& den Ver!,st (2190 X '«». x 1« fick hinauf. Ttm I. Sprtthn, )l( melden. 1 Dvrtzavd. ha|)me de- Veftätte ge- Midgen. rimslmSdchm g^ ^ved. d. Bitts. ' e eine- Dieners frommen werden ^attdaariger mit kleinern er» und zwei in der rechten vergangenen n. Dem Wit- ■ 'Belohnung >ird gewarnt. icfyptbitii) tt (218» W I^nütiGis! cniover wird M gesucht. WV I mcidcr. SÄ» dettn MilieM - Le, von osttrn-^z Näheres in f . itoM Äfe -ZK §Ls Sl- jW' ,-E^on. Redacttonstnrreaur 1 _ , eg»ch m Baden Baden in stiller Zurückgezogenheit lebt. Doch hatte es sich der Großhetzog nicht nehmen lassen, mit den beiden Prinzessinnen Victoria und Elisabeth die Kön.tgl. Damen am Bahnhof zu begrüßen; von dort aus fuhren die Herrschaften im offenen vierspännigen Wagen, zwei Vorreiter voraus, den schottischen Diener der Königin, Mr. Brown, mit einem Leibjäger des Großherzogs hinten auffahrend, durch die mit dichten Menschenmasfln gefüllte Rheinstraße nach dem Residenzschlosse, von dessen Dach die Großh. Flagge grüßend entgegenwehte. Abends um 9 Uhr traf der deutsche Kronprinz mit seiner Tochter, der Erbprinzessin von Meiningen, ein, die im Herrenbau des Schlosses Wohnung nahmen; heute früh kamen die Großh. Badischen Herrschaften. Heute Vormittag um 11 Uhr versammelten sich in der festlich geschmückten Hofkirche die zur Constrmattons - Feier Geladenen, die Spitzen der Ctvil- und Militär-Behörden, bis zu den Mtnistertal- räthen und Regimentscommandeuren abwärts; die Fürstlichen Herrschaften versammelten sich im Fahnensaale des Schlosses und begaben sich, als um 11 Uhr Alles zur Vornahme der heil. Handlung bereit war, unter dem üblichen (Km* montel nach der Hoskirche, deren Eingang durch einen zeltartigen Gang mit dem Schloßportale in Verbindung gebracht war. Der Großherzog führte bu Königin und die Prinzessin Victoria, die Prinzessin Karl führte« die Prinzessin Elisabeth; es folgten der deutsche Kronprirz in der kleidsamen Uniform semes Dragoner-Regiments, der Prinz von Wales in englischer Infanterie-Uniform mit ihren Damen und der übrige Hof. Sie nahmen Platz; die in lichtes Weiß gekleideten Confirmandtnnen vor dem Altar, die Königin, der Großherzog, Prinz und Prinzessin Wales auf der rechten, Prinzessin Karl, der deutsche Kronprinz, Erbprinzessin von Meiningen, badische Herrschaften auf der linken Sette des reich gezierten Altars. Alsbald begann die Confirmationshandlung mit Cboral und Gebet; die Ansprache, die Stadtpfarrer Sell, der Reltgions- lehrer der Prinzessinnen hielt, kam von Herzen und ging zu ihm. Mit glaubens- freudiger Stimme legten die Prinzessinnen das Glaubensbekenntuiß ab, woraus fie ,4 tn den rorhsammtnen Betstuhl niederknieend, durch den Oberhofprediger Bender eingcsegnet und in die evangelische Kirche ausgenommen wurden. Dieser Theil der kirchlichen Handlung währte gegen 45 Minuten. Vor der nun beginnenden (Kommunion verließen alle Geladenen die Kirche; nur der Groß- hcrzog, die Königin und die Prinzessin Karl waren dabei anwisend, sowie der evangel. Kirchengesangverein, der die Gesänge vortrug. Nach der feierlichen Handlung fand im weißen Saale solenne Cour statt; das Diner wurde von den fürstlichen Herrschaften um ii/2 Uhr im Audtenzsaale genommen. Um halb fünf Uhr besuchte die Königin mit Prinzessin Beatrice und dem Großherzog die Grabstätte der Großherzogin Alice, das Mausoleum auf der Rosrn- höhe; auch die Alicestistungen erwarten noch deren Besuch. Noch im Laufe des heutigen Abends und des kommenden Morgens verlassen sämu.rltche Fürstlichen Gäste unsere Rtstdenz