-re. S4L Donnerstag den 4. Marz isso, Kießener HtMger Ameigt- ui Amtsblatt str Ite Kreis Gießen. } Schulfiraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Vro«ta-». Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit lÜLingerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschkan». m. Darmftadt, 2. März. Die zweite ordentliche Landessynode wurde heute Vormittag durch den Präsidenten des Großh. Ober - Consistorinms, Herrn Geheimen Rath vr. Gold mann, mit folgender Ansprache eröffnet: „Hochgeehrte Herren! Von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog ist mir der ehrenvolle Auftrag ertheilt worden, diese zweite ordentliche Synode der evangelischen Landeskirche zu eröffnen, und ich heiße Sie in Allerhöchst Seinem Namen herzlich willkommen. — Die erste ordentliche Synode, welche im vorigen Jahre geschlossen wurde, hatte die Aufgabe, die zum Ausbau der Kirchenverfassung erforderlichen Gesetze mit dem Kirchenregiment zu vereinbaren und die finanziellen Verhältnisse der Landeskirche zu regeln. In beiden Beziehungen hat sie ihre Aufgabe erfüllt, in letzterer insbesondere unter dankbarem Entgegenkommen der Großh. Staatsregierung und der Stände des Großherzogthums. Ihnen, meine Herren, werden vorerst so umfangreiche Arbeiten nicht vorliegen, wie der vorigen Synode, dennoch sind dieselben wichtig genug, um Ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch zu nehmen. — Zunächst wird Ihnen neben dem provisorischen Nachweis über die Verwendung der allgemeinen kirchlichen Mittel der Voranschlag über die Mittel, welche zur Deckung der allgemeinen kirchlichen Bedürfnisse erforderlich sind, vorgelegt werden. Sie werden aus diesen Vorlagen ersehen, daß die Erhöhung der Kirchensteuer für die nächste Budgetperiode nicht nöthig, daß aber andererseits eine Verminderung derselben nicht möglich ist, sowie daß die Resultate der Finanzverwaltung in dem abgelaufenen Jahre so günstig waren, daß die Befriedigung zweier dringender Bedürfnisse nicht mehr länger verschoben zu werden braucht Es sind dies die Wiederherstellung der gesetzlich normirten Pfarrgehalte für diejenigen Klassen, welche bei Aufstellung des letzten Voranschlages eine Reduction erleiden mußten (mit Ausnahme der 1. und 2. Gehaltsklasse) und die Erhöhung der Wittwen- und Waisen- Pensionen. In beiden Beziehungen ist das Nöthige in dem Voranschlag vorgesehen, es werden Ihnen jedoch besondere Vorlagen zugehen. — Aus dem nach § 135 pos. 1 der Kirchenverfassung Ihnen vorzulegenden Bericht über Alles, was auf kirchlichem Gebiet Wichtiges vorgekommen ist, werden Sie ersehen, daß die Entwickelung der verfassungsmäßigen Zustände der evangelischen Kirche im Großen und Ganzen in Frieden und in befriedigender Weise stattgefunden hat, und wie die erste Synode in ihrem ganzen Verlaufe ein Bild ehrlichen treuen Zusammenwirkens der verschiedenen in der evongelischen Kirche vertretenen Richtungen geboten hat, so ist das Gleiche auch in den Gemeindeverttetungen und in den Dekanatssynoden der Fall gewesen. Möge der Herr der Kirche, welcher seither unseren Bestrebungen seinen Segen verliehen hat, ferner mit uns sein, und auch Diejenigen, welche sich abseits der Landeskirche gestellt haben, zu gemeinsamer Arbeit wieder zurückführen, möge Er aber vor Allem in der Kirche selbst das wahre innere Leben wecken und stärken, möge Er der Kirche stets treue Diener und den Predigern willige Hörer geben! — Eine weitere Vorlage, welche Ihnen im Laufe der Wahl- und Finanzperiode zugehen wird, ist das in §. 118 der Kirchenver- fassung vorgesehene Disciplinargesetz; das Kirchenregiment glaubte vorerft den Erlaß des den Ständen des Großherzogthums dermalen vorliegenden Beamten-Disciplinar- gesetzes abwarten zu sollen, ehe es die Ausarbeitung des Entwurfs in Angriff nahm. — Außerdem werden wir in der Lage sein, Ihnen den Entwurf einer in den Schulen einzuführenden biblischen Geschichte zur Zustimmung vorzulegen. — Hochgeehrte Herren! In Vorstehendem ist die Aufgabe, die Ihnen zunächst obliegt, kurz angedeutet. Ihre Liebe zur Kirche, Ihr Eifer, Ihre Intelligenz bürgen uns dafür, daß Sie an diese Aufgabe mit dem rechten Ernst herantreten, und daß Sie die Bemühungen des Kirchenregiments, in Gemeinschaft mit Ihnen zum Besten unserer theuren evangelischen Kirche zu wirken, kräftigst unterstützen. Das walte Gott! Im Namen Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs erkläre ich hiermit die zweite ordentliche Landcssynode für eröffnet. — Unter dem Vorsitze des Alterspräsidenten, Abg. Wernher, fand sodann die Wahl des ersten Präsidenten statt, welche mit 50 Stimmen auf Oberstabsauditeur Eigenbrodt fiel. Zum zweiten Präsidenten wird Professor Dr. Köhler (Friedberg) mit 43 Stimmen gewählt. Aus der hierauf vollzogenen Wahl der Secretäre gehen die Abg. Buchner und Emmerling hervor. In den Finanzausschuß werden gewählt die Abg. Wernher, Baur, Emmerling, Reuleaux und Müller (Pfungstadt). — Die Prüfung der Wahlen durch die Abtheilungen hat einen Anstand nur bei der Wahl des Dekanats Alsfeld ergeben, über welche seitens der betreffenden Abtheilung in der nächsten Sitzung weiterer Bericht erstattet werden wird. — An Vorlagen des Ober-Consistoriums kommen zur Anzeige der Voranschlag für den Centtalkirchenfonds für die Jahre 1880—1884, eine Vorlage wegen Erhöhung der Pfarrgehalte und eine solche wegen Erhöhung der Pfarrwittwen - Pensionen. In einer auf Donnerstag Nachmittag 3 Uhr anberaumten weiteren Sitzung sollen die Berichte des Finanzausschusses über diese Gegenstände zur Vertheilung kommen und soll deren Berathung bereits Freitag erfolgen. m. Darmstadt, 2. März. Die erste Kammer der Stände tritt Samstag den 13. März zu einer Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung derselben steht außer der Nothstandsvorlage der Gesetzesentwurf über die Anwendung des Stempels in der Provinz Rheinhessen. Die übrigen noch zu berathenden Gegenstände werden in einer kurz nach Ostern stattfindenden Session erledigt werden. Mainz, 28. Februar. Wegen der Erbauung einer städtischen Halle am Rhein als Ersah für die abgebrannte Fruchthalle haben in der vorgestern