1880 Freitag den !. October Mr. 229 Hichener Mnzeiger > Uhr, Erscheint täglich mit Ausnahme des MorUagS. ovtil. Reichstruppen hierher einsenden. Dr. Boekmann. Landes-Baugewerkschule Darmstadt lilg, agt, euz. Busch. Fink. eibitntr, benea» singen sollen. Hesterreich. fßciM* Nebensaal geschlossen. r 8n in der wd in der ) zu haben. Greins sind arktplatz) in sislocalitäten Christian (5970 Sohn. Äus Hessen Darmstadt, 28. Septbr. Wenn an Pädagogen mit akademischer und seminaristischer Bildung trotz der fortwährenden Vermehrung der höheren und niederen Lehranstalten in Hesien kein Mangel mehr ist, so gilt bezüglich der Theologen keineswegs das Gleiche. Im vergangenen Winter haben in Hesien nur zwei Candtdaten das Definitorial-Examen bestanden, desgleichen haben zwei ihrer Pflicht als Etnjährtg.Freiwilltge genügt. Man hat die Zahl der Stipendien für Studtrende der evangelischen Theologie vermehrt; die Pfarrgehälter wurden bekanntlich classtficirt und ganz erheblich aufgebesierr; trotzdem scheint das Studium der Theologie die alte Atracttonskraft nicht mehr zu besitzen, während alle anderen Fächer geradezu überfüllt sind. (Fr. Z.) Berlin, 28. Septbr. Sämmtltche Minister begleiten den Kaiser Wil- Helm zum Dombaufest am 15. October nach Köln. Ueber Fürst Bismarck's dortiges Gescheinen ist deffen Bestimmung Vorbehalten. — Der Abg. Schulze-Delitzsch ist seit einigen Tagen leidend. Er beab- sichtigt nach Wiederherstellung seiner Gesundheit ein von den Christlich-Socialen verbreitetes Gerücht zu widerlegen, nach welchem die Genossenschaften in der Krachzeit erhebliche Summen verloren hätten. Schulze-Delitzsch wird ziffer- mäßig nachweisen, daß diese Behauptungen aus der Luft gegriffen sind. Berlin, 29. Sevtbr. Die französische Regierung erneuerte, dem Tagebl." zufolge, in dem gestrigen Mtnisterrathe den Beschluß, vor Dulcigno in absoluter Reserve zu verharren. Contre-Admtral Lafont erhielt Ordre, weder an einem Bombardement noch an einer Landung theilzunehmen. Art. 9 gänzlich werde. 2) Für die obere Abtheilung, die II. Klaffe, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntnlß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit = 30 und ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und längstens bis zum 31. October l. I. schriftlich bet der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Bureau derselben — Neckarstraße 3 im III. Dtock bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unterrichts-Localitäten erfolgen kann. Darmstadt, am 28. August 1880. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Die Landes-Baugewerkschule zu Darmstadt beginnt einen neuen Jahres-Cursus am 15. November l. I, welcher 4 Monate, also bis zum 15. Marz 1881 andauert t Dieselbe soll, zwischen Handwerkei schule und technischer Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Par- lterern, Bauaufsehern rc. dienen. » « u Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit von folgenden Herren erthe.lt: Architekt Professor Hermann Müller, Architekt Kuhlmann, Ingenieur Reuter, Techniker L. W. Möser, Chemiker Kraus, Handelstehrer Peters und Bildhauer Fölix. Die Schule umfaßt vorerst 2 Klaffen mit solgenden Unternchts- Gegenständen: Freihand- und geometrisches Zeichnen, Darstellende Geometrie (einschließlich Schattenconstructtonen und Perspective), Bauconstructtonslehre (etnschl. Stabilttäts- und Festigkeits-Berechnungen), Elemente der Maschinen- Constructionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunst (einschl. Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche Buchführung, Theile der Bauführung, insb. Materialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Grundzüge der Gewerbe-Chemie, Modelliren in Thon, Holz rc. Die Unterrichtslocale befinden sich Neckarstraße Nr- 3, unfern von den Bureaulocalitäten der Bibliothek und der, stechnischen Mustersammlung des Großh. Gewerbveretns, so daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können. Bedingungen zur Aufnahme ssnd: 1) Für die untere Abtheilung, die I. Klaffe: In der Regel werden nur solche Schüler ausgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe Nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Anstalt zu- Großherzogliche Districts-Einnehmerei Grünberg. Glock. zu lassen. Grünberg, den 30. September 1880. unben und Uhr * * 12-16 11-lo 2-37 67-72 65 60-65 21-^ 'ann-Iisjt. d iDagner, Brüll. 6m Piano- Betreffend: Die Quartterleistung für die bewaffnete Macht. Gießen, am 28. September 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grossherzoglichen Bürgermeistereien. Sie wollen umgehend und längstens binnen 3 Tagen die Liquidationen über gelieferte Fourage, gestellten Vorspann und Quartiere an deutsche der französischen Verfassung von 1875 verhindert den Präsidenten, ohne Zustimmung der Kammern Kriegsmaßregeln zu ergreifen. bem Wiener Tagebl." erhielt der deutsche Consul in Skutari Befehl, die Stadt nicht zu verlassen. Köln, 28. Septbr. In Köln liegen sich jetzt die Ultramontanen betreffs der Betheiligung an dem Dombaufeste selber inden Haarm. Die klerikale Presse hat über diejenigen ultramontanen Mitglieder des Dombau-Comit6s, welche die Einladung zur kirchlichen Feier angenommen haben, den Stab gebrochen. Ems dieser in Acht erklärten klerikalen Vorstandsmitglieder fragt nun. ob sich denn die Katholiken von all und jeder fernhalten