung der Lava dauert fort und dürfte wahrscheinlich noch zunehmen. Nom, 2. Novbr. Garibaldi ist gest-rn in Mailand eingetroffen und mit Ovationen empfangen worden. Später trafen Rochefort, Blanqui, Pair und Äsfi ein. Berlin, 2. Novbr. Zu der Bekanntmachung der englischen Regierung, betc. die Beobachtung der deutschen Fischereigrenzen, wird der „Nordo. Allg. Ztg." antgetheilt, dieselbe sei durch die neutscherseits nach London gerichtete M ttheilung über die in diesem Frühjahre stattgehabten Gewallthätigkeiten englischer Fischer gegen deutsche Fischer an der deutschen Nocdseeküste veranlaßt. Anläßlich der jüngsten Vorfälle, die den Charakter eines kleinen Krieges zwischen den numerisch überlegenen englischen Fischerflolillen und den deutschen Fischern anzunehmen drohten, habe sich daS Auswärtige Amt auch mit der Admiralität über einen wirksameren maritimen Schutz der deutschen Fischerei i in Verbindung gesetzt und sei in Folge besten schon in dem neuen Erat Be° dachr genommen, hierfür während dec Fischsaison ein Kanonenboot 1. Klaffe zu verwenden. Pari-, 2. November. Die Ausführung der Drcrete wird morgen irt einigen zehn Departements wieder ausgenommen. — „La Commune", das Journal Frlix Pyat'S, wird wegen Beleidigung der Armee enthaltender Artikel verfolgt werden. — Ein Schreiben des Papstes an den Erzbischof Guibert beglückwünscht die Bischöfe zu der Vecthridigung der religiösen Orden, deren Verfolgung schwere Ucbelstände voraussehen laffe. Dec Papst bedauert darin, daß der Chef der Regierung nicht die Erklärung der Congregationen accept.rte, deren Anerbieten überall die Institutionen und Rechte der Kirche retten sollte und hofft, daß durch das Zusammenwirken der Buchöse unter dem Beistände Gottes eö gelingen werd^, die Einheit z vi-cheu der christlichen Bevölkerung, den Bischöfen und dem Haupte der Kirche aufrecht zu halten. New - Nork, 2. November. Nach bis zum Abend 9 Uhr eingelaufenen Berichten betrug die Majorität für den republikanischen Cmdidaten Garfield in New Ijork 40,000 Stimmen, was mit der Hinzunahme der entschiedenen republikanischen Gewinne in Connecticut und Maine seine Wahl nahezu sichert. Die Berichte aus den westlichen Staaten sind lückenhaft, erge- I ben aber ebenfalls republikanische Gewinne. New-Aork, 3. November. Den Nachrichten bis Mitternacht zufolge ist die Wahl Garfield's zum Präsidenten, sowie Arthur's zum Vicepräsidenten als entschieden anzuschen. Petersburg, 2. November. Bei dem hiesigen Mil>tär-Kreisgericht ist auf nächsten Samstag ein politischer Proceß anberaumt. Die meisten der Angeklagten gehören dem revolutionären Executw-ComUä an. Winter Ueberzieher in großer Auswahl billig bei 7 339 651 unbesteuert geblieben sind- Im vorigen Jahre belief sich die Zahl der gesctz- i \ lich von der Klassensteuer befreiten Personen nur auf 6,9o4,38o, wir haben also m ( diesem Jahre an 370,000 Personen mehr, deren Einkommen aus weniger als 420 X geschätzt ist. Zur Klassensteuer trugen 1,161,402 Personen als Einzelnfteuernde und 1914 432 als Haushaltungsvorstände mit 13,338,362 Angehörigen bei. Von den I Steuerfreien sind 1,267,908 Haushaltungsoorstände mit.