Abend stattgehabten Sitzung der Stadtverordneten letztere beschlossen, daß die am Rhein zu erbauende Halle als ein für sich abgeschlossenes Bauobjcct zu betrachten sei und daß hierzu der Kostenüberschlag die Summe von 286,000 «X nicht überschreiten dürfe. Bezüglich der Theaterfrage beschlossen die Stadtverordneten in geheimer Sitzung, daß zur Bestreitung des Theaterunternehmens, soweit die Jntraden desselben hierzu nicht ausreichen, bis zum Schlüsse der gegenwärtigen Saison aus der Stadtkasse Zuschuß zu leisten sei. — Der Verwaltungsrath der Hessischen Ludwigsbahn hat Auftrag ertheilt, die Expropriationen von den Strecken der Mainz-Alzeyer und Mainz-Binger Bahnlinie, behufs Umsührung der Eisenbahn um die Stadt, alsbald vornehmen zu lassen. Durch die Bahnumführung wird in Folge der Verlegung des Centralbahn- hoses in die Neustadt die Verlegung eines Theils der Strecken oder Linien nothwendig werden. Aus diesem ist wohl ersichtlich, daß die Bahn mit allem Eifer das Umführungsproject betreiben will. Berlin, 1. März. Reichstag. Berathung der Militärvorlage. (Schluß.) Reichen- fverger (Olpe) erklärt, die bisherigen Lasten der Nation seien so drückend, daß der Wunsch nach Entlastung völlig begründet sei Nur das tiefste Bewußtsein von seiner Pflicht gegen die Nation mache es ihm möglich, gegen die Vorlage zu sprechen. Die innere Untüchttgkeit Rußlands habe der letzte Krieg mit den Türken gezeigt. Deutschland könne sich schon jetzt jedem Einzelnen seiner eventuellen Feinde für gewachsen halten. Das Verhältniß Deutschlands zu Oesterreich sei ein Grund mehr, die Zukunft Zuversichtlicher zu bewachten. Die Nachbarn im Osten und Westen würden sich hüten, den furor teutonicus zu entfesseln. Jedes Opfer, das für die Integrität, Sicherheit und Ehre des Vaterlandes gebracht werden müsse, würde der Reichstag natürlich nicht verweigern. Es handle sich aber nur darum, ob der jetzige Zustand des Heeres nicht da- au genügend sei. Sollte die Vermehrung der Präsenzstärke und die Ausbildung der Ersatzreserve aber beschlossen werden, so müsse er zugleich im Namen seiner polittschen Freunde zweijährige Dienstzeit bei der Infanterie und dreijährige Dienstzeit bei den Specialwaffen fordern. v. Bennigsen erklärt im Namen der überwiegenden Mehrzahl seiner politischen Freunde, daß sie die Vorlage im Wesentlichen annehmen würden. (Beifall rechts.) Zur Prüfung der Einzelheiten beantrage er die Ueberweisung an eine besondere Commission. Das Ausland würde eine große politische Schwäche der Reichsregierung daraus folgern, wenn es ihr nicht möglich sei, für eine so begründete Vorlage eine Mehrheit zu finden. Die etwa vorhandenen Kriegsgelüste der Nachbarn würden daraus nur eine Steigerung erfahren. Die Staatsregieruna gehorche nur einer zwingenden Nothwendigkeit, wenn sie dem Lande eine vermehrte Militärlast zumuthe. Die Schwierigkeiten der Finanzlage würden hoffentlich nur vorübergehend sein. Die Nothwendigkeit, Schwankungen in der Militärorganisation zu verhindern, lege dem Reichstage die Pflicht auf, auf das jährliche Bewilligungsrecht des Militäretats zu verzichten. Dieser Gedanke sei 1874 anerkannt worden. Heute, wo nicht wie damals eine con- solidirte Mehrheit im Reichstag bestehe, sondern die Mehrheit sich von Fall zu Fall bilde, dürfe man sich der Nothwendigkeit desselben um so weniger verschließen. Die französischen vermehrten Rüstungen machten die größte Vorsicht nothwendig. Die pan- slavistische Agitation in Rußland lasse eine Gefahr für Deutschland nicht unwahrscheinlich erscheinen. Die diplomatische Action des Reichskanzlers mit Oesterreich im vorigen Jahre bilde ein unverwelkbares Lorbeerblatt in seinem Ruhmeskranze. Dem Bündniß mit Oesterreich zolle jede politische Partei ihren Beifall. Es sei zu wünschen, daß dies Verhältniß sich von Jahr zu Jahr befestige und auch auf das handelspolitische Gebiet erstrecke. Er hoffe, die Vorlage werde eine bedeutende Mehrheit im Hause finden. v. Bühler (gegen die Vorlage) spricht für Abrüstung und Schlichtung internationaler Stteitigkeiten durch schiedsrichterliche Congresse. v. Treitschke verwahrt sich dagegen, daß ein von Richter erwähnter Artikel der Preußischen Jahrbücher von ihm verfaßt sei. Er habe seit 18 Jahren keine Zeile nnoni/'iv. geschrieben, was Richter nicht von sich behaupten könne. Der Inhalt des Artikels sei Übrigens durch Moltke's Ausführungen gerechtfertigt. Der Vorlage gegenüber müßten alle Parteirücksichten schweigen. Der Staatsmann, der es verstanden, den Zusammenbruch des türkischen Reiches ohne europäischen Krieg sich vollziehen zu lassen, verdiene das Vertrauen, daß er nicht ohne die zwingendsten Gründe dem Lande neue Militärlasten auflegen werde. Redner tritt für die Vorlage namentlich mit Rücksicht auf die unsicheren Verhältnisse in Rußland ein. Die Einziehung der Ersatzreseroen sei xine im Interesse des gleichen Rechtes mit Freuden zu begrüßende Maßregel. Er hoffe, daß ohne Rücksicht auf den Parteistandpunkt sich eine große Majorität für die Porlage finden werde. Fortsetzung der Berathung morgen. Berlin, 1. März. Der dem Bundesrath zugegangene Wuchergesetz« entwurf enthält, wie das deutsche Montagsblatt hört, scharfe Strafbestimmungen. Darnach soll Wucher mit Gesängniß bis zu 6 Monaten oder Geldstrafe von 1500 eX bestraft werden, unter erschwerenden Umständen soll sogar bis zu einem Jahre Gefängniß erkannt werden. Bei gewerbsmäßigem Wucher tritt Geld- und Gesängnißstrafe ein. Als wichtigste Bestimmung des Wuchers gesetzentwurfes kann die bezeichnet werden, daß gegen dieses Gesetz abgeschlossene Verträge rechtsungültig sind. München, 28. Februar. Der König hat an den Kriegsminister v. Matllinger nachstehendes Handschreiben gerichtet: Mein lieber Krtegsmiuister v. Maillinger! Zur Führung des Kriegs- ministerinms berufen, lösen Sie in hervorragendster Weise eine für die Mo- narchie so überaus wichtige Aufgabe. Gern spreche ich Ihnen hierfür meinen königlichen Dank aus. Mein vollstes Vertrauen begleitet Sie fortgesetzt in Ihren unablässigen erfolgreichen Bestrebungen um den guten Geist und die Kriegstüchtigkeit meiner Truppen. Sie sind meiner