sollten, nachdem das Domcapitel selbst seine Zusage zum Abhalten etae« Te Deums gegebenen habe. Inzwischen nimmt die klerikale Presse lebe Gelegenheit wahr, um die Katholiken aufzufordern, von dem Feste fern zu bleiben. Jetzt wird als abschreckendes Beispiel mitgetheilt, daß die^lMspectoren^in Köln 2000 Schulkinder zusammengcbracht haben meistens Katholiken, welche außer anderen Liedern auch das evangelische Lied „Nun danket Alle Gott I 28 Septbr Im Abgeorvnetenhause beantwortete Tisza die Interpellation Mtklos' wegen der antisemitischen Bewegung, indem er erklärte: die Negierung identificire sich durchaus nicht Mit ter von dem Abg. Jstoczy " * 16 16 20 16 16 9 4 Irudj, mS:5oadiiin, niiii. in. Die Ende September 1880 fälligen Domanialgelder für Holz, H-ugras und Waldn-b-nnutzungen au8 den Großher,«glichen Ob-rforst-reien Grunberg und Nleder-Obm-n sind bis .um 25. k. M. an dem Zahltage Samstag bei Meldung der Ex-cutton anher zu bezahlen. Wir ersuchen die betreffenden Großherzoglichen Bürgermeistereien, im Jntereffe ihrer Ortsangehörtgen dies rechtzeittg öffentlich bekannt machen ies BaJ Bekanntmachung. mrnGfcmnfilirfirn Ministeriums des Innern und der Justiz tritt das unterm 2. August 1880 erlassene Local-Reglement wegen der üb°rH°s.G'°ß und Rodh.im nach Lan'gd' innerhalb des Kr.ts.s Gießen mit schwerem Fuhrwerk, statt mit dem 1. October l. I. erst mit dem 1 Januar 1881 in Kraft. o 9 Gießen, am 21. September 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. p vr. Boekmann. ____________________________________________ b allen son- (2506 che Äteiv- on bei Zeche Str. bis Abe Ailskize- urt Amtsblatt für hu Kms Gieftu. ------------------------ ■ ................... ..... ~ ■ » rei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. »nfthtit-eAttt | EcbulstraKe B. IS. Erscheint täglich mit Ausnahme des MotttagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. r I w --- ' i naugurirten Bewegung. Bisher seien der Regierung keine Statuten eines antisemitischen Verein- zur Genehmigung vorgelegt worden. Falls nach der Fassung der Statuten der Zweck eines Vereines darin bestünde, zwischen den verschiedenen Klaffen, Nationalitäten und Confessionen Zwistigkeiten heroorzu- rufen oder mit den Landesgesetzen oder der Verfaffnng in Widerspruch stünde, würde die Regierung die Genehmigung versagen. Solange eine Bewegung auf dem theoretischen Gebiete bleibe, reiche die Preffe selbst als Gegenwaffe aus event. das Preßgesetz. Sobald aber die gesetzlichen Schranken verletzt werden sollten, werde die Regierung von ihrem gesetzlichen Rechte, solche Agt- tationen zu verhindern, Gebrauch machen. — Die Antwort des Ministers wurde zur Kenntntß genommen. England. London, 27. Septbr. Ueber die Ermordung des Lord Mountmorris wird gemeldet: „Während der Lord in eigenem Wagen seiner Besitzung Clanbur (Grafschaft Galway) zufuhr, wurde er von sechs Kugeln, deren Mehrzahl den Kopf traf, hingestreckt. Der Verstorbene stand schon seit längerer Zett mit seinen Pächtern in Proceß und wurde bis ganz vor Kurzem beständig von einer Abthetlung Polizei bewacht. Er hatte unmittelbar vor seiner Ermordung einer Versammlung von Friedensrichtern betgewohnt und einen Beschluß unterstützt, der die Regierung zur Anwendung von Zwangsmaßregeln auffordert. — Ein großer Dampfer, dessen Name unbekannt ist, wurde am 23. ds., Abends, von dem auf der Reise von Hartlepool nach Odessa befindlichen Dampfer „Magdeburg" auf der Höhe von Portland in den Grund gebohrt. Man fürchtet, daß die ganze Mannschaft des verunglückten Schiffes dabet ihren Tod fand. Der Dampfer „Magdeburg" ist mit eingestoßenem Bug In Southampton angelangt. — In Sanger's Circus wurde am Samstag ein großer Wagen umgestürzt, auf dem sich Käfige mit wilden Thteren befanden. Das Unglück wollte es, daß ein Löwe dadurch seine Freiheit erlangte, der fetzt die Umgegend von Banstead unsicher machen soll. Meilenweit herrscht großer Schrecken und viele Dorfbewohner verlassen nicht ihre Häuser. Wie verlautet, hat die Bestie bereits eine Frau getödtet. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correfpondenz-Brrreav. Darmstadt, 29. Septbr. Der frühere hessische Ministerpräsident, Freiherr v. Dalwtgk, ist gestern gestorben. London, 29. Septbr. Der Staatssecretär des Auswärtigen, Granville, welcher bet der Königin in Balmoral war und dort eine Woche bleiben sollte, ist nach London abzeretst, wohin er wegen dringender Staatsgeschäfte berufen wurde. Berlin, 29. Septbr. Die „Prov.-Corrcsp." schließt einen Artikel, welcher den Titel trägt: Die Bewegung in der nationalltberalen Partei, und über die Versammlungen in Hannover, Leipzig, Mainz und Kassel berichtet, mit folgendem Satze: Der größte Theil der Partei in den Parlamenten wie im Volke hält daran fest, daß die Partei künftig gerade wie bisher dem Wohle des Vaterlandes am besten dient, indem sie fortfährt, die Weg; der Verständtguriq aufzusuchen. Dresden, 29. September. Zuverlässiger Mitthetlung des „Dresd. Journals" zufolge begibt sich der König von Sachsen am 14. October nach Köln zur Domeinwethung. Konstantinopel, 29. Septbr. Die Botschafter der Großmächte haben am 26. ds. gegen das Verhalten Riza Pascha's in Dulctgno Protest eingelegt. Der Sultan ersuchte darauf die Botschafter um Bewilligung einer kurzen Frist und gleichzeitig um Zurücknahme des Protestes. Soweit