•OOOö (- ’Mi) § ■ Vorschrift 11 w«, en ionatg. e B. 21. Wend, zeige erruslich hjg in Herren- Näheres aus . Ä 6.- . „ 5.50 - . 8- . „ 7.- . „ 5.50 . , 5- ■ n 3-50 - . „ 4- gd.2.2ept. ornseiff Sorten Wer, , Neuvergolden \ in bekannt 5 Antritt roter :^*s*»** 1' ; 40 ... >»,***«*• Nr. 201* Samstag den 30. August 187». Hießener "Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Gießen. me^dUn^nreim: | 64uIftto6e B. 18. yxpeditionSbureair r J ' Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps» politisch Die neue JustLzorganifation. XVI. DaS Hauptverfahren. Reicht der Staatsanwalt die Anklage bet Gericht ein, so liegt darin der Antrag auf Eröffnung des Hauprverfahrens, welches nur durch Gerichtsbeschluß herbeigeführt werden kann. Das Gericht beschließt nach Prüfung entweder die Einstellung deS Verfahrens, worauf die Sache nur auf Grund neuer Beweismittel wieder ausgenommen werden kann, oder Eröffnung des Haupt- verfahrens. Das Gericht kann vorher noch die Voruntersuchung vervollstän- dtaen lasten. Der Vorsitzende des Gerichts theilt dem Angeschuldigten die Anklageschrift mit und fordert ihn mit Frist auf, zu erklären, ob er noch weitere Beweiserhebung wünsche oder sonst Einwendungen habe. Utber die Einwendungen hat das Gericht zu befinden. In schöffengerichtltchen Strafsachen findet eine Mitthetlung der Anklageschrift nicht statt. Eine vorläufige Einstellung des Verfahrens kann das Gericht nur beschließen, wenn Htnderniste entgegenstehen, die zur 'Zeit nicht zu beheben finb (z. B. Abwesenheit. Geisteskrankheit des Angeschuldigten). Hat der Staatsanwalt Einstellung des Verfahrens beantragt, so kann das Gericht dennoch eine genügende Belastung des Angeschuldigten finden und das Hauptverfahren eröffnen. Der Staatsanwalt Muß die Anklageschrift ein- reichen, dem Beschuldigten steht keine Beschwerde zu. Dagegen kann der Staatsanwalt bei dem nächsthöheren Gericht Beschwerde führen, wenn das Gericht seinem Anträge entgegen die Einstellung des Verfahrens beschließ. Das höhere Gericht verwirft entweder die Beschwerde oder ordnet die Eröffnung des Hauptverfahrens an. In schöffengcrichtlichen Strafsachen ist jedoch eine Hauptverhandlung statthaft ohne schriftliche Anklage und ohne Hauptver. 1 fahren. Bei Uebertretungen und wenn der Angeschuldigte geständig ist, kann sogar der Amtsrichter, bei Vorführung des Angeklagten und mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft, auch ohne Schöffen zur Hauptverhandlung schretten. Bet geringen Straffachen (z. B. Bettel) wird dadurch das Verfahren sehr Veictnf $ c-nmal Hauptverfahren eröffnet, so kann die Sache nur noch durch die Hauptverhandlung und das dabet zu fällende Erkenntniß erledigt werden. Einstellungen sind dann nur bei Hinderniffen, welche die Strafverfolgung ausschlußen, möglich (z. B- Tod des Angeschuldigten, Strafunmund gkett, Verjährung). Ehe die Hauptverhandlung ftattfindrt, sind die vorbereilenden Handlungen vorzunehmen. Bald nach Eröffnung des Hauptverfahrens ist vom Vorsitzenden des Gerichts ein Termin zur Hauptverhandlung anzuberaumen. Tann ist die Ladung aller Betheiltgten, sowie die Herbeffchaffung des Bewetsmatertals zu bewirken. Ein großer Unterschied gegen früher ist es, daß alle diese Functionen die Staatsanwaltschaft, nicht das Gericht ausubt. Der Beschluß über die Eröffnung des Hauptverfahrens ist dem Angeschuldigten spätestens mit der Ladung mitzutheilen; dem freien Angeklagten wird für ten ftaÖ des Ausbleibens Verhaftung und Vorführung angedroht; dem Verhafteten wird der Termin in der Zelle bekannt gemacht, wobei er Anträge betreffs seiner Vertbeidigung stellen kann. Zwischen Ladung und Hauptverhandlung muß eine Frist von mindestens einer Woche liegen, sonst kann der Angeschuldigte Einspruch erheben. Während der Frist kann er noch Vernehmungen von Zeugen u. s. w. beantragen. Die Gesuche prüft das Gericht und theilt das Weitere der Staatsanwaltschaft mit. Wird das Gesuch abgelehnt, so kann, wie bereits erwähnt, der Angeklagte die Zeugen auch durch den Gerichtsvollzieher laden lasten. Diese Zeugen können vorher baar Reisekosten und Eut- 'chädigung verlangen. Die Staatskaste zahlt die Gebühren nur wenn das Gericht ihre Vernehmung beschließt. Von der Ladung derselben ist dem Staatsanwalt Kenntniß zu geb- , doch sind auch dem Angeschuldigten^dte geladenen Zeugen zu benennen. Selbstverständlich kann auch der Vorsitzende des Gerichts noch Zeugen laden und Beweismittel aller Art herbeischaffen. Wenn Zeugen dauernd krank sind oder zu wett von dem zuständigen Gericht entfernt wohnen, so kann das Gericht die eidliche Vernehmung in der Wohnung oder vor dem Gericht des Wohnorts anordnen. Von solchen Terminen ist dem Staatsan- tralt, wie dem Angeklagten Mitthetlung zu machen, damit sie ihnen beiwohnen können, falls ihnen das wünschenswerth erscheint. er Hheit. der Arbeitskraft in den verschiedenen Arbetlszwetgen, dem ungleichen Alter der