mtifttts (68» w Gotha. ästW 187» Nr. 28. Dienstag den 3. Februar ! 1880. Kießener Wynger AUM- uii Amtsblatt für itn Kreis Gießen. HWE^WMWWW«WIWWM0»W»W^^WWWWMMMMWE^W^WWMWMW»ll>MWWWM«8MUMrM»>WVMMMN>MSWWW>>MWWWiSlM>MWlIV.IHL^MW»>MW>MMW>>M»MWW>M»W>»^»S»Mt»M>WMWMWWM>»PWWM^W>>WWWMMWWWW>>WMWMWWWI Amtlicher HHeik. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz ertheilte die Genehmigung zur Vornahme einer mit dem diesjährigen Frühjahrs-Faffelmarkt tu Butzbach zu verbindenden Verloosunq von Fafseln, Rindern, Schweinen und landwirthschaftlichen Geräthen, unter der Bedingung, daß höchsten- 8000 Loose M 1 JL auSgegeben und mindestens 80% des Brutto-Erlöses hieraus zum Ankäufe der Gewinn-Gegenstände verwendet werden. Gießen, den 31. Januar 1880. Großherzogltches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. des Abschlusses, ls zur B^nkver- ^ersicherukig, 6e» ie neue Prämie, r alsbald baar cke Nachweisung offen liegt. i. D- in Gotha. hnn die ergebene ustadt M, eil Qigtr Menung en. fchard. übettragen haben. Söhne, da Fabrikate mit ich mir » (63» lausburg. o V A\" RXri • 2 Die Vergrößerung der stehenden Heere. Unser Zeitalter ist human geworden und die Idee des ewigen Friedens ist aufgetauchr. Bis jetzt kennen wir freilich kein besseres Mittel, den Frieden zv erhalten, als daß die großen Nationen gegenseitig so gefürchtet bleiben, daß ste fich die Wage halten. Das Schlimme hierbei ist aber, daß ein Gewicht auf des Nachbars Wagschale durch ein Gegengewicht auf die unserige ausge- glichen werden muß, und das geht so lange, bis der Wagbalken zerbricht. Es unterliegt keinem Zweifel, daß bereits seit vielen Jahren die stehenden Heere aller Nationen tn Europa zu groß geworden sind, und doch stehen wir, wie die jünpste Zeit uns lehrt, noch keineswegs am Ende der abschüssigen Bahn. Die stehenden Heere Europas zehren allen Überschuß der Staatshaushalte auf, ste zwingen sogar im Frieden zu Schulden, und das Ende vom Liede wird tn verschiedenen Staaten sein, daß ste, statt gerüstet, bereits erschöpft find, wenn es gilt, alle Kraft zu entfalten. Mit Ausnahme der deutschen Armee, deren volksthümljMVerfaffung ste vor Schaden bewahrt, tritt bet den stehenden Heeren noch ein^yderer Ucbel- stand ein. Der tüchtigste und intelligenteste Theil der männlichenBevölkerung stiehl den Militäidienst um so mehr, je länger die Dauer desselben, je roher seine Formen find ; er entzieht sich der Kriegspfllcht durch Auswanderung oder Bestechung, und so bestehen die Heere vieler europäischer Staaten aus der untersten Schicht der Bevölkerung, die nickt nit jenem Selbstgefühl und jener Ausdauer kämpfen kann, welche der Besitz höherer geistiger und physischer Güter erzeugen muß. Bei dieser Lage der Dinge ei tpeht die große Gefahr, daß die gebildeten Klaffen gänzlich der Waffen entwöhnt werden, an körperliche Trägheit, üppiges Wohlleben sich gewöhnen, daß das Geschlecht entartet. In dieser Hinsicht müffen wir die Vermehrung der Heere durch Ausbildung einer starken Ersatzreserve als einen demokratischen und gerechten Schachzug der Regierung bezeichnen, so unsystematisch das Vorgehen wegen des Eingriffes in das iÄwerbs leben erscheint. Man nähert sich dadurch mehr als bisher der allgemeinen Wehrpflicht und gleicht etwas die Ungerechtigkeit aus, daß andere Söhne des Volkes drei Jahre dienen müffen. Die Kriegstüchtigkeit der Nation wird sehr n esentlich erhöht, und diese ist nicht sowohl für die Erhaltung eines gesunden Geschlechts, für die Sicherheit des Staates, für tu Unabhängigkeit des Volkes von der höchsten Wichtigkeit, sondern auch für die Eulturentwickelung selbst; denn bet einem Volke mit allgemeiner Wehrpflicht, wo alle Klaffen der Gesellschaft fich für gewtffe Zetten verschmelzen, gewinnen die ärmeren durch das Beispiel Ihrer Kameraden aus den wohlhabenden Ständen höheres Selbstbewußtsetn, feinere Bildung, regeren Wetteifer und größeres Ehrgefühl. Deutschland. «».Darmstadt, 1.Februar. Zweite Kammer der Stände. 