bekannt, wurde diesem Ersuchen bisher nicht entsprochen. Paris, 29. Septbr. Das „Journal offictel" veröffentlicht die Decrete in Betreff der Ernennung deö Herzogs von Chotseul und Raynals zu Unter» Staatssecretären. Kiel, 29. Septbr. Die Pacht „Hohenzollern" mit dem Kronprinzen- Paar und dem Prinzen Wilhelm Heinrich lief um 4 Uhr bet prachtvollem Wetter ein; nachdem die Corvette „Prinz Adalbert" eingetroffen, begaben sich die prinzlichen Herrschaften an Bord des „Prinzen Adalbert", wohin auch der Admtralitäts-Cbef, sowie die anwesenden Admiräle und Generäle sich begaben. Der Admiralitäts-Chef brachte ein Hoch auf den Kaiser aus. Abends 8 Uhr fand an Bord des „Prinz Adalbert" ein Diner statt. Die kronprinzlichen Herrschaften übernachten in Kiel und kehren morgen nach Berlin zurück. — Maclean wurde zum Admiral, Seckendorff zum Corvetten-Capttatn ernannt. London, 30. Septbr. Einer Meldung der „Times" aus Ragusa vom 29. ds. zufolge wäre Dulctgno auf Befehl der Albanesen-Ltga ntederge- brannt worden. Lokales. Gießen, 30. September. Wie unseren'Lesern bereits mitgetheilt, feiert die freiw. stadt. Feuerwehr kommenden Samstag und Sonntag ibr 25jährige8 Stiftungsfest. Anläßlich besten geziemt es wohl, des Näheren auf das Fest, die Bedeutung 'desselben und auf den Werth einer guten Feuerwehr hinzuweisen. Im Jahre 1855 vereinigte sich eine Anzahl Männer zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr. Einer der Gründer, Herr Georg Stieb er hat bis zum heutigen Tage tapfer bet der Feuerwehr ausgehalten und 25 Jahre lang die oft schweren und mühseligen Lasten des Berufes getreulich getragen. Ihm soll nun auch am kommenden Samstag für seine Treue und Standhaftigkeit zur guten Sache cme entsprechende Auszeichnung zugedacht sein. Der erste Hauptmann der freiw. städt. Feuerwehr war Herr Heinrich Ferber; ihm folgte im Jahre 1866 Herr Fr. Chr. Pietsch, sodann im Jahre 1867 der jetzige Hauptmann, Herr Rechtsanwalt O. W e i b i g. Was In den verflossenen 25 Jahren unter Leitung dieser Hauptleute und ihrer Beistände für die Sache der Feuerwehr geschehen kann wohl nur der richtig beurthetlen, der der Sache näher steht, für das Publikum möge es genügen, auf die von der Feuerwehr, unterstützt von Kameraden der Gail'schen und theilweise auswärtigen Feuerwehren, bekämpften und regelmäßig mit glänzendem Erfolg bekämpften Brände in unserer Stadt und auch Umgebung hinzuweisen (Brand der S a u er b i er'schcn Mühle bei strengem Winter, Brand der Euler & Köhler'schen Holzschnetderei in der Löwengaste, Brand der App el'schen Hofraithe am Neuenweg, Brand der O ckel'schen Hofraithe in der Waq-n- gaste, die Brände bet Stoß, Noll, Schlesstnger, in Heuchelheim u. s. w.). Wir dürfen hier nicht vergessen, daß unsere bochlöbliche Stadtbebörde in liberaler Weise die Sache der Feuerwehr, die ja eine städtische Sache im eminentesten Sinne ist, dadurch förderte daß sie Geräthe und Ausrüstungsstücke zu jeder Zeit gern anschaffte und dadurch die Feuerwehr selbst aufmunterte, der Stadt aber damit einen sehr wesentlichen Dienst erwies. Was speciell die Verdienste des jetzigen Hauptmanns und Vorstandes anlangt, so dürfen sich diese das große Verdienst aneignen, die Gründungen vieler Feuerwehren in der Provinzen angeregt, sowie die Einexercirung der jungen Mannschaften mit Opfer an Zeit und Geld besorgt zu haben. Als solche Gründungen nennen wir u. A. die Feuerwehren zu Lollar, Heuchelheim, Mendorf a. d. Lba., Hungen, Lich, Grünberg rc. Der Personalbestand unserer freiw. stävt. Feuerwehr beträgt gegenwärtig ea. 170 ordentliche Mitglieder in 3 Abteilungen getbeilt (Steiger, Pompiers und Lcitermannschoflen). Die Mannschaft dürfte für eine Stadt wie Gießen eine zahlreichere fein, wenn, und hier legen wir einen Schwerpunkt darauf, die Sache der Feuerwehr bei unseren jüngeren Bürgern mehr Anklang gefunden hätte. Trotz dieser kleinen Zahl bat die Feuerwehr indesten seit ihrem Bestehen ihren Zweck groß und reichlich erfüllt, ihre Mitglieder haben theilweise mit Todesverachtung beim Brande so zu sagen den Stier bei den Hörnern gepackt, immer aber erhebliche Opfer gebracht. Daß ihre Sache von Erfolg gewesen, haben wir oben gesagt. Für wen nun thut die Feuerwehr solches? Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr, ist ihr Wahlspruch, für den Nächsten im Nothfall etn,utreten, fein Hab und Gut, fein Leben zu retten, ist ihr schöner Beruf und darum dürfen wir auch die Bitte und Erwartung aussprechen, daß das 25jährige Stiftungsfest von unseren Mitbürgern, für deren Sicherheit die Feuerwehr bei Tag und Nacht bereit ist einzutreten, bereitwilligst mit- gefeiert wird. Wir sprechen die Bitte aus, daß kommenden Sonntag die Häuser der Sradt im Fahnenschmücke prangen möchten, damit unsere Feuerwehr sieht, daß ihr Wirken anerkannt und gewürdigt und sie dadurch weiter aufgemuntert wird, in ihren Bestrebungen fortzufahren und ebenso hoffen wir, daß die Einwohnerschaft beim Feste, insbesondere dem Commers am Abend des 3. October durch reiche Vertretung ihrer Anerkennung erwünschten Ausdruck geben wird. — Die Zahl der während der Woche vom 19. bis 25. September in Gießen vorgekommenen Todesfälle belief sich im Ganzen auf 6. Von 2 Kindern im ersten Lebensjahre starb das eine, nur einige Stunden alt, in Folge angeborener Schwäche, das andere erlag einem Darmcararrh. Ein vierjähriges