88y. lln& ^nfdjintn, von der Kapelle ? Derselbe bringt ^rstellungey land, verschiedener Zeit- 'tadt nach dem W ^usstellunK dn zur BerloosunK yrung ach^eiQe >®mä. tt ” bestimmt. 177. Zweites Blatt SvNNtag beit 1. August 1S8O. WeMer Wyeiger AitMSk- Md Amtsblatt für den Kreis Gießen. S?edage.^nhe M°nnern-«tt zu ihren Füßen. Die schöne Ungaml Wallah, deren Tugend über alle Begriffe erhaben war, hatte bereits einige sehr vorthcilhafte Hetrathsanträge zurückgewiesen, als sie zur allgemeinen Ueber- raschung von dem Hotelbesitzer wegen eines Diebstahl von 8.14 11 sh. in Haft gegeben wuroc. Die Ucberraschung war natürlich eine allgemeine, sie stieg aber noch wert mehr, als die schöne Ungami Wallah im Gefangenenhause einer näheren Untersuchung unterworfen wurde, wobei es sich herausstellte, daß sie nicht aus dem Zululande stamme, nicht Ungami Wallah heiße, auch gar keine Prinzessin, ja nicht einmal ein Frauenzimmer, sondern ein eoler Mohrenjüngling, Namens Georg Williams, aus Zanzibar sei. Drei Monate Kerkerhaft bildete die Strafe für den Diebstahl. — Fräulein Hubertine Huber, die bekannte Vertheidigerin der Frauenreckte, veröffentlicht in einem Pariser Blatte folgendes Schriftstück: „Die Beschlagnahme meiner Möbel. Ich, die ich nichts bin, wenn cs sich um Wahloperationen handelt, bin, wie cs scheint, etwas, wenn es sich um's Zahlen handelt. Heute früh hat man meinen Hausrath mit Beschlag belegt. Weil ich für die Steuerleistungen, die man mir auferlegt, die Ausübung meines Rechts verlange, weil ich nicht eine Summe bezahlen will, die ich nicht votirt habe und deren Verwendung ich nicht controliren kann, hat der Fiscus heute meinen Hausrath mit Beichlag belegt. Dagegen erhebe ich Einsprache. Ich erhebe Einsprache gegen diese Beraubung durch eine ausschließlich aus Männern zusammengesetzte Regierung, die mir mein Recht verweigert und mein Geld nimmt. Ich erkläre, daß ich in diesem Kampfe Aller gegen Eine nicht nachgebe, sondern Gewalt erdulde." — Ein Goslarer Bürger bekam kürzlich von seinem Bruder in Amerika einen Brief mit folgendem intereffanten Inhalt, den wir hier wörtlich wiedergeben. Columbia-Illinois, 27. Juli 1880. „Die Weizenernte in hiesiger Gegend ist vorüber; mehr als ein Dutzend Dampfdrescher sind an der Arbeit, um täglich 800 bis 1400 Bushel zu dreschen. Morgens 5 Uhr hört man die Dampfpfeife, und Abends um 7 oder 8 Uhr sieht man das leere Stroh auf den Feldern verbrennen. Man fährt sich nämlich nur 4 bis 5 Fuder Stroh nach Hause, alles übrige wird in Asche verwandelt. Am 17. Juni war bas erste dresjährige neue Mehl In der Müble zu haben, und war der Anfangspreis 1 Doll. 5 Cents, ist jetzt aber schon auf 80 Cents gesunken; der Preis fällt aber noch bedcutend, bevor vier Wochen verstrichen sind. Alle Zeitungen stimmen darin überein, daß wir in jeder Beziebung vor der maffenbaftestcn Ernte stehen, welche Amerika je erlebt hat. Amerika wird dies Jahr die — ganze Weir mit Mehl versorgen können." — (Ein gewissenhafter Richter.) Die „Allg. Juristen-Zeitung" erzählt in einem Feuilleton folgende köstliche Geschichte, wie ein ungarischer Richter zur Zeit der praktischen Einführung einer zweiten Instanz für kleinere Angelegenheiten die Spendung des Rechtes verstand. In Ungarn, wo diese Geschichte in den Fünfziger Jahren spielen soll, war das allgemein anerkannte Medium der Rechtsspendung der Stock, und der Stuhlrichter, welcher eigentlich in dieser Zeit Bankrichter hätte heißen sollen, senten- tionirre dem Janosz, der Pferde gestohlen hatte, fünfzig wohlgezählte Hiebe. Doch der Richter der Puszta war ein viel zu gewissenhafter Mann, um zu vergessen, daß es laut de>n Minisieiialerlaß vom so und so vielten, Zahl so und so, eine h ilige Pflicht sei, den Verurteilten daraus auime>ksam zu machen, daß es noch höhere Richter als den Stuhlgewaltigen gäbe, die jede Sache mit Genauigkeit zu untersuchen gern bereit seien. Er machte den Verurtheilten deshalb aufmerksam, daß es sein Recht sei, an das Obcrgericht zu appelliren, wenn er mit der Strafe nicht zufrieden wäre, welches Rechtsmittel dd Mäusburg 44. empfiehlt Kaffee, roh, im Preise von Mk. 1 bis Mk. 1.60 per ‘/2 Kilo, sowie stets frisch gebrannten Kaffee ä Mk. 1.20 bis Mk. 1.80 per */2 Kilo, unter Garantie für reinen Geschwack. Möbel-Lager. Kirchenplatz Lit. B. Nr. 6, 2. Stock. Unterzeichneter empfiehlt sein reichhaltiges Lager in completten Salon, Eß, Schlaf unv Wodnzimmer-Einrichtungen in schwarzem, Nußbaum- und Eichenholz, sowie Polstev-Avbeiten. 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