den Kasten beitretenden Arbeiter, sowie dem Wechsel von Wohnort, Arbeitsstelle und Beschäftigungsort seitens der Kaflenmitglieder auf die gegenseitigen Verpflichtungen der Kasten und ihrer M'tglreder etngeräumt werden soll; 5) der die Kasten verhältnißmäßtg sehr belastende Etnbezug der Wtttwen- und Watsen- Unrerftützungen in den Bereich der Caffenleistungen; 6) Umfang der Heran- ziehung der Arbeitgeber zu der Unterhaltung der Kasten mit Rücksicht auf die daraus erwachsende Belastung der Industrie; 7) das Verhältntß, resp. die etwaige Anlehnung der Jnvalidenkasten an die nach den Gesetzen vom 7. und 8. April 1876 bestehenden Krauken t Ludwig, bei dem Untergänge des Schiffes den Tod gefunden. Dagegen soll nach der Aussage des Corvetten Capttäns Kroktsius, damals erster Dffickr auf dem „Großen Kurfürsten", feststehen, daß der Befehl zum Schließen der Compartements zu spät ausgeführt und durch Gegenstände auf den Wall- gängen, die nicht dahin gehörten, wie Taue u. s. w., erschwert worden ist. Schweiz. Bern, 35. August. Heute haben oberhalb Felsberg im Canton Graubünden Bohrungen nach Gold begonnen. — Dor einigen Tagen ist am Fuße des San Fleuron-Gletschers zwischen dem Oldenhorn und dem Diex- Rouge wieder ein junger Engländer Namens Forester verunglückt. Nur mit großer Mühe konnte sein Leichnam aus dem tiefen Abgrund, tn welchen der Unglückliche gestürzt war, hervorgeholt werden. Deutschland. . Darmstadt, 27. August. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat aus Anlaß des Antrages Stumm über die Einführung von Altersvetsorgungs- und Jnvaltdenkassen für die Fabrikarbeiter die Handel - kawmern des Großherzogthums zur gutachtlichen Aeußerung, namentlich mit ««" •" Jnvaltdenkafle; 2) Feststellung ber Lebensfähigkeit der Jnvalidenkassen bet ihrer Errichtung und die Sicherung steter Lebensfähigkeit während ihres Bestehens, 3) im Falle der Annahme eines Versicherungszwanges die Begrenzung der ver icherungspflichtigen Arbeiterkretse; 4) im Falle der Unterstützung dieses Verückerunaszwanges durch die Errichtung von ZwangSkassen die fragen, welchen Einfluß der verschiedenen Höhe ber Löhne, bem ungleichen Verbrauche Italien. Aus Rom erhält ber „Sprubel" die nachfolgenbe Mitthetlung: „Eine bisher nur in den intimsten Hofkretsen bekannte und mit ängstlicher Sorgfalt als Gehetmniß gehütete Thatsache bringt jetzt boch allmältg an die Oeffent- lichkeit, wenn auch die Journale mit beliefern Tact von ihr keine Notiz neh- m7n. Es ist der Gesunbheitszustanb bes Königs; König Humbert ist brüst- krank unb hat im Laufe dieses Monats bereits zweimal Anfälle von Blutbtechen gehabt, die ihn sehr schwächten; der König ist im Laufe dieses Jahres sehr abgemagert; es ist die Aufgabe des Schneiders, durch die Uniform dies zu decken, worunter der König im Sommer sehr leidet, umsomehr, als starke Nachtschweiße ihn sehr herunterbrachten. Die Aerzte dringen darauf, daß der König wenigstens einen Theil des Winters nicht tn Rom zubringe, dessen Klima ihm durchaus nicht zusagt, sie würden ihn am Liebsten nach Madeira senden, was wohl doch nicht gut angeht; die Königin begibt sich demnächst mit dem Prinzen von Neapel nach Venedig und wird auf dem Ltdo Aufenthalt nehmen; der König soll ihr Ende August nachfolgen." Irankreich. Paris, 26. August. Der Minister und eine Anzahl höherer Beamten besitzen Post- und Telegraphenfretheit, natürlich nur für den Dienst; aber diese Freiheit wird so maßlos ausgebeutet, daß der Minister der Posten und Telegraphen mit dem Budgetausschusie einverstanden ist, daß ein beschränkendes Gesetz durchaus nöthig geworden sei; dasselbe wird bald nach Eröffnung der Kammern vorgelegt werden. Wie die Sache jetzt steht, werden monatlich von den zehn Ministerien 33,000 Depeschen, also täglich mehr als 1000, aufgege- ben und diese Depeschen sind durchweg länger als 20 Worte. Durchschnittlich sind über 20,000 Worte amtlicher Depeschen täglich zu befördern. — Der König von Spanien befindet sich noch immer in Arcachon. Die Schwierigkeiten betreffs des Heirathscontracts sind gehoben. Es handelt sich einerseits darum, die Stellung der Erzherzogin Marie Christine für den Fall zu sichern, daß ihr königlicher Gemahl seinen Thron verlieren würde, und andererseits um die Bildung des Hofstaates der zukünftigen Königin von Spanien. Dieselbe wünscht nämlich, daß sie in ihrer Umgebung zwei österreichische Hofdamen, einen österreichischen Arzt und einen österreichischen Secretär haben kann. Die Sache wurde nach den Wünschen der Prinzessin geregelt. Telegraphische Depeschen. «Sagrrer'S telegr. «»rrespou^errz - Bure««. Wien, 28. August. Die Blätter melden aus Gastein: Graf Andrafsy verweilte gestern von 11 bis nach 4 Uhr beim Fürsten Bismarck; nach dem Diner fand eine gemeinschaftliche Spazierfahrt statt. London, 28. August. „Standard" schreibt: Die Begegnung des Fürsten BiSmarck mit dem Grafen Andrafsy in Gastein ist ein