Mist«? (680 liefen (661 itutg. erein. iUhr, rstand. Aitthtilung, ►oiTt Gattin, bahn. ,ahe bei ber W 0 tfW* «fett «, w! (667 Z^x. 27. Erstes Blatr. Sonntag beit 1. Februar 3880. Kichener Wueiger _______________Anfk'rze- «O AMsblM fir den Kreis Gieße«. ____________ •S7huT*X"X>'< } «<•'»>•«• B. iS- «»»», «««» »« SO SB»"»»«. a.ä‘»”"»%?,™ ÜSw» 2 »mT»' Amtlicher Hheik. Gefundene Gegenstände: 1 Unterhose, 1 großer Schlüssel, 1 Farbzeichen, 1 blauseidenes Halstüchelchen, 1 Kinderhandschuh, 1 grauleinenes Taschentuch, 1 Cigarrenspitze, 1 Boa. Die Gegenstände stnd auf der Polizeiwache (Schloßgaffe 258) aufbewahrt. Gießen, den 31. Januar 1880. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. F r e s e n i u s.__ Deutschland. ». Darmstadt, 30.Januar. Zweite Kammer de^Stände. 35. Sitzung. Die zweite Kammer führte heute die Berathung der Recommunication der ersten Kammer in Bezug auf die Vorlage Großherzogl. Staatsminifteriums, die Abtretung des Hessischen Aulheils an der Main-Weser-Bahn an Preußen betreffend, zu Ende. Zunächst ergreift Abg. Metz gegen die Vorlage das Wort, indem er ausführt, daß eine plan- mäßige Schädigung der Main-Weser-Bahn Seitens Preußen von diesem Bundesstaate n'cht erwartet werden könne, da in dem Großstaate mit großartigen Eisenbahnverhältnissen derartige Anschauungen nicht maßgebend seien. Was die projectirte Bahn Friedberg-Wetzlar und den Art. 41 der Reichsverfassung betreffe, welcher dem Reiche das Recht gebe, aus Gründen der Landesverteidigung oder im Interesse des allgemeinen Verkehrs die Erbauung von Bahnen vorzunehmen, so beabsichtige dieser Artikel nur, chicanösem Widerstreben der Einzelstaaten entgegenzutreten, nicht aber einen Bundesstaat zu zwingen, seine eigenen Bahnen zu Gunsten einer Reichsbahn zu untergraben. Neue ftichhaltlge Gründe für den Verkauf der Main-Weser-Bahn seien nicht oorgebracht worden und er beharre auf se'.nem ablehnenden Votum. — Ministerialrath Fink und Oberfinanzrath S chulz beleuchten die von dem Vorredner gegen die Vorlage vorgebrachten Gründe. — Abg. List hält auch heute noch den für die Main-Weser-Bahn gebotenen Kaufpreis für zu gering und ist gegen die,Vorlage. — Abg. Ellenberger stimmt nunmehr für den Verkauf, da namentlich in finanzieller Beziehung neue Momente vorgebracht seien, welche den Verkauf als im wohl verstandenen Interesse des gesammten Landes liegend erscheinen lassen. — Abg. Han st ein verwahrt die Stadt- verordneten-Versammlung zu Gießen gegen den in dem vorigen Bericht der Majorität des Ausschusses angeblich enthaltenen Vorwurf in dieser Angelegenheit locale Interessen in den Vordergrund gestellt zu haben. Im Uebrigen ist er gegen die Vorlage. — Die Abgg. Jockel und Genossen beantragen Schluß der Debatte. Es haben sich noch acht Redner zum erstenmale zum Wort gemeldet. — Abg. Matthy möchte gern alle hessischen Bahnen an das Reich verkauft sehen, nicht aber an Preußen, und ist deßhalb gegen den Vertrag. — Abg. Betz ist nunmehr für die Vorlage, indem er bemerkt, daß der Drang der Verhältnisse, welchem sich weder Regierung noch Stände entziehen können, es ihm zu einer unumgänglichen Nothwendigkeit mache, andere Sailen als das vorige Mal aufzuziehen. Namentlich sei es die Rücksicht auf die vorliegenden und in Aussicht gestellten Propositionen der Regierung in Bezua auf die