en. leigen. ? Jahren be- ntnhalbjchez Arn in die 1)ul« Eintreten an bttn Unten Mw gesucht. yi8,6. ‘‘ÄTt ;n» )tll ^11836^ dploh^ "°Eg Nr. 8. ltttsweg 66. Erziehen wird rasch (6390 1», Kreuz, f ging mit o bi§ nach Der ehrliche 'tn bei Herrn img ipiltum N,i- sr 6o., issenschastlicher ÄT w Tpeise- lauft und be> lßerster Preis iotel Kühne. id)t Zellersweg. :hi. ^amenkar- >llen undvor- ftanco Hau- Proben bitte rattur Weber u entnehmen. Warte mit nunfl. (6410 ^PoWation). OldllUlg. ->S§ •esM (6394 k Nöilr Mx. 230. Samstag den 2. October L88O. Archener "Anzeiger AWge- mb AmtsblM sir kn Kreis Gießen. B. 18. Erscheint tätlich mit «nSnnh-n. le« M-n«-«,. di^ft^pgen ^i-r'telMrNch "marfT Amtlicher H - eit. Bekanntmachung. Betreffend: Ausbruch der Lungenseuche unter dem Rindvieh zu Lang-Göns. Nachdem an einer am 29. l. Mts. verendeten Kuh des Schäfers Heinrich Boller in Lang-Göns Lungenseuche in vorgeschrittenem Stadium constattrt wurde, ist bezüglich der Rindvtehstallungen dieses und seiner beiden Nachbarn, dem Anton Lang und der An ton Artus W l ttw e vorerst Stallsperre verfügt worden. Gießen, am 30. September 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. _ __ --—----------------------------- G ießen, am 29. September 1880. Betreffend: Die Aufstellung von Holztarifen für die Gemeindewaldungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der zur Großherzoglichen Oberförsterei Lich gehörigen Orte. Wir erinnern diejenigen Großherzoglichen Bürgermeistereien, welche das Schreiben der Großherzoglichen Oberförsteret wegen des Holzpreistarifs für 1881 noch nicht beantwortet haben, an die schleunige Erledigung dieser Angelegenheit. Dr. Boekmann. ____ An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Sie Berichtigung der End- dt-s-s Monats fälligen Holz- und Heugrasg.ld.tr auS den Oberförst-ret-n Schiffenberg und Treis =• b. 8ba-, bezw. Gießen, hat bis zum 25. nächsten Monats — bei Meidung der Mahnung — anher zu geschehen, wovon Sie Ihren Gemeinde-Angehörigen in geeigneter Weise Kenntniß geben wollen. o „ t . Gießen, am 30. September 1880. Großherzogliches Eine Unterlassungssünde. Politische Fragen haben eine sehr große Aehnlichkeit mit einem Gewitter; sie tauchen wie ein kleines unscheinbares Wölkchen am Horizonte auf, um bald darauf die Sonne zu verdunkeln und schließlich sich unter Donner und Wetter zu entladen. Eine solche Frage ist auch setzt wieder aufgetaucht, auch sie hat sich durch ein leichtes Wölkchen angekündigt, das selbst die Politiker von Fach kaum bemerkten und das nun immer größere Dimensionen anntmmt. Ob sich dieses Gewitter auch in dieser Weise entladen wird? Wir wünschen es nicht, und dennoch scheint die drückende Schwüle, durch welche es sich ankündigt, kaum etwas anderes erwarten zu lasien. Diese Frage betrifft die Herrschaft über das Gebiet der Donaumün- düngen. Leider ist die allgemeine Erwartung, daß der Berliner Congreß diese Frage erörtern und in der Weise erledigen würde, daß die Donaumündungen keinem Volke der Erde, das mit anderen Völkern in friedlichen Verkehr treten will, verschloßen werden dürfe, getäuscht worden. Man hat eine Frage in Schwebe gehalten, die unter allen Umständen ausgetragen werden mußte, und hierfür gab es keinen günstigeren Augenblick, als die Zeit des Berliner Eongreffes. Die Versäumniß kann damit nicht entschuldigt werden, daß man damals in officiellen Kreisen eine geringe Meinung von der Bedeutung der Donau als Handelsstraße zur Schau trug, indem die Donau, wie man meinte, die Verbindung mit dem Orient nur auf einem Umwege vermittele, überdies in ein geschloffenes, von den Rivalen Oesterreichs im Orient beherrschtes Meer münde; die richtige Verbindung mit dem Orient sei die Linie, welche bei Salonicht in ein offenes, freies Meer ende; an diese Linie knüpfe sich die handelspolitische Zukunft Oesterreichs. Es war schon damals nicht schwer, diese ganz trrthümltchen und wahrscheinlich nur zur Vertheidtgung des bosnischen Unternehmens tn's Treffen geführten Argumente zu widerlegen, und heute zweifelt Niemand daran, daß es ein langer und beschwerlicher Weg nach dem Orient sei, jener Weg durch Bosnien an das Aeoäische Meer, und daß hingegen für Oesterreich nichts Wichtigeres existire, als die Donau, daß Oesterreich Alles daran wenden muffe, einen womöglich entscheidenden Einfluß auf das letzte Drittel des Stromes auszuüben, dessen zwei erste Drittel es ohnedies beherrscht. Es kann sogar daraus, daß die Donau im längsten Thetl ihres Laufes österreichisches Ufer bespült, eine Art Recht abletten, auch dort, wo die Donau aufhört, ein österreichischer Strom zu sein, ein gewisses Ueber- gewicht bei Entscheidung in den die Schifffahrt auf der Donau betreffenden Fragen zu besitzen. Oesterreich hat die Sachlage heute richtig erkannt; aber während es zur Zett des Berliner Eongreffes nur den alleinigen Widerspruch Rußlands zu befürchten hatte, der damals sehr leicht zu überwinden gewesen wäre, treten ihm jetzt Schwierigkeiten entgegen, mit denen es noch