würdiges Pendant zu der Begegnung der beiden Kaiser. Das gute Einvernehmen zwischen Deutschland und Oesterreich bedeute keine neuen Abenteuer. . Die Annahme, Deutschland suche einen Streit mit Rußland, ist nicht der Erwähnung werth. Wir begrüßen die Freundschaft der beiden Großmächte im Herzen Europas als eine ausgezeichnete Vorbedeutung des Friedens, denn die Erhaltung des europischen Friedens ist der theuerste Wunsch Englands. Paris, 28. August. In einer dem „Gaulots" aus Trouvtlle zuge- gangenen besonderen Correspondenz wird die Mittheilung des „Figaro" über die mit dem Punzen Jerome Napoleon stattgehabte Unterredung und die dem Prinzen beigelegten Aeußerungen ihrem Inhalt und ihrer Form nach für unrichtig erklärt. Petersburg, 28. August. Da der Stellvertreter des Fürsten Gort- schakoff, Geh Rath Giers, den Kaiser auf seinen Reisen nach Warschau und Ltvadia begleitet, so werden die Geschäfte des Ministeriums des Auswärtigen in Petersburg inzwischen von dem Baron Jomini geführt. Konfiantinopel, 28. August. Von Seiten der Regierung wird mit- gethcilt, daß die Ausarbeitung einer Reihe von Gesetzentwürfen bezüglich der vollständigen Umgestaltung der Vilajet-Verwaltung beendet ist. Die Gesetzentwürfe betreffen alle Zweige des öffentlichen Dienstes und beruhen auf dem Principe der Decentralisatton. Die Regierung will vor der Veröffentlichung der Gesetze das Gutachten der Provinzialräthe hinsichtlich etwaiger Verbesserungen einholen, dann die Gesetzentwürfe der internationalen Commission zur Prüfung und Genehmigung unterbreiten und dieselben hierauf für das ganze türkische Reich in Wirksamkeit setzen. Berlin, 28. August. Es wird versichert, daß die Sendung des Feldmarschalls Manteuffel an den Kaiser von Rußland keineswegs die Bedeutung einer bloßen Höflichkeitsbezeigung, sondern zugleich einen politischen Charakter habe. Es wird bekannt, daß bis vor wenigen Tagen ein lebhafter telegraphischer Verkehr zwischen Bismarck und Manteuffel Statt gefunden habe. Es soll sich um Ausgleichung von Differenzen handeln, welche sich auf die Congreßzeit zurückführen lasien und seitdem durch die bekannten persönlichen Zerwürfniffe zwischen den beiden Reichskanzlern von Deutschland und Rußland noch gewachsen sind. — Die Kronprinzessin verläßt Berlin am 1. September, um nach dem Süden zu reisen. Paris, 28. August. König Alphons dürfte morgen Arcachon verlaffen und Samstag im Eskurial eintreffen. Sofia, 28. August. Ein fürstliches Dekret ordnet die Einsetzung einer zur Hälfte aus Bulgaren, zur Hälfte aus Türken bestehenden Commission an, welche Maßnahmen zur Wiedereinsetzung der türkischen Bevölkerung in ihre Besitzthümer treffen soll. Dre Lungenseuche in Wieseck. , rt Wie hier bereits früher mitgetheilt wurde, ist in Wieseck unter dem Rindvieh- bestande des Herrn Bürgermeisters Lang die Lungenseuche ausgebrschen. Ein Stück Vleh fiel vor einigen Monaten, wurde verscharrt, ohne vorher untersucht zu sein es konnte also an diesem Stück auch nicht die Lungenseuche constatirt werden; eine andere Kuh erkrankte vor einigen Wochen unter verdächtigen Erscheinungen und erholte sich wieder; eine dritte fiel ganz kürzlich und an dieser endlich wurde die Lungenseuche amtlich constatirt. ö ' In Wieseck besteht, wie in den meisten oder allen Orten der Provinz ein Viehversicherungsverein, aus Gegenseitigkeit begründet- Der Besitzer von krankem Vieh der einem solchen Vereine angehört, kann mit jenem nicht machen was er will er kann es z. B- nicht an den Metzger unter Wahrung der bezüglichen gesetzlichen Bestimmungen veräußern, wenn er nicht gleichzeitig auf den Ersatz des etwaigen Mindererlöses von Seiten der Viehversicherungsgesellschaft verzichtet. — Die Versicherungsgesellschaft ist nun in der Regel nicht eilig mit dem Verkauf von erkranktem Vieh, indem sie hofft daß das erkrankte Stück zum Heil der Versicherungskasse wieder gesund werde Thut nun aber die Versicherungsgesellschaft in Wieseck in diesem besonderen Falle recht wenn sie dem Besitzer des ohne Zweifel verseuchten Viehbestandes nicht ihre Zustimmung gibt, den gesummtenViehbestand — ca. 9 Stück — um jeden Preis zu verkaufen 2 Die Versicherungsgesellschaft würde damit die Pflicht übernehmen, dem Herrn Bürgermeister Lana die Differenz zwischen dem früher bei Aufnahme der Versicherung erkannten Werth und dem letzt beim Verkauf erlösten Betrage, zu ersetzen. Rach ohngefährer Schatzung konnte die Versicherungsgesellschaft, wenn der gesammte verseuchte Viehbestand abgeschlachtet, d. h. verkauft würde, 800—1000 X zu ersetzen haben. .. . Der Erfolg die Versicherungsgesellschaft und die Gemeinde Wieseck würde in diesem Falle sein, daß der für den Nindviehbestand höchst gefährliche Seuchenheerd nut einem Schlage vernichtet wäre und daß, vorausgesetzt, die Krankheit ist nicht heute schon in Wieseck herumgeschleppt, die Viehmärkte in Gießen nach Ablauf von kaum drei Monaten wieder