»I* ««« Tfc | 774.70 ’ Lokales. Gießen, 3. August. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag, den 3. August 1880, Nachmittag- 4 Uhr, im alten NealschuU Frankfurt, 31. Juli. Der Polizeipräsident erläßt folgende Bekanntmachung: Die amtlichen Feststellungen in Betreff des auf dem Turnsestplatze am 28. ds. Mts. Abends stattgehabten beklagenswerthen Unglücks sind noch nicht zum Abschlüsse gelangt. Als Resultat der seitherigen Ermittelungen kann nur mitgethetlt werden, daß der Feuerwerker Dunges aus Cob- lenz — welcher sich, am rechten Arm verwundet, jetzt im Heiligen-Getst Hospital besindet zu dem hier abzubrcnnendcn Feuerwerk unter anderem Material auch einen neuen, vor seinem hiesigen Gebrauch von Dünges noch nicht Probirten Mörser benutzt hat. Dieser neue Mörser ist explodtrt. Der eiserne Cylinder vieles Mörsers war 40 Centimeter hoch, hatte 25 Cent,- meter Durchmesser und 9 Millimeter Eisenstärke. Das Eisen des Cylinders ist sog. Walzeisen. 10 Loth Pulver und 5 Pfund Leuchtkugeln bestanden haben. Es wird, Sachverständigen, Gegenstand der Untersuchung sein, ob der Mörser etwa oder schadhaft war; ebenso wird erst noch der Vernehmung von sicheres Urtheil darüber möglich sein, wodurch die Explosion veranlaßt Die Gesellschaft kann im Allgemeinen mit Befriedigung auf die ersten beiden Jahre ihrer Thäligkeit zurückblicken. Sie hat bereits fünf Expeditionen zur Erforschung des dunkeln Conlinents ausgerüstet. Von diesen ist die unter Leitung von Gerh. Rohlfs und Dr. Stecker durch die Sahara nach der Oasc Kufara unternommene bereits beendigt. Ihre Ergebnisse sind duich die Mittheilungen der Gesellschaft, sowie durch öffentliche Vorträge von Gerh. Rohlfs dem größeren Publikum bekannt geworden. Die zweite Forschungsreise hat Dr. Buchner von Loanda aus gegen das Congo- Becken zu unternommen. Die letzten Briefe dieses Reisendm datiren aus Kimbundo. Seitdem sind birecte Nachrichten von ihm nicht eingetroffen, jedoch war schon vor längerer Zeit durch Händler aus dem Innern an der Westküste Afrikas das Gerücht gelangt, daß Dr. Buchner nicht nur die Residenz des Muata Aamvo bereits erreicht, sondern dieselbe in der Richtung nach Osten zu bereits wieder verlassen habe. Sollte dieses Gerücht begründet sein, so steht zu hoffen, daß der unternehmungslustige Reisende in einigen Monaten in Niangwe anlangen und somit neben Cameron und Stanley der dritte Weiße fein wird, welche den mittleren Theil des Continents durchzogm hat. Die wissenschaftlichen und practischen Ergebnisse dieser Reise würden bei den bekannten Fähigkeiten des Reisenden und bei seiner speciellen Vorbereitung für dieses Unternehmen außerordentliche sein. Der zweite zur Zeit in Afrika befindliche Reisende ist Dr. Lenz, welcher sich das altberühmte und doch kaum gekannte Tnnbuctu als Ziel seiner Reise gewählt hat. Die ausführlichen Berichte desselben sind in dem neuesten Hefte der „Mittheilungen" der Gesellschaft abgedruckt. Die letzten derselben datiren aus Fumel Hossun, wo Dr. Lenz im Anfänge des April eingetroffen war. Er beabsichtigte von dort den Weg nach Tenduf einzuschlagen, welches der Sammelpunkt für die nach Timbuctu ziehenden Karawanen ist. Von dort glaubte er sein Ziel Ende Mai erreichen zu können. Eine größere, aus