Dienstag den 2 November srr. SS« •“Hier in Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS Landes Bcrugewerkschule Darmstadt Busch. Fink. PreiS merteljährlich 2 Marr 20 Pf. mit Bringerloha. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Die Landes-Bau aewerkschule zu Darmstadt beginnt einen neuen Jahres-Cursus am 15. November l I, welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1881 andauert Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technischer Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisse und die nothwendtgen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Par- lierern, Bauaufsehern rc. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit von folgenden Herren ertheilt: Architekt Profestor Hermann Müller, Architekt Kuhlmann, Ingenieur Reuter, Techniker L. W. Möser, Chemiker Kraus, Handelslehrer Peters und Bildhauer Fölix. Die Schule umfaßt vorerst 2 Klassen mit folgenden Unterrichts- Gegenständen : Freihand- und geometrisches Zeichnen, Darstellende Geometrie (einschließlich Schattenconstructionen und Perspective), Bauconstructionslehre (einsckl. Stabilttäts- und Festigkeits-Berechnungen), Elemente der Maschinen- Constructionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunst (einschl. Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche Buchführung, Tbetle der Bauführung, tnsb. Matertalienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Grundzüge der Gewerbe-Chemie, Modelliren in Thon, Holz rc. Die Unterrichtslocale befinden sich Neckarstraße Nr- 3, unfern von den Bureaulocalitäten der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Großh. Gewerbvereins, so daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet beruht werden können. YtedaettonKbur-eaur \ fXA„rni.n61l R iq Erp,ditt-«»dur,a«, / Schuls-raß- B. 18. Bedingungen zur Aufnahme sind: i) Für die untere Abtheilung, die I. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler ausgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Oberklasie einer Volksschule Entlaffenen zukommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Anstalt zugänglich werde. 2) Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntntß der niederen Arithmetik, einer angemestenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit — 30 jl und ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und längstens bis zum 31. Oktober l. I. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich aus dem Bureau derselben — Ncckarstraße 3 im III. Stock — bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach^Maßgabe der vorhandenen Unterrichts-Localitäten erfolgen kann. Darmstadt, am 28. August 1880. Ecoßherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den LandesgewerbverM. t VarttrreZ/m Heimer Wwe. möblirtc ' ,U Ur. z, , LiAstoH ;tod meines Hauses ©arten, besiehe^ allem Zubehör, ijr j. B. Linner. öbiittes Zimmer w. indes. Näheres tu ygir '^^°us3Ziid ”*■ Nähere; __J^_&57. bl-ttes ZL ’CÖ*. Frank- nächst -er ^ÄnbFinöHirte- !e™ Rammen. "ter am ^"gehende möblüFt xftra§e B. 151,5 Wohnung von drei ist an eine ruhtze Wallthor A. 9?.. #11** M««. JjA ' *'• “f blt ier Gaswei^, iu vermiM oerwiethk»- . >-- «L'z Meimsttatze 18. it Zimmer zu Der vöger, Lellersm .mobnunti in meiner, rem borndor, Hoh und Mickvlatz, ift 3-, möglicherweisc en. meister, E- 87,5._ richtetrs Parterre.- stireren herein ab- on H. Müller. 1 in meinem Hause ja vermiethen und i beziehen- iilheiln Aciber, m oerrnietben W Steinstrabe. ^rtseld.__— Rimmer zu veM Gambetta. Der Präsident der französischen zweiten Kammer, Herr Leon Gambetta, soll die Absicht hegen, endlich der nebulösen politischen Stellung, die er bisher eingenommen hat, ein Ende zu machen, und in das Cabinet als dessen Präsident einzutreten. So wenigstens wird aus Paris berichtet und hinzugefügt, daß Herr Gambetta versuchen wolle, diese Stellung bis zu Ende des Grevy'- schen Stptenats zu behalten. Uebrigens wolle er kcin besonderes Portefeu'lle anmhwen, welcher Entschluß dem ehemaligen Dictator gewiß nicht leicht geworden ist. Die Reserve, welche sich der Kammerpräsident seit dem Sturze des Cabt- nets Freycinet auferlegt, ist keine freiwillige. Sie war indtcirt durch die wachsende Unpopularität, die er sich durch seine Nachtisch-Rede zugezogen hat. Was Gambetta bet Gelegenheit der Flotten-Revue zu Cherbourg im Verein der Handlungsretsenden gesprochen hat, erwieS sich als ein grober politischer Fehler. Herr Gambetta überschätzte seine Popularität, wenn er glaubte, sich über die friedlichen Wünsche der überwiegenden Mehrheit der französischen Bevölkerung htnwegsetzen und eine Rede halten zu können, die in ziemlich durcheinander oratorischer Hülle eine Aufforderung zu einer Politik der Revanche enthielt, die man sonach als das Endziel seiner Bestrebungen ansehen mußte. Man hatte sich aber mittlerweile an den Gedanken gewöhnt, daß Gambetta mehr und mehr jene leidenschaftlichen Wallungen überwunden habe, welche ihm