srr. 12S. Mittwoch den 2- Juni 18SO. Hichencr Wn;ciger Ameise- «ab Amtsblatt ftr ben Kreis Gieße». «edacttoN»v«reau r Grpe»ition»b«reau r | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontggS. PrelS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher T?eil. Gießen, am 1. Juni 1880. Betreffend: Aufsicht über das Fasielvieh. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der nachbenannten Orte. Die Besichtigung der Gemeinde-Zuchtstiere und -Zuchteber durch die von dem landwirthschaftlichen Bezirksverein gewählte Commission wird an folgenden Tagen stattfinden: , , „ . - . m.n , o., 1) Freitag den 4, d. M. in Garbenteich, Hausen, Watzenborn, Grüntngen, Holzheim, Ober-Horgern, Eberstadt, Dors-Gill und Ltch, 2) Samstag den S. d. M. in Steinbach, Albach, Annerod, Oppenrod, Burkhardsfelden, Hattenrod, Ettingshausen, Münster, Ober- Bessingen und Nteder-Bessingen. c Sie wollen die Bullen- und Eberhalter anwetsen, zur ftaglichen Zeit zu Hanse zu bleiben und die Thiere der Commission bei deren Eintreffen vor- zuführen, auch sich selbst bereit halten, um etwa verlangt werdende Auskunft zu ertheilen. Dr. Boekmann. .... Deutschland. Darmstadt, 30. Mat. Seine Königliche Hoheit der Großherzog find gestern Abend, mit der Hessischen Ludwigsbahn von Mainz kommend, von England wieder hier eingetroffen. Darmstadt, 31. Mai. Das Großherzogl. Regierungsblatt Nr. 18 enthält: 1. Gesetz, die Ausübung der Strafgerichtsbarkeit über die vor dem 1. Januar 1872 pensionirten und zur Disposition gestellten Militärärzte und Milttärbeamten betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Staatsministertums, die Ergänzung der Militär-Convention mit Preußen vom 13. Juni 1871 in Bezug auf die Regelung der strafgerichtlichen Verhältnisse der dem Königl. Preuß. Armee- Veröande nicht angehörigen Großh. Osfictere betreffend. 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Zutheilung der Feldgemarkung Bergheim zu dem Amtsgerichtsbezirk Butzbach betreffend. Berlin, 29. Mai. Man ist durch die Ergebnisse des Berliner Cvn- greffes in Petersburg und Moskau bekanntlich sehr enttäuscht worden, hegt daher von den Arbeiten der Nachconferenz keine großen Erwartungen. Eine Hauptfrage bildet, aus welche Weise die Mächte die Beschlüffe der Conferenz der Pforte gegenüber zur Durchführung bringen wollen. Der „Golos" meint, das beste Mittel sei eine Militär-Cxecution. Davon könne aber aus bekannten Gründen nicht die Rede sein. Er fährt dann fort: „Es muß also unbedingt ein anderes Mittel gefunden werden. Wir wollen nicht behaupten, daß es leicht sei, diesen Zweck zu erreichen, glauben aber berechtigt zu fein, das nicht gänzlich außer dem Bereich der Möglichkeit zu halten. Die Diplomaten, welche in Berlin zufammentreten werden, haben ein lehrreiches Beispiel vor Augen, wie man Ländertheile der Balkan-Halbinsel, welche den Frieden Europas gefährdeten, in solche verwandeln könne, die in dieser Beziehung ganz „ungefährlich" sind. Vor fünf Jahren veranlaßte die Lage Bulgariens und des östlichen Rumeltens einen furchtbaren Krieg und eine gänzliche Umwälzung in den gegenseitigen Beziehungen der Mächte; und jetzt wird dieser Länder in den fortwährenden Reibungen wegen der Orientfrage nicht mit einem Worte gedacht. Nur ein Vorgehen im Sinne der Paragraphen des Vertrages von St. Stefano, welche von dem Berliner Tractat nicht abgeändert wurden, kann zu etwas Positivem führen. Der Staatsbankerott der Pforte liegt aus der Hand und ist nickt zu redrefsiren. Man muß diesen zahlungsunfähigen Schuldner von der Verwaltung seines, von ihm selbst in Unordnung gebrachten Vermögens fern halten. Nur in dem Falle, wenn die europäischen Mächte bei Ordnung der Angelegenheiten auf der Balkan-Halbinsel ganz von der Konstantinopeler Regierung absehen, kann diese Frage endgültig zum Abschluß ge- bracht werden." — Geh. Rath Curttus ist neuerlich aus Griechenland zurückgekehrt. Es steht fest, daß die Funde von Olympia an Ort und Stelle in einem zu erbauenden Museum aufbcwahrt werden sollen. „Ich habe es den Eleern fest versprochen", äußerte sich König Georg. Geh. Rath Adler hat bereits einen Plan für das Museum von Olympia entworfen. — Der Historiker Professor Nitzsch ist vorgestern von einem Schlaganfalle mit theilwetser Lähmung betroffen worden, befindet sich aber aus der Befferung. — Die Vorlage an den Bundesrath über die Zollgrenze aus der Elbe läßt noch immer aus sich warten und es erregt dies einiges Befremden. Man war sofort mit der Angabe bereit, die Sache werde sich im Handumdrehen erledigen lassen; bei näherer Betrachtung hoben sich indeffen doch