36. Sitzung. J Die zweite Kammer trat in ihrer gestrigen Sitzung in die erste Lesung des Gesetzesentwurfs, die allgemeine Bauordnung betreffend, ein. Den Vorsitz führte der zweite Präsident Muhl, da Präsident Kugler als früheres Mitglied des besonderen Ausschusses und Mitberichterstatter über den Gesetzesentwurf sich mehrfach an der Debatte betheiligen wird. Mit der Debatte über Art. 1 des Entwurfes wird zugleich die Generaldebatte verbunden. — Regierungsrath Freiherr von Gagern gibt einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des vorliegenden Entwurfes, welchem die bewährte Lürttembergische Bauordnung zum Vorbilde gedient, und hofft, daß durch allseitiges Entgegenkommen in dieser wichtigen Materie ein ersprießliches Resultat zu Stande kommen werde. Abg. Kugler fuhrt aus, wie, entgegen der Ansicht der Regierung, brr vorgelegte Gesetzesentwurf mehr oder weniger im Widerspruch mit der Selbstverwaltung stehe, ter gegenüber in Bausachen mehr die Polizeiverwaltung die Ueber- hand bekommen solle. Er tritt namentlich dafür ein, daß wenigstens in Städten alle Bestimmungen, die nicht in dem Gesetze selbst liegen, nur durch Ortsstatuten g-troffen werden sollen- — Abg. Betz hebt in dieser Angelegenheit die nothwendige Trennung zwischen Stadt und Land hervor, während Abg. Küchler den Gesetzesentwurf gegen ben Vorwurf verwahrt, er widerspreche den Principien der Selbstverwaltung. — Abg. Diehl ist für die Städte ebenfalls für den Erlaß von Ortsstatuten und gegen Poli- zeireglements, ebenso Abg. Osann, welcher die Revisionsbedürftigkeit der Verwaltungsgesetze hervorhebt und den Wunsch ausspricht, die erlassende Ausführungsverordnung M Bauordnung vorher der Beurtheilung des größeren Publikums zu unterwerfen. — Freiherr v. Starck, Exc., bemerkt hierauf, die Regieruna werde in Erwägung ziehen, inwieweit die Mittheilung des Entwurfes einer Ausführungsverordnung zur Bau- ordnung an die Gemeinden zur Meinungsäußerung sich als ausführbar darstellen werde. 1 — Abg. Wasserburg beklagt die zahlreiche.. Unbestimmtheiten des Gesetzes, welches cheilweise eine Schädigung des Eigenthümers bedinge und bezüglich des in Bausachen einzuhaltenden Verfahrens nicht die richtigen Bestimmungen treffe. — Nachdem Re- • -ierungsrath Freiherr von Gagern den Gesetzesentwurf gegen die ihm gemachten ■ Ävrwürfe verteidigt, wird nach einem Schlußworte des Berichterstatters, Abgeordneter Züchter, Art. 1 deS Gesetzesentwurfes in der von der Regierung vorgefchlagenen ffvffung angenommen: „Die Besugniß des Eigenthümers, innerhalb der Grenzen seines Grundstückes nach seinem Ermessen zu bauen, unterliegt im öffentlichen Interesse denjenigen Beschränkungen, welche in Gesetzen oder den auf Grund derselben getroffenen Anordnungen voraeschrieben sind." Zu Art. 2 des Entwurfs, wonach die nach den Bedürfnifsen der einzelnen Gemeinden erforderlichen besonderen Bestimmungen in Ortsstatuten und in polizeilichen Ordnungen (Local-Polneireglements) über Bausachen ertheilt werden können, soweit das Gesetz oder die zu dessen Vollziehung erlaffenen Verordnungen hierzu ermächtigen oder keine ausdrücklichen Bestimmungen enthalten, entspinnt sich eine sehr ausgedehnte Debatte, in welcher die bereits im Ausschuß hervorgetretene Meinungsverschiedenheit bezüglich der Ortsstatuten wiederholt zum Ausdruck kommt. Es betheiligen fich an der Diskussion, welche in der Sitzung nicht zu Ende geführt werden kann, vorzugsweise Reaierungsrath Freiherr von Gagern, welcher mit dem Berichterstatter Abg. Küchler das System des Entwurfes venheidigt, sowie die Abg. Osann, Franck und Kugler, welche für das Recht der Städte, in Bausachen ausnahmslos Ortsstatuten zu erlassen, eintreten. — Nächste Sitzung Dienstag den 3. Februar. Tagesordnung: Fortsetzung der Berathung der Bauordnung. Dar«rstadt, 30. Januar. Die Regierung hat, was noch nicht allgemein bekannt geworden zu sein scheint, den Ständen die Zusicherung ertheilt, daß sie für den Fall der Genehmigung des Verkaufs der Main-Weser-Bahn die Absicht hege, den Provinzen bestimmte Kapitalbeträge zu überweisen, deren Erträgniffe in erster Linie dazu bestimmt sein sollen, den Kreisen Beihülfe zur Erbauung von Kreisstraßen zu gewähren. (N. Hess. Volksbl.) — I" Folge einer Gngabe mehrerer älterer Volksschullehrer hat die Regierung eine Proposition gemacht, wonach die Ruhegehalte der vor 1872 pensionirten Lehrer aus Mitteln der Provinzialschulfonds bis auf 600 auf» gebessert werden sollen. Es sind im Ganzen ungefähr 36 Lehrer, die von dieser Ausbefferung berührt würden. Es ist wohl mit Sicherheit anzunehmen, daß diese Vorlage die Zustimmung der Kammer finden wird. Referent ist der