Kind starb an Diphtheritis. Bei den 3 verstorbenen Erwachsenen war 2mal Altersschwäche und einmal Brightische Krankheit die Todesursache. G. Gießen, 30. Sevtbr. Schwurgerichtsverhandlung am 29. Septbr. d. I. gegen Gregorius Conle von Ruhlkirchen wegen Körperverletzung mit tödtlichein Erfolge. Am Nachmittage des 26. Mai d. I. geriethen Gregorius Conle und Joseph Simon von Ruhlkirchen in der Weber'schen Wirtdschaft daselbst in heftigen Wortwechsel. Um dem Streite ein Ende zu machen, wies schließlich der Wirth Weber den Joseph Simon vor die Thüre. Alsbald darauf, gegen 6 Uhr Abends, als Simon bei der Haushälterin des Pfarrers vor dem Pfarrhause auf der Straße stand, kam plötzlich der Angeschuldigte hinzu, faßte den Simon an der Kehle, warf ihn zu Boden und schlug ihm mehrmals mit der Faust auf den Kopf und in den Rücken, sodaß sofort eine starke Blutung eintrat. Am 1. Juni untersuchte der Großh. Kreisarzt Dr. Schlosser von Alsfeld den Verletzten und constatirte zwei Stichwunden, die eine auf dem Kopfe, die andere im Rücken, letztere 5 Zentimeter tief, aber lediglich Muskeln und Zellengewebe verletzend Vorn 1. Juni an blieb der Verwundete, obgleich sich sein Zustand verschlechterte, ohne ärztliche Hülfe und am 2. Juni trat der Tod ein. Conle leugnete, daß er zum Schlagen ein Messer oder eine ähnliche Waffe gebraucht habe, auf dieses Leugnen kann indessen mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der Wunde keinerlei Gewicht gelegt werden. Conle wurde für schuldig erachtet und unter Annahme mildernder Umstände in eine Gefängnißstrafe von 18 Monaten verurtheilt.__________________________ Vermischtes. Worms, 28. Septbr. Auch der zweite Polizeidiener ist an den am Sonntag auf dem Tanzboden erhaltenen Messerstichen verstorben. — Schon feit längerer Zeit konnten diejenigen, welche Petroleum zu dem einen oder anderen Zwecke brennen, die Wahrnehmung machen, daß die Anfangs ganz bescheiden klein gestellten Flammen in kürzester Zeit mit rothen Zungen aufloderten und schwarz qualmten, was srüher nicht Der Fall war. Daneben hörte und las man jeden Augenblick von einer explodirten Petroleumlampe oder Kochmaschine. Detaillisten, welche das Petroleum an das Publikum verkaufen, tragen an der Qualität keine Schuld. Es ist schon vor längerer Zeit von Seiten eines Vereins für Reinhaltung der Lebensmittel und sonstigen alltäglichen Gebrauchsartikel (DcS hannöverschen glauben wir) darauf hingewiesen, daß Deutschland keine Controle über eingeführtes Petroleum ausübe, wie dieses in anderen Ländern der Fall ist, wo gefährliche Qualitäten gar nicht eingeführt werden dürfen. Seit Einführung des Petroleumszolles sucht man fn Deutschland specisisch leichtere Qualitäten unterzubringen, die bei geringerem Gewichte größeres Volumen einnehmen und beim Ausmeffen daher sich vortheilhafter verkaufen. Derartiges Erdöl aber verwandelt sich rascher in Dampf und brennbaren Aether und das tst es, was wir haben. Vorläufig ist nun nichts anderes zu wollen, wenn das Reich nicht einschreitet, denn unsere Detaillisten würden mit dem besten Willen so bald kein anderes Petroleum beschaffen können. Man kanw indeffen die Gefahren, welche das Erdöl jetzt bietet, vermeiden, wenn man die Lampen möglichst voll Del hält und Kochmaschinen auf naffe Lumpen stellt, die man von Zeit zu Zeit noch anfeuchtet, und so zu starker Erhitzung des Oeles vorbeugt. Gründlichere Abhülfe kann nur von Reichswegen geschehen. — Das Waffer läuft einem im verehrlichen M— zusammen, wenn man vorn Pfälzer Städtchen Freudenstadt liest, daß die 1420 Bürger keinen Heller Umlagen und Steuern bezahlen, sondern voriges Jahr sogar boote 80,000 JL unter sich geteilt haben. Das macht, das Städtchen besitzt durch uralte Schenkung einen prächtigen Wald von etwa 8000 Morgen unb saftige Wiesen und löst daraus 200—300,000 JL Reingewinn. Jeder Bürger bekommt Brenn- und Bauholz und Streu umsonst und 50—60 in Baarem. — (Amerikanische Personenbeförderung.) Daß Kinder als Eilgut versendet werden, mag wohl auch nur in Amerika vorkommen. Ein elfjähriger Knabe, Namens Casey Pemmel, kam, mit einem Bagagezeichen versehen, als Eilgut in Philadelphia an, wohin ihn seine in Kansas wohnenden Eltern an Isaac Buzley geschickt hatten Der Bagagemeister gab Quittung für ihn, wie für eine Kiste. Ein kleine Tasche, in der Geld befindlich, war dem Knaben umgehängt, und wenn der Babnbeamte seinem ihm anvertrauten Gute etwas zu effcn kaufen wollte, nahm er das Geld aus dieser Tasche und schrieb in ein ebenfalls darin befindliches Buch, wie viel er verausgabt hatte. So reiste der Knabe 1800 englische Meilen ohne den geringsten Unfall. — Es wird berichtet: Die Remscheider Feuerwehr hatte nach einer arbeitsvollen Brandnacht bei einer Versicherungs-Gesellschaft, für deren Interesse sie sich die ganze Nacht gequält hatte, die Erstattung von 10 JL für Erfrischungen beantragt. Die „coulante" Gesellschaft, der man vielleicht eben so viele Tausende gerettet hatte, sandte das betreffende Schreiben mit der höhnischen Bemerkung zurück- „Die Wehr hat wohl mit Branntwein gespritzt?" Leider ist der Name der Versicherungsgesellschaft nicht angegeben. — (Auch eine „Danksagung".) Die „Weißeritz-Zeitung" enthält folgenden originellen Dank: „Dank, herzmnigen Dank sogen wir allen Denen, welche am Montag, den 16. August, als ein ganz unerwarteter