12^ Dienstag den I. Juni 1880. Aießener MnZeiger Mißt- uii AmtsblM fit den Kreis Gieße«. «edacttOU-doremr r Grpedttioosborea« r | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Aufnahme des Montag-. Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher THeit. Gießen, den 29. Mai 1880. Betreffend: Die Entwerthung der Stempelmarken. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Da vielfach die Vorschriften über Entwerthung der Stempelmarken von Ihnen nicht befolgt werden, so machen wir Sie auf unser Ausschreiben vom IS. December v. I. — Anzeiger Nr. 296 — zur genauesten Nachachtung hiermit aufmerksam. _______________________________________________________Dr. Boe kmann.___ Lehrer-Conferenz des Conferenz - Bezirks Lieh» Hungen: Montag den 7. Juni, Vormittags 10 Uhr, in Lich. NB. Wir erinnern an Abgabe der Wenker'schen Uebersetzungen auf der Conferenz. Lehrer-Conferenz des Conferenz - Bezirks Grünberg: Donnerstag den 10. Juni, Vormittag- 10 Uhr, in Grünberg. NB. wie oben. ___________Gießen, den 29. Mai 1880. _____________________Büchner, Kretsschulinspector._____________________________________ Bekanntmachung. Betreffend: Den Reruonte-Ankauf pro 1880. * Berlin,Aden 1. März 1880. Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahmsweise vier Jahren sind im Bereiche des Großherzoglhums Hessen für dieses Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden, und zwar: den 16. Juli in Alsfeld, „ 21. „ „ Nidda, ' „ 22. „ „ Nieder-Wollstadt, „ 23. „ „ Groß-Bieberau, „ 24. „ „ Bickenbach, „ 26. „ „ Groß-Gerau, „ 27. „ „ Goddelau, „ 28 „ „ Gernsheim. Die von der Remonte-Ankaufs-Commission erkauften Pferde werden zur SteÜe abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer vom Ankauf ausgeschlosien. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und eine Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit 2 mindestens zwei Meter langen starken hänfenen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können, ist es erwünscht, daß die Deckscheine möglichst mitgebracht werden. Kriegs-Ministerium. . Abtheilung für das Remonte-Wesen. von Rauch. von Uslar. Deutschland. Darmstadt, 29. Mai. Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 16) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Anleitung für die Fletschbeschauer betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial-Directton Rheinhessen, den Ausschlag des Gehalts des Rabbtnen zu Bingen für das Jahr 1880 betreffend. 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Darmstadt, die Erhebung einer Umlage zur Bestreitung der Gemeinde-Bedürfniffe in der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt betreffend. 4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Offenbach, die Vergütung der Brandschäden zu Langen betreffend. Darmstadt, 29. Mai. In neuerer Zeit ist mehrfach die Frage aufgeworfen worden, ob die Anlage und der Betrieb von Abdeckereien, wozu es nach den §§ 16 bis 25 der deutschen Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869 unter allen Umständen einer besonderen Concession bedarf, im Großherzogthum überhaupt und eventuell unter welchen Bedingungen gestattet werden kann. Zur Regelung dieser Frage hat das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz unlängst, gleichzeitig mit einer neuen Zusammenstellung der bei Ernennung von Gemeinde-Wasennutstern und wegen unschädlicher Beseitigung von Thierkadavern überhaupt zu beobachtenden Vorschriften, an die Großh. Kreisämter nähere Directtven, insbesondere für deren Thätigkett bei vorkom- menden Concesstonsgesuchen in den Kretsausschüssen, erlaffen. Der Inhalt derselben, welcher auch von allgemeinem Jntereffe ist, lautet im Wesentlichen dahin: Der Eigenthümer eines Thierkadavers darf (nach Art. 301, 303, 304 des Polizeistrasgesetzes) nur die Haut, Haare, Fett, Hörner, Husen, Klauen und Sehnen zurückbehalten, und zwar auch dies nur in dem Fall, wenn das Thier nicht in Folge einer ansteckenden Krankheit gefallen oder getödtet worden ist. Die Verwerthung aller anderen Theile von gefallenen oder getödteten Thieren, sowie, im Falle ein Thier in Folge einer ansteckenden Krankheit gefallen oder getödtet worden ist, die Verwerthung überhaupt aller Theile desselben (hier also einschließlich der Haut, Haare u. s. w.) darf — unbeschadet der Bestimmungen in der Fleischbeschauordnung über Verwendung von finnigen und trichinösen Schweinen oder Fleischwaaren zu technischen Zwecken — nur von solchen Personen vorgenommen werden, welche nach Maßgabe der §§ 16 bis 25 der deutschen