Abg. Scriba. (N. Heff. Volksbl.) Berlin, 30. Januar. Bezüglich des Militärgesetzes wird in parlamentarischen Kreisen eine Aeußerung des Feldmarschalls Grasen Moltke viel besprochen, der erklärt habe, wenn die jetzt geforderten Mittel nicht bewilligt würden, so sei er nicht in der Lage, die Verantwortlichkeit für die Sicherheit Deutschlands dem Auslande gegenüber zu tragen, es sei denn, daß man fich entschließe, Elsaß Lothringen nieder an Frankreich auszultesern. Dieses Argument hat nicht verfehlt, Eindruck zu machen. Da übrigens die Gefahr, welche dem deutschen Reiche von Seiten Frankreichs droht, nickt gerade neuesten Datum- ist, so ist es nicht recht verständlich, wenn osfictöserseits als wahrscheinlich bezeichnet wird, daß neuere Erwägungen zu der frühen Einbringung der neuen Septennatsvorlage geführt haben. Die Beurtheilung des neuesten Minister- Wechsels in Frankreich Seitens der Regierungspreffe schließt doch die Annahme aus, daß der Sturz Waddtngton's die frühe Einbringung der Vorlage bewirtt habe. Unseres Wiffens war eine spätere Einbringung der Vorlage überhaupt nicht beabsichtigt. Es handelte sich nur darum, ob der Gesetzentwurf als Grundlage für den Etat für 1881—82 eingebracht werde oder ob der Antrag gestellt werden sollte, die Friedens-Präsenzstärke noch vor dem 1. April 1881 zu erhöhen, in welchem Falle ein Nachtrag zu dem Etat für 1880—81 hätte ein- gebracht werden müffen. (K. Z.) Kiel, 30. Januar. Von den beiden alten, ehrwürdigen, im Laufe der Jahre wohl mehr als wünschenswerth bemoost gewordenen Häuptern unserer Kriegsflotte, den entmasteten und zu Kasernenschiffen degradirten Schiffen Gefion und Barbarofla, ist ersteres jetzt, um in bewegtem Waffer und frischer Lust wenn möglich sich zu erholen, mitten in den Strom unseres Hafens gelegt, letzteres aber von den daffelbe bewohnenden Matrosenrecruteu einstweilen völlig befreit worden. Es verschlechterte sich nämlich der Gesundheitszustand der an Bord dieser Schiffe sehr zahlreich untergebrachten Mannschaften in so bedenklicher Weise und die Zahl namentlich der Typhuskranken ward in kurzer Zeit eine so beträchtliche, daß die oberste Behörde in ernstester Weise einzugreifen sich veranlaßt sah; ob der Aufenthalt aus der Gefion durch die frischeren Waffer- und Luftverhältniffe jetzt den sanitären Anforderungen genügend fich gestalten wird, muß abgewartet werden, hoffentlich ist es der Fall; dte Barba- roffa dagegen wird voraussichtlich niemals wieder ordentlich bewohnbar werden. Für die Unterbringung der, namentl ch im Frühjahr, so zahlreich vorhandenen Mannschaften der Marine ergeben sich, wenn beide großen Kasernenschiffe als solche unbenutzbar werden, selbstverständlich nicht unbedeutende Schwierigkeiten, da die vorhandenen beiden großen Kasernen voll belegt sind, auch Frtedrtchs- ort bereits was es vermag ausgenommen hat; vorausfichtlich wird deshalb wieder die zeitweilige Derl- gung einzelner Abtheilungen nach benachbarten kleineren Städten sich als nothwendtg Herausstellen. (Köln. Ztg.) Stuttgart, 31. Januar. Der erste ordentliche Landtag in der lan- senden Wahlperiode wurde heute von dem Ministerpräsidenten v. Mtttnacht im Namen des Königs geschloffen. Der zweite Landtag wirb am nächsten Mittwoch von dem König selbst mit einer Thronrede feierlich eröffnet werden. Der ständische Ausschuß hat sich heute für die nächsten drei Jahre gebildet. Arankretch. Paris, 29. Januar. Es ailt als eine Thatsache, daß der deutsche Militärgesetzentwurf, wenn er auch reine politische Demonstration beabsichtigte, doch hier als eine solche gewirkt hat. Es fand sich sogar ein Blatt, das freilich nicht zu den wichtigsten gehört, der „Cour, du Soir", welches jeden Rachegedanken sörmlich abschwor; andere betonen mit mehr oder minder Bestiedigung, daß die Rüstungen in Oesterreich und in Berlin keineswegs gegen Frankreich gerichtet seien. Ein Zufall fügte es, daß gestern, nachdem der BiSmarLjche Entwurf in seinen Einzelheiten gerade bekannt geworden, die parlamentarische Mtlitär-Commtsflon sich zum Krigsminister begab, um ihm die zwei Hauptpunkte des Latsant'schen Gesetzes, dreijährige Dienstzeit und Aufhebung des Freiwilltgenwesens, an's Herz zu legen. Daß General garte dies ablehnte, hat guten Grund; doch konnte er es nicht verhindern, daß man die Ablehnung mit dem preußischen