große Schwierigkeiten ergeben. Es sind, wie nachträglich bekannt wird, sehr umfangreiche Erhebungen angestellt worden, aus Grund deren eine wiederholte Umgestaltung der ursprünglichen Projecte erfolgen mußte. Auch bis zur Stunde ist eine endgültige Entscheidung über die Angelegenheit noch nicht getroffen. Das Erscheinen der Vorlage beim Bundesrath wird sich noch einige Tage ver- Äßflnn. _ Der Anschluß der Stadt Altona an den Zollverein wird sich nicht ohne erheblichen Kostenaufwand durchführen lassen. Einstweilen sind die Kosten aus etwa 3 Mill. «X veranschlagt. Es entsteht nun die Frage, wer diese Kosten zu decken hat, ob Preußen oder das Reich, zu deffen Gunsten doch der Erfolg des Gesetzes verwandt werden wird. Es lag bekanntlich in der Absicht der Fortschrittspartei des Abgeordnetenhauses, eine Interpellation in diesem Sinne einzubringen. Man ist indeffen davon zurückgekommen, weil die Vertreter der Stadt Altona kein besonderes Jntereffe für ein derartiges Vorgehen an den Tag legten; indeffen würde man damit doch nicht zögern, wenn es sich Herausstellen sollte, daß diese Forderung aus der preußischen Staatskaffe gedeckt werden müßte. — Das Schicksal der krrchenpolitijchen Vorlage ist auch heute noch nicht zu bestimmen. Die Zahl der Centrums-Mitglteder, welche ernstlich das Zustandekommen der Vorlage nicht nur wünschen, sondern betreiben wollen, rst nicht so klein, als man bisher dachte. Es wird sich immer fragen, woher die an einer der Sache entsprechenden Mehrheit fehlenden 50 Summen kommen sollen, und noch heute wird von vielen Seiten behauptet, daß das Centrum ein erhebliches Conttngent zur Ausfüllung dieser Lücke stellen würde. Die Negierung soll, wie man in Abgeordnetenkretsen behauptet, für die Erreichung ihrer letzten Zwecke sich viel von der Haltung des Herrenhauses versprechen. Jedenfalls ist man in Regierungskreisen sehr zuversichtlich bezüglich der Annahme der Vorlage. — Die Novelle zum Milttärgesetz, welche der Reichstag in seiner letzten Session beschloffen hat, ist bereits amtlich veröffentlicht. Das Kriegsministerium ist vollauf mit den Ausführungs-Bestimmungen beschäftigt. Die Bildung neuer Regimenter u. s. w. wird erst mit dem 1. April 1881 in die Erscheinung treten, inzwischen wird das Aushebungsgeschäft, welches jetzt bereits seinen Anfang genommen hat, an der Hand der gebotenen Neusorwationen ausgesührt. Außerdem find Anordnungen getroffen, daß die fämmtltchen bestehenden Regimenter das erforderliche Material an Unterosficieren und Officteren stellen können. — Im Herbste jeden Jahres wird von den Regimentern eine Anzahl Mannschaften nach vollendeter zweijähriger Dienstzeit zur Verfügung der Truppenthetle beurlaubt. Bei diesen Beurlaubungen haben öfters bisher die häuslichen Verhältniffe der Mannschaften nicht in dem Maße berücksichtigt werden können, wie dies Wünschenswerth wäre, weil von den Bethetligten keine entsprechenden Anträge gestellt waren. Die Ortsbehörden werden daher, wo es erforderlich ist, angewiesen werden, die Angehörigen von Soldaten im zweiten Dienstjahre zu veranlassen, etwaige Anträge auf Beurlaubung derselben zur Verfügung der Truppentheile unter ausführlicher Darlegung der die Beurlaubung nothwendtg erscheinen lastenden häuslichen Verhältniffe zeitig bet den Landräthen anzubrtngen. Es werden hierbei insbesondere solche Fälle in Betracht kommen, in welchen die an sich wünschenswerthe Zurückstellung etneS HeereSpflichtigen hat abgelehnt werden müffen, weil entweder die Reclamatton zu spät angebracht war, oder die gesetzlichen Erforderniffe für die Zurückstellung nicht vollständig zutreffen. Die Etaisverhältniffe der Kavallerie-Regimenter lasten eine Beurlaubung der Mannschaften nach zweijähriger Dienstzeit in der Regel jedoch nicht zu, und es kann sich danach jene Art der Beurlaubung hauptsächlich nur auf die Mannschaften der übrigen Truppengattungen erstrecken. Irankreich. PariS, 28. Mai. Aller Augen sind heute aus den Kulturkampf in Deutschland gerichtet. Die liberalen Blätter sind aus chauvinistischen Grün- den voll Schadenfreude, die klerikale» aber thun, als wenn Bismarck den Papst blvs zum Gensd'aimen gegen das Ccnirum benutzen wollte. Die „Union" wirst ihm vor, sein Angebot sei „erbärmlich und kleinlich", und er scheine nicht Begreifen zu können, „was in der Welt die Souveränetät des Papstes bedeute." Die „Union" macht sich über „die schönen Resormpläne" Bismarck's lustig und prophezeit, daß „die logischen Folgen seiner Irrungen ihn in Kurzem von seinen seltsamen Täuschungen curiren würden. Die „Nepublique Francaise", die den Zerfall des deutschen