Gewerbeordnung die Concession zu einem Abdeckereidetrtebe erworben haben. Da nun aber in Art. 301 bis 304 des Polizeistrasgesetzes bestimmt ist, daß der Eigenthümer eines gefallenen oder getödteten Thteres alle diejenigen Theile desselben, welche er nach dem Vorstehenden nicht selbst zu behalten befugt ist, an Niemanden sonst, als an einen Wasenmeister, überliefern darf, so kann im Großherzogthum auch nur ein Wasenmetster das erforderliche Material zum Betrieb einer Abdeckerei erlangen, mit anderen Worten, es muß derjenige, welcher die Concession zum Betriebe einer Abdeckerei erwerben will, zugleich Wasenmetster werden, also von den betr. Gemeinden als Wasenmetster angestellt und kretsamtltch verpflichtet werden. Dabet ist darauf zu sehen, daß nur solche Personen zum Behufe dis Betriebes einer Abdeckerei als Wasen- meister bestellt und verpflichtet werden, welche ver nöge ihres guten Rufes eine genügende Garantie dafür bieten, daß sie die ihnen überlieferten Thierkadaver nur auf diejenige Art verwerthen, welche in der ihnen zu ertheilenden Abdeckerei- Gewerbe-Concession vorgeschrteben wird. Diejenigen Personen, welche um die Genehmigung zum Betriebe einer Abdeckerei nachsuchen, sollen darauf hingewtesen werden, daß die Fortdauer einer solchen Concession, wenn solche ertheilt wird, zwar au sich nach Maßgabe des § 25 der Gewerbeordnung zu beurtheilen ist, daß aber — wegen der angeführten Bestimmungen unseres Polizeistrasgesetzes — die tatsächliche Möglichkeit eines Betriebes immer davon abhängen werde, daß der Geschäftsinhaber zugleich Wasenmetster sei. Da durch die Verwerthung der Thterkadaver etnesthetls die Erhaltung eines nicht unbedeutenden Theiles des Nationalvermögens bezweckt wird, an- dernthetls aber auch die Unschädlichmachung der Kadaver tn Abdeckereien eine weit gründlichere ist, als durch das Verscharren derselben, so sind solche Anlagen möglichst zu fördern. Das Verfahren bet der Ertheilung einer Concession zum Betriebe einer Abdeckerei ist tn der zur Ausführung der deutschen Gewerbeordnung für das Großherzogthum Hessen erlassenen Verordnung vom 1. November 1869 und durch Artikel 48, III, pos. 12 der Kretsordnung geregelt. j Die nach § 5 der erwähnten Verordnung von bttn Kreisamte unter > Zuziehung der Bau« und Medicinalbehörden vorzunehmende Prüfung erstreckt I sich aus folgende Punkte: 1) Auf die Zweckmäßigkeit und Zulässigkeit des von dem Nachsucheuden i für seine beabsichtigte Abdeckerei bestimmten Platzes. Derselbe soll nach wissenschaftlich feststehenden Grundsätzen nicht unter 500 Meter von anderweit bewohnten Gebäuden und nicht unter 100 Meter von einer öffentlichen Verkehrsstraße entfernt sein, sich nicht in der Nähe von Quellen befinden, welche Brunnen Trtnkwaffer zuführen, und eine dem beabsichtigten Abdeckereibetrtebe entsprechende Größe haben. Hochgelegeae rrocker.e Plätze verdienen den Vorzug. 2) Aus die Zulässigkeit der Art und Weise der Ausnützung der Kadaver und der zu diesem Zwecke herzurichtenden baulichen und anderweiten Einrichtungen, worüber dem Concesfionsgesuche die zur Erläuterung erforderlichen Zeichnungen und Beschreibungen betgesügt sein muffen (§ 17 der deutschen Gewerbeordnung). Es ist hierbei als maßgebender Grundsatz festzuhalten, daß eine Beseitigung der Kadaver und Kadavertheile als solcher aus dem Verkehr und eine die Gesundheit von Menschen und Thieren nicht schädigende Zerstörung der verwesenden Stoffe stattfinden muß, weiche dem in dem Gesetze zu diesem Zwecke vorgeschrtcbenen Verscharren der Thterkadaver überall mindestens gleich- werthig, in der Regel aber weil sicherer, durchgreifender und darum sanckärlich nützlicher ist. Die Einrichtungen müssen der Art sein, daß bei allen zur Abdeckerei gelangenden Kadavern die zu benutzenden Thetle alsbald von den nicht zu benutzenden getrennt und letztere auf dem hierzu bestimmten Wasenplatze verscharrt werden; daß ferner die zur Aufnahme von fauligen und sonstigen Rückständen bestimmten Gruben wasserdicht ausgemauert sind, die Rückstände selbst aber entweder aus dem Wasenplatze, wohin sie in verschloffenen Wagen gebracht werden müssen, verscharrt oder, wenn sie als Dünger verwendet werden sollen, vorher desinfictrt werden und daß endlich Kadavertheile, mit Ausnahme von Häuten und Haaren, in rohem Zustande nicht zum Verkaufe gelangen. Am meisten empfehlen sich diejenigen Einrichtungen, in denen särnrntliche Rückstände in Poudrette verwandelt werden. 