Gesetz in Verbindung bringt, gatte will das französische Heer nicht desorganifire» in einem Augenblicke, da Deutschland seiner vorhandenen Organisation die letzte Weihe gibt. So heißt die Begründung. — Grevy wird eine sehr nachdrückliche Bekämpfung der allgemeinen Amnestie in den Mund gelegt; begreiflich ist daher der Eifer der „Republique francaise", mit dem sie dem Cabinet abräth, in Sachen der Am- nestie das verhängnißvolle „niemals" auszusprechen. (Köln. Ztg.) — Der Bischof von AngerS hat den Eisberg bet Saumur besucht und gefunden, daß die Staatsverwaltung zwar thue, was in ihren Kräften stehe, um die Gefahr für das Lotrethal zu beseitigen, daß aber die Männer der Wiffenschaft die ersten seien, die bet solchen Heimsuchungen ihre Schwäche bekennen. „DteS", heißt es dann weiter, „ist der Grund, weshalb wir zur allmächtigen Güte desjenigen unsere Zuflucht nehmen müffen, der als Herrscher den Elementen der Natur gebeut." Der Bischof fordert die Pfarrer auf, eine Procesfion zur Beseitigung des Eises aus der Loire zu veranstalten. Nun hatte der Maire von Saumur im Juni 1879 Procesfionen verboten, und er wiederholt diese- Verbot auch gegen die Etsgangs-Procession mit dem Zusatze, seine Mitbürger wollten es der Wiffenschaft überlassen, die Mittel zu finden, wie der Gefahr des Eisganges abzuhelfen sei. Die Pfarrer von Saumur haben, wie „Univers" meldet, „gegen diese gotteslästerlichen Auslaffungen des Maire Einspruch erhoben und den Wunsch ausgedrückt, daß die Vorsehung die Herausforderung, die ihr von dem Vertreter einer von einer schrecklichen Heimsuchung bedrohten Stadt gemacht werde, nicht annehmen möge." Wie wird „Univers" erst den ginger Gottes heraufbeschwören, wenn der Eisgang wirklich nicht ohne Schaden für die Stadt verläuft! Pari-, 31. Januar. Die Deputirtenkammer hat die Berathung der Zolltarife begonnen. Gambetta ersuchte die Versammlung, die politischen Desfidien bei dieser wichtigen Berathung zu vergeffen. Handels Minister Tiraid zeigte in seiner Rede, wie die wirthschastliche Reform von 1860 den inneren äußeren Handel entwickelt hat. Frankreich könne auf wirthschaftlichem Gebiete den Kampf mit dem Auslande bestehen. Der Minister beantragt Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Tarife als Basis für die zur Erneuerung der Handelsverträge eingeleiteten Unterhandlungen. — Die Kaiserin von Rußland ist heute Nachmittag um halb 3 Uhr von Cannes abgereist, England. London, 31. Januar. Meldung des „Standard." Die Homeruler im Unterhause beabsichtigen ein Amendement zur Adresse in Beantwortung der Thronrede zu stellen; eine lebhafte Debatte wird erwartet. — Prinzessin Heinrich der Niederlande ist gestern hier angekommen. Spanien. Madrid, 31. Januar. Nachrichten aus Valencia zufolge richtete ein heftiger Orkan großen Schaden an. Es werden größere Unfälle zur See besorgt. — Der „Gibraltar Guardian" berichtet aus Fez über heftige Con- flirte zwischen Mauten und Juden. Die Mauten griffen die Juden an, tödte- ten und verwundeten mehrere und verbrannten einen 70jährigen Greis lebend. Unter den Verwundeten befinden sich mehrere französische Unterthanen. Rußland. Petersburg, 31. Januar. Der „Regierungsbote" meldet: Da die Kaiserin sich etwas besser befindet, was die Rückreise nach Petersburg gestattet, so ist die Abreise Ihrer Majestät aus Cannes auf den 31. ds. festgesetzt. — Der „Regierungsbote" meldet: In der Nacht vom 29. zum 30. ds., als die Polizei behufs einer Hausdurchsuchung in dem Hause Nr. 10 der Sappeursstraße anlangte, fand dieselbe beide Eingänge in die Wohnung Nr. 9 geschloffen. Nachdem die Hauptthür aufgemacht worden war, ertönte ein Schuß, welchem alsdann mehrere weitere Schüffe folgten. Die Polizei Betrat nebst Gensd'armen die genannte Wohnung und fand daselbst drei Männer und zwei grauen vor, welche sortfuhren zu schießen, wobei ein Poltzet- officier contustontrt wurde und einer der Einwohner sich durch einen Revolverschuß tödtete. Nach der Verhaftung bet genannten Verbrecher wurde die Durchsuchung vollzogen, wobei eine Druckpreffe und eine enorme Maffe der soeben abgedruckten Zeitung „Narodnaja Wolia", sowie eine Druckschrift, falsche Petschaften, gefälschte Dokumente, Gifte und Explosionsstoffe gefunden wurden. Die Untersuchung hat begonnen. Petersburg, 31. Januar, Abends. Unter den