lange Zett zu kämpfen haben dürfte. Rumänien will heute von den österreichischen Ansprüchen in Betreff des Verkehrs auf den Donaumündungen nichts wissen; es protesttrt gegen den Anspruch Oesterreichs, in der Commission die entscheidende Stimme zu haben, weil es der Unterstützung Rußland« und Englands in diesem Proteste gewiß ist. Was früher ein Federstrich auSgletchen konnte, dazu bedarf es heute weitläufiger diplomatischer Verhandlungen, von denen noch gar nicht abzusehen ist, ob sie zu einem befriedigenden Resultate führen werden. AlS ein Glück für Oesterreich ist es anzusehen, daß auch Deutschlands Interessen, wenn auch erst in zweiter Linie, in Betreff der Donaumündungen in Frage kommen, daß es nicht umhin kann, die österreichischen Forderungen zu unterstützen, und dies dürfte dann schließlich in der Sache entscheidend sein. Hoffen wir, daß die drohenden Gewitterwolken auch diesmal durch das allgemeine Bestreben, Europa den Frieden zu erhalten, verscheucht werden, daß sich die Unterlassungssünde nicht räche, deren sich die österreichischen, und vielleicht auch die deutschen Diplomaten beim Berliner Friedens - Congreß schuldig gemacht haben. Deutschland. Aus dem Großherzogthum Hessen, 29. Septbr. Die Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschaftltchen Vereine Hessens, als die autoristrte Vertretung der hessischen Landwtrthe und der Interessen der ackerbauenden Bevölkerung, hatte sich seiner Zett ausdrücklich dahin ausgesprochen, daß die Zölle auf landwtrthschaftltche Products nicht geeignet erscheinen, der inländischen Landwirthschaft einen Vorthetl zu gewähren, und durch die- selben die Gründe nicht beseitigt werden könnten, aus denen der landwirth- schaftliche Betrieb dermalen wieder lohnend sei. Trotz dieses Gutachtens einer Behörde, deren Autorität von den Landwirthen stets anerkannt war, nimmt ein rhetnhessisches sog. populäres landwtrthschaftliches Blatt kein Bedenken, mit Energie für die Kornzölle im Jntereffe der Landwirthschaft etnzutreten und hat hierdurch einen Zwiespalt der einzelnen Vereine mit dem leitenden Fachmanne, dem thättgen General-Secretär, hervorgerufen, der in einer Zett, welche alle Landwtrthe zur Eintracht veranlassen sollte, um so beklagenswerther erscheint. Jedem Leser der landwirthschaftltchen Zeitschrift müssen die Klagen des Herausgebers über Reibungen und Sonderbestrebungen innerhalb des Vereins auffallen und enthält die letzte Nummer der Zeitschrift einen geharnischten Artikel, welcher treffend die particular-rhetnhessische Kornzoll-Agttatton critisirt. Während die Handelskammer in Worms in einer Eingabe, betr. Aenderung des Zolltarifs, äußerte: Ein Schutzzoll auf Getreide, Vieh und animalische Nahrungsmittel würde nach Kurzem die bedenklichsten Folgen haben u. s. w. und diese Ansicht ausführlich begründet hat, nimmt jene neueste Literatur keinen Anstand, ohne eingehende Begründ» >g das Gegentheil als im Jntereffe der Landwtrthe liegend zu verfechten. Mit Recht äußert sich die landwirth- schaftliche Zeitschrift über jene Sonderbestrebu gen: „Man könnte nun glauben, daß es gelte, die Interessen einer großen Mehrheit der landwirthschafllichen Bevölkerung von Rheinhessen gegen die Autokratie einer mächtigen Corporation zu schützen. Wenn man aber erwägt, daß in ganz Rheinhessen überhaupt nur 46 Besitzer von über 50 Hectaren und 615 von 20 bis 50 Hectaren existiren, dagegen 31,647 Besitzer von weniger als 1 Hectar und 16,268 Besitzer von 1 bis 20 Hectaren vorhanden sind, daß also nur ein verschwindender Bruch- theil der rheinhesstschen Landwtrthe überhaupt möglicherweise irgend lvelchen Gewinn aus Kornzöllen zu ziehen vermag, während die weitaus größte Menge letztere bezahlen muß, so kann man kaum anders schließen, als daß es sich lediglich darum handelt, sich die augenblicklich hinsichtlich der eigensten Interessen herrschende Verblendung einer größeren Masse zu Nutze zu machen, um populär zu werden. Das Traurigste dabet ist, daß es überhaupt noch nothwendig, auf die Gemetnschädlichkeit einer solchen ordinären Pfuscherei in der Literatur aufmerksam machen zu müssen." Darmstadt 29 Sevtember Bei dem Bureau der -werten Standekammer sind folgende-Interpella tt o n en des Abg Schröder an Großherzogl Ministerium des Innern und der Justiz eingelaufen: I „Ist der vom Großh. Oberconsistonum rn seinem Bericht an die evangelische Landessynode ausgesprochene und allgemem gehaltene schwere Tadel gegen die Art der Ertheilung und das Ergebniß des Religionsunterrichts, welchen die Volksschullehrcr an den Volksschulen des Großherzogthums regelmäßig ertheilen, wirklich begründet, ist er von den zuständigen Behörden und Stellen als ein berechtigter erklärt, oder ist dies nicht der Fall?" — II. „1) Aus welchen Gründen wurde dem Privat-Gym- asium zu Laubach vom Staate das Recht oerl ehen, 21b u turienten-Zeugnisse mit dem Rechte der Reife Erklärung zum Abgänge auf die Hochschule zu ertheilen, obgleich das Bedürfniß für solche Anstalten durch die beiden oberhessischen Staatsgymnasien m Gießen und Büdingen, für welche neuerdings vom Staate mit starken Opfern große Schulgebäude aufgesührt wurden, ausreichend gedeckt war und sein dürste? 