Errichtung von Anstalten zu gemeinnützigen Zwecken, deren rasche Durchführung bei einem Verkauf der Main-Weser-Bahn gesichert erscheine, welche ihn heute bestimmen, von seinem früheren Votum abzuweichen. — Osann bestreitet entschieden, daß neue Gesichtspunkte vorgebracht worden seien und befürchtet bei einem Verkauf der Main-Weser-Bahn die sich bald einstellenden Consequenzen in Bezug auf die Main-Neckar-Bahn und die badischen Bahnen. — Abg. Pfannstiel ist gegen den Verkauf, da er als praktischer Landwirth von dem Grundsätze ausgeht, nur Objecte zu veräußern, welche wenig oder nicht ren- tiren, wie die Oberhessischen Bahnen, andere Objecte dagegen, welche, wie die Main- Weser-Bahn, immerhin eine respectable Rente abwerfen, so lange als möglich zu erhalten. — Abg. Bockenheimer verwahrt die Abgeordneten der Stadt Mainz gegen den in der Debatte, wenn auch nicht laut, so doch verdeckt manchmal erhobenen Vorwurf, als ließen sich dieselben in der vorliegenden Frage vielfach von lokalen Interessen leiten. Die Abgeordneten von Mainz sagen das, was sie erzielen wollen, offen und ehrlich heraus und haben dabei nicht die geringsten Hintergedanken. Wenn behauptet werde, daß mit diesem Kaufverträge andere gemeinnützige Unternehmungen nicht im Zusammenhänge stehen, so sei dies unrichtig, deren Ausführung werde vielmehr bei Realisirung des Verkaufs wesentlich sicher gestellt und beschleunigt. — Maurer ist auch heute für die Vorlage; Wolf stehl als Vertreter der jetzigen Minorität dagegen, ■—Nach einigen persönlichen Bemerkungen der Abgg. Schröder und v. Rabenau und einem Schlußwort des Berichterstatters der Majorität, Abg. Mö Hing er, ergaben sich in namentlicher Abstimmung für und gegen die Vorlage 24 Stimmen, so daß dieselbe nach der Geschäftsordnung als angenommen erscheint. Für die Vorlage stimmten die Abgg. Baur, Betz, Bockenheimer, Dittmar, Ellenberger, Falk, Hallwachs, Heidenreich, Jockel, Jost, Kiichler, Lautz, Maurer, Möllinger, Reinhart, Schröder, Scriba, Stephan (Hetzloch), Theobald, v. Wedekind, Weith, Weitzel, Heinzerling, Kugler; gegen die Vorlage stimmten die Abgg. Böhm, Büchner, Diehl, Frank, Grünewald, Haustein, List, Matth, Metz, Osann, Pennrich, Pfannstiel, v. Rabenau, Schmalbach, Schönberger, Seubert, Stephan (Osthofen), Sturmfels, Wadsack, Wasserburg, Weyrauch, Wolz, Wolfs« kehl und Muhl. — Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: Bauordnung Darmstadt, 30. Januar. Die bei der zweiten Kammer eingebrochte Interpellation des Abg. Osann, die Verlegung des Etatsjahres im Gemeinde- Haushalt betr., har folgenden Wortlaut: „In Folge des Gesetzes vom 22. März 1879, die Verlegung deS Etatsjahres für den Staatshaushalt betr., werden die staatlichen Besteuerungs- Normen nicht mehr für das Kalenderjahr, sondern für die Zeit vom 1. April bis 31. März des folgenden Jahres festgestellt. Den bestehenden Gesetzen gemäß gelten die staatlichen Besteuerungs" Normen auch für die nach dem Steuerfnß auszuschlagenden Gemeinde- Umlagen. Für den Staat und folgerecht für die Gemeinde gibt es hiernach keine Zugänge an Steuercapitalien durch Gründung neuer Gewerbe, Neubauten, Einkommenserhöhungen rc., welche vor Beginn des Etatsjahres (l. April) steuerpflichtig werden. In Erkenntniß dieses Mißstandes h'ben die Städte Darmstadt und Mainz alsbald nach Erlaß