beginnen könnten. Welche Vortheile die Viehmärkte in Gießen für die Gemeinde Wieseck haben, ist bekannt. Die oben genannte Summe, welche event. der Viehversicherungsvereln Wieseck opfern müßte, ist geringfügig gegen diese Vortheile zmammengefaßt mit dem ungeheuren Risico, das die Versicherungsgesellschaft übernimmt' ! falls sie den Seuchenheerd unterhält. > _ 3ch.sagte, es sei em ungeheures Ristes, falls der Seuchenheerd unterhalten wird. Dies geschieh! that)achlich, wenn die VerslcheruugsgesellschafI ruhig mit zusieht, bis ein ibier nach dem andern in dem verseuchten Stalle erkrankt und entweder wieder gesund T . Die Erfahrung hat nun gelehrt, daß in einem verseuchten Stalle 1d—2O»/0 des Rindviehbestandes von der Krankheit verschont bleiben können, es würden m unserem Falle nach diesen Erfahrungen, die, beiläufig bemerkt, im Königreich Preußen m einer Reihe von Jahren gemacht sind, noch ca. 7 Stück Rindvieh in dem Stalle des Herrn Bürgermeister Lang an der Lungeuseuche erkranken. Von diesen 7 Stück werden, ich beziehe mich wieder auf die gemachten Ermittelungen im Königreich ^0—6t^/o, das sind, 50% angenommen, 4—5 Stück fallen. Zwei Kühe muß die Versicherungsgesellschaft bereits bezahlen, die sind schon gefallen, 3—4—5 Stück werden aller Wahrscheinlichkeit nach noch fallen. Von diesen vielleicht das eine m einem Monat das andere m zwei Monaten u. s. f., kurzum, durch diese Unterhaltung der Lungenseuche in Wieseck bleiben voraussichtlich bie Märkte noch 6—12 Monate gesperrt und der Vieh-Versicherungsverein Wieseck wird voraussichtlich sein Geld Ueber die vorläufige Aufhebung der Gießener Rindviehmärkte wird viel raissonirt von wenig einsichtigen Leuten. Wenn man raissonirte darüber, daß die Wiesecker mit !?re^ Lin^u^eJ,)a^?n ,in Stadt kommen dürfen und in den Sandgruben, an den Bahnhosen, den Wirthshäusern rc. mit den Rindviehgespanncn der Gießener Bürger Zusammentreffen, würde ich mich weniger wundern. Ich kenne die Verhältnisse nicht aber annehmen zu dürfen, daß täglich 30 Rindviehgespanne von Wieseck n-a. eßen kommen, die Straßen in allen Richtungen durchfahren, hier und da auch einstellen, ist das nicht schlimmer, als wenn von bis jetzt seuchefreien Orten Vieh nach Gießen zum Markte gebracht würde? Es kommt hinzu, daß, so viel mir bekannt ist r r£ie ber man die Lungeuseuche constatirte, eine Fahrkuh war und auch als solche gebraucht wurde. Die Möglichkeit, daß andere Wiesecker Kühe angefteS fein können, liegt daher sehr nahe. Gießen und die näheren Ortschaften um Gießen haben feit Jahren das Glück geW von verderblichen Rindviehseuchen verschont zu bleiben. Daher mag es kommen, daß der Wieiecker Lungenseuchefall mit so viel Leichtfertigkeit von Seiten vieler Rind- viehbesitzer, vieler Marktinteressenten besprochen wird. Hoffen wir, daß diesmal die Leichtfertigen Recht behalten, empfehlen wir anderen aber den zuständigen Behörden energische Gegenmatzregeln. Lokales. Gießen, 29. August. Bei der von dem hiesigen Krieqerverein in Wenzels Garten veranstalteten Sedanfeier wird Herr Prof. Dr. Gareis die Festrede halten. Von dem Abbrennen eines Freudenfcuers soll Abstand genommen werden. 7~ Der von uns gestern todtgesagte Bierbrauer, welcher in Remagen aufgefunden wurde, lebt noch. Zwei Kugeln, welche der Unglückliche auf sich abgeschosien hatte, sind im Kopfe stecken geblieben, so daß die Verletzung als eine lebensgefährliche xu bezeichnen ist. 7~ Gestern Nachmittag brach in einer Restauration nahe am Bahnhof Feuer aus. Glücklicherweise konnte dasselbe sofort unterdrückt werden, so daß keine ernstlichen Folgen Heute Nacht wurde der hiesigen Synagoge ein sehr unliebsamer Besuch abgestattet. Diebe brachen ein und nahmen mit, was einigermaßen Werth hatte. So u. A. 6 Mäntelchen im Werthe von ca. 600 JL, 1 neuer goldgestickter Vorhang von sehr hohem Werthe, von einem anderen wurde die Stickerei herausgeschnitten, ferner ein alter silberner Becher ohne Fuß, zwei Sammelbüchsen mit ungefährem Inhalt von 25 und 2 JL u. s. w. Die größeren Werth- gegcnstande sind in einem Casiaschrank verwahrt und probirten die Diebe auch bter, denselben zu erbrechen, was glücklicherweise nicht gelang Der oder bie Diebe sind von hinten durch ein eisernes Thor eingedrungen und Laben von der unterirdischen Heizungskammer den Weg nach oben genommen. Hoffentlich wird es rasch gelingen, die Diebsbande zu ermitteln. (Nachschrift,. Rascher als man denken konnte, sind die Diebe entdeckt worden Soeben 1 Uhr wurden die gestohlenen Sachen auf bie Polizeiwache verbracht. Als Einbrecher sind ermittelt der Dachdecker R. und Schlaffer P. K. von hier, welche die gestohlenen Gegen- stände auf einem dem R- gehörenden Acker auf dem Trieb vergraben haben- Näheres in folgender Nr. — Ein Gang nach dem Ausstellungsplatze in Wenzel's Garten belehrt schon jetzt, welche Dimension die Ausstellung von Blumen, Pflanzen rc. am 6. bis 9. September einnehmen