HZ hnrot^ knb*n, otrkn L Mach b. 32^ e 6'nnhauii, 'n von ©rabftemm, vn Lkhrifien ti- tauernbti8t|d)5iib "Keim er Wv, 5 Mädchen aus m- ui: ckUe zur Ethi lö Ladenmädchen M d'.bandlung als hch i erfragen M C 22,3. Slot um d. I. 80U0^|ej ende wollen ihre ( bition dieses Blatt; iei junge Leute, rotljj: ltnnje besitzen, fönren rikgeschäfl, das ihini mnnischen AusbildM eintreten. enten Wahres werten d salarirt. sub K 1 die leben Freunde» He-t irem heutigen Dlegni- nnernbee Hoch!!! E H 8. «er, Stiefel. M rr, Xntiquitättn, DA*! ck •Iheuherger. uenweg 193. I ^vvnLcdKmrnWd mitlbtn werden ral) j bet Helene ft „ vouis Wtttl« ,T yas uns stitjll! idter S*r egpfc* I 5 5 0 s ,m 5. ®äi’ ber ®W*j 1879 Mittwoch, den 30 April Nr. 99 eraer An?t'gk- Nedacttonsbnreaur 1 Schulstraße B. 1». Expeditionsbureau r J ; und Amtsblatt für den Kreis Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50jn-_ Amtlicher P h < i l. Berlin, den 1. März 1879. Bekanntmachung. Betreffend: Den Remonte-Ankauf pro 1879. H ii ii H 15. 16. 17. 18. 19. 21. 22. Nidda, Nteder-Wöllstadt, Groß-Bieberau, Bickenbach, Groß-Gerau, Goddelau, Die von der Remonte-Ankaufs-Kommission erkauften Pferde Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen . - . j. ix-.wsAA.'iAhAT nm 91 nrellit ailk mürben. Wollen nämlich die Brauer den bisherigen Absatz aus gleicher Höhe ei Eilten müssen sie die Steuer ohne Weiteres auf sich nehmen; brauen sie ft ÄÄÄ' »ter erhöhen sie den Preis, dann erfährt der Bon um eine solche Abnahme, daß sie mit ihren für den jetzigen Bedarf einger chteten gewerblichen Anlagen wiederum den Schaden davon haben. Diele siwgere Branere-en auf denen noch das ganze Anlage-Capital lastet, wußten bet her Steuerverdoppelung zu Grunde gehen. In betracht kommt noch daß in den »ur Brausieueraemeinschafl gehörigen Brauereten über 80,600 Person^ be Jf. I firb »ule liefet Leute kämen um ihren Verdienst, wenn das Brau- Ä kmch Lende Lasten geschädigt »ütk E- ist seit llJ-hren nun das vierte Mal, daß die Reichsregierung den Versuch wacht, eine Er bölmva der Brausteuer herbeizusühren. Hoffentlich wird der Versuch im l»teresie der Producenten und Consumenten auch diesmal mißlingen. Der deutsche Braueibund möge aber Anlaß nehmen, gegen bi- fortgesetzte Bem>. ruhigung eines so wichtigen Industriezweiges durch derartige Vorlagen entschiedenen Protest zu erheben. Betreffend: Den Remonte-Ankauf pro 1879 .„--„^msw-ise vier fahren find im Bereiche des Großhcrzogthums Heffen für Rum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahmsw is J 9 H dieses Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende MärM anberaum- wmdeu, und zwar • Deutschland. 27 Avril Die Nachrichten aus Rußland lauten fortwährend düster In ^ie? bu?^d,eit dem Attentate 2000 Personen verhaftet wor- ich-'!, u«! ».» ÄX »Md,. D» ...... -»* h;: Ltöi z tsiwsz S|W? 1° »°-d-d-- “s"nm“SÄ« W' “• x ' (Xpntner ein Betraa von 55 bis 7d MM Der. enrgeyen. «V v Nachversteuerungssatzes von 37 Mk. °''^r'cht der Diffttenz der ^^Rach- stcueruna und der jetzigen Besteuerung des inländischen Tabak - b jL steuer den ausländischen Tabak gleichmäßig trifft, so wrr a $ selben für die Conrurrenz mit dem inländischen, Ta ak E «^b^ri^J-n Wege der Aussührungsbestimmungen wird aus eine hunUchs >-y der ganzen Nachversteuerung "jw auf Gewährung j-d $Dljd)nf,en über »- SÄ&W «»-*>• -**• crediten geschehen, in's Auge gefa^ wnde^^ unserer Stadt, noch vor