'en. ?eli b6 9 Uhr. (7121 net, 712» devertretuna "stag den einzuladkii. ton, Pfarrer. ss^1; ® ri '2?^ 2> t S**1' O»W'e" „i«”1 5^" a (6891 n §ours. ne *(f uv - . - 4 21-24 Mttll let M-d-, f«* *5JÄ djtiflfj® chuer. istraßeD^O^, ÄS auf®' . ■ he 11-1’ • i ;1 i« t i *g 58-63 ringen ?rflorbencn Conrad ien länflftciis M Unterzeichneten^ N-U, SDlüblflafit. JdjütOT^ hragout, hbrate». M ilmänöcrungen 5t r» 2SS. Zweites Blatt. Sonntag den 31. Oktober 1880 ießener Änmger AnBSk- M AsiKdM für ki Kreis Gießei. MedaetionSbrereau r «tt»editto«Adureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 PL, Zmlticher HßeiL. Bekanntmachung. Nachstehendes Verzeichniß bringen wir zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 27. October 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Verzeichnis VI. (Aufgestellt mit Bezug auf die Bestimmung unter X, 1 des Ministerin!-Ausschreibens vom 1. November 1878 z. Nr. M. d. I. 14,127 nach Maßgabe der Publikationen in den Nummern 1—200 des Reichsanzeigers für 1880.) Auf Grund des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratte vom 21. October 1878 sind ferner verboten worden • 1) Vereine. Datum der Bekanntmachung des Verbots. Bezeichnung des Vereins. 1880. 26. Jan. 211. Der Verein „Liederzweig" in Bockenheim. 4. März. 212. Der Gesangverein „Fröhlichkeit" zu Frankfurt a. M- 16. April. 213. Die socialistische Verbindung zur Beförderung der Wahl des Wethes Georg Wilhelm Hartmann zu Hamburg für den 2. Hamburger Reichstags-Wahlkreis. 16. Mai. 215. Der Gesangverein „Union" zu Ramitsch in Posen. 26. Juni. 216. Der zu Arnstadt im Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen bestandene Verein „Teutonia". 2) Druckschriften. a. Periodische. Bezeichnung der Druckschrift. 7- Jan. 191. Rßwnosc (tigaliU) Czasopismo aocyal- istyczne in Genf und Bulletin de la revue socialiste polonaise Röwnosc (tigalit6) (vgl. Nr. 152). 10. Jan. 192. Die Nummer 1 des Jahrgangs 1880 der von Wilhelm Hasenclever zu Leipzig redigirten und verlegten, in der dasigen Genossenschaftsbuchdruckerei gedruckten periodischen Zeitschrift „Das Lämplein". 9. April. 193. Die vom 20. Januar, 20. Februar und 20. März d. I. datirten Nummern 1, 2 und 3 der in der Jmprimerie H. Albert zu Lyon, Quai de la Gmllotiere 6, gedruckten und von M. L^cluse zu St. Cloud bei Paris, Nue Royal 28, redigirten periodischen Druckschrist „La revue socialiste“- 1. Mai. 194. Die vom 20. April d. I. datirte Nr. 4 der vorgenannten periodischen Druckschrift. 16. Juni. 195. Die Nummer 1 aus dem Jahre 1875 und die Nummern 1, 2, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 aus dem Jahre 1876 der unter dem Titel „FEconomie sociale“ in Brüssel erschienenen periodischen Druckschrift- 16. Juni. 196. Die Nummer 2 aus dem Jahrgang 1877 der in Mcaux unter dem Titel „l’rägaliU“ erschienenen periodischen Druckschrift- 23. Juni. 197. Die vom 5. bezw. 20. Mai 1880 datirten Nummern 5 und 6 der in der Jmprimerie H. Albert zu Lyon, Quai de la Guillo- tiöre 6, gedruckten und von M. L^cluse zu St. Cloud bei Paris, Rue Royale 28, redigirten periodischen Druckschrift „La revue socialiste“. 