Blitzstrahl uns zwei Kühe und eine Kalbin im Stalle erschlug, sofort zu Hise eilten. Dank besonders den Herrn Fleischhauermeistern Thomas, Reichel und Fischer, welche sofort die betäubten Thiere schlachteten. so daß wenigstens das Fleisch noch genießbar war. Dank aber auch allen Denen von Nah' und Fern, die alsbald kamen und uns das Fleisch abkauften, so daß am anderen Tage siegen 5 Ubr Nachmittags auch gar nichts mehr übrig war. Möge Sie und uns Alle der allmächtige Vater in Gnaden vor ähnlichem Schreck und Schaden behüten und für die uns so auffällig erwiesene Thellnahme sie tausendfach segnen! Cunersdorf, den 18. August 1880. C. Dreßler nebst Frau." Die große gelbe Sonnenblume (Helianthus annulus), welche ihre Heimath in Mexiko hat, gilt bei uns gewöhnlich nur als ein bäuerlicher Zierrath der Gärten, ist aber in Wirklichkeit eine der reichsten und ergiebigsten Pflanzen für industrielle Zwecke. In England hat man dies bereits vor einem Jahrzehnt erkannt. Zuvörderst ernten die Bienen aus den unzähligen Sarnenbluthen der Sonnenblume eine bedeutende Menae Honig und Wachs, sodann geben die Samenkörner, wie Leinsamen behandelt, große Quantitäten des besten Oels, welches auch der Maler, besonders bei Blau und Grün, vortrefflich verwenden kann, außerdem ist Seife aus Sonnenblumen-Oel ein treffliches Schönheitsmittel für die Haut, indem sie dieselbe weich und zart macht; vornehmlich als Bartseife ist sie vorzüglich. Fasanen erhalten, mit dem Samen gefuttert, ein reicheres und farbenvolleres Gefieder; das Mehl aus den Samenkörnern gibt das feinste Kuchenwerk und dem Brod eine größere Nahrhaftigkeit und Verdaulichkeit; endlich gewinnt man aus der großen Staude die feinsten Fasern von seidenartigem Glanze. Man sollte es daher der Engländern in der Cultur der Sonnenblume nachmachen, denn der Ertrag ist bei größerer Anzahl der Pflanzen wirklich äußerst lohnend und nehmen die Stauden nicht viel Platz fort. Man kann sie sehr wohl zwischen Kartoffeln ziehen, indem man die Samen, nach dem letzten Behacken der Kartoffeln, zwischen die Furchen in einer Entfernung von je zwölf Fuß steckt. Ein eigenartiger Unfall ist dem amerikanischen Postdampfer „Aliatia" zugestoßen, welcher am 18. d. von Newyork nach Liverpool in Sec ging. Derselbe ist nach Newyork zur Untersuchung zurückgekehrt, da er in seinem Kohlenbehälter eine Gasexplosion und in Folge desien ein Feuer an Bord gehabt hat. Nach Aussage der Beamten des Fahrzeuges wurden 75 Tonnen Kohlen vernichtet, ohne daß der Dampfer irgend welche Beschädigung erlitt. Er trat schon am nächsten Tage wiederum die Fahrt nach Liverpool an- — (Kindlicher Wunsch.) Papa: „Wenn nun nächstens der Storch kommt, lieber Rudolph, was willst Du, ein Brüderchen oder ein Schwesterchen?" — Söhnchen: „Wenn's Dir egal ist, lieber Papa, so hätte ich doch am liebsten ein Schaukelpferd." ftP*»' “ nM r-K: SV*'-1'« * Em V sr-?? Aflrtb, unb Io oaI MW tot fi-h mW; __ Obwohl Irren Loch gesteckt- Schiff*1 G. D. Dietz in Bremen,2f Lloyd in Bremen, MorzeiiS woblb ha stimmten Nagle« eite überbringt m 6302) ' FMng, mit Wege bei Su $)lt bezüMei SlalionSoorsteh zur am gebühren von -a Pachtliebh der Restauration stag den 7. 1 i0 Uhr dieselben, Später eii Cassel,! MW Ms W bi BetriebsGglem Deutschlands (cft Mtttach unfet ftänbe finb im ( hessischen ßifenbal schrillen maßgeben Für btt genau, das Doppelte bet oderWltgtnlabuna, J'e Fracht für 5Ö( kr Klasse A< w Uen. hierbei , Wtb, ob eine B fWfunben hat, nAESend M ben reglemer ^Mwagen zur Nen unb solch, °°n demselben r Aene Wagen tni IW werden, ist , S«'®wn Achten, ohn- $r Jur Mrberunn Se"' °der ob 2°xk'n den Zu LB d-r Bahn? htnn Ä * ®lfN, am 29 , 0bet Tte H alt, H * to« «367j in Umstände te’nhlt ,T'Hi» 'M ^°""Äg 011 $ut 66t? 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Das wohlgebildete Kuhungeheuer barg in seinem umfangreichen Leibe ein vorzügliches mit Brandy versetztes in Eis gekühltes Milchgetränk, das die Schweizergrazien von der Hölzernen, Glas für Glas, abzumelken hatten. Dem Publikum mundete das mit so viel Illusion kredenzte, übrigens in seiner Zusammenstellung auch ganz neue Getränk vorzüglich und dasielbe fand reißenden Absatz. Man könnte darauf wetten, daß, ehe der Eigenthümer der Monstrekuh noch die erste Kunstretse mit seiner gefügigen Novize unternimmt, er schon in der Lage sein wird, ein artiges Sümmchen Dollars in die Bank zu tragen. Geld ist noch immer in Amerika zu machen, um besonders toller Einfälle bedarf es dazu, wenn dies rasch gehen soll. — Ein heiteres Geschichtchen ist, wie die „Wiener Allgemeine Zeitung" erzählt, auf der Kaiserreise in Czernowitz passirt. Ein armer Bauer aus dem Innern der Bukowina war, als et von der Reise des Kaisers hörte, sofort nach Czernowitz geeilt und wartete hier die Ankunft des Monarchen ab. Der Bukowinianer ließ sich eine Bittschrift unfertigen, in welcher er seinen ganzen Kummer und seinen ganzen Gram darlegte, und diese Bittschrift, welche selbstverständlich auch Wünsche und Bitten enthielt, wollte der Rauer in den Wagen des Monarchen werfen. Als der Morgen des für die Ankunft des Kaisers festgesetzten Tages anbrach, erschien der Bauet auf der Straße. Er hielt seinen Hut in der einen, die Bittschrift aber in der andern Hand, und so harrte der Landmann des Heranrollens der kaiserlichen Equipage. Donnernde Rufe erschütterten die