wieder, die den bedeutungsvollen Tag lange im Gedächtniß bewahren wird. Darmstadt, 30. März. Das Großherzogliche Ober-Consistorium hat an die evangelischen Pfarrämter des Großherzogthums ein Ausschrelben erlassen, welches die kirchlichen Nachrichten aus dem Jahre 1879 den Pfarrämtern mittheilt und zugleich einte.tungsweiie einen Blick auf das innere Leben der evangelischen Landeskirche im angegebenen Zeitraum wirft. Das Ausschreiben sagt in dieser Hinsicht u. 91: Mit Dank gegen den Herrn der Kirche dürfen wir sagen, daß jenes Leben im verflossenen Jahre im Allgemeinen nicht rückwärts gegangen, sondern vielmehr Fort- fdr itte gemacht zu haben scheint. Die kirchlichen Verhältnisse konnten sich ohne äußere Störung entwickeln; an den Aufgaben des Kirchenregiments, der kirchlichen Körperschaften und des geistlichen Amtes konnte mit Erfolg gearbeitet werden, und vornehm lid) ’ft hervorzuheben, daß die synodalen Wahlen in würdiger Weise und friedlichem Sinne geschehen sind, was Alles auf Ausgleichung manchen früheren Gegensatzes, auf Fallenlassen mancher früheren Befürchtung und auf Stärkung der so nothwendigen Einigkeit im Geist deutet. — So konnte auch die erste ordentliche Landessynode ohne irgend eine kirchliche Erschütterung zu Ende gehen und die zweite ihren Anfang nehmen. — Frühere Separationen von der Kirche Haden keinen Zuwachs erhalten; es sind vielmehr Gründe dafür vorhanden, daß, vielleicht in nicht ferner Zeit, der Geist der Wiederverein'gung den Sieg erhalte über den Geist der Spaltung und Trennung. Das kirchliche Vereinsleben, so recht ein Zeichen der Liebe zur Kirche, ist auch im vorigen Fahre ein reges gewesen. Der Gustav-Adolph-Vercin, der Verein für innere und äußere Mission, die Anstalten christlicher Barmherzigkeit haben ihre Versammlungen gehalten und ihre Jahresfeste gefeiert; und wenn auch vielleicht bei der Noth der Zeit hier und da die irdischen Mittel nicht reichlich genug geflossen sind, — Gottes Segen ist doch nicht ausgeblieben. Zur Förderung des inneren kirchlichen Lebens werden auch, so Gott will, zwei Güter gereichen, nach denen sich alle kirchlich Gesinnten schon seit Jahrzehnten gesehnt baden, und die nunmehr, Dank dem freundlichen Entgegenkommen unserer Staatsregierung und der treuen Mitwirkung der Landessynode, im vergangenen Jahre der Kirche gegeben werden konnten. Sie sind: das neue Gesangbuch und die Darreichung der Mitte! zur kirchlichen Armenpflege. Konnten aud) bei der Verabfassung des neuen Gesangbuchs, wie das eben bei menschlichen Dingen der Fall ist, nicht alle Ansichten berücksichtigt und nicht alle Wünsche erfüllt werden, so ist es doch gewiß, daß die Kirche durch dasselbe einen Schatz erhalten hat, welcher sicherlich reichen Segen in sich trägt; und das Kirchenregiment mußte vor Allem auf die einstimmige Annahme des Werkes durch die Lauhessynode ein Hauptgewicht legen und aus ihr den Schluß ziehen, daß gerade die Art und Weise, in welcher das Buch verabfaßt ist, im Großen und Ganzen geeignet sei, ihm feinen Weg in die Kirche zu bahnen. Es soll dem evangelischen Volke nicht aufgedrungen sondern vielmehr kirchenverfassungsgemäß ihm nur zur Annahme davgeboten werden; wir vertrauen aber auf den Herrn der Kirche, daß er seinem Wort in Lied und Gesang schon die Pforten öffne und auch durch die Erbauung in geistlichen, lieblichen Liedern fein Reich mehre. — Die in so erfreulicher Weise entstandenen kirchlichen Gesang vereine, denen wir allen guten Fortgang wünschen, werden ebenfalls das Ihre dazu beitragen, die alten Lieder