beim Beginn seiner Carriere seine Erfolge erzielen halfen, die aber nunmehr, wo er der Träger einer großen Popularität geworden war, wo er mit eigener Sicherheit der Entwickelung der Dinge harren konnte, allem Anschein nach einer- weiseren staatsmännischen Ueberlegung gewichen waren. Die Cherbourger Rede war daher eine große Enttäuschung nicht nur für das Ausland, das allen Ereignissen in Frankreich mit der größten und gespanntesten Aufmerksamkeit folgt, sondern auch für die Mehrheit des französischen Volkes, die in der Republik nicht nur die Herrschaft der Freiheit sucht und findet, sondern in ihr auch eine Gewähr für den Frieden erblickt, wie sie sicherer keine monarchische Regierung, welchen Namen dieselbe immerhin tragen möge, darzubieten vermag. Die Mehrheit des französischen Volkes besitzt durchaus nicht jene chauvinistischen Tendenzen, die man derselben zuschretben möchte, wenn man sein Urtheil über die politischen Zustände in Frankreich sich aus einer Anzahl von Organen der öffentlichen Meinung bildet, wenn man eine Anzahl der Wortführer in den Parlamenten und Volksversammlungen als die einzig berechtigten Vertreter der öffentlichen Meinung ansieht. Die Mehrheit der Franzosen liebt freilich neben der Freiheit auch den Ruhm, aber den letzteren keineswegs aus Kosten de- Friedens. Eine der übelsten Wirkungen der langen Regierung des Kaiserreiches war die Fälschung der öffentlichen Meinung, war der Umstand, daß man nach Een Aeußerungen derselben den Chauvinismus als das treibende Element im stanzöstschen Nattonal-Charakter ansehen zu müssen glaubte. Nun liegt es freilich im Wesen der Actionslust, daß dieselbe wett mehr geneigt und geeignet ist, sich in den Vordergrund zu drängen und die ruhigen und friedlichen Elemente durch ihre Kundgebungen zurückzudrängen. Aber gegenwärtig ist trotzdem die Zeit für irgend welche chauvinistischen Kundgebungen nicht geeignet und daher hielt selbst eine so bedeutende Popularität, wie die Gambetta^s, dem üblen Eindruck, den seine Cherbourger Rede bei der Mehrheit der Bevölkerung hervorgebracht hatte, nicht Stich. Es kommt dazu, daß der neue Minister des Auswärtigen, Herr Barthelemy Saint Htlatre, mit großer Entschiedenheit sich gegen den übermächtigen Einfluß des Kammerpräsidenten gesträubt und seine volle Selbstständigkeit in allen seinen bisherigen Regierungshandlungen bekundet hat. Gambetta, der wie es scheint, die Situation erkennt, steht sich daher genöthigt, andere Wege einzuschlagen als die, welche er bisher verfolgt hat. Ob ihm die Umkehr tn diesem Augenblick aber noch den gewünschten Nutzen bringen wird, ob jene Popularität, die er einmal auf's Spiel gesetzt hat, wieder zu gewinnen sein wird, — das freilich ist eine Frage, welche zu entscheiden in diesem Augenblick kaum möglich erscheint. Das Eine aber steht fest, daß die Absicht Gambetta's, in bas Ministerium etnzutreten, nur der Erkenntniß entsprungen sein kann, daß seine gegenwärtige Position auf die Dauer eine unhaltbare ist._________________________________________________ Deutschland. Darmstadt, 30. Octbr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 25. October 1880 den Oberforstdirector Heinrich Ludwig Bose auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen und ersprießlichen Dienst? in den Ruhestand zu versetzen; — sowie an demselben Tage den Oberförster der OberförsteretViernheim, Wilhelm Milbrand, zum vortragenden Rath bet der Abtheilung des Ministeriums der Finanzen für Forst- und Cameralverwaltung unter Verleihung des Amtstttels „Oberforstrath" zu ernennen. m. Darmstadt, 31. October. Die zweite Kammer der Stände ist auf Donnerstag den 4. November ds. Js. zu ihrer 53. Sitzung einberufen. Auf der Tagesordnung Heben: I. Verkündigung neuer Eingaben. II. Berichtsanzeiger. III. Beraihung über. 1) die Wahl eines Abgeordneten zur zweiten Kammer in der Provinzialhauptstadt Mainz, 2) die Wahl eines Abgeordneten zur zweiten Kammer im XII. Wahlbezirk der Provinz Starkenburg (Darmstadt — Land«, 3) den Antrag des Abg. Dittmar, die Organisation des niederen Forstdienstes betr., 4) Antrag des Abg. Frhrn. v. Wedekind, das Geometerwesen im Groß- herzogthum bete., 5) die Vorstellung des Handelsvereins für Darmstadt und Bessungen, die Reform der birecten Stenern betr., 6) den Antrag des Abg. Racke auf Revision der im Großherzogthum geltenden Bestimmungen über Besteuerung des Hausirhandels, 7) a. die Vorstellung der Gewerbebank in Gießen, deren Besteuerung betr., b. die Vorstellung des Spar- und Creditvereins Osthofen, eingetragene Genossenschaft, He-anziehung zur ferner bfteuer betr. c. die Vorstellung Hessischer Credttgenossenschaften gleichen Betreffs. (Magd. Ztg.) verfolgt. §z wird ii" jinnM a'brachi ton Jpunjen, b«« w SW 'I6tat HifchSÜ mt allen Mr ollmrn hat der jeüherigen Heß (o*t Heß -Pauline He Henriette H Er selbst wirdzeit seine Wrau p. Türkei. Konstantinopel, 30. October. Wegen gröblicher Jnsulttrung deS französischen