Armee, mit der ich mich als oberster Kriegsherr jederzeit aus's Innigste verbunden fühle, das leuchtende Vorbild aller militärischen Tugenden. Zum Zeichen meiner besonderen Anerkennung und Werthschätzung ernenne ich Sie hierdurch zum Inhaber desjenigen Regiments, dessen Commandeur Sie einst waren, des 9. Infanterie- Regiments „Fürst Wrede." Empfangen Sie dabei die Versicherung der Huld- vollsten Gesinnungen, mit denen ich bin München, den 27. Februar 1880. Ihr wohlgewogener König Ludwig. Aukland. Petersburg. Zweierlei geht aus den jetzt zahlreich vorliegenden Aeußerungen der russischen Presse über die neueste Unthat der Nihilisten hervor: erstens, daß man auch in Rußland die Ueberzeugung gewinnt, daß die Häupter der Nthilisten in höheren Kreisen zu suchen sind, zweitens aber, daß die Unthättgkeit oder Unfähigkeit der russischen Polizei nachgerade den größten Unwillen erregt. Was den ersten Punkt anbelangt, so befleißigen sich die Blätter einer aus begreiflichen Gründen sehr vorsichtigen Sprache, aber überall kann man — wenn auch nur zwischen den Zeilen — herauslesen, daß man die eigentliche bewegende Kraft des Nihilismus nicht mehr im Kreise jener problematischen Existenzen sucht, welche bisher bei Ausübung ihrer Ver- brechen ergriffen und zur Verantwortung gezogen wurden. Auf die Frage: „Wer find die Leiter des Nihilismus", klingt jedesmal die Antwort durch: „Sucht sie nicht in niederen Kreisen, höher hinaus!" Und man muß leider gestehen, daß diese Antwort in der ganzen Entwickelungsgeschichte des Nthi. lismus, namentlich aber in den Vorbereitungen und Ausführungen der nihili. stischen Verbrechen «ine gewiffc Bercchtigunj; findet. Ebenso berechtigt ist tm= seres Erachtens der Unwille gegen die Polizei, welche trotz ungtaublichster Machtbcfugniß die wtederholleu Ängriffe gegen das Leben des Kaijcrs nicht zu veihindern versteht. Gerade der letzte Fall ist in dieser Hinsicht der bedeutsamste. Abgesehen von den In Petersburg umlaufenden Gei richten über ein im Wintcrpalais geplantes Verbrechen, hatte ja auch eine Warnung der deutschen Geheimpolizei vorgelegen, ja, cs war von dieser sogar der Plan der s Untermtnirung des Wintcrpalais eingesandt worden. Diese Meldung, welche uns vor einigen Tagen aus Berlin zuging, findet jetzt eine weitere Bestätigung j in einem offenen Brief der „Wiener Abendpost", welcher unsere Mittheilung ; noch dahin ergänzt, daß der bett. Plan von der deutschen G-heimpoliz-i in ' Genf bei dem dort lebenden Nihilisten Fürsten Krapotiin entdeckt worden ist- Daß nach solchen schwerwiegenden Anzeigen das Attentat doch durchgesüart werden konnte, wird mit jedem Tage unbegreiflicher. (Köln. Ztg.) Petersburg, 29. Febiuar. Wie die russische „Petersb. Zeitung" meldet, ist die Verhaslurg der Vera Saffuliisch am vorigen Mittwoch hier in Petersburg erfolgt. Die Saffuliisch wurde in der Wohnung eines Marine- Osficiers, zu dessen Frau sie in freundschaftlichen Beziehungen stand, f st- genommen- (Diese Nachricht wird jedoch heute als falsch dementirt. D- R-) | Telegraphische Depeschen. Wagurr's telegt. Correspondeur ■ Bnreau. Berlin, 2. März. Reichstag. Fortsetzung der Berathung der Militärvorlage. — v- Frankenberg erklärt, daß er und seine politischen Freunde sich den gestrigen Aus- | führungen des Grafen Moltke voll anschließen und füi die Vorlage stimmen würden. : Er bedauert, daß das Centrum nicht auch diesem Gesetze gegenüber mit den konservativen Hand tn Hand gehe. Gegenüber der gestrigen Bemerkung Relchensperger's i bezüglich der Abrüslung hebt v. Frankenberg hervor, der geeignetste Mann, sich an die Spitze solcher Bewegung zu stellen, sei der Papst. Redner weist hin auf die Entwickelung der Verhältnisse in Frankreich. Die radikaleren Parteien :n Frankreich gewännen immer mehr die Oberhand. Die Friedfertigkeit Deutschlands sei über jeden Verdacht erhaben. . v . . , r . v. Stauffenberg führt aus, daß wohl nur sehr wenige Mitglieder im Hause seien, die von vornhereien entschlossen seien, die Vorlage unter allen Umständen abzulehnen- Redner weist aber zugleich auf die schwere Verantwortlichkeit hin, vor die der Entwurf i den Reichstag gestellt habe- Das sei eine Verantwortlichkeit nach allen Seiten hin, j auch denen gegenüber, denen man neue Lasten auflegen wolle. Die Vorlage werde für | die Zukunft einen Markstein in der Geschichte der Entwickelung unseres Constitntio- nalismus bilden. Der Minister hatte gestern Recht darin, daß der Reichstag bisher nie seine Verantwortlichkeit vergessen habe, welche er für die Wehrkraft des Landes trage; er hatte auch Recht darin, daß die Vorlage eine ernste Prüfung erheisch-. Sollte diese Prüfung nach der einen oder anderen Seite ein Resultat ergeben, das von dem Entwürfe abweiche, so sei doch dem Auslande gegenüber Eines nölhig zu constatiren, daß über die Rothwendigkeit der Aufrechthaltung der Wehrkraft selbst im Reichstage nur eine Meinung herrsche. Die Vorlage muthe dem Reichstage nicht blos den Verzicht auf sein eigenes conslitutionelles Recht, sondern auch den weiter gehenden Verzicht auf das Recht zweier künftiger Reichstage zu. Das Septennat von 1874 hatte seine Begründung darin, daß es sich damals um Eonsolidirung relativ unfertiger Verhältnisse handelte; das Septennat von heute aber habe ein wesentlich anderes Ansehen. Graf Moltke sagte gestern, heute sei der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, gewisse allgemein gewünschte Reformen auf dem Gebiete des Militärwesens durchzuführen. Aber fei der Augenblick besonders geeignet, diese Reformen auf mindestens 7 Jahre zu vertagen? Die Gesinnung des deutschen Volkes seinem Heere gegenüber biete alle Garantie gegen einen plötzlichen Umschlag; es sei deßhalb unnöthig, dem künftigen Reichstage aus sieben Jahre die Hände zu binden. v. Maltzahn-GiUtz erklärt sich für die Vorlage, da er und seine Freunde von der Rothwendigkeit der Mehrbewilligung überzeugt seien. Windthorst erklärt sich für die Ueberweisung der Vorlage an eine Commission. Das Endurtheil über Annahme oder Ablehnung könne erst nach einer eingehenden commissarischen Prüfung gefällt werden. Die Bereitwilligkeit