3) Auf die Zweckmäßigkeit der zum Transport von Kadavern und Kada- vertheilen, sowie Rückständen derselben bestimmten Wagen. Bei Ertheilung einer Concession zum Betriebe einer Abdeckerei ist genau anzusühren, in wie weit sich dieselbe bezüglich des Verkaufs der Erzeugnisse sowohl, als bezüglich des Ankaufs und der Verwendung von Kadavern, ausdehnen darf, welche von Thieren stammen, die an ansteckenden Krankheiten gelitten haben. Handelt es sich um die Anlage von Abdeckereien, in denen auch die Verwendung von Kadavern solcher Thlere beabsichtigt wird, welche an Milzbrand, Rotz oder Wuthkrankheit erkrankt oder derselben verdächtig waren, so tst vor der Feststellung der Concesstons-Bedingungen der Mintsterial-Abtheilung für öffentliche Gesundheitspflege Vorlage zu machen. (D. Ztg.) Hefterreich. Pesth, 29. Mai, Abends. Die Regierung hat heute im Unterhause einen Gesetzentwurf, betr. die Ermächtigung zum Bau der größeren Objecte der Eisenbahnlinie Pesth-Semlm, eingebracht. Schwei-. Bern. Dem „Urner Wochenblatt" geht aus Göschenen folgende Mit- theilung zu: „Im Gotthardtunnel weckt die sog. blähende Strecke neuerdings ernstliche Besorgniffe. Man hat nämlich gehofft, mit einer Granitwölbnng von zwei Meter Dicke dem Nachstoßen des weichen Gesteins Einhalt zu thun. Nun treten aber wieder Anzeichen hervor, die fürchten lassen, daß die Widerstandskraft der Granitwölbnng in Bälde brechen werde. Zwar ist noch nichts eingedrückt und die Wölbung anscheinend intakt; allein einzelne Steine sind gespalten und tragen somit Anzeichen, daß sie in Länge nicht mehr zu halten vermögen. „Man bricht sich in technischen Kreisen den Kopf, um ein neues Mittel zu ersinnen, eine dauerhafte, allem Druck trotzende Wölbung machen zu können. Die Einen meinen, eine Eisenwölbung wäre stark genug, während die Andern an jedem Mittel verzweifeln und keinen anderen Ausweg wissen, als eine Seitcnbohrung, eine Curve, die diese blähende Stelle einfach umgehen würve. Man sagt, es sei dies speciell die Ansicht des Geologen Stapf; verbürgen kann ich es aber nicht. Immerhin sind die erwähnten Erscheinungen im Tunnel höchst bedenklich und können unter Umständen die Inbetriebsetzung deffelben noch lange hinausschieben." An und für sich schon wird der Gotthardtunnel höchst wahrscheinlich nicht bis zur bestimmten Frist fertig gestellt, dagegen läßt sich mit einiger Sicherheit erwarten, daß er mit der Vollendung der Zufahrtsstraßen dem Betrieb übergeben werden könne. Kann der Tunnel noch vorher befahren werden, so hat der Unternehmer resp. dessen Erben den Nutzen davon, indem er den Betrieb zu seinen Gunsten übernimmt. Die Gott- hardbahngesellschast gewinnt also für sich nichts, wenn der Tunnel vor der Fertigstellung der Zusahrtslinien dem Betriebe übergeben wird. (N. Z. Z ) Frankreich. Paris, 29. Mai, Abends. Die Abtheilungen der Deputirtenkammer wählten heute die Commission zur Berathung des Antrages auf gerichtliche Verfolgung des Herzogs von Padua; 7 der gewählten Mitglieder sind gegen und 4 für den Antrag. — Das radikale Journal „Mot d'ordre" veröffentlicht eine Zuschrift Rochefort's, worin dieser den Poltzeipräsecten heftig an- gretst, weil Rochefort's Sohn bei der Demonstration am letzten Sonntag von einem Polizisten einen Säbelhieb erhielt. Welgien. Gent, 29. Mat, Abends. In dec Pulverfabrik zu Wetteren unweit Gent sind heute durch eine Explosion viele Menschen verunglückt; bis jetzt sind 10 Tobte constatirt. Amerika. Washington, 29. Mai. Ein Bericht des Senats-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten befürwortet die Annahme einer Resolution beider Häuser, durch welche Präsident Hayes ersucht wird, mit Frankreich, Spanien, Oesterreich und Italien Verhandlungen anzuknüpfen zum Zwecke der Aufhebung der tu diesen Landern bestehenden Beschränkungen der Einfuhr des aus den Umonshäfen kommenden Tabaks- Telegraphische Depeschen. Wsgner'r telrgr. Eoerefpvudevr - Brsrearr. Petersburg, 30. Mai. Das „Journal de St. Petersbourg" publi- cirt ein Schreiben des Reichskanzlers Fürst Gortfchakoff, worin derselbe seine sofortige Abreise nach dem Auslande anzeigt. — „Golos" zufolge tritt der Minister des Innern, Makoff, am 2. Juni eine Reise tn's Innere Rußlands an. Loudon, 30. Mai. Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Kon- stantiliopel: Der Minister des Auswärtigen, Sanas Pascha, hat in dem Bestreben, die schwebenden Fragen einer raschen Lösung entgegenzuführen, seinen Abschied angeboten, falls er nicht Vollmacht erhielte, die Unterhandlungen ohne andere Controle als die des Sultans und Großoezirs weiterzuführen; auch würde er keine anderen Rathschläge, als die des Großvezirs annehmen. — Göschen hat den Minister Sawas besucht. Paris, 30. Mai. In einer zu Nevers anläßlich der landwirthschast- lichen Ausstellung gehalteneli Rede wies Minister Cockery aus die Schritte der Regierung zu Gunsten der Landwirthschast hin. Die günstige finanzielle Lage des Landes gestatte fortgesetzte Entlastungen. Frankreich werde seinen friedlichen Weg sorrsetzen und dabei Achtung und Sympathie nach Außen hin finden, während es im Innern die noihwendtgen Reformen vorbereite, ohne legitimen Rechten zu nahe zu treten und ohne sich durch Ungeduld fortretßen zu lasten. Lokales. Gießen, 31. Mai. Ein betrunkener Soldat (ein Elsäßer) erregte gestern Abend 10 Uhr in der Kaplansgaffe und am Kreuz großen Menschenzuiammenlauf. Wir wollen uns der Einzelheiten enthalten (Oie cingeleitete Untersuchung wird das Nähere ergeben), sondern nur bemerken» daß der Soldat, nachdem er zwei Schutzleute mit dem Säbel gehauen, verhaftet und später von einer Militärpatrouille von der Polizeiwache weggeholt wurde. Schon eine Stunde vorher erregte derselbe durch sein rohes Benehmen Aufsehen auf dem Seltersweg. So viel wir die Sache verstehen, wird der Soldat nicht ohne Festungshaft davonkommen — (Kestern Morgen während der Kirche batten zwei Frauen in der Maigaffe einen starken Meinungsaustausch. Publikum war gleich vorhanden und wurde die Differenz geschlichtet, jedoch nur bis zum Abend, wo sich folgendes Nachspiel ereignete : Eine dritte Frau gerieth mit emcr der am Morgen disputirenden und welche einen Zuber voll Wasser auf dem Kopfe trug, aneinander und spukte derselben in's Gesicht. Diese nicht faul, goß der Spukenden den Inhalt ihres Zubers über den Kopf und kühlte dieselbe dadurch hübsch ab. Daß auch hier die Sache nicht ohne einen kleinen Auflauf abging, versteht sich von selbst. Ein Schutzmann schlichtete den Streit. Berurischtes. Darmstadt, 29. Mai. fMilitärdienstnachrichten.^ Dr. Schwarz, Assistenzarzt 2. Cl. vom 1 Bat. (Gießen) 2. Großh. Lanvw.-Regts. Nr. 116, wurde zum Assistenzarzt 1. Cl. der Landwehr befördert; Dr. Müller, Assistenzarzt 1. Classe vom Nassau. Feld-Art.-Regt. Nr. 27, zum 2. Groß. Drag. Regt. (Leib-Drag.-Regt.) Nr. 24 versetzt. Darmstadt, 28. Mai. Die „R. Hess. V." enthalten in ihrem „Sprechsaal" folgenden Artikel: Bei dem hiesigen Amtsgericht 1 (und vermuthlich auch bei anderen Amtsgerichten des Großherzogthums) sind Ladungsformulare tm Gebrauch, auf welchen die Zeugen vor daS Königliche Amtsgericht geladen werden. Jedenfalls sind diese Formulare, wie leider so vieles Andere, aus Preußen bezogen, obgleich dieselben doch woyl ebenso gut im Großherzogthum Hessen hätten hergestellt werden und die dafür verausgabten Summen im Lande bleiben können. In einer hessischen Druckerei wäre Dies gewiß nicht vorgekommen oder als Makulatur zurückgewiesen worden. Wir wissen nicht, ob es Vorschrift ist, baß die Formulare von auswärts bezogen werden muffen, und welcher Stelle die Lieferung der Formulare an die verschiedenen Gerichtsbehörden zukommt, das aber wissen wir, daß die Gerichte, bei denen im Namen des Großherzogs Recht gesprochen wird, Großherzoglich c sind und daß diese Bezeichnung, schon um Mißverständnisse zu vermeiden, auch auf den Ladungen gewahrt werden sollte. Ganz besonders sollte cs uns freuen, wenn diese Zeilen Veranlassung gäben, daß die Herstellung den gewiß genug mit Steuern belasteten inländischen hessischen Industriellen überlassen toüibe. Frankfurt a. M., 27. Mai. Das „Jnt.-Bl." schreibt: Großes Aussehen erregt in der Stadt das Verschwinden der beiden Gebr. Sachs, welche ein Bankgeschäft in der Catharinenpforte führten. Man spricht von sehr bedeutenden Summen, die an ihnen verloren werden. Auch sollen sie Papiere, die ihnen zur Aufbewahrung, Con- vertirung, Anschaffung neuer Couponsbogen rc. anvertraut waren, veräußert und das gelöste Geld mitgenommen haben. Es dürften nicht wenige unbemittelte Leute durch diese Beiuntreuungen um ihre Ersparnisse gebracht sein. Das Geschäftslokal ist gestern Vormittag versiegelt und wie verlautet, auch bereits der Concurs erkannt worden. Heute Morgen wuroe von dem Curator der Gebrüder Sachs'schen Debitmasse das Geschäftslokal geöffnet und der Cassaschrank in Augenschein genommen. Nachdem es gelungen, die Bankspmde zu öffnen, fand sich folgender Baarbestand vor: 1) ein Napf mit neuen Pfennigstücken; 2) einige und deutende, meist werthlose Löschen; 3) ein großer Pack der berüchtigten Sächsischen Pfandbrief-Formulare und 4) in stiller EinsÄmkeit im Wechsel-Po»tefeuille ein österreichischer