Vice-Consuls in Varna beaustragte der französische Botschafter Tiffot den Aviso«Dampfer „Betret" sofort noch Varna abzudampfen. Iraukreich. Paris, 30. Ocrober. Die Ausführung der Decrete hat in Avignon eine große Aufregung heroorgerufen. — In Marseille kam es zu einem Handgemenge zwischen den Anhängern der K rpuzü er und den L-tzteren feindlich gesinnten Gruppen. Die Aufregung nimmt allmälig ab. Paris, 30. October, Abends. Die Märzdccrete sind heute in mehreren Departements gegen die Congregationen der Recollecten, Dominikaner, Peres du sacrd coeur und Mönche vom Lateran ausgeführt ohne Zwischenfall. Gegen die Pariser Congregationen ist heule keine Maßregel erfolgt. Nächsten Mittwoch soll der Vollzug der Decrete weiter fortgesetzt werden. Ausland. Petersburg, 30. October. Gras Loris-Melikoff ist heute früh hier eingetroffen. Berlin. Wie der „A. Z." berichtet wird, ist am 26. Oct. unter dem Präsidium des Directors des Kaiserlichen Gesundheitsamtes, Geh. Oberregie- rungsrath Dr. Struck, eine Commission, bestehend aus Vertretern der Kaiser- ‘ lichen Regierung, des Gesundheitsamtes, sowie aus wissenschaftlichen technischen ; Sachverständigen und auö Jntereffenten des Petroleumhandels zusammengttreten, j um über Maßnahmen zu berathen, welche aus Grund des Gesetzes über den Verkehr mit Nahrungsmitteln, Gebrauchsgegenständen u. s. w. zur amtlichen i Controle des Petroleums bezüglich feiner Feuergefährlichkeit einzusühren sind. - Als Mitglieder nehmen an den Sitzungen Tbeil: Die HH. Braun (Stettin), j Hofapotheker Dr. Brunnengräber (Rostock), Profeffor Dr. Engler (Karlsruhe), Commercienrath Frentzel (Berlin), Consul Friesland (Bremen), Commercienrath Hirsch (Danzig), Geh. Rath Profeffor Dr. Hofmann (Berlin), Mmifterial- affeffor Hoffmann (Berlin). Geh. Oberregterungsrath o. Kehler (Berlin), Profeffor Dr. Knapp (Braunschweig), Regierungsrath Köhler (Berlin), Regierungsrath Löwenherz (Berlin), Röder (Mannheim), Rosenbaum (Breslau), Sanders (Hamburg), Schütte (Bremen), Regterungsrath Profeffor Dr. Sell (Berlin), Profeffor Dr. Weber (Berlin), Regierungsrath Dr. Wolffhügel (Berlin). Als specielle Aufgabe liegt der Commission zunächst ob, eine Auswahl unter den Apparaten zu treffen, mittelst welcher die amtliche Controle zu handhaben ist. Aus Grund von eingehenden Versuchen, welche mit etwa 30 Apparaten verschiedenen Systems im Kaiserlichen Gesundheitsamt ausgesührt worden sind, bringt das letztere diejenigen von Dr. Bernstein in Berlin, von Prof. Engler in Karlsruhe und den Apparat des Engländers Abel als die exactesten zur engeren Wahl in Vorschlag. Berlin, 30. October. Von unterrichteter Seite verlautet, daß der Reichskanzler die Anregung zur Bildung eines deutschen Volkswirthschaftsraths in erster Linie durch die Schrift: „Die Vertretung der wirthschafrlichen Jn- tereffen in den Staaten Europas, die Organisation der Handels- und Gewerbe- kammern und die Bildung eines volkswirthschaftlichen Central - Organs in Deutschland" von Dr. v. Kaufmann empfangen habe. Der Verfasser dieser Schrift wünscht eine Umwandlung der Handels- und Geweibekammeru in „Volkswirthschastskammern", von denen jede drei Reichstagswahlbezirke um» fasten soll, so daß Deutschland etwa 132 solcher Kammern erhalten würde. Die Centralbehörde, der „Volkswtrthschaftsrath", soll dann aus 24 von den 132 Kammern zu entsendenden Delegirten, 6 Delegirten zur Vertretung der landwirthschaftlichen Interessen gewählt vom Reichskanzler aus Mitgliedern des deutschen Landwirthschastsraths, 10 vom Kaiser zu ernennenden Mitgliedern, je 5 vom Bundesrathe und vom Reichstage zu erwählenden Mitgliedern, dem Director des Reichsamtes des Innern, dem Director des Reichsschatzamtes, dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, dem Director des letzteren, dem Chef des großen Generalstabes, dem Generalpostmetster, dem Staatssecretär im Retchsjustizamte, dem Präsidenten der Reichsbank, dem Director des Statistischen Amtes und dem preußischen Landwirthschasts-Minister bestehen. — Um den Kölner Dom dem Kostenanschlag entsprechend, in allen Theilen zu vollenden, bedarf es, wie man der „Nordd. Allg. Ztg." mttthetlt, nunmehr noch der Fertigstellung der Restaurations-Arbetten im Bereiche der unteren Geschoffe des im Mittelalter erbauten Thetles des südlichen Thurmes und der Ausbringung eines neuen Plattenbelags im Innern, welche Arbeiten voraussichtlich bis zu Ende des Jahres 1881 zum Abschluß gelangen dürften. Eine längere Arbeitszeit ist für die Modellirung und den Guß der Bronce-Thüren des Westportals, wie für die Beschaffung der großen Glasgemälde der Fenster in der Thurmhalle in Aussicht zu nehmen. Der Gesammtaufwand an Bau- Mitteln für Erhaltung und Fortbau des Kölner Domes beträgt ca. 20 Mill. «X, von welcher Summe ca. 7 Mill, aus der General Staatskasse als Staatszuschuß gezahlt worden sind. Berlin, 30. October. Der „Reichs-Anz." schreibt: Die bisherigen Ermittelungen über die Ursachen des