Reiches als Dogma betrachtet, äußert heute: „Das Centrum ist furchtbar, weil es von einer mißvergnügten katholischen Bevölkerung unterstützt wird und weil es, wenn e8 ihm gefällt, bet den Socialisten zeitweilige Bundesgenvsien findet. Wenn Bismarck behauptet, daß die Klerikalen nicht zu fürchten seien, weil sie nicht gefährlicher noch heftiger werden können, als sie in den ersten Jahren des Culturkampses waren, so vergißt er, daß die Lage sich geändert hat. Die Begeisterung für das Reich, das patriotijche Feuer, welches vor Kurzem noch Alles erleichterte und jedwede Opposition machtlos machte, nimmt von Monat zu Monat, von Tag zu Tag ab. Der Klertkalismus aber zieht immer und überall Vortheil aus den Stunden des Unglücks. Die Lage scheint uns also gefährlich. Wir haben aber schon gesagt und werden es noch oft wiederholen, Herr v. Bismarck ist der Mann dazu, alle gegen ihn verbündeten deutschen Parteien zu überwinden. Wir halten ihn sogar für fähig, diese Parteien dazu zu bringen, alle möglichen directen oder indtrecten Steuern, die er von ihnen fordern wird, zu bewilligen, freilich mit Murren. Es gibt Länder, wo die gefährlichen Situationen aus unbestimmte Zetten dauern können." Paris, 29. Mai. Die „Republique Francaise" stellt folgende beach- tenswerthe Berechnung über die Streitkräfte Frankreichs an: „Die Einrichtungen , auf welchen unsere nationalen Kräfte beruhen, sind gegenwärtig voll- ständig entwickelt. Unsere permanente Armee hat eine Iststärke von beinahe 500,000 Mann; man rechnet ungefähr ebenso viele Reservisten und Landwehrmänner, welche jährlich zu einer Uebung einberufen werden. Die Rekruti- rungs-Osficiere haben dieses Jahr mit Controlversammlungen begonnen, zu welchen sich ungefähr 450,000 verfügbare oder den Hülfsdtensten angehörenve Mannschaften zu stellen haben. Die Revisions-Commissionen haben die aus etwa 280,000 Dienstpflichtigen bestehende nächste Klasse untersucht und man kann die Zahl der Mannschaften, welche am 30. Juni zur Reserve der activen Armee oder zur Landwehr, bezw. zur Reserve der Landwehr übergehen, auf 400,000 veranschlagen. Kurz, mehr als 2 Mill. Mann haben sich jetzt jedes Jahr einem Acte zu unterziehen, der sie in irgend einer Weise an ihre Militärdienstpflicht erinnert. Ein solches Resultat ist die beste Antwort, welche den Kritikern aus Ungeduld, Unwissenheit oder Böswilligkeit gegeben werden kann. Selrgraphische Depeschen. Wagaer'S telegr. Corresp-udeirr * lvrrreau. Berlin, 31. Mai. Die Commission des Abgeordnetenhauses zur Vor- berathung der Ktrchenvorlage hat stch heute alsbald constitutrt; ihren Bera- thungen wird der Cultusmtnister mit Geh. Rath Hübler beiwohnen. London, 31. Mat. Meldung der „Daily News" aus Konstantinopel. Der Rath der Ulemas sprach sich gegen die Hinrichtung Veli Mahomed's, des Mörders des russischen Obersten Kummerau, und ebenso gegen eine Einmischung europäischer Mächte in die türkische Verwaltung aus. Konstantinopel, 31. Mat. Nachdem der Sultan das Verlangen des vormaligen Khedtve Ismail Pascha, nach Egypten zurückkehren zu dürfen, genehmigt hatte, wurde dasielbe vom Khedive Tewsik zurückgewiesen. Als Ismail darauf erklärte, er wolle nach Konstantinopel kommen, um den Schutz des Sultans anzurufen, ließ der Großvezir Said Pascha ihn wiffen, daß er in diesem Falle seine sofortige Wiederentfernung zu gewärtigen habe. Wien, 31. Mai. Meldungen der „Poltt. Correspondenz". Aus Bukarest: Die Fürsten von Rumänien und Bulgarien sind persönlich bemüht, den zwischen ihren Regierungen ausgebrochenen Conflict zu begleichen. Der rumänische Agent Sturdza kehrt demnächst nach Sofia zurück, um das Versöhnungswerk nachdrücklich zu betreiben. — Aus Skutart: In einer Con- ferenz, welche am 29. d. M. das Comite der albanesischen Liga mit den Bergstämmen hielt, wurde ein neues Memorandum an die Consuln der Großmächte beschlossen. In Folge der vom Comtte auferlegtcn großen Contrtbuttonen herrscht tiefe Unzufriedenheit. Außerdem besteht auch Uneinigkeit zwischen den mohamedantschen Albanesen und den mit großer Uebermacht auftretenden katholischen Bergstämmen. Berlin, 1. Juni. Zur Tagesordnung der heute Mittag stattfindenden Plenarsitzung des Bundesrathes gehört |u. A. auch die Vorlage wegen Einverleibung der unteren Elbe in das Zollgebiet, Lokales. Gießen, 1. Juni. Ein hiesiger Einwohner wurde wegen Verdachts des Diebstahls von Gartenstühlen, verübt in einer Restauration am Seltersweg, gestern Nachmittag verhaftet. Vermischtes. Grünberg, 29. Mai. Der Derbandstag der hessischen Vorschuß-Vereine wurde feilte in unseren Mauern abgehaltcn, wie es auf