bei Entdeckung der geheimen Druckerei Verhafteten befanden sich 2 grauen und 2 Männer. Der günfte, der, welcher den Selbstmord beging, war, wie verlautet, ein aus früheren Proceffen bekannter wichtiger politischer Verbrecher, Namens Deutsch, der seit lange gesucht ward. Die Wohnung, wo die Druckerei aufgefunden wurde, ist im fünften Stock eines großen steinernen Hauses gelegen. Die Bewohner waren unter falschem Namen als Kleinbürger Liszenko und grau nebst Köchin bekannt und bezogen die Wohnung im August. Der Polizeipristav Müller und dessen Gehülfe Essenbach, welche mit Lebensgefahr die Verhaftung vollzogen, find durch Beförderung im Rang und den Wladimirorden belohnt. Amerika. Rio de Janeiro, 31. Januar. Das gelbe gieber sängt an in Brasilien auhutreten; bis jetzt zwar nur in unerheblichem Grade, doch fürchtet man eine weitere Ausdehnung der Epidemie. Mer Telegraphische Depeschen. Wagrrer's telegr. Eorrespsrrvenr • B«re«u Paris, 1. Februar. Die „Republ. francaise" bezeichnet die durch die deutsche Militärvorlage hervorgerufenen Besorgnisse al- weit übertrieben und bekundet eine derartige Anschauung der Lage, daß nicht zu befürchten sei, man merbe Abends im Frieden zur Ruhe gehen und anderen Morgens im Kriege erwachen. ©ranier de Caffagnac's Vater ist gestern gestorben. Pegli, 1. Februar. Der deutsche Kronprinz ist heute Mittag 1 Uhr wohlbehalten bier eingetroffen, von der Kronprinzessin empfangen. Lokales. Gießen, 2. Februar. Der »Gießener Anzeiger" druckt in seiner Nr. 21 eine alte Prophe-echung ab, auf welche der „Rhein- und Raheb." aufmerksam macht. Wir hoffen, daß der „Gußener Anzeiger" im Jnteresie Vertrauensseliger, die es ja immer giebt, den nachfolgenden Prophezeiungen seine Spalten nicht verschließen wird. Nostradamus sagt: Quand Georges Dieu crucifiera que Marc le ressuscitera Et que Jean le pertera La fin du monde arrivera.*) Auf einer steinernen Tafel unter der Orgelbühne der Kirche zu Ober-Emmel an der Saar steht Quando Marcus pascha dabit Et Antonius pentecostas celebrabit, Et Johannus Christum adorabit, Totus mundus vae clamabit ? *•) *) 1886 fällt Ostern auf den 25. April (St. Marcus), Charfreitag auf den 23. April (St. Georg), Fronleichnam auf den 24 Juni (St. Johann) **) Wenn Dt. Marcus (25. April) das Osterlamm reicht, St. Antonius (13. Juni) Pfingsten feiert Und St. Johann (24. Juni [am Fronleichnams) Cristum verehrt Wird die ganze Welt Wehe! schreien Hoffen wir daher, daß die drei guten Weinjahre der 80cr Jahre vor 1886 fallen. [S. v. A.] — Nicht Brandstiftung, sondern vielleicht Fahrlässigkeit lag zu Grunde, datz die Arbeiterhütte an der städt. Wasserleitung im Stadtwalde am Freitag Morgen in Brand gerathen war. Bei genauerer Untersuchung wurden Theile einer Uhr, sowie Knopf- refte rc. im Brandschutt aufgefunden. (Sin Diebstahl ist somit auch nicht anzunehmen. — Die „Volksküche" spendete gestern 853 Portionen. Verkauft wurden hiervon 30, 823 Portionen erhielten Arme, Kinder nnd Handwerksburschen. Heute wurden vertheilt 96b Portionen, 91 verkauft, die übrigen 877 an Arme :c. Vermischtes. R einhetm, 29. Januar. Vor dem hiesigen Schöffengericht wurden dieser Tage mehrere Fortbtldungsschüler zu 3, 4 und 5 Tagen Haft verurtheilt, weil dieselbe ihrem Lehrer eine Schlinge stellten, um ihn zu Fall zu bringern. Die rechtzeitige Entdeckung veranlaßte nächst dem Mißlingen dieses Stretches die Ermittelung und Bestrafung der Schuldigen Beerfelden, 29. Januar. Eine dlutitze Frevelthat hat die Gemüther der hiesigen Stadt in nicht geringe Eregung versetzt. Ein hiesiger Professiontst, der mit einem Fabrikarbeiter ein Häuschen gemeinschaftlich besaß, hatte mit diesem schon wlederholte, zu gerichtlichen Verhan- lungen führende Zwistigkeiten. Gestern gab nun der Erstere der Frau des letzteren mit eintt hölzernen Schüttelgabel einen so wuchtigen Schlag auf den Kopf, daß die Arme auf der Flucht zu ihrer in der Nähe wohnenden Mutter auf der Straße ohnmächtig zusammensank und alsbald ihren Geist aufgab. Die nächste Veranlassung zu dem verhängntßvollen Rencontre war eine sehr geringfügige. Die Frau hatte das schulpflichtige Söhnchen ihres Zimmernachbarn wegen einer Unart bei dem Schullehrer verklagt und wurde der Junge zur Strafe einige Plätze hinuntergesetzt. Das bedauernswerthe Opfer einer rohen Brutalität hinterließ drei noch nicht schulpflichtige Kinder. (Fr. Z.)