2 Verleiht die kürzlich erfolgte oder doch erst publicirte Groß- herzogliche Bestätigung der privaten Anstellung von Director und Lehrern an jener Privat-Anstalt zu Laubach den Betreffenden irgend welche Rechts an den Staat, z. B. das Recht auf Anrechnung eines gewissen Dienstallers für den Fall des Eintritts in den Landesdienst, oder das Recht auf den Eintritt in gewisse staatliche Kassen, etwa in die Civildiener-Wittwenkasse? 3) Oder hat diese Allerhöchste Bestätigung erfolgter Privat-Anstellungen an einer ausgesprochenermaßen confessionellen Anstalt, während alle Staats-Gymnasien Simultan-Anstalten sind, keinerlei jetzige oder künftige staatsrechtliche Wirkung (Verleihung öffentlicher Rechte) für die Betreffenden oder für die Anstalt selbst?" Oppenheim, 29. Septbr. In der heutigen, dahier abgehaltenen Jahres-Generaloersammlunz des LandesgewerbeveretnS, welche sehr stark besucht war, wurde auf Antrag des Berichterstatters Dr. Schroeder von Worms tfh den von Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeveretn zur Beantwortung gestellten, resp. übermittelten drei Fragen des Reichskanzlers, Maßregeln zur Beschränkung des Wuchers betr., beschlossen; Die Generalversammlung des Landesgewerbeveretns spricht sich auf die von dem Herrn Reichskanzler gestellten drei Frage« ■ betreffs der allgemeinen Wechselfähigkett, und zwar sowohl hinsichtlich des gezogenen, als auch deS eige- nen Wechsels dahin aus: 1) Die Betbehaltüüg der allgemeinen Wechselfähigkett ist unter den gegebenen Umständen und Berhältniffen eine wirthschäftliche Nothwendigkeit. 2) Auch kann der eigene (Sola)-Wechsel zur Zett weder allgemein, noch für die nicht zu den Kaufleuten gehörenden Grundbesitzer und Gewerbetreibenden, namentlich Handwerker, entbehrt werden. 3) Die Generalversammlung erkennt in der Förderung des genoflenschaft- lichen Creditwesens in Form der Erwerbs- und Wirthschafts-Genoffenschaften nach Schulze-Delitzsch oder in Form ländlicher Darlchenskassen-Vecetne, sowie in einem rationellen Sparkaffen- und LandescredttkaffenrSystem etttes der wichtigsten Hilfsmittel gegen den Wucher. ,• f- » 4) Weiter stellt die Generalversammlung mit Rücksicht auf die immer wachsende Bedeutung des Wechselverkehrs und auf die nicht zu umgehende Strenge des Wechselrechts, nach Form und Inhalt, an Großh. Centralstelle für die Gewerbe daS Ersuchen: a. Verehrltche Centralstelle wolle Sorge dafür tragen, daß, soweit irgend thunlich, in allen Handwerkerschulen von sachverständiger Sette dft Lehre ypm Wechsel theoretisch wie praktisch behandelt werde; b. sich bet Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, dahin verwenden, daß, soweit es nicht der Fall und thunlichst ist, in allen Realschulen wie in den Fachschulen und in den obligatorischen Fortbildungsschulen des Landes das Wechselrecht als Lehrgegenstand in den Lectionsplan der hierzu entsprechenden Schulklassen ausgenommen werde. Position 1, 3 und a d wurde einstimmig, 2 gegen 5 Stimmen, angenommen. — In Betreff des zweiten Gegenstandes der Tagesordnung: F st- stellung eines Statuts für freiwillige Meisterprüfungen einigte man sich über einen Entwurf, dessen amtliche Sanction jedoch erst dann nachgesucht werden soll, wenn der Reichstag sich über die Jnnungsgesetzgebung entschieden haben wird. — Als Ort der nächstjährigen Generalversammlung wurde Gießen gewählt. Berlin, 28. Septbr. Wie aus Eisenach berichtet wird, sind dort die Direktoren von 17 deutschen Lebensversicherungs-Gesellschaften zu einer Con- ferenz vereinigt. Man hat diese Zusammenkunft in Verbindung bringen wollen mit der Arbeiterverstcherung des Fürsten Bismarck ober dessen Verstaatlichungs- Plänen, indeß mit Unrecht. Es handelt sich vielmehr, wie der „Rh. Kur." hört, um die „Deutsche Sterbltchkettstafel", zu deren Ausarbeitung vor einigen Jahren 23 deutsche Gesellschaften mehr als 935,000 Beobachtungskarten geliefert haben. Besonders für die mittleren Altersstufen, die bet jeder Gesellschaft mit Versicherten am stärksten besetzt zu sein pflegen, wird diese Tafel, deren Vollendung nahe bevorsteht, in Zukunft eine große Bedeutung erlangen und die deutschen Gesellschaften iu den Stand setzen, unseren Verhältnissen besser entsprechende Tabellen als die bisher gebrauchten englischen benützen zu können. — In allen Kreisen der Hochconservattven herrscht eine sehr gehobene Stimmung bezüglich der vom Fürsten Bismarck geplanten Revision der Gewerbeordnung und es werden für die nächste Zeit Kundgebungen mancherlei Art vorbereitet. Man will dem Reichskanzler die Sache erleichtern urd ihm die Möglichkeit an die Hand geben, sich auf die betr. Petitionen aus den be- thetlizten Kreisen zu stützen. Nun liegen die Dinge in den zunächst tnteresstrten Kreisen der Handwerker und Gewerbtreibenden freilich ganz anders. Hier will man von den geplanten Reformen gar nichts wissen und es bereiten sich Gegen- Petittonen vor, welche gleichfalls an die Regierung wie an den Reichstag gerichtet werden sollen. Amerika. New-Por?,. 