Luft, jauchzend und jubelnd machte sich der Enthusiasmus Luft und der arme Bittsteller wurde immer ängstlicher und aufgeregter. Als et jedoch den kaiserlichen Wagen vor sich sah, faßte et seinen ganzen Muth zusammen und warf — seinen Hut in den Wagen. — Obwohl Irren menschlich ist, wurde der harmlose Bauer doch auf einige Stunden in's Loch gesteckt. Sehlflfeberfeht. Mitgetheilt von dem Agenten deS norddeutschen Lloyd, C W. Dietz in Gießen. Bremen, 28. September. Der Postdampfer Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. September von Newyork abgegangen war, ist heute 8 Uhr MotgenS wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Pasiagiere, Post und Ladung 10 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Der- elbe überbringt 118 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. ™ Sjanffurt, 29. Septbr. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 40, Nr. 2 X 38, Nr. 3 Nr. 4 x 28, Nr. 5 X 23, Roggenmehl o/< (Berliner Marke) X 28.50—29, do. I (Berliner Marke) X 27.00—27.50, do. II (Berliner Marke) X 21,50—00.00. Weizen effett/v hiesiger ab Bahnhof hier X 22.25—22.50, ab unserer Umgegend X 21.75—22.00, bo. fremder je nach Qualität X 00.00—00.00, Roggen, je nach Qualität X 20.75—21.00, Gerste X 18-19.25, Hafer X 13—14.00, Kohlsamen X 27.25—28, Erbsen X 19—27, Wicken X 16—18, Linsen X 20—40, Bohnen, weiße, X 23—25, Roggenkleie X — Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 63j Stimmung ruhig. Haupt- gefragt war: —. Dringend offerirt: — (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht =100 Kilo.) Frankfurt, 29. Septbr. Der heutigeBiehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 230 Ochsen und Stiere, 160 Kühe und Rinder, 180 Kälber und 200 ßämmd Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 68—69, 2. Qual. X 64—66, Kühe und Rinder 1. Qual. X. 56-58, 2. Qual. X 50—52, Kälber 1. Qual. X 52—54, 2. Qual. 48-50, Hämmel 1. Qual. X 58—60, 2. Qual. X 40—50 per 100 Pfd. Schlacht« gewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — H. Frankfurt, 25. Septbr. lMarktbericht.) Der heutige Heu- und Strobmarkt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität der Ctr. X 3.00—4.00, Stroh 3.00-0.00. Butter das Pfd. tm Großen 1. Qual. X 0.90-00, 2. Qual. X 0.80-00, im Detail das Pfd. X 1.20—00, 2. Qual. X 1.10—00. Eier das Hundert ital. X 7.00, deutsche Eier 6.00 X, Ochsenfleilch per Pfund 65—70 H, Kuh-, Rind und Farrenfleisch 45—60 A, Kalbfleisch 45-55 H, Hammelfleisch 40-65 Schweinefleisch 60—70 H, ein Hahn X 1.90 bis 2.10, ein Hubn X 1.80—2.20, eine Ente X 2.70-3.20, eine Taube 50-00 H, Gans X 4.00-5.00, Hasen das Stück X 3.50—4.00, Feldhuhn X 1.00-1.50, Rehbock das Pfd. 75—80 Kapaunen X 0-0.00, Wälscher Hahn X 0—0. Kartoffeln 100 Ko. X 0—0.00, Kohlrabi 5—8 H, Blumenkohl 1 St. 40—80 Wirsing 00—0 H, Gelberüben 1 Bund 10—15 H, Zwiebeln 1 Bund 6 H, Sellerie das Stück 6,5), Meerrettig 1 Stück 00—00 Ä, Spargel das Pfund 00—00 Romain-Salat 30-00^, Endivien 8—10 Rothkraut 15—00 Weißkraut 15—20^, Artischoken 50 Erbsen das Pfd. 00 Bohnen 1 Ctr. 10—14 X, Gurken das Hundert X 0.50—1.50, Essiggurken das Hundert 00 Limburg, 29. September. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 18.40, Weißer Weizen X 00.00, Korn X 16.50, Saatkorn X 00.00, Gerste X 10.40, Hafer X 6.45, Erbsen X. 00.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 6302) Die Restauration in dem Bahnhofsgebäude auf der Station Friedberg, mit welcher Wohnungs-Räume jedoch nicht verbunden sind, soll tm Wege der Submission zum 1. November er. anderweitig verpachtet werden. Die bezüglichen Bedingungen liegen in unserm Secretariate, sowie bei den Stationsvorstehern in Caffel, Marburg Gießen, Friedberg und Frankfurt a. M. zur Einsicht aus, können jedoch auch gegen portofreie Einsendung der Copial- gebühren von -AL. 0,40 von uns bezogen werden. Pachtltebhaber wollen ihre Offerten mit der Aufschrift „Verpachtung der Restauration auf dem Bahnhofe Friedberg" versiegelt bis zum Donnerstag den 7. Oktober er. hierher einsenken, an welchem Tage Morgens 10 Uhr dieselben, im Beisein der etwa erschienenen Submittenten eröffnet werden. Später etnlaufende Offerten bleiben unberücksichtigt. Cassel, den 24. September 1880. Königliches E'senbahn - Betriebs - Amt (Main Weser-Babn). Oberhksslsche Eisenbahnen. 6395) Für die in der Anlage D. des Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands (cfr. Nachtrag IX. zum Local- Gütertarif) unter- I. aufgeführten Gegenstände sind im Local-Verkehr der Ober- hessischen Eisenbahnen folgende Tarifvorschriften maßgebend. Für die genannten Gegenstände wird das Doppelte der gewöhnlichen Stückgut- oder Wagenladungsfracht,mindestens jedoch die Fracht für 5000 Klg. nach den Sätzen der Klaffe A1. pro Frachtbriefseudung erhoben. Hierbei macht es keinen Unterschied, ob eine Beiladung anderer Güter stattgefunden hat oder nicht. Sofern bei Sendungen von Sprengstoffen mach den reglementarischen Bestimmungen Schutzwagen zur Einstellung gelangen müssen und solche nicht durch gleichzeitig von demselben Versender aufgegebene be. ladene Wagen mit dessen Zustimmung gestellt werden, ist in allen Fällen die tarifmäßige Gebühr für 2 Schutzmagen zu entrichten, ohne Rücksicht darauf, ob die Schutzwagen aus der Zahl der ohnehin zur Beförderung bestimmten Wagen entnommen, oder ob sie besonders zu diesem Zweck in den Zug eingestellt sind. Die erforderlichen Begleiter sind nach den Sätzen für Viehbegleiter in Packwagen zu befördern. Außerdem kommen zur Berechnung die der Bahnverwaltung für die Bewachung dieser Transportgegenstände auf den Bahnhöfen erwachsenden Kosten, sowie sämmt- liche sonstige eigene Auslagen der Bahnverwaltung. Gießen, am 29. September 1880. Grostherzogliche Direktion. Die Verpachtung des städtischen Steinbruchs an der Steinrutsche. Der vorbemerkte Steinbruch soll Dienstag den 8. Oktober, Vormittags 11 Uhr, im Saale des alten Rathhauses ander- weit verpachtet werden. G"ßeq, den- 29. September 1880. Gr^ßberzogl. Bürgermeisterei Gießen. 