dem Verbandstag zu Fulda im vorigen Jahre beschloffen worben war. Auf demselben waren die zum Verband gehörigen Vereine: Alsfeld, Cassel, Friedberg, Fulda, Gießen, Grünberg, Hersfeld, Schotten, Wächtersbach, Wetzlar und Wiejeck vertreten, außerdem waren Abgesandte der Vereine Laubach und Blctchenbach, sowie der Volksbank in Alsfeld anwesend. Auf der Versammlung Tags vorher war die Tagesordnung für die Hauptversammlung fcstgestellt worden, und diese wurde Morgens 9 Uhr im Saale des Gasthauses „zum Hirsch" durch den Verbands-Director Diehls aus Cassel eröffnet. Die Anwaltschaft war Durch Schulze-Delitzsch selbst, die deutsche Genossenschaftsbank aber durch Meißner aus Frankfurt vertreten. Eine größere Zahl von Bewohnern Grünbergs und der Umgegend, welche sich für das Genoffenschaftswesen inleressirten, verstärkte die Ver sammlung zu einer recht zahlreichen und wohnte, gleich den Verbandsabgcordneten, den Verhandlungen mit wachsender Aufmerksamkeit von 9 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags bei. Die Gegenstände der Tagesordnung, insbesondere der Jahresbericht des Verbands-Dl- rectors, die Mitthetlungen aus den einzelnen Vereinen, wobei über Prüfung der Jahresrechnungen, Strafzinsen, Maximal-Credite, Instruction der Aufsichtsräthe und die Steuerfragc der Genoffenschaften discutirt wurde, sowre die Dtscussion über die von Gegnern der Gewerbcfreiheit gewünschte „Bes^ränkung der allgemeinen Wechselfäbigkett" waren allerdings auch geeignet, die Aufmerksamkeit der Zuhörer anzuregen und zu fesseln. Dor Allem wurden die Anschauungen des Gründers und Anwalts der Genoffenschaften, Schulze-Delitzsch, mit gespanntester Aufmerksamkeit ausgenommen und erzielten durch Klarheit und Wahrheit durchschlagende Wirkung; überhaupt wird das Bild des ehrwürdigen Nestors unter den Leitern der Genossenschaften bei den Teilnehmern der Versammlung ein unverlösch- bares sein. (®- A.) Wächtersbach, 27. Mai. Gestern ereignete sich hier ein Vorfall, der um Weniges die Lynchjustiz der empörten Bevölkerung gegen den Urbeber desselben herbeigeführt hätte. Segen 11 Uhr morgens hielt vor dem Hause eines hiesigen öffentlichen Beamten ein Wagen, in dessen Ecke ein sterbendes Mädchen von 15 Jabren lag. Es war eine Waise — eine Verwandte des Beamten, die derselbe seit Ostern als Magd zu sich genommen hatte. Vor Pfingsten wurde sie, krank, und die Krankheit naim einen solchen Verlaus, daß das arme Mädchen in das Lanbkrankenhaus nach Hanau gebracht werden sollte. Es wurde in einem Wagen an die Bahn gefahren, wo jedoch der Bahnhofsvorsteher sofort erkannte, daß es in den letzten Zügen liege, weßhalb er die Aufnahme desselben verweigerte. Man fuhr daher wieder vor die Wohnung des Beamten zurück und bald hatte sich um den Wagen eine große Schaar Kinder und Erwachsener versammelt, die voll Mitleid und Entsetzen bas röchelnde Kind umstanden. Ein Sendarm forderte den Beamten auf, die Sterbende wieder in das HauS aufzunehmen; anstatt aber Folge zu leisten, lief dieser in der Stadt umher, nach Pferden für den Weitertransport, wenigstens nach Gelnhausen, suchend. Endlich nach Verlauf einer Stunde gelang cs dem energischen Einschreiten des herdeigerufenen Bürgermeisters und Arztes, das Kind m das Haus zu bringen, wo es nach wenigen Stunden starb. (H. Z) — sDer Soldat wie er sein soll.j Herr von P. in Wien, der bei dem letzten Mai- Avancement vom Obersten zum General befördert worden war, kündigte sofort nach diesem Ereigniß seine Wohnung „Warum wollen Sie ausztehen?" fragte ihn der Hausbesitzer; „Sie waren doch mit Ihrer Wohnung immer so zufrieven " „Ja, ' antwortete der neue General, „das bin ich auch jetzt noch. Aber da ich nun General bm, so müssen, wenn ich sterbe, nach dem Reglement zu meinem Begräbniß zwei Bataillnne auSrücken. Nun bitte ich Sie, wo sollen sich die zwei Bataillone in dieser engen Gaffe hier aufsteüen?" — sUnartig und höflich.^ Große Heiterkeit erweckte am Donnerstag im ungarischen Abgcordnetenhau;e eine witzige Bemerkung Jokai's, mit der er den Abgeordneten Korizmics, welcher bekanntlich eine gefährliche Augenoperation überstanden hatte, begrüßte: „Ich freue mich nicht," jagte er, „daß ich Dich wieder sehe, sondern daß Du mich wieder siehst. — [©in unterbrochenes Frühjahrtzfest.j Nur wenige Meilen von New-Aork liegt im Staate New.Jersey die Stadt Paterson, em ruhiger Fabriksort mit einer starken deutschen Bevölkerung. Am 1. Mai feiert man dort alljährlich unter der Leitung der deutschen Gesangvereine ein Frühlingsfest, an dem viele Tausende stck betheiligen. DaS diesmalige Fest nahm nun e.nen unerwarteten