vier Personen bestehende Expedition hat den Auftrag erhalten, von der Ostküste gegen den Tanganika-See vorzudringen und in Manjara eine dauernde Station zu begründen. Die letzten Nachrichten der Reisenden meldeten, daß sie in Zanzibar mit der Vervollständigung ihrer Ausrüstung beschäftigt waren und im Anfänge dieses Monats in's Innere aufzubrechen beabsichtigten. Die Mitglieder der Expedition sind: Hauptmann a. D. von Schoeler, Dr. Böhm und Dr. Kayser, denen sich auf eigene Kosten P. Reichard aus Kaiserslautern angeschlofsen hat. Endlich hat die Gesellschaft den durch frühere Reisen in Afrika bereits vortheil- haft bekannten Herrn E. K. Fiegel zur Erforschung des Quellengebiets des Binue neuerdings ausgesandt. Die Voischlüge, welche der Vorstand der allgemeinen Versammlung machen wird, werden sich, wie verlautet, auf zwei neue Unternehmungen beschränken. Einmal sollen Gerh. Rohlfs und Dr. Stecker mit einer Expedition nach Abessinien betraut werden, wobei Rohlfs zugleich als Ueberbringer eines Briefes Sr- Maj. des Kaisers an den Negus Johannes fungiren würde. Außerdem beabsichtigt der Vorstand eine zweite dauernde Station im Westen Afrikas und zwar in der Residenz des Muata Aamoo zu gründen. Zur Leitung dieses Unternehmens find der als Reisender bereits rühmlichst bekannte Dr. Pogge und Lieut. Wißmann ausersehen. Bergt von Wegbar Gießener Z Tmstag -en V«tags sollen Im Saale bei ** Nachfolgen! vergeben werben Jeranji HaHrung, Unung von Stein /Wagt zu . eines Ein WR von zu . W», ttn r. 5I62) A. $ Killivoch gebäuder 1. Frostschaden an den Obstbäumen. Die Holzversteigerung vom 22. März d. I. Gießen, 3. August. Im Monat Juli wurden von der Schutzmannschaft Anzeigen erstattet: We-en schädlicher Ausdünstung 9, sonstige Sanitätspolizei 1. Sicherheitspolizei: Bettler 97, Trunkenheit 4, Ruhestörung 100, Diebstahl 26, Betrug und Unterschlagung 1, Berstoß gegen das Meldewesen 9, sonstige Sicherheitspolizei 35. Ferner nn Jnteres.e der Sittenpolizei wegen Thierquälerei 4, gegen Prostitunte 9, wegen Störung der Sonntags feier:7t Concubtnat 2, wegen Uebertretung der Feierabcndstunde 30. Gewerbepolizei', wegen falscher Maaße und Gewichte 30, Droschkenordnung 1, Dicnstmannsoronung 1, sonstige Gewerbepolizei 4. Straßenpolizei: wegen unterlassener Straßenreinigung 14, Fahrordnung 2 sonstige Straßenpolizei 20. Baupolizei 4, Feuerpolizei 3, Steuerdefrauvalion 7, Octror 1. Arretirt wurden: 96 Bettler, 12 Obdachlose, 4 Scandalsüchtige, 8 Betrunkene, 1 Prostituirte, wegen Diebstahl 13, sonstige Verhaftungen 8, auf Requisition 17, Schulkinder 3 Ferner hatte die Schutzmannschast nachfolgende Besorgungen auszuführen: Sie hatte b2 Ladungen zu bestellen, 236 Briefe auszutragcn, 4316 Steuerzellei zu befördern, ferner noch 20 Hospitalzettel zu besorgen und 220 Militär-Ordres zu insinuiren. An Jmpfpstichnge wurden 1 und außer- dem noch sonstige 5 Meldungen besorgt. Umfragen bei sammtlichen Goldarbeitern, Uhr- machern und Händlern wurden 8 gehalten; außerdem hatten 24 Vernehmungen bei Gericht zu erfolgen. Nachdem noch 79 Verfügungen, 23 Ermittelungen, 3o Ausschretben und Trans- portpapt-r- zu befolgen waren, Schließt der Bericht mit 10 Vorführungen im perftofjenen Monat. — _________________________________ . ... - — ÄW Ä 5150)™-31.. - 5130) 6 nl"> 24. *—^^üuer, Es ist richtig, daß ein Stück Eisen in das Dach des Hauses Bornheimer Landstraße Nr. 61 — in graber Richtung etwa 500 Schutte von der Explosionsstelle — eingeschlagen hat und daß das Fräulein Söhnlein in einer Entfernung von circa 120 Schritten von vieler ' Stelle getödtet worden ist. Da auch die andercn unglücklichen Opfer der Explosion mehr oder findet. : il( hatte s»'1,, j?iu"6o. “'r't«s baä«" .?or 3!."