Sonntag den 31. August 1879 Nr. 202 ichener 'Anzeiger Auzeigk- uni) AmisbluU für den Kreis Gießen RedactionSbureau r \ (pxpeditionSbureau r f Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Schulstraße B. 18. Schweiz. Bern, 27. August. Für die Leitung der Fortführung des Gotthard- tunnelbaues ist von den Erben des Herrn Favre jetzt derart gesorgt worden, hi btU I daß von diesen ein sog. Directions-Comitä zu diesem Zwecke ernannt wurde, em««. An dessen Spitze stehl der Ingenieur Bösst, welcher seit 1874 Stellvertreter -—' TjJpnßäJ1 des Herrn Favre war, mit dem Titel „Direktor des Gotthardtunnel-Unter- \ WV ' uehmens/' Ihm stehen zur Seite die Herren Stockalpen, der bisherige Bohr- > de«80. Äugu^. Ingenieur auf der Nordseite des Tunnels, und Rambert, als juristischer nennung dieses Comitss bereits ihre Genehmigung erthetlt. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P^ Rathgeber. Herr Bösst ist ein Genfer und hat seine Studien auf der Central- ichule zu Parts gemacht; Herr Stockalpen ist aus dem Canton Wallis, Herr Rambert von Lausanne gebürtig. Die Gotthardbahn-Direction hat der Er- Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Uorrespoudeuz-Bureax. Darmstadt, 29. August. Prinz Ludwig von Battenberg, Bruder deS Fürsten von Bulgarien, ist aus England in Jugenheim eingetroffen. Berlin, 29. August. Der Kaiser empfing gestern den General-Feld- marschaü v. Manteuffrl vor desten Abreise in Audienz. — Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Ernennung des Geh. Regterungsraths Schlieckmann zum Regierungs-Präsidenten in Gumbinnen. Weimar, 29. August. Der altenburgische Minister v. Gerstenberg ist heute früh auf seiner Besitzung Sulza gestorben. London, 29. August. Einer Meldung aus Captown vom 12. d. zufolge ist General Wolseley mit der Clarke'schen Truppeuabthetlung in Ulundi angekommen. Die Zulus zerstreuten sich und kehrten zu ihren Wohnplätzen zurück. Die Verhandlungen Wolseley's mit den Vornehmsten der Zuluhäuptlinge dauern fort. Letztere haben versprochen, sich unterwerfen zu wollen. Cetewayo befindet sich in der Nachbarschaft von Ulundi. Paris, 29. August. Anläßlich der Gerüchte über Entsagung seiner Ansprüche Seitens des Prinzen Don Carlos veröffentlichen die legttimisttschen Journale eine Note, in welcher sie sich ermächtigt erklären, zu melden, daß Don Carlos sich seiner Rechte, die er mit dem Schwerte in der Hand ver- theidigte, wider begeben könne, noch wolle.— König Alphons hat heute Morgen Arcachon verlassen. Die Erzherzogin Marte'Christine wird heute Abend abreisen und nach Paris zurückkehren. Warschau, 29. August. General-Feldmarschall v. Manteuffel ist in Begleitung von fünf preußischen Officieren heute Nachmittag 23/4 Uhr hier angekommen, auf dem Bahnhof von dem Gehülfen des General-Gouverneurs Krüdener, Stabschef Fürsten Schachowskot und dem Poltzeichef Buturlin empfangen. Der Feldmarschall begab sich von da nach dem Lustschloffe Lazienki, wo er im weißen Hause abstteg und wo ihn eine Ehrenwache vom Garde- Regiment Kaiser Wilhelm erwartete. Petersburg, 29. August. Der „Regierungs-Bote" bringt ein offi- ctelles Commumqus, welches die leidenschaftliche Besprechung der ausländischen Politik durch russische Blätter auf's Entschiedenste mißbilligt. Der leidenschaftliche Ton, worin die russische Preffe innere Fragen der ausländischen (Staaten und die Wendung der auswärtigen Politik behandle, grenze nicht selten an den Mißbrauch der Rechte der Preffe. Die Aeußerungen der Journale über die ausländischen Regierungen und deren leitende Staatsmänner gingen über die Grenzen einer vernünftigen Zurückhaltung hinaus. Petersburg, 29. August. Das bereits signaltsirte Communiqu6 des „RegierungS-Boten" lautet: „Ein gewisser Thetl der russischen Preffe, welche in der letzten Zeit eine besonders lebendige Aufmerksamkeit der inneren Politik ausländischer Regierungen zuwendet, ließ in diesem Falle sich mit fortreißen von dem Verfahren bekannter ausländischer Preßorgane, welche sich hinsichtlich Rußlands uno seiner Politik einen feindlichen, bis zur Unschicklichlett scharfen Ton aneigneten, und verfällt in daffelbe Extrem der Leidenschaftlichkeit. Das Urtheil unserer Preffe über innere Fragen, welche diesen oder jenen Staat in Aufregung versetzen und über die Aenderung der Stellung dieses oder jenes Staates in der äußeren Politik grenzt an den Mißbrauch des gedruckten Worte?. Die Urtheile unserer Preffe über ausländische Regierungen und deren leitende Staatsmänner überschreiten die Grenzen einer einsichtsvollen Zurückhaltung. Die Regierung, die solche Haltung der Preffe entschieden mißbilligt, findet dieselbe unvereinbar sowohl mit unseren freundschaftlichen Beziehungen zu allen fremden Staaten, als mit einer ernsten Auffasiung der Preffe von ihrer patriotischen Pflicht." Petersburg, 29. August. Der Kaiser von Rußland reiste in der Nacht