in dem neuen Buche den Gemeinden lieb und werth zu Freitag den 2 April ISS®. Mger Aizrise- M Amtsblatt fir den Kreis Gieße«. ganzem Herzen meinen Dank für diese öffentlich ausgesprochenen Gesinnungen, welche eingegraben bleiben werden in dem Herzen Ihres besten Freundes. Wilhelm. von den gor aus der La digung in 3in[: Msoerwalter Nw zu m Men, der Daö Trvhl Simbu jl 19.30, Kor Sdl P» M Telegraphische Depeschen. Waguer'- telegr. Eorrespsubeur ■ Vurea». Darmstadt, 31. März. Heute Vormittag 11 Uhr fand in der Schloßkirche die Cvnfirmation der Prinzessinnen Victoria und Elisabeth statt in Gegenwart der Großherzoglichen Familie, der Königin Victoria, Prinzessin Beatrice, des Prinzen und der Prinzessin von Wales, des deutschen Kronprinzen, des Großherzogs, der Großherzogin und des Erbgroßherzogs von Baden. — Die Köniain Victoria besuchte heute Mittag das Mausoleum aus der Rosenhöhe, die Grabstätte der Großherzogin Alice. Die Abreise der Königin erfolgt morgen Nachmittag um 4 Uhr 30 Mtn. Karlsruhe, 31. März. Gewinnziehung der badischen 35-st.-Loose. 40 000 fl. Nr. 62313 10,000 fl. Nr. 284361. Je 4000 fl. Nr. 194455 und 255513. Je 2000 ff. Nr. 116201, 244916, 267690 und 327547. Je 1000 fl. Nr. 17420, 24123, 25013, 59958, 89023, 153886, 183286, 184811, 227647, 241589, 318356 und 327692. Petersburg, 1 April. (Prtvatdepesche d. Gieß. Anz.) Der „Re- gierungSbote" publtcirl ein Bulletin über das Befinden der Kaiserin von Rußland vom 24. bis 30. März. Danach dauere die Verschlimmerung des Gesundheitszustandes der Kaiserin fort, verbunden mit stattgefundenen schwersten Anfällen von Herzklopfen. Zu den früheren Krankheitssymptomen sei noch Schlafsucht hinzugetreten. Kräfte sind im Abnehmen. Zur N ____ Auff SMiIUUw T q- S)1"* 2220) Kaufmanns M wird, da der öffaung des ( hat, heute an Mittags H U eröffnet. Der^err? wird zum Co"kurssor 24. Äpril 18 Melden. Es IDIlb dir Wahl eil sowie über b oignausschuff über bit in nung bezeichn Prüfung ber d'jf Donnerst^ Nach vor dem untr: Min anbei aun Nrn Pe 'Tonmrmi^e haben oder schuldig [inb, den Gemeinst P leisten, o Rußland. Petersburg. Ueber die bereits gemeldete Aufhebung einer Geheim- Druckerer tm Kozlow'schen Hause zu Petersburg liegen in der Wiener Presse noch weitere Nachrichten vor. Danach wurden außer den Setzern und Druckern auch drei Mädchen verhaftet, die der höheren Gesellschaft angehören sollen. Die Familie des Tapezierers, welcher d'e Räumlichkeit vermiethet hatte, ist nach der Cckadelle abgesührt worden. Man fand Manuscripte vor, welche die Fortsetzung des nihilistischen Kampfes anzeigen sollten. Die Verhafteten männlichen Geschlechts sind durchwegs blutjunge Leute, zumeist aus dem südwestlichen Rußland. General Surow erschien selbst im Hause; außer den Polizisten waren 40 Gensd'armen am Thatorte gegenwärtig, ebenso der Staatsanwalt. Nicht ohne bedeutende Gewaltanwendung erfolgte die Verhaftung der 15 Individuen. Bei den Verhören haben die Verhafteten nichts ausgesagt, ja, nicht einmal ihre Namen angeben wollen. Ferner wird gemeldet, daß in derselben Nacht, in welcher die Polizei die Gehetm-Druckerei im Kozlow'schen Hause entdeckte, in zwei Magazinen weitere Verhaftungen vorgenommen und eine zweite geheime Volksdruckeret aufgehoben wurde; in der Druckerei wurden drei Pressen gesunden. In einem Waffenmagazin wurden drei Polen verhaftet. — General Gurko scheint vollständigen Ungnade gefallen zu sein, da er Petersburg verlaffen hat, um sich aus seine Güter zu begeben, wo er in ruhiger Beschaulichkeit über den Wechsel