Ä ::?*ä ‘>8 ' "UW der UJ Un- wo £r o ‘ ; =n w Ä " t« rönnen. •fn Auftrag erhalten ’ anjara ernt dauernde ’J?» und im An- /le ^^glieder der fa”R' binei1 W hat. tfnfa bereitB vottheil- lenßebiets des Binue Versammlung machen beschranken. Einmal ach Äbessmien betraut -r Maj. des Kaisers der Vorstand eine Tendenz des Muata als Reisender bereits «vrtreten - Sitzung an im alten AealschuU btrnben Etrafen. jiifnber entfernt von dem Explosionsplatze von den weit hinaußgeschleuderten Eisentheilen getroffen worden sind, so darf wohl angenommen werden, daß das große Unglück auch dann r.icht würde abgewendcr worden sein, wenn die auf fünfzig Tausend Personen geschätzte Zu- schauermaffe weiter, als geschehen, von dem Feuerwcrksterrain hätte entfernt gehalten werden können. — Vielfach ausgefallen ist die Thatsache, daß die Amerikaner bet dem Frankfurter Turnfest verhältnißmäßig außerordentlich viele Preise errangen. Es würde Dies indessen leicht seine Erklärung finden, wenn sich die Mitthctlung des „Berliner Börsen-Courier" bestätigte, Wonach die Amerikaner, um recht viele Preise zu erhalten, eine Anzahl von gewerbsmäßigen Gymnastikern engagirt hätten, welche in Frankfurt dann als „Turner" figurirten. Dle Leute erhielten, dem erwähnten Blatte Zufolge, freie Fahrt bis Hamburg und 200 Dollars per Mann. Das Comtte hatte von dieser Thatsache sicher keine Kenntniß, denn sonst würden diese gewerbs- rnäßigen Gymnastiker von der Concurrenz gewiß ausgeschloffen worben sein. (Die Geschichte scheint uns etwas wie „Berliner Wind" vorzukommen). Frankfurt, 1. August. Heute erfolgte die Beerdigung der durch das Unglück auf dem Turnfestplatz Getödteten. Zuerst wurde Feuerwehrmann Hock von seinen Kameraden, von den Mitgliedern deS Turnausschuffes, des Centralcomites der Turner und einer immensen Menschenmenge zur ewigen Ruhe geleitet. Außerdem folgten dem Sarge der Herr Stadt- Eommandant, der Herr Polizei Präsident und der Herr Oberbürgermeister, sowie viele fremde Feuerwehren. Zu Seiten des mit Kränzen reich geschmückten Sarges gingen 12 Feuerwehrleute mit brennenven Fackeln. Fräulein Söhnlein wurde von dem Portale des Friedhofs aus beerdigt und war die Bahre und Sarg mit Blumenspenden und Kränzen bedeckt. Hierauf folgte Frau Pfeiffer, der gleiche Liebe das Grab gebettet und geschmückt. Die Kinder waren schon gestern zur letzten Ruhe gebettet. Bei dem Bcgräbniffe jeder einzelnen Leiche betheiligten sich Deputationen des Festausschuffes, des Turnausschuffes u. s. w. Frankfurt, 2. August. Die Stadt zeigt seit einigen Tagen wieder ihre Alltags- Physiognomie, die letzten Turner mit 8 Fahnen sind abgezogen; eine einzige Fahne ist hier zu- rückgelaffen worden, für deren Beförderung das Comite sorgen wirb. Der Festplatz wurde seit den Tagen des Unglücks nur