Mittwoch den 3. November M8G Nr. 2S7 I Schulstr-ß- B. 18. GLpedtttvWAvurearr t j ________ Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pj, J Selbst- 15 berühmte znde. Abends zebiiuLts. iünsüiche Dar« Mofft von geologisch (7157 ilbit verlegt, mit beit, vergoldet, Zröö- in g- -vanovlastWe jer, die neuesicn tentirtc diinen x Hnftolt in d-r lehrinL-, auch innerhalb der nächsten 6 Jahre für den Umbau von Brücken - Pontons erfordert werden, wenn die Schiffbrücke bestrhen bleibt. Zuzüglich letzterer Summe stellt sich das Gesammtbedürsniß auf 485,660 X; hiervon beträgt die Hälfte als Antheil des Großherzogthums 242830 X Aus dem zu 13,500 X veranschlagten Ertrag an Brückengeld werden für Unterhaltung der Brücke, Gehalte, Pensionen 2c. 8020 X zu bestreiten ,ein- Hier,.ach würde für die nächsten Jahre ein jährlicher Ueberschuß der Einnahmen gegen die Ausgaben von 5480 X verbleiben; dieser Ueberschuß würde in folgenden Jahren, nach Wegfall der Pensionen, auf ca. 7900 X wachsen und würde den Ge- sammt-Staats-Zuschuß von Preußen und Hessen von 485,660 X verzinsen zu 1,63%. In Folge der in Aussicht stehenden höheren Einnahmen aus Brückengeld dürfte sich der Staatszuschuß mit 2% verzinsen und hiernach, da der Staat das Geld gegenwärtig zu etwa 4% aufnehmen kann, dem Großherzogthum Hessen bezüglich seines Staats- beitrags von 242,830 X ein Zinsenzuschuß von 2% oder eine jährliche Ausgabe von ca. 4856 X zufallen. Dieses Cpfer erscheint — nach Ausführungen der Vorlage — im Interesse einer gesicherten Verkehrsverbindung über den Main bei Offenbach und im Interesse der bedeutenden Industriestadt Offenbach mäßig. Schließlich bemerkt die Vorlage nach einer eingebenden Darlegung der in Offenbach bezüglich der Plotzirage stattgehabt>n lebhaften Erörterungen, daß aus technischen Gründen kerne andere'Wahl des Platzes, als an der Kaiserstraße bleibe und daß die Firma Holzmann und Comp. in Frankfurt erklärt habe, sich nur bis Ende März nächsten Jahres an ihn Angebot gebunden halten zu wollen. Mit Rücksicht hierauf un' auf die Fortführung der mit der Königlich Preußischen R.gieiung eröffneten Ver- oackvlungen fei eine baldige definitive Entschließung über die vorliegende Brückenftage nothwendig. Berlin, 31. Octbr. Nachdem der hier statigehabte Congreß für Han- delsgcographre und Förderung deutscher Interessen im Auslande am 26. October d. IS. die Erwartung ausgesprochen hat, daß die deutsche Reichsregierung der Auswanderung nach Südbrastl.en ferner keine Hinderniffe bereiten werde, verlautet jetzt von unterrichteter Sette, daß dem so kundgegebenen Wunsche Seitens der Reichsregierung wahrscheinlich sehr bald entsprochen werden wird. Bereits in der Reichstagssitzung vom 10. Mai 1872 kam eine Petition deutscher Colonisten in der brasilianischen Südprovinz Rio grande do Sul um Aufhebung der der Auswanderung nach dieser Provinz entgegenstehenden H nder- niste zur Verhandlung. Die damalige Petitions'Commisston hatte beschlossen, dem Reichstage zur Erwägung zu stellen, ob nicht gleichzeitig mit dem Abschluffe eines deutsch-brasilianischen Consular-Vertrages jene Hinderniffe zu beseitigen wären. Der Reichstag nahm aber eine ablehnende Stellung ein. Inzwischen haben die Deutsch-Brasilianer in Südbrasilten wiederholt um Aufhebung der gegen die Auswanderung nach dort erlaffenen Verbote petitionirt. Dies Alles hat schließlich dahin geführt, daß im Reichsamte des Innern der Entwurf zu einem Consular-Vertrage mit Brasilien ausgestellt worden ist, welcher bereits Gegenstand eingehender Verhandlungen zwischen der deutschen und der brasilianischen Regierung ui d voraussichtlich bald zur Annahme gelangen wird. Sobald dies geschehen, kann die Aufhebung der Auswanderungs-Verbote, mindestens hinsichtlich Südbrasiliens, erfolgen. Die deutsche Retchsregierung hat es längst als eine Pflicht angesehen, dafür zu sorgen, daß die deutschen Colonien in Südbrasilien nicht an Mangel an Nachschub aus der Heimalh verkommen. In Rio grande do Sul allein leben circa 60,000 Deutsche und der Groß- handel befindet sich dort säst ausschließlich in den Händen der Deutschen, die fast nur deutsche Maaren conjumtnn und nur Rohprodukte für den deutschen Handel liefern. — Betreffs der Volkszählung hat das Kriegsmintsterium folgende Verfügung erlaffen: „Bet der am 1. December er. stattfindenden allgemeinen Volkszählung werden die Mtlitärpersonen in derselben Wrise ausgenommen, wie die Civilpersoneu. Für die militärischen Anstalten — Kasernen, Militär- lazarethe rc. — lügt die Eintheilung der Zählbezirke jedoch den Commandan- teil, bezw. den Garnison» Aeltesten ob, welchen Seitens der Local Ciotlbehörden die erforderlichen Formulare und sonstigen Mittheilungen rechtzeitig zugehen werden. Den von diesen Behörden bezüglich der Volkszählung eingehenden Requisitionen ist thuulichst zu entsprechen." — Die ultramontane Jmmediat E ngabe an den Kaiser ist nunmehr mit ca. 40,000 Unterschriften an das Hosmarschallamt abgeschickt worden. — Prinz Wilhelm wird sich, einer Einladung des Kronprinzen Rudolf von Otsterreich folgend, zu