Elberfeld, 26. Ap . folgender sreihändlertsche Aufruf Kurzem eine Hochburg der ' ”t pollilschen Verwickelungen -rlaff-n ' Ueberspeculat °n ,U-b°rP obuctton, d^ P^ Ausfluß 5” ÄÄ»ÄÄ »n. SÄ' s*“" * Zur Bewegung gegen di- Zoll- und Steuervorlagen. > t„n8 Le«stttL'7usgearbestet ^Lcn ter'] L^Urthetl^btlden. ^Mb^handelt 7s ^sich um Vorlagen, welche die ver- LS'^^d^^tSLN^chL n" Wenn man die st.egenv- Eile wahrnimmt, mit der ,° solgenfchwere ren wonack der Regierung das Denken Ulid Handeln zu überlasten, die Zu fiAnbtafeü der Volksvertretung aber aus einfache Zusttmmui gsertheilung zu beschränken set. Es ist Sache der Volksvertreter und aller wahren Patrioten, eine solche Praxis nicht aufkomnien zu lasten. < c r ,c. Bei dieser Lage der Dinge ist es nur zu begrüßen, wenn die bedroh ten ^duftr^ezweige und alle Interessentenkreise, welche den Seaen einer ruhigen stetigen Entwickelung höhe^ schätzen als prwate Vortheile ^Mhafter Alt noch in letzter Stunde ihre stimme erheben, um bie zuge- dacht-» Lastet und angeblichen Beglückungen so entschieden wie möglich zuruck- .cfn Vielleicht gelingt es doch noch, m mehr als erwartetem Maße die L7Lsve,wurüng zu heben und den Zanberba.m zu brech.n wodurch jo schwankend ^und willenlos g'worden sind. Am Meisten haben sich bts- n bi!^allerdings am Schwersten bedrohten Tabaksindustriellen gerührt. Auch die Kleinindifftrwllen" bereu' Juleieff-ii zu Gunsten der Givßwdi.striellen ausis Kviel gesetzt werden sollen, kommen mehr und mehr >n Bewegung. Auch der , md Rwisckenbaubel Sütw.stdeutschlands bereitet Protest- gegen die Biuneii- Ul> o ! y Seestädten wider ihren Wille» In Gestalt der 'Sr.ei Ä^» ' Von Sciien der Ver.re.er unserer Bier- Zuschlag- . ^uudaebunain gegen die vorgeschlagene Brausteuer- i"^k"v^lun ? ettolgt^u!d^^d° die be reffende Vorlage baldigst im Reichs- »'rd°p^er°tdur« g'stellt we,den soll, wird der deutsche Brauerbuud tage zur Bera y 00 1 9infaiia$ auf den 5. Mat anberaumte Versamm- dem Verv-hme 4 .» ^rltn abhalten. E« soll eine Eingabe an den bewtben werden, in welcher die aus der Sleuerverdoppelung erwach- s^diaunaen ausführlich geschildert werden sollen. Da bei dieser l6nb f bie6 lntetenen bet Consumenten und Producenten zusammen- Angelegenheit Ji Vorstellung des Brauerbundes um so mäch- !aaen- LL machen wird, üm w!lch° Interessen es sich gerade bei dieser tigeren Eindiuck folgende Z.ff.ru darthun. In der Bralist.uer- 6tCU|e\*n 18n>men im' (StafeMr 1877/78 12,186 gewerbliche Blauere,im E® vs z g ....... ..... ...... -r.T P'"d->- . o - '"««v6 ‘.T "*** Um bie Avslamm ng Kriegs-Ministerium, Abth-ilung für das Remonte-Wesen. von Rauch. von Uslar. --■ ausgeschlossen. Gerade in solchen Zeiten leidenschaftlich erregten Interesses Ätib ruhige Ueberlegung ausschlirßender Furcht, erscheint es höchst bedenklich die Principen der bisherigen deutschen Handelspolitik, welche unsere Export- Industrie zu einer nie gekannten Blüthe gebracht hat, In ihr Gegenteil ver- kehren zu wollen. Hierzu gehört insbesondere die Etnsührung von Zöllen auf die nothwendigsten Lebensbedürfnisse und auf solche Halbfabrikate, die den wichtigsten deutschen Industrien unentbehrlich stnd. — Dazu kommt die allgemeine Belästigung des internationalen Verkehrs, wobei die auf Export angewiesene Industrie, trotz aller etwa in Aussicht zu stellender Prämien, sowie auch jede Art des Handels schwer geschädigt werden würde. Wir erwarten deshalb von