Eisenbahn-Unglückfalles bei Cou.l lasten mit Sicherheit schließen, daß die Fahrgeschwindigkeit des Zuges größer gewesen, als für die dreifach gekuppelte Locomotioe des Zuges polizeilich gestattet ist, in Folge desten die Locomotioe in erheblich pendelnde Seitenschwankungen qe- rieth, welche schließlich eine Entgleisung herbeiführten. Bezüglich der mehrfachen Eisenbahn-Unfälle in letzter Zett sei zu constatiren, daß keiner derselben durch einen Mangel in den Betriebsvorschriften oder in der Unterhaltung der Bahn und den Betriebsmitteln, sondern fast in allen Fällen durch die Nichtbeachtung positiver Vorschriften herbeigeführt wurde. Die Central-Instanz der Eisenbahnverwaltung habe in der Sachoerständigen-Commtsston die Prüfung der Frage angeordnet, ob die bestehenden Vorschriften Lücken auf weisen oder Bestimmungen enthalten, welche einer Aenderung bedürfen. Metz, 26. October. Heute vor zehn Jahren wurde in dem au der Grenze deS damaligen Vertheidigungs-Rayons gelegenen Schloß Frescaty die Capitulation von Metz unterzeichnet, wodurch die gejammte Buzaine)che Armee in Gefangenschaft gerieth. Es herrschte damals in ganz Deutschland wohl die eine Ansicht, daß dieser Platz als ein Bollwerk gegen künftige feindliche Angriffe dauernd in deutschem Besitze bleiben müste. Dieses Bollwerk nach Möglichkeit zu verstärken, war die Aufgabe der Militärbehörde, welche sofort die Vergrößerung der vorhandenen und den Bau einer Reihe neuer Werke in Angriff nahm. Bis auf ein kleineres, nachträglich in den F^stuugspUn aufgenommenes Fort sind die bezüglichen Arbeiten schon seit einiger Zett beendigt. Daß dagegen die Wiedergewinnung der Bevölkerung sich nicht in einem Jahrzehnte vollziehen werde, darüber konnte man sich schon in den ersten Monaten nach der Urbergabe keine Illusionen mehr machen. Die Verwälschung war hier im Laufe der Jahrhunderte zu tief durchgedrungen, als daß sie sich hätte in wenigen Jahren abstretsen lasten. Dazu kommt noch, daß die Verhältnisse der Geschäftswelt wie auch der städtischen Finanzen in Folge der Einverleibung, wodurch Metz auf einmal Grenzstadt wurde, sowie durch die Auswanderung des vermöglichen Thetls der Bevölkerung schwer zu leiden hatten. Seit nun aber die Uebergangszett vorüber ist, macht sich überall erfreuliche Besterung bemerklich und es ist dies nicht ohne Einfluß auf die Stimmung der Bevölkerung geblieben, welche sich nach und nach daran gewöhnt hat, die Lostrennung von Frankreich nicht blos als eine vorübergehende zu betrachten. Daß übrigens ein gründlicher Umschwung der Gesinnungen erst mit der kommenden Generation zu erwarten ist und daß hierbei die zwar langsam aber sicher wirkende Schul- und Mtlitärerziehung das Meiste dabei thun müsten, dürfte Jedem klar fein, der die hiesigen Verhältntffe mit unbefangenem Blicke 9t d. kett y'enstag de lass, iA Jc ich meine j £ lfßenbe Ho Wie uns aus sein 43. StWM ^jjtheileU' Cllt(b lid>»" ""l bll« ’lbl", ««> «*!? ’uU'f* di, Od» »»'"“ ooo A 1 der l(rn drn schiedrncr ferne Mutter p. Hungen, den« Gioßherzogl. A 7163) 7179) Aus antoalt Mrtz M Kraft "V. vvv tiettx der xM LehnenKaiha Konrad und M diejenigen, weid Nachlaß der dah Emilie auS Ober-Wtd! Herbert solche i Mittwoch de Vormit iseltend zu «ach hirruitt ausgeschl dr» sich legi! in ausgesolgt werdi 3»Slrich sind * Nachlaß Termine bei bi ^stellten Gr. $ Wtt anzumelr M Meldung bi Hungen, den Troßhrrzogl. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureav. Konstantinopel, 31. Octbr. Der deutsche Botschafter, Graf Hatz- seldt, dinirte am Sonnabend nebst dem Personal der Botschaft beim Sultan. Oer Sultan verlieh den Cardinälen Nina und Simeoni den Großcorvon des Osmante-OrdcnS, dem Nuntius Vannutelli den Großcordon des Medschtdje- Ordens. Das Journal „Terdjuman Hakikat" wurde wegen eines satvrischen Artikels gegen den britischen Botschafter Göschen auf unbestimmte Zeit suspen- dirt; „Vak-.t" erhielt eine Verwarnung. Paris, 31. Oktober. Eine Deputation von katholischen Notabeln in Marseille begab sich gestern zum dortigen Präfecten, um einen Protest gegen die Ausführung der Märzdecrete zu überbringen. Der Präfect lehnte den Empfang der Deputation ab mit der Erklärung, er betrachte alle dem Gesetze Ungehorsamen als Rebellen. Der Führer der Deputation wies die Bezeichnung „Rebellen" entschieden zurück und erklärte: Wir protestiren nicht gegen das Gesetz, sondern gegen die Decrete. Den alsdann von der Deputation auf dem Bureau des Präfecten niedergelegten Protest ließ Letzterer wieder zurücksenden. — Wegen der bevorstehenden Feiertage erfolgt bis zum 3. November keine weitere Ausführung der Decrete. — Der Postcongreß hat gestern den endgültigen Text der Convention, betr. die Beförderung von Postpaketen ohne Werthangabe, angenommen. Die Unterzeichnung der Convention erfolgt Mittwoch. Vermischte-. Mainz, 30. Oktober. Der Sturm, welcher heute über der Stadt tobte, warf nach 11 Uhr Mittag die Kreuzblume einer der Steinpyramtden, welche