^,028,713 Angehörigen und 2,493,030 Einzelnpersonen. Auf die undesteuerten Haushaltungen entfallen somit 3,81, auf die besteuerten im Durchschnitt 4,41 Personen. - I Die beiden Höchstbesteuerten in der ganzen Monarchie wohnen im ^glerungs- I bezirk Wiesbaden, vermuthlich die beiden Rothschild's, welche von einem auf 2,400,000 bis 2,600,000 ji, bezw. auf 2,340,000-2>00,000 geschätzten^ Jahreseinkommen 72,000 resp. 70,200 Einkommensteuer zahlen. Diese beiden Haushaltungen sind im laufenden Jahre um je eine Stufe höher eingeschatzt worden als im vorigen Jahre. I Ebenso ist ein Insasse des Regierungsbezirks Düsseldorf (wohl der ^nonerckonig ÄruDp in Essen) aus der §9. in die 61. Stufe vorgerückt. Er Zahlt vori einem auf I runb 2 Mill. JL eingeschätzten Einkommen »9,400 JL Steuer. Auch ein Berliner I Geldfürst hat die Schraube verspürt — dem Glücklichen kann e6 md)t faucr geworden I sein — er muß statt 12,400 jetzt 45,000 Jk. zahlen, was einem Jahreseinkommen von I mehr als anderthalb Millionen entspricht, Bon anderen Hochbesteuerten -rwahnen wir noch, daß ein Oppelner 27,000, ein Berliner und ein Kölner ie 2d,200, ein Münsterer 23 400 ein Kölner 21 600, ein Breslauer 19,800, cm Breslauer und ein Codlenzer je 18 000' Einkommensteuer entrichten. — Betrachten wir alle diejenigen, welche ein I bezahlen als Millionäre so. zählen wir beren in der preußischen Monarchie 119». Wer hartnäckig an der Thalerwahrung fest- bält und erst in der Thalerwährung den Millionär erkennen laßt, stndet deren nur I iS. ©amen finb nämlich nur 149 mit mehr als 168,000 ^ jährlich em- aeÄäüt - Don diesen echten Millionären wohnt der kleinste tn Komgsberg wo er MLmal gL schwere Gesellschaft hat; Berlin.zählt 64 ThaleEillionare; da benachbarte Potsdam deren 2; ebenw viele wohnen in Frankfurt a. M., 3 n Stettin, - in Posen, 20 in Breslau, 3 in Liegnitz, 9 m Oppeln, 7 in Wiesbaden 1 ^ Magdeburg 2 in Merseburg, 3 in Schleswig, 1 in Lüneburg, 4 >n Munster, 2 in Arnsberg, 2 in Coblenz, 4 in Düsseldorf, 12 in Köln, 1 in Trier und 3 m Aachen. Kassel, 31. Octbr. Die Regierung hat unterrn 27. bsS. Mts. nne Polizeiverordnung erlaffen in Betreff des Besuchs von Wirthshäusern Seitens der Schüler höherer UnterrichtS-Anstaltm. Hiernach ist es allen Gasi^ und Sckankwirthen in Städten, in welchen höhere Unterrichts-Anstalten (Gymnasien, Realschulen rc.) sich befinden, oder an Orten im Umkreise von einer Stunde untersagt, Schüler dieser Anstalten, welche sich nicht iw Begleitung I ihrer Eltern, Vormünder oder Lehrer befinden, bei sich aufzunehmen und ihnen Wein, Bier oder Spirituosen zu verabfolgen. Ebenso ist es verboten, Schulern dieser Unterrichts-Anstalten Locale zu geselligen Zusammenkünften einzu- räumen. Dieses Verbot findet jedoch auf solche Locale, deren Besuch überhaupt oder für bestimmte Tage und Stunden Schülern von dem Vorstand der betr. Unterrichts-Anstalten gestattet worden ist. insoweit keine Anwendung. Uebertretung dieser Vorschriften Seitens der Wirthe und Localoermiether sollen mit 10 bis 50 JL bestraft werden. Außerdem macht noch die Regierung die Betr. Gewerbetreibenden darauf aufmerksam, daß sie im Contraventionsfalle I neben der gerichtlichen Bestrafung die Einleitung des Concesstons-Entziehungs- VerfahrenS wegen Mißbrauchs des Gewerbebetriebes aus Grund der Gewerbeordnung zu gewärtigen haben. IlranLreich. Pari-, 31. October. In Paris wurden, wie man heute erfährt, im I Ganzen 12 Studenten vor dem Kloster der Dominikaner in der Rue St. Ho- nore verhaftet, weil sie gerufen