dem Reichstage, daß er allen Versuchen, den bisherigen Tarif im ausschließlich schutzzöllnerischen Sinne umzukehren, entgegentrete, daß aber da, wo da- unabweisbare Bedürfniß der Retchskasse es erheischt, er neue oder erhöhte Ftnanzzölle nur auf solche Consumgegenstände bewillige, deren Ver- theuerung von den Consumenten leichter getragen werden kann. Wir erachten die Beibehaltung unserer seitherigen bewährten Handelspolitik, wie sie sich nach den Prtnctpien der preußischen Zollreform von 1818 in gemäßigt freidändle- rischem Sinne bisher fortlaufend entwickelt hat, für nothwendig, einer Wirth- schaftspolitik, die unter Preußens Führung Deutschland geeinigt und so weit gekräftigt hat, daß es jetzt eine mächtige und leitende Stellung in Europa ein- nimmt. Bei dem schwerwiegenden Einflüsse Deutschlands könnte sein Vorgehen Europa als besten Frtedenshort den Segen des freien Austausches bringen, andererseits aber Sonderinteressen zu Liebe eine Epoche der Handelsbeschränkungen und des ewig erneuerten Zollkrieges herausbeschwören. Die Unterzeichneten ersuchen hiermit ihre Gestnnungsgenosien aus Rheinland und Westfalen, sich zu einer Versammlung am Sonntag, den 4. Mai, in Elberfeld (Versammlungsort und Zeit wird noch bekannt gemacht) einzufinden, um durch Faffung entsprechender Resolutionen ihren Anschauungen Ausdruck zu geben. Folgen die Unterschriften. (Weser-Ztg.) KrauKreich. Paris, 26. April. Der Minister des Innern und des Cultus hat in Auxerre eine Rede gehalten, worin er sagte: „Ich werde der Geistlichkeit gegenüber immer den Geist des Anstandes bewahren, den ich gegen Jeden stets beobachtet habe; aber das Gesetz des EoncordatS darf kein leeres Wort bleiben. Alle Geistlichen, so hoch sie auch gestellt sein mögen, müsien diesem Gesetze Folge leisten. Wenn der Priester auf der Kanzel, anstatt religiöse Lehren zu Brtheilen, die man dort sucht, die Beamten oder die Staatseinrtch. tungen beschimpft, so wird er bestraft werden." Amerika. New-Uork. Der Kriegsminister der Vereinigten Staaten hat ein Rundschreiben erlafien, welches anbefiehlt, daß die Indianer unter der Führung von Sitting Bull, da sie ausgehört haben, amerikanische Unterthanen zu sein, tm Falle ihrer Rückkehr nach den Vereinigten Staaten ergriffen und als Kriegsgefangene behandelt werden sollen. Telegraphische Depeschen. Wagxer'S telegr. «orrefpoAdent-Bureau. Berlin, 28. April. Reichstag. Vor Eintritt in die Tagesordnung verlieft der Präsident ein Schreiben des Abgeordneten Knobloch (Labiau), wonach derselbe aus privaten Rücksichten sein Mandat niederlegte. Der Präsident theilt mit, daß während der Osterferien die Zoll- und Steuervorlagen eingegangen sind, sowie ein Schreiben des Reichskanzlers, welches die Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung Hassel- mann's wegen Zuwiderhandelns gegen verschiedene Bestimmungen des Socialisten- gesetzes nachsucht. Dieses Schreiben geht an die GeschäftSordnungs-Commission. Hierauf wird eine Reihe von Wahlprüfungen nach den Commissionsbeschlüssen erledigt — ES folgt nunmehr die erste Berathung des Gesetzentwurfs, betreffs Anfechtungen von Rechtshandlungen des Schuldners außerhalb des Concursverfahrens. Staatssecretär Fnedberg begründet und erläutert den Entwurf. Mayer (Donauwörth) bemängelt denselben unter Hinweis auf die einschlägigen Verhältnisse in Bayern und Württemberg. Staatssecretär Friedberg sucht diese Einwande zu