31. Juli. 198. Die zu Hambnrg von Carl Schmidt verlegte und redigirte II. Probenummer des „Hamburg-Altonaer Freies Volksblatt" und das fernere Erscheinen dieser periodischen Druckschrift. 3. Aug. 199. Die zu Hamburg von Wilhelm Wißmann verlegte und von Carl Emmerich redigirte „Neue Deutsche Zeitung" Nr. 1 vom 3. August 1880 und das fernere Erscheinen dieser periodischen Druckschrift, b. Nichtperiodische. 6. Jan. 301. Die Druckschrift „Straffere Zügel und höhere Steuern", verfaßt und heraus- gegeben von dem Redacteur Heinrich Oldenburg in Hamburg. 17. Jan. 302. Die fünfte vermehrte Auflage vom Jahre 1878 der im Verlage der Volksbuchhandlung zu Zürich erschienenen nicht periodischen Druckschrift „Socialdemokratische Lieder und Deklamationen." 23. Jan. 303. Die in der Druckerei von Eugen Lilien feld zu Breslau, Ohlauerstraße Nr. 58, gedruckte, unter dem Titel „Petersburg bei Tag und Nacht oder Russische Zu- ! Datum der Bekanntmachung des Verbots. Beieichnung der Druckschrift. 1880. stände, von F. Sommer" erschienene, im Selbstverlag des Verfassers befindliche Druckschrift. 28. Jan. 304. Die von E. Huth entworfene und von A. Renaud zu Berlin gedruckte Lithographie, enthaltend eine mit einem Kranz umgebene weibliche Büste mit phrygischer Mütze, unter welcher sich zu beiden Seiten die Medaillonporträls von Marx und Lassalle, sowie — zwischen den letzteren — ein Bild befindet, welches ein Schiff auf dem' Vicern und die am Horizont aufgehende^Sonne mit dem darüber befindlichen Worte „Gerechtigkeit" darstellt. 6. Feb. 305. Das ohne Angabe des Herausgebers oder Druckers in London erschienene Flugblatt, enthaltend einen mit den Worten „Die Zeiten sind schlecht" beginnenden Artikel, welchem sich eine Bemerkung über die Bezugsquelle der in London erscheinenden Zeitung „Freiheit" anschließt. 8. Fcbr. 306. Eine In der lithographischen Anstalt von Rossi in Düsseldorf erschienene, von C. Klein entworfene Lithographie mit der Unterschrift „Ferdinand Lassalle, der Kämpfer gegen die Kapitalmacht". n 307. Eine in der lithographischen Anstalt von Weber und Wiese in Düsseldorf erschienene, von Joh. Weber entworfene Lithographie mit der Unterschrift „Gedenkblatt an die Vereinigung der deutschen Socialdemokratie auf dem Congreß zu Gotha vom 22. bis 27. Mai 1875". 17. Febr. 308. Die von W- Jacobs zu Wien, I Schottenring 6, gedruckte und im Verlage von Bloch und Hasbach ebendaselbst, Kärthner- straße 38, in diesem Jahre erschienene nicht periodische Druckschrift „Der Einfluß der Volksvermehrung auf den Fortschritt der Gesellschaft, von Karl Kautsky". 18. Febr. 309. Die von Friedrich Wilhelm Könnecke verfaßte, im Verlage der G. Müller'schen Druckerei in Hamburg erschienene Druckschrift „Auferstehungsruf zum 18. März 1880". 19. Febr. 310. Die im Druck und Verlag der Schlesischen Volksbuchhandlung (B. Zimmer u. Co.) zu Breslau erschienene nicht periodische Druckschrift „Etwas mehr Licht über die Ursachen des Nothstandes in Oberschlesien, von Julius Kräker in Breslau". 24. Febr. 311. Die Druckschrift „Herr von Treitschke der Socialistentödter und die Endziele des Liberalismus". Eine socialistische Replik. Leipzig, Druck und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei 1875. 