dessen Vermählung nach Wien begeben. D e Vermählung des Prinzen Wilhelm soll auf den 26. Februar anberavmt sein. Für den Sommerausenthalt des jungen Paares wird das Marmorpalais 6et Potsdam in Stand gesetzt; der Winteraufenthalt wird im Stadtschloffe von Potsdam genommen werden. — Geh. Rath Wehrenpfennig ist aus Italien, wo er die technischen Schulen besichtigte, nach Berlin zurückgekehrt. Berlin, 31. October. Der Justizmtnister hat untrrm 21. dss. Mts. die Bstimmtung getroffrn, daß über die Amtseinnahmen der Gerichsvoll» ""'“»Wirtes Betreffend: Die Volkszählung am 1. Dezember 1880. G ießen, am 30. October 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser in Nr. 214 des Gießener Anzeigers enthaltenes Ausschreiben vom 7. September l. I. benachrichtigen wir Sie, daß Ihnen die Formularien für die diesjährige Volkszählung vom 1. December dieser Tage zugehen werden. Die Vertheilung der Formularien nach den bereits bei Ihnen befindlichen Vorschriften ist alsbald vorzunehmen. Dr. Boekmann. ____________ ______________ tWtttW nstagtn (-|i eiij* M fragen iertttilW' t'W- .Anstalt- (6815 S3SSSJ& f<1>' «°°> L-ÄI ‘iicii. i»cht \v ^'wliaren- "■ »IO bef "ie ___0165 Aeulschland. Darmstadt, 1. Novbr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben AÜergnädlqst geruht:. Am 27. October den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Ulrichstein, Dr. Ernst Wer le, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Vilbel und den früheren Landgerichts-Assessor Ludwig Ludwig aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Ulrichstein — zu ernennen. — Sem- Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 25. October den Steuerausseher Joseph Gabriel Kämmerer zu Mainz, unter Anerkennung seiner la» gjährigen, treu geleisteten Dienste, tn den Ruhestand zu versetzen; an demselben Tage den Buchjührer bei der Centralwerksiätte der Main- Neckar-Eisenbahn, Georg Haumüller, mit Wirkung vom 31. August seines Dienstes zu entlasten. w. Darmstadt, 1. November. Die unterni 25. October ds. Js. von Seiten Großh. Ministeriums der Finanzen an die zweite Kammer der Stände gelangte Vorlage wegen Erbauung einer festen Brücke über den Main bei Offenbach enthält das Ansinnen an die Kan>mer: 1. dem Ersatz der Schiffbrücke bei Offenbach durch eine stehende Brücke die Zustimmung zu erteilen, hierzu einen im Wege der Anleihe aufzubringenden Staatsbeitrag von 243,000 X zu gewähren, sowie die Verwendung aller Immobilien und Diobilien der gegenwärtigen Schiffbrücke und des Fonds der Brücken- wärterwntwenkoste für den Bau der neuen Brücke zuzustimmen; 2. sich damit einverstanden zu erklären, daß die im Staatsbudget pro 1879—1882 für die Reparatur ber Offenbacher Schiffbrücke vorgesehenen 36,500 X zum Bau der stehenden Brücke verwendet werden, und 3. daß der Bau der neuen Brücke, in Gemeinschaft mit der Königlich Preußischen Regierung, an einen Unternehmer in General-Entreprise ohne öffentliche Ausschreibung vergeben werden kann. . Es wird in der Vorlage ausgeführt, wie sich bereits tm Februar 1877 der Stadtvorstand von Offenbach in einer Eingabe an die Großh. Regierung mit dem Ersuchen gewandt habe, für die der Reparatur bedürftige Schiffbrücke keine besonderen Kosten mehr zu verwenden, vielmehr an Stelle der Schiffbrücke eine feste Brücke erbauen zu lafbn und dicserhalb mit der Königlich Preußischen Regierung in Verhand- luno zu treten. Dabei sei bemerkt worden, daß die Stadtverordneten-Versammlung als Beitrag für den Bau eimr festen Brücke die Summe von 50,000 X bewilligt habe und nach Mittheilung Königlich Preußischer Behörden, zu hoffen fei, daß auch Seitens der auf dem rechten Mainufer gelegenen Preußischen Gemeinden und des Kreises Hanau die gleiche Summe zur Disposition gestellt werden würde. Auch habe der Stadtvorftand von Offenbach, um einen festen Anhaltspunkt zu gewinnen, die Firma PH. Holzmann u. Co. in Frankfurt veranlaßt, ein Project für eine feste Brücke über den Main, und zwar an drei verschiedenen Stellen, nämlich in der Fortsetzung der Karlsstraße (oberhalb der gegenwärtigen Schiffbrücke), der Untermainstraße und der Kaiserstratze auszuarbeiten und einen Kostenvoranschlag aufzustellen. Es sei bemerkt worden, daß mit Bezug auf die Holzmann'fchen Untersuchungen und Projectirungs- arbetten nur das in die Verlängerung der Kaiserstraße fallende Project, welches irn Ganzen zu 725,000 X veranschlagt wurde, in ernstliche Erwägung gezogen werden könne, zumal dasselbe sich in ästhetischer Beziehung als das empfehlenswerthefte heraus- ftelle und auch nicht geradezu, wie die treffenden Bemerkungen des Holzmann'schen Erläuterungsberichtes ergäben, als den Interessen der Stadt Offenbach nicht entsprechend bezeichnet werden könne. Ende Juni d. I. habe die Königlich Preußische Regierung sich zu Verhandlungen wegen des Baues einer festen Brücke bereit erklärt, nachdem auch von jenseitigen Interessenten, Gemeinden und Comu unalverbänden, Beiträge zu den Baukosten im Gesammtbetrag von 50,000 X bewilligt worden seien. Die Preußische Regierung proponire, bei den zu eröffnenden