Ausgang und gestaltete sich zu einer wahren Schlacht. Man war in den Wald hinetngezogen und vergnügte sich. Ein junger Mann, Namens van Houten, ging mit seiner Braut ein wenig über Feld und betrat dabei eine uneingezäunte Wiese, welche den beiden Irländern Hazell, Vater und Sohn, gehörte. Die Hazells sind als Raufbolde bekannt. Harmloses Vergnügen ist ihnen verhaßt. Und so fanden sie Denn ein „einfaches" Mittel, die Fremden von ivrer Wiese zu verscheuchen: der alte Hazell nahm seine mit Schrot geladene Doppelflinte und schoß beide Läufe auf die nichts Ahnenden ab. Van Houcen war sofort eine Leiche, seine Braut lag blutüberströmt auf der Erde. Im Nu änderte sich die Scene. Im Wäldchen hatte man die Unthat gesehen und die Menge stürmte wüthend auf die Mörder ein. Die aber verrammelten sich in einem auf der Wiese stehenden Hause und stellten sich mit frisch geladenen Gewehren an die Fenster. Mehreremale feuerten sie in die Menge und verwundeten eine Anzahl Personen. Inzwischen war von der Stadt Polizei betbeigeetU, welche Die Mörder in sicheren Gewahrsam nehmen wollte Aber das Volk verlangte die sofortige lynchgerichtliche Hinrichtung. Ueber den Ast eines Baumes warf man starke Stricke uno griff dann die Polizei und die Mörder an. Nach einer Weile gelang cs, das Haus in Brand zu stecken. Die Flamme schlug hoch auf, aber geschützt durch den Rauch, gelang cs den Sicherheitsbeamtcn, sich und ibre Beute nach einem wenige hundert Schritte entfernten zweiten Hause zu retten. Auch dies I Haus war balo demolirt, während das erstere ein rauchender Schutthaufen war. Schließlich tobte der Kampf zwischen hundert Polizisten und der aufgeregten Volksmenge. Die Zahl der Verwundeten ist überaus groß. Die Milizsoldaten weigerten sich, gegen die Menge zu ziehen, j Es blieb nichts übrig, als reguläres Milit r zu Hilfe zu rufen. Die Ablieferung Der Mörder in's Gefängnip war mit schweren Opfern erkauft worden. Bei Der grenzenlosen Wuth Der Bevölkerung ist jedoch nicht abzusehen, ob nicht noch ein Versuch gemacht wird, die Hazells aus dem Gesängniß zu holen und kurz und bündig aufzuknüpfen Paris, 29. Mai. Aus Nancy toiro von einem fürchterlichen Auftritt berichtet, bet sich dort in der Menagerie des Thierbändigers Salva zugetragen hat. Gestern nämlich, während dieser gerade vor dem Publikum seine Künste mit den Panthern zeigte, zertrümmerten die in einem benachbarten Käfig hausenden Löwen die Eisenstangen, welche sie von den Panthern trennten, stürzten sich auf die letzteren und gerieten mit ihnen in einen wüthenden Kampf. Em Panther schlitzte einem Löwen den Bauch auf, daß er vor Schme.zen heulte. Lralva verlor inmitten dieses Schauspiels nicht seine Geistesgegenwart; er trieb die Panther in einen anderen Käfig und ließ dann denjenigen, welcher den Löwen so schwer verwundet hatte, gegen diesen los. Der Panther erwürgte den Löwen, nachdem er ihm eine Rippe gebrochen hatte. Seit diesem Kampfe, welchem das Publikum mit athemloser Spannung zugesehen hakte, befinden sich die wilden Thiere in einer unbeschreiblichen Aufregung. — Einen schrecklichen Vorfall meldet der Privacbrief einer Dame aus Magdeburg an ihre Verwandten in Bielefeld, den die „Wests. Ztg." mittheilt: In den letzten Tagen ging ein 7jähriges Mädchen an einem Nachmittag auf den Kirchhof und pflückte bei seinem Herum streifen eine Blume von einem der Gräber ab. Der Todtengräber, der dies bemerkte, ergriff die Kleine und wollte dieselbe nicht ohne eine empfindliche Strafe wieder entlaffen. Zu diesem Zweck sperrte er das Kind — man denke — in Die Leichenhalle ein, in welcher zur Zeit vier Tobte aufgebahrt lagen. Der Tag neigte sich zu Ende, es würbe Nacht und bie Eltern suchten angstvoll ihre Tochter, welche immer noch nicht beimgekehrt war. Die Nacht verging und am Morgen, als der Todtengräber wieder an seine Arbeit gehen wollte, fiel es dem Manne erst ein, daß er gestern ein Kind in die Leichenkammer gesperrt und es herauszulaffen vergeffen hatte. Ein schrecklicher Anblick bot sich ihm dar, als er in die Kammer eintrat Da lag das kleine Mädchen zusammengekrümmt in einer Ecke, mit krampfhaft zusammengeballten Händchen, mit von den Zäbnen durchbissenen Lippen weit aufgeriffenen starren Augen und war tobt. Die Angst hatte bas arme Wesen getobtet. Des Mannes bemächtigte sich sofort die Polizei, welche Roth hatte, bie Leute abzuhalten, die in ihrer Wuth ben Todtengräber lynchen wollten. — sDas weiche und das harte 23.] Ein Herr in einem kleinen Thüringer Badeorte bat einen prachtvollen Garten und fast ebenso schöne Perlhühner. Dieser Tage kommt ein Fremder zu ihm