aller Parteien, die Integrität des Vaterlandes zu schützen, schließe nicht aus, daß man jede Mehrforderung der Militärverwaltung prüfe, und nur bewillige, wenn man von der Rothwendigkeit derselben überzeugt sei, was die bisherige Debatte nicht dargethan. Die Thronrede und die Aeußerungen des Krieasminifters ließen von einem besonderen Ernst der momentanen Lage nichts merken- Andere offi- ciclle Aeußerungen lägen noch nicht vor. Die Erfahrungen des letzten Krieges ließen unsere Armee als jeder Gefahr gewachsen erscheinen. Um einer europäischen Koalition gewachsen zu sein, müßten doch ganz andere Anstrengungen gemacht werden. Dazu sei kein Staat im Stande. Daher müsse jeder Staat seine Politik einrichten, daß er feine europäische Koalition gegen sich habe oder doch über entsprechende Allianzen verfüge. Ueber das Bündniß mit Oesterreich liege zwar keine officielle Nachricht vor, dach scheine es zu bestehen. Dem Staatsmanne, der es zu Stande gebracht, gebühre dafür Dank- Ein festes Bündniß mit Oesterreich biete eine Garantie des Friedens in Europa und die Möglichkeit der Abrüstung. Umsoweniger könne er die Rothwendigkeit der Vermehrung des Militärs einsehen. Windthorst wendet sich gegen die gestrigen Ausführungen Bennigsens und v- Treitschkes, die ihn nicht überzeugt hätten, obwohl er gerade zu dieser Vorlage sein Rein nur schweren Heizens abgeben könne. Man solle nicht nur der bloßen Gewalt vertrauen. Die Stärkung und Pflege der ethischen und religiösen Momente im Volke sei bedeutsamer für die Festigkeit des nationalen Lebens als die Schaffung neuer Armeecorps. — Bebel erklärt, wenn wirklich ein äußerer Feind einmal deutsches Gebiet bedrohe, werde auch die Socialdemokratie gegen solchen Feind Front machen. Die Gefahr eines russisch-deutschen Krieges sei aber nicht so groß und die Chancen eines solchen wären für uns günstiger als die gestrigen Reden dargestellt hätten. Die Besserung der wirthschaftlichen Krisis sei noch nicht abzusehen; die fortwährenden Kriegsdrohungen lasteten schwer auf Handel und Gewerbe. Gneist sucht historisch nachzuweisen, daß die Forderung einer Präsenzstärke von ein Vrocent der Bevölkerung gerechtfertigt und der heutige Aufwand für das Militär verhaltnißmäßig geringer fei als zu anderen Zeiten im preußischen Staate. Es folgt hierauf eine Reihe persönlicher Bemerkungen von Seiten Bennigsens, Wiudthorsts, Richters und Reichenspergers. Hierauf beschließt das Haus die Vorlage einer Commission von 21 Mitgliedern zu überweisen. Es folgt Fortsetzung der Etatsberathung. Rickert berichtet Namens der Budget- Eommi'sion über den Etat für das Reichsamt des Innern, soweit derselbe der Commission überwiesen ist. Das Haus acceptirl deren Anträge nach kurzer Debatte. Bei dem Etat des Gesundheitsamtes verlangten Mendel und Zinn Auskunft über den von dem Professor Hirsch erstatteten Bericht über die Pest und tadeln die Geschäftspraxis des Gesundheitsamtes als unzweckmäßig. Geheimerath Möller und ©taatsfecretär Hofmann nehmen die angegriffene Reichsbehörde in Schutz und stellen Hirsch's öffentlichen Erklärungen gegenüber das Vorgehen des Reichsgesundheitsamtes als correct und angemessen dar. Nächste Sitzung Donnerstag. Petersburg, 2. März. Heute Vormittag 10 Uhr wurde vor dem Winterpalais ein Ständchen gebracht. Gelindes Wetter mit durchblickendem Sonnenschein begünstigt die Feierlichkeit. Die Empfangscour findet nach 12 Uhr statt. Bald nach 10 Uhr nahmen auf dem kleinen Platze vor dem Wtnterpalais Deputationen von je 100 Mann von jedem Garde-Regiment Aufstellung. Eine unabsehbare Volksmenge füllte beide Plätze vor dem Palais an. Um lO1^ Uhr erschien der Kaiser auf dem Balkon, von den Soldaten und der Volksmenge mit unbeschreiblichem Jubel empfangen und verweilte etwa eine halbe Stuude auf dem Balkon, fortgesetzt mit freudigen Zurufen und Segenswünschen der zahllosen Menschenmenge begrüßt. Während ein Mufikcorps die Hymne „Gott erhalte den Czaren" spielte, wurden 101 Kanonenschüsse gelöst. Zugleich begannen die Glocken sämmtlicher Kirchen zu läuten. \ Gegenwärtig — 11% Uhr — beginnt in der Kirche des Winterpalais der FestgotteSdienst. Die Stadt ist bis in die entlegentsten Theile reich mit Flaggen geschmückt. Aus allen Gebieten des Reichs, aus allen Gesellschaftskreisen sind zahlreiche Adressen, Geschenke und Darbringungen aller Art eingegangen. Die mannigfachsten Stiftungen zum G-dächtnisse des Tage- wurden gemacht. — Nach dem Dankgottesdienst in der Kapelle des Wtnterpalais fand die Empfangscour stalt. Das diplomatische Corps war vollständig erschienen. Alle Säle waren vollständig überfüllt. Vor dem Empfange des diplomatischen Corps waren der Reichsraih in corpore und sämmtliche Minister vom Kaiser empfangen worden. Augenblicklich (2% Uhr Nachmittags) erfolgt der Empfang des Senats, welchem sich der Empfang anderer Körperschaften und Anstalten und darauf derjenige der Schülerinnen der weiblichen Kconsttfte anschließt. Bet dem Erscheinen des Kaisers auf dem Balkon am Morgen war die Großfürstin-Thronfolger an seiner Seite. Die Großfürstin macht gewissermaßen die Honneurs an Stelle der leidenden Kaiserin. — Der „Regierungsbote" veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß, durch welchen verschiedenen Klaffen der Bevölkerung eine ganze Reihe von rückständige.» Abgaben und Geldbußen erlassen wird. — Der gesammte Reichsraih überreicht dem Kaiser um 11 % Uhr eine Glückwunsch-Adresse. Die Vertreter des Petersburger Adels sprachen ihre Glückwünsche tn einem an den Minister des Innern gerichteten Schreiben aus. — Sämmtliche Blätter feiern den heutigen Festtag durch Leitartikel und drücken in ihren Rückblicken auf das verflossene Vierteljahrhundert dankbarste Anerkennung für die durch den Kaiser gewählten großartigen und wohlthätigen Resormen aus. Einstimmig wird die Ueberzeugung ausgesprochen, daß weder auswärtige Schwierigkeiten, noch innere Feinde im Stande seien, den regelrechten Entwickelungsgang Rußlands und die Anhänglichkeit des Volkes an den Kaiser zu erschüttern. Petersburg, 2. März. Der „Regierungsbote" bringt an der Spitze des Blattes ein vom 22. Februar