Verhandlungen davon auSzugehen, daß die Bauverwaltungs- und Unterhaltungskosten der Brücke von beiden Staaten zu gleichen Theilen getragen und die Einnahmen in gleicher Weise getheilt werden, daß im Wesentlichen das Holzmann'sche Project in der Verlängerung der Kaiserstraße zu Grunde gelegt und daß zu den Baukosten, außer den von der Stadt Offenbach bewilligten 50,000 X und den Beiträgen der jenseitigen Gemeinden und Verbände von ebenfalls 50,000 X, auch der Bestand der Brückenwärterwittwenkoffe der gegenwärtigen Schiffbrücke, sowie der Erlös aus dieser Schiffbrücke mit Zubehör verwendet werde. Die Preußische Regierung erkläre sich auch damit einverstanden, daß der Bau der Brücke der Firma Holzmann u. Co. zu Frankfurt in Entreprise für die Boranschlagsumme von 725,000X gegeben werde, sobald die zur Ausführung des Projectes erforderlichen Geldmittel durch den nächstjährigen preußischen Haushalts- Etat bewilligt sein werden, und 18 sei der Großh Regierung berefts der Entwurf eines Vertrages mit der Firma Holzmann u. Co. Seitens der Preußischen Regierung zur Prüfung und Aeußerung mitgetheilt worden: Werde auf die Proposition der Preuß. Regierung eingegangen und das Holzmann'sche Project der Ueberlnückung des Mains in ber Verlängerung der Kaiserstraße zur Ausführung gebracht, so berechnen sich die weiteren Staatszufchüsfe, außer den bereit- zur Verfügung stehenden Fonds, wie folgt: 11 Ausgaben für die neue stehende Brücke 725,000 X; 2) Einnahmen, refp. Ersparnisse: ä. Zuschuß der Stadt Offenbach 5( ^00 X; b. Zuschuß der Preußischen Gemeinden und Communal- Verbände 50,000 X; « Erlös aus den Mobilien und Immobilien der Schiffbrücke 50,000 X; d. Verwendung deS Fonds der Vrückenwärter- Wittwencafse 46,340 X\ e. Ersparniß der Reparatur der Brückenköpfe an der bestehenden Schiffbrücke 73,000 X; in (Summa 269,340 X, was eine Mehrausgabe von 455,660 X ergiedt. Hierzu kommen noch ca. 30,000 X, welche für Bi ückengedäude an der neuen Brücke, mit Erhebestelle, erforderlich sein werden. Der gleiche Betrag würde mhrungj 1 M3 J ton (dntcb« 'chns itibd Wn retten' '»ui sichern nch ®. Po 'Inno in Leip. 8uihhandlung (5865 e en werden schön von (7112 lstraße K. 17. dftr’fche . Novör. et. ^DrmMadchcir Wst^Anlngc. zieher kraft Auftrags und der HülfSgertchtsvollzieher bei jedem einzelnen Amtsgerichte, von den Rechnungsrevtsoren bet den Staatsanwallschasten der Landgerichte für das Vierteljahr Uebersichten nach einem gegebenen Formular aufzustellen sind, wobei die Angabe nicht fehlen soll, welcher Gerichtsvollzieher die meisten und welcher dte wenigsten Einnahmen hat. Hannover, 31. Octbr. Der „Frkflr. Ztg." wird von hier geschrieben : Der hannover'sche Provinzial-Landtag hat tn seinen letzten Sitzungen dte Frage der Prügelstrafe erörtert, anläßlich der Berathung über Abänderung des Reglements über die Veränderung des provinztalständtschen Werkhauses in Moringen, v. Hinüber stellte dabei den Antrag, körperliche Züchtigung bis zu zwanzig Hieben unter gewissen Einschränkungen für zuläsfig zu erklären. Der Antrag wurde damit motivirt, daß dte Corrigenden, welche tn den Werkhäusern untergebracht würden, oft viel schlimmer seien, als die ärgsten Verbrecher. Bis zum Jahre 1872 sei dte körperliche Züchtigung in Mormgen in Gebrauch gewesen, jeder Sträfling habe bet Ankunft und Abgang eine Tracht Schläge erhalten, jetzt, nach Beseitigung der Prügelstrafe, sei dte Zahl der Corrigenden sehr bedeutend gewachsen. Grumbrecht (Oberbürgermeister von Harburg) und v. Linsingen (Bürgermeister von Uelzen) bekämpfen den Antrag, andere Redner, namentlich von der Ritterschaft, sprechen lebhaft dafür. Schatzralh Hug-nberg äußert sich dahin: Es sei ein Jrrthum, wenn man blos von der Einführung der Prügelstrafe ein Abnehmcn der Vagabondage erwarte. Das Ueberhand« nehmen der Corrigenden sei hauptsächlich eine Folge der wirtschaftlichen Krisis, mit deren Beseitigung würde sich auch die Zahl der Jnhafftrten ver- rtngern. Die Prügelstrafe sei bis 1872 sehr wenig tn Anwendung gebracht, sie habe zum Thetl günstig gewirkt, aber auch den entgegengesetzten Erfolg gehabt. Daher erwarte man von ihrer Wiedereinführung nicht zu viel. Von anderer Sette wurden noch Bedenken ausgesprochen, ob der Antrag an entscheidender Stelle Erfolg haben werde. Nachdem noch Frhr. v. Hammer- Loxten aus Mecklenburg htngewtesen hatte, daß dte Vagabonden ängstl ch würden, weil sie hier Gyps und Klete treten müßten — eine Annahme, die Schatzrath Hugenberg als nicht zutreffend bezeichnete, weil die Corrigenden- Anstalten in Mecklenburg gleichfalls überfüllt seien — wurde der Antrag v. Hinüber's wegen Wiedereinführung der Prügelstrafe mit großer Majorität angenommen. Schweiz. Bern, 30. Octbr. Es bestätigt sich, daß die „Grande Chirtreuse", das Kartäuserkloster, bei Valsaint tn Frankreich, nicht weit vom Bahnhofe zu Romont im Canton Freiburg eine große Liegenschaft angekauft hat, um dort eine Filiale für dte Herstellung seines berühmten Liqueurs zu errichten. Vor- läusig handelt es sich um em industrielles Unternehmen; doch wird dieses sich, wenn