und fragt aufgeregt: „Mein Herr, warum haben Sie Die Berliner in den Bann gethan? Sic gestatten Fremden den Besuch Ihres Gartens, nur mich hat Ihr Gärtner schroff zurückgewiesen, 'weil ich ein Berliner bin; er beruft sich auf Ihren Befehl. — Der Gartenbesitzer stutzt einen Augenblick und bricht bann in ein herzliches Lachen aus. „Pardon, mein Herr," sagt er, „nicht die Berliner, sandern meine Perlhühner in ben ©arten zu lassen, habe ich meinem Gärtner verboten " — So erzählt wenigstens bie in Hildburghausen erscheinende „Dorfzeitung". — Ein Photograph, der wider Willen und wider das Verbot eines Brautpaares, das sich bei ihm hatte photographiren taffen, einen der gewonnenen Abzüge des Biloes in seinem Schaukasten öffentlich ausbing, wurde wegen Verbreitung dieser Photographie ohne Genehmigung des Berechtigten von der dritten Strafkammer des Landgerichts I zu Berlin auf Grund der SS 1« 0 des Gesetzes vom 10. Juni 1875 und SS 18—33, 44, 61 des Gesetzes vom 11. Januar 187u zu 100 X Geldbuße, eventuell 10 Tage Hast verurtheilt. Handel und Berkehr- Gießen, 1. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 0,85 biS X 0.95, Hühnereier 1 Stück 5 H, 2 Stück 9 Enteneier 1 Stück 5-6H. Kä,e per Stück 5—8 H, Käfematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 Linsen I Liter 24 H, Tauben das Paar X 0.60—0.80, Hühner p. Stück X 1.20—0.00, alte Hahnen p. St. X< '.30, junge Hahnen 60 bis 0.00, Wälsche J4 8 —9, Enten per Stück 2 50 - 0.00, Kartoffeln per 100 Kilo 7.50, Zwiebeln p. Str JL 30—00, Milch per Liter 16 und ix H, Ochsenfleisch 68—00 H per Pfd-, Kuh. und Rindfleisch 50—56 H, Kalbfleisch 40—46 Hammelfleisch 66—70 H, Schweinefleisch 60 H. Kirschen per Pfund 50 H. Der Kartoffel- und Geschirrmarkt befindet fich von heute an wieder auf dem Brand. Frankfurt, 31. Mai. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 42, Nr. 2 X 40, Nr. 3 X 34, Nr. 4 X 30, Nr 5 X 24, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 28 50—00, do. I (Berliner Mark-) X 27.01,-00.00, do. II (Berliner Marke) X 23.00—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 25.50—00.00, ab unserer Umgegend X 25.00—OO.Oo, do. fremder je nach Qualität X 24.75—25 25, Roggen, je nach Qualität X 20.60—21.50, Gerste X 18.00—21.00, Hafer X 13—16.50, Kohlsamen X 00—00, Erbsen X 19—27, Wicken X 16—18, Linsen Xa 20-40, Bohnen, weiße, X 23—25, Noggenklete X Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 66. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo ) Frankfurt, 31. Mai. Der heutige Viehmarkt war gut befahren- Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 290 Kühe unD Rinder, 280 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 67—69, 2. Qual. X 62—64, Kühe utd Rinder 1. Qual. X- 58-60, 2. Qual. X 48 - 50, Kälber 1. Qual. X 54 — 55, 2. Qual- 48 -50, Hämmel 1. dual. X 58-60, 2. Qual. X 45^-52 per 100 Pfd. Schlacht, gewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — H. _________________________ Verloosungen. Karlsruhe, 31. Mai. Bei der heutigen Ziehung der badischen 35 fl-Loose wurden die folgenden Serien gezogen: 291 670 889 1020 1259 1411 1429 1841 1850 1971 2377 2576 2642 2899 3039 3052 3068 3080 3233 3322 3657 3«79 3936 4196 4274 4736 4772 5005 5204 5485 5556 5816 5853 6343 7036 7079 7257 7517 7640. Allgemeiner Anzeiger. Letzte Hotzversteigeeung pro 1879/80 in den Waldungen des Grostherzoglichen Hauses derDber- försterei Nieder-Ohmen. Es werden versteigert, jeden Tag von Morgens 9 Uhr an: I. Mittwoch den 9., Donnerstag den 10., Freitag den 11. d. M., bet Gastwirth Theiß zu Wettersholn aus den Forstwarteten Lumda und Atzenhain, inSbes. aus den Districten Winkelrain, Kasperöhaag, Tränkkops, Igels- Hain, Vorderer Zipfen, Streithainskopf rc. Scheiter Knüppel Reiser Stöcke Raummeter. Buche 490 Eiche, Birke 10 Nadelholz 930 Aspe 7 980 2750 90 280 360 \ ., z.n 10 J 1160 100 63 Die Buchen-Knüppel und Reiser sind meist Durchforstungsholz. ferner 3 Eichen, 1 Fichtenstämmchen in Diftrict Kaspershaag. II. Mittwoch den 16. und Freitag den 18. d. Mts., Lei Gastwirth Weber zu Nieder-Ohmen aus den Forstwarteien Bernsseld und Rieder-Obmen, insbes. aus den Districten Pfingstweide, Eichholz, Lichterwald, Pfeifensack, Dornkrätzer rc. Scheiter Knüppel Reiser Stöcke Raummeter. Buche 60 14 230 25 i Darunter 108 Rmtr. sehr Eiche, Birke 440 60 230 \ 1 gute Buchen-Durchforst- Nadelholz 923 250 l ! 