vom 27. zum 28. d. aus Zarskoe-Selo nach Warschau ab, traf am 28. d., Nachmittags, in Dünaburg ein und hielt daselbst eine Truppenschau. Abends um halb 8 Uhr kam derselbe in Wilna an, wurde von den Spitzen der Behörden empfangen, besuchte das Kloster und begab sich hierauf in das Palais, wo ihn die Generalität und eine Ehrenwache erwartete. Die Bevöl- kerung empfing den Kaiser überall mit großem Enthusiasmus- Breslau, 29. August. In der vergangenen Nacht hat zu Herminen- hütte bei Gletwttz eine Keffelexplofion stattgefunden, wodurch 5 Menschen das Leben verloren und 9 schwer verwundet wurden. Ein großer Theil des Hüttenwerkes ist ntedergebrannt. Warschau, 30. August. Der Kaiser ist gestern Abend hier etnge- troffen und wurde von der Bevölkerung mit Enthusiasmus begrüßt. Die Stadt war festlich gefchmückt. Es fand eine allgemeine Illumination statt. Deutschland. Darmstadt, 28. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 21. August den ordentlichen Professor Dr. Seuffert zum Rector der Lar des-Universität für die Zett von Michaelis 1879 bis dahin 1880 zu ernennen. Berlin, 29. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Gutem Vernehmen nach haben weitere Erwägungen es der Regierung angängltch und zweckmäßig erscheinen lassen, auch noch dem Erwerb der Berlin-Anhalter und der Rheinischen Eisenbahn näher zu treten. Die erforderlichen Einleitungen dürften unmittelbar bevorstehen. Bet beiden Bahnen komme in Betracht, daß die künftigen Erträge durch verstärkte Belastung mit Verzinsung und Amortisation der Anleihe, resp. auch durch Vermehrung des Stamm-Acttencapttals und durch Concurrenz Abbruch erleiden würden. Umstände, welche um so mehr in's Gewicht fielen als manche Neubauten, womit diese Gesellschaften belastet, keineswegs zu den rentablen zu zählen seien. Die Regierung habe deßhalb gemeint, der Berlin-Anhalter eine vierprocentige Rente, der Rheinischen Eisenbahn für die Aclien Lit. A. neben einer einprocentigen Convertirungsprämte eine sechspro- centige Rente, für die jungen natürlich erst vom Tage ihrer Dtvidenden-Be- rechtigung an, bis wohin die Rente nur 5 pCt. beträgt, hier wie dort in Consols als einen entsprechenden Preis offertren zu sollen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Nachdem die Generalversammlung der Potsdam-Magdeburger Eisenbahn-Gesellschaft mit der Aussicht auf eine noch folgende unbedingt beschlußfähige Versammlung zur Beschlußfassung über den Uebergang dieser Eisenbahn an den Staat auf den 12. September einberufen ist, dürfte die Einberufung der Generalversammlung der Köln- Mindener Eisenbahn-Gesellschaft zu dem gleichen Zweck bald folgen. Ueber die Höbe der Convertirungsprämte sei auch >n dem letzteren Falle eine Einigung zwischen der Regierung und den Gesellschafts-Vorständen nicht erzielt worden. Sie höre als gewiß bezeichnen, daß die Regierung hier wie dort über ihr wohl erwogenes Gebot nicht hinausgehen werde. Es bleibe abzuwarten, ob die Aktionäre die liberale Offerte des Staates ablehnen und es auf den Abbruch der Verhandlungen ankommen lassen würden. — Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt aus Wien von „gut unterrichteter Seite", daß Graf Andraffy nach seinem heutigen Eintreffen in Wien zum Kaiser in'S Brücker Lager gehen dürfte, um dem Kaiser über seine Reise nach Gastein zu berichten. Der Kaiser kehre am 5. September nach Wien zurück. Dann werde die Ernennung des neuen Ministers des Aeußern erwartet; es dürfte jedoch die Angelegenheit wahrscheinlicherweise bis Mitte September vertagt werden. Nicht ohne Einfluß auf dieselbe würden nämlich die erwarteten Berichte d.r in den Sandschak Novibazar abgegangenen Special-Commissäre bieiben, da, Falls sofort zur Besetzung der Lim-Linie geschritten würde, Andrassy diese Action noch unter seiner Amtswtrksamkeit und Verantwortlichkeit werde vollziehen lassen wollen. Lokales. Gießen, 30. August. Ueber den in gestriger Nr. erwähnten Einbruch in der hiesigen Synagoge können wir heute folgendes Weitere mittheilen. Dachdecker H. Nützlich und Schlosser Paul Kirchmann, beide schon längere Zeir hier wohnhaft, jedoch von auswärts gebürtig, erbrachen in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag eine neben dem Haupteingang zur Synagoge ^ftnv- ltche eiserne Thüre mittelst Brecheisen. Bet dieser Gelegenheit sprengten ste ein Stück Sinn, woran sich die Verschluß-Klammer befand, ab. Von dieser Thüre aus gelangten sie in die unter- Banden rc. y tttt und Thoren Wär tungsvoll 'iegandt, En. -SÄ« Bekanntmachung. Gefunden: 1 Hut, 1 Regenschirm, 1 schwarze Quaste, 1 Kinderstrumpf, 1 Schlüssel, 1 Pack Kleider (in der Nähe der Well er'schm Eishalle gefunden). Zugeflogen: 1 Hahn. Gießen, den 30. August 1879. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. ________Fresenius. " "’4, &W9*- 6. rfl- v ilen ° 4 etnWt **• <$■ Nst. *84 Wit Petri v ,#r odcl- „ „ Hicl^ ng m -^2 Posse 1 ^edantag m tr die Gefallenen, rede, Concert, lintagsblatt. Rricgrröcmns. stotbenen Reniie, lUbalo bei Hem hzeilig werden tii nnerhalb 3 Wochen ngt werben wolle» nftemck. Fercher gefommw h jetzt dem größsi s-chen, die wechw em hunger veifaM sehen. Der Faaiilm m das nöthige Reije- iwendigen Kleidernu Menschenfreunde tu h zu sein, daß diesei, seinen neuen Wohntti ■ a zu nehmen und m verwenden. Auskuost - in unserem Geschäht ■ Heiberg d. 1. Lept-, Tt in $toM . in gkilW. irdische Heizungsanlage, wo sie sich mittelst Erleuchtens durch Zündhölzer den Aufgang nach Oben über eine hölzerne Treppe suchten und durch die oben unverschlossene Thüre Zutritt in das Innere der Synagoge fanden. Dort erbrachen sie die Thüre zur Thora mittelst eines Meißels, nachdem sie zuvor mittelst eines Centrumbohrers am Schlosie angebohrt hatten. Sie entwendeten hier vier rothe halbseidene goldgestickte Mäntelchen und beschädigten zwei weitere durch Abreißen der Goldstickereien im Gesammtwerthe von über 600 JL Von der Thora begaben sie sich in ein offenes Nebenzimmer (Gabinetj, wo sie einen roth-seiden-sammtnen, mit Goldstickereien (Löwe und Wappen) versehenen Vorhang im Werthe von 7—800 st. Mitnahmen. Aus einem ähnlichen Vorhang schnitten die Diebe einen Theil der Goldstickereien heraus. Ferner wurde cm silberner Becher ohne Fuß, sowie ein silberner Deuter (sog. Gottesfinger) uno ein großer neusilberner Leuchter von ziemlichem Gewichte mitgenommen. Hier wurde auch ein Stück von einer Gaslampe abgedreht und gleichfalls eingesteckt. Aus einem offenstehenden Schrank wurde eine Büchse genommen, dieselbe erbrochen und ihres Inhalts mit etwa 25 JC. in verschiedenen Münzsorten beraubt. Eine gleiche am Vorplatze der Synagoge in die Wand einge- gypstr Sammelbüchse wurde herausgeriffen und ihres Inhalts mit etwa 1 JL entledigt. Von hier aus machten sich die Diebe an den in der Synagoge befindlichen Caffaschrank, zwängten die Eisenverzierung los, ohne daß sie ihren beabsichtigten Zweck erreichen konnten. Die Diebe nahmen ihren Rückweg durch die Gärten der Wieseck entlang nach der Grünberger Straße zu. Veranlaßt durch die Andeutungen eines hiesigen Bürgers, bei welchem rc. Kirchmann vor etwa 14 Tagen geschmolzenes oder zerschlagenes Silber zum Verkaufe anbot, wurde die Schutzmannschaft auf denselben aufmerksam und verhaftete ihn sofort. Der Frau des re. Röh- lich mochte diese Verhaftung zu Ohren gekommen sein und gedachte dieselbe sich vielleicht aus der Affaire zu ziehen, indem sie auf Befragen eingestand, daß die in der Synagoge gestohlenen Sachen sich auf ihrem Acker am Trieb vergraben befänden. Eine Haussuchung bei re. Röhlich ergab, daß noch weitere gestohlene Sachen in ihrem Bette und auf dem Speicher sich befanden. Die Silbersachen und Goldstickereien, welche die Diebe von den Vorhängen abgetrennt hatten, waren zum Theil auf dem Acker Röhlich's vergraben. Zu bemerken ist noch, daß der Einbruch bereits auf Sonntag Nacht projeetirt war, wovon die Frau Röhlich's aber ihren Mann abzuhalten gewußt haben will. Röhlich wurde nun ebenfalls verhaftet und fanden sich nun auch sämmtliche Werkzeuge, welcher sich die Diebe bedienten, bei demselben vor. Eine weitere heute Morgen bei Röhlich vorgenommene Nachforschung führte auf die Spur eines in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni in Vilbel in der katholischen Kirche toer übten Kirchenviebstahls und wurden bei dieser Nachforschung geschmolzenes Silber unv eine zusammengeschlagene Broneeschelle aufgefunden. Hierauf wurden die Frauen Röhlichs und Kirch- manns, welche entschieden von beiden Diebstählen gewußt haben dürften, verhaftet. Nachträglich sei noch bemerkt, daß jeder der beiden Einbrecher sich im Besitze eines Schlüffels zvm Innern der Synagoge befand. — Einen großen Menschenauflauf verursachte heute Morgen die Vorführung eines auf Requisition des Gerichts verhafteten Mannes. Das Publikum glaubte, cs sei einer der Einbrecher zur Synagoge und umlagerte stundenlang die Schloßgaffe und das Regierungsgebäude, natürlich ohne etwas zu sehen oder zu hören. Die Schutzleute hatten alle Mühe, die Passage frei zu halten. — Die feit Montag vermißte 82jährige Frau wurde heute Morgen in der Nahe der Sauerbier'schen Mühle aus der Lahn gelänbet. Vermischtes. Pesth, 24. August. Für die Szegedtner sind nach dem letzten Ausweis bisher im Ganzen 2,573,961 fl. 46«/z kr., somit bereits mehr als vritthalb Millionen eingegangen, zu welcher Höhe die Summe emporgeschnellt wurde durch jene 250,000 Frcs., welche der Präsident des französischen Hilss-Comitees in Paris, Graf Roys, als das Ergebniß des Pariser Opernfestes vom 7. Juli übersendete. — (Gott schütze mich vor meinen Freunden.) Wie neulich im Kissinger „Cur-Anzeiger" ein „poetisches" Attentat auf den Fürsten Bismarck begangen wurde, wird in den Spalten der „Nordd. Allg. Ztg." der