die Ausweisung der Kartdäuser aus Frankreich erfolgen sollte, welche man offenbar befürchtet, unzweifelhaft tn ein Kloster verwandeln. Für jetzt sollen nur vier biS sechs Karthäuser nach Romont kommen, unter deren Leitung die Einrichtung der Fabrik und die Zubereitung des Liqueurs vor sich gehen wird. Bei dieser Gelegenheit dürfte es für Jdre Leser von Jntereffe sein, zu erfahren, daß das Karthäus-rkloster „Grande Chartreuse" in Frankreich nicht weniger als 585ha Grund und Boden im Werthe von 2,633.600fr besitzt, dabet nur 3000fr Gewerbesteuer und 600fr Miethe an den Staat zahlt, von diesem aber dagegen 432 Steren Holz für Heizung und Reparatur der gemieteten Gebäulichkeit erhält. (Köln. Ztg.) England. London. Nachdem über dte Absicht der Regierung, die Führer der irischen Bodenltga tn Anklagezustand zu versetzen, keine Zweifel mehr obwalten, überträgt sich der ganze Ingrimm Mr. Parnell's (eines Vertreters von Irland im Parlament) ganz plötzlich von den verhaßten Landlords auf die Regierung. Bei einem, ihm und seinen Collegen Mr. O'Connor neulich tn Galway gegebenen Banket htelt er eine lange Tischrede und sagte u. A.: „Wir sind vielleicht jetzt am Vorabend eines Versuches Seitens der Regierung, mit dem Volke Irlands handgemein zu werden. Die Regierung in Irland ist ein vergebliches constttuttonelles System, aber wenn immer es England paßt, d. h. wenn cs findet, daß es Irland tn seiner eigenen Weise nicht ohne dte Suspension der Verfassung regieren kann, macht es sich niemals Gewiffensbiffe, dte Constitution zu suSpen- dtren. Einmal ist es dte Suspension der Habeas-Corpus -Acte, ein anderes Mal ein Zwangsgesetz oder die Entsendung von Extrapolizet in die Grafschaften, und die Proclamtrung des Standrechts. Dte Regierung k nn weder dte Habeas-Corpus-Acte suspendtren, noch ein Zwangsgesetz geben ohne eine Parlamentsacte, und so lange wir im Stande sind, Im Parlament unsere Stimme zu erheben, wird das Parlament, ich wage es zu sagen, weder das Eine noch das Andere thun. (Lauter und anhaltender Beifall). Wenn dte Regierung zu dem Zwecke, Irland in ihrer etgenen Weite zu regieren, die Habeas-Corpus-Acte zu suspendtren und alle die anderen Paraphernalien von Ausnahmegesetzen, die sie von Zeit zu Zeit behufs Beherrscht! ig Irlands in Kraft setzt, tn Bewegung zu bringen wünscht, muß sie dies ohne uns thun. Sie muß sich erst unser entledigen, und sie versteht dies vollkommen wohl. Ich beabsichtige nicht zu sagen, daß sie sich unser nicht entledigen k.mn, aber wenn sie es tn irgend einer Weise fertig bringt, dte Führer der Irischen Partei tm Parlamente schuldig zu sprechen, dann werden wir unsere Mandate nteder- legen und unseren Wählern dte feierliche und heilige Pflicht an's Herz legen, an unserer Stelle Männer zu wählen, die unser Werk sorlsetzen und tm Unterhause irgend welchen Zwangsmaßregeln einen ebenso trotzigen Widerstand leisten werden. Obwohl die Regierung sich eines halben Dutzends irischer Agitatoren entledigen mag, und obwohl sie nicht tm Stande sein mag, dem Parlament mit Zwangsprojecten frei von der Opposition solcher Agitatoren zu begegnen, so wird sie anderen Männern in deren Plätzen begegnen, die schlimmer als deren Vorgänger sein werden."__________________ Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 1. Novbr. Heute Mittag 1 Uhr hat die feierliche Enthüllung des Denkmals des Feldmarschalls Graf Wrangel am Leipziger Platz stattgefunden, welcher der Kaiser, mtlitärische Deputationen, dte Spitzen der Civtl- behörden und dte Generalität beiwohnten; der Platz war von einer großen Menschenmasie bedeckt. Der Kriegsminister v. Kameke hielt eine Ansprache an den Kaiser, worin er den Dank der Armee für das Denkmal aussprach. Darauf fiel die Hülle desselben unter den Klängen des Hohenfriedbecger Marsches. AlS der Kaiser den Platz verließ, brachte der Kriegsminister ein dreifaches Hoch auf den Kaiser aus, in welches die ringsum versammelten Men- schenmaffen enthusiastisch einstimmten. Washington, 1. Novbr. Drr Chef des Geheimdienstes des Schatzamtes zeigt an, es seien laut Angabe eines wegen Brsitzes gefälschter Unions-Schuldobligationen in Chicago verhafteten Individuums gefälschte 6procenrige Obligationen der Anleihe per 1881 ä 1000 Doll, zur Versilberung nach Europa gesandt. London, 1. Novbr. Von dem durch ein Wiener Blatt gemeldeten angeblichen Rücktritte Gladstone's von dem Posten des Premier-Ministers zu Gunsten Hartington's ist hier durchaus nichts bekannt. Selbst gerüchtweise hat von einer derartigen Cabinetsänderung nichts verlautet. Die Wiener Meldung ist daher als gänzlich unbegründet anzusehen. Pesth, 1. November, Abends. Der Budgetausschuß der österreichischen Delegation genehmigte gestern bei Berathung des Ordmariums des Kriegs- budgeis das beantragte Mehrerforderniß für Mannschastskost einstimmig, lehnte mit 10 gegen 8 Stimmen die Forderung für Bertttenmachung der Hauptleute ab und nahm mit 10 gegen 8 Stimmen den Antrag des Referenten Sturm an, von dem Mehrerforderniß 1,375 208 fl, welche durch spätere Einberufung der Rekruten