84 i ungsreiser aus Distrtct Aspe 10 20 j \ 1 Dornkrätzer. ferner 1 Kiefern- und 1 Fichtenstämmchen in District Hosstrauch. III. Samstag den 19. d. Mts., Lei Gastwirth Reitz zu Merlau aus den Forstwarteien Merlau und Lehnhetm, insbes. aus den Districten Buchenkopf, Linnes, Alter Heegwald rc. Scheiter Knüppel Reiser Stöcke Raummeter. Buche 50 Eiche, Birke 2 40 5 946 16 24 Darunter 800 Rmtr. sehr gute Buchen'Durchforst- Nadelholz 40 Aspe 7 ferner 1 Fichtenstämmchen 7g | 580 aus District L 41 , innes. ungsreiser aus District Buchenkopf. Die betr. Großherzozlichen Forstwarte werden auf Verlangen das Holz Dorzeigen und jede Auskunft erthetlen. Das mit Kalk bespritzte Holz wird nicht versteigert. Grünberg, am 1. Juni 1880. Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Ohmen. In Verh des Oberförsters: Hüter, 3739) Großh. Oberförster. In der Strafsache gegen stud. med. Franz Rauschenberg von Gießen wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffengericht zu Gießen am 1. April 1880 für Recht erkannt Angeklagter ist des ihm zur Last gesetzte» Vergehens überführt und wird in eine bei Uneinbringlichkeit mit zehn Tagen Haft zu verbüßende Geldstrafe von vierzig Mgrk und in die Kosten ver- urtheilt: auch wird dem Schutzmann Horn das Recht zuerkannt, Urtheils- Auszug binnen einer Woche nach dessen Zustellung einmal auf Kosten des Angeklagten im Gießener Anzeiger zu veröffentlichen. V. R- W. Die Richtigkeit der Abschrift der Ur- tbeilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 28. Mai 1880. (3770 Neidhart, Oerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Versteigerung. Mittwoch den 2. Juni er., Nachmittags 3 Uhr, sollen folgende Gegenstände in dem hiesigen Pfandlocale öffentlich meistbietend versteigert werden: 2 Kleiderschränke, 3 Kommode. 2 Sopha, 2 Tische, 2 Kasten,. 5 Stühle, 6 Bilder, 3 Spiegel, 1 Stoßkarren. Gießen, den 29. Mai 1880. 3763)____________Horn, Pfandmeister. Donnerstag de» 13. Juli, Morgens 11 Uhr, soll auf dahiestgem Ortsgericht die Hof- raithe des Ludwig Huhn dahier: Flur- Mtr. t „ V1007 50 Hosraithe m der Wall- thorstraße, Vm.6 1394 Grabgarten in derZozels- gasse, 88/68 687 Wiese vor dem Weiher meistbietend versteigert werden. Gießen, den 29. Mai 1880. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 3769) Müller. Eisenbahn-Directions Bezirk Hannover. Eisenbahn-Betrieds-Amt Cassel. (Strecke Cassei-Frankfurt a. M) 3742) Die Unterhaltung der Schieser- und Ziegeldächer der an der Bahnstrecke Gießen-Vilbcl/ einschl des Bahnhofs Vilbel, gelegenen Bahngebäude soll vom 1. Juli er. ab auf längere Zeit in öffentlicher Submission vergeben werden. Die Offerten sind portofrei, versiegelt und mit der Aufschrift: „Submission auf Unterhaltung der Dächer" bis zum Submissions-Termine, Samstag den 12. Juni, Vormittags 9 Uhr, bei der unterzeichneten Eisenbahn-Bau- Jnspection (.Gallus-Anlage 4) einzureichen, woselbst die Bedingungen eingesehen und Offerten-Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a./M-, den 30. Mai 1880. Königliche Eisenbahn-Bau Jnspection- ___________He yl.____________ Mittwoch, den 2. und Donnerstag, den 3. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Hause des Herrn Louis Plank, Neu- stadt, die zum Nachlasse der Frau B. Kühne Wittwe gehörigen MobiUen, bestehend in Möbel, Bettzeug,Weißzeug, darunter Tafeltücher und Servietten, Küchengeräthe rc., versteigert weiden. Dir Gegenstände können an den Versteigerungstagen Vormittags eingesehen werden Im Auftrag: 3701]_______________Fr. Müller. Dienstag den 6. Juli, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Friedrich Weder: Flur. Nr. Mtr. 40 418/io 659 Hofraithe links der Chaussee meistbietend versteigert werden. Gießen, den 29. Mai 1880. Großh. Ortsgericht Gießen. 9768) Müller. Donnerstag den 3. Juni d. I., Vor-nittaos 11 Ubr, sollen auf meinem Bureau zwei Kleiderschränke versteigert werden. Gießen, den 1. Juni 1880. 3766) Geißler, Gerichtsvollzieher. Donnerstag den 3. Juni d. I., Vor-ittaas 11 Uhr, sollen auf meinem Bureau ein Schreibtisch mit Büchergestell und ein neuer Schrank versteigert werden. Gießen, den 1. Juni 1880. 3765) Geißler, Gerichtsvollzieher. Freitag den 4 Juni d. I., Nachmittags 2 Ubr, soll die zum Nachlaß der Ioh. Ister- ling Wwe. gehörende Hofraithe im Tiefenweg einer letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen, den 1. Juni 1880. Großherzogl. Ortsgericht Gießen- 3757) Lüdeking. Aetlgeöoteuer. 3747) Das Heugras in meinem Garten ist zu verkaufen. ______________________Dr. Weber. eines Haufens > CrHillll Pferdedünger. _________Actien-Brauerei Gießen. 