der Dinge Betrachtungen anstellen kann. Lokales. Gießen, 27 März. Vom 20. bis 25. März l. I. sind in den Rrcurrenshospi- tälern zu Gießen zugegangen 3 Kranke, geheilt enklassen wurden 8 und es tociblub ein Bestand von 21 (17 M., 4 W.); insgesammt waren seit Beginn der Epidemie verpflegt worden 193 Kranke (171 M., 22 W), von welchen der Krankheit erlagen 17 (15 M., 2 W.). In dem Recurrenöhojpitale zu Friedberg hatte in dem genannten 5täglgen Zeitraum ein Zugang nicht statt, gehellt enllasien wurden 4 und cs verbleiben in Behandlung 18 Kranke (M.). Pie Zahl dec dort überhaupt zugegangenen Recurrens kranken belief sich aus 75 (73 M., 2 W.). wovon verstorben 4 (M.). Anderwcite Erhcbungsfälle von Recurrensfieber sind neuerdings nicht bekannt geworden. S^g.) Gießen, 31. März. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 21. bis 27. März belief sich im Ganzen auf 8. Bei vier verstorbenen Er- wachienen erfolgte der Tod einmal durch Schlagfluß, einmal durch Lungenschwindsucht, einmal durch Brighitische Nierenkrankheit, einmal durch Selbstmord. Von Kindern starben eins von 2 Jahren und ein vicrteljährigcs. an Gehirnentzündung, eins an Darmentzündung und eins in Folge erlittener Verbrühung durch kochendes Wasser. G. Gießen, 1 April. In der Nacht vom letzten Samstag zum 1 Feiertag stahlen zwei nichtsnutzige Burschen, der eine, ein Früchtchen von 16 Jahren, hier bei seiner Mutter wohnend, der andere, ein früherer Kellner aus Frankfurt, gleichfalls bei derselben Frau wohnend, mittelst Uebersteigen im Gart n des Herrn Rentner Bapst auf der Universitäts^Straße ein einen Gentner schweren Ramm Block, wie solcher zum Einschlagen von Brunnenröhren verwandt wird, sowie einen gußeisernen Theeikroppen und ein Stück Zinkrohr. Der jüngere von Beiden trug den Kroppen, während der ältere in einem Sack den Block und das Rohr fortschleppte. Die Polizei ermittelte gestern die Diebe, von denen der eine gleich dingfest gemacht wurde, während der andere, der frühere Kellner, tunte roch und sich aus dem Staube machte. Zum Zerschlagen der gußeisernen Sachen liehen sich die Burschen bei einem hiesigen Schmiede einen schweren Hammer, angebend: sie wollten mit demselben Gartenpfähle einschlagen. Bemerkt sei noch, daß am Samstag Morgen der jüngere Dieb bei der Haushälterin der Herrn Papst an- fragte, ob tr Glasscherben sich sammeln dürfe und auf diese Art Ort und Gelegenheit zum Diebstahl ausjpähte. — Ein Fechtbruder, welcher gestern erst aus der Klinik entlasten worden, bekneipte sich ganz gehörig und erregte durch sein Schreien und ungehöriges Benehmen auf dem Seltersweg am Abend solchen Unfug, daß er eingesponnen werden mußte. — Ein bissiger Hund verletzte gestern auf dem Tiefenweg ein Kind von 5 Jahren durch mehrere Biste an Gesicht und Händen. Anzeige gegen den Besitzer deS Hundes wird jeden= falls erhoben 2209) 5 _ SB A 6üt!^ ?U51eJte. U. Vermischtes. Darmstadt, 27. März. Deir Anfang dieses Jahres sind wiederholt einzelne Erkrankungen an Blattern im Großberzogthum beobachtet worden und zwar in Mainz, Götzen- Hain Birkenau und Gedern. Während die Nachforschungen über die Art der Emichleppung dieser Krankheit in den meisten Fällen keinerlei Anhalt boten, ließ sich in dem in Gedern vor- aekommcncn Erkrankungsfaü die Ansteckung auf einen Ort in Unterfranken zuruckfuhren. Frankfurt, 27. März. Gestern Abend ereignete sich beim Exerziren mit dem Retiunassack auf der Central Feuerwehrstation ein bedauernswerthes Unglück. Der ^ack platzte und stürzte der darin befindliche Chaigirre heraus