entkräften. An der weiteren Debatte nehmen Theil Bär, Schmidt, Wolffson und v. Maltzahn. Der Entwurf geht an die Commlssian für den Gesetzentwurf, betreffend die Consulargerichtsbarkeit. — Es folgt die dritte Berathung des NahrungsmittelgesetzeS. Rach Annahme der SS 1 und 2 be- antragt Zimmermann die Auszählung des Hauses; dieselbe ergibt die Anwesenheit von 199 Mitgliedern, das Haus ist somit beschlußfähig. In längerer aber unerheblicher Debatte wird der Entwurf des Nahrungsmittel- Gesetze« mit unwesentlichen Aenderungen nach den Beschlüssen zweiter Lesung ge- nehmigt. Nächste Sitzung Mittwoch; Tagesordnung: Kleinere Vorlagen. Donnerstag soll laut Ankündigung des Präsidenten die erste Berathung der vereinigten Holl- und Steuervorlagen stattfinden. Wie», 28. April. Meldung der „Polit. Corresp." aus Belgrad vom 28. d.: Der Sectionschef Popovic und der Zolldirector Ruskalfic, die zu Vertretern bei den Verhandlungen über den Handelsvertrag mit Oesterreich. Ung«rn ernannt wurden, begeben sich demnächst nach Wien. Der Minister deS Auswärtigen beabsichtigt die Großmächte um Festsetzung der Gebirgsgrenze zwischen Serbien und der Türkei zu ersuchen, behufs Verhinderung von Einfällen der Arnauten. Die Regierung entsandte Schätzungscommiffäre in die neuen Gebietstheile zur Regelung der Besitzverhältniffe der mohamedanischen und serbischen Bewohner. Der Kaiser erklärt in einem Handschreiben an den Minister deS Jn- nern: Eine reinere, innigere Freude konnte ihm kaum geschaffen werden, als die ihm in den letzten Tagen durch die Liebe seiner Völker bereitet wurde. Der Kaiser und die Kaiserin fühlen sich tief bewegt von diesen spontanen Kundgebungen aufrichtiger Liebe aus allen Ständen und Schichten der Bevöl- kerun-. Der Kaiser ist stolz und glücklich, die Völker, wie sie dieses Reich umfaßt, als seine große Familie betrachten zu können. Die rauschenden Fest- Weiten stnd vorüber, aber die dankbare Erinnerung wird nie au- des Kaisers Herzen schwinden. Der Minister soll es allgemein verkünden, daß die Maie- stäten Allen innigst und herzlichst danken. _ VeiexMmtfc, 28. April. Durch heute veröffentlichten kaiserlichen Ukas vom 24. dS. wird das Taurische Gebiet dem zeitweiligen General. Gouverneur von Odeffa unterstellt. — Der Kaiser und die Kaiserin, begleitet von der Großfürstin Alexandra Josefowna und dem Großfürsten Konstantin Konstantinowitsch stad am 27. ds., Nachmittag 5i/2 Uhr, wohlbehalten in Livadia angekommen. Auf allen Reisestattonen wurden die hoben Reisenden von unzähligen Volksmaffen enthusiastisch begrüßt. In Twer, Moskau, Orel, Kursk, Charkow, Pawlograd, Sewastopol, auf den Stationen Sergtewo und Sinelnikowo empfing der Kaiser Deputationen des Adels, der Landschaften, der Stadt- und Landgemeinden mit Ergebenheitsadreffen. Rom, 28. April. Ein Manifest Garibildi's an die Italiener verkündigt De Bud mg .Hier demokra tsche. Ligr behufs E langu ig oer thatiah. Uchen Ausübung der natio taten Souverän.tüt. D e Liga werde mit fctebh he * Mitteln arbeiten, insolange ihr Werk nicht durch Die Refieru ia behi ide-t werde. London, 28. April, Abends. Unterhaus. Norlhcote erklärt auf eine Anfrage Goldimid's: F a ckreip und E igla id richteten an den Kyedio? k ine gemeinsame Note, aber beide Mähte hielten es für notbwendig, dem Khedive ihre Ansicht über seine jüngste Action auszudrücken. Die bez. Depffche sei unterwegs, daher die Mi theilung ihres Inhaltes