3645) Ein noch fast neuer Kmderstuhl und ein Badebüttchen zu verkaufen. Ebendaselbst eine Schlafstelle zu verrniethen. ______Neustadt 62. -frische Lutter von 5 Pfund an pr. Pfund 80 H empfiehlt 3764) Julius Wallach. cc o« 200000 Diekwürzpflanzen, sowie Kohlrabi, gelbe Englische, alle Sorten Gemüse und Blumenpflanzen empfiehlt die (3684 GM. Hofgärtnerei zu Affenheim i. d. Wetterau. Kegel und Kegelkugeln liefert billigst 3713) H. Werner, Bismarckstraße. 3760) Ein noch gut erhaltenes Jagdwägelchen ist zu verkaufen in der Kunst- mühle von Ferd. Burk. Aufzüge (Fahrstühle) für Lagerhäuser und Fabriken für Hand- und Maschinenbetrieb liefern in bewährter Construction (Patent angemeldet.) Wlesche >>., Canzleiberg B. 66. 2725) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei H. Hochstatter Ww., am Brand. fließend- Loucert-Verein Sechstes Concert von ausgekämmten Haaren werden bestens angefertigt bei Christian Frech, Reichensand. (1713 3641) Der untere Stock meines Vorderhauses, bestehend aus 6 Zimmern nebst Zubehör, ist an eine ruhige Familie zu vermiethen und Anfang August oder auch früher zu beziehen. _________Professor Dr. von Rittgen. 3486) Der 2. Stock meines Hauses, Mitte August beziehbar, zu vermiethen. H. Möser II., Alicenftraße. 3745) Für einen kleinen Haushalt eine ältere Person gesucht, welche das Nähen und auch etwas Feldarbeit versteht. Völcker, Klein-Altenstädten bei Wetzlar. 3753) Ein anständiger Arbeiter kann schöne Schlafstelle erhalten. Marktstr. D. 218. 3767) Ein braves, sauberes Mädchnr sucht gegen guten Lohn zu Jo^-m Frau Professor ' V&tb. 3177) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Mäusburg 48. 3646) 1 auch 2 schön möblnte Zimmer, parterre, sind zu vermiethen. Schloßgasse B. 1. 3502) Ein Familienlogis, bestehend in 5 Zimmern rc., alsbald zu vermiethen. B. Strauch, Bleichstraße. 3707) Ein Familienlogis an der Grün- berger Straße zu vermiethen. Näheres Maigasse C- 14.________________________ 3708) Em Familienlogis u. Schlafstelle zu vermiethen._________Maigasse C- 14. 3714) Haus mit Laden, Schloßgasse 252, für 1. Juli zu vermiethen. ________________Wilh Herbert. 3309) Geräumige Werkstätte mit Hof- raum ist Asterweg Lit. A. 108 zu vermiethen. Aermietyimgen. 3741) Der mittlere Stock meines Hauses, vis-ä-vis von Wenzels Garten, bestehend aus fünf Zimmern nebst allem Zubehör, ist bis 1. September oder auch schon bis 1. August zu vermiethen. _____I. B. Singer. 3759) Zwei Familienlogis zu vermie- then und per 15. Juli zu beziehen. I. Häuser, Drechsler, Neuenweg. 3761) 1 möblirtes Zimmer zu vermie- then im Hause des Herrn Metzgermeister Ruppel, Ludwigsplatz. 3772) In meinem Hause, Seltersweg C. 66, sind die Keller- und Lagerräume nebst Comptoir vom 1. Juli, eine Fannlien- wohnung i allein stehendes Haus) von jetzt ab und die von mir bewohnte größere Familienwohnung vom 15. Juli ab zu vermiethen. Auf Wunsch mit Gartenan- theilen. Otto Schmidt. 3754) Zwei Mansardenzimmer, mit oder ohne Möbel, an eine einzelne Person zu vermiethen bei Chr Schopbach 3663) Ein in schönster Lage vor der Stadt befindliches Logis mit 6 Zimmern und allem Zubehör, sowie einen Pferdestall zu vermiethen. Näheres in der Exp. ds. Bltts. Vermischte Anzeigen. 3743) Eine Frau, im Waschen und Putzen erfahren, sucht einige Tage in der Woche Beschäftigung Zu erfragen Katharinengasse Lit. C. 208. 3744) Ein stud. forest. ertheilt gegen billiges Honorar Schülern Nachhilfe in der Mathematik. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Cafe Mein. Mittagstisch | im Abonnement. 3755) Es wird gebeten, einen aus Nr. 30 der Neuen Anlage, zu ebener Erde, weggeflogenen Kanarienvogel, Männchen, gegen eine Belohnung zuruckzubringen. Wichtig für jeden Haushalt! Englische Lackiren beF Fußböden, trocknet Fussboden Oel-Lack-Farbe @tunbcn w unb Niederlage bei: 2950) Fr. Seibel, Mäusburg. niren bereit. Die Kapelle des 2, Großh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116. 3724) Krausse, Kapellmeister. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Sitzung Mittwoch den 2. Juni, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula des neuen Universitäts-Gebäudes. Vortrag de8 Herrn Prof. Dr. Zöppritz: Neber die neuen Keilen der Sendlinge der deutschen afrikanischen Gesellschaft in Central-Afrika. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Wir des Innern ir den Großherz' dessen Eigenth Dies. Arnsburg, Lbborrihos In a Orten Eberl Bürgermeistere Gietz en die Großh Holzheim, Wir aufmerksam. Bei de ui Eine S überschwemmt, bewältigen. i mar^, um bei Ävn, der £ ung der : Nf der Angele NN in der N Sta-lt uns w und dem bereits in dem als die Ulle tl glichen Meinung N auch not Wf mit der brn Richte, ,elt Ährtausen und dr! Üblicher Cyf "°ch t,ir ?‘V ' intern, Wbern d,r» R zieht. et Gntich & SftÄ b,n' bL9te °r.«ft f. le Üchiiß