spärlich besucht, er ward in der letzten Nacht geschloffen. Am Samstag wurde in der Festhalle Kehraus gehalten und die vorhandenen Victualien an den Mann gebracht. Eine gebratene Gans kostete AL 2.50, ein Cotelette mit Brod 20 eine Portion Roastbeef, woran drei Menschen sich satt effen konnten, 30 rc Von heute an wird das Küchengeräthe verkauft. Wer die Sache wußte, hat davon provitirt und sich für einige Tage versehen. Sicher würde das Fest ohne Deficit abgeschloffen haben, wenn das Unglück nicht eingetreten wäre. Soviel man von dem Konsum an Wein in der Fcsthalle vernimmt, beträgt derselbe: 47,900 Flaschen Weiß- undRothwein, 400 Flckchen Champagner und 3000 Flaschen I. I. Jüng'sches Exportbier [(Sine merkwürdige Differenz der Zahlen zu dem Leipziger Turnfest, falls die Zahlen authentisch sind. Dort wurden consumirt 14,258 Flaschen Weißwein, 1154 Flaschen Rothwein, 5213 Flaschen Schaumweins Der Consum in der Bier- Hallen und der Aepfelweinhalle war, wenn auch nicht überall gleichmäßig, so doch ein außerordentlicher: in den Hallen wurden je im Durchschritt 200 Hectolirter Bier getrunken, was bei den sieben Hallen 420,000 Schoppen gleichkommt. Aepfelwein wurden 356 Hectoliter (110,000 Schoppen) verzapft. Auf dem Fcstplatz wurden ca. 3u0 Gegenstände gefunden und abgeliefert, darunter eine Geldbörse mit 250 AL, letztere wurde abgcholt, während die meisten anveren Sachen noch unerhoben sind. Bis zum 15. August müffen die Festbautcn niebergelegt und Alles geebnet sein, da alsdann die Aecker wieder bestellt werben. Hanau, 27. Juli. Die Entstehung der Ursache der Explosion des Dampfkeffels zu Langendiebach ist durch einen fatalen Zufall als herbeigeführt zu betrachten, indem der ver- nnglückte Keffel zum Reinigen außer Betrieb gesetzt und entleert war, jedoch später, am Tage -vor der Katastrophe, ungereinigt wieder gefüllt würbe zum Gebrauch, weil an dem Rescrve- keffel noch einige unvorhergesehene Reparaturen zu besorgen waren. Während der Zeit der -Entleerung und der frischen Füllung des besagten Keffels, fand leider deffen Schlamm (Ktffel- stein war gar keiner vorhanden) Gelegenheit, an die Feuerplatte und anderen Stellen fest anzutrocknen, wodurch nach den gegebenen Verhältniffen jene Platte noch zum Glühen bei der Anheizung gelangte. Kurze Zeit nachher löste sich aber der Schlamm plötzlich von dem Bleche los und es trat nun die gefährliche Dampfbildung an glühender Metallfläche ein, die der Feuer- plrtte besonders großen Druck und so mächtige Stöße verursachte, daß dieselbe zum Brechen -resp. Durchreißen kam und nun Die Explosion erfolgen mußte. — Diese Erklärung ist von einer größeren Anzahl Sachverständiger an Ort und Stelle unter genauester Berücksichtigung aller obwaltenden Verhältniffe aufgestellt und auch vom Besitzer des Keffels als zutreffend am genommen worden. Der erwähnte reparirte Keffel ist vollständig unversehrt geblieben und wird bereits in den nächsten Tagen in Betrieb gesetzt. Desgleichen sind alle Bohrer, bei Fabrikation von Wickelformen das wichtigste und unentbehrlichste Arbeitsmaterial, durchaus unbeschädigt, so baß in der Fabrikation kein Stillstand einzutreten braucht. Hanau, 30. Juli. Gestern Abend zwischen 6—7 Uhr soll auf der Königlichen Pulverfabrik eine