wird. Auf dem großen geräumigen Spielplätze werden eben die Hallen aufgeschlagen, welche die Producte der Flora aufnehmen soll. Das Komitee hat alle Hände voll zu thun, will es den Anforderungen und Wünschen der Aussteller und Besucher gerecht werden. Was die decorative Ausstattung der Hallen und der beiden Sälen belangt, so darf man dem Geschmacks des Herrn Geh. Baurath Prof. v. Ritgen, als Obmann des Decorations-Ausschuffes, wohl vertrauen, daß dieselbe den auszustellenden Gegenständen entsprechend ausfallen wird. Ferner können wir mittheilen, daß Verhandlungen im Gange sind, um es auswärtigen Besuchern der Ausstellung zu ermöglichen, auf ein einfach gelöstes Eisenbahnbillel freie Rückfahrt auf den Oberheff. Bahnen, Main-Weser-Bahn und Cöln-Gießener Bahn zu gewähren. Vermischtes. — (Deutschthümelei.) Ein Feind fremder Namen in der deutschen Sprache schlug vor, folgende in der Musik gebräuliche Namen also abzuändern: Conzert — Klangmachnei. — Komponist — Tonsatzwerker. — Simfonie = Zusammenklangwerk. - Harmoniesatz — Klangmachsatz- — Concert = Tonstreitwerk. — Arie — Lustsang. — Terzett = Dreisang. — Finale = Endsang. - Violoncello = Tiefgeige. — Flöte = Hochholz. — Fagot = Tiefholz. — Sopran — Höchstsang. — Tenor — Dünnsang. — Fuge — Tonfluchtswerk. - Duett = Zweisang. — Violine — Hochgeige. — Baß — Grundgeige. - Klarinette — Hellholz. — Trompete — Schmettermessing. — Alto — Hochsang. — Basso — Grundsang. - Capell- meister — Obertonmeister. — Musikdirector — Tonwerkordner. — Cantor — Sangwerker. Hieraus ließe sich folgender Concertzettel formiren: Große Gesang- und Klangmachwerkerei. I. Zusammenklangwerk von einem unbekannten Tonsatzwerker. Lustgesang für Höchstgesang mit Vollgesang mit obligatem Hellholz, gesungen von Fr. Campagnoli. Tonstreitwerk für Hochgeige, vom Tonstreitwerkmeister Spohr Zweisang mit Dreisang für Höchstsang, Dünnsang und Grundsang aus Silvana, vom Obertonmeister Weber. II. Klangmachsatz für Hellholz, Tiefholz, Tiefgetge und Grundgeige. Tonfluchtswerk von Sarti, achtstimmig. Endsang und Vollsang vom Tonwerkordner Bierey. Die nächste Tonstreitwerkversammlung ist in acht Tagen. In derselben wird sich die berühmte Höckstsangwerkerin, Frau Milder-Hauptmann, hören lasten; auch verspricht Herr Kaufmann aus Dresden dem Publiko einen hohen Genuß, indem sein künstlicher Schmettermessing- werkcr auf einem Schmettermessing Stückchen blasen soll. (Kornelia) ° — Berlin. Ein sensationeller Einbruchsdiebstahl, bei welchem den Spitzbuben nicht weniger als * 1,000 jf. an baaiem (Selbe in die Hände gefallen sein sollen, ist fn der Nacht zum 22. d. M. bei einem Fischhändler Sch. verübt worden. Der Verdacht, die That vollführt zu haben, lenkt sich auf einen Verwandten des Bestohlenen, einen in der Langcstraße wohnhaften Stepper. Die Polizeibehörde setzt alle Hebel in Bewegung, um des aus seiner Wohnung verschwundenen Mannes habhaft zu werden. — (Ein Kriegerdenkmal auf Abbruch versteigert.) Der „Oberpfälzische Courier" bringt aus Weiden die Nachricht, daß das erst am Himmelfahrtstage enthüllte Kriegerdenkmal auf Abbruch versteigert werden soll. Das Denkmal wurde durch Sammlung ohne Beihülfe der Stadt geschaffen, und ist noch eine Summe von 800 zu decken Das betreffende Comite hat den Magistrat um Uebernahme dieses Deficits ersucht, dieser sie aber als unmöglich bezeichnet. Nun wurde ein Antrag eingebracht, das Denkmal auf Abbruch öffentlich zu versteigern. — (Lackirte Butter.) In England kommt in letzter Zeit eine Sorte Butter im Handel vor, welche alS Tafelbutter sehr beliebt ist und höher bezahlt wird als andere, welche ganz dieselbe Qualität besitzt, — narnlick lackirte Butter. Dieselbe ist, nach der „D. landw. Pr " von glänzendem, beinahe eisartigem Aussehen und bildet, in hübsche Formen gepreßt, eine reizende Tafelzier. Die Herstellungsmethode dieser Butter ist nicht vollständig bekannt, da man ein Geheimniß daraus macht, doch ist das Wesentlichste derselben bereits in weitere Kreise gedrungen. Die Butter wird sehr sorgfältig ausgewaschen und in Formen gethan, in denen sie einen Tag stehen bleibt. Sodann nimmt man dieselbe heraus und bestreicht sie vermittelst eines paffenden Pinsels mit einer Lösung von einem Eßlöffel weißen Zuckers in ’/< Flasche warmem Wasser. Dieses Bestreichen oder Lackirm muß sehr rasch geschehen. Die Oberfläche der Butter “Sri «W*L, * Ä *5* 3" «in W 1t* frt Sonntag, 1 -4 Mrad < i Irrem Morgens: ? Diel (Gofledt (Son1 Die Pfaus NkÄht Elisabeth iß wm GW zWt worden, w öffentlichen S daß Mae Re kren Vtraiöstni Heinrich Fri ' cheschlchn wt Dießen, ben TrvhherzozW 5613) j. Lau ®M«uei ,oa Mm iNttintratbeii Maseraibeff H wib ©Qll TrockenlegulL JetonW ’fien, 2 QVlnc NüeinLrQUl MklW 5626) Der N Wkrtarif i Ry Ausgabe N von 10 A Mn werden. Wlbe enthalt «f - ^Mung" ®eßrn, den 27 ^oßherz^ ____Ulf nÄ®t* im '°«U«°rL- “4?s ?