des erwähnten Gesetzes vom 22. März 1879 mit dem Aufwand nicht unhedeutenber Kosten ihre Voranschläge für die Zeit vom 1. Januar 1879 bis Ende März 1880 aufgestellt und dem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz zur Genehmigung vorgelegt. Diese Genehmigung wurde nicht ertheilt. Dagegen wurde, wie man vernimmt, diesen Städten und anderen der Städteordnung unterworfenen Gemeinden gestattet, den Anschluß an das staatliche Etatsjahr durch statutarische Anordnungen zu ermöglichen und den übrigen Gemeinden die Ermächtigung gegeben, ihre Com- munalsteuer für das Kalenderjahr 1880 nach den Steuercapitalien umzulegen, welche nur für drei Viertel dieses Jahres, vom 1. April an, gesetzliche Gültigkeit und Wirkung haben. Lösung der vorliegenden Verwickelung wäre durch gesetzliche Regelung leicht möglich und, wie ich glaube, geboten. Ohne dieselbe werden Reklamationen wegen Zuziehung der Communal-Umlagen erfolgen und nicht zu beseitigen sein, weil die Gesetze ihnen zur Seite stehen. Ich richte an Großh. Ministerium des Innern und der Justiz die erge. benste Anzeige: 1) Ist es richtig, daß in der herausgehobenen Angelegenheit die Lösung der Verwickelung auf dem Verwaltungswege durch die Entscheidung des Ministeriums in der angegebenen Weise erfolgt ist? 2) Wie glaubt Großh. Ministerium diese Art der Lösung mit den gesetzlichen Bestimmungen in Einklang bringen zu können? S) Wird Großh. Ministerium den angeregten Mißstand nicht auf dem Wege der Gesetzgebung zu beseitigen suchen? Darmstadt, 30. Januar. Zufolge der Recommunication der ersten Kammer über den Gesetzentwurf, die Ausübung des Erziebungsrechtes in Bezug auf die Religion der Kinder betr., hat Namens des Gesetzgebungsaus- schusses der zweiten Kammer der Abg. Jöckel einen weiteren Bericht erstattet. Der Ausschuß beantragt hiernach, wiederholt aus sämmtlichen Beschlüssen der zweiten Kammer zu beharren, mit Ausnahme eines kleinen von der ersten Kammer beschlossenen Zusatzes zu Art. 4 deS Entwurfes, dessen Annahme empfohlen wird. Darmstadt, 30. Jan. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer der Stände beantragt bezüglich der Vorlage Großh. Staatsminifteriums in Betreff der Errichtung einer stehenden Rheinbrücke zwischen Mainz und Kastel, die Kammer wolle unter der Beschränkung, daß die Bausumme von 3,600,000 Mk. unter keinen Umstanden überschritten werden darf, die Großh. Regierung sich daher in dieser Beziehung vor Beginn des Baues zu sichern hat, sowie daß erhebliche Ausgaben für fortificatorffche Anlagen, außer der in dem Ueberschlag bereits vorgesehenen, aus der Bausumme nicht bestritten werden dürfen, solche vielmehr dem Reich zu decken überlassen werden müssen, den Art. 1 und 2 des vorgelegten Gesetzesentwurfes ihre Zustimmung ertheilen. Berlin, 29. Januar. Die „Voß'sche Ztg." schreibt: Angesichts der in den Motiven der Militärgesetz-Novelle gegebenen, aber, soweit sie bekannt geworden, keineswegs überzeugenden Darlegungen über die Nothwendigkeit einer Erhöhung der Friedens-Präsenzstärke des Heeres ist wohl die Frage am Platze, ob denn nicht auf anderem den Notionalwohlstand weniger schädigen- den Wege sich eine Erhöhung der deutschen Wehrkraft erzielen ließe. Diese Frage wird selbst in militärischen Kreisen vielfach bejaht und zwar glaubt man, daß das Ziel durch eine