12. September. Die letzten Wochen haben außerordentlich heftige Stürme an den südlichen Küsten der Vereinigten Staaten und in Westindien gebracht. Besonders furchtbar war ein Cyklon, der in Den ersten Septembertagen die Küste von Florida buchstäblich mit Trümmern zu Grunde gegangener Schiffe und einer erschreckenden Anzahl Leichen bedeckte. Der vbn New-York nach Havannah und Mexico bestimmte Dampfer von der Alexander-Linie „Vera Cruz" allein stellte zu diesem Heer der in den Fluthen Umgekommenen ein Contingent von weit über 50 Personen. Es war am 25. August, daß das neue, starke und schöne Schiff mit einer Bemannung von 51 Köpfen und 30 Passagieren in heiterstem Wetter den Hafen von New-York verließ. Fünf Tage danach trieben die Trümmer des von dem furchtbaren Wirbelsturm erst eingedrückten, dann auseinanderg-rissenen Fahrzeuges aus dem Ocean an das nahe Gestade der floridanischen Halbinsel. Von den 81 Menschenleben aber hatten die empörten Elemente über 60 in die Tiefe gerissen, während die 15 bis 20, welche nackt und zerschlagen an die Küste geworfen waren, im Augenblick ihrer Rettung kaum noch wirkliche Menschenleben genannt werden konnten. An einem Sonntag ereignete sich das Entsetzliche, aber es bedurfte fast einer Woche, bis die bestimmte Nachricht davon nach New-York kam, und es mußte der zweite Sonntag herankommen, ehe der erste authentische Bericht eines Augenzeugen durch den New-Yorker Herald veröffentlicht werden konnte. Dieser Bericht rührte von einem Eisenbahn-Ingenieur Namens S. N. Owen her, der sich in Begleitung des amerikanischen Generals Torbert auf der Reise nach Mexico befand, wo die beiden Hciren an dem Bau einer mexikanischen Ueberlandbahn interessirt waren. Nach dem Berichte des Herrn Owen wurde der Dampser Samstag Nachmittag von dem Sturm ereilt, der bald die Gestalt eines jener fürchterlichen Wirbelorkane annahm, von denen selbst die unempfindlichsten, in westindischen Gewässern heimischen Theerjacken nur mit einem kalt'n Grausen zu erzählen wissen. Von Einbruch des Abends an überschwemmte er die ihm bald auf Gm de und Ungnade preisgegebene Vera Cruz so lange mit f.itaraftartigen Sturzfluthen, bis schließlich die Dampfmaschinen untauglich wurden und selbst das Ueberborbmerfen eines Theiles der Fracht sich als nutzlos erwies. Es mochte Mitternacht fein, als der eigentliche Todeskampf des Schiffes begann. Gegen 6 Uhr war das Zerstörungswerk vollendet. Der Dampfer barst mitten entzwei und wenige Minuten danach war auch schon die berghoch aufthürmende See mit Schiffslrümmern und verlorenen Menschen bedeckt. Der Capitän Van Sice war der Erste gewesen, welcher von einer Sturzsee fortgerissen wurde, der erste Officier und drei oder vier Leute der Mannschaft waren bet einem Versuch, ein Rettungsboot flott zu machen, zu Grunde gegangen. Die Passagiere — die Frauen nicht ausgenommen, oder vielmehr, weil sie Frauen waren, in erster Reihe — hielten sich wie Helden, die das Leben, um welches sie da zu ringen hatten, doppelt verdient hätten. In einer halben Stunde war der letzte Kampf vorüber. Was nicht der Brandung der nahen Küste zugetrieben war, war in den Fluthen verloren gegangen. Und waren es nur; wie schon gesagt, 15 bis 20 Personen aus 81, welche der Brandung zugetrieben wurden! Es soll für den Denkenden kein Sinn und keine Vorbedeutung in einem Namen liegen. Hier lag er zufällig doch darin. „La vera cruz“ hieß das Märtyrerschiff — „das wahre Kreuz". Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Corrcspoudenz-Burear». London, 30. Septbr. Meldung des Reuter'scheu Bureaus aus Konst .mtinöpel: Die Botschafter der Großmächte unterzeichneten gestern ein Protokoll, wonach ihre Regierungen zum Beweise der vollständigen Uneigennützigkeit, tmt welcher sie die Ausführung des Berliner Vertrages verfolgen, sich verpflichten, bet keinem Arrangement, welches als Consequenz ihrer behufs Aus- Mrüng des Berliner Vertrages bezüglich der montenegrinischen und der griechischen Frage vereinbarten Action eintreten könnte, irgend welche Gebiets- vergtößerunq, irgend welchen ausschließlichen Einfluß oder irgend welchen com- merctellen Vorthei! anzustreben, der nicht gleichmäßig auch den anderen Nationen zu Gute käme. Paris, 30. Septbr. Die „Agence Havas" erfährt, alle Gerüchte über Zusammentritt einer neuen Conferenz oder Vornahme einer Flottendemonstra- tton am Bosporus seien bisher gänzlich unbegründet. London, 30. Septbr. Heute Mittag fand ein Cabinetsrath statt, dem sämmtliche Minister beiwoh iteh. London, 1. Dctbr. Admiral Seymour zeigte dem Ministerium des Auswärtigen telegraphisch an, daß das Gerücht von der Niederbrennung Dul- cignos unhegründet sei. Nom, 30. Septbr. „Italic" will wissen, in der Situation betreffs Dulcignos wäre eine wichtige Veränderung eingetreten. Die Pforte verlangte eine bis Montag