den Oberbau des Westtburmes am Dom umstehen, an der Südseite herab. Das beträchtliche Ornamcntstück wurde auf daS Dach des Mittelschiffes geschleudert und durchschlug, ohne jedoch größeren Schaden zu thun, das Dachwcrk. Mainz, 29. October. Der Rhein wächst noch immer fort; heute früh zeigte das Pegel Meter 3.90, heute Mittag Meter 3.97. Das Wasier bespült bereits die am Rhein befindlichen Lagerhäuser. Nachrichten vom Oberrhetn und Mannheim lauten: In Heilbronn erreichte Neckar heute Nacht die Höhe von 1824. Neckar rapid steigend. Schiffe aus dem Neckar flüchten in den Hafen von Mannheim. Heute Morgen 8 Uhr 38 M. Waffcrstanv in Mannheim von Rhein und Neckar Meter 7.80, seit gestern gestiegen 33 Centimeter. In Folge des heftig wehenden Sturmes mußten bei den Schiffen, den Badeanstalten und der Schiffbrücke Vorsichtsmaßregeln getroffen werden. — Der Sturm, welcher vorgestern Nacht über die britischen Inseln hinfegte, hat in allen Theilen des vereinigten Königreichs beträchtliche Verwüstungen angcrichtet. An toev schiedenen Punkten der Künste haben dir Rettungsboote nicht allein manches Menschenleben vom sicheren Tode entrißen, sondern auch viele Schiffe außer Gefahr gebracht. In den Mlviand Dlstricten Englands haben die Flüffe ihre Ufer überschritten und viele Tausend Acker unter Wasier gesetzt, wobei nicht nur die Aussaat, sondern auch beträchtliche Vorräthe und Vieh verloren gingen. Auch aus größeren Fabrtkorten werden Ueberschwemmungen von Baumwollspinnereien, Teppichfabriken und Eisengießereien gemeldet, wodurch Tausende von Arbeitern beschäftigungslos geworden sind. Ein Sturm von solch großem Umfange gehört zu den seltenen Erscheinungen. In Wonlock stand die Gasanstalt gänzlich unter Wasier, so daß kein Gas zu erlangen war. In Walsall hatte der Fluß Tame den Bahnhof 7 bis 8 Fuß unter Wasier gesetzt, so daß die Pasiagtcre in beträchtlicher Entfernung vom Stationsgebäube btc Waggons zu verlassen hatten. In Scarborough scheiterten drei Schiffe, die Bemannung derselben wurde von Den Rettungsbooten in Sicherheit gebracht. Frankfurt, 28. Oktober. Gestern Abend trugen sich auf der Gallerte deS Opernhauses zwei heitere Stückchen zu. Ein hiesiger Metzger, Stammgast der Gallcrir und enthusiastischer Musikfreund, war bet den Klängen der Oper sanft entschlummert. Plötzlich that es einen Schlag und der Metzger war verschwunden. Ein Paar in die Höhe gestreckte Arme zeigten, daß er mit seinem Stuhl durchgebrochen war. Man zog ihn empor und er erzählte, er habe im Schlaf das Gefühl gehabt, als sei er ein Stockwerk tief hinabgestürzt. Em zweiter Zuschauer, ein baumlanger Handwerksmeister, saß mit seiner Ehehälfte ebenfalls auf der Gallerte. Seine Beine wußte er nicht recht unterzubringen, er öog sie in die Höhe und setzte auf oas eine Knie seinen Hut, auf das andere den seiner Frau. Plötzlich wurde lhm von einem Theaterdiener auf die Schulter geklopft und ihm zugeflüstert: „Sie, Ihre Kinder haben den Hut abzunehmen und sich zu setzen! „Was?" ertönte es zurück, „meine Kinner? Ei, des stn ja mei Bää!" Aus der Rheinprovtnz. Auf dem Wochenmarkt zu D-, unweit Trier, ereignete sich verflosiene Woche folgender drolliger Diebstahl. Ein junger Mann trat an den Korb einer Bauersfrau und besah die von ihr zum Verkaufe gestellten Eier. Sie forderte einen so hohen Preis, daß et sich das Recht ausbat, die schönsten Eier aussuchen zu dürfen, was ihm die Verkäuferin genehmigte. Er legte dann die ausgesuchten Eier auf die verschränkten Arme der Frau, bis keine mehr darauf Platz fanden. Dann ergriff er die noch int Korbe liegenden und eilte rasch von bannen. Die unglückliche Frau konnte kein Wort hervorbringen, zumal sie auch für die auf ihren Armen liegcnben Eier fürchtete. Den benachbarten Weibern kam aber bie Situation so brollig vor, baß sie erst Lärm machten, als ber Dieb sich schon unter bie Menge verloren hatte. Mainz, 27. October. Ein überaus heiterer Vorfall ereignete sich wahrend ber hiesigen neulichen Aufführung ber Oper „Fidelio" hinter den Coulisien. Als ber Bo|ewlcht Don Pizarro lHerr Mann) am Schluß Der Oper seinen wohlverbtenten Lohn empfangt und auf ben Wink bes Ministers ben Trabanten zur Verhaftung überwiesen wirD, flibt ber Den Officter barstellenbe Herr vom Chor zweien Statisten ben Befehl, Pizarro abzu fuhr en, wobei er benselden, um ihnen bie Wichtigkeit ihrer Mission plausibel zu machen, im Abgehen zuflustert: „Der- Mann ist ein Staatsgefangener, bewacht ihn scharf." Die Statisten, gehorsam bem Befehl, führen ben Darsteller bes Pizarro ab, welcher in seine Garberobe geht, um sich in seine Straßenkletber zu werfen unb nach Hause zu gehen. Letzteres sollte ,hm tnoetz nicht so leicht werden, denn beim Hinaustreten aus der Garderobe erblickt et zu lernet nicht geringen Verwunderung die beiden Trabanten zur Rechten und Linken der Thüre aufgestellt, welche ihm mit gekreuzten Hellebarden ben Ausgang verwehren. Auf seine Frage, was oas zu beoeuten habe, wirb ihm von Seiten ber als Trabanten verkietbeten wackeren Vaterlanbsoertheiblger bie Antwort zu Theil, sie hätten strenge Orbre, ihn als Staatsgefangener zu bewachen un er bürfe nicht aus Der (Satbetobe hinaus. Erst nachdem der hetdelgerufcne Insplcient mi vieler Mühe das Mißverstänbniß gelöst, senkten sich bie Hellebarben unb Herr Mann, dem das komische Intermezzo, welches ihm hier als Pizarro passirte, gewiß noch ofer ein vergnügte« s Lächeln entlocken wirb, burftc sich nunmehr unbehelligt nach Hause begeben. hi« i J ? Hand- ' f"nb“d) g«. 