vollständigere Durchführung des Systems der allgemeinen Wehrpflicht, unter gleichzeitiger Herabsetzung der Dienstzeit auf zwei Jahre, erreicht werden könne. Bisher gab es bei den Aushebungen tm deutschen Reiche neben denen, die zur Eintheilung in die Armee gelangen: 1) solche- die nur in Folge eines Ueberfluffes an brauchbaren Mannschaften zurückgestellt werden; 2) solche, welche ausgebildeter Gebrechen halber von jedem Dienste befreit werden; 3) diejenigen, welche in Folge häuslicher Verhältnisse unav-' kömmlich sind, oder wegen kleiner körperlicher Fehler zurückgesetzt, die Ersatzreserve 1. Klaffe bilden; 4) solche, welche wegen leichterer körperlicher Fehler nur bedingt tauglich sind und zur Ersatzreserve 2. Klaffe kommen. Beide Klaffen der Eisatzreserve wurden bisher nur im Kriegsfälle zur Ableistung ihrer Dienstpflicht herangezogen, die 2. Klaffe findet niemals im Felde Ve^ Wendung. Das Verhältniß der unter Nr. 1, 3 und 4 Bezeichneten stellt fich nun; wie in der „Schweizer Militär-Ztg." vor drei Jahren nachgewiesen wor- den; zu der Anzahl der wirklich dienenden Personen etwa wie 4 -ul, es gelangt also von fünf völlig oder bedingt Brauchbaren nur Einer zur Einstellung. Daß dies nicht der Billigkeit entspricht, liegt auf der Hand. Soll ober die Wehrpflicht nicht mehr mit erhöhter Schwere auf dem immer noch schwachen Procents atz der Bevölkerung, der von vornherein zur Erfüllung seiner Dtenst- pfl.cht herangezogen wird, laflrti, so man einen g'öß-ren Theil der Bevölkerung zur Ableistung der Dienstpflicht heran, wobei natürlich, nm die Cadres der Armee nicht über ihre ftesetzmäßige Stärke anfcbwemn ju lassen, die Dienstzeit auf zwei Jahre herabgeseht werden muß. Für eine oW§tT- absetzuna sind früher B. die Abflg. Gneist, v. Unruh, v. Bonin, der be- haupiete, daß die Verkürzung der Dienstzeit auf zwei Jahre »om ganzm «) «n| Um I 712) Sti N bllltz |u werden im ireA amL handencn ir •itn Maaren Verschiedene Baarzahlun Hießen, < Donner werben in ^oticutSm- Wag dc bestehend ir im Ganzen versteigert. Gießen, i W M. 691) TeiterSvi Angebot ab 1 Damnsch Matratzen i 1 iochelegan 1 "anapee, Vorhänge, 1 Zelters! tni1 ü. den6- ’ De«i Den Hidrch^ Den Heinriä> ®' * Den ÄM3al Auszug aus -en Kirchenbüchern -er Stadt Gieße». Evangelische Gemeinde. Getraute. , Dm 28 Januar. @eot9 Peppler, Untetoffijiet im II Mroßh. Heff. Jnfanterie-Re- giment Nr. 116 dahier, bt8 verst. Ackermann« zu Croß-Linden Ludwig Peppler I. ebel. Sob» unb Anna Elisabeth Ziegler, des Ackermann« Daniel Ziegler zu Waßmuthshausen ehel. Lachter. Getaufte. . . Den 25. Januar. Dem Weißbinder Ronrab Dipfer ein Sohn, Ernst Frtebrich Christian, geb. den 22. November. Lande gewünscht werde, ferner v. Bockum-Dolffs, Löwe-Calbe, Mallinkrodt rc- etngetreten. Bon Uithetlen aus neuester Zeit ist besonders erwähvenswerih daß, wie die Protokolle über die Ende 1878 in der Etsen-Enquetr-Commission stattgehabtcn Vernehmungen der Sachverständigen ergeben, die vernommenen Sachverständigen, als sie über die allgemeinen Gcünde des Rückganges unserer Industrie befragt wurden, fast einstimmig ganz entschieden ungünstig über die Wirkung der dreijährigen Dienstzeit aus die Entwickelung unserer Industrie sich ausgesprochen haben, indem ste z. 33. anführten, daß die Arbeiter jetzt gerade zu der Zeit, wo ste anfangen, Tüchtiges