dattrtes, vom Fürsten Bismarck contra» signirtes Schreiben des Kaisers Wilhelm an den Ka fer von Rußland, welches folgendermaßen lautet: Die bevorstehende Wiederkehr des Tages, an welchem Er>. Majestät vor 25 Jahren die Regierung angetreten, bietet Mir erwünschten Anlaß, Meiner Freude darüber Ausdruck zu geben, daß die Freundschaft, welche Unsere in Gott ruhenden Väter verband, sich auch in Unseren gegenseitigen Beziehungen bewährt hat. In dem Rückblick auf die Zeit, in welcher sich diese Freundschaft bewährte, finde Ich die Zuversicht, daß sie bis an Mein Lebensende ungetrübt bestehen wird. Für Ew. Majestät aber erflehe Ich von Gott, daß Sein Schutz, der Sie in diesem Jahre und noch in diesen Tagen wunderbar behütete, Hochdieselben Ihren Völkern und der Mission segensreichen Wirkens, welche die Vorsehung in Ihre Hand gelegt, noch lange erhalten möge. Mit besonderem Vergnügen benutze ich diese für Hochdieselben und Hochdero kaiserliches Haus so erfreuliche Gelegenheit, um die Versicherung wahrer Hochachtung und unwandelbarer Freundschaft zu erneuern. Berlin, 2. März. Dem feierlichen Gottesdienste in der russischen Botschrstö-C'pelle a'lläßl ch des Regierungsjubiläums des Ziren wohnten bei Prinz Carl in russischer Feldmarschalls Uniform, Prinz August von Württemberg und als Vertreter des Kaisers die Generale v. d. Goltz und Prinz Radziwill; ferner vom auswärtigen Amte die Geh. Räihe v. Philippsborn und v. Radowitz, Graf Herbert Bismarck; Wetter die Hofmarschälle und Adjutanten der königlichen Prinzen; die Stabsoffiziere des Kaiser Alexander Grenadier- und des 6. Kürassier-Regiments und das gejammte Offiz ercorps des in Breskow und Fürstenwalde stationirten 3. Ulanen Regiments Kaiser Alexander. Petersburg, 2. März. Nachmittags 53/4 Uhr waren die Empfangs- Ceremonien im Wtnterpnlais beendigt. Die Betheiligung war eine außerordentlich große. Als der Kaiser mit seinem glänzenden und sehr zahlreichen Gefolge die verschiedenen Säle durchschritt, wurde derselbe mit lebhaftem Enthusiasmus begrüßt. Die Adresse des Reichsratbs wurde von dem Großfürsten Konstantin verlesen. Der Kaiser erwiederte hierauf, indem er fei icn Bruder umarmte. Bei dem Empfang des diplomatische Corps hatte der Kaiser für jeden ein gnädiges Wort. Derselbe beauftragte die Vertreter der fremden Staaten ihren Höfen und Nationen für die ihm zu Theil geworbenen Beweise der Sympathie seinen Dank auszusprechen. Zwischen 2 und 3 Uhr machte der Kaiser eine Fahrt durch mehrere Straßen, wobei er von einer zahllosen Volksmasse überall mit nicht enden wollenden Jubel begrüßt wurde. Unter den stattgehabten Gnadenbeweisen und Verleihungen b findet sich die Erhebung des Gcheimeraths Walujeff in den Grafenstand. Oberstkämmerer Graf Chrep- towttsch erhielt den Andreas-Orden, der Finanzmmister Greigh und der Geheimerath Abasa den Wladirnir^Orden 1. Classe, Staatssecretär Nabokoff den Alexander N wöky Orden in Diamanten. Petersburg, 2 März, Abends 63/^ Uhr. Die Feier des Regierungs- Jubiläums ist ohne Zwischenfall verlaufen. Ueberall herrscht eine freudig erregte Stimmung. Große Menschenmaffen durchziehen die Straßen in Erwartung der Illumination, welche glänzend zu werden verspricht. An verschiedenen Stellen sollen Militär-Musikchöre spielen. Nirgends war eine Störung oder eine Stockung im Verkehr wahrzunehmen. Im Börsensaale ist ebenfalls ein feierlicher Dankgottesdienst celebrftt worden. Abends findet im Theater Festvorstellung statt. Lokales. Gießen, 3. Marz. Se. Königs. Hoheit der Großherzog trafen heute Mittag 11 Uhr 43 Min auf hiesigem Bahnhofe ein und reiften um 12 Ubr nach Lich wi der ab, um der Beerdigung Sr. Durchlaucht des Fürsten Ludwig zu Solms-Hohensolms- Lich beizuwohnen. Gießen 3. Marz. ^Sterblichkeit in Gictzen.j Die Zahl der Sterbfälle während der Woche vom 22. bis 28. Februar belief sich in hiesiger Stadt im Ganzen auf 9. Es starben 4 Kinder, nämlich ein Zwillingspaar in den ersten Lebenstagen an allgemeiner Körperfchwächc. ein Mädchen von 4 Jahren an Gehirnentzündung und ein Ljähriger Knabe an Diphteritis. Bei den 5 erwachsenen Personen erfolgte der Tod 2mal durch Recurrensfieber, Imat durch Schlagfluß, Imal durch Lungenfchwindsucht Imal durch eine Wschenbettkrankheit. G. — Am Montag Nachmittag wurden einem Arbeiter auf dem Lahnstein aus der Rocktasche 2 Jt. gestohlen. Der Verdacht lenkte sich auf einen übel beleumdeten Burschen von 17 Jahren von hier. Derselbe wurde verhaftet und hat heute Morgen den Diebstahl eingeftanben. — Heute Nacht ist die Pfarr-Scheuer in Alten-Buseck abgebrannt Zufolge ihrer ifolirten Lage konnte das Feuer glücklicherweise nicht weiter um sich greifen. Es wird dies auch wohl die Ursache gewesen sein, warum fein Feuerbote hier anwesend war. » mit 'kll'chM. T dlrt ein» Kd I "Wttien. ^°°Kchm °°°> »* ' d» 5m, tn und An. ochste an. "gen wat gewisser. Nr durch rückkLndi. übet» "tretet des knister des tartikel und d^kbarste »vhuhatigea ‘ i daß wedn - den rezel. Volkes an n der rpiße mrrf contra» and, welches an welchem erwünschten chast, welche ttegmseitigen der sich diese Rein Lebens- ch von Gott, igen winbet. segensreichen mge erhalten dieselben und Vechchemng i. der russischen wohnten bei n Wrttern- unb LriNj ' ßdiliyysdorn ' Ule und Ao. er Ale;mdn Osßjercorps imtnt? Kaiser dieEarpsangs- I eine aißeror- - ir zahlreichen ! nit lebh'sle« n dem Groß- ■ 1 n er sei *ew )s bitte der ; Vertreter der i g-vorbenen - 2 und 3 Uhl ,it einer B> : wirbt- IM« - tie ürh'bntiz . S»! ? unb dn ®“ 9iabotoff d" j .«W'““»*' I tue 1«* "’ | n giiningot“ titdtt W k«f< ®w -"? » ®vW *** ;#> 0 । 