Guldenzettel. Bei dieser Gelegenheit wollen wir weiter bemerken, daß bereits bei circa 500,000 X von beschwindelten kleinen Leuten angemeldet worden sind. Ein Dienstbote, welcher ob der treuen Pflege ihrer erkrankten Hausherrin^in dem Testament mit 3000 X bedacht war, wußte vorige Woche die ihr ausgezahlte Dumme nicht besser anzulegen, als, verlockt durch die Annoncen, bei den Gebr. Sachs. Herr Landgerichtsrath Dr. Fabricius führt die Untersuchung. Der Vater der sauberen Gebrüder, welcher gestern mit viel Handgepäck abreisen »vollte, ist verhaftet; ebenso nach einer bislang noch unverbürgten Nachricht der eine Sachs in Amsterdam. Bad Nauheim, 27. Mai. Gestern Abend hat unser Teich abermals ein Opfer gefordert. Der vierzehnjährige Sohn eines hiesigen Ehepaares, das in einigen Tagen das Fest der silbernen Hochzeit froh zu feiern gedachte, ertrank, als er im Teiche badete. Der Junge tauchte unter und gerieth in den Tang oder Schlamm, wo er stecken blieb, dcnn er kam nicht wieder zur Oberfläche. Zwei Officiere, die auf dem Teichbaus sich restauriiten, machten sich sofort auf die Suche, ats sie von Vorübergehenden den Vorfall hörten und fanden denn auch den Jungen nach etwa halbstündigem Suchen. (O. A.) Lauterbach, 16. Mai. Unsere Stadt kommt aus der Aufregung nicht heraus, denn abermals berichte ich Ihnen von hier von einem Morde, aber diesmal von einem Giftmorde auf dem benachbarten Schloß Eisenback Ein Knecht des dortigen Gutßpächters Fülberth hat, wie verlauiet, aus Eifersucht den Kaffee der Mägde vergiftet. Eine Frau, welche in der Kürze ihrer Niederkunft entgegensah und welche von dem Kaffee ebenfalls genoß, ist tbren qualvollen Leiden erlegen; dagegen sckeinen die Uebrigen, die von dem Kaffee genoffen, der Gefahr entloben zu sein. Der der That verdächtige Knecht ist in's hiesige Bezirksgefängniß abgeführt worden. (O- N.) — (Schwerer Verlust.) Zu einem Kaufmanne in Kentucky, dessen wohlbeleibte Ehehälfte vor Kurzem gestorben ist, kam ein Geschäftsreisender und leitete feinen Tröstungsversuch mit den Worten ein: „Sie haben einen schweren Verlust gehabt, wie ich höre." — „Jawohl", entgegnete der trauernde Hinterbliebene mit einem tiefen Seufzer, „sie wog nahezu dreihundert Pfund." — sAecht Deutsch) „Hauseknecht, geb Sie mir ein Rekkenschirm", sagte ein deutsch radebrechender Franzose in einem Gasthause. — „Wie befehlen? ' — „Ein Rekkenschirm l" — „Ich verstehe wirklich nicht, was Sie meinen " — „Ei, em Rekkenschirm, was man hält über die Kopf un parablue■" — „Ah so, ein Paraplüh! Warum sprechen Sie nicht gleich deuffck?" — ^Reinigung von Stempeln und Typens Das Reichspostamt macht die Postanstalten ' darauf aufmerksam, daß sich die Anwendung von Petroleum als bestes Mittel zur Re'nigung ' der Brtefstempel erwiesen habe. Man nimmt eine kleine Bürste, taucht sie in einiges Petroleum, ’ bürstet stark und reibt den Stempel mit einem reinen Lappen nach. — Auch für die Geschäftsleute empfehlenswert^ Aus Hessen, 26. Mai. In Betreff der diesjährigen Exercitien im Regiment unb in der Brigade, sowie der darauf folgenden Manöver der Trnppentheile der 25. Dwision ist folgendes bestimmt: Das Regiment Nr. 115 wird vom 27. August bis incl. 1. September bei Darmstadt, das Negi'.nent Nr. llti vom 21. bis incl. 26. August bei Gießen, das Regiment Nr. 117 vom 26. bis incl. 31. August bei Mainz, das Regiment Nr. 118 vom 27. August bis incl. 1. September in Rheinhessen, das Dragoner- Regiment Nr. 23 vom 17. bis incl. 28. August bei Babenhausen und das Dragoner- Regiment Nr. 24 vom 19. bis incl. 30. August bei Darmstadt exerciren. Die 49. Inf.- Bngade übt vom 3- bis incl. 10. September theils bei Darmstadt, theils im Terrain Lei Darmstadt, die 50. Infanterie-Brigade vom 2. bis incl. 8. September in Rhein- Hessen. Die 25 Cavallerie-Brigade hält vom 1. bis incl. 6. September Brigade Hebungen bei Darmstadt ab. Die Detachements-Uebungcn der combinirten 49. Jn- -santeriecBrigade finden in der Zeit vom 11. bis incl. 14. September mit 2 Biwaks der Vorposten südlich der Modau und im Odenwalde, die der combinirten 50. Infanterie Brigade vom 10. bis incl. 13. September ebenfalls mit 2 Biwaks der Vorposten in Rheinhessen, zwischen Bingen und Oppenheim statt- Am 16., 17. und 18. September werden Feldmanöver der Division in 2 Abtheilungeir gegeneinander, mit 1 Biwak des Ganzen und 2 Biwaks der Vorposten auf der Linie Gioß-Gerau-Darmstadt—Groß-Umstadt, und am 20., 21. und 22 September Manöver der vereinigten Division gegen einen markirten Feind in der Gegend