unthunlich. — Unterstaats, secretär Bourke erwidert aff eine Anfrage Harting on's: Die Refieruna werde weitere egyptlsche Schnflstücke oorlegen, sobald Die Unterhandlungen beendet seien. Derselbe theilt auf Bffragen CHimberl,ii's mit: Die internationale Commiifion für Ostrumelien bemDete die Berathung der ostruneli- scheu V-rf iffung und unterzeichnete dieselbe. Der Sultan habe die Verfassung noch nicht ratlficirt; sie werde dem Parlamente zugehen, sobald ste ratlstcirt sei. Derselbe eiklärt auf Veranlaffung Monk's: Die Berichte aus Kreta lauten sehr unbefriedigend. Der britische Consul glaubt, der wirkliche Grund davon sei der Mangel einer guten Polizei. — Northcote erklärt auf eine Anfrage Denison's: Die Unterhandlungen, betr. Ostrumelien, dauern fort; es besteht unverselles Einvernehmen, die stricte Ausführung des Berliner Ber- träges zu fordern. — Nachts. Unterhaus. (Fortsetzung.) Im Laufe der Debatte über Ryland's Antrag, welcher die Vermehrung der Staatsausgaben tadelt und deren sofortige Reductton verlangt, greift Gladstone die Finanzpolitik der Re- gie-ung auf's Heftigste an. Die Strafe für die enormen Ausgaben, für die Zwecke, um derentwillen ste gemacht seien, für die Principien, wonach die Re- gierung dabei zu W?rke gegangen, werde nicht ansbleben. Redner tadelt namentlich, daß auf kein Gleichgewicht der Einnahmen und Ausgaben Bedacht genommen fei. Northcote vertheidtgt die Regierung, deren Politik keine aggresstoe sei, allein Frieden und Prosperität des Lande« könnten nur erhalten werden, wenn ste auf der Achtung bastrten, die man der Stärke zolle. London, 20. April, früh. Unterhaus. (Fortsetzung.) Ryland's Tadelsantrag, welcher Bedauern über die Vermehrung der Ausgaben aus- gesprochen haben will, wird mit 303 gegen 230 Stimmen verworfen; Majorität für die Regierung 73. L o^k a l e s. Gießen, 29. April. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzuni am Donnerstag den 1. Mai 1879, Nachmittags 4 Uhrr 1. Die Erbauung eines Schlachthauses. 2. Gesuch des Maschtnenfabrtkanten HeUigenstädt um Erlaubniß zur Erbauung etneS Nebengebäudes. 3. Gesuch des Heinrich Weber von Heuchelheim um Erlaubniß zur Erbauung eines Hintergebäudes. 4. Gesuch des Philipp Kreiling um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung. 5. Das Fabrikgebäude der Firma Ottens & Jughard, betreffend. 6. Erbbegräbnisse betreffend. 7. Expropriations-Verfahren gegen Hartmann Eulers Erben. 8. Gesuch des Kaufmanns Karl Richard Textor um Octroi Rückvergütung. — Die Rathhaus-Uhr steht jetzt schon wieder über acht Tage still, sollte sie sich nicht genug ausgcruht haben? Warum entfernt man denn nicht das Alterthum und überweist cs dem historischen Museum, als daß es das Publikum doch immer nur irre führt? —6. — Ein schwer Betrunkener veranlaßte gestern Abend auf dem Kreuz einen großen Menschenauflauf. Die Schutzmannschaft nahm denselben in ihre schützende Obhut und verschaffte ihm Nachtquartier. — Wegen Unterschlagung von mehreren Hundert Mark wurde gestern ein junger Mann aus einem hiesigen Geschäfte verhaftet. Vermisch t e H. — Zwei riesige Fascikel lagen kürzlich dem Wiener Schwurgerichtshofe vor. Sie enthielten einige tausend Briefe, geschrieben innerhalb eines Jahres von nahezu achthundert Frauenzimmern an eine und dieselbe Persönlichkeit, von welcher sie alle geheirathet zu werden wünschten. Der arme Mann, welchem in achthundertfacher Vervielfältigung