3“f «”r* Gießen, 2. März. [SWfallSfteber.] In der Zeit vom 24. bis 29. Februar sind in den Recurrenshospitälern zu Gießen 12 Kranke geheilt entlassen worden, einer gestorben, im Ganzen 13 (sämmtlich Männer) abgegangen, während nur 1 Kranker (M.) zuging Der Krankenbestand betrug am 29. v M. noch immer 58 (52 M., 6W.) und sind im Ganzen bis jetzt ausgenommen worden 180 Kranke (161 M., 19 W.), von denen 16 (14 M., 2 W-) gestorben sind. In dem Recurrenshospital in Friedberg haben bis zum Ablauf des vorigen Monats 66 Kranke (64 M., 2 W.) Aufnahme gefunden, von denen 4 (Männer) gestorben, 37 geheilt entlassen sind. Der Krankenbestand an jenem Tag betrug 25 (alles Männer); vom 25. bis 29. waren 5 Kranke zugegangen und 4 genesen entlassen worden. Der Leitung des bekanntlich in dem früheren Hofgerichtsgebäude eingerichteten Noth-Lazareths in Gießen unterzieht sich fortwährend in dankenSwerther Weise Herr Prof. Dr. Riegel, während das Friedberger Jsolir-Lazareth, welches in der dortigen Turnhalle auf recht zweckmäßige Weise hergestellt wurde, von dem Kreisarzt, Herrn Medicinalrath Dr. Lorenz, geleitet wird. (D. Z ) Vermischtes. Borken, 29. Februar. Zwischen hier und Wabern passirte gestern ein schauderhaftes Unglück. Gestern Nacht nämlich fuhr ein Mann mit einem zwetspännigen Wagen, durch die Dunkelheit der Nacht irre geleitet, auf dem Bahnkörper zwischen Borken und Wabern, in der Meinung, er sei auf der Chaussee. Da kam plötzlich der Zug 20 von Cassel angesaust, welcher Mann, Pferde und Wagen total zermalmte, so daß man eine halbe Stunde zu thun hatte, um nur die Trümmer und Fleischstücke aus den Rädern der Locomotive zu entfernen. (O.A.) — Von einer furchtbaren Lynchjustiz wird aus Lucan in Ontario gemeldet. Eine Schaar maskirter Männer drang in das Wohnhaus der in üblem Rufe stehenden Familie Donnelly ein, ermordete den Mann, die Frau, einen Sohn und eine Nichte und zündete dann das Haus an. Ein anderer Sohn Donnelly's, welcher an einem drei Meilen entfernten Punkte lohnte, wurde fast zur gleichen Stunde ermordet. Die Familie stand im Verdacht, mehrere in letzterer Zeit ausgebrochene Brände angelegt zu haben. aaBHasMwnMMaaaaaBMgMBKiKi«E«MgRiwgaaMWUMM*———w——***■»— < G*i^*** Mitgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd- Bremen, 25. Februar. Der Postdampfer Main, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. d M. von Newyork abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 12 Uhr Nachts die Reise nach hier fortaesekt. Derselbe überbringt 61 Passagiere und volle Ladung. Bremen, 1. März. (Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Donau, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 15 Februar von Breme» und am 17. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Morgen- wohlbehalten in Newyork angekommen. Temperatur in Gießen. Februar 1880. Niederste —15,0 °R. Mittlere — 0,04 „ Mittel früherer Jahre . + 0,52 „ Höchste...........+10,5 Niederschlag an 15 Tagen ...... 1,26 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 13 Tagen . . 1,38 „ 5^** welche am Tage der Aufgabe erscheinen sollen, t|| 1 CIk (U-Vf bitten wir bis längstens Vormittags 10Uhr ’ an uns gelangen zu lassen. Im Interesse der rechtzeitigen Fertigstellung unseres Blattes sind wir zu dieser wiederholten Bekanntgabe genöthigt. Die Expedition des „Gießener Anzeigers". Oeffenllilhe Auffordernug. Philipp Hofmann, geboren E 13. März 1809, Sohn des längst verstorbenen sürstl. Solms - Lichischen Hofjägers Hofmann zu HofAlbach bei Lich, ist vor mehr als 40 Jahren angeblich nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen. Sein zurück- gelassenes, bisher curatorisch verwaltetes Vermögen beläuft sich auf ungefähr 200 Jl. Derselbe oder seine Leibes- resp. Testamentserben werden hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche an das vorhandene Vermögen binnen 3 Monaten von heute an bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, widrigenfalls Philipp Hofmann für todt erklärt und das vorhandene Vermögen den sich meldenden nächsten Verwandten ausgeliefert werden würde. Zugleich werden alle Diejenigen, welche Ansprüche auf das vorhandene Vermögen zu haben glauben, aufgefordert, dieselben innerhalb der angegebenen Frist bei uns anzumelden. Lich, den 28. Januar 1880. Großherzogliches Amtsgericht Lich. 764) Lang ermann. Bekanntmachung. 1439) Die Lieferung des Brodes und der warmen Speisen für die hiefige Entbindungs-Anstalt für die Zeit vom 1. April 1880 b 8 dahin 1881 soll an den Wen'gstnehmenden vergeben werden. Die Bedingungen können bei der Großh. Direction der Entbrndungs- anstalt ei'.'gesehen und die Offerten längstens bis zum 14. d. Mts. bei dem Unterzeichneten eingere'.cht werden. Gießen, den 2. März 1880. Der Rechner der Großh. Entbindungs- Anstalt : ________Döring.________ Holzversteigerung. Freitag den 12. März I. I., Morgens um 9 Uhr anfangend, kommt im Cleeberger Gemeindewald, District Kühunner, Niederlag, Gaulskopf und vor dem Gaulskops, folgendes Gedölz zur Versteigerung: 288 Nadelholistämme, 291 Nadelholzstangen 1., 2. u. 3. El., 350 Nadelholz Hopfenstangen, 3900 Nadelholz Bohnenstangen, 81 rm Nadelholz-Scheit u. -Knüppel, 7500 Stück Nadelholz-Wellen, 54 rm Buchen Knüppel. Die Zusammenkunft ist bei dem sog. Zechenhaus- Cleeberg, den 1. März 1880. Der Bürgermeister: 1438)________Keil.____________ 1431) Ein Viertel Land in der"Nähe der Stadt zu verkaufen- Näheres Brandgassc 201. Allgemeiner Anzeiger. Holzoerfleiqerung in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Montag den 8. März soll in den Districten Eichelsberg, Altenberg, Grundwald und Annewald nachstehendes Gehölz versteigert werden: 69 rm Buchen-. Eichen- und Tannen-Scheit- und Prügelholz, 85 rm dergl. Stockholz, 3800 Wellen dergl. Reisholz, 5000 „ Buchen-Forstreiser I. Clafse, 4000 „ Eichen-Stockschlagsreisholz, 75 Eichen Stämme von 15—52 cm Durchmesser und 2—10 m Länge, mit 54,16 fm, 52 Fichten- und Kiefern-Stämme mit 16,74 fm, 36 Stück Eichen-Stangen, für Wagner, 290 „ Fichten Stangen, zu Sparren und Leiterbäumen Geeignet. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist Morgens präeis 10 Uhr in dem District Eichelsberg zunächst dem Teiche, woselbst das Fichten-Stamm- und Stangenholz lagert und wird die Versteigerung Mittags gegen 12 Uhr in dem Districte Altenberg fortgesetzt. Hohensolms, am 28. Februar 1880. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. (1377 Dörmer, Revierförster. Sonnenstraße J. H. Fahr, Sonnelchraße Rurz- ck Zklercerie-Maaren-Hailkllung, 1257) empfiehlt zur Saison Büffel- und Perlmutter- uud Fantafie - Knöpfe in allen Farben, Perlszimpen u. Franzen in den neuesten Desfins, Seide und Zwirne in allen Farben, 500 Bard Zwirn Rollen von 25 Pfg. an, Besatzlitzen in allen Farben, „ scbwarze 10 Meter-Stücke von 40 Pfg. an, sowie sämmtlichc derartige Artikel zu äußerst billigen Preisen. "Zm ä i in allen möglichen Fatous und guter Qualität ■ | £111 Extra-Weiten werden rasch angefertigt. vVI g A. Fangmatm» Turnverein. Donnerstag den 4. März er., Abends 8'/r Uhr: Generalversammlung im Frankfurter Hof. Tagesordnung. 1. Berichterstattung der seitherigen Geschäftsführung. 2. Vorlage der vorjährigen Rechnung. 3. Vorlage des Voranschlags für 1880. 4. Einholung von Corporationsrechten. 5. Gauturntag und Schauturnen. 6. Allgemeine Vereinsangelegenheiten. 1359)Der Vorstand. Auswanderer nach Amerika erhalten billige und reellste Beförderung durch die Agentur von 1427) J. M. Schulhof. Holzversteigerung in der Röntgt. Oberförsterei Krofdorf. Es kommen be: Wirth Kahlert zu Krofdorf, an jedem Tage Morgens 9 Ubr beginnend, folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend zur Versteigerung: Montag den IS. März: Distrikt Eichwäldchen 28a. Eichen: 37 rm Nutzholz I. El., ganz vorzügliches Küfer- und Schreinerholz. Distrikt Hasengarten 86, Schlag II. Eichen: 30 Baustämme zu 17,25 fm, 6 rm Nutzholz, 56 rm Scheit, 20 rm Prügel, 206 rm Reiser. Buchen: 4 rm Prügel. Distrikt Hemmstoß 69ac. Buchen: 207 rm Reiser. Fichten: 50 Stangen zu 3,36 fm, 204 rm Stammreiser, 205 rm Astreisig. Distrikt Fonbachskopf 12. Buchen: 2 Stämme zu 2,59 fm, 389 rm Scheit, 25 rm Prügel, 129 rm Stöcke, 609 rm Reiser. Fichten: 5 rm Nutzholz, 1 rm Prügel, 232 rm Reiser. Dienstag den 16. März: Distrikt Hirschsprung 70. Eichen: 1 Stamm zu 3,04 fm, 2 rm Nutzholz, 31 rm Scheit, 9 rm Stöcke. Buchen: 5 (Stämme zu 10,02 fm, 9 rm Nutzholz, 561 rm Scheit, 95 rm Prügel, 138 rm Stöcke und 551 rm Reiser. Distrikt Schabenstrauch 58. Buchen: 53 rm Stamm-Knüppel u. 636 rm Stamm- reifer. Krofdorf, den 2. März 1880. Der Königl. Oberförster: 1429)______________Müller._________ Holzverfteigerung. Montag den 8. März 1880, deö Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Cltmbacher Gemeindc- wald, District Langebruch und Thal^ nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: 45 Rmtr. Buchen-, Birken- und Eichen-Scheitholz, 20 „ Buchen-, Birken- und Nadel-Knüppel, 2000 Buchen-, Eichen-, Birken- und Erlen-Wkllen, 21 Rmtr. Buchen-, Birken- und Eichen-Stöcke, 49 Eichen-Stämme von 14—91 cm Durchmesser und 5—16 m Länge, 5 Birken-Stämme von 1—28 cm Durchmesser und 5—8 m Länge, 5 Birken Derbstangen von 0,21 em Durchmesser und 3—5 m Länge, 81 Nadel-Derbstangen von 3,03 cm Durchmesser und 7—10 m Länge, 474 N idel-Reisstangen von 10,07 cm Durchmesser und 5—10 m Länge. Die Zusamme-.-kunft ist im District Lanqebrncb bei Nr. 1. Climbacb, am 1 März 1880. Großh. Bürgermeisterei Climbach. 1428) Stern. Baumwachs, flüssig, empfiehlt in bester Qualität Fritz Flimm, Materialist, 1421) Wallthorstraße. An r Bi demnächst zu Sie Tzar Alex Mum geseiert, Loris.Meltki btt, wit man ! Landes zu gehen ultima ratio ein Rußland, für di Sbsolutiims no einmal wird th auch hier seine «kennen, daß I russischen Regie' Cs heißt den T'solg der schneidigen Eol der Hand, es I Energie der n Volkes ck Un l* gelegt, iß anzunehmen schei ilöpse wachsen, i welche überhaup nicht dauernd p schossm können ilühen kann. Für Deu Militärdictatur lorgniß, daß ( hattet ist, den «Provinzia ^nen Kamps n, iiche Einfluß fc tate. Fürst W im Ämt a Panjl & ^armstl «stag, den 6. vormittags 12 I. R, U. B 1, die ble ^rwilliM :en , der Antr /Ausbaues H'rschborner u *4.1; JWoBiirg, 'ien > d Ä iür Ä'WMt, 1. 6*! Nr berf E?rr«IH ■; d'k 1 tTlle0 läge QUfJ Silber PH. Strack bar. 1437) L e s ck b 0 r n. werden die zum Nachlaß des F. G- Eiß- «er gehörende Immobilien, als: FROORAMM. 1383) A Mendelssohn-Bartholdlz. G. U. Händel. 7) mit der Instrumentirung von W. A. Mozart. Das Comite. um geneigten Zuspruch. Nr. 680 26 27 1. 2. Flur. I. vollendeten Oper „Loreley“, für Sopransolo, Chor und Orchester .... Kreuz, 1237 Acker am Altenfeld, 400 Acker daselbst Die Beerdigung meiner lieben Frau findet nickt, wie irrthüm- lich in der gestrigen Anzeige angegeben, Donnerstag Nachmittag ‘4 Uhr, sondern um 3 Uhr statt. Ernst Euler. lüMtr. 75 Hofraithe auf dem Aeilgeöotenes. Alle Sorten ©eifarben auf's Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, sowie sämmtliche Sorten LackOel-u.Wein geistfirniße empfiehlt in anerkannt vorzüglichen Qualitäten. (1423 Fritz Flimm, Materialist, Wallthorstraße. Dienstag den 9. März Nachmittags 2 Uhr, Hochachtungsvoll Robert Hotts Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Hierzu eine Beilage. 1442) Nach kurzem Leiden entschlief meine liebe Mutter, die Wittwe des Großh. Kreisarztes Dr. Friedr. Wittlinger, Eleonore Wittlinger, geb. Brunner, im Alter von 73 Jahren, aber allzu früh für mich, in Folge Altersschwäche am 2. März Nachmittags. ^5 Uhr. Dr. Karl Wittlinger» Beerdigung findet statt Donnerstag den 4. März, Nachmittags 2 Uhr vom Sterbehaus (Frankfurterstraße E. 41) aus. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 27. Februar 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 1323) Lüdektng. 1349) Unterzeichneter empfiehlt sich im Anfertigen jeder Art Pumpenanlagen, Wasserleitungen, Bade- unv> Closet-Einrichtungen. Reparaturen werden bestens besorgt. Chr. Zimmer, Kupferschmied, Bahnhofsstraße C. 125. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der R u d o 1 p h’schen Musikalienhandlung ä JL 2,50 (Sperrsitz ä JL 3,50) zu haben. Textbücher für das „Alexanderfest“ ebendaselbst zu 10 H. 1420) Heute früh 2 Uhr verschied nach langem und schweren Leiden meine liebe Frau und unsere gute Mutter Karoline Euler, geb. Dörr. Für die vielen Beweise der Theilnahme während ihres langen Leidens und namentlich den guten Schwestern, welch? sie mit unendlicher Liebe gepflegt haben, sage ich meinen tilfgefühlten Dank. Gießen, am 2. März 1880. Ernst Euler. Euler. Ferdinand Euler. , Alexanderfest6^ oder „die Gewalt der Musik“. Eine Ode zu Ehren der heiligen Cacilia, von Zohn Dryden, für Soli, Chor und Orchester in Musik gesetzt.......... Geschäfts-Eröffnung. 