Dampfkessel-Explosion stattgefunden haben. Gerüchtweise wird erzählt, daß circa 10—20 Personen theils schwer, theils leicht verletzt worden sind. Die Affaire scheint, ebenso wie früher vorgekommene, geheim gehalten zu werden, was um so leichter, als außer den Beamten und Arbeitern der Zutritt zu dem Werke Niemanden gestattet ist. Würzburg. Das hiesige Militärbezirksgericht verurtheilte abermals zwei raffinirte Soldatenschinder, den Unterofficier Winter zu 1 Jahr 5 Monate Zuchthaus und Entfernung aus dem Heere und den Sergeanten Hein zu 1 Jahr Gefängniß und Degradation. Beide tractirten Die Soldaten beim Exerciren mit Ohrfeigen, Tritten und Stößen, bis sie bluteten oder ohnmächtig zusammenstürzten- Winter befahl sogar im Herbst 1879 einem Soldaten, weil derselbe bet einer Revision am Sonntag Nachmittag auf dem Bette lag, zur Strafe einen 5 Liter faffenden Krug mit einem Schnapsgläschen zu füllen, zu welchem Zwecke er bei strenger Kälte in der Nacht jedes einzelne Gläschen vom Brunnen aus dem finsteren Kasernenhof holen mußte. Beim 6. Gläschen stürzte der Soldat und konnte wegen der erlittenen Verletzungen nicht mehr gehen. Handel und Verkehr. Gießen, 3. August. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. AL 0,80 bis AL 0.88, Hühnereier 1 Stück 6—0 H, 2 St. 11 Enteneier 1 Stück 0—0 H. Käse per Stück 4—8 H, Käsematte per Stück 3—0 Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 24 H, Tauben daS Paar 60—80 H, Hühner p. St. AL 0.80—1.30, Hahnen p. St. AL 0.70—1.20, Wälsche AL 0.00—0.00, Enten per Stück AL 1.20—1.80, Ochsenfieisch 68-00 H per Pfd., Kuh» und Rindfleisch 50—56 Kalbfleisch 40—44 H, Hammelfleisch 65—70 Schweinefleisch 64—68 H, Kartoffeln per 100 Kilo AL 5.50—7.00, Zwiebeln p. Ltr. AL 9—10, Milch per Liter 16 und 18 Kirschen per Pfund — H. Frankfurt, 2. August. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 AL 41, Nr. 2 AL 39, Nr. 3 AL 33, Nr. 4 AL 29, Nr. 5 AL 23, Roggenmehl % (Berliner Marke) AL 28.50—29, do. I (Berliner Mark») AL 27.00—27.50, do. II (Berliner Marke) AL 22.50—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier AL 24.00—24.25, ab unserer Umgegend AL 23.75—24.00, öo. fremder je nach Qualität AL 23.50—24.75, Roggen, je nach Qualität AL 17.50—20.25, Gerste AL 00-00, Hafer AL 14.00—16.25, Kohlsamen AL 26.25—27, Erbsen AL 19—27, Wicken AL 16 — 18, Linsen AL 20—40, Bohnen, weiße, AL 23—25, Roggenkleie AL —, Weizcnkleie, grobe und feine AL —, Rüböl, Detail, AL 63. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 2. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 380 Ochsen und Stiere, 320 Kühe und Rinder, 280 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. AL 67—68, 2. Qual. AL 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. AL. 54—58, 2. Quai. AL 45—50, Kälber 1. Quai. AL 53—55, 2. Qual. 42 —50, Hämmel 1. Qual. AL 58—60, 2. Qual. AL 45—50 per 100 Pfv. Schlacht- gewicht. Schweine je nack Qualität das Pfund — H. Sehiflfeberlelit. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen. Bremen, 30. Juli. [Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Leipzig, Capt. Fr. Pfeiffer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. Juli von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen.__ In allen Zeitungen der Welt findet man Stellengesuche, Vacanzen, An- Uiid Verkaufs-Gesuche rc., billig und discret besorgt durch Haasen- stein Vogler in Frankfurt a. M. Ein Beweis, welch' allgemeines Vertrauen diese älteste Annoncen' Expedition besitzt und sich zu bewahren versteht. (4212 r ton Banwrönttrmigtt mz tnin (Äinhitti^. [tot ran tzmsiitdigunz. ygn tndijoüt. .: ’ zur Abtragung zruirr tfcrifltN iiäbnsüM @t> T ri"s Hebet» ^»narabms SckmS ^.rgartmö drö Liibvig AaieM Lioliztt- , U86 im WV? , jfrdirt a:"1. !«i i»1”' I »n= * '"^ ardckerN' W sei u, Ackt' , Di« ft, wird in dem früher Reutlinger'schen Local am Lindenplatz eine noch fast neue Wirthschaftsetnrichtung, bestehend aus Tischen, Stühlen, Gläsern, ein Billard, Büffet rc. gegen Baarzahlung versteigert; die Gegenstände können an den betr. Tagen, Vormittags von 10 bis 12 Uhr eingesehen werden. Gießen, den 1. August 1880. 5(18)____________________________Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Eine Muster-Collektion der von Herrn jHertram in Siegburg fabrictrten Thonwaaren: als Blumentöpfe, Pflanzenständer, Baum- stämuie, Jardtniören u. s. w. halte einem verehrltchen Publikum bestens em- pfohlen und lade zu deren Besichtigung ergebenff ein. B. Pfeiffer, Geschirrhandlung, 4589) _______________________Neuen-Bäuen._________ großer Ausverkauf von Tapeten und Möbeln wegen Räumung des Fokals. Um mit meinen großen Vorräthen von Tapeten und Borden in den neuesten Mustern möglichst schnell zu räumen verkaufe ich dieselben unter dem Fabrikpreis und gebe bei Abnahme von größeren Partien noch besonderen Rabatt. Zurückgesetzte Tapeten und Rester zum Papierwerth. In Möbeln empfehle ich gut gearbeitete Kanapees, Causeusen, Stühle und Seffel, sowie Rohrstühle, Strohstühle, Klappsessel, Comptoir- und Gartenstühle, ovale Tische, Spieltische, Ausziehtische, Glasschränke, Kletderschränke, Kommoden, sowie Bettstellen mit und ohne Matratzen, Wollmatratzen; Gold- und Politurleisten, Vorhangsstangen und Holzrosetten in allen Größen, sowie Goldletsten zum Einrahmen, Spiegel» und Spiegelgläser in allen Größen. Blumentische, Kinderstühle, Korbsessel, Vorlageteppiche, Cocosmatten und Läufer, gemalte Rouleaux, Rouleauxstoffe und Möbelstoffe, Vorhangszeuge und Marquisenleinen in allen Breiten. Garderobehalter, Schirmständer, Servir- tische, Etageren, Wandmappen, Wachstücher und Ledertuche. Roßdaare, Seegras, Bettfedern und Sprungfedern in guter Qualität zu sehr billigen Preisen. Wiederverkäufern besonderen Rabatt. 4340 Ohr. Reiber, am Kreuz. Sommerröcke Buchene Holzkohlen verkauft um damit zu räumen unter Ein- in jedem Quantum billigt bei kaufspreisen (4617) H. Rübsamen. 4870) M. Weißbäcker. Mittwoch den 4. August, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe (Gasthaus zum Schwanen) nachstehende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahiung öffentlich versteigert werden: 9 2 Kisten, 1 Bank, 2 Betten, 3 Kommoden, 2 Sopha, 3 Schränke, 1 Waschtisch, 1 Oeldruckbild, 1 Pult, 10Zim^ mrrmanns-Aexte, sowie verschieden^ Pack Feile, Stichäxte, Queräxte, Sarg" beschlüge^ Kartätschen, Kleiderschlösser, Pultschlösser, messingene Thürgriffe mit Rosetten, Schlichteisen. Gießen, 2. Agust 1880. 