auf einem untenstehenden Wehrmann. Letzterer ist mehr als Ersterer verletzt. c Frankfurt, 30. März. Der am Charfrcltag in der Centralstaiion der Berufsfeuer- webr stattqehabte Unfall war muthwillig derbeigeführt. Es ist eonstatirt, daß an diesem Tage nicht eimixt wurde. Brandmeister Hltzel befand sich an jenem Nachmittag m heiterer Gesellschaft- diese begleitete ihn zur Centralstation, wo bei der Wachmannschaft ein Trunk eingenommen wurde. In der Folge ordnete der Brandmeister, ausschließlich zur Belehrung oder Unterhaltung seines Besuchs, Schaumanöver mit einem Rettungsschlauche an, dessen Äußerkuenst- ftellunq zwei Tuge zuvor tm Beisein der Wachmannschaft und des Brandmeisters von dem Branddirektor befohlen worden war. Mehrere Wehrmänner, die Gaste und der Brandmeister r.[M rul* W-V blf x aebenten ■»en d-n gtUil^ Jn fielst machen. — Darum hoffen mir, daß das Gesangbuch ohne Wirren rechten Eingang in der Kirche finde und unserem coangellschen Volke zum Heil gereiche. Das zweite Gut, von dem wir oben redeten, ist die kirchliche Armenpflege nut ihren Mitteln. Unsere Landeskirche ist eine der sehr wenigen in Deutschland, in denen dieselbe allgemein angeo.dnct und durchgeführt werden konnte. Von jeher hat zwar die Kirche die Armen als „ihre Schätze" und die Erfüllung der Pflicht der Barmherzigkeit an ihnen als eine ibrei Hauptaufgaben betrachtet. Ungunst der Zeiten und der Verhältnisse hotte aber unserer Landeskirche größten Theils die Möglichkeit geraubt, diese Pflicht zu erfüllen; nun sind die Mittel dazu ihr wieder in höherem Grade dargereicht. Alles kommt jetzt auf die rechte Ausführung an, damit die bezeichnete Einrichtung der Kirche zum Segen werde. — Die allgemeinen Grundsätze und Grundzüge, nach denen bei der Ausübung der kirchlichen Armenpflege verfahren werden soll, haben wir Ihnen zwar mitgetheilt; das rechte Herz für bte gute Sache aber wolle Ihnen der Herr geben, und die rechten Erfahrungen müssen Sie sich selbst sammeln. Ee ist durchaus kein leichtes Werk, welches Ihnen durch die kirchliche Armenpflege auferlegt ist. Ihre Mitarbeiter, die Kirchenvorstände, und dann die Gemeinden dafür zu gewinnen; die richtigen Wege nicht blos zur Erkenntniß der Noth, sondern auch zu den Herzen der Armen zu finden; die beste Art der Unterstützung in jedem einzelnen Falle zu wählen; die rechten Grenzlinien zwischen bürgerlicher und kirchlicher Armenpflege und der Privatwohlthätigkeit einzuhalten; im Dienst der Armen nicht zu ermüden und mit christlicher Geduld alle seine Unannehmlichkeiten zu tragen, — dies ist eine recht ernste und schwierige Aufgabe. Oft werden Sie säen, ohne zu ernten, oft für Ihre Mühe und Arbeit keinen Lohn finden, oft auch sich durch Undank oder selbst Schmähung verletzt fühlen, — da gilt's, auszuharren um des Herrn willen, und durch „böse Gerüchte und gute Gerüchte" zu gehen; es gilt, „fest und unbeweglich zu sein und immer zuzunehmen in dem Werke des Herrn." Bei dieser Schwierigkeit der Aufgabe ist zu unterstellen, daß nicht alsbald überall richtige und sichere Schritte geschehen werden. Erfahren, lernen, beten, treulich arbeiten kann allein zum gewünschten Ziele führen. Wird aber in diesem Geiste die kirchliche Armenpflege getrieben, bann wirb sie nicht blos für bie Armen, sonbern auch für bte Kirche reiche Früchte bringen. Auch an ben Wohlthaten, welche bie Letztere beit Dürftigen erieigt, wird man roicber ihren Werth erkennen, und gar manches Herz wird sich wieder ihr zuwenden, welches jetzt vielleicht noch spricht: „Warum soll ich