ablaufende Frist und versprach eine befriedigende Lösung vorzuschlagen. London, 30. Septbr., Abends. Staatssecretär Granville wird einige Tage hier bleiben und die Besuche der fremden Botschafter empfangen. Der deutsche und französische Botschafter, sowie der türkische Geschäftsträger haben bereits heute im Auswärtigen Amte einen Besuch gemacht. Pesth, 30 September. Im Unterhause interpellirte Madarasz den Ministerpräsidenten, ob die ungarische Regierung geneigt sri, ihren Einst iß dahin geltend zu machen, daß seitens der Großmächte keine Gewalt gegen die Albanesen zu Gunsten Montenegros angewendet werde und ob dieselbe, was auch das Resultat ihres Strebens sein möge, das ungarische Abgeordnetenhaus versichern wolle, daß bei der Anwendung von Gewalten gegen die Albanesen die ungarische Kriegsmacht nicht mitwirken werde. Stuttgart, 30. Septbr. Der hiesige Gemeinderath hat heute, wie das „Neue Tagblatt" berichtet, das Gesuch der Jnternattonal-Belle-Telephon- Compagnie bi New-Fork um Errichtung einer Telephon-Anlage in Stuttgart genehmigt. Die Compagnie hat mit den Vorarbeiten bereits begonnen. Lokales. Gießen, 1. Oct. Nächsten Sonntag, den 3. Octobcr, erwartet uns eip mustkaltscher Genuß seltener Art. Wir sind es gewohnt, seit einer Reihe von Jahren mustkalische Größen in unserer Stadt erscheinen zu sehen, toi? solche nur in Großstädten aufzutreten pflegen. Besondere freundschaftliche Beziehungen zu einigen Bewohnern unserer Stadt und der enthusiastische, wahrhaft stürmische Beifall, den Frl. Lilli Lehmanri schon zweimal in unseren Concertcn gesunden, sind es, welche diese .Künstlerin ersten Ranges vorzugsweise bewegt haben mögen, bei ihrer Rückreise von Baden-Baden, woselbst sie am 2. October vor Ihren Kaiser!. Majestäten singen wird, in unserer Stadt in einem Concerte mitzuwirken. Wir schulden den Anordnern dieses Conccrtes ganz besonderen Dank dafür, daß sie — auch außerhalb der Zeit unserer gewöhnlichen Abonnement - Concerte — die Gelegenheit nicht vorübergehcn ließen, eine Künstlerin für unsere musikalischen Aufführungen zu gewinnen, deren Wiedcrerscheinen wir schon in dem letzten und vorletzten Jahre mit Begeisterung begrüßt hätten. Wenn auch die Leistungen der Frl. L. Lehmann, der Künstlerin von eminenter Be- gabung und ausgezeichneter Schule, den Glanzpunet des bevorstebenden Concertes bilden werden, so sehen wir mit nicht geringen Erwartungen dem ersten Auftreten des Universitätsmusikbirectors unserer Nachbarstadt Marburg, des Herrn Otto Freiberg entgegen, der als vortrefflicher Solo-Geiger auch in weiteren Kreisen hinreichend bekannt ist. Der jugendliche Pianist Herr L. D i n g e I d e y hat in dem vorigen 'Jahre bei uns mit solchem Beifall gespielt und sich als würdiger Schüler Liszt's erwiesen, so daß wir mit Vergnügen seinem zweiten Auftreten entgegen sehen. — Gießen, 1. Oct. Eine dieser Tage bei den Kohlenhändlern abgehaltene Revision der Waagen ergab keine Veranlassung, gegen dieselben polizeilich einzuschreiten- Vermischtes. Darmstadt, 30. Septbr. Die Beerdigung des Großh. Ministers t. P. Freiherrn , von Dalwiak wird dem Vernehmen nach nicht in Darmstadt stattfinden; die Leichs soll vielmehr I nach Camps verbracht und dort in der Dalwtgkschen Familiengruft beigesctzt werden. Die Ein- I segnungsfeierlichkeit findet dahier Freitag, den 1. October, Nachmittags 4 Uhr, im Sterbe i hause statt. Oppenheim, 27. September. Die Ausstellung von Lehrlingsarbeiten, sowie Zeich- j nungen rc. aus den Handwerterschulen des Großb. Hessen wurde gestern hier eröffnet und war sehr zahlreich von Auswärts besucht. Die Kurtz'schen Localitäten, inmitten der,Ptadt gelegen, 1 sind zu einer ggnz paffenden Ausstellungshalle umgewandelt urch sind die Ausstellu^gsarbeiten j auf's Geschmackvollste in derselben plaeirt worden. Wie bereits gemeldet, haben sich an der । Ausstellung im Ganzen 1100 Lehrlinge betbetligt und haben sich dieselben, wie wir gestern zu | sehen die Gelegenheit hatten, alle mögliche Mühe gegeben, ihre Arbeiten auf das pünktlichste ; auszuführen. Es und hier ziemlich olle Geschäftsbräuchen vc,treten, hauptsächlich spielt die i Möbelbranche eine Rolle, es sind hier z. B. Kommoden, Näh- und Nachttische, Tische, Hecre- räre, Sophas und Sessel rc ausgestellt, daß man es kaum für möglsch halten sollte, daß dieselben obne fremde Beibülfe von Lehrlingen angefertigt sind. Im Hinteren Saale des Aus- stellungßlocales sind bU Zeichnungen und Gyps- rc. Modelle der verschiedenen Handwerkerschulen ausgestellt, welche ebenfalls thetlweise ganz ausgezeichnet gearbeitet sind. Wi^, können Jedem den Besuch der Ausstellung nur anempfehlen, insbesondere für Handwerker ist dieselbe äußerst intereffant und mancher Meister wird über die Arbeiten der Jugend erstaunt sein. (N. N.) Görlitz. sDer „Sedanknabe" des 5. Jägerbataillons.j. Beim 5. Jägerbatatllon befindet sich ein zehnjähriger Knabe, welcher auf Kosten des Bataillons erzogen wird und ,/Seban" w1*1 Li SB« »' W ’iaC «« «"e * • rint fltl# W# Vmdtr bt« ®,tu^ Unaiigtii" lauft und gar n$l »Ä Wh -u foAM llüangtntt Fck «W Stau umaunt h-h 6 Unangrnk! ten man qetn g gewußt Htttll - 1 nnan.fttne und an der Ladentl er sch $ btznl seine fyau. , Unangeni „MrWlatt^ M Unangenehm gi die Geschichte einer ais Wildente» jum 'ffsltjfNM BekllV Im Wttldkui hiftie tztzWn. i birecten Tarifsätze kehr zwischen der» Silbetbaujen^jir pos. 3 hn A 18. ÄMst trä. Konen bet; Ma nach dem 1 bis auf Mert. 6416) Dchlichel 64i)8i n’ 20 I lasse sch .JMmit w Nr bas'Groh Hospital zu Aß ^tualieiMn ,S schafft weihen Crntnrr 10 t| . 