neue Kultusminister von einem Heydekruger mit folgenden Versen angefallen: Pommerns Stolz und hohes Glück, Unter den Bäumen gleicht Dir die Eiche, Tief ist Dein Sinnen, strahlend Dein Blick, Trefflicher Mann, Du bist ohne Gleichen, Kommst Du daher mit des Genius Auge Athenens, Du bester, edelster Sohn. Mögen auch dumpfe, niedrige Geister, (M)ögen sie widmen Dir nichtigen Hohn, Es strahlt Dein Stern an Preußens Himmel Recht wie ein Fürst unter Troßgewimmel. Eine Stimme aus dem Kreise Heydekrug im Namen des ganzen Regierungs Bezirks Gumbinnen. Rührend ist die Naivität des biederen Sänger, der — ungewiß darüber, ob der Cultus- Minister sich mit einem oder zwei M schreibt — vorsichtshalber einen eingeklammerten Supplementar-Vers lieferte. Auch die Bescheidenheit des Sängers verdient Anerkennung, da er sich nicht als Mandatar der ganzen Provinz, sondern nur eines einzigen Regierungs-Bezirks hinstellt. Hachenburg, 25. August. Rohe Behandlung. Man erzählt sich hier ein Stückchen von Rohheit, welches der Oeffentlichkeit übergeben zu werden verdrent, damit vielleicht hier und da ein Dorfregent, der ähnliche Gefühle hat, sich daran em warnendes Beispiel nimmt. Vor einigen Tagen kam nach einem anderthalb Stunden von hier entfernten Dorfe ein reisender Drechslergeselle und hatte daselbst das Unglück, zweimal das Bein zu brechen Auf Anordnung der Ortsbehörde wurde er in einem Stalle zwar auf Stroh gelagert, allein sein flehentliches Bitten und Jammern nach einem Arzte mit dem Bemerken abgewiesen, daß man einmal abwarten wolle, ob nicht etwa einer der hiesigen Aerzte zufällig des Weges komme. Nach zwei langen Tagen, in welchen der Verunglückte große Schmerzen litt, war noch kein Arzt erschienen und nun wurde der Arme auf einen Wagen geladen, in die Nähe unserer Stadt gefahren und am Wege abgesetzt. Auf zwei einer Hecke entnommenen Pfählen schleppte er sich zur Stadt und befindet sich nunmehr unter ärztlicher Behandlung und in guter Pflege. Den fürsorglichen Dorfbürgermeister aber will sicherer Nachricht zufolge unser Herr Amtmann gehörig beim Kragen fasten und zwar von Rechtswegen- Für die bedrängte Familie sind eingegangen: Gg. Noll 5 L 1 „ft, R. Scheel 5 JL, B. 50 H, S. 2 JL, F. 1 JL., Dr. 1 Ungen. 1 JL, von einer Gesellschaft in Wenzels Garten gesammelt 5 J4, Frau Dr. G. 3 Ungen. 2 Jt, M 2 J£, N. N. 50 H Um weitere Gaben bittet Die Exped. d. Bl. Handel und Verkehr. Gießen, 30. August. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. JL 0,8'» bis «4L 0,90, Hühnereier per Stück 5 u. 5»/r -H, Käse per Stück 4—8 H, Käsematte per Stück 3 X Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar 65 H, Hühner per Stück JL 0.90, alte Hahnen, per Stück JL. 0,90, junge Hahnen, per Stück 60 H, Enten, per Stück 1,40, Gänse —, Kartoffeln per 100 Kilo JL 6, Zwiebeln, per Centn er JL 8, Milch per Liter 16 u. 18 H, Ocbscnfleisch 70 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 50—60 X Kalbfleisch 40—48 Hammelfleisch 60—70 X Schweinefleisch 60 Auszug aus den Stsndessmtsrcgiflern des Standesamts Gießen Vom 23. bis 30. August 1879. Aufgebote. 25. August. Steinbrecher Wilhelm Valentin zu Gießen mit Minna Leib, Tockter dcs verstorbenen Cigarrenmachers Johann Georg Leib von Gleiberg. 25 Bahnarbeiter Heinrich Schäfer, Wittwer von Rödgen mit Marie Müller, Tochter des verstorbenen Ackermanns Anton Müller von Lang - Göns. 27. Schreiner Peter Gewehr von Kleinrechtenbach mit Eli- sabethe Friederike Merg, Tochter des Uhrmachers Friedrich Merg von Kirchberg. 28. Braueret- besitzer Ferdinand August Pöschel zu Gießen mit Marie Sophie Katharine Mannhardt, Tochter des verstorbenen Privatiers Martin Mannhardt von Frankfurt a. M. 28. Postschaffner Franz Tietz von Knipstein mit Katharine Uebel, Tochter des Postschaffners Jacob Uebel 111. zu Gießen. Eheschließungen. 27. August. Brauereibesitzer Johann Adam Förtsch zu Gießen mit Louise Hermine Charlotte Kühn, Tochter des verstorbenen Buchbinders Heinrich Kühn von Gießen. Geborene. 21. August. Ernst Karl, Sohn dcs Bremsers Johann Andreas Heinrich Lauer. 18. Anna Katharine Wilhelmine Lisette, Tochter des Stadtgerichts-Dieners Heinrich Mclior. 21. Elis«, Tochter des Schreiners Karl Schäfer. 19. Heinrich, Sohn des Taglöhners Balthasar Vetzberger. 21. Ferdinand, Sohn des Echreinermeisters Ferdinand Krailing. 24. Dem Schneider Georg Fischer ein Sohn. 21. Albert, Sohn des Schuhmachers Karl Orth. 21. Ein außerehelicher Sohn von auswärts. 21. Elisabethe Ernestine Gertrude, Tochter des Profeffors Dr. Karl Gareis. 20. Hermann, außerehelich von auswärts. 23. Heinrich, außerehelich von auswärts. 25. Robert Edmund, Sohn des Kaufmanns Robert Hecker. 25. Emma Fanny Sophie, außerehelich von auswätts. Gestorbene. 22. August. Marie Krailing, geborene Schweng, 37 Jahre alt, Ehefrau des Schreiner- meistcrs Ferdinand Krailing. 