26. Febr. 312. Die im Druck von H. Zimmer zu Breslau erschienene nicht periodische Druckschrift „Statut des socialdemokratischen Wahlvereins zu Ostrowo". 1. März. 313. Der zu Altona in Beschlag genommene, in Visitenkartenformat gedruckte „Neujahrsgruß 1880", dessen Druckort nicht angegeben ist. 5. März. 314. Die Druckschrift „Neue Briefe des Junius, dem Guten zum Schutz — dem Schlechten zum Trutz", gesammelt und herausgegeben von Ernst Dadt jun., Offenbach 1880, Druck von Carl Ulrich. 11. März. 315. Die Druckschrift „Noch einmal Herr Findel und die Socialdemokratie". Von August Bebel. Leipzig 1880. Im Selbstverlag des Verfassers. 12. März. 316. Die in der Vereinsbuchdruckerei in Hottingen-Zürich gedruckte und im Verlag von A. Herter in Zürich, Industrie- Halle, Niesbach 1879 erschienene nicht Datum der Bekanntmachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrift. 1880. periodische Druckschrift „Rechenschaftsbericht der socialdemokratischen Mitglieder des Deutschen Reichstags". „ 317. Die in der Schweizerischen Vereinsbuchdruckerei in Hottingen-Zürich erschienene nicht periodische Druckschrift „Stiebers Verdruß, Geheimschrift zur Sicherung des Briefverkehrs in und mit Deutschland". 17. März. 318. Das ohne Angabe des Druckers und Verlegers erschienene Flugblatt, enthaltend einen Artikel mit der Ueberschrift „Socialistische. Arbeiterpartei Deutschlands. Freunde und Parteigenossen!" und der Unterschrift „Deutschland. Ende Februar 1880". „ 319. Ein Aufruf betreffend die in Zürich erscheinende Zeitung „Der Socialdemokrat" mit der Aufschrift „Freunde und Parteigenossen !" 30. März. 320. Die Druckschrift „Der Feldzug des Herrn Findel gegen die Socialdemokratie, enthaltend die Verbotsverfügung der binnen 8 Tagen vergriffenen Brochüre: Noch einmal Herr Findel und die Socialdemokratie, mit einem Anhang über die neueren Vorgänge nebst einer Erklärung des Reichstagsabgeordneten Auer u. s. w. Von W. Hasenclever. Im Selbstverlag des Verfassers". 31. März. 321. Das in der Genossenschaftsbuchdruckerei -u Leipzig gedruckte und dortselbst im Verlag von Wilhelm Hasenclever erschienene Wahlflugblatt mit der Ueberschrift „Wähler des II. Berliner Wahlkreises V* 12. April. 322. Die Druckschrift „Flüchtige Blätter eines Heimatblosen". Von H. I. G. Kommissionsverlag der Volksbuchhandlung Hottingen-Zürich 1879. 28. April. 323. Das von G. Utenberg in Mainz gedruckte Flugblatt „Ungeziefer-Tod! Gebrauchsanweisung zur gänzlichen Vertilgung von Flöhen, Wanzen, Motten und anderem Ungeziefer". „ 324. Die im Druck und Verlag von A. Vogel u. Co. in Braunschweig erschienene, die Ueberschrift „Wilhelm Bracke, geboren am 29. Mai 1842 — gestorben am 27. April 1880" führende Druckschrift. 9. Mai. 325. Die zu Halberstadt mit Beschlag belegte Druckschrift „Rechenschaftsbericht der socialdemokratischen Mitglieder des Deutschen Reichstags". Zürich Verlag von A. Herter, Jnduftriehalle, Riesbach 1879. „ 326. Die zu Ansbach, im Königreich Bayern, mit Beschlag belegte Druckschrift „Der Sieg der Socialdemokraten oder die Idee Deutschland als Republik, von einem Parteifreunde", angeblich herausgegeben zu Magdeburg im März 1880 — Verlag von Hermann Leuschner, Magdeburg; Druck von David Louis Wolff in Magdeburg — eine pseudonyme, zum Zweck der Verwechselung mit einem, mit Genehmigung der Königlich Preußischen Polizcidirection zu Magdeburg unter vorbezeichnetem Titel erschienenen Flugblatt in Zürich gedruckte Schrift, welche dem Original in der äußeren Ausstattung bis auf die Farbe, welche hellroth statt blaßroth gehalten ist, gleicht. 