ein Glück zugemuthet wurde, deffen man erlaubtermaßen nur in einfacher Auflage theilhaftig werden kann, mußte mit der Erledigung dieser^ Correspondenz nicht wenig Mühe haben. Er erleichterte sich die Arbeit durch Anlegung einer förmlichen Registratur, und indem er zunächst das überreiche Material in zwei Gruppen schied, und zwar: a. Briefe von Frauenzimmern, die nur „Sinn für Häuslichkeit", oder „anspruchsloses Wesen", oder „inniges Gcmüth" und dergleichen zu ihren Gunsten aufführen können; auf diese Briefe schrieb er: „Nicht zu beantworten" oder „ad acta“; b. Briefe von Frauenzimmern, die „eine schön möblirte Wohnung", „eine Jahreswohnung und kleine Ersparnisse" oder „einiges Vermögen" haben. Diese Briefe wurden registrirt als „freundlich zu beantworten" oder „sehr freundlich zu beantworten", oder endlich, wo schon ein größerer Geldbetrag erwartet werden konnte, „sehr Heb und sehr fein zu beantworten". Die Namen der Frauenzimmer, mit denen dieser Herr in Folge der Anzeigen bekannt wurde, füllten ein langes Verzeichniß, und nicht nur über die Namen, sondern auch über das Stadium, in welches jede einzelne Beziehung getreten war, wurde ein förmliches Protokoll geführt, weil sonst leicht Mißverständnisse möglich waren und man sich dort vielleicht größere Freiheiten herausnehmen konnte, wo man über die Vorfragen noch nicht hinaus war, während man anderswo Gefahr laufen konnte, eines auffallend kalten Benehmens geziehen zu werden, wo daS Eis der Zurückhaltung längst geschmolzen war. Der Umfang dieser intereffanten Correspondenz war so groß geworden, daß der so viel werbende und viel umworbene Herr genöthigt war, eine Kanzlei aufzunehmen, die aus zwei Zimmern bestehen mußte, damit nicht zwei oder mehr seiner Bräute miteinander zusammentrafen. Wenn die Sache noch länger gedauert hätte, so wäre es dahin gekommen, daß er eine Anzahl gefühlvoller junger Leute, welche die Briefe zu beantworten hätten, als Beamte anstellen und sein Bureau durch ein Einreichungs-Protocoll und ein Expedit hätte vervollständigen müßen. Aber der Gebieter über achthundert Frauenherzen, die ihm sehnsüchtig entgegenschlugen wurde verhaftet, und heute wollte man es nicht glauben, daß er die ganze Correspondenz nur geführt habe, um für eine von ihm herausgegebene eulturhistorische Brochüre Material zu sammeln. Herr Anton Bartholomäus Kleinert ist ein grauhaariger Sünder im Alter von 58 Jahren, wegen Helrathsschwindels mit sechs Monaten, drei Jahren und fünf Jahren ZuchtbauS bestraft. Im September 1877 aus der letzten Strafe entlasten, betrieb er Den Helrathsschwindel von Neuem, diesmal in einer beispiellosen Ausdehnung, wie Eingang- geschildert haben. Don den Personen denen er Geld entlockte, baben sich nur sechs gemeldet; cS sind ältliche Frauenzimmer, denen er zusammen über 2000 Gulden abgenommen hat, indem er ihnen die Ehe versprach, ihnen sagte, er sei „Journalist und Literat" und gebe eine Brochüre herauS, welche reißenden Absatz finden und ihm viel Geld eintragcn werde. Kle'nert ist bereits längst, und zwar nach katholischem RituS, verhetrathet, er lebt von seiner Frau geschieden, und zwar erfolgte die Scheidung aus seinem Verschulden wegen Mißhandlung de" Frau, und, wie eS in dem Urtheile bei Ehegerichts heißt, „als der ehelichen Untreue mehr alS verdächtig". In der Führung der Liebescorrespondenz erwieS sich Kleinert nicht ganz ungeschickt und er wußte seine