&i!if,onir* |™»«rubern. * Ssfts g» '2n'M nach bekannt ist, und auch ^uhe angrstE °bren das GW "°S kommen, 'tin v'ckr Rind- °v8 diesmal die ud'gen Behörden ®*njel’ß Tarten ti. 'den. ufgefimben Hurte, f- sind im topfe i ist. nhof Feuer auS. mstlichm Folgen besuch abgeftattel^ S 6 Mäntelchen Vnthe, von einem :i ohne Faß, M größeren Werth' och hin, denselben «hinten durch ein mei den Weg nach ittteln. worden. Soeben ls Einbrecher ftnD fabltnen Gegen« . Aahnes in \t>\- »ürhrt ichvn setzt, ptmdn einnehmen lsgejchiagen, welche I zu thun, will es ,erden. Was die w dem Seschmaike >-Lusichchs, wohl ■den fflirt. Ferner ytn Leiuchern der Rückfahrt aus den e. Sprache schlug vor, iqmflittti. - Gom= teloB = Klangmach- niiong. - 8ina*c ,ot = Desbolz. - oerk- - Duett- ndsma- - Gapell- = Smgwerler. gesungen von Fr. je Silvana, vom (Ä«>* iiun ffU""" *.•£# wfia » hfl V- :Ks- .'H wirb im ersten Augenblick weich, erhärtet jedoch bald und nimmt dann das oben bezeichnete glänzende, eisartlge Ausehen an. Man kann auch die geformte Butter einfach in die Lösung hineintauchen, doch erfordert dies eine bei Weitem größere Uebung und Geschicklichkeit, als die Procedur des Bestreichens mit derselben. — Ein seltsamer Prozeß spielt sich gegenwärtig zu Columbia in den Vereinigten Staaten üb. Der Kläger war vor sechs Monaten von einer schweren Krankheit befallen worden und mußte sich der Amputation seiner beiden Füße unterziehen. Der Chirurg, welcher die Ope- ration vornahm, ließ dieselben in ein Gefäß legen und machte dem medicinischen Museum damit [ «in Gesckcnk. In der Meinung, daß man seine Füße beerdigt habe, kümmerte sich der Patient Aicht weiter darum; sowie er aber erfuhr, daß sie im Museum ausgestellt seien, ließ er sich, ohne der Nachricht Glauben beizumessen, dahin tragen und erkannte mit Staunen seine beiden Beine, denen man noch überdies aus Uebermaß von Vorsicht eine Ettquette mit dem Namen des Eigenthümers beigesügt hatte. Der Patient, welcher, mit Recht oder Unrecht, Eigenthümer seiner Füße zu sein glaubte, leitete sogleich den Prozeß vor Gericht ein und dieser ist jetzt in der Schwebe. Irischbäcker in Gießen. Sonntag, den 31. August. Daniel Rühl, am Rathhaus. Heinrich Kuhn, Kreuz. Konrad HaaS, Wallthor. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde ruGiesien. Gottesdienst: Sonntag den 31. August. Morgens: Pfarrvicar Schöner. — Nachmittags: Mitprediger Dr. Buchhold. Dienstag den 2. September, als am Nationalfesttage. Morgens: Pfarrvicar Schöner. (Collecte für die Invaliden und Hinterbliebenen der gefallenen Krieger.) (Sonntag den 7. September soll das h. Abendmahl gefeiert werden.) Die Pfarrgefchäfte für die Woche vom 31. August bis 6. September besorgt Pfarrer Schlosser. Loeal-Hrstorrsches Museum. Neu eingelaufene diverse Gegenstände Nr. 467—530 von den Herren Dickors, G. Dieffen- bach, Hoch, Schellenberg, Rothenberger, Buchner, K. Eckstein, Franc v. Liechtenstein, E. Pistor, Henry, Bapst, Köhler, Iokel, Schmeel, K. Krailing, Gras Laubach, v. Herff, Scheyda, v. Rügen, Jrle.__________________________________________________ H. Ansprache. Unser vorjähriger Aufruf, anläßlich des Rationalfestes vom 2. September auch der Invaliden und der Hinterbliebenen gefallener Soldaten vom Krieg 1870/71, durch Gaben dankend zu gedenken, war nicht vergeblich. L>etn Ergebntß zeigte, daß wir nur einem Gefühl Ausdruck gaben, das allerwärts vorhanden war. Und so kommen wir auch dieses Jahr mit gleicher Bitte. Unsere s. Z. ausgesprochene Hoffnung, diese Sammlung diesmal durch ganz Deutschland durchgeführt zu sehen, hat sich zwar noch nicht erfüllt, noch muffen wir die Sammlung diesmal wieder als Landesfache betreiben. Aber da unternehmen wir sie um so getroster, als die jüngst erfolgte Enthüllung des Landes-Kriegerdenkmals gerade uns in Hessen jene große Zeit von 1870/71 wieder unmittelbar ins Gedächtniß gerückt und die Gefühle des Danks aufs Tiefste wachgerufen hat. Angesichts dessen bitten wir, überall, wo man am kommenden 2. September in den Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen unser Nattonalfest feiert, sich jener unglücklichen Opfer des Kriegs, mit deren Blut die Größe unseres Vaterlands erkauft wurde, zu erinnern und je nach Vermögen seinen Beitrag zu geben, damit wir dadurch in den Stand gesetzt sind, das Loos der Invaliden und Hinterbliebenen auch weiterhin zu verbessern. Insbesondere bitten wir die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorstände, gemäß der ihnen von Großherzogl. Ober Consistortum ertherlten Erlaubntß, bei den Festgottesdiensten des 2. September Coüecten für jenen Zweck zu erheben. Unsere Zweigvereiue ersuchen wir, wie im Vorjahr möglichst für Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle, welche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn Hauptstaatskasse-Dtrector Michell dahier etnzusenden. D rmst ad t, am 20. August 1879. Der Vorstand des Hülssvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde; als Landesverein der Kaiser-Wilhelm-Stiftung. A. Weber. Ä. Buchner. Veffentliche Bekanntmachung. Elisabeth« Hardt von Albach ist wegen Geisteskrankheit unter Curatel gestellt worden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß gültige Rechtsgeschäfte bezüglich deren Vermögens nur mit dem Curator Heinrich Frischholz von Albach ' abgeschlossen werden können. Gießen, den 19. August 1879. Großherzozliches Landgericht Gießen. 