1342) Verehrtem Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich Seltersweg Nr. 59, im Hause des Herrn Keller, .m Kurz- und Weisswaaren-Geschält eröffnet habe. Unter Zusicherung reellster unv aufmerksamster Bedienung bitte Im Obbornhvfer Gemeinde- "toolb find circa 50 000 4 jährige Fichten - Pflanzen, das 1000 zu 1 50 zu verkaufen. Obbornhofen, am 1. März 1880. Großh. Bürgermeisterei Obbornhofen. 485) Die seither von Herrn Professor Dr. Schürer innegehabte Wohnung ist zu vermiethen und am 1. April er. bezieh- Ouverture zur Oper „die Zauberflöte“ von M A. |$o)ürt. Finale des ersten Actes aus der un- d ießenerjfoncert -U ereilt Fünftes Concert Sonntag den 7. März 1880, Abends präcis*) 5 Uhr, im Clubsaale unter Leitung des Grossh. Univ.-Musikdirectors Herrn A. Felchner^ und gefälliger Mitwirkung des Fräulein Minna Tiedemann,, Concertsängerin aus Frankfurt a. M. (Sopran), des Herrn Heinrich Müller -Franken, Concertsänger aus Cassel (Tenor), des Herrn Felix Schmidt, Concertsänger und Lehrer an der königl. Hochschule für Musik in Berlin (Bass), des akademischen Gesangvereins und des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters. Wohlthätigkeits - Vorstellung. Die detaillirte Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben unserer am 22., 23., 25. und 26. Januar a. c. stattgefundenen Vorstellungen liegt bis zum 15. d. M. bei Herrn J. G. D. Bapst, hier, zur gefl. Einsicht offen. Gießen, den 2. März 1880. vermischte Anzeigen. 1420) Ein in alle« bäuslichen Arbeiten erfahrenes, mit guten Zeugnissen versehenes Mädchen sucht auf sofort Stelle. Näheres _____________________Brandgasse 201. 14431 Ein Notizbuch ist verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten dasselbe im Darmstädter Haus abzugeben. 1446) Als Entgegnung auf die Anzeige Nr. 1250 'm Gießener Anz. (Nr. 48. 49, 50) diene Folgendes. Die betr. Anzeige ist vollständig wahrheitswidrig. Ich habe nicht nöthig, auf den Namen meiner F;au zu borgen, sondern kann das, was ich brauche, selbst bezahlen; ick mache vielmehr bekannt, daß ich für Nickis hafte, was von meiner Frau, geb. Schwalb, oder von meinem Stiefsohne Vogel auf meinen Namen geborgt wird. Staufenberg, den 2. März 1880. Heinrich Muhl. 1425) Ein Garten hinter dm alten Eichen zu verpachten. Asterweg 127. 1424) Zugelaufen ein kleines graues Hündchen. Dasselbe kann abgeholt werden bei Bahnwärter Bell, __ ________Licher^ Straße.^ 1426) Ein in der Haushaltung erfahrenes Dienstmädchen, welckes auch mit Kindern umzugehen weiß, sucht Stelle auf Anfang April oder früher. Näheres durck die Exped. d. Bl.__________________________ 1436) Für einfache Buchführung jemand gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 1433) Ein junger Kaufmann sucht Kost und Logis Der 1. April in einer ruhigen bürgerl. Familie, am liebsten im Gartfeld ober in dessen Nähe. Offerten unter W. 20 bef. die Exped. d. Bltts. 1234) Eine Wohnung im Vorderhause zu vermiethen und alsbald zu beziehen. __________________August Kröll. 758) Zwei Familienlogis zu vermiethen. Neuenweg B. 138. *) Der Zutritt zum Concertsaal findet nur durch den Nebensa afc statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen- 1432) Der von uns erworbenen Eisenhütte ^Lalinhütte“ haben wir den Namen „Margarethenhütte" beigelegt, wovon wir Kenntniß zu nehmen bitten. Gebrüder Buderus* Icrmietyungen. 1444) Ein Logis, gleich beziehbar, zu vermiethen in Neuen Bäuen B> 90. Z Zu vermiethen eine Parterre-Wohnung von 4—5 Zimmern mit Zubehör, am 1. April beziehbar, sowie der dritte Stock von 8 Zimmern, am ersten Juni beziehbar.____________Gg. Volk. 1445) Ein kleines Fam'lienlogis, am 1 April beziehbar, zu vermiethen. Heinrich Schomber, Heuchelheimerstr. 1441) Zwei kleine Familienlogis sind zu vermiethen._______Seltersweg C. 67. 1435) Möblirtes Zimmer mit Cabinet billig zu vermiethen. Neue Anlage C. 39 1399) Ein Familienlogis zu vermiethen _______bei Karl Heil, Schießgärten. 1266) Der zweite Stock meines Hauses, bestehend aus 7 Zimmern, Küche, Kammern und sonstigem Zubehör, zu vermie- rhen. ____Ludwig Hein, Kreuz. 981) Eine Wohnung, bestehend aus 4Zimmern,abgeschlossenem Corridor u. s. w. Anfangs April zu vermiethen. __M. Weißbäcker. 821) Zwei schön möblirte Zimmer sind zusammen oder einzeln, in der Nähe der neuen Aula, vom 1. März oder 1. April ab zu vermiethen. Auch werden. daselbst Schüler in Pension genommen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts._______________________ 1396) Ein Familienlogis zu vermiethen. Jakob Reiber, Gartfeld 1369) Eine schöne freie Wohnung, möb- lirt an einen anständigen Herrn zu ver- miethen.__________________Dr. Weber. 1306) Der dritte Stock meines Hauses, bestehend aus 7 Zimmern nebst Zubehör, ist zu vermiethen. _____________Cbr. Petri, Alicenstraße. 82) Möblirte Zimmer mit Cabinet auf sogleich billig zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.__ 444) Eine kleine freundl. Wohnung ist wegzugshalber zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres ___________________Universitätsstraße 78'. 1246) In meinem Hause in der Sandgasse ein kleines Logis zu vermiethen. Näheres daselbst. Adolf Hoß. 1044) Marburger Str. 163 im unteren Stock ist in abgeschlossenem Corridor eine Wohnung von vier Piecen, Küche mit Wasserleitung und allem Zubehör an eine ruhige Familie, im Mai beziehbar, zu ver- miethen._________________________________ 889) Ein Geschäftslokal an frequenter Straße zu vermiethen und bis 1. Mai beziehbar. Näheres bei ___________________________I Blitz. 848) Laden mit zwei geräumigen anstoßende« Zimmern zu vermiethen. Näh. in der Exped. d. Bltts.____________________ 898) In der Marburger Straße, Nr. 161, ist eine Famklienwohnung von 9 Piecen zu vermiethen, und kann vom 1. Mai an bezogen werden. 1434) Mein Wohnhaus, früher Schreiner Stiugel'sches Haus, sowie ein am Hamm gelegener Garten sind sofort zu verkaufen. Lufttragende wollen sich an mich wenden. Wilhelmine Matthias, geb. Hoß. Jiißßoöenfiirßen in allen Nüancen, rasch u. hart trocknend, sowie I^einolslccatif zum Einölen, empfiehlt Fritz Flimm, Materialist, 1422) Wallthorstraße.