22. Maurer Johannes Wagner, 57 Jahre alt, von Ober-Mörlen. 22. Johannes Heinrich, 3 Monate alt, Sohn des Taglöhners Heinrich Münker. 18. Mus> fetier Heinrich Böck, 21 Jahre alt, von Helpershain. 23. Taglöhner Heinrich Bergheiner, 70 Jahre alt, von Nieder - Wöllstadt. 26. Gelbgießer Reinhardt Wilsch, 28 Jahre alt, von Michelsvorf. 26. Friederike Weicker, geb. Furkel, 59 Jahre alt, Ehefrau des Zimmermanns Ludwig Weicker. 27. Ernst Johann Ludwig, 5 Monate alt, Sohn des Schneidermeisters Johann Caspar Heß. 26. Angelika Schmidt, geb. Höfer, 56 Jahre alt, Wittwe des Premier- Lieutenants a. D- Julius Schmidt. 28. Ludwig, 10 Jahre alt, Sohn des Schmieds Ludwig Haas von Annerod. 28. Müller Jost Rühl, 27 Jahre alt, von Appenrod. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 26. August. Heinrich Münker, Maschinenputzer dahier des Dachdeckers Melchior Münker von Reichlos ehel. Sohn und Elisabeth Diehl, des verstorbenen Gastwtrths zu Burg- Gemünden Adolf Diehl ehel. Tochter. Den 28. August. Johann Adam Förtsch, Bierbrauer dahier, des Bierbrauers zu Dormitz Friedrich Förtsch ehel. Sohn und Louise Hermine Charlotte Kühn, des verstorbenen Buchbinders Heinrich Kühn ehel. Tochter. Getaufte Den 22. August. Dem Heilgehülfen Christian Frech eine Tochter, Auguste Louise Flavia, geb. den 27. Juni. Den 23. August. Dem Schreinermeister Ferdinand Krailing ein Sohn, Ferdinand, geb. den 21. August. Den 24. August. Dem Schriftsetzer Christian Wilhelm Platz eine Tochter, Amalie Auguste Karoline Sophie, geb. den 29. Juli. Denselben. Dem Fuhrmann Johannes Müller ein Sohn, Johann Heinrich Christian, geb. den 5. August. Denselben. Dem Schloffer Ludwig Pfaff eine Tochter, Karoline Henriette, geb. den 12. August. Denselben. Dem Großh. Hofgerichtskanzlisten Wilhelm Koch eine Tochter, Louise Anna Dorothea Karoline, geb. den 14. Juli. Denselben. Dem Tapetenhändler Heinrich Hochstätter ein Sohn, Heinrich Otto, geb. den 15. Juli. Den 26. August. Dem Lackirer Gottlieb Nauheimer ein Sohn, Julius August Hermann, geb. den 6. August. Denselben. Dem Hutmacher Karl Ludwig Gail eine Tochter, Louise Margarethe Karoline Emilie, geb. den 22. Mai. Beerdigte. Den 23. August. Marie Krailing, geb. Schweng, Ehefrau des Schreinermeisters Ferdinand Krailing, alt 37 I. 8 M. 23 T., gest. den 22. August. Denselben. Karl Frech, Kaufmann dahier, alt 78 I. 6 M. 1 T., gest. den 22. August. Denselben. Heinrich Böck, Musketier im II. Großh. Infanterie-Regiment Nr. 116, aus Helpersheim, alt 21 I. 8 M. 15 T., gest. den 18. August. Den 28. August. Angelika Schmidt, geb. Höfer, Wittwe des König!. Preußischen Premier-Lieutenants Albert Schmidt, alt 56 I., gest. den 26. August. Denselben. Friederike Welcker, geb. Furkel, Ehefrau des Zimmermanns Ludwig Weicker, alt 59 I., gest. den 26. August. NB. Empfohlen für Frankfurt a. M. Rheinische Weinstube!! Restaurant. Zeildurchbruch. 48 eMüCltß 48 Bleichgarten. 5631) VF. Sturvnfels, Allgemeiner Meine verehrt. 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Bärmann, Hotel Einhorn, o 3835) 0 16 Drtbdrckns Melchin en TllstwKchS zu Bmz- •tb Binbrauns zu Dn- . des verstorbenen Buch- G 565 foU Lorn ral- tun Wa Berlin C, Kosenthalerstraße 40 s w I« eikgevolenes. Ein neues Sopha, ein oval- Oeffentliihe Aufforderung. 5644) Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nachlaß der Heinrich Stock II. Eheleute auf der Horstenburg bet Ober-Bessingen sind Zwecks Abschlusses des Inventars inner- halb 4 Wochen von heute an bei Mei- drmg der Nichtberücksichtigung bei unterzeichnetem Gericht anzumeiden. Lich, den 22. August 1879. Großherzogitcheö Landgericht Lich. Weyer. metgras-Versteigerung IN der örsterei Schiffenberg. eitag den 5. n. Mts., Vormittags 9 Uhr, m Gemeindehaus zu Watzen- GrummetgraS von den came- schen Wiesen in den Gemar- eibgestern, Schtffenberg und rn versteigert werden. , am 29. August 1879. Oberförsterei Schtffenberg. Georgi. Iloek sclie Motoren, stationär oder locomobil. 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Der Abmarsch zur Gedenkfeier auf dem Friedhof erfolgt Punkt 23/< Uhr von der alten Realschule ab. Für die Mitglieder des Kriegervereins ist der Eintritt zum WenzeFs Garten frei. Dieselben haben ferner das Recht, eine Dame frei einznführen. Karten hierzu sind bei Kamerad D. Heil, Kirchenplatz, gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten in Empfang zu nehmen. Zu der von uns veranstalteten allgemeinen Sedanfeier laden wir unsere Mitbürger hiermit freundlich ein und bitten ste, den festlichen Character des Tages insbesondere durch Beflaggen der Häuser erhöhen zu wollen. runder n»i «ztM- Aufsatz, Commode, eine Bettlade und ein neuer Nachttisch stehen billig zu verkaufen bei Hrn. Dienftmann Löffert, Kaplansgasse Nr. 7, Auf Obiges bezugnehmend empfehle ich mich in allen in mein Fach einschlagenden Arbeiten, sowie mein Lager in allen fertigen chirurgischen Instrumenten, Brillen, feinen Tafel- und Taschenmessern, Scheeren etc. etc., und verspreche billige und reelle Bedienung. Hochachtungsvoll Heinrich Schmidt. NB. Reparaturen werden prompt und rasch ausgeführt. , guflupt Louise Flavia, I , Sotyi, tytWt), gib. I tmt Tochter, Ämobi I vham Heinrich Christian, I >lme Henriette, geb. den I -ine Tochter, Louise 2nna | hn, Heinrich Otto, ged. | Julius tlugust Hermann, | , Louise Margarethe I ÄalL Für Aerzte. 