6367) A. Bramm. Samstag den 2. Oktober L J., Mittags 2 Uhr, wird die Kartoffelerndte von 2 in der Gemarkung Gießen gelegenen Grundstücken öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Zusammenkunft ist auf meinem Büreau. Gießen, den 20. September 1880. 6408) Bühner, Gerichtsvollzieher. Freitag den 1. Minder, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Fle t t'schen Hofraithe (Gasthaus zum Schwanen) nachstehende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baar- zahlung versteigert werden: 2 Nähmaschinen, 3 Kommoden, 1 Uhr, 1 Sopha, 1 Quantität Weißzeug, 1 Kleiderschrank, 2 Tische, 3 Oeldruckbilder, 5 Mille Cigarren. 2 Kühe Gießen, den 7. September 1880. 6379)Bauer, Gerichtsvollzieher. Freitag, den 1. Moder l. J., Mittags 2 Uhr, werden in der Hofraithe des Herrn Flett, „Gasthaus zum Schwanen" dahier, folgende Gegenstände: 1 Taschenuhr, 3 Kommoden, 2 Bilder, 1 kleines Schränkchen, 2 Kleiderschränke, 1 Schrank, 1 runder Tisch, 1 Küchenschrank, 145 Hobel (für Schreiner), 24 Kartätschen, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 20. September 1880. 6378) Bühner, Gerichtsvollzieher. Jeikgeöotenes. e s c 2 Ä Strickgarne, Frauenstrümpfe, Kinderstrümpse, Socken, Beinlängen, Gamaschen, 8 H* «H* W 2’ empfiehlt zu billigen Preisen (6399 Robert Stuhl, Marktstraße 23. Der Alreeverein für Frauenbildung 6234) und Erwerb in Gieften eröffnet am 4. October d. I., Morgens 10 Uhr, sein 5. Semester mit folgenden Kursen: I. Claffe: Wäschezuschneiden, Maschinennähen, Sticken rc. Fachzeichnen. Freihandzeichnen — nicht obligatorisch. II. Claffe: Weißnähen, Sticken, Stopfen, Fachzeichnen, Freihandzeichnen, Deutsch. III. Claffe: Stickkursus. IV. Cl.: Schneiderkursus. V. Cl.: Buchführung. Auch wird diesmal versuchsweise ein Cursus für Putzarbeiten eingerichtet. Anmeldungen zur Theilnahme sind möglichst bald zu machen. Gießen, den 22. September 1880. _____Der Vorstand. Local Veränderung. 6402) Von heute an befinden sich meine Geschäfts- und Wohnungsräume in dem Hause des Herrn Heinrich Kinkel, Conditor, Marktstraste D. 208. Gießen, den 1. October 1880. ________________& Elsoffer. Me englische Circus- und Scilla»>cr - Gesellschaft nebst Affentheater Eclw. HocLjes aus London giebt nächsten Donnerstag und Freitag an beiden Tagen je 2 Vorstellungen tm Freien. Schauplatz: Oswald'S Garten. Preise der Plätze: Sitzplatz 30^, Stehplatz 20^. Kinder zahlen die Hälfte. — Um gütigen Besuch bittet Edw. Hodjes, Director 6358) aus London. Küferei von Fassfabrik Emil Schmail tesfa“ (Frankfurter Hof) empfiehlt alle in dieses Fach einschlagende Arbeiten. Uebernahme von Brauerei- u. Brennerei-Einrichtungen zu mäßigeu Preisen. ___________________ Reparaturen werden rasch befördert.________________(6104 Die Handels-Gärtnerei von Friedrich Georg, vormals C. Deines, Gartfeld, empfiehlt Harlemer Blumenzwiebeln in großer und schöner Auswahl, zum Ausschmücken der Blument scde für den Winter eine große Auswahl von Blatt- und blühenden Topfpstanzen, ferner empfiehlt sich derselbe tm Unfertigen von Bouguets tim Kränzen, sowie allen in das Gärtnerfach etnschlagenden Arbeiten. ____________________________________(6340 6407) Bauartikel, Kaminrohre, Tuff- £ steine, Stein- und Thonplatten, Krippen, 2 Tröge, vorgerückter Jahreszeit halber zu fauft Q wesentlich ermäßigten Preisen b. Emil Pistor. »pCtUCft* Echter russischer Caviar eingetroffen in (6188 Der Vorstand. 6405) Mtlrdiw* In M Summtliche Wiethe offeriren billigst (6394 Lich, 1. October 1880. Hochachtungsvoll WeilseHkom. 6396) (6342 Lüttringhaus K Nölle in Lüdenscheid (Westfalen). an d Wir t 1881 noch nid) Ein neuer Cursus im Französischen u. Englischen (Grammatik, kaufmännische Correspondenz, Conversation) beginnt mit dem IS. October a. c. Anmeldungen werden bis dahin von Unterzeichnetem entgegenaenommen. 6398) Lehrer W. Plaut. Die Äi bezw. Gießen, hc Weise Kmtniß Gieße Freiw. städtische Feuerwehr. Die Mannschaften treten am Sonntag Morgen 10 Uhr im Standquartier „Frankfurter Hof" an. Nbtt Stadium constati vomß Stallsper Gieße wozu ergebenst einladen 6406) Restauration Oberhessische Eisenbahnen Mit dem 15. October ds. Js. tritt der nachstehende Fahrplan in Kraft. Verantwortlicke Redaktion: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckeret (Fr. CHr. Pietsch in Gietzen. Hierzu eine Beilage. Jermischte Anzeigen. 