für kirchliche Zwecke etwas thun, die Kirche bekümmert sich ja auch nicht um die humanen." £ , , „ r„ c. Nach den „Kirchlichen Nachrichten" ertrugen die erhobenen Collecten: a. für die Landcswaisen-Anstalt 1656 X 57 H, b. für die Mission 2060 JL 45 H, c. für die kirchlichen Zwecke in Diasporagemeinden 2442 JL 46 H, d. für die Gustav-Adolph- Stiftung 2458 Jl. 95 e. Pfingst-Collecte für Theologie Studtrende 2383 JL 92 H, f. die für Rötbg.s 2322 JL 13 H, zusammen 13,324 48 An freiwilligen Beitragen zur Prälat Dr. Köhler-Schmitt-Stiftung gingen ein 712 r»-U ) V, 2 SBJ. wer» b r.mntingi nicht bk I (D- 1 r r-besfäüe »ahm» * eitr -erstorbrnen 6t ksiichwmdillcht, einmal tnn stark- *£ wl : -lüntung wb ^8» ttatttag i-IgS SraU W0PBl11 1 _ . $ tm einen G(nmc -nwanW »irb, ,n Ltiren trug ! S Je. Die M -- Itfä- 3ni*“£ = .«« -i-« <•*! Vern"» ! WLti «apb°» btknchte ^6*‘" fahren C’Jie|| tiJiiD jed- j -?♦ ^Df* II ,iU ,, fljiitlne Sl- »ttva--'' Aösen ■« * ’’tfiiiw* »•- “ft.«« selbst rutschten nun durch den Sack. Schließlich ließ der Letztere den Suck, welcher lothrecht hing, zusammendrelun und sprang mit den Worten: „Ich will Tuch einmal zeigen, wie der Teufel in die Hölle lährt" von dem Steigthurm in den bis auf 14 Fuß zugedrehten Schlauch. Die Sti efelsbsätze und die Wucht des Körpers zerrissen diesen. Der Springer stürzte auf den unten stehenden Welnmann v. Napiorkowkl. welcher ibn auffangen wollte und der Lnprall schleudert e denselben zu Bod n. Die Verletzungen dieses Wehrmanns sind derartig. daß der Gericktsarzt sie für bedrohlich hinsichtlich fernerer BcrufSthatigkeit erklärt, besonders gilt dies von den Knieverletzunqen. Der Brandmeister brach einige Rippen. Die Untersuchung ist cm- geleitct. In der Stadtveioidneten-Dersammlung soll eine Anfrage wegen des Vorgangs ge. stellt werden. Gingesandt. — Anknüpfend an das „Eingesandt" im gestrigen Blatte können wir constattren, daß «ine Rotte von Buben gestern Nachmittag einen wehrlosen Knaben, welcher vor einem Schaufenster stand, in einer frequenten Straße, überfallen hat. Einer aus dieser Rotte hatte ihm Mit einem gezwcck-en Stocke mehrere Hiebe über den Kopf und die rechte Hand be,gebracht. Wir sahen den bluttriefenven, von den Kopfhiebcn betäubten Knaben, als die Ucbelthater bereits entflohen waren. Handel und Verkehr. Limburg, 31. März. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 19.75, Weißer Weizen X 19.30, Korn X 14.90, Gerste X 11.55, Hafer, X 7.50, Erbsen «X —• (Durchschnittspreis pro Malter.) Kartoffeln (50 Kilo) X 0.00. Frankfurt, 31. März. ConcursM2ffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmaffe etwas schuldig sind, toiro aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder HU leisten, auch die Verpflichtung auf- erlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie -aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Con- rursverwalter bis zum 24. April 1880 Anzeige zu machen. Gießen, den 31. März 1880. Das Großh. Amtsgericht Gießen. Gebhardt. Zur Beglaubigung: N e i d h a r d t, ___________Gerichtsschreiber.__________ Aufforderung. Fordclungen an den N -chlatz des Kaspar Debus von Reisküchen sind, soweit richt angemeldet, binnen 14 Tagen bei Meldung der Nicht- berücksichltgung bei uns anzumeldcn. G'eßen am 22. März 1880. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 2236) Lud w^g. Gkkanntmachung. 2209) Die HolzveistetAeruugcn in den Districten: Hainstiuth, Katzen^eheg, «ahleberg, Ruuiwe^e, 3'berfl, Zetsel- bad), Märzackei, Mühlb.rg, RSdeiloch, Etchwald und Ammenhäuser Hecken ■ftnb aenebmlflt. keflelbach, den 30. März 1880. Frecherrliche Obersöisterei Rabenau. ___________Franz.