zu leisten, zum Militär eingezogen werden, und daß sie während der dreijährigen Dienstzeit Alles ver- gessen und darum nach der Rückkehr in den bürgerlichen Beruf lange Zeit gebrauchen, um die früher« technische Fertigkeit wiercr zu erlangen Wenn man etwa den Einwand erheben wollte, daß zwei Jahre zur militärischen Ausbildung nicht genügten, so würde man dem gegenüber darauf Hinweisen können, daß selbst in militärischen Kreisen zugegeben wird, daß, wenn jetzt beim Einjährtg.Freiwtlligen die eigentliche Abrichtung zum Soldaten im Einzel- Exercitium und in der Truppe ein halbes Jahr dauere, es sehr möglich sei, die Dreijährigen während einer zweijährigen Dienstzeit vollständig auszubilden, natürlich mit Ausnahme einer Anzahl Unbeholfener, die aber auch nach drei- und vierjähriger Dienstzeit bleiben, was ste sind. Bekanntlich hat sich vor einigen Jahren auch der Major von der Goltz vom großen Generalstabe entschieden für die zweijährige Dienstzeit erklärt. — Der Minister Maybach hat an sämmtliche Staatsbahn-Directionen folgende Verfügung erlassen: „Im Hinblick auf die aus den herrschenden Witterungsvcrhällnissen möglicherweise hervorgehenden Gefahren durch Eisgang und Uebcrschwemmung beauftrage ich die Königliche Dtrection, den aus solchen Anlässen etwa an sie ergehenden Requisitionen der Behörden um Gewährung von Hülfe, so weit letztere in ihrer Macht liegt, bereitwilltgst und ohne Verzug nach Möglichkeit zu entsprechen. Ich darf erwarten, daß die Königliche Dtrection da, wo es sich um die Abwendung oder Verminderung öffentlicher Gefahren handelt, nicht Anstand nehmen wird, auf eigene Verantwortung auch außerhalb ihrer eigentlichen Kompetenz liegende Maßregeln zu ergreifen, falls dies der Sachlage entsprechend zu dem angegebenen Zweck nothwendig erscheint. Meine nachträgliche Genehmigung, welche eventuell durch periodisch zu erstat- tende Berichte nachzusuchen ist, werde ich derartigen durch die Umstände gebo- tenen Maßnahmen nicht versagen." Aus Bayern, 29. Januar. Die Landes-Jndustrie., Gewerbe, und Kunstausstellung In Nürnberg Im Jahre 1882 erscheint nunmehr als nach allen Setten gesichert. Se. Maj. der König hat auf die Bitte des Landes-Comitös das Protektorat übernommen und durch Handschreiben seine besten Wünsche für das Gedeihen des Unternehmen« ausgesprochen, auch 25,000 jl bestimmt zur Erleichterung der Aussteller aus der Reihe des kleineren Betriebes. Auch die Zeichnungen zum Garanttesonb ergeben ein erfreuliches Resultat; in Nürn- b-rg allein sind bereits 450,000 dl. gezeichnet. - Wie aus Herrenchiemsee berichtet wird, ist der Bau des Königsschloffes nach dem Versailler Vorbiide rasch vorwärts geschritten. Der Trakt, in den der Thronsaai kommt «st vollendet. Der Umfang der Baulichkeiten entspricht nach den Bauplänen 'dem Areal der König!. Residenz in München. Die Kosten sollen sich auf etwa 30,000,000 dl. belaufen und wird der Bau noch ungefähr eine Zeit von 12 Jahren erfordern. Stuttgart, 30. Januar. Der Abgeordnetenkammer sind von zwei Seiten Anträge zugegangen, wonach die Regierung ersucht werden soll im Bundesrathe auf Herabsetzung der Gerichtskosten hinzuwirken. Bern, 30. Jan. Gestern fand zwischen Abgeordneten des Bundesraths der österreichischen Regierung und der Dircctionen der Nordostbahn, der Central-' bahn, der vereinigten