5613) I. B. d. L.: Langermann. Mrheffifche Eisenbahnen. 15626) Der Nachtrag V. zu diesseitigem Localgütertarif ist mit sofortiger Gültigkeit zur Ausgabe gelangt und kann zum Preise von 10 H von allen Expeditionen bezogen werden. Derselbe enthält „Aenderungen beziehungsweise Ergänzung des Abschnitts I. Allgemeine Bestimmungen, A. Betriebs-Regle- ment" und „Ergänzung der speciellen'Ta- rifoorschriften". Gießen, den 27. August 1879. Großherzogliche Direction. I. V-: A l t o a t e r. Arbeitsversteigerung. ' Dienstag den 2. Sept. d. I., Nachmittags 4 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei Schreinerarbeit, veranschl. zu 115 50 Klaserarbeit, „ „ 16 — Grd- und Maurerarbeit, zur Trockenlegung eines Kellers, veranschlagt zu ... . 148 75 'venigstnehmend vergeben werden. Alten-Buseck, am 28. August 1879. Aroßh. Bürgermeisterei Alten - Buseck. 5617) Wagenbach. Versteigerung. Tamstag d. 30. Aug., Morgens 10 Uhr, | lalse ich auf meiner Hofraithe gegen baarc 4 Zvhlung versteigern: Eine Parthie gebrauchte noch gut erhaltene Dachziegel, Dachfenster, Laden, Stallsenster, eine Hausthüre, einige Holzaschen, 2 gebrauchte Heerde, einen Rest i Tufssieinkaminrohre rc. KW8) Carl EmmeliuS. Allgemeiner Anzeiger. Betr.: Die Lieferung von Stetn- und Braunkohlen, sowie Coaks. Die Lieferung des obenbezeichneten Brennmaterials für die städtischen Anstalten pro Winter 1879/1880, bestehend in 590 Ctr. Braunkohlen 1. Sorte, 1200 Ctr. Steinkohlen, melirte, 1. Sorte, sowie 1070 Ctr. Coaks, soll im Submissionswege vergeben werden und sind Offerten bis zum 12. September d. I. 6d der unterzeichneten Behörde, bet welcher die Bedingungen eingesehen werden können, mit der Aufschrift: „Lieferung von Steinkohlen, Braunkohlen resp. Coaks" verschlossen etnzureichen. Gießen, den 27. August 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 5600) A. Bramm. Dienstag den 2. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Hofe des Metzger Luft, Neuenweg, wegen Räumung eines Lokals, Möbel als Bettstellen, Stühle, Tische, runde und andere, Sopha, kommoden, Schreibsecretär, ein Schreibtisch, Schreibpulte und sonstige Gegenstände versteigert werden. Gießen, den 29. August 1879. ____M üller.__(5619 Donnerstag den 4. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hofraithe des L. A. Müller Flur Mtr. 1/756 144 Hofraithe auf der Mäusburg, V741 19 Hofraum auf der Bach, nochmals versteigert werden. Gießen, den 19. August 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Müller. (5620 Ieilgeöotenes. Burgunder Salicylsäure - Weinessig, per Liter 30 Pfennig, zum Einmachen, empfiehlt (5630 _______W. Häuser, vorm. F. Bieler. Amtstrachten für die Herren Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Gerichtsschreiber genau nach Vor schrift empfehlen (5604 Gebrüder Stamm. Neue holl. Vollhäringe, la. Sardellen, vollsaftigen Schweizerkäse, la» Limburgerkäse, Handkäse, Butter u. Eier, Westph. Speck u. la. amerik. Schmalz empfiehlt (5326 R. Göbel, Neue Baue. Henulen nach Maaß unter Garantie des Gutpassens liefert zu billigen Preisen (2965 _________H. Rübsamen. 5595) Rother Cardinal billig zu verkaufen. Wo? bei der Exped. d. Bltts. zu erfragen.______________________ ooLKDCxroDoooa □oooDooaDoa (Mein Lager in anerkannt Q guten Qualitäten von Q Bettfedern u. Bannen | bringe in empfehlende Erinne- B rung. J. Bärmann, g ti 5389) Hotel Einhorn. ti öooododoooooiddooockjdoooo Bergmann’» Sommersprosim-Seife zur vollständigen Entfernung der Sommersprossen, empf. & Stück 60 H 3696)____________Gustav Gerhardt. Zum Einmachen: Feinen haltbaren Weinesstg, Gewürze, Zucker (feinste Raffinade) per Pf. 43 H im Hut, empfiehlt (5369 Carl Hoffmann. Feilgebotenes. Frisch abgek. Schinken, ächt Gothaer Cervelatwurst, Schinkenwurst, empfiehl! (4001 C. R. Textor, Brandgasse. 5578) Als neu und äußerst praktisch , besonders zur Benutzung im Freien, empfehlen nkusilb. Lundenftuerp'uge mit Zündmasse. Moritz Gregori & Sohn. Forbacher Formziegeln, sowie gewöhnliche Dachziegeln empfiehlt (3520 Fr. Müller II, Luzerner u. Zncarnat-Kleefamen empfiehlt (5565 Wilh. Seibert, Marktstraße. 5548) Ein Haus mit Laden re., an der Hauptstraße belegen, ist bei bescheidener Preisstellung und unter leichten Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei der (^ped. d. Bltts. 