5647) Durch Wegzug des hiesigen Gemeindearztes ist besten Stelle Lis 1. October l. I. anderweitig zu besetzen. Mil derselben ist ein Gehalt von 822 86 incl. Wohnungsvergütung und Gehalt als Leichenbeschauer verbunden. Lusttragende werden hiermit gebeten, ihre Anmeldungen, in welchen Zeugnisse beigeschlossen sein sollen, bis längstens den 15. September bei unterzeichneter Stelle einzureichen, wo auch die Bedingungen zu erfahren sind. Nähere Auskunft wird der bisherige Gemeinde-Arzt Herr Carillor hier und der frühere, Herr Dr. Scriba in Offenbach, berettwilligst ertheilen. Eich, am 24. August 1879. Großh. Bürgermeisterei Eich in Rheinheffen. Menger. lllg. ßublihim d'k er- »oll Wubd Schreiatt: fllt, »on Ober-Mikl,, b winfer. 18. Muß. 5 ^ilghrjnn, 28 Jahre alt, eoa frau des Zimmnmanns n des Echneibemeisteis Wittwe des Premici- des Schmieds Ludwig nrob. na Leib > , b'* Chinesische Thee's, Neue Ernte, importirt von Robert Scheibler in London, reine, schwarze, ungemischte Sorten zu X 2.20, at 2.50, X 2.70, X 3.50, X 4.50, X 5 per Vr Kilo in Vt, Vr und Vs Pfd. empfiehlt zur gefl. Abnahme die Verkaufs- Niederlage von (4938 W. Balser, Gießen. Eine der wichtigsten Erfindungen ist unstreitig die der Frau Haarkünstlerin Maria Schubert zu Hirschberg im schlesischen Riesengebirge. Haarleidende, die nirgends Hülfe fanden,spenden derselben zu Tausenden ihren Dank. Gebirgs- Krauter-Haarbalsam, (4570 » Fl. 2Va X, stillet sofort das Ausfallen der Haare und befördert den Haarwuchs überraschend sicher Ueaetab. 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Pr-uß'icht" $,r' j l(rmann8ßM* I 5466) Das seither von meinem Sohne AAilhelm betriebene Chirurg. 1 nstrumentenmachergeschäft hat unteren heutigen Tage dessen schon seit längerer Zeit gewesener Mitarbeiter Herr Heinrich Schmidt übernommen und bitte ich das meinem Sohne in so reichlichem Maase geschenkte Vertrauen auch auf seinen Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Theoder JLony. ♦ tue her, Tischtücher^ Servietten, Stepp- <► f decken u. Coltern9 Pique- u. Tricotdecken, A > ♦ JLamas u« Planelle, JLyoner Seidenzeuge ♦ | und Seldensammte * empfehle ich zu den billigsten Preisen. 1’M»r. 21 ^ rocht„ bet JW, auß„- 5633) Möbel jeder Art werden billig aufpolirt und kann ich den betr. Herrschaften die besten Zeugnisse beibringen. Achtungsvoll Joh. Müller. Aufträge bitte bei Herrn Grünebaum abzugeben. 5656) Auf dem Wege vom Bergwerk nach Gießen verlor am Freitag Abend ein armer Junge sein Geldtäschchen, mit ungefähr 5 X Inhalt. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe in der Exped. ds> Bltts. abzugeben. 5651) Ein ev. Mädchen, das im Franz., Engl. und in den Elementarfächern Unterricht ertheilt, in den häuslichen Arbeiten bewandert ist, in Deutschland und England thätig war, sucht als Erzieherin und Stütze der Hausfrau anderweitige Stellung. Näheres durch die Exped. d. Bltts. ' 5657) Privatunterricht in den Elementar- fächern, sowie i. d. engst u. franz. Sprache wird von einer gepr. Lehrerin, welche i längere Reit im Ausland war, zu erthellen ' aesucbt. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5636) Ein noch im guten Zustand befindlicher kupferner Dampfkessel, 778 Liter enthaltend, steht preiswürdig zu verkaufen. Wo? fagt die Exped. d. Bltts.___________ 5664~i Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Stallung und Hosraum, in der Nähe des Seltersweg, Geschästsveränderungshalber zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. Bl. 5652) Schönes Gerstenstroh zu verkaufen bei F. Schneider, Mühlgasse. | Bonn, ? am Rhein __empfiehlt ihren nach eigener Methode ♦ | geSranatea Java-Kaffee, | L Qualität Mk. 1,70 per */2 Kilo, ♦ X in Packeten von i/2 und Kilo. Z AM" Jedes Packet ist mit Firma und der nebenstehenden ♦ T Schutzmarke versehen. Y ♦ Dieser Kaffee ist nach einer eigenen, auf langjährige Erfahrung ♦ ♦ gestützten Methode gebrannt, wodurch die, bei gewöhnlicher Röstung Y I sich verflüchtigenden aromatischen Bestandtheile gebunden werden. ▲ 4 Hierdurch wird beim Gebrauch dieses Kaffee’s, anderen Sorten ) ♦ gegenüber, der vierte Tliell erspart. ♦ Die Mischung ist so gewählt, dass kräftige und aromatische ▼ Y Kaffee’s vereinigt das wohlschmeckendste Getränk liefern, wodurch J X sich mein Kaffee in ganz Deutschland zahlreiche Freunde erworben hat. ▲ X Niederlage in Giessen: t ♦ 5583) bei Herrn TUT. Schulhof 9 Marktstrasse. J ▲ Mein Lager in Prima * ♦ Betlzeuge9 Barchente, Damaste, Daus- 4 y X macher u. Bielefelder Peinen, Band- < > Hafer von 2 Aeckern ist auf dem Halm zu ver- kaufen. (5660)__I Blitz. 