21. Mai. 327. Das ohne Angabe des Herausgebers oder Druckers in London erschienene Flugblatt, enthaltend einen mit den Worten „Die Würfel sind gefallen" beginnenden Ar- Datum der Bekanntmachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrift. 1880. 26. Mai. 24. Mai. tikel mit der Ueberschrift „An das deutsche Proletariat". 328. Das von der socialdemokratischen Genossenschaftsbuchdruckerei „Freiheit" zu London, Court Road, Percy Street 22, gedruckte Flugblatt in klein Octao, 8 Seiten umfassend, enthaltend einen Artikel mit der Ueberschrift „Die revolutionäre Socialdemokratie", welchem sich einige Bemerkungen über den Ursprung dieses Artikels sowie über die Bezugsquelle der in London erscheinenden Zeitung „Freiheit" und der Flugblätter anschließen. . . 329. Die in Form eines Flugblattes im Mar d. I. in London erschienene Druckschrift „Offener Brief an die Wähler des V. Berliner Reichstagswahlkreffes" von Johann Most. 330. Die von einem angeblichen Volkswahl- Comitö in Arnstadt d. d. 10. Mai 1880 erlassene, von August Kruhl in Leipzig verlegte und in der Genossenschaftsdruckerei in Leipzig gedruckte Schrift „An dieWähler des Wahlkreises Schwarzburg- Sondershausen", in welcher dieselben unter Kundgebung socialdemokratischer, auf den Umsturz der bestehenden Staatsund Gesellschafts-Ordnung gerichteter Bestrebungen und in einer die Eintracht unter denVölkerungSclassen gefährdenden Weise zur Wahl des als Socialdemokrat bekannten Louis Viereck in Leipzig aufgefordert werden. 2. Juni. 331. „The political comedy of Europe“ von Daniel Johnson, in englischer Sprache Datum der Bekanntmachung des V-rbots. Bezeichnung der Druckschrift. 1880. erschienen bei Sampson Low, Marston, Searle und Nivingtvn, London 1880. 7. Juni. 332. Die unter dem Titel „La coinidie poli- tique en Europe“ bei C. Pion & Comp. Paris, Rue Garantiere Nr. 10, erschienene Uebersetzung in französischer Sprache des vorgenannten Werkes, von A. Mazon 1880. 7. Juni. 333. Die von Julius Kräcker zu Breslau verfaßte, im Druck und Verlag der Schlesischen Volksbuchhandlung H. Zimmer u. Co, Breslau, erschienene Druckschrift „Der Kampf gegen den Socialismus. Ein nicht gehaltener Vortrag". 12. Juni. 334. Das in der socialdemokratischen Genossenschaftsbuchdruckerei „Freiheit", 22 Perco Street London, gedruckte Flugblatt mit der Ueberschrift „Die revolutionäre Social« demokratie", enthaltend 8 enggedruckte Seiten in kleinem Quartformat. 15. Juni. 335. Das angeblich bei Vanderbilt in Amsterdam gedruckte und von Philipp Achtermann in Osnabrück verlegte Flugblatt mit der Ueberschrift „An unsere Partei- genossen!" 