_______ Eingesandt. Wir möchten das Publikum darauf aufmerksam machen, daß sich bei dem Kaufmann PH. Nau L Co. in der Nähe der Stadtpostexpedttion eine Verkaufsstelle von Poflwerth- zetchen, Freimarken rc., befindet, und das Publikum bitten, doch von dieser Etnrichtun» recht umfassenden Gebrauch zu machen. Das correspondirende Publikum wird auf diese Weise nicht unnöthig in der Aufgabe seiner Corresponoenz aufgehalten, und die Postbeamten während der Abfertigung des Publikums nicht mit dem sehr lästigen Abzählen der Frrimarken belästigt. Es ist doch zum mindesten sehr langweilig und zeitraubend, wenn man am Schalter steht, wartet und dann auch noch zusehen muß, tote irgend ein Handlungsbefl'sseuer für so und so viel Mark 10 Pfennig-Marken und für so und so viel Mark 3 Pfennig-Marken beansprucht, die er gerade so gut eine Thür weiter holen könnte. Wir denken, diese kleine Rücksicht könnte gerade von den Leuten geübt werden, die so viele Rücksichten für sich seitens des Publikums und seitens i der Postbeamten beanspruchen. Unus pro multis. Handel und Berkehr. Frankfurt, 31. Januar. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner JL 2.50—3.50, Stroh JL 2.00—3.20. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. «4t 0.90, 2. Qual. 0.80, im Detail das Pfund JL. 1.15—20, 2. Qual JC. 1.10 (gier das Hundert deutsche JL 9.00—10 00, italienische JL. Garrze Erbsen das Pfv. 28—32 H, geschälte Erbsen 32—37 Bohnen 27—29 H, Linsen 40—50 Weißkraut das Stück 15 — 20 Rothkraut, 1 St. 20—30 Kohlrabi 3—6 Kohlkraut 10 12 Blumenkohl 1 St. — Wirsing —Kartoffeln 100 Kilo 6.50-7.50 Zwiebeln 1 Bund 30 Merrettig St. — 1 Stück 12—20 H. Qchsenfletjch per Pfund 65—70 Rindfleisch 44—60 Kuhfleijch 44—60 Kalbfleisch 40—55 Hammelfleisch 38—65 H, Schweinefleisch 65—70^, ein Hahn JC. 1.50—2.00, ein Huhn 1.50—2.00, eine Ente JC. 2—3, Gans Jl. 4—9, eine Taube 50—60 H. — In Folge gemachter Wahrnehmungen der obersten Reichspostbehörde sind die Popanstalten unterm 25. v. M. nochmals besonders darauf aufmerksam gemacht worden, oaß den Packctsendungen nach dem Auslande lediglich eine Inhaltserklärung mehr als bisher betzugeben ist. Bespielsweise sind den Sendungen nach Dänemark, Oesterreich-Ungarn, Riederland zwei, : nach Belgien, Frankreich über Belglcn, Rußland drei, nach Italien vier Inhaltserklärungen bei zufügen. Die in den Postpacketsendnngen nach dem Auslande enthaltenen einzelnen Maaren müffen genau bezeichnet werden; allgemein gehaltene Angaben, wie Colonial-, Kurz-, Manu factur-, Material-, Schnitt-, Weißwaaren, Mcdicamknte, sind unzulässig. Die Postpäckereisen- düngen sind übrigens von der Entrichtung der statistischen Gebühr befreit Schlffeberlelit. Mttgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd W. Dietz in Gießen. Bremen, 30. Januar. Der Postdampfer Neckar, Capt. W. Willtgerod, vom Norddeutschen Llovd in Bremen, welcher am 18. Januar von Bremen und am 20. Januar von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 30. Januar. Der Postdampfer Ohio, Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Januar von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 30. Januar. Der Postdampfer General Werder, Capt. H. Christoffers, vom Nord deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. Januar von Newyork abgegangen war, ist gestern 5 llhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 10 Uhr Abends die Reise nach hier fortgetzt. setzt. Derselbe überbringt 6 t Passagiere und volle Ladung. 72( erkannten Einnehmer zwar mit Otenßas erfolgen. Gie Hammel Schwein Mißme^ Roggenm Noagenbi Kaffee, f in Äoh Sch Uer Iranntw« Milch Pttrolnm Eier Ve-jen j?orn,W Gerste Hafer Heu SftiL Kartoffel' Srbsm Johnen Linsen Reis Graupen Haser-G' Gersten^ Lrviebeli Steinkol Lraun! Sutter Ochsens Kuh-u. D'-vsta btn ff1 >ns sftfi SÄ' «S) •">. M 467) Kaufmann tn Gieß n in Gießen« 3 llhr, bä JN Pilger in Allen, wi hörige Sa, isoncursmaff üusgrgeben, i "erzuverabfi ^"pßichtuns der Sache u tut welche (t Eoncur M 17. ft wachen. ö Wochen 11. anmtn. Müßiger. beflj h m, " Sin Tr°ßh. Zr 'Bet tobt, 1 u6' ”*■11 «ne «& ma*‘- Ni, tau 7" M k« 5 ^totu (QJt. * W- ”ifn8 l® «Tito i» Cbn:8mmt| e| infam dnrhrt *6 fallen. 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Oeffeutliche Aufforderung. 