hatten: „Die Dominikaner sollen leben I" Nachdem ein Polizeicommiffar die Verhafteten vernommen, wurden sie aus freien Fuß gesetzt. Ueber eine Anzahl Studenten, die denselben Ruf um halb 6 Uhr in der Nähe des Dominikanerklosters der Rue Jean de Beauvais erhoben, fiel eine Schaar Gegner des MönchsthumS her, und es kam zu einem Stoßen und Drängen, das mit der Verhaftung von 6 Studenten der klerikalen Partei endete. Als die Studenten zwischen zwei Stadtsergeanten am Aloster vorüberkamen, riesen sie: „Die Dominikaner hoch!" Zwei Patres, t)ie mit dem Kreuze der Ehrenlegion decorirt waren, erschienen an den Fenstern pes Klosters; es entstand augenblicklich eine deftige Bewegung und die Studenten machten den Versuch, auszureißen. Jndeß gelang es schließlich der Polizei, sie abzuführen. Paris, 31. Octbr. Die Mitglieder des internationalen Postcongreffes unterzeichneten gestern den endgültigen Wortlaut der Convention, die sich auf den Austausch von Postpaketen ohne Angabe des Werthes bezieht und zwischen Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Egypten, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Luxemburg, Mo ntenegro, Norwegen, den Niederlanden, Persien, Portugal, Rumänien, Serbien, Schweden, der Schweiz und der Türkei abgeschloffen worden ist. Gestern Abend vereinigte ein großes Diner die Mitglieder des Congreffes im Elysee. Grevy tränt aus die Gesundheit der Mitglieder des Kongresses, Cochery folgte mit einer Darlegung der technischen Arbeiten des Congr.ffcs. Schließlich brachte der Delegirte der Schweiz einen Toast auf Vie französische Republik und ihren Präsidenten aus. 72%it 1üdd,(nl EoeibiindeN' -b ( D>e »«•'Swtpadltu« schrist A ** „cd 1»«"5 7riii*5 NachlN'l lrxikon, W-!' ßartmann6 Araft und S CapitalD0It « . W-arrnr Waichs^ karren. 1A und SM mit Löffeln Ihre Feilen Tische Die ißerittiflCT1 Gießen, 2> No 7228) 7217) 2 Hörn 1 Baß und 1 Klc gegeben. Nahe«! Prima ho per l! Prima maria per S Mnmüe DrP Gebralm DrMch.hm Um % Um. Deiikl Zardi empfiehlt 7216) E,n verkaufen. Bei b. Bltts empfehle von M 7054) Zwei weldit grelgnrt wadm billig a' Trott in allen Län^ tiftrnt lla für Scnfftt Ca 6489) hevorste utatten auf ui allen Nlfd Merksam; b! ««uehtia, Ifattung vo A|PP- und Mmit bei Motogr X,k6'D° an, NSöon CtI" Itc « beute ,lt11^ w. ‘9-, lnt6mea. yitofrn unb 3lan •Ä "'üst. MtM. ' einen RcitgtS de« deutsLrn 11111 ber * giftetet fUfn 6tat tzi. 5oot 1. Äiajje ®irb morgen '-NMtie", Mit Artikel W\ ©Ulbert 1 Otbm, deren brdilurrl bartfl, ontn acctptirtt, Hk retten sollte dtm Bäßanbe ^oölkerunz, den J Uhr eingeiau» hen Gnbioaten l-lahm der ent. ime seine Wahl lücke-ihast, erge- tternadjt wfolgt Mctpnffiknttf tär-Acrisgericht Du Dechen der I tobtfcfäüt toiittnb uw wurden hirmn jähre konnte eine br tze Wochen alt, an ie, eins an Dypthe^ lniicde Herzkrankt-eit G. 1 ch der Mein hin- ,«« w‘ bi! N; je Znt bedeut ,dm a am rhürmcheMoi nMautiigaßr f^6™ tu «hnngaßr hinein; j binau8- Der Siez, i sich bei dem großen iid)t:g ange!ch>°°ll«>'9 orLnge entstand, ir- oiu w «4 “!* „ (incfe amnitani.d)« „ «I« iAmrtAVßO(Dl 6Ä“tS“g Wtt6(8 eielbe N* wie I Re nae«»' istrsv' Gebäck. (7139 > Wmterüb erzieh er, Reisepaletots Schlafröcke und Joppen XJ- Herien-Wäsche. Carl Hriisklsth Marktplatz A. 3. GIESSEN. HusronEf-Scndiingfn. 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