erspart werden könnten, zu streichen. Heute genehmigte der Ausschuß nach lebhafter Debatte das Gesammterforderniß für die Heeresverwaltung in den occupirten Gebieten nach den mit der Regierungsvorlage übereinstimmenden Anträgen des Referenten. London, 1. Novbr., Abends. Ein Telegramm der „St. James Gazette" aus Konstantinopel vom 31. v. Mts. besagt: Riza Pascha wurde von den Insurgenten an der St. Georgs-Brücke zurückgeworfen und zog sich mit seinen Truppen nach Frashai zurück. London, 2. Novbr. Amtlichen Meldungen aus der Capstadt zufolge vereinigten sich alle Basutos östlich vom Drachenberg, sowie beide Abtheilungen des Paldostammes zum Aufstande gegen die Regierung Die Colontal-Regierung hat eine Aushebung von 500 Irregulären und 3500 Colonisten bewirkt. Auch der Tembustamm ist gegen die Regierung in Aufstand. Schlimme Gewohnheiten. (Ein Wort an die Handwerker- und Geschäftswelt.) In nichts ist der Mensch erfindungsreicher als in der Auffindung von Gründen, mit welchen er sich selbst zu täuschen bestrebt ist. Kommt em junger Geschäftsmann auf keinen grünen Zweig, will fein Geschäft, das er mit so viel Hoffnung begonnen hat, gar nicht profperiren, so daß die Bilanz deutl ch auf eine kurze Lebensdauer des jungen Geschäfts hinweist — dann ist man zu oft und zu gern geneigt, des Uebels Ursachen auf Rechnung der schlechten Zeiten zu setzen. Alle Tage singt man das alte Lied von d n wirthschaftlichen Krisen und Absatzstockungen, großer Concurrenz und schlechter Lage, hoher Miethe und unzuverlässigem Dienstpersonal; nur die eigene Unfähigkeit, ein Geschäft umsichtig und gewissenhaft zu leiten, gesteht man sich nicht ein. Und doch ist diese Unfähigkeit in vielen Fällen die Ursache \u Concurseu, Auflösungen und zum Niedergang von Geschäften der verschiedensten Branchen. Der junge Meister hat durch die Mitgift seiner jungen Frau eine nicht unbeträchtliche materielle Beihülfe zur Errichtung seines Geschäftes erhalten, so daß er um Vieles besser daran ist, als ein armer Teufel, der zu gleicher Zett fast allein in einer winzigen Werkstatt fein Geschäft begründet; aber was letzteren langsam, doch sicher emporbringt, mangelt jenem, oder scheint ihm nicht von Nöthen, die Thatkrast und Umsicht, welche sich kein Geschäft entgehn läßt, welche sich um die gewissenhafte Ausführung auch des kleinsten Auftrags bekümmert. Wenn aber nur erst einmal dmch die mangelhafte, unsolide Ausführung eines, wenn auch unbedeutenden Auftrages oder durch ein kleines Versehen in der Buchführung das Mißtrauen des Publikums erregt worden, so ist cs schwer, wenn nicht unmöglich, das Vertrauen wieder zu gewinnen: denn leider ist in der gegenwärtigen Zeit das Publ kum zum Mißtrauen geneigt — und berechtigt. Jeder Geschäftsmann, nicht blos jeder Kaufmann, sollte doch mindestens zu rechnen verstehen; aber wie manchen Geschäftsmann gibt es, der das Technische seines Gewerbes ausgezeichnet versteht und deßhalb allgemein als ein geschickter Mann geachtet wird, der aber nicht versteht, einen Halbwegs zutreffenden Kostenanschlag für eine ihm zu übertragende Arbeit zu liefern; gewöhnlich greift er damit zu tief, so daß dann bei Abgabe der Rechnung der Besteller eischrocken zurückfährt und die volle Zahlung verweigert. Das Ende vom L'ede ist, daß der fleißige und geschickte Meister den Lohn der säuern Arbeit opfert, um nur die Kunden zu erhalten. Eine andere schädliche Nachlässigkeft, die man durch eine meist ganz unzutreffende Voraussetzung zu motiüiren sucht, ist die, daß so viele Handwerker auß'rorventlich schwer zu bewegen sind, nicht nur pünktlich zu liefern, sondern auch pünktlich die Rechnung für gelieferte Maaren abzugeben. Man vertröstet da mit freundlichem, vertraulichen Blick: „Na, Sie sind mir sicher", und glaubt, daß ein pünktliches Absenden der Rechnung als eine durch verletzendes Mißtrauen dictiite Mahnung aufgei nommen werde, und doch muß solche Unpünktlichkeit jedem pünktlichen gewissenhaften Kunden unerträglich werden. Durch übergroße Gutmüthigkeit wird nur allzu oft der kleine Geschäftsmann das Opfer jener Schwadroneure unter den Handlungsreisenden, welche durch eine Fluth schöner Redensarten dem einfachen Manne die ruhige Ueberlegung darüber unmöglich machen, ob die ihm angepriesenen Waaren auch in seinem Orte ein Bedürsniß, absetzbare Artikel sind Die bestellten Waaren kommen schneller an, als sie wieder abgehen, und noch ist fein Stück verkauft, so fordert derselbe Handlungsreisend.' mit weniger Liebenswürdigkeit die prompte Bezahlung. Ferner begehen viele Geschäftsleute darin einen großen Fehler, daß sie mit zu vielen Firmen in Geschäftsverbindung treten, statt von einer großen Firma zu beziehen, die im Stande ist, bei Entnahme größerer Beträge ein längeres Ziel und eine größere Provision zu gewähren. Bei dem Anknüpfen mit vielen kleinen Firmen kaust man meist „dem Schinder die Keule ' ab. Der schon gerügten Vertrauensseligkeit ist es zuzuschreiben, daß Geschäftsleute von ihrem eigenen Dienstpersonal oft jahrelang aufs Schmählichste betrogen werden- Andererseits stellen viele