718) Die mit unbekanntem Aufent- balisorte abwesende Gmilie Groß- kurth Tochter der Karl Groß- kurth Eheleute aus Caffel, wirb gemäß Antrags ihres Mtterben bezüglich des Nachlasses des Andreas Weidig IV. von Gießen, nämlich des Rentners Georg Weidig daselbst, welcher bereits, wenn auch in nicht genügender Weise, Auszahlung ihres Erbanthetls an sie bescheinigt hat, hiermit aufgefordert, etwaige Einwendungen gegen Überschreibung des zu fraglichem Nachlasse gehörigen unbeweglichen Vermögens in dem Grundbuche aus den Namen ihres vorgenannten Milerben binnen zehn Wochen, von heute an gerechnet, dahier vorzubrtngen, als sonst Einwilligung hierzu ihrerseits unterstellt wird. Gießen, dm 21. Januar 1880. Großherzogl ch?s Amtsgericht Gießen. Stammler, Amtsrichter. Versteigerungen. Donnerstag den S. I. MtS., Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhaussaale versteigert werden: «X H. Zimmerarbeit, veranschl. zu 24 — Scbreinerarbktt, „ „ 406 73 Schlofferarbeit, „ „ 341 20 Spknglerarbeit, „ „ 111 50 Weißbtnderarbeit, „ „ 92 77 Gwßen, den 2. Februar 1880. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 729) A. Bramm.____ Donnerstag den 3. Februar, Nachmittags 1 Uhr, werden in Treis an der Lumda das zur Concut smasje des Marcus Hammer- schlag daselbst gehörige Waarenlager, bestehend in Ellen-, Eisen- und Kurzwaaren im Ganzen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 31. Januar 1880. 684) M. Pilger, Concursverwalter. Arbeitsverfleigerung zu Oroften-Buseck. Samstag den 7. Februar, Mittags 1 Uvr, sollen (m Gemeindelokal nachverzeichnete Arbeiten öffentlich an die Wenigst- nehmenden in Accord geaeben werden: Maurerarbeit an den Pfarrgkbäuden, veranschl. zu 742 JL. 2 Schreinerarbeit daselbst veranschl. zu 10 63 Spenglerarbeit daselbst, veranschl. zu 50 Pflasterarbett daselbst, veranschl. zu 40 JL, Schlofferarbeit an der B chnhofstreppe, veranschl. zu 143 JL 20 H, Lieferung eines neuen Uhrsellö, veranschl. zu 11 JL 50 H. Großen Buseck, am 28. Jan. 1880. Großh. Bürgerme'sterei Großen-Buseck. I. A.: L. H a d n, | 726) Bezirksbauaufseher. Holzversteigerung in den Waldungen der Stadt Sich. 719) Jrn District Oberer Speierlingskopf kommt nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung: 1) Donnerstag den 12. Februar I. I. I. Bau- u. Werkholz: . Brennholz: 84 Eichen-Stämme, 16,95 F estmeter haltend, 68 Kiefern- und Fichtenstämme, 32,25 n tt 24 Hainb uchen-Stämme, 3,52 n w 4 Birken S'ämrne, 1,18 n tt 5 Linden-Stämme, Eichen Stangen, 1,19 tt tt 13 0,62 o tt 54 Buchen-Stangen, 3,02 tt tt 171 Fichten Stangen, 3,01 tt tt 1 Birken-Stange, 0,07 tt tt 42 2 Raummeter Hainbuchen-Werkholz. ) Freitag den 13, Februar L I. 100 Raummeter Buchen-Schettholz, 512 „ „ Prügelholz, 41 „ Eichen- und Kiefern-Prügelholz, 6200 Buchen-Wellen, 800 Kiefern- und Fichten-Wellen, 235 Raummeter Buchen-Stockholz, 44 „ Eichen- und Nadel Stockholz. Die Zusammenkunft ist am Vicinalweg von Lich nach Hattenrod an der Nieder Bessinger Schneise, der Anfang jedesmal Morgens 9 Uhr. Lich, den 31. Januar 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Holzvcrfteigcrung im Gießener Stadtwalde. Montag den 9. Februar 1880, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in de« Dtftricten Strangswiese und Unterwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. Nadel 63,3 148,3 85 5670 Eichen 3,2 4,6 4,9 180 Aspen 0 6 2 — B. Bau-, Werk- und Nutzholz: 39 E'chen-Stämme mit 13,85 Fstm. 142 Fichten- „ „ 56,84 „ 10 Etchen-Stangen „ 0,71 „ 1030 Fichten- „ „ 80,32 „ Die Zusammenkunft ist an der Stra'gswtese. Gießen, am 31. Januar 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen- 716) A. Bramm. Ar- Kirchhain Stück — und von und 717) 427 (630 fr'r. Seibel^ Miiusburg D ■ I Darmstadt Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. C^r-Ptetsch) m Gießen. ÖORSCtt fc. 353 481 487 MdiUti "/«»/Vio «/40/V10 W/w "/«o/v/io !'