7' <« °°h. >i8? ? J14*n *6™ Sultan. Droßcorvon drs W MWdje. ' ^s satirischen lteZrit juspen. ?n Vokabeln in ^rotefl gegen tct lehnte den bem Gesche ui bit Bczeich. hn niä)t ^zen btt D^nMvn Letzterer wieder s M 3. Novem« btr Convention, genommen. Dir tt tobte, iratf nach au bei WchlbumeS :ftüif wurde auf das ti Schaden zu thun, itt friß ieißtt das :tS dje am Mein m: Zn Hclldronn Sch'sse aus dem M. Dasserstanv in ihmetn- )n tzvige und der Sch'Hrücke em hinsezre, bat in ngcrichtek. An t>eu s Menschenleben vom Zn den M-viand Lausend Acker unter rätbr und Lied ver- ;tn von Baumwoll- enbe von Arbeitern t öit zu bett seltenen io daß kein Gab zu 1 Fuß unter Wasser tbÖÄte die Saggon» lUng dnselben wurde Merle deS Opmi- Hallerie und entdu- „nt »I»** üöhe aestteckte Stent aeftitjt. Öinj“rifl Sauf Hrtf* :( unb l’i" “ Md, ihm °°» 6« ft* b«‘" c l ^brrnd dn ifte IW -ösewecht ® >,u’‘ KM a uen M ^ nvcß vtchk 1° e 5J gering Kr? .1-2'55»' 7*^ Handel und Verkehr Frankfurt, 30. Oct ob er. l Marktbericht.» Der heutige Heu- unb Strohmarkt war aut befahren. Heu kostete ie nach Ouatität bei 6tt. «^4 2.50 4.00, Stroh <^£ 2.00 —3.00. Butter das Pfb. tm Großen 1. Qual. JL 0.85—95, 2. Qual. JL 0.85—90, im Detail bas Pfd. JL. 1.20—25, 2. Qual. JL 1.10—00. Eier bas Hunbert «X 7-8. Ochsenfletsch per Pfund 00—70 Kuh-, Rinb unb Farrenfleisch 00-00 Kalbfleisch 00—70 H, Hammelfleisch 60—65 Schweinefleisch 75—80 ein Hahn JL 1—1.50, ein Huhn 90—1.20, eine Ente X 2.50—3.00, eine Taube 50—00 H, Gans JL 5.00—10.00, Hasen das Stück JL 3.00—4.00, Feldhuhn J4 0.00-0.00, Rehbock das Pfd. 00-00 Kapaunen JC 0—0.00, Wälscher Hahn X 0—0. Kartoffeln 100 Ko. st somit ziemlich unbedeutend ausgefallen, doch ist nicht zu verkennen daß die Oberammergauer außerdem durch die Beherbergung und Verköstigung der Spielbesucher, sowie durch ansehnlichen Absatz per- schicdencr Artikel, insbesondere Schnitzereien, gute Geschäfte machten. Eingesandt. Wie uns aus guter Quelle zugeht, feiert der Gesangverein „Liederkranz" am 7. Nov. d. I. fein 43. Stiftungsfest im großen Saale des CafL Leib. Schon seit mehreren Wochen werden sowohl Chöre wie Solt's eingeübt um diesen Abend zu einem recht genußreichen zu machen I .......... ..................... und können wir die wirklich schönen und gediegenen Leistungen des Vereins unter der bewährten Direktion des Herrn L. Kaufmann jedem Gesangsfreunde aufs wärmste empfehlen. R. Schftfl’gberftcfckB. Mttgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd, C W. Dietz in Gießen. Bremen, 29. October. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Braunschweig. Capt. R. Hoffmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. October von Bremen abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 30. 'October. fPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Mosel, Capt. H A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. October von Bremen und am 19. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. ___________________ ________ MffeMche Kkklmlltmchimg. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntn ß gebracht, daß Max Heß von Hungen, das mit seinem verstorbenen Vater Abraham Heß betriebene Geschäft m t allen Activen und Pastven übernommen hat und dasselbe unter der seitherigen Firma Abraham Hess sortsührt. Max Heß hat seiner Ehefran Pauline Heß und seiner Mutter Henriette Heß Procura ertheilt. Er selbst wird zeichnen : Abraham Heß, seine Ehefrau p. pa.: Abraham Heß Pauline Hetz, seine Mutter p. pa.: Abraham Hetz Henriette Hetz. Hungen, den 25. Oktober 1880. Großherzogl. Amtsgericht Hungen. Krauß. 7163) Steller. Aufgebot. 7179) Auf Antrag des Rechts- anwalt Metz Namens des Heinrich Kraft V. von Alienhain als Vertreter der minderjährigen K'nder des Letzeren: Katharine, Helene. Eiisabethe, Konrad und Marie Kraft werden alle diejenigen, welche Ecbansprüche an den Nachlaß der dahier verstorbenen ledigen Emilie Werner aus Ober-Widdersheim haben, aufgefordert solche tm Termin Mittwoch den 8. Decbr. l.J., Vormittags 8 Uyr, geltend zu machen, widrigenfalls sie hiermit ausgeschlosien und der Nachlaß den sich legitimirt habenden Elben ausgefolgt werden würde. Zugleich sind Forderungen an den rubr. Nachlaß bis zum vorgesetzten Termine bei dem als Maffecuratur bestellten Gr. Bürgermeister Bender dahier anzumelden und zu begründen hei Metdung der Nichtberücksichtigung. Hungen, den 14. Okcober 1880. Großherzogl. Am-sgericht Hungen. Krauß. ______________Steller. Versteigerung. Dienstag den 2. November. Nachmittags 2 Uhr, lasse ich meine in der Nähe der Bahnhöfe liegende Hofraithe, dahier, worin eine frequente Gastwirthschoft betrieben wird, genannt „Zum Rheinischen Hof" öffentlich im Locale selbst versteigern und wird der Zuschlag bei annehmbarem Gebot sofort ertheilt. . Auch verkaufe ich dieselbe aus freier Hand und können Kauflustige bei mir und I. Blitz das Nähere erfahren. Gießen, den 25. Oktober 1880 7033) Ehr. Reinhardt. 