Geschäftsinhaber viele Leute, denen sie doch bei etwaiger Abwesenheit Alles anvertrauen müssen, mit viel zu geringem Gehalte an, so laß dieselben zu Näschereien und Diebstählen geradezu verleitet werden- Aus falschem Erbarmen stellen Geschäftsleute ihren Lehrlingen und Gehülfen wahrheitswidrige Zeugn sse aus, indem sie sich nicht überlegen, wie bei dem Offenbarwerden eines solchen Gebührens Treu und Glauben immer mehr in Mißkredit kommen müssen. Endlich schädigen viele Leute auch dadurch ihr Geschäft, daß sie verschiedene Kunden bedienen, dem einen knapp, dem andern reichlich messen, dem einen eine Arbeit billig, dem andern theuer anrechnen, weil „er es bezahlen könne". Wir glauben, nicht, sagt Wieck's „Jllustr. Gewerbe-Ztg.", der wir Vorstehendes entnehmen, durch Beleuchtung vorstehender Punkte uns den Vorwurf ungerechten Tadels oder wohlfeiler Redensarten zuzuz ehen; wir wünschen vielmehr, daß von jedem Ge- schäftsmanne Pünktlichkeit und Gewissenhasligkeit, Ordnungsliebe und unermüdlicher Fleiß, umsichtiges wohlüberlegtes Handeln als die sicherste Gewähr für das Emporblühen seines Geschäftes möchte betrachtet werden. Lokales. Gießen, 2. November, Tagesordnung für dte Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag, den 4. November 1880, Nachmittag- 4 Uhr, im alten Real- schulgcbäuder 1. Umbau des Main Weser Bahnhofs. 2. Die diesjährige Volkszählung betr 3. Anschaffung zweier Vaumrodrmaschinen. 4. Die Verpachtung eines Lagerplatzes im Oswalds Garten. 5. Slraßenanlagen zwischen Neustadt und Wallthor. 6. Reparaturen tn dem städtischen Hause aus dem Asterweg. 7. DE S.D>e° g, W 10. 11. Dl- § Hießet: ... * 1 2 3 4 5 6 Nltl1 ftaniW foiN fo7 D'tb fe1’S« t ?wegen 5*'S« FjS iurben 7 56 NW jj; ßflr Franks" iiifl zu raM" Pfeiler und >ß welche natürlich dieser Unfall an d Laubach. statt, die bezüM goaunissm machte tu geben, die Bern in Berlin zu W nicht nur je einen Witterung ptobttt Uitheii über w Hirahe W-S Offenb machung, betr. dl einer Unzahl hief heben und einer Die Derel Gießen werd Monta in das Spark 1 Girhn 7020) karmner zu Br< kasse, welche i Verzugs Publikum hier, der fälllaen P Kurz Hunge Belau Künftig, 4. Novemb sollen bei der nachfolgende A klehmenden ver Waslerarbeit, ^haussirarbeit, 715-?'*' 2218) 3 bjz Hühner und 1 11 ««trafen b* .m 3amei T«. "W wutbe 00n I Unb M sich tmt ®]l>6abt iuf0L, r®oJonfal.gteate, lomflen 6ej>(rft. I Sch,d. *a£ '‘'•Vff6eten «'« 1U *£">- <» ! , »mberufmid "lgt- d-r L ?««Ät>era>aItun uk,,l*Mun. U^6 yonQtünben, I 8^, deschai^man» I ?onnuna begonnen I I« Vebensbauer be§ I Leneidt. des Hebels | ungt man bas alte I er Conmrrmz und I nur die eigene b lebt man sich nichl | tu ßoncurjtn, Ans- I ranchen. iu tme nicht unbc- I Hen, jo daß er um i iaft allein in einet I mgiam, doch sicher I die Zbatfraft unb | mfenfätt Zlus- | erfl einmal bmd) I ?n Austrages ober I Publikums erregt I der zu gewinnen: I jtrauen geneigt - I )vck mindestens zu I iS Technische seines I ieid)idier Mann ge- I Kostenanschlag für mit jii tief, io bah fort unb die volle b gcschicktt Meister ganz unzutreffende L ter auh'rorventiich auch pünktlich die r s .eundlichem, ver- •in pünktliches Äb- I tc Mahnung ausge- I ichm gewissenhastei I eine Geschaftsmm I welche durch eine I rlegung darüber um I Otte ein Bedunniß I i als sie wieder ab I adlungsreisenv.' «« I hier, daß ftc nO ’sirma |U ,e” unb emi Jane« tiuit *• b«6 MW151.“? ft- betroeen S>,,ni «irr »er wir t Iflbe[§ 1 unflfl7 bem ®e‘ 7. Desgleichen in bem Schulgebäude im Oswalds Garten. 8* Die Straßenschilder bett. 9 Gesuch des ^mmcrmann Eberhard Fenster von hier um Bauerlaubmß. 10. Gesuch des Bierbrauers Eduard Pöschel um Entfernung eines Pappelbaums. 11. Die Grund- unb Hypothekenbücker. ffiiefieit 2 Novbr Im Monat October würben von ber Schutzmannschaft Anzeigen er- 4rattet-Wc«en schädliche AnSvünstunq 20, Ledensmittelfälschung 0, bösartiger Threre 0, fo ft ° S.LL-- 4. Sich-rh-itsp°li,°i- Bettler 46, Obb.«Me 1, T-unk-nh-1 4 Ruhe- ftöruna 107, Diebstahl 17, Betrug unv Unterschlagung 2, schwere Körperverletzung 11, Verstoß kegen das Meldewesen 4 sonstige Sicherheitspolizei 17. Ferner im Interche der S tten- “JL,: topaen Tbierauäleret 7, gegen Prostituirte 4, wegen Storung der Sonntagsfeier 1, wegen Uebertretung der Feterabendstunde 24, sonstige Sittenpolizei 4. Gewerbepolizer: Maüe und Gewichte 1, Droschkenordnung 1, Dienstmannsoronung 0, sonstige Gewerbe- Ät 6 Itrahention ä- wegen unterlassener Straßenreinigung 23, Fahrordnung 22, sonstige Straßenpo'41 Baupolizei 1, Feuerpolizei 9, Steuerdefraudatton 0, Octrot 2. Arretirt L Bettler 3 Obdachlose, 16 Betrunkene, 1 Prostituirte, wegen Wtder- ftanb T weaen Diebstahl 5, 1 wegen Berrug und Unterschlagung, sonstige Verhaftungen 2, nuFb9?POuifitton 11 Schulkinder 5. ' Ferner hatte die Schutzmannichaft nachfolgende 23efor; aus ufübre'n Sie lmtte 69 Ladungen zu bestellen, 150 Briefe auszutragen, lö Steuer- ?