5646) Ich offerire fcharf durchgebrannte Ringofen-Zlegelsteioe mit vollem Neichsformat zu Mk. 20 per Mille frei Waggon hier und la. W-itzkalk per Ctr. zu 60 Pf. ab Ning- ofen bei Bahnh. Wetzlar und zu 63 Pf. frei Waggon hier. Zi. Weygand in Wetzlar. Giessen. Grosse Ausstellung von Obst, Blumen, Gemüsen etc. des Verbands Rheinischer Gartenbau-Vereine Carlsruhe, Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Mannheim, Oberhessischer Verein in WenzeFs Saalbau und den für diesen Zweck im Garten erbauten Hallen am 6-, 7-, 8. u. 9. September 1879. Mit der Ausstellung ist eine VerloOSUIlg verbunden, wozu nur Gegenstände aus der Ausstellung selbst angekauft werden. Der Preis des Looses beträgt 40 Pfg. Eröffnung der Ausstellung: Samstag Vormittag II Uhr. An den übrigen Tagen ist das Ausstellungslocal von Morgens 9 bis Abends 6 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: I. u. 2. Tag ä Person 50 Pfg., 3. Tag 30 Pfg., 4. Tag 20 Pfg. Kinder unter 15 Jahren die Hälfte. Familienkarten zu 2 Mk. und Personalkarten zu 1 Mk., berechtigend zum dauernden Besuche der Ausstellung, sind von Montag an bei Herrn Rechnungsrath Aug. Reuning, Ludwigs- strasse, sowie bei Herrn A. Scheyda (Exped. des Giessener Anzeigers) zu haben. Am Samstag Nachmittag und Sonntag Nachmittag von 4 Uhr an CONCERT, ausgeführt von der Kapelle des 2. Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, gegen besonderes Entree von 20 Pfg. im Ausstellungslocal. (5667 Vermietungen. 5640) Ein Logis zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Th. Vogt, Löwengasse. 5637) Ein kleines Familienlogis zu oer= miethen bet Christian Horeyfeck. 5634) Möblirte Zimmer zu vermiethen. Lindengasse A- 229. 5653) Der mittlere Stock meines neuen Hauses, 5 Zimmer, ist zu vermiethen. _______________Th. Wode. 5658) Zum 1. Oktober ds. Js. ist im Petri'schen Hause am Ludwigsplatz die geräumige Mansardenwohnung im Gainen oder getheilt zu vermiethen. Näheres da- selbst im 1- Stock-___ 5648) C- 166 ein möblirtes Zimmer für zwei solide Arbeiter. PH. Flett. 5649) Ein Logis mit 3 Zimmern nebst Zubehör ist wegen Umzug gleich zu ver- miethen. I. Nuppel, Ludwigsplatz. 5665) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Chr. Reiber, Kreuz. 5593) Mittleres Familienlogis mit Zubehör zu vermiethen. Näheres bei _______Postschaffner Trapp, Gartfeld. 5322) Möblirte Zimmer (auch feine). _____________________Wetnsaal. 5287) Ein FamiUenlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstädter HauseS 5622) Mehrere kleine freundl. Familien logis zu vermiethen bei Weißbinder L. Hellmold, Gartfeld. 5078) Wegen Versetzung des Herrn Hofgerichtsrath von Herff ist das von demselben bewohnte Logis per 1. Oktober d. I. anderweitig zu vermiethen. _______R Ovppenheimer Sohn. 5234) Wohnung im 2. Stock meines Hauses, 5—6 Piecen mit Zubehör, zu vermiethen und gleich beziehbar. ___________________Emil Ptstor. 4552) Ein schönes großes Familienlogis, in dem Hause des Herrn Käß auf dem Kreuz, ist zu vermiethen. Näheres bei __________August Roll im Stern. 5561) Eine kleine Wohnung mit etwas Garten zu vermiethen. Oekonom Kennel, Riegelpfad. 5396) Zimmer mit Cabinet, parterre, unmöblirt, zu vermiethen. Sonncnstraße B. 62. 5419) In meinem Hause im Gartfeld ist der erste Stock mit 6 Zimmern nebst Zubehör sofort zu vermiethen. ___________________I. Bernhardt. 2737) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen im Frankfurter Hof._______ 5579) Eine größere und eine kleinere Mansardenwohnung zu vermiethen bei Theodor Schmidt, Gartfeld.__ 4672) Eine schöne Mansardenwohnung mit allem Zubehör per 8. Oktober zu ver- miethen. Alicenstraße E. 97. 4154) In unserem Nebenhause ist ein Logis, bestehend aus drei Zimmern rc-, zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Flick «fe Kröll. 5596) Ein Familienlogis mit allem Zubehör zu vermiethen uud baldigst beziehbar^ Frankfurterstraße 33,1. 4887) In der Nähe des Cöln-Gießener Güterbahnhofs sind 2 Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und je aus 5 Zimmern nebst Zubehör bestehend zu vermie- then und alsbald beziehbar. Näheres bei 3- Blitz. 3714) In meinem neu erbauten Hause im Hinteren Gartfeld sind mehrere kleine und größere Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und alsbald beziehbar^_______________W. Sculing __ 4918) Wegen Versetzung des Herrn Actuaraspiranten Orth ist das von dems. bewohnte Logis pr. 15. October anderweit zu vermiethen. ___________H. Schnell, Brandgasse. 5555) Ein möblirtes, freundliches Zimmer mit Cabinet, nach der Straße, auch für zwei Bekannte geeignet, ist zu oer- miethen. Markt B. 32. 2006) 5 Zimmer, Küche rc. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. F. Zöller, Neustadt. 