■ fi. ■ aufmerksam zu machen. Gießen, 27. Januar 1880. würfe ic. ü Etrafgrfktzb @1 unb zur An Mr aus t Echckigkn bksgleichen bti grgeu t die OtaA 9 Hofraithe links d. Chaussee, Grabgarten daselbst, a. &i$en Schneide-, Bau- und Nutzholzstämme I. Claffe, 1 3,08 fm (von 9 m Länge und 66 cm Dicke), IL Claffe, 10 Stück ----- 24,23 fm (von 8—12 m Länge 51—60 cm Dicke), Adolph Drossel Costiim - Anstalt. d. Buchen, 11 Stück Schneide-, Bau- und Nutzholzstämme IL, HI. und IV. Claffe = 14,91 fm haltend, sowie 16 rm 2 m langes Nutzscheitholz II. Claffe (Felgenholz). Der Königliche Förster Milch sack und der Forstausseher Kurz leben zu Roßberg, werden das zur Versteigerung kommende Gehölz den erscheinenden Kaustiebhabern auf Verlangen Dienstag den 10. Februar 1880, Morgens 10 Uhr, vom Schneiderten Wirthshause ausgehend, vorzeigen. Roßberg, Post Ebsdorf, am 26. Januar 1880. 704) Ein jüngeres Mädchen vom Lande sofort gesucht. Rest. Müller, Wallthor. III. Claffe, 118 Stück ----- 157,53 fm (von 6—11 m Länge 36—61 cm Dicke), IV. und V. Claffe, 291 Stück ----- 169,78 fm und 65 rm Nutzscheitholz, meist in 2 und 3 m langen Rollen; Lichen- unö Rüchen-Autzholz- versteigerung in der Königlichen Obersörflerei Rotzberg Mittwoch den 11. Februar 1880, v.H.SäRDEMANN in EMMERICH a/R^ in seiner Güte u. Wirksamkeit erprobt u. seit Jahren im In- u. Auslande ärztlich empfohlen Nur ächt in Originalflaschen äl.. Derselbe eisenhaltig h JL 1 20 $ in Giessen bei (142 Söhne. von Vormittags 9 Uhr ab, Seim Gastwirth Schneider zu Roßberg, Forstorte Rödderburg und Kirchhainerschlag, in der Nähe der nach Marburg, Fronhausen und führenden Straße belegen: Einen Lehrling su-ht ®»rl Hensel, (589 Colonial-, Eisenwaaren- und Holzhdla, \lV [ Dienstag den 2. März, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Karl Kratzenberger, als: Flur Mtr. Möbel-Verkauf. 697) Nur noch bis Mittwoch Abend dauert der Verkauf Seltersweg C. 44 und wird der R.st der Möbel für jedes annehmbare Angebot abgegeben, al«: 1 überpolsterte Piüschgarmtur, 2 ovale Tische, l Damenschreibttsch, 1 Nähtisch, 1 Kommode, 2 französische Bettladen mit ^'"tzen und Betten, 1 Waschtisch und 2 Nachttische mit Steinplatten. * hochelegante Schlafzimmer - Einrichtung, 1 Spiegelschraak, 1 Rtpsgarnitur, tt Kanapee, Rohrstühle, Spiegel, 1 Klapptisch, 1 Treppenstuhl, 4 Fenster-- Vorhänge, 1 großer lack. Schrank, 1 Ausziehtisch u. s. w. S-lt-röweg C. zut, Hinterhaus, 2 Treppen hoch. Danksagung. ÄÄ-H*..... Balthasar Schmidt, Metzgermeister, zu seiner letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß wir dem Herrn frrieAr. Seibel ben Alleinverkauf unserer Fabrikate für Gießen und Umgegend übertragen haben.. Ahaus, 23. Januar 1880. Herrn. Oldenkott & Söhne. Tabakfabrik. fööpf'e s von ausgekämmtem Haar werden für 1 M. gemacht. Für gute bar.crbafte Arbeit wird garauttrt. Val. Reuter, Friseur Kaplansgaffe Rr. 233. Burger-Club. 727) Das auf der Karte unterm 8. Februar angesctzte Maskenkranzchen findet nicht an diesem Tage, sondern Montag den 9. Februar in dem auf der Karte bezeichneten Locale statt. _____________________________Der Vorstand. Grabgarten daselbst, Straße daselbst, 79 Grabgarten daselbst, ..... 403 Grabgarten daselbst, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 13 Januar 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Müller. (361 ?24). Aur einen Jungen von 12 Jahre« roirb ein Lehrer gesucht, welcher täglich Mei Stunden Unterricht ertheilen kann. Mathematiker erhalten den Vorzug. Wo? sagt die Exped. d. Bl. ,666) Eine ruhige Familie sucht per Ostern d. I. em kleines Logis von 2—4 Zimmern nebst Küche und Zubehör. . Offerten wolle man unter Chiffre A. 3. in der Exped. d. Bl. niederlegen._________ 728) Ein zuverlässiger Knecht bei ein Pferd gesucht. Spies, Frankfurterstraße. 723) Gefunden ein Bund Schlüssel Gegen Erstattung der Jnsertionsgebühren abzuholen rn der Exped. d. Bltts. 591) Em in der Hausarbeit gründlich erfahrenes Mädchen auf den 23. Mlirr gesucht non Frau Antonie Löbrr, Grün- bcrgcrstraßeB. 149. Dar Sr. 3) «ui mW kein 2. B Mlj, ble Sleftiie kr mtib de- i d«" Etea,-d dm Tkheio Jak« d«> Mbiifi «H Oier-z . Klei» '»Obttla "0 Dittla d-a Oder-Z d«a %anb0e: . beim »tbentl nä; ^^enregim, Swtt h* i 11 8 & 'Jonuar i PtUercatoitöf 1 ton 3 $ .* 'M » d! der cv' Ueiei bti btt ü,' jbb Auf Vorstehendes Bezug nehmend, empfehle hiermit die Fabrikate der vorgenannten Herren zur geneigten Abnahme und erlaube ich mir besonders auf die Sorten oe Frankfurt Aeltestes Annoncen-Bureau. ■Jaasenstein " Vogler y Tägl. Expedition an alle — Zeitungen--- 10 Liebfrauenstrasse 10. 444) Eine kleine freund!. Wohnung ist wegzugshalber zu vermiethen und alsbald beziehbar. 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