^l ?u befördern und 2>9' Anforderungszettel zu insinuiren; außerdem wurden noch sonstige 14 OTolbunacn besorgt Umfragen bei sammtltchen Goldarbeitern, Uhrmachern und Händlern "ur^ 7 g °l. n °uß-rd.,n h7,ln 24 V°rn-Hmung,n b-i Gericht »u -rsolgen Nachdem nach 56 Verfügungen, 28 Ermittelungen, 57 Ausschretben und Transportpapiere zu besorgen waren, schließt der Bericht mit 10 Vorführungen im verflossenen Monat. Verwischtes Frankfurt 31. October. Gestern Morgen fuhr der von Kasiel kommende Schnell- rua »u rasch in den kiesigen Bahnhof ein unb rannte bie Locomotive totbet die Rampe an bem Bahnhofsgebäude, zertrümmerte das eiserne Gelände^ knickte den im Wege stehenden hölzernen Pfeiler und riß die Quadersteine heraus. Vor der Treppe zum Wartesaal blieb die Maschine, welche natürlich beschädigt wurde, stehen. Die Pasiagiere erlitten keine Verletzungen. Es ist dieser Unfall an derselben Stelle schon mehrfach vorgckommen. • Lauba ch. Am 27. October fand in Darmstadt die Zusammenkunft einer Commission statt, die bezüglich der verschiedenen Secundärbahn-Projecte gehört werden sollte. — Diese Kommission machte sich dahin schlüssig, dem Antrag des Kammerrath Weber von Laubach Folge zu geben, bie Berathung der Secunbärbahn-Profecte vorerst zu vertagen dagegen bie Reg.erung zu ersuchen: «Mit Rücksicht auf das Bollöe'sche Problem d,e Wohlcrt sche Maschinenfabrik in Berlin zu bestimmen, auf je einer Staatsstraße der drei Provinzen des Großherz ogthums nicht nur je einen Personen-, sondern auch je einen Last-Dampfwagen bei nicht zu günstiger Witterung probeweise in Betrieb setzen zu lasien, damit man vor Allein möglichst bald ein Urtheil über die Lcistungsfäkigkeit des neuen Systems gewinne. In Oberbesien wird die Straße Nidda,Schotten zur Vornahme dieser Probe in Aussicht genommen werden. (O. A.) Offenbach. Die Großh. Bürgermeisterei erließ unterm 26. v. M. folgende Bekanntmachung, betr. den Verkebr mit Petroleum: In Folge mehrfacher Beschwerden ieß man bei einer Anzahl hiesiger Detailverkäufer Proben des vön denselben feilgehaltenen Petroleums erheben und einer technischen Prüfung unterwerfen, welche ergeben hat, daß gegenwärtig fast nur solches Oel verkauft wird, das den gesetzlichen Anforderungen durchaus nicht entspricht. Nach § 7 der Verordnung vom 17. October 1868 sind alle Mineralöle, welche bei einer Temperatur unter 35 Grad Celsius (= + 280 R ) Dämpfe abgeben, die in Berührung mit einer Flamme sich entzünden, als besonders feuergefährlich zu bezeichnen unb kann deren Lagerung unb Detailverkauf bei Meldung einer Strafe bis zu 342 t- E- 16,3, Ecke deS SelterS- bergs und Wilhclmstraße. 7094) Ein neuhergerichtetes Parterrezimmer ist an einen kleineren Verein ab- zugeben. Restauration H. Müller. 6986) Ein kleines Logis zu vermiethen. Joseph Ruckstuhl, Steinstraße, _______________Gartfeld.____________ "*6953) Möblirtes Zimmer zu vcrrnie- rhen bet Carl Ttückrath, Gartseld. 6985) Der 2. Stock in meinem Hause in der Bahnhofstraße zu vermiethen und per 1. Januar 1881 zu beziehen. Wilhelm Reiber. 6841) Mehrere Zimmer mit oder ohne Möbel sofort zu vermiethen. H. Kühn. 6806) Eine neuhergerichtete Wohnung, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speicherkammern, Holzstall rc. sofort zu vermiethen. Näheres Ble-chstraße Lit. E- Nr. 39,5- 6763) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Frankfurter Straste 37, nächst der Veterinär-Anstalt. 6636) Zwei ineiuandcrgehende möblirte Zimmer zu vermiethen. __________Jüngst, Wilhelmstraße 18. 6621) Zwei möblirte Parterre-Zimmer zu vermiethen. Ang. Rauhetmer Wwe. 6666) Em schön möblirtesZimmer zuoenn. im Merz'scbcn Hause, Reiche^s.-Bahnhosstr. Fr. E. ^^hsenfeld, Buchhändler. 6183) Freundlich möblirtes Zimmer in der Nähe des Justizgebäudes. Näheres in der Exped. d. Bltts. 6813) Mehrere freundliche gutHöblirte Zimmer zu vermiethen bei r^rau F. Lehmann, Seltersweg Nr. 66. 6879) Ein neu restaurntes FamUten- logiS ist zu vermiethen und alsbald oder später zu beziehen im Darmstädter HauS. 6857) Ein kleines Familienlogis zu ver- mietben. Rothenberger, Caplansgasse. 6962) Im Ciubgebäude ist ein möbs lirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 7031) Freundl. möbl. Zimmer mit Cabi- net zu vermiethen. Wolkengasse C. 88. 7088) Schön möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Th»^8rück, Schloßgasse B. 1. 7103) Ein großes schön möblirtes Zim- mer zu vermiethen. Gartenstraße^ 165,6. 7117) Ein möblirtes Zimmer mit ober ohne Cabinet an einen oder zwei Herren in der Nähe der neuen Aula, Bleichstraße C. Nr. 383/10, zu vermiethen. 7194) Zwei möblirte Zimmer zu ver- mietben. Flügelsgasse Lit. A. 87. 7170) Die seitherige Gefchästsstube, mit Cabinet und Küche, sowie ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. F. Zülch Wwe Ein Laden mit oder ohne LogiS zu vermiethen. Zu er fr. in der Exped. d. Bl. __(6638 7200) Laden und LogtS, für v*L 600, in Mitte der Stadt, sofort zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Vermischte Anzeigen. 7192) Eine Frau sucht tägliche Beschäftigung. Zu erfragen bei Wilhelm Brück, Mühlgasse Nr. 69. 7189) Das Wohnhaus des Uhrmachers Heinrich Schmidt, am Wallthor, nebst Laden, ganz oder theilweise zu vermiethen oder zu verkaufen. L. Bär. Zöpfe von auSgekämmten Haaren werden für dauerhaft und schon angefertigt. 