6647) Gin schön gelegenes neues gut gebautes Wohnhaus ist preislvürdig zu verkaufen. Auskunft ertheilt •Je Wattmann. Oberhessische Eisenbahnen. 7172) Anläßlich des Ortenberger Marktes werden am 2. und 3. November je ein Gxtrazug von Gießen nach Gelnhausen und umgekehrt, mit Anhalten auf allen Stationen und Haltestellen nach folgendem Fahrplan abgelassen: Großherzogliche Direktion. Gießen . . . ab 445 Nachm. Gelnhausen . . ab 440 Nachm Lich .... 510 Büdingen . • • w 505 n Hungen . . . " 525 „ M Stockheim . • • „ 530 tt Nidda . . . „ 555 „ Nidda . . • • „ 555 H Stockheim . . „ 619 „ Hungen . • ■ „ 615 ff Büdingen . . „ 640 „ Lich - - • • „ 630 ff Gelnhausen . . an 7w „ Gießen . . an Tos n Gießen, den 1. November 1880. 7124) Dienstag den 2. und Mittwoch den 3. kommenden Monats, jedeömal Morgens 9 Uhr anfangend, werden im Saale der Restauration Bramm (Neustadt) dahier eine große Parthie Eiferr- waaren, als: Mühlsägen, Spaltsägen, Bauch- und Schrotsägen, Spannsägen, Feilen, Hobeleisen, Bohrer, fertige Hobel, als: Raubank-, Doppel-, Petz-, Schlicht-, Plattbank- und sonstige Faconhobel, Sarggriffe, Sargbeschläge in Zinn und Blech, Charnüre, Zapsenband, Schrank- und Schubladschloß, Einsteck- und Einlaßschloß, Riegel, Bettbeschläge, Vorhangschloß, Commodeschloß, eine große Parthie Kartätschen und sonstige in das Etsen- waarenfach einschlagende Artikel, öffentlich versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 30. October 1880. ___________Bühner, Gerichtsvollzieher. nächsten Mittwoch am 3. November weroen Seltersweg C. 21, nahe der Maigasse 40 Winter-Palltots und Kaisermäntel, 18 Schlafröcke, 8 Regenmäntel, 30 Anzüge, 24 Paar Hosen und Westen, 50 Knaben-Änzüge, 50 Knabev-Kaisermäntel, (7169 30 Juppen, gegen gleich baare Zahlung versteigert. Versteigerungslokal: Seltersweg C. 21. Depot »»»Bibeln u. iürbauinigsfdjriftcti. 7177) Mir Bezugnahme auf die in der gestrigen Reformationspredigt von Herrn Gymnasiallehrer Stamm gegebene Schilderung der Bibel als des Famtliensreundes protestantischer Familien, in welche man die Erinnerungstage der Fimilie einzuschreiben pflegte, mache ich hiermit bekannt, daß bei mir Bibeln mit Familienchronik von 1,85 J4 an bis zu reich künstlerisch aus- geschmückten zum Preis von 3 bis 10 JL, sowie auch die gleichfalls erwähnten berühmten Ecbauungsbücher unserer protestantischen Kirche zu haben sind. Gießen, den 1. November 1880.________Gg. Schlosser, Pfarrer. Robert Haas, Seftersmeo C. 59, empfiehlt zu sehr billigen Preisen sein reichhaltiges Lager in Wollwaaren, als: Capuzen, Westen, Tücher (gewebte und Handarbeit), Kleidchen, Jäckchen, Strümpfe und Gamaschen in allen Größen, Unterhosen und Jacken, Handschuhe in Glacö- und Wildleder, Stoffhandschuhe in großer Auswahl (7086 NB. Kiuderunterhoseu und -Jacken in allen Größen. L. Kattrein B. 62 Sonnenstrasse B. 62 empfiehlt fein Saget in Unterjacken. Unterhofen, Westen, Tüchern, Strümpfen, Beinlängen re., Binden, Kragen, Manschetten, Hofenträgern, Glace-, Waschleder-, wollenen und Militär- Handschuhen und Cravatten u. s. w. (7164 Bekanntmachung. Künftigen Donnerstag den 4. November, Nachmittags 2 Uhr, sollen bei der Neumühle zu Beuern nachfolgende Arbeiten an den Wenigst» nehmenden vergeben werden, als: Pflasterarbeit, veranschl. Wetzlar. Wärmsteine aus polirtem Marmor en gros & en detail. &OO Dtzd. Teppiche in wunderschönen türkischen, schottischen und einfarbigen Mustern, 2 Meter lang, 160 Ctm breit, Stück nur 5‘/4 Mk., Bettvorlagen in gleichen, passenden Mustern, 130 Ctm. lang, 68 Ctm. breit, Paar nur 3 Mk., sollen schleunigst ausverkauft werden und sende dieselben gegen Nachnahme. Max Levit, Dresden. (7161 Frische Schellfische eingetroffen. (7171 J. A. Busch Söhne. Salz von der Großherz. Saline Bad Nauheim aus gradirter Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlöslichkeit, ist stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann J. CJ. D. Bapet auf dem Markt in Gießen. (2687 Großherzogl. Salinen» und Bergamt ________Bad Nauheim.________ Mädchenhiite empfehle von 80 Pfg. an. (6919 A. Fangmann^ Frisch entleerte billigst bei 6876) Emil Schmall (Frankfurter Hof). Buchenes und tannenes Brennholz, Eichen- uns) Mchcn-Bohlen verschiedener Stärke bei (6511 H. Heck. 7178) Mehrere Wagen Pferde- dünger abzugebcn in der Kunstmühle von ^erd. 