3468) Die Bel-Etage, sowie ein kleines Mansardenlogis, zu vermiethen bei D. Weller V., Heuchelheimerstr 3864) Ein Logis von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Kaplansgasse 218 bei Fran; Gerbode. 4670) Der zweite Stock meines Vorderhauses ist per 1. Oktober anderweit zu ver- miethen H. Keck, Neuenweg 8. 177. 4942) Der zweite Stock meines Hauses, 6 Zimmer und allem sonstigen Zubehör zu vermiethen. Karl Bergmann, Gartfeld. Mo . f II 1^3 S V 098V vermiethen bei Louis Lony. Abends 8 Uhr, Lage eine Herst Whrt. labe Rdie 5666) Don heute an wohne ich bei Herrn Schreiner K. Kausi, Kaplansgasse. Chr. Engel, Ofcnputzer. Köpfe § von ausbekämmtem Haar werden für 1 M. gemacht. Für gute dauerhafte Arbeit wird garantirt. Vai. Reuter, Friseur, Kaplansgasse Nr. 233 Maurer u. Handlanger finden fetzt dauernde Beschäftigung. (5635 Aug. Nauheimer Ww. Vermischte Anzeigen. 5659) Ein Mädchen, welches im Nähen geübt ist, sucht Beschäftigung in und außer dem Hause. Seltersweg Lit. C. 11. ausgebreitete Bekanntschaft besitzt. £< günstige Conditionen werden gl Reflectanten belieben sich unter ] ihrer Referenzen eub Z. G. 733 1 Exped. d. Bl. zu wenden.I 5663) Um verschiedenen JrrthrM begegnen, erlaube mir den Herrn I machern mitzutheilen, daß ich nid! Neuenweg sondern in meinem! Teufelsluftgärtchen Nr. 164 Bei fernerem Bedarf in sämmtl. SI sowie in allen vorkommenden SteV halte mich bestens empfohlen. 1 Achtungsw Karl Bar^ 5645) Eine Annoncen - Expedition erften RangeS sucht für Gießen und Umgegend einen tüchtigen Agenten, dessen Geschäftslocal sich in gut der Stadt befinden muß und . Pit!« 8 r llii « d.nsÄ,.b. Concordia 4324) In meinem Hause, Wilhelm- I straße, sind in dem Parterrestock 4 Zimmer mit Küche und allem Zubehör, auf Wunsch auch eine Mansarde, zum 1. Oktober, event. auch früher, zu vermiethen Dr. Weichel. 4554) Mein NebenhauS, mittleres Familienlogis, bestehend aus 5 Zimmern, allem Zugehör und Gartenantycil, per 1. Octbr. zu vermiethen. Helfrich, vorm. Wagner, Marburgersiraße. 4668) Wegen Versetzung des Herrn Hofgerichtssecretair Schamann ist der obere Stock meines Hauses, bestehend auS 5 Zimmern, Küche mit Wasserleitung rc., pr. 1. Oktober anderweitig zu vermiethen. Emil Fischbach. 5041) Eine Familienwohnung von drei Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen. H. Schaffstädt, Reichensand. 4963) Der dritte Stock unseres Hauses ist per 1. Oktober zu vermiethen. ____________Gebr. Stamm. 5459) Ein Logis, bestehend aus sec^ geräumigen Zimmern nebst Zubehör, per 1. November zu vermiethen. Ebenso eine Werkstätte auf sofort A. Markus, Reichensand 224. 5546) Ein Logis, am 1. Septr. beziehbar, zuvermiethen Gg. Weber, Neue Bäue. 5582) Zwei geräumige Böden sind zu Tanzunterhaltimg im Melyel'^'" Sf «le. Freunde von Mitgliedern können durch Erwirkung von Karten, h I X, welche bei Herrn Buchbinder H. Bourgeois (hinter der Kirche) zu haben sind, Zutritt erlangen. (5643) Der Vorstand. Turnverein. Freitag den 5. September, Abends 8 Ahr: 5639) Riegeneintheilung sämmtlicher Vereinsmitglieder bis zu 22 Jahren; cf. §. 14 der Vereinssatzunqen. Der Turnwart. PILEPSIE (FaUsucht) heilt brieflich d. Specialarzt Dr. Killisch, Dresden Neustadt). Grösste Erfahrung, da bereits über 11,000 Fälle behandelt. (1135 Pboto^raplilen in allen Größen werden schön und sauber bei billigen Preisen angefertigt im photogr. Atelier von (558 V. Kolodzie, Wehsteingaffe Ar. 45, im Garten JSeltersweg c. 177. Papiere & Bureau -Requisiten age^uR und -Lager J. C. König & Ethardt, Hannover Geschäftsbücher - J^abrik pNIIR -^NSTALT Dienstmädchen, ein reinliches, zuverlässiges, wird von einer kleinen Familie gesucht. (55*4 Von wem? faßt die Exped. d. Bltts. Restauration Kamp (Reustadt) Sonntag den 31. August: Theater-V orstellung. Die (kandidatenwahl ober: Welcher ist der Ncchte? Posse in 2 Aufmgen. Kunst und Natur oder: Für's Theater laß' ich mein Leben, Posse mit Gesang und Tanz in 1 Akt. Entree 30 H. Anfang 8 Uhr. Zettel an der Kasse. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet ergebenst (5655) Emil Kamp. Lindners tontest". Theater. (Lony’s Bierkeller.) Sonntag den 31. Aug.: Neu! Barbara Ubryk oder: Das Nonnengrab zu Krakau. Sensationsfiück in 5 Abth. nach den Criminalacten von Dr. Dresto. I. Abth.: Ein Jesuitenbündniß. II Abth.: Der Versucher. III. Abth.: Abschied auf ewig. IV. Abth.: Nack 21 Kerkcrjahren. V. Abth.: Der Tag der Erlösung. Scbluß- tableaux mit Beleuchtung durch griechisches Feuer. Anfang 8 Uhr. Entree • Person 40 Zettel gratts. Heute Sonnabend Abend und Sonntag Nachmittag von 4 Uhr ab: Musikalische Unterhaltung. Enträe frei. Vorzügliche* Glas Lagerbier. Hasenbraten. 5661> Achtungsvoll Frits Lindner. Verantwortliche Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schcn Unio^Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) tn Gießen. Hierzu eine Beilage.