Antworten jedeSmal nach den Intentionen der Antragstellerin ein» zurichtcn. Einer Dame z. B., die ihm poetisch schrieb: „Ich wünsche einen Mann, an dem ich mich hinaufranken kann, wie die Rebe am Weinstock", schrieb er empfindsam zurück: „Wie schön ist Ihr Vergleich mit der Rebe und dem Weinstock. Sie wollen sich an mir emporschlängeln? Sie wollen mich umfasten mit süßen Trauben, au8 denen die Liebe quillt? Ich bin bezaubert von diesem Gedanken und freue mich, daß Sie in mir, einen allgemein geachteten Schriftsteller, einen treuen, wenn auch nicht mehr jungen, aber doch kräftigen Weinstock, die ersehnte Stütze finden. Ihre Ersparnisse (der Brief war unter „sehr Heb, sehr fein zu beantworten" registrirt) werde ich gewistenhaft verwalten; einen Theil davon werde ick für meine Brochüre verwenden. Adieu, meine liebe, süße Rebe, denken Sie an Ihren treuen Weinstock." Eine 50jährige hagere Dame, die unter den Beschädigten erschien, hatte das Glück, daß ihre Briefe in der Registratur des Herrn Kleinert als „besonder- liebenswürdig zu beantworten" figurirten, und so entdeckte C0K3: 2742) Frankfurter Hof. :en - Sijunj am 2953) 3 Eichen-Stämme, mit 0,68 Cbm., Versicherungs-Gesellschaft Thurmgia, empfiehlt: Zörb. 1933) 2947) 2885) Gelee Marmeladen von Reineclauden von Klarheit und unübertreffbar: hoher Von 2797) jedes eine hohe Zierde der Tafel. 900 8000 : Erbauung eines r Erbauung eine- luisiiedigimz. 33 160 36 163 77 77 77 77 77 77 75 77 77 77 77 77 77 77 77 77 77 77 77 77 !■) Rchid'S lifgiben iu4> «; Nijorltit Mirabellen Birnen Kirschen Erdbeeren Apricosen Johannisbeeren Himbeeren Quitten Blutorangen Armanas pommes d’Apis (Apisäpfel) 2883) Empfehle ein vorzügliches Glas Gießener Acticn - Bier, sowie ausgezeichneten BorSdorfer Aepfelwein Ehr. Noll III., Eanzleiberg. tragen. — Was derselbe während der Theatersatson als Director und Darsteller bot, wird gewih in den Augen eines jeden Kunstverständigen gerechte Würdigung gefunden haben! ' Einen materiellen Lohn hat derselbe bet seiner Direction nicht gefunden, da bei den großen Auslagen und bei vielfach schleckten Einnahmen, letztere kaum ausreichten um alle Verbindlichkeiten zu decken! Es wäre daher nur ein Act der Gerechtigkeit, wenn das Publikum diese Gelegenheit ergriffe und durch zahlreichen Besuch einen Mann ehrte, der als Künstler und Mensch gleich geachtet dasteht, dessen Ehrgefühl ihn aber bindern muß, sein Leid von Haus zu Haus°zu tragen. W Ile fit fit nicht ib überweist es x tintn Lbhck uni irrem junger Mm Obertzesfische Eisendahne«. 2937) Zum Gütertarif für den Main- Weser-Oberhessischen Verkehr vom 1- De- cembcr 1877 gelangt mit dem 1. Mai d. I. ^er Nachtrag II zur Einführung, welcher unter Anderem Ausnahmefrachtsätze für Eisenerztransporte enthält. Verkaufspreis 5 Gießen, den 25. April 1879. Großherzogliche Direction. Mohn. 2818) Einige Malter auserlesene Kartoffel, per Malter 6 JL 50 bei Georg Hammel, im Hause des Herrn Debus, früher Herberts Bleiche. Mai-Wein in vorzüglicher Güte stets vorräthig per Flasche 60 H. Bei Abnahme von 6 Flaschen frei in's Haus geliefert. Emil Schmal I, Handel und Verkehr. Gießen, 28 April. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 85 bis 90 Hühnereier, per Stück 4^,2 Stück — Gänseeier, per Stück 8 Enteneier, per Stück 5 2 Stück 11 H, Käse, per Stück 5—10 Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, daß Paar 60 Hühner, per Stück JL 1.50, Habnen, per Stück JL. 1.70, Enten, per Stück JL. —» Kartoffeln, per 100 Kilo JL 6.56—7, Zwiebeln, per Ctr. 12—12 50. Ocks.nfleisch 70 H per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 58—60 Kalbfleisch 46 50 Frankfurt, 28. April. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 39, 2 37, Nr. 3 31, Nr. 4 Jü 27, Nr. 5 21. Roggenmehl o/, fBerliner Marke) JL. 21 50, do. I (Berliner Marke) JL 19.5<»—20, do. II (Berliner Marke) 14.50—15.50. Weizen, effectiv hiesiger ab Bahnhof hier Jl 20—20.50, ab unserer Umgegend JL 19.75—20.25, do. fremder je nach Qualität Jt 19.75—20.25, Roggen, je nach Qualität JL 13.50—15.25, Gerste JL 17- lx.50, Hafer 13.50 — 14.50, Kohlsamen JC. 27—29, Erbsen 19 bis 27, Wicken 14 — 16, Linsen 17—36, Bohnen, weiße, Export - Bier per Flasche 23 Pfg., Gießener Lager-Bier per Fl. 20 „ Sicher Export-Bier „ 20 „ Gg. Dörr Ww., Flaschenbiergeschäft, _____________Canzleiberg B. 60. 2846) Vorzüglichen = flepjFlmein = bei C. jRoth, Due Bä e. Samen-Handlung von Carl Deines 20 Nadel- „ „ 400 „ Stang „ Die Delicatessen-Handlung von Carl Schwaab empfiehlt Pariser Gelees t MannelaileD gegründet 1838. 2885) Diele Gesellschaft schließt gegen feste, billige Prämien: 1) Feuerverficherungen auf Fahrnisse. 2) Lebensversicherungen aller Art. Versicherten Beamten werden Cautions-Darlehen gewährt. Der Unterzeichnete empfiehl^ sich für den Abschluß solcher Versicherungen. Gießen, den 27. April 1879. Heinrich Hohmeyer, ) wohnhaft bei Herrn Kaufmann Retter, am Kreuz. Buchen- 6 Eichen- 16 Nadel- 30 je vor. 6it tnt- jlsiundert^E werben wünschten, ^genuithet wurde, r mußte mit der !? die Arbeit durch ^atmal in pt' «it Häuslichkeit^, M Sunsten ach br.ung und tl-M tu <11 .ftrwM id>DH ein Merer Die Lamm ---dl. L ■■ wtll !-»» rnberewo W & der ZE I' ,jn ßrpedit - "Mk ""Um»«'1" dS ■ „/wie ;ir. Im«®“'1.1' > 8'bl : f M 16« l,l,R Ke s-t>°" it. Htüy« Oberndorfer Dickwurz, ächt. 2946) Eine Kaute Kuhmist ist billig abzugeben bei L^. HVelt'- Wallthorstr. Tapeten-Lager. Die neuesten Dessins in Tapeten und Borden empfiehlt in reichhaltigster Auswahl zu billigsten Preisen. Georg Schultheis 2755) Marktstraße 20. 2881) Ein 1= und 2 spännist gefahrenes Pferd, fehlerfrei, mittlere Statur, zugfest, zu verkaufen. Wo? fagt die Exped. d. Bl.__ Dr. Psttilong Gichtwatte bestes Heilmittel gegen Gicht u. 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Die trauernde» Hinterbliebenen. Damen, welche das Auschneiden und Anfertigen von Damenkleidern erlernen wollen, können jederzeit eintreten bei In der großen Aula. Donnerstag den 1. Mai, Abends */28 Uhr: 2955) Ein, zur Errichtung einer Restauration geeignetes, günstig gelegenes Haus, oder auch eine schon bereits bestehende kleine aber frequente Restauration, zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 2935) Logis zu vermiethen bei Adolp h Hilgärtner, Gartfeld 119,6. Unterricht im 3fid)nen, Aquarell» unb Ctlmalcn ertheilt Maler H. Gawtauer, 2956) bei Uhrmacher (tzcismar. Tragödie von Göthe, dramatisch vorgetragen von C. Alberti. Tagesbillets ü 1 sind bei Herrn Gerhardt, Schulstraße, zu haben. Billets an der Ab.ndcasse 1 Jl. 25 — Billets für die Herren Studirenden sind bei Herrn Hausbeschließer Hoffmann zu haben. Vermiethungen. 2524) Zur Beachtung der Wohnungsuchenden jeden Standes: Stets Zimmer zu vermiethen, billig für JL 8 bi§ 12, monatlich. 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