6389) 2 Mädchen von 6 Jahren bekommen während des Winterhalbjahres Privatstunden, um dann Ostern in die 2. Classe der höb. Töchterschule eintreten zu können. Zur Theilnahme an dem Unterricht werden noch einige Mädchen gesucht. Näheres zu erfragen Seltersweg 66. fr* Politische \ fie tauchen wie bald darauf die Wetter zu entlad Eine solche durch ein W kaum bemalten Ob fich wünschen es nie fich anfünbigt, f Diese Fra, düngen. Leider Frage erörtern u keinem Volke der will, verschlösse! Schwebe gehalte hierfür gab es CongresseS. Die Versk in osficiellen Kre Handelsstraße zi binduvg mit der keschlvsteneS, t wunde; die t| Salonicht in tli drlSpolitische Z R irrthümlic unternehmens f schelt Nieman! ^*ent !ei, fenei 9'9«" für Oester '"chW C Jwj $aufef E* bfl8"'i i .*blf «etlint Nttn h«„"° S” l'Jt «ä ■ «?’s “ÄS' Mchiisss-Erössmmg. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich am hiesigen Platze im früheren „Gasthaus zum Einhorn66 ein liinfacturwaaren-Gescliaft eröffnet habe. Angesichts der heutigen Gesetzgebung und der schon vielfach ein- geführten Geschäftspraxis habe auch ich es mir zum Grundsatz gestellt, nur gegen sofortig« Baarzahlung Bei streng festen Preisen zu verkaufen. Es wird Jedermann begreiflich sein, daß ich auf diese Weise meinen geehrten Kunden wett größere Vortheile bieten kann, als dieses bei dem seitherigen Borgsystem möglich war. Es wird mir angenehm sein, wenn ein geehrtes Publikum sich durch den Besuch meines Lagers davon überzeugt, daß ich bet guter reeller Waare den vorbenannten Bedingungen entsprechend auch wirklich billige Preise stelle. zum Schützenhof. Voa Montag den 4. Öktbr. an findet Großes strciskcgetn statt, wozu ergebenst einladet 6387) >>. Hofmann. Kartoffeln. 6404) Größere Posten Speise- kartoffeln werden gekauft und bemusterte Offerten mit äußerster Preis angabe erbeten §ub L. 8. Hotel Kühne. 6403) Eine Putzfrau gesucht __H Kühn, Seltersweg. Kartoffeln. Liefere die weißen Samenkartoffeln in st a r k e n Knollen und v o r- züglich em Geschmack franco Haus 3 JL pro 200 Pfd. Proben bitte gefälligst bei Herrn Restaurateur Weber in der „Stadt Cassel" zu entnehmen. Bestellung erbitte per Postkarte mit genauer Angabe der Wohnung. (6410 L. Thon, Londorf (Poftstation). 6393) Für eine Handlung landwirth- schaftl. Maschinen (ausländische Modelle neuester Construction) wird ein thätiger Mann als Theilhaber gesucht. Die Modelle liegen zur Einsicht bei mir aus und wollen sich Reflectanteu unter Angabe ihrer Verhältnisse melden. ________Ludw. Zimmer, Grünberg. Prima Getreide-Presshefe Reparaturen u. üeberziehen von Regenschirme« wird rasch und gut besorgt von (6390 — Weilzenkorn, Kreuz. 6388) Am 28. September ging mir ein Diamant vom Gartfeld bis nach meiner Wohnung verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, denselben bei Herrn Glaser Schmitt abzugeben.____________ Ein Lehrling zu sofortigem oder auch zu späterem Eintritt gesucht von C. Staudinger & Co., Anstalt zur Verfertigung wissenschaftlicher 6397)Apparate. Wermietöungen. 6391) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen L König Wwe., ______Gartfeld 118,6. 6392) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. 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Gießen ab _ 730 1220 735 i Fulda ab — 730 Zvo 700 Groß-Buseck lf — 750 12" 752 Großenlüder n — 750 325 720 Reiskirchen ff — 755 1250 75« Bad Salzschlirf n — 800 340 734 Grünberg ff — 815 120 818 Lauterbach n 540 817 405 750 Mücke n _ 825 138 830 I Wallenrod 552 825 420 805 Nieder-Ohmen — 830 J 50 835 Renzendorf n 600 835 430 818 Burg-Gemünden Ehringshausen ff — 845 855 2io 221 850 855 Alsfeld an ab 610 616 849 856 446 450 830 Zell-Romrod 915 248 9J5 Zell-Romrod f! 630 915 505 _ Alsfeld an _ 930 309 93" Ehringshausen ff 646 935 525 _ ab 5" 935 315 935 Burg-Gemünden tf 655 950 535 — Renzendorf ff 558 945 335 945 Nieder-Ohmen ff 705 1O00 545 — Wallenrod 6°s 955 350 955 Mücke ff 714 1015 555 — Lauterbach ff 620 10i° 415 1010 Grünberg ff 727 1038 6io — Bad Salzschlirf ff 630 1025 430 — Reiskirchen ff 742 1055 630 — Großenlüder 640 lO40 445 — Groß-Buseck ff 750 Hio 640 — Fulda an 705 Ilio 520 — Gießen an 805 H30 658 — b, Linie Gießen-Gelnhause n. II. und III. Classe. 1., II. und III. Classe. 9 11 13 13 10 12 14 L16 Vorm. Vorm. Nachm. Nachm. Vorm. Vorm Nachm.INachm. Gießen ab — 818 100 745 I Gelnhausen ab — 8°° 119 800 Garbenteich ff —— 832 115 800 Mittelgründau ff — 815 130 8M Lich ff — 845 140 813 Büdingen ff — 834 | 50 82j Langsdorf ff — 850 150 820 Bleichenbach lf — 845 209 835 Hungen ff — 900 2io 83o Stockheim ■ — 956 215 845 Oberwiddersheim ff — 910 225 845 Ranstadt ff —. 9 05 225 855 Nidda (BadSalzb/" — 925 241 900 Nidda (BadSalzh. )«n — 921 240 9") ab 536 930 250 — ab 526 925 245 — Ranstadt 545 940 300 — Oberwiddershetm 539 935 300 — Stockheim ff 556 953 325 — Hungen n 554 951 320 — Bleichenbach ff 605 lOoo 335 — Langsdorf 6°o 1000 330 — Büdingen ff 620 1015 355 — Lich 609 lOio 345 — Mittelgründau ff 633 1030 415 — Garbenteich 623 1025 400 — Gelnhausen an 6" 1050 435 — Gießen an 636 10" 420 — Die Züge 1, 3, 5, 4, 6 und 8 halten auch in Angersbach, die Züge 11, 13, 15, 10, 12 und 14 in Vorsdorf, tue Züge 9, 11, 13, zugehen. — Die 12, 14 und 16 in Büches - Düdelsheim und in Lieblos an , sofern Reisende daselbst ab- oder Nachtzeiten - - von 6 Uhr Abends bis 559 früh — sind durch Unterstreichung der Minutenzahlcn hervorgehoben. Exemplare des vollständigen Fahrplans mit den Anschlüssen können vom 8. October ab bei allen Stationen, sowie auch bei unserer Drucksachenverwaltung zum Preise von 10 H pro Exemplar bezogen werden. Gießen, den 25. September 1880. (6386) Großherzogliche Direktion.