7201) H. Plank, Friseur, Seltersweg 11. 7016) Lumpen, alte- Eisen, Zinn, Kupfer, Messing rc. werden angekauft Louis Rothenberger, Reuenweg 193. Achmer Concerl-Verein. Erstes C oncert Sonntag den 7. November 1880, Abends präcis*) 5 Uhrr im Clubsaale unter Leitung des Grossh. Univ.-Musikdirectors Herrn A. Felchner und unter gefälliger Mitwirkung der Frau Dr. Rösing aus Cassel und des Herrn Musikdirector Emil Kayser aus Elberfeld, sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereins- Orchesters. 7187) PROGRAM M. B. 1. Symphonie in Es-dur von a) Adagio, Allegro, b) Andante. b) Menuelto, Allegretto. d) Finale. 2. Arie für Sopran : „Auf starkem Fittige“ aus der „Schöpfung“, mit Orchesler- begleitung „ 3. Clavierconcert in C-moll, op. 37, mit Orchesterbegleitung ‘ „ a) Allegro con brio. b) Largo, c) Rondo. SI. 4. 5. 6. 7. Ouvertüre zur Oper „Genoveva“ a) b) a) b) c) (zum ersten Male). „Das Lied“ für Sopran, mit Clavier- begleitung „Gondoliera“ desgl., mit obligatem Violoncell ........ Rondo capriccioso Barcarole für Clavier Solo Am Spinnrad Ouvertüre zur Oper „Rosamunde“ . . 71 r> 7) 71 71 71 71 M. A. Mozart. 3. Haydn. g, van Beethoven. Schumann. C. Eckert. H. Csser. Mendelssohn-Bartholdy. Ant. ^ubiilstein. K. psiughaupt. ?ran; Schubert. Der Concertflügel ist aus der Fabrik von R. Ibach in Barmen. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricker’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der R u d o 1 p h’schen Musikalienhandlung ä JL 2.50 (Sperrsitz ä JL 3.50) zu haben. *) Der Zutritt zum Concerlsaal findet nur durch den Nebensaat statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen. — Eberhessifche Gesellschaft für Hatur- ua.ä Heilkunde. Sitzung: Mittwocb, 3. November, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula des neuen Zlniversitätsgebäudes. Vorträge: 1) Herr Prof. Laubenheimer: lieber künstliche Darstellung des Krapprothes, des Indians und einiger anderer Farbstoffe. 2) Herr Prof. Streng: lieber künstliche Darstellung von geologisch Wichtigen Mineralien. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. (7157 Ich beehre mich anzuzeigen, daß ich die Vertretung eines renomirten auswärtigen . (7197 3Hoöemaaren-, Loiiseclions-, Weiß- maareib unö ZusflMusigs-^eschästes übernommen habe. Es liegen die Muster zu Originalpreffen bei nur auf und lade ich zu freundlichem Besuche ergebenst ein. Gießen, Marktstraße 2S. Ludwig Lang. 7196) Alle Arten Handarbeiten, wie Kleidermaeben, Wcißzeugnähen, Bügeln, auch Stricken, können zu jeder Zeit im Hause angenommen werden. __________________Mühlgasse D. 76 6385) Die neuen Muster der Dunienliüte sind eingetroffen und werden alte Filz- hüte billigst nach denselben umgear- beitet. Louis Grail, Mäusburq. Unterricht im Lateimschen, Griechischen und in der Mathematik wird gegen sehr billiges Honorar ertheilt. Wo? zu erfragen in der Expedition ds. Bltts.(7184 Die Renten- und LebenS- verficherungSanstaltzu Darmstadt hat gegenwärtig Gelder zum Ausleihen gegen hypothekarische Sicherheit verfügbar. Näheres bei I. PH. Müller, Drucksachen-Verwalter. 7t 97) Alle Arten Handarbeiten, wie Weißzeugnähen, Kleidermachen, Bügeln, auch Stricken, können noch in und außer dem Hause angenommen werden. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Reparaturen u. Ueberziehen von Regenschirmen wird rasch und gut besorgt von (6390 J. Wettzenkern, Kreuz. 7095) Ein junger Mann mit den Eowp- toirarbeilen verttaut sucht unter bescheidenen Ansprüchen Stellung. Gest Off. bittet man unter C 100 bei der Exped. d. Bl. niederlegen zu wollen. 7043) Bestellungen zum Kraut- schneiden werden in dem Holz- waarengeschäst von Wilh. Kohler- mann, Neustadt 56, entgegen- genommen. ___________________ 7173) Ein braver Bursche »om Lande gesucht. Näheres_______________ D. 94. 7183) Lumpen und Knochen kauft zu den höchsten Preisen Wilhelm Brück, Mühlgasse Nr. 69. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ-Druckerei (Fr. «hr. Pietsch) in Gießen. Dik am GI-! Lehrers« Lehrer-Co Gieße^ m. ®atm1 Kammer der Ä und der Justiz ei entwurf lammt 21 Derselbe wurde bi Namens bejidbtn Zeucht erstatten. Bestimmungen (;2li der Fischerei und 5 Sicherung der Foi schniten zur Sich V. Sicherstellung d bis 60); VI. St (Art. 65- 67). Di u.')(. aus, es sei ei Msse unb Bäche a habe, so baß an oic zu eneicht sei. D< Maße gewachsen. ■ fache zu Grunde li dürfe einer fvryM Schutzes innertzuld sein solle, der gan erheische auch der Gesetzgebung, da in ganz anderen gebung unb ratk einen Internationa unb geregelt w -rd labung zur Einfüh seitigen Gewässer,, Js. geführt dal den Entwürfe als, Bestimmungen für welche in Uebereins ,n der neueren Ge diese Materie sich , wischendem Groß übernomme JdJe bei den zwi Verhandlungen im Mwurf eines ■ Die Mittel, "Kurzem solgeni lösen und regellos K Rücksicht au fchiedenheit begegn K versperren, Fangart ausnahmsweise i m aufzuerlege Ä Fisch K durch das ( Me, mithin iui K...die natur: WZ "'«st- M»b öl S1*1* SH* n tUWät ktti Mu