4 * 1 " 6 " 4 ’ 500 Stück 9 100 , 200 " i ^„nf* JSliferi# * ßnb 618 ,’Twki, «*!?■bi« i den wird E •»Ui Preis TC> E 31it>fm»QPfl| latt, btm ®irb einige igen. Der äzer haben irium des R T)ul« chie über emonstra» 'arify den inflil da- BW die selbe, was netenhaus Minden M betreffs 1 verta qgte Lösung mufilaMtx .iidit Grötzrn Htn. itoöt und tn ,al In unjnrn bewegt hoben )bm Küsnl. K Seeifion tn rt bei uns mH ta$ «>r mlt heute, wie e-Telephon« i Stuttgart inen. Q,J8 Kon« «'n Pi». '"Weit, nch Verrufs Äus. und der 1 Gebiets, ihen (Dm. Nationen ir, bi6 sie - ilfgenklt'nW Binnen,. tnV begrübt bälM- emmenln Gebilden werben, ßmusiknir^ ! fiton b Iich iv‘u^ önn'" £ß WM fwb Ä"» d"cdt “k bü 1'1 eini5 Lei8tnb * «'f'lfa ,ei einem ?9iere ~_ MeiDe ?°helt nicht putzen. >bhbtS b'efe bai (5886 ’ Verlag von 8 Schottlaender in Breslau. Faul Heyse. Herausgegeben von in allen Buchhandlungen vorräthig! Stück Weißkraut, (2869 320 10 4 1 6 4 500 100 200 gelbe J weiße ! Rüben, rothe ] gelbe Erd'Kohlrabi, Aepfel, Unser Lofoden-Leberthran ist von der König!, chemischen Centralstelle für öffent- liche^Gesundheitspflege zu Dresden laut Gutachten vom 25. August 1880 als völlig rein und frei von fremden Beimengungen anerkannt. ^^Verkaufsstelle in.Gießen bei Carl Sehwaab. Wirth zu fordern h/ Unan qcne! ’ Kirchlichei MzeigM' der evangelischen Gemeinde su^iehen empstM (6423 . ,o.. , Max Sepp, Wettergaffe. Jeikgeöolenes. 6413 Eine größere Steinsammlung mit schönen Versteinerungen billig zu ver- kaufen: Mo?, sagt die Exped. d- Bl. „LOFODEN“ raifmirten Dampf-tifiedicinal-Leberthran (allgemein bekanntes, werthvo-iles Heilmittel) aus der frischen Dorschleber bereitet, rein und unverfälscht, fast gänzlich geruchlos end von reinem Geschmack, vom beeidigten Handels-Chemiker Herrn Dr. G. L. Ulex in Hamburg als Dorschleberthran bester Qualität bezeichnet, empfiehlt die Lofoden-Fischguano- u. Fischproducten-Gesellschaft in Hamburg, Eigenlhümerin der bedeutendsten Thran-Fabrik auf den Lofoden-Jnsel» in Norwegen. W YUN la. neue Häringe, marinirte Häringe, Sardinen, Salz- und Essiggurken empfievt)- _ ii -_"i' •? (6429 Bud. Göbel. beschafft werden und zwar: circa Centnrr Kartoffeln, Neues Prachtwerk — soeben erschienen! Moras haarstärkendes Mittel uaipiös n? -ihrjchu. Sj-eAisjtSsnjRi uaqudpiVad usstvnug uröstzunö uapvoi »1Z Krgv 13qn ‘uatioVaq i)m uoa aq?P® ^ur;vasistz üpja qun sgistzsqivskataoiftz mstPotz uq urtzPN 1,tül <3K5 •awMyaiH»s-vssv 3 Dep&t. in'ßieflÄen. bei"/ . 4008) . Georg Petri, „ Rothkraut, „ Wirsing. Schriftliche Offerten mit der Aufschrift ^Lieferung von Küchenbedürf- niffen" finb bis wm 8. Oetbr. er. portofrei auf das^Verwaltungsbüreau einzusenden, woselbst auch die näheren Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 30. September 1880. (Kölnisches Haarwasser) erfanden 1832 von A. MORJS » Co. König!. Hoflieferanten in ( OLN a/Rh. Als das feinste Toilottenmittel in der ganzen Welt erngoführt, ■ und-'als ‘ das reellste Haarmittel; beliebt. 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Frau umarmt hat, die aber gar pid} UHitigMehm ist <8, toenn ................. - - ... _ r . • •• . ist, den man qzrv vergiften, lyöchte, und dann im Eifer schreit - „Herrgott, wann ich das awer gewußt eg, wenn man eine Dame aus dem Theater nach Hause begleitet -und an der Ladenthüre angelangt, die Dame dieselbe öffnet unv ruft ihren - Mann, daß er sich fgU betanken bei,^ galanten Cavalter, der hat unversehrt nach Hause gebracht seine n Q n e c m ‘n fetn kürlich, wohin es kommen soll, wenn unsere Beamte^ ' oj? fhr,I^»ye und Stchttz^tt z^i haben, in ihrem'Leben bedroht werden. — Ueber das Ende der Oberammergauer Passionsspiele erhält das „D. Mtgsbl." folgenden Bericht: „Ende gut, alles gut. Ein herrliches.Wetter begünstigt die letzte Passionsvorstellung Das Dorf ist, wie immer, von Fremden upetfüllt. /Die Pajßonsspieldf, selbst sind zwar noch voll Begeisterung und Eiferj aber körperlich,?rMstet Dtzr,Mt^sttze Erfolg hat ihre kühnsten Erwartungen, übertroffen; der Ertrag übersteigt die Summe von 300,000 JL Ob der König Ludwig hierher kommt, ist gänz unbipiktitit'. ' AUßerörvintltH populär ist hier der deutsche Kronprinz geworden Er hat hefi ganzen'TäK^übei der Oör'stellung mit giößter Theilnahme beigewohnt. Beiry Speiden sagte er dem BÄrgermeister,-^r sei im Augenblicke nicht im Stande, den erhaltenen 'tiefen Eindruck' zu schildern. beißt weil der Jung« merkwürdiger Weise gerade