Groß-Umstadt—Reinheim-Dieburg—Babenhausen mit einem Biwak der gesammten Division abgehalten werden. Aus Starkenburg, 25. Mai. Der letzte strenge Winter, welcher in der Pflanzenwelt unberechenbaren Schaden anrichtete, erwies sich auch für die Bienenzucht als sehr ungünstig. Man kann durchschnittlich annehmen, daß die Hälfte der Bienenstöcke zu Grunde ging. Ein Bienenzüchter hatte sogar das Malheur, daß ihm von seinen 76 Stämmen nur noch 1 verblieb. München, 26. Mai. Wie oem ,,Baier. Kur." mitgelheilt wird, sind um Die erledigte Stelle eines Scharfrichters nicht weniger als 280 Bewerber aufgetreten, darunter auch ein Friseur und em — Schauspieler. Rendsburg. In der Colonie Sophienhamm ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag ein schreckliches Brandunglück. Das mit Stroh gedeckte Wohnhaus des Colonisten Johann Sievers gerieth in Flammen. Eine zwölfjährige Tochter fand ihren Tod unter der Gluth des herabstürzenoen Daches und der Vater, sowie zwei Söhne erstickten in der Schlafstube. Die Mutter, welche sich mit einem Sprunge durch's Fenster rettete, erhielt leider so erhebliche Brandwunden, daß an eine Genesung kaum 6u denken ist. — Ein seltsames Ansinnen stellte in Hamburg eine „Madame" an die Polizei. Sie verlangte nicht mehr und nicht weniger als die Verhaftung ihres Dienstmädchens, weil dasselbe Äie Kaffeebohnen zu braun gebrannt haben sollte. Sehlffabericlit. Mttgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyr, T. W. Dietz in Gießen. Bremen, 29. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Neckar, "Tapt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. Mai von Bremen und am 18. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten ■in Newuork angekommen Handel und Verkehr. Frankfurt, 29. Mai. «Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 2.50—4.00, Stroh X 2—3.50 Butter das Pfd. im Großen 1. Qual. X 0.90—95, 2. Qual. X 0.90—00, im Detail das Pfd. X 1.20—00, 2. Qual. X 1.10—00. Eier das Hundert ital. X 5.00, deutsche Eier 3.90 X, Ochsenstench per Pfund 65—70 Kuh, Rind und Farrenfleisch 45—60 Kalbfleisch 46—55 Hammelfleisch 50—65 Schweinefleisch 65—70 ein Hahn X 2.00—2.50, ein Hubn X 2.00—3.50, eine Ente X 2.70—3.20, eine Taube 60—00 H, Kapaunen X 3—4.00. Wälscher Hahn X 5—12. Kartoffeln 100 Ko. X 0—0.00, Weißkraut das Stück 25—30^, Rothkraut, 1 St. 30—35 H, frische Kohlrabi 10—00 H, neuer Blumenkohl 1 St. X 0.65, Wirsing 20—25 H, Zwiebeln 1 Bund 6 Meerrettig 1 Stück 12—20 Lattich per Portion 10—15 Kopfsalat 10—00 frische Spargel das Pfund 70—90 H, Radieschen 3—5 Arttschoken 55 junge Erbsen das Pfund 40 H, Romain-Salat 40—00 H, neue Bohnen 100 Stück 2.00—0 X, neue Gurken 30—40 H. Nützliche Mitthetlung. Wir möchten hiermit unsere verehrten Hausfrauen wiederholt zu einem praktischen Versuch mit dem nun in bald zehnjähriger Anwendung bewahrten garantirt chlorfreien „ächten »r. Linkischen FettlaugenmeHN veran- lasten weil dieses für jeden Haushalt so bequeme Product von Staatsanstalten, Fabriken, Hotelbesitzern und Privaten des In- und Auslandes als das anerkannt billigste, kräftigste unb unschädlichste Wasch- und Reinigungsmittel auf Wärmste empfohlen wird Dasselbe dient nach der Gebrauchsanweisung für feinste, wie für grobe Wasche, Wollen-, Baumwollen- und Seidenstoffe, für Gläser, Porzellan, Steingut Fußböden, Lamperien rc. und wird überall angewandt, wo es sich um leichte Entfernung hartnäckiger, zumal fettiger Unreinigkeiten aus Stoffen und Materialen aller erdenklichen Art handelt." — Vorräthig ist „Dr. Link's Fettlaugenmehl" überall in den besseren Seifen-, Material- und Colonialwaaren-Handlungen. Gießen, 31. Mai. An das Recurrenshospital wurden eingesandt: 1) von Darmstadt: a. von Ihren Großherzogltchen Hoheiten den Prinzessinnen des Großherzoglichen Hauses ein Pack Kleidungsstücke; b. aus dem Mauerspital des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege Kleidungsstücke; c. von verschiedenen Wohlthäiern aus Darmstadt Kleidungsstücke; d. von verschiedenen Wohlthätern an Geld 54 X 50 2i Von Gießen: a. der Betrag des Concertes des Citherclubs, mit der Bestimmung, daß die Summe nicht genannt werden soll; b. der Betrag einer Sammlung bei einem Diner 10 X 65 c. durch Fräulein Stumpf gesammelt 25 X 50 und zwar haben beigetraaen: B. 2 X, F. 1.50 X, Sp. 2.50 X, H. 2 X, R. 1 X. F. 50 H, H. 2 X, G. I X, K- 1 X, St 2 X. v. M. 3 X, S. 1 X, N 50^, H. Ix, g. 1 X, K. 3 X, W. 50^ und eine Flasche Wein; d. durch Vermittelung der Vorstandsmitglieder Des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege gesammelt 16a JÄ 50 — und zwar haben gespendet Bank. Reuilmger 5 X, Fabrik. Bock 10 X, Fr. v. Titzenhofer 3 X, Fr. Geh.R- Völker 5 X, Weinbändler Mayer 10 X, Holzhandler Katzenstein 5 X, A. Katz 10 X, Ungen. 