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Näheres D. 94. $97 Arabische Gummikugeln bekannte, von den meisten Aerzten empfohlene Brust-Bonbon* in stets frischer Wir empfehlen zu diesem Behufe die in E H. Mayer’s Buchhdlg. in Köln in zehnter sehr verbesserter Auflage erschienene Schrift: (5745 Der geschickte Franzose, oder die Kunst ohne Lehrer in zehn Lec- tionen Französisch lesen, schreiben und sprechen zu lernen. Preis 50 Ferner empfehlen wir die in gleichem Verlage erschienenen Merkchen: Der geschickte Engländer, 7. Ausl. 60 H. Der geschickte Holländer, 3. „ 60 „ Der geschickte Italiener, 4. „ 60 „ Der geschickte Spanier, ... 60 „ Bei Franco-Einsendung des Betrages folgt Frc.-Zusendung unter Kreuzband. amerili. öi)iuuno etedrifefje flnjtad, behufs Vergrößerung nach der Bockenheimer Landstraße Nr. 179 Hierselbst verlegt, mit den allerneuesten und besten Betriebsmitteln versehen, vernickelt, versilbert, vergoldet, verkupfert, vermcssingt, bronzirt re. Gegenstände jeder Art und Größe in dauerhaftester und schönster Ausführung. 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Darmst tzroßh- Ministeriun läge wegen ßrbouu: Ansinnen an ine J? stehende Krücke die Mögenden Staat Immobilien und 3)i verstanden zu eitle der Offenbacher E verwendet werden Äönigtich Prcußif öffenibche Ausscin Es wird i Eladtvmstand doi Ersuchen gewandt tiol'hn mehr zu ve bauen zu lassin un l«ng zu treten. $ als -beitrag für d babe und, nach M, Seitens der auf i ^etses Hanau die ber Stadtvorstand ?’tnia PH- Holzmc wer den Main, u »er Karlsstraßc (£ btt^alferstratze au Mden, daß mit «beiten nur das Zu 725,00 »nnt, zumal daffe Me und auch n NlauterungSberick Menb bezeichne 2'ttung sich au "*m auch do A'tr°ge zu den $ ^Preußische ft Zusehen, daß d Laoten zu daß im 5 Nntbach bewiüin ^anbe von?e °»w^?wiirt!gen Äbet?e,be let Bau der Söiüd fe1;« Luiden unbff M.bL6d 73 86 rijvöu3yUM uchrrH ustzösysg n? -Mckms usqusjzstrs uröstzunö uajioai M i§) S^vv rsgn 'usöaksg i)ia uaq atppax 'uajüßp& iop)a qun 3qig(pqiv)8u)aoi$ rrq W '3)<3 7113) Zwe: schön möblirte Zimmer im Hause des Herrn Weisgevber, Grün- bergerstraße B. 166, zu vermiethen. 7117) Ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Cabinet an einen oder z^ei Herren in der Nähe der neuen Aula, Bleichstraße C- Nr. 385/ip, zu vermiet den. 7118) Im Hause des Herrn Kupferschmied Zimmer, Bahnhofstraße C. 225, 2. Etage, ein freundliches möblirtes Zimmer zu vermiethen. 7125) Ein kleines möbl. Zimmer, sowie eine Schlafstelle' zu verm. Lindenplatz 242. 7103) Ein großes schön möblirtes Zürn mer zu vermiethen. Gartenstraße 165,6. 7101) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neustadt D. 57. SttmischLt- Anzeige». 7158) 6000 Mk. zusammen, auch getrennt, gegen doppelte gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Hu erfragen bei bei Expcd- d. Bltts. 7160) Allen Freunden und Bekannten^ von denen ich mich bei meinem Weggange von hier nicht persönlich verabfchledcn konnte, sage ich hiermit ein herzliches Lebewohl. __Hans Lux. „ 6547) Ein möblirtes, sowie ein un- möblirles Zimmer zu vermiethen. Näheres bei _________I. Blitz. 6813) Mehrere freundliche gut möblirte Zimmer zu vermiethen bei Frau F. Lehmann, Seltersweg Nr. 66. 6857) Ein kleines Familienlogis zu oer- wiethen. 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E. 77. 7168) Ein möbl. Zimmer mit oder ohne Cabinet zu verm. Lit. C- Nr. 1 am Kreuz. 7167) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen und den 1. Dezember zu beziehen bei Wildhändler Ebel, Marktstr., ,7175) Zwei schone ineinandergehmde möblirte Zimmer, auch auf Wunsch ein einzelnes, sind auf sogleich zu vermiethen in der Nähe der Veterinäranstalt. Wo? sagt die Exped. d. Bl- ______________ 7170) Die seitherige Geschäftsstube, mit Cabinet und Kücke, sowie ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. ________________F. Zülch Wwe. 6115) Durch Wegzug des Herrn Philipp Braun ist die von demselben inncgehabte Wohnung, bestehend aus 6 Zimmern und allem Zubehör per sofort oder 15. Januar zu vermiethen. August Ackermann 7092) Familienlogis, 1. Stock mit Mam sarde, bestehend aus 7 Zimmern, 2 Cabi- ncts und Küchen nebst allem Zubehör, ist zusammen oder getrennt zu vermiethen \ und alsbald zu beziehen. __Frankfurter Straße 323. } 6666) Ein schon möblirtes Zimmer zu verm. ! im Merz'schen Hause, Reichens.-Bahnhofstr. ; Fr. E. Fehsenfeid, Buchhändler. ’ 7057) .Ein neu hergerichtetes Familienlogis auf sogleich zu : vermiethen bei A. Neinig^, Seltersweg. 6962) Jrn Clubgebäube ist^in rnob- lirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 6730) Der 3. Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zu- behor, fit anderweit zu vermiethen und am 15. Januar 1881 zu beziehen. __Pitz, Zimmermefiter. 6661) Ein kleines Logis zu vermiethen _______bei Adolf Hoß, Schießgarten. 6582) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi« net zu vermiethen bei ________Heinrich Sauer, Neuenweg. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. 5727) Meine