während der Schlacht von Sedan inmitten de« Kanonendonners von der Marketenderin des Bataillon« geboren wurde. Das ganze Offi- »ter-Corps stand damals bei der Taufe Pathe, desgleichen Se. königl. Hoheit der Kronprinz. Der Knabe erhielt dabet den Namen „Sedan". Alle größeren Feierlichkeiten macht der Knahe aus dem linken Flügel der ersten Compagnie des Bataillons militärisch ohne Gewehr mit Hirschfänger mit. Bet der am 22. September d. J8. abgehaltenen Parade der 5. Jäger zu Ehren des 50jährigen Garnisonsjubiläums in Görlitz stand „der kleine Sedan" ebenfalls auf deM linken Mgel der 1. Compagnie in seiner Uniform da. Der Junge hat auch etwas Polnisch aelernt und verständigt sich mit den Polen unter dem 5. Jägcrbataillon in ihrer heimischen Mundart' X- (Gsrl. Anz.) Dortmund, 22. Septbr. Heute wurde hier in der Stadt die unheimliche Nachricht verbreitet, daß tn Querenburg, im Kreise Bochum, am Sonntage wiederum ein Mordversuch auf ein Dienstmädchen unter den bekannten, kaum zu beschreibenden Umstanden gemacht worden iß. 68 g-,ch°h di-8 am H.Ilm Tag., kur, nach 2 Ud, MA. Opfer, welches er zu erdroffeln versuchte, nach vollbrachter That für tobt gehalten. Das Mädchen wurde jedoch bald aufgefunden und zum Bewußtsein zuruckgebracht Der Beschreibung des Opfers nach ist der Thäter rin kräftiger, großer Mann mit starkem schwarzem »dniun^ und Backenbart. Bekleidet war derselbe mit einer seidenen Mütze, grauer Joppe und ferne« Stiefeln. ' Hoffentlich geling es diesmal, den Unmenschen schnell zu ermitteln und Kur Bestrafung zu ziehen. ES herrscht natürlich in der Gegend große Aufregung. Amsterdam, 26. Septbr. Die Residenz ist über eine »origen Donnerstag verübte Greuelthat in furchtbarer Aufregung. Ein Knabe von 13 Jabren wurde von einem fremden Herrn Mittags um 3 Uhr von der Schule in einem Wagen abgeholt, und trotz der eifrigsten Nachforschungen gelang es der Polizei nickt, eine Spur des Entführers und des Entführten aufzufinden Der Vqter des Knaben erhielt am Abend desselben Tages einen Brief, in welchem « aufgefordert wurde, 75,000 GuldssN §n einem gewissen Orte zu deponiren, wenn er das Leben seines Kindes erhalten wolle. Erst am Freitag fand man den mit sechs Dolchstichen durchbohrten Leichnam des Kjndes in den Dünen. Da das Signalement des Mörders bekannt ist, so wird es wohl gelingen, desselben bald habhaft zu werden. — fWas ist unangenehm?] Unangenehm ist es, wenn man im Wirthshaus über «ine gewisie Geschichte spricht und plötzlich durch einen sanften Rippenstoß belehrt wird, daß der Bruder des Betreffenden an demselben Tisch sitzt. . Unangenehm ist es, wenn man zur Hochzeit eines guten Freundes eine Hausstcuer kauft und gar nicht zur Hochzeit eingeladen wird. r „ Unangenehm ist es, wenn man oft in einer Wirtschaft zu Nacht ißt, bei allen Bekannten das'Esten lobt und durch einen Zufall erfährt, daß der Pferdemetzger 300 JA an den tm ist es, wenn man auf der dunklen Treppe Jcmand umarmt und sagt: ,und bei..sdem, Ton der Stimme gewahr wird, daß man feine eigene ' nicht „Lieschen", sondern A -nders heißt. x man ein Gedicht lobt, später bört, daß der Verfaster Einer Bekanntmachung. Im Mitteldeutschen Eisenbahn-Ver« barfbc Mangen M, seither gültigen directen Tanssätze-sür fren Güter-Ver« kehr zwischen der Thüringischen Station Silberhausen-Dingelstedt und den unter pos. 3 der Bekanntmachung vom 18. August ds. JK. bezeichneten Sta- Honen der Main - Weser«Bahn auch nach dem 1. Oktober d. Is. Lis auf Weiteres zur Anwendung. Hannover.- -den 28. Septbr. 1880. €416) Königliche Eisenb chn Direction. Gottesdienst t Sonntag, ,d.en 3, Hrtob er. Morgens d'^Llhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 3. bis 6. Oetober besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Die Großherzogliche Directton des 0438) akademischen Hospitals._______ Samstag den 2. ^ctobrr l. A, Mittags 2 Uhr, wird die Kartoffelerndte von 2 in der Gemarkung ÄiefienMleüeneoGrundstücken öffentlich mesflmü'env gtgeil Baarzahlung versteigert. Zusammenkunft ist auf meinem Büreau. Gießen, den 20. September 1880. ME Bühner, Gerichtsvollzieher. Dienstag den 8. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich am Asterweq eine große Partbie «ihr« Bauholz, Treppen und Tuff- ftetn-Kaminrohre versteigern. (6431 Bürstenmacher Winter. ÄmeSnÄn 2u verkaufe»., empstMt (6423 I gelegen, ist billig zu verkaufen durch 5882) I. I Engi. Bückinge zum Rohessen eingetroffm 6440) 6g. Wilh, Weidig. 6415) Eine Obstleiter, eine Stehleiter und ein Schubkarren billig abzugeben. Lit. C. 104. 585iy Eine Hofraithe, bestehend aus Wohnhaus, I^ehenhaus, Scheune und Stallung, Hofraum und Garten, zu jedem Geschäft geeignet, in sehr schöner Lage gelegen, preiswürdig zu verkaufen durch ______-____ Neue holl. Häringe per Stück 8 Pfg., Mo. iitarinirt wT enWehlt (6441 €lir. Wallenfels. Ein Militrirgewchr um 8MK. ('öotzvgk'. Hinterlader) mit Bajbnett,' 100 Kugelpatroaen JL 6.— versendet (Muster gegen Einsendg. d. Betrags) M. Volk, München, Windenyiacherstr. 