5 X, Fr. Landrichter Wiener 1 X, Fr- Schellenberg 5 X, Rechner Döring 1.50 H, Fr. £ 1 X, Frl. E. 2 X, Fr. A. 3 X, Fr- Burk 10 X, G. Wortmann 3 X, Frl. Sander 2 X, M. 4 X, Prof. Streng 6 X, Fr- Reichenbach 3 X, Pros. Pasch 3 X, Canzleir. Clemm 10 X, Pros. Clemm 5 X, Fr. Steuerrath Schuster 5 X, Prof. Baltzer 3 X, Prof. v. Hippel 10 X Pros. Seuffert 3 X, Rentier Fulda 5 X, Fr. Sch. 6 X, Fr. Fr. 6 X, Prof. Lembke 6 X, Fr. v. R. 3 X, Bäcker Noll 2 x. Fr. Provinzialdirector Boekmann 7 X\ e. durch Frau Kauf von der Wohlthättqkeits-Vorstellung 20 X\ f. Kleidungsstücke haben gespendet: Fr. Präsident Knorr, Frl. St., Frl. Bansa, Fr. Geh.-R. Dölcker, Dr. Scbwarz, Fr. Uhrmacher Schmidt, Fr. Kilbinger, Fr. Prof. Köllner, Fr. Burk, Fr. Sckildköter, H. Homberger, Fr. L. Heichelheim, Frl. Heichelheim, Fr. Justizrath Kltngelhöfer, Lieutenant Ebel, Fr. Oberförster Lang, Fr. Dr. Brühl, Fr. Steuercontr. Süffert, Pfarrer Sander, Fr. Thorwart, Fr. Dr. Rosenberg; g. durch verschiedene Vorstandsmitglieder des Alice - Frauen - Vereins für Krankenpflege wurden außerdem noch mehrere Päcke Kleidungsstücke eingesammelt; h. Sammlung des Gießener Anzeigers 51 X 10 H. Die Angegangenen Kleidungsstücke sind sämmtlich an das Recurrenshospital abgegeben worden. Die eingegangenen Gelder sind bis auf 78 X 10 H, welche noch einen Reservefond bilden, sämmtlich für die Recurrenskranken zur Verwendung gekommen, von welchen, nachdem das selbstständige Reccurrenshospttal aufgehoben worben war, die beiden lctzt-n Kranken noch in dieser Woche im akademischen Hospitale verpflegt worden sind. Im Namen des Vorstandes des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege: Die Präsidentin des Gießener Hweig-Vereins A. Wtlbrand. Berichtigung. In dem Protocoll - Auszug der Stadtverordneten - Sitzung vom 27. Mai in Nr. 123 d. Bl. muß es in Betreff des Beschlussis über das Gesuch des Braumeisters Adolf Möller beißen: „Die Versammlung hat beschlosien, bet ihrem früheren Beschlüße zu beharren, welcher lautet, daß die Abführung des Waffers auf den Leihgesterner Weg überhaupt nicht gestattet wird." Vergebung von Pstafterarbeit. Die bet dem Umbau des Vordergebäudes am Provtnzialarresthaus vor- ckommevde Pflasterarbeit, veranschlagt zu vtt. 747,75 soll im Submtssions- weg vergeben weiden. Voranschlag und Submissionsprotocoll liegen bei unS offen. Offerten sind, verschlossen und mit der bezügl. Aufschrift vers hen, längstens Freitag den 4. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, bet uns emzurelchen, in welchem Termine die Eröffnung derselben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten statt- finden wird. Gießen, den 31. Mat 1880. Großh. Kretsbanamt Gießen. I. V.: Klein, 3732) KreiSbauausseber-Aspirant. Uersteigerung von Bauplätzen. Donnerstag den 3. n. Mts., um 2 Uhr Nachmittags, sollen an der Schiller-Straße, gegenüber dem neuen Mädchenschulhause wiederholt und mit Ausschluß von Nach- geboten öffentlich versteigert werden: Straßen- Mittlere front- Tiefe. Bauplatz Nr. II. mit 18 m u. 23 m „ „ III. „ 22 m u. 19 m „ „ IV. „ 28 m u. 15 m Gießen, am 29. Mai 1880. Großb. Bürgermeisterei Gießen. 3719) A. Brgm 3178) Eine kleine Varthie Korbsachen um Einkaufspreis bei C. Fr. Conrad. Allgemeiner Anzeiger. 3682) Zur bevorstehenden Saison empfehle alle zur Bepflanzung von Blumen- und Teppichbeeten nöthigen Pflanzen in großer Auswahl, sowie Blattpflanzen rc. Ferner starken pik'rten Sellerie, Lauch, sowie alle Sorten Gemüse- und Sommerblumen-Pflanzen. Georg Becker Wittwe, _________________________Kunst- und Handelsgärtnerei. Specialität. Häcksel - Schneid - Maschinen. Bewährteste Constructionen, vorzügliche Leistung, billige Preise. Frankolieferung, Probereit, Garantie. Heinrich Lanz, Maschinen-Fabrik, Mannheim. Lanz'sche Maschinen hält auf Lager und liefert zu Fabrikpreisen 3730) _____________August (Rieften. wwiswHsar von Rübsamen ist in allen ihren Theilen eröffnet und lade verehrliches Publikum zum Besuche ein. Die Damenschwimmanstalt ist abermals vergrößert. Der Schwimmunterricht für Knaben und Mädchen wie früher. Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend sind an Wochentagen Vormittags von 10—12 und Nacknrittags von 3 — 7 Uhr, an Sonn - und Feiertagen nur Vormittags von 7—12 Ubr. In diesen Stundeil wird gute und strenge Aufsicht geführt, so daß die ver- ehrüchen Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Verehrlichc Badegäste, welche ihre Badewäsche der Wärterin zum Aufbewahren und Trocknen übergeben wollen, sind freundlichst ersucht, diese vorher deutlich zeichnen zu wollen. -liähere Bedingungen sind in der Anstalt zu erfahren, wo auch die Abonnementsliste offen liegt. L™ Chr. Rübsamen. AeUgeöoleues. 3702) Ein großes Hofthor, als Scheunen- thor geeignet, zu verkaufen bei _____Ludwig Pfaff, Tiefenweg. 3611) Die so beliebte Marmelade ist wieder eingetroffen. ________Carl Hoffmann. Sauerkraut empfiehlt (3726 _____________C. Roth, Nene Bäue. Hochfeinen Borsdorfer Apfelwein, Apfelwein-Chartipagner, Weiss- und Rothweine hält bestens empfohlen (3053 1W[. Schuller, Wertheim a. M. Ziegel, 1000 Stück zu 20 Mark in der (3030 Iiirstl. Ziegelei ?u Kd). 200000 üickmirzplliiuzeo. sowie Kohlrabi, gelbe Englische, alle Sorten Gemüse und Blumenpflanzen empfiehlt die (3684 Gräff. Hofgärtirerei zu Assenheim i. d. Wetterau. Cafe .Klein. Mittagstisch g im Abonnement.__ 3568) Ein tüchtiger zuverlässig i Arbeiter findet dauernde Beschäftigung. Näheres I bei der Expedition d. Bltks. Achener (£oncer( hierein. Sechstes Concert (Kammermusik) Freitag den 4. Juni 1880, Abends präcis*) 5 Uhr, im Clubsasik Quartett von Jean Becker. Mitwirkend: Fräulein Jeanne Becker und die Herren Jean, Hugo und Hans Becker. 3738) PROGRAMM. 1. Quartett, Es-dur op. 47 von Schumann. Sostenuto, Allegro Scherzo. Andante. Finale. 2. Klavier-Vorträge: a) Nocturne, Cis-moll Chopin. b) Traumeswirren » Schumann. c) Albumblatt Bungert. 3. Violoncell-Solo: Fantaisic hongroise „ Grützmacher. 4. Klavier-Vorträge: a) Gavotte.......... Silas. b) Masurka, Cis-moll Chopin. c) Caprice..........„ Rafi. 5. Quartett, G-moll op. 25 Brahms. Allegro. Allegro ma non troppo. Andante. Rondo alla Zingarese. Der Concertflügel von Blüthner in Leipzig ist aus dem Piano- fortelager von Wilh. Rudolph dahier. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der Rudolp h‘schen Musikalienhandlung ä 2,50 (Sperrsitz ä JL. 3,50) zu haben. *) Der Zutritt zum Concertsaal findet nur durch den Nebensaal statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen. Urtheile ärztlicher Sommitäten über die ,Bei Magen- und Darmkatarrh, hab. L. d. H. Prof. Br Dräsche. (461 Direction in Budapest. [FRANZ JOSEF' ■bitterquellei Vorräthig in den meisten Apotheken und allen renommirten Mineralwasser- Depdts. Depöts werden auf Verlangen überall errichtet durch die Versendungs- Stuhlverstopfung, Appetitlosigkeit, Blutanschoppung, Hämorrhoiden, Leberleiden und Frauenkrankheiten wurden vorzügliche Erfolge erzielt.“ 1.878. K. k. Allgem. Krankenhaus, Wien. 2bt“eui _Z TTU- w Geh. Bath, Würzburg: „Die Wir- *• v ■ OCaHZQUl, kung der Franz Josef Bitterquelle ist ausnahmslos rasch, zuverlässig und schmerzlos“. Würzburg, 26. Juli 1877. T7L- das anerkannt wirksamste aller Bitterwässer. TTT T Erlangen: „Die Franz Josef Bitterquelle * ™VX» W ■ Ijeuoe, Wirkt sicher und macht keinerlei Beschwerden. Selbst in Fällen, wo es bei reizbarem Darme verabreicht wurde, erzielte das Wasser schmerzlose Wirkung“. Erlangen, 26. December 1878. TTorraw+r*i a 9 - & Die soeben erschienene Nr. 88 enthält: Die Eichhofs. Roman von Moritz, v. Reichenbach. (Fortsetzung). — Im Jo- hanneum zu Dresden- Von Karl Koberstein. Mit Originalzeichnung von W-Claudius: Alte und neue Rüstung im Jo- hanncum zu Dresden — Unkas. Erinnerung aus meinem Soldatenleben. Von. Hermann Ferschke. — Ein fürstlicher Wohl- thäter. — Zu Magdeburgs-Jubelfest am 4. Juni 1880. Geschichtliche Rückblicke von D. Wilh. Herbst. Mit einer Abbildung aus Vulpius, Magnificentia Parthe- nopolitana: Wie Magdeburg im Jahre 1702 aussah. — Am Familientische- Ge- sundheitsratb. Mit einer illustrirten Beilage: Touristen vor dem ehernen Löwcm Heinrichs auf dem Braunschweiger Burgplatze. 3640) Bureau und Wohnung des Unterzeichneten befindet sich in dem Hause des Herrn Volk 3606) Ein Mädchen von 14—16 Jahren am Ludwiaövlatz. ®Soe,ud,t' ^ere§ bC1 ber Rechner Karl Wittich. Toües-Anzeige. Statt besonderer Anzeige machen wir Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mtttheilung von dem nach langem, schwerem Leiden, schon im 32. Lebensjahre eingetretenen Tode unserer geliebten Frau und Schwester Emma Hoos, geb. Spengel, und bitten um stille Theilnahme. Die trauernden Hinterbliebenen. Julius Hoß, Otto Spengel. Die Beerdigung findet Mittwoch den 3. Juni, Nachmittags 2 Uhr statt. (3734 p Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pi etsch in Gießen.