16. Juni. 336. Die im Verlag der Schweizerischen Volksbuchhandlung zu Hottingen-Zürich 1879 erschienene und in der Schweizeiischen Vereinsbuchdruckerei ebei daselbst ge- druckte, nickt periodische Druckschrift „Die sociale Baukunst oder Gründe und Mittel für den Umsturz und Wiederaufbau der gesellschaftlichen Verhältnisse, besonders wie solcke sich in neuester Zeit in England , deiir großen Musterftaat der modernen Civilisation, ausgebildet haben" von I. Aloys Petzler. - 9 tXZtä IIIIIIIIIIH Mmw Datum der Bekanntmachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrift. 1880. 30. Juni. 337. Die im Verlag von Ferdinand Körber, Zürich-Obe» straß, erschienene Druckschrift „Iah. buch der Socialwissenschast und Socialprlitik", herausgegeben von Dr. Ludwig Richter, erster Jahrgang, zweite Hälfte. 10. Juli. 338. Das ohne Angabe des Herausgebers oder Druckers in London erschienene Flugblatt mit der Ueberschrift „Das Recht auf Revolution". 24. Juli. 339. Die ohne Angabe des Herausgebers oder Verlegers erschienene, angeblich bei S- Aliß in Berlin gedruckte Flugschrift mit der Ueberschrift „An das deutsche Volk". 3. Aua. 340. Das Flugblatt „An meine Wähler". Von A. Bebel. Leipzig den 18. Juli 1880. Druck von H. Zumbusch u. Co. in Dresden. 12. Ang. 341. Die Druckschrift „Socialdemokratisches Flugblatt, Appell an die Vernunft und das Gewissen des Volks". Brüssel. Druck von Henri Roele. 16. Aug. 342. Das ohne Angabe des Herausgebers oder Druckers in London erschienene Flugblatt, enthaltend zwei Artikel mit den Ueberschriften „An unsere Brüder in der Caserne" und „Wie man Kriige an- zettclt", welchem eine Bemerkung über die Bezugsquelle und den Preis der in London erscheinenden Zeitung „Freiheit" angefügt ist. 20. Aug 343. Das ohne Angabe des Druckortes verbreitete, in deutschen Lettern gedruckte Flugblatt mit der Ueberschrift „Kein Schmarotzer mehr!! Aechtes indopersisches Jnsectenpulver". Zum Beginn der parlamentarischen Saison. Die Eröffnung des preußischen Landtags ist sonst in der Regel der Wendepunkt, mit welchem die politisch stille Jahreszeit nicht allein für Nvrddeutschland, sondern auch für einen großen Thetl des übrigen Deutsch- lands abschließt, denn die Verhandlungen der Landes» resp. Volksvertretung des größten der deutschen Bundesstaaten sind stets für ganz Deutschland von indirecter Bedeutung. Sie sind häufig Vorspiele deffen, was nachher im deutschen Reichstage geschieht, weswegen sich der Blick der Bevölkerung auch der übrigen Bundesstaaten immer in diesem Momente mit Spannung nach Berlin wendet. Im gegenwärtigen Jahre ist die Situation jedoch eine g^nz ungewöhnliche. Eine politische Saison morte hat dieö Jahr nicht kennen gelernt, es haben vielmehr auch die Sommermonate sowohl auf dem Gebiete der auswärtigen, wie auf dem der inneren Politik eine reiche Fülle von Stoff zur Beschäftigung der öffentlichen Meinung geboten. Was spectell die aus- wärttge Politik anlangt, so fällt in diese Zett das Gerücht von der beabsichtigten russisch-französischen Allianz, die chauvinistische Rede Gambetta's gegen Deutschland, die anscheinende Trübung der Beziehungen zwischen England und dem deutschen Reiche, die Flottendemonstratton. das Gerücht von der eventuellen Wiederherstellung des Drei-Katser-Bündniffes, die gemeinsame diplomatische Action des deutschen und des französischen Botschafters in