5521) Eine guterhaltene Jtelter zu verkaufen bei ______Ludwig Herbert, Mäusburg. Einmachfässer in jeder Größe empfiehlt (5522 Ludwig Herbert, Mäusburg. __NB.JReparaturen werden bestens besorgt. Sbmmerröcke" empfiehlt zu sehr billigen Preisen | 4079) H. Rübsamen. Damen ■ Regenmäntel und Havelocks empfehlen in größter Auswahl und neuester Fa^on von 6 Mark an bis zu den feinsten Docter 4* Huts, am Seltersweg. Ebenso große Auswahl in Mädchen- und Kinderregenmänteln. 5390 RUMA Moritz Heichelheim 5067) Der Vorstand des Kriegervereins. 5627) Die Expedition des „Gießener Anzeiger". 4477) 5615) Ein Zapfjunge auf sogleich gesucht. Gebrüder Lotz. (5584 gesucht. W w bi Verantwortliche Rcdaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Uni».-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ? ALLGEMEINE A JNOUSTRIE-' AUSSTELLUNG-. 5. CASSEL1870.jrf Beste, feuer- feste und diebssichere wozu ergebenst einladen 5581) stellten festen Preisen. 5623) Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: 5616) Mädchen, welche das Putzmachen zu erlernen wünschen, können eintreten bei Gefchw. Peth. Gute Steinkohlen für Ofen- und Herdbrand, (5141 Prima Knabbel- und gewaschene Nußkohlen empfiehlt A. Beling Wwe., Mankfurterstr. E. 59,4. Bestellungen für Winkerbedarf werden billigst und reell ausgeführt. G M- ®1 Kirchweihfest in Krofdorf und Gleiberg Sonntag d. 31. Aug. und Montag d. 1. Sept., A * ■ « * " U 1 a neuester Construction, berühmt durch JHL 6pl€l" JML UfiLien leichten Gang, vorzügliche Leistung und * solide Bauart 5461) Ein Logis von 3 Zimmern nebst Zubehör in meinem Vorderhaus 311 ver- miethen. IuftuS Gg. Unverzagt, ________gegenüber Pöschel's Bierhalle. 5007) Ein Logis, bestehend aus drei ineinandergehenden Zimmern, nebst Kammer, Küche rc. zu vermiethen. ___Küfer Arnold, Asterweg. 3898) Ein Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei jf. Felfing, Neuenweg. 5465T Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei E. Fr. (Conrad, Friseur, Mäusburg 48. Geschäfts - Verlegung. 5535) Hiermit meinen werthen Kunden sowie einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mein Geschäft vom Neuenweg 184 m das von mir erbaute Haus an der Bismarökstraße, neben Herrn Christian Petri V., verlegt habe, damit die Bitte verbindend, das mir seither geschenkte Vertrauen auch fernerhin bewahren zu wollen. Zugleich empfehle mein Lager in Schlössern und Banden rc. rc. Das An fertigen von schmiedeisernen Geländern und Thoren, eleetr. Haustelegraphen und Blitzableitern und das Probireu der Letzteren auf ihre Leitungsfähigkeit, sowie alle in dieses Fach einschlagende Arbeiten werden bei reeller Ausführung zu billigsten Preisen übernommen. Hochachtungsvoll Carl Wiegandt, Schlosser. in Wen t(J - Ä Zur Beachtung! 5479) Infolge der beschwerlichen Bauoerhältnisse bei meinem Laden bekam ich um ein Vierteljahr Verspätung. Dadurch blieben mir (weil schon bestellt) circa 200 Stück Anzüge (Jacke und Hose ganz gefüttert) für Knaben von 4 big 11 Jahren zur Verfügung. Um nun Platz für kommende Winter- waaren zu bekommen, verkaufe biefel6en zum Selbstkostenpreise, zu 8, 10, 12 und 14 Mk. M. Weiner, Ecke der Wetter- und Marktstrasse. . Bern, tunntlbaueft \ M öon biejt hfln. Men $ Henn & "holens.» c Wenienr qi ^lhgeber. ?* i“ Pa' 76e« von Darmst lohn allergnäd Am 21. i In Lndes-Unt I ;ii rnitnrnn. Berlin, I Jimebmen nad I jpMhig nsä I iin Rheintzchrn I Uislrn unmitti Bit künsttzen E fttr Anleihe, x ikoncurxrnz A! wicht sirün al | '»kgs zu di» ! ibfr Bttilss-Nln I ldie äciien Lit.. I Kentifle Rente, I? mchtigung an, I ötzonsols als eh - Die I Dung der Pots "ine noch folge * 'über den U«b? ; 'einbnufen ist, | 'Mindener Kitz | die Höhe der l [• .Mischen der i ^ie höre als ? ittobl erwogen j'tle Action-ire I M der Sei. ? — Die «*■, d-ß ( | Nti in'a Bi | I« 6tri j derde d >,d,ch bi | wttten. 1 I Mteb,, i I bl,f' „ Ieotl* lejjtt Priwatstunden | für Schüler unterer und mittlerer Klassen werden billig ertheilt. Näh. bei der Exp. 5550) Kleinere und größere Kapitalien sind gegen gute erste Hypothek auszuleihen durch Chr. Dix, am Neuenweger Thor. W SeÖanfeier. Der hiesige Kriegerverein veranstaltet am SecLantag eine allgemeine Feier, bestehend in einer Gedenkfeier für die Gefallenen, festliche Vereinigung in Wenzel's Garten, Festrede, Concert, Feuerwerk u. s. w. Programm folgt im Sonntagsblait. Vermischte Anzeigen. Kaufmännischer Verein. Heute Samstag, Abends 8V2 Uhr: Abendunterhaltung. 5629) ______Her Vorstand. 5628) Unserem lieben Freunde Ludwig H . . n zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch. _________Humor. 5614) Eine Lauffrau gesucht Lit. C. Nr. 1. Deutz 6«, 12 4«. Dillenburg 6", 12, 4«, 9». Siegen 6«, 12, 4«. (3256 °'M v. $ Wetzlar 6«, 8'», 10, 12, 4«, 7°, 66 1 «w . ai ii ganz neues System, erfordern wenig Wem- K Dbst-Pressen ÄrÄ Keltern, sind leicht zu handhaben, solid unb dauerhaft gebaut- — Preis je nach der Größe von Nm. 110.— an. 1*11» Mayfarth kl ei der M olt’e mit passenden geschmackvollen Besätzen habe in grosser Auswahl erhalten und empfehle solche zu billigst ge- X*