Schweizerbahnen, Jurabahnen und Westbahnen eine Konferenz über die zukünftigen Tarifverhältniffe im Verkehr der Arlbergbahn mit den Schweizer Bahnen statt. In der nur allgemein gehaltenen Uebereinkunft da Details jetzt noch nicht festgesetzt werden konnten, wurde Oesterreich die Zusicherung ertheilt, daß die Arlbergbahn jeweilen bei jeder Verkehrsart auf gleiche Linie wie die meistgegünstigten ausländischen Bahnen gestellt werden solle. Alle Delegirten unterzeichneten, mit Ausnahme desjenigen der Nordost- bahn, welcher die Entscheidung der Gesellschafisbehörden vorbehielt. Odeffa, 30. Januar. Das Urtheil des Kriegsgerichtes in Sachen der bekannten Entwendung großer Summen aus dem Chersoner Rentamt ist nunmehr offictell publicirt. Vier Personen sind der Theilnahme an einer gesetzwidrigen Gesellschaft, eine davon, Helene Rossikoff, außerdem des Diebstahls im Rentamt, die sechs übrigen Angeklagten der Mithülfe für schuldig erkannt. Drei Angeklagte sind zu 15jähriger Zwangsarbeit, die Urheberin, Helene Rossikoff, zu unbefristeter Zwangsarbeit, weitere vier zu Gefängniß einer au Dienstentlassung verurtheilt und 2 freigesprochen. Der Generalgouverneur bestätigte das Urtheil. London, 30. Januar, Abends. Die Postverwaltung erklärte die Be- förderung der Post durch Dampfer der Orientlink zwischen England und Australien gemäß Parlamentsakte für obligatorisch. Die betreffenden Damvfer befördern daher die Post. Mffa Bi 16,116 unb u Kaut fide8t, fOtt Ate fSÄlk- empfiehlt Gec 544 6, b, , . —Die größte Nähmaschine der Welt ist soeben von derKinacr Man«- iinChU^tAn^i?i^PafCrtlfl■ 0e£CÖt Horden. Jedermann weiß, wie die gewöhnliche Haus- und Schneidermaschmen tn Betreff der Größe und des Gewichts rc. beswaffen sind und f-A ätschen diesen und der oben erwähnten wird ersichtlich wenn man s.ch das Gewicht derselben, welches mehr als 4000 Kilo bettägi mraegenwärtw^ io bnfj 6666 gewöhnlicher Zmimersußboden nicht die erforderliche Tragfähigkeit und'die b,e Durchlatzweite für dieselbe haben dürfte In gewisser Ansicht ist die Maschine neu entworseni ffe verbindet austervrdcntlicb? rr«« struction mit ^deutender Stärke der einzelnen Theile und ist für Arbeiten der schwersten ^aumwa^en^n^r-.'ist dieselbe spec.ell für die ^brikatchn derG^dy'schen baumwollenen Trerbnemen, ernes Artikels, der in neuerer Heit als billia^r und zweck aebrach? w^rd % ^r$*ber; andere Treibriemensorten mit Erfolg an den Markt b«fen Xrdbnemen verwendete Material ist von ganz besonderer Festigkeit und Zähigkeit und wird in verschiedenen Lagen zusammenaenäbt die bei den schwersten Riemen, wenn fertig, die Stärke bis zu einem ^ll erreichen iim SS ^nbcr^fdhmR n bet ^offlagen zu ermöglichen, werden dieselben durch besonders schwere, neun Zoll Durchmesser und acht Fuß Länge haltende Fübrunaswalren geleitet, welche gleichzeitig das Ausstrecken und gleichmäßige Pressen bewirken Die Ma chme, welche natürlich durch Dampf getrieben wird, ift fo con^uirt bafe fie mit ^n)rClr.9l^n' ^sp- Schiffchen, arbeiten kann, welche letztere durch besondere ^o^lchtung, behufs Erneuerung der Spulen von unten herausgezoaen werden können Ä ft1' ä’U6tV liegenden Stoffschichten zu berühren, während die Nadeln durch auto- bcn)a^rt werden. Die Walzen, durch welche nu6^h?m hnt Si} ff? rfA-roe^enf bur$ excentnsche und Kammräder bewegt und iegulirt: Mditere^ AZffl fO0e,nann c oberschichtige Radführung, die bei Bearbeitung fft^™ Jo Verwendung kommt. Der Stich kann, wie bei der gewöhnlichen Beliebendes ArbeNs^regulitt werd^ di-Führungswalzen ebenfalls nad, .Diese Colossal-Maschine ist, wie man uns mittheilt, durch Patent aeschübt nnh N/id??nnR^-?b^utet. von der Singer Manufacturing Company iGeneral-Agentur G. lannnn0? 