__ Prachtvolle Seemuschrln der Südsee u. d. indischen Oceans zum Auslegen in Salons rc. Korallen und sonstiges Interessante billigst. — Verlangt Circular. J. EttgtlS, Frankfurt a. M. Ulmenftratfe 9do. 35 Allgemeiner Anzeiger. Holzverfteigerung. 2224) Im Gräfl. Solms-Laubach- scheu Revier Fcldheim kommen Montag den S. April zur Versteigerung: 54 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 172 w -Prügelholz, 32 „ Eichen- „ 28 „ Aspen- und Kirschen- Prügelholz, 47 n Stockholz, 815 „ Reiserholz, ferner: 104 E'chenstämme von 15—66 cm Duichmiffer, 5—10 m Länge, mit 48.90 fm, 16 Kirschbäume von 22—34 cm Durchmesser, 5—9 m Länge, mit 531 fm, 242 Fichtenstangen von 4—16 cm Durchmesser, 5—9 m Länge, mit 2,77 fm. 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Einladung zum Abonnement. Drei Ausgaben. ^7 1 Mark-Ausgabe (Preis vierteljährlich 1 Jt.y Jährlich 24 Arbeitsnummern und 12 gedruckte Schnittmusterbeilagen Wochen-Ausgabe (Preis vierteljährlich 2 ^ 50 Jährlich 24 Arbeitsnummern, 24 Unterhaltungsnummern, 24 colorirte Modenkupfer, 12 gedruckte Schmttmusterbedagen und 12 fertig zugeschnittene Papiermuster. p ’ geurucKte Pracht-Ausgäbe (Preis vierteljährlich 6 A). Sämmtliche Bestandlheile der Wochen-Ausgabe und ausserdem noch 24 colorirte Modenkunfer Ganzen 48) noch 12 gedruckte Schnittmusterbeilagen (im Ganzen 24), noch 12 fertig zugeschnittene Papiermuster (im Ganzen24ferne? 4 colorirte Handarbeitskupfer und 24 colorirte Modenbilder in Aquarellmaler. 1 ,erner Zweite Preis-Concurrenz für weibliche Handarbeiten des „Berliner Modenblatt“ mit Geldprämien im Gesammtbetraoe von 3000 Mark. 9 Robert Haas, 39 Seltersweg C. 3 9. 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Schlafftellen sind auf den Gruben vorhanden Anmeldungen erfolgen bei Herrn Ober- fteiger Momm in Hatger, Herrn- uni» Dsmenstrohhüte werden gewaschen, gefärbt und fa?onnirt. Muster vorräthig. 2240) ML. L. Gail, Schulstraße. Freiw. Gail fche Feuerwehr. Außerordentliche Generalversammlung Samstag den 3. April, Abends 8 Uhr, in der Restauration Schnell. Tagesordnung: Gründung einer einheitlichen Feuerwehr. __Ber Vorstand, Landwirthsch. Focalverein Gießen Sitzung am Mittwoch den 7. April 1880, Nachmittags 5 Uhr im Cafe Schnell, Brandgafse. (220f> Local-Beränderung Die Färberei und Chemische Wasch-Anstalt von I. C. Böhler Frankfurt a. M. befindet fich von heute an Schulstrafte Np 2Nd neben der Ferber'schen Buchhandlung. Bei bevorftedender Sommersaison empfehle den geehrten Damen meine Chemische sreinigunas Anstalt, worin alle Arten Kletder unzertrennt mit allen möglichen Verzierungen gereinigt werden, sowie auch Herrengardeioben unter Garantie prompter und billiger Bedienung. 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Für Schneiders Zwei tüchtige Arbeiter sucht *254) Becker, Asterwcg 2139) Freie Wohnung und sonstige Vergütung erhält ein cand. theol. oder welcher einem Jungen täglich einige Stunden Unterricht ertheilen kann. Mheres i» der Exped. d. Bl. schwarzer glatthaariger Vorstehhund mit kleinem weißen Bruststern und zwei kahlen Flecken in der rechten Seite ist in der vergangenen Woche entlaufen. Dem Wiederbringer eine Belohnung» Vor Ankauf wird gewarnt. Näheres durch die Expedition d. Bl.__< 2189 Gesucht einen Jungen in die Lebre. 2017) Schmitt, Glaser. Müller-Bille« § (zum Schärfen der Steine) werden unter Garartie geschärft bei Schmiedmeister Becker, Wallthor.