Konstan- ttnopel u. s. f., — jedenfalls eine so lange Reihe verschiedenartiger, für die Lage Europas wichtiger Momente, wie sich sonst selten in den Rahmen weniger Monate zusammendrängt. f r Können wir nun mit Befriedigung sagen, daß trotz Alledem die äußeren politischen Beziehungen derartige geblieben sind, daß an eine unmittelbare Gefährdung des europäischen Friedens nirgend zu denken ist, so können wir doch nicht mit gleicher Ruhe auf die ungelöst vor uns liegenden Fragen der inneren Politik Deutschlands blicken. In die sonst „tobte Zeit" fiel die Ueb-rnahme des preußischen Handelsministeriums durch den Fürsten Bismarck. Selten h-t ein Faktum so erregend gewirkt, wie es dies gethan. Es war der deutlichste Beweis, daß der große Staatsmann es endlich aufgegeben, für den Posten des Handelsmtnisters eine Persönlichkeit zu gewinnen, die ganz seinen Anforderungen entsprach und ganz seinen Intentionen zu folgen bereit gewesen wäre. Er nahm die Sache endlich selbst in die Hand, um seine Absichten vollständig zu verwirklichen. Gewiß ist dem Fürsten Bismarck der Entfchluß, auf diese Weise die von ihm in seinen Parlamentsreden oft genug beklagte, auf ihm ruhende, übermäßige Arbeitslast noch zu vermehren, nicht leicht geworden, und es hat eigentlich etwas Betrübendes, daß er sich endlich zu einem solchen Entschlnffe gedrängt sah. Jndeffen wenn keiner der doch keineswegs unbedeutenden Fachmänner im Stande gewesen, dem Fürsten zu genügen, dann muß man nothwendiger Werse auch daran denken, daß die Schuld hieran nicht allein in jenen Fachmännern, sondern vielleicht ebensosehr tu den Projekten des Kanzlers zu suchen ist. So reflectirte die öffentliche Meinung und deswegen hat die Ernennung deS Fürsten Bismarck in wetten Kreisen eine unverkennbare Erregung erzeugt. Welche die nächsten wirthschaftlichen Projekte deffelben, darüber liegen bisher nur mehr oder minder unbestimmte Andeutungen vor; selbst was die brt der Eröffnung des preußischen Landtags gehaltene Thronrede ihrem Zwecke entsprechend in dieser Beziehung mttthetlen konnte, genügt nicht, um die Oeffent- ltchkett zu beruhigen. Es handelt sich dabet ketneswegs allein um Preußen, denn die volkswtrthschaftlichen Pläne des Reichskanzlers beziehen sich wett mehr auf das gesammte deutsche Reich, als auf den einen Bunvesstaat. Mag <* “iw f‘ , iun)en *p,utt Odfld)'1 *8 .11 , serd<" i. Dclobtt.) Laer unD ß<6; ton Hakistein. Hoch, Büller, Scheel, rrrhcn einge^ngene Ue 1 Ordnung be- iiuU 21S Schüler, gc ist em Stbttibrn KnezSmmistmmS ichenlch-lt und den tatbtiltl werden. - >vt. Selajsung eine* i Seiuch der Herren . auf der M-usdurg knaidungen wird «e- 3Carj wegen Rüan- nielt-ltrzren Siudt- ltT Stadl genehmigt. qangeS am .. Das HeM .*«»!* ”2‘£ ?•_•#£ Tsw*S tn wlldea^ lijft sind verpst^'' Lrr; »ch(Srlmuuno AeilgeSoleues. 7054) Zwei gut erhaltene große Oefen, welche geeignet sind, einen Saal zu heizen, werden billig abgegeben. _________________________(Safe Klein. Mädchenhüte -empfehle von SO Pfg. an. (6919 A. Fangmann. 6413) Eine größere SLetnsammlung mit schönen Versteinerungen billig zu oer: kaufen. Wo? sagt die Exped. d. 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