'N Hamburg) für eine englische Firma geliefert, die augenblicklich Über 100.000 Fuß dieser Baumwollriemen in Bestellung hat. Letztere werden in der Breite M 55 A55 §^meter (5 Fuß engl.) hergestellt. Ein großer Thell dieser B - ftellung ist für Rechnung der Hamburger Firma I Levy tunior hif hen 9rrr»in Ä%atEfCr 3?iCmCn fÜr D6utsch-an°b, Oesterreich-Un/arnL der Schwe^?w Auszug aus den Slandesamtsregistern -es Standesamts Gießen Vom 24. bis 30. Januar 1880. Aufgebote. » 4;, 3ka»Uer'n2L ffüfer 3°^"" Becker von Tret« a. b. 8ba. mit Margarethe «e<6er Sotbier be« verst. Ackermann« Johanne« Zecher V. von Staufenberg. 28. Taglöhner Johann Slbam Maltmann von Boden mit Katharine Brück, geb. Schwarz Wittwe de« Taalöbn»« Ludwig Brück von Mendorf a. Lba. ?29. Kaufmann Robe^H^a« von Willingen N Jo §anna Johannette Eiff, Tochter des verst. Schneidermeisters Heinrich Eiff von Gießen. _ Eheschließungen. Januar. 28. Der Unteroffizier im II. Großh. Hess. Infanterie - Rcaiment Nr 11« Züg?er^Wal°much«h1Üstw''' Elisabeth Ziegler, Tochter be« Ackermann« Daniel Geborene. 2auuar 24. Auguste Bertha Gertrude, Tochter des Lokomotivführers August Johann a ?! 4, £ ^nn° Wilhelmine, außerehelich von auswärts 26. Dem Secttonß-Jngenteur Cb^ 261 Dem Fruchthändler Isaac Goldschmidt eine Tochter Sefkorbene. u O 1?annUar' n- Johannes, 14 Jahre alt, Sohn des Eisenbahnarbeiters Jakob Seipp von Leihgestern. 25 Katharine Karoline Elisabeth, 1 Monat alt, Tochter des Schneiders Johann Fischer. 27. Dem Fruchthändler Isaac Goldschmidt eine Tochter, 1 Tag alt 27. Monate alt, Sohn^des Kaufmanns Samuel Elsoffer. 27. Karl Ludwig, 1 Jadr J Ayrers Ernst Keiner II. 28 Der Oeconomie-Handwerker in der 5 Escavron U 1 Dragoner-Regiments n «or,, T" 2 ' ” ett6munS maten bie Kinber der Befahr auSgesetzt, unter da« Gewölbe und'dadurch dem flcherm Tode entgegengetrieben zu werden. Auf ihr Hilferufen sprang ein hiesiger Bürger n„n £ w-! L?^Sie benutzten mit Raffintrtheit die Abwesenheit deS Ladeninhabers und wenn d^ I sie nach irgend einem Gegenstand, der nicht im Laden zu haben war am ÄRe * b,'be ^stch'-«. «ne tüchtige Tracht a pLeriori wör« — Die „Volksküche" vertheilte heute 1017 halbe Portionen. Verkauft wurd-« »2. 925 Portionen erhielten Arme, Kinder und HandwerkSburfL ' ” ^‘en,On ’ tgrmlsGitßkn ti** In'1' A-rz-rethr 8^, raglöhan ZohM , Diümgkll nw J Mn »Hi«- ,u 3«f»k ew» st««*# r«. «Ü. 2' ” 2'3«tr Hs -,W alt- ^?vnPst>.^o,S5 VN tztii WmpntztU 000,-insrpr.PfuU 3»iMp. 6h M- °nd RmWs- tbttnneflrild) 60 A 'N tztück 9 4. ber Sinacr Mam : ßtwöbnlidie Haus- btiqafftn sind und fidjtlidj, wenn man vergegenwärtigt, fo agiahigkeit und die )n gewisier Hinsicht nnfachheit der Con- »ettei der schwersten on der Gandy'scher. । billiger und zwei! [folg an den MM von ganz besonderer igenäbt, die bei den m.'chen Um da; bi(ftlbtn burd) bt■ >t gübiun^wahtn m btm^kn. Di' Itniin, daß sie nni irre durch besondere gen werden können, Nadeln