5158)_______Bauer, Gerichtsvorzieher. Mittwoch, den 4. August, Vormittags 11 Uhr, sollen in der Hofraithe des Louis Flett dahier ein Sopha, eine Kommode, eine Nähmaschine und drei Schweine versteigert werden. Gießen, den 2. August 1880. 5153)______Geißler, Gerichtsvollzieher. Mittwoch, den 4. August, Nachmittags V22 Uhr, sollen in der Hofraithe des Herrn Louis Flett (lm Schwanen) Eisenwaaren, als: Scheeren, Beiszangen, Riegel, Hämmer, Hobeleisen, Schuhmacherraspeln, Beile, sowie Bürsten und Kartätschen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. August 1880. 5152) Geißler, Gerichtsvollzieher. Mittwoch, den 4. August, Vormittags 11 Uhr, sollen in der Hofraithe des Louis Flett dahier ein Sopha, ein ovaler Tisch, ein Secretär, ein Spiegel, eine Wanduhr, ein Kleiderschrank, eine Nähmaschine und zwei Commoden versteigert werden. Gießen, den 2. August 1880. 5151) Geißler, Gerichtsvollzieher. Aeilgeöotenes. neueste Muster, un- apClCil} glaublich billig, Musterkarten versenden auf Wunsch franco und umsonst. Aber nicht an Tapezierer sondern nur an Privatleute; da es uns absolut nicht möglich, auf diese unglaublich billigen Preise noch Rabatt bewilligen zu können, Tapezierer aber gewohnt sind hohe Prozente zu genießcn-l 5159) Bonner Kahnenfabrik Bonn. Dichcht Die brzü fö. 34) find nad Aieße' MU sriM, daß nod zu einem a ,'2 ft und haöee Tießer die BtMm Nach Anl Hali! Rat» 2) Dir« Straf 3) Grgri Girßrn , 3n glrichm *» oiWinb ein E su «kri 3n g„gll Wjufen, neu t Wirit-Menj ( Mm M* **1«, til M ln »‘rauben. 3n ©nalflj 8'toe Erbittern pj würden i u ble °"glifche &bie 3* Das g. "ft "* L-"deigenth^ $,** tonnt Sr * «an Ä“ ^»"bgefn ^■Ä iKr LtzL te|nn »tun l'Btnib, R 5178) Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neue Baue B- 79. Geld - Cours — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Verantwortliche Redaction: A. ScheyLt?. 16 16 20 16 16 9 4 * 20-24 18-22 38-42 70-75 65 53-58 18-21 Ein tüchtiges Mädchen für Kinder, sowie ein solches für Hausarbeit zu Michaelis gesucht. Näheres durch Ferd. Schnitzler in Wetzlar.(5066 Gefunden ein Armband. Abzuholen Grünberger- straße 156,12, 3. St. 5000) Ein junger Mann aus guter Familie kann bis zum 1. 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Dem Wiederbringer eine gute Belohnung. C Frank. 5166) Ein Handlanger gesucht auf so- fort von Gustav Koch,^Dachdecker. Einen tüchtigen Glasergesellen, der selbstständig arbeiten fat-n, auf, sofort gesucht von Glaser Louis Meisel- büch in Siegen. __________(5169 5172) Die Beleidigung gegen grau Pfeil nehme ich zurück. M. Schleuning. Wenzel’® Garten. Donnerstag den 5. August: GROSSES EXTRA-CONCERT. Farnilienbillets bis zu 4 Personen 1 Jl. 20 Personenbillets — « 40 „ sind vorher bei den Herren Friseur Gerhardt (Lindenplatz) und Plank (Seltersweg) zu haben. An der Kaffe Entree 50 — Anfang 7 Uhr. 5173) JKrausse^ Kapellmeister. 5163) Pferde-Rennen des Rheinischen Rennvereins in Frankfurt a. M, am 21., 22. und 23. August 1880, Nachmittags 3 Uhr am Forsthaus- 17 Kennen mit preisen zusammen im Merthe von circa Mark 42,000- Eintritts Preise. Erster Platz für Herren jeder Tag X 10 — u „ „ Damen „ „.....- 5 — Ein Herrenbillet für 3 Tage........ 20.— Zweiter Platz jeder Tag......... 2 — Dritter „ „ , " Stehplatz „ „ , • • • " ~ 50 Equipagen per Tag