51. (6195 Lars Henses, Wallthorstrasse. (6056 Z Kochherde u. Oefen B bester Construction Z in grosser Auswahl. 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Oktober für andere Theilnehmer 30 Karten zu 1 Mark und 30 Pf. bei der Caffe und bei den Herren W. Böger, Seltersweg, C. Stieber, Marktstraße und F. E Winter, Lindenplatz. Karten zum Festessen, das trockene Gedeck 2 Mark, bei den Genannten und Herrn W. Wenzel. Standquartier: Frankfurter Hof. Die Einwohnerschaft wird freundlichst gebeten, am 3. October zu staggen. 6383 Der Vorstand der freiwilligen städtischen Feuerwehr. Freiw. städtische Feuerwehr. Die Mannschaften treten am Sonntag Morgen 10 Uhr im Standquartier „Frankfurter Hof" an. 6405) Der Vorstand. Sonntag den 3. October rr. Milrdiw* in MM, wozu ergebenst einladen §-5; 6406) Sammtliche Wirthe. 6432) Allen Denjenigen, welche unseren unvergeßlichen Gatten, Vater, Schwieger- und Großvater Bctrmerheber Theodor Nvlvff zur letzten Ruhestätte begleiteten, insbesondere den Mitgliedern des Bäuerischen Gesangvereins und der Gail'schen Feuerwehr, sowie für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, hiermit unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Local-Veränderung. 6402) Von heute an befinden sich meine Geschäfts- und Wohnungsräume in dem Hause des Herrn Heinrich Hinkel, Conditor, Marktstraße D. 203. Gießen, den 1. Oktober 1880. 6373) Ein tüchtigter Schlossergeselle wird gesucht. Näheres zu erfahren in der Exped. d. Bltts.__________________________ 6369) Herrenhüte werden zu Damenhüten nach neuesten Formen umgeändert. C. L. Grail, Schulstraße 19. DOn ausgekämmten Haaren werden bestens angefertigt bet Ehristian Frech, Marktstraße. (1718 Mittagstisch. Restauration Fr. Lony, 6418) Marktstraste. 5236) Meinen Möbelwagen halte bet bevorstehenden Umzügen einem verehrten Publikum unter billigster Berechnung bestens empfohlen. F. Fürst Wltw. 6226) Ein möblirtes Zimmer, zu xaevi miethen. S. Katz, nstcin, Sellersberg. 2056) Mansardenwohnung in unserem Hause am Ludwigsplatz aus sogle ch zu vermiethen.__L. St A. Petri. 6443) Lagerräume, auch für Frucht und Mehl geeignet, zu vermiethen. Frau Antonie Löber. Mermischte Anzeigen. 6436) Ein Schüler kann gegen mäßige Vergütung Kost und Wohnung erhalten bei Buchbinder I. P. Sann, Bismarckstr. 6426) Mein Nachhülfe-Unter- richt wird bis Ostern nächsten Jahres fortgesetzt. Lehrer FF. Flaut. 6422) Eine der leistungsfähigsten GaS- und Flammenkohlen-Zechen des Gelsenkirchener Reviers sucht für Gießen und Umgegend einen durchaus routinirten, mit der Kundschaft vertrauten und tüchtigen Vertreter. Offerten unter 8. 2799 befördert Ru dols Messe in Frankfurt a. M 6425) Meine Wohnung befindet sich seit heute bei Bäcker August Stolls Mäusburg. Elise Schmidt, ___ Kleidermacherin. Ein Lehrling zu sofortigem oder auch zu späterem Ein- tritt ae-ucht von C. Staudinger 8? Co., Anstalt zur Verfertigung wissenschaftlicher 6397) Apparate. Gesucht ein ordentliches Dienstmädchen. Näheres in der Exped d. Bltts.(6427 Academ. Krankenhaus. 6437) Ein ordentliches Dienstmädchen zum alsbaldigen Eintritt gesucht.____________________________________ ..Zur Ludwigshalle“. | NoMgl. Mittagstisch in u. außer Abonnemente 6124) Schutt kann an meiner Baustelle an der Lahn abgeladen werden und vergüte für den Wagen 40—60 H. ____________L. Cbr. Rübsamen ^Restauration zum Schützenhof. Von Montag den 4. Oktbr» an findet Gröhes PreisKegetn stat', wozu e'geb-nft rinladet 6387) >F. Hofmann. 6389) 2 Mädchen von 6 Jahren bekommen während des Winterhalbjahres Privatstunden, um dann Ostern in die 2. Classe der höh. Töchterschule eintreten zu können. Zur Theilnahme an dem Unterricht werden noch einige Mädchen gesucht. Näheres zu erfragen ___Seltersweg 66. Ium Nndmhos Vorzügl. Kittagsliscb j in u. außer Abonnement. Kötn-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12 4« Dillenburg 6", 12, 4*’, 9®. Siegen 6", 12, 4,48. Wetzlar 6", 8" 10, 12, 4«8, 7«*, 9- * bedeutet Schnellzug.(3875 Geld. Cours. 20-Francs-Stücke. . . do. in V, . Englische Souoereigns . Russische Imperiales Holländische ft 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . M 16 11-15 16 10-14 20 30-35 16 68-72 16 65 9 60-65 4 21-24 Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der BrüHl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen. kn Sin Der die Unterricht crflrec von zwei aussch Eulturingenieur auf nahe gelegen werden nur solch geeignet haben, 2. Klaffe 35 Jt auch gewünschte W Berlin, Kommerzienrats pflicht und Arbei seinem Vorgehen widerlegt, im V erbötig, zur Verl Grenzen der Tin Paris, 1 gebrachten Gerüö als unrichtig un' vom rurvyLffchtz Mr Haltung 1 Londoi Botschafter Fra lische GeschW lieber die im 6a geworden. - Die „S glauben, daß bie °uf eine befriedi- Dazwischenschitb, geworden. Mster in Konst Die Regierung önne annehmen wrtgrsrtzte aQ|, Mm, um b„ Nagus, «4 b». na* ^"/ergründ sick "^cirung an j ''S- h-b- S«» bie f(b, ■Montenegro ? -Zx Garant l'ÄI iS« 1 ’^rtin. N tzo *lboiri