durch auto- •Jalien, durch welche instgt und iMuIirt; bie bei Bearbeilunz der gewöhnlichen chen ebenioüs nach atent geschützt, und zentral-Agentur Eenbliälich übtr erden in der Brnte er Ibtil dieser Se- )[ die den Allein- id' der Schweiz m «’S "Si-l, L" V 5 tÄ * nb 6, ä:* b'(in Bnhilt»,ß„ - nch im Stellt «/28 Uhr. Der Vorstand. Gesangverein Eintracht. Sonntag, den I. Februar, Abends 8 Uhr: (69t Theatralische Abend-Unterhaltung auf Lony’s Eierkeller (Rest. Oswald). jEntree #4» Vfy* Per Vorstands Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Schwieger- und Großvater Balthasar Schmidt Freitag den 30. Januar nach kurzem Leiden sanft dem Herrn ent- schlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernben Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag de» 1. Februar, Nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause, Mäusburg, statt. (706 Wermietyungen. 709) Das seither von Herrn Textor innegehabte Logis nebst Laden ist sofort zu vermuthm. Auch kann der Laden einzeln vermiethet werden. P. Hubrler. 427) Eine Werkstätte zu vermiethen. Neuenweg Lit. B. 116. Vermischte Anzeigen. 696) Einem hiesigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich die polizeiliche Concession als Dienstmann Nr. 17 erhalten habe. Meine Wohnung befindet sich Wetzstein- gasse A. 32 im 2. Stock. Anfragen oder Bestellungen werden auch im unteren Stock entgegen genommen. Gießen, am 30. Januar 1880. _____________Philipp Müller V. Gesucht ein durchaus zuverlässiger Mann als Bauwächter für das neue Garnison'Lazareth. E-n- tritt sofort. (692 Gießen, 30. Januar 1880. Grosth. Garnifon-Lazareth. 704) Ein jüngeres Mädchen vom Lande sofort gesucht. Rest. Müller, Wallthor. Schlitten-Carronssel auf dem Eisteich zur Lindenburg, Heuchelheimer Chaussee. Schlittschuhbahn gratis. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. (705 ■>. Weiter V. F. St. F. L Montag: Arnold. ♦ 710) Unserem lieben 711) Unserem lieben co zu seinem heutigen Geburtsfeste die ▲ herzlichsten Glückwünsche. * Frohsinn. Montag Abend: Restanration Spies. Spar-Perem Concordia (Deutscher Hof.) Generalversammlung Montag den 2. Februar, 698) Abends V,9 Uhr. ▲ zu seinem morgigen Geburtsfeste die * * herzlichsten Glückwünsche. £ ♦ Frohsinn. ♦ 1200 Mark gegen fast doppelte Sicherheit zu leihen gesucht. Wo? sagt die Exp. d. Bl. (708 689) Ein gut möblirtes Zimmer für einen Henn auf sogleichgesucht. Offerten unter Nr. 689 nimmt die Exped. d. Bl. entgegen._________________________________ 707) Einen halben Morgen Garten auf dem Nahrungs- berg, sehr gutes Land, beabsichtige ich zu verkaufen oder zu verpachten. Otto Luft, Gasthaus z. Löwen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. _____ Jpunu ein zweites Blatt Die zi In Damstal BnathuWH nonmne anPuuß Die P nach W । tigkett rtl frite tehan femzen -ei Nibtn P, MWen D jwfMidje A wirb. In Mm jebtlisa gelt mit tun sonst hätte m zm geändert. Tie b politischen A gedenke Bell Länder discr tUTObiiid starrt von l gewesen als kein Ante bt: Tie tu Iti in den M unb tenbenztöi losort bemerll grführ 1000 Ni werben. Die $ keiner Mut dls AürstLisä Itye in voll mit, baß b ihm nahe schließendes C q 3" Gr Skbruar zns wW